{"id":8230,"date":"2011-02-04T16:49:02","date_gmt":"2011-02-04T15:49:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8230"},"modified":"2011-02-04T16:49:02","modified_gmt":"2011-02-04T15:49:02","slug":"hinweise-des-tages-2-162","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8230","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Volksaufstand in &Auml;gypten; EU-Wirtschaftsregierung; &bdquo;Der Kapitalismus verzehrt unsere Werte&ldquo;; Die b&ouml;se Hexe und die Inflation; Kaufkraft statt Billiglohn; Spain&rsquo;s unemployed rush to fill jobs in Germany; Auf Kosten des Sozialstaates; Preise f&uuml;r viele Rohstoffe steigen und steigen; Nach der Flutkatastrophe: Helfer warnen vor Hungersnot in Pakistan; Zerst&ouml;rt die Mohnfelder!; Fast 40 Jahre lang rechtswidrig &uuml;berwacht; Demo-Verbot beim G8-Gipfel in Heiligendamm war rechtswidrig; Castor-Einsatz: Ermittlungen gegen franz&ouml;sische Elite-Polizisten; Laufen Merkel die Berater weg?; Amerikas rechte Meinungsmaschine; Und nun weiter im Programm; 1. K&ouml;lner Blogger Kongress; Zu guter Letzt: Alfred Dorfer, &bdquo;Die Unfreiheit entsteht bei uns nicht durchs Verbot &ndash; sondern durchs Angebot&ldquo; (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Volksaufstand in &Auml;gypten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">EU-Wirtschaftsregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">&bdquo;Der Kapitalismus verzehrt unsere Werte&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Die b&ouml;se Hexe und die Inflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Kaufkraft statt Billiglohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Spain&rsquo;s unemployed rush to fill jobs in Germany<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Auf Kosten des Sozialstaates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Preise f&uuml;r viele Rohstoffe steigen und steigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Nach der Flutkatastrophe: Helfer warnen vor Hungersnot in Pakistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Zerst&ouml;rt die Mohnfelder!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Fast 40 Jahre lang rechtswidrig &uuml;berwacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Demo-Verbot beim G8-Gipfel in Heiligendamm war rechtswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Castor-Einsatz: Ermittlungen gegen franz&ouml;sische Elite-Polizisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Laufen Merkel die Berater weg?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Amerikas rechte Meinungsmaschine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Und nun weiter im Programm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">1. K&ouml;lner Blogger Kongress<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Zu guter Letzt: Alfred Dorfer, &bdquo;Die Unfreiheit entsteht bei uns nicht durchs Verbot &ndash; sondern durchs Angebot&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8230&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Volksaufstand in &Auml;gypten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Robert Misik &ndash; Nichts ist ohne Risiko, die Zukunft schon gar nicht<\/strong><br>\nGebannt verfolgt die Welt den Umbruch in &Auml;gypten &ndash; und auch angstvoll. Was kommt danach, wird schon gefragt. Die Zukunft ist ein Risiko, und h&auml;tten nicht auch wir es einst gewagt, wir s&auml;&szlig;en noch in H&ouml;hlen oder lebten unter der Knute. [&hellip;]<br>\nWor&uuml;ber ich mich wundere, ja, mehr: was mich regelrecht emp&ouml;rt, ich kann mich da richtig aufregen dar&uuml;ber, ist da so eine Stimmung in nicht wenigen Milieus, die lautet: Um Gottes Willen, aber wie gef&auml;hrlich ist die Instabilit&auml;t? Da wird doch eh nichts draus bei den Arabern! Die handeln sich wahrscheinlich jetzt nur eine Mullah-Diktatur ein! Waren doch eh kommod die s&auml;kularen Autokraten! [&hellip;]<br>\nWoran es unseren skeptischen Misepetern fehlt, ist politische Vorstellungskraft, M&ouml;glichkeitssinn. Aber dies ist nicht nur Folge simpler Fantasielosigkeit, sondern es hat auch einen rassistischen Kern. Von der Art: Demokratie bei den Arabern, das klappt ja nie. Die sind zu bl&ouml;d dazu oder sonst wie unf&auml;hig. Die Muslime lieben es, wenn man sie drangsaliert. Sie laufen gern den Autokraten nach. Wie mies das alles ist! [&hellip;]<br>\nDenn dass die Demokratie gef&auml;hrlich ist, dieser Einwand ist so alt wie das Freiheitsstreben der Menschen. Er kam immer von jenen, die sich an die Stabilit&auml;t klammerten. H&auml;tten unsere Vorfahren auf sie geh&ouml;rt, wir w&uuml;rden immer noch in Leibeigenschaft leben, geknebelt vom Klerus, unter der Knute der F&uuml;rsten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1296696312239\/Kommentar-der-Anderen-Nichts-ist-ohne-Risiko-die-Zukunft-schon-gar-nicht\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Es ist besch&auml;mend!<\/strong><br>\nSeit mehr als einer Woche demonstrieren die &Auml;gypter f&uuml;r ihre Freiheit. Die Menschen auf dem Tahrir-Platz warten auf ein Zeichen der Solidarit&auml;t. Doch der Westen versagt im Krisenmanagement.<br>\nEs ist grotesk, tragisch, besch&auml;mend, was die politisch Verantwortlichen des Westens zurzeit auf der Weltb&uuml;hne auff&uuml;hren! Weil sie unsicher sind, wie das &auml;gyptische Drama ausgehen wird, verstecken sie sich noch immer hinter diplomatischen Floskeln. Mag sein, dass im Hintergrund klare Worte fallen. Mag sein, dass man auf diesem Weg mehr erreicht als mit verbalen Attacken. Aber die mutigen Menschen auf dem Tahrir-Platz und die Demokratien der Welt warten auf &ouml;ffentliche Solidarit&auml;t.<br>\nWarum sagen die Kanzlerin, Pr&auml;sident Obama, der sonst so lautstarke Sarkozy, der englische Premier Cameron nicht, was der Rest der freien Welt denkt? &ldquo;Mubarak muss gehen, sofort! Ohne Bedingungen!&rdquo; Nicht einmal der &auml;gyptische Botschafter wurde in Berlin einbestellt. Das Deutlichste, was Angela Merkel von sich gab, las sich so: Ein &ldquo;Weiter so&rdquo; d&uuml;rfe es nicht geben. Vielmehr m&uuml;sse ein Neuanfang gefunden werden. Ein Totalausfall ist die EU-Au&szlig;enbeauftrage Catherine Ashton. Sie appellierte an Mubarak (!), mit &ldquo;dringenden, konkreten und entscheidenden Ma&szlig;nahmen&rdquo; auf die Demokratiebewegung einzugehen. Ebenso gut h&auml;tte Ashton den nordkoreanischen Diktator h&ouml;flichst bitten k&ouml;nnen, morgen fr&uuml;h die Demokratie einzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/der-westen-und-die-aegyptenkrise-es-ist-beschaemend-1650557.html#utm_source=standard&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_campaign=politik\">Stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Der deutsche Michel und seine Angst vor Revolution<\/strong><br>\nAuf die Proteste in Nordafrika angesprochen, reagieren die Bundesb&uuml;rger in hohem Ma&szlig;e realistisch, utopiefrei und abgebr&uuml;ht realpolitisch. Ob denn bei ihnen angesichts der Ereignisse nicht nur in Tunesien und &Auml;gypten Freude oder Sorge &uuml;berwiegen, wurden sie gefragt. Da w&auml;re es ein Leichtes gewesen, diesen Aufruhr hinter den sieben Bergen, den wir nicht auszufechten haben, anzuhimmeln und ein neues Zeitalter der Freiheit und der V&ouml;lkerverst&auml;ndigung heraufziehen zu sehen. Doch nichts davon. Zwar sagen immerhin 43 Prozent, bei ihnen &uuml;berwiege die Freude, doch mehr als die H&auml;lfte, 52 Prozent, sind &uuml;berwiegend besorgt. Und noch schmallippiger wird der Souver&auml;n, wenn es an den Geldbeutel geht. Sollte es in der Region zu demokratisch gew&auml;hlten Regierungen kommen, sind nur 40 Prozent daf&uuml;r, diese finanziell zu unterst&uuml;tzen, 56 Prozent sind dagegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article12436242\/Der-deutsche-Michel-und-seine-Angst-vor-Revolution.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Geister, die ich rief. Die &bdquo;utopiefreie&ldquo; Einsch&auml;tzung des Aufstandes in &Auml;gypten ist zwar auf der einen Seite erb&auml;rmlich. Jedoch sollte sich gerade die WELT nicht wundern, dass nun die Saat aufgeht, die &uuml;ber Jahre hinweg auch von ihr selbst ges&auml;t wurde. Wenn &bdquo;Experten&ldquo; dem deutschen Michel bei jeder Gelegenheit sagen, dass die Araber gar nicht demokratief&auml;hig seien und jedes demokratische Experiment auf einen islamistischen Gottesstaat hinauslaufen wird, muss man sich nun auch nicht wundern, wenn einige deutsche Michel das tats&auml;chlich glauben und Angst vor dem demokratischen Streben des &auml;gyptischen Volkes haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie viel Macht den Islamisten?<\/strong><br>\nNicht nur die Machthaber, sondern auch die radikalen Kr&auml;fte in der arabischen Welt wurden von den Protesten &uuml;berrascht. Dass sie die Macht &uuml;bernehmen, ist unwahrscheinlich. Europa sollte sich aber einer Machtbeteiligung politisch-islamischer Kr&auml;fte nicht entgegenstellen:<br>\n&ldquo;Wer die Proteste in Tunesien und &Auml;gypten tr&auml;gt, sieht in den wenigen Modellen real-islamistischer Herrschaft kein Vorbild. Viele der arabischen Demonstranten haben sich von den Protesten gegen die Wiederwahl des iranischen Pr&auml;sidenten Ahmadinedschad inspirieren lassen, &uuml;ber die breit berichtet wurde. Was im Gaza-Streifen unter der Herrschaft der Hamas geschieht, &uuml;berzeugt die nachwachsende Generation in &Auml;gypten, Syrien, Jordanien oder Algerien auch nicht. Nicht nur, weil die Hamas, die sich selbst von bloggenden Jugendlichen herausgefordert sieht, Solidarit&auml;tsdemonstrationen f&uuml;r die &auml;gyptische Protestbewegung verboten und damit gezeigt hat, wo sie in der Auseinandersetzung zu verorten ist.<br>\nDie arabischen Gesellschaften sind zweifellos &uuml;berwiegend konservativ. F&uuml;r eine fromme, konservative Partei, die wie die t&uuml;rkische AKP vom b&uuml;rgerlichen Mittelstand und von vielen der kleinen Leute in den Provinzen getragen wird, g&auml;be es ein echtes Potential. Die Muslimbr&uuml;der und ihre Ableger k&ouml;nnen sich in diese Richtung entwickeln. Es ist nicht sicher, dass sie dies tun. Aber ihre Chancen, die Zukunft ihrer L&auml;nder mitzubestimmen, werden steigen, wenn sie dem t&uuml;rkischen Beispiel folgen. Ihre eigene Reformfraktion fordert genau dies.<br>\nEuropa wird engagiert bleiben m&uuml;ssen. Glaubw&uuml;rdigkeit wird es dabei gewinnen, wenn es dem neuen Tunesien echte Unterst&uuml;tzung bietet. Die Nachbarstaaten werden kaum helfen. Die EU sollte deshalb nicht nur Hilfe bei der Vorbereitung von Wahlen und bei einer Justiz- und Polizeireform anbieten, sondern auch die M&auml;rkte weiter f&uuml;r tunesische Produkte &ouml;ffnen. Europa muss ein klares Signal senden, dass es den sehr viel schwierigeren politischen Wandel in &Auml;gypten unterst&uuml;tzt, der, wenn er gelingt, auch das tunesische Experiment absichern kann. In beiden F&auml;llen hei&szlig;t dies, mit den f&uuml;r friedliche Ver&auml;nderung eintretenden Kr&auml;ften zusammenzuarbeiten. Europ&auml;ische Staaten &ndash; wie auch die USA &ndash; haben zu lange auf die autokratischen Eliten, die Verlierer des Umbruchs, gesetzt. Jetzt k&ouml;nnen sie es sich nicht mehr leisten, den Sieger selbst auszusuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/radikale-im-nahen-osten-wie-viel-macht-den-islamisten-1.1055184\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Optimist, ein Realist oder was? Zwar thematisiert Volker Perthes im <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/schnellkurs-in-revolutionsdynamik\/3793772.html\">Gegensatz zu Wolffsohn<\/a> die Frage: Was ist zu tun? Bleibt aber vage bzw. thematisiert Planungen, welche schon weit fortgeschritten sind: Die &Ouml;ffnung der europ&auml;ischen M&auml;rkte ist mit der Schaffung Euro-Mediterranen Freihandelszone  schon l&auml;ngst in Angriff genommen. Was aber eine zweischneidige Ma&szlig;nahme ist, denn die &Ouml;ffnung erfolgt gegenseitig. Damit besteht eher die Gefahr, dass diese L&auml;nder genau wie peripheren Volkswirtschaften der EU der Konkurrenz des hochentwickelten Zentrums der EU nicht gewachsen sind und vor allem Handelsbilanzdefizite einfahren werden.<br>\nUnd was hei&szlig;t, die arabischen Gesellschaften seien konservativ? Das t&uuml;rkische Muster mag vielleicht in 15 Jahren ein Beispiel abgeben, f&uuml;r die Demonstranten vielleicht sogar schon heute, aber f&uuml;r ganz &Auml;gypten? Zwar sprechen sich 59 Prozent der &Auml;gypter f&uuml;r die Demokratie als  beste Regierungsform aus (T&uuml;rkei 76 Prozent), aber was will dieser Demos?  85 Prozent der muslemischen &Auml;gypter begr&uuml;&szlig;en den starken islamischen Einfluss auf die Politik, in der T&uuml;rkei 38 Prozent. Eine beachtliche Mehrheit fordert, dass Frauen und M&auml;nner, die ehebrechen gesteinigt werden, Dieben die H&auml;nde abgehackt werden und dass jene, die zu einer anderen Religion zu konvertieren, hingerichtet werden sollen. Wer konvertiert, soll f&uuml;r 84 Prozent der &auml;gyptischen Muslime, quer durch alle Schichten, mit dem Tode bestraft werden. 59 Prozent der muslimischen &Auml;gypter stehen den Fundamentalisten nahe, 27 Prozent den Modernisierern. In der T&uuml;rkei sind die Verh&auml;ltnisse genau umgekehrt. Usw. Diese Umfrageergebnisse stammen nicht aus einer obskuren islamfeindlichen Quelle, sondern aus einer Studie des renommierte PEW Research Centers in Washington. (Siehe <a href=\"http:\/\/pewglobal.org\/2010\/12\/02\/muslims-around-the-world-divided-on-hamas-and-hezbollah\/\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/pewglobal.org\/files\/2010\/12\/Pew-Global-Attitudes-Muslim-Report-FINAL-December-2-2010.pdf\">hier [PDF &ndash; 338 KB]<\/a>).<br>\nBei aller Sympathie f&uuml;r die Demonstranten und Antipathie f&uuml;r die kleptokratische Staatsklasse in &Auml;gypten , ich vermisse hierzulande, gerade auch bei den diversen Experten, die diese Umfrage kennen m&uuml;ssen, die Diskussion dar&uuml;ber, wie diese Zahlen einzuordnen sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hiergeblieben!<\/strong><br>\nDie &auml;gyptische Staatsanwaltschaft hat ein Ausreiseverbot f&uuml;r mehrere ehemalige Minister und Beamte verh&auml;ngt, darunter den Anfang der Woche abgel&ouml;sten Innenminister Habib al-Adli. Laut der amtlichen Nachrichtenagentur Mena sagte Staatsanwalt Abdel Meguid Mahmud, es werde gegen Adli, gegen den fr&uuml;heren Tourismusminister Soheir Garranah, den Ex-Wohnungsminister Ahmed al-Maghrabi und Ahmed Ess ermittelt, ein f&uuml;hrendes Mitglied der Regierungspartei. Diese d&uuml;rften nicht ausreisen. Zudem seien ihre Bankkonten eingefroren worden. Diese Ma&szlig;nahmen w&uuml;rden gelten, bis die Sicherheit wiederhergestellt sei und die Beh&ouml;rden Ermittlungen h&auml;tten vornehmen k&ouml;nnen, wer f&uuml;r die vergangenen Ereignisse verantwortlich sei, sagte der Staatsanwalt. Der neue Ministerpr&auml;sident Ahmed Schafik best&auml;tigte die Aufnahme von Ermittlungen gegen den Ex-Innenminister. Dieser war wegen seiner Rolle bei der Unterdr&uuml;ckung der Proteste in den ersten Tagen des Aufstands bei der Kabinettsumbildung am Montag von seinem Posten abgel&ouml;st worden.<br>\nDer neue Regierungschef Schafik sagte in Kairo, die Regierung werde das Gespr&auml;ch mit den Demonstranten suchen. Au&szlig;erdem k&uuml;ndigte er eine Bestrafung der Verantwortlichen f&uuml;r die n&auml;chtlichen Angriffe auf Regimegegner und eine Untersuchung der Vorg&auml;nge auf dem Tahrir-Platz in Kairo an. &ldquo;Ich verspreche, die Ergebnisse werden offengelegt&rdquo;, versicherte er in einer vom &auml;gyptischen Fernsehen &uuml;bertragenen Rede. Die Angreifer h&auml;tten auf dem Platz gezielt Gewalt angewendet. Ihr Ziel sei es gewesen, &Ouml;l ins Feuer zu gie&szlig;en. &ldquo;Es ist nicht akzeptabel, dass Bruder gegen Bruder k&auml;mpft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F02%2F04%2Fa0096&amp;cHash=a447f42573\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man m&ouml;chte gerne, kann aber dieser Rhetorik nicht so recht trauen. Immerhin hatte es ja das Milit&auml;r in der Hand, die Gegendemonstranten bzw. die Schl&auml;gerbanden nicht durchzulassen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>EU-Wirtschaftsregierung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Europa wird deutsch<\/strong><br>\nJetzt will die Kanzlerin eine europ&auml;ische Wirtschaftsregierung. Warum tut sie uns das an? Weil es richtig ist.<br>\nAuf einmal ist die Kanzlerin zu etwas bereit, das sie lange abgelehnt hat. Auf einmal will sie Deutschland noch enger an die anderen Staaten Europas binden &ndash; auch an Staaten wie Griechenland, die kaum noch als kreditw&uuml;rdig gelten. Auf einmal soll sich Deutschland noch enger mit seinen Nachbarn abstimmen: beim Sparen, bei den Steuern, ja sogar bei der Frage, ab wann die B&uuml;rger in Rente gehen d&uuml;rfen. Auf einmal also soll uns Europa so viel wert sein wie nie &ndash; ohne dass klar ist, ob die anderen nur unser Geld wollen oder ob sie tats&auml;chlich bereit sind, unsere Regeln und Prinzipien zu akzeptieren. [&hellip;]<br>\nGenau an diesem Punkt wird die Wirtschaftsregierung &agrave; la Merkel zur logischen Konsequenz: Wenn wir schon mit unseren Finanzen f&uuml;r die Nachbarl&auml;nder geradestehen &ndash; weil alle anderen Strategien viel teurer werden und kaum zu kontrollieren sind &ndash;, dann m&uuml;ssen wir auch dort mitreden. Das ist die Idee der Wirtschaftsregierung. Weil wir uns nicht mehr voneinander l&ouml;sen wollen, m&uuml;ssen wir uns gegenseitig mehr kontrollieren. Wir geben Europa mehr Macht, daf&uuml;r aber soll es nach deutschen Prinzipien arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/06\/01-Europa-Wirtschaft-Merkel\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Aus national&ouml;konomischer Sicht w&auml;re es w&uuml;nschenswerter, wenn Deutschland europ&auml;ischer w&uuml;rde. Es ist dabei schon besch&auml;mend, wie Angela Merkel den Begriff der &bdquo;Wirtschaftsregierung&ldquo; f&uuml;r ihre Zwecke kidnappt. Als die franz&ouml;sischen Sozialisten diesen Begriff 1997 ins Spiel brachten, wollten sie der von Deutschland pr&auml;ferierten unabh&auml;ngigen und monetaristischen EZB eine Alternative gegen&uuml;berstellen &ndash; Europa sollte sich wirtschafts- und finanzpolitisch enger verzahnen, um <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/bueros\/paris\/06060.pdf\">Lohn- und Steuerdumping einzelner Staaten zu verhindern [PDF &ndash; 167 KB]<\/a>. Welch traurige Ironie der Geschichte, dass Angela Merkel mit demselben Begriff nun die exakt gegenteiligen Ziele verfolgt. Es ist jedoch eher unwahrscheinlich, dass andere EU-Staaten sich ohne Not dem deutschen Spardiktat unterwerfen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Pakt der Unvernunft<\/strong><br>\nSolidarit&auml;t gegen Solidit&auml;t &ndash; Kanzlerin Merkel bietet das Berliner Modell zur Nachahmung an. Europa aber braucht nicht mehr Deutschland, sondern mehr Zusammenarbeit und Gemeinschaft.<br>\nEuropa soll deutscher werden. Mit diesem Ansinnen h&auml;tte Bundeskanzlerin Angela Merkel noch vor kurzem einen Sturm der Entr&uuml;stung in Madrid, Athen oder Paris ausgel&ouml;st. F&uuml;r die Gr&uuml;ndungsv&auml;ter der Europ&auml;ischen Gemeinschaften w&auml;re schon der Gedanke daran einer Horrorvision gleichgekommen. Nach einem Jahr versch&auml;rfter Euro-Krise aber scheint nichts mehr unm&ouml;glich.<br>\nDie Deutschen springen &uuml;ber ihren Schatten und stocken trotz eigener Haushaltsn&ouml;te ihre Hilfen f&uuml;r die Griechen, Iren und Portugiesen noch einmal auf. Daf&uuml;r unterziehen die sich einer Rosskur, wie sie die Bundesb&uuml;rger mit Hartz IV, Rente mit 67 und chronischer Lohnzur&uuml;ckhaltung schon hinter sich haben. Ihren Pakt f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit versteht Merkel als Teil eines umfassendes Pakets, das auf ein gro&szlig;es europ&auml;isches Gesch&auml;ft hinausl&auml;uft. Solidarit&auml;t gegen Solidit&auml;t, deutsches Geld gegen deutsche Reformen &ndash; mit diesem Angebot zieht Merkel in die Verhandlungen &uuml;ber eine neue Europ&auml;ische Union. So aber l&auml;sst sich die W&auml;hrungsunion nicht retten. Was die Bundeskanzlerin vorschl&auml;gt, ist ein Pakt der Unvernunft, auf den sich die Partnerl&auml;nder nicht einlassen werden, jedenfalls nicht freiwillig. Europa braucht nicht mehr Deutschland, sondern mehr Zusammenarbeit und Gemeinschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/pakt-der-unvernunft\/-\/1472602\/7153066\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Der Kapitalismus verzehrt unsere Werte&ldquo;<\/strong><br>\nRichard David Precht fordert einen starken Staat und mehr Basisdemokratie, um die Marktkr&auml;fte zu b&auml;ndigen. Im Interview erl&auml;utert der Philosoph und Publizist, warum er den Staat als Schiedsrichter der Wirtschaft sieht und nicht als deren Mitspieler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/nachrichten\/wachstumskritik-der-kapitalismus-verzehrt-unsere-werte;2740192\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die b&ouml;se Hexe und die Inflation<\/strong><br>\nDie Lebenshaltungskosten steigen, Inflationsangst greift um sich. Wenn jetzt noch die Arbeitnehmer zulangen, so die Bef&uuml;rchtung vieler, beschleunigt das nur die Preisspirale. Doch h&ouml;here L&ouml;hne f&uuml;hren nicht notwendigerweise zu Preissteigerungen. [&hellip;]<br>\nSelbst kr&auml;ftige Tariflohnzuw&auml;chse werden den Preisen keine Beine machen. Eine r&uuml;ckl&auml;ufige Tarifbindung und ein wachsender Niedriglohnsektor sorgen daf&uuml;r, dass das, was Gewerkschaften aushandeln, nicht bei allen Besch&auml;ftigten ankommt. Die allgemeine Lohnentwicklung bleibt seit &uuml;ber einem Jahrzehnt hinter den Tarifabschl&uuml;ssen zur&uuml;ck.<br>\nZudem ist die Lohn-Preis-Spirale ein &ouml;konomisches M&auml;rchen mit den Gewerkschaften in der Rolle der b&ouml;sen Hexe. H&ouml;here L&ouml;hne m&uuml;ssen den Preisen keine Fl&uuml;gel verleihen. In einer Marktwirtschaft ist es noch immer die freie Entscheidung der Unternehmen ihre Preise anzuheben. Es gibt keinen &ouml;konomischen Zwang, h&ouml;here Arbeitskosten auf die Preise zu abzuw&auml;lzen. Durch Preissteigerungen sichern die Unternehmen lediglich ihre Gewinnmargen. Aktuell sind die Geldspeicher der Firmen prall gef&uuml;llt. Seit der Jahrtausendwende stiegen die Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen, trotz gro&szlig;er Krise, um stolze 60 Prozent. Statt die Preise in Reaktion auf gestiegene Kosten anzuheben, k&ouml;nnen die Unternehmen auch ihre wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit verbessern. Dann wirken h&ouml;here L&ouml;hne als preissenkende Produktivit&auml;tspeitsche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/die-boese-hexe-und-die-inflation\/3792236.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kaufkraft statt Billiglohn<\/strong><br>\nChina ist heute ein bedeutender Absatzmarkt f&uuml;r deutsche Mittelst&auml;ndler. Dank des Baubooms richten sie Wohnungen und Hotels ein, verkaufen Konsumg&uuml;ter, Baumaschinen und Technik. Kosteng&uuml;nstige Produktion ist bald kein Argument mehr f&uuml;r einen Standort in der Volksrepublik. [&hellip;]<br>\nNach Jahren des zweistelligen Wirtschaftswachstums ist in der Volksrepublik eine kaufkr&auml;ftige Mittelschicht herangewachsen, die sich beim Konsum auch an westlichem Geschmack orientiert. Allein im vergangenen Jahr stieg das verf&uuml;gbare Einkommen pro Kopf um 11,3 Prozent auf 19.109 Yuan (2130 Euro). Wegen der extremen Schere zwischen Stadt und Land &ndash; dort liegt der Wert um ein Drittel niedriger -, geht es vielen St&auml;dtern deutlich besser, als der Durchschnitteswert vermuten l&auml;sst. [&hellip;]<br>\nMit den kr&auml;ftig steigenden L&ouml;hnen &ndash; Erh&ouml;hungen um 20 Prozent im Jahr sind keine Seltenheit &ndash; verliert China schrittweise den Nimbus des Billiglohnlandes. Kostenvorteile spielten immer noch eine Rolle, sagt Alexandra Voss, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der deutschen Au&szlig;enhandelskammer in Guangzhou. &ldquo;Doch inzwischen kommen immer mehr Deutsche wegen des lokalen Marktes.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/karriere-management\/management\/:china-kaufkraft-statt-billiglohn\/60006773.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Spain&rsquo;s unemployed rush to fill jobs in Germany<\/strong><br>\nThe telephones to the European employment service Eures have been ringing off the hook this week. The calls are from unemployed Spaniards urgently seeking jobs &ndash; in Germany.<br>\nEures&rsquo; German branch has requested applications from Spanish engineers, medics, teachers and tourism professionals. Other skilled workers, who speak German, can also apply&hellip;<br>\nThere was talk of an imminent mass exodus of the unemployed; a great march north to a German land of opportunity&hellip;<br>\nEures received 3,000 email applications for the scheme in three days: an early indication of the scale of the demand &ndash; and frustration &ndash; here.<br>\nAccording to the recruitment agency Adecco, 110,000 people left the country in the two years from April 2008. Most were skilled males under 35.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bbc.co.uk\/news\/world-europe-12359897\">BBC News Europe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Auf Kosten des Sozialstaates<\/strong><br>\nPrivat versicherte Hartz-IV-Empf&auml;nger sind der Regierung mehr als doppelt so viel wert wie gesetzlich versicherte Langzeitarbeitslose. Diese Ungerechtigkeit hat jetzt das Arbeitsministerium zementiert: Die Jobcenter &uuml;bernehmen r&uuml;ckwirkend ab Januar die vollen Versicherungsbeitr&auml;ge, die die private Krankenversicherung von Arbeitslosengeld-II-Empf&auml;ngern verlangt: 287,50 Euro monatlich. F&uuml;r gesetzlich Versicherte dagegen gibt es blo&szlig; 131 Euro. [&hellip;]<br>\nSicher: Nach dem Urteil des Bundessozialgerichts war diese Regelung zu erwarten. Niemand kann wollen, dass privat versicherte Arbeitslose einen Schuldenberg anh&auml;ufen, weil sie einerseits ihre private Krankenversicherung nicht bezahlen k&ouml;nnen, andererseits aber auch keine M&ouml;glichkeit haben, in die gesetzliche Krankenversicherung zur&uuml;ckzuwechseln. [&hellip;] Trotzdem ist es keineswegs vernachl&auml;ssigenswert, sondern tats&auml;chlich emp&ouml;rend, dass es offenbar keine gesetzliche Handhabe gibt, die gewinnorientiert wirtschaftende private Krankenversicherung zu einem internen Sozialausgleich und damit zur Kosten&uuml;bernahme zu zwingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/auf-kosten-des-sozialstaates\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Noch unverst&auml;ndlicher ist es jedoch, warum Hartz-IV-Empf&auml;nger nicht aus freien St&uuml;cken in das gesetzliche Krankenversicherungssystem wechseln d&uuml;rfen. Das Problem der PKV-Beitr&auml;ge, die bei wirtschaftlich schwierigen Situationen nicht bedient werden k&ouml;nnen, ist beileibe kein Problem, das &bdquo;nur&ldquo; Hartz-IV-Empf&auml;nger haben. Auch sehr viele mehr oder weniger freiwillige Freiberufler kennen dieses Problem und mit der <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32165\/1.html\">prognostizierten Beitragsexplosion<\/a> des PKV-Systems werden die Probleme noch weiter zunehmen. Wenn hier kein ernstzunehmender Notausgang aus dem PKV-System erm&ouml;glicht wird, bewegen wir uns auf ein Dreiklassen-Gesundheitssystem zu, in dem wirtschaftlich prek&auml;re Freiberufler und Selbstst&auml;ndige &uuml;berhaupt nicht mehr krankenversichert sind, weil sie sich die PKV-Beitr&auml;ge schlichtweg nicht mehr leisten k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Preise f&uuml;r viele Rohstoffe steigen und steigen<\/strong><br>\nSpekulationen auf Versorgungsengp&auml;sse haben den Kupferpreis erstmals an die psychologisch wichtige Marke von 10&rsquo;000 Dollar pro Tonne gebracht. Die Gewalt in &Auml;gypten treibt die &Ouml;lpreise weiter in die H&ouml;he, und die K&auml;ltewelle in den USA treibt den Weizenpreis in die H&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/rohstoffepreis_aegypten_kupfer_1.9341160.html\">NZZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Nahrungsmittelpreise auf Rekordstand<\/strong><br>\nF&uuml;r den gr&ouml;ssten Teil der Erdbev&ouml;lkerung werden Nahrungsmittel immer teurer. Die Preise haben eine neuen H&ouml;chststand erreicht und steigen dramatisch schnell weiter an. Die zwischen Dezember und Januar verzeichnete Teuerung sei die h&ouml;chste jemals festgestellte, gab die Uno-Organisation f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft (FAO) bekannt. Die Preise w&uuml;rden h&ouml;chstwahrscheinlich auch in den kommenden Monaten hoch bleiben. Dies sei sehr zum Nachteil der armen L&auml;nder, die schon jetzt grosse Probleme h&auml;tten, ausreichend Nahrung zu importieren. Ausserdem w&uuml;rden die Armen leiden, die den Grossteil ihres Einkommens f&uuml;r Lebensmittel ausgeben m&uuml;ssten.<br>\nDie Preisexplosion bei G&uuml;tern des t&auml;glichen Bedarfs d&uuml;rfte auch die j&uuml;ngsten politischen Turbulenzen in arabischen Staaten wie Tunesien und &Auml;gypten beg&uuml;nstigt haben. Nach dem Preisschub f&uuml;r Nahrungsmittel in den Jahren 2007\/08 sch&auml;tzte die FAO die Zahl der Hungernden oder Unterern&auml;hrten weltweit auf 870 Millionen. Mittlerweile d&uuml;rften es bereits 900 Millionen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/nahrungsmittelpreise_auf_rekordstand_1.9339903.html\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nach der Flutkatastrophe: Helfer warnen vor Hungersnot in Pakistan<\/strong><br>\nEin halbes Jahr nach der Jahrhundertflut ist jedes vierte Kleinkind in Pakistan unterern&auml;hrt. Das Hilfsprogramm der Regierung ist anf&auml;llig f&uuml;r Korruption. Der Internationale W&auml;hrungsfonds stoppt Kredite.  Vor allem in der s&uuml;dlichen Provinz Sindh seien inzwischen beinahe Hungerlevel wie in den schlimmsten Regionen Afrikas zu verzeichnen. Ein Viertel aller Kinder unter f&uuml;nf Jahren sei unter- und mangelern&auml;hrt, sechs Prozent hungerten. &bdquo;Ich habe keine Unterern&auml;hrung von solchem Ausma&szlig; mehr gesehen seit den Krisen in &Auml;thiopien, Darfur und im Tschad&ldquo;, sagte Karen Allen vom UN-Kinderhilfswerk Unicef in Pakistan.<br>\nF&uuml;r den von Terror, Bomben und Armut gebeutelten Atomstaat war die Flut ein weiterer schwerer Schlag zur Unzeit. Schon zuvor schrammte das Land am Rande des Bankrotts entlang. Nur westliche Finanzspritzen und eine Darlehenszusage des Internationalen W&auml;hrungsfonds &uuml;ber insgesamt 11,3 Milliarden Dollar hatten 2008 verhindert, dass Pakistan zahlungsunf&auml;hig wird. Die Wirtschaft liegt am Boden, die Industrieproduktion ist dramatisch eingebrochen, und jeden Tag legen Stromausf&auml;lle das &ouml;ffentliche und wirtschaftliche Leben lahm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/helfer-warnen-vor-hungersnot-in-pakistan\/3790246.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In diesem Artikel wird nicht erl&auml;utert, welche Reformen der IWF anmahnt, so dass der Eindruck entstehen kann, dass Korruption und der Missbrauch von Hilfsgeldern durch Feudalherren und Gro&szlig;grundbesitzer der Grund f&uuml;r die Verweigerung weiterer Kredittranchen seien. Dem ist nicht so, der IWF spult nur sein &uuml;bliches Programm ab. Da Pakistan das mit dem IWF vereinbarte Haushaltsdefizit von 4,7 Prozent f&uuml;r das Haushaltjahr 2010\/11 verfehlt, will der IWF eine Kredittranche nicht auszahlen. Angesichts der Tatsache dass riesige Anbaufl&auml;chen durch Schlamm ruiniert  und ganze Ernten vernichtet wurden, Millionen von Menschen nicht wissen, wie es weitergehen soll, mutet das Beharren auf Defizitquoten barbarisch an.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zerst&ouml;rt die Mohnfelder!<\/strong><br>\nNur wer Opium bek&auml;mpft, kann Afghanistan retten, sagt der Chef der russischen Anti-Drogen-Beh&ouml;rde. Dazu ber&auml;t auch die M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz. [&hellip;]<br>\nNach Ansicht der Nato hat sich Afghanistan im vergangenen Jahrzehnt in ein profitables Zentrum der Drogenproduktion verwandelt, das fast die ganze Welt mit Opium versorgt. Offizielle Angaben der Vereinten Nationen zeigen, dass die Opiumproduktion in Afghanistan zwischen 2001 und 2009 um mehr als das Vierzigfache gestiegen ist. Sch&auml;tzungen zufolge sind 13 Prozent der Bev&ouml;lkerung des Landes in der Drogenindustrie besch&auml;ftigt. [&hellip;]<br>\nDennoch war der Kampf der Nato gegen die Produktion von Heroin in Afghanistan bislang &auml;u&szlig;erst zur&uuml;ckhaltend. Dies wurde damit begr&uuml;ndet, dass die Zerst&ouml;rung der Mohnfelder die Existenz der Kleinbauern im Land bedroht. Wir m&uuml;ssen jedoch eine M&ouml;glichkeit finden, den Bauern eine alternative Lebensgrundlage zu geben. Dazu muss starker Druck auf die Landbesitzer ausge&uuml;bt werden; denn sie sind es, die sowohl die Felder als auch die Bauern kontrollieren und enorm von der Drogenproduktion profitieren. [&hellip;]<br>\nDa der Drogenhandel keine Grenzen kennt, muss der Kampf gegen die Drogenbarone, durch die er entsteht, in enger Zusammenarbeit mit den USA, der G8, der G20 und anderen internationalen Gruppen und Organisationen stattfinden. Ohne eine effektive Strategie f&uuml;r den Kampf gegen die Drogenproduktion wird Afghanistan auch im kommenden Jahrzehnt ein Herd f&uuml;r internationale Instabilit&auml;t und Kriminalit&auml;t bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/zerstoert-die-mohnfelder-\/-\/1472602\/7152208\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fast 40 Jahre lang rechtswidrig &uuml;berwacht<\/strong><br>\nFast vier Jahrzehnte lang hat das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) rechtswidrig den Bremer Menschenrechtler, Publizisten und Rechtsanwalt Rolf G&ouml;ssner (62) beobachtet. Das hat das Verwaltungsgericht K&ouml;ln am Donnerstag festgestellt. Der parteilose linke Geheimdienstexperte ist auch Vizepr&auml;sident der Internationalen Liga f&uuml;r Menschenrechte und Mitherausgeber des allj&auml;hrlichen &bdquo;Grundrechte-Reports&ldquo;. 1996 hatte er durch eigene Auskunftsersuchen erfahren, dass der Geheimdienst seit 1970 st&auml;ndig Daten &uuml;ber ihn sammelte &ndash; wegen Kontakten zu &bdquo;linksextremistischen bzw. linksextremistisch beeinflussten&ldquo; Organisationen und Medien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/fast-40-jahre-lang-rechtswidrig-ueberwacht\/-\/1472596\/7152812\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Spitzel ohne Kontrolle<\/strong><br>\nWas ist das eigentlich f&uuml;r ein Land, in dem der Geheimdienst einen Verfassungsrichter bespitzeln kann &ndash; mit der Begr&uuml;ndung, er habe bewusst nicht als Mitglied einer extremistischen Partei agiert? Es sieht aus, als habe das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz alles daran setzen wollen, jenem fr&uuml;hen Rolf G&ouml;ssner Recht zu geben, der im Jahr 1984 (!) mit dem Buch &ldquo;Der Apparat&rdquo; das Bild eines ausufernden Polizeistaates zeichnete &ndash; und damit einem in linken Kreisen verbreiteten Lebensgef&uuml;hl eine Fakten-Grundlage verschaffte.<br>\nAber wahrscheinlich gibt es bei den Geheimdiensten einfach nur keine Kontrollmechanismen f&uuml;r angeleierte &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen. Wer einmal in die F&auml;nge der Verfassungssch&uuml;tzer geraten ist, kommt nicht wieder raus &ndash; auch wenn er selbst l&auml;ngst H&uuml;ter der Verfassung in Robe ist. Es sei denn er wehrt sich juristisch. Die Behauptung, die Beobachtung G&ouml;ssners sei 2008 aufgrund einer ver&auml;nderten Sicherheitslage eingestellt worden jedenfalls, darf als dreiste L&uuml;ge gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/1\/nord\/artikel\/1\/spitzel-ohne-kontrolle\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Demo-Verbot beim G8-Gipfel in Heiligendamm war rechtswidrig<\/strong><br>\nAttac begr&uuml;&szlig;t das Urteil des Verwaltungsgerichts (VG) Schwerin, dass das Verbot des Sternmarsches gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm im Jahr 2007 rechtswidrig war. Wir sehen uns in unserer Auffassung best&auml;tigt, dass mit dem Verbot unzul&auml;ssig in das Grundrecht der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit eingegriffen wurde. Demonstrationsfreiheit ist ein wesentlicher Bestandteil von Demokratie &ndash; wo sie eingeschr&auml;nkt wird, ist die Demokratie selbst eingeschr&auml;nkt. Leider neigen die Regierenden nicht nur in arabischen L&auml;ndern dazu, sich protestierende Menschen vom Hals halten zu wollen.<br>\nSo hat die Polizei ihre Rolle in Heiligendamm vor allem darin gesehen, die Demonstrationsfreiheit zu behindern und in letzter Konsequenz zu verhindern. Dabei ist es rechtlich gesehen gerade ihre Aufgabe, die demokratischen Grundrechte zu sch&uuml;tzen und durchzusetzen &ndash; sei es in Heiligendamm oder in Stuttgart. Die offenen L&uuml;gen der Polizei &uuml;ber Bedrohungen, der rechtswidrige Einsatz der Bundeswehr im Innern und das Einschleusen von Provokateuren f&uuml;hrten w&auml;hrend der G8-Proteste zu einer so aufgeheizten Stimmung in der &Ouml;ffentlichkeit, dass eine Verweigerung des Demonstrationsrechts selbst dem Bundesverfassungsgericht angemessen erschien. Eine solch undemokratische Stimmungsmache zu kritisieren und verhindern, ist auch ein wichtiger Teil der W&auml;chterfunktion der Medien.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/neuigkeiten\/detailansicht\/datum\/2011\/02\/04\/demo-verbot-beim-g8-gipfel-in-heiligendamm-war-rechtswidrig\/?no_cache=1&amp;L=2\">attac<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"\/upload\/pdf\/110201_urteil_vg_schwerin.pdf\">Das Urteil [PDF &ndash; 14.8 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Castor-Einsatz: Ermittlungen gegen franz&ouml;sische Elite-Polizisten<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Polizist soll mit seinem Einschreiten gegen geltendes Recht versto&szlig;en haben. Das meint zumindest die Staatsanwaltschaft L&uuml;neburg, die Ermittlungen gegen den Mann aufgenommen hat.<br>\nNach Informationen des &ldquo;Hamburger Abendblatts&rdquo; (Donnerstag-Ausgabe) ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Amtsanma&szlig;ung gegen den Mann. Wie Kollegen aus Osteuropa und den Niederlanden war der Franzose als Beobachter beim Castor-Transport dabei. Tatkr&auml;ftiges Einschreiten gegen Demonstranten soll der Einsatzbefehl demnach nicht vorgesehen haben. Im Internet waren aber nun eben solche Fotos aufgetaucht. Sie zeigen den Polizisten der Eliteeinheit CRS (Republikanische Sicherheitskompanie), wie er massiv gegen einen auf den Gleisen liegenden Demonstranten vorgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/regional\/niedersachsen\/heide\/castor459.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Laufen Merkel die Berater weg?<\/strong><br>\nErst gehen Angela Merkel gleich mehrere Unions-Ministerpr&auml;sidenten verloren. Jetzt k&ouml;nnte es sein, dass wichtige Berater im Kanzleramt nacheinander den Hut nehmen.<br>\nSpekuliert wird in Medien &uuml;ber einen Wechsel von Merkels Wirtschaftsberater Jens Weidmann (42) zur&uuml;ck in die Bundesbank. Fest steht, dass Europa-Experte Uwe Corsepius (50) als Generalsekret&auml;r der EU-Staaten in diesem Jahr nach Br&uuml;ssel geht. Sollten beide ziehen, bliebe von den Top-Beratern nur Au&szlig;en-Fachmann Christoph Heusgen (55).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tz-online.de\/nachrichten\/politik\/laufen-merkel-berater-weg-1108329.html\">tz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Amerikas rechte Meinungsmaschine<\/strong><br>\nMit krasser Stimmungsmache gegen Immigranten, Homosexuelle und vor allem gegen die Regierung von Barack Obama ist Rupert Murdochs Nachrichtenkanal Fox News zum erfolgreichsten Sender der Vereinigten Staaten geworden &ndash; ein Aufstieg, der den Niedergang des Journalismus symbolisiert.<br>\nDer Comedian Jon Stewart hat es wohl am besten auf den Punkt gebracht. W&auml;hrend seiner Pseudo-Nachrichtensendung &bdquo;The Daily Show&ldquo; am sp&auml;ten Abend des 3.November 2010, einen Tag nach den amerikanischen Zwischenwahlen, gratulierte er Chris Wallace vom Nachrichtenkanal Fox News zur &bdquo;Zur&uuml;ckeroberung der Macht im Repr&auml;sentantenhaus&ldquo;. Wallace, Sohn des legend&auml;ren Mike Wallace (von der CBS-Sendung &bdquo;Sixty Minutes&ldquo;) wagte es in diesem Gespr&auml;ch nicht, das Kompliment anzunehmen. Sondern dementierte heftig, dass sein Arbeitgeber irgendetwas mit dem Erdrutschsieg der Republikaner im Unterhaus des Kongresses zu tun haben k&ouml;nnte. W&auml;hrend des langen Zerm&uuml;rbungskriegs, der als Wahlkampf durchgehen sollte, habe Fox, wie Wallace sagte, einfach nur &uuml;ber &bdquo;die Wahrheit&ldquo; im Land berichtet.<br>\nDie einfachsten Wahrheiten aber liefert meist doch die Comedy. Denn Stewart (er arbeitet f&uuml;r den Kabelkanal &bdquo;Comedy Central&ldquo;) konnte in seinem Gespr&auml;ch mit Wallace darauf verweisen, dass Newt Gingrich, Mike Huckabee, Rick Santorum und vor allem nat&uuml;rlich Sarah Palin bei Fox als &bdquo;Kommentatoren&ldquo; besch&auml;ftigt sind &ndash; allesamt bekanntlich m&ouml;gliche Bewerber f&uuml;r die Nominierung zur Pr&auml;sidentschaftskandidatur im Jahr 2012.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/97.php?ress_id=&amp;item=5800\">Cicero<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Und nun weiter im Programm<\/strong><br>\nARD und ZDF r&uuml;hmen sich gerne ihres Korrespondentennetzes. Jetzt w&auml;re Gelegenheit, diese Ressourcen auszusch&ouml;pfen, doch anstatt den Ernst der Lage zu begreifen und zu dokumentieren, regiert bei den deutschen TV-Flaggschiffen b&uuml;rokratisches Phlegma.<br>\nDie Ereignisse im Nahen Osten haben die Bundesregierung ebenso &uuml;berrascht wie die &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehsender in Deutschland. Es sind erhebende, bittere, unfassbare Bilder, die wir in diesen Tagen sehen &ndash; oder eben nicht. Bis auf Weiteres gilt das ausgedruckte Programm, von kurzen &bdquo;Brennpunkten&ldquo; abgesehen. Eine radikale Programm&auml;nderung kommt den Fernsehverantwortlichen nicht in den Sinn. Wer sich informieren will &uuml;ber die dramatischen Entwicklungen in &Auml;gypten, schaut englischsprachige Sender. BBC, CNN, Al Dschasira haben den Ernst der Lage begriffen. Dort bekommt man das Gef&uuml;hl vermittelt, dabei zu sein, dort wird die Dimension des Geschehens erkannt, w&auml;hrend ZDF und ARD ihr b&uuml;rokratisches Phlegma nicht absch&uuml;tteln k&ouml;nnen. Bei &bdquo;Phoenix&ldquo; sieht es besser aus, aber das ist nicht der Hauptschauplatz. Im Hauptprogramm wird mit schmerzlicher Verz&ouml;gerung reagiert. Mit dem Ersten und dem Zweiten sieht man schlechter. Oder gar nicht: Hosni Mubaraks Rede hat das ZDF verschlafen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/und-nun-weiter-im-programm\/3793764.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>1. K&ouml;lner Blogger Kongress<\/strong><br>\nvom 11. bis 13. Februar im Kunsthaus Rhenania K&ouml;ln<br>\nHier treffen hochkar&auml;tige Journalisten und Herausgeber der interessantesten deutschen politischen Blogs auf &bdquo;Krisenreaktionsk&uuml;nstler&ldquo;, um gemeinsam mit den Teilnehmern des<br>\n&bdquo;Schwerpunktpanels Whistleblowing&ldquo; &uuml;ber die Frage zu diskutieren:<br>\n&bdquo;RETTEN DIE BLOGGER DIE DEMOKRATIE?&ldquo;<br>\nNormalerweise sind die Referenten gewohnt, ihre Vortr&auml;ge am St&uuml;ck vorzutragen. Wir wollen, ohne die Fakten zu entkr&auml;ften, in Interaktionen mit Krisenreaktionsk&uuml;nstlern die &bdquo;trockene Materie&ldquo; erlebbarer machen und den Analysen direkt mit Kunst, Literatur und Musik antworten. Das kann mal die Geschichte eines Betroffenen sein, der die Auswirkungen der Arbeitsmarktpolitik am eigenen Leib sp&uuml;rt oder die musikalische Umsetzung der fallenden Aktienkurse sein, die ein Ergebnis der Finanzkrise gewesen sind. Performancek&uuml;nstler, Maler und Musiker reagieren mit ihrer live dargebotenen Aktionskunst auf die Vortr&auml;ge.<br>\nSelbst die Pioniere der kritischen Meinung im Netz, Dr. Wolfgang Lieb, Herausgeber der &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo;, und Dr. Werner R&uuml;gemer, K&ouml;lner investigativer Publizist (Oppenheim) und neuerdings Blogger, sind von der Idee angetan, die sonst etwas aufkommende &bdquo;akademische Sterilit&auml;t&ldquo; bei Kongressen aufzubrechen und sind bereit gewesen, sich auf das Experiment einzulassen.<br>\n<a href=\"\/upload\/pdf\/110204_pressemitteilung_1.pdf\">Mehr [PDF &ndash; 164 KB]<\/a>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.derkongressbloggt.de\/\">Der Kongress bloggt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Alfred Dorfer, &bdquo;Die Unfreiheit entsteht bei uns nicht durchs Verbot &ndash; sondern durchs Angebot&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uOW74yeVd7o&amp;feature=player_embedded\">You Tube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.G.:<\/strong> &Uuml;ber der ganzen Kritik zu Dieter Nuhr &ndash; ich habe auch wegschalten m&uuml;ssen, wie viele andere &ndash; ist der geniale Beitrag von Alfred Dorfer ganz untergegangen:<br>\n&ldquo;Und pl&ouml;tzlich hatte einer meiner Kollegen aus der Wirtschaft die K&ouml;nigsidee &ndash; er hat gesagt: Wir brauchen keine Sklaven mehr die Musik machen, wir brauchen ab jetzt Sklaven die Musik kaufen. Konsumieren &ndash; Lohnsteuer zahlen und trotzdem glauben sie w&auml;ren frei. Und das nennen wir dann Demokratie. Der Schm&auml;h ist, dass die scheinbar Machtlosen glauben, sie haben ein bisschen was zu entscheiden. Sie kennen das!? So wie die Autos auf dem Rummelplatz f&uuml;r Kinder, im Kreis fahrn auf Schienen, ganz allein, und die Kinder lenken &ndash; des san mir!&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Volksaufstand in &Auml;gypten; EU-Wirtschaftsregierung; &bdquo;Der Kapitalismus verzehrt unsere Werte&ldquo;; Die b&ouml;se Hexe und die Inflation; Kaufkraft statt Billiglohn; Spain&rsquo;s unemployed rush to fill jobs in Germany; Auf Kosten des Sozialstaates; Preise f&uuml;r viele Rohstoffe steigen und steigen; Nach der Flutkatastrophe: Helfer warnen vor Hungersnot in Pakistan; Zerst&ouml;rt die Mohnfelder!;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8230\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8230","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8230","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8230"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8230\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8234,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8230\/revisions\/8234"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8230"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8230"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8230"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}