{"id":82445,"date":"2022-03-30T08:22:45","date_gmt":"2022-03-30T06:22:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82445"},"modified":"2022-03-30T10:23:33","modified_gmt":"2022-03-30T08:23:33","slug":"das-gute-hat-einen-sprung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82445","title":{"rendered":"Das Gute hat einen Sprung"},"content":{"rendered":"<p>Als ich in den sechziger Jahren in einem kleinen Ort im s&uuml;dlichen Osten der DDR aufwuchs, war es f&uuml;r mich sehr schwer, mich zu orientieren. Meine Eltern waren traumatisierte Kriegskinder und das herrschende System war doch recht hermetisch. Meine politische Auseinandersetzung begann mit einem Mund voller lauwarmer Milch. Im Kindergarten hie&szlig; es n&auml;mlich, wir Kleinen m&uuml;ssten unsere Milch austrinken, denn die Kinder in Vietnam w&auml;ren froh, wenn sie welche h&auml;tten. Ich wusste nicht, wo Vietnam war und warum dort die Kinder keine Milch hatten. Aber weil ich erst aufstehen durfte, wenn mein Plaste- (so hie&szlig; das damals) Becher leer war, nahm ich wenigstens den letzten Schluck in den Mund und spuckte ihn sp&auml;ter drau&szlig;en unauff&auml;llig ins Geb&uuml;sch. So rettete ich mir ein wenig Selbstbestimmung. Ein Essay von <strong>Holm Andree Jochmann<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nEtwas sp&auml;ter sah ich dann DEFA-Indianerfilme. Ich verstand, dass da sch&ouml;ne Menschen in Einklang mit der Natur lebten und dann kamen b&ouml;se, versoffene Halunken mit modernen Gewehren und schossen wahllos Indianer vom Pferd und ganze Herden von B&uuml;ffeln tot. Ich war emp&ouml;rt &uuml;ber diese Ungerechtigkeit. Und fasste den heimlichen Plan, wenn ich einmal gro&szlig; w&auml;re, w&uuml;rde ich zur Armee gehen, aber nur so tun, als ob ich da mitmache. Und dann wollte ich ein Maschinengewehr stehlen, mich damit auf ein Schiff schleichen, nach Amerika fahren und die Indianer retten, indem ich alle &ldquo;Cowboys&rdquo; erschie&szlig;e. Rattatatata.<\/p><p>1973 war wieder etwas mit Milch. Der gute Pr&auml;sident Allende in Chile hatte daf&uuml;r gesorgt, dass jedes Kind jeden Tag einen halben Liter Milch bekam. Vorher hatten die, genau wie die vietnamesischen Kinder, so etwas nicht gehabt. Dann kam aber ein B&ouml;ser, der hie&szlig; Pinochet. Der nahm den Kindern die Milch wieder weg und lie&szlig; Leute, die sich dar&uuml;ber beschwerten, von ganz hoch aus Flugzeugen ins Meer werfen. Ich war dar&uuml;ber sehr traurig. Inzwischen hatte ich lesen gelernt und einige meiner Kinderb&uuml;cher handelten von der Sklaverei. Ich verstand, dass die Cowboys also zuerst ein riesiges Land geklaut hatten und dazu noch die Arbeitskraft von schwarzen Menschen, die f&uuml;r sie die Reicht&uuml;mer dieses geklauten Landes zusammenscharren mussten, wenn sie nicht ausgepeitscht oder erschossen werden wollten. Mit geklautem Land und geklauter Arbeit waren die so reich, dass sie auf der ganzen Welt b&ouml;se Dinge tun konnten. Flugzeuge nach Vietnam schicken oder den Pinochet in Chile anstiften.<\/p><p>Wir in unserer DDR hatten zum Gl&uuml;ck den Sozialismus. Das Land geh&ouml;rte allen und niemand musste f&uuml;r jemand anderes Reichtum arbeiten. Das einzige Problem waren immer die USA. Die wollten Krieg und g&ouml;nnten uns den Sozialismus nicht. Deshalb dachte ich auch, als ich zur Armee ging, ich besch&uuml;tze jetzt den Frieden.<\/p><p>Ich machte sehr schnell die Erfahrung, dass es keine gute Armee gibt. Der Kompaniechef war ein Psychopath. Wenn er w&uuml;tend wurde, schrie er Sachen, die h&auml;tte ich im Sozialismus nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten. Dabei wurde er ganz dunkelrot im Gesicht. Wirklich alle hatten Angst vor ihm. Im Februar 1981 musste meine Kompanie in den Wald, an die polnische Grenze. Es war bitterkalt. Immer zwei Soldaten bekamen einen Strohballen und zwei Zeltbahnen. Daraus sollte man sich etwas zum Schlafen bauen. Ich habe nachts vor K&auml;lte sogar meinen Schutzanzug &uuml;bergezogen. Das war aber eine schlechte Idee, der war aus einer Art Gummi, man wurde darunter ganz feucht und fror noch mehr. Nach einer Woche K&auml;lte und Drill wurde langsam klar, dass es darum ging, dass wir nach Polen marschieren sollten, um dort Konterrevolution&auml;re zu erschie&szlig;en. Solidarnosc hie&szlig;en die wohl.<\/p><p>Eine Woche lang heftig zu frieren, ver&auml;ndert einen Menschen sehr. Ich war mittlerweile in einem Zustand, dass ich dachte, wenn das passiert, erschie&szlig;e ich erst diesen Kompaniechef und dann mich. Auf keinen Fall schie&szlig;e ich auf junge polnische M&auml;nner, denen auch nur kalt ist, wie mir. Zum Gl&uuml;ck wurde die Sache abgeblasen. In Moskau war wohl entschieden worden, die Sache anders zu handhaben. <\/p><p>Sp&auml;ter war ich mal in einer Kaserne der Roten Armee. Ich bekam den Eindruck, das was ich in der einen Woche im Wald erlitten hatte, das hatte ein Sowjetsoldat jeden Tag.<\/p><p>Etwas sp&auml;ter fand ich mich in Dresden bei der Erst&uuml;rmung der Stasi-Zentrale. Jeder konnte sich etwas mitnehmen, eine Leninb&uuml;ste oder ein Telefon. In den Dienstzimmern waren noch die erschrockenen ehemaligen Angestellten und beantworteten Fragen. Sie h&auml;tten einfach nur aufzustehen und herumzulaufen brauchen, dann h&auml;tte man sie nicht erkannt, denn sie waren ja in Zivil. Aber sie sa&szlig;en da und lie&szlig;en sich ausfragen. Es waren wohl fast alle in der K&uuml;che besch&auml;ftigt gewesen oder als Fahrer, erfuhr man. Ich kann mich noch erinnern, dass die mir leid taten, wie sie so anfingen zu ahnen, dass sie wohl auf die falsche Seite geraten waren.<\/p><p>Dann gab es ein paar sch&ouml;ne Jahre. Ich dachte, das mit dem Krieg w&auml;re erledigt. Wieso dann die Serben pl&ouml;tzlich Konzentrationslager hatten und wir da in Belgrad die chinesische Botschaft und den Fernsehsender bombardieren mussten, habe ich nicht verstanden. Dann kam 9\/11. ich erinnere mich an eine Sendung im Fernsehen, wo Staatsf&uuml;hrer ihre Statements abgaben. George Bush sagte, wer immer das war, bekommt es doppelt und dreifach zur&uuml;ck. Dann war Yasser Arafat zu sehen, der nicht sprechen konnte, weil er weinen musste. <\/p><p>Kurzzeitig war ich Gerhard-Schr&ouml;der-Fan, weil der beim Irakkrieg nicht mitmachen wollte. Unvergesslich Colin Powell vor der UNO mit einem Fl&auml;schchen &hellip;, ja, was eigentlich? Kaffeewei&szlig;er? Die Bild-Zeitung wusste, dass Saddams Waffen uns alle in 20 Minuten t&ouml;ten k&ouml;nnen. Tony Blair hat es auch nochmal gesagt. Es gibt verschiedene Zahlen, aber man geht ungef&auml;hr von einer Million toten Irakern aus. Tony Blair wurde letztens von der Queen geadelt. George W. Bush geht es prima und Colin Powell bekam einen sch&ouml;nen Nachruf. Wie geht das? Wie leben solche Leute damit, eine Million Tote auf dem Gewissen zu haben? Und warum kommen die damit durch? Warum hei&szlig;t es nicht auf Schritt und Tritt, wohin sie auch gehen: Da kommt ein M&ouml;rder? <\/p><p>Der Irrsinn ging so weiter. Die Afghanen kamen und haben Berlin besetzt. Sie fanden, unsere Scheidungsquote w&auml;re viel zu hoch, wir h&auml;tten keine Kultur. Das kleine Libyen suchte sich eine Koalition der Willigen und bombardierte Norwegen. Muss man sich mal vorstellen. 6.000 Kilometer weit weg bombardieren die Norwegen. Was haben die dort zu suchen? Leider gab es keine Friedens-Demo gegen dieses Libyen. Die h&auml;tte sonst vielleicht verhindert, dass Jens Stoltenberg gepf&auml;hlt wurde. Die letzte nennenswerte Demo, die ich gesehen habe, war wegen des Irak-Krieges. Sowas hat man wahrscheinlich seitdem im Griff.<\/p><p>Und nun sind wir also im n&auml;chsten Krieg. Was ich h&ouml;re, ist wieder wie: Wer das war, kriegt es doppelt und dreifach zur&uuml;ck. Mir fehlt der weinende Arafat. Ich hab&rsquo; sie so satt, diese Geschichte vom b&ouml;sen Mann und wenn der endlich tot ist, ist alles gut. Pr&auml;sident Selenskyj hat sich bei Mark Zuckerberg bedankt, weil der es m&ouml;glich gemacht hat, dass man auf Facebook jetzt doch &ldquo;Hatespeech&rdquo; posten darf. Man darf zum Mord an Putin und Lukaschenko aufrufen und gegen russische Soldaten sagen, was man m&ouml;chte.<\/p><p>Mir tun alle leid, die unter dem Krieg leiden. Junge M&uuml;tter, die mit ihren Kindern auf dem Arm durch die K&auml;lte unterwegs sind, Omas in kaputten H&auml;usern ohne Heizung und Essen. Krieg hat anscheinend immer etwas mit K&auml;lte zu tun. F&uuml;r mich ist das so ein Test. Wer schafft es, Mitgef&uuml;hl zu haben mit den russischen Soldaten? Ich habe gesehen, wie es denen geht.<\/p><p>Ich bin gegen &bdquo;Putins Krieg&ldquo;. Ich w&auml;re daf&uuml;r, dass die ganze Welt sagt, wir kaufen jetzt von mir aus kein russisches Gas mehr, bis die sich einkriegen. Frieren f&uuml;r den Frieden. Ich will dann aber auch kein Erd&ouml;l aus Saudi-Arabien. Die f&uuml;hren Krieg in Jemen, 350.000 Tote, davon 70% unter 5 Jahren. Bis die damit aufh&ouml;ren. Bis sich die amerikanische Regierung entschuldigt hat f&uuml;r Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien (die klauen da immer noch das &Ouml;l), kaufen wir keine I-Phones mehr und boykottieren Netflix. Sollen die doch ihre Amerika-gewinnt-immer-Filme selber glotzen.<\/p><p>Das soll jetzt kein &ldquo;Whataboutism&rdquo; sein. Ich w&uuml;nsche mir, dass wir uns nicht st&auml;ndig ablenken lassen. Das Problem mit der h&ouml;chsten Priorit&auml;t sind die Armeen und Waffen, allen voran die Atomwaffen. Dagegen ist doch selbst der Klimawandel harmlos. Was ist schlimmer, globale Erw&auml;rmung oder nuklearer Winter? Die ganze Menschheit l&auml;uft mit einer Pistole am Kopf herum, von der niemand wei&szlig;, ob oder wann die los geht. Sind wir bescheuert? Wir tun alle jeden Tag so, als w&auml;re nichts. Oder als w&auml;re alles gut, wenn Bin Laden, Saddam Hussein oder Wladimir Putin endlich tot sind. Wann schauen wir uns endlich mal das gro&szlig;e Bild an und unternehmen etwas?<\/p><p>Meine Eltern waren traumatisierte Kriegskinder. Ich bin aufgewachsen in einer Art Knalltrauma. Heute sehe ich, man kann entweder f&uuml;hlen oder agieren. Damals ging das nicht. Der Krieg war zu schlimm gewesen, das wollte niemand f&uuml;hlen und das Agieren hie&szlig;: &ldquo;Haben wir&rsquo;s nicht sch&ouml;n? Man rennt herum, macht dies und das, klappert und kommt hoffentlich nicht zu sich. Sonst m&uuml;sste man weinen oder auf dem Fu&szlig;boden liegen und hilflos strampeln. Man renoviert ein Haus, kauft eine teure K&uuml;che und wenn einem gar nichts mehr einf&auml;llt, kann man immer noch eine Garage bauen.<\/p><p>Was auf der Welt passiert, was in der Ukraine passiert, das ist Ausdruck des unbewussten Tr&auml;umens von fast 8 Milliarden Menschen. Man geht entweder ins Gef&uuml;hl oder in die Spaltung. Jeden Tag aufs Neue hat man die Wahl. Und es ist nicht einfach. Spaltung ist viel leichter! Habe ich Mitgef&uuml;hl mit den russischen Soldaten, den ukrainischen Kindern, mit Selenskyj, Putin und Joe Biden? Das Handeln von Menschen kann man verurteilen, aber alle geh&ouml;ren sie dazu. Alle. Und wir sollten endlich anfangen, Probleme zu l&ouml;sen, ohne uns gegenseitig umzubringen.<\/p><p>Wer innerlich jemanden ausschlie&szlig;t, schlie&szlig;t etwas von sich selbst aus. Ich schreibe diese Zeilen, weil ich das gerade an mir selbst erlebt habe. Ich hatte in den Medien verfolgt, dass aus vielen L&auml;ndern M&auml;nner unterwegs in die Ukraine sind, die dort mitk&auml;mpfen wollen. Vor allem war mir ein Foto aufgefallen, darauf waren M&auml;nner in Tarnuniformen zu sehen, gestrickte Sturmhauben &uuml;ber dem Kopf. So standen sie mit ihren Koffern am Flughafen. Nun kam die Meldung, dass russische Raketen in der N&auml;he der polnischen Grenze eine Unterkunft solcher Kriegstouristen zerst&ouml;rt haben. Ein russischer Politiker sagte: &ldquo;Was haben sie gedacht? Dass sie auf Russen-Safari gehen?&rdquo; Es gab viele Tote und Verletzte und f&uuml;r einen Moment dachte ich: &ldquo;Recht geschieht ihnen.&rdquo; Aber ein gewaltsamer Tod geschieht niemandem recht. Diese M&auml;nner hatten ihre Geschichte, die sie diese dumme Entscheidung treffen lie&szlig;. In diesem Moment hatte ich mich f&uuml;r die Spaltung entschieden. So schnell geht das. Es hat sich irgendwie befriedigend angef&uuml;hlt, diese M&auml;nner bl&ouml;d zu finden. Es war f&uuml;r einen Moment toll, dass sie tot waren.<\/p><p>Und dann fiel mir die Geschichte wieder ein, wie ich als kleiner Junge mal alle Cowboys erschie&szlig;en wollte. Aus purem Gerechtigkeitsgef&uuml;hl. Und ganz pl&ouml;tzlich h&auml;tte ich weinen k&ouml;nnen &uuml;ber die armen Kerle, die da jetzt irgendwo in der Ukraine im kalten Dreck liegen und tot sind. Ach was, h&auml;tte k&ouml;nnen&hellip; ich habe geweint!<\/p><p>Jeder Krieg ist Krieg mit sich selbst und jeder Hass zumindest auch Selbsthass. Bestimmte kulturelle Entwicklungen haben uns von uns entfremdet, Konzepte wie Schuld oder eigene Unzul&auml;nglichkeit haben sich in die Menschheit als Ganzes eingefressen und werden in fast jeder Biografie reaktiviert. <\/p><p>Weil wir etwas in uns nicht ertragen, in der &Uuml;berzeugung, damit w&auml;ren wir nicht liebenswert, verschieben wir es nach au&szlig;en. Das ist dann der Feind. Weil wir aber nicht nur etwas loswerden wollen, sondern uns auch nach &ldquo;Richtigsein&rdquo; sehnen, findet auf der anderen Seite auch eine Identifikation mit etwas &ldquo;Gutem&rdquo; statt. Es geht also nicht nur darum, uns in dem zu entdecken, was wir ablehnen.<\/p><p>(Ich habe in mir den Kriegstouristen wiederfinden k&ouml;nnen, der ich als kleiner Junge sein wollte. Und sofort waren mir die bl&ouml;den Kerle mit ihrem Schicksal nahe.) Es geht auch darum zu hinterfragen, womit man sich identifiziert. Wir brauchen Distanz zu unserer eigenen Ablehnung und wir sollten auch kritisch beobachten, mit was wir uns identifizieren. Haben sie die Rede von Emilia Fester vor dem Bundestag gesehen? Das ist ein gutes Beispiel daf&uuml;r, was passiert, wenn man sich mit dem &bdquo;Guten&ldquo;, also dem, was man daf&uuml;r h&auml;lt, vollst&auml;ndig identifiziert. Man m&ouml;chte Cowboys erschie&szlig;en und borgt sich die moralische Unfehlbarkeit der jeweiligen Opfer, die das gar nicht wollen.<\/p><p>Es lohnt sich, im B&ouml;sen nach dem Irrtum, der Verzweiflung, der verschm&auml;hten Liebe und auch nach dem zu suchen, was man darin von sich selber kennt. Auch das &ldquo;Gute&rdquo; ist am Ende nur menschlich und hat irgendwo einen kleinen Sprung &ndash; und ist vielleicht gerade deshalb liebenswert. Wenn wir an der Spaltung festhalten, wenn es uns nicht gelingt, die Welt als Ganzes zu sehen, werden wir keine L&ouml;sung finden. Die Spaltung ist nicht n&ouml;tig, wenn jeder Einzelne sein eigenes kleines B&ouml;ses akzeptiert und vor allem, vielleicht noch schwerer, selbst v&ouml;llig in Ordnung und liebenswert zu sein.<\/p><p>Titelbild: autumnn\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich in den sechziger Jahren in einem kleinen Ort im s&uuml;dlichen Osten der DDR aufwuchs, war es f&uuml;r mich sehr schwer, mich zu orientieren. Meine Eltern waren traumatisierte Kriegskinder und das herrschende System war doch recht hermetisch. Meine politische Auseinandersetzung begann mit einem Mund voller lauwarmer Milch. Im Kindergarten hie&szlig; es n&auml;mlich, wir Kleinen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82445\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":82446,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[171,161],"tags":[2175],"class_list":["post-82445","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-militaereinsaetzekriege","category-wertedebatte","tag-interventionspolitik"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/shutterstock_1623179908.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82445","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=82445"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82445\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82456,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82445\/revisions\/82456"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/82446"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=82445"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=82445"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=82445"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}