{"id":82031,"date":"2022-03-20T09:00:32","date_gmt":"2022-03-20T08:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82031"},"modified":"2022-03-18T08:27:06","modified_gmt":"2022-03-18T07:27:06","slug":"hinweise-der-woche-248","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82031","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82031#h01\">Burgfrieden-Bazooka: 100-Milliarden-Coup best&auml;tigt Trend zur autorit&auml;ren Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82031#h02\">&bdquo;Russland isolieren&rdquo; (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82031#h03\">Die &bdquo;regelbasierte Ordnung&ldquo; ist l&auml;ngst aufgek&uuml;ndigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82031#h04\">Vergiftete Tapferkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82031#h05\">&laquo;Die Politik der USA war es immer, zu verhindern, dass Deutschland und Russland enger zusammenarbeiten&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82031#h06\">Asow-Regiment: Extreme Verteidiger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82031#h07\">Energiearmut: Wenn sogar Jobcenter in Berlin Alarm schlagen und dringenden Handlungsbedarf sehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82031#h08\">Hohe Spritpreise in Deutschland: Kriegsgewinnler Raffinerien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82031#h09\">Stellungnahme zur Anh&ouml;rung vom 14. M&auml;rz 2021, 11.00 Uhr im Ausschuss f&uuml;r Gesundheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82031#h10\">Die Grundrente l&auml;uft immer noch nicht rund &ndash; viele alte Menschen warten auf ihr Geld<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Burgfrieden-Bazooka: 100-Milliarden-Coup best&auml;tigt Trend zur autorit&auml;ren Demokratie<\/strong><br>\nAufr&uuml;stung Eine ganz gro&szlig;e Koalition von SPD bis Union will die Bundeswehr mit 100 Milliarden Euro weiter aufr&uuml;sten. Die W&auml;hler sind bei dieser Burgfriedenspolitik die Dummen<br>\nAls die SPD-Fraktion am Vorabend der Sondersitzung des Reichstags zur Bewilligung der Kriegskredite eine Probeabstimmung durchf&uuml;hrte, votierten 78 Abgeordnete daf&uuml;r und 14 dagegen. Zur &uuml;berstimmten Minderheit z&auml;hlte der Fraktionsvorsitzende Hugo Haase, Repr&auml;sentant des linken Fl&uuml;gels und &uuml;berzeugter Pazifist. Als junger Rechtsanwalt hatte er viele im Kaiserreich verfolgte Sozialdemokraten verteidigt, darunter Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. 16 Jahre lang war er gegen das unverantwortliche Wettr&uuml;sten der imperialistischen M&auml;chte aufgetreten, nun sah er sich au&szlig;erstande, dem Reichskanzler f&uuml;nf Milliarden Mark f&uuml;r den angeblichen &bdquo;Verteidigungskrieg&ldquo; gegen Russland zu genehmigen. Weil die Mehrheit der SPD-Abgeordneten aber Fraktionszwang beschlossen hatte, musste der Pazifist Haase im Reichstag das Ja der SPD gegen seine innere &Uuml;berzeugung verk&uuml;nden. &bdquo;Die freiheitliche Zukunft des deutschen Volkes&ldquo;, rief er, &bdquo;ist durch einen Sieg des russischen Despotismus bedroht&ldquo;.<br>\nSo &auml;hnlich muss sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf M&uuml;tzenich bei der Sondersitzung des Bundestages gef&uuml;hlt haben, als er das von Kanzler Olaf Scholz &uuml;ber Nacht aus dem Hut gezauberte R&uuml;stungspaket f&uuml;r die Bundeswehr verteidigte. M&uuml;tzenich, der wie kein zweiter aktiver Politiker die traditionelle Abr&uuml;stungs- und Entspannungspolitik der SPD verk&ouml;rpert, stand am Rednerpult und musste das gr&ouml;&szlig;te Aufr&uuml;stungsprogramm seit Bestehen der Bundeswehr als alternativlos verkaufen. Der &bdquo;&Uuml;berfall Putins&ldquo; habe die internationale Ordnung zerst&ouml;rt und die europ&auml;ische Friedenspolitik &bdquo;um Jahrzehnte zur&uuml;ckgeworfen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/friedrich-merz-und-kevin-kuehnert-an-der-bazooka\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: Wie die R&uuml;stungsindustrie vom Krieg in der Ukraine profitiert<\/strong><br>\nFinanzen? Pharma? Autos? Tech-Firmen? Ach was. Die R&uuml;stungskonzerne waren es, die in diesen Tagen an den B&ouml;rsen abr&auml;umten. Mochten die Finanzm&auml;rkte in diesen Kriegstagen auch schwer den Bach runtergehen &ndash; der Wert der Aktien von Rheinmetall oder des R&uuml;stungselektronikers Hensoldt stieg zwischenzeitlich in wenigen Tagen um an die 80 Prozent, auch Unternehmen wie der franz&ouml;sische R&uuml;stungs- und Raumfahrtkonzern Thales oder BAE Systems legten zu. &Uuml;ber den aktuellen Zustand der Welt haben die B&ouml;rsen durchaus eine gewisse Aussagekraft.<br>\nDer R&uuml;stungsindustrie in Europa, auch in Deutschland, ging es schon vor dem russischen Angriff auf die Ukraine gut. Dabei half auch das Ausland kr&auml;ftig mit: Im Jahr 2021 hatte Berlin R&uuml;stungsexporte im Wert von 9,35 Milliarden Euro genehmigt, Ausfuhren von mehr als vier Milliarden Euro entfielen dabei auf &Auml;gypten. Anders als etwa in der zivilen Luftfahrt hat Corona auch keine Spuren in den Bilanzen hinterlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ruestungsindustrie-rheinmetall-honseldt-ukraine-russland-1.5541523\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: &raquo;Das Leid in der Ukraine wird missbraucht, um die EU zu einer Milit&auml;runion auszubauen&laquo;<\/strong><br>\n&Ouml;zlem Demirel geh&ouml;rt zu den wenigen EU-Abgeordneten, die letzte Woche gegen die Resolution des Europ&auml;ischen Parlaments zum Krieg in der Ukraine stimmten. Wie eine sozialistische Alternative zur Aufr&uuml;stung aussieht, erkl&auml;rt sie im JACOBIN-Interview.<br>\nSeitdem die russischen Streitkr&auml;fte am 24. Februar die Grenze der Ukraine &uuml;berschritten und einen offenen Invasionskrieg starteten, &uuml;berschlagen sich die Ereignisse. Jeden Tag erreichen uns widerspr&uuml;chliche, oft schwer zu verifizierende Meldungen &uuml;ber russische Angriffe und die erfolgreiche Abwehr der ukrainischen Streitkr&auml;fte. Bilder von Zerst&ouml;rung und Tod fluten die Nachrichten. T&auml;glich verk&uuml;nden Gro&szlig;konzerne lautstark ihren Abzug aus dem russischen Markt. Neue Sanktionen des Westens treiben den Rubel in den Ruin &ndash; mit verheerenden Folgen f&uuml;r die russische Bev&ouml;lkerung. Gleichzeitig flie&szlig;t weiterhin russisches Gas &ndash; die wirtschaftliche Lebensader des Putin-Regimes &ndash; in Richtung Westen.<br>\nDie politische Linke ist dabei in einer schwachen Position.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/das-leid-in-der-ukraine-wird-missbraucht-um-die-eu-zu-einer-militarunion-auszubauen-ukraine-krieg-russland-nato-imperialismus-parlamentsresolution-ozlem-demirel-interview\/\">Jacobin<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Kriegertr&auml;ume werden wahr<\/strong><br>\nBundesregierung will atomwaffenf&auml;hige US-Milit&auml;rjets kaufen. Luftwaffeninspekteur ger&auml;t ins Schw&auml;rmen. SIPRI-Bericht kein Grund zur Entwarnung [&hellip;]<br>\nDie Maschinen des US-Herstellers Lockheed Martin, von denen zun&auml;chst bis zu 35 gekauft werden sollen, sind als Nachfolge der &raquo;Tornado&laquo;-Flugzeuge vorgesehen. Auch b&uuml;rgerliche Medien berichteten am Montag unverhohlen, um was es dabei geht: dem NATO-Konzept der sogenannten nuklearen Teilhabe neues Leben einzuhauchen, also das deutsche Milit&auml;r auch k&uuml;nftig dazu zu bef&auml;higen, US-Atombomben zu transportieren und im Zweifel auch einzusetzen. [&hellip;]<br>\nAm Montag verk&uuml;ndete Bundesverteidigungsministerin Christine &shy;Lambrecht (SPD), mit der j&uuml;ngsten Kaufentscheidung &raquo;kommen wir mit der Ausr&uuml;stung der Bundeswehr einen guten Schritt voran&laquo;. [&hellip;]<br>\nEin am Montag ver&ouml;ffentlichter Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI, laut dem die R&uuml;stungsexporte weltweit in den vergangenen f&uuml;nf Jahren nach vorherigen Steigerungen leicht zur&uuml;ckgegangen seien, sorgte weder bei Linke-Politikerin Dagdelen noch bei IMI-Experte Wagner f&uuml;r Jubel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/422591.aufr%C3%BCstung-kriegertr%C3%A4ume-werden-wahr.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Russland isolieren&rdquo; (II)<\/strong><br>\nDie Bestrebungen der transatlantischen M&auml;chte, Russland m&ouml;glichst weltweit zu isolieren, sto&szlig;en auf breiten Widerstand. Indien verweigert sich der Forderung, sich der Sanktionspolitik anzuschlie&szlig;en, arbeitet an einem alternativen, nicht auf SWIFT und den US-Dollar angewiesenen Zahlungssystem und plant eine Ausweitung seiner Erd&ouml;limporte aus Russland. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sperren sich gegen das Verlangen, ihre &Ouml;lf&ouml;rderung stark auszuweiten, um ein globales &Ouml;lembargo gegen Russland zu erm&ouml;glichen; der britische Premierminister Boris Johnson kehrte gestern nach Verhandlungen auf der Arabischen Halbinsel mit leeren H&auml;nden heim. Mehrere Staaten S&uuml;damerikas, darunter Argentinien, Brasilien und Chile, machen Druck, zumindest russische D&uuml;ngemittelexporte zu erm&ouml;glichen; andernfalls, hei&szlig;t es, sei die globale Versorgung mit Lebensmitteln in Gefahr. Die Staaten Lateinamerikas sowie Afrikas halten sich von der Sanktionspolitik ebenso fern wie die T&uuml;rkei, beinahe alle Staaten S&uuml;dostasiens und des Nahen und Mittleren Ostens sowie China. Die im Westen beliebte Aussage, Russland sei &bdquo;in der Welt isoliert&ldquo;, trifft nicht zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8874\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die &bdquo;regelbasierte Ordnung&ldquo; ist l&auml;ngst aufgek&uuml;ndigt<\/strong><br>\nRussland hat die Missachtung der Regeln der internationalen Politik generalisiert. Es sind nicht mehr nur die USA und ihre Verb&uuml;ndeten, die das V&ouml;lkerrecht brechen. Eine kurze R&uuml;ckschau auf die vergangenen Jahrzehnte.<br>\nDer gro&szlig;e Vorwurf dieser Tage lautet, Russland habe mit dem Angriff auf die Ukraine die regelbasierte Weltordnung aufgek&uuml;ndigt. V&ouml;lkerrechtsbruch. Lauthals beklagen das unsere Politiker. Aber diese regelbasierte Ordnung, die die USA f&uuml;r sich ohnehin kaum gelten lie&szlig;en, ist schon l&auml;ngst durch zahllose V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;che, vom Westen begangen oder gutgehei&szlig;en, verletzt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/die-regelbasierte-ordnung-ist-laengst-aufgekuendigt\/\">Hintergrund<\/a>\n<p><strong>dazu: Wenn die regelbasierte Ordnung gegen ihre Urheber zur&uuml;ckschl&auml;gt<\/strong><br>\nDer Westen hat mit der Absicht, seine Position zu festigen, das V&ouml;lkerrecht ausgeh&ouml;hlt. Er spricht dabei von regelbasierter Ordnung. Dazu geh&ouml;ren beispielsweise Schutzverantwortung und Demokratieexport. Die Konsequenzen dieser Aush&ouml;hlung bekommt er nun zu sp&uuml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rtde.site\/meinung\/133843-wenn-die-regelbasierte-ordnung-gegen-ihre-urheber-zurueckschlaegt\/\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.M.:<\/strong> Nicht neu, aber gut formuliert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: &ldquo;Diesen Krieg h&auml;tte man verhindern k&ouml;nnen&rdquo;<\/strong><br>\nPazifismus und Engagement gegen Aufr&uuml;stung haben gerade wenig Konjunktur, bleiben aber wichtig und richtig, meint der Historiker Wolfram Wette. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber die Friedensbewegung, Kriegspr&auml;vention und die Gefahren einer Militarisierung der Welt als Folge des Ukrainekriegs. [&hellip;]<br>\nDas Friedensprojekt, das stark nach innen gerichtet war, ist nun herausgefordert durch einen Angriffskrieg, der nicht von Deutschland ausgeht. Wie reagiert man darauf?<br>\nIm aktuellen Krieg in der Ukraine ist die Kriegsschuldfrage zun&auml;chst einmal klar: Russland hat, aus welchen Gr&uuml;nden auch immer, das Land &uuml;berfallen. Aber alle anderen Probleme, die damit zusammenh&auml;ngen, scheinen aktuell wenig interessant zu sein. Es dr&auml;ngt sich der Eindruck auf, als falle die lange Vorgeschichte von Putins Aggression der offensichtlichen Kriegsschuld Putins zum Opfer. Eine wirkliche Analyse der Kriegsursachen gibt es zurzeit nicht.<br>\nEin Vers&auml;umnis in ihren Augen?<br>\nStets ist zu fragen, ob mit jedem Krieg, der beginnt, die Diplomatie versagt hat, oder ob in der Vorgeschichte die Fehler zu suchen sind. Zurzeit ist es unpopul&auml;r, solch eine Frage &uuml;berhaupt zu stellen. Aber ich bin &uuml;berzeugt: Auch dieser Krieg h&auml;tte verhindert werden k&ouml;nnen. Kriege sind keine &uuml;bernat&uuml;rlichen Erscheinungen, keine Schicksale. Kriege sind Menschenwerk, deshalb gilt grunds&auml;tzlich: Auch die Kriegsverhinderung ist Menschenwerk und damit der Erhalt des Friedens m&ouml;glich &ndash; eine mehr als wichtige Aufgabe. Nun h&ouml;rt man sagen, Putin hat den Krieg gewollt, ergo lie&szlig; er sich nicht verhindern. Aber so ist es eben nicht, Putin hat eine Entwicklung durchgemacht. Die zur&uuml;ckliegenden Jahrzehnte sind dabei von allergr&ouml;&szlig;ter Bedeutung, wenn man verstehen will, was jetzt los ist. Zum Beispiel habe ich die Beobachtung gemacht, dass die Rolle der USA nach dem Kalten Krieg, nach dem Zusammenbruch des Warschauer Pakts, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Bildung der neuen L&auml;nder, die zuvor zur Sowjetunion geh&ouml;rt hatten, die NATO-Osterweiterung mit ihren verschiedenen Etappen, dass all das fast v&ouml;llig au&szlig;erhalb jeder Diskussion ist. Darauf ist aufmerksam zu machen, ohne gleich ein abschlie&szlig;endes Urteil dar&uuml;ber abzugeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/572\/diesen-krieg-haette-man-verhindern-koennen-8076.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Neutralit&auml;t der Ukraine: Ein m&ouml;glicher Kompromiss<\/strong><br>\nDie Neutralit&auml;t der Ukraine w&auml;re ein historisch verb&uuml;rgter Ausweg. Warum sollte Moskau einem langen Krieg nicht diese Option vorziehen?<br>\nEs schien eine &uuml;beraus verbl&uuml;ffende Alternative zu sein: Wollte die Sowjetunion die DDR als ihr Besatzungsgebiet der R&uuml;ckkehr zu einem wiedervereinigten Deutschland opfern &ndash; zu einem Einheitsstaat, der strikter Neutralit&auml;t verpflichtet war? Die den drei Westm&auml;chten am 10. M&auml;rz 1952 zugegangene Deutschland-Note Josef Stalins enthielt als Kernaussage, dass man sich in Moskau eine &bdquo;Wiederherstellung Deutschlands als einheitlichen Staat&ldquo; vorstellen k&ouml;nne, sofern der blockfrei und dies international garantiert sei. Daf&uuml;r infrage kamen die vier alliierten Siegerm&auml;chte des Zweiten Weltkrieges.<br>\nSollte es so weit kommen, dann mit dem Ziel, dass alle Besatzungstruppen deutschen Boden verlassen. Der dann wieder gesamtdeutsche Staat sollte eine Regierung erhalten, die aus freien Wahlen hervorging. Damit standen die Nachkriegsstaaten DDR und BRD ebenso zur Disposition wie deren ma&szlig;gebende Parteien SED bzw. CDU. Selbst eine deutsche Verteidigungsarmee sowie uneingeschr&auml;nkte &ouml;konomische Souver&auml;nit&auml;t hielt Stalin f&uuml;r m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/ukraine-krieg-moeglicher-kompromiss\">Lutz Herden in der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vergiftete Tapferkeit<\/strong><br>\nZum militaristischen Lob der bewaffneten ukrainischen Gegenwehr.<br>\nGerhard Mangott, Professor f&uuml;r internationale Beziehungen in Innsbruck und von Medien viel gefragter Russlandexperte, stellt am 9.3. 2022 im Inforadio des RBB fest: Milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine wird den Krieg in die L&auml;nge ziehen, gewinnen k&ouml;nne die Ukraine gegen die russische Armee nicht (ab Minute 26:24).<br>\n&ldquo;Die Ukraine sei zwar milit&auml;risch mittlerweile besser ger&uuml;stet als beim russischen Einmarsch in der Krim im Jahr 2014. Gegen die russischen Truppen h&auml;tte sie aber keine Chance&rdquo;, so der Osteuropa-Experte Klaus Segbers (FU Berlin) gegen&uuml;ber der Berliner Morgenpost, am 13. 2. 2022. Norman Paech schrieb zu Recht in Telepolis am 10.3.:<br>\nDie Opfer und das Leiden, Flucht oder Tod sind das Einzige, was die Menschen in den belagerten St&auml;dten mit Sicherheit erreichen werden. Sie haben faktisch nur die Wahl zwischen einer russischen Besatzung in einer halbwegs noch intakten oder weitgehend zerst&ouml;rten Stadt.<br>\nNorman Paech<br>\nAm 6.3. erkl&auml;rt der Kiewer B&uuml;rgermeister Klitschko in der ARD: &ldquo;Wir werden uns verteidigen, egal was es kostet.&rdquo; Sich zu wehren, ist unterst&uuml;tzenswert.<br>\nAber gegen die russische Aggressoren-Armee milit&auml;risch vorzugehen, die eine &uuml;berlegene Feuerkraft hat und St&auml;dte bei anhaltendem Widerstand von au&szlig;en in Schutt und Asche legen kann, ist entweder M&auml;rtyrerpathos, oder es handelt sich um das r&uuml;cksichtslose Opfern von allen, die noch irgendwie eine Waffe bedienen k&ouml;nnen.<br>\nDiese Strategie ist darauf angelegt, die Nato zum Eingreifen und damit zum 3. Weltkrieg zu dr&auml;ngen. Warum aber nicht die russische Armee das Land besetzen lassen und dann zivilen Widerstand und Sabotage praktizieren? Warum sich nicht darauf einstellen, dass die russische Wirtschaft mit der neuen Mehrfachbelastung (die Mega-Sanktionen plus Kosten f&uuml;r Besatzung) bald v&ouml;llig &uuml;berfordert ist?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Vergiftete-Tapferkeit-6547196.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&laquo;Die Politik der USA war es immer, zu verhindern, dass Deutschland und Russland enger zusammenarbeiten&raquo;<\/strong><br>\nHistorische, politische und wirtschaftliche Hintergr&uuml;nde des Ukraine-Kriegs (&hellip;)<br>\nWie beurteilen Sie den Angriff der Russen?<br>\nWenn ein Staat einen anderen angreift, dann ist das gegen das V&ouml;lkerrecht. Aber man sollte auch die Hintergr&uuml;nde daf&uuml;r ins Auge fassen. Zun&auml;chst muss klargestellt werden, dass Putin weder verr&uuml;ckt ist noch die Realit&auml;t verloren hat. Er ist ein Mensch, der sehr methodisch, systematisch, also sehr russisch ist. Ich bin der Meinung, dass er sich der Konsequenzen seines Handelns in der Ukraine bewusst ist. Er hat &ndash; offensichtlich zu Recht &ndash; beurteilt, dass egal, ob er eine &laquo;kleine&raquo; Operation zum Schutz der Donbas-Bev&ouml;lkerung oder eine &laquo;massive&raquo; Operation zugunsten der nationalen Interessen Russlands und der Donbas-Bev&ouml;lkerung durchf&uuml;hrte, die Konsequenzen gleich sein w&uuml;rden. Er ist dann auf die Maximall&ouml;sung gegangen.<br>\nWorin sehen Sie das Ziel?<br>\nEs ist sicher nicht gegen die ukrainische Bev&ouml;lkerung gerichtet. Das wurde von Putin immer wieder gesagt. Man sieht es auch an den Fakten. Russland liefert immer noch Gas in die Ukraine. Die Russen haben das nicht gestoppt. Sie haben das Internet nicht abgestellt. Sie haben die Elektrizit&auml;tswerke und die Wasserversorgung nicht zerst&ouml;rt. Nat&uuml;rlich gibt es gewisse Gebiete, in denen gek&auml;mpft wird. Aber man sieht einen ganz anderen Ansatz als bei den Amerikanern z. B. in Ex-Jugoslawien, im Irak oder auch in Libyen. Als westliche L&auml;nder diese angriffen, zerst&ouml;rten sie zuerst die Strom- und Wasserversorgung und die gesamte Infrastruktur.<br>\nWarum geht der Westen so vor?<br>\nDas Vorgehen der westlichen L&auml;nder &ndash; es ist auch interessant, das von der Einsatzdoktrin her zu sehen &ndash; wird gen&auml;hrt von der Idee, dass es, wenn man die Infrastruktur zerst&ouml;rt, von der Bev&ouml;lkerung einen Aufstand gegen den missliebigen Diktator geben wird und man ihn so los wird. Das war auch die Strategie w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs, als man die deutschen St&auml;dte bombardiert hat wie K&ouml;ln, Berlin, Hamburg, Dresden etc. Man hat direkt auf die Zivilbev&ouml;lkerung gezielt, damit es zu einem Aufstand kommt. Die Regierung verliert durch einen Aufstand ihre Macht, und man hat den Krieg gewonnen, ohne eigene Truppen zu gef&auml;hrden. Das ist die Theorie.<br>\nWie ist das Vorgehen der Russen?<br>\nDas ist v&ouml;llig anders. Sie haben ihr Ziel klar bekannt gegeben. Sie wollen eine &laquo;Entmilitarisierung&raquo; und &laquo;Entnazifizierung&raquo;. Wenn man die Berichterstattung ehrlich verfolgt, ist es genau das, was sie machen. Nat&uuml;rlich, ein Krieg ist ein Krieg, und bedauerlicherweise gibt es dabei immer Tote, aber es ist interessant zu sehen, was die Zahlen sagen. Am Freitag (4.3.) zog die Uno eine Bilanz. Sie berichtete von 265 get&ouml;teten ukrainischen Zivilisten. Am Abend hat das russische Verteidigungsministerium die Anzahl der toten Soldaten mit 498 angegeben. Das heisst, es gibt mehr Opfer beim russischen Milit&auml;r als unter den Zivilisten auf der ukrainischen Seite. Wenn man das jetzt mit Irak oder Libyen vergleicht, dann ist es bei der westlichen Kriegsf&uuml;hrung genau umgekehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-4-vom-15-maerz-2022.html%20\">Zeitgeschehen im Fokus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin W.A.:<\/strong> Darin werden von Jacques Baud alles Einzelheiten angesprochen, die auch schon auf den NachDenkSeiten zu lesen waren, doch hier in einer au&szlig;ergew&ouml;hnlich kompetenten und kompakten Form. Dieser Text wiegt schwerer als alles, was in den letzten Wochen, Monaten und Jahren von unseren Propagandamedien verbreitet wurde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Asow-Regiment: Extreme Verteidiger<\/strong><br>\nDas Asow-Regiment k&auml;mpft in Mariupol verbissen gegen Russland. Es besteht aus Nationalisten und Rechtsradikalen, in der Vergangenheit soll es Verbrechen begangen haben. [&hellip;]<br>\nDas Regiment entstand vor acht Jahren als Asow-Bataillon. Der Name verweist auf das Asowsche Meer. Einer der Gr&uuml;nder war Andrej Biletzki, Anf&uuml;hrer der neonazistischen Organisationen Sozial-Nationale Versammlung und Patriot der Ukraine. Als Russland 2014 die Krim annektierte und angebliche Separatisten, von denen viele aus dem russischen Geheimdienst FSB kamen, Teile des Donbass besetzten, gr&uuml;ndeten sich in der Ukraine zahlreiche Freiwilligenverb&auml;nde.<br>\nRechtsradikale, die bereits bei Protesten gegen den prorussischen Pr&auml;sidenten Wiktor Janukowitsch auf dem Euromaidan eine Rolle gespielt hatten, zogen in die Schlacht gegen die &ldquo;Kommunisten&rdquo; aus Moskau. Da sie politisch kaum Bedeutung erlangten, suchten Rechtsextreme durch den bewaffneten Kampf ihren Einfluss in der Ukraine auszuweiten. Das gelang vor allem der Asow-Bewegung, der enge Beziehungen zum fr&uuml;heren Innenminister der Ukraine, Arsen Awakow, nachgesagt werden.<br>\nDeren Mitglieder inszenierten sich als Landesverteidiger und erlangten ab 2014 durchaus breite gesellschaftliche Anerkennung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/politik\/asow-regiment-extreme-verteidiger\/ar-AAV4eRb\">msn<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Energiearmut: Wenn sogar Jobcenter in Berlin Alarm schlagen und dringenden Handlungsbedarf sehen<\/strong><br>\n&raquo;Angesichts stark gestiegener Energiepreise warnt EU-Arbeitskommissar Nicolas Schmit vor mehr Energiearmut in Europa. Es gebe bereits Millionen Menschen, die unter Energiearmut litten, &bdquo;und diese Zahl k&ouml;nnte noch gr&ouml;&szlig;er werden&ldquo;, sagte Schmit.&laquo; Nein, dieses Zitat stammt nicht aus diesen Tagen, sondern ist dem Artikel EU-Kommissar warnt vor mehr Energiearmut entnommen, der am 17. Oktober 2021 ver&ouml;ffentlicht worden ist. Einige EU-Staaten hatten bereits vor Monaten Ma&szlig;nahmen ergriffen. Frankreich etwa deckelt bis April die Preise f&uuml;r Strom und Gas und gibt Energiegutscheine aus: 100 Euro f&uuml;r sechs Millionen besonders bed&uuml;rftige Haushalte.<br>\nUnd auch in Deutschland war und ist &ndash; nunmehr durch die Auswirkungen des russischen &Uuml;berfalls auf die Ukraine nochmals potenziert &ndash; der Anstieg der Energiepreise ein f&uuml;r viele Menschen existenzielles Problem. Das vor allem bei den Menschen mit niedrigen Einkommen und den vielen, die auf Transferleistungen wie Hartz IV angewiesen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/03\/14\/jobcenter-und-die-energiearmut\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hohe Spritpreise in Deutschland: Kriegsgewinnler Raffinerien<\/strong><br>\nDer Benzin- und Dieselpreis steigt derzeit sehr viel st&auml;rker als der Roh&ouml;lpreis. Die Differenz landet zum Gro&szlig;teil bei den Mineral&ouml;lkonzernen.<br>\nIn der politischen Debatte scheint die Sache klar zu sein: Grund f&uuml;r die Rekordpreise, die derzeit f&uuml;r Benzin und Diesel gezahlt werden m&uuml;ssen, ist der Ukrainekrieg und der damit einhergehende Anstieg der Roh&ouml;lpreise. Tats&auml;chlich ist dieser Preis, den die &Ouml;lproduzenten in den F&ouml;rderl&auml;ndern kassieren, in den letzten Wochen deutlich gestiegen. Jedoch l&auml;sst sich der Anstieg des Benzinpreises damit nur zum Teil begr&uuml;nden, wie eine einfache Rechnung zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Hohe-Spritpreise-in-Deutschland\/!5838442\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Sprit bleibt trotz sinkender &Ouml;lpreise teuer &ndash; Kritik an Herstellern<\/strong><br>\nDie trotz sinkender &Ouml;lpreise weiter extrem hohen Spritpreise sorgen f&uuml;r Kritik an den Mineral&ouml;lkonzernen. &ldquo;Mein Eindruck ist, dass ein paar &Ouml;lmultis gerade den gro&szlig;en Reibach machen&rdquo;, schrieb der baden-w&uuml;rttembergische Finanzminister Danyal Bayaz (Gr&uuml;ne) am Dienstag auf Twitter. Vielen Autofahrern d&uuml;rfte er damit aus der Seele sprechen, denn w&auml;hrend Roh&ouml;l inzwischen fast wieder auf das Preisniveau vor Beginn des Ukraine-Kriegs zur&uuml;ckgekehrt ist, bleibt Superbenzin rund 45 Cent teurer, Diesel sogar rund 64 Cent.<br>\nNormalerweise bewegen sich die Preise f&uuml;r &Ouml;l und Sprit relativ im Gleichschritt, doch derzeit sind sie weitgehend entkoppelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2022-03\/55506025-roundup-sprit-bleibt-trotz-sinkender-oelpreise-teuer-kritik-an-herstellern-016.htm\">Finanznachrichten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Stellungnahme zur Anh&ouml;rung vom 14. M&auml;rz 2021, 11.00 Uhr im Ausschuss f&uuml;r Gesundheit<\/strong><br>\nTom Lausen hat zu 2 Fragestellungen umfangreiche Daten gesichtet: &bdquo;Systemische &Uuml;berlastung des Gesundheitssystems&ldquo; &bdquo;Untererfassung von Impfnebenwirkungen&ldquo; [&hellip;]<br>\nIm Jahr 2020 wurden in deutschen Krankenh&auml;usern trotz 111.324 COVID-19 F&auml;llen insgesamt 2,5 Mio. F&auml;lle weniger station&auml;r behandelt als 2019.<br>\nObwohl im Jahr 2021 deutlich mehr COVID-19 F&auml;lle station&auml;r behandelt waren (276.332), wurden ebenfalls erneut insgesamt 2,5 Mio. F&auml;lle weniger station&auml;r behandelt als 2019.<br>\nFazit:<br>\nEs ergibt sich offenkundig eine signifikante Menge ungenutzter Kapazit&auml;ten in deutschen Krankenh&auml;usern. Durch die stark verringerte Fallzahl waren Personalengp&auml;sse ebenfalls nicht anzunehmen. Ein Ausfall von Krankenhauspersonal, welches im Jahr 2019 noch 2,5 Millionen F&auml;lle mehr versorgt hatte, ist &ouml;ffentlich nicht bekannt geworden. Eine &Uuml;berlastung der Krankenh&auml;user, insbesondere durch COVID-19 Patienten hat dementsprechend niemals stattgefunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/883938\/7d235144f04619373179440fcd21422b\/20_14_0013-8-_ESV-Tom-Lausen_IfSG-data.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF]<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Die wussten nichts, hatten keine Zahl parat&ldquo;<\/strong><br>\nDer Datenanalyst Tom Lausen hat in dieser Woche als Sachverst&auml;ndiger im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages zur Frage der &Uuml;berlastung des Gesundheitssystems und der Untererfassung von Impfnebenwirkungen ausgesagt. Im Multipolar-Interview berichtet er davon und erkl&auml;rt au&szlig;erdem, warum er einen Strafantrag gegen den neuen Chef der Krankenkasse BKK ProVita gestellt hat. [&hellip;]<br>\nIhre Stellungnahme ist auf der Webseite des Bundestages ver&ouml;ffentlicht. In Ihrem m&uuml;ndlichen Statement dort sagten Sie, dass Sie in der Diskussion Zahlen vermissen. K&ouml;nnen Sie das erl&auml;utern?<br>\nLausen: Ja, zun&auml;chst einmal musste ich mich mit der Frage besch&auml;ftigen, warum keiner meiner Vorredner und derjenigen, die nach mir geredet haben, irgendeine Zahl genannt hat oder meines Erachtens auch gewusst hat. Das hat mich sehr betroffen gemacht und mich auch ein wenig erschreckt. Denn es werden da Szenarien diskutiert, die &uuml;berhaupt nicht zahlenbasiert sind. Das hei&szlig;t, ich war der Erste und vermutlich auch der Einzige, der zu Zahlen etwas sagen konnte. Insbesondere geht es hier um die Fragestellung der &Uuml;berlastung des Gesundheitssystems, also der deutschen Krankenh&auml;user, und ich hatte den Eindruck, dass die meisten noch nie geh&ouml;rt hatten, dass in den letzten zwei Jahren f&uuml;nf Millionen Patienten, die man eigentlich h&auml;tte erwarten d&uuml;rfen in deutschen Krankenh&auml;usern, gar nicht in die Krankenh&auml;user gekommen sind. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind jetzt erst einmal zweitrangig. Mag sein, dass die Leute Angst hatten, in die Krankenh&auml;user zu gehen. Was auch immer der Grund ist, f&uuml;nf Millionen Patienten sind nicht dort gewesen. Und ich glaube, viele von denen, die dort im Ausschuss gesessen haben, haben das zum ersten Mal geh&ouml;rt.<br>\nDass eine &Uuml;berlastung bei einer solchen Zahl von fehlenden Patienten unm&ouml;glich ist, das ist diesen Leuten offensichtlich noch nicht in den Sinn gekommen bis zu dem Tag. Jetzt kann es sein, dass sie ein wenig dar&uuml;ber nachdenken. Wenn also die Grundlage, die Begr&uuml;ndung, die &Uuml;berlastung des Gesundheitssystems sein soll, dann sind die Zahlen nat&uuml;rlich die Grundlage daf&uuml;r. Kann eine &Uuml;berlastung des Gesundheitssystems bei dieser Minderfallzahl an Patienten &uuml;berhaupt stattfinden? Diese Diskussion ist nicht weiter gef&uuml;hrt worden. Ich habe das jetzt als Zahlenbasis erst einmal in den Raum gestellt, vielleicht diskutieren das die Abgeordneten im Gesundheitsausschuss untereinander. Aber die Zahlen sind jetzt da.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/die-wussten-nichts\">multipolar<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Grundrente l&auml;uft immer noch nicht rund &ndash; viele alte Menschen warten auf ihr Geld<\/strong><br>\nNach jahrelangem Hin und Her war es nach dem dritten Anlauf so weit: Zum Jahresbeginn 2021 wurde die Grundrente eingef&uuml;hrt. Langj&auml;hrig Rentenversicherte mit geringem Einkommen sollten automatisch einen monatlichen Zuschlag auf ihre Altersrente erhalten. In der Bundesregierung hatte man sich darauf geeinigt, dass die Bewilligung der Grundrente von einer Einkommenspr&uuml;fung abh&auml;ngig gemacht wird, wobei Rentenversicherung und Finanzverwaltung zusammenarbeiten sollen.<br>\nDie Rentenversicherung ist mit der Pr&uuml;fung der Anspr&uuml;che auf die Grundrente der rund 26 Millionen Menschen im Altersrentenbezug allein gelassen worden. Ein Jahr nach der Einf&uuml;hrung warten noch immer viele auf ihr Geld, da noch nicht alle Anspr&uuml;che gepr&uuml;ft werden konnten. Die Grundrente l&auml;uft immer noch nicht rund &ndash; viele alte Menschen warten auf ihr Geld. [&hellip;]<br>\nDas jahrelange Prozedere um die Grundrente ist an den betroffenen alten Menschen v&ouml;llig vorbeigegangen und die Kommunikation war und ist grottenschlecht. Niemand wei&szlig; etwas Genaues. Viele &auml;ltere Menschen wurden sogar Opfer von Trickbetr&uuml;gern, die, getarnt als Angestellte der Rentenversicherung, versuchten, an pers&ouml;nliche Daten oder sogar die Bankverbindung von Versicherten zu kommen und deren Unsicherheit schamlos ausnutzten.<br>\nDabei scheint die Grundrente selbst eine gro&szlig;e Mogelpackung zu werden, bei der der Niedriglohnsektor weiter festgeschrieben und mit staatlichen Subventionen gef&uuml;ttert wird, anstelle den Mindestlohn und die Grundsicherung gem&auml;&szlig; Sozialgesetzbuch XII kr&auml;ftig anzuheben, um im Alter ein menschenw&uuml;rdiges Auskommen zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/die-grundrente-laeuft-immer-noch-nicht-rund-viele-alte-menschen-warten-auf-ihr-geld\/#more-13135\">Gewerkschaftsforum<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. 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