{"id":82153,"date":"2022-03-22T08:41:37","date_gmt":"2022-03-22T07:41:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82153"},"modified":"2022-03-22T08:41:37","modified_gmt":"2022-03-22T07:41:37","slug":"hinweise-des-tages-4073","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82153","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82153#h01\">&bdquo;Frieren gegen Putin&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82153#h02\">Die Bedrohung der amerikanischen Demokratie und die Schw&auml;che der Demokraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82153#h03\">Die Linke und die Friedensbewegung in kriegerischen Zeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82153#h04\">Ai Weiwei: &ldquo;Der Westen ist scheinheilig&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82153#h05\">Politik mit anderen Mitteln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82153#h06\">&raquo;Das sind gewisserma&szlig;en die &rsaquo;Fl&uuml;chtlinge des Westens&lsaquo;&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82153#h07\">Neutralit&auml;t der Ukraine ist das Gebot der Stunde <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82153#h08\">Journalismus zum Ukraine-Krieg: Von Nachrichtenerz&auml;hlern und Moderationsgefreiten <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82153#h09\">Heinrich Heine: Wo sie B&uuml;cher verbrennen, verbrennen sie am Ende auch Menschen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82153#h10\">&bdquo;Die Folgen der Schulschlie&szlig;ungen waren f&uuml;r arme Familien verheerend&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82153#h11\">Arbeitsmarkt: Die Ausbeutung von Wanderarbeitern in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82153#h12\">Lithium: Sieg oder Pyrrhussieg gegen Bergbau-Konzern Rio Tinto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82153#h13\">Wachsender Nationalismus in Bosnien: Gesetz mit Sprengkraft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Frieren gegen Putin&rdquo;<\/strong><br>\nDie Sicherung neuer Fl&uuml;ssiggaslieferungen f&uuml;r Deutschland zwecks Ausstieg aus dem Bezug russischen Erdgases kommt schleppender als gew&uuml;nscht voran. Wie nach Gespr&auml;chen von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in Qatars Hauptstadt Doha gemeldet wird, ist es nicht gelungen, kurzfristige Lieferungen in nennenswertem Umfang zu sichern. Allenfalls in mehreren Jahren wird Doha demnach eine gr&ouml;&szlig;ere Menge Erdgas nach Deutschland exportieren. &Auml;hnliche Ergebnisse hatte Habeck zuvor in den USA und in Norwegen erzielt. Demnach bliebe die Bundesrepublik l&auml;nger auf russisches Erdgas angewiesen als erhofft. &Auml;hnliches zeichnet sich nach einer Analyse des Oxford Institute for Energy Studies (OIES) f&uuml;r die EU ab, die, um russisches Erdgas zu ersetzen, mehr Fl&uuml;ssiggas ben&ouml;tigt, als auf dem Weltmarkt frei verf&uuml;gbar ist. Medien und Politiker werben mit Parolen wie &bdquo;Frieren f&uuml;r die Freiheit&ldquo; f&uuml;r geringeren Erdgasverbrauch. Das OIES weist unterdessen darauf hin, dass die langfristigen Liefervertr&auml;ge mit Gazprom eine Mindestabnahme von gesch&auml;tzten 120 Milliarden Kubikmetern Erdgas vorsehen. Diese m&uuml;ssen auch dann bezahlt werden, wenn der K&auml;ufer sie nicht abruft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8875%20\">German Foreign Policy <\/a>\n<p><strong>dazu auch: Erdgas aus Algerien auf der Kippe<\/strong><br>\nDie spanische Regierung will die Souver&auml;nit&auml;t Marokkos &uuml;ber die Westsahara anerkennen, das erz&uuml;rnt Algier. S&aacute;nchez&rsquo; Entscheidung kommt zur Unzeit. Das algerische Gas sollte die EU aus der Abh&auml;ngigkeit von Russland befreien [&hellip;]<br>\nMarokko hat in den letzten Monaten alles daf&uuml;r getan, um auch den Nachbarn Algerien zu provozieren, der seit Jahrzehnten eine sch&uuml;tzende Hand &uuml;ber die Saharauis und die Polisario h&auml;lt. In der algerischen W&uuml;ste befinden sich die Lager, in welche die Saharauis vor den Besatzern gefl&uuml;chtet ist.<br>\nDass Marokko Algerien sogar als &ldquo;wahre Konfliktpartei&rdquo; bezeichnet hat, f&uuml;hrte schlie&szlig;lich schon zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Algerien und Marokko. Ein Drohnen-Angriff sorgte schlie&szlig;lich im vergangenen November daf&uuml;r, dass Algerien schlie&szlig;lich die Gas-Lieferungen nach Marokko eingestellt hat, nachdem ein Vertrag ausgelaufen.<br>\nSo flie&szlig;t seither &uuml;ber die Maghreb-Europa-Pipeline aber auch kein Gas mehr nach Spanien und Portugal, womit sich die Gasknappheit in Europa versch&auml;rft hat und die Preise weiter nach oben getrieben wurden.<br>\nK&uuml;rzlich hatte Algerien sogar noch angeboten, die Lieferungen nach Europa &uuml;ber die zweite Direkt-Pipeline zu verst&auml;rken und insgesamt mehr Gas nach Europa zu liefern. Damit w&uuml;rde auch die MidCat-Pipeline wieder sinnvoll sein, die die deutsche Gas-Abh&auml;ngigkeit von Russland verkleinern k&ouml;nnte (MidCat-Pipeline zur Befreiung von der russischen Gas-Abh&auml;ngigkeit?).<br>\nDoch nun stehen alle bisherigen Aussagen Algeriens zur Disposition, da sich das Land durch die Westsahara-Entscheidung der sozialdemokratischen Regierung erneut verraten f&uuml;hlt. &ldquo;Dies ist nach dem katastrophalen Abkommen von 1975 der zweite historische Verrat Madrids am saharauischen Volk&rdquo;, werden Quellen aus der algerischen Regierung zitiert. &ldquo;Marokko hat endlich bekommen, was es von Spanien wollte.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Erdgas-aus-Algerien-auf-der-Kippe-6593873.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Keineswegs isoliert<\/strong><br>\nTrotz erheblichen Drucks aus dem Westen: Gro&szlig;teil der Welt beteiligt sich nicht an Sanktionen gegen Russland<br>\nRussland m&ouml;glichst umfassend von der Weltwirtschaft abzukoppeln, es in jeder Hinsicht zu isolieren: Dieses Ziel verfolgen die westlichen Staaten seit dem russischen Angriff auf die Ukraine vom 24. Februar mit geballter Macht. Vier Wochen sp&auml;ter kann man festhalten: Bislang haben sie es nicht geschafft. Den Sanktionen, f&uuml;r die Psaki warb, haben sich die Staaten Europas und Nordamerikas sowie deren sechs engste Verb&uuml;ndete in der Asien-Pazifik-Region angeschlossen &ndash; Japan, S&uuml;dkorea, Taiwan, Singapur, Australien, Neuseeland. Der &uuml;berwiegende Teil der Welt aber h&auml;lt sich fern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/423078.wirtschaftskrieg-gegen-moskau-keineswegs-isoliert.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Bedrohung der amerikanischen Demokratie und die Schw&auml;che der Demokraten<\/strong><br>\nDie US-amerikanische Rechte l&auml;sst keine Gelegenheit aus, um zu betonen, dass sie in der Demokratischen Partei einen &raquo;unamerikanischen&laquo;, illegitimen Feind sieht, den es mit allen Mittel zu bek&auml;mpfen gelte. Warum tun sich die Demokraten so schwer, darauf angemessen zu reagieren?<br>\nDie amerikanische Demokratie ist akut bedroht. Wie schon w&auml;hrend der Obama-&Auml;ra h&auml;lt der f&uuml;hrende republikanische Senator Mitch McConnell die republikanischen Reihen fest geschlossen, um eine geregelte Regierungst&auml;tigkeit auf Bundesebene weitgehend zu verhindern. Vor allem aber auf der einzelstaatlichen Ebene finden unz&auml;hlige Versuche statt, die Demokratie zu unterwandern. &Uuml;berall da, wo die Republikaner an der Macht sind, zeigen sie sich entschlossen, diese notfalls auch gegen demokratische Mehrheiten zu verteidigen:<br>\nRestriktive Wahlgesetze, die gezielt einzelne W&auml;hlergruppen benachteiligen; versch&auml;rfte Manipulation von Wahlkreisgrenzen (gerrymandering); der systematische Versuch, Wahlkommissionen zu s&auml;ubern und den Einfluss von republikanisch gef&uuml;hrten state legislatures auf den Wahlprozess zu st&auml;rken. Es ist der immer selbe Werkzeugkasten, mit dem sich die GOP &ndash; die &raquo;Grand Old Party&laquo; &ndash; daran macht, eine stabile Einparteienherrschaft in m&ouml;glichst vielen Staaten zu errichten, und im Kongress blockieren die Republikaner unter McConnells F&uuml;hrung alle Versuche, diesem autorit&auml;ren Anschlag auf die Demokratie mit neuen Gesetzen auf Bundesebene zu begegnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/2407\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Linke und die Friedensbewegung in kriegerischen Zeiten<\/strong><br>\nBernhard Trautvetter ist bereits seit Jahrzehnten aktiv in der Friedensbewegung. Er ist f&uuml;hrendes Mitglied im Essener Friedensforum und besch&auml;ftigt sich mit der Expansions-Politik der NATO und Kriegen.<br>\nDer Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist ein eindeutiger Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht. Die Linke und die Friedensbewegung haben seit je her die Einhaltung des internationalen Rechts und der Menschenrechte gefordert. Das Unrecht des St&auml;rkeren darf die UNO-Charta nicht verdr&auml;ngen. Diese Position pr&auml;gt auch die Stellungnahmen zum Ukraine-Konflikt. Auf der Website lesen wir: &bdquo;Warum verurteilt DIE LINKE den Krieg? DIE LINKE ist eine Partei des Friedens und des V&ouml;lkerrechts und lehnt Krieg als Mittel der Politik entschieden ab.&ldquo;<br>\nAuf der Website des Bundesausschuss Friedensratschlag steht dazu passend: &bdquo;Wir verurteilen die milit&auml;rische Aggression Russlands gegen die Ukraine. F&uuml;r Krieg gibt es keine Rechtfertigung. Die jahrelange antirussische Konfrontationspolitik des Westens, besonders der USA und der NATO rechtfertigen keinesfalls eine milit&auml;rische Intervention. Die Bombardierungen und alle weiteren milit&auml;rischen Aktionen m&uuml;ssen sofort gestoppt werden.&ldquo;<br>\nDessen ungeachtet versuchen Nato-freundliche Kr&auml;fte von CDU\/CSU bis in die Ampel-Parteien hinein, den Krieg f&uuml;r eine Diskreditierung der gesamten Linken und der Friedensbewegung zu nutzen, wodurch ein m&ouml;glicher Widerstand gegen die Hochr&uuml;stung im Keim erstickt werden kann.<br>\nBeide haben in diesem Zusammenhang die St&auml;rkung internationaler Organisationen verlangt, die als St&uuml;tzen einer globalen und regionalen Architektur des Friedens infrage kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/die-linke-und-die-friedensbewegung-in-kriegerischen-zeiten\/\">Bernhard Trautvetter in Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ai Weiwei: &ldquo;Der Westen ist scheinheilig&rdquo;<\/strong><br>\nKunst und Aktivismus gehen bei Ai Weiwei Hand in Hand. Wir sprachen mit dem chinesischen K&uuml;nstler &uuml;ber die Invasion in die Ukraine und die Reaktion des Westens [&hellip;]<br>\nSTANDARD: Einer der guten Konsequenzen dieses Krieges ist, dass Europa so eng beieinandersteht wie lange nicht mehr. Stimmt Sie das hoffnungsvoll?<br>\nWeiwei: Nein, das ist eine sehr oberfl&auml;chliche Betrachtung. Europa wird nicht von einem gemeinsamen Wertefundament zusammengehalten, sondern von einer schlichten Notwendigkeit.<br>\nSTANDARD: Sie haben beinahe Ihr ganzes Leben mit Zensur leben m&uuml;ssen. Was macht das mit einem, und wie kann man damit umgehen?<br>\nWeiwei: In China sind alle Informationen gesteuert, sind Teil von Propaganda. In Russland scheint das mittlerweile &auml;hnlich. Aber es gibt einen gro&szlig;en Unterschied: In Russland kann gegen den Krieg demonstriert werden, in China w&auml;re das vollkommen unm&ouml;glich. Im Westen wird so viel &uuml;ber die Freiheit der Presse und die Informationsfreiheit gesprochen, schauen Sie sich allerdings die Situation von Julian Assange an: W&uuml;rde er an die USA ausgeliefert, h&auml;tte er mit sehr ernsten Konsequenzen zu rechnen. Der Westen ist scheinheilig, das zeigt dieser Fall ganz deutlich.<br>\nSTANDARD: Ist das nicht ein g&auml;nzlich unterschiedlich gelagerter Fall?<br>\nWeiwei: Im Westen muss nicht um Freiheit gek&auml;mpft werden, die Lebensbedingungen hier sind andere. Aber auch hier gibt es F&auml;lle, wo Freiheit und Menschenrechte nicht eingehalten werden und durch Scheinheiligkeit verdeckt werden. Das korrumpiert eine gesamte Gesellschaft. Es geht immer um die Wahrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000134231225\/ai-weiwei-der-westen-ist-scheinheilig\">der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Politik mit anderen Mitteln<\/strong><br>\nIm Ukraine-Krieg geht es um Herrschaftsanspr&uuml;che &ndash; die auch EU und Nato seit Jahren dort durchsetzen wollen<br>\nSeit &uuml;ber drei Wochen f&uuml;hrt Russland Krieg gegen die Ukraine. In einer Einigkeit und Sch&auml;rfe, wie es sie lange nicht mehr gab, verurteilen Politik und &Ouml;ffentlichkeit Wladimir Putin als Aggressor. Deutschland vollf&uuml;hrt eine Wende seiner Au&szlig;enpolitik, liefert Waffen in einen laufenden Krieg, plant das drittgr&ouml;&szlig;te Milit&auml;rbudget der Welt und macht mit bei einem Wirtschaftskrieg, der das erkl&auml;rte Ziel verfolgt, Russland &ouml;konomisch zu isolieren und in den Staatsbankrott zu treiben.<br>\nW&auml;hrend der Angriffsbefehl selbstverst&auml;ndlich vom russischen Pr&auml;sidenten kam, erf&auml;hrt man &uuml;ber die Vorgeschichte und Ursachen des Krieges wenig. Seit der Westen sich in seiner Gegnerschaft zu Russland einig ist, beschr&auml;nken sich die Erkl&auml;rungen f&uuml;r die Gr&uuml;nde des Krieges oft auf die Verkommenheit einer einzigen Person: Putin leide am &raquo;Napoleon-Komplex&laquo; oder gar an einem Hirntumor und wolle wahlweise die UdSSR oder das Zarenreich aus einem menschenfeindlichen Gr&ouml;&szlig;enwahn wieder auferstehen lassen. Psycholog*innen werden als Expert*innen herangezogen, und in der FAZ konnte man lesen, das deutsche Auenland m&uuml;sse lernen, &raquo;dass es auch in der realen Welt ein dunkles Reich Mordor und einen Sauron gibt, der alle knechten will&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1162248.ukraine-politik-mit-anderen-mitteln.html\">nd<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Nicht dialog-, nicht friedenswillig<\/strong><br>\nStaatsstreich mit Washingtons Segen, Krieg im Donbass, S&auml;belrasseln in Kiew. Zur Vorgeschichte des Krieges in der Ukraine<br>\nMit Krieg, Luftangriffen und Blutvergie&szlig;en kannte sich der 77 Jahre alte Redner aus, der im Dezember 2013 die B&uuml;hne auf dem Maidan bestieg, dem Unabh&auml;ngigkeitsplatz in Kiew. US-Senator John McCain, 1967 bei einem Luftangriff auf ein Wasserkraftwerk in Vietnam abgeschossen, war wieder mal im Fronteinsatz. &raquo;Ukrainisches Volk!&laquo; rief er, &raquo;das ist euer Moment! Die freie Welt ist mit euch! Amerika ist mit euch!&laquo; Tausende Teilnehmer einer Kundgebung gegen den Pr&auml;sidenten Wiktor Janukowitsch jubelten ihm zu.<br>\nNur wenige Wochen sp&auml;ter floss Blut auf dem Maidan. Bewaffnete Nationalisten schossen ab Anfang Februar 2014 in Kiew auf Polizisten. Durch Sch&uuml;sse von Ultrarechten kamen in jenem Februar in Kiew 16 Polizisten um. Auch 84 Demonstranten starben durch Kugeln. Die Umst&auml;nde sind bis heute nicht gekl&auml;rt, weil Sch&uuml;tzen, wom&ouml;glich rechtsextreme Provokateure, nicht identifiziert werden konnten. So begann der ukrainische B&uuml;rgerkrieg. Acht Jahre sp&auml;ter kehrt dieser Krieg auf furchtbare Weise in die Stadt zur&uuml;ck, in der er mit Hilfe amerikanischer Einpeitscher entfacht wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/422938.krieg-in-der-ukraine-nicht-dialog-nicht-friedenswillig.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Zur Mitverantwortung der USA und der NATO am Einmarsch der russischen Armee<\/strong><br>\nDie &auml;lteste und beste Informationssendung des &ouml;ffentlich-rechtlichen Radios der Schweiz, das &laquo;Echo der Zeit&raquo;, hat die milit&auml;rische Provokation der USA in der Ukraine mit einem Interview mit einem US-General anschaulich best&auml;tigt  &ndash; wenn auch kaum mit dieser Absicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/politik-wirtschaft\/ukraine\/zur-mitverantwortung-der-usa-und-der-nato-am-einmarsch-der-russischen-armee\">Seniora.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&raquo;Das sind gewisserma&szlig;en die &rsaquo;Fl&uuml;chtlinge des Westens&lsaquo;&laquo;<\/strong><br>\nIn Polen werden die meisten Schutzsuchenden aus der Ukraine willkommen gehei&szlig;en. Ein Gespr&auml;ch mit Kerem Schamberger<br>\nKerem Schamberger ist Referent f&uuml;r Migration und Flucht in der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit der Hilfsorganisation Medico International<br>\nPolen hatte Fl&uuml;chtlinge bislang nicht gerade mit offenen Armen aufgenommen.<br>\nMan kann hier von einer Repolitisierung und Nutzbarmachung des Fl&uuml;chtlingsbegriffs sprechen. Diejenigen, die jetzt aus der Ukraine kommen, sind gewisserma&szlig;en die &raquo;Fl&uuml;chtlinge des Westens&laquo; und werden willkommen gehei&szlig;en, weil sie ins geostrategische Konzept passen. Schutzsuchende aus Kurdistan oder afrikanischen L&auml;ndern geh&ouml;ren allerdings nicht dazu und werden nach wie vor nicht in die EU gelassen. Dem m&uuml;ssen wir entgegentreten und sagen: &raquo;Alle sind hier willkommen!&laquo;<br>\nSie haben die Ungleichbehandlung von Menschen an der polnisch-belassrussischen Grenze selbst erlebt. Wie ist die Lage dort?<br>\nWir haben mit Aktivisten der Grupa Granica gesprochen. Demnach nimmt die Anzahl der Hilferufe, die sie bekommen, weiter zu. Nach wie vor ist es in den W&auml;ldern an der Grenze noch eiskalt, zumindest in den N&auml;chten. Die Lage wird immer schwieriger, weil auch auf der belarussischen Seite kaum noch Lebensmittel zur Verf&uuml;gung gestellt werden. Zudem gibt es mehr Berichte von Gewalt seitens des Grenzschutzes auf beiden Seiten. Das Paradoxe der Situation begreift man, wenn man sich den Twitter-Account des polnischen Grenzschutzes ansieht. Die ver&ouml;ffentlichen t&auml;glich, wie viele Menschen sie aus der Ukraine reingelassen haben, verbreiten Fotos von Soldaten, die das Gep&auml;ck der Fl&uuml;chtlinge tragen. Im n&auml;chsten Tweet hei&szlig;t es dann: Wir haben wieder 50 illegale Einwanderer daran gehindert, &uuml;ber die polnisch-belarussische Grenze vorzudringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/422983.folgen-des-ukraine-kriegs-das-sind-gewisserma%C3%9Fen-die-fl%C3%BCchtlinge-des-westens.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neutralit&auml;t der Ukraine ist das Gebot der Stunde<\/strong><br>\nZur herrschenden Ukrainophilie, zur neuen Bewegung der &ldquo;Nato-Linken&rdquo; sowie den Herausforderungen der Friedensbewegung. [&hellip;]<br>\nUnd es ist der blinde Fleck in der aktuellen Debatte, dass die alten historischen Beziehungen zwischen NS-Deutschland und Nationalisten in der Ukraine einfach nicht mehr thematisiert werden. Dabei sind das aber keine russischen Fake News, sondern historische Tatsachen.<br>\nEs ist dem Publizisten und Antisemitismusforscher Clemens Heni vorbehalten, darauf hinzuweisen, dass der ukrainische Botschafter Melnyk, am Grab des ukrainischen Nationalistenf&uuml;hrers und erkl&auml;rten Antisemiten Stepan Bandera einen Kranz niederlegte. Eigentlich m&uuml;sste eine solche Geste eine politische Karriere heute beenden.<br>\nNur wird sie jetzt einfach totgeschwiegen. Das macht die aktuelle Ukrainophilie in Deutschland besonders unangenehm, weil man da immer das Gef&uuml;hl hat, dass unbewusst da noch die Vorstellung wabert, jetzt k&ouml;nne man die deutsche Niederlage bei Stalingrad doch noch r&uuml;ckg&auml;ngig machen.<br>\nEs ist bemerkenswert, dass bis in Teile der Linken mit und ohne Parteibuch die Haltung verbreitet wird, jede Kritik an der Ukraine w&auml;re fast schon Verrat. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Neutralitaet-der-Ukraine-ist-das-Gebot-der-Stunde-6587114.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Journalismus zum Ukraine-Krieg: Von Nachrichtenerz&auml;hlern und Moderationsgefreiten<\/strong><br>\nZu einigen aktuellen Aspekten von Kriegsberichterstattung und Narrativismus<br>\nJournalismus mit Blick auf den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg der russischen F&uuml;hrung gegen die Ukraine hat auf vielen Ebenen zu tun mit &ldquo;Storytelling&rdquo;, also mit dem Erz&auml;hlen von Geschichte(-n). Damit sei hier nicht prim&auml;r der Aspekt gemeint, inwiefern die vermittelten Informationen der Wahrheit entsprechen. Sondern es sei vor allem der Schwerpunkt gelegt auf einige Seiten dessen, was erz&auml;hltheoretisch und -praktisch &ldquo;Narrativ&rdquo; und &ldquo;Narrativit&auml;t&rdquo; genannt wird.<br>\n&ldquo;Narrativit&auml;t&rdquo; ist auch im Journalismus ein sehr bew&auml;hrter und wirksamer Kommunikationsmodus. Sein Einsatz h&auml;ngt mit der &ldquo;Glaubw&uuml;rdigkeit&rdquo; oder besser: Vertrauensw&uuml;rdigkeit journalistischer Beitr&auml;ge eng zusammen.<br>\nNarrativit&auml;t beschreibt laut Matthias Aum&uuml;ller Darstellungen, deren Gegenstand eine zusammenh&auml;ngende Ereignisfolge ist. Ihr Zusammenhang werde durch eine (oder wenige) Figur(-en) mit menschlichen oder doch menschen&auml;hnlichen (anthropomorphen) Eigenschaften begr&uuml;ndet.<br>\nOft werde solche Narrativit&auml;t n&auml;her bestimmt durch ein einheitliches, aber nicht unbedingt realistisches Raumzeitkontinuum. Die Ereignisfolge in ihrer Dramaturgie sei &uuml;blicherweise durch Kausalit&auml;t zus&auml;tzlich verklammert, also durch das Behaupten von Ursache-Wirkungs-Beziehungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Journalismus-zum-Ukraine-Krieg-Von-Nachrichtenerzaehlern-und-Moderationsgefreiten-6585958.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Heinrich Heine: Wo sie B&uuml;cher verbrennen, verbrennen sie am Ende auch Menschen <\/strong><br>\nEine Welle antirussischer Hysterie schwappt &uuml;ber den Westen<br>\nDie Opposition gegen das russische Regime und den Krieg in der Ukraine verwandelt sich seit kurzem in eine offene Feindseligkeit gegen&uuml;ber dem russischen Volk und allem, was russisch ist. Diese D&auml;monisierung eines Volkes weckt Erinnerungen an die D&auml;monisierung der Juden und aller j&uuml;dischen Dinge.<br>\nEine Welle von antirussischer Hysterie schwappt &uuml;ber den Westen (1): Dieser Tage war in den Nachrichten zu h&ouml;ren, dass westliche Kr&auml;fte in Erw&auml;gung ziehen, als Folge des Krieges in der Ukraine die Werke beziehungsweise B&uuml;cher des bedeutenden russischen Schriftstellers Fjodor Michailowitsch Dostojewski zu verbrennen. Eine italienische Universit&auml;t hat den gro&szlig;en russischen Autor Dostojewski verboten. Verstehen Sie unseren Kommentar deshalb als eine Mahnung an alle Mitb&uuml;rger, dass die Vernunft niemals vor der &ouml;ffentlichen Meinung kapitulieren darf.<br>\nDie seit dem Zweiten Weltkrieg &bdquo;gepflegten&ldquo; Ressentiments gegen Russland, alle russischen Pr&auml;sidenten und russischen B&uuml;rger brechen seit Wochen aus dem Mund westlicher Politiker und westlicher Massenmedien ganz offen und in einer Sch&auml;rfe aus, die einem den Atem verschl&auml;gt. Wir werden die unglaublichen Sanktionen, Ma&szlig;nahmen und Vorschl&auml;ge nicht im Einzelnen aufz&auml;hlen; sie k&ouml;nnen inzwischen in allen Medien nachgelesen werden.<br>\nDer in der &Uuml;berschrift zitierte Satz Heinrich Heines stammt aus seiner Trag&ouml;die &bdquo;Almansor&ldquo;.  Sie wurde 1823 ver&ouml;ffentlicht und uraufgef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sicht-vom-hochblauen.de\/heinrich-heine-wo-sie-buecher-verbrennen-verbrennen-sie-am-ende-auch-menschen-von-rudolf-haensel-und-vera-sharav\/\">Sicht vom Hochblauen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Die Folgen der Schulschlie&szlig;ungen waren f&uuml;r arme Familien verheerend&ldquo;<\/strong><br>\nCorona Bernd Siggelkow ist Gr&uuml;nder des Kinderhilfswerks Arche und hat miterlebt, wie sich der Lockdown auf benachteiligte Jugendliche auswirkte [&hellip;]<br>\nWie erging es den Menschen, denen Sie halfen, konkret?<br>\nEs gibt hier in Marzahn-Hellerdorf viele junge Familien mit mehreren Kindern. Ich kenne eine Familie mit vierzehn Kindern. Die Mutter war w&auml;hrend des Lockdowns mit sechs der Kinder spazieren, um an die frische Luft zu kommen. Sie wurde von der Polizei angehalten, man sagte ihr, es sei verboten, mit so vielen Menschen auf der Stra&szlig;e zu sein. Sie hat sich so einsch&uuml;chtern lassen, dass sie sich wochenlang in ihrer Wohnung einsperrte.<br>\nDas h&auml;tte sie nicht m&uuml;ssen.<br>\nRichtig, aber viele unserer Familien haben die b&uuml;rokratische Sprache der staatlichen Verordnungen &uuml;berhaupt nicht verstanden. Ich musste oft &bdquo;&uuml;bersetzen&ldquo;. Einige, die nur schlecht Deutsch sprachen, konnten anfangs &uuml;berhaupt nicht verstehen, was gerade passierte. Sie haben nur leere Stra&szlig;en und viel Polizei gesehen und uns gefragt: &bdquo;Was ist los? Ist in Deutschland Krieg?&ldquo;<br>\nWie erleben Sie den Umgang von Kindern mit der Corona-Krise?<br>\nDie meisten unserer Kinder erleben vor allem wirtschaftlichen und sozialen Druck, f&uuml;hlen sich eingeengt. Vor lauter &Auml;ngsten sehen sie ihre M&ouml;glichkeiten gar nicht mehr. Ich sehe unsere Aufgabe auch darin, &Auml;ngste abzubauen. Den Menschen fehlt es an den Voraussetzungen f&uuml;r ein menschenw&uuml;rdiges Leben. Ja, es fehlt oft auch an Geld, aber nicht nur. Perspektiven und W&uuml;rde vermittle ich nicht &uuml;ber Geld, sondern &uuml;ber Aufgaben, &uuml;ber Arbeit, &uuml;ber Ziele.<br>\nWie blicken Sie auf die damaligen Schulschlie&szlig;ungen zur&uuml;ck?<br>\nGerade die hatten verheerende Folgen f&uuml;r die Kinder. Das darf nie wieder vorkommen. Wechselunterricht w&auml;re keine optimale, aber die bessere L&ouml;sung, um die sozialen Kontakte der Kinder aufrechtzuerhalten und sie so auch vor h&auml;uslicher Gewalt zu sch&uuml;tzen. Aber solange 22 Fu&szlig;ballspieler gemeinsam auflaufen und spielen d&uuml;rfen, sollten unsere Kinder auch gemeinsam in einer Klasse zur Schule gehen k&ouml;nnen. Wir hatten im M&auml;rz 2020 einen Tag l&auml;nger offen als die Schulen, da haben die Nachbarn vom Balkon gebr&uuml;llt: &bdquo;Schick die Balgen nach Hause!&ldquo;, und das Gesundheitsamt angerufen. Aber ich wei&szlig;, warum ich das tue, und eigentlich ist es mir egal, was solche Menschen &uuml;ber mich denken. Wichtig ist mir, was die Kinder &uuml;ber mich denken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/interview-die-folgen-der-schulschliessungen-waren-verheerend\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt: Die Ausbeutung von Wanderarbeitern in Deutschland<\/strong><br>\nArmut hat viele Gesichter. Ausbeutung auch. Und es gibt sie auch in einem reichen Land wie Deutschland. Betroffene schildern, wie ihnen grundlegende Rechte vorenthalten werden. Und wie im Ernstfall keiner etwas davon wissen will. Die Datenlage ist schwierig. Wie viele Millionen Menschen in Europa ihr Land verlassen, um in einem anderen Land zu arbeiten, ist schwer zu erfassen. In der Pandemie kehrten zudem viele Wanderarbeitende gezwungenerma&szlig;en zur&uuml;ck in ihre Heimatl&auml;nder. Eines aber l&auml;sst sich sagen: Die Lebens- und Arbeitsbedingungen sind oft schlecht. Schon vor vielen Jahren schrieb die gewerkschaftsnahe Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, dass auch in Deutschland europ&auml;ische Werte von sozialer Absicherung und menschenw&uuml;rdiger Unterkunft mit F&uuml;&szlig;en getreten w&uuml;rden. Hat sich daran bis heute etwas ge&auml;ndert?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ausbeutung-wanderarbeiter-100.html%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Lithium: Sieg oder Pyrrhussieg gegen Bergbau-Konzern Rio Tinto<\/strong><br>\nOhne Lithium f&uuml;r Batterien gibt es keine Elektromobilit&auml;t. Doch das Gewinnen von Lithum verursacht gewaltige Umweltsch&auml;den.<br>\nupg. Nach Demonstrationen in ganz Serbien ruderte die Regierung zur&uuml;ck und zog Lizenzen zur Gewinnung von Lithium zur&uuml;ck. Nach Angaben von Rio Tinto k&ouml;nnte die Mine in Serbien den Bedarf f&uuml;r eine Million Autobatterien decken. Eine europ&auml;ische Mine mit einem westlichen Betreiber sei f&uuml;r die EU von strategischem Interesse.<br>\n&laquo;Wir geben doch nicht unsere Umwelt auf, damit ihr im Westen euer &ouml;kologisches Gewissen beruhigen k&ouml;nnt&raquo;, erkl&auml;rte Politiker Vladan Lubinkovic, der gegen die Mine k&auml;mpft. Viele Gegner der Mine vermuten, dass das Projekt nach den Parlaments- und Pr&auml;sidentenwahlen am 3. April wieder reaktiviert wird. Denn es lockt eine Milliardeninvestition und es drohen Schadenersatzforderungen, weil Rio Tinto nach eigenen Angaben bereits 450 Millionen Dollar investierte. Der Rio Tinto-Konzern hat jedenfalls noch nicht aufgegeben. Auf seiner Webseite heisst es unbeirrt: &laquo;Wir glauben an Jadar.&raquo;<br>\nDie serbische Ingenieurin Mirjana An&#273;elkovi&#263; Luki&#263;, die am Milit&auml;rtechnischen Institut in Belgrad arbeitete und den Abbau von Lithium bek&auml;mpft, hat Infosperber folgende Hintergr&uuml;nde zugestellt.<br>\nUmweltauswirkungen des Sprengstoffeinsatzes beim Jadarit-Untertagabbau<br>\nRio Tinto, eines der weltweit gr&ouml;ssten Bergbauunternehmen [ein britisch-australischer Konzern; Red.], beabsichtigt, im westlichen Serbien Lithium-haltiges Jadarit-Erz abzubauen.<br>\nDas beansprucht 1234 Hektaren [1 ha = 10 000 qm; Red.] fruchtbaren Bodens und vertreibt etwa 10&rsquo;000 Einwohner aus ihren Wohnungen. Rio Tinto ist ber&uuml;chtigt als Unternehmen, das Luft, Erde und Wasser verschmutzt. Das Unternehmen kauft das Land von eingesch&uuml;chterten Bauern. Doch viele Bauern wollen nicht wegziehen. In dieser Gegend hat es in der N&auml;he des Klosters und der Kirche Friedh&ouml;fe mit Gr&auml;bern von Toten des letzten Weltkrieges sowie einen Badekurort. Alles ist betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/umwelt\/lithium-sieg-oder-pyrrhussieg-gegen-bergbau-konzern-rio-tinto\/\">Mirjana An&#273;elkovi&#263; Luki&#263; auf Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu auch: US-Konzerne pl&uuml;ndern den Kongo und bezichtigen China<\/strong><br>\nKobalt, ein Schl&uuml;sselelement f&uuml;r Lithiumbatterien und andere &bdquo;gr&uuml;ne&ldquo; Technologien, wird in Sklavenarbeit in Bergwerken der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) abgebaut. W&auml;hrend der Westen mit dem Finger auf China zeigt, &uuml;berwacht das Afrika-Kommando der US-Armee den Bergbau f&uuml;r die Konzerne. (&hellip;)<br>\nUnd Pr&auml;sident Bidens Handelsbeh&ouml;rde, die erst k&uuml;rzlich den Mineralienreichtum des Kongo auf einen zweistelligen Billionen-Dollar-Betrag sch&auml;tzte, schw&auml;rmte von &bdquo;Chancen f&uuml;r amerikanische Unternehmen mit hoher Risikotoleranz&ldquo;.<br>\nDem US Africa Command falle dabei die Aufgabe zu, dieses Risiko zu verringern. Schlie&szlig;lich verf&uuml;ge Afrika &uuml;ber eine F&uuml;lle strategischer Rohstoffe wie Kobalt, Chrom, Tantal und andere, welche entscheidend f&uuml;r den Fortschritt &ndash; sprich: die Vorherrschaft der US-Konzerne &ndash; im 21. Jahrhundert seien [3].<br>\nSeit den sp&auml;ten 1990er Jahren haben sich euro-amerikanische Bergbau-, Verarbeitungs- und Finanzkonzerne auf die Sklavenarbeit der Bergleute und bewaffnete Banden verlassen, um die Seltenen Erden abzubauen und in den Westen zu exportieren. Diese sind unverzichtbar bei der Herstellung von Computer-, Nachrichten- und Raketentechnik, und der j&uuml;ngste Ansturm auf erneuerbare Energien l&auml;utet eine neue Runde im Wettrennen um das seltene Metall Kobalt ein. Daf&uuml;r nehmen die USA den an Mineralien reichen Kongo ins Visier.<br>\nDie Bev&ouml;lkerung der DR Kongo betr&auml;gt gesch&auml;tzt 93 Millionen [4] und mit einem Bruttoinlandsprodukt von rund 50 Milliarden US-Dollar [5], ist es eines der &auml;rmsten L&auml;nder der Welt.<br>\nW&auml;hrend Billionen-Dollar-Unternehmen wie Apple, Microsoft und Tesla auf die Rohstoffe aus diesem Land angewiesen sind [6], leben sieben von zehn Kongolesen von weniger als 1,90 Dollar pro Tag [7]. Ihre Lebenserwartung liegt bei 60 Jahren [8], gegen&uuml;ber 78 Jahren in den USA [9], und die Kindersterblichkeit betr&auml;gt 66 Todesf&auml;lle pro 1.000 Lebendgeburten [10]. In den USA sind es 5,6 [11].<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/free21.org\/us-konzerne-pluendern-den-kongo-und-bezichtigen-china\/\">T.J. Coles in Free21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wachsender Nationalismus in Bosnien: Gesetz mit Sprengkraft<\/strong><br>\nIn Bosnien und Herzegowina verhandeln EU-Vertreter &uuml;ber ein umstrittenes Wahlgesetz. Es k&ouml;nnte das Ende f&uuml;r den Gesamtstaat bedeuten.<br>\nWenn in diesen Tagen EU-Unterh&auml;ndler &uuml;ber ein neues Wahlgesetz f&uuml;r Bosnien und Herzegowina verhandeln, geht es schlicht um die Existenz dieses Staates. Die niederl&auml;ndische EU-Beamtin Angelina Eichhorst ist dabei, gemeinsam mit dem amerikanischen Botschafter das Wahlgesetz f&uuml;r den Teilstaat der bosnisch-kroatischen F&ouml;deration ganz nach dem Geschmack der kroatischen Na&shy;tio&shy;na&shy;lis&shy;ten&shy;par&shy;tei HDZ zu &auml;ndern.<br>\nDie Idee: ein System mit Wahlm&auml;nnern nach amerikanischem Vorbild. Doch genau das w&uuml;rde den kroatischen Nationalisten in Bosnien helfen, ihrem Anf&uuml;hrer Dragan &#268;ovi&#263; einen Sitz im dreik&ouml;pfigen Staatspr&auml;sidium zu sichern, in dem Vertreter der bosnischen Serben, Kroaten und der Bosniaken gemeinsam das Staatsoberhaupt des Gesamtstaats bilden. Die EU- und US-Vertreter versuchen nun, Bakir Izetbegovi&#263;, den Vorsitzenden der bosniakischen Nationalpartei SDA, unter Druck zu setzen. Denn nur mit den Stimmen der SDA k&ouml;nnte im Parlament eine entsprechende Mehrheit zustande kommen, um das Wahlgesetz zu &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Wachsender-Nationalismus-in-Bosnien\/!5842651\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> So wie vor 30 Jahren Deutschland und die damalige EG durch die <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/genscher-in-der-f-a-z-kein-alleingang-bei-der-anerkennung-sloweniens-und-kroatiens-11577124.html\">Anerkennung der Sezession von Kroatien und Slowenien<\/a> aktiv an der Balkanisierung Jugoslawiens beteiligt war (das allerdings nach Titos Tod von innen heraus zerfiel), mischt sich die EU wiederum in Bosnien ein, um dieses Land in Schnipsel zu teilen. Alles, damit die EU eine wohlverdauliche Masse an leicht von au&szlig;en steuerbaren Neumitgliedern mit Billigl&ouml;hnen erh&auml;lt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-82153","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82153","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=82153"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82153\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82156,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82153\/revisions\/82156"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=82153"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=82153"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=82153"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}