{"id":820,"date":"2005-10-10T15:33:35","date_gmt":"2005-10-10T13:33:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=820"},"modified":"2005-10-10T15:33:35","modified_gmt":"2005-10-10T13:33:35","slug":"hinweise-des-tages-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=820","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Korruption als Produktivkraft<\/strong><br>\nDer schwarze Kanal von Werner Pirker in der Wochenendbeilage &bdquo;Junge Welt&ldquo; vom 8.10.2005<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2005\/10-08\/034.php\"> junge welt<\/a>\n<p>In dem Artikel wird gezeigt, dass die neoliberalen Ideologen neuerdings die &ldquo;Umwertung der Werte&rdquo; propagieren und Korruption als normalen Wachstumsmotor darstellen wollen.<\/p>\n<p><em>Anmerkung AM: weil ich in meinem Buch &bdquo;Die Reforml&uuml;ge&ldquo; im einzelnen nachweise, warum ein Mannheimer Professor in Sachen Demographie angeblich wissenschaftlich belegt, warum die Privatvorsorge besser ist als das Umlageverfahren, weil sein Institut von der Versicherungswirtschaft ma&szlig;geblich finanziert wird, hat mich der Wirtschaftsredakteur der S&uuml;ddeutschen Zeitung Piper auch schon als Denunzianten gebrandmarkt. Man darf die Korruption schon nicht mehr aufdecken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;B&uuml;rgerpr&auml;mie&rdquo; macht gesund<\/strong><br>\nDie verschiedenen Modelle von Union und SPD zur Reform der Gesundheitspolitik sind kombinierbar Bei der dringend notwendigen Reform des Gesundheitswesens favorisiert die SPD eine B&uuml;rgerversicherung; die CDU setzt auf ihre Gesundheitspr&auml;mie (Kopfpauschale). Beide Modelle haben Vorteile und lassen sich kombinieren. Es wird Zeit, dass die m&ouml;glichen k&uuml;nftigen Regierungspartner damit anfangen.<br>\nVON FRIEDRICH BREYER in der Frankfurter Rundschau vom 8.10.\n<p>Der Beitrag endet mitfolgendem Absatz:<\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Es wird Zeit, dass sich die beiden Volksparteien besinnen, konstruktiv die Details der Umsetzung einer solchen Reform anzugehen, anstatt sich die ideologischen Schlagworte von vorgestern an den Kopf zu werfen. Ein kombiniertes Modell wie das oben geschilderte w&uuml;rde beiden Lagern erlauben, vor ihrer Basis und ihren W&auml;hlern das Gesicht zu wahren. Derart gro&szlig;e Reformen gelingen entweder am Anfang einer Legislaturperiode oder gar nicht. Vier weitere Jahre Stillstand bei der Finanzierung der Gesundheitsausgaben kann sich unser Land nicht leisten, denn ein nachhaltiger Abbau der Lohnnebenkosten ist unverzichtbar.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Anmerkung AM: <em>immer wieder das gleiche Nachgeplappere: &bdquo;&hellip; der Abbau der Lohnnebenkosten ist unverzichtbar.&ldquo; Ohne Beleg, einfach so dahingesagt. Das ist die g&auml;ngige Denke. Auch Professoren wie der Autor des Beitrags in der FR sagen es einfach nach. Nachdenken w&auml;re eigentlich bei Professoren auch einmal angebracht. N&auml;heres zu Lohnnebenkosten finden Sie &uuml;ber die Suchfunktion unserer NachDenkSeiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>CLEMENT-PLAN<\/strong><br>\nHausbesuche gegen Hartz-Missbrauch<br>\nAngesichts der Kostenexplosion beim Arbeitsmarktprogramm Hartz IV fordert Wirtschaftsminister Wolfgang Clement noch einmal verst&auml;rkte Kontrollen gegen Leistungsmissbrauch. So soll es unter anderem verst&auml;rkte Hausbesuche und Anrufaktionen gegeben.\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/service.spiegel.de\/digas\/servlet\/find\/ON=spiegel-378699\">Der SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p>Dazu passt der Zwischenruf von Henrik M&uuml;ller in verdi-news:<\/p>\n<blockquote><p><em>ZWISCHENRUF<\/em><\/p>\n<p>Sollte der Sozialdemokrat Wolfgang Clement demn&auml;chst nicht mehr der Bundesregierung angeh&ouml;ren, h&auml;tte Deutschland seinen energischsten und eifrigsten K&auml;mpfer gegen &ldquo;Missbrauch, Abzocke und Selbstbedienung im Sozialstaat&rdquo; verloren. &ldquo;Die Hemmschwellen f&uuml;r die Abzocke bei Arbeitslosengeld II und weiteren Unterst&uuml;tzungsleistungen sind offenkundig gesunken&rdquo;, sagte Clement Anfang Oktober laut dem Privatsender n-tv.de. Das Wort &ldquo;offenkundig&rdquo; deutet darauf hin, dass Clement offenkundig keine genauen Zahlen hat. Vielleicht kann ihm sein Parteifreund Otto Schily da helfen. Der hat neulich bekannt gegeben, dass im Jahre 2004 bundesweit 412.097 F&auml;lle von Fahrraddiebstahl angezeigt worden sind, 509.417 Ladendiebst&auml;hle und 401.256 Autoaufbr&uuml;che (Summe: 1.322.770). Anzeigen wegen des Betrugs von Sozialversicherungen gab es 2004 exakt 11.883: Das waren offenkundig 0,89 Prozent von der Summe der Diebstahls-Anzeigen &ndash; und ein R&uuml;ckgang um 46,5 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr.<\/p>\n<p>Henrik M&uuml;ller\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Die IAEO hat den falschen Ansatz<\/strong><br>\nEin taz-Interview mit Ute Watermann von der Organisation <em>&ldquo;Internationale &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges&rdquo;<\/em> (IPPNW)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2005\/10\/08\/a0081.1\/textdruck\">taz<\/a><\/li>\n<li>\n<strong>Staatliche Konjunkturpolitik hat immer noch ihre Berechtigung,<\/strong><br>\nmeint J&uuml;rgen Kromphardt, Wirtschaftsprofessor an der TU Berlin und ehemals Mitglied der &ldquo;F&uuml;nf Wirtschaftsweisen&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.f-r.de\/_inc\/_globals\/print.php?client=fr&amp;cnt=737750&amp;ref=\/ressorts\/nachrichten_und_politik\/thema_des_tages\/\">FR<\/a> (Link nicht mehr erreichbar &ndash; 10. Mai 2006)<\/li>\n<li><strong>W&auml;hrend die L&ouml;hne in Deutschland im internationalen Vergleich sinken, die Lohnst&uuml;ckkosten deutlich unterdurchschnittlich steigen und sich die Einkommensverteilung kontinuierlich zu Lasten der L&ouml;hne verschiebt, steigt zumindest eines: die Bruttowertsch&ouml;pfung aus der eingesetzten Arbeit<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/artikel.php?id=1934\">linksnet.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-820","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/820","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=820"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/820\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=820"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=820"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=820"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}