{"id":8193,"date":"2011-02-03T09:09:31","date_gmt":"2011-02-03T08:09:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8193"},"modified":"2011-02-03T10:42:31","modified_gmt":"2011-02-03T09:42:31","slug":"hinweise-des-tages-1316","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8193","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: &Auml;gypten, Arbeitsmarkt, Hartz-IV, Billigjobs und Leiharbeit, betriebliche Besch&auml;ftigungsstrategien, Wall-Street-Einkommen, Davos, Schuldenkrise, faule Hypothekenkredite, Stiftungsprofessuren, Zuzahlungen beim Arzt oder Apotheker, M&auml;ngel am OP-Besteck, Gesundheitswesen, Olaf Scholz, Wissenschaft als Beruf attraktiv gestalten, Maschmeyer, Studienanf&auml;nger bei Aussetzung von Grundwehr, Wasser, Online-Durchsuchung, Medienf&uuml;hrerschein, zu guter Letzt.<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">&Auml;gypten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Arbeitsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Hartz IV die menschliche Katastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Billigjobs und Leiharbeit: Die Qualit&auml;t der Arbeitspl&auml;tze sinkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Betriebliche Besch&auml;ftigungsstrategien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Rekordeinkommen: Wall-Street-Banker kassieren mehr denn je<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Davos 2011 &ndash; Merkel ohne Effet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Schuldenkrise: EU will starke Euro-L&auml;nder bestrafen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">&ldquo;Warum gab es einen Markt f&uuml;r faule Hypothekenkredite, warum &lsquo;wollte&rsquo; sie der &lsquo;Markt&rsquo;?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Im Dienste der Wirtschaft: Bremer Wissenschaftler kritisieren Stiftungsprofessuren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Robert Reich: The corporate role in economic policy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Patient\/innen m&uuml;ssen mit weiteren Zuzahlungen bei Arzt und Apotheker rechnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">M&auml;ngel am OP-Besteck im Klinikum Kassel <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Ethikrat legt Stellungnahme zur Bewertung von Nutzen und Kosten im Gesundheitswesen vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Scholz schr&ouml;dert sich durch den Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Antrag: Wissenschaft als Beruf attraktiv gestalten &ndash; Prekarisierung des akademischen Mittelbaus beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Strukturfinanzvertriebe: Wenn Politik und Finanzbranche eine allzu engmaschige <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Zusatzvorsorge birgt Risiken: Erfahrungen aus dem Ausland und der betrieblichen Altersvorsorge zeigen Probleme auf.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Mehr Studienanf&auml;nger bei Aussetzung von Grundwehr- und Zivildienst erwartet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">1. K&Ouml;LNER BLOGGER &ndash; KONGRESS <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Wasser: Wasser-Volksentscheid kommt am 13. Februar 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Mainz: Landtag macht Online-Durchsuchungen m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Medienf&uuml;hrerschein f&uuml;r Grundsch&uuml;ler: Bernd, der dumme Blogger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Zu guter Letzt: Volker Pispers ist aus der Winterpause zur&uuml;cky<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=8193&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&Auml;gypten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Demonstrieren auf Befehl: Mubarak-Diktatur organisiert Krawalle gegen die Regierungsgegner<\/strong><br>\nMinisterpr&auml;sident Ahmed Schafik, Vizepr&auml;sident Omar Sulaiman, Pr&auml;sident Hosni Mubarak, ja, ja, ja! Sie sind gute M&auml;nner, gute M&auml;nner, gut, gut! Sie lieben &Auml;gypten.&laquo; Aufgebracht schreien die M&auml;nner ihre Meinung gegen den L&auml;rm der Menschenmenge heraus, die vor dem Geb&auml;ude des Staatlichen Fernsehens in Kairo auf und ab marschiert. Auf ihren Schultern lassen sie Polizeibeamte hochleben, immer wieder huldigen sie Hosni Mubarak.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-03\/046.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Sorgen um die arabischen Regime oder um ihre V&ouml;lker?<\/strong><br>\nDie Schlingerbewegungen des Regimes Mubarak legen das morsche Machtgef&uuml;ge aller arabischen Staaten bloss. L&auml;ngst nicht alle stehen vor dem Umsturz, doch allen h&uuml;lfe mehr Respekt vor Menschenrechten. Der Schrecken erfasst nicht nur die arabischen Herrscher, welche &uuml;ber all die Jahre mit ihrer Nachl&auml;ssigkeit erheblich die Geduld ihrer V&ouml;lker strapazierten. Den Israeli ist schlagartig klar geworden, dass sie seit dreissig Jahren ein Friedensabkommen nicht mit &Auml;gypten haben, sondern viel eher mit dem Mubarak-Regime und seinen G&uuml;nstlingen. Im &auml;gyptischen Volk blieb es ein kalter Frieden, weil die versprochene Wiedergutmachung des Unrechts an den Pal&auml;stinensern, und mithin die Vers&ouml;hnung mit der ganzen arabischen Welt, ausgeblieben ist. So muss man damit rechnen, dass ein neues Regime in Kairo sich vom Friedensvertrag abwendet &ndash; nicht weil es einen neuen Krieg mit Israel will, sondern weil die versprochene Friedensdividende f&uuml;r die meisten &Auml;gypter niemals ausgezahlt worden ist. Die ganze Region bek&auml;me ein merklich unfreundlicheres Gesicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/sorgen_um_die_arabischen_regime_oder_um_ihre_voelker_1.9300696.html\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Wenn ElBaradei an die Macht kommt, m&uuml;sste Israel schnell Iran angreifen<\/strong><br>\nDie Neokonservativen wie der ehemalige UN-Botschafter John Bolton malen wie &uuml;blich ein Schwarz-Wei&szlig;-Bild und unterst&uuml;tzen das Mubarak-Regime. Den Rechten in den USA passt die Demokratisierungsbewegung in &Auml;gypten nicht ins Konzept, obgleich Bush seine Kriege und seine aggressive Politik gegen&uuml;ber der Achse des B&ouml;sen auch damit begr&uuml;ndete, die Tyranneien st&uuml;rzen zu wollen. Den Irak wollten die neokonservativen Republikaner als US-freundliche Modelldemokratie f&uuml;r den gesamten Nahen Osten aufbauen und damit auch die Abh&auml;ngigkeit vom &ouml;lreichen Saudi-Arabien reduzieren. Angesichts des erwarteten strahlenden Erfolgs sollten dann die anderen Staaten wie Dominos umfallen und sich nach dem Modell von Irak ebenfalls in westlich orientierte Demokratien verwandeln. Jetzt besteht die Sorge, dass nach Tunesien und &Auml;gypten zwar ein Domino-Effekt eintreten k&ouml;nnte, der sich aber gegen die USA &ndash; und Israel &ndash; wenden k&ouml;nnte, nachdem die US-Regierungen so lange die autorit&auml;ren Regimes unterst&uuml;tzt hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/34\/34130\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Arbeitsmarkt im Januar 2011 <\/strong><br>\n5,720 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<br>\n4,755 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 187.000 (3,8%) weniger als im Januar 2010.<br>\n3,347 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 270.000 (7,5%) weniger als im Januar 2010<br>\n65,7% der Arbeitslosen sind im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert (Januar 2010: 62,9%)<br>\nIm Januar 2011 wurden von der Statistik der BA insgesamt 3,347 Millionen Arbeitslose registriert, 270.000 bzw. 7,5% weniger als im Januar 2010. Von diesen 3,347 Millionen Arbeitslosen waren 1,147 Millionen (34,3%) im Rechtskreis SGB III und 2,200 Millionen (65,7%) im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert.<br>\nAls Arbeitsuchende waren im Januar 2011 insgesamt 5,510 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 589.000 (9,7%) weniger als im Januar 2010. Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im Januar 2011 4,320 Millionen, 439.000 (9,2%) weniger als im Januar 2010.<br>\nNach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten 1,058 Millionen (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,755 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 93.000 sog. Aufstocker (gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Januar 2011 etwa 5,720 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, 425.000 weniger als vor einem Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/110203_Zu_Hinweis_Arbeitsmarkt.pdf\">Bremer&nbsp;Institut&nbsp;f&uuml;r&nbsp;Arbeitsmarktforschung und&nbsp;Jugendberufshilfe&nbsp;(BIAJ) [PDF &ndash; 449 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Das deutsche Arbeitsmarktwunder: Sicherheit versus Prekarit&auml;t!<\/strong><br>\nZu den aktuellen Arbeitsmarktdaten erkl&auml;rt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft f&uuml;r Arbeitnehmerfragen in der SPD und Mitglied des Parteivorstandes, Ottmar Schreiner:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung jubelt &uuml;ber das sogenannte Jobwunder, aber vielen hierzulande ist nicht zum Jubeln. Die dunklen Flecken in dieser manipulierten Erfolgsgeschichte werden systematisch ausgeblendet. Denn der Aufschwung auf dem deutschen Arbeitsmarkt spielt sich haupts&auml;chlich im Bereich atypischer Besch&auml;ftigung ab. Mini-Jobs, Leiharbeit und befristete Jobs boomen. Die Zahl der Unterbesch&auml;ftigung ist um mehr als eine Million h&ouml;her, wenn Ein-Euro-Jobber und in andere arbeitsmarktpolitische Ma&szlig;nahmen geparkte Menschen hinzugerechnet werden.<br>\nDieser vermeintliche Job-Boom wurde erkauft durch die Prekarisierung von Arbeitsverh&auml;ltnissen. Ein Freischein f&uuml;r Unternehmer f&uuml;r das &bdquo;Hire und Fire&ldquo; zu Discounterpreisen. Der deutsche Arbeitsmarkt ist bereits amerikanisiert: Im Vergleich zu den USA haben wir einen gr&ouml;&szlig;eren Niedriglohnsektor und sind Europameister im Lohndr&uuml;cken. Sicherheit f&uuml;r die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gibt es schon lange nicht mehr. Regul&auml;re sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse werden zur Mangelware.<br>\nDiese Unordnung auf dem deutschen Arbeitsmarkt muss ordnungspolitisch korrigiert werden. Statt eines arbeitsmarktpolitischen Kahlschlags brauchen wir auch vor dem Hintergrund des Fachkr&auml;ftemangels mehr Qualifizierungsma&szlig;nahmen f&uuml;r Langzeitarbeitslose. Um die Marktmacht der Arbeitgeber zu brechen, brauchen wir einen gesetzlichen Mindeststundenlohn in H&ouml;he von 8,50 Euro sowie die Festschreibung des Grundsatzes &bdquo;Gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit&ldquo; in der Leiharbeitsbranche. In anderen L&auml;ndern ist das gang und g&auml;be!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ottmarschreiner.de\/\">ottmarschreiner.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hartz IV die menschliche Katastrophe<\/strong><br>\nVielleicht war der Gedanken von Hartz gar nicht einmal so falsch. Da sollen Menschen, die in die Arbeitslosigkeit gerutscht sind, aufgefangen werden, sollen die M&ouml;glichkeit &uuml;ber einen Ein-Euro-Job bekommen, sich in einem Betrieb zu bew&auml;hren, sozusagen als Chance, um sp&auml;ter eine Festanstellung zu bekommen. Oder aber die M&ouml;glichkeit &uuml;ber einen solchen Job sich besser wieder eingliedern zu lassen, da es immer besser ist, sich &uuml;ber einen Job zu bewerben. Mag sein, dass das so gedacht war (&hellip;)<br>\nTatsache ist jedoch, dass eine systematische Kleinhaltung von Menschen damit bezweckt wurde, die durch herablassende Bemerkungen von Politikern und sogenannten Rechengenies, welche immer wieder neue Berechnungen auf den Markt werfen, womit ein Mensch leben k&ouml;nne, in der &Ouml;ffentlichkeit ein Bild entstehen lassen, dass ein Mensch, der in finanzielle Not geraten ist, kein Mensch ist, sondern nur noch Ballast f&uuml;r die Gesellschaft. Man k&ouml;nne es auch im &uuml;bertragenen Sinn damit vergleichen: wirf sie den L&ouml;wen zum Fra&szlig; vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.buergerstimme.com\/Design2\/2010-06\/hartz-iv-die-menschliche-katastrophe\/\">B&uuml;rgerstimme<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Beitrag ist zwar schon etwas &auml;lter, aber in seiner bedr&uuml;ckenden Beschreibung des Schicksals von Hartz IV-Empf&auml;ngern nach wie vor hochaktuell.<br>\n(Bis auf die Tatsache, dass inzwischen das in einem Ferienjob verdiente Geld in gewissem Umfang nicht mehr vom Regelsatz abgezogen wird, hat sich nichts verbessert, im Gegenteil.) <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Billigjobs und Leiharbeit: Die Qualit&auml;t der Arbeitspl&auml;tze sinkt<\/strong><br>\nVon Bernd Roling, SWR<br>\nDie Zahl der Arbeitslosen ist im Januar um gut 330.000 gestiegen, aber das ist kein Grund zur Beunruhigung. Das ist der &uuml;bliche Saisoneffekt: Bei Schnee und Eis liegen nun mal etliche Baustellen still.<br>\nBeunruhigend ist dagegen, dass die Qualit&auml;t der Arbeitspl&auml;tze in Deutschland schlechter wird. Fast die H&auml;lfte der 566.000 Stellen, die im letzten Jahr geschaffen wurden, entfielen auf die Zeitarbeit. Und dieser Trend h&auml;lt an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/arbeitsmarkt370.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Betriebliche Besch&auml;ftigungsstrategien<\/strong><br>\nEin Teil der empirischen Ergebnisse best&auml;tigt zun&auml;chst, dass das deutsche Besch&auml;ftigungswunder in der Wirtschaftskrise nicht vom Himmel gefallen ist. Im Gegenteil: Seine Voraussetzungen sind partiell bereits Jahre vor der Krise geschaffen worden. Das trifft z.B. auf die vielen sogenannten betrieblichen B&uuml;ndnisse zu, die in erheblichem Ma&szlig; schon nach der &bdquo;kleinen&ldquo; Konjunkturkrise 2002 oder diversen Branchenkrisen vor dem letzten Aufschwung entstanden waren. In ihrem Rahmen wurden h&auml;ufig weit vor 2008 Arbeitgeber-Zusicherungen zum Erhalt von Belegschaftsst&auml;rke oder auch Produktionsstandort gegen Arbeitnehmer- Zugest&auml;ndnisse zur Kostensenkung getauscht (&hellip;)<br>\nSeit der Jahrtausendwende organisieren vor allem gr&ouml;&szlig;ere bis gro&szlig;e Betriebe zwischen einzelnen Betriebsteilen wie zwischen verschiedenen Betriebsstandorten eine systematische interne Vermittlung von Arbeitspl&auml;tzen und dazu geh&ouml;rigen Qualifikationen, um die &bdquo;Externalisierung&ldquo; von Besch&auml;ftigten &uuml;ber Entlassungen zu vermeiden. Eine entscheidende Rolle in diesem Prozess spielen explizit gegr&uuml;ndete betriebliche Personalvermittlungsabteilungen (PVA), quasi Arbeitsmarktagenturen im Kleinen, die auch Hierarchien und Entscheidungsprozesse im Unternehmen ver&auml;ndern.<br>\nAls zentraler Stabilisierungshebel schlie&szlig;lich sch&auml;lt sich immer wieder die Umverteilung bzw. Verk&uuml;rzung von Arbeitszeit heraus, deren Besch&auml;ftigungseffekte heute im Gegensatz zu fr&uuml;her unstrittig scheinen. Die j&uuml;ngste Erfahrung, die Verk&uuml;rzung der Arbeitszeit zur Stabilisierung von Besch&auml;ftigung zu nutzen, n&auml;hrt die Hoffnung, dass dieses Instrument erneut eingesetzt wird,<br>\nsollte die n&auml;chste nationale, branchenweite oder &bdquo;nur&ldquo; betriebliche<br>\nKrise kommen (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/wsimit_2011_02_Editorial.pdf\">WSI &ndash; Mitteilungen [PDF &ndash; 183 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rekordeinkommen: Wall-Street-Banker kassieren mehr denn je<\/strong><br>\n141.000 Dollar pro Jahr: So viel verdienen Wall-Street-Banker im Schnitt, bei Goldman Sachs sind es sogar 431.000 Dollar. Insgesamt zahlen die Geldkonzerne ihren Mitarbeitern die Rekordsumme von 135 Milliarden Dollar &ndash; nur zwei Jahre nach der Finanzkrise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,743152,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> $141.000 sind bei manchen Berufen nicht ungew&ouml;hnlich. Auch $431.000 &ndash; im Durchschnitt, wohl bemerkt &ndash; sind ein Klecks gegen&uuml;ber den wirklich gro&szlig;en Einkommen, um die es bei diesen $135 Milliarden wirklich geht, n&auml;mlich die gro&szlig;en Banker, die f&uuml;r ihre &bdquo;Risikobereitschaft&ldquo; mit hunderten von Millionen oder gar Milliarden belohnt werden, obwohl sie in Wirklichkeit kein eigenes Risiko tragen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Davos 2011 &ndash; Merkel ohne Effet<\/strong><br>\nVor zwei Jahren hat Angela Merkel schon einmal vor der versammelten Davoser Elite in der damals vollen Congress Hall geredet. Damals gab es &ndash; warum auch immer &ndash; am Ende stehende Ovationen. Gestern Abend ist die Kanzlerin in selbiger Runde wieder aufgetreten. Und: am Ende gab es h&ouml;flichen Kurzapplaus. Was an mindestens drei Dingen gelegen haben d&uuml;rfte. (&hellip;)<br>\nUnd drittens, was am schwerwiegendsten ist, hat das  werte  Weltpublikum  mittlerweile ein tiefes Verst&auml;ndnisproblem, was die originelle Uminterpretation des deutschen Krisenmanagements durch die Bundesregierung angeht. Zum deutschen Lieblingsspruch geh&ouml;rt derzeit ja allen Ernstes der Satz, dass die Deutschen gern bereit gewesen seien, mit den kriselnden L&auml;ndern solidarisch zu sein (diese Solidarit&auml;t aber nun mal keine Einbahnstra&szlig;e sei). Das kommt im Ausland halt komisch r&uuml;ber, wenn jeder sich erinnert, wie sich die Deutschen mit H&auml;nden und F&uuml;&szlig;en und ordnungspolitischen Grundsatzreden  und angedrohten Verfassungsklagen und (voreiligem) Steuerzahlergejammer und dummen &ldquo;Bild&rdquo;-Kampagnen monatelang gegen jedwede Hilfe und Solidarit&auml;t gestemmt haben &ndash; und am Ende in einer Nacht- und Nebel-Wochenendaktion nur deshalb den Hilfen zugestimmt haben, weil irgendwann selbst der Bundesregierung klar wurde, dass es ohne Stoppmechanismus f&uuml;r die Marktpanik eine ganz gro&szlig;e Katastrophe gibt. Das jetzt gro&szlig;m&uuml;tig Solidarit&auml;t zu nennen, hat schon etwas Dreistes. Da darf man sich &uuml;ber mageren Applaus dann auch nicht wundern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=2586&amp;blogId=10\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Nicht wenige Teilnehmer anderer Staaten werden angesichts der wachsenden Arroganz zahlreicher deutscher Politiker und Medien gedacht haben: &ldquo;Man sieht sich h&auml;ufig zweimal im Leben.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schuldenkrise: EU will starke Euro-L&auml;nder bestrafen<\/strong><br>\nZu viel Erfolg k&ouml;nnte f&uuml;r Deutschland zum Problem werden: Die EU-Kommission plant laut der Wochenzeitung &ldquo;Die Zeit&rdquo;, Staaten mit hoher Wettbewerbsf&auml;higkeit zu z&uuml;geln, um die Wirtschaftskraft der einzelnen L&auml;nder anzugleichen. Minister Br&uuml;derle reagiert barsch.<br>\n(&hellip;)<br>\nEinen &auml;hnlichen Rahmen plant die EU-Kommission offenbar f&uuml;r die preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit, die im Wesentlichen an der j&auml;hrlichen Ver&auml;nderung der Lohnst&uuml;ckkosten gemessen wird. Zwischen 2005 und 2008 h&auml;tte Deutschland st&auml;ndig gegen die vorgeschlagenen Vorgaben versto&szlig;en. F&uuml;r 2008 etwa lag der deutsche Leistungsbilanz&uuml;berschuss bei sieben Prozent des BIP, die preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit war um 5,5 Prozent gesteigert worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,743136,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das w&uuml;rde h&ouml;here L&ouml;hne und bessere Sozialleistungen in Deutschland erzwingen, was Br&uuml;derle und Merkel nat&uuml;rlich auf jeden Fall verhindern wollen. 4% als Grenze f&uuml;r den Leistungsbilanz&uuml;berschu&szlig;, &uuml;ber mehrere Jahre hinweg, sind immer noch viel zu hoch und ruinieren die EU\/den Euro dann halt ein paar Jahre sp&auml;ter. Die volkswirtschaftliche Dummheit des SPIEGEL spricht aber schon aus der &Uuml;berschrift: f&uuml;r die betroffenen L&auml;nder und ihre Einwohner, z. B. die Deutschen, w&auml;re die Leistungsbilanz&uuml;berschu&szlig;bremse keine Strafe, sondern ein Segen und ein Gl&uuml;ck.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Warum gab es einen Markt f&uuml;r faule Hypothekenkredite, warum &lsquo;wollte&rsquo; sie der &lsquo;Markt&rsquo;?&rdquo;<\/strong><br>\nIm Insider Blog naked capitalism wird dargelegt, dass nur faule und niemals echte Hypothekenkredite und die u.a. von der Deutschen Bank vermittelten Wetten dagegen gigantische Gewinne erzielen konnten, wie etwa die 20 Milliarden Dollar des John Paulson.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nakedcapitalism.com\/2011\/01\/fcic-report-misses-central-issue-why-was-there-demand-for-bad-mortgage-loans.html\">nakedcapitalism (auf Englisch)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Hier wird dargelegt, dass die faulen Kredite deshalb vom Markt gewollt waren, weil man viel Geld verdienen konnte, indem man gegen die Bonit&auml;t dieser Kredite wettet. Doch da fragt man sich zu Recht, was die K&auml;ufer dieser Kredite f&uuml;r einen Anreiz haben k&ouml;nnten, denn ein fauler Kredit ist ein garantierter Verlust. Das stimmt schon, aber derjenige, der im Auftrag des Investors den Kauf t&auml;tigt, muss nicht unbedingt selbst der Investor sein &ndash; er kann auch dessen Finanzberater sein, der nicht am Erfolg es Investors verdient, sondern an der Transaktion selbst &ndash; und an Wetten gegen die Papiere, die er dem Investor gerade angedreht hat. Und so war es &ndash; siehe Goldman und den Fondsmanager John Paulson (nicht der John Paulson, der unter G.W. Bush Finanzminister war). Und es war ebenfalls so, dass die Anreize so waren, dass die Verk&auml;ufer der Ausfallversicherungen genug an den Transaktionen verdienten, dass ihnen die Solvenz ihres Arbeitgebers sekund&auml;r war.<\/em><\/p>\n<p>James K. Galbraith hat vor einigen Monaten auf <a href=\"http:\/\/cdn.livestream.com\/grid\/LSPlayer.swf?channel=ceplive&amp;clip=flv_10cfddc7-9762-42aa-a74c-18b391743337&amp;color=0x000000&amp;autoPlay=true&amp;mute=false&amp;iconColorOver=0xe7e7e7&amp;iconColor=0xcccccc\">die Rolle von Betrug in der Finanzkrise hingweisen<\/a>. Professor Galbraith sieht sich durch diesen Artikel best&auml;tigt.<br>\n\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Im Dienste der Wirtschaft: Bremer Wissenschaftler kritisieren Stiftungsprofessuren<\/strong><br>\nRudolph Bauer im Gespr&auml;ch mit Manfred G&ouml;tzke<br>\nEine Stiftungsprofessur f&uuml;r Raumfahrttechnologie finanziert von einer R&uuml;stungsfirma &ndash; das lie&szlig; f&uuml;r 60 Bremer Wissenschaftler das Fass &uuml;berlaufen. In einem gemeinsamen Aufruf sorgen sie sich um die Unabh&auml;ngigkeit der Forschung und Lehre in Bremen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/1379067\/\">dradio<\/a>\n<p><em>Passend dazu:<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Robert Reich: The corporate role in economic policy<\/strong><br>\nCorporations play a big role in how Americans experience the economy. And that means the President should be careful about their role.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/marketplace.publicradio.org\/display\/web\/2011\/01\/26\/pm-reich-the-corporate-role-in-economic-policy\/\">publicradio.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Patient\/innen m&uuml;ssen mit weiteren Zuzahlungen bei Arzt und Apotheker rechnen<\/strong><br>\nSeit Anfang des Jahres gelten neue Regeln f&uuml;r den Arzt- und den Apothekenbesuch. Der Arzt kann anbieten, Patienten bevorzugt zu behandeln, wenn sie ihn direkt bezahlen &ndash; gegen Rechnung. Die Kosten w&uuml;rden von der Krankenkasse anschlie&szlig;end erstattet, hei&szlig;t es. Doch das Versprechen ist tr&uuml;gerisch. Denn die Kasse erstattet nur den Satz, den sie f&uuml;r Kassenleistungen zahlen w&uuml;rde, und kann auch noch bis zu f&uuml;nf Prozent f&uuml;r ihren Verwaltungsaufwand abziehen.<br>\n<em>&ldquo;Der Arzt kann bei Vorkasse auch dem gesetzlich Versicherten den gleichen Betrag in Rechnung stellen wie einem Privatpatienten: mehr als das Doppelte f&uuml;r die gleiche Leistung&rdquo;<\/em>, warnt der Bereich Gesundheitspolitik beim ver.di-Bundesvorstand. Er geht davon aus, dass 60 bis 75 Prozent der Behandlungskosten bei dieser Vorauszahlung nicht mehr von der Krankenkasse erstattet werden, sondern die Patient\/innen darauf sitzenblieben.<br>\nAuch in der Apotheke ist es seit Jahresbeginn m&ouml;glich, ein anderes Medikament mit demselben Wirkstoff zu w&auml;hlen. Ebenso wie beim Arzt ist es auch in diesem Fall wahrscheinlich, dass das Mittel teurer ist als das verschriebene. ver.di bef&uuml;rchtet, dass die Versicherten dabei bis zu 90 Prozent des Arzneimittelpreises selber bezahlen m&uuml;ssen.<br>\nDie schwarz-gelbe Bundesregierung will damit die Kosten senken. Allerdings zu Lasten der Versicherten, die mehr selber zahlen m&uuml;ssen, und das auch in diesem Fall unabh&auml;ngig von ihren Einkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">ver.di &ndash; News<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>M&auml;ngel am OP-Besteck im Klinikum Kassel <\/strong><br>\nNach dem Klinikum Fulda hat nun auch das Klinikum Kassel Probleme mit der Zentralsterilisation. Das Krankenhaus schloss vorl&auml;ufig seine Abteilung f&uuml;r die Reinigung von OP-Instrumenten. Mitarbeiter der Aufsichtsbeh&ouml;rden h&auml;tten am Dienstag bei einer Begehung Ablagerungen an den OP-Bestecken festgestellt, teilte das Klinikum mit. Um was f&uuml;r Ablagerungen es sich handele, m&uuml;sse erst noch analysiert werden. Die Teile w&uuml;rden sofort zum Ger&auml;tehersteller geschickt, so das Krankenhaus. Am Mittwoch k&ouml;nnten wegen der Schlie&szlig;ung zun&auml;chst nur Notfall-Operationen gemacht werden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.krankenkassen.de\/dpa\/182897.html\">Krankenkassen-Newsticker<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.krankenkassen.de\/dpa\/182913.html\">Krankenkassen-Newsticker<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ethikrat legt Stellungnahme zur Bewertung von Nutzen und Kosten im Gesundheitswesen vor<\/strong><br>\nUnter dem Titel &bdquo;Nutzen und Kosten im Gesundheitswesen &ndash; Zur normativen Funktion ihrer Bewertung&ldquo; hat der Deutsche Ethikrat heute seine dritte Stellungnahme verabschiedet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news406416\">idw<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ethikrat.org\/dateien\/pdf\/stellungnahme-nutzen-und-kosten-im-gesundheitswesen.pdf\">ethikrat.org [PDF &ndash; 585 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Scholz schr&ouml;dert sich durch den Wahlkampf<\/strong><br>\nHamburgs Bald-B&uuml;rgermeister Scholz f&auml;hrt einen clever gemachten Wirtschaftswahlkampf &ndash; und sichert sich Stimmen, indem er klassische CDU-Themen klaut. Mit Altkanzler&nbsp;Schr&ouml;der im R&uuml;cken kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.&nbsp;Die Konkurrenz schaut fassungslos zu.<br>\nJetzt soll ein Neustart gelingen, und wer kann das besser r&uuml;berbringen als Scholz&rsquo; F&ouml;rderer Schr&ouml;der, der mit dem Slogan &ldquo;Neue Mitte&rdquo; 1998 erfolgreich CDU- und FDP-W&auml;hler abwarb. Mittlerweile ist er Aufsichtsratschef der Nord Stream AG, die russisches Erdgas nach Deutschland bringen will. Mit dem Altkanzler im R&uuml;cken will sich Scholz noch n&auml;her an den Wahlsieg schr&ouml;dern.<br>\nIn Hamburg setzt der Altkanzler auf Eigenwerbung. Schr&ouml;der preist seine Agenda 2010 als einen Grund f&uuml;r das rasche Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise in Deutschland, da sei er &ldquo;selbstbewusst genug, es zu sagen&rdquo;. Den Pleitestaaten Spanien, Portugal und Griechenland st&uuml;nden nun &auml;hnliche Reformen bevor: &ldquo;Was wir im Bereich der Arbeitsm&auml;rkte, Rentenpolitik und der Gesundheitspolitik angefasst haben, m&uuml;ssen andere jetzt unter versch&auml;rften Bedingungen nachholen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,743147,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit dem Schr&ouml;der-Kurs mag die SPD in Hamburg einer schwachen CDU Stimmen abziehen und damit sogar den rechten Fl&uuml;gel in der SPD noch st&auml;rker machen, als er schon ist. Es ist ein konservatives Politikkonzept, das ausschlie&szlig;lich auf das Scheitern der CDU setzt, um anschlie&szlig;end den gleichen Kurs fortzusetzen, bis die SPD halt wieder selbst scheitert.<br>\nEine politische Alternative bietet Scholz nicht. Eine solche Strategie erinnert an den Witz mit dem Irren, der mit dem Kopf gegen die Wand rennt und sich dar&uuml;ber freut, dass der Schmerz nachl&auml;sst. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Antrag: Wissenschaft als Beruf attraktiv gestalten &ndash; Prekarisierung des akademischen Mittelbaus beenden<\/strong><br>\nDie zunehmend prek&auml;re Finanzsituation von Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen f&uuml;hrt in Verbindung mit einer &uuml;berholten Personalstruktur zu weiter verschlechterten Arbeitsbedingungen des wissenschaftlichen Personals an deutschen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen. Viele Bundesl&auml;nder fahren auf Grund einer verfehlten Steuer- und Finanzpolitik des Bundes ihre Ausgaben f&uuml;r Hochschulen und Wissenschaft in den kommenden Jahren zur&uuml;ck. Die Einrichtungen versuchen, die vielerorts schlechte Grundfinanzierung durch steigende Drittmitteleinnahmen zu kompensieren, was sich aber nachteilig f&uuml;r Bedingungen und Perspektiven von Besch&auml;ftigung, Forschung und Lehre auswirkt.<br>\nZus&auml;tzlich setzen befristete Mittelzusagen und leistungsbezogene Mittelvergabesysteme Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen unter erheblichen Druck, ihren Personalbestand weitestgehend zu flexibilisieren. Auch die Personalstrukturen wurden in den vergangenen Jahren in vielen L&auml;ndern in diesem Sinne reformiert. Als Folge wurde der unbefristet besch&auml;ftigte wissenschaftliche Mittelbau weitgehend abgeschafft. Im Ergebnis existiert eine Struktur, die offiziell nur Professorinnen und Professoren sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Weg zur Professur kennt. Selbst&auml;ndiges Forschen und Lehren ist nur auf vergleichsweise wenigen Stellen f&uuml;r Juniorprofessuren und Nachwuchsgruppenleiterinnen m&ouml;glich. Parallel hat sich ein expandierender Sektor prek&auml;rer akademischer Besch&auml;ftigung entwickelt, in dem vor allem Lehrbeauftragte, Lehrkr&auml;fte f&uuml;r besondere Aufgaben (LbA) und Privatdozentinnen und -dozenten t&auml;tig sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/044\/1704423.pdf\">Deutscher Bundestag, Antrag der Fraktion Die LINKE [PDF &ndash; 98.3 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Strukturfinanzvertriebe: Wenn Politik und Finanzbranche eine allzu engmaschige <\/strong><br>\nRechtsstreit zwischen AWD-Gr&uuml;nder Carsten Maschmeyer und der ARD.<br>\nDie Reportage der ARD lief fast zur besten Sendezeit. Provokanter Titel: Der Dr&uuml;ckerk&ouml;nig und die Politik. Die schillernde Karriere des Carsten Maschmeyer. Dass sie &uuml;berhaupt stattfand, nachdem der Gr&uuml;nder des Finanzdienstleisters AWD in Hannover &uuml;ber seine Rechtsanw&auml;lte massiv Druck aus&uuml;bte, war keineswegs selbstverst&auml;ndlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=34111&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zusatzvorsorge birgt Risiken: Erfahrungen aus dem Ausland und der betrieblichen Altersvorsorge zeigen Probleme auf.<\/strong><br>\nBerlin\/Bad Homburg (sth). Die Sicherheit des deutschen Alterssicherungssystems kann sich im internationalen Vergleich sehen lassen, birgt aber aufgrund der wachsenden Bedeutung der kapitalgedeckten Altersvorsorge auch zunehmend Risiken. Das zeigte sich bei der 10. Jahrestagung des von der Deutschen Rentenversicherung begr&uuml;ndeten &ldquo;Forschungsnetzwerks Alterssicherung&rdquo; (FNA) am Wochenende in Berlin. Zwar wird die gesetzliche Rente nach &uuml;bereinstimmender Ansicht der mehr als 100 anwesenden Renten- und Altersvorsorgeexperten auch weiterhin die tragende S&auml;ule der Altersvorsorge in Deutschland bleiben. Ob die gesetzlich beschlossene Absenkung des Rentenniveaus allerdings tats&auml;chlich &ndash; wie vom Gesetzgeber erhofft &ndash; durch die staatlich gef&ouml;rderte betriebliche oder private Altersvorsorge k&uuml;nftig von der Mehrheit der B&uuml;rger ausgeglichen werden kann, scheint angesichts der Risiken auf den Kapitalm&auml;rkten und dem anhaltend niedrigen Zinsniveau fraglich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/magazin\/nachrichten\/rente\/news-single\/article\/zusatzvorsorge-birgt-risiken.html\">Ihre Vorsorge<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Mehr Studienanf&auml;nger bei Aussetzung von Grundwehr- und Zivildienst erwartet<\/strong><br>\nBei einer m&ouml;glichen Aussetzung von Grundwehr- und Zivildienst zum 1. Juli 2011 ist mit mehr Studienanf&auml;ngern zu rechnen, als dies bisher f&uuml;r die zweite Programmphase des Hochschulpakts 2020 von 2011 bis 2015 prognostiziert worden war. Dies habe die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) auf Basis eines Berichts der Staatssekret&auml;rs-Arbeitsgruppe Hochschulpakt festgestellt, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17\/4295) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (17\/4076). Danach sei &bdquo;abh&auml;ngig von der Ausgestaltung der Freiwilligendienste durch das Wehrrechts&auml;nderungsgesetz 2011 und das Gesetz zur Einf&uuml;hrung eines Bundesfreiwilligendienstes&ldquo; mit einem Zuwachs von 34.600 bis 59.000 Studienanf&auml;ngern zu rechnen.<br>\nWie die Bundesregierung erl&auml;utert, entst&uuml;nde dadurch bei angenommenen 26.000 Euro pro zus&auml;tzlichem Studienanf&auml;nger ein bisher nicht eingeplanter Mehrbedarf in H&ouml;he von rund 0,9 bis 1,5 Milliarden Euro. Bund und L&auml;nder seien sich einig, &bdquo;die durch eine Aussetzung von Grundwehr- und Zivildienst sich ergebenden zus&auml;tzlichen Studienanf&auml;nger im System des bestehenden Hochschulpakts zu finanzieren&ldquo;. Die GWK habe die Staatssekret&auml;rs-Arbeitsgruppe beauftragt, &bdquo;im Lichte der Entscheidung des Bundes zur Aussetzung von Grundwehr- und Zivildienst&ldquo; und einer Prognose der Kommission f&uuml;r Statistik der Kultusministerkonferenz &uuml;ber deren Auswirkungen &rdquo;Vorschl&auml;ge zu erarbeiten, wie damit im System des Hochschulpakts verantwortungsvoll umzugehen ist&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_02\/2011_042\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was fehlt ist: Butter bei die Fische. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>1. K&Ouml;LNER BLOGGER &ndash; KONGRESS <\/strong><br>\n11. &ndash; 13. Februar 2011<br>\nDie politische Blogosph&auml;re trifft auf Krisenreaktionskunst<br>\nEin LIVE &ndash; Experiment in Worten, Bildern, Installationen, Musik  und Diskussionen.<br>\nWir stellen uns die Frage:<br>\nRetten die Blogger die Demokratie?<br>\nDie interessantesten, Deutschen, politischen, BLOGS &nbsp;treffen sich mitkritischen K&uuml;nstlern und Whistleblowern in K&ouml;ln zu einem au&szlig;erparlamentarischen Krisengipfel der besonderen ART.<br>\nIn dem gemeinsamen Kongress erfolgt eine Bestandsaufnahme &uuml;ber den Zustand unserer DEMOKRATIE mit: Analysen, Interaktionen zwischen K&uuml;nstlern und Netzjournalisten, literarischen Aufarbeitungen, Vertonungen, Konzerten, Filmbeitr&auml;gen und permanenter Kunstausstellung Krisenflutschi Tat&uuml;tata.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derkongressbloggt.de\/\">Der Kongress bloggt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Wasser: Wasser-Volksentscheid kommt am 13. Februar 2011<\/strong><br>\nDer Berliner Wassertisch als Initiator des Volksentscheids hat sich durchgesetzt. Obwohl der Senat die umstrittenen Vertr&auml;ge zur Teilprivatisierung der Wasserbetriebe mittlerweile offengelegt hat, wird es dazu im Februar eine B&uuml;rgerbefragung geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/berlin-aktuell\/article1459752\/Wasser-Volksentscheid-kommt-am-13-Februar-2011.html\">Berliner Morgenpost<\/a>\n<p>Der rot-rote Senat hat die Vertr&auml;ge ins Internet gestellt, mit denen Berlin seine Wasserbetriebe zur H&auml;lfte verkaufte und den Investoren satte Gewinne zusicherte. <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/berlin-aktuell\/article1447338\/Berliner-Senat-stellt-Wasservertraege-ins-Internet.html\">Hier<\/a> finden Sie die Dokumente:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wasserpartner-berlin.de\/media\/01_KonsV_StGVI_StGVII_IWV.pdf\">Die vertragliche Grundlage von 1999 [PDF &ndash; 16.6 MB]<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.wasserpartner-berlin.de\/media\/02_Weitere_Anlagen_KonsV.pdf\">Erg&auml;nzende Unterlagen [PDF &ndash; 26.2 MB]<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.wasserpartner-berlin.de\/media\/03_Aenderungsvereinbarungen.pdf\">&Auml;nderungsvereinbarungen [PDF &ndash; 30.1 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Mainz: Landtag macht Online-Durchsuchungen m&ouml;glich<\/strong><br>\nDer Landtag hat das neue Polizeigesetz am Mittwoch einstimmig verabschiedet. Es sieht unter anderem vor, die so genannte Online-Durchsuchung in Rheinland-Pfalz zu erlauben. Damit darf die Polizei nun Computer von Verd&auml;chtigen online durchsuchen, wenn das Leben eines Menschen bedroht ist oder bei Terrorgefahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/nachrichten\/rp\/-\/id=1682\/nid=1682\/did=7546186\/ki7vex\/\">SWR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Medienf&uuml;hrerschein f&uuml;r Grundsch&uuml;ler: Bernd, der dumme Blogger<\/strong><br>\nDas Bayerische Kultusministerium m&ouml;chte Kinder fit f&uuml;r den Umgang mit Medien machen. Ein &ldquo;F&uuml;hrerschein&rdquo; soll dabei helfen. Dessen Botschaft wirkt veraltet und wird ausgerechnet vom Verband der Zeitungsverleger herausgegeben: Zeitungen haben recht, das Internet nicht. Blogger sind emp&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/wissen\/0,1518,742942,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Nicht, dass Spiegel das beste Beispiel f&uuml;r Recherche und Korrigieren von Fehler w&auml;re. Aber sei es drum. Es ist schon klar, dass im Internet viel Mist erz&auml;hlt wird, und dass man kritisch mit Internet-Berichte umgehen muss. Es ist aber ebenfalls klar, dass das Internet einen entscheidenden Beitrag dazu leistet, Hoffbereichterstattungstendenzen in den traditionellen Medien aufzuzeigen. Siehe dazu die NachDenkSeiten&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Zu guter Letzt:\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Volker Pispers ist aus der Winterpause zur&uuml;ck<\/strong><\/li><\/ol><\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/home\/podcasts\/channelausspielung.phtml?channel=wdr2kabarett\">WDR2<\/a><\/li>\n<li><strong>Gehirnw&auml;sche oder wie ein Paradigma entsteht<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"upload\/ppt\/Wie_Gehirnwa%CC%88sche_entsteht.pps\">Wie Gehirnw&auml;sche entsteht [Power Point &ndash; 295 KB]<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: &Auml;gypten, Arbeitsmarkt, Hartz-IV, Billigjobs und Leiharbeit, betriebliche Besch&auml;ftigungsstrategien, Wall-Street-Einkommen, Davos, Schuldenkrise, faule Hypothekenkredite, Stiftungsprofessuren, Zuzahlungen beim Arzt oder Apotheker, M&auml;ngel am OP-Besteck, Gesundheitswesen, Olaf Scholz, Wissenschaft als Beruf attraktiv gestalten, Maschmeyer,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8193\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8193","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8193","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8193"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8193\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8197,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8193\/revisions\/8197"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8193"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8193"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8193"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}