{"id":82184,"date":"2022-03-22T16:57:55","date_gmt":"2022-03-22T15:57:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82184"},"modified":"2022-03-22T17:32:01","modified_gmt":"2022-03-22T16:32:01","slug":"leserbriefe-zu-die-totale-meinungsmache-ist-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82184","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eDie totale Meinungsmache ist m\u00f6glich\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Jens Berger hat <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82006\">in diesem Beitrag<\/a> das Ergebnis seiner wochenlangen Beobachtungen von deutschen TV-Talkshows mitgeteilt. Ein &bdquo;wahrer Sturm der Meinungsmache&ldquo; sei wahrzunehmen beim durchg&auml;ngigen Thema der russischen Invasion der Ukraine. Offizielle und inoffizielle ukrainische Vertreter seien als &bdquo;normale&ldquo; Stimmen zu Wort gekommen. Eine Einordnung ihrer &Auml;u&szlig;erungen sei nicht erfolgt. Stets werde die Rolle der Falken eingenommen. Von den &bdquo;Talkshow-Meinungsmachern&ldquo; sei &uuml;ber &bdquo;Afghanistan&ldquo;, &bdquo;Irak&ldquo; oder gar &bdquo;Serbien&ldquo; nichts zu h&ouml;ren gewesen. Als Ergebnis wird festgestellt: &bdquo;Unsere Talkshows bilden nicht die Debatte ab, sie lenken die Debatte in eine bestimmte Richtung&ldquo; und &bdquo;Es fehlt nicht mehr viel, dann wollen wir alle den &bdquo;totalen Krieg&ldquo; und sp&auml;ter fragen sich schlaue Leute, wie das damals m&ouml;glich war&ldquo;. Danke f&uuml;r die interessanten Leserbriefe, in denen auch andere Meinungen enthalten sind. Hier nun eine Auswahl. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>wieder einmal sprechen Sie mir so sehr aus dem Herzen mit dem heutigen Artikel &ldquo;die totale Meinungsmache ist m&ouml;glich&rdquo;!<\/p><p>Danke f&uuml;r diese so wahren und gleichzeitig so unendlich traurigen Worte!<\/p><p>Manchmal wei&szlig; ich nicht mehr wohin mit meiner Traurigkeit!&hellip;<\/p><p>Zum Gl&uuml;ck gibt es Euch!&hellip;<br>\nund Rosa Luxemburg in meinem Herzen, die nicht m&uuml;de wurde &ldquo;das zu sagen was ist&rdquo;<br>\nund &ndash; &ldquo;trotz alledem&rdquo; &ndash; immer das Sch&ouml;ne (z.B. Naturbetrachtungen aus ihrer Gef&auml;ngniszelle) gesehen hat !!<\/p><p>Macht weiter so!!!<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nSusanne Heuser<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger, <\/p><p>danke!&nbsp; Ihrem Artikel ist eigentlich nichts mehr hinzuzuf&uuml;gen. <\/p><p>Jeden neuen Morgen das neue Erwachen, in einer anderen Welt zu sein. In einer Welt, in der man nicht noch einmal geboren werden m&ouml;chte. Muss sich jede neue Generation in Deutschland die gleiche Frage stellen: wie ist das m&ouml;glich gewesen? Aber Sie haben Recht. Wir wissen es doch, wir haben es doch gewusst, aber wir haben nicht glauben wollen, dass es nocheinmal und so schnell passieren w&uuml;rde. T&auml;glich brechen alte Freunschaften und Bekanntschaften weg. Gestern wollte mein Mann einer alten Studienfreundschaft zum Geburtstag gratulieren&mdash;-,sie nahm Gl&uuml;ckw&uuml;nsche gar nicht erst entgegen, sondern sagte nur: &ldquo;hoffentlich wird dieser Putin bald ermordet&rdquo;. Diese Frau ist 92 Jahre alt geworden. M&uuml;sste sie es nicht wirklich auch besser wissen? <\/p><p>nochmals Dank f&uuml;r Ihren nicht trostreichen, aber unterst&uuml;tzenden Artikel. <\/p><p>Ingrid Scholz <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nich sch&auml;tze Ihre Artikel sehr, auch wenn ich mal nicht Ihrer Ansicht bin.<br>\n&nbsp;<br>\nIch sch&auml;tze Ihre Artikel &uuml;ber die verschiedensten Themen, weil man daraus erkennen kann, dass Sie Ihren journalistischen Beruf aus tiefster &Uuml;berzeugung aus&uuml;ben. Das wiederum unterscheidet Sie von einem Gro&szlig;teil Ihrer Berufskollegen, die ich seit einiger Zeit gerne als Lohnschreiber bezeichne, da sie nur noch als Hofberichterstatter fungieren.<br>\n&nbsp;<br>\nIhnen wird bewusst sein, dass sich die Massenmedien bei uns, genau wie in den USA, im Besitz einiger weniger Reicher befinden. Was also soll da anderes bei herauskommen?<br>\n&nbsp;<br>\nDie Verflechtungen zwischen Geld und Politik waren vor einiger Zeit noch recht verdeckt und wurden mehr im Verborgenen betrieben. Heute gibt man sich noch nicht einmal mehr M&uuml;he, diese verwerflichen Verflechtungen unter dem Teppich zu halten.<br>\n&nbsp;<br>\nUnd so ist es &uuml;berhaupt nicht verwunderlich, dass sich der Urnenp&ouml;bel, wie Georg Schramm uns einmal so treffend bezeichnete, mit Grausen abwendet.<br>\n&nbsp;<br>\nWo finden denn in diesem Land bitte noch wirkliche, echte Debatten mit offenem Ausgang statt?<br>\n&nbsp;<br>\nWo wird der Souver&auml;n denn bitte noch einbezogen?<br>\n&nbsp;<br>\nWo finden denn Volksentscheide oder vergleichbares in diesem Land statt?<br>\n&nbsp;<br>\nCDU\/CSU, SPD, Gr&uuml;ne, FDP? Wo bitte war noch mal der Unterschied? Vor der Wahl und nach der Wahl? Impfpflicht? Staatsverschuldung? R&uuml;stungsausgaben? Alle sind sich im Gro&szlig;en einig.<br>\n&nbsp;<br>\nEntschuldigen Sie die vielleicht etwas provokante Frage, aber sind wir uns alle sicher, noch in einer echten Demokratie zu leben? Die Frage darf gerne zum Nachdenken anregen.<br>\n&nbsp;<br>\nZum eigentlichen Inhalt Ihres Artikels m&ouml;chte ich anmerken, dass wir es als Meister der Doppelmoral erstklassig verstehen, Gut und B&ouml;se lupenrein auseinander zu halten, wobei der Level der Emp&ouml;rung gerne auf hohem Niveau gehalten werden darf, denn Emp&ouml;rung muss sein. Es geht hierbei um geradezu l&auml;cherliche Dinge, aber auch um sehr wichtige.<br>\n&nbsp;<br>\nWir emp&ouml;ren uns, dass ein schwarzer Keks &bdquo;Afrika&ldquo; hei&szlig;t und dass &bdquo;Uncle Ben&ldquo; ein Farbiger auf einer Reispackung ist, weshalb die &bdquo;umstrittenen&ldquo; Namen selbstverst&auml;ndlich ge&auml;ndert werden. Wir sind korrekt unterwegs, Fall abgeschlossen. Das noch immer alle 13 Sekunden auf der Welt ein Kind unter f&uuml;nf Jahren stirbt, l&auml;sst uns komplett kalt. Hauptsache der Keks hei&szlig;t nicht mehr &bdquo;Afrika&ldquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nWir emp&ouml;ren uns zu Recht &uuml;ber den illegalen russischen Angriff auf die Ukraine. Warum emp&ouml;ren wir uns dann aber nicht auch dar&uuml;ber, dass es in acht Jahren nicht gelungen ist, den B&uuml;rgerkrieg zu beenden?<br>\n&nbsp;<br>\nHat dieser Krieg in unseren Nachrichten denn &uuml;berhaupt stattgefunden? Nein, hat er nicht. Warum nicht? Weil er zu diesem Zeitpunkt f&uuml;r gro&szlig;e Entscheidungen unwichtig war.<br>\n&nbsp;<br>\nBeispielsweise griffen am 02. Mai 2014 (rechtsradikale) Anh&auml;nger der neuen Kiewer &bdquo;Regierung&ldquo; in Odessa prorussische Anh&auml;nger an und verbrannten mehr als 40 Menschen im Gewerkschaftshaus.<br>\nDer franz&ouml;sische Filmemacher Paul Moreira hat u.a. dieses Massaker in seinem Film &bdquo;Masken der Revolution&ldquo; dokumentiert. Wo waren denn damals unsere Solidarit&auml;tsbekundungen? Man stelle sich vor, Russen h&auml;tten Ukrainer in ein Gewerkschaftshaus getrieben und dieses angez&uuml;ndet. Frau Lamprecht h&auml;tte die Mobilmachung ausgerufen.<br>\n&nbsp;<br>\nMan stelle sich vor, &bdquo;der Russe&ldquo; h&auml;tte seinerzeit unsere gesch&auml;tzte Bundeskanzlerin abgeh&ouml;rt.<br>\n&nbsp;<br>\nMan stelle sich vor, ein australischer Journalist, der chinesische Kriegsverbrechen &ouml;ffentlich gemacht hat, w&uuml;rde in Russland unter dubiosen Vorw&auml;nden in Einzelhaft sitzen. Was w&auml;re hier wohl los. Solidarit&auml;tsbekundungen von fr&uuml;h bis sp&auml;t. Die feministische deutsche Au&szlig;enpolitik w&uuml;rde sich nicht mehr einkriegen.<br>\n&nbsp;<br>\nDiese grassierende Doppelmoral meine ich, und die Liste lie&szlig;e sich erschreckend lange fortsetzen.<br>\n&nbsp;<br>\nEs ist keine neue Erkenntnis, dass wir durch den Gro&szlig;teil der Medien gelenkt werden, was auch sehr gut funktioniert. Es erfordert das Interesse und die Zeit, sich auf alternativen Kan&auml;len zu informieren und sich daraus seine individuelle pers&ouml;nliche Meinung zu bilden. Meiner Einsch&auml;tzung nach gelingt das leider immer weniger Menschen und das bereit mir Sorgen.<br>\n&nbsp;<br>\nDes Weiteren sollten wir uns von dem Gedanken verabschieden, dass unser F&uuml;hrungspersonal in unserem Interesse unterwegs ist. Das ist eindeutig nicht mehr der Fall, auch schon vor Olaf Scholz.<br>\n&nbsp;<br>\nDer Bundeskanzler steht wortlos neben Herrn Biden, als dieser Nord Stream II beerdigt, der Vizekanzler sieht Deutschland in einer &bdquo;dienenden Rolle&ldquo; gegen&uuml;ber den USA, die Au&szlig;enministerin m&ouml;chte Russland ruinieren und das halbe Land darf sich von einem durchgeknallten ukrainischen Botschafter anp&ouml;beln lassen. Herr Scholz m&ouml;chte den Krieg in der Ukraine schnellstm&ouml;glich beenden, l&auml;sst aber deutsche Waffenexporte zu. Das alles passt in keiner Weise mehr zusammen.<br>\n&nbsp;<br>\nIn diesem Sinne, weitermachen und bleiben Sie sich treu.<br>\n&nbsp;<br>\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nStefan Wolff<br>\n&nbsp;<br>\nPS: Mich w&uuml;rde beizeiten interessieren, ob die letzten beiden S&auml;tze Ihres Artikels f&uuml;r &bdquo;Emp&ouml;rung&ldquo; gesorgt haben&hellip;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nzun&auml;chst einmal besten Dank f&uuml;r Ihre Arbeit und die Arbeit aller Mitstreiter der NDS. Sie sind einer der wenigen Leuchtt&uuml;rme des gesunden Menschenverstandes in einer immer weiter aufgew&uuml;hlten, schweren See der Propaganda und der Unvernunft. Was die besagten &ldquo;Talkshows&rdquo; betrifft, gebe ich gerne zu, dass ich diese Propaganda-Shows schon l&auml;nger nicht mehr sehe, schon seit 2014 nicht mehr. Wenn ich doch einmal beim Durchzappen h&auml;ngen bleibe, so halte ich es nur kurz aus und schalte schon aus rein psychohygienischen Gr&uuml;nden weiter. Aber auch das geht fast nicht mehr, einschl&auml;gige Sendungen all &uuml;berall.<\/p><p>Meiner Meinung nach ist der Mainstreammedienbetrieb fast komplett durchsetzt mit einschl&auml;gigen neokonservativen und neoliberalen Sprachrohren und Claqueren, die sich nur allzu gerne das hippe M&auml;ntelchen des Genderns, der Inklusion und der Diversity umh&auml;ngen. Diese &ldquo;Liberalit&auml;t&rdquo; und &ldquo;Ratio&rdquo; aber an anderer Stelle v&ouml;llig au&szlig;en vor lassen. Ein Offenbarungseid war f&uuml;r mich jedenfalls die Szene, als nahezu der gesamte Bundestag einen bekennenden Faschistenverehrer wie Melnyk beklatschte und der &ldquo;unertr&auml;gliche Botschafter&rdquo; vom russenhassenden Pfarrer Gauck umarmt wurde. Ich frage mich st&auml;ndig: Ist das Naivit&auml;t, Dummheit, Feigheit oder gar nur schn&ouml;de Korruption, die da am Werk ist? Ich habe am 26. September 2021 das letzte Mal gew&auml;hlt, denn diese &ldquo;Alternativlosigkeit&rdquo; ist einfach nur noch trostlos.<\/p><p>Es ist in Deutschland wieder gef&auml;hrlich, eine abweichende Meinung vom Mainstream zu vertreten. Man l&auml;uft Gefahr, den sozialen und beruflichen Tod zu sterben, wenn man versucht, auf die Vorgeschichte dieser schrecklichen Katastrophe hinzuweisen, auch wenn man beteuert, dass man den Krieg Russlands gegen die Ukraine scharf verurteilt. Man kann allenfalls bei wirklich engen Freunden und verst&auml;ndigen Verwandten dar&uuml;ber offen reden, schon etwas weiter entfernte Bekannte k&ouml;nnen ein Risiko darstellen, wodurch man selbst oder gar die eigene Familie m&ouml;glicherweise Nachteile erleiden k&ouml;nnte. Die Propaganda von ARD, ZDF und Co. ist einfach erdr&uuml;ckend und allgegenw&auml;rtig. Umso tr&ouml;stlicher ist es, dass die NDS dem entgegenhalten. Machen Sie weiter so.<br>\n&nbsp;<br>\nMit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nA.M.I.R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>ein paar Gedanken meinerseits zu dem, was Sie da &auml;u&szlig;ern. <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Vollkommen unverst&auml;ndlich ist der Trend, sogar offizielle ukrainische Vertreter einzuladen und zuzuschalten und deren Aussagen nicht als die einer Kriegspartei einzuordnen. Das ist unprofessionell, das ist Meinungsmache, ja, das ist Propaganda.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Was stellen Sie sich vor? Den russischen Botschafter einladen und nach jeder Ausage von Herrn Rodnyansky zu ihm her&uuml;berschwenken, damit er das TV-Publikum mit Putin-Phrasen &agrave; la &ldquo;Die Ukraine ist &uuml;berhaupt kein Staat, baut Massenvernichtungswaffen und muss entnazifiziert werden&rdquo; begl&uuml;ckt? Und was die Aussagen des Pr&auml;sidentenberaters betrifft: Ich w&uuml;sste nicht, dass es bislang unter den von Ihnen aufgef&uuml;hrten Diskussionsrunden auch nur eine gab, in der die von Ihnen formulierte Position, &ldquo;dass es unweigerlich zu einem Dritten Weltkrieg f&uuml;hren w&uuml;rde, wenn die NATO die milit&auml;rische Sprache der Gewalt w&auml;hlt&rdquo; bei den Anwesenden nicht unisono geteilt oder zumindest unbestrittene Mehrheitsmeinung gewesen w&auml;re. Insofern er&uuml;brigt sich auch, Ihre &ndash; ohnehin nur rhetorisch gemeinte &ndash; Frage zu beantworten, ob es &ldquo;wirklich niemanden&rdquo; mehr gibt, &ldquo;der Deutschland nicht in einen Krieg ziehen will&rdquo;. Ich w&uuml;sste hierzulande niemanden, der dies t&auml;te &ndash; weswegen einfach Unsinn ist, was Sie da behaupten.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Zumindest ich habe in den letzten Wochen permanent die Begriffe &lsquo;Aleppo&rsquo; und &lsquo;Tschetschenien&rsquo;, aber kein einziges Mal etwas &uuml;ber &lsquo;Afghanistan&rsquo;, &lsquo;Irak&rsquo; oder gar &lsquo;Serbien&rsquo; geh&ouml;rt.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Was hei&szlig;t denn &ldquo;oder gar Serbien&rdquo; ? Als wenn das der Vergleich w&auml;re, der der hier behandelten Materie sachlich (und nicht nur geographisch) am n&auml;chsten k&auml;me! Muss man allen Ernstes daran erinnern, dass dem Eingreifen der Nato in Serbien ein tats&auml;chlicher Genozid vorausgegangen war (Stichwort Srebrenica) &ndash; w&auml;hrend im Falle von Putins &Uuml;berfall auf die Ukraine das Wort Genozid eine absichtsvoll als solche gew&auml;hlte, v&ouml;llig leere Propaganda-Worth&uuml;lse bildet? Dieser Pawlowsche Reflex der letzten Putin-Mohikaner, in einer damit v&ouml;llig inkompatiblen Angelegenheit st&auml;ndig mit Verweisen auf &ldquo;Serbien&rdquo; und &ldquo;Kosovo&rdquo; um die Ecke zu kommen, ist doch einfach nur armselig.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wer heute noch auf Entspannung, Diplomatie, Ann&auml;herung oder Deeskalation setzt, geh&ouml;rt nicht in den Debattenkorridor. Es fehlt nicht mehr viel, dann wollen wir alle den &lsquo;totalen Krieg&rsquo; und sp&auml;ter fragen sich schlaue Leute, wie das damals m&ouml;glich war.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Ich kenne keinen &ndash; und habe auch in den von Ihnen angef&uuml;hrten Talkshows niemanden geh&ouml;rt -, der Krieg will, geschweige den den totalen: Weder im Sinne der insinuierten Goebbels-Assoziation, die Sie sich da albernerweise nicht verkneifen konnten, noch sonst irgendwie. Vor allem wollte die Ukraine keinen Krieg, und sie hat nichts von dem getan, was der Verursacher dieses Krieges zu seinem absurden Vorwand genommen hat. Schon von daher ist Ihre Eingangs-Pr&auml;misse, dass man in der &Ouml;ffentlichkeit beide Kriegsgegner gewisserma&szlig;en gleichberechtigt einander gegen&uuml;berstellen sollte, gewisserma&szlig;en als handle es sich um zwei streitende Schulkinder &ndash; und wenn man das nicht tut, Meinungsmache und &ldquo;Propaganda&rdquo; betreibt &ndash; , eine reichlich abwegige. Und was die von Ihnen vermisste &ldquo;Diplomatie&rdquo; angeht: Was taten denn s&auml;mtliche Politiker des Westens im Vorfeld dieses Krieges ? Was tun Macron, Scholz, Bennett, Erdogan und selbst Selensky jetzt noch, indem sie gef&uuml;hlt dreimal t&auml;glich mit Putin zu telefonieren und mit ihm zu kommunizieren versuchen ?  Wie s&auml;he denn eine &ldquo;Deeskalation&rdquo; Ihrer Meinung nach aus? Ja, ich wei&szlig; schon &ndash; Sie hatten es ja neulich schon an hiesiger Stelle dargelegt: Dass die Ukraine sich am besten kampflos ergeben, sich widerstandslos entwaffnen und in Putins Reich einverleiben lassen sollte &ndash; denn sie hat ja doch keine Chance, und alles andere verl&auml;ngert nur den Blutzoll. Und der Westen soll gef&auml;lligst an seine eigeben S&uuml;nden denkenmdie H&auml;nde in den Scho&szlig; legen und zuschauen. Und wer zu etwas anderem r&auml;t, und seien es auch nur Witschaftssanktionen, der &ldquo;eskaliert&rdquo;.<\/p><p>Nun ja &ndash; seien Sie mir nicht b&ouml;se, Herr Berger (obwohl mir eigentlich ziemlich egal ist, ob Sie das sind): Aber wenn das die Vorstellung von &ldquo;Ann&auml;herung&rdquo; ubd &ldquo;Entspannug&rdquo; ist, die Sie, entschuldigen Sie das b&ouml;se Wort: propagieren &ndash; dann bin ich eigentlich ziemlich froh (soweit man das bez&uuml;glich des hier in Rede Stehebden so ausdr&uuml;cken kann), dass Sie und Ihr verbliebenes H&auml;uflein mit dieser Ansicht in unserer politischen Gegenwart mittlerweile ziemlich alleine dastehen.<\/p><p>Von unserem Leser P.L.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>haben Sie vielen Dank f&uuml;r Ihren Beitrag zu obigem Thema. Mittlerweile ist es mir unm&ouml;glich, eine der einschl&auml;gigen Talkshows oder auch nur die Nachrichten einzuschalten, ohne eine meiner Gesundheit abtr&auml;gliche Ver&auml;rgerung zu empfinden.&nbsp;<\/p><p>Der bisherige Gipfel der stark einseitigen Parteinahme durch die Medien bez&uuml;glich der russischen Invasion in der Ukraine war heute die Zuschaltung des ukrainischen Pr&auml;sidenten Selenskij zur Bundestagssitzung. Auch dieses Video habe ich mir bewusst &ldquo;entgehen&rdquo; lassen, denn anderes als die bekannten Forderungen nach Geld, Waffen und Flugverbotszone war nicht zu erwarten. Wurde w&auml;hrend der Angriffskriege der USA jemals der jeweilige Pr&auml;sident des jeweiligen angegriffenen Landes (Saddam Hussein &ndash; Irak, Assad &ndash; Syrien, Gaddafi &ndash; Libyen &ndash; um nur einige wenige zu nennen &ndash; die Liste lie&szlig;e sich noch lange fortsetzen) zu einer Bundestagsdebatte zugeschaltet? Ich schlie&szlig;e daraus, dass es gute Kriege (von den USA gef&uuml;hrt) und b&ouml;se Kriege (von Russland gef&uuml;hrt) gibt.<\/p><p>Genauso wie es gute Fl&uuml;chtlinge (aus der Ukraine) und b&ouml;se Fl&uuml;chtlinge (die von Belarus aus &uuml;ber die Grenze die polnische Grenze &uuml;berschreiten wollten), gibt. In einer Dokumentation auf Tagesschau 24 beklagte eine polnische Grenz-Anwohnerin, dass vor dem Krieg Gefl&uuml;chtete Ukrainer\/innen in Polen mit Blumenstr&auml;u&szlig;en begr&uuml;&szlig;t w&uuml;rden, w&auml;hrend man die nicht aus der Ukraine kommenden, ebenfalls vor den Kriegen in ihrer Heimat Gefl&uuml;chteten vor kurzem mit Stacheldraht und Tr&auml;nengas gewaltsam zur&uuml;ckgewiesen habe, so dass viele im Wald erfroren seien, wo heute noch immer Leichen dieser Gefl&uuml;chteten gefunden w&uuml;rden. Mitleidige Menschen bestatten sie in anonymen Gr&auml;bern. Dar&uuml;ber in den &uuml;brigen MSM&nbsp; kein Wort.<\/p><p>Zu deutschen TV-Talkshows und ihren Moderator\/innen: Ich h&auml;tte nie gedacht, dass ich einmal die BBC als gutes Beispiel nennen m&uuml;sste, die t&auml;glich um 10.30 Uhr die Sendung&nbsp;&ldquo;Hard talk&rdquo; bringt, bei der ein prominenter, meist aus Politik oder Wirtschaft bekannter Gast, vom Moderator hochnotpeinlich befragt wird. Es w&auml;re sehr w&uuml;nschenswert, dass auch in unseren Medien so mancher mit Samthandschuhen angefasster Gast vor laufender Kamera gezwungen w&uuml;rde, unangenehme Fragen zu&nbsp; beantworten.<\/p><p>Wer &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde des Krieges in der Ukraine mehr wissen m&ouml;chte, dem sei nochmals der auch von den NDS genannte Dokumentarfilm von Oliver Stone empfohlen.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9E9i24XhWtw\">youtube.com\/watch?v=9E9i24XhWtw <\/a><\/p><p>Der Film zeigt nicht nur, wie die Ukraine sich vor den Karren der USA spannen lie&szlig; (und sich weiterhin l&auml;sst), sondern kl&auml;rt auf, wie es zu dem heutigen Desaster kommen konnte. Danach sieht man den Konflikt mit anderen Augen.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en und Dank f&uuml;r Ihre unverzichtbare, in diesen Zeiten so wertvolle Arbeit!<br>\nG. Fernekes<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nIhre&nbsp; Verwunderung &uuml;ber die Proganda&nbsp; in den Talkshows der &Ouml;R nehme ich Ihnen nicht ab. Denn diese Meinungsmache kennen wir nicht erst seit Corona sondern schon durch die Diffamierung der Immigrationskritiker&nbsp; sp&auml;testens seit 2016. Wie dabei vorzugehen ist kann man dem Ihnen sicher bekannten Framinghandbuch des WDR entnehmen.<br>\n&nbsp;<br>\nEs kommt aber ein weiterer Aspekt hinzu. Es gen&uuml;gt in der Googlesuche einzugeben &ldquo;Wer produziert eigentlich Lanz\/Maischberger &hellip;&rdquo; um herauszufinden, dass diese Meinungsmache von den Meinungsmachern samt und sonders selbst produziert wird. Der Frontmann\/-Frau und der CEO der Produktionsgesellschaft sind meistens eine Person.<\/p><p>Die &Ouml;R-Anstalten sind nur Eink&auml;ufer einer Ready-made-production. Ich w&uuml;rde vermuten, dass in den Liefervertr&auml;genzwar alle quantitativen Aspekte geregelt sind aber nicht eine Qualit&auml;tskontrolle der Inhalte.<\/p><p>Was soll man sich auch einmischen, welche G&auml;ste wie oft geladen werden d&uuml;rfen und geschweige denn Dinge wie Ausgewogenheit der Berichterstattung und &Uuml;bereinstimmung der Anforderungen mit dem Auftrag der &Ouml;R fordern.<\/p><p>Das belastet nur das Kunden-\/Lieferantenverh&auml;ltnis; zumal die Sender nachgewiesen selbst auf diesen Auftrag pfeiffen.<\/p><p>Es w&auml;re interessant, wenn es gel&auml;nge,&nbsp; aus dem Kreis der Medien Whistleblower zu finden um mit deren Input Fakten &uuml;ber diese sauberen Gesch&auml;ft zu erlangen und diese publik zu machen. Es w&uuml;rde mich nicht mal wundern, wenn dabei heraus k&auml;me, dass unsere Talkshow-Helden hinter den Kulissen von den gleichen Sponsoren Zuwendungen erhalten wie z.b. der Spiegel.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBernd Fend<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nin Sachen Corona haben wir gesehen, wie sehr das Schwingen der Moralkeule in Verbindung mit Angst ein Mittel zur politischen Selbsterm&auml;chtigung der Medien war. Da schon passte zwischen Politik und Medien kein Blatt mehr.<br>\n&nbsp;<br>\nDieses bew&auml;hrte Rezept (Russland als Aggressor gegen die wehrlosen Zivilisten der Ukraine und der Atomkrieg) findet nun auch im Ukrainekrieg Anwendung.<br>\n&nbsp;<br>\nWor&uuml;ber niemand spricht: Der hohe moralische Anspruch von Politik (Baerbock) und Medien dient in hohem Ma&szlig;e der Mobilmachung von Feindbildern, aktuell gegen Russland und Russen.<br>\n&nbsp;<br>\nMan muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Deutschland f&uuml;hrt mit Waffenlieferungen an die Ukraine als deutschem Stellvertreter Krieg gegen Russland, weil Putin der neue Hitler ist, dessen neben der deutschen Judenverfolgung bemerkenswerteste politische Tat &ndash; der deutsche Angriffskrieg gegen Russland (Sowjetunion) war. Deutschland im Widerstand gegen Adolf Hiltler, indem man gegen Russland zu Felde zieht und russische Kultur eliminiert: Wenn das kein Meisterst&uuml;ck historischer Wei&szlig;w&auml;sche ist!<br>\n&nbsp;<br>\nWer die historische Kontinuit&auml;t verstehen will, muss sich vor Augen halten, dass der 2. Weltkrieg im Osten (Volk ohne Raum) ein &ndash; wie immer, wenn es um Deutschland geht &ndash; &bdquo;versp&auml;teter&ldquo; Kolonialkrieg war, in dem es darum ging, Naturalien und Rohstoffe (Erd&ouml;l in Aserbaidschan) f&uuml;r den deutschen Gro&szlig;machtanspruch zu requirieren. In punkto Naturalien diente der V&ouml;lkermord an den Juden in Osteueropa sehr profan (auch) der Ausschaltung von Nahrungskonkurrenten (Deutschland requirierte im 2. Weltkrieg systmatisch Lebensmittel f&uuml;r die mit R&uuml;stung besch&auml;ftigte Heimatfront).<br>\n&nbsp;<br>\nLegt man den Ma&szlig;stab des Kolonialkrieges an, l&auml;sst sich das deutsche &Uuml;berlegenheitsgef&uuml;hl gegen slawische Untermenschen ohne weiteres in den Kontext der V&ouml;lkermorde an den Ureinwohnern in S&uuml;d- und Nordamerika (USA) und Australien oder den Massakern der Kolonialkriege (Hereros) in Afrika stellen. Nur eben im 20. Jahrhundert.<br>\n&nbsp;<br>\nDer Ukrainekrieg ist ein Stellvertreterkolonialkrieg gegen Russland, das sich mit Putin als Jelzins Nachfolger dem Status einer Kolonie des Westens entzogen hat: Das ist ebenso so unverzeihlich wie der Aufstieg Chinas vom Billiglohnstandort zur autonomen Wirtschaftsmacht. Das Ressentiment gegen Russland und China (in New York ist Pfefferspray in Chinatown wegen zunehmender rassistischer &Uuml;bergriffe Mangelware) ist nur vor dem Hintergrund kolonialer Attit&uuml;de verst&auml;ndlich.<br>\n&nbsp;<br>\nJa, Russland hat den schwelenden Konflikt formal zum Krieg gemacht: Gegen seine Beendigung arbeiten die EU und die USA &ndash; auf Kosten von Menschenleben &ndash; aufs Emsigste. Selinski ist nur Marionette und kein eigenst&auml;ndiger Akteur &ndash; eine Inszenierung durch und durch. Den Krieg wird er nur mit Zustimmung der USA beenden.<br>\n&nbsp;<br>\nIm Ergebnis finden wir uns in Deutschland im 19. Jahrhundert wieder, in dem der gro&szlig;manns&uuml;chtige und hohl-pomp&ouml;se deutsche Kaiser Wilhelm II. nach Bismarck den Anschluss Deutschlands an die Kolonialpolitik der westlichen M&auml;chte (Platz an der Sonne) suchte und sein Flottenprogramm startete.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Verk&uuml;ndung einer r&uuml;stungspolitischen Zeitenwende durch den pers&ouml;nlich unbedeutensten Bundeskanzler aller Zeiten steht folgerichtig f&uuml;r Deutschlands entschlossenen Weg vorw&auml;rts in die Vergangenheit.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nEJ<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\n&hellip;so, so, von Aleppo haben Sie `was geh&ouml;rt. Das finde ich aber erstaunlich.<br>\n&nbsp;<br>\nNun gut . in Aleppo verteidigten vom Wertewesten bezahlte Bluts&auml;ufer und Kopfabschneider eben jene Werte gegen die apokalyptische Kavallerie der Assads und Putins. Aber: war da nicht auch noch was anderes? Wie war das noch gleich mit den von den Apokalyptischen organisierten Fluchtkorridoren ? Wer knallte noch gleich die armen Teufel, die auf diesem Wege zu entkommen suchten, ab, wie die Hasen &ndash; oder besser gesagt: wie die Truth&auml;hne? Wie aus dem Irak bereits bekannt, geh&ouml;rt das &ldquo;Truthahnschie&szlig;en&rdquo; ja zu den besonderen Vergn&uuml;gungen der wertewestlichen Befreier &ndash; Julian Assange l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en.<\/p><p>Was das uns&auml;gliche Personal der &Ouml;R-Propaganda angeht: ich erinnere an eine legend&auml;re Philippika des kaum noch vernehmbaren Georg Schramm, bez&uuml;glich der &ldquo;&Ouml;ffentlichrechtlichen Bed&uuml;rfnisanstalten&rdquo;. In einem schwer erkl&auml;rbaren Anfall purer Milde sprach er, mit Blick auf die Maischbergers, Illners, Wills, etc. von Clo-Frauen. Mir fiele hier eine sehr viel passendere Bezeichnung ein.<br>\n&nbsp;<br>\nFrank Schultz<br>\n&nbsp;<br>\np.s.: vor einigen Tagen sprach ich mit Bekannten &uuml;ber die aktuelle Situation in der Ukraine. Verst&auml;ndliche Emp&ouml;rung. Ich wies dann darauf hin, dass Leute in Gebieten der Ostukraine seit vielen Jahren schon, mit wechselnder Intensit&auml;t,&nbsp; u.a. mit Artillerie beschossen werden und das Tausende von Toten und Zigtausende von Verletzten zu beklagen sind.<br>\nReaktion: &ldquo;Ach? N&ouml;&ouml;&ouml;, davon haben wir noch nie was geh&ouml;rt.&rdquo;<br>\n&nbsp;<br>\nUnd &uuml;berhaupt und sowieso: ist das eigentlich noch Max Uthoff oder ist das schon Friedrich Merz? Die L&auml;nge d&uuml;rfte in etwa passen.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Ihre treffenden Bemerkungen zum Stand der Meinungsmache in Deutschland lassen erschauern. Es gibt nicht den Ansatz von konstrutivem&nbsp;Herangehen an die Frage, wie diesen Krieg beenden, im Gegenteil gewinnt man mehr und mehr den Eindruck, da&szlig; sich rasch darauf als Dauerzustand eingerichtet wird&nbsp;ohne nachzudenken, wo das enden wird. N&uuml;chtern betrachtet ist die Situation, ich bitte um Entschuldigung doch ganz einfach. Es gibt nur zwei Wege, aus dieser herauszukommen, ich nenn diese mal einen europ&auml;ische und einen amerikanischen. Der europ&auml;ische Weg w&auml;re, ohne R&uuml;cksicht auf politische Befindlichkeiten im Interesse der betroffenen Menschen den &ldquo;Preis&rdquo; erfragen, den die Russen verlangen.&nbsp;Ich kann davon ausgehen, da&szlig; dies innerhalb 24 Stunden machbar w&auml;re. Die K&auml;mpfe w&uuml;rden eingestellt und alles andere w&auml;re dann anschlie&szlig;end im Verhandlungswege zu regeln. Dem&nbsp;ukrainischen Staat mu&szlig;te dazu allerdings begreiflich gemacht werden, da&szlig; er die russischen Bedingungen zu akzeptieren h&auml;tte, w&uuml;rde sicher weh tun, w&auml;re im Interesse des Friedens aber unumg&auml;nglich. Der amerikanische Weg dagegen, die K&auml;mpfe gehen mit mehr oder weniger verdeckter Unterst&uuml;tzung der NATO weiter,&nbsp;bis zum bitteren Ende. Ich male mir die Einzelheiten nicht aus, nehme jedoch an, irgendwann verliert eine Partei die Nerven und Europa wird zum Schlachtfeld. Ob Ru&szlig;land das &uuml;berlebt, lasse ich offen, denn das ist dann nicht wichtig. Im g&uuml;nstigsten Falle,&nbsp; nat&uuml;rlich nicht f&uuml;r die Menschen in Europa, bleiben final die USA und China &uuml;brig. Europa d&uuml;rfte auf lange Zeit weitgehend unbewohnbar sein. Oder sehen Sie noch einen anderen Weg?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ&uuml;rgen Keller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jens Berger hat <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82006\">in diesem Beitrag<\/a> das Ergebnis seiner wochenlangen Beobachtungen von deutschen TV-Talkshows mitgeteilt. Ein &bdquo;wahrer Sturm der Meinungsmache&ldquo; sei wahrzunehmen beim durchg&auml;ngigen Thema der russischen Invasion der Ukraine. Offizielle und inoffizielle ukrainische Vertreter seien als &bdquo;normale&ldquo; Stimmen zu Wort gekommen. Eine Einordnung ihrer &Auml;u&szlig;erungen sei nicht erfolgt. 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