{"id":82398,"date":"2022-03-29T08:39:26","date_gmt":"2022-03-29T06:39:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398"},"modified":"2022-03-29T08:39:26","modified_gmt":"2022-03-29T06:39:26","slug":"hinweise-des-tages-4078","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398#h01\">Wie Deutschland 2018 die Gaskrise probte &ndash; und dramatische Folgen erlebte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398#h02\">Der Preis des &ldquo;Freiheitsgases&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398#h03\">Ukraine und der Westen: Die Geo-&Ouml;konomie der Geo-Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398#h04\">Strompreise: Vom Himmel fallende Milliardengewinne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398#h05\">Krieg und Hunger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398#h06\">Armut in Deutschland: &raquo;Wir sind keine Existenzhilfe&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398#h07\">Thesenpapier-Autorengruppe: Corona: Integration in die Routineversorgung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398#h08\">Russland ringt um seine Machtrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398#h09\">Westm&auml;chte im Ukraine-Krieg: Wir sind nicht alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398#h10\">Sozialpsychologe Welzer warnt vor einer neuen &ldquo;&Auml;sthetik und Rhetorik des Krieges&rdquo; in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398#h11\">Klimawandelbeschleunigungsprogramm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398#h12\">Wahl in Ungarn: Orbans riskante Wette auf Putin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398#h13\">Zurich entfernt ihr &ldquo;Z&rdquo;-Logo aus Social Media<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82398#h14\">Saarland: Fast ein Viertel der Stimmen nutzlos<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie Deutschland 2018 die Gaskrise probte &ndash; und dramatische Folgen erlebte<\/strong><br>\nRussland liefert weniger Gas, die Speicher leeren sich, die Versorgung ist gef&auml;hrdet: Diesen Krisenfall haben Beh&ouml;rden und Wirtschaft bereits ge&uuml;bt. Viele Probleme wurden dabei festgestellt, aber nur wenige beseitigt.<br>\nEs ist Ende Januar, seit Monaten sind die Temperaturen ungew&ouml;hnlich niedrig, &bdquo;Rekordwinter&ldquo;, sagen die Meteorologen, Deutschland bibbert &ndash; und es soll noch k&auml;lter werden: Minus 25 Grad in vielen Teilen Deutschlands, in Alpenn&auml;he sogar Minus 32 Grad. Ausgerechnet jetzt wird das Gas knapp, auch, weil Russland nicht wie geplant liefert.<br>\nAm Morgen des 29. Januar 2019 warnen Fernnetzbetreiber vor Engp&auml;ssen. Die Gasspeicher, bisher zu 40 Prozent gef&uuml;llt, werden sich leeren. Der Mangel trifft insbesondere Bayern und Baden-W&uuml;rttemberg, das industrielle Herz der Republik. Vielerorts muss die Produktion gestoppt werden, Privathaushalte und Krankenh&auml;user sind teils unversorgt. Es droht die Katastrophe. Was ist zu tun?<br>\nDieses Szenario wurde tats&auml;chlich durchgespielt, 2018, im Rahmen der so genannten L&uuml;kex, der L&auml;nder- und Ressort&uuml;bergreifende Krisenmanagement&uuml;bung (&bdquo;ex&ldquo; f&uuml;r exercise&rdquo;). Regelm&auml;&szlig;ig werden solche Katastrophen geprobt: Grippe-Pandemie, Stromausfall, Cyber-Terrorismus, darauf will Deutschland vorbereitet sein &ndash; doch schon die Coronakrise hat gezeigt, wie wenig das trotz &Uuml;bung gelingt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/versorgungssicherheit-wie-deutschland-2018-die-gaskrise-probte-und-dramatische-folgen-erlebte\/28196802.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Preis des &ldquo;Freiheitsgases&rdquo;<\/strong><br>\nAls vor drei Jahren Donald Trumps Energieminister Rick Perry nach Br&uuml;ssel reiste, um den Europ&auml;ern das US-Erdgas als &ldquo;Freedom Gas&rdquo; anzubieten, wurde er verlacht. Nur Polen zeigte damals Interesse. Wer zuletzt lacht: Am vergangenen Freitag schloss die EU ein Abkommen, das die US-Fl&uuml;ssiggasimporte der Gemeinschaft verdreifachen soll. Noch in diesem Jahr wollen die US-Amerikaner zus&auml;tzlich 15 Milliarden Kubikmeter Fl&uuml;ssiggas schicken. Das w&auml;ren 70 Prozent mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Langfristig sollen es 50 Milliarden Kubikmeter j&auml;hrlich werden. Das k&ouml;nnte rund ein Drittel der Gaslieferungen, die bisher aus Russland in die EU kommen, ersetzen. [&hellip;]<br>\nFracking hat aus den USA &uuml;ber die vergangenen Jahrzehnte den gr&ouml;&szlig;ten Erd&ouml;lproduzenten vor Saudi-Arabien und Russland und auch die Nummer eins beim Erdgas gemacht. So erfolgreich waren Mitchell und seine Nachfolger, dass der Preis f&uuml;r Erdgas in den USA praktisch zusammenbrach. W&auml;hrend sich die heimische Industrie &ndash; vor allem die Chemiebranche &ndash; &uuml;ber den Standortvorteil freute, setzten sich die &Ouml;l- und Gasproduzenten in Washington f&uuml;r eine Aufhebung des Exportverbots ein, um neue Absatzm&auml;rkte und bessere Preise zu erschlie&szlig;en.<br>\nSie fanden einen unverhofften Verb&uuml;ndeten in Barack Obama. Er hatte seine Amtszeit nach der Finanzkrise 2008 begonnen und die US-Wirtschaft erlebte die Great Recession. Millionen Arbeitspl&auml;tze waren vernichtet worden. Eine Branche jedoch suchte h&auml;nderingend Personal: die Fracker. Statt der im Wahlkampf angek&uuml;ndigten gr&uuml;nen Wende erkl&auml;rte Obama bald die all-of-the-above-Doktrin f&uuml;r seine Energiepolitik. Alle Energiequellen sollten gleicherma&szlig;en gef&ouml;rdert werden. [&hellip;]<br>\nNicht alle Texaner hat die j&uuml;ngste Liefervereinbarung mit den Europ&auml;ern in Jubel &uuml;ber neue Gesch&auml;fte und Arbeitspl&auml;tze versetzt. Umweltsch&uuml;tzer, die seit Jahren gegen die Verschmutzung ihrer Region k&auml;mpfen, haben sich in einem offenen Brief an Pr&auml;sident Biden gewandt. Seine Regierung solle ihre Heimat nicht zerst&ouml;ren, um Erdgas nach Europa zu liefern. Der j&uuml;ngste Plan sei nicht nur gef&auml;hrlich, sondern auch taub gegen&uuml;ber der klaren Opposition der Bewohner des Rio Grande Valley von S&uuml;d Texas und der Ureinwohner dort, die seit Jahren den Ausbau der Frackingoperationen verhindern wollen, erkl&auml;rte Emma Guevara, eine Aktivistin des Sierra Clubs. &ldquo;Wir wollen nicht f&uuml;r fossile Brennstoffe geopfert werden.&rdquo; Auch das amerikanische &ldquo;Freiheitsgas&rdquo; hat einen Preis, den Menschen mit ihrer Gesundheit und ihrer Umwelt zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2022-03\/fracking-texas-gas-eu\/komplettansicht%20\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine und der Westen: Die Geo-&Ouml;konomie der Geo-Politik<\/strong><br>\nDer Ukraine-Krieg wirft die Frage nach den geopolitischen Konsequenzen einer De-Karbonisierung des globalen Kapitalismus auf. Entscheidend werden die sich &auml;ndernden Gewichte zwischen Industrie- und Ressourcenstaaten sein.<br>\nWenn, wie pointiert kommentiert wurde, der russische &Uuml;berfall auf die Ukraine f&uuml;r den Westen einen &sbquo;Putin-Schock&lsquo; darstellt, dann geh&ouml;rt zum Schockhaften des Geschehens, dass der Krieg jenen Referenzrahmen fundamental zu verletzten scheint, innerhalb dessen in Westeuropa, besonders aber in Deutschland, Politik bislang vornehmlich verstanden wurde. Folgerichtig nimmt eine prominente Lesart des Geschehens schlicht an, dass Putin &ndash; den wir zwar als einen vor Gewalt nicht zur&uuml;ckschreckenden, dabei ja aber immer k&uuml;hl-kalkulierenden Machtpolitiker kennengelernt haben &ndash; &uuml;ber Nacht irgendwie wahnsinnig geworden ist, und dass sich in einem hoch personalistischen politischen System keiner mehr traut, to speak truth to power, (parrhesia, &pi;&alpha;&rho;&#8165;&eta;&sigma;&#943;&alpha;), so dass sich sein pers&ouml;nlicher Wahn in all&lsquo; seinen f&uuml;r die Welt katastrophalen Konsequenzen unkontrolliert und unkritisiert Bahn brechen kann.<br>\nDie vornehmliche Antwort des Westens, n&auml;mlich die der wirtschaftlichen Sanktion, des Embargos, zeigt dabei an, welchen hegemonialen Referenzrahmen politischer Vernunft der Krieg aus seiner Sicht zu verletzen scheint: n&auml;mlich den einer wirtschaftlichen Entwicklung, die allgemeinen Wohlstand innerhalb eines liberalen Gesellschaftsmodells verspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/11-2022\/ukraine-und-der-westen-die-geo-okonomie-der-geo-politik\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Strompreise: Vom Himmel fallende Milliardengewinne<\/strong><br>\nNach Sch&auml;tzung der Internationale Energieagentur (IEA) k&ouml;nnten allein im laufenden Jahr 200 Milliarden Euro Jahr als &ldquo;Windfall-Profits&rdquo; auf die Stromerzeuger in der EU herabregnen<br>\nEs ist erstaunlich, dass angesichts der Rekordpreise f&uuml;r Strom und Sprit an den Tankstellen in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit so wenig &uuml;ber enorme Spekulationsgewinne gesprochen wird, wie auch der &Ouml;konom Heiner Flassbeck k&uuml;rzlich im Telepolis-Interview richtig festgestellt hatte: Steigende Energiepreise: &ldquo;&Uuml;ber Spekulation wird bisher ja &uuml;berhaupt nicht gesprochen&rdquo;.<br>\nDie Gewinne werden derzeit zum Beispiel von Mineral&ouml;lkonzernen eingefahren, die man durchaus als Kriegsgewinnler bezeichnen kann. Telepolis hatte k&uuml;rzlich schon aufgezeigt, dass sich die hohen Spritpreise f&uuml;r Verbraucher an den Tankstellen n&auml;mlich nicht &uuml;ber hohe &Ouml;lpreise erkl&auml;ren lassen, wie all&uuml;berall suggeriert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Strompreise-Vom-Himmel-fallende-Milliardengewinne-6655393.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Krieg und Hunger<\/strong><br>\nRusslands Invasion in die Ukraine und die vom Westen verh&auml;ngten Sanktionen f&uuml;hren zu einer globalen Zunahme von Hunger und Unterern&auml;hrung. Russland und die Ukraine geh&ouml;ren zu den wichtigsten Getreideproduzenten weltweit; Russland und Belarus liegen bei der D&uuml;ngemittelproduktion, die f&uuml;r die Agrarwirtschaft von h&ouml;chster Bedeutung ist, global weit vorn. Moskau hat weitgehende Exportbeschr&auml;nkungen f&uuml;r Getreide verh&auml;ngt, um die Ern&auml;hrung der Bev&ouml;lkerung trotz sanktionsbedingt ausfallender Nahrungsmittelimporte zu sichern. Der Getreideexport der Ukraine ist durch den russischen &Uuml;berfall zum Erliegen gekommen. Auch D&uuml;ngemittel liefert Russland nicht mehr ins Ausland, da Transport und Bezahlung aufgrund der Sanktionen nicht wie gehabt abgewickelt werden k&ouml;nnen. Schon jetzt steigen in Ostafrika die Getreidepreise dramatisch; Beobachter warnen vor Hungersn&ouml;ten. In der arabischen Welt kommt der Preisanstieg zu bereits bestehenden politischen und sozialen Spannungen hinzu; Warnungen vor Hungerrevolten und einem Umschlag in politische Aufst&auml;nde werden laut. In S&uuml;damerika hat eine Kampagne begonnen, D&uuml;ngemittel von Sanktionen auszunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8882\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Armut in Deutschland: &raquo;Wir sind keine Existenzhilfe&laquo;<\/strong><br>\nIn der BRD sind mehr Menschen auf Tafeln angewiesen. Deren Verband kritisiert staatliches Versagen. Ein Gespr&auml;ch mit Jochen Br&uuml;hl<br>\nDer Krieg in der Ukraine und die Preissteigerungen werden f&uuml;r die Tafeln zur Belastungsprobe. Es gibt weniger Spenden, zugleich nimmt die Nachfrage von Bed&uuml;rftigen weiter zu. Wie stellt sich diese Mangelsituation aktuell dar?<br>\nIn den vergangenen Jahren schlitterten wir von einer Krise in die n&auml;chste. Seit zwei Jahren dauert die Pandemie an. Menschen erhielten w&auml;hrend der Lockdowns nur Kurzarbeitergeld oder verloren ihre Jobs. Vor etwa einem Monat begann der Krieg in der Ukraine. Seither steigen durch die Gefl&uuml;chteten die Zahlen derer an, die auf die Tafeln dringend angewiesen sind. Nicht nur in Gebieten wie Berlin, wo die meisten Gefl&uuml;chteten ankommen, kommen mehr Betroffene zu den Tafeln. Insgesamt kommen mehr Menschen, die sich aufgrund steigender Energie- und Lebensmittelpreise keine Teilhabe mehr leisten k&ouml;nnen. Es ist ein bundesweiter Trend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/423543.armut-in-deutschland-wir-sind-keine-existenzhilfe.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Thesenpapier-Autorengruppe: Corona: Integration in die Routineversorgung<\/strong><br>\nExakt zwei Jahre nach dem Beginn ihrer Ver&ouml;ffentlichungen legt die Autorengruppe ihre 6. Adhoc-Stellungnahme zu SARS-CoV-2\/CoViD-19 vor. Besonders durch die Eigenschaft der asymptomatischen &Uuml;bertragung hat die Epidemie den zu erwartenden Verlauf genommen und die einseitig auf containment beruhenden Ma&szlig;nahmen bedeutungslos werden lassen. Das europ&auml;ische Ausland hat (mit sehr wenigen Ausnahmen, s.u.) alle Beschr&auml;nkungen eingestellt und bel&auml;sst es bei der Kombination von Impfung und sich weiter verst&auml;rkender nat&uuml;rlicher Immunit&auml;t.<br>\nUnabh&auml;ngig von jeglicher politischer Wortwahl spiegelt die weitgehende Unbestimmtheit der Regelungen der Novelle des Infektionsschutzgesetzes vom 18.3.2022 diese Situation wieder und l&auml;sst nur die eine Schlussfolgerung zu, n&auml;mlich dass die ma&szlig;geblichen politischen Kr&auml;fte eine Exit-Strategie zu finden versuchen, die ihnen zugleich Gesichtswahrung und Nachvollzug der epidemiologischen Entwicklung erm&ouml;glicht.<br>\nDer Verzicht auf repr&auml;sentative Kohortenstudien und die Verwendung unsystematischer Tages-Stichproben hat dazu gef&uuml;hrt, dass sp&auml;testens im Rahmen der Ausbreitung der Omikron-Variante von den vom RKI ver&ouml;ffentlichten Zahlen keinerlei Steuerungswirkung mehr ausgeht. Weder gibt es reliable Informationen zu zentralen Inputfaktoren wie der Impfquote oder der Bev&ouml;lkerungs-bezogenen Immunit&auml;t1 noch existieren verwertbare Output- und Outcomeparameter (z.B. Schwere der Erkrankung), da es offensichtlich in zwei Jahren nicht m&ouml;glich war, zentrale Daten wie zur Komorbidit&auml;t oder teilweise sogar zur Alterszusammensetzung zu integrieren und ein verl&auml;sslich arbeitendes Datenmonitoring aufzubauen. Durch die Quarant&auml;nisierung gro&szlig;er Bev&ouml;lkerungsteile kommt es zwar zu erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Einbu&szlig;en, Daten zur Charakterisierung dieser Personen (z.B. Alter, Impfstatus, Information, Betreuung) liegen jedoch nicht vor. Auch t&auml;gliche Angaben zur Sterblichkeit sind nicht verwertbar, weil nach wie vor die klassische infektiologische Differenzierung von durch bzw. mit SARS-CoV-2 verstorbenen Patienten nicht beachtet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/schrappe.com\/ms2\/\">Matthias Schrappe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Russland ringt um seine Machtrolle<\/strong><br>\nMitten in unserem sch&ouml;nen Europa mit seiner wunderbaren Friedensordnung auf einmal wieder Krieg? Wie konnte es blo&szlig; dazu kommen? Ja, wie nur? Auf einmal, mitten im sch&ouml;nsten Frieden, ist da jedenfalls nicht ein Krieg ausgebrochen. Er ist auch nicht aus unerfindlichen Gr&uuml;nden von irgendeinem durchgeknallten russischen Autokraten vom Zaun gebrochen worden.<br>\nAuch in dem Fall gilt: Die Gr&uuml;nde f&uuml;r den Krieg werden im Frieden geschaffen. Von Staaten, die es in ihrem Verkehr untereinander wieder einmal so weit gebracht haben, dass sie meinen, sich wechselseitig eine vernichtende Niederlage beibringen zu m&uuml;ssen. Im vorliegenden Fall sind die Gr&uuml;nde lange herangereift. Und dass es nun in der Ukraine losgeht, ist auch kein Zufall.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Russland-ringt-um-seine-Machtrolle-6631331.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die Antwort der USA<\/strong><br>\n(Teil 2 und Schluss)<br>\n1. Der Antrag auf Anerkennung russischer Sicherheitsinteressen: abgelehnt!<br>\nDie Forderungen des Kreml, erkl&auml;rt die US-F&uuml;hrung, sind definitiv &ldquo;unerf&uuml;llbar&rdquo;, die Nato-Osterweiterung ist und bleibt unhintergehbarer Besitzstand. Eine Anerkennung der russischen Sicherheitsinteressen ist f&uuml;r Amerika kategorisch ausgeschlossen; die w&uuml;rde ja auf die Annullierung all der strategischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte hinauslaufen, die den m&auml;chtigen Rivalen so erfolgreich in Bedr&auml;ngnis gebracht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Antwort-der-USA-6631915.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Westm&auml;chte im Ukraine-Krieg: Wir sind nicht alle<\/strong><br>\nDer Ukraine-Krieg ist ein Epochenbruch f&uuml;r die westliche Sicherheitsordnung und wird als globale Herausforderung dargestellt. Der globale S&uuml;den teilt diesen Blick nicht.<br>\nJohannes Plagemann ist Research Fellow am GIGA Institut f&uuml;r Asienstudien in Hamburg. Dem Eindruck, die ganze Welt w&uuml;rde sich derzeit von Russland abwenden, setzt er entgegen: Im globalen S&uuml;den wollen sich viele Staaten und ihre Gesellschaften nicht so einfach entscheiden.<br>\nAm 2. M&auml;rz hat eine &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit von 141 Staaten in der Generalversammlung der Vereinten Nationen Russland f&uuml;r den Angriff auf die Ukraine verurteilt. Ob auf Twitter, in den Nachrichtensendungen oder auf den Stra&szlig;en bei den Antikriegsdemos: Im Westen herrscht eine Einigkeit im Umgang mit Russland, die die tiefen Gr&auml;ben der j&uuml;ngeren Vergangenheit &ndash; von Trump zu Brexit &ndash; vergessen macht. In Warschau und Washington, in Tokio und Canberra gilt: Russlands Einmarsch in der Ukraine ist ein Epochenbruch und verlangt nach einer grundlegenden Neuorientierung der internationalen Sicherheitspolitik. Auch traditionell russlandfreundliche Staaten wie Italien und Deutschland stimmen mit ein.<br>\nDie vorgebliche Einigkeit in den Vereinten Nationen verdeckt, dass die gro&szlig;e Mehrzahl der Staaten im globalen S&uuml;den eine ganz andere Wahrnehmung des Konflikts hat. Kleine und mittelgro&szlig;e Staaten in Asien, Afrika und Lateinamerika teilen zwar ein grunds&auml;tzliches Unbehagen gegen&uuml;ber dem Einmarsch Russlands als Beispiel eines m&auml;chtigen Staates, der &uuml;ber die Interessen seines kleineren Nachbarn hinweggeht. Viel st&auml;rker wiegt aber die Ablehnung, sich in einen als europ&auml;isches Problem wahrgenommenen Konflikt hereinziehen zu lassen. Die westliche Darstellung des Krieges als globale Herausforderung &uuml;berzeugt nicht, denn im Ringen zwischen den Gro&szlig;m&auml;chten der Welt haben kleinere und mittlere Staaten im globalen S&uuml;den wenig zu gewinnen und viel zu verlieren. Zumal viele Staaten im globalen S&uuml;den konkrete Interessen an gedeihlichen Beziehungen zu Russland haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2022-03\/westmaechte-ukraine-krieg-globaler-sueden-sanktionen\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sozialpsychologe Welzer warnt vor einer neuen &ldquo;&Auml;sthetik und Rhetorik des Krieges&rdquo; in Deutschland<\/strong><br>\nIch pers&ouml;nlich kriege sehr unangenehme Gef&uuml;hle, wenn jemand &ldquo;tapfer f&uuml;r sein Land&rdquo; k&auml;mpft, wenn Zivilisten aufgefordert werden, Molotowcocktails zur privaten Verteidigung der Heimat zu basteln, wenn eine &Auml;sthetik und Rhetorik des Krieges zelebriert wird, die wir seit Jahrzehnten f&uuml;r nicht mehr gesellschaftsf&auml;hig gehalten hatten. Ich fand es gut, in einer postheroischen Zeit zu leben, Deserteure und &ldquo;Schw&auml;chlinge&rdquo; zu rehabilitieren und Gener&auml;le als Kriegsverbrecher zu dekonstruieren, wenn sie es denn waren. Und auch wenn mir der neue Reinheitsfetischismus der Sprachpolizist*innen suspekt war und ist, scheint er mir immer noch moderner als das Gef&uuml;hl, beim Lesen der Zeitung gerade den Sound von Heinrich Manns &ldquo;Untertan&rdquo; entgegengeweht zu bekommen.<br>\nKurz: Mich erschreckt es, wie rasend schnell ein Narrativ aktivierbar ist, das der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg entstammt und &ndash; als h&auml;tte es die ganze Zeit als Untoter im mentalen Untergrund geschlummert &ndash; frisch aufgerufen werden kann, als seien zwischendurch nicht hundert Jahre und zwei Weltkriege vergangen. Als der Kanzler seine sogleich als &ldquo;historisch&rdquo; bezeichnete Rede im Bundestag hielt, in der er satte drei Tage nach Kriegsbeginn den kompletten turnaround der gem&uuml;tlichen und bequemen bundesdeutschen Friedseligkeit verk&uuml;ndete, h&auml;tte es mich nicht gewundert, wenn der eine oder andere FDP-Abgeordnete gleich noch &ldquo;Hurra, Hurra!&rdquo; gerufen h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/plus\/gesellschaft\/ukraine-krieg---harald-welzer---nirgends-hoert-man--moment-mal---31701534.html\">stern<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Klimawandelbeschleunigungsprogramm<\/strong><br>\nInnerhalb weniger Tage vollzog die Bundesregierung eine, wie die &bdquo;Welt&ldquo; titelt, &bdquo;Zeitenwende in der deutschen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik&ldquo;. 100 Milliarden zus&auml;tzlich f&uuml;r die Bundeswehr. Mit ihrem Aufr&uuml;stungsprogramm beerdigt die sozialdemokratisch-gr&uuml;n-liberale Regierung den Klimaschutz. Statt gesellschaftlich Ressourcen f&uuml;r einen Destruktiv-Sektor wie das Milit&auml;r zu vergeuden, der besser heute als morgen abgeschafft werden sollte, w&auml;ren Investitionen in anderen Sektoren dringend erforderlich.<br>\nWas in der ganzen Debatte &uuml;ber Auswirkungen durch das Milit&auml;r so gut wie gar nicht vorkommt, ist die Frage, welche Auswirkungen milit&auml;rische Aktivit&auml;ten auf das Klima haben. Dabei ist offenkundig: Die R&uuml;stungsindustrie und die Armeen z&auml;hlen zu den st&auml;rksten Treibhausgasemittenten. Die Bundesregierung hat sich bisher nicht bem&uuml;ht, die klimasch&auml;dlichen Emissionen durch das Milit&auml;r zu erfassen. Es wurde bisher davon ausgegangen, dass die Bundeswehr f&uuml;r ca. ein Millionen Tonnen CO2-Emissionen verantwortlich zeichnet. Dies ist aber sicherlich eine sehr besch&ouml;nigende Berechnung, wobei die Emissionen der Verwaltung, die ungef&auml;hr 50 Prozent der Gesamtemissionen der Bundesverwaltung ausmachen, nicht mitgerechnet wurden. Aber vor allem verursachen die allt&auml;glichen Milit&auml;r&uuml;bungen eine Menge an Emissionen. So m&uuml;ssen Pilot:innen regelm&auml;&szlig;ig Flugstunden absolvieren, Panzer und Schiffe bewegt werden. Ein Panzer verbraucht auf 100 Kilometer 530 Liter Diesel und ein Eurofighter 3,5 Tonnen Treibstoff. 2018 verbrachten die Kampfjets der Bundeswehr 10.480 Stunden in der Luft und verursachten damit 115.280 Tonnen CO2. In den USA geht man davon aus, dass durch die milit&auml;rischen Aktivit&auml;ten 2017 mindestens 80 Millionen Tonnen CO2 emittiert wurden. Jeden Tag wird damit der Klimawandel weiter vorangetrieben, ohne dass es eine Vereinbarung zur Beschr&auml;nkung milit&auml;rischer Aktivit&auml;ten gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/klimawandelbeschleunigungsprogramm\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wahl in Ungarn: Orbans riskante Wette auf Putin<\/strong><br>\nDer Krieg in der Ukraine hat den Wahlkampf f&uuml;r die Parlamentswahl am 3. April in Ungarn auf den Kopf gestellt. Der amtierende Ministerpr&auml;sident Viktor Orban m&ouml;chte seine jahrelang gepflegten Russland-Beziehungen nicht kappen und &uuml;bt sich in einem Balanceakt zwischen Ost und West. Eine drohende Wirtschaftskrise und eine geeinte Opposition k&ouml;nnten die Karten jedoch neu mischen, prognostizieren Experten. [&hellip;]<br>\nUngarn ist seit 1999 Mitglied der NATO und seit 2004 EU-Mitglied &ndash; die Regierung unter Orban sorgt jedoch immer wieder f&uuml;r Konflikte, wenn es etwa um Rechtsstaatlichkeit, die Freiheit der Justiz, Menschenrechte von Asylbewerbern und Medienfreiheit geht. Dazu z&auml;hlen Verurteilungen durch den Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH), mehrere Vertragsverletzungsverfahren durch die EU-Kommission und sogar ein EU-Rechtsstaatlichkeitsverfahren.<br>\nEU-Sanktionen, die einen m&ouml;glichen Ausstieg aus den russischen Energielieferungen beinhalten, m&ouml;chte Orban um jeden Preis verhindern: Ungarn bezieht fast 100 Prozent seines Gases aus Russland &ndash; erst vergangenes Jahr unterzeichnete Orban einen 15-j&auml;hrigen Liefervertrag. Auch zwei neue, zehn Milliarden Euro schwere Atomreaktoren sind mit der finanziellen Unterst&uuml;tzung Russlands geplant. In seiner Inszenierung als Stabilit&auml;tsgarant kommt der Krieg f&uuml;r Orban also zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt.<br>\nEs geh&ouml;rt seit jeher zur politischen Strategie Orbans, Br&uuml;ssel in seinen Reden als b&uuml;rokratischen Superstaat zu inszenieren, der Ungarn gegen den Willen der Bev&ouml;lkerung einem Regulierungszwang unterwerfen m&ouml;chte. Dabei geh&ouml;rt Ungarn zu jenen L&auml;ndern, die finanziell besonders von der Mitgliedschaft profitieren: Im Jahr 2020 war es mit 4,8 Milliarden Euro unter den vier gr&ouml;&szlig;ten Nettoempf&auml;ngern und nahm somit etwa im Gegensatz zu Deutschland und &Ouml;sterreich mehr F&ouml;rdermittel ein, als es einzahlte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3253977\/\">ORF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zurich entfernt ihr &ldquo;Z&rdquo;-Logo aus Social Media<\/strong><br>\nWeil das &ldquo;Z&rdquo; zum Symbol f&uuml;r die russische Kriegsmaschine geworden ist, &auml;ndert die Zurich-Versicherung in den Social-Media-Kan&auml;len ihr Logo. Das &ldquo;Z&rdquo; wird dort durch den ausgeschriebenen Namen ersetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wuv.de\/marketing\/zurich_entfernt_ihr_z_logo_aus_social_media\">W&amp;V<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Wahnsinnig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Saarland: Fast ein Viertel der Stimmen nutzlos<\/strong><br>\nWahl l&auml;sst Debatte &uuml;ber Reform des Wahlrechts wieder aufflammen: F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde soll auf den Pr&uuml;fstand<br>\nGrunds&auml;tzliche Kritik am Wahlausgang &auml;u&szlig;erte der Verein &ldquo;Mehr Demokratie&rdquo; am Montag. Denn mit 22,3 Prozent blieb fast jede vierte abgegebene Stimme wirkungslos, weil die gew&auml;hlten Parteien die 5-Prozent-H&uuml;rde nicht &uuml;berspringen konnten. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Ein Parlament, in dem nur noch drei Parteien sitzen, wird der politischen Vielfalt nicht gerecht&rdquo;, sagte Ralf-Uwe Beck, Vorstandssprecher des Vereins &ldquo;Mehr Demokratie&rdquo;. Der Wille der W&auml;hler werde hier nicht mehr richtig abgebildet. Im Saarland sei ein gro&szlig;er Teil der W&auml;hler gar nicht im Parlament repr&auml;sentiert, weshalb die 5-Prozent-H&uuml;rde dringend auf den Pr&uuml;fstand geh&ouml;re. Eine solche H&uuml;rde d&uuml;rfe &ldquo;nicht zu parteipolitischen Monokulturen f&uuml;hren&rdquo;.<br>\nNeben einer Absenkung der Sperrklausel auf drei Prozent abzusenken, schl&auml;gt der Verein vor, eine sogenannte Ersatzstimme einzuf&uuml;hren. F&uuml;r den Fall, dass die bevorzugte Partei an der Sperrklausel scheitert, k&auml;me die abgegebene Stimme einer als Ersatz angegebenen Partei zugute. &ldquo;Eine Ersatzstimme sorgt daf&uuml;r, dass keine Stimme verloren geht und hilft, taktisches W&auml;hlen zu verhindern&rdquo;, erl&auml;uterte Beck.<br>\nDer Vorschlag einer Ersatzstimme wird unter Politikwissenschaftlern schon mehr als 30 Jahre diskutiert &ndash; ohne Erfolg. Weil sie das Wahlsystem komplexer mache, als es ohnehin schon ist, wird der Vorschlag in der Staatsrechtslehre immer wieder abgeb&uuml;rstet, hie&szlig; es vor einigen Jahren in der Zeitschrift f&uuml;r Parlamentsfragen. Doch die Kritik &uuml;berzeuge nicht.<br>\nEine Sprecherin von &ldquo;Mehr Demokratie&rdquo; wies auf Nachfrage von Telepolis darauf hin, dass ein Wahlsystem mit Ersatzstimme nicht viel komplizierter als das Aktuelle w&auml;re. Solche Wahlsysteme w&uuml;rden zum Beispiel in Australien und Neuseeland angewandt oder bei den B&uuml;rgermeisterwahlen in London.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Saarland-Fast-ein-Viertel-der-Stimmen-nutzlos-6655015.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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