{"id":8210,"date":"2011-02-04T09:22:42","date_gmt":"2011-02-04T08:22:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8210"},"modified":"2011-02-04T09:22:42","modified_gmt":"2011-02-04T08:22:42","slug":"hinweise-des-tages-1317","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8210","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen: Volksaufstand in &Auml;gypten; Euro-Krise; W&auml;hrung hat mit Ausgleich zu tun; wettbewerbsorientierte Stadtpolitik; Zahltag f&uuml;r die Investmentbanker;  Bruttoverdienste gesunken; die O2-Zentrale geh&ouml;rt seit gestern Arvato; &ldquo;Jede ehrliche Arbeit verdient Respekt&rdquo;; 2,50 Euro Stundenlohn beim DRK Senftenberg; Arbeit &ndash; sicher und fair! Aktionstag 24. Februar; Bringen wir das lebenswichtige Gut Wasser wieder in &ouml;ffentliche Hand!; Merkel stoppt Frauenquote; wie man eine falsche Terrorwarnung wieder zur&uuml;cknimmt; Richter, jetzt ist Zeit zum L&auml;rmen; Seitenwechsel von Kommissaren unterbinden!; Streit &uuml;ber den demokratischen Sozialismus; Wahlkampf-Zoff in Baden-W&uuml;rttemberg; Berlusconi: Portr&auml;t eines Regimes; berufsbegleitender Masterstudiengang &bdquo;Sozialwirtschaft&ldquo;; Bildungstradition h&auml;lt Praktiker von Uni fern; junge Talente werden gedem&uuml;tigt; zu guter Letzt: &bdquo;Ich bins Nuhr&ldquo;. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Volksaufstand in &Auml;gypten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Euro-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Heiner Flassbeck: W&auml;hrung hat mit Ausgleich zu tun<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Wettbewerbsorientierte Stadtpolitik ==&gt; Demokratie ausgehebelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Zahltag f&uuml;r die Investmentbanker <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Bruttoverdienste pro Besch&auml;ftigtem zwischen 2000 und 2010 real um vier Prozent gesunken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Die O2-Zentrale geh&ouml;rt seit gestern Arvato, 175 Mitarbeiter machen den Wechsel nicht mit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Wolfgang Franz: &ldquo;Jede ehrliche Arbeit verdient Respekt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">2,50 Euro Stundenlohn beim DRK Senftenberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Arbeit &ndash; sicher und fair! Aktionstag 24. Februar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Bringen wir das lebenswichtige Gut Wasser wieder in &ouml;ffentliche Hand!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Merkel stoppt Frauenquote: Ein schwaches St&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Wie man eine falsche Terrorwarnung wieder zur&uuml;cknimmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Heribert Prantl:  Richter, jetzt ist Zeit zum L&auml;rmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Aktion: Seitenwechsel von Kommissaren unterbinden!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Demokratischer Sozialismus: Landtag streitet &uuml;ber Ypsilanti<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Wahlkampf-Zoff in Baden-W&uuml;rttemberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Berlusconi: Ein Portr&auml;t des Regimes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Berufsbegleitender Masterstudiengang &bdquo;Sozialwirtschaft&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Bildungstradition h&auml;lt Praktiker von Uni fern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Bildungsstipendien: Junge Talente werden gedem&uuml;tigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Zu guter Letzt: &bdquo;Ich bins Nuhr&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8210&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Volksaufstand in &Auml;gypten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>F&uuml;r ein Handgeld in den Schl&auml;gertrupp<\/strong><br>\nSie k&auml;mpfen mit Eisenstangen, Messern und Kn&uuml;ppeln: F&uuml;r ein paar Euro Lohn ziehen arme Saisonarbeiter in den Stra&szlig;enkampf f&uuml;r Husni Mubarak. Hinter ihnen stecken Parteisoldaten, Beamte, Sicherheitskr&auml;fte&nbsp;&ndash; und reiche Gesch&auml;ftsleute mit &uuml;ppigen Staatsauftr&auml;gen.<br>\nDie blutigen Zusammenst&ouml;&szlig;e in Kairo zeigen, dass l&auml;ngst nicht alle 80 Millionen &Auml;gypter Pr&auml;sident Husni Mubarak st&uuml;rzen und mit Wahlen einen Neustart wollen. Viele sind dem herrschenden System stark verhaftet und bereit, daf&uuml;r zu k&auml;mpfen &ndash; mit aller Brutalit&auml;t. Am Donnerstagnachmittag st&uuml;rmten einem Bericht des Fernsehsenders Al-Arabija zufolge Anh&auml;nger Mubaraks Hotels in Kairo und machten Jagd auf Journalisten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,druck-743298,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong>  Das w&auml;re hierzulande nicht anders. Jene, die in den letzten 20 Jahren ihren Anteil am Volkseinkommen gewaltig erh&ouml;ht haben, sichern sich jetzt schon ihre Macht durch Tricks und Meinungsmache\/PR. Siehe dazu die Beitr&auml;ge in den NDS <a href=\"\/?p=8206\">hier<\/a> und <a href=\"\/?p=8203\">hier<\/a>.<br>\nSie w&uuml;rden ihre Macht auch durch Gewalt sichern. In einer Reihe von Staaten haben wir das schon erlebt: den Aufstand der Oberschicht, versteckt hinter einem Mittelstand. Wir sollten nicht so tun, als w&auml;re dies hierzulande nicht m&ouml;glich. Vorerst geschieht es vornehm. &Uuml;ber die Konzentration von Medienmacht.<br>\nDen Trick &bdquo;Zeitgewinnen&ldquo;, der in den fr&uuml;heren NachDenkSeiten-Beitr&auml;gen als parallele Aktion von Mubarak und Mappus skizziert wurde, hat der Korrespondent des ZDF, Ossenberg, gestern f&uuml;r &Auml;gypten best&auml;tigt. Die gestiegenen Umfragewerte f&uuml;r die CDU und die FDP in Baden-W&uuml;rttemberg zeigen, dass der Trick auch hierzulande funktioniert. Siehe unten<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Das Regieren bis zum Tod ist vorbei&rdquo;<\/strong><br>\nNoch spielt das Milit&auml;r eine wichtige Rolle. Aber auch das wird sich erledigen, meint der Politologe Amr Hamzawy. Dass der Aufstand eine islamistische Wende nehmen k&ouml;nnte, glaubt er hingegen nicht<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F02%2F02%2Fa0092&amp;cHash=1feb9e0ac4\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>B&uuml;rgerwehren sichern Viertel<\/strong><br>\nNach den wochenlangen Aussschreitungen in Kairo sorgt die Bev&ouml;lkerung selbst f&uuml;r Ordnung: Anwohner organisieren sich in Milizen und gehen gegen Pl&uuml;nderer und Geheimpolizisten vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/buergerwehren-sichern-viertel\/-\/1472596\/7148862\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Das b&ouml;se Wort mit M<\/strong><br>\nWollte man Guido Westerwelles Erkl&auml;rungen zur Politik gegen&uuml;ber &Auml;gypten vom 31. 1. f&uuml;r bare M&uuml;nze nehmen, so h&auml;tten wir in unsrem Au&szlig;enminister einer wahren Champion in Sachen Kampf f&uuml;r die Menschenrechte vor uns. Im Interview mit dem Deutschlandfunk beharrte Westerwelle darauf, dass er anl&auml;sslich seines Besuchs in &Auml;gypten 2010 gegen&uuml;ber Pr&auml;sident Husni Mubarak &ldquo;auch stets die B&uuml;rgerrechte und die Menschenrechte angesprochen und auch deren Einhaltung angemahnt hat&rdquo;. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie der Au&szlig;enminister im vertrauten Gespr&auml;ch mit dem &auml;gyptischen Potentaten ganz am Ende seiner langen Gespr&auml;chsliste sich dieser Pflicht entledigt hat. Wie mitreisende deutsche Journalisten versichern, hat es Westerwelle w&auml;hrend seines Besuchs konsequent vermieden, das l&auml;stige M-Wort &ouml;ffentlich in den Mund zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/das-boese-wort-mit-m\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirtschaft am Nil: Die Armen profitieren von &Auml;gyptens Reformen nicht<\/strong><br>\nEin wesentlicher Grund f&uuml;r den Volksaufstand in &Auml;gypten ist die wirtschaftliche Situation des Landes. Das Land am Nil hat seine Wirtschaft erst sp&auml;t liberalisiert. Das Wachstum hat sich zwar beschleunigt, aber die Arbeitslosigkeit ist hoch und die Armut gro&szlig; geblieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C\/Doc~EA27ED172E44A4185B52C007AFD8B2CB7~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><strong>EU h&auml;tschelt Diktatoren<\/strong><br>\nWestliche Regierungen halten unterdessen an ihrer verst&auml;ndnisvollen Haltung gegen&uuml;ber dem Regime in Kairo fest. &raquo;Wir verurteilen alle, die Gewalt aus&uuml;ben oder dazu ermuntern&laquo;, hei&szlig;t es diplomatisch ausgewogen in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung, die Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit ihren Amtskollegen aus Frankreich, Gro&szlig;britannien, Italien und Spanien am Donnerstag ver&ouml;ffentlichte. &raquo;Nur ein z&uuml;giger und geordneter &Uuml;bergang zu einer Regierung, die sich auf eine breite Basis st&uuml;tzt, wird es erm&ouml;glichen, die Herausforderungen, vor denen &Auml;gypten heute steht, zu bew&auml;ltigen.&laquo; Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Jan van Aken, warf der Bundesregierung deshalb vor, die Regime in &Auml;gypten, Tunesien und anderen L&auml;ndern jahrzehntelang &raquo;gehegt und gepflegt&laquo; zu haben. So habe Deutschland seit dem Jahr 2000 R&uuml;stungsexporte nach &Auml;gypten im Wert von &uuml;ber 270 Millionen Euro genehmigt. &raquo;Wer Waffen an Diktatoren liefert, macht sich mitschuldig an Unterdr&uuml;ckung, Zensur und Menschenrechtsverletzungen&laquo;, erkl&auml;rte er. Auch Gr&uuml;nen-Fraktionschef J&uuml;rgen Trittin warf der Bundesregierung vor, die Demonstranten in &Auml;gypten nicht entschieden genug zu unterst&uuml;tzen. Die Bundesregierung solle Kairos Botschafter einbestellen und ihm klarmachen, da&szlig; man das Regime Mubaraks vor dem Hintergrund der Gewalt&shy;eskalation nicht weiter unterst&uuml;tze. Zudem m&uuml;&szlig;ten alle R&uuml;stungsexporte nach &Auml;gypten gestoppt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-04\/064.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Aufstand am Nil &ndash; Demokratie muss warten<\/strong><br>\nWichtiger als ein &uuml;bereilter Systemwechsel in &Auml;gypten ist die Stabilit&auml;t der gesamten Region. Das Land darf nicht in einer &ldquo;defekten Demokratie&rdquo; enden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:aufstand-am-nil-demokratie-muss-warten\/60006916.html%20\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Welche Anma&szlig;ung der ftd, nach dem jahrzehntelangen Paktieren der westlichen &ldquo;Eliten&rdquo; mit den &auml;gyptischen Kleptokraten dem &auml;gyptischen Volk vorschreiben zu wollen, dass die Demokratie in &Auml;gypten &ldquo;warten muss&rdquo;. Der ftd-Beitrag spricht dem &auml;gyptischen Volk zwar nicht grunds&auml;tzlich das Recht auf eine im Sinne der ftd &ldquo;echte&rdquo; Demokratie ab, zwischen den Zeilen l&auml;sst sie jedoch deutlich erkennen, dass ihr die &auml;gyptische Demokratie keine Herzensangelegenheit ist. Zumindest eine gewisse Ehrlichkeit kann man diesem ftd-Beitrag nicht absprechen, dr&uuml;ckt er doch das aus, was der Gro&szlig;teil der westlichen &ldquo;Eliten&rdquo; denkt. Diese f&uuml;rchten, dass ihnen nun die Felle davonschwimmen k&ouml;nnten. In dem ftd-Beitrag hei&szlig;t es: &ldquo;Es ist die zivilgesellschaftlich gewendete Variante jenes Dominoeffekts, den die Regierung Bush seinerzeit im Irak mit Gewalt ansto&szlig;en wollte &ndash; und dabei so schrecklich versagte.&rdquo; Das ist der blanke Hohn! Bush und Konsorten waren eifrigst damit besch&auml;ftigt, die demokratischen Strukturen in den USA zu demontieren. An echter Demokratie in den arabischen Staaten hatte diese Clique keinerlei Interesse, bestenfalls an einer Scheindemokratie, die nach der Pfeife der US-Neokonservativen tanzen sollte. Die ftd schreibt zu dem vom Westen und Israel nicht anerkannten Ergebnis der demokratischen Wahlen und der damit verbundenen Missachtung des pal&auml;stinensischen W&auml;hlerwillens im Gaza-Streifen: &ldquo;Die Pal&auml;stinenser verfielen in eine Art B&uuml;rgerkrieg, die Hamas &uuml;bernahm den Gaza-Streifen und begann ihren Raketenterror gegen Israel.&rdquo; Das ist eine sehr einseitige Interpretation der damaligen Vorg&auml;nge. Dieser B&uuml;rgerkrieg wurde auch vom Westen und von Israel mitgesch&uuml;rt. Der Hamas wurde nicht die geringste Chance einger&auml;umt zu zeigen, ob mit ihr eine Verhandlungsl&ouml;sung m&ouml;glich ist. Siehe hierzu den von Znet ver&ouml;ffentlichten Guardian-Beitrag aus dem Jahre 2008: <a href=\"http:\/\/www.zmag.de\/artikel\/jimmy-carter-draengt-das-unterwuerfige-europa\/?searchterm=carter\">&ldquo;Jimmy Carter dr&auml;ngt das &ldquo;unterw&uuml;rfige&rdquo; Europa&rdquo;<\/a>.Die doppelz&uuml;ngige Politik der westlichen &ldquo;Eliten&rdquo; gegen&uuml;ber den arabischen Staaten und v.a. gegen&uuml;ber den dort lebenden Menschen d&uuml;rfte zu den ma&szlig;geblichen Ursachen des Erstarkens der radikalislamistischen Kr&auml;fte z&auml;hlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Regime scheint sich auf die Niederschlagung der Proteste vorzubereiten<\/strong><br>\nDas &auml;gyptische Regime spielt alle M&ouml;glichkeiten aus, die Protestbewegung zu unterdr&uuml;cken. Der entscheidende Tag d&uuml;rfte der Freitag werden, an dem wieder Massenproteste stattfinden sollen und das Ultimatum der Protestbewegung f&uuml;r den R&uuml;cktritt Mubaraks abl&auml;uft.<br>\nKeine guten Nachrichten sind es, dass nun Sicherheitskr&auml;fte und der Mob vor allem seit heute gezielt Jagd auf Journalisten machen, diese pr&uuml;geln, festnehmen und ihre Kameras vernichten. Auch in das nahe am Tahrir-Platz gelegene Hilton-Ramses-Hotel sind Sicherheitskr&auml;fte eingedrungen und durchsuchen es nach Reportern und Kameras. Von dem Hotel aus haben ausl&auml;ndische Reporter immer wieder Filme &uuml;ber die Geschehnisse auf dem Platz gemacht, auf dem sich auch Morgen wieder die Proteste in Kairo konzentrieren werden. Zudem wurden auch Mitarbeiter von Menschenrechtsorganisationen verhaftet, darunter auch von Amnesty International und Human Rights Watch.<br>\nDas d&uuml;rfte bedeuten, dass morgen die Protestbewegung zerschlagen werden soll und man dies m&ouml;glichst ohne Bilder machen will. Das erinnert alles nicht nur an die Niederschlagung der Proteste im Iran, sondern auch in Myanmar. Und das w&auml;ren keine erfreulichen Aussichten, zumal die westlichen Regierungen es weiterhin vorziehen, als mahnende Beobachter zuzuschauen. Auch damals hatten viele Menschen auf Ver&auml;nderungen im Iran und in Myanmar gehofft, danach kehrte wieder Friedhofsruhe ein. Bei &Auml;gypten liegt der Fall aber anders, hier h&auml;tten die westlichen Regierungen und vor allem das Wei&szlig;e Haus Interventionsm&ouml;glichkeiten, sie k&ouml;nnten beispielsweise die Geldh&auml;hne zudrehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/149198\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Al Jazeera<\/strong><br>\nWenn Sie sich &uuml;ber den demokratischen Aufstand rund um die Uhr durch Live-Schaltungen zu Korrespondenten und Demonstrationsteilnehmern in Wort und Bild unterrichten wollen, dann schauen Sie den <a href=\"http:\/\/english.aljazeera.net\/watch_now\/\">Live-Stream von Al Jazeera im Internet<\/a>.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Euro-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sparen, sparen, Spanien<\/strong><br>\nSpaniens Wirtschaft liegt am Boden, die Arbeitslosigkeit schnellt &uuml;ber 20 Prozent, Spekulanten wetten gegen den Euro-Krisenstaat. Premier Zapatero verordnet seinem Land einen brutalen Sparkurs &ndash; und Angela Merkel lobt ihn daf&uuml;r.&nbsp;Wenn der&nbsp;Plan scheitert, fliegt die W&auml;hrungsunion wohl auseinander.<br>\nSozialist Zapatero gibt den Brachialsanierer.<br>\nDie Chancen, das Haushaltsdefizit dieses Jahr auf die geplanten sechs Prozent zu dr&uuml;cken, stehen nicht schlecht.<br>\nUnd Merkel lobt ausdr&uuml;cklich seine Bem&uuml;hungen: &ldquo;Ich glaube, dass in der letzten Zeit ganz Gro&szlig;artiges geleistet wurde, wichtige Reformen, die die Zukunft Spaniens in eine bessere Richtung lenken werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,743378-2,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal dieser wirschafts- und finanzpolitisch eindimensionalen auf das Sparen fixierten Artikel. Die Spanische Wirtschaft stagniert im Jahr 2010, <a href=\"http:\/\/www.finanzwirtschafter.de\/8177-das-wachstum-im-euro-raum-verlangsamt-sich\/\">seit 18 Monaten herrscht Rezession<\/a>. Die Arbeitslosenquote liegt &uuml;ber 20 Prozent, bis 2012 wird voraussichtlich jeder f&uuml;nfte Erwerbsf&auml;hige ohne Job bleiben. Trotz des brachialen Sparkurses stufen die Ratingagenturen Spaniens Kreditw&uuml;rdigkeit herab.<br>\nWarum wohl? Weil mit Sparen allein die Schulden nicht kleiner werden und schon gar nicht zur&uuml;ckbezahlt werden k&ouml;nnen. Wer soll den in einer Rezession die Steuereinnahmen erh&ouml;hen? Wer soll bei drastischen Gehaltsk&uuml;rzungen und Abbau von Sozialleistungen den Binnenkonsum ankurbeln? Die Teufelsspirale nach unten geht weiter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsch-franz&ouml;sische Spiele<\/strong><br>\nDie Finanzkrise hat vieles ver&auml;ndert in der Welt und wirtschaftspolitische Tabus ausger&auml;umt, die unverr&uuml;ckbar schienen wie einst die Berliner Mauer. Nun schafft sie auch ein neues Europa. Am Freitag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatspr&auml;sident Nicolas Sarkozy auf dem EU-Gipfel in Br&uuml;ssel ihre Pl&auml;ne f&uuml;r einen gro&szlig;en Schritt zu einer europ&auml;ischen Wirtschaftsregierung pr&auml;sentieren &ndash; gemeinsam und vereint, wie aus deutschen Regierungskreisen verlautete. Diese Harmonie zwischen Berlin und Paris bei diesem Reizthema ist ein Durchbruch, der nur durch die Zuspitzung der Schuldenkrise in der W&auml;hrungsunion m&ouml;glich war. Lange Zeit marschierten Deutsche und Franzosen getrennt. Sarkozy dr&auml;ngte schon fr&uuml;h auf eine Wirtschaftsregierung f&uuml;r die W&auml;hrungsunion, weil er sich davon ein politisches Gegengewicht zur Europ&auml;ischen Zentralbank erhoffte. Schon deswegen war der Gedanke Merkel suspekt. Schlie&szlig;lich gibt es in Deutschland nichts Schlimmeres, als die Unabh&auml;ngigkeit der Notenbank in Frage zu stellen. Au&szlig;erdem warnte die Kanzlerin vor einer Zwei-Klassen-Gesellschaft in der EU, wenn die 17 Euro-Staaten als geschlossene Gruppe marschierten und die anderen zehn Mitglieder folgen m&uuml;ssten. Wenn &uuml;berhaupt, dann wollte sich Merkel auf eine Wirtschaftsregierung mit allen 27 einlassen.<br>\nDie &ouml;konomischen Erfolge Deutschlands f&uuml;hrt sie auf die Lohnzur&uuml;ckhaltung und auf harte Strukturreformen wie die Rente mit 67 zur&uuml;ck. Und genau diese deutsche Rosskur m&ouml;chte sie Italien, Griechenland und Spanien verschreiben. Daf&uuml;r m&uuml;ssen Politikfelder vergemeinschaftet werden, die bislang die Nationalstaaten bestimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/deutsch-franzoesische-spiele\/-\/1472780\/7148550\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Endlich kann Sarkozy seinen restriktiven Kurs gegen die franz&ouml;sischen Arbeitnehmer mit Europa begr&uuml;nden &ndash; nur ob diese mit ihrem ausgepr&auml;gten Streikrecht da mitspielen? Jedenfalls hat er erst einmal g e g e n die franz&ouml;sichen Gewerkschaften Deutschland und die Merkel im Kreuz. Dabei w&auml;re auch der &ldquo;umgekehrte&rdquo; Weg m&ouml;glich, die deutschen Lohnkosten &ouml;konomisch angemessen den franz&ouml;sischen anzupassen &ndash; durch ein besseres Streikrecht! ( siehe dazu &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/gewerkschaft\/erfahrung\/polstreik_bahl.html\">Export&uuml;berschuss und ein politischer Streik f&uuml;r Deutschland &ndash; dringend erforderlich<\/a>&rdquo; )<\/em><\/p><\/li>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><\/p>\n<li><strong>M&uuml;nchau &ndash; Pl&auml;doyer gegen ein deutsches Europa<\/strong><br>\nVielleicht will Angela Merkel mit ihrem Vorsto&szlig; zur Bildung einer Wirtschaftsregierung nur ihr Image verbessern. Vielleicht will sie aber auch davon ablenken, dass sie zum Fortbestand der Krise beitr&auml;gt.<br>\nMerkel will die Rente mit 67 im Euro-Raum durchsetzen. Und die Hartz-Reformen. Und die Schuldenbremse nat&uuml;rlich auch. Merkels Vorschl&auml;ge f&uuml;r ein deutsches Europa sind in der Nachkriegsgeschichte einzigartig. Ich w&uuml;rde erwarten, dass es zu gewaltt&auml;tigen Auseinandersetzungen kommt, wenn man versuchen w&uuml;rde, diese Vorschl&auml;ge im Ministerrat an den nationalen Parlamenten vorbei umzusetzen. Wir w&auml;ren dann nicht mehr weit entfernt von der Prognose Lord Dahrendorfs, des vor Kurzem verstorbenen anglodeutschen liberalen Vordenkers. Dahrendorf warnte in den 90er-Jahren davor, der Euro w&uuml;rde die europ&auml;ischen V&ouml;lker nicht zusammenf&uuml;hren, sondern entzweien.<br>\nDie Bundeskanzlerin ist mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit einigen Marktteilnehmern auf den Leim gegangen, die glauben, die Krise sei schon vorbei.<br>\nOhne eine L&ouml;sung der Krise brauchen wir uns &uuml;ber die Nachkrisenzeit keine gro&szlig;en Gedanken machen, denn es wird keine wirkliche Nachkrisenzeit geben &ndash; sondern nur eine weiter schwelende Krise.<br>\nDie notwendige und hinreichende L&ouml;sung der europ&auml;ischen Schuldenkrise ist daher eine Rekapitalisierung und Schrumpfung des Bankensektors. Der Vorschlag einer gemeinsamen Rente mit 67 ist ein schlechter Witz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-muenchau-plaedoyer-gegen-ein-deutsches-europa\/60006221.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Wolfgang M&uuml;nchau verwendet viel Gehirnschmalz auf die Beantwortung der Frage, was Merkel dazu veranlasst haben k&ouml;nnte, pl&ouml;tzlich eine von ihr bisher bek&auml;mpfte Wirtschaftsregierung f&uuml;r Europa zu fordern. Die Antwort d&uuml;rfte sich recht einfach gestalten: Blendet man die blumigen Formulierungen aus, mit denen Merkel versuchen wird, eine europ&auml;ische Wirtschaftsregierung zu Hause und in den &uuml;brigen europ&auml;ischen Staaten schmackhaft zu machen, dann reduziert sich eine eigentlich sinnvolle Idee auf den ideologischen Kern von Schwarz-Gelb: Ziel Merkels und der &uuml;brigen schwarz-gelben Strippenzieher ist es, die konservativ-neoliberale Ideologie in den europ&auml;ischen Institutionen noch fester zu verankern, als dies ohnehin bereits heute der Fall ist. Die schwarz-gelbe Bundesregierung w&auml;hnt sich auf europ&auml;ischer B&uuml;hne stark genug, den &uuml;brigen EU-Staaten und den dort lebenden Menschen die neoliberale deutsche Agenda aufn&ouml;tigen zu k&ouml;nnen: &ldquo;Rente mit 67&rdquo;, &ldquo;flexible&rdquo; Arbeitsm&auml;rkte, reale Lohnsenkungen, Hartz IV etc. Insbesondere f&uuml;r die europ&auml;ischen Arbeitnehmer (sofern diese nicht zu den Spitzenverdienern z&auml;hlen), Rentner und Arbeitslosen verhei&szlig;t dies keine gute Entwicklungsperspektive.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: W&auml;hrung hat mit Ausgleich zu tun<\/strong><br>\nDie Spekulation mit Zinsdifferenzen ist zur dominierenden Macht an den Devisenm&auml;rkten geworden, schreibt &Ouml;konom Heiner Flassbeck. Insofern ist die Einf&uuml;hrung des Euro eine richtige Entscheidung gewesen.<br>\nIn der EWU kann der Ausgleich nur geschehen, indem in Deutschland die L&ouml;hne im Verh&auml;ltnis zur Produktivit&auml;t st&auml;rker steigen als in den Defizitl&auml;ndern. Das dagegen regelm&auml;ssig ins Feld gef&uuml;hrte Argument, das sei in einer Marktwirtschaft gar nicht m&ouml;glich, weil der Arbeitsmarkt ja ein Markt sei und sich deswegen nicht vom Staat dirigieren lasse, f&uuml;hrt in die Irre.<br>\nDenn das deutsche Experiment in Sachen Lohnzur&uuml;ckhaltung war insgesamt gesehen ja keineswegs erfolgreich. Fast das gesamte magere Wachstum der letzten zehn Jahre ist dem Zuwachs des Export&uuml;berschusses zuzurechnen, w&auml;hrend die Binnenkonjunktur vollkommen lahmt. Es ist das eingetreten, was aufgekl&auml;rte &Ouml;konomInnen immer vorhergesagt haben: Man kann mit Lohndumping zwar den Nachbarn Marktanteile abjagen, wenn dies nicht durch eine Aufwertung der W&auml;hrung ausgeglichen wird, man verliert aber bei der Binnenkonjunktur mehr, als man beim Export gewinnt. Zudem ist der Exporterfolg nicht nachhaltig, weil die Nachbarn irgendwann nicht mehr in der Lage sind, ihre Schulden weiter zu erh&ouml;hen.<br>\nDiese Zeit ist jetzt gekommen, wo selbst Deutschland dr&auml;ngt, die anderen m&uuml;ssten ihre Schulden abbauen und zu diesem Zweck ihre L&ouml;hne relativ oder sogar absolut senken. Das muss aber zulasten Deutschlands gehen, weil nicht einer seine Defizite abbauen und der andere seine &Uuml;bersch&uuml;sse behalten kann. Was wiederum zwingend bedeutet, dass in Deutschland die L&ouml;hne &uuml;ber so viele Jahre st&auml;rker steigen m&uuml;ssen, bis in den anderen L&auml;ndern die Wettbewerbsf&auml;higkeit wieder hergestellt ist.<br>\nWer nicht glaubt, dass der &laquo;perfekte deutsche Arbeitsmarkt&raquo; das zustande bringt, muss eine staatliche Operation bef&uuml;rworten, die den deutschen Arbeitsmarkt wieder entflexibilisiert. Wer das nicht will, muss f&uuml;r einen Austritt der Defizitl&auml;nder aus der EWU eintreten, was eine riesige Aufwertung der neuen deutschen W&auml;hrung (also einen Lohnanstieg in internationaler W&auml;hrung) nach sich ziehen muss. Wer auch das ablehnt, muss daf&uuml;r eintreten, dass Deutschland die Defizitl&auml;nder auf alle Zeiten alimentiert. Wer das alles nicht will, hat den wirtschaftspolitisch relevanten Teil der Makro&ouml;konomie einfach nicht verstanden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/2011\/nr04\/wirtschaft\/20301.html\">WOZ<\/a>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong> <\/p>\n<p><strong>W&auml;hrungspolitik: Nicht mehr so naiv<\/strong><br>\nMichel Camdessus, Exchef des Internationalen W&auml;hrungsfonds, fordert, dass Politiker das Auf und Ab der Wechselkurse eind&auml;mmen:<br>\n&ldquo;Bisher haben im IWF das Management und der Aufsichtsrat das Sagen. K&uuml;nftig sollten die strategischen Entscheidungen von den Finanzministern selbst gef&auml;llt werden. Wenn ein solcher Ministerrat eingerichtet ist, sollten die Finanzministerrunde der G20 und der IWF-Rat verschmolzen werden. Es w&auml;ren ja ohnehin dieselben Leute. Der Fonds w&auml;re letztlich in den H&auml;nden der Staats- und Regierungschefs. &hellip; Weil er die Legitimit&auml;t und die Autorit&auml;t des IWF st&auml;rken w&uuml;rde. Wir brauchen eine Instanz, die auf globaler Ebene f&uuml;r Stabilit&auml;t sorgt. Das bedeutet auch, dass der Fonds mit einem umfassenderen Mandat ausgestattet werden muss. Bislang k&uuml;mmert er sich vor allem um Fragen der Zahlungsbilanz. Er sollte aber f&uuml;r die gesamte finanzielle und monet&auml;re Sph&auml;re zust&auml;ndig sein, auch f&uuml;r die &Uuml;berwachung der globalen Kapitalstr&ouml;me. Sie sind in den vergangenen Jahren so stark angeschwollen, dass es f&uuml;r einzelne L&auml;nder immer schwieriger wird, ihre Wirtschaft vor ihnen zu sch&uuml;tzen. &hellip; Ein wichtiger Punkt sind die Wechselkurse. Auf den Devisenm&auml;rkten kommt es immer wieder zu exzessiven Schwankungen. Ursache daf&uuml;r kann eine falsche Wirtschaftspolitik sein, oft aber hat der Kurs der W&auml;hrungen mit den &ouml;konomischen Rahmendaten nichts zu tun. Das gilt auch f&uuml;r die gro&szlig;en W&auml;hrungen. Sie k&ouml;nnen die Bewegungen des Euro-Dollar-Kurses mit makro&ouml;konomischen Faktoren allein nicht erkl&auml;ren. Hier spielen spekulative Aktivit&auml;ten eine Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/05\/Interview-Camdessus\">Die Zeit<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wettbewerbsorientierte Stadtpolitik ==&gt; Demokratie ausgehebelt<\/strong><br>\nIm Jahre 2001 wurde vom NABU die Kampagne &ldquo;Nachbar Natur&rdquo; ins Leben gerufen. Seitdem sind viele Schriften zum Themenkomplex Siedlungsentwicklung verfasst worden. Inzwischen sind wir 10 Jahre weiter und die Bundesrepublik Deutschland ein von neoliberaler Politik gezeichnetes Land. Ein neuer Aufsatz mit dem Titel Die neoliberale Stadt im globalen Wettbewerb? analysiert auf feine Weise die wettbewerbsorientierte Stadtpolitik, die uns nur allzu bekannt mit all ihren Begleiterscheinungen ist.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nabu-ka.de\/05\/aktuelles\/aktuelles.htm\">NABU (Kurzfassung)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nabu.de\/downloads\/NABU-Impuls-StadtLandFlaeche\/NABU-Impuls_SLF_122010_NABU.pdf\">NABU (Langfassung) [PDF &ndash; 476 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zahltag f&uuml;r die Investmentbanker<\/strong><br>\nDie neuen Verg&uuml;tungssysteme sollen Exzesse verhindern, doch f&uuml;r 2010 werden die Boni-Banker wieder reichlich beschert. In der Investmentbanker-Hochburg London w&auml;chst die Wut. Und nicht nur dort. Mindern die neuen Regeln tats&auml;chlich die Risiken?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen-maerkte\/zahltag-fuer-die-investmentbanker-455316\/print\/\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bruttoverdienste pro Besch&auml;ftigtem zwischen 2000 und 2010 real um vier Prozent gesunken <\/strong><br>\nDie L&ouml;hne und Geh&auml;lter in Deutschland sind zwischen 2000 und 2010 weit hinter den Gewinn- und Kapitaleinkommen zur&uuml;ckgeblieben. Die durchschnittlichen Bruttoverdienste pro Besch&auml;ftigtem sind real &ndash; also nach Abzug der Inflation &ndash; im vergangenen Jahrzehnt sogar gesunken: 2010 lagen sie um vier Prozent niedriger als im Jahr 2000. Zu diesem Ergebnis kommt der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Dr. Reinhard Bispinck, im neuen Tarifpolitischen Jahresbericht des WSI. Sieben Mal, 2001 sowie in den sechs Jahren zwischen 2004 und 2009, mussten die Besch&auml;ftigten Reallohnverluste hinnehmen. Lediglich in drei Jahren gab es reale Zuw&auml;chse, zuletzt 2010.<br>\nDeutlich besser sieht es bei der Entwicklung der tariflichen L&ouml;hne und Geh&auml;lter aus, so Bispincks Analyse: Sie lagen am Ende des Jahrzehnts real um knapp sieben Prozent h&ouml;her als am Anfang. Allerdings blieb auch das Wachstum der durchschnittlichen Tarifl&ouml;hne hinter dem Anstieg von Produktivit&auml;t und Preisen zur&uuml;ck.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/547_112500.html\">WSI Tarifarchiv<\/a><br>\nDie ausf&uuml;hrliche Analyse steht hier (pdf):<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2011_02_6.pdf\">Ausf&uuml;hrliche Analyse [PDF &ndash; 172 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_ta_jb_2010.pdf\">Tarifpolitischer Jahresbericht 2010 komplett im Wortlaut [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die O2-Zentrale geh&ouml;rt seit gestern Arvato, doch 175 Mitarbeiter machen den Wechsel nicht mit<\/strong><br>\n&bdquo;Die Arbeit im O2-Call-Center ist nichts f&uuml;r Leute mit schwachen Nerven.<br>\nIn 285 Sekunden muss jeder Gespr&auml;chspartner im Schnitt abgefertigt sein &ndash; inklusive Begr&uuml;&szlig;ung und Nacharbeit. Ob der Anrufer gerade einen Wutanfall hat oder eine Frage zum Telefontarif, die &bdquo;Agenten&ldquo; m&uuml;ssen immer freundlich bleiben. Acht-Stunden-Schichten, Tag und Nacht, an Ostern und Weihnachten m&uuml;ssen sie vor dem Telefon sitzen. Bisher, so sagen die Bediensteten des Teltower O2-Callcenters, seien sie f&uuml;r ihre Arbeit anst&auml;ndig bezahlt worden. Das d&uuml;rfte sich in absehbarer Zeit &auml;ndern. Seit gestern geh&ouml;rt das Callcenter zum Medienkonzern Bertelsmann &ndash; ein klassischer Fall von Outsourcing. Und Arvato hat bereits angek&uuml;ndigt, dass nach einem Jahr die Geh&auml;lter um mindestens 20 Prozent sinken werden. Die Teltower Belegschaft hat die Ank&uuml;ndigung als Kampfansage aufgefasst. Jetzt probt sie den Aufstand. Arvato hat gestern um Punkt 12 Uhr ein weitgehend leeres Callcenter &uuml;bernommen. Von 193 O2-Angestellten haben rund 175 Widerspruch gegen die Betriebs&uuml;bernahme eingelegt und sind daher nicht zu Arvato gewechselt. Nur ein Dutzend Wechselwilliger und rund 50 Zeitarbeiter meldeten sich gestern bei Arvato. Die 175 Rebellen wurden von<br>\nO2 bis auf Weiteres freigestellt &ndash; sie beziehen ihr Gehalt bis zur Kl&auml;rung der Angelegenheit&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maerkischeallgemeine.de\/cms\/beitrag\/12004536\/60889\/Wirtschaft-Die-O-Zentrale-gehoert-seit-gestern-Arvato.html\">M&auml;rkische Allgemeinen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wolfgang Franz: &ldquo;Jede ehrliche Arbeit verdient Respekt&rdquo;<\/strong><br>\nDeutschland muss seine Investitionen auf die Bildung konzentrieren. Und mit einem Kombilohnmodell am Arbeitsmarkt mehr Anreize f&uuml;r Arbeitslose schaffen, sich eine Besch&auml;ftigung zu suchen. Das betont der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Professor Wolfgang Franz, der Gastredner auf dem Gesch&auml;ftsfkundenforum der Bank 1 Saar und der Volksbank Neunkirchen war.<br>\nFranz: Ein solches Kombilohnmodell k&ouml;nnte vorsehen, dass Empf&auml;nger des Arbeitslosengeldes II, die auf dem ersten Arbeitsmarkt t&auml;tig sind, wesentlich mehr als bisher von diesem Zuverdienst behalten d&uuml;rfen. Also beispielsweise 50 Prozent anstatt derzeit nur 20 Prozent. Das schafft st&auml;rkere Anreize, eine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu suchen und aufzunehmen. Gleichzeitig k&ouml;nnte das Modell eine K&uuml;rzung des Regelsatzes um 30 Prozent vorsehen. Es muss zwar sichergestellt sein, dass jeder Berechtigte nach wie vor den ungek&uuml;rzten Regelsatz erhalten kann. Aber der Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld II muss daf&uuml;r arbeiten. Denn das Arbeitslosengeld II ist keine Versicherungsleistung, sondern eine F&uuml;rsorgeleistung der Gesellschaft. Zu deren Finanzierung tragen die Krankenschwester und der Bauarbeiter mit ihrer Steuerzahlung bei. Daher haben diese Personen einen Anspruch auf eine Gegenleistung in der Form, dass die Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld II wirklich intensiv eine Arbeit suchen und Arbeitspl&auml;tze annehmen, gegebenenfalls zun&auml;chst einmal in Arbeitsgelegenheiten bei Kommunen oder Wohlfahrtsverb&auml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/sz-berichte\/wirtschaft\/Jede-ehrliche-Arbeit-verdient-Respekt;art2819,3617503\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.S.:<\/strong> Es wird dem Leser des Interviews suggeriert, dass Arbeit da ist: &ldquo;Das schafft st&auml;rkere Anreize, eine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu suchen und aufzunehmen&rdquo;. Gleichzeitig sollen den nicht Suchenden oder Arbeit Aufnehmenden die Regels&auml;tze um 30% gek&uuml;rzt werden. (Also unter das Existenzminimum, wie es das Bundesverfassungsgericht definiert hat. WL)Gering verdienende Gruppen werden mal wieder gegeneinander ausgespielt: &ldquo;Den das ALG II ist keine Versicherungsleistung, sondern eine F&uuml;rsorgeleistung der Gesellschaft. Zu deren Finanzierung tragen die Krankenschwester und der Bauarbeiter mit ihrer Steuerzahlung bei.&rdquo; D. h. der Respekt wird durch F&uuml;rsorgeleistungen der Gesellschaft gezollt. Wo bleibt das Selbstwertgef&uuml;hl eines Menschen, der 160 Stunden im Monat arbeitet und F&uuml;rsorgeleistungen der Gesellschaft zum &Uuml;berleben ben&ouml;tigt? In der Tat verdient jede ehrliche Arbeit Respekt und das f&auml;ngt an, dass man die arbeitenden Menschen ordentlich entlohnt. F&uuml;r meine Begriffe ist da schon ein Mindestlohn von 8,50 EUR viel zu gering. Betrachtet man den Kombilohn mal in etwas gr&ouml;&szlig;eren Zusammenh&auml;ngen, dann ist das doch nichts anderes als eine indirekte Subventionierung von Arbeitgebern, die keine ad&auml;quaten L&ouml;hne zahlen und deren Arbeitnehmer dann von der Gesellschaft mit entlohnt werden. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>2,50 Euro Stundenlohn beim DRK Senftenberg <\/strong><br>\nDas DRK Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) soll &ldquo;Ehrenamtliche&rdquo; f&uuml;r 2,60 Euro pro Stunde besch&auml;ftigen. Dies ergaben Recherchen mehrerer Brandenburger Medien. Demnach sind die Mitarbeiter offenbar seit Jahren vor allem im Fahrdienst besch&auml;ftigt. Betroffen seien vor allem Rentner und Hartz IV-Empf&auml;nger, die teilweise auf eine sp&auml;tere Festanstellung hoffen. Offiziell werden die Mitarbeiter als &ldquo;Ehrenamt mit Aufwandsentsch&auml;digung&rdquo; gef&uuml;hrt. Dagegen w&uuml;rden verschiedene Auftraggeber des DRK nach Angaben der &ldquo;Lausitzer Rundschau&rdquo; durchaus Preise zahlen, die zumindest eine Anstellung als Geringverdienen m&ouml;glich machten. Das DRK wollte sich bislang nicht zu den Vorw&uuml;rfen &auml;u&szlig;ern. Bei der Kreisverwaltung, in deren Auftrag das DRK teilweise t&auml;tig ist, hie&szlig; es demnach, die Bezahlung der Mitarbeiter sei der der Auftragsvergabe kein Kriterium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinerumschau.com\/news.php?id=7803&amp;title=2%2C50+Euro+Stundenlohn+beim+DRK+Senftenberg&amp;storyid=1001296722646\">Berliner Umschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeit &ndash; sicher und fair! Aktionstag 24. Februar<\/strong><br>\nDie wirtschaftliche Erholung nach der Finanzkrise schafft kaum sichere Arbeitspl&auml;tze &ndash; Leiharbeit, befristete Besch&auml;ftigung und unsichere Arbeit nehmen zu. Die Arbeitgeber missbrauchen die Leiharbeit. Lohndumping ist die Folge.<br>\nBefristete Besch&auml;ftigung w&auml;chst in einem unertr&auml;glichen Ma&szlig;e an. Fast 10 Prozent der Besch&auml;ftigten arbeiten inzwischen nur noch befristet. Jede zweite Neueinstellung erfolgt mit einem befristeten Arbeitsvertrag. Vor allem junge Menschen bezahlen hierf&uuml;r den Preis &ndash; sie finden nach der Ausbildung oder nach dem Studium nur unsichere Arbeit. Und Viele &ndash; vor allem Frauen &ndash; werden in schlecht bezahlte und befristete Arbeit oder unfreiwillige Teilzeit gedr&auml;ngt.<br>\nScheinselbstst&auml;ndigkeit durch Werkvertr&auml;ge und Dienstleistungen werden verst&auml;rkt genutzt, um neue Formen unsicherer Besch&auml;ftigung zu schaffen.<br>\nWir wollen f&uuml;r alle Menschen Gute Arbeit &ndash; sicher und fair!\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110204_kaum_mehr_regulaere_jobs.jpg\" alt=\"Kaum noch regul&auml;re Jobs\"><\/p>\n<p>Eine Umfrage der IG Metall unter Betriebsr&auml;ten hat gezeigt: Fast jede zweite neue Stelle wurde mit LeiharbeiterInnen besetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/aktionstag-leiharbeit\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bringen wir das lebenswichtige Gut Wasser wieder in &ouml;ffentliche Hand!<\/strong><br>\nAuf einer Pressekonferenz erl&auml;uterten am 17. Januar 2011 Vertreter des Berliner Wassertischs, von Attac Deutschland und des Vereins &bdquo;Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand&ldquo;, warum es notwendig ist, am 13. Februar am Volksentscheid teilzunehmen und mit Ja zu stimmen. Sie waren bem&uuml;ht, alle Fragen rund um den Volksentscheid zu beantworten. Die Dokumentarfilmerin Leslie Franke informierte &uuml;ber den Veolia-Verbotsantrag gegen den Film &bdquo;Water makes Money&ldquo;. Wir ver&ouml;ffentlichen hier die Pressemappe als Gesamtdokument sowie in Einzelteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/berliner-wassertisch.net\/content\/presse\/presse.php\">Berliner Wassertisch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung D.H.:<\/strong> In dem Hinweis zum Wasser-Volksentscheid geben Sie als Quelle nur die Berliner Morgenpost an. Die Berliner Morgenpost ist ein Produkt der Springer-Presse und in dem schon etwas &auml;lteren Artikel (23. November 2010) kommt zum Ausdruck, dass der Volksentscheid ja gar nicht mehr notwendig sei:<br>\n&laquo; Obwohl der Senat die umstrittenen Vertr&auml;ge zur Teilprivatisierung der Wasserbetriebe mittlerweile offengelegt hat, &hellip; &raquo;<br>\n&laquo; &hellip; der Volksentscheid kann aber in dieser Stufe des Verfahrens nicht mehr gestoppt werden. &bdquo;Wir m&uuml;ssen trotzdem dar&uuml;ber abstimmen, weil es so in der Verfassung steht&ldquo; &raquo;<br>\nAu&szlig;erdem wird in dem Artikel die Meinung des Innensenators K&ouml;rting wiedergegeben, dass der Gesetzentwurf der B&uuml;rgerinitiative teilweise verfassungswidrig sei, &uuml;ber den am 13. Februar abgestimmt werden soll.<br>\nIch m&ouml;chte Sie bitten, auch die Internetseite der B&uuml;rgerinitiative angeben, und zwar die Seite, auf der es Presseinformationen zum Volksentscheid gibt. Auf dieser Seite findet man Begr&uuml;ndungen, warum der Volksentscheid notwendig ist, trotz der Einw&auml;nde des Innensenators K&ouml;rting.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Merkel stoppt Frauenquote: Ein schwaches St&uuml;ck<\/strong><br>\nManchmal stellt sich das leise Unbehagen ein, dass die Bundeskanzlerin Politik in einer Weise neu definiert, die einfach nicht zu fassen ist. Ihr Regierungssprecher durfte verk&uuml;nden, dass es nun doch nichts wird mit der gesetzlichen Frauenquote in der Wirtschaft. Auch wer nicht zu denen geh&ouml;rt, die mehr weibliche Spitzenjobs in Dax-Vorst&auml;nden als den letzten Schrei der Emanzipation begreifen, muss nach dieser lapidaren Mitteilung sagen: Das ist schon ein schwaches St&uuml;ck. Europe will die Quote, Ursula von der Leyen will sie, sogar Frauenministerin Kristina Schr&ouml;der will sie ein bisschen. Und alle Journalistinnen dieser Republik wollen sie schon deswegen, weil es in der &bdquo;Spiegel&ldquo;-Redaktion mehr schwule Ressortleiter gibt als weibliche.<br>\nDie Wirtschaft, die zehn Jahre Zeit f&uuml;r freiwillige Regelungen hatte, soll also &bdquo;eine zweite Chance&ldquo; bekommen. Tja, die h&auml;tte manche alleinerziehende Mutter f&uuml;r einige Tage auch gern, wenn ihr Kind Windpocken hat. Das schw&auml;chste St&uuml;ck des ganzen Vorgangs ist indes seine polit-philosophische Verbr&auml;mung. Merkel suche einen &bdquo;pragmatischen Weg, der aber das Ziel nicht aus den Augen verliert&ldquo;. Es trifft zu, dass Merkel nie ihr Ziel aus den Augen verliert, internen &Auml;rger zu vermeiden. Eine lebensnahe Haltung zur Steigerung weiblicher Macht ist hier nicht zu erkennen. Kann sein, dass die Kanzlerin findet: Eine an der Spitze, das reicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/merkel-stoppt-frauenquote-ein-schwaches-stueck\/3792246.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon paradox, wie wir einerseits mit dem Finger auf die Situation der Frau z.B. in islamischen L&auml;ndern zeigen &ndash; in Afghanistan u.a. ein beliebtes Argument f&uuml;r den Verbleib der ausl&auml;ndischen Truppen &ndash; in Europa aber, speziell im politischen Deutschland seit Jahren Stillstand herrscht (!). Nat&uuml;rlich haben wir hierzulande nicht mit einer hohen weiblichen Analphabetenrate zu k&auml;mpfen wie vielen Entwicklungsl&auml;ndern, das sollte uns aber nicht daran hindern, einzugestehen, dass auf unserem Niveau Stillstand Versagen hei&szlig;t und in der Frauenfrage noch viel zu tun. Leider ist es so, dass Personen in F&uuml;hrungspositionen aus diesen Positionen oft die falschen Schl&uuml;sse ziehen. Ein gutes Beispiel hierf&uuml;r ist Gerhard Schr&ouml;der, der offensichtlich meinte, weil er dann irgendwann mit dem Kapital per Du war, w&auml;re der Klassenkampf gewonnen. Ebenso d&uuml;rfte Frau Merkel wie alle Aufsteiger insgeheim glauben, was sie geschafft haben, w&auml;re auch allen anderen m&ouml;glich. Das mag das Verhalten mancher Frauen individualpsychologisch erkl&auml;ren, aber aus Sicht einer &uuml;bergeordneten Ebene, n&auml;mlich des Gemeinwohls, ist es vollkommen unverst&auml;ndlich, dass die &bdquo;Ressource Frau&ldquo; so wenig genutzt wird. Sowohl seitens der Betriebswirtschaft wie auch der Volkswirtschaft wird dadurch auf die Steigerung unseres Produktivit&auml;tspotenzials verzichtet, auf das Deutschland soviel beschworen angewiesen ist. Nat&uuml;rlich sind solche Argumente aus menschrechtlicher Perspektive zu verwerfen, aber im heutigen Kapitalismus d&uuml;rfte das Argument einer m&ouml;glichen Profitsteigerung durch die Einf&uuml;hrung einer Frauenquote vielleicht am ehesten punkten. In Norwegen sollen die Unternehmen, die eine Quote f&uuml;r Aufsichtsr&auml;te einf&uuml;hren mussten, seitdem eine h&ouml;here Produktivit&auml;t aufweisen. Deutschland ist wieder einmal Schlusslicht in dieser Debatte, denn Spanien, Frankreich, Schweden, Island und die Niederlande folgen dem norwegischen Beispiel.<br>\nSiehe auch <a href=\"http:\/\/www.frauenrat.de\/deutsch\/infopool\/informationen\/informationdetail\/back\/11\/article\/-8ac2951944.html\">hier<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.bmfsfj.de\/RedaktionBMFSFJ\/Broschuerenstelle\/Pdf-Anlagen\/Aktion_C3_A4rinnen-fordern-Gleichberechtigung,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf\">hier [PDF &ndash; 2.6 MB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie man eine falsche Terrorwarnung wieder zur&uuml;cknimmt<\/strong><br>\nBeachtlich ist, wie sich de Maiziere in seiner Stellungnahme zur &ldquo;aktuellen Bedrohungslage&rdquo; (4) m&uuml;hsam herauszuwinden sucht, um seine Glaubw&uuml;rdigkeit und die Berechtigung des Terroralarms nicht in Frage zu stellen. Ganz staatsm&auml;nnisch m&uuml;ssen die Entscheidungen auch im Nachhinein gerechtfertigt werden. Jetzt also kann die &ldquo;&ouml;ffentlich wahrnehmbare polizeiliche Pr&auml;senz&rdquo; zur&uuml;ckgefahren werden, sagt de Maiziere, der aber gleich wieder betont, dass deswegen nat&uuml;rlich &ldquo;kein Anlass zur Entwarnung besteht&rdquo;. Sch&ouml;n wird wieder einmal mit den &ouml;ffentlich wahrnehmbaren und den &ouml;ffentlich nicht wahrnehmbaren Ma&szlig;nahmen jongliert, was aber auch deutlich macht, dass die &ouml;ffentlich wahrnehmbaren Ma&szlig;nahmen vornehmlich eine Demonstration f&uuml;r die B&uuml;rger sind. Fast schon kom&ouml;dienreif ist der Versuch, wie de Maiziere den Ende November angeblich geplanten Anschlagsplan, der vor allem f&uuml;r den Terroralarm herhalten musste, gleichzeitig als glaubw&uuml;rdige Bedrohung und als Ente darzustellen versucht. Alles ist nat&uuml;rlich ganz richtig und hoch professionell geschehen:<br>\n&ldquo;Dank der intensiven Zusammenarbeit der Sicherheitsbeh&ouml;rden des Bundes und der L&auml;nder, aber auch dank der Kooperation auf internationaler Ebene konnten die damit im Zusammenhang stehenden m&ouml;glichen Gef&auml;hrdungen zwischenzeitlich ausermittelt werden.&rdquo;<br>\nAusermittelt, ein wundersch&ouml;nes Wort daf&uuml;r, dass es sich nur um eine Seifenblase gehandelt hat, nur gut, dass diese angeblich von einem ausl&auml;ndischen Geheimdienst gekommen sein soll, der Bundesinnenminister hat seinen Laden im Griff, die Sicherheitsbeh&ouml;rden leisten eine &ldquo;hervorragende gemeinsame Arbeit&rdquo;, die immer auch einmal in der Ausermittlung besteht. Ansonsten taucht man wieder unter und sorgt angeblich heimlich f&uuml;r die Sicherheit der B&uuml;rger:<br>\n&ldquo;Zu den restlichen Hinweisen, auch neuen Hinweisen: In diesen, auch neuen, F&auml;llen haben die Sicherheitsbeh&ouml;rden des Bundes und der L&auml;nder konkrete Ermittlungsans&auml;tze, die intensiv, aber zur Zeit eben besser verdeckt verfolgt werden; hierzu bedarf es keiner offenen und &ouml;ffentlichkeitswirksamen Ma&szlig;nahmen.&rdquo;- Es wird Zeit, dass Politiker in Regierungsverantwortung, zumal in demokratisch legitimierter, auch einmal wie erwachsene Menschen auftreten, die auch mal zugeben und daraus lernen k&ouml;nnen, irrt&uuml;mlich, falsch oder voreilig gehandelt zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/34\/34125\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Heribert Prantl:  Richter, jetzt ist Zeit zum L&auml;rmen<\/strong><br>\nCDU und FDP fahren gegen den SPD-Justizminister in Rheinland-Pfalz das schwerste Gesch&uuml;tz auf, das in der Politik aufgefahren werden kann. Anzuklagen ist aber auch das System, das die Unabh&auml;ngigkeit der Justiz verh&ouml;hnt.<br>\nJustizminister Bamberger in Mainz hat daher ganz schnell und in der Pause zwischen zwei Terminen einem parteinahen Mann eine Ernennungsurkunde &uuml;bergeben, die ihn zum Pr&auml;sidenten des Oberlandesgerichts Koblenz bef&ouml;rderte. Das war nicht gerade elegant; &uuml;blicherweise laufen die Dinge subtiler. Dem Mitbewerber, der zwar ein CDU-Parteibuch hatte, aber auch f&uuml;r das Amt die bessere Qualifikation und die gr&ouml;&szlig;ere Erfahrung, blieb das Nachsehen &ndash; obwohl er angek&uuml;ndigt hatte, vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen.<br>\nAber dann f&auml;llte das Bundesverwaltungsgericht eine unerwartete, ja sensationelle Entscheidung: Es machte bei diesem Spiel nicht mehr mit; es hob die Ernennung auf und verpflichtete den Minister, ein neues Bewerbungsverfahren durchzuf&uuml;hren. Seit kurzem liegt die Begr&uuml;ndung dieses Urteils vor; sie liest sich wie eine Abwatschung des Justizministers. Diese Abreibung hat er verdient.<br>\nDas deutsche Justizsystem aber w&uuml;rde es verdienen, dass nicht nur ein dreister Missbrauch des Bef&ouml;rderungswesens angeprangert, sondern dass dieses ganze Bef&ouml;rderungsunwesen demokratisch und rechtsstaatlich renoviert wird. Mehr noch: Die Abh&auml;ngigkeit der Justiz von einem Ministerium ist zu beenden. Die deutsche Justiz muss sich selbst verwalten, so wie das in vielen EU-L&auml;ndern l&auml;ngst Standard ist. Selbstverwaltung hei&szlig;t: Die Justiz verhandelt mit den Finanzministern &uuml;ber ihren Haushalt und vertritt ihre Forderungen im Parlament; und ein Justizwahlausschuss (besetzt mit Richtern und Parlamentariern) hat die letzte Entscheidung in Personalfragen. Dann braucht man keinen Justizminister mehr; eine Anklage gegen ihn er&uuml;brigt sich dann auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/rheinland-pfalz-klage-gegen-justizminister-richter-jetzt-ist-zeit-zum-laermen-1.1054796\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Aktion: Seitenwechsel von Kommissaren unterbinden!<\/strong><br>\nAm 10. Februar diskutieren EU-Kommission und die Spitzen des Europaparlaments &uuml;ber einen neuen Verhaltenskodex f&uuml;r EU-Kommissarinnen und Kommissare. Auch der neue Entwurf erlaubt ehemaligen Kommissaren, rasch in eine Lobbyt&auml;tigkeit zu wechseln &ndash; mit minimalen Einschr&auml;nkungen. Wir fordern die Abgeordneten auf, sich f&uuml;r deutliche Versch&auml;rfungen des Kodex einzusetzen. Bitte unterst&uuml;tzen Sie unsere Aktion mit Ihrer Unterschrift !<br>\nDas EU-Parlament hat bisher gro&szlig;en Druck auf die Kommission ausge&uuml;bt, ihren Verhaltenskodex zu erneuern. Sie d&uuml;rfen sich jetzt von der EU-Kommission nicht mit diesem schwachen Entwurf abspeisen lassen. Unterschreiben Sie deshalb unseren offenen Brief an die Fraktionsvorsitzenden und den Parlamentspr&auml;sidenten, in dem wir sie auffordern, den Verhaltenskodex in zentralen Punkten zu ver&auml;ndern. Unterschreiben Sie schnell, denn die &bdquo;Konferenz der Pr&auml;sidenten&ldquo; ber&auml;t schon n&auml;chste Woche. Die Aktion schlie&szlig;t am Dienstag, 8. Februar, um 18:00 Uhr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2011\/02\/aktion-seitenwechsel-von-eu-kommissaren-unterbinden\/\">Lobbycontrol<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Demokratischer Sozialismus: Landtag streitet &uuml;ber Ypsilanti<\/strong><br>\nEine hitzige Debatte &uuml;ber Kommunismus und Sozialismus haben sich die Fraktionen im hessischen Landtag geliefert. CDU und FDP wollten die SPD zwingen, sich von &Auml;u&szlig;erungen ihrer fr&uuml;heren Landeschefin &uuml;ber einen &bdquo;demokratischen Sozialismus&ldquo; zu distanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/rhein-main\/landtag-streitet-ueber-ypsilanti\/-\/1472796\/7147166\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Bericht &uuml;ber die Debatte im hessischen Landtag belegt eigentlich nur auf welch unterirdischem Niveau die Diskussionen in einem Parlament gelandet sind. Die konservativen und reaktion&auml;ren Parteien treiben ihr ewiges Spiel mit dem Anti-Kommunismus, egal ob gegen die <a href=\"\/?p=7950\">Linkspartei oder gegen die SPD<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wahlkampf-Zoff in Baden-W&uuml;rttemberg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>SWR erkl&auml;rt Gr&uuml;ne zu Zwei-Themen-Partei<\/strong><br>\nDer Sender bittet nur den Sozialdemokraten Nils Schmid zum TV-Duell mit CDU-Ministerpr&auml;sident Mappus. Nach dem Protest der Gr&uuml;nen bietet Mappus einen Kompromiss an, den die Gr&uuml;nen annehmen wollen &ndash; aber der SWR nicht.<br>\nPikant an der SWR-Entscheidung ist jedoch auch, dass Mappus fr&uuml;heren &Uuml;berlegungen des Senders, eine Dreier-Runde CDU\/Gr&uuml;ne\/SPD eine Absage erteilt hatte. Nach dem Aufschrei der Gr&uuml;nen zeigte er sich am Mittwochabend kompromissbereit: Er sei auch zu zwei Duellen bereit, einmal mit Schmid, einmal mit Kretschmann. F&uuml;r die Gr&uuml;nen sei das eine akzeptable L&ouml;sung, sagte ein Parteisprecher am Donnerstagmorgen dieser Zeitung. F&uuml;r SWR-Chef Zei&szlig; ist das jedoch nicht inakzeptabel: &ldquo;Mit einem doppelten Duell w&uuml;rde der Spitzenkandidat der CDU unweigerlich die doppelte Aufmerksamkeit bekommen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/swr-erklaert-gruene-zu-zwei-themen-partei\/-\/1472596\/7151136\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<p>Dazu:<\/p>\n<li><strong>Baden-W&uuml;rttemberg-Trend&nbsp;Schwarz-Gelb und Rot-Gr&uuml;n gleichauf<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2801836_0_2479_-aktuelle-umfrage-schwarz-gelb-und-rot-gruen-gleichauf.html?_print=1\">Stuttgarter Zeitung<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir scheinen mit unserer Prognose wieder einmal Recht zu behalten: Gei&szlig;lers Schlichtung rettet <a href=\"\/?p=7592\">Mappus das Amt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Berlusconi: Ein Portr&auml;t des Regimes<\/strong><br>\nSeit knapp zwei Jahren beherrschen die Skandalgeschichten &uuml;ber die Sexaff&auml;ren von Silvio Berlusconi die italienische Politik und die Berichterstattung der Medien. Nun besch&auml;ftigt sich auch die Justiz damit und hat ein Ermittlungsverfahren gegen den italienischen Premierminister wegen Amtsmissbrauch und F&ouml;rderung der Prostitution eingeleitet. Eine feministische Analyse der gesellschafts- und geschlechterpolitischen Bedeutung von Berlusconis vermeintlich privaten Sexaff&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2011\/04\/42489.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Berufsbegleitender Masterstudiengang &bdquo;Sozialwirtschaft&ldquo;<\/strong><br>\nWirtschaftliche Kompetenzen gewinnen im stark wachsenden Sozialbereich zunehmend an Bedeutung. Die Hochschule Esslingen reagiert: in Kooperation mit der Parit&auml;tischen Bundesakademie und Parit&auml;tischen Akademie S&uuml;d bietet sie zum Sommersemester den berufsbegleitenden Masterstudiengang &bdquo;Sozialwirtschaft&ldquo; an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=407572\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Wernicke:<\/strong> &ldquo;Die Sozialwirtschaft ist ein Sektor, der in den letzten Jahrzehnten und selbst in Zeiten der Krise durch hohes Wachstum und steigende Besch&auml;ftigungszahlen gekennzeichnet ist.&rdquo; Gruslig, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Bildungstradition h&auml;lt Praktiker von Uni fern <\/strong><br>\nNur wenige gelangen &uuml;ber den zweiten oder dritten Bildungsweg an die Hochschule. Einer &Ouml;ffnung der Unis f&uuml;r Menschen mit Berufserfahrung statt Abitur steht die deutsche Bildungstradition entgegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_112481.html\">B&ouml;ckler-Impuls<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Bildungsstipendien: Junge Talente werden gedem&uuml;tigt<\/strong><br>\nJungen Menschen mit herausragenden F&auml;higkeiten muss der R&uuml;cken gest&auml;rkt werden&ldquo;, hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan gesagt, als sie den Startschuss zu ihrem &bdquo;Deutschlandstipendium&ldquo; gab. Seit langem ist das in der Kritik: weil auch Kinder wohlhabender Eltern es bekommen sollen, weil es den Unis wieder neue Arbeit aufhalst, weil allein Werbung und Verwaltung f&uuml;nf Millionen Euro kosten. Schavan aber macht deutlich, dass Leistung etwas kosten darf. Peinlich nur, dass gerade jetzt bekannt wird, dass sie den Leistungsanreiz f&uuml;r Baf&ouml;g-Empf&auml;nger &ndash; den besten 30 Prozent wurde ein Teil ihrer Schulden erlassen &ndash; gestrichen hat.<br>\nDie Sparsumme ist unbedeutend klein. Bedeutend ist der Vorgang vielmehr, weil Schavan damit symbolisches Kapital umverteilt. Dem Baf&ouml;g-Empf&auml;nger wird das Leistungsprinzip genommen, damit nur noch &bdquo;Deutschlandstipendiaten&ldquo; damit gl&auml;nzen k&ouml;nnen. So wird &bdquo;jungen Menschen mit herausragenden F&auml;higkeiten&ldquo; nicht &bdquo;der R&uuml;cken gest&auml;rkt&ldquo;. So werden sie gedem&uuml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/junge-talente-werden-gedemuetigt\/3790390.html\">Tagespiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu auch:<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Deutschlandstipendium: Zum Start nur 1000 Stipendien<\/strong><br>\nZum Auftakt fiel das Geld vom Himmel. Im Audimax der Humboldt-Uni warfen Studierende selbst gestaltete 300-Euro-Scheine mit dem Bild von Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) von der Empore. Dazu riefen sie: &bdquo;Baf&ouml;g f&uuml;r alle.&ldquo; Hundertfach flog die Kritik den G&auml;sten der Auftaktveranstaltung zum &bdquo;Deutschlandstipendium&ldquo; am Dienstag in den Scho&szlig;: Von dem Begabtenstipendium profitierten vor allem Studierende aus bildungsnahen Elternh&auml;usern, erkl&auml;ren die Aktivisten. Die Beteiligung der Wirtschaft werde dazu f&uuml;hren, dass vorrangig wirtschaftsnahe F&auml;cher gef&ouml;rdert werden.<br>\nSchavan berief sich auf die soziale Komponente des Programms. Es gehe nicht nur um die besten Studienleistungen, sondern darum, &bdquo;interessante, engagierte junge Leute zu f&ouml;rdern, die ihre M&ouml;glichkeit zur Gestaltung der Gesellschaft wahrnehmen&ldquo;. Die Hochschulen sollen bei der Auswahl neben guten Noten auch soziales Engagement oder &bdquo;besondere famili&auml;re Umst&auml;nde&ldquo; wie einen Migrationshintergrund ber&uuml;cksichtigen. Doch das ist eine Kann-Bestimmung. F&uuml;r ihren Anteil von 150 Euro monatlich pro Stipendium, f&uuml;r den sie zudem eine kr&auml;ftige Steuerentlastung bekommen, haben Unternehmen ein gewichtiges Wort bei der Platzierung. Sie k&ouml;nnen bestimmen, in welchen F&auml;chern ihre Stipendiaten studieren sollen. Die Telekom etwa, die 360 Stipendien stiftet, investiert in Mathematik, Informatik und Technik. Doch die Wirtschaft reagiert zur&uuml;ckhaltend. Das Ziel von 10.000 Stipendiaten bis zum Jahresende erscheint unrealistisch. Stipendien sagten am Dienstag zwar auch BASF (100) und Allianz (25) zu. Laut Stifterverband liegen derzeit aber erst rund 1000 feste Zusagen vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/zum-start-nur-1000-stipendien\/3790110.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: &bdquo;Ich bins Nuhr&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/m\/1296726487\/radio\/wdr2kabarett\/wdr2kabarett_nuhr_20110203_1050.mp3\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Nachdenkseiten-Lesers:<\/strong> Offensichtlich ist Nuhr die Kritik an seinem &ldquo;Satiregipfel&rdquo; nicht verborgen geblieben und deswegen meinete er im WDR-Podcast zur&uuml;ckschlagen zu m&uuml;ssen. Ich habe noch gedacht, der tut nur so doof, aber anscheinend glaubt er den Quatsch, welchen er von sich gibt, wirklich.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit diesem &bdquo;kabarettistischen Beitrag&ldquo; k&ouml;nnte sich Nuhr auch als Kaspar der FDP verdingen. Vielleicht hat Nuhr auch nur eine Marktl&uuml;cke entdeckt und darf k&uuml;nftig als Spa&szlig;macher auf CSU\/CDU oder FDP-Parteitagen auftreten. Auch die Wirtschafsverb&auml;nde sollen ja gut bezahlen. Endlich haben wir auch den Sarrazin des Kabaretts: &bdquo;Man wird doch mal sagen d&uuml;rfen&hellip;&ldquo; Konservatives Kabarett ist eigentlich ein Widerspruch in sich, denn Kabarett sollte aufkl&auml;ren, das Brett vorm Kopf nehmen, aber nicht noch lustig die g&auml;ngigen hohlen Spr&uuml;che wiederholen. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung:<\/strong> Kommentare zum Satiregipfel unter der Leitung von Dieter Nuhr finden Sie <a href=\"\/wp-print.php?p=8081\">hier<\/a> und <a href=\"\/wp-print.php?p=8131\">hier<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><strong>Volker Pispers auf dem 3sat-Festival<\/strong><br>\nDie Diktatur der Boulevard-Medien und die Furz-Experten. K&ouml;stlich und leider noch aktuell &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PfgoHItJuZ0\">3sat (YouTube)<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen: Volksaufstand in &Auml;gypten; Euro-Krise; W&auml;hrung hat mit Ausgleich zu tun; wettbewerbsorientierte Stadtpolitik; Zahltag f&uuml;r die Investmentbanker; Bruttoverdienste gesunken; die O2-Zentrale geh&ouml;rt seit gestern Arvato; &ldquo;Jede ehrliche Arbeit verdient Respekt&rdquo;; 2,50 Euro<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8210\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8210","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8210","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8210"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8210\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8215,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8210\/revisions\/8215"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8210"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8210"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8210"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}