{"id":82336,"date":"2022-03-27T09:30:31","date_gmt":"2022-03-27T07:30:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82336"},"modified":"2022-03-25T14:28:30","modified_gmt":"2022-03-25T13:28:30","slug":"hinweise-der-woche-249","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82336","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82336#h01\">Russland l&ouml;scht mit Ukraine-Krieg einstige Erfolge der Entspannungspolitik aus. Und nun?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82336#h02\">Biden Is Not Fully In Charge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82336#h03\">Steigende Energiepreise: &ldquo;&Uuml;ber Spekulation wird bisher ja &uuml;berhaupt nicht gesprochen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82336#h04\">Langzeitskandal Kinderarmut &ndash; Gastbeitrag von Christoph Butterwegge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82336#h05\">&bdquo;Die Folgen der Schulschlie&szlig;ungen waren f&uuml;r arme Familien verheerend&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82336#h06\">Arbeitsmarkt: Die Ausbeutung von Wanderarbeitern in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82336#h07\">&bdquo;Bitte helft uns!&ldquo; Impf-Nebenwirkungen untersch&auml;tzt? Betroffene f&uuml;hlen sich im Stich gelassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82336#h08\">Die Bedrohung der amerikanischen Demokratie und die Schw&auml;che der Demokraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82336#h09\">Heinrich Heine: Wo sie B&uuml;cher verbrennen, verbrennen sie am Ende auch Menschen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82336#h10\">Journalismus zum Ukraine-Krieg: Von Nachrichtenerz&auml;hlern und Moderationsgefreiten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Russland l&ouml;scht mit Ukraine-Krieg einstige Erfolge der Entspannungspolitik aus. Und nun?<\/strong><br>\nLange Zeit hat die Entspannungspolitik der SPD das Verh&auml;ltnis zu Russland gepr&auml;gt. Heute stellt sich die Frage, ob die an Entspannung Interessierten zu viel auf Willy Brandt und seinen Berater Egon Bahr geh&ouml;rt haben, oder eher zu wenig (&hellip;)<br>\nWird sich die SPD unter all den Umst&auml;nden zum Erbe der Ostpolitik von Willy Brandt und Egon Bahr bekennen? Immerhin hat sie jahrzehntelang funktioniert und war die Voraussetzung der deutschen Einheit. F&uuml;r diese Politik bestand daher ein klarer demokratischer Auftrag: Noch im April 2018 ermittelte eine Forsa-Umfrage, dass 94 Prozent der Deutschen gute Beziehungen zu Russland f&uuml;r wichtig halten. Wie schnell das geht. Erst wird man zum Feindbild, dann tats&auml;chlich zum Feind. Die 100 Milliarden Euro Sonderfonds f&uuml;r die Bundeswehr, die Kanzler Olaf Scholz im Deutschen Bundestag proklamiert hat, werden schon deshalb nicht mehr Sicherheit bringen, weil sie den drohenden Klimakollaps beschleunigen. SPD-Fraktionschef Rolf M&uuml;tzenich beklagte zu Recht, die Jungen werden uns daf&uuml;r verurteilen, das wir ihnen keine bessere Welt &uuml;bergeben. Eine Schuld, die wir abtragen m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/daniela-dahn\/ukraine-krieg-das-verhaeltnis-zu-putins-russland-muss-ueberdacht-werden\">Daniela Dahn in der Freitag<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Konfliktforscherin: &raquo;Man darf nichts unversucht lassen&laquo;<\/strong><br>\nDie Konfliktforscherin Martina Fischer spricht &uuml;ber die M&ouml;glichkeiten, den Ukraine-Krieg &uuml;ber Verhandlungen zu stoppen<br>\nSie sind langj&auml;hrige Expertin f&uuml;r Friedens- und Konfliktforschung, arbeiten seit 2016 bei Brot f&uuml;r die Welt. Was f&uuml;r Hilfsprojekte f&uuml;hrt Brot f&uuml;r die Welt in der Ukraine durch?<br>\nWir haben eine Reihe von Partnern, die schon seit 2014 in der Ostukraine mit kriegstraumatisierten Menschen gearbeitet haben, also mit Kriegsversehrten oder auch Binnenfl&uuml;chtlingen. Aber von denen kann im Moment niemand mehr seiner gewohnten Arbeit nachgehen. Die meisten sind gefl&uuml;chtet, in den Westen des Landes, wo sich jetzt auch wieder bedroht sind, oder in die Nachbarl&auml;nder oder nach Deutschland. Manche sind an Orte gegangen, wo sie selber auch humanit&auml;re Hilfe leisten. Wir versuchen zusammen mit unserer Schwesterorganisation, der Diakonie Katastrophenhilfe, diese Leute zu unterst&uuml;tzen und irgendwie die humanit&auml;re Versorgung zu verbessern und sicherzustellen. Aber vor allen Dingen setzen wir uns daf&uuml;r ein, dass Gefl&uuml;chtete aus der Ukraine in Europa und in Deutschland unb&uuml;rokratisch aufgenommen werden. Das ist ja ein St&uuml;ck weit von der EU zugesagt worden mit der Zusage eines vor&uuml;bergehenden Schutzes von bis zu drei Jahren.<br>\nDas begr&uuml;&szlig;en wir sehr, aber wir w&uuml;nschen uns, dass dieser Schutzstatus auch Menschen aus Drittstaaten zugesichert wird, zum Beispiel den vielen Studierenden aus afrikanischen L&auml;ndern. Deutschland hat angek&uuml;ndigt, diese Menschen genauso zu behandeln wie jene mit ukrainischem Pass, aber ich bin nicht sicher, ob das in allen EU-L&auml;ndern so gehandhabt wird, zum Beispiel in Polen und Ungarn. Wichtig ist uns auch, dass die T&uuml;ren offen bleiben f&uuml;r Menschen aus der ganzen Region, die sich nicht aktiv an dem Krieg beteiligen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1162221.krieg-in-der-ukraine-konfliktforscherin-man-darf-nichts-unversucht-lassen.html\">nd<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Neutralit&auml;t der Ukraine ist das Gebot der Stunde<\/strong><br>\nZur herrschenden Ukrainophilie, zur neuen Bewegung der &ldquo;Nato-Linken&rdquo; sowie den Herausforderungen der Friedensbewegung. [&hellip;]<br>\nUnd es ist der blinde Fleck in der aktuellen Debatte, dass die alten historischen Beziehungen zwischen NS-Deutschland und Nationalisten in der Ukraine einfach nicht mehr thematisiert werden. Dabei sind das aber keine russischen Fake News, sondern historische Tatsachen.<br>\nEs ist dem Publizisten und Antisemitismusforscher Clemens Heni vorbehalten, darauf hinzuweisen, dass der ukrainische Botschafter Melnyk, am Grab des ukrainischen Nationalistenf&uuml;hrers und erkl&auml;rten Antisemiten Stepan Bandera einen Kranz niederlegte. Eigentlich m&uuml;sste eine solche Geste eine politische Karriere heute beenden.<br>\nNur wird sie jetzt einfach totgeschwiegen. Das macht die aktuelle Ukrainophilie in Deutschland besonders unangenehm, weil man da immer das Gef&uuml;hl hat, dass unbewusst da noch die Vorstellung wabert, jetzt k&ouml;nne man die deutsche Niederlage bei Stalingrad doch noch r&uuml;ckg&auml;ngig machen.<br>\nEs ist bemerkenswert, dass bis in Teile der Linken mit und ohne Parteibuch die Haltung verbreitet wird, jede Kritik an der Ukraine w&auml;re fast schon Verrat. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Neutralitaet-der-Ukraine-ist-das-Gebot-der-Stunde-6587114.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Biden Is Not Fully In Charge<\/strong><br>\nWho&rsquo;s running the show in Washington on Ukraine? Why was Zelensky invited before Congress to appeal for the kind of help President Joe Biden had already ruled out, lest it lead to war with Russia? And why was Biden told to tell that reporter Putin is a &ldquo;war criminal&rdquo;?<br>\nAre the neocons getting desperate? The outlines of a deal to stop the fighting are already visible, including neutrality for Ukraine and no NATO membership. These need to be put down in writing. Other hurdles (Crimea, Donets, Lugansk) are not insuperable. First and foremost, a ceasefire is needed.<br>\nInstead of encouraging Zelensky to make a deal, the Victoria Nulands of this world (and her proteges like Gilbert and Sullivan &mdash; sorry, I mean Blinken (who writes the script) and Sullivan (who composes the music) are taking advantage of Zelensky&rsquo;s formidable acting abilities, with the inevitable result that thousands more Ukrainians will die\/be wounded unless a ceasefire comes soon.<br>\nThe U.S. learned a bitter lesson from the Hungarian revolution in 1956, when Radio Free Europe encouraged unarmed Hungarians to fight off Soviet tanks (hinting that the U.S. would help) &mdash; in other words, encouraged them to fight till the last Hungarian. When the Soviets invaded Czechoslovakia in August 1968, my duties in Germany included liaison with Radio Free Europe to which I passed along guidance from Washington.<br>\nRFE management, although highly sympathetic to the Czechs and Slovaks, carefully avoided the kind of incendiary rhetoric used in 1956, thus sparing countless Czechs and Slovaks from becoming dead Davids before the tanks of the Goliath named Brezhnev.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/raymcgovern.com\/2022\/03\/19\/biden-is-not-fully-in-charge\/\">Ray McGovern<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steigende Energiepreise: &ldquo;&Uuml;ber Spekulation wird bisher ja &uuml;berhaupt nicht gesprochen&rdquo;<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Heiner Flassbeck &uuml;ber russische Gasimporte, Joachim Gauck und einen verschwiegenen Grund der Preisexplosion<br>\nHerr Flassbeck, vor dem Hintergrund des Kriegsgeschehens in der Ukraine wird derzeit viel &uuml;ber die Macht Russlands auf den Energiem&auml;rkten gesprochen. Die Grundfrage scheint mir: K&ouml;nnen wir denn &uuml;berhaupt auf Energietr&auml;ger aus Russland verzichten?<br>\nHeiner Flassbeck: Ganz kurzfristig sicher nicht, oder nur unter gro&szlig;en Schmerzen. Aber ich halte das auch f&uuml;r gar keine vern&uuml;nftige Perspektive. Wir m&uuml;ssen stattdessen wieder eine Friedensperspektive entwickeln. Und das darf dann eben nicht hei&szlig;en, dass wir eine Mauer rund um Russland bauen und den Handel mit Russland aussetzen.<br>\nDer polnische Ministerpr&auml;sident Mateusz Morawiecki hat wegen des Kriegs in der Ukraine eine totale und sofortige Handelsblockade gegen Russland gefordert &hellip;<br>\nHeiner Flassbeck: Russland von vornherein und grunds&auml;tzlich vom Handel auszuschlie&szlig;en, halte ich f&uuml;r falsch. Egal, wer in dem Land an der Macht ist: Man muss nach dem akuten Konflikt wieder zu normalen Beziehungen zur&uuml;ckfinden. Es gibt einen weltweiten, gewaltigen &Ouml;lmarkt, da spielt Russland eine wichtige Rolle und man wird auch keine weltweite Klimastrategie entwickeln k&ouml;nnen ohne diesen gro&szlig;en Player.<br>\nJenseits der heutigen Emotionen muss man daf&uuml;r sorgen, dass es wieder friedliche Beziehungen gibt und dass alle relevanten Akteure miteinander kooperieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Steigende-Energiepreise-Ueber-Spekulation-wird-bisher-ja-ueberhaupt-nicht-gesprochen-6603958.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Energiepreisbelastung bremsen, Energiearmut verhindern!<\/strong><br>\nW&auml;hrend Prominente einen sofortigen Importstopp von russischem &Ouml;l, Gas und Kohle fordern, weisen &Ouml;konomen auf die drohende Versorgungsunsicherheit hin. Zudem ist strittig, ob Russland zur Finanzierung seines Milit&auml;rs &uuml;berhaupt auf Devisen angewiesen sein d&uuml;rfte. Auf die kaum noch zu kalkulierende Energiepreisentwicklung m&uuml;ssen schnelle Ma&szlig;nahmen folgen, die vor allem Geringverdiener*innen entlasten. (&hellip;)<br>\nBereits vor dem Ukraine-Krieg waren die Energiepreise stark gestiegen (siehe Grafik). Seit dem russischen Angriff haben sie eine kaum kalkulierbare Entwicklung eingeschlagen. Deutschland bezieht 55 Prozent aller Erdgasimporte aus Russland, bei der Steinkohle sind es 50 Prozent, bei &Ouml;l 35 Prozent. Diese Mengen sind nicht kurzfristig zu ersetzen. Ein Importstopp w&auml;re f&uuml;r viele Unternehmen nicht zu stemmen, w&uuml;rde mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Wirtschaftskrise f&uuml;hren &ndash; inklusive sozialer Probleme, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. (&hellip;)<br>\nHinzu kommen die direkten sozialen Folgen von Energieknappheit und -preissteigerungen. Wenn Ex-Bundespr&auml;sident Joachim Gauck betont, wir k&ouml;nnten &bdquo;auch mal frieren f&uuml;r die Freiheit&ldquo;, ist das bestimmt als Geste der Solidarit&auml;t gemeint. Tats&auml;chlich d&uuml;rften Top-Verdiener wie er aber die letzten sein, die aufgrund von Energieknappheit frieren m&uuml;ssen. Tats&auml;chlich trifft es Geringverdienende am h&auml;rtesten und oft existenziell, wenn Strom- und Gaspreise steigen. In diesen Gruppen geh&ouml;rt Energiearmut heute schon zur Realit&auml;t. Im Jahr 2020 wurden 4,2 Millionen Mal Stromsperren angedroht, weil Haushalte in Zahlungsverzug gerieten. In 230.000 F&auml;llen wurde die Stromversorgung tats&auml;chlich eingestellt. Sperrungen bei der Gasversorgung gab es in 24.000 F&auml;llen. (&hellip;)<br>\nDie Abh&auml;ngigkeit von fossilen Brennstoffen muss schnell durch zus&auml;tzliche Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien reduziert werden. Kurzfristig handelt die Bundesregierung aber richtig, wenn sie einen kurzfristigen Energie-Importstopp abwenden will und Ma&szlig;nahmen zur Abfederung der Energiepreis-Belastung einf&uuml;hrt. Weitere m&uuml;ssen allerdings folgen: Kartellrecht und Regulierung m&uuml;ssen verhindern, dass die Situation f&uuml;r ungerechtfertigte weitere Preissteigerungen missbraucht wird, um Extragewinne zu generieren. Eine befristete Mehrwertsteuersenkung bei Gas und Strom, h&ouml;here Heizkostenzusch&uuml;sse und ein Mobilit&auml;tsgeld, das alle Besch&auml;ftigten unabh&auml;ngig von Einkommen und genutztem Verkehrsmittel erhalten, k&ouml;nnen kleinere und mittlere Einkommen gezielt entlasten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/uber-uns\/dgb-heute\/wirtschafts-finanz-steuerpolitik\/++co++4bf0d2fc-a68c-11ec-b836-001a4a160123%20\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Langzeitskandal Kinderarmut &ndash; Gastbeitrag von Christoph Butterwegge<\/strong><br>\nSeit fast 20 Jahren sind in unserem wohlhabenden, wenn nicht reichen Land nach EU-Ma&szlig;st&auml;ben etwa 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren armutsgef&auml;hrdet oder armutsbetroffen; knapp 2 Millionen leben sogar von staatlichen Transferleistungen. Wie dramatisch sich unsere Gesellschaft in dieser Beziehung ver&auml;ndert hat, zeigt folgender Vergleich: 1965, auf dem Gipfelpunkt des sog. Wirtschaftswunders der &bdquo;alten&ldquo; Bundesrepublik, bezog jedes 75. Kind Sozialhilfe; heute ist mehr als jedes 7. Kind auf Sozial- bzw. Arbeitslosengeld II angewiesen, im Volksmund &bdquo;Hartz IV&ldquo; genannt. Wenn man das offizielle Kriterium der Europ&auml;ischen Union zugrunde legt, in einem Haushalt zu leben, dessen Nettoeinkommen bedarfsgewichtet weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens betr&auml;gt, ist in Deutschland sogar mehr als jedes 5. Kind armutsgef&auml;hrdet bzw. einkommensarm. (&hellip;)<br>\nDass die jungen Menschen eine sozial zerrissene Generation bilden, ist nicht zuletzt Fehlentscheidungen von Parlamenten, Regierungen und Verwaltungen geschuldet. Einerseits haben sie daf&uuml;r gesorgt, dass Reichtum in der Familie bleibt und man als Kind oder Jugendlicher einen ganzen Konzern in Besitz nehmen kann, ohne einen einzigen Cent betriebliche Erbschaft- oder Schenkungsteuer zahlen zu m&uuml;ssen. Andererseits haben die politischen Entscheidungstr&auml;ger besonders die Kinderregels&auml;tze bei Hartz IV so niedrig angesetzt, dass aufgrund eines Bundesverfassungsgerichtsurteils mit einem Bildungs- und Teilhabepaket halbherzig nachgebessert werden musste.<br>\nWarum bekommt ein Chefarzt durch Inanspruchnahme des Kinderfreibetrages bei der Einkommensteuer &uuml;ber 1.000 Euro pro Jahr mehr f&uuml;r sein Kind als eine Krankenschwester an Kindergeld f&uuml;r ihren Nachwuchs? Und warum geht kein Aufschrei durchs Land, wenn CDU, CSU und AfD ein Familiensplitting fordern, das kinderreichen Chef&auml;rzten zehntausende Euro an Steuerersparnis einbringen w&uuml;rde, der alleinerziehenden Mutter im Hartz-IV-Bezug aber keinen Cent? (&hellip;)<br>\nMittlerweile wird Kinderarmut hierzulande zwar allenthalben beklagt, aber weiterhin nicht energisch bek&auml;mpft, obwohl man bed&uuml;rftige Minderj&auml;hrige schwerlich f&uuml;r ihre Misere selbst verantwortlich machen kann, wie das bei Erwachsenen geschieht, wenn man sie als &bdquo;Dr&uuml;ckeberger&ldquo;, &bdquo;Faulenzer&ldquo; und &bdquo;Sozialschmarotzer&ldquo; diffamiert. Trotzdem wurde politisch kaum etwas gegen die Kinderarmut getan, wenn man von dem allerdings selbst nach der Anhebung auf 12 Euro brutto pro Stunde ab 1. Oktober 2022 immer noch zu niedrigen Mindestlohn absieht.<br>\nFazit: Armutsbek&auml;mpfung wird von SPD, B&uuml;ndnisgr&uuml;nen und FDP zwar mit einem Tunnelblick auf die betroffenen Kinder proklamiert, d&uuml;rfte in der Regierungspraxis aber weiterhin sehr halbherzig praktiziert werden; Reichtumsbegrenzung wurde in den Koalitionsverhandlungen gar nicht erst diskutiert, sondern von der FDP generell blockiert. Deshalb wird es am Ende dieser Legislaturperiode eher mehr als weniger Ungleichheit auch der Kinder geben, die zu verringern SPD und B&uuml;ndnisgr&uuml;ne ihren W&auml;hler(inne)n jedoch versprochen hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/langzeitskandal-kinderarmut-gastbeitrag-von-christoph-butterwegge\/\">Christoph Butterwegge in Blog der Republik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Die Folgen der Schulschlie&szlig;ungen waren f&uuml;r arme Familien verheerend&ldquo;<\/strong><br>\nCorona Bernd Siggelkow ist Gr&uuml;nder des Kinderhilfswerks Arche und hat miterlebt, wie sich der Lockdown auf benachteiligte Jugendliche auswirkte [&hellip;]<br>\nWie erging es den Menschen, denen Sie halfen, konkret?<br>\nEs gibt hier in Marzahn-Hellerdorf viele junge Familien mit mehreren Kindern. Ich kenne eine Familie mit vierzehn Kindern. Die Mutter war w&auml;hrend des Lockdowns mit sechs der Kinder spazieren, um an die frische Luft zu kommen. Sie wurde von der Polizei angehalten, man sagte ihr, es sei verboten, mit so vielen Menschen auf der Stra&szlig;e zu sein. Sie hat sich so einsch&uuml;chtern lassen, dass sie sich wochenlang in ihrer Wohnung einsperrte.<br>\nDas h&auml;tte sie nicht m&uuml;ssen.<br>\nRichtig, aber viele unserer Familien haben die b&uuml;rokratische Sprache der staatlichen Verordnungen &uuml;berhaupt nicht verstanden. Ich musste oft &bdquo;&uuml;bersetzen&ldquo;. Einige, die nur schlecht Deutsch sprachen, konnten anfangs &uuml;berhaupt nicht verstehen, was gerade passierte. Sie haben nur leere Stra&szlig;en und viel Polizei gesehen und uns gefragt: &bdquo;Was ist los? Ist in Deutschland Krieg?&ldquo;<br>\nWie erleben Sie den Umgang von Kindern mit der Corona-Krise?<br>\nDie meisten unserer Kinder erleben vor allem wirtschaftlichen und sozialen Druck, f&uuml;hlen sich eingeengt. Vor lauter &Auml;ngsten sehen sie ihre M&ouml;glichkeiten gar nicht mehr. Ich sehe unsere Aufgabe auch darin, &Auml;ngste abzubauen. Den Menschen fehlt es an den Voraussetzungen f&uuml;r ein menschenw&uuml;rdiges Leben. Ja, es fehlt oft auch an Geld, aber nicht nur. Perspektiven und W&uuml;rde vermittle ich nicht &uuml;ber Geld, sondern &uuml;ber Aufgaben, &uuml;ber Arbeit, &uuml;ber Ziele.<br>\nWie blicken Sie auf die damaligen Schulschlie&szlig;ungen zur&uuml;ck?<br>\nGerade die hatten verheerende Folgen f&uuml;r die Kinder. Das darf nie wieder vorkommen. Wechselunterricht w&auml;re keine optimale, aber die bessere L&ouml;sung, um die sozialen Kontakte der Kinder aufrechtzuerhalten und sie so auch vor h&auml;uslicher Gewalt zu sch&uuml;tzen. Aber solange 22 Fu&szlig;ballspieler gemeinsam auflaufen und spielen d&uuml;rfen, sollten unsere Kinder auch gemeinsam in einer Klasse zur Schule gehen k&ouml;nnen. Wir hatten im M&auml;rz 2020 einen Tag l&auml;nger offen als die Schulen, da haben die Nachbarn vom Balkon gebr&uuml;llt: &bdquo;Schick die Balgen nach Hause!&ldquo;, und das Gesundheitsamt angerufen. Aber ich wei&szlig;, warum ich das tue, und eigentlich ist es mir egal, was solche Menschen &uuml;ber mich denken. Wichtig ist mir, was die Kinder &uuml;ber mich denken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/interview-die-folgen-der-schulschliessungen-waren-verheerend\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt: Die Ausbeutung von Wanderarbeitern in Deutschland<\/strong><br>\nArmut hat viele Gesichter. Ausbeutung auch. Und es gibt sie auch in einem reichen Land wie Deutschland. Betroffene schildern, wie ihnen grundlegende Rechte vorenthalten werden. Und wie im Ernstfall keiner etwas davon wissen will. Die Datenlage ist schwierig. Wie viele Millionen Menschen in Europa ihr Land verlassen, um in einem anderen Land zu arbeiten, ist schwer zu erfassen. In der Pandemie kehrten zudem viele Wanderarbeitende gezwungenerma&szlig;en zur&uuml;ck in ihre Heimatl&auml;nder. Eines aber l&auml;sst sich sagen: Die Lebens- und Arbeitsbedingungen sind oft schlecht. Schon vor vielen Jahren schrieb die gewerkschaftsnahe Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, dass auch in Deutschland europ&auml;ische Werte von sozialer Absicherung und menschenw&uuml;rdiger Unterkunft mit F&uuml;&szlig;en getreten w&uuml;rden. Hat sich daran bis heute etwas ge&auml;ndert?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ausbeutung-wanderarbeiter-100.html%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Bitte helft uns!&ldquo; Impf-Nebenwirkungen untersch&auml;tzt? Betroffene f&uuml;hlen sich im Stich gelassen<\/strong><br>\nCovid-19-Impfstoffe gelten als sicher und wirksam. Dennoch leidet eine Minderheit nach der Impfung an zum Teil schwerwiegenden Nebenwirkungen. &Auml;rzte und Wissenschaftler bef&uuml;rchten eine Untererfassung der F&auml;lle durch das Paul-Ehrlich-Institut. Ein MDR-Bericht l&auml;sst Betroffene zu Wort kommen.<br>\nImpfnebenwirkungen nach einer Covid-19-Impfung &ndash; sie sind sehr selten, aber oft schwerwiegend. Betroffene f&uuml;hlen sich mit ihren Beschwerden h&auml;ufig allein gelassen. Denn da es sich um neuartige Impfstoffe handelt, sind auch die Erfahrungen, was die Behandlung von solchen Impfsch&auml;den angeht, noch sehr begrenzt.<br>\nDer MDR hat in zwei kurzen Filmen Betroffene, &Auml;rzte und Forschende zu Wort kommen lassen. Sie zeigen die &Auml;ngste und Sorgen von Menschen, die seit der Corona-Impfung unter den unterschiedlichsten Nebenwirkungen leiden. Sie alle w&uuml;nschen sich vor allem eines: eine Anlaufstelle f&uuml;r ihre Probleme. Sie m&ouml;chten ernst genommen werden und sie suchen nach Hilfe f&uuml;r ihre Beschwerden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/bitte-helft-uns-impf-nebenwirkungen-unterschaetzt-betroffene-fuehlen-sich-im-stich-gelassen_id_72513862.html\">Focus Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Impfkomplikationen: Warum sich Betroffene alleingelassen f&uuml;hlen<\/strong><br>\nKomplikationen nach einer Corona-Impfung sind selten, aber es gibt sie. Nach einem &bdquo;Umschau&ldquo;-Bericht haben sich weitere Betroffene gemeldet. Sie fordern eine zentrale Anlaufstelle und eine bessere Aufarbeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/video\/mdr-videos\/c\/video-607772.html\">mdr<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Impfsch&auml;den &ndash; wie Deutschland bei der Erforschung hinterherhinkt<\/strong><br>\nImpfsch&auml;den nach einer Corona-Impfung sind selten, aber es gibt sie: Muskelkr&auml;mpfe, Taubheitsgef&uuml;hle, Herzrhythmusst&ouml;rungen, Nervenschmerzen &ndash; das sind nur einige der vielen Symptome, unter denen manche Menschen noch viele Monate nach der Corona-Impfung leiden. Die Ursache ist noch nicht erforscht. Doch die Betroffenen, vor allem junge Menschen, f&uuml;hlen sich allein gelassen, von Politik und Wissenschaft.<br>\nSie kommen im &ouml;ffentlichen Diskurs nicht vor. Sie k&auml;mpfen um Anerkennung ihres Schadens, aber vor allem um medizinische Hilfe, um wieder zur&uuml;ck ins Leben zu finden. Sie fordern eine zuverl&auml;ssige Erfassung und Erforschung ihrer Nebenwirkungen und auch konkrete Anlaufstellen f&uuml;r Impfgesch&auml;digte, aber auch von staatlicher Seite finanzierte Forschungsprojekte, um zu verstehen, wieso der Impfstoff bei manchen Menschen so gro&szlig;en Schaden anrichtet. All diese Probleme gehen skandinavische L&auml;nder wie D&auml;nemark und Schweden mit Impfregistern viel systematischer an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/plusminus-maerz-impfschaeden-100.html%20\">plusminus<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Bedrohung der amerikanischen Demokratie und die Schw&auml;che der Demokraten<\/strong><br>\nDie US-amerikanische Rechte l&auml;sst keine Gelegenheit aus, um zu betonen, dass sie in der Demokratischen Partei einen &raquo;unamerikanischen&laquo;, illegitimen Feind sieht, den es mit allen Mittel zu bek&auml;mpfen gelte. Warum tun sich die Demokraten so schwer, darauf angemessen zu reagieren?<br>\nDie amerikanische Demokratie ist akut bedroht. Wie schon w&auml;hrend der Obama-&Auml;ra h&auml;lt der f&uuml;hrende republikanische Senator Mitch McConnell die republikanischen Reihen fest geschlossen, um eine geregelte Regierungst&auml;tigkeit auf Bundesebene weitgehend zu verhindern. Vor allem aber auf der einzelstaatlichen Ebene finden unz&auml;hlige Versuche statt, die Demokratie zu unterwandern. &Uuml;berall da, wo die Republikaner an der Macht sind, zeigen sie sich entschlossen, diese notfalls auch gegen demokratische Mehrheiten zu verteidigen:<br>\nRestriktive Wahlgesetze, die gezielt einzelne W&auml;hlergruppen benachteiligen; versch&auml;rfte Manipulation von Wahlkreisgrenzen (gerrymandering); der systematische Versuch, Wahlkommissionen zu s&auml;ubern und den Einfluss von republikanisch gef&uuml;hrten state legislatures auf den Wahlprozess zu st&auml;rken. Es ist der immer selbe Werkzeugkasten, mit dem sich die GOP &ndash; die &raquo;Grand Old Party&laquo; &ndash; daran macht, eine stabile Einparteienherrschaft in m&ouml;glichst vielen Staaten zu errichten, und im Kongress blockieren die Republikaner unter McConnells F&uuml;hrung alle Versuche, diesem autorit&auml;ren Anschlag auf die Demokratie mit neuen Gesetzen auf Bundesebene zu begegnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/2407\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Heinrich Heine: Wo sie B&uuml;cher verbrennen, verbrennen sie am Ende auch Menschen <\/strong><br>\nEine Welle antirussischer Hysterie schwappt &uuml;ber den Westen<br>\nDie Opposition gegen das russische Regime und den Krieg in der Ukraine verwandelt sich seit kurzem in eine offene Feindseligkeit gegen&uuml;ber dem russischen Volk und allem, was russisch ist. Diese D&auml;monisierung eines Volkes weckt Erinnerungen an die D&auml;monisierung der Juden und aller j&uuml;dischen Dinge.<br>\nEine Welle von antirussischer Hysterie schwappt &uuml;ber den Westen (1): Dieser Tage war in den Nachrichten zu h&ouml;ren, dass westliche Kr&auml;fte in Erw&auml;gung ziehen, als Folge des Krieges in der Ukraine die Werke beziehungsweise B&uuml;cher des bedeutenden russischen Schriftstellers Fjodor Michailowitsch Dostojewski zu verbrennen. Eine italienische Universit&auml;t hat den gro&szlig;en russischen Autor Dostojewski verboten. Verstehen Sie unseren Kommentar deshalb als eine Mahnung an alle Mitb&uuml;rger, dass die Vernunft niemals vor der &ouml;ffentlichen Meinung kapitulieren darf.<br>\nDie seit dem Zweiten Weltkrieg &bdquo;gepflegten&ldquo; Ressentiments gegen Russland, alle russischen Pr&auml;sidenten und russischen B&uuml;rger brechen seit Wochen aus dem Mund westlicher Politiker und westlicher Massenmedien ganz offen und in einer Sch&auml;rfe aus, die einem den Atem verschl&auml;gt. Wir werden die unglaublichen Sanktionen, Ma&szlig;nahmen und Vorschl&auml;ge nicht im Einzelnen aufz&auml;hlen; sie k&ouml;nnen inzwischen in allen Medien nachgelesen werden.<br>\nDer in der &Uuml;berschrift zitierte Satz Heinrich Heines stammt aus seiner Trag&ouml;die &bdquo;Almansor&ldquo;.  Sie wurde 1823 ver&ouml;ffentlicht und uraufgef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sicht-vom-hochblauen.de\/heinrich-heine-wo-sie-buecher-verbrennen-verbrennen-sie-am-ende-auch-menschen-von-rudolf-haensel-und-vera-sharav\/\">Sicht vom Hochblauen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Journalismus zum Ukraine-Krieg: Von Nachrichtenerz&auml;hlern und Moderationsgefreiten<\/strong><br>\nZu einigen aktuellen Aspekten von Kriegsberichterstattung und Narrativismus<br>\nJournalismus mit Blick auf den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg der russischen F&uuml;hrung gegen die Ukraine hat auf vielen Ebenen zu tun mit &ldquo;Storytelling&rdquo;, also mit dem Erz&auml;hlen von Geschichte(-n). Damit sei hier nicht prim&auml;r der Aspekt gemeint, inwiefern die vermittelten Informationen der Wahrheit entsprechen. Sondern es sei vor allem der Schwerpunkt gelegt auf einige Seiten dessen, was erz&auml;hltheoretisch und -praktisch &ldquo;Narrativ&rdquo; und &ldquo;Narrativit&auml;t&rdquo; genannt wird.<br>\n&ldquo;Narrativit&auml;t&rdquo; ist auch im Journalismus ein sehr bew&auml;hrter und wirksamer Kommunikationsmodus. Sein Einsatz h&auml;ngt mit der &ldquo;Glaubw&uuml;rdigkeit&rdquo; oder besser: Vertrauensw&uuml;rdigkeit journalistischer Beitr&auml;ge eng zusammen.<br>\nNarrativit&auml;t beschreibt laut Matthias Aum&uuml;ller Darstellungen, deren Gegenstand eine zusammenh&auml;ngende Ereignisfolge ist. Ihr Zusammenhang werde durch eine (oder wenige) Figur(-en) mit menschlichen oder doch menschen&auml;hnlichen (anthropomorphen) Eigenschaften begr&uuml;ndet.<br>\nOft werde solche Narrativit&auml;t n&auml;her bestimmt durch ein einheitliches, aber nicht unbedingt realistisches Raumzeitkontinuum. Die Ereignisfolge in ihrer Dramaturgie sei &uuml;blicherweise durch Kausalit&auml;t zus&auml;tzlich verklammert, also durch das Behaupten von Ursache-Wirkungs-Beziehungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Journalismus-zum-Ukraine-Krieg-Von-Nachrichtenerzaehlern-und-Moderationsgefreiten-6585958.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>PR-Agenturen und Freiwillige unterst&uuml;tzen die Ukraine im Medienkrieg<\/strong><br>\nEs ist ganz offensichtlich, dass die Ukraine zumindest im Westen die Medienberichterstattung und die sozialen Medien beherrscht, w&auml;hrend Russland sich schwer tut, au&szlig;erhalb des Landes im Medien- und Informationskrieg eine effektive Rolle zu spielen, obgleich seit Jahren die Angst vor den russischen Desinformationskampagnen gesch&uuml;rt wurde.<br>\nRussische Sender wie RT oder Sputnik wurden im Westen verboten, man ist eher auf Telegram als auf Instagram, Twitter oder Facebook unterwegs. Seit kurzem sind Instagram und Facebook in Russland nicht mehr zug&auml;nglich, weil sie &bdquo;extremistische Informationen&ldquo; verbreiten, teilweise auch Google News. Dagegen bombardiert die ukrainische Regierung mitsamt Beh&ouml;rden, dem Parlament, den Geheimdiensten, Freiwilligenverb&auml;nden wie Asow oder Rechter Sektor und Medien &uuml;ber die sozialen Medien die &Ouml;ffentlichkeit im Land und im Ausland ziemlich erfolgreich.<br>\nDie verbreiteten Informationen, Bilder und Videos, in aller Regel strategische Kommunikation oder PsyOP, informieren in aller Regel nicht wahrheitsgem&auml;&szlig;, sondern einseitig. In den sozialen Medien wird vor allem Propaganda &uuml;ber den heroischen und siegreichen Kampf der ukrainischen Truppen und Menschen sowie &uuml;ber die angeblich gro&szlig;en Verluste der russischen Truppen, die angeblich gezielten Angriffe auf Zivilisten und zivile Strukturen, den Kampf zwischen der Freiheit und dem Reich des B&ouml;sen. Mangels eigener Berichterstatter vor Ort in den umk&auml;mpften Gebieten und auch oft wegen einer Parteinahme der westlichen Medien werden eher Informationen der ukrainischen Seite verbreitet, auch wenn man gelegentlich sagt, dass sich die Wahrheit nicht unabh&auml;ngig nachpr&uuml;fen lassen. Die von russischer Seite kommenden Informationen werden meist nicht aufgegriffen und oft als Desinformation abgewertet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/pr-agenturen-und-freiwillige-unterstuetzen-die-ukraine-im-medienkrieg\/\">Krass &amp; Konkret<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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