{"id":82191,"date":"2022-03-23T08:32:52","date_gmt":"2022-03-23T07:32:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191"},"modified":"2022-03-23T09:45:34","modified_gmt":"2022-03-23T08:45:34","slug":"hinweise-des-tages-4074","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191#h01\">Steigende Energiepreise: &ldquo;&Uuml;ber Spekulation wird bisher ja &uuml;berhaupt nicht gesprochen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191#h02\">Durst auf &Ouml;l: USA tasten sich vor, Venezuela pragmatisch und standhaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191#h03\">Wessen Krieg?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191#h04\">Lambrecht sorgt mit Versprecher im eigenen Ministerium f&uuml;r Verwirrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191#h05\">SPD als neue R&uuml;stungspartei: Wof&uuml;r der Ukraine-Krieg so alles herhalten muss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191#h07\">Ernst-Th&auml;lmann-Denkmal in Prenzlauer Berg: CDU beantragt Einschmelzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191#h08\">Neue Spielr&auml;ume f&uuml;r Entlastungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191#h09\">F&uuml;r ein gerechtes BAf&ouml;G<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191#h10\">Zeitarbeit auf Dauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191#h11\">Selenskyj verbietet weite Teile der Opposition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191#h12\">Reisen unter falscher Flagge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191#h13\">Westliche Eliten halten uns davon ab, Russlands Ultra-Reiche zu sanktionieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191#h14\">Russlands Krieg bedeutet weniger Waffen f&uuml;r Myanmar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82191#h15\">Noch ne geistig-moralische Wende, bitte!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steigende Energiepreise: &ldquo;&Uuml;ber Spekulation wird bisher ja &uuml;berhaupt nicht gesprochen&rdquo;<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Heiner Flassbeck &uuml;ber russische Gasimporte, Joachim Gauck und einen verschwiegenen Grund der Preisexplosion<br>\nHerr Flassbeck, vor dem Hintergrund des Kriegsgeschehens in der Ukraine wird derzeit viel &uuml;ber die Macht Russlands auf den Energiem&auml;rkten gesprochen. Die Grundfrage scheint mir: K&ouml;nnen wir denn &uuml;berhaupt auf Energietr&auml;ger aus Russland verzichten?<br>\nHeiner Flassbeck: Ganz kurzfristig sicher nicht, oder nur unter gro&szlig;en Schmerzen. Aber ich halte das auch f&uuml;r gar keine vern&uuml;nftige Perspektive. Wir m&uuml;ssen stattdessen wieder eine Friedensperspektive entwickeln. Und das darf dann eben nicht hei&szlig;en, dass wir eine Mauer rund um Russland bauen und den Handel mit Russland aussetzen.<br>\nDer polnische Ministerpr&auml;sident Mateusz Morawiecki hat wegen des Kriegs in der Ukraine eine totale und sofortige Handelsblockade gegen Russland gefordert &hellip;<br>\nHeiner Flassbeck: Russland von vornherein und grunds&auml;tzlich vom Handel auszuschlie&szlig;en, halte ich f&uuml;r falsch. Egal, wer in dem Land an der Macht ist: Man muss nach dem akuten Konflikt wieder zu normalen Beziehungen zur&uuml;ckfinden. Es gibt einen weltweiten, gewaltigen &Ouml;lmarkt, da spielt Russland eine wichtige Rolle und man wird auch keine weltweite Klimastrategie entwickeln k&ouml;nnen ohne diesen gro&szlig;en Player.<br>\nJenseits der heutigen Emotionen muss man daf&uuml;r sorgen, dass es wieder friedliche Beziehungen gibt und dass alle relevanten Akteure miteinander kooperieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Steigende-Energiepreise-Ueber-Spekulation-wird-bisher-ja-ueberhaupt-nicht-gesprochen-6603958.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Durst auf &Ouml;l: USA tasten sich vor, Venezuela pragmatisch und standhaft <\/strong><br>\nRussland ist dem Angriff der NATO und der USA ausgesetzt, die sich unvorsichtigerweise f&uuml;r eine wirtschaftliche und finanzielle Belagerung und die Schlie&szlig;ung der &Ouml;l- und Gash&auml;hne des eurasischen Riesen aufgrund des Konflikts in der Ukraine entschieden haben. Eine miserable Kalkulation. Wie die Explosionen, die mehr als 3.800 ukrainische Milit&auml;reinrichtungen zerst&ouml;rt haben, ersch&uuml;ttern die antirussischen Sanktionen den Seelenfrieden von Joe Biden, der dringend ein &bdquo;Beruhigungsmittel&rdquo; braucht und das ausgerechnet in Venezuela sucht. [&hellip;]<br>\nAber wie die Granatsplitter&hellip;in Charkow, Mariupol, den Au&szlig;enbezirken von Kiew&hellip; verbreiten die Sanktionen inflation&auml;re Granatsplitter, die die Kraftstoffpreise und den Blutdruck des US-Pr&auml;sidenten in die H&ouml;he treiben. Politiker und Analysten warnen, dass das finanzielle &bdquo;Cholesterin&rdquo;, das aus den antirussischen Ma&szlig;nahmen resultiert, die produktiven Adern, die Dienstleistungen und die Lebenshaltungskosten aufbl&auml;hen und auf Millionen von bereits hungernden M&auml;gen dr&uuml;cken werde.<br>\nBiden ist von letzterem nicht beunruhigt, denn Million&auml;re m&uuml;ssen schlie&szlig;lich nicht hungern. [&hellip;]<br>\nDie Gro&szlig;macht versucht, der wirtschaftlichen Katastrophe zu entgehen, die durch die Bestrafung Russlands f&uuml;r einen von den USA provozierten Konflikt ausgel&ouml;st wurde, und zwar unter dem Schutz derselben Elite, die uns das von Wladimir Putin regierte Land als &bdquo;Schuldigen&rdquo; verkaufen m&ouml;chte. Die Sanktionen lassen Washington unter den Auswirkungen seiner eigenen Bestrafung leiden.<br>\nDer US-Pr&auml;sident hat sich an Venezuela gewandt, um aus der Zwickm&uuml;hle herauszukommen. Er hat es eilig, das russische &Ouml;l zu ersetzen und zu diesem Zweck f&uuml;r ein &bdquo;Salve&ldquo; f&uuml;r Nicol&aacute;s Maduro Juan Guaid&oacute; einen weiteren politischen Tritt in den Hintern verpasst. Die Geste ist aufschlussreich.<br>\nDen USA war, auch wenn sie etwas anderes behauptet haben, immer sehr bewusst, dass Maduro der rechtm&auml;&szlig;ige Pr&auml;sident Venezuelas ist. [&hellip;]<br>\nDie Anerkennung der bolivarischen Regierung und ihres rechtm&auml;&szlig;igen Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro, die Aufhebung der gegen sie verh&auml;ngten rechtswidrigen Sanktionen, die R&uuml;ckgabe ihrer enteigneten Verm&ouml;genswerte und die Achtung ihrer Unabh&auml;ngigkeit sind die Voraussetzungen f&uuml;r die Wiederaufnahme der Beziehungen, die in keiner Weise eine Verringerung der Unterst&uuml;tzung f&uuml;r das russische Volk und die russische Regierung bedeuten, haben die bolivarischen Beh&ouml;rden bekr&auml;ftigt. Ihr Handeln entspricht ihren Prinzipien, w&auml;hrend das Imperium nur opportunistisch und berechnend ist, und immer nur aus Verzweiflung oder Zweckm&auml;&szlig;igkeit heraus agiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.granma.cu\/mundo\/2022-03-18\/durst-auf-ol-usa-tasten-sich-vor-venezuela-pragmatisch-und-standhaft%20\">Granma<\/a>\n<p>dazu: <strong>Pakistans Premier Imran Khan: Unser Land wird sich Druck des Westens nicht beugen<\/strong><br>\nPakistans Premier prangert wiederholt ausl&auml;ndische M&auml;chte an, die sein Land unter Druck setzen, die Beziehungen zu Russland wegen der Milit&auml;roperation in der Ukraine abzubrechen. Er werde weiterhin Entscheidungen zum Wohle des Landes und seiner B&uuml;rger treffen, so Khan. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Ich habe einen Eid geschworen, dass ich mich niemandem au&szlig;er Gott beugen werde&ldquo;, wiederholte Khan. Er f&uuml;hrte den von den USA gef&uuml;hrten globalen Krieg gegen den Terror als Beispiel f&uuml;r eine vom Westen erzwungene politische Entscheidung an, die Pakistan letztlich nichts als Leid gebracht habe und betonte:<br>\n&bdquo;Wir wurden Teil des US-Krieges gegen den Terror in Afghanistan und haben 80.000 Menschen und 100 Milliarden US-Dollar verloren.&ldquo;<br>\nPakistan ist unter zunehmendem Druck des Westens geraten, Russland &ouml;ffentlich anzuprangern und sich von ihm zu distanzieren. Islamabad hatte sich bei einer Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen, in der Moskaus Milit&auml;raktion gegen Kiew verurteilt wurde, der Stimme enthalten und sich stattdessen gemeinsam mit 34 weiteren L&auml;ndern, darunter China, S&uuml;dafrika und Indien, neutral verhalten.<br>\nObwohl er die indische Regierung unter Premierminister Narendra Modi lautstark kritisiert, zollt Khan dem Nachbarland Anerkennung daf&uuml;r, dass es &bdquo;unabh&auml;ngige Entscheidungen im Interesse seiner B&uuml;rger trifft&ldquo;.<br>\nAuch Indien sieht sich internationalem Druck und Kritik ausgesetzt, weil es sich neutral verh&auml;lt und einen pragmatischen Ansatz verfolgt, um die Energiesicherheit des Landes zu gew&auml;hrleisten. Neu-Delhi kauft weiterhin &Ouml;l aus Russland, das momentan zu erm&auml;&szlig;igten Preisen erh&auml;ltlich ist, da einige L&auml;nder aus Angst vor Vergeltungssanktionen seitens der USA auf Handel mit Russland verzichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cooptv.wordpress.com\/2022\/03\/21\/pakistans-premier-imran-khan-unser-land-wird-sich-druck-des-westens-nicht-beugen\/%20\">Co-op News<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Ukraine-Krieg: Japan beanstandet Russlands Abbruch der Friedensgespr&auml;che &uuml;ber die umstrittenen Kurileninseln wegen Sanktionen<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung) Moskau stoppt auch den Dialog mit Tokio &uuml;ber wirtschaftliche Aktivit&auml;ten auf den umstrittenen Inseln, den Kurilen in Russland und den N&ouml;rdlichen Territorien in Japan<br>\nPremierminister Fumio Kishida bezeichnete Russlands Entscheidung als &ldquo;ungerecht und absolut inakzeptabel&rdquo;.<br>\nJapan reagierte am Dienstag ver&auml;rgert, nachdem Russland sich aus den Gespr&auml;chen mit Tokio &uuml;ber einen Friedensvertrag zur&uuml;ckgezogen und gemeinsame Wirtschaftsprojekte im Zusammenhang mit den umstrittenen Kurileninseln eingefroren hatte, weil die Regierung Kishida wegen Moskaus Einmarsch in der Ukraine Sanktionen verh&auml;ngt hatte.<br>\nMoskau und Tokio haben die Feindseligkeiten aus dem Zweiten Weltkrieg noch immer nicht offiziell beendet, da es um Inseln vor Japans n&ouml;rdlichster Insel Hokkaido geht, die in Russland als Kurilen und in Japan als N&ouml;rdliche Territorien bekannt sind. Die Inseln wurden am Ende des Zweiten Weltkriegs von der Sowjetunion beschlagnahmt.<br>\nJapan hat, zuletzt am Freitag, Sanktionen gegen 76 Einzelpersonen, sieben Banken und 12 andere Einrichtungen in Russland verh&auml;ngt, darunter auch gegen Verteidigungsbeamte und den staatlichen Waffenexporteur Rosoboronexport.<br>\n&ldquo;Unter den gegenw&auml;rtigen Bedingungen hat Russland nicht die Absicht, die Verhandlungen mit Japan &uuml;ber einen Friedensvertrag fortzusetzen&rdquo;, erkl&auml;rte das russische Au&szlig;enministerium am Montag in einer Erkl&auml;rung und verwies auf Japans &ldquo;offen unfreundliche Positionen und Versuche, die Interessen unseres Landes zu sch&auml;digen&rdquo;. [&hellip;]<br>\nLetztes Jahr sagte Pr&auml;sident Wladimir Putin, dass sowohl Tokio als auch Moskau gute Beziehungen anstrebten und es absurd sei, dass sie kein Friedensabkommen erreicht h&auml;tten.<br>\nRussland hat sich auch aus den Gespr&auml;chen mit Japan &uuml;ber gemeinsame Gesch&auml;ftsprojekte auf den Kurilen zur&uuml;ckgezogen und die Visafreiheit f&uuml;r japanische B&uuml;rger aufgehoben, so das Au&szlig;enministerium.<br>\nMoskau hat in den letzten Monaten versucht, Tokio einzusch&uuml;chtern, indem es eine Flotte von Kriegsschiffen in der N&auml;he der japanischen K&uuml;ste stationierte. Anfang M&auml;rz erkl&auml;rte das japanische Milit&auml;r, dass ein russischer Milit&auml;rhubschrauber kurzzeitig in seinen Luftraum in der N&auml;he des umstrittenen Gebiets eingedrungen sei, woraufhin es Kampfjets losgeschickt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/news\/asia\/east-asia\/article\/3171349\/ukraine-war-japan-slams-russia-move-end-disputed-kuril-islands%20\">SCMP<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Japan, in seiner selbstgef&auml;lligen Abgehobenheit scheint sich noch immer nicht vorstellen zu k&ouml;nnen, dass Russland auch ohne sie auskommen kann. Sanktionen gegen Russland, ein paar Beleidigungen gegen&uuml;ber Putin, was macht das schon? Und schon sind die Russen sauer, na sowas aber auch.<br>\nDasselbe gilt f&uuml;r die USA und die NATO-Staaten. Auch die k&ouml;nnen sich immer noch nicht vorstellen, dass f&uuml;r Russland jetzt Schluss mit lustig ist. Jetzt wenden die USA sich gar an Venezuela, ein Land, das sie seit Jahrzehnten mit allen m&ouml;glichen Sanktionen gequ&auml;lt und diffamiert haben und sogar Mordanschl&auml;ge auf die beiden Pr&auml;sidenten Chavez und Maduro mit angezettelt haben. Ein Land, an dem sie seit 25 Jahren, seit die Vereinigte Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) an die Regierung kam, kein gutes Haar gelassen und die Bev&ouml;lkerung mit ihren Sanktionen und Blockaden an den Rand der Armut getrieben haben, ausgerechnet Venezuela wollen sie jetzt auf ihre Seite gegen Russland ziehen. Ihr Angebot: Schwamm dr&uuml;ber, wenn Venezuela den USA jetzt das Erd&ouml;l, das sie zwar dringend brauchen aber nicht mehr bei den Russen kaufen wollen (und das Russland ihnen bald sowieso nicht mehr verkaufen wird). Russland und China waren die einzigen L&auml;nder, die Venezuela in all den Jahren nicht fallen gelassen haben. F&uuml;r wie dumm halten die USA ihre s&uuml;damerikanischen Nachbarn eigentlich? Venezuela hat sie abblitzen lassen. Hie&szlig; es in den 1970er Jahren in den L&auml;ndern der Dritten Welt noch weitgehend &bdquo;amis go home&ldquo; so hei&szlig;t es in den 2020er Jahren zunehmend: &bdquo;amis fuck off&ldquo;.<br>\nUnd dann versuchen sie es auch noch bei China. Teils mit Drohungen, teils mit leeren Versprechungen, versucht Biden, China dazu zu bringen, sich von Russland abzuwenden, w&auml;hrend die USA gleichzeitig alles daransetzen, das Land schlecht zu machen und ihm zu schaden. Auch China wei&szlig;, wer Freund und wer Feind ist und wird sich h&uuml;ten. Die Telefonkonferenz zwischen Biden und Xi Jinping am letzten Freitag endete f&uuml;r die USA entt&auml;uschend.<br>\nDie USA haben noch fast jedem Land der Welt Schaden zugef&uuml;gt und wundern sich jetzt, wenn die ihnen die kalte Schulter zeigen. Wie weltfremd muss man da doch sein!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wessen Krieg?<\/strong><br>\nIst es wirklich Putins Krieg? Warum wurde die Russische F&ouml;deration als europ&auml;ischer Vielv&ouml;lkerstaat nach dem Ende der Blockkonfrontation nicht direkt Mitglied der Nato? Die entsprechende Passage in der Putin-Rede vom 21. Februar 2022 wurde bisher weder zitiert noch kommentiert. [&hellip;]<br>\nDen Krieg in der Ukraine haben die F&uuml;hrungseliten im Wei&szlig;en Haus und im Kreml inspiriert, initiiert, beschleunigt, um ihre Politik mit anderen, n&auml;mlich milit&auml;rischen Mitteln durchzusetzen. Es ist nichts anderes als ein imperialistischer Stellvertreterkrieg um politische Einflusssph&auml;ren, M&auml;rkte und Rohstoffreserven. Die Russische F&ouml;deration wurde unter Jelzin und Putin zu einem kapitalistischen Staat der Oligarchen deformiert. Putin hat die Macht mit ihnen geteilt und ist ihr Nutznie&szlig;er, muss also ihre Pfr&uuml;nde gegen jeden Zugriff von au&szlig;en sichern, koste es, was es wolle.<br>\nDie innenpolitischen Zust&auml;nde in der Ukraine und die Hinhaltetaktik der EU, was deren Aufnahme betraf, boten Washington zun&auml;chst per Orangener Revolution eine Chance, um sich Einfluss zu verschaffen und das Land als Speerspitze der Nato gegen Russland zu profilieren. [&hellip;]<br>\nGenau das ist der Punkt, wo statt Freiheit, Demokratie, Menschenrechten, und V&ouml;lkerrecht der wirkliche Uncle Sam ins Licht r&uuml;ckt und sich Sanktionen als perfide Falle und Bumerang erweisen. Es geht schlichtweg um &Ouml;l, Gas, Getreide, M&auml;rkte und Profite f&uuml;r die US-Wirtschaft. [&hellip;]<br>\nWarum redet eigentlich niemand von den vorrangigen wirtschaftlichen Interessen Washingtons? Denn mit den Sanktionen lasten die USA ihren Verb&uuml;ndeten immense unkalkulierbare wirtschaftliche Folgen und Risiken auf, strangulieren ihre Haushalte durch erh&ouml;hte R&uuml;stungsausgaben und &uuml;berlassen ihnen das Schicksal der Kriegsfl&uuml;chtlinge. [&hellip;]<br>\nDer Bundesrepublik Deutschland &uuml;berlie&szlig; Washington ganz nebenbei die F&uuml;hrungsrolle in der EU. Schlie&szlig;lich muss das gesamte US-Potenzial gegen den Lieblingsfeind Nr. 1, die Volksrepublik China, mobilisiert werden. Die rot-gr&uuml;n-gelben Koalition&auml;re treiben die Bundesrepublik auf Jahre hinaus in den Kriegsmodus. &raquo;Mit dem &Uuml;berfall auf die Ukraine sind wir in einer neuen Zeit&laquo;, konstatierte Bundeskanzler Olaf Scholz und spendierte der Bundeswehr 100 Milliarden Euro extra &raquo;f&uuml;r notwendige Investitionen und R&uuml;stungsvorhaben&laquo;. [&hellip;]<br>\nWie schrieb Carl von Ossietzky vor knapp 100 Jahren schon sehr hellsichtig: &raquo;Der Krieg ist ein besseres Gesch&auml;ft als der Friede. Ich habe noch niemanden gekannt, der sich zur Stillung seiner Geldgier auf Erhaltung und F&ouml;rderung des Friedens geworfen h&auml;tte. Die beutegierige Canaille hat von eh und je auf Krieg spekuliert.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/wessen-krieg\/#\">Ossietzky<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Krieg und Vorkrieg<\/strong><br>\nNoch im Dezember letzten Jahres ver&ouml;ffentlichten hochrangige deutsche Ex-Diplomaten und -Milit&auml;rs in &raquo;allergr&ouml;&szlig;ter Sorge&laquo; einen dringenden Appell: &raquo;Raus aus der Eskalationsspirale! F&uuml;r einen Neuanfang im Verh&auml;ltnis zu Russland&laquo; (nachzulesen unter diesem Titel im Internet). Es sei allerh&ouml;chste Zeit, Russland und die Nato aus der Konfrontation herauszuf&uuml;hren. Auf der Grundlage der &raquo;Anerkennung der Sicherheitsinteressen beider Seiten&laquo; sollte die Nato auf Russland zugehen und durch konkrete Ma&szlig;nahmen &ndash; die Unterzeichner benennen sie &ndash; auf Deeskalation hinwirken.<br>\nDer Appell erschien &ndash; mit Ausnahme von zdf.de &ndash; in keinem einzigen gro&szlig;en deutschen Medium. Lediglich die Website Heise, rt.de, die NachDenkSeiten und neues deutschland hielten diesen verzweifelten Versuch, den absehbaren Krieg zu verhindern, f&uuml;r berichtenswert. Warum boykottierten die Mainstream-Medien den Appell &raquo;staatstragender&laquo; Pers&ouml;nlichkeiten?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/krieg-und-vorkrieg\/#\">Ossietzky<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lambrecht sorgt mit Versprecher im eigenen Ministerium f&uuml;r Verwirrung<\/strong><br>\n5.000 Soldaten f&uuml;r EU-Eingreiftruppe?<br>\nDie EU bekommt eine neue Eingreiftruppe. Der Entscheidung ging ein wichtiges Angebot der deutschen Verteidigungsministerin voraus, das selbst in ihrem eigenen Ministerium f&uuml;r Verwirrung sorgte.<br>\nDie EU bekommt eine neue milit&auml;rische Eingreiftruppe. Sie soll 2025 einsatzf&auml;hig sein und ist Teil eines sicherheitspolitischen Konzepts, das die Au&szlig;en- und Verteidigungsminister der 27 EU-L&auml;nder am Montag nach Angaben von Diplomaten in Br&uuml;ssel beschlossen.<br>\nZuvor hatte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) mit einem Versprecher f&uuml;r Verwirrung gesorgt. Lambrecht hatte angek&uuml;ndigt, die neue EU-Eingreiftruppe mit bis zu 5.000 Soldaten im ersten Jahr stellen zu wollen. Sie habe ihren EU-Amtskollegen ein entsprechendes Angebot unterbreitet.<br>\nIn einer Pressekonferenz sagte sie, sie werde den anderen EU-Staaten anbieten, &ldquo;dass das milit&auml;rische Herzst&uuml;ck, die schnelle Eingreiftruppe, im Jahr 2025 dann f&uuml;r ein Jahr von Deutschland gestellt werden kann&rdquo;. So berichteten es zun&auml;chst auch t-online und andere deutsche Medien.<br>\nVersprecher sorgt laut Bericht f&uuml;r hektische Telefonate. [&hellip;]<br>\nRund eineinhalb Stunden nach den Eilmeldungen korrigierte das Bundesverteidigungsministerium die Worte der Ministerin auf Twitter: Deutschland wolle den &ldquo;Kern&rdquo; der k&uuml;nftigen Eingreiftruppe stellen &ndash; also nicht alle 5.000 Soldaten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_91873772\/5-000-soldaten-fuer-eu-eingreiftruppe-lambrecht-sorgt-fuer-verwirrung.html%20\">t-online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Schnelle Eingreiftruppe kommt zu sp&auml;t, Streit um &Ouml;lembargo &ndash; und Deutschland soll f&uuml;hren<\/strong><br>\nNeue Sanktionen gegen Russland, mehr Waffen f&uuml;r die Ukraine und eine schnelle Eingreiftruppe f&uuml;r brisante Milit&auml;reins&auml;tze: In der vierten Woche des Ukraine-Krieges will sich die Europ&auml;ische Union noch h&auml;rter als bisher gegen Kremlchef Wladimir Putin positionieren.<br>\nMan m&uuml;sse den Druck auf Putin erh&ouml;hen und Russland international isolieren, hie&szlig; es bei einem Treffen der Au&szlig;en- und Verteidigungsminister der EU am Montag in Br&uuml;ssel. Die Minister beschlossen eine neue Sicherheitsstrategie, in der Russland erstmals als Hauptgegner gebrandmarkt wird.<br>\nTeil dieser Strategie ist auch eine neue Eingreiftruppe. Sie soll aus verbesserten EU-Battlegroups sowie anderen Streitkr&auml;ften und F&auml;higkeiten der Mitgliedstaaten bestehen. Die Gr&ouml;&szlig;e wird mit bis zu 5000 Soldaten angegeben.<br>\nDas erste Kontingent k&ouml;nnte Deutschland stellen, erkl&auml;rte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht. Allerdings wird die neue Truppe wohl erst 2025 an den Start gehen &ndash; zu sp&auml;t f&uuml;r den Krieg in der Ukraine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/schnelle-eingreiftruppe-kommt-zu-spaet-oelembargo-traefe-europa-und-deutschland-soll-fuehren\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>SPD als neue R&uuml;stungspartei: Wof&uuml;r der Ukraine-Krieg so alles herhalten muss<\/strong><br>\nMan wundert sich, was im Ukraine-Krieg pl&ouml;tzlich alles geht. Die geplanten 100 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr sind nur ein Beispiel. Die Kolumne.<br>\nEs ist schon bemerkenswert, wie Putins Angriffskrieg die Agenda der in Deutschland politisch Handelnden offenbart. So gedenkt etwa Kanzler Olaf Scholz, 100 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr aus dem Hut zu zaubern, schlie&szlig;lich werde &bdquo;auf diese Weise&ldquo; nichts weniger gesch&uuml;tzt als &bdquo;unsere Freiheit und unsere Demokratie&ldquo;. Exakt so hatte er sich im Bundestag angesichts des Ukraine-Konflikts ausgedr&uuml;ckt, was nicht unclever war, denn mit &bdquo;Freiheit&ldquo; ist immer Staat zu machen.<br>\nDas wei&szlig; auch SPD-Chefin Saskia Esken, weshalb sie die 100 Milliarden an eine &bdquo;wehrhafte&ldquo; Freiheit &bdquo;nach au&szlig;en&ldquo; koppelte. Selbst Kevin K&uuml;hnert, der 2019 als junger Wilder noch die Bundeswehr abschaffen wollte, legte eine prima Hundert-Milliarden-Kehrtwende hin und d&uuml;rfte den Habitus der Scholz&rsquo;schen Sozialdemokratie nun adaptiert haben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/kolumnen\/ukraine-krieg-putin-russland-bundeswehr-aufruestung-100-milliarden-scholz-spd-kolumne-91415045.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ernst-Th&auml;lmann-Denkmal in Prenzlauer Berg: CDU beantragt Einschmelzung<\/strong><br>\nDen Angriff Putins nimmt Pankows CDU zum Anlass, die Einschmelzung des Denkmals zu fordern. Und den Erl&ouml;s der Ukraine zu spenden.<br>\nAm Mittwoch, in der kommenden Sitzung der Pankower Bezirksverordnetenversammlung, beantragt die CDU-Fraktion den Abbau und die Einschmelzung des 50 Tonnen schweren Monuments.<br>\n(&hellip;) Der Prenzlauer Berger Verordnete David Paul schl&auml;gt dabei vor, die Streichung dieser historischen St&auml;tte von der Berliner Denkmalliste zu beantragen, um dann das Denkmal einzuschmelzen und den Materialwert f&uuml;r Hilfsprojekte in der Ukraine zu spenden. &bdquo;Es ist bedenklich, dass wir im Herzen Berlins einen Menschen ehren, der ein Antidemokrat war&ldquo;, verweisen Paul und die CDU auf Th&auml;lmanns F&uuml;hrungsrolle in der KPD. Einer Partei, deren Ziele nicht mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vereinbar sei. Dieser Umstand gewinnt nun aus Sicht der Christdemokraten durch den Ukraine-Krieg an Aktualit&auml;t. [&hellip;]<br>\nIn Zeiten, da russische Panzer mit Stern-Symbolen auf ukrainische St&auml;dte vorr&uuml;cken, m&uuml;sse man gerade in Berlin einen neuen Anlauf nehmen, den &bdquo;Kampfkoloss&ldquo; Ernst-Th&auml;lmann von seinem Sockel zu sto&szlig;en. Von einem Block, der aus ukrainischem Marmor besteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/pankow\/article234873939\/Wegen-Putins-Krieg-Antrag-zum-Abbau-der-Thaelmann-Bueste.html%20\">Berliner Morgenpost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Jeden Tag steigert sich der Irrsinn. Was hat Ernst Th&auml;lmann mit dem Angriff auf die Ukraine zu tun? Auf diesen Zusammenhang muss man erst einmal kommen. Die CDU scheint zu vergessen oder besser vergessen machen zu wollen, dass Th&auml;lmann von den Nazis im KZ Buchenwald ermordet wurde und dass die Sowjetunion einen f&uuml;rchterlichen Blutzoll f&uuml;r den Sieg &uuml;ber den Faschismus bezahlt hat. Hier seine anti-russischen und anti-kommunistischen Ressentiments auszuleben ist schlicht und ergreifend ekelhaft. Und wer ist nat&uuml;rlich mit dabei, die Gr&uuml;ne Partei, die Th&auml;lmann als Antidemokraten diffamiert, aber im Bundestag verk&uuml;nden l&auml;sst, dass die Freiheit des Individuums jetzt gef&auml;lligst vor dem Impfkollektiv zur&uuml;ckzutreten habe.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>CDU Berlin: Selenskyj soll Ehrenb&uuml;rger werden<\/strong><br>\nDer Kampf der ukrainischen Bev&ouml;lkerung erinnere an die DDR-B&uuml;rgerrechtsbewegung, sagt die Berliner CDU-Fraktionsvize Stefanie Bung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/cdu-berlin-selenskyj-soll-ehrenbuerger-werden-li.218176\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neue Spielr&auml;ume f&uuml;r Entlastungen<\/strong><br>\nLindner hat in seiner Rede ein Detail verk&uuml;ndet, das Spielr&auml;ume in Milliardenh&ouml;he schafft. Beim zweiten Entlastungspaket ist jetzt Knausern verboten!<br>\n&Uuml;blicherweise reden Politiker viel, aber sagen wenig. Christian Lindner beherrscht diese Kunst wie kein zweiter. Verfolgt man als Politiklaie Reden im Bundestag, ist es deshalb oft schwierig, das Wichtige vom Unwichtigen oder das Neue vom bereits Bekannten zu unterscheiden. Dabei k&ouml;nnen wenige S&auml;tze mit kleinen Details manchmal einen gro&szlig;en politischen Unterschied machen. So war es auch heute!<br>\nDenn heute hat Christian Lindner in seiner Rolle als Finanzminister den ersten Ampel-Haushalt im Bundestag vorgestellt. Was in dem Haushalt drin ist und was fehlt, habe ich bereits in diesem Artikel aufgedr&ouml;selt. Viel spannender ist aber das, was nicht direkt mit dem vorgelegten Haushalt zu tun hat.<br>\nDenn beim heutigen Haushaltsentwurf wird es nicht bleiben. Lindner hat bereits einen Erg&auml;nzungshaushalt angek&uuml;ndigt. Der soll dann ein zweites Entlastungspaket gegen die gestiegenen Energiepreise sowie Ausgaben f&uuml;r humanit&auml;re Hilfe und ukrainische Entwicklungshilfe enthalten. Stand heute w&uuml;rden all diese Ausgaben den regul&auml;ren Haushalt belasten und unter die Schuldenbremse fallen. Denn die Schuldenbremse ist bisher nur f&uuml;r die Pandemieausgaben ausgesetzt, f&uuml;r alle anderen Ausgaben gilt sie weiter. Schon die 100 Bundeswehrmilliarden fallen nicht unter die Ausnahmeregelung und m&uuml;ssen deshalb &uuml;ber ein Sonderverm&ouml;gen im Grundgesetz aufwendig und mit 2\/3-Mehrheit an der Schuldenbremse vorbeigeschleust werden. Zur Erinnerung: Das Grundgesetz erlaubt die Aussetzung bei &ldquo;Naturkatastrophen oder au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Notsituationen&rdquo; &ndash; darunter f&auml;llt zwar die Pandemie, die marode Bundeswehr aber nicht.<br>\nWas aber sehr wohl unter die Definition der &ldquo;Notsituation&rdquo; fallen k&ouml;nnte, w&auml;ren Ausgaben im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. Und genau das hat Lindner heute in seiner Rede angek&uuml;ndigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mauricehoefgen.substack.com\/p\/lindner-haushalt-entlastungen-ukraine?s=r\">Maurice H&ouml;fgen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>F&uuml;r ein gerechtes BAf&ouml;G<\/strong><br>\nDer DGB fordert eine Erh&ouml;hung der Bedarfss&auml;tze<br>\nRund 90 Prozent aller Studierenden bekommen kein BAf&ouml;G mehr, die Zahl der Gef&ouml;rderten sinkt seit Jahren. Die Bundesregierung will nun gegensteuern und hat ein erstes Konzept vorgelegt. Doch reicht das? Der DGB hat eigene Vorschl&auml;ge.<br>\n(&hellip;) &bdquo;Wir brauchen wieder mehr Gerechtigkeit im System, damit auch mehr Arbeiterkinder ein Studium beginnen. Regels&auml;tze und Mietkostenzusch&uuml;sse m&uuml;ssen daf&uuml;r kr&auml;ftig steigen. Die angek&uuml;ndigte Erh&ouml;hung der Bedarfss&auml;tze um lediglich 5 Prozent und bei der Mietkostenpauschale um 35 Euro reichen bei weitem nicht aus. Da muss die Ministerin noch deutlich nachlegen.&ldquo;<br>\nAngemessen w&auml;ren aus Sicht des DGB eine pauschale Erh&ouml;hung der Bedarfss&auml;tze um 150 Euro und eine Mietkostenzuschuss analog des Wohngeldgesetzes. &bdquo;Dass die F&ouml;rderung weiterhin zur H&auml;lfte auf Darlehensbasis erfolgen soll, ist insbesondere f&uuml;r Menschen aus besonders einkommensschwachen Elternh&auml;usern eine Hiobsbotschaft. Gerade diese besonders f&ouml;rderungsbed&uuml;rfte Zielgruppe wird von der Aussicht auf einen Schuldenberg zum Start des Berufsleben abgeschreckt, &uuml;berhaupt ein Studium aufzunehmen&ldquo;, sagte die DGB-Vize.<br>\nBAf&ouml;G auch f&uuml;r Sch&uuml;ler*innen<br>\nF&uuml;r mehr Chancengleichheit im Zugang zum Studium m&uuml;sse es k&uuml;nftig wieder m&ouml;glich sein, Sch&uuml;ler*innen-BAf&ouml;G ab der 10. Klasse zu bekommen, auch wenn man noch zuhause wohnt. Was aus Sicht des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften sonst noch wichtig ist f&uuml;r ein modernes und bedarfsgerechtes BAf&ouml;G, steht in der DGB-Stellungnahme zum Referentenentwurf des BMBF f&uuml;r ein 27. BAf&ouml;G-&Auml;nderungsgesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++8eade3c0-a9b9-11ec-86bf-001a4a160123\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zeitarbeit auf Dauer<\/strong><br>\nEuGH stellt klar: F&uuml;nf Jahre Leiharbeit begr&uuml;nden keinen Anspruch auf Festanstellung<br>\nEinmal mehr gibt der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) dem deutschen Kapital in arbeitsrechtlichen Fragen Sch&uuml;tzenhilfe. So stellten die EU-Richter am Donnerstag klar: Nur weil in der BRD seit 2017 Leiharbeitsverh&auml;ltnisse auf 18 Monate begrenzt sind, muss Daimler seinen &raquo;vor&uuml;bergehend Besch&auml;ftigten&laquo; nach f&uuml;nf Jahren noch l&auml;ngst keine Festanstellung anbieten.<br>\nHintergrund des Urteils ist die Klage eines Metallarbeiters, der von 2014 bis 2019 &uuml;ber einen Zeitraum von insgesamt 55 Monaten f&uuml;r den Automobilkonzern t&auml;tig war &ndash; stets auf Leihbasis, aber immer auf dem gleichen Posten in der Motorenfertigung. Dabei gilt hierzulande seit 2017 eigentlich die Regel, dass &raquo;vor&uuml;bergehend&laquo; im Zusammenhang mit der sogenannten Arbeitnehmer&uuml;berlassung nicht l&auml;nger als 18 Monate dauern darf. Deshalb hatte der Besch&auml;ftigte 2019 vor dem Arbeitsgericht Berlin geklagt und ein unbefristetes Arbeitsverh&auml;ltnis eingefordert&hellip;<br>\nDer Fall ging zun&auml;chst vom Arbeitsgericht Berlin weiter zum Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg &ndash; und wurde von dort aus im Mai 2020 dem EuGH vorgelegt&hellip;<br>\nDer Richterspruch fiel recht eindeutig aus, entsprechend gro&szlig; war der Jubel bei den Profiteuren: &raquo;Erfreulicherweise gibt das Gericht auch weiterhin gr&uuml;nes Licht, von der &Uuml;berlassungsh&ouml;chstdauer durch Tarifvertr&auml;ge der Einsatzbranche abzuweichen&laquo;, freute sich etwa Werner Stolz, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (IDZ). Von der Mercedes-Benz AG war zu h&ouml;ren, man freue sich, dass &raquo;aus dem Unionsrecht keine Begr&uuml;ndung eines Arbeitsverh&auml;ltnisses folgt&laquo; und sehe &raquo;unsere Rechtsauffassung insofern best&auml;tigt&laquo;. Allerdings sehe man auch noch gewisse Spielr&auml;ume f&uuml;r das Berliner Arbeitsgericht&hellip;<br>\nDas EU-Recht wird nicht gegen die Profitinteressen des Industriekapitals in Stellung gebracht, soviel ist schon mal klar. Mit der etwaigen Anwendung nationaler Schutzrechte muss sich nun erneut das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg befassen.<br>\nEntt&auml;uscht vom EuGH-Urteil zeigte sich am Donnerstag der Deutsche Gewerkschaftsbund&hellip; Aus Sicht der Kovorsitzenden der Partei Die Linke, Susanne Hennig-Wellsow, zeigt das Urteil, &raquo;wie exzessiv Leiharbeit aufgrund der laschen Regeln regul&auml;re Arbeit ersetzt&laquo;. Deshalb fordere man &raquo;langfristig die Abschaffung von Leiharbeit&laquo;, und bis es so weit sei f&uuml;r die Betroffenen die gleiche Bezahlung zuz&uuml;glich einer zehnprozentigen Flexibilit&auml;tszulage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/422919.eu-gericht-auf-kapitalseite-zeitarbeit-auf-dauer.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Selenskyj verbietet weite Teile der Opposition<\/strong><br>\nVon den meisten Medien wird der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj als &bdquo;Verteidiger der Demokratie&rdquo; dargestellt. Nun verk&uuml;ndete er das Verbot der gr&ouml;&szlig;ten Oppositionspartei, sowie von nahezu s&auml;mtlichen dem linken Spektrum angeh&ouml;rigen Parteien. Gewerkschaften droht er mit &bdquo;vollst&auml;ndiger Entmachtung&rdquo;.<br>\nIn einer Videobotschaft aus der Nacht zum Sonntag argumentierte er das Verbot der Parteien damit, dass diese eine andere Sichtweise auf den russischen Angriffskrieg vertreten w&uuml;rden. Im Zuge dessen k&uuml;ndigte der Sicherheitsrat der Ukraine an, s&auml;mtliche Fernsehprogramme, die Informationen verbreiten, unter einem einheitlichen Programm zusammen zu schalten, womit er die m&ouml;glichen Sichtweisen auf das Kriegsgeschehen drastisch einschr&auml;nkt. Selenskyj nutzt diesen Krieg um seine eigene Macht abzusichern und sein pro westliches Regime zu festigen&hellip;<br>\nBereits vor Selenskyjs Amtsantritt im Jahr 2019 wurden Linke in der Ukraine politisch verfolgt&hellip;<br>\nDie Repressionen der Regierung treffen auch die Gewerkschaften. Ein Gesetzesvorschlag, welcher Ende 2021 verfasst wurde, sieht zum Beispiel die Enteignung von Gewerkschafts-Immobilien vor, wie Oleksandr Shubin, der Vizepr&auml;sident der 4,5 Millionen Mitglieder starken F&ouml;deration der Gewerkschaften der Ukraine &ouml;ffentlich machte. Selenskyj verk&uuml;ndete im Herbst letzten Jahres weitere Verschlechterungen der Situation f&uuml;r die Arbeiter:innen. Er treibt die gesetzliche Gleichstellung von Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen voran, was bedeutet, dass keine Kollektivvertr&auml;ge die Arbeitsverh&auml;ltnisse regeln, sondern Einzelvertr&auml;ge. Die soziale Lage in der Ukraine war bereits vor dem Krieg sehr schlecht, was vor allem auf diese neoliberale Agenda zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Der Mindestlohn betr&auml;gt derzeit 190 Euro pro Monat, fast 3 Millionen Ukrainer:innen werden jedes Jahr als billige Saisonkr&auml;fte im Ausland ausgebeutet. Der Mangel an gut ausgebildeten Arbeiter:innen und der Anteil an prekarisierten Besch&auml;ftigten ist hoch.<br>\nSich gegen die Regierung von Selenskyj zu positionieren, bedeutet nicht, sich mit Putin oder prorussischen Kr&auml;ften gemein zu machen. Ein Stop der Repressionen gegen die Opposition und Gewerkschaften muss ebenso eine unserer Forderungen seien, wie den R&uuml;ckzug der russischen Streitkr&auml;fte zu fordern. Die konsequente Ablehnung jedes b&uuml;rgerlichen Staates ist f&uuml;r uns Sozialist:innen essentiell. Die Arbeiter:innen m&uuml;ssen sich gegen ihre Regierung und f&uuml;r die Perspektive einer unabh&auml;ngigen und sozialistischen Ukraine stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klassegegenklasse.org\/selenskyj-verbietet-weite-teile-der-opposition\/\">Klasse gegen Klasse<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Reisen unter falscher Flagge<\/strong><br>\nDie Regierungschefs dreier NATO-Staaten reisten am vergangenen Dienst in das belagerte Kiew. Was im Westen als heldenhafter Einsatz gefeiert wurde, scheint eher aus der Not geboren. Hatte man der Ukraine das Einlenken gegen&uuml;ber Russland nahelegen wollen?<br>\nDie westliche Berichterstattung &uuml;ber den Krieg in der Ukraine wird beherrscht von der Emotionalisierung der Vorg&auml;nge, Wunschdenken und Wirklichkeitsferne. Es kommt den sogenannten Experten, die die Ereignisse zu deuten versuchen, nicht in den Sinn, dass Russlands Strategie eine andere sein k&ouml;nnte, als sie selbst annehmen und nach ihren eigenen Theorien zu erwarten w&auml;re. Dabei hat Putin nie die Strategie des russischen Vorgehens offengelegt. Aber westliche Experten tun so, als w&uuml;ssten sie bestens Bescheid, quasi von Putin pers&ouml;nlich. [&hellip;]<br>\nAngesichts dieser schwierigen Lage &uuml;berrascht die Reise, die die Pr&auml;sidenten aus Slowenien, Polen und Tschechien nach Kiew unternommen hatten. Noch befremdlicher sind die Motive und Erkl&auml;rungen dazu, die man dem westlichen Publikum unterbreitet. Die Reise sollte als ein Akt der Solidarit&auml;t verstanden werden und dementsprechend &uuml;berschlagen sich die westlichen Medien mit &uuml;berschw&auml;nglichen Lobliedern und Heldenges&auml;ngen. Eine anschauliche Sammlung von Superlativen bietet die FAZ vom 16.3.22 in ihrem Beitrag &bdquo;Im Zug nach Kiew&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/linkezeitung.de\/2022\/03\/20\/reisen-unter-falscher-flagge\/\">Linke Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Westliche Eliten halten uns davon ab, Russlands Ultra-Reiche zu sanktionieren<\/strong><br>\nUm Russland und seine Superreichen wirksam zu treffen, br&auml;uchte es ein internationales Finanzregister. Warum es das noch nicht gibt? Ganz einfach: Die Reichen im Westen wollen es nicht. Ein Kommentar von Thomas Piketty [&hellip;]<br>\nWarum also gibt es noch keine Fortschritte in diese Richtung? Aus einem ganz einfachen Grund: Die Reichen im Westen f&uuml;rchten, dass ihnen eine solche Transparenz am Ende schadet. Das ist einer der Hauptwiderspr&uuml;che unserer Zeit. Die Konfrontation zwischen &bdquo;Demokratien&ldquo; und &bdquo;Autokratien&ldquo; wird &uuml;bertrieben, weil vergessen wird, dass die westlichen L&auml;nder mit Russland und China eine ungez&uuml;gelte hyperkapitalistische Ideologie ebenso teilen wie ein rechtliches, steuerliches und politisches System, das zunehmend gro&szlig;e Verm&ouml;gen beg&uuml;nstigt.<br>\nIn Europa und den USA wird alles getan, um n&uuml;tzliche und verdienstvolle westliche &bdquo;Unternehmer&ldquo; von sch&auml;dlichen und parasit&auml;ren russischen, chinesischen, indischen oder afrikanischen &bdquo;Oligarchen&ldquo; zu unterscheiden. Doch in Wahrheit haben sie viel gemeinsam. Das starke Gedeihen von Multimillion&auml;ren auf allen Kontinenten seit den 1980er und 1990er Jahren l&auml;sst sich zum Gro&szlig;teil durch die gleichen Faktoren erkl&auml;ren, insbesondere durch die Vorteile und Privilegien, die ihnen einger&auml;umt wurden. Die freie Bewegung von Kapital ohne steuerlichen und anderen Ausgleich f&uuml;r die Gemeinschaft ist langfristig ein unhaltbares System. Durch die Infragestellung dieser allgemein unhinterfragten Wirklichkeitsannahme versetzen wir uns in die Lage, Autokratien effektiv zu sanktionieren und ein neues Entwicklungsmodell voranzutreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/thomas-piketty-westliche-eliten-wollen-keine-sanktionen-gegen-russlands-oligarchen-swift\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Russlands Krieg bedeutet weniger Waffen f&uuml;r Myanmar<\/strong><br>\nMyanmars kriegf&uuml;hrende Gener&auml;le sind in hohem Ma&szlig;e auf russische Waren angewiesen, deren Einfuhr immer schwieriger wird.<br>\nW&auml;hrend Russland seine Bombardierung der Ukraine intensiviert, k&ouml;nnten in Myanmars tobendem B&uuml;rgerkrieg, in dem eine durch einen Putsch eingesetzte Milit&auml;rjunta gegen neue pro-demokratische Widerstandsarmeen und seit langem bestehende bewaffnete ethnische Gruppen k&auml;mpft, weniger Bomben fallen.<br>\nSowohl Russland als auch die Ukraine geh&ouml;ren zu den Hauptlieferanten des Milit&auml;rs in Myanmar f&uuml;r Waffen und Hardware, importierte Waren, die nun mit t&ouml;dlicher Wirkung gegen K&auml;mpfer der Anti-Junta und die Zivilbev&ouml;lkerung in einem Konflikt eingesetzt werden, der sich landesweit ausgeweitet hat.<br>\nDiese Waffenlieferungen werden sich jedoch aufgrund des eskalierenden Krieges in der Ukraine wahrscheinlich auf ein Rinnsal verlangsamen oder ganz zum Erliegen kommen &ndash; ein geopolitischer Nebeneffekt, der den Verlauf und m&ouml;glicherweise den Ausgang des B&uuml;rgerkriegs in Myanmar erheblich beeinflussen k&ouml;nnte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2022\/03\/russias-war-means-fewer-arms-for-myanmar\/\">Asia Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Noch ne geistig-moralische Wende, bitte!<\/strong><br>\n&raquo;In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte&laquo;, sagte einst Egon Bahr. &raquo;Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal was man Ihnen im Geschichtsunterricht erz&auml;hlt.&laquo; Momentan darf man zweifeln, ob diese Losung noch stimmt. Wir erleben in Deutschland die Rekrutierung einer politischen Kaste, die mit einer &uuml;berbordenden Moral hantiert, die den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern vorgibt, wie sie zu denken und zu f&uuml;hlen haben, dabei rote Linien aufgibt und die diese Haltung auch mit in die Au&szlig;enpolitik nimmt. Die Au&szlig;enministerin wirkt bei ihren Auftritten nicht wie die oberste Diplomatin ihres Landes, sondern wie eine Moralinbeauftragte, die ihre Gegen&uuml;ber grunds&auml;tzlich nach eigenen moralischen Vorgaben taxiert und dabei ihren D&uuml;nkel auslebt.<br>\nEine durch die eigene Moral voreingenommene Diplomatie ist jedoch gef&auml;hrlich. Denn sie versteht sich nicht als Verhandlungskunst, sondern als Methode der Etablierung der eigenen ethisch-sittlichen Normen. Wer sich so an den Verhandlungstisch setzt, bleibt kaum ergebnisoffen, versucht nicht das Beste inmitten von schlechten Grundbedingungen herauszuholen &ndash; er geht immer vom Optimum aus, von der Erf&uuml;llung dessen, was nach eigener Bewertung unerl&auml;sslich und unumg&auml;nglich ist. Die verabsolutierte Moral gibt den Takt vor, sie erlaubt nicht, dass man Kompromisse schlie&szlig;t, die h&auml;ufig nicht moralisch einwandfrei sind &ndash; ja, nicht sein k&ouml;nnen! F&uuml;r sie gibt es au&szlig;erdem kein Scheitern, denn sie geht davon aus, dass ja eigentlich jeder die eigenen Positionen der Sittlichkeit begreifen muss &ndash; dass jemand einen anderen Standpunkt in Grundfragen hat, kommt dem Moralisten gar nicht erst in den Sinn.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2022\/03\/noch-ne-geistig-moralische-wende-bitte-moral\/\">neulandrebellen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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