{"id":82322,"date":"2022-03-27T11:30:46","date_gmt":"2022-03-27T09:30:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82322"},"modified":"2022-03-27T12:21:03","modified_gmt":"2022-03-27T10:21:03","slug":"der-krieg-und-die-ukrainische-diaspora-in-brasilien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82322","title":{"rendered":"Der Krieg und die ukrainische Diaspora in Brasilien"},"content":{"rendered":"<p>Am 19. M&auml;rz trat die ukrainische Gemeinde im s&uuml;dbrasilianischen Curitiba ein zweites Mal seit Ende Februar zu einer Protest-Kundgebung gegen den milit&auml;rischen &Uuml;berfall Russlands auf die Ukraine zusammen. Der Versammlungsort konnte nicht symbolischer sein, es war <a href=\"https:\/\/www.bemparana.com.br\/noticia\/comunidade-ucraniana-de-curitiba-faz-ato-pela-paz\">der klassizistische Vorbau der staatlichen Universit&auml;t Paran&aacute;s<\/a> mit seiner renommierten Fakult&auml;t der Rechtswissenschaften, von wo aus die Demonstranten in die vielbev&ouml;lkerte Innenstadt zogen und &bdquo;Frieden in der Ukraine!&ldquo; forderten. Was ist relevant an einer Kundgebung in einem 11.500 Kilometer von der Ukraine entfernten Ort? Die Kundgebung an sich kaum, der Ort jedoch allenfalls, denn die 2,5-Millionen-Einwohner-Metropole ist Landeshauptstadt des Bundesstaates Paran&aacute;, der die drittgr&ouml;&szlig;te ukrainische Migranten-Gemeinde im Ausland beherbergt. Von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nIn Curitiba werden die Proteste von den ukrainischen Kirchen, Kulturvereinen (Subras und Poltava Club) und der ukrainisch-brasilianischen Zentralvertretung organisiert. Der Vorsitzende des letztgenannten Verbandes, Anwalt Vit&oacute;rio Sorotiuk, hatte zuvor in Brasiliens einflussreichstem privaten TV-Sender <em>Globo<\/em> die Invasion als <a href=\"https:\/\/g1.globo.com\/pr\/parana\/noticia\/2022\/02\/24\/comunidade-ucraniana-no-brasil-repudia-invasao-russa-e-relata-preocupacao-atinge-toda-a-humanidade.ghtml\">&bdquo;grausame und brutale Aggression Russlands&ldquo;<\/a> bezeichnet, &bdquo;die die gesamte Menschheit betrifft&ldquo;.<\/p><p><strong>Die drittgr&ouml;&szlig;te Gemeinde der weltweiten ukrainischen Diaspora<\/strong><\/p><p>Die politisch-ideologische Wandlung Sorotiuks, der dem Autor seit Jahrzehnten pers&ouml;nlich bekannt ist, spricht B&auml;nde &uuml;ber die mehr als ein Jahrhundert alte Entfremdung der Ukrainer und ihrer Nachkommen in der Emigration gegen&uuml;ber Russland. Als ehemaliger Linker, der die brasilianische Milit&auml;rdiktatur (1964-1985) im Untergrund bek&auml;mpfte, von ihr verfolgt wurde, im Chile Salvador Allendes Zuflucht fand und nach seiner R&uuml;ckkehr sich in den 1980er Jahren in Curitiba am Aufbau von Luiz In&aacute;cio Lula da Silvas Partei der Arbeiter (PT) beteiligte, erlebte Sorotiuk w&auml;hrend seines ersten Besuchs in der post-sowjetischen Ukraine der sp&auml;ten 1990er Jahre das pl&ouml;tzliche Aufflammen seiner bis dahin verdr&auml;ngten ukrainischen Wurzeln. Seitdem distanzierte er sich zunehmend von &bdquo;linker Denkweise&ldquo;, die ohnehin in s&auml;mtlichen konservativ gepr&auml;gten Emigranten-Gemeinden europ&auml;ischen und au&szlig;ereurop&auml;ischen Ursprungs in Brasilien eine klare Ausnahme bildet.<\/p><p>Das Umfeld der Einwanderer und ihrer Nachkommen ist gewaltig in Brasilien, mit mehr als 50 Millionen Mitgliedern nimmt es nahezu ein Viertel der Gesamtbev&ouml;lkerung ein. Gemessen an ihrer Anzahl wird die Szene von 30 Millionen Nachkommen italienischer Einwanderer angef&uuml;hrt, gefolgt von 12 Millionen arabischer, vor allem syrisch-libanesischer Herkunft, und an dritter Stelle von 5 Millionen Brasilianern deutscher Abstammung. An vierter Stelle rangieren etwa 1,8 Millionen Nachkommen polnischer und ebenso so viel japanischer Einwanderer. Mit ihren 600.000 Abstammenden geh&ouml;ren die Ukrainer zu einer der kleineren Emigranten-Gruppen, gelten jedoch nach den USA und Kanada als die drittgr&ouml;&szlig;te Gemeinde der weltweiten ukrainischen Diaspora. Ihr kultureller Einfluss im Lande reicht bei weitem nicht an den der italienisch- oder deutschst&auml;mmigen Gemeinden heran, sie brachte jedoch einzelne renommierte K&uuml;nstler hervor, wie die aus j&uuml;dischem Elternhaus in der Ukraine stammende und mehrsprachig &uuml;bersetzte Schriftstellerin Clarice Lispector, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Brasilien ausgewanderte Dichterin Vira Vovk sowie den mehrfach preisgekr&ouml;nten und wie Lispector inzwischen verstorbenen Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzenten H&eacute;ctor Babenco.<\/p><p>Doch so vehement auch Sorotiuk den &Uuml;berfall auf die Ukraine als &bdquo;brutale Aggression Russlands&ldquo; verurteilte, so zur&uuml;ckhaltend verhielten sich die von ihm koordinierten Brasilien-Ukrainer gegen&uuml;ber dem Aufruf des ukrainischen Au&szlig;enministers Dmytro Kuleba. Der hatte bereits Ende Februar f&uuml;r die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/DmytroKuleba\/status\/1497840669066502145\">Beteiligung von Freiwilligen an den kriegerischen Auseinandersetzungen geworben<\/a>. Dem in s&auml;mtlichen sozialen Netzwerken mit Nachdruck ver&ouml;ffentlichten <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/GeneralStaff.ua\/posts\/263807562598996\">Aufruf des Generalstabs der ukrainischen Streitkr&auml;fte<\/a> folgten bis Mitte des laufenden Monat M&auml;rz <a href=\"https:\/\/www.dailymail.co.uk\/news\/article-10585499\/Nearly-20-000-people-joined-Ukraines-foreign-legion-volunteers.html\">weltweit angeblich 20.000 Freiwillige<\/a>. In Brasilien <a href=\"https:\/\/noticias.uol.com.br\/internacional\/ultimas-noticias\/2022\/03\/03\/mais-de-100-brasileiros-se-oferecem-para-guerra-da-ucrania-diz-embaixada.htm\">mobilisierte er vielmehr die rechtsradikale Szene<\/a> rund um das regierende Bolsonaro-Regime, <a href=\"https:\/\/noticias.uol.com.br\/politica\/ultimas-noticias\/2022\/02\/27\/bolsonaro-brasil-guerra-ucrania-russia-putin.htm\">dessen Putin-freundliche Erkl&auml;rung<\/a> allerdings gro&szlig;e Verwirrung nicht nur unter seinen Anh&auml;ngern stiftete. <a href=\"https:\/\/www1.folha.uol.com.br\/poder\/2022\/03\/guerra-na-ucrania-confunde-direita-e-esquerda-no-brasil-em-embates-ideologicos.shtml\">Verwirrung herrscht auch innerhalb Brasiliens Linken<\/a>, von denen ein Teil in Sachen Ukraine-Konflikt zum ersten Mal seit der Amts&uuml;bernahme des faschistoiden Staatschefs mit ihm ins selbe Horn bl&auml;st.<\/p><p>Die Stimmung in der ukrainischen Szene in Brasilien wird indes von anderen, historisch gewachsenen Umst&auml;nden beeinflusst, die ihre Subjektivit&auml;t und Kultur pr&auml;gen. Dazu geh&ouml;ren die Orthodoxe Kirche und Elemente des ukrainischen Nationalismus, der dem Widerstand gegen die seit Jahrhunderten von europ&auml;ischen Monarchien und unz&auml;hligen Kriegen vorangetriebene ethnische und geographische Spaltung des Landes entsprang.<\/p><p><strong>Ende des 19. Jahrhunderts: Flucht vor der Armut in Galizien<\/strong><\/p><p>Die Mehrheit der ukrainischen Nachfahren in Brasilien stammt zum Beispiel von Einwanderern ab, die 1895 in beachtlicher Anzahl im Hafen von Paranagu&aacute; an Land gingen, nachdem sie aus dem westukrainischen Galizien fl&uuml;chteten, das damals vom &Ouml;sterreich-Ungarischen K&ouml;nigreich beherrscht wurde. Im 19. Jahrhundert war Galizien eine verarmte, wirtschaftlich unterentwickelte Agrarregion. Gegen 1890 hatte dort ein Bauernhof im Durchschnitt die Ausma&szlig;e von maximal 2,4 ha. Mit dem Bev&ouml;lkerungs-Wachstum schien die Bodenverf&uuml;gung zu verknappen und bildete einen enormen Anreiz zur Auswanderung.<\/p><p>Angelockt durch dubiose Versprechungen der brasilianischen Regierung von billigem Land, das jedoch mehrheitlich von Jahrtausende altem, zu rodendem Urwald bewachsen war, str&ouml;mten 20.000 Landlose und Kleinbauern nach S&uuml;dbrasilien. Der Exodus wurde auch von falschen Hinweisen angeheizt. Zum Beispiel durch das Ger&uuml;cht, Rudolf, Kronprinz von &Ouml;sterreich, sei nicht gestorben, sondern nach Brasilien ausgewandert, wo er treu ergebene ukrainische Einwanderer willkommen hei&szlig;en w&uuml;rde.<\/p><p>Die brasilianische Regierung war an einer Ausweitung der europ&auml;ischen Besiedlung interessiert. Nach der Aufhebung der Sklaverei (1888) pr&auml;gte zwischen 1889 und 1914 die <a href=\"https:\/\/mundoeducacao.uol.com.br\/historiadobrasil\/tese-branqueamento.htm\">eugenistische Ideologie der sogenannten &bdquo;Branqueamento&ldquo;<\/a> (&bdquo;Rassenaufhellung&ldquo;) die Staatsdoktrin. Mit rassistischer Ausgrenzung der Afrobrasilianer als nun &bdquo;freie&ldquo; Arbeitskr&auml;fte wurden sie durch wei&szlig;e EinwandererInnen ersetzt. Doch der Umgang mit den Emigranten war ebenso von kolonialer Arroganz und Indifferenz gekennzeichnet. Bis 1914 waren zwischen 15.000 bis 20.000 Ukrainer eingetroffen, die unter schwierigsten Arbeitsbedingungen f&uuml;r den Bau des ersten, &uuml;ber 1.000 Kilometer langen Eisenbahn-Schienenweges von S&atilde;o Paulo &uuml;ber Paran&aacute; nach Rio Grande do Sul rekrutiert wurden.<\/p><p>Noch schlechter erging es ihren Landsleuten, die brachliegendes Land fernab der Zivilisation beackern sollten. Die Siedler waren mit dem fremden Klima und seiner Bewirtschaftung nicht vertraut, erlagen ohne medizinische Grundversorgung tropischen Krankheiten und erlitten zahlreiche Todesf&auml;lle. Ihre Pein sprach sich landesweit herum und wurde vom ukrainischen Dichter Ivan Franko zum Thema einer Gedicht-Reihe mit dem Titel &bdquo;Nach Brasilien&ldquo; verarbeitet. Nachdem sich die Ungl&uuml;cks-Botschaft in der gesamten Westukraine verbreitet hatte, ging der Zustrom ukrainischer Auswanderer nach Brasilien erheblich zur&uuml;ck. Zun&auml;chst wurde Brasilien durch Kanada als Auswanderungs-Hauptziel ersetzt und nahm erst nach dem Ersten Weltkrieg, insbesondere als Folge der Russischen Revolution von 1917, wieder zu.<\/p><p>Diese s&uuml;dbrasilianischen Siedlungen w&auml;ren von modernen Gebieten der Wirtschaft und von Nicht-Ukrainern isoliert und &auml;hnelten in vielerlei Hinsicht stark galizischen (westukrainischen) D&ouml;rfern des 19. Jahrhunderts, urteilte der ukrainisch-kanadische Historiker Orest Subtelny in seinem Buch <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/ukrainehistory00subt_0\/page\/546\/mode\/2up\">&bdquo;Ukraine: A History&ldquo;<\/a> (University of Toronto Press, 2000). Seine Einsch&auml;tzung war &uuml;bertrieben. Wahrscheinlich deshalb, weil er sie niemals vor Ort besucht und ihre Entwicklung und Integration recherchiert hatte.<\/p><p>Von eindrucksvollen Wasserf&auml;llen umrandet und 200 Kilometer von der Landeshauptstadt Curitiba entfernt ist die Stadt Prudent&oacute;polis mit ihren 38.000 Nachfahren der Einwanderungs-Pioniere (circa 75 Prozent der Stadtbev&ouml;lkerung) ein eloquentes Beispiel des <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gRCM3ZMKqhc\">mehr als ein Jahrhundert alten und z&auml;hen Integrationsversuchs der Ukrainer<\/a> in der ehemaligen s&uuml;dbrasilianischen Urlandschaft. Wenngleich l&auml;ndlicher, &auml;rmer und mit weniger Organisationsstruktur als die ukrainischen Gemeinden Kanadas und der USA, macht der Integrationsversuch deutlich, dass die R&ouml;misch-Katholische, vor allem jedoch die Orthodoxe Kirche hier als Hauptmotor der kulturellen Identit&auml;t wirkte.<\/p><p><strong>Unter dem Einfluss der dissidenten Patriarchen<\/strong><\/p><p>Die Mehrheit der galizischen Ukrainer geh&ouml;rte der Ukrainisch-Griechisch-Katholischen Kirche an. Die verheirateten Priester, die &uuml;ber eine formale Hochschulbildung via Studium an Seminaren in Wien und Lemberg (Lwiw) verf&uuml;gten, galten als die &bdquo;gebildete soziale Elite&ldquo; der ukrainischen Gemeinde in Galizien und beherrschten das soziale, politische und kulturelle Leben. Die galizische Aristokratie entstammte jedoch gr&ouml;&szlig;tenteils der polnischen Ethnie, gegen deren Assimilationspolitik sich ukrainische Priester und Bauern widersetzten. Dieser aufkeimende Patriotismus fand seine Erg&auml;nzung in den vielfachen politischen Str&ouml;mungen des ukrainischen Nationalismus, von lokalen Bolschewiken bis zu den Faschisten um Stepan Bandera, der noch im Jahr 2018 in Lwiw mit einem Denkmal als &bdquo;Nationalheld&ldquo; gefeiert wurde.<\/p><p>Die nach Brasilien ausgewanderten Ukrainer folgten dem byzantinischen &ndash; auch griechisch, orientalisch oder ruthenisch genannten &ndash; Ritus, waren aber durch Jurisdiktionen getrennt. Zum einen in die griechisch-katholischen Orthodoxen, die die &uuml;berwiegende Mehrheit bildeten. Zum anderen als Minderheit der Ukrainisch-Autokephalisch-Orthodoxen Kirche unter der Autorit&auml;t des &Ouml;kumenischen Patriarchen in Konstantinopel.<\/p><p>Die einflussreichste religi&ouml;se Str&ouml;mung in den ukrainischen Gemeinden Brasiliens ist die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-OYRk-NcLBM\">Ukrainisch-Orthodoxe Eparchie S&uuml;damerikas<\/a>, die dem &Ouml;kumenischen Patriarchat von Konstantinopel untersteht und von etwa 85 Prozent der Ukrainer Brasiliens befolgt wird.<\/p><p>Obwohl die meisten brasilianischen Ukrainer seit vier bis f&uuml;nf Generationen in Brasilien leben und nur wenige jemals die Ukraine besucht und erlebt haben, bewahren sie ihre Sprache und Kultur vor allem im Hinterland S&uuml;dbrasiliens, wo 90 Prozent der Gottesdienste in ukrainischer Sprache abgehalten werden. Doch aufgrund ihrer jahrzehntelangen Isolation vom Mutterland, insbesondere w&auml;hrend der Sowjetherrschaft, sprechen die Ukrainer Brasiliens eine 100 Jahre alte Form des galizischen oder &bdquo;oberdnjestrischen&ldquo; Dialekts.<\/p><p>Sprache, Vereinsleben und kulturelle Identit&auml;t, dies sei, so der ukrainische Publizist Dmytro Yatsuk, gr&ouml;&szlig;tenteils &bdquo;den kolossalen Bem&uuml;hungen der ukrainischen Kirchen zu verdanken&ldquo;. Ohnehin seit 2019 in zwei Str&ouml;mungen &ndash; die Russland-Orthodoxen und die Kiew-Orthodoxen &ndash; gespalten, erlebt die Orthodoxe Kirche der Ukraine, jedoch auch Russlands, ihre tiefste Ersch&uuml;tterung, seitdem <a href=\"https:\/\/publicorthodoxy.org\/2022\/02\/25\/patriarch-kirill-and-vladimir-putins-two-wars\/\">Patriarch Kirill in Moskau den &Uuml;berfall auf die Ukraine guthie&szlig;<\/a>; eine Billigung, die auch die Kirche in der Diaspora emp&ouml;rte.<\/p><p>Der historische Haken und somit ungel&ouml;ste Widerspruch der ukrainischen Gemeinden wie der Curitibas ist wohl, dass sie einerseits (und zu Recht) den Millionen Opfern des, aus ukrainischer Sichtweise, in den 1930er Jahren von Josef Stalin gewaltsam verordneten Holodomor-Massenhungers ein Denkmal errichteten. Doch selten, wenn &uuml;berhaupt, machten sie auch die massenhafte ukrainische Kollaboration mit Hitlers Nazi-Truppen und ihre Beteiligung an Kriegsverbrechen, insbesondere an der Judenvernichtung, zum Thema. Damit w&auml;re eine von Grund auf verst&auml;ndliche und redliche Aufarbeitung des ukrainischen Nationalismus erreicht, der seine Urspr&uuml;nge in der spalterischen Herrschaft der zentraleurop&auml;ischen Monarchien, des russischen Zaren-Imperiums, in den stalinistischen und national-sozialistischen Verbrechen sowie in der sowjetischen Bevormundung und Bedrohung hat.<\/p><p>Titelbild: Donatas Dabravolskas\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 19. M&auml;rz trat die ukrainische Gemeinde im s&uuml;dbrasilianischen Curitiba ein zweites Mal seit Ende Februar zu einer Protest-Kundgebung gegen den milit&auml;rischen &Uuml;berfall Russlands auf die Ukraine zusammen. Der Versammlungsort konnte nicht symbolischer sein, es war <a href=\"https:\/\/www.bemparana.com.br\/noticia\/comunidade-ucraniana-de-curitiba-faz-ato-pela-paz\">der klassizistische Vorbau der staatlichen Universit&auml;t Paran&aacute;s<\/a> mit seiner renommierten Fakult&auml;t der Rechtswissenschaften, von wo aus die Demonstranten<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82322\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":82323,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[199,20,171],"tags":[282,1613,2357,835,259,260,340],"class_list":["post-82322","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kirchen-religionen","category-landerberichte","category-militaereinsaetzekriege","tag-buergerproteste","tag-brasilien","tag-diaspora","tag-nationalismus","tag-russland","tag-ukraine","tag-zuwanderung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/shutterstock_2130634046.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82322","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=82322"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82322\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82324,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82322\/revisions\/82324"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/82323"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=82322"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=82322"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=82322"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}