{"id":82083,"date":"2022-03-20T14:00:24","date_gmt":"2022-03-20T13:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82083"},"modified":"2022-03-20T15:04:52","modified_gmt":"2022-03-20T14:04:52","slug":"allmachtwahn-vernichtungsphantasien-iiii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82083","title":{"rendered":"Allmachtwahn &amp; Vernichtungsphantasien (II\/II)"},"content":{"rendered":"<p><em>Randnotizen zu Doppelmoral, Heuchelei, Sprachverluderung und zum Schwinden einer Diskussionskultur in Zeiten coronaler Kriegsstimmung.<\/em><br>\nAuf diesen Seiten erschien von unserem Autor <strong>Rainer Werning<\/strong> am 2. M&auml;rz sein letzter Text mit dem Titel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81430\">&bdquo;Im Amnesie-Taumel einer &sbquo;Zeitenwende&lsquo;&ldquo;<\/a>. Seitdem haben sich die Dinge im Kriegsschatten der Ukraine nochmals &ndash; mehr zum Schlechten als zum Guten &ndash; so sehr gewendet, dass er im folgenden zweiteiligen Beitrag alles Revue passieren l&auml;sst und in historische Zusammenh&auml;nge einbettet.<br>\n<!--more--><br>\n<em>Hier k&ouml;nnen Sie noch einmal <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82073\">den ersten Teil des Artikels<\/a> lesen.<\/em><\/p><div style=\"text-align: center\"><strong>*<\/strong><\/div><p>Wie kommt es eigentlich, dass wir &ndash; zumindest was die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg betrifft &ndash; ausschlie&szlig;lich und exponiert aus dem Munde hochrangiger westlicher Politiker und Milit&auml;rs bzw. Milit&auml;rstrategen solche martialischen T&ouml;ne vernehmen, die offen zu Vernichtung und Zerst&ouml;rung aufrufen, wo doch angeblich &bdquo;der Westen&ldquo; als Gralsh&uuml;ter solch hehrer Ideale wie Aufkl&auml;rung, Vernunft, Rationalit&auml;t, Liberalismus und Demokratie gelten soll? <em>(1)<\/em> Derartiges ist mir seitens Stimmen aus dem, was einst als <em>Trikont<\/em> (Asien, Afrika &amp; Lateinamerika) bezeichnet wurde, nicht bekannt. Sieht man von peripheren Randfiguren wie Indonesiens Ex-Pr&auml;sident Suharto, Pol Pot in Kambodscha und Joseph Estrada aus den Philippinen einmal ab. (Gern lasse ich mich belehren, was m&ouml;glicherweise die Komplettierung einer solchen Liste betrifft.)<\/p><p>Suharto ging es seit 1965\/66 um die &bdquo;Ausrottung des Kommunismus&ldquo; auf dem Archipel. Pol Pot wollte nach dem Sieg der Roten Khmer 1975 die Gesellschaft in &bdquo;Altvolk&ldquo; und &bdquo;Neuvolk&ldquo; eingeteilt sehen, wobei Letzterem, der vorwiegend b&auml;uerlichen Landbev&ouml;lkerung, die Schl&uuml;sselrolle im sogenannten <em>Demokratischen Kampuchea<\/em> zufallen sollte. Unter &bdquo;Altvolk&ldquo; wurden indes all jene subsumiert, die es galt, als &bdquo;fr&uuml;here Kollaborateure des US-h&ouml;rigen Lon-Nol-Regimes, korrupte Staatsbedienstete, Intellektuelle, St&auml;dter und pro-vietnamesische Agenten&ldquo; systematisch zu unterdr&uuml;cken, zu verfolgen und\/oder zu &bdquo;liquidieren&ldquo;. Estrada verk&uuml;ndete auf dem H&ouml;hepunkt der (ersten telegenen) Geiseldramas auf den Inseln im Sommer 2000 den &bdquo;<strong>totalen Krieg<\/strong>&ldquo; gegen die Moros, die vorwiegend muslimische Bev&ouml;lkerung in den S&uuml;dphilippinen. Die dortige <em>Abu-Sayyaf<\/em>-Gruppe hatte am Ostermontag 2000 knapp ein Dutzend westeurop&auml;ische Touristen (darunter auch Mitglieder der Familie Wallert aus G&ouml;ttingen) aus dem malaysischen Ferienressort Sipadan entf&uuml;hrt und bis Mitte September 2000 auf der Insel Jolo als Geiseln gehalten. Bis diese durch Zahlung hoher L&ouml;segelder, die von libyscher Seite vorgestreckt wurden, wieder auf freien Fu&szlig; kamen. <em>(2)<\/em><\/p><div style=\"text-align: center\"><strong>*<\/strong><\/div><p>Der US-amerikanische Verfassungsrechtler und Autor John W. Whitehead ist u.a. Gr&uuml;nder und Pr&auml;sident des <em>The Rutherford Institute<\/em>, das sich seit seiner Gr&uuml;ndung 1982 der Verteidigung der b&uuml;rgerlichen Freiheiten und der Menschenrechte verschrieben hat. Gem&auml;&szlig; dem Motto: &bdquo;Es ist unsere Aufgabe, die Regierung dazu zu bringen, sich an die Regeln der Verfassung zu halten.&ldquo; Er verfasste k&uuml;rzlich einen Essay mit dem Titel <em>Ewige Tyrannei: Endlose Kriege sind der Feind der Freiheit,<\/em> in dem er sich kritisch mit der virulenten &bdquo;<strong>Kriegskultur<\/strong>&ldquo; in seinem eigenen Land auseinandersetzt. Whitehead schreibt dort:<\/p><p>&bdquo;Zwei Jahre, nachdem COVID-19 die Welt in einen Zustand des globalen Autoritarismus versetzt hat, gerade als die Toleranz der Menschen f&uuml;r schwerf&auml;llige Mandate endlich abgenutzt zu sein scheint, werden wir auf die n&auml;chste Ablenkung und die n&auml;chste Belastung f&uuml;r unsere Wirtschaft vorbereitet.<\/p><p>Doch die &Uuml;berwachung des Globus und das F&uuml;hren endloser Kriege im Ausland machen Amerika &ndash; oder den Rest der Welt &ndash; nicht sicherer, sie machen Amerika ganz sicher nicht wieder gro&szlig;artig und sie treiben die USA unbestreitbar tiefer in die Schulden.<\/p><p>Selbst wenn wir alle milit&auml;rischen Einmischungen der Regierung beenden und alle Truppen nach Hause holen w&uuml;rden, dauerte es Jahrzehnte, die Kosten f&uuml;r diese Kriege zu begleichen und die Gl&auml;ubiger der Regierung loszuwerden.&ldquo; (3)<\/p><p>Und der Autor f&auml;hrt fort:<\/p><p>&bdquo;Krieg ist zu einem riesigen Geldgesch&auml;ft geworden, und die US-Regierung ist mit ihrem riesigen Milit&auml;rimperium einer der besten K&auml;ufer und Verk&auml;ufer.<\/p><p>Was die meisten Amerikaner &ndash; denen unabl&auml;ssig eingetrichtert wurde, dass Patriotismus bedeutet, die Kriegsmaschinerie zu unterst&uuml;tzen &ndash; nicht erkennen, ist, dass diese andauernden Kriege wenig damit zu tun haben, dem Land Sicherheit zu bescheren, sondern alles damit zu tun haben, einen milit&auml;risch-industriellen Komplex zu st&uuml;tzen, der weiterhin fast jeden Aspekt unseres Lebens beherrscht, diktiert und gestaltet.<\/p><p>Bedenken Sie: Wir sind eine milit&auml;rische Kultur, die sich in st&auml;ndiger Kriegsf&uuml;hrung befindet. Die meiste Zeit unserer Existenz waren wir eine Nation im Krieg. Wir sind eine Nation, die vom T&ouml;ten lebt, durch R&uuml;stungsauftr&auml;ge, Waffenherstellung und endlose Kriege.<\/p><p>Auch in der Unterhaltung, in den Nachrichten und in der Politik werden wir mit einer st&auml;ndigen Di&auml;t der Gewalt gef&uuml;ttert.<\/p><p>Die gesamte milit&auml;rische Ausr&uuml;stung, die in Blockbuster-Filmen zu sehen ist, wird &ndash; auf Kosten der Steuerzahler &ndash; im Austausch f&uuml;r sorgf&auml;ltig platzierte Werbespots bereitgestellt.<\/p><p>Als ich in den 1950er Jahren aufwuchs, endete fast jeder klassische Science-Fiction-Film damit, dass das heldenhafte amerikanische Milit&auml;r den Tag rettete, ob es nun Kampfpanzer in Invaders from Mars (1953) oder milit&auml;rische Stra&szlig;ensperren in Invasion of the Body Snatchers (1956) waren.<\/p><p>Was ich damals als Schuljunge nicht wusste, war das Ausma&szlig;, in dem das Pentagon daf&uuml;r bezahlte, als Amerikas Retter dargestellt zu werden. Als meine eigenen Kinder heranwuchsen, war es Jerry Bruckheimers Blockbuster Top Gun &ndash; er entstand mit Unterst&uuml;tzung und Ausr&uuml;stung des Pentagon &ndash; der den Stolz der B&uuml;rger auf das Milit&auml;r steigerte.&ldquo; (4) (eigene &Uuml;bersetzung: RW)<\/p><div style=\"text-align: center\"><strong>*<\/strong><\/div><p>Ein Bericht des Projekts <em>Costs of War<\/em> der Brown University in Providence, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Rhode Island und eine der &auml;ltesten und renommiertesten Universit&auml;ten der USA, zeigt, dass 20 Jahre Krieg nach 9\/11 die USA bis zum 1. September 2021 sch&auml;tzungsweise 8 Billionen Dollar gekostet haben und mehr als 900.000 Menschen get&ouml;tet wurden. <em>(5) <\/em>Infolge dieser Kriegsgeschehen und angesichts sich verschlechternder Klimabedingungen sind au&szlig;erdem massenhaft Fl&uuml;chtlinge &bdquo;produziert&ldquo; worden, deren Zahl von Jahr zu Jahr w&auml;chst:<\/p><p>&bdquo;Stellen Sie sich einmal Folgendes vor: Im Jahr 2020 sch&auml;tzte das unsch&auml;tzbare Costs of War Project der Brown University, dass Washingtons katastrophaler, zwei Jahrzehnte andauernder globaler Krieg gegen den Terror von den Philippinen und Afghanistan &uuml;ber den Nahen Osten bis nach Nordafrika 37 Millionen Menschen entwurzelt und vertrieben hat &ndash; eine wahrlich verbl&uuml;ffende Zahl.<\/p><p>Jetzt, nach einer erneuten Untersuchung der Ergebnisse dieser 20 Jahre Invasionen, Luftangriffe, Kommando&uuml;berf&auml;lle, Nationenbildung (oder eher Entstaatlichung) und wer wei&szlig;, was noch alles, haben die Forscher des Projekts diese Zahl auf 38 Millionen erh&ouml;ht, und das Verbl&uuml;ffende daran ist, dass sie vermuten, dass dies nur eine Untergrenze aufweist. Die wahre Zahl k&ouml;nnte irgendwo zwischen 49 und 60 Millionen Menschen liegen, die zu Binnenvertriebenen oder Fl&uuml;chtlingen geworden sind, die aus ihren Heimatl&auml;ndern fliehen. Wir sprechen also von mehr Vertriebenen als jemals zuvor im 20. Jahrhundert, abgesehen von den Jahren um den Zweiten Weltkrieg. Versuchen Sie, sich das einen Moment lang zu vergegenw&auml;rtigen &ndash; und denken Sie dabei noch nicht einmal an die gesch&auml;tzten <strong>200 Millionen bis 1,2 Milliarden Fl&uuml;chtlinge<\/strong>, die innerhalb der n&auml;chsten drei Jahrzehnte durch k&uuml;nftige Schrecken des Klimawandels auf diesem Planeten in Bewegung geraten k&ouml;nnten.&ldquo; (6) (eigene &Uuml;bersetzung: RW)<\/p><div style=\"text-align: center\"><strong>*<\/strong><\/div><p>Zwei Jahre Corona-Pandemie und jetzt Krieg haben bei vielen Menschen zu massiven Ohnmachtsgef&uuml;hlen gef&uuml;hrt &ndash; gen&auml;hrt durch eine Mischung aus Panikmache, gesch&uuml;rter Angst und l&auml;hmender Furcht. Gezielte Aufkl&auml;rung, sachliche Information und ein zu diesem Zweck interdisziplin&auml;r gebildetes Fachgremium anstelle regierungsfreundlicher Virologen und Epidemiologen als bestallte Kassandrarufer &ndash; Fehlanzeige. Kein Wunder, dass Desorientierung, Hilf- und Ratlosigkeit und Dauerfrust einen Humus schufen, aus dem Mythenbildung, tats&auml;chliche oder vermeintliche Verschw&ouml;rungstheorien oder schlicht bizarre Erz&auml;hlungen &uuml;ppig ins Kraut schie&szlig;en konnten. Dazu erkl&auml;rte k&uuml;rzlich das K&ouml;lner <em>Rheingold-Institut<\/em> unter der Leitung seines Gr&uuml;nders, des Psychologen und Sachbuchautors Stephan Gr&uuml;newald <em>(7)<\/em>, und auf der Basis eigener Befragungen:<\/p><p>&bdquo;Die B&uuml;rger erleben einen pl&ouml;tzlichen Einbruch einer bedrohlichen Kriegswirklichkeit, von der sie das Gef&uuml;hl haben: Das hat ein Eskalationspotenzial, das unvorstellbar ist.&ldquo; (8)<\/p><p>Gr&uuml;newald beschrieb den Zustand mit &bdquo;<strong>Melancovid<\/strong>&ldquo;:<\/p><p>&bdquo;Gerade junge Leute sp&uuml;rten, dass man gef&uuml;hlt seit den Terroranschl&auml;gen vom 11. September 2001 in einer &sbquo;Krisenpermanenz&lsquo; lebe. Neben Corona m&uuml;sse man auch an die Finanzkrise und die Klimakrise denken. Der russische Angriff auf die Ukraine habe nun obendrauf eine &sbquo;ungeheure Wucht&lsquo; entwickelt, berichtete Gr&uuml;newald aus den gef&uuml;hrten Gespr&auml;chen mit B&uuml;rgern. Viele h&auml;tten ihre Sehns&uuml;chte in einer Art &sbquo;Entt&auml;uschungs-Prophylaxe&lsquo; zur&uuml;ckgeschraubt.<\/p><p>Weniger als ein Viertel (22,6 Prozent) habe in der Befragung etwa angegeben, wieder zu der Lebensf&uuml;lle und Risikobereitschaft der Zeit vor Corona zur&uuml;ckkehren zu wollen. 30,5 Prozent h&auml;tten an sich eine gewisse Antriebslosigkeit beobachtet. 29 Prozent h&auml;tten an einigen Dingen die Lust verloren, die ihnen fr&uuml;her Freude bereitet h&auml;tten.&ldquo; (9)<\/p><div style=\"text-align: center\"><strong>*<\/strong><\/div><p>Dieser Krieg hat wie die seit zwei Jahren w&auml;hrende Pandemie dazu gef&uuml;hrt, dass unterschiedliche Meinungen in einem aufgeheizten Klima von Vorverurteilungen und rigider Rechthaberei kaum noch ausgetauscht und diskutiert, sondern stattdessen vorgefertigte Standpunkte nur noch zementiert werden. Von der seit Kindesbeinen an gepriesenen Vernunft, Rationalit&auml;t und Einf&uuml;hlsamkeit, die angeblich unseren Kulturkreis in besonderer (positiver) Weise auszeichnen (sollen), ist von Monat zu Monat immer weniger zu sp&uuml;ren. <strong>Oktrois, Verbote, Einschr&auml;nkungen<\/strong> von Grundrechten und Ausgrenzungen bestimmen zunehmend den Alltag und scheinen zur Norm zu werden. Diese neue &bdquo;normative Kraft des Faktischen&ldquo; hat mittlerweile auch langj&auml;hrige pers&ouml;nliche Beziehungen vergiftet oder platzen lassen. Ich dachte, es k&ouml;nnte mir durch Besonnen- und Gelassenheit sowie durch ungetr&uuml;bte Disputfreude im Geiste aufkl&auml;rerischen Wirkens irgendwie gelingen, sich solchen Erfahrungen zu entziehen und dagegen gewappnet zu sein.<\/p><p>Ich habe mich geirrt. Sp&auml;testens seit Ende Februar, mit Beginn der in Berlin offiziell verk&uuml;ndeten &bdquo;Zeitenwende&ldquo;, erlebe ich, wie Freundschaften, die ein halbes Jahrhundert unersch&uuml;tterlich waren, nunmehr tief ersch&uuml;ttert wurden. Vielleicht ist jetzt ja sogar der Zeitpunkt gekommen, wo einst gemeinsame Tischt&uuml;cher zerschnitten werden.<\/p><div style=\"text-align: center\"><strong>*<\/strong><\/div><p>K&uuml;rzlich schrieb mir ein langj&auml;hriger Freund und Genosse, von Haus aus Physiker, der lange Jahre im <em>Deutschen Zentrum f&uuml;r Luft- und Raumfahrt (DLR)<\/em> t&auml;tig war:<\/p><p>&bdquo;Erschrocken hat mich in den letzten Tagen die Reaktion der deutschen Wissenschaftsorganisationen, insbesondere der Allianz der Wissenschaftsorganisationen (Alexander von Humboldt-Stiftung, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Hochschulrektorenkonferenz, Leibniz-Gemeinschaft, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Deutscher Akademischer Austauschdienst, Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Wissenschaftsrat), die fordern, &sbquo;bereits zum jetzigen Zeitpunkt wird jedoch empfohlen, dass wissenschaftliche Kooperationen mit staatlichen Institutionen und Wirtschaftsunternehmen in Russland mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres eingefroren werden.&lsquo; Aus meiner Sicht muss man jetzt genau das Gegenteil tun: Kooperation mit den Wissenschaftlern in Russland f&ouml;rdern. Russische Kollegen und Kolleginnen zu Parias zu machen, ist das Gegenteil von allem, wof&uuml;r f&uuml;r mich Wissenschaft steht.&ldquo;<\/p><p>Und der gute Freund f&uuml;hrte weiter aus:<\/p><p>&bdquo;Die Max-Planck-Gesellschaft formuliert dazu (28.2.2022): &sbquo;Dieser Krieg wird auch zu schweren Verwerfungen und Einschr&auml;nkungen in der Wissenschaft f&uuml;hren. Das ist umso trauriger, als es gerade auch in Kooperation mit russischen Kolleginnen und Kollegen wichtige Forschungsprojekte gibt, die einen Beitrag zur L&ouml;sung der dr&auml;ngenden globalen Probleme unserer Zeit, insbesondere dem Klimawandel leisten sollen. Die aktuelle Lage l&auml;sst uns aber leider keine Wahl. Deutschland wird Sanktionen daher auch im Bereich der Forschung anwenden, um auf die aktuelle Aggression des russischen Regimes zu reagieren.&lsquo;<\/p><p>(&hellip;) Wie <strong>geschichtsvergessen<\/strong> sind solche und andere Stellungnahmen, die man auf dem Portal &sbquo;pro-physik&lsquo; nachlesen kann. Erschrocken hat mich an den bisherigen Stellungnahmen, dass mit zweierlei Ma&szlig; gemessen wird. Wurde auf den Angriffskrieg der USA und einiger Verb&uuml;ndeter 2003 gegen den Irak (wegen nicht-vorhandener Massenvernichtungswaffen) so reagiert? Wurden da die Kooperationen mit amerikanischen und britischen Wissenschaftlern eingefroren? Wurde nach der Invasion in Afghanistan 2001 so reagiert? Wurde nach der Zerbombung Libyens 2011 durch die USA, Frankreich und Gro&szlig;britannien so reagiert? Wurde der Angriffskrieg gegen Jugoslawien (Pr&auml;ventivkrieg, um &sbquo;ein zweites Auschwitz&lsquo; zu verhindern) so bewertet? Die Liste von Kriegen seitens der westlichen &sbquo;Wertegemeinschaft&lsquo; ist leider sehr lang. Aber zu keinem Zeitpunkt hat man auf Kontakte zur Wissenschaft in dem jeweiligen Land verzichtet und macht das heute auch nicht in Bezug zum z.B. Iran. Selbstverst&auml;ndlich ist der Krieg in der Ukraine zu verurteilen (auch wenn es Sinn macht, die Hintergr&uuml;nde genau zu studieren) und es ist entsetzlich, welches Leid &uuml;ber die Bev&ouml;lkerung gebracht wird. Und nat&uuml;rlich ist auch dieser Krieg durch nichts zu rechtfertigen. Aber aus dem Charakter auch dieses Krieges als Angriffskrieg zu schlussfolgern, man muss alle Kooperationen mit russischen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen einfrieren oder abbrechen, ist f&uuml;r mich erschreckend. Die Hetze gegen alles &sbquo;Russische&lsquo; in den Medien erinnert mich an dunkle Zeiten in diesem Land. Diese Stellungnahmen &uuml;bertreffen alles, was ich zu Zeiten des Kalten Krieges erlebt habe.&ldquo; (10)<\/p><p>Die Antwort darauf folgte prompt aus der Feder eines anderen Freundes aus Jugendjahren (zu dritt arbeiteten wir in den 1970er Jahren gemeinsam in einem Verlagskollektiv), der nach seinem Magisterabschluss in Publizistik und Soziologie langj&auml;hrig im Mediengewerbe t&auml;tig war:<\/p><p>&bdquo;Deinen Furor solltest Du besser bremsen, der ist aus der Zeit gefallen! Putins Krieg ist gerade einmal 5 Tage alt, und er beginnt aus &Auml;rger, Frustration, Paranoia alle Hemmungen zu verlieren. L&auml;sst Schulen, Krankenh&auml;user, ja auch Universit&auml;ten angreifen. In so einer Situation zu sagen, Wissenschaft ist &sbquo;ideologiefrei&lsquo;, grenzt an Realit&auml;tsverschiebung in Putinschen Ausma&szlig;en. ALLE russischen Institutionen m&uuml;ssen sp&uuml;ren, dass die Putinsche Aggression weltweit ge&auml;chtet ist und sie mit im Boot sitzen. Bis sich hoffentlich bald der Aufstand der Anst&auml;ndigen manifestiert und Putin in seine Schranken weist, besser noch verjagt. Hat ja erstaunlicherweise historisch schon anderswo geklappt. Wenn die Wissenschaft sich hier wegduckt, ist das ein j&auml;mmerliches Versagen.&ldquo;<\/p><p>Wie schnell doch in heutigen Zeiten Gewissheiten &bdquo;verdunsten&ldquo; und kritischer (Rest-)Verstand wie das sprichw&ouml;rtliche Kind mit dem Bade ausgekippt wird!<\/p><div style=\"text-align: center\"><strong>*<\/strong><\/div><p>Was ist, was bleibt? Der erstmalig 1981 aufgetauchte Spruch &bdquo;Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin&ldquo; <em>(11)<\/em> ist vollends verbleicht. Was damals die Herzen friedensbewegter Menschen wohlig frohlocken lie&szlig;, ist 41 Jahre sp&auml;ter zu einem &bdquo;Stell Dir vor, es ist Krieg und viele stei&szlig;trommeln mit&ldquo; verkommen. &Uuml;ber die stromlinienf&ouml;rmige Ver(bl)&ouml;dung in den sogenannten Mainstream- oder Leitmedien ist auf diesen Seiten h&auml;ufig und ausf&uuml;hrlich berichtet worden. Das geht so weit, dass mittlerweile &ndash; wie beispielsweise in der <em>Berliner Zeitung<\/em> am 5. M&auml;rz geschehen &ndash; von in Deutschland grassierendem &bdquo;<strong>toxischem Pazifismus<\/strong>&ldquo; schwadroniert wird. <em>(12)<\/em> Die EU, offensichtlich auch ihrerseits auf Einhegung von Dissens und Protest erpicht, verbietet russische &bdquo;Feindsender&ldquo; <em>(13)<\/em>, als gewahrte sie eine unmittelbare St&ouml;rung von &ouml;ffentlicher Sicherheit und Ordnung. Alles gem&auml;&szlig; dem Motto: Krieg ist Frieden, Frieden schaffen mit noch mehr Waffen! Und: Denken Sie daran, wie lange das Geeiere dauerte, bis auch das Wirken der Bundeswehr in Afghanistan jenseits von &bdquo;humanit&auml;rem Einsatz&ldquo; und &bdquo;Mission&ldquo; als das bezeichnet wurde, was es von Anfang an war &ndash; ein <em>Krieg<\/em>seinsatz!<\/p><p>Dieser &bdquo;Neusprech&ldquo; wird gleicherma&szlig;en auch von der anderen Seite praktiziert. Am 5. M&auml;rz verabschiedete das russische Parlament ein Gesetz, das bei einer Ver&ouml;ffentlichung von &bdquo;Falschnachrichten&ldquo; &uuml;ber die russischen Streitkr&auml;fte Haftstrafen von bis zu 15 Jahren sowie hohe Geldbu&szlig;en vorsieht. Darunter f&auml;llt bereits die Nutzung von Begriffen wie &bdquo;Angriff&ldquo;, &bdquo;Invasion&ldquo; und &bdquo;Kriegserkl&auml;rung&ldquo; in der Berichterstattung &uuml;ber den Konflikt mit der Ukraine. Moskau selbst bezeichnet den Krieg lediglich als eine &bdquo;Sonderoperation&ldquo;. Auch der Aufruf zu Sanktionen gegen Russland und das Diskreditieren russischer Streitkr&auml;fte sind untersagt. Was George Orwell, der in den 1920er Jahren als kleiner Beamter der britischen Kolonialpolizei im fernen Birma\/Burma (heute Myanmar) mit seinem bereits 1949 ver&ouml;ffentlichten Buch <em>1984<\/em> gro&szlig; herauskam, weitere Steilvorlagen in Sachen Dystopie geliefert h&auml;tte.<\/p><p>Vergessen wir hier auf keinen Fall das weltweit gr&ouml;&szlig;te &bdquo;Freilichtgef&auml;ngnis&ldquo; und langj&auml;hrigen Hort der Dystopie &ndash; Gaza! Wer dort als Jugendlicher Steine auf die Besatzer wirft, ist buchst&auml;blich als &bdquo;Terrorist&ldquo; zum Abschuss freigegeben. Sein gleichaltriger Bruder in jedem x-beliebigen Ort der heutigen Ukraine wird f&uuml;r die gleiche Tat &uuml;berschw&auml;nglich als &bdquo;Freiheitsk&auml;mpfer&ldquo; gefeiert und genie&szlig;t garantiert eine zumindest auf Jahre gesicherte Existenz im Westen. Ach, wie viel Freude herrschte doch unerwartet unter Jugendlichen in Gaza, w&uuml;rde &bdquo;feministische Au&szlig;enpolitik&ldquo; auch und gerade dort einmal praktiziert und die Kiddies erhielten seitens der ansonsten larmoyanten Muttis von der Leyen, Baerbock und Lambrecht mal als kleines Spielzeug ein Steiff-Tierchen mit oder ohne Knopf im Ohr!<\/p><div style=\"text-align: center\"><strong>*<\/strong><\/div><p>K&uuml;rzlich schrieb der Jurist Peter Vonnahme auf diesen Seiten:<\/p><p>&bdquo;Der einzig angemessene Aufenthaltsort f&uuml;r so jemanden (wie Putin &ndash; RW) ist der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag. Dort k&ouml;nnte er sich mit amerikanischen Pr&auml;sidenten (z. B. Bush Vater und Sohn, Clinton, Obama) zum Spaziergang im Gef&auml;ngnishof treffen. Denn auch sie haben das V&ouml;lkerrecht mit F&uuml;&szlig;en getreten. Dieses elit&auml;re Treffen bleibt jedoch bis auf Weiteres ein Wunschtraum. Eine Strafverfolgung dieser Kriegsverbrecher ist derzeit nicht m&ouml;glich. Weder Russland noch die USA (und auch nicht die Ukraine!) haben bisher den Vertrag &uuml;ber den Internationalen Strafgerichtshof ratifiziert &ndash; und sie wissen warum. All die Schelme, die nach jahrelangem peinlichen Schweigen pl&ouml;tzlich so laut nach dem V&ouml;lkerrecht rufen, m&ouml;gen sich daf&uuml;r einsetzen, dass die genannten Staaten das &sbquo;Rom-Statut&lsquo; unterzeichnen!&ldquo; (14)<\/p><p>Eine sympathische Vorstellung zwar, wiewohl dies &ndash; leider &ndash; mitnichten geschehen wird. Eher ist damit zu rechnen, dass im Zuge von Flucht und Vertreibung infolge der Kriegswirren in der Ukraine sieben Jahre nach der ersten &bdquo;Willkommenskultur&ldquo; in Deutschland erneut Ausgrenzung, Sozialneid und vor allem rassistische Hetze und Antikommunismus Urst&auml;nde feiern. Schon jetzt werden Afrikaner daran gehindert, die Ukraine zu verlassen. Asylsuchende Menschen aus Syrien, Irak oder Afghanistan werden zunehmend schlechte Karten haben, &uuml;berhaupt erst nach Deutschland zu gelangen &ndash; von &uuml;ber das Mittelmeer Fl&uuml;chtenden ganz zu schweigen. <em>(15)<\/em> Und da bei vielen Menschen &ndash; ob bewusst oder unbewusst, sei dahingestellt &ndash; Putin als Gesch&ouml;pf der ehemaligen Sowjetunion wahrgenommen wird, kann sich die westdeutsche Staatsideologie der 1950er und 1960er Jahre, manifester Antikommunismus, aufs Neue austoben. <em>(16)<\/em> Nicht nur zeigt(e) sich die Judikative &ndash; eine auff&auml;llige Konstante westdeutscher Nachkriegspolitik &ndash; auf dem rechten Auge notorisch blind. Nat&uuml;rlich schwingen bei alledem auch Projektionen mit:<\/p><p>&bdquo;Die Deutschen haben mit den Russen ebenso ihr Issue wie mit den Juden; sie suchen in der Jetztzeit M&ouml;glichkeiten, die Last der Vergangenheit abzutragen, suchen, um ein Wort von Eike Geisel zu nehmen, Wiedergutwerdung. Die Ukrainer geraten den Deutschen dabei zum Stellvertretervolk, durch das die Nachfahren der T&auml;ter sich zum Opfer hin identifizieren k&ouml;nnen.&ldquo; (17)<\/p><p>&bdquo;Die Welt ist eben die H&ouml;lle&ldquo;, schrieb der Philosoph Arthur Schopenhauer, gleichzeitig einer der Gro&szlig;meister des Aphorismus, vor reichlich 170 Jahren &bdquo;und die Menschen sind einerseits die gequ&auml;lten Seelen und andererseits die Teufel darin.&ldquo; <em>(18)<\/em> Wir Nachgeborenen wissen sp&auml;testens seit dem 9. M&auml;rz &ndash; nicht lang&lsquo; ist&rsquo;s her &ndash; dass des &bdquo;Teufels&ldquo; Werk darin besteht, von der h&ouml;chstdotierten pf&auml;ffischen Silberlocke der Nation, Pastor Joachim Gauck, folgenden Qu&auml;lvers ungebeten vor den Latz geknallt bekommen zu haben:<\/p><p>&bdquo;Wir k&ouml;nnen auch einmal frieren f&uuml;r die Freiheit. Und wir k&ouml;nnen auch einmal ein paar Jahre ertragen, dass wir weniger an Lebensgl&uuml;ck und Lebensfreude haben.&ldquo; (19)<\/p><p>Tja, wer schon keine Qual hat, w&auml;hlt das omin&ouml;se <em>&bdquo;Wir&ldquo;, <\/em>um sich sogleich dahinter zu verstecken! Fragt sich nur noch in diesen vermaledeiten Zeiten, wann der <em>BILD<\/em>-hafte Furor Teutonicus<em> <\/em>mit der P&ouml;belschlagzeile aufwartet:<em> &bdquo;Kauft nicht bei Russen!&ldquo;<\/em><\/p><p><em>Anm.:<\/em> Lesenswerte Texte zur aktuellen Situation sowie zum Verh&auml;ltnis Russland\/Ukraine publizierten in diesen Tagen folgende US-Medien jenseits der sogenannten Corporate Media:<\/p><p><em>John-Janusz Ebel: <a href=\"https:\/\/www.counterpunch.org\/2022\/03\/08\/a-few-provisional-thoughts-on-putin-as-a-historical-figure\/\">A Few Provisional Thoughts on Putin as a Historical Figure<\/a> &ndash; CounterPunch.org * <\/em>; <em>Jonathan Cook: <a href=\"https:\/\/original.antiwar.com\/cook\/2022\/03\/02\/russia-ukraine-war-a-different-invasion-the-wests-same-madman-script\/\">Russia-Ukraine War: A Different Invasion, the West&rsquo;s Same &lsquo;Madman&rsquo; Script<\/a> &ndash; Antiwar.com *<\/em>; <em>Ted Galen Carpenter: <a href=\"https:\/\/www.newsweek.com\/us-nato-helped-trigger-ukraine-war-its-not-siding-putin-admit-it-opinion-1685554\">The U.S. and NATO Helped Trigger the Ukraine War. It&rsquo;s Not &lsquo;Siding With Putin&rsquo; to Admit It<\/a> * <\/em> &amp; <em>Andrew J. Bacevich: <a href=\"https:\/\/responsiblestatecraft.org\/2022\/03\/07\/the-end-of-history-again\/\">The &lsquo;end of history&rsquo; &hellip; again?<\/a> &ndash; Responsible Statecraft * <\/em> <\/p><p>Titelbild: zef art\/shutterstock.com<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/727d7297068b4a43be251071a9566813\" alt=\"\" title=\"\" width=\"1\" height=\"1\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Lohnenswert ist in diesem Zusammenhang die nochmalige Lekt&uuml;re der Schrift von Max Horkheimer: <em>Zur Kritik der instrumentellen Vernunft<\/em> (Frankfurt a. M. 1967: Fischer). Darin geht es dem namhaften Vertreter der Frankfurter Schule und ihrer kritischen Theorie um den Nachweis, dass zwischen der Unterdr&uuml;ckung der (inneren wie &auml;u&szlig;eren) Natur und intrahumanen Herrschafts- und Unterdr&uuml;ckungsformen ein Zusammenhang besteht &ndash; dergestalt, dass die Geschichte der Anstrengungen des Menschen, die Natur zu unterjochen, auch die Geschichte der Unterjochung des Menschen durch den Menschen ist und Naturbeherrschung mithin Menschenbeherrschung einschlie&szlig;t.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <em>Siehe dazu: Rainer Werning: Indonesien 1965-85: Lange Schatten des Terrors. M&uuml;nster 1985: WURF; Rainer Werning: <\/em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78580\">nachdenkseiten.de\/?p=78580<\/a>; <em>Walter Aschmoneit\/Rainer Werning (Hrsg.): Kampuchea &ndash; Lesebuch zur Geschichte, Gesellschaft, Politik. Illustrationen, Karten, Chronologien. M&uuml;nster 1981: SZD sowie Rainer Werning<\/em>: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/rainer-werning\/geisel-business\">freitag.de\/autoren\/rainer-werning\/geisel-business<\/a> &amp; <em>Rainer Werning: <\/em><a href=\"https:\/\/wissenschaft-und-frieden.de\/artikel\/verlierer-und-gewinner-im-geiselpoker\/\">wissenschaft-und-frieden.de\/artikel\/verlierer-und-gewinner-im-geiselpoker\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <em>John W. Whitehead &amp; Nisha Whitehead: The Rutherford Institute: Perpetual Tyranny: Endless Wars Are the Enemy of Freedom * <\/em><a href=\"https:\/\/www.rutherford.org\/publications_resources\/john_whiteheads_commentary\/perpetual_tyranny_endless_wars_are_the_enemy_of_freedom\">rutherford.org\/publications_resources\/john_whiteheads_commentary\/perpetual_tyranny_endless_wars_are_the_enemy_of_freedom<\/a> <em>&amp; The Rise of Global Fascism and the End of the World as We Know It * <\/em><a href=\"https:\/\/www.rutherford.org\/publications_resources\/john_whiteheads_commentary\/the_rise_of_global_fascism_and_the_end_of_the_world_as_we_know_it\">rutherford.org\/publications_resources\/john_whiteheads_commentary\/the_rise_of_global_fascism_and_the_end_of_the_world_as_we_know_it<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>]  Ebd.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <em>Costs of the 20-year war on terror: $8 trillion and 900,000 deaths | Brown University * <\/em><a href=\"https:\/\/www.brown.edu\/news\/2021-09-01\/costsofwar\">brown.edu\/news\/2021-09-01\/costsofwar<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <em>Nick Turse: War Torn &ndash; TomDispatch.com * <\/em><a href=\"https:\/\/tomdispatch.com\/war-torn\/\">tomdispatch.com\/war-torn\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] U.a.: <em>Stephan Gr&uuml;newald: Wie tickt Deutschland? Psychologie einer aufgew&uuml;hlten Gesellschaft<\/em>. K&ouml;ln 2019: Kiepenheuer &amp; Witsch<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <em>Psychologie: Ukraine-Krieg bereitet B&uuml;rgern Ohnmachtsgef&uuml;hle<\/em>, in: Rheinische Post Online, 3. M&auml;rz 2022 * <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/panorama\/deutschland\/psychologie-ukraine-krieg-bereitet-buergern-ohnmachtsgefuehle_aid-66813953\">rp-online.de\/panorama\/deutschland\/psychologie-ukraine-krieg-bereitet-buergern-ohnmachtsgefuehle_aid-66813953<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Ebd.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Dankenswerterweise stellte mittlerweile die <em><a href=\"http:\/\/www.offene-akademie.org\/\">Offene Akademie<\/a><\/em> diese Stellungnahme in vollem Wortlaut am<strong> <\/strong>9. M&auml;rz auf ihre Website: <em>Prof. Dr. Dr. h.c. Lorenz Ratke:<\/em> <a href=\"https:\/\/www.offene-akademie.org\/mit-zweierlei-mass-gemessen-zur-reaktion-der-deutschen-wissenschaftsorganisationen-auf-den-krieg-in-der-ukraine\/\">offene-akademie.org\/mit-zweierlei-mass-gemessen-zur-reaktion-der-deutschen-wissenschaftsorganisationen-auf-den-krieg-in-der-ukraine\/<\/a> &mdash; Der Autor war Leiter einer Arbeitsgruppe am Institut f&uuml;r Materialphysik im Weltraum beim <em>Deutschen Zentrum f&uuml;r Luft- und Raumfahrt (DLR),<\/em> die einen Leichtbeton entwickelte, der hinsichtlich W&auml;rmeleitf&auml;higkeit, Dichte und D&auml;mmeigenschaften herausragende Eigenschaften aufweist. Seine Charakteristik erh&auml;lt dieser sogenannte Aerogelbeton durch die Zugabe von Aerogelen in die Zementmischung. Sein letztes Buch verfasste Ratke gemeinsam mit seinem russischen Kollegen Pavel Gurikov und tr&auml;gt den Titel: <em>The Chemistry and Physics of Aerogels: Synthesis, Processing, and Properties. <\/em>Cambridge University Press, 2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/geschichte\/graffiti-stell-dir-vor-es-ist-krieg-und-keiner-geht-hin-a-1062067.html\">spiegel.de\/geschichte\/graffiti-stell-dir-vor-es-ist-krieg-und-keiner-geht-hin-a-1062067.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] <em> Jesko zu Dohna: Scheinheiliger Kurswechsel: In Deutschland grassiert toxischer Pazifismus *<\/em> <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wochenende\/scheinheiliger-kurswechsel-in-deutschland-grassiert-toxischer-pazifismus-li.215177\">berliner-zeitung.de\/wochenende\/scheinheiliger-kurswechsel-in-deutschland-grassiert-toxischer-pazifismus-li.215177<\/a> &mdash; Der Autor ist stellv. Chefredakteur der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] <em>Rainer Stadler: Russische Sender verboten &ndash; ein fragw&uuml;rdiger EU-Entscheid &ndash; infosperber * <\/em><a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/russische-sender-verboten-ein-fragwuerdiger-eu-entscheid\/\">infosperber.ch\/medien\/russische-sender-verboten-ein-fragwuerdiger-eu-entscheid\/<\/a> &mdash; Siehe in diesem Zusammenhang auch die zeitgem&auml;&szlig;e Publikation: <em>Thomas Klikauer: Media Capitalism: Hegemony in the Age of Mass Deception.<\/em> CH-Cham 2021: Palgrave Macmillan<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] <em>Peter Vonnahme: Putin geh&ouml;rt wie ehemalige US-Pr&auml;sidenten vor den Internationalen Strafgerichtshof * <\/em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81623\">nachdenkseiten.de\/?p=81623<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] <em>Urs P. Gasche: Warum behandelt Europa andere Fl&uuml;chtlinge anders? &ndash; infosperber * <\/em><a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/freiheit-recht\/menschenrechte\/warum-behandelt-europa-andere-fluechtlinge-anders\/\">infosperber.ch\/freiheit-recht\/menschenrechte\/warum-behandelt-europa-andere-fluechtlinge-anders\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Josef Foschepoth: Verfassungswidrig! Das KPD-Verbot im Kalten B&uuml;rgerkrieg. G&ouml;ttingen 2017: Vandenhoeck &amp; Ruprecht; <a href=\"http:\/\/portal.uni-freiburg.de\/herbert\/publikationen\/sonstige-publikationen\/foschepothverbot\">portal.uni-freiburg.de\/herbert\/publikationen\/sonstige-publikationen\/foschepothverbot<\/a> &amp; <a href=\"https:\/\/www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com\/aktuelles\/verfassungswidrig-zweite-auflage\">vandenhoeck-ruprecht-verlage.com\/aktuelles\/verfassungswidrig-zweite-auflage<\/a> &mdash; Bei diesem sich ann&auml;hernd f&uuml;nf Jahre hinziehenden Verfahren gab es nachweislich Absprachen der Karlsruher Verfassungsrichter mit der Bundesregierung, dem Kanzleramt sowie den Justiz- und Innenministern, wobei der Verfahrensablauf bis ins Detail festgelegt wurde. Selbst BVerfG-Pr&auml;sident Andreas Vo&szlig;kuhle sprach 2017 mit Blick auf das KPD-Verbot von einem &bdquo;Gesinnungs- und Weltanschauungsverbot&ldquo;.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>]  <em>Felix Bartels: Daheim ist, wo der Hauptfeind steht (Tageszeitung junge welt) * <\/em><a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/422482.krieg-in-der-ukraine-daheim-ist-wo-der-hauptfeind-steht.html\">jungewelt.de\/artikel\/422482.krieg-in-der-ukraine-daheim-ist-wo-der-hauptfeind-steht.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Arthur Schopenhauer: <em>Parerga und Paralipomena. Kleine Philosophische Schriften<\/em>. Zweite und betr&auml;chtlich vermehrte Auflage, aus dem handschriftlichen Nachlasse des Verfassers. Zweiter Band, Kapitel 12, <em>Nachtr&auml;ge zur Lehre vom Leiden der Welt,<\/em> &sect; 157, S. 653:<em> <\/em>e-artnow 2014<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/panorama\/fernsehen\/joachim-gauck-bei-maischberger-wir-koennen-auch-einmal-frieren-fuer-die-freiheit_aid-67007441\">rp-online.de\/panorama\/fernsehen\/joachim-gauck-bei-maischberger-wir-koennen-auch-einmal-frieren-fuer-die-freiheit_aid-67007441<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><em>Randnotizen zu Doppelmoral, Heuchelei, Sprachverluderung und zum Schwinden einer Diskussionskultur in Zeiten coronaler Kriegsstimmung.<\/em><br \/> Auf diesen Seiten erschien von unserem Autor <strong>Rainer Werning<\/strong> am 2. M&auml;rz sein letzter Text mit dem Titel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81430\">&bdquo;Im Amnesie-Taumel einer &sbquo;Zeitenwende&lsquo;&ldquo;<\/a>. Seitdem haben sich die Dinge im Kriegsschatten der Ukraine nochmals &ndash; mehr zum Schlechten als zum Guten &ndash;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82083\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":82075,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[171,11,161],"tags":[3041,1055,1564,3208,1163,893,2058,690,259,260],"class_list":["post-82083","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-militaereinsaetzekriege","category-strategien-der-meinungsmache","category-wertedebatte","tag-cancel-culture","tag-fluechtlinge","tag-krieg-gegen-den-terror","tag-kriegskosten","tag-meinungspluralismus","tag-militarisierung","tag-militaerisch-industrieller-komplex","tag-neusprech","tag-russland","tag-ukraine"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/shutterstock_2133193871.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82083","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=82083"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82083\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82088,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82083\/revisions\/82088"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/82075"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=82083"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=82083"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=82083"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}