{"id":8206,"date":"2011-02-03T17:47:07","date_gmt":"2011-02-03T16:47:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8206"},"modified":"2014-07-28T15:09:27","modified_gmt":"2014-07-28T13:09:27","slug":"alle-menschen-sind-gleich-wer-ueber-viel-geld-fuer-pr-verfuegt-ist-gleicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8206","title":{"rendered":"Alle Menschen sind gleich, wer \u00fcber viel Geld f\u00fcr PR verf\u00fcgt, ist gleicher"},"content":{"rendered":"<p>Seit Jahren begleite ich in Gedanken den PR Berater und jetzigen <a href=\"http:\/\/www.wmp-ag.de\/\">WMP-Chef<\/a> Klaus-Peter Schmidt-Deguelle. Ich bin ihm Anfang Mai 2003 bei Sabine Christiansen begegnet und bewunderte ihn damals, wie er aus dem gescheiterten hessischen Ministerpr&auml;sidenten Hans Eichel den in den Medien rundum anerkannten &bdquo;Spar-Kommissar&ldquo; gemacht hat. Schmidt-Deguelle hat jetzt den Auftrag, aus Carsten Maschmeyer einen ehrenwerten Zeitgenossen zu machen. Das ist nach den Beitr&auml;gen von Panorama &uuml;ber die Machenschaften von Maschmeyer, Riester und R&uuml;rup und ihren noch prominenteren Partnern Wulf und Schr&ouml;der n&ouml;tig. Siehe dazu zum Beispiel Anlage 1. Da ich Klaus-Peter Schmidt-Deguelle bewundere, kann ich mich in ihn hineindenken und seine Strategie in Gedanken lesen. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><br>\nSeit vergangenen Montag habe ich seine Strategie im Kopf. Ich wollte aber abwarten, bis die ersten Belege f&uuml;r die Richtigkeit meines Fantasieproduktes erschienen sind. Das ist jetzt so. Siehe Anlage 2  &ndash; ein Interview in der &bdquo;Zeit&ldquo;. Auch in der Bild-Zeitung Hannover erschien diese Woche schon ein Beitrag mit Maschmeyer. Wunderbar gestreut. <em>(<strong>Nachtrag 10.2.2011:<\/strong> Die Redakteurin der &bdquo;Zeit&ldquo; legt Wert auf die Feststellung, dass ihr Interview mit Maschmeyer nicht auf Initiative von Schmidt-Deguelle und seiner PR Agentur WMP zu Stande kam.)<\/em><\/p><p><strong>Jetzt also zur Strategie der PR Berater von Carsten Maschmeyer:<\/strong><\/p><ol>\n<li>Das Ziel von Schmidt-Deguelle: Er m&ouml;chte in der &Ouml;ffentlichkeit von Carsten Maschmeyer das Bild eines seri&ouml;sen Gesch&auml;ftsmannes aufbauen. Dazu geh&ouml;rt zun&auml;chst einmal die B&uuml;ndelung der Aktivit&auml;ten zur Verbesserung des Images von Maschmeyer bei WMP.<\/li>\n<li>Dazu geh&ouml;rt zweitens eine schonungslose Analyse dessen, was in den letzten Wochen schief gelaufen ist. So war das Vorgehen von Maschmeyer\/AWD im Vorfeld der Ausstrahlung des Filmes von Christoph L&uuml;tgert eine einzige Katastrophe. Es ist ein Kardinalfehler gewesen, die Intendanten der ARD-Fernsehsender mit umfangreichen Schreiben des Hamburger Medienanwalts Matthias Prinz zu bombardieren, um eine Ausstrahlung zu verhindern. Erst diese Aktion hat zu einem Schulterschluss der Intendanten gef&uuml;hrt, die in der &Ouml;ffentlichkeit diesem Druck nicht nachgeben konnten. Eine v&ouml;llig kontraproduktive Aktion, denn damit hat man jede Chance vertan, die Ausstrahlung des Films zu verhindern. Diese Aktion hat zudem dazu gef&uuml;hrt, dass der Film erst richtig bekannt wurde, eine breitere &Ouml;ffentlichkeit erreichte und zu einer sehr gro&szlig;en Zuschauerresonanz f&uuml;hrte.<\/li>\n<li>Es ist wichtig, Maschmeyers und seiner Lebensgef&auml;hrtin Veronica Ferres Pr&auml;senz in den Medien und der &Ouml;ffentlichkeit etwas zur&uuml;ckzunehmen. Die Beiden  sollten &ouml;ffentliche Veranstaltungen, rote Teppiche und das Blitzlichtgewitter der Fotografen m&ouml;glichst meiden. Falls Maschmeyer an wichtigen Veranstaltungen trotzdem teilnehmen m&ouml;chte, solle er nicht den roten Teppich w&auml;hlen, sondern den Neben- oder Hintereingang benutzen.<\/li>\n<li>Das Image des seri&ouml;sen Gesch&auml;ftsmann kann man durch Interviews in als seri&ouml;s geltenden Bl&auml;ttern aufbauen. W&uuml;nschenswert w&auml;ren zum Beispiel Interviews im Spiegel oder in der S&uuml;ddeutschen Zeitung oder auch in der Zeit. Aufgrund des gro&szlig;en Einflusses von Schmidt-Deguelle und der Verankerung von WMP im PR Netz der Journalisten wird dies m&ouml;glich sein. Ein erstes Interview ist in der &bdquo;Zeit&ldquo; erschienen. Dieses enth&auml;lt durchaus ein paar leicht kritische Fragen, aber wichtig f&uuml;r die Imagebildung ist das in einer Frage enthaltene Element, dass der Film des NDR\/Panorama nichts Neues gebracht habe. Das ist zwar richtig, wenn man zum Beispiel mit einbezieht, was in der NachDenkSeiten zum Thema private Altersvorsorge erschienen ist. Es ist aber bei weitem nicht richtig, wenn man die g&auml;ngige Ver&ouml;ffentlichungspraxis und Meinungsmache zum Thema private Altersvorsorge und demographischer Wandel betrachtet.&nbsp;Im gro&szlig;en Strom der Medien taucht die im Film konkret dargestellte und belegte politische Korruption eben nicht auf. Es taucht nicht das Thema Dreht&uuml;reffekt auf. Dass n&auml;mlich Maschmeyer Schr&ouml;der hilft, Spitzenkandidat der SPD und damit Bundeskanzler zu werden und Schr&ouml;der ihm wie auch den anderen Partnern der Finanzindustrie die Entscheidung zur F&ouml;rderung der Privatvorsorge verschafft. Und vieles mehr.<\/li>\n<li>Maschmeyer hat mit seinem gro&szlig;en Verm&ouml;gen auch einige soziale Projekte mitfinanziert. Sogar im Film vom Panorama wurde das dargestellt. WMP wird daf&uuml;r sorgen, dass in den Medien Geschichten &uuml;ber dieses soziale Engagement erscheinen. Die Negativschlagzeilen m&uuml;ssen auf diese Weise &uuml;berlagert werden. Das ist auch m&ouml;glich, vor allem dann, wenn &uuml;ber ein Medium wie die Bild-Zeitung die Agitation pro Maschmeyer und AWD weiterl&auml;uft.<\/li>\n<li>Wichtig sind im Gesamtkontext auch die Aktivit&auml;ten anderer Spieler im gro&szlig;en Spiel der Privatvorsorge. Dazu geh&ouml;rt zum Beispiel der Auftritt von Riester und &ndash; vorgesehen &ndash; auch Steinbr&uuml;ck bei der gro&szlig;en Veranstaltung von &bdquo;Fonds professionell&ldquo; in Mannheim. Siehe Anlage 3.<\/li>\n<\/ol><p>Soviel zur erdachten Strategie von WMP zur Images-Aufbesserung von Carsten Maschmeyer. Sie werden vermutlich erleben, dass vieles davon umgesetzt wird.<\/p><p><strong>Bitte machen Sie anhand der Ihnen begegnenden Medienprodukte zum Thema darauf aufmerksam, dass dies bezahlte Meinungsmache ist. Nur dann, wenn Sie in einem so konkreten Fall auf die PR hinweisen, wird ihre Wirkung entsch&auml;rft und wir werden wenigstens tendenziell alle gleich.<\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Anlage 1:<\/strong><\/p><p><strong>Selbstdemontage<\/strong><\/p><p><img decoding=\"async\" width=\"470\" src=\"http:\/\/www.prmagazin.de\/fileadmin\/prmagazin\/Bilder\/0111\/0211\/Aufmacher_2010_2_S13.jpg\" alt=\"AWD-Gr&uuml;nder Carsten Maschmeyer und AWD-PR-Chef Bel&aacute; Anda (links) ist das Lachen vergangen.\" title=\"AWD-Gr&uuml;nder Carsten Maschmeyer und AWD-PR-Chef Bel&aacute; Anda (links) ist das Lachen vergangen.\"><br>\n(Foto: ddp)<\/p><p>AWD-Gr&uuml;nder Carsten Maschmeyer und AWD-PR-Chef Bel&aacute; Anda (links) ist das Lachen vergangen.<br>\nCarsten Maschmeyer hat sein Image nachhaltig ramponiert. Was eine NDR-Reportage von Christoph L&uuml;tgert nicht schaffte, erledigte der AWD-Gr&uuml;nder selbst, weil er Medienanwalt Matthias Prinz freie Hand lie&szlig;. PR-Chef B&eacute;la Anda sa&szlig; dabei zwischen den St&uuml;hlen. Nun soll WMP Eurocom das Desaster beheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.prmagazin.de\/meinung-analyse\/hintergrund\/selbstdemontage.html\">PR-Magazin<\/a><\/p><p><strong>Anlage 2:<\/strong><\/p><p><strong>Carsten Maschmeyer &ldquo;Ich verstecke mich nicht&rdquo;<\/strong><br>\nEin Film im Ersten unterstellte Carsten Maschmeyer &uuml;ble Methoden. Der Gr&uuml;nder des Finanzdienstleisters AWD setzt sich zur Wehr. Ein Interview<br>\n(&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/06\/AWD-Maschmeyer?page=all&amp;print=true\">ZEIT Online<\/a><\/p><p><strong>Anlage 3:<\/strong><\/p><p><strong>Flammendes Pl&auml;doyer f&uuml;r die private Altersvorsorge<\/strong><br>\n2.2.2011 &ndash; Auf dem Fondskongress 2011 sprach der ehemalige Bundesminister Walter Riester &uuml;ber die Bedrohung der staatlichen Pensionssysteme durch die zunehmende Globalisierung der Finanzm&auml;rkte und die Notwendigkeit von privater Vorsorge. Neben zahlreichen aktuellen Fachvortr&auml;gen wurde Fonds Finanz vor Fondsnet und Jung DMS &amp; Cie. im Rahmen der Veranstaltung zu den besten Pools aus Vermittlersicht gek&uuml;rt.<br>\n(&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.versicherungsjournal.de\/vertrieb-und-marketing\/flammendes-plaedoyer-fuer-die-private-altersvorsorge-106827.php\">www.versicherungsjournal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Jahren begleite ich in Gedanken den PR Berater und jetzigen <a href=\"http:\/\/www.wmp-ag.de\/\">WMP-Chef<\/a> Klaus-Peter Schmidt-Deguelle. Ich bin ihm Anfang Mai 2003 bei Sabine Christiansen begegnet und bewunderte ihn damals, wie er aus dem gescheiterten hessischen Ministerpr&auml;sidenten Hans Eichel den in den Medien rundum anerkannten &bdquo;Spar-Kommissar&ldquo; gemacht hat. 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