{"id":82112,"date":"2022-03-21T08:45:43","date_gmt":"2022-03-21T07:45:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112"},"modified":"2022-03-21T08:45:43","modified_gmt":"2022-03-21T07:45:43","slug":"hinweise-des-tages-4072","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112#h01\">Russland l&ouml;scht mit Ukraine-Krieg einstige Erfolge der Entspannungspolitik aus. Und nun?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112#h02\">Die Ukraine, die Russen und die Ratte in uns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112#h03\">Der neue Propaganda-Trick: Fake-Factcheck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112#h04\">Biden Is Not Fully In Charge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112#h05\">&ldquo;Unsere Perspektive muss ein Europa mit weniger Waffen bleiben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112#h06\">Eine kleine Sensation aus Den Haag: Der Ukraine-Krieg vor dem Internationalen Gerichtshof<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112#h07\">Energiepreisbelastung bremsen, Energiearmut verhindern!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112#h08\">Jetzt blo&szlig; nicht sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112#h09\">Langzeitskandal Kinderarmut &ndash; Gastbeitrag von Christoph Butterwegge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112#h10\">Extreme Ausrei&szlig;er: Gro&szlig;e Verm&ouml;gen in der Corona-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112#h11\">Gut 600 Erbschaften &uuml;ber zehn Millionen Euro <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112#h12\">(Fast) ganz Europa ist ma&szlig;nahmenfrei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112#h13\">Die Linke und Corona: Ein postideologischer Totalitarismus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112#h14\">Stuttgart 21 verteuert sich um 950 Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82112#h15\">Zu guter Letzt: Allgemeine Corona-Impfpflicht nicht umsetzbar &ndash; Verband f&uuml;hrt Papiermangel an<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Russland l&ouml;scht mit Ukraine-Krieg einstige Erfolge der Entspannungspolitik aus. Und nun?<\/strong><br>\nLange Zeit hat die Entspannungspolitik der SPD das Verh&auml;ltnis zu Russland gepr&auml;gt. Heute stellt sich die Frage, ob die an Entspannung Interessierten zu viel auf Willy Brandt und seinen Berater Egon Bahr geh&ouml;rt haben, oder eher zu wenig (&hellip;)<br>\nWird sich die SPD unter all den Umst&auml;nden zum Erbe der Ostpolitik von Willy Brandt und Egon Bahr bekennen? Immerhin hat sie jahrzehntelang funktioniert und war die Voraussetzung der deutschen Einheit. F&uuml;r diese Politik bestand daher ein klarer demokratischer Auftrag: Noch im April 2018 ermittelte eine Forsa-Umfrage, dass 94 Prozent der Deutschen gute Beziehungen zu Russland f&uuml;r wichtig halten. Wie schnell das geht. Erst wird man zum Feindbild, dann tats&auml;chlich zum Feind. Die 100 Milliarden Euro Sonderfonds f&uuml;r die Bundeswehr, die Kanzler Olaf Scholz im Deutschen Bundestag proklamiert hat, werden schon deshalb nicht mehr Sicherheit bringen, weil sie den drohenden Klimakollaps beschleunigen. SPD-Fraktionschef Rolf M&uuml;tzenich beklagte zu Recht, die Jungen werden uns daf&uuml;r verurteilen, das wir ihnen keine bessere Welt &uuml;bergeben. Eine Schuld, die wir abtragen m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/daniela-dahn\/ukraine-krieg-das-verhaeltnis-zu-putins-russland-muss-ueberdacht-werden\">Daniela Dahn in der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Konfliktforscherin: &raquo;Man darf nichts unversucht lassen&laquo;<\/strong><br>\nDie Konfliktforscherin Martina Fischer spricht &uuml;ber die M&ouml;glichkeiten, den Ukraine-Krieg &uuml;ber Verhandlungen zu stoppen<br>\nSie sind langj&auml;hrige Expertin f&uuml;r Friedens- und Konfliktforschung, arbeiten seit 2016 bei Brot f&uuml;r die Welt. Was f&uuml;r Hilfsprojekte f&uuml;hrt Brot f&uuml;r die Welt in der Ukraine durch?<br>\nWir haben eine Reihe von Partnern, die schon seit 2014 in der Ostukraine mit kriegstraumatisierten Menschen gearbeitet haben, also mit Kriegsversehrten oder auch Binnenfl&uuml;chtlingen. Aber von denen kann im Moment niemand mehr seiner gewohnten Arbeit nachgehen. Die meisten sind gefl&uuml;chtet, in den Westen des Landes, wo sich jetzt auch wieder bedroht sind, oder in die Nachbarl&auml;nder oder nach Deutschland. Manche sind an Orte gegangen, wo sie selber auch humanit&auml;re Hilfe leisten. Wir versuchen zusammen mit unserer Schwesterorganisation, der Diakonie Katastrophenhilfe, diese Leute zu unterst&uuml;tzen und irgendwie die humanit&auml;re Versorgung zu verbessern und sicherzustellen. Aber vor allen Dingen setzen wir uns daf&uuml;r ein, dass Gefl&uuml;chtete aus der Ukraine in Europa und in Deutschland unb&uuml;rokratisch aufgenommen werden. Das ist ja ein St&uuml;ck weit von der EU zugesagt worden mit der Zusage eines vor&uuml;bergehenden Schutzes von bis zu drei Jahren.<br>\nDas begr&uuml;&szlig;en wir sehr, aber wir w&uuml;nschen uns, dass dieser Schutzstatus auch Menschen aus Drittstaaten zugesichert wird, zum Beispiel den vielen Studierenden aus afrikanischen L&auml;ndern. Deutschland hat angek&uuml;ndigt, diese Menschen genauso zu behandeln wie jene mit ukrainischem Pass, aber ich bin nicht sicher, ob das in allen EU-L&auml;ndern so gehandhabt wird, zum Beispiel in Polen und Ungarn. Wichtig ist uns auch, dass die T&uuml;ren offen bleiben f&uuml;r Menschen aus der ganzen Region, die sich nicht aktiv an dem Krieg beteiligen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1162221.krieg-in-der-ukraine-konfliktforscherin-man-darf-nichts-unversucht-lassen.html\">nd<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Ukraine, die Russen und die Ratte in uns<\/strong><br>\n&ldquo;Wann Krieg beginnt, das kann man wissen, aber wann beginnt der Vorkrieg? Falls es da Regeln g&auml;be, m&uuml;sste man sie weitersagen. In Ton, in Stein eingraben, &uuml;berliefern. Was st&auml;nde da? Da st&auml;nde, unter anderen S&auml;tzen: Lasst euch nicht von den Eigenen t&auml;uschen.&rdquo;<br>\n(Christa Wolf: &ldquo;Kassandra&rdquo;, 1983)<br>\nKampf dem Hass, hei&szlig;t es seit langem. In Deutschland wurde sogar ein Gesetz erlassen, was darunterf&auml;llt und strafbewehrt ist. Die sozialen Medien wurden aufgefordert, auf ihren Plattformen mit eisernem Besen dagegen vorzugehen. Und der Spiegel erkl&auml;rte, woher dieser anschwellende Hass kommt &ndash; wegen der &bdquo;Ratte&ldquo; in uns, die nach Aufmerksamkeit und Selbsterh&ouml;hung lechzt.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/psychologie-woher-der-hass-kommt-kolumne-a-1122055.html\">spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/psychologie-woher-der-hass-kommt-kolumne-a-1122055.html<\/a><br>\nDamals schrieb der Spiegel allerdings nicht, dass Verunsicherungen und Kr&auml;nkungen diese Ratte befeuern, denn keiner ist verdammt, niederen animalischen Reflexen nachzugeben. Der Mensch hat ja schlie&szlig;lich evolution&auml;r auch jede Menge Mitgef&uuml;hl und ein angeborenes Bewusstsein f&uuml;r Gut und B&ouml;se mit ins Gep&auml;ck bekommen. Jeder wei&szlig;, wann er sich falsch verh&auml;lt, jeder kennt den eigenen inneren Schweinehund, der sich manchmal einfach nicht b&auml;ndigen lassen will. Nur Soziopathen f&uuml;hlen dann keine Scham.<br>\nWas aber, wenn selektiver Hass pl&ouml;tzlich legitim wird, gesellschaftlich gewollt? Wenn Meinungsf&uuml;hrer unsere innere Ratte regelrecht f&uuml;ttern? Wenn man das &bdquo;Richtige&ldquo; hassen darf?<br>\nJulian Assange beispielsweise wurde &uuml;ber Jahre zu einem &ldquo;legitimen&rdquo; Hassobjekt gemacht. &Uuml;ber die Medien erfuhr jeder, der es h&ouml;ren wollte, scheinbar alles &uuml;ber diesen Mann, diesen mutma&szlig;lichen Vergewaltiger und Narzissten, diesen paranoiden Scheinasylanten, diesen mit Russen paktierenden M&ouml;chtegernjournalisten, der mittels seiner Plattform die US-Wahlen manipulierte.<br>\nAls Assange sowohl der Laptop als auch der Zugang zum Internet entzogen wurden, mit der aberwitzigen Begr&uuml;ndung, als Gast des Landes Ecuador m&uuml;sse er seine Zunge im Zaume halten, hat es die Wenigsten gest&ouml;rt. Alles was danach geschah, auch nicht. Das ist bis heute so geblieben. Die breite &Ouml;ffentlichkeit schreit nicht auf, dass dieser Mann ein Opfer derer ist, deren Verbrechen und Doppelz&uuml;ngigkeit er blo&szlig;stellte.<br>\nSoviel Macht hat gezielte Rattenf&uuml;tterung &uuml;ber uns.<br>\nDie russische Aggression gegen die Ukraine, die falsch ist, v&ouml;lkerrechtswidrig und zutiefst verurteilt werden muss, l&auml;sst nun die Rattenf&uuml;tterer zu neuer H&ouml;chstform auflaufen. Die haben schon immer gewusst, wo das B&ouml;se haust und seit Jahren in allem die gemeinen Absichten des Kremls gesehen. Die russische Aggression erschreckt sie nicht, sie f&uuml;hlen sich in ihrer Weltsicht best&auml;tigt. Ab sofort darf Putin offiziell gehasst werden, ihm darf der Tod an den Hals gew&uuml;nscht werden &ndash; das wird von sozialen Medien nicht mehr als Hassrede angesehen.<br>\nEs geht allerdings weit dar&uuml;ber hinaus. Es scheint nicht zu reichen, diesen Krieg &bdquo;nur&ldquo; zu verdammen. W&auml;hrend die westliche Politik Sanktion auf Sanktion h&auml;uft, arbeiten kleine und gro&szlig;e Rattenf&uuml;tterer an unserer Wut, so als g&auml;be es kein Morgen, keine Einsicht, dass die Menschheit sich auch weiterhin diesen Planeten teilen wird und f&uuml;r seine Zukunft zu sorgen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/die-ukraine-die-russen-und-die-ratte?s=r\">Petra Erler<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der neue Propaganda-Trick: Fake-Factcheck<\/strong><br>\nIm Ukraine-Krieg kommt eine weitere Manipulationstechnik zum Einsatz: die fingierte Faktenpr&uuml;fung. (&hellip;)<br>\nDas Fact Checking ist in j&uuml;ngster Zeit eine beliebte journalistische Form geworden, um Informationsbeitr&auml;ge auf ihren Tatsachengehalt hin zu pr&uuml;fen &ndash; auch im Krieg gegen die Ukraine. Unabh&auml;ngig davon, dass diese Praxis im Einzelfall nicht &uuml;ber alle Zweifel erhaben ist und dass zuweilen Zweifel an der Voreingenommenheit der Pr&uuml;fer bestehen bleiben, geht es hier doch um den gutgemeinten Versuch, auf transparente Weise Licht in den Informationsdschungel zu bringen. Doch auch dieses Verfahren kann man gezielt pervertieren, wie &laquo;Pro Publica&raquo; darlegt. Das spendenfinanzierte Organ hat mehr als ein Dutzend Videos identifiziert, welche eine Faktenpr&uuml;fung vort&auml;uschen. So werden in einem Clip zwei Aufnahmen von einer gewaltigen Explosion in einer st&auml;dtischen Umgebung nebeneinandergestellt. In russischer Sprache wird behauptet, es handle sich um Filmmaterial, das einen Angriff auf die Stadt Charkiw zeige und das von ukrainischen Propagandisten in Umlauf gebracht worden sei. In Wahrheit handle es sich indessen um eine Explosion eines Waffenlagers im Jahr 2017.<br>\nIn Kriegszeiten stehen alle Parteien unter Verdacht, Informationen zu ihren Gunsten zu manipulieren und zu verf&auml;lschen. In den von &laquo;Pro Publica&raquo; erw&auml;hnten F&auml;llen konnten die Rechercheure jedoch &ndash; unter anderem durch Analyse der Bild-Metadaten &ndash; darlegen, dass die angeblichen ukrainischen Propagandabilder so gar nie verbreitet worden waren. Vielmehr war dies eine blosse Behauptung der angeblichen Faktenpr&uuml;fer, um beim Publikum Misstrauen zu s&auml;en &ndash; Misstrauen gegen&uuml;ber allen Videos von ukrainischer Seite, welche zerst&ouml;rtes russisches Milit&auml;rger&auml;t oder Sch&auml;den durch russische Angriffe dokumentieren sollen.<br>\nDas erspart den Aufwand, beweisen zu m&uuml;ssen, dass etwas einer Tatsache entspricht. Es gen&uuml;gt, den Glauben des Publikums zu ersch&uuml;ttern. Das mache diese Methode so wirksam, sagt Professor Patrick Warren, der sich an der Clemson University mit Desinformation befasst. Er habe sie hier zum ersten Mal beobachtet. Es sei so, wie wenn Russen sich als Ukrainer ausg&auml;ben, welche Falschinformationen verbreiteten. &laquo;Pro Publica&raquo; hat bei den Recherchen mit Forensikern dieser Universit&auml;t zusammengearbeitet.  Gem&auml;ss den Rechercheuren hat auch die russische Vertretung in Genf j&uuml;ngst eines dieser gef&auml;lschten Faktenpr&uuml;fungs-Videos per Tweet verbreitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/der-neue-propaganda-trick-fake-factcheck\/\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Welche Rolle das Asow-Regiment spielt<\/strong><br>\nRund 2000 K&auml;mpfer soll das Asow-Regiment Sch&auml;tzungen zufolge stark sein, angesichts Hunderttausender Soldaten und Reservisten in der Ukraine eine geringe Zahl. Dennoch hat Asow in der Region Mariupol seit der Belagerung von 2014 einen gewissen Stellenwert, der aus ukrainischer Sicht auch ihren Einsatz legitimiert. Dazu kommt die milit&auml;rische Not. &ldquo;Die Ukraine ist existenziell bedroht. Deswegen l&auml;sst man alle k&auml;mpfen, die k&auml;mpfen k&ouml;nnen&rdquo;, erl&auml;utert Ritzmann. Der Fokus liege nicht auf der Motivation der K&auml;mpfer, sondern auf ihren F&auml;higkeiten.<br>\nZumindest nach au&szlig;en tritt das Asow-Regiment seit der Eingliederung in das Innenministerium gem&auml;&szlig;igter auf, Nazi-Insignien wie die &ldquo;Schwarze Sonne&rdquo; verschwanden aus der &ouml;ffentlichen Darstellung. Ob es sich tats&auml;chlich deradikalisiert hat, sei von au&szlig;erhalb schwer zu betrachten, so Ritzmann. &ldquo;Vielleicht gab es auch eine Anweisung von oben, wo gesagt wurde: Das ist schlecht f&uuml;r das Image.&rdquo; Nat&uuml;rlich seien bei Asow noch immer Neonazis und Rechtsextreme aktiv, sagt der Experte. &ldquo;Das Asow-Regiment kann meinem Verst&auml;ndnis nach aber gar nicht mehr viel machen, ohne dass das vom Innenministerium angeordnet ist.&rdquo; Eben diese Eingliederung erlaube es Asow jedoch auch, als Teil der Heimatverteidigung Zivilisten auszubilden oder, wie auf den Bildern von Nexta zu sehen, Waffenlieferungen zu empfangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Welche-Rolle-das-Asow-Regiment-spielt-article23203218.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Inzwischen ist alles m&ouml;glich auch die Verharmlosung von Neo-Nazis. Diese m&uuml;ssen nur auf der &bdquo;richtigen Seite&ldquo; stehen. W&auml;hrend man in Deutschland bereits als &bdquo;Nazi&ldquo; gilt, wenn man die Corona-Politik der Bundesregierung kritisiert, sind 2000 schwerbewaffnete Rechtsextremisten in der Ukraine kein Problem. Und in Russland ist alles nat&uuml;rlich viel schlimmer. Auch hier gilt jetzt, dass es jetzt gute und schlechte Neo-Faschisten gibt.<\/em><\/p>\n<p><strong>und: &bdquo;Besser als dieses Framing Gut gegen B&ouml;se w&auml;re eine friedensjournalistische Perspektive&ldquo;<\/strong><br>\nKriegsparteien wollen Nachrichten &bdquo;managen&ldquo;, sagt Florian Zollmann. Der Medien- und Kommunikationswissenschaftler kritisiert, dass die Berichterstattung &uuml;ber Kriege und Konflikte oft einseitig ist &ndash; und je nach Perspektive gn&auml;diger oder strenger mit denen, die Krieg anzetteln. Welche Fehler machen Journalist:innen, vielleicht auch unbewusst? Wie k&ouml;nnen sie mit ihrer Arbeit zum Frieden beitragen? Und welche Rolle spielen Soziale Medien?<br>\nHerr Zollmann, Sie haben viel zu Konflikten und Kriegen geforscht: Kosovo, Irak, Syrien. Welche Parallelen sehen Sie zum Krieg in der Ukraine und was hat sich in der Berichterstattung ver&auml;ndert?<br>\nDie Berichterstattung schaut gerade sehr genau hin, wie sich die Invasion auf die Bev&ouml;lkerung in der Ukraine auswirkt und was f&uuml;r schreckliche Folgen das f&uuml;r die Menschen hat. Diese Emp&ouml;rung ist wichtig und angemessen. Denn es ist auch eine Aufgabe der Berichterstattung, das enorme Leid der Menschen in der Ukraine in seiner ganzen Tragweite zu repr&auml;sentieren.<br>\nDer Irak-Krieg im Jahr 2003 war ebenfalls ein illegaler Angriffskrieg, ausgef&uuml;hrt von den USA. Medien waren damals aber bei Weitem nicht so emp&ouml;rt. Der Irak-Krieg wurde auch kritisch verfolgt, aber eher auf einer taktischen Ebene. Wichtige Details dar&uuml;ber, wie verheerend sich die Invasion auf die Zivilisten im Irak ausgewirkt hat, haben Medien damals weitaus weniger beachtet. Was damit zu tun hat, dass die Invasion von den USA ausging, also von Alliierten Deutschlands. V&ouml;lkerrechtswidrige Aspekte und die Tatsache, dass wir es auch beim Irak-Krieg mit einer Aggression zu tun haben, wurden deshalb nicht so betont wie das im Ukraine-Krieg der Fall ist.<br>\nAus wissenschaftlicher Perspektive findet da oft eine Verzerrung statt:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/uebermedien.de\/69493\/besser-als-dieses-framing-gut-gegen-boese-waere-eine-friedensjournalistische-perspektive\/%20\">&Uuml;bermedien<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Biden Is Not Fully In Charge<\/strong><br>\nWho&rsquo;s running the show in Washington on Ukraine? Why was Zelensky invited before Congress to appeal for the kind of help President Joe Biden had already ruled out, lest it lead to war with Russia? And why was Biden told to tell that reporter Putin is a &ldquo;war criminal&rdquo;?<br>\nAre the neocons getting desperate? The outlines of a deal to stop the fighting are already visible, including neutrality for Ukraine and no NATO membership. These need to be put down in writing. Other hurdles (Crimea, Donets, Lugansk) are not insuperable. First and foremost, a ceasefire is needed.<br>\nInstead of encouraging Zelensky to make a deal, the Victoria Nulands of this world (and her proteges like Gilbert and Sullivan &mdash; sorry, I mean Blinken (who writes the script) and Sullivan (who composes the music) are taking advantage of Zelensky&rsquo;s formidable acting abilities, with the inevitable result that thousands more Ukrainians will die\/be wounded unless a ceasefire comes soon.<br>\nThe U.S. learned a bitter lesson from the Hungarian revolution in 1956, when Radio Free Europe encouraged unarmed Hungarians to fight off Soviet tanks (hinting that the U.S. would help) &mdash; in other words, encouraged them to fight till the last Hungarian. When the Soviets invaded Czechoslovakia in August 1968, my duties in Germany included liaison with Radio Free Europe to which I passed along guidance from Washington.<br>\nRFE management, although highly sympathetic to the Czechs and Slovaks, carefully avoided the kind of incendiary rhetoric used in 1956, thus sparing countless Czechs and Slovaks from becoming dead Davids before the tanks of the Goliath named Brezhnev.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/raymcgovern.com\/2022\/03\/19\/biden-is-not-fully-in-charge\/\">Ray McGovern<\/a>\n<p><strong>dazu auch: China: USA sollen ihre Rolle in der Ukraine-Krise &uuml;berdenken<\/strong><br>\nDie US-Seite soll sich gewissenhaft mit ihrer Rolle in der Ukraine-Krise auseinandersetzen, ihre eigene Verantwortung wirklich &uuml;bernehmen und tats&auml;chlich zur Entspannung der aktuellen Lage und zur L&ouml;sung der Ukraine-Frage beitragen. Dies sagte der Sprecher des chinesischen Au&szlig;enministeriums, Zhao Lijian, am Freitag zu einer &Auml;u&szlig;erung von US-Au&szlig;enminister Antony Blinken, wonach China f&uuml;r jegliche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Russland Verantwortung tragen werde.<br>\nVor der Presse betonte Zhao auch, China lehne es entschieden ab, dass die USA durch Verbreitung von Falschinformationen China verleumdeten und unter Druck setzten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2022-03\/19\/content_78117682.htm%20\">German.China.org.cn<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Nachteile des Konflikts in der Ukraine tr&auml;gt neben der ukrainischen Bev&ouml;lkerung vor allem die EU-Bev&ouml;lkerung &ndash; nicht lediglich bei der Frage der Fl&uuml;chtlinge, sondern auch energiepolitisch und &ouml;konomisch. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81506\">Ukraine-Krieg &ndash; Was ist eigentlich das Ziel des Westens?<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80909\">&bdquo;Kriege beginnen selten an einem Mittwoch&ldquo;<\/a>. Daraus zitiert:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Zahlreiche kritische Stimmen sehen das eigentliche Ziel der Medienkampagne weniger in Russland oder der Ukraine, sondern ganz im Gegenteil in Deutschland. Die deutsche &Ouml;ffentlichkeit soll durch das Bedrohungsszenario gef&uuml;gig gemacht und die Bundesregierung noch st&auml;rker in die Eskalationspolitik der USA eingebunden werden. (&hellip;)<br>\nUnd wenn Europa die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland herunterf&auml;hrt, k&uuml;nftig mehr teures Fracking-Gas und R&uuml;stungsg&uuml;ter aus den USA kauft, ist das f&uuml;r das Imperium nat&uuml;rlich auch nicht gerade von Nachteil.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Unsere Perspektive muss ein Europa mit weniger Waffen bleiben&rdquo;<\/strong><br>\nInterview &mdash; Der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke zum Krieg in der Ukraine und die Folgen f&uuml;r Deutschland und Europa (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung plant die Schaffung eines Sonderverm&ouml;gens f&uuml;r die Bundeswehr in H&ouml;he von 100 Milliarden Euro, langfristig sollen j&auml;hrlich mindestens 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts milit&auml;rischen Zwecken dienen. Wie bewertest du das?<br>\nDer derzeitige Verteidigungshaushalt betr&auml;gt j&auml;hrlich 50 Milliarden Euro, bei der Erreichung des sogenannten 2-Prozent-Ziels w&uuml;rde er Stand jetzt auf 70 Milliarden Euro steigen. ver.di hat viele Tausend Mitglieder bei der Bundeswehr &ndash; &uuml;berwiegend Zivilbesch&auml;ftigte. Richtig ist, dass der Zustand der Bundeswehr in Teilen wirklich schlecht ist, trotz der vielen Milliarden, die jetzt schon im System sind. Das betrifft die Ausr&uuml;stung, den Zustand von Kasernen, aber auch die Attraktivit&auml;t als Arbeitgeber. Tarifflucht ist in Einrichtungen der Bundeswehr leider an der Tagesordnung. Geld ist f&uuml;r teure Auslandeins&auml;tze ausgegeben worden, horrende Beraterhonorare und Waffensysteme, die am Ende nichts taugen. Ich will eine Bundeswehr, die funktioniert als Verteidigungsarmee und die auch ein guter Arbeitgeber ist. Auf dem Weg dahin gibt es viel zu tun. Eine Rechtfertigung f&uuml;r einen dauerhaft h&ouml;heren Milit&auml;rhaushalt ergibt sich daraus f&uuml;r mich nicht. Das 2-Prozent-Ziel im Verh&auml;ltnis zum Bruttoinlandsprodukt ist zudem eine ideologisch getriebene Festlegung. Sie w&uuml;rde dazu f&uuml;hren, dass mehr Wachstum und Wohlstand in Deutschland immer automatisch zu mehr Milit&auml;r f&uuml;hrt. Das ist sinnentleert und freut lediglich die Waffenindustrie.<br>\nAlso auch kein Sonderverm&ouml;gen von 100 Milliarden Euro?<br>\nDoch, ich bin absolut daf&uuml;r, jetzt ein Sonderverm&ouml;gen zu schaffen. &Uuml;bersetzt hei&szlig;t das nichts anderes, als dass der Staat zus&auml;tzliche Kredite aufnimmt, um Reserven angesichts des Krieges in der Ukraine zu bilden. Das ist notwendig und 100 Milliarden Euro werden da vermutlich bei weitem nicht reichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publik.verdi.de\/ausgabe-202202\/unsere-perspektive-muss-ein-europa-mit-weniger-waffen-bleiben\/%20\">ver.di publik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Position des ver.di-Vorsitzenden ist widerspr&uuml;chlich. Einerseits wird das sogenannte 2-Prozent-Ziel als &bdquo;ideologisch getriebene Festlegung&ldquo; abgelehnt, andererseits jedoch das 100 Milliarden &bdquo;Sonderverm&ouml;gen&ldquo; als vermutlich nicht ausreichend bezeichnet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Eine kleine Sensation aus Den Haag: Der Ukraine-Krieg vor dem Internationalen Gerichtshof<\/strong><br>\nBemerkenswert ist, dass der Gerichtshof seine Anordnung zur unverz&uuml;glichen Einstellung der Feindseligkeiten uneingeschr&auml;nkt ausgesprochen hat, obwohl Russland sich im Nachhinein darauf berufen hat, der Angriff auf die Ukraine erfolge in Wahrheit in Aus&uuml;bung des Selbstverteidigungsrechts (Art. 51 der Charta der Vereinten Nationen) und nicht zur Durchsetzung der V&ouml;lkermordkonvention. Die Feindseligkeiten sind nach dem Tenor der Anordnung unabh&auml;ngig von ihrer Begr&uuml;ndung unverz&uuml;glich einzustellen. Wie l&auml;sst sich dies begr&uuml;nden, wenn man davon ausgeht, dass sich die Zust&auml;ndigkeit des IGH auf Fragen der V&ouml;lkermordkonvention beschr&auml;nkt? Die einfache Antwort hierauf k&ouml;nnte sein, dass der IGH Russlands Berufung auf das Selbstverteidigungsrecht schlicht f&uuml;r substanzlos hielt.<br>\nDennoch erscheint es schon fast paradox. H&auml;tte Russland sich im Vorfeld des Angriffs nicht ber&uuml;hmt, einen V&ouml;lkermord verhindern zu wollen, w&auml;re der Antrag der Ukraine wohl chancenlos gewesen. Vielleicht enth&auml;lt die Entscheidung daher auch die folgende Botschaft: Ein Staat, der meint, einen bewaffneten Angriff mit der Verhinderung eines (vermeintlichen) V&ouml;lkermords rechtfertigen zu k&ouml;nnen, akzeptiert, dass der IGH mit von der Partie ist. Er unterwirft den Konflikt auf diese Weise gleichsam konkludent der Zust&auml;ndigkeit des IGH &ndash; und zwar unabh&auml;ngig davon, welche anderen Begr&uuml;ndungen er noch in petto hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/eine-kleine-sensation-aus-den-haag\/%20\">Christian Johann auf Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Energiepreisbelastung bremsen, Energiearmut verhindern!<\/strong><br>\nW&auml;hrend Prominente einen sofortigen Importstopp von russischem &Ouml;l, Gas und Kohle fordern, weisen &Ouml;konomen auf die drohende Versorgungsunsicherheit hin. Zudem ist strittig, ob Russland zur Finanzierung seines Milit&auml;rs &uuml;berhaupt auf Devisen angewiesen sein d&uuml;rfte. Auf die kaum noch zu kalkulierende Energiepreisentwicklung m&uuml;ssen schnelle Ma&szlig;nahmen folgen, die vor allem Geringverdiener*innen entlasten. (&hellip;)<br>\nBereits vor dem Ukraine-Krieg waren die Energiepreise stark gestiegen (siehe Grafik). Seit dem russischen Angriff haben sie eine kaum kalkulierbare Entwicklung eingeschlagen. Deutschland bezieht 55 Prozent aller Erdgasimporte aus Russland, bei der Steinkohle sind es 50 Prozent, bei &Ouml;l 35 Prozent. Diese Mengen sind nicht kurzfristig zu ersetzen. Ein Importstopp w&auml;re f&uuml;r viele Unternehmen nicht zu stemmen, w&uuml;rde mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Wirtschaftskrise f&uuml;hren &ndash; inklusive sozialer Probleme, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. (&hellip;)<br>\nHinzu kommen die direkten sozialen Folgen von Energieknappheit und -preissteigerungen. Wenn Ex-Bundespr&auml;sident Joachim Gauck betont, wir k&ouml;nnten &bdquo;auch mal frieren f&uuml;r die Freiheit&ldquo;, ist das bestimmt als Geste der Solidarit&auml;t gemeint. Tats&auml;chlich d&uuml;rften Top-Verdiener wie er aber die letzten sein, die aufgrund von Energieknappheit frieren m&uuml;ssen. Tats&auml;chlich trifft es Geringverdienende am h&auml;rtesten und oft existenziell, wenn Strom- und Gaspreise steigen. In diesen Gruppen geh&ouml;rt Energiearmut heute schon zur Realit&auml;t. Im Jahr 2020 wurden 4,2 Millionen Mal Stromsperren angedroht, weil Haushalte in Zahlungsverzug gerieten. In 230.000 F&auml;llen wurde die Stromversorgung tats&auml;chlich eingestellt. Sperrungen bei der Gasversorgung gab es in 24.000 F&auml;llen. (&hellip;)<br>\nDie Abh&auml;ngigkeit von fossilen Brennstoffen muss schnell durch zus&auml;tzliche Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien reduziert werden. Kurzfristig handelt die Bundesregierung aber richtig, wenn sie einen kurzfristigen Energie-Importstopp abwenden will und Ma&szlig;nahmen zur Abfederung der Energiepreis-Belastung einf&uuml;hrt. Weitere m&uuml;ssen allerdings folgen: Kartellrecht und Regulierung m&uuml;ssen verhindern, dass die Situation f&uuml;r ungerechtfertigte weitere Preissteigerungen missbraucht wird, um Extragewinne zu generieren. Eine befristete Mehrwertsteuersenkung bei Gas und Strom, h&ouml;here Heizkostenzusch&uuml;sse und ein Mobilit&auml;tsgeld, das alle Besch&auml;ftigten unabh&auml;ngig von Einkommen und genutztem Verkehrsmittel erhalten, k&ouml;nnen kleinere und mittlere Einkommen gezielt entlasten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/uber-uns\/dgb-heute\/wirtschafts-finanz-steuerpolitik\/++co++4bf0d2fc-a68c-11ec-b836-001a4a160123%20\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jetzt blo&szlig; nicht sparen<\/strong><br>\nBerlins Schulen m&uuml;ssen jetzt schnell Strukturen f&uuml;r die Integration ukrainischer Kinder schaffen &ndash; auch wenn Vieles unklar ist. (&hellip;)<br>\nDie ukrainische Generalkonsulin Iryna Tybinka hatte in der zur&uuml;ckliegenden Woche f&uuml;r Diskussionen gesorgt, weil sie erkl&auml;rt hatte, Integrationsklassen seien nicht das Richtige. Salopp gesprochen sagte Tybinka dieses: Da lernen die Kinder nix, und au&szlig;erdem bleiben sie eh nicht lange in Deutschland, wenn der Krieg vorbei ist.<br>\nMit letzterem k&ouml;nnte sie Unrecht haben, mit ersterem vielleicht gar nicht so sehr. Nun ist es nicht so, dass sich die Bildungspolitik mit dem Hinweis aus der Verantwortung entlassen k&ouml;nnte, irgendwie Schule ist besser als gar keine Schule. Es ist aber auch nicht so schlimm, wenn die Willkommensklassenlehrerin das kyrillische Alphabet nicht beherrscht &ndash; so man die Integrationsklassen als einen Zwischenschritt begreift in ein Schulsystem, das deutlich besser ausgestattet werden muss, wenn man es wirklich ernst meint mit der Integration der ukrainischen Fl&uuml;chtlingskinder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Willkommensklassen-fuer-Gefluechtete\/!5842518\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Forderung nach gen&uuml;gend Geld f&uuml;r die Bildung der ukrainischen Sch&uuml;ler*innen ist v&ouml;llig berechtigt. Nur fragt man sich, warum denn bisher der Bildungshaushalt so eng und nicht einmal &ldquo;auf Kante&rdquo; gen&auml;ht war, dass die schon hier lebenden Kinder &ldquo;eklatanten Raum- und vor allem Personalmangel[&hellip;] in den Schulen&rdquo; erdulden mussten, und das auch noch bei einer Rot-Rot-Gr&uuml;nen Regierung, der doch angeblich das Soziale und die Bildung so sehr am Herzen liegt. Ist das alles nur wohlfeiles Sonntagsreden-Geschw&auml;tz wie so oft?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Langzeitskandal Kinderarmut &ndash; Gastbeitrag von Christoph Butterwegge<\/strong><br>\nSeit fast 20 Jahren sind in unserem wohlhabenden, wenn nicht reichen Land nach EU-Ma&szlig;st&auml;ben etwa 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren armutsgef&auml;hrdet oder armutsbetroffen; knapp 2 Millionen leben sogar von staatlichen Transferleistungen. Wie dramatisch sich unsere Gesellschaft in dieser Beziehung ver&auml;ndert hat, zeigt folgender Vergleich: 1965, auf dem Gipfelpunkt des sog. Wirtschaftswunders der &bdquo;alten&ldquo; Bundesrepublik, bezog jedes 75. Kind Sozialhilfe; heute ist mehr als jedes 7. Kind auf Sozial- bzw. Arbeitslosengeld II angewiesen, im Volksmund &bdquo;Hartz IV&ldquo; genannt. Wenn man das offizielle Kriterium der Europ&auml;ischen Union zugrunde legt, in einem Haushalt zu leben, dessen Nettoeinkommen bedarfsgewichtet weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens betr&auml;gt, ist in Deutschland sogar mehr als jedes 5. Kind armutsgef&auml;hrdet bzw. einkommensarm. (&hellip;)<br>\nDass die jungen Menschen eine sozial zerrissene Generation bilden, ist nicht zuletzt Fehlentscheidungen von Parlamenten, Regierungen und Verwaltungen geschuldet. Einerseits haben sie daf&uuml;r gesorgt, dass Reichtum in der Familie bleibt und man als Kind oder Jugendlicher einen ganzen Konzern in Besitz nehmen kann, ohne einen einzigen Cent betriebliche Erbschaft- oder Schenkungsteuer zahlen zu m&uuml;ssen. Andererseits haben die politischen Entscheidungstr&auml;ger besonders die Kinderregels&auml;tze bei Hartz IV so niedrig angesetzt, dass aufgrund eines Bundesverfassungsgerichtsurteils mit einem Bildungs- und Teilhabepaket halbherzig nachgebessert werden musste.<br>\nWarum bekommt ein Chefarzt durch Inanspruchnahme des Kinderfreibetrages bei der Einkommensteuer &uuml;ber 1.000 Euro pro Jahr mehr f&uuml;r sein Kind als eine Krankenschwester an Kindergeld f&uuml;r ihren Nachwuchs? Und warum geht kein Aufschrei durchs Land, wenn CDU, CSU und AfD ein Familiensplitting fordern, das kinderreichen Chef&auml;rzten zehntausende Euro an Steuerersparnis einbringen w&uuml;rde, der alleinerziehenden Mutter im Hartz-IV-Bezug aber keinen Cent? (&hellip;)<br>\nMittlerweile wird Kinderarmut hierzulande zwar allenthalben beklagt, aber weiterhin nicht energisch bek&auml;mpft, obwohl man bed&uuml;rftige Minderj&auml;hrige schwerlich f&uuml;r ihre Misere selbst verantwortlich machen kann, wie das bei Erwachsenen geschieht, wenn man sie als &bdquo;Dr&uuml;ckeberger&ldquo;, &bdquo;Faulenzer&ldquo; und &bdquo;Sozialschmarotzer&ldquo; diffamiert. Trotzdem wurde politisch kaum etwas gegen die Kinderarmut getan, wenn man von dem allerdings selbst nach der Anhebung auf 12 Euro brutto pro Stunde ab 1. Oktober 2022 immer noch zu niedrigen Mindestlohn absieht.<br>\nFazit: Armutsbek&auml;mpfung wird von SPD, B&uuml;ndnisgr&uuml;nen und FDP zwar mit einem Tunnelblick auf die betroffenen Kinder proklamiert, d&uuml;rfte in der Regierungspraxis aber weiterhin sehr halbherzig praktiziert werden; Reichtumsbegrenzung wurde in den Koalitionsverhandlungen gar nicht erst diskutiert, sondern von der FDP generell blockiert. Deshalb wird es am Ende dieser Legislaturperiode eher mehr als weniger Ungleichheit auch der Kinder geben, die zu verringern SPD und B&uuml;ndnisgr&uuml;ne ihren W&auml;hler(inne)n jedoch versprochen hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/langzeitskandal-kinderarmut-gastbeitrag-von-christoph-butterwegge\/\">Christoph Butterwegge in Blog der Republik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Extreme Ausrei&szlig;er: Gro&szlig;e Verm&ouml;gen in der Corona-Krise<\/strong><br>\nElon Musks Verm&ouml;genszuwachs: 851 Prozent binnen zwei Jahren. F&uuml;r eine US-Website f&uuml;r Steuergerechtigkeit ist dies &ldquo;schwer zu begreifen&rdquo;<br>\nDas Ausma&szlig; des Reichtums der US-Milliard&auml;re und des Verm&ouml;genszuwachses w&auml;hrend der Pandemie sei &ldquo;schwer zu begreifen&rdquo;, berichtet die Webseite &ldquo;Amerikaner f&uuml;r Steuergerechtigkeit&rdquo;. Dort rangiert Elon Musk mit einem Verm&ouml;genszuwachs von 851 Prozent auf Platz eins auf einer Liste von 15 Milliard&auml;ren. Die einzige Frau, Alice Walton, eine Walmart-Erbin, findet sich dort auf Platz zw&ouml;lf mit einem derzeit gesch&auml;tzten Nettoverm&ouml;gen von 64,3 Milliarden US-Dollar.<br>\nElon Musks Nettoverm&ouml;gen wird zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie, der von der Webseite auf 18. M&auml;rz 2020 datiert wird, auf 234 Milliarden US-Dollar beziffert. Vor zwei Jahren wurde sein Nettoverm&ouml;gen auf 24,2 Milliarden US-Dollar gesch&auml;tzt, daher die immense Steigerungsrate.<br>\nDemnach hat sich Musks Reichtum um mehr als das achteinhalbfache vergr&ouml;&szlig;ert. Das ist auch innerhalb der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Szene, fr&uuml;her &ldquo;Happy Few&rdquo; genannt, beispiellos. Der zweitplatzierte Jeff Bezos liegt im Nachbarschaftsvergleich weit zur&uuml;ck: Gerade mal 165 Milliarden US-Dollar stecken hinter ihm. Da man am 18. M&auml;rz 2020 seinen Reichtum schon auf 113 Milliarden netto sch&auml;tzte, f&auml;llt der Zugewinn mit 46 Prozent relativ moderat aus.<br>\nDie Verm&ouml;gens-Speicher der Google-Dagoberts Larry Page und Sergey Brin f&uuml;llten sich in den vergangenen zwei Jahren um 123 Prozent auf jeweils rund 100 Milliarden US-Dollar. Auch Dell-Gr&uuml;nder Michael Dell konnte sein Verm&ouml;gen um &uuml;ber 100 Prozent (143 Prozent) vermehren &ndash; von 22,9 Milliarden auf 55,8 Milliarden.<br>\nDas sind Zahlen, die von krass unterschiedlichen Realit&auml;ten unserer Gegenwart erz&auml;hlen, wie sie genau ermittelt werden, bzw. wie solide sie &uuml;berhaupt veranschlagt werden k&ouml;nnen, ist eine eigene Debatte, ganz sicher kann man davon ausgehen, dass sie f&uuml;r abgehobene M&ouml;glichkeitsr&auml;ume stehen, die Fragen danach aufwerfen, wie es um den Fortschritt bestellt ist &ndash; gemeint ist der zivilisatorische Fortschritt, das Zusammenleben, die Verantwortung f&uuml;r die Gemeinschaft, die w&auml;hrend der Corona-Pandemie dringender als zuvor eingefordert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Extreme-Ausreisser-Grosse-Vermoegen-in-der-Corona-Krise-6586246.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gut 600 Erbschaften &uuml;ber zehn Millionen Euro<\/strong><br>\nDie Steuerbeh&ouml;rden haben 2020 hierzulande 602 Erbschaften oder Schenkungen von mehr als zehn Millionen Euro registriert. Zusammen sind das 14,2 Milliarden Euro. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Linken-Politikers Dietmar Bartsch hervor. In knapp 60 Prozent dieser F&auml;lle &ndash; n&auml;mlich 356 &ndash; sei demnach Erbschafts- oder Schenkungssteuer festgesetzt worden, und zwar insgesamt knapp 1,4 Milliarden Euro.<br>\nIn den Zahlen erfasst sind nur jene F&auml;lle, die &uuml;ber die hohen Freibetr&auml;ge f&uuml;r Hinterlassenschaften in der Familie hinausgingen und damit f&uuml;r die Schenkungs- oder Erbschaftssteuer relevant waren. Insgesamt waren dies laut Antwort des Finanzministeriums 224.047 F&auml;lle mit Verm&ouml;genswerten in H&ouml;he von 84,4 Milliarden Euro. F&uuml;r 163.422 dieser F&auml;lle wurde Erbschafts- oder Schenkungssteuer mit einem Gesamtvolumen von 8,5 Milliarden Euro festgesetzt<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/geld-vorsorge\/familie-kinder\/id_91861234\/behoerden-gut-600-erbschaften-in-deutschland-ueber-zehn-millionen-euro.html%20\">t-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dass ausgerechnet Menschen, die das Gl&uuml;ck einer Multimillionen-Erbschaft haben, noch durch Steuererleichterungen zus&auml;tzlich vom Staat beschenkt werden, ist an sich unfassbar. Noch viel schlimmer wird die Betrachtung, wenn man sich anschaut, wie gleichzeitig bei ganz armen Menschen um jeden Euro f&uuml;r einen Kinderzuschuss oder Hilfen bei den hohen Strom- und Heizkosten gestritten wird. Auf der einen Seite &ndash; bei denen, die schon zu viel haben &ndash; wirft der Staat das Geld mit vollen H&auml;nden zum Fenster raus, und auf der anderen Seite wird geknausert, dass es kracht &ndash; unertr&auml;glich.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Zum Welttag des Gl&uuml;cks &ndash; Erben ist Gl&uuml;cksache<\/strong><br>\nEin gro&szlig;er Teil des Verm&ouml;gens in Deutschland wurde nicht mit eigenen H&auml;nden erarbeitet, sondern durch Erbschaft und Schenkung weitergereicht. Davon profitieren aber nur wenige, denn gerade einmal 30 Prozent der Menschen in Deutschland erben einmal im Leben ein nennenswertes Verm&ouml;gen. Ein Millionenerbe erh&auml;lt nur ein sehr kleiner Personenkreis und h&auml;ufig der, der ohnehin schon finanziell gut gestellt ist. Die &uuml;brigen 70 Prozent gehen praktisch leer aus. Lebenschancen entscheiden sich damit zunehmend in der Geburtenlotterie.<br>\nAm 20. M&auml;rz 2022 ist der Welttag des Gl&uuml;cks. Ein Anlass f&uuml;r uns zusammen mit der B&uuml;rgerbewegung Finanzwende und der Initiative #taxmenow darauf aufmerksam zu machen, dass das Erben vor allem eines ist: Gl&uuml;ck, dass nur wenigen zuteilwird. Und auch &uuml;ber die Umverteilungswirkung der Erbschaftssteuer wird das leistungslose Erbe der Wenigen nicht zum Gl&uuml;ck der anderen: Erbschaften und Schenkungen von mehr als 20 Millionen Euro wurden in den vergangenen zehn Jahren im Durchschnitt mit nur 2,87 Prozent besteuert. Die Erben oder Beschenkten, die weniger als 20 Mio. Euro erhielten, mussten darauf im Schnitt immerhin 9,3 Prozent Steuern zahlen.<br>\nLaut Steuerstatistik der Jahre 2011-2020 wurden in Deutschland rund 86 Milliarden Euro j&auml;hrlich vererbt und verschenkt. Den Daten ist auch zu entnehmen: etwa 350 Menschen erhalten jedes Jahr ein Geschenk oder Erbe von &uuml;ber 20 Millionen Euro. Auf ein Leben von 75 Jahren hochgerechnet, entspricht das 0,03 Prozent der Bev&ouml;lkerung. Dieser kleine Personenkreis erhielt aber rund 34 Prozent des gesamten amtlich erfassten weitergereichten Verm&ouml;gens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/9972-2\/%20\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Erbschaft erh&ouml;ht absolute Ungleichheit<\/strong><br>\nSo ungerecht kann erben sein<br>\nEin k&uuml;rzlich erschienener FAZ-Blog erkl&auml;rt angeblich &bdquo;warum die Weitergabe von Verm&ouml;gen die soziale Ungleichheit sogar verringert&ldquo;. Daf&uuml;r zitiert er zwei neue Erbschaftsteuer-Studien aus Australien und Norwegen. Beide Studien zeigen aber: Erbschaften und Schenkungen sind zwar relativ zum vorherigen Verm&ouml;gen progressiv, die absolute Ungleichheit erh&ouml;hen sie trotzdem. Das zeigt auch eine ganz &auml;hnliche Studie des DIW f&uuml;r Deutschland.<br>\nDie Forscher aus Australien setzen f&uuml;r ihre Untersuchungen die Erbschaften und Schenkungen ins Verh&auml;ltnis zu den sonstigen Verm&ouml;gen. Dabei zeigt sich, dass die Weitergabe von Verm&ouml;gen die relative Ungleichheit leicht senkt. Der Grund daf&uuml;r: weniger wohlhabende Australier erzielten durch Erbschaften, gemessen an der H&ouml;he des bereits vorhandenen Verm&ouml;gens, im Schnitt einen gr&ouml;&szlig;eren Verm&ouml;genszuwachs. Allerdings unterschl&auml;gt der FAZ-Beitrag das viel bedeutendere Ergebnis der Studie: Erbschaften erh&ouml;hen auch in Australien die absolute Ungleichheit. Und die ist f&uuml;r das t&auml;gliche Leben das aussagekr&auml;ftigere Ma&szlig;. Denn hier werden die Verm&ouml;gensdifferenzen zwischen den Menschen, die eine Erbschaft oder Schenkung erhalten und denen, die leer ausgehen ersichtlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/erbschaftungerechtfaz\/%20\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>(Fast) ganz Europa ist ma&szlig;nahmenfrei<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich hat seine europaweit einzigartige Corona-Politik angesichts der Omikron-Welle v&ouml;llig &uuml;ber den Haufen geworfen und plant trotz Rekord-Infektionszahlen weitere Lockerungen. Der Lockdown f&uuml;r Ungeimpfte ist Geschichte, die geplante allgemeine Impfpflicht wurde j&uuml;ngst ausgesetzt. Bereits Anfang M&auml;rz wurden fast alle Beschr&auml;nkungen aufgehoben. Seitdem darf wieder in Lokalen gefeiert werden. Gesundheitsminister Johannes Rauch k&uuml;ndigte an, dass schon bald Gratis-Massentests eingeschr&auml;nkt und Quarant&auml;neregeln gelockert werden. (&hellip;)<br>\nIn Frankreich h&ouml;rt man seit Montag oft: &bdquo;Endlich k&ouml;nnen wir unsere Gesichter wieder sehen!&ldquo; Mit einem Gro&szlig;teil der Corona-Beschr&auml;nkungen fiel zu Wochenbeginn f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte die Maskenpflicht am Arbeitsplatz. Wer erst w&auml;hrend der Pandemie eingestellt wurde, wusste oft gar nicht, wie die Kolleginnen und Kollegen ohne Maske aussehen. Das &ouml;ffentliche Leben normalisiert sich weitgehend, auch wenn manche beim Einkaufen die Maske lieber noch auflassen &ndash; auch ohne Pflicht. Vorbei ist auch der Griff zum Handy am Eingang zu Caf&eacute;, Kino oder Restaurant oder vor einer Zugfahrt mit dem TGV. Der in einer App gespeicherte Impfnachweis muss nicht mehr st&auml;ndig vorgezeigt werden. (&hellip;)<br>\nItalien beendet am 31. M&auml;rz den Corona-Ausnahmezustand und schafft die meisten Restriktionen ab. Von April an werden etwa in Hotels, im &ouml;ffentlichen Personennahverkehr und in Gesch&auml;ften keine Nachweise von Impfung, Genesung oder Tests mehr verlangt. Zum 1. Mai wird das in Italien &bdquo;Greenpass&ldquo; genannte Zertifikat komplett abgeschafft. Die Quarant&auml;ne-Vorschriften werden fast vollst&auml;ndig aufgehoben: K&uuml;nftig m&uuml;ssen sich nur noch Infizierte isolieren, Kontaktpersonen d&uuml;rfen ihre Wohnung jederzeit verlassen. Mit Auslaufen des Notstandes wird auch das Expertengremium der Regierung aufgel&ouml;st, das in den Monaten der Pandemie an den wichtigsten Ma&szlig;nahmen gearbeitet hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/aufhebung-der-corona-beschrankungen-fast-ganz-europa-ist-massnahmenfrei%20\">Cicero<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der deutsche &bdquo;Sonderweg&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81447#h12\">(Lauterbach)<\/a> ist also nicht alternativlos. Die politische Entscheidungstr&auml;gerschaft hat u.a. Omikron nicht als <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79889\">goldene Gelegenheit f&uuml;r einen Exit<\/a> genutzt, sondern engstirnig am Ausnahmezustand festgehalten. Das ist wohl auch darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass u.a. der SPD-Parteitag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79103\">von Pfizer und Microsoft gesponsert<\/a> und die derzeitige gr&uuml;ne Bundesau&szlig;enministerin <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72888\">vom WEF promotet<\/a> werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Linke und Corona: Ein postideologischer Totalitarismus?<\/strong><br>\nDas Frappanteste ist, wie weitgehend sich die Linke seit Beginn der Coronakrise aus ihren angestammten Kritikfeldern, allen voran der Kritik an den internationalen Organisationen der Globalisierung verabschiedet hat, sodass ihre Haltung in weiten Teilen etwa von derjenigen des World Economic Forums und seines Begr&uuml;nders Klaus Schwab kaum mehr zu unterscheiden ist. Dass durch die Ma&szlig;nahmen, nicht durch das Virus, weltweit mit 20 Millionen mehr Hungertoten zu rechnen ist, wie Oxfam schon im letzten Sommer warnte; dass die Impfallianz Gavi, von der auch die jetzige Impfkampagne ausgeht, in ihrer Vergangenheit immer wieder negative Schlagzeilen machte &ndash; unter anderem, weil sie in Indien und Afrika Impfungen mit der Massensterilisierung von Frauen verbanden; ja, dass die von der WHO instrumentierte Corona-Politik, wie Toby Green in seinem Buch &raquo;The Covid Consensus. The New Politics of Global Inequality&laquo; darlegt, global gesehen, zu einer massiven Versch&auml;rfung der eh schon skandal&ouml;s gro&szlig;en sozialen Ungleichheit f&uuml;hrt: Dass all dies kein Thema f&uuml;r die Linke mehr sein soll, hat etwas Unfassbares.<br>\nWeil es um den Schutz der Bev&ouml;lkerung geht? Aber um was f&uuml;r einen Schutz kann es sich dabei handeln, wenn weltweit ein Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung seiner Existenzgrundlage beraubt wird, wenn, wie die Ern&auml;hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen berechnet, dadurch weltweit 70 bis 161 Millionen mehr Menschen hungern und, wie die Uno berechnet, 140 Millionen Kinder zus&auml;tzlich in Armut gest&uuml;rzt werden? Um welches Leben also geht es, wenn vom &raquo;Leben retten&laquo; die Rede ist? Nur um westliches, wei&szlig;es? Ist das kein Rassismus? Und ist es sozialdarwinistisch oder gar rechts, solche Fragen zu stellen &ndash; und nicht vielmehr links?<br>\nAngesichts dieser weltweiten Umverteilung von unten nach oben l&auml;sst sich jedenfalls nicht sagen, dass die westlichen Staaten mit ihrer Corona-Politik den Kapitalinteressen in die Quere gerieten. Ja, es ist umgekehrt nicht von der Hand zu weisen, dass viele der Ma&szlig;nahmen &ndash; ob bewusst daf&uuml;r eingesetzt oder nicht, sei einmal dahingestellt &ndash; der Durchsetzung eines neuen Akkumulationsregimes dienen. Umso erstaunlicher ist es, dass die immer autorit&auml;rer werdende Staatsform kein Thema mehr sein soll.<br>\nDenn diese setzt etwas fort oder f&uuml;gt sich jedenfalls problemlos in das ein, was schon seit l&auml;ngerem als autorit&auml;rer Neoliberalismus bezeichnet wird: Eine illiberale Version des Neoliberalismus &ndash; falls dies nicht &uuml;berhaupt seine Grundform ist -, die sehr gut, wenn nicht sogar noch besser ohne das auskommt, was wir gemeinhin als b&uuml;rgerliche Freiheit bezeichnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1162247.die-linke-und-corona-ein-postideologischer-totalitarismus.html\">nd<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein erstaunlich hellsichtiger Beitrag im Neuen Deutschland.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stuttgart 21 verteuert sich um 950 Millionen Euro<\/strong><br>\nDas Gro&szlig;bauprojekt Stuttgart 21 wird sich wie erwartet voraussichtlich um weitere 950 Millionen Euro verteuern &ndash; und wird nach aktuellen Annahmen insgesamt rund 9,15 Milliarden Euro kosten.<br>\nDar&uuml;ber habe die Bahn auf einer Sondersitzung den Aufsichtsrat informiert, teilte der Konzern am Abend mit. Hinzu komme ein Vorsorgepuffer von 640 Millionen Euro, der im Bedarfsfall aktiviert werden k&ouml;nne. (&hellip;)<br>\nDas geht aus einem Pr&uuml;fbericht hervor, den der Konzern dem Gremium auf der Sitzung pr&auml;sentierte. Bislang gingen die Verantwortlichen bei der Planung von Gesamtkosten in H&ouml;he von 8,2 Milliarden Euro aus. &laquo;Gr&uuml;nde f&uuml;r die aktuelle Entwicklung sind zum einen erhebliche Preissteigerungen bei Baufirmen, Lieferanten und Rohstoffen&raquo;, teilte die Deutsche Bahn weiter mit. &laquo;Zum anderen schl&auml;gt der geologisch anspruchsvolle Untergrund im Stadtgebiet negativ zu Buche&raquo;.<br>\nDen geplanten Termin f&uuml;r die Inbetriebnahme zum Fahrplanwechsel Ende 2025 best&auml;tige der Pr&uuml;fbericht. (&hellip;)<br>\nNicht eingepreist seien in den aktuellen Kalkulationen aus Hommels Sicht allerdings die Lage in der Ukraine und die damit verbundenen steigenden Energie- und Baukosten. Weitere Kostensteigerungen im weiteren Verlauf seien deshalb denkbar. &laquo;Ich halte es nicht f&uuml;r ausgeschlossen, dass wir bei den Kosten noch die Zehn-Milliarden-Euro-Marke rei&szlig;en&raquo;, betonte er. Der Bau des unterirdischen Durchgangsbahnhofs in Stuttgart und die Verbindung nach Ulm waren &uuml;ber die Jahre immer teurer geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2022-03\/18\/neues-preisschild-fuer-stuttgart-21-wie-teuer-wird-es\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: PM Der n&auml;chste Versuch, Stuttgart 21 vor dem Abgrund zu retten<\/strong><br>\nObwohl die Anzeichen eines grandiosen Scheiterns von Stuttgart21 nicht mehr zu &uuml;bersehen sind, versucht der DB-Vorstand mit der altbew&auml;hrten Strategie des Faktenleugnens und Irref&uuml;hrens, das Projekt auch diesmal wieder &uuml;ber die Runden zu bringen, so B&uuml;ndnissprecher Dieter Reicherter. Anlass sind j&uuml;ngste Berichte, es g&auml;be im DB-Aufsichtsrat trotz erneuter Kostenexplosion weiterhin keine Stimme <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.weiterbau-in-stuttgart-vorteilhaft-bahn-vorstand-nennt-kosten-fuer-ausstieg-aus-s-21.308ce541-5b7c-43a3-bf57-52cc4b988c0b.html\">f&uuml;r den Abbruch des Projekts<\/a>.<br>\nMit einer Mixtur manipulativer Angaben wird die Unumkehrbarkeit des Projekts suggeriert &ndash; wie jedesmal, wenn es auf der Kippe steht. Tradition hat schon die Untertreibung der Kosten. Mit knapp 10 Mrd.&euro; wird jetzt einger&auml;umt, was der Bundesrechnungshof und bahnunabh&auml;ngige Gutachten schon f&uuml;r 2015 bzw. 2016 mit nachvollziehbaren Zahlen belegt hatten. In den letzten 6 bzw. 7 Jahren ist es aber zu unz&auml;hligen Umplanungen gekommen, so dass allein deswegen das bisher Vorgesehene (Stuttgart21 I) weit &uuml;ber 10 Mrd.&euro; liegt. Hinzu kommen die im gr&uuml;n-schwarzen Koalitionsvertrag verabredeten sog. Erg&auml;nzungsprojekte (Stuttgart21 II), die den Kapazit&auml;tsproblemen abhelfen und den Deutschlandtakt bei S21 erm&ouml;glichen sollen. Mit den hier geplanten 47km zus&auml;tzlicher Tunnel verteuert sich das Projekt nach dem empirisch basierten Gutachten des Verkehrsexperten Karlheinz R&ouml;&szlig;ler um weitere 5,3 Mrd.&euro;, die in den Rechnungen der DB nicht auftauchen. Die aktuellen Warnungen der Bauwirtschaft, es st&uuml;nden nicht mehr ausreichend Rohstoffe zum Weiterbau begonnener Projekte zur Verf&uuml;gung, werden weitere Turbulenzen ausl&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/pm-der-naechste-versuch-stuttgart-21-vor-dem-abgrund-zu-retten\/\">K21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Allgemeine Corona-Impfpflicht nicht umsetzbar &ndash; Verband f&uuml;hrt Papiermangel an<\/strong><br>\nDerzeit herrsche in Europa ein akuter Papiermangel und somit fehle Material f&uuml;r die rund 120 Millionen Schreiben, die zur Information vorgesehen seien, hei&szlig;t es in einer Stellungnahme der GKV. Zudem wehrt sich der Verband nach eigenem Bekunden dagegen, dass die Krankenkassen die Impfpflicht &uuml;berwachen sollen. Dies sei eine staatliche Aufgabe. Die Meldung der Ungeimpften an Bu&szlig;geldstellen w&uuml;rde das Vertrauensverh&auml;ltnis zwischen Versicherten und Krankenkassen stark belasten. &ndash; In der Debatte &uuml;ber eine allgemeine Corona-Impfpflicht in Deutschland werden die verschiedenen Vorschl&auml;ge heute in einer Expertenanh&ouml;rung des Bundestags er&ouml;rtert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/allgemeine-corona-impfpflicht-nicht-umsetzbar-verband-fuehrt-papiermangel-an-102.html\">Deutschlandfunk <\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-82112","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82112","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=82112"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82112\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82114,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82112\/revisions\/82114"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=82112"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=82112"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=82112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}