{"id":82491,"date":"2022-03-31T10:48:26","date_gmt":"2022-03-31T08:48:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82491"},"modified":"2022-03-31T17:09:07","modified_gmt":"2022-03-31T15:09:07","slug":"der-laengste-krieg-in-europa-seit-1945-augenzeugenberichte-aus-dem-donbass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82491","title":{"rendered":"Der l\u00e4ngste Krieg in Europa seit 1945 &#8211; Augenzeugenberichte aus dem Donbass"},"content":{"rendered":"<p>Der Autor und Journalist <strong>Ulrich Heyden<\/strong> hat die international nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk seit 2014 mehrmals besucht. Er analysiert in seinem neuen Buch &bdquo;Der l&auml;ngste Krieg in Europa seit 1945&ldquo;, warum der Konflikt in der S&uuml;dostukraine entstand und warum das Waffenstillstandsabkommen &ldquo;Minsk 2&rdquo; immer wieder gebrochen wurde. Das Fazit des Autors: Die Ukraine k&ouml;nnte als neutrales Land zwischen Russland und dem Westen in Frieden leben. Jeder Versuch, das Land auf eine Seite zu ziehen, wird es zerrei&szlig;en. Wir ver&ouml;ffentlichen hier die Einleitung des Buches. Von <strong>Redaktion<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<em>Das Buch &bdquo;Der l&auml;ngste Krieg in Europa seit 1945&ldquo; von Ulrich Heyden kann man <a href=\"https:\/\/shop.tredition.com\/booktitle\/Der_l%3fngste_Krieg_in_Europa_seit_1945\/W-990-737-169\">direkt beim Hamburger Verlag tredition bestellen<\/a>.<\/em><\/p><p><strong>Einleitung<\/strong> <\/p><p>Dass es in der Ost-Ukraine seit April 2014 einen Krieg gibt, dar&uuml;ber hatten die gro&szlig;en Medien in Deutschland die letzten Jahren nur sp&auml;rlich berichtet. So war die &Ouml;ffentlichkeit in Deutschland schockiert, als Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin am 24. Februar 2022 den Beginn einer &bdquo;milit&auml;rischen Spezialoperation&ldquo; in der Ukraine bekanntgab. Das Ziel dieser Operation sei &ndash; so der Kreml-Chef &ndash; &bdquo;der Schutz der Volksrepubliken Donezk und Lugansk&ldquo; und die &bdquo;Demilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine&ldquo;.  <\/p><p>Diese Begr&uuml;ndung war nach Meinung der deutschen Medien haneb&uuml;chen. Im Grunde gehe es Wladimir Putin nur um den Wiederaufbau eines russischen Imperiums. Auch andere osteurop&auml;ische L&auml;nder k&ouml;nnten jetzt Opfer russischer Aggression werden. Dass Russland monatelang erfolglos mit Vertretern der USA, Frankreich, Deutschland und der NATO &uuml;ber Sicherheitsgarantien und eine Absage bez&uuml;glich eines NATO-Beitritts der Ukraine verhandelt hatten, war pl&ouml;tzlich vergessen. Ob es richtig war, Russland Sicherheitsgarantien zu verweigern, stand weder vor noch nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine zur Debatte.<\/p><p>Die &Ouml;ffentlichkeit im Westen hatte nicht mit dem russischen Einmarsch gerechnet. Zwar hatte die Bild-Zeitung schon 4. Dezember 2021 getitelt [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] &bdquo;Putins geheimer Angriffsplan f&uuml;r die Ukraine&ldquo; und eine Grafik ver&ouml;ffentlicht, die faktisch das zeigte, was dann am 24. Februar 2022 wirklich begann, aber die Drohungen des US-Pr&auml;sidenten mit &bdquo;nie dagewesenen Sanktionen&ldquo; gegen Russland im Falle eines Angriffes auf die Ukraine hatten wohl viele Menschen glauben lassen, dass der Kreml dieses Risiko nicht eingehen werde.<\/p><p><strong>Ratlose Russland-Freunde<\/strong><\/p><p>Wladimir Putin, sein Sprecher, Dmitri Peskow, und der russische Au&szlig;enminister Sergej Lawrow hatten in den Monaten vor dem 24. Februar 2022 immer wieder erkl&auml;rt, Russland werde nicht &ndash; wie von westlichen Geheimdiensten und Medien behauptet &ndash; in die Ukraine einmarschieren. <\/p><p>Als dann der Kreml-Chef am 24. Februar 2022 die &bdquo;Spezialoperation&ldquo; bekanntgab, f&uuml;hlten sich nicht wenige Russland-Freunde in Deutschland get&auml;uscht und ratlos. Sie erkl&auml;rten, sie m&uuml;ssten jetzt ihr Verh&auml;ltnis zur russischen Politik &uuml;berpr&uuml;fen oder sie zogen sich aus der &Ouml;ffentlichkeit zur&uuml;ck.<\/p><p>Doch war es wirklich eine T&auml;uschung? Der stellvertretende Leiter der russischen Pr&auml;sidialverwaltung, Dmitri Kosak, hatte bereits am 8. April 2021 erkl&auml;rt, dass wenn Kiew Kriegshandlungen im Donbass aufnehme, sei das &bdquo;der Anfang vom Ende&ldquo; f&uuml;r die Ukraine. Russland sei in diesem Fall gezwungen, seine B&uuml;rger zu sch&uuml;tzen. 600.000 Bewohner des Donbass hatten zu diesem Zeitpunkt bereits einen russischen Pass.<\/p><p>Am 21. April 2021 erkl&auml;rte Wladimir Putin in seiner Rede vor der F&ouml;deralen Versammlung, dass wenn in Ukraine &bdquo;eine rote Linie &uuml;berschritten wird, die wir selbst festlegen, wird die Antwort asymmetrisch, schnell und hart sein&ldquo;. <\/p><p>Am 21. Dezember 2021 erkl&auml;rte der Kreml-Chef, &bdquo;nat&uuml;rlich werden wir, wie ich schon bemerkt habe, in dem Fall, dass die westlichen Kollegen eine klare aggressive Linie fortsetzen, ad&auml;quate milit&auml;r-technische Ma&szlig;nahmen ergreifen, auf unfreundliche Schritte werden wir hart reagieren.&ldquo; [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>Dass die Russland-Freunde in Deutschland in Debatten ausschlie&szlig;lich Russlands friedliche Absichten hervorhoben, war angesichts der antirussischen Kriegshysterie in den deutschen Medien verst&auml;ndlich, aber nicht weitsichtig. Russland hatte schon 1999 im Tschetschenienkrieg gezeigt, dass es bei Gefahr f&uuml;r seine staatliche Souver&auml;nit&auml;t &ndash; damals ging es um von arabischen Staaten finanzierten islamischen Fundamentalismus in Tschetschenien und eine Ausbreitung des Separatismus in Russland &ndash; milit&auml;risch zuschl&auml;gt. <\/p><p><strong>Statt Fakten Stimmungsmache<\/strong><\/p><p>Nach dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine spielten die gro&szlig;en Medien in Deutschland keine gute Rolle. Sie heizten die Stimmung gegen Russland weiter auf, indem sie unterstellten, Russland werde m&ouml;glicherweise weitere osteurop&auml;ische L&auml;nder &uuml;berfallen. Von Diplomatie war keine Rede mehr, nur noch von Aufr&uuml;stung. In Deutschland lebende Russen waren das erste Mal seit dem Kalten Krieg wieder mit ver&auml;chtlichen &Auml;u&szlig;erungen im Alltag konfrontiert. <\/p><p>Die Situation wurde von den Medien auch falsch gewichtet. Es wurde behauptet, in der Ukraine habe der &bdquo;erste Krieg in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg&ldquo; begonnen. Tats&auml;chlich war es die NATO &ndash; unter Beteiligung der deutschen Luftwaffe &ndash; die 1999 im Kosovo-Krieg Ziele in Serbien bombardierte. Das war der erste Krieg in Europa seit 1945. <\/p><p>Auch verschwiegen die deutschen Politiker und gro&szlig;en Medien, dass der Krieg in der Ukraine nicht 2022 begann, sondern bereits 2014. Im Februar 2014 fand in Kiew &ndash; angef&uuml;hrt von rechtsradikalen, militanten Gruppen &ndash; ein Staatsstreich statt. Der amtierende Pr&auml;sident Viktor Janukowitsch wurde unter Morddrohungen aus Kiew verjagt. <\/p><p>Zwei Monate sp&auml;ter, am 14. April 2014, schickte der gesch&auml;ftsf&uuml;hrende nicht-gew&auml;hlte ukrainische Pr&auml;sident Aleksandr Turtschinow Truppen in den Donbass. Sie sollten im Rahmen einer &bdquo;Antiterroristischen Operation&ldquo; die Separatisten aus Regierungsgeb&auml;uden in Donezk und Lugansk vertreiben. <\/p><p>Diese &bdquo;Operation&ldquo; kostete bis heute 14.000 Menschen das Leben. 5.000 Menschen starben in der Volksrepublik Donezk, 4.000 in der Volksrepublik Lugansk [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] und 5.000 Menschen in dem von Kiew kontrollierten Teil des Donbass. <\/p><p><strong>Ich habe mit den Menschen im Donbass gesprochen<\/strong><\/p><p>Dieses Buch handelt von dem nun schon acht Jahre andauernden Krieg im Donbass. Es handelt von Menschen, deren D&ouml;rfer und St&auml;dte von der ukrainischen Armee und rechtsradikalen Freiwilligen-Bataillonen beschossen wurden, von Kindern, die am Ger&auml;usch erkennen, um was f&uuml;r eine Granate oder Rakete es sich handelt und woher geschossen wird, von freiwilligen K&auml;mpfern, die sich an der &bdquo;Kontaktlinie&ldquo; zur Zentralukraine tief in die Erde eingegraben haben und gelegentlich auch zur&uuml;ckschie&szlig;en. Mein Buch handelt auch von &Auml;rzten, die direkt an der Demarkationslinie in einem Krankenhaus arbeiten, ungeachtet des Gesch&uuml;tzdonners, der immer wieder von der ukrainischen Seite her&uuml;berhallt.<\/p><p>Ich habe den Bewohnern der Volksrepubliken zugeh&ouml;rt, wo sie sich auch gerade befanden, in Schulen und Kinderg&auml;rten, auf Stra&szlig;en, in von Geschossen zerl&ouml;cherten H&auml;usern, an den Grenz&uuml;berg&auml;ngen zur Ukraine oder in den Amtsstuben von Lugansk und Donezk. <\/p><p>Warum ich dieses Buch geschrieben habe? Weil die gro&szlig;en deutschen Medien &uuml;ber den Krieg im Donbass nur aus der Sichtweise Kiews berichten. <\/p><p>Im vorliegenden Buch habe ich meine Reportagen, Interviews und Analysen aus dem Donbass zusammengefasst. Einige davon sind bereits bei Telepolis, Nachdenkseiten, der Freitag, Rubikon, Neues Deutschland, Die Wochenzeitung und RT DE ver&ouml;ffentlicht. Einiges liegt das erste Mal in gedruckter Form vor.  Die schon ver&ouml;ffentlichten Texte wurden vom Autor zum Teil gek&uuml;rzt.<\/p><p><strong>Niemand, der aus den Volksrepubliken berichtet<\/strong><\/p><p>In Deutschland ist es seit 2014 auf Grund einer einseitigen Medienberichterstattung nicht mehr m&ouml;glich, sich eine auf Fakten beruhende, eigene Meinung &uuml;ber den Konflikt im Donbass zu bilden. Es fehlt die Fakten-Basis.<\/p><p>Die deutschen Chefredakteure schicken seit 2014 keine Journalisten mehr in die Volksrepubliken. Nur bei den Wahlen im November 2018 waren deutsche Fernsehjournalisten in Donezk und Lugansk. Deutsche Journalisten und Politiker besuchten im Donbass immer nur die ukrainische Seite vor der &bdquo;Kontaktlinie&ldquo;. Von dort schauten sie hin&uuml;ber in &bdquo;feindliches Gebiet&ldquo;, in das Gebiet &bdquo;der von Russland unterst&uuml;tzten Separatisten&ldquo;. Das erinnert an die Zeit der deutschen Teilung, wo man von Aussichtsplattformen in Westberlin nach Ostberlin schauen konnte. <\/p><p>Man schaut, versteht aber nichts. Denn man wei&szlig; nicht, wie die Menschen in den Volksrepubliken leben. Bis auf die beiden Bundestagsabgeordneten der Partei Die LINKE, Wolfgang Gehrcke und Andrej Hunko, sowie Gunnar Lindemann von der AfD hat kein einziger deutscher Politiker der gro&szlig;en deutschen Parteien jemals die Volksrepubliken besucht und dort mit den Menschen gesprochen.<\/p><p>Die Menschen in den Volksrepubliken scheinen so etwas wie Auss&auml;tzige zu sein. Denn es ist von Seiten des Ausw&auml;rtigen Amtes noch nicht mal erw&uuml;nscht, dass humanit&auml;re Hilfe aus Deutschland &uuml;ber Russland an die Volksrepubliken geliefert wird. Durch die Ukraine wollen deutsche B&uuml;rgerinitiativen wie &bdquo;Zukunft Donbass&ldquo; und &bdquo;Friedensbr&uuml;cke e.V.&ldquo; ihre humanit&auml;re Hilfe mit Lastwagen nicht schicken. Das ist ihnen wegen der ukrainischen Nationalisten, die schon mal Transporte anhalten, zu gef&auml;hrlich.<\/p><p><strong>Hysterische Reaktionen auf humanit&auml;re Hilfe <\/strong><\/p><p>Als die Bundestagsabgeordneten der Partei DIE LINKE, Wolfgang Gehrcke und Andrej Hunko, im Februar 2015 mit einem Kleinbus und vier Kleinlastern humanit&auml;re Hilfe f&uuml;r Krankenh&auml;user in die Volksrepublik Donezk brachten [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>], verurteilte [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] der Berliner &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; die Reise in scharfem Ton. Die Abgeordneten &ndash; so das Blatt &ndash; h&auml;tten sich mit dem &bdquo;Warlord&ldquo; Aleksandr Sachartschenko &ndash; damals Leiter der Volksrepublik Donezk &ndash; fotografieren lassen. Sachartschenko habe sich schlecht &uuml;ber Juden ge&auml;u&szlig;ert, behauptete der Tagesspiegel ohne stichhaltigen Beweis. <\/p><p>W&auml;hrend viele Menschen in den Volksrepubliken in von ukrainischen Geschossen besch&auml;digten H&auml;usern leben, hatten deutsche Intellektuelle, die sich der Post-Maidan-Regierung verbunden f&uuml;hlen, seit 2014 nichts Besseres zu tun, als jeden Deutschen, der aus den Volksrepubliken berichtete, Hilfe dorthin organisierte oder die Kiewer Regierung kritisierte, im Internet und Medien als &bdquo;Putin-Freund&ldquo;, &bdquo;Nationalisten&ldquo; und &bdquo;Antisemiten&ldquo; zu brandmarken.<\/p><p><strong>Lebenslanger Bann f&uuml;r Kiew-Kritiker <\/strong><\/p><p>Die &bdquo;Beweise&ldquo; f&uuml;r diese Behauptungen hatten die Anh&auml;nger der ukrainischen Regierung m&uuml;hsam aus zum Teil viele Jahre alten Internet-Beitr&auml;gen zusammengeklaubt. Richtigstellungen und ein Fehlereingest&auml;ndnis von Seiten des wegen &bdquo;Antisemitismus&ldquo; beschuldigten ukrainischen Journalisten Ruslan Kotsaba wurden von den Anh&auml;ngern der Kiewer Regierung in Deutschland ins L&auml;cherliche gezogen. Es wurde schnell klar: Linksgr&uuml;ne Ukraine-Freunde in Deutschland versuchten die Kritiker der Kiewer Regierung in Deutschland mit einem lebenslangen Bann zu belegen.<\/p><p>Ein Lichtblick in dieser aufgeheizten Stimmung war eine am 11. Juni 2018 von der Bundestagsfraktion der Partei DIE LINKE 2018 in Berlin organisierte Konferenz mit dem Titel &bdquo;Menschenrechte und Medienfreiheit in der Ukraine&ldquo;. Auf dieser Konferenz wurde sachlich und anhand von Fakten diskutiert. Die fast vier Stunden dauernde Konferenz tagte mit &uuml;ber hundert Teilnehmern im Paul-L&ouml;be-Haus, einem Nebengeb&auml;ude des Bundestages.<\/p><p>Es sprachen die Bundestagsabgeordneten der Partei Die Linke Andrej Hunko, Heike H&auml;nsel, Zaklin Nastic und Stefan Liebich, die ukrainische Aktivistin Jelena Bondarenko, der ukrainische Journalist Ruslan Kotsaba, der Kiewer Menschenrechtsanwalt Walentin Rybin und viele andere. Sie berichteten mit konkreten Beispielen &uuml;ber die Repressionen gegen Andersdenkende in der Ukraine. Ich hielt einen Beitrag zur Verfolgung von Journalisten in der Ukraine. [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p>Die gro&szlig;en deutschen Medien berichteten trotz hochkar&auml;tiger Besetzung nicht &uuml;ber die Veranstaltung. Berichte gab es aber bei RT DE, Telepolis [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] und der Verdi-Journalisten-Zeitung &bdquo;Menschen machen Medien&ldquo; [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]. Die Junge Welt interviewte [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] den Konferenz-Teilnehmer, Leonid Koschara, der bis zum Staatsstreich 2014 Au&szlig;enminister der Ukraine war. <\/p><p>Eine komplette Video-Aufzeichnung der Konferenz ist bis heute im Internet abrufbar. [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] Aber leider gibt es keine schriftliche Brosch&uuml;re mit den Konferenz-Beitr&auml;gen. Und es gibt auch bis heute keine deutschsprachige Dokumentation &uuml;ber alle Menschenrechtsverletzungen und Einschr&auml;nkungen der Medienfreiheit in der Ukraine. So ist es f&uuml;r Menschen, die weder Russisch noch Ukrainisch k&ouml;nnen, enorm schwer, sich ein Bild von den wirklichen Zust&auml;nden in der Ukraine zu machen und sich mit Faktenwissen an Diskussionen zu beteiligen. <\/p><p>Man muss kein Anh&auml;nger von Wladimir Putin sein, um festzustellen, dass Rechtsextremismus und Ultranationalismus in der Ukraine von staatlichen Stellen gef&ouml;rdert werden und einen starken Einfluss auf die Gesellschaft haben. Es gibt viele Beispiele mit denen man diese These belegen kann. Die f&uuml;r mich eindeutigsten Beispiele sind der bis heute nicht von staatlichen ukrainischen Stellen geahndete Brandanschlag auf das Gewerkschaftshaus von Odessa am 2. Mai 2014 und die schon acht Jahre dauernde &bdquo;Anti-Terror-Operation&ldquo; im Donbass. <\/p><p><strong>Ukraine verh&auml;ngt Informationssperre<\/strong><\/p><p>Erschwert wird der Informationszugang auch dadurch, dass die ukrainische Regierung 2014 eine Informationssperre &uuml;ber die Volksrepubliken verh&auml;ngte. Man kann von der Ukraine aus zwar in die Volksrepubliken fahren, muss sich dann aber darauf gefasst machen, dass man auf der ukrainischen Website &bdquo;Mirotworets&ldquo; (Friedensstifter) gelistet wird. <\/p><p>Die Website &bdquo;Mirotworets&ldquo; wurde auf Initiative von Anton Geraschenko &ndash; seit 2019 stellvertretender Innenminister der Ukraine &ndash; geschaffen, um Journalisten, denen man eine N&auml;he zu den Separatisten unterstellt, als &bdquo;Feinde der Ukraine&ldquo; an den Pranger zu stellen. Auf &bdquo;Mirotworets&ldquo; sind Tausende Journalisten, Politiker und einfache B&uuml;rger mit Adressen gelistet. <\/p><p>Ich war seit 2014 oft in den Volksrepubliken. Bei meinen Reisen in den Donbass habe ich nicht nach russischen Panzern und russischen Milit&auml;rberatern gesucht. Aber nat&uuml;rlich habe ich immer dann, wenn ich einen Panzer oder anderes milit&auml;risches Ger&auml;t sah, meine Begleiter gefragt, woher das Ger&auml;t ist. Und sie sagten immer, &bdquo;das ist von den Ukrainern erbeutet&ldquo;. Ich hatte keinen Grund an dieser Aussage zu zweifeln. Dass es im Donbass russische Milit&auml;rberater gibt, ist vorstellbar, l&auml;sst sich aber nicht beweisen. <\/p><p>Dass 2014\/15 viele Russen als Freiwillige mit der Waffe in der Hand die Volksrepubliken mit verteidigten, hat selbst der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin nicht bestritten. Diese Freiwilligen seien &bdquo;dem Ruf ihres Herzens gefolgt&ldquo;, so der Kreml-Chef. Es handele sich nicht um russische Truppen. Nichtsdestotrotz behaupteten deutsche Medien und Politiker seit 2014 immer wieder ohne Belege, in den Volksrepubliken seien offizielle russische Truppen stationiert.<\/p><p><strong>Die Falschdarstellungen deutscher Medien<\/strong><\/p><p>Die wichtigsten Falschdarstellungen &uuml;ber die Ukraine in den deutschen Medien sind meiner Meinung nach Folgende: <\/p><p>Von den deutschen Medien wird konsequent verschwiegen, dass die Ukraine ein multinationaler Staat ist. Bei der Volksz&auml;hlung 2001 nannten 67 Prozent Ukrainisch und 29 Prozent der Befragten Russisch ihre Muttersprache [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>].<\/p><p>Verschwiegen wird auch die Zwangsukrainisierung der russischen Bev&ouml;lkerung in der Ukraine nach 2014. Seit Januar 2021 darf in der Ukraine im &ouml;ffentlichen Raum nur noch Ukrainisch gesprochen werden. Russisch-Unterricht gibt es nur noch bis zur vierten Klasse.<\/p><p>Die deutschen Medien und Politiker &uuml;bernehmen immer mehr die neue ukrainische Geschichtsschreibung, nach der die Hungersnot (ukrainisch: Holodomor) in der Ukraine Anfang der 1930er Jahre ein Mittel von Stalin war, die ukrainische Bev&ouml;lkerung wie bei einem V&ouml;lkermord zu vernichten. Im Februar 2022 legte die deutsche Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock Blumen am Holodomor-Denkmal in Kiew ab. Dabei ist in der Geschichtswissenschaft allgemein bekannt, dass es in der Zeit nach der Zwangskollektivierung schwere Hungersn&ouml;te nicht nur in der Ukraine, sondern auch in S&uuml;drussland und im sowjetischen Kasachstan gab. <\/p><p>Warum, so frage ich, hat bis heute kein einziger deutscher Politiker Blumen am Gewerkschaftshaus von Odessa niedergelegt, wo am 2. Mai 2014, nachdem ukrainische Ultranationalisten Feuer gelegt hatten, 42 Regierungskritiker starben? <\/p><p>Der einzige Bundestagsabgeordnete, der in Odessa mit Angeh&ouml;rigen der im Gewerkschaftshaus Umgekommen gesprochen hat, war Andrej Hunko von der Partei Die LINKE, der Odessa 2014 mehrmals besuchte [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]. Warum wurde er von keinem deutschen Fernsehsender eingeladen, um als Augenzeuge &uuml;ber seine Gespr&auml;che mit den Angeh&ouml;rigen und die schleppenden Untersuchungen zum Brand zu berichten?<\/p><p>Frank-Walter Steinmeier, der Odessa Ende Mai 2014 &ndash; damals als Au&szlig;enminister &ndash; besuchte, und angeblich einen Kranz am Gewerkschaftshaus niederlegen wollte [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>], nahm von seinem Vorhaben Abstand, nachdem Igor Paliza, der Vorsitzende der Gebietsverwaltung von Odessa, ihm davon abgeraten hatte. Eine Kranzniederlegung k&ouml;nne neue Unruhen ausl&ouml;sen, hatte Paliza gewarnt.<\/p><p><strong>Sowjetf&uuml;hrer vergr&ouml;&szlig;erten die Ukraine<\/strong><\/p><p>Deutsche Medien und Politiker verschwiegen, dass der Ukraine, die bis zur Oktoberrevolution zum russischen Kaiserreich geh&ouml;rte, von sowjetischen F&uuml;hrern Territorien angegliedert wurden. 1922 wurden vom sowjetischen Russland auf Initiative von Lenin der sowjetischen ukrainischen Republik Teile des Donbass abgetreten, die fr&uuml;her zum russischen Zarenreich geh&ouml;rten. <\/p><p>Im Westen bekam die Ukraine 1939 durch den Hitler-Stalin-Pakt von Polen die Gebiete, Lwiv, Iwano-Frankiwsk und Ternopil. Im S&uuml;den bekam die Ukraine 1954 &ndash; auf Anweisung von Sowjet-F&uuml;hrer Chruschtschow &ndash; die Krim geschenkt.<\/p><p>Als die Post-Maidan-Regierung im Februar 2014, einen Tag nach dem Staatsstreich, der russischen Sprache &ndash; in den Gebieten mit hohem russischen Bev&ouml;lkerungsanteil &ndash; den Status einer zweiten offiziellen Sprache &ndash; neben dem Ukrainischen &ndash; entzog, war das der Ausl&ouml;ser f&uuml;r den &bdquo;russischen Fr&uuml;hling&ldquo; in der S&uuml;dostukraine. <\/p><p>Im russischsprachigen S&uuml;dosten der Ukraine hatte sich schon seit der orangenen Revolution 2005 und den Zwangsukrainisierungs-Ma&szlig;nahmen unter Pr&auml;sident Viktor Juschtschenko Unzufriedenheit unter den russischsprachigen Ukrainern angestaut. W&auml;hrend des &bdquo;russischen Fr&uuml;hlings&ldquo; wurden dann in Charkow, Donezk und Lugansk offizielle Geb&auml;ude besetzt. Doch den Grund f&uuml;r diese Besetzungen verschwiegen die gro&szlig;en deutschen Medien. <\/p><p><strong>Der Donbass als Bindeglied zwischen Sowjetrussland und b&auml;uerlicher Ukraine<\/strong><\/p><p>Dass es am 7. April 2014 zur Gr&uuml;ndung der Volksrepubliken Donezk und Lugansk kam, hatte nicht nur aktuelle politische Gr&uuml;nde, sondern auch historische Wurzeln. Der Donbass war seit Beginn des 17. Jahrhunderts das zentrale russische Industrie- und Bergbaugebiet. Aus ganz Russland &ndash; und sp&auml;ter der Sowjetunion &ndash; kamen Arbeitskr&auml;fte verschiedener Nationalit&auml;ten in den Donbass. Russisch war die Sprache, welche die verschiedenen Nationalit&auml;ten im Donbass &ndash; Russen, Ukrainer, Tataren, Griechen und Moldauer &ndash; verband. <\/p><p>Die Ukraine &ndash; bzw. ihre politische F&uuml;hrung &ndash; wollte sich nach der Oktoberrevolution 1917 aus dem russischen Staat l&ouml;sen und schloss mit Deutschland und &Ouml;sterreich-Ungarn am 9. Februar 1918 einen Separatfrieden ab, den sogenannten &bdquo;Brotfrieden&ldquo;. Deutschland und &Ouml;sterreich hofften, dass man in der Ukraine dringend ben&ouml;tigte Lebensmittel eintreiben k&ouml;nne. <\/p><p>Eine Woche nach Abschluss des Separatfriedens zogen deutsche und &ouml;sterreichische Truppen &ndash; insgesamt 500.000 Mann &ndash; in die Ukraine ein. Doch wegen der politisch und wirtschaftlich chaotischen Zust&auml;nde in der Ukraine konnte nur ein Teil der erhofften Lebensmittellieferungen eingetrieben werden. Ende 1918 zogen die deutschen Truppen aus der Ukraine wieder ab. <\/p><p>Bereits vor dem deutschen Einmarsch wurde am 28. Januar 1918 in der ostukrainischen Stadt Charkow als Gegengewicht gegen eine anti-sowjetische Ukraine die sowjetische &bdquo;Donezk-Kriworosch-Republik&ldquo; gegr&uuml;ndet. Das Gebiet dieser Republik umfasste gro&szlig;e Teile der Ost-Ukraine, wie Charkow, Donezk, Lugansk und Cherson. <\/p><p>Im Februar 1919 wurde die Donezk-Kriworosch-Republik auf Initiative Lenins aufgel&ouml;st. Die Sowjetmacht in der Ukraine werde &ndash; so offenbar das Kalk&uuml;l von Lenin &ndash; nur auf sicheren Beinen stehen, wenn das Industriezentrum Donbass, das sprachlich und wirtschaftlich mit Russland eng verbunden war, zur &bdquo;Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik&ldquo; geh&ouml;rt. Der proletarische-prorussische Donbass sollte &ndash; so offenbar der Plan von Lenin &ndash; Bindeglied zwischen der b&auml;uerlichen Ukraine und Sowjetrussland werden. <\/p><p><strong>Bundeswehr sitzt im ukrainischen Verteidigungsministerium<\/strong><\/p><p>Bereits vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine wurde &uuml;berdeutlich: Deutschland ist im ukrainischen B&uuml;rgerkrieg Konfliktpartei. Die gro&szlig;en deutschen Medien und die deutsche Politik schweigen zur Verfolgung der Opposition in der Ukraine, zum Brand des Gewerkschaftshauses in Odessa, zu den Morden an Oppositionellen und zur Abschaltung von vier oppositionellen ukrainischen Fernsehkan&auml;len 2021. <\/p><p>Berlin schickte massiv Finanzhilfe in die Ukraine, ohne diese an irgendwelche Bedingungen zu kn&uuml;pfen. Seit 2014 wurden von Deutschland 1,8 Milliarden US-Dollar an Wirtschaftshilfen bereitgestellt und &bdquo;Programme zur F&ouml;rderung der Rechtsstaatlichkeit und zur Korruptionsbek&auml;mpfung in der Ukraine unterst&uuml;tzt&ldquo;, wie es in einer Stellungnahme der Bundesregierung hei&szlig;t. &bdquo;Als Mitglied der Europ&auml;ischen Union und als deren gr&ouml;&szlig;ter Beitragszahler hat Deutschland die ukrainische Regierung seit 2014 mit 17 Milliarden Euro finanziell unterst&uuml;tzt.&ldquo;<\/p><p>Weit fortgeschritten ist die Verzahnung zwischen der Bundeswehr und dem ukrainischen Milit&auml;r. Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrej Melnik, erkl&auml;rte am 6. Februar 2022 in der ARD-Sendung &lsquo;Anne Will&rsquo; &uuml;berraschend: &ldquo;Das deutsche Verteidigungsministerium hat seine strategischen Berater in unserem Verteidigungsministerium seit Jahren sitzen und arbeiten und die deutsche Seite ist bestens informiert, was wir brauchen und was wir nicht brauchen.&rdquo; <\/p><p>Mit seiner &Auml;u&szlig;erung wollte Melnik klarstellen, dass Deutschland sehr genau wisse, was die Ukraine au&szlig;er Helmen an milit&auml;rischem Ger&auml;t brauche. Melnik zeigte mit seiner provokativen &Auml;u&szlig;erung, dass er nicht nur als Diplomat unterwegs ist, sondern auch als Antreiber, welcher der Bundesregierung Nachhilfeunterricht in anti-russischer Politik gibt.<\/p><p>Bisher galt es als offenes Geheimnis, dass Berater aus den USA und Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes CIA in den ukrainischen Regierungsinstitutionen sitzen. Dass aber die Bundeswehr &bdquo;strategische Berater&ldquo; im ukrainischen Verteidigungsministerium sitzen hat, ist eine Neuigkeit, welche die Bundesregierung wohl gerne unter den Teppich gekehrt h&auml;tte. <\/p><p><strong>Werden Asow-K&auml;mpfer in deutschen Krankenh&auml;usern gesund gepflegt?<\/strong><\/p><p>Wie weit die milit&auml;rische Zusammenarbeit der Bundeswehr und der ukrainischen Streitkr&auml;fte bis zum Einmarsch der russischen Truppen schon gediehen war, konnte man auf der Website der Bundesregierung nachlesen [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Innerhalb der milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung leistet auch die Bundeswehr einen wichtigen Beitrag zur milit&auml;rischen Ausbildung und Beratung in der Ukraine. Diese Form der Unterst&uuml;tzung erm&ouml;glicht einen intensiven Erfahrungsaustausch. Bisher konnten insgesamt 551 ukrainische Soldaten und Soldatinnen ihre Ausbildung in Deutschland erfolgreich beenden.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Von dem intensiven Erfahrungsaustausch profitiert auch die strategische Planung der Bundeswehr. Die Erfahrungen der ukrainischen Soldaten, die gegen Separatisten k&auml;mpfen, die vermutlich russische Berater haben, sind f&uuml;r die Strategen der Bundeswehr und der Nato von h&ouml;chstem Wert. <\/p><p>Weiter hei&szlig;t es in einer Mitteilung der Bundesregierung: &bdquo;Weitere milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung leistet Deutschland in Form von Sanit&auml;tsleistungen.&ldquo; Exakte Zahlen nannte [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] das Internet-Portal ntv. &bdquo;Seit 2019 unterst&uuml;tzt Deutschland daneben den Ausbau des ukrainischen Sanit&auml;tsdienstes. Derzeit finanziert Berlin ein Feldlazarett im Wert von 5,3 Millionen Euro. Zudem wurden seit 2014 insgesamt 149 verletzte Sicherheitskr&auml;fte aus der Ukraine in deutschen Krankenh&auml;usern behandelt.&ldquo;<\/p><p>Die aufwendige Verlegung von ukrainischen Soldaten mit einem hochmodernen Lazarett-Flugzeug der Bundeswehr nach Deutschland und die Weiterverteilung der verwundeten Ukrainer auf deutsche Krankenh&auml;user stie&szlig; 2018 zu Recht auf Kritik des Bundestagsabgeordneten der Partei Die LINKE, Alexander Neu, damals Mitglied des Verteidigungsausschusses des Bundestages. <\/p><p>Neu fragte 2018 in einem Gespr&auml;ch mit der Deutschen Welle, ob die Hilfe f&uuml;r die ukrainischen Soldaten unparteiisch ist &bdquo;oder stellt sie eine Solidarma&szlig;nahme f&uuml;r das Putsch-Regime in Kiew dar? Warum werden keine verletzten ostukrainischen Zivilisten, die es zu Tausenden gibt, behandelt?&rdquo; <\/p><p>Neu wollte in einer kleinen Anfrage an die Bundesregierung unter anderem wissen, welche der nach Deutschland ausgeflogenen Ukrainer, &ldquo;in den offiziellen Streitkr&auml;ften&rdquo; dienten und &ldquo;wie viele in den paramilit&auml;rischen Bataillonen wie dem faschistischen Asow-Bataillon&rdquo;. Nach Recherchen [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>] des Fernseh-Magazins FAKT waren in den vergangenen Jahren unter den ausgeflogenen Verletzten auch K&auml;mpfer des rechtsradikalen Regiments Asow.<\/p><p><strong>Keine gro&szlig;en deutschen Hilfsorganisationen in den &bdquo;Volksrepubliken&ldquo;<\/strong><\/p><p>Auch finanzielle Hilfen f&uuml;r die Infrastruktur im Donbass strich die Bundesregierung vor dem russischen Einmarsch gerne gro&szlig; heraus. Doch es wird verschwiegen, dass diese Hilfen nur dem von der Ukraine kontrollierten Nordteil des Donbass zu Gute kamen. <\/p><p>Im Dezember 2017 meldeten deutsche Medien, Deutschland unterst&uuml;tze die Ostukraine mit 2,5 Millionen Euro &bdquo;Weihnachts-Hilfe&ldquo;. Die deutsche Botschaft in Kiew teilte auf ihrer Website mit, dass das Geld an die &bdquo;Caritas Ukraine&ldquo; gehen soll, die dann &bdquo;in den Gebieten Donezk und Lugansk&ldquo; humanit&auml;re Hilfe leisten soll. Doch damit war nur der Nordteil der Gebiete Donezk und Lugansk gemeint, die unter Kontrolle von Kiew stehen. <\/p><p>Keine der gro&szlig;en deutschen Hilfsorganisationen &ndash; weder der deutsche Caritasverband noch das Deutsche Rote Kreuz &ndash; sind in Donezk und Lugansk t&auml;tig. Die Menschen in dem Teil der &bdquo;Ostukraine&ldquo;, der nicht unter Kontrolle von Kiew steht, bekommen auch keinerlei humanit&auml;re Hilfe vom deutschen Staat. Nur einige deutsche privat organisierte Hilfsorganisationen, wie die Berliner &bdquo;Friedensbr&uuml;cke Kriegsopferhilfe e.V.&ldquo; und das Th&uuml;ringer Aktionsb&uuml;ndnis &bdquo;Zukunft Donbass&ldquo; organisieren seit 2014 humanit&auml;re Hilfslieferungen in die Volksrepubliken. <\/p><p>Das deutsche Au&szlig;enministerium sieht diese mit deutschen Spendengeldern finanzierten Hilfslieferungen &auml;u&szlig;erst kritisch. Raissa Steinigk vom Aktionsb&uuml;ndnis &bdquo;Zukunft Donbass&ldquo; berichtete mir 2017, sie sei vom deutschen Au&szlig;enministerium angerufen worden. Man habe ihr gesagt, dass sich die ukrainische Botschaft beim deutschen Au&szlig;enministerium beschwert hat. Das, was &bdquo;Zukunft Donbass&ldquo; tue, sei &ldquo;illegal&rdquo;, so die Anruferin aus dem deutschen Au&szlig;enministerium. <\/p><p><strong>Deutsche Parlamentarier gegen humanit&auml;re Hilfe f&uuml;r Lugansk und Donezk<\/strong><\/p><p>Jeder Transport mit einem Zwanzig-Tonner, der, organisiert von der Initiative &bdquo;Zukunft Donbass&ldquo;, ausrangierte Krankenhausausr&uuml;stung aus Deutschland nach Lugansk bringt, kostet 4.000 Euro. <\/p><p>Um die humanit&auml;re Aktion bekannter zu machen und mehr Spender zu gewinnen, hatte Frau Steinigk 2017 Th&uuml;ringer Bundestagsabgeordnete angeschrieben. Doch keiner der Angeschriebenen machte eine Hilfszusage. Einige Bundestagsabgeordnete h&auml;tten ihr ungeschminkt erkl&auml;rt, sie w&uuml;rden die Hilfsaktion nach Lugansk nicht unterst&uuml;tzen, da Russland der Urheber des Krieges im Donbass sei. Andere Abgeordnete reagierten mit Ausfl&uuml;chten.<\/p><p>In ihrem Brief an den Th&uuml;ringer CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Weiler bat Raissa Steinigk nicht nur um Unterst&uuml;tzung. Sie &auml;u&szlig;erte auch Kritik. &ldquo;Wir, das Aktionsb&uuml;ndnis &lsquo;Zukunft Donbass&rsquo; und die Mitstreiter sind satt &uuml;ber Lippenbekenntnisse und die &lsquo;Unmacht&rsquo; der deutschen Politiker und freuen uns &uuml;ber die wachsenden Aktivit&auml;ten der Kirche in Deutschland.&rdquo;<\/p><p>Weiler reagierte ver&auml;rgert. Er antwortete Steinigk: &ldquo;In Ihrem Schreiben vom 23. Januar 2017 treffen Sie widerspr&uuml;chliche Aussagen. Auf der einen Seite &uuml;ben Sie scharfe Kritik an den politisch Verantwortlichen. Andererseits stellen Sie mit Nachdruck Forderungen an mich und meine Kollegen. Ich m&ouml;chte Sie daher darauf hinweisen, dass ich in dieser Region nicht unt&auml;tig bin. Ich leiste einen Beitrag zum Friedenserhalt im Baltikum und Osteuropa und werde mich auch in Zukunft weiter stark f&uuml;r die Verbesserung der dortigen Situation einsetzen.&rdquo; Worin dieser &ldquo;Beitrag zum Friedenserhalt in Osteuropa&rdquo; besteht, schrieb Weiler nicht.<\/p><p>Christian Hirte, ebenfalls CDU-Bundestagsabgeordneter aus Th&uuml;ringen, antwortete auf die Unterst&uuml;tzungs-Anfrage der Initiative &bdquo;Zukunft Donbass&ldquo;: &ldquo;Leider kann ich nicht &uuml;berall &ndash; auch wenn ich die Arbeit und das Ansinnen mit gro&szlig;em Respekt betrachte &ndash; eingreifen.&rdquo; Der Abgeordnete versprach die Anfrage an den Kollegen Karl-Georg Wellmann, Leiter der Deutsch-Ukrainischen Parlamentariergruppe, weiterzugeben.<\/p><p>Doch von Wellmann hat Raissa Steinigk seitdem nichts geh&ouml;rt. Wellmann ist gegen&uuml;ber Russland als Hardliner bekannt und vermutlich ist ihm die Initiative &bdquo;Zukunft Donbass&ldquo; aus Th&uuml;ringen suspekt. Im ZDF-Morgenmagazin hatte der Abgeordnete die &ldquo;Separatisten&rdquo; in Lugansk und Donezk im Februar 2015 als &ldquo;Werkzeuge der Russen&rdquo; bezeichnet. Es g&auml;be einen &ldquo;permanenten Zufluss von Munition, von Waffen, von K&auml;mpfern, von Logistik aus Russland.&rdquo;<\/p><p>Am 24. April 2017 schrieb Raissa Steinigk alle Abgeordneten des Th&uuml;ringer Landtags, auch Ministerpr&auml;sident Bodo Ramelow an. Keiner der Abgeordneten habe geantwortet. <\/p><p><strong>2014 wurden die deutschen Korrespondenten aus dem Donbass abgezogen<\/strong><\/p><p>Schon 2014 zeichnete sich ab: Je mehr sich die Macht der Separatisten im Donbass festigte, desto weniger waren die Chefredakteure gro&szlig;er deutscher Medien daran interessiert, den faktischen Sieg der Separatisten auch noch durch eigene Berichte zu best&auml;tigen. So verlegte man sich auf das Totschweigen des Donbass. Man wollte offenbar vermeiden, dass es Mitleid f&uuml;r die Menschen in den Volksrepubliken gibt, die unter dem Beschuss ukrainischer Artillerie leiden. <\/p><p>Ein deutscher Mainstream-Journalist hatte immerhin den Mut, die Abwesenheit deutscher Korrespondenten im Donbass &ouml;ffentlich zu problematisieren. Im Juni 2014 schrieb [<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] der damalige Spiegel-Reporter Moritz Gathmann &ndash; heute Ressortchef beim Magazin &bdquo;Cicero&ldquo; &ndash;  im Internet-Portal &bdquo;Ostpol&ldquo;, dass die deutschen Korrespondenten das Kriegsgebiet Donbass verlassen h&auml;tten. &bdquo;Nachrichten aus der Ostukraine sind auf die hinteren Zeitungsseiten ger&uuml;ckt, deutsche Korrespondenten sind abgereist.&ldquo; Doch lassen wir den Reporter selbst zu Wort kommen:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Ein lauer Sommerabend auf der Veranda des &bdquo;Ramada Donezk&ldquo; unweit der seit Monaten von Separatisten besetzten Gebietsverwaltung. Man speist T-Bone-Steaks und trinkt Cocktails, aus den Lautsprechern kommt Lounge-Musik.<\/p>\n<p>Auf der Terrasse sitzen polnische Journalisten, Franzosen, Amerikaner und Spanier. Bemerkenswert abwesend sind die deutschen Journalisten: Neben mir sitzt dort Ende vergangener Woche nur noch Stefan Scholl, langj&auml;hriger Moskau-Korrespondent f&uuml;r deutsche Regionalzeitungen. (&hellip;)<\/p>\n<p>Es ist wenige Tage her, da lieferten sich ukrainische und russische K&auml;mpfer heftige K&auml;mpfe um den Flughafen der Stadt, auch rund um den Bahnhof starben Menschen bei Feuergefechten. Daraufhin gaben ARD und ZDF bekannt, dass sie aus Sicherheitsgr&uuml;nden ihre Teams aus Donezk abziehen. (&hellip;)<\/p>\n<p>Wer erfahren will, was im Osten des Landes passiert, der muss momentan auf russischsprachige, englische oder franz&ouml;sische Medien ausweichen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Die Gefahr f&uuml;r deutsche Journalisten sch&auml;tzte Gathmann als gering ein. <\/p><blockquote><p>&bdquo;Grunds&auml;tzlich gilt: Als deutscher Journalist muss man davon ausgehen, sich endlose Tiraden &uuml;ber die falsche Politik Angela Merkels anh&ouml;ren zu m&uuml;ssen. Die Gefahr, im Keller eines selbsternannten &bdquo;Volksb&uuml;rgermeisters&ldquo; zu landen, ist dagegen gering.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><strong>Seit 1983 bin ich in der Ukraine unterwegs<\/strong><\/p><p>Ist ein Buch &uuml;ber die Volksrepubliken Donezk und Lugansk nicht zwangsl&auml;ufig einseitig, wird sich der Leser vielleicht fragen? Ich glaube, ich habe ein ganz gutes Bild von der Ukraine. Ich kenne das Land seit 1983, als ich das erste Mal mit einem Privatauto in der Ukraine &ndash; damals als Tourist &ndash; unterwegs war. 1992 lebte ich in Kiew zwei Monate in einer ukrainischen Familie. Von da an habe ich die Ukraine regelm&auml;&szlig;ig besucht. Im Juli 2014 drehte ich in Odessa das erste Material f&uuml;r den Film &bdquo;Lauffeuer&ldquo; [<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] &uuml;ber den Brand im Gewerkschaftshaus.  <\/p><p>Doch mit diesem Film habe ich es mir mit der Regierung in Kiew verscherzt. Im April 2016 bekam ich im Flughafen von Odessa ein Einreiseverbot f&uuml;r f&uuml;nf Jahre in meinen deutschen Pass gestempelt. Der Grund, sei, so teilte es mir das deutsche Ausw&auml;rtige Amt mit, dass ich 2015 Donezk von Russland &ndash; und nicht wie vorgeschrieben &ndash; von der Ukraine aus besucht hatte. <\/p><p>Seit meinem Einreiseverbot habe ich mich weiter intensiv mit der Entwicklung in der Ukraine besch&auml;ftigt und immer, wenn es mir m&ouml;glich war, habe ich in Russland oder Deutschland Interviews mit B&uuml;rgern aus der Ukraine gef&uuml;hrt. Meist waren es Menschen aus dem Lager der Russland-freundlichen ukrainischen Opposition. <\/p><p><strong>Warum riskierte ich ein Einreiseverbot?<\/strong><\/p><p>In der Volksrepublik Donezk war ich 2014, 2015, 2017, 2018 und 2020. Immer reiste ich von Russland aus ein. Dabei war ich mir bewusst, dass ich mit meinen Reisen in die &bdquo;Volksrepubliken&ldquo; ein Einreiseverbot in die Ukraine riskiere. Ich habe dieses Risiko auf mich genommen, weil ich f&uuml;rchtete, dass die ukrainischen Beh&ouml;rden mich wegen meiner kritischen Artikel &uuml;ber den Maidan und meinen Film &bdquo;Lauffeuer&ldquo; nicht in die Volksrepubliken weiterfahren lassen. <\/p><p>Auch f&uuml;rchtete ich, dass mich ukrainische Nationalisten und Faschisten in der Ukraine auf der Stra&szlig;e anfallen, wie es seit 2014 zahlreichen Oppositionellen in der Ukraine passiert ist. Mehrere ukrainische Oppositionelle wurden seit 2014 ermordet, 2015 der Russland-freundliche Schriftsteller Oles Busina und 2016 der westlich-orientierte, liberale Journalist Pawel Scheremet. <\/p><p>Der mit dem Berliner Dokumentarfilmer Marco Benson, der Video-Gruppe &bdquo;Leftvision&ldquo; und mir gemeinsam produzierte Film &bdquo;Lauffeuer&ldquo; hatte im Internet hohe Zugriffszahlen. Der Film wurde auf zahlreichen Diskussions-Veranstaltungen zur Ukraine im deutschsprachigen Raum gezeigt. Die gro&szlig;en deutschen Medien verschwiegen &bdquo;Lauffeuer&ldquo; allerdings. Im deutschen Fernsehen wurde unser Film nicht gezeigt. <\/p><p><strong>&bdquo;&Ouml;ffentlich-rechtliche&ldquo; gegen unabh&auml;ngige Dokumentarfilmer<\/strong><\/p><p>Doch das war noch eine geringe Strafe f&uuml;r eine wahrheitsgem&auml;&szlig;e Berichterstattung. Schlimmer erging es dem deutschen Dokumentarfilmer Mark Bartalmai, der zwei Jahre in Donezk gelebt, das Kriegsgeschehen per Video dokumentiert und zwei Dokumentar-Filme gemacht hatte, &bdquo;Ukrainian Agony &ndash; Der verschwiegene Krieg&ldquo; [<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] und &bdquo;Frontstadt Donezk &ndash; Die unerw&uuml;nschte Republik&ldquo; [<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>].<\/p><p>Nach seinem ersten Dokumentar-Film &uuml;ber den Krieg in der Ost-Ukraine wurde Bartalmai in den Fernsehsendungen &ldquo;Fakt&rdquo; (MDR) und &ldquo;Frontal&rdquo; (ZDF) zur besten Sendezeit &bdquo;Propaganda f&uuml;r Russland&ldquo; vorgeworfen. Bartalmai, der bei den Dreharbeiten sein Leben riskiert hatte, wurde dem deutschen Fernsehpublikum abf&auml;llig als &ldquo;selbsternannter Kriegsreporter&rdquo; vorgestellt. Er habe den Beruf des Journalisten gar nicht erlernt, warfen ihm die Journalisten der &ouml;ffentlich-rechtlichen Kan&auml;le vor. Man fragt sich warum diese Journalisten die Pr&auml;sidenten der USA und der Post-Maidan-Ukraine &ndash; die zuvor Schauspieler, Oligarchen oder Komiker waren &ndash; noch nie wegen mangelnder fachlicher Reife kritisiert haben. <\/p><p>Ein Mittel, Kritik an der ukrainischen Regierung in Deutschland zu unterdr&uuml;cken, war auch, dass man Journalisten und Aktivisten Kontakte mit Reichsb&uuml;rgern oder russischen Nationalisten vorwarf. <\/p><p>Als Oleg Muzyka &ndash; &Uuml;berlebender des Brandes im Gewerkschaftshaus von Odessa und anerkannter politischer Fl&uuml;chtling in Deutschland &ndash; im Dezember 2015 ein Film-Festival mit Filmen zur Odessa-Trag&ouml;die und zum Krieg im Donbass veranstalten wollte, wurde das verhindert. [<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>]<br>\n&emsp;<br>\n<strong>Berliner &bdquo;Haus der Demokratie&ldquo; cancelt Odessa-Film-Festival<\/strong><\/p><p>Das Berliner Kino &ldquo;Babylon&rdquo; und das Berliner &ldquo;Haus der Demokratie&rdquo; zogen anf&auml;ngliche Zusagen f&uuml;r das Film-Festival zur&uuml;ck. Die Leitung des &ldquo;Hauses der Demokratie&rdquo; erkl&auml;rte in einem Schreiben, das geplante Film-Festival widerspreche den Grunds&auml;tzen des Hauses. Festival-Organisator Oleg Muzyka habe Kontakte zu rechtspopulistischen und nationalistischen Gruppen wie den &ldquo;Reichsb&uuml;rgern&rdquo;. Weiter hei&szlig;t es in dem Schreiben: &ldquo;Der Grundansatz der von Ihnen geplanten Veranstaltung erscheint uns eher als eine Fortf&uuml;hrung des B&uuml;rgerkrieges mit diskursiven Mitteln. Damit ist es Teil des Problems und kein Ansatz zur L&ouml;sung des Konfliktes im zivilgesellschaftlichen Sinne.&rdquo;<\/p><p>Eigene Untersuchungen, Analysen und Filme zu den Ereignissen in Odessa und im Donbass hat der deutsche Mainstream seit 2014 nicht vorgelegt. Offenbar ist es ihm ganz recht, dass die Verbrechen der Staatsstreich-Regierung in Kiew gr&ouml;&szlig;eren Teilen der deutschen Bev&ouml;lkerung nie bekannt wurden.<\/p><p>Ulrich Heyden, Moskau, 21. M&auml;rz 2022<\/p><p>Titelbild: xbrchx \/ shutterstock.com<\/p><p><em>In Absprache mit dem Autor wurden einige Rechtschreibfehler von den NachDenkSeiten korrigiert.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Julian R&ouml;pcke, Twitter-Meldung, 04.12.21<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Wladimir Putin, 21.12.21, <a href=\"https:\/\/ria.ru\/20211221\/putin-1764715185.html\">https:\/\/ria.ru\/20211221\/putin-1764715185.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Interview DNR-Menschenrechtsbeauftragte Darja Morosowa, 26.02.22, <a href=\"https:\/\/lenta.ru\/articles\/2022\/02\/26\/morozovadnr\/\">https:\/\/lenta.ru\/articles\/2022\/02\/26\/morozovadnr\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Andrej Hunko, Reisebericht, 19.02.15, <a href=\"https:\/\/www.andrej-hunko.de\/7-beitrag\/2497-auf-humanitaerer-mission-bericht-ueber-eine-skandaloese-reise-in-die-ostukraine\">https:\/\/www.andrej-hunko.de\/7-beitrag\/2497-auf-humanitaerer-mission-bericht-ueber-eine-skandaloese-reise-in-die-ostukraine<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] &bdquo;Linken-Abgeordnete auf Abenteuertour im Kriegsgebiet&ldquo;, Tagesspiegel, 20.02.15, <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wolfgang-gehrcke-und-andrej-hunko-in-der-ostukraine-linken-abgeordnete-auf-abenteuertour-im-kriegsgebiet\/11400156.html\">https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wolfgang-gehrcke-und-andrej-hunko-in-der-ostukraine-linken-abgeordnete-auf-abenteuertour-im-kriegsgebiet\/11400156.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Ulrich Heyden, 11.06.18, <a href=\"https:\/\/ulrich-heyden.de\/article\/meine-rede-im-bundestag-deutsche-medien-haben-angst-vor-der-wahrheit-der-ukraine\">https:\/\/ulrich-heyden.de\/article\/meine-rede-im-bundestag-deutsche-medien-haben-angst-vor-der-wahrheit-der-ukraine<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Peter Nowak, 13.06.18, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Fuer-Oppositionelle-gibt-es-in-der-Ukraine-keine-Menschenrechte-4077292.html?seite=all\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Fuer-Oppositionelle-gibt-es-in-der-Ukraine-keine-Menschenrechte-4077292.html?seite=all<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] G&uuml;nter Herkel, 12.06.18, <a href=\"https:\/\/mmm.verdi.de\/internationales\/ukraine-leerstellen-bei-berichterstattung-51493\">https:\/\/mmm.verdi.de\/internationales\/ukraine-leerstellen-bei-berichterstattung-51493<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Interview von Saadi Isakov und Wladimir Sergijenko, 14.06.18, <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/loginFailed.php?ref=\/artikel\/334099.zerst%C3%B6rung-der-vielfalt-kann-zum-kollaps-f%C3%BChren.html\">https:\/\/www.jungewelt.de\/loginFailed.php?ref=\/artikel\/334099.zerst%C3%B6rung-der-vielfalt-kann-zum-kollaps-f%C3%BChren.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Fraktion Die Linke im Bundestag, Videos <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Fj_jm1Ky8-8&amp;t=10s\">Teil 1<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=EA6iYgu6t9s&amp;t=1490s\">Teil 2<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=BOt_qGaoRd8&amp;t=1822s\">Teil 3<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Michail Tulski, Die Ergebnisse der Volksz&auml;hlung in der Ukraine 2001, 19.05.2003, <a href=\"http:\/\/www.demoscope.ru\/weekly\/2003\/0113\/analit03.php\">http:\/\/www.demoscope.ru\/weekly\/2003\/0113\/analit03.php<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Andrej Hunko, 29.10.14, <a href=\"https:\/\/weltnetz.tv\/video\/593-opfer-des-odessa-massakers-klagen\">https:\/\/weltnetz.tv\/video\/593-opfer-des-odessa-massakers-klagen<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Ein Kranz aus Berlin f&uuml;r Odessa, SZ, 13.05.14, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/konflikte-analyse-ein-kranz-aus-berlin-fuer-odessa-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-140513-99-03934\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/konflikte-analyse-ein-kranz-aus-berlin-fuer-odessa-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-140513-99-03934<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Unterst&uuml;tzung der Ukraine, Bericht der Bundesregierung, 18.02.22, <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/themen\/buerokratieabbau\/unterstuetzung-ukraine-2003926\">https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/themen\/buerokratieabbau\/unterstuetzung-ukraine-2003926<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Wie Deutschland die Ukraine unterst&uuml;tzt, NTV, 14.02.22<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Magazin &bdquo;Fakt&ldquo;, 01.04.15, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kRxRYedhBHQ\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kRxRYedhBHQ<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Moritz Gathmann, &bdquo;Ukraine &ndash; Das Thema ist tot&ldquo;, Ostpol, 6. Juni 2014, <a href=\"https:\/\/www.ostpol.de\/beitrag\/3996-ukraine_das_thema_ist_tot\">https:\/\/www.ostpol.de\/beitrag\/3996-ukraine_das_thema_ist_tot<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Ulrich Heyden\/Marco Benson, Video-Dokumentation &bdquo;Lauffeuer&ldquo;, 13.03.15, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=LXRIuVNGmds\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=LXRIuVNGmds<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Mark Bartalmai, Dok. Ukrainian Agony &ndash; Der verschwiegene Krieg, 17.12.2015, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sy759dlJWYE\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sy759dlJWYE<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Mark Bartalmai, Dok. Frontstadt Donbass &ndash; Die unerw&uuml;nschte Republik, 01.10.17, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=w5-JPEcMHfg\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=w5-JPEcMHfg<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] Ulrich Heyden, Ostukrainische Frauen: &ldquo;Womit haben wir das verdient?&rdquo;, 21.12.2015, Telepolis, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ostukrainische-Frauen-Womit-haben-wir-das-verdient-3377367.html\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ostukrainische-Frauen-Womit-haben-wir-das-verdient-3377367.html<\/a><\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/1616ea5e6a884468a862e5b5b1918a6b\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Autor und Journalist <strong>Ulrich Heyden<\/strong> hat die international nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk seit 2014 mehrmals besucht. Er analysiert in seinem neuen Buch &bdquo;Der l&auml;ngste Krieg in Europa seit 1945&ldquo;, warum der Konflikt in der S&uuml;dostukraine entstand und warum das Waffenstillstandsabkommen &ldquo;Minsk 2&rdquo; immer wieder gebrochen wurde. Das Fazit des Autors: Die Ukraine<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82491\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":82495,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[183,171,11],"tags":[912,358,3041,3004,2843,3024,2222,2175,1919,3213,835,466,1415,663,259,260,2360],"class_list":["post-82491","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-medienkritik","category-militaereinsaetzekriege","category-strategien-der-meinungsmache","tag-buergerkrieg","tag-bundeswehr","tag-cancel-culture","tag-donbass","tag-einreiseverbot","tag-ethnische-minderheiten","tag-humanitaere-hilfe","tag-interventionspolitik","tag-lueckenpresse","tag-militaerberater","tag-nationalismus","tag-nato","tag-pressefreiheit","tag-putsch","tag-russland","tag-ukraine","tag-zivile-opfer"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/shutterstock_2104280897.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82491","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=82491"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82491\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82510,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82491\/revisions\/82510"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/82495"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=82491"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=82491"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=82491"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}