{"id":82640,"date":"2022-04-05T09:05:40","date_gmt":"2022-04-05T07:05:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82640"},"modified":"2022-04-05T17:02:35","modified_gmt":"2022-04-05T15:02:35","slug":"die-wahrheit-ueber-die-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82640","title":{"rendered":"Die Wahrheit \u00fcber die Ukraine"},"content":{"rendered":"<p>Am 24. Februar 2022 griff Russland die Ukraine an. Seither tummeln sich in den deutschen Medien ukrainische Politiker, die Anspr&uuml;che stellen und die deutsche Regierung beleidigen, weil sie den Forderungen nicht in ausreichendem Ma&szlig;e nachkomme. Inzwischen fragen sich nicht wenige Menschen, warum Deutschland der Ukraine &uuml;berhaupt irgendetwas schulden sollte. Mit welcher Berechtigung fordert die ukrainische Regierung Geld und Waffen von Deutschland? Und warum geht die Berliner Regierung darauf ein? Sollte es tats&auml;chlich so sein, dass sie Anweisungen aus Washington befolgt, dann w&auml;re sie Teil des Problems, anstatt mitzuhelfen, es zu l&ouml;sen. Von <strong>Wolfgang Bittner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_618\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-82640-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220405_Die_Wahrheit_ueber_die_Ukraine_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220405_Die_Wahrheit_ueber_die_Ukraine_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220405_Die_Wahrheit_ueber_die_Ukraine_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220405_Die_Wahrheit_ueber_die_Ukraine_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=82640-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220405_Die_Wahrheit_ueber_die_Ukraine_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"220405_Die_Wahrheit_ueber_die_Ukraine_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Im Laufe der letzten Jahre wurden Milliarden gezahlt und die Berliner Politiker zahlen immer mehr, als ob sie ohne Weiteres &uuml;ber die Gelder, die der eigenen Bev&ouml;lkerung entzogen werden, verf&uuml;gen k&ouml;nnten. Hinzu kommt, dass bereits mehrere Hunderttausend Fl&uuml;chtlinge aufgenommen wurden. Sie wurden weder kontrolliert noch registriert, werden versorgt und k&ouml;nnen innerhalb der Europ&auml;ischen Union reisen, wohin sie wollen. Seit Wochen herrscht jetzt nach der Corona-Pandemie ein zweiter Ausnahmezustand mit schwerwiegenden Auswirkungen.<\/p><p>K&uuml;rzlich erkl&auml;rte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sogar, Deutschland sei Kriegspartei [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] und m&uuml;sse &bdquo;dienend f&uuml;hren&ldquo;. [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock sagte &ndash; eine Aussage Joe Bidens von 2014 wiederholend &ndash; man wolle Russland mit den Sanktionen ruinieren. [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Bundeskanzler Olaf Scholz nannte in seiner Regierungserkl&auml;rung vom 27. Februar 2022 den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin (nach seinem Antrittsbesuch in Washington) einen &bdquo;Kriegstreiber&ldquo;, der einen hohen Preis zu zahlen habe. Was das im Verh&auml;ltnis zu Russland wirklich bedeutet, scheint weder Habeck noch Baerbock und Scholz bewusst zu sein. Offensichtlich gelten f&uuml;r sie diplomatische Gepflogenheiten und v&ouml;lkerrechtliche Grunds&auml;tze schon lange nicht mehr. Wie sollen russische Politiker mit ihnen &uuml;berhaupt noch sprechen k&ouml;nnen? Immer dringlicher stellt sich die existenzielle Frage, was da hinter den Kulissen vorgeht.<\/p><p>Behauptet wird, man m&uuml;sse in der Ukraine westliche Werte und Demokratie verteidigen, und zwar mit allen zur Verf&uuml;gung stehenden Mitteln, wozu au&szlig;er den Milliardenzahlungen auch Waffenlieferungen und wom&ouml;glich &ndash; so mehrere Politiker &ndash; eine Beteiligung der Nato geh&ouml;rten. Aber wie sah es seit dem von den USA &uuml;ber Jahre vorbereiteten Regime Change von 2014 tats&auml;chlich in der Ukraine aus?<\/p><p>Nach dem Putsch hatte sich die Krim, die 171 Jahre russisch gewesen war, der Russischen F&ouml;deration angeschlossen, [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] und die russischsprachigen Bewohner des Donbas, die Repressalien zu f&uuml;rchten hatten, verlangten nach mehr Autonomie innerhalb der Ukraine, was ihnen verweigert wurde. Daraufhin l&ouml;sten auch sie sich von der Kiewer Ukraine und riefen die Volksrepubliken Donezk und Luhansk aus.<\/p><p>Die Folge war eine Katastrophe, die mit dem B&uuml;rgerkrieg in der Ostukraine begann. Der damalige Machthaber Petro Poroschenko, Oligarch und Marionette der USA, schickte Panzer und Artillerie in den Donbas, um die dortige Bev&ouml;lkerung zusammenschie&szlig;en zu lassen. Ein innerstaatlicher Konflikt sollte milit&auml;risch gel&ouml;st werden; etwa 14.000 Menschen kamen um, St&auml;dte und D&ouml;rfer wurden zerst&ouml;rt. Beteiligt waren an diesem Genozid (vgl. &sect; 6 V&ouml;lkerstrafgesetzbuch) neben der von US-Milit&auml;rs &bdquo;beratenen&ldquo; ukrainischen Armee Freiwilligenbataillone, darunter das faschistische Asow-Regiment, und auch amerikanische S&ouml;ldner. Um Widerstand leisten zu k&ouml;nnen, holten sich die Ostukrainer Unterst&uuml;tzung bei Russland.<\/p><p>Der B&uuml;rgerkrieg um Donezk und Luhansk weitete sich aus und wurde immer wieder aufs Neue befeuert. Es entstand ein Brandherd vor der T&uuml;r Russlands, und alle Versuche, ihn zu l&ouml;schen, schlugen fehl. Die Kiewer Ukraine, in deren Parlament und Regierung Faschisten sitzen, f&uuml;hrte &ndash; mit den USA im R&uuml;cken &ndash; Krieg gegen die eigene Bev&ouml;lkerung. Das Minsker Abkommen zur Beilegung des Konflikts wurde von Kiew ignoriert, die Armee aufger&uuml;stet. Das Schicksal des Landes lag in der H&auml;nden der USA, die das Land auf kaltem Wege &uuml;bernommen hatten und gegen Russland in Stellung brachten.<\/p><p>Die weitere Entwicklung bis zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt ist bekannt: Ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland, in dem die Ukraine unter Mithilfe von Wolodymyr Selenski und anderen Agitatoren zerrieben wird. Dieses verh&auml;ngnisvolle Vorgehen mit der Verteidigung Europas zu begr&uuml;nden, entspricht der systematisch betriebenen Meinungsmanipulation. Das beweist &uuml;berdeutlich ein Blick auf die Verh&auml;ltnisse in der Ukraine nach dem Maidan-Putsch. Hierzu ein Auszug aus dem 2019 erschienenen Buch &bdquo;Der neue West-Ost-Konflikt. Eine Inszenierung&ldquo;:<\/p><p><strong>Regime Change in Kiew 2014<\/strong><\/p><p>Ab 2008 verhandelte die Europ&auml;ische Union mit der Ukraine &uuml;ber ein Assoziierungsabkommen. Doch seit 2011 stagnierten die Verhandlungen, weil die Regierung Janukowytsch der Forderung aus der EU, insbesondere Deutschlands, nach einer Freilassung der in Haft befindlichen kriminellen Ex-Ministerpr&auml;sidentin Julia Timoschenko nicht nachkam. Janukowytsch verweigerte schlie&szlig;lich im November 2013 die Ratifizierung des Abkommens, weil das den bedingungslosen Anschluss an die Europ&auml;ische Union unter Zur&uuml;ckweisung Russlands und Missachtung der von Moskau initiierten Zollunion (ab 2015 Eurasische Wirtschaftsunion) bedeutet h&auml;tte. Daraufhin kam es zu Einmischungen in die innerstaatlichen Angelegenheiten des Landes und in Kiew zu Protesten westlich orientierter B&uuml;rger. Das war der Anfang der sogenannten Maidan-Revolte, an der von Anfang an nicht nur demokratisch-oppositionelle Kr&auml;fte beteiligt waren, sondern ma&szlig;geblich Nationalisten und ausl&auml;ndische Geheimdienste. (&hellip;)<\/p><p>Dass die USA den Regime Change vorbereitet und die Ukraine dadurch zu einem Satellitenstaat gemacht haben, geht auch aus &Auml;u&szlig;erungen hochrangiger Politiker hervor. So sprach der damalige US-Pr&auml;sident Barack Obama am 1. Februar 2015 in einem CNN-Interview von dem <em>&bdquo;Deal&ldquo;<\/em>, der nach der Flucht von Janukowytsch mit den Putschisten ausgehandelt worden sei. [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Und die EU-Beauftragte des US-Au&szlig;enministeriums, Victoria Nuland, hatte schon am 13. Dezember 2013 renommiert, die USA h&auml;tten f&uuml;nf Milliarden Dollar <em>&bdquo;zur Unterst&uuml;tzung des Strebens des ukrainischen Volkes nach einer st&auml;rkeren, demokratischen Regierung&ldquo;<\/em> [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] investiert. (&hellip;)<\/p><p>Mit dem Umsturz in Kiew begann dann nach l&auml;ngeren Vorbereitungen durch die CIA, westliche Geheimdienste und Nichtregierungsorganisationen &ndash; die sich die zun&auml;chst friedliche Maidan-Bewegung westlich orientierter Ukrainer zunutze machten &ndash; der neue Kalte Krieg gegen Russland. Die USA lie&szlig;en den schon &uuml;berwunden geglaubten West-Ost-Konflikt wieder aufleben, um die gigantische Aufr&uuml;stung und ihre Aggressionspolitik zu rechtfertigen. Das n&auml;chste Hauptziel ist &ndash; falls es nicht zum &bdquo;gro&szlig;en Krieg&ldquo; kommt, vor dem auch Michail Gorbatschow warnte [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] &ndash; der Regime Change in Moskau.<\/p><p><strong>Ein Staat am Rande des Zusammenbruchs<\/strong><\/p><p>Am 21. Juli 2014 verbreitete im <em>heute-journal<\/em> der f&uuml;r Ausf&auml;lle gegen Russland bekannte Moderator Claus Kleber seine erstaunlichen Erkenntnisse &uuml;ber die Zust&auml;nde in der Ukraine: <em>&bdquo;Propaganda auf allen wichtigen russischsprachigen Kan&auml;len l&auml;sst Millionen Menschen immerhin glauben, in Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, herrschen blutr&uuml;nstige Faschisten, die einen Genozid an Russischst&auml;mmigen in der Ostukraine planen. Wir und viele Medien sind Hinweisen nachgegangen, ob das stimmt. Und wir haben festgestellt, es gibt diese Faschisten nicht, jedenfalls nicht an verantwortlicher Stelle in Kiew. Und trotzdem bekommen wir immer noch Zuschriften, die das behaupten.&ldquo;<\/em> [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p>Bekannt war zu dieser Zeit bereits, dass im Kiewer Parlament, der Werchowna Rada, Faschisten wie Oleg Tjahnybok und Andrij Parubij sa&szlig;en und in der Ostukraine faschistische Kampfverb&auml;nde im Einsatz waren, darunter das sogenannte Asow-Regiment, dessen stellvertretender Kommandeur Wadim Trojan kurz darauf zum Polizeichef von Kiew ernannt wurde. [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] Besagter Andrij Parubij, der am 14. April 2016 Parlamentspr&auml;sident wurde, &auml;u&szlig;erte am 4. September 2018 in einem Interview, Adolf Hitler sei in den 1930er-Jahren <em>&bdquo;die gr&ouml;&szlig;te Pers&ouml;nlichkeit&ldquo;<\/em> gewesen, <em>&bdquo;die eine direkte Demokratie praktiziert&ldquo;<\/em> habe, <em>&bdquo;wir sollten das nicht vergessen&ldquo;<\/em>. [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] Auf einer Bundespressekonferenz danach gefragt, gaben Regierungssprecher Steffen Seibert und die Sprecherin des Ausw&auml;rtigen Amtes, Maria Adebahr an, davon nichts zu wissen, obwohl einige Medien dar&uuml;ber berichtet hatten. [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Das kennzeichnet die Einstellung der deutschen Regierung zum &bdquo;Schurkenstaat&ldquo; Ukraine: W&auml;hrend st&auml;ndig gegen Russland gehetzt wird, brauchen Nationalisten und Faschisten keine Kritik zu bef&uuml;rchten. Sie haben freie Hand und nutzen das zur systematischen Jagd auf Oppositionelle. Aber das ist westlichen Politikern und Medien keine Stellungnahme wert.<\/p><p>So gab es nur kurze Meldungen &uuml;ber die Morde an den regierungskritischen ukrainischen Journalisten Oles Busina und Pawel Scheremet. Keine Proteste der Bundesregierung, Steinmeiers, der EU oder des Europarats. Keine Forderungen nach unverz&uuml;glicher Aufkl&auml;rung. Zur &bdquo;Liquidierung&ldquo; Businas am 16. April 2015 bekannte sich eine &bdquo;Ukrainische Aufstandsarmee&ldquo;; verd&auml;chtigte Rechtsextremisten wurden nach kurzer Inhaftierung wieder freigelassen. Der am 20. Juli 2016 durch eine Autobombe get&ouml;tete Scheremet hatte kurz vor seiner Ermordung ver&ouml;ffentlicht, dass rechte Freiwilligenbataillone Gerichtsverhandlungen gegen korrupte Gesch&auml;ftsleute verhinderten. [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p><p>Dass der in ukrainischer und russischer Sprache sendende Fernsehkanal &bdquo;Inter&ldquo; am 4. September 2016 mit Molotow-Cocktails in Brand gesetzt wurde, weil er unter anderem Programme mit russischen Schlagerstars gebracht hatte, war nicht der Rede wert, obwohl die Mitarbeiter nur knapp mit dem Leben davonkamen; niemand wurde zur Rechenschaft gezogen. [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] Ebenso wenig wurden die Morde auf dem Maidan-Platz und in Odessa aufgekl&auml;rt. Von wem auch? In den F&uuml;hrungspositionen von Polizei, Geheimdienst und Innenministerium sitzen Nationalisten und M&ouml;rder.<\/p><p>Nur beil&auml;ufig erfuhr die &Ouml;ffentlichkeit von einer Serie mysteri&ouml;ser Todesf&auml;lle ukrainischer Oppositioneller. Mindestens sieben der Opfer &ndash; ehemalige hohe Amtstr&auml;ger, Funktion&auml;re und Politiker &ndash; waren Mitglieder der &bdquo;Partei der Regionen&ldquo;, der auch der gest&uuml;rzte Ministerpr&auml;sident Wiktor Janukowytsch angeh&ouml;rte. Mehrere von ihnen haben angeblich Selbstmord begangen, so der ehemalige Vorsitzende des Regionalrates in Kharkow, Nikolai Sergienko, der ehemalige B&uuml;rgermeister von Melitopol, Sergei Walter, der Polizeichef von Melitopol, Sergey Bordyuga und der ehemalige Abgeordnete Stanislaw Melnik. Der fr&uuml;here Parlamentsabgeordnete Oleg Kalaschnikow wurde in seinem Kiewer Haus mit Schusswunden tot aufgefunden; der ehemalige Leiter des staatlichen Grundst&uuml;cksfonds, Michael Chechetow, st&uuml;rzte am 27. Februar 2015 aus einem Fenster seiner Wohnung; am 12. M&auml;rz wurde der ehemalige Gouverneur von Zaporozhzhye, Alexander Peklushenko, mit einem Genickschuss tot aufgefunden. Obwohl es keine Abschiedsbriefe gab und die Umst&auml;nde auf Mord schlie&szlig;en lie&szlig;en, war die offizielle Version des ukrainischen Innenministeriums bei Chechetow und der Kriminalpolizei bei Peklushenko &bdquo;Selbstmord&ldquo;. [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] Kein Aufschrei bei westlichen Politikern und Journalisten.<\/p><p>Skandale, Provokationen, Verfolgung Oppositioneller und politische Morde. Die Kiewer Ukraine wird offensichtlich unter Protektion der USA von einer Ansammlung von korrupten Politikern, verbrecherischen Nationalisten und M&ouml;rdern beherrscht, die es sich auf Kosten der immer &auml;rmer werdenden Bev&ouml;lkerung gut gehen lassen. Und wie schon im Irak, profitieren die US-amerikanische Politikerkaste und die Wirtschaftseliten auch hier. Zum Beispiel wurden in den Verwaltungsrat des privaten ukrainischen &Ouml;l- und Gasunternehmens Burisma gleich nach dem Staatsstreich der Sohn des ehemaligen US-Vizepr&auml;sidenten Joe Biden, Hunter Biden, und ein Vertrauter von Ex-Au&szlig;enminister John Kerry, Devon Archer, berufen. [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] Im Management erhielten auch Alan Apter, ein fr&uuml;her bei Merrill Lynch und J. P. Morgan t&auml;tiger Investmentbanker, sowie der polnische Ex-Staatspr&auml;sident Aleksander Kwasniewski lukrative Posten. [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>] Vetternwirtschaft und Korruption, wohin man blickt.<\/p><p>Dennoch investieren EU und IWF weiterhin Milliarden in diesen maroden Staat, in dem sich unter den gegebenen Umst&auml;nden nichts &auml;ndern wird. Die bodenlose Niedertr&auml;chtigkeit der Inszenierung eines Journalistenmords, der sofort Russland angelastet wurde, [<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] ist nur eine von vielen Ungeheuerlichkeiten, mit denen in den vergangenen Jahren Politik gemacht wurde. Sie werden immer wieder von anderen Hetz- und Wahnsinnsattacken gegen Russland abgel&ouml;st. Zwar sind die europ&auml;ischen Politiker und Medien etwas vorsichtiger geworden, nachdem sich das Verh&auml;ltnis zu den USA unter Donald Trump abgek&uuml;hlt hat. Aber der &bdquo;b&ouml;se Feind&ldquo; steht nach wie vor im Osten, weswegen die Sanktionen beibehalten werden und auch die Bundeswehr massiv aufger&uuml;stet wird. Das verlangen die &bdquo;Freunde&ldquo; in der Ukraine und jenseits des Atlantiks von der Berliner Regierung.<\/p><p>Die Ukraine ist bankrott, sie h&auml;ngt nur noch am Tropf des IWF und der EU. Nach Recherchen der Journalisten Friedhelm Klinkhammer und Volker Br&auml;utigam (ehemalige Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks) haben bis Mitte 2018 etwa acht Millionen Ukrainer ihre Heimat auf der Flucht vor Armut und Arbeitslosigkeit verlassen. Das Land sei mit 13 Milliarden Euro bei der EU und mit weiteren 11 Milliarden US-Dollar beim Internationalen W&auml;hrungsfonds verschuldet. <em>&bdquo;Diese Last w&auml;re nur zu tragen, wenn ihr ein angemessenes Bruttosozialprodukt gegen&uuml;berst&uuml;nden&ldquo;<\/em>, so die Autoren. Ihre Prognose: <em>&bdquo;Wie das Poroschenko-Regime jedoch die im n&auml;chsten Jahr f&auml;lligen ersten R&uuml;ckzahlungsraten aufbringen und seinen Tilgungsverpflichtungen nachkommen will, ist v&ouml;llig unklar &hellip; Die EU und der IWF machen Druck, dass die ukrainische Regierung endlich die Beschr&auml;nkungen f&uuml;r den Verkauf von Ackerland<\/em> [den wertvollen &bdquo;Schwarzen B&ouml;den&ldquo;] <em>aufhebt, an dem internationale Investoren der Agrarindustrie gro&szlig;es Interesse haben. Au&szlig;erdem soll das Ausfuhrverbot f&uuml;r Rundh&ouml;lzer demn&auml;chst abgeschafft werden. Die ukrainischen W&auml;lder d&uuml;rften bald Vergangenheit sein.&ldquo;<\/em> &Uuml;ber die Situation in der Ukraine Mitte 2018 schrieben die Autoren: <em>&bdquo;Sein bis ins Mark korruptes Regime des Oligarchen Poroschenko h&auml;lt sich nur mithilfe der USA, der EU und besonders Deutschlands sowie per Kollaboration mit faschistoidem Gesindel m&uuml;hsam im Amt. Wie lange noch?&ldquo;<\/em> [<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em>Der Schriftsteller und Publizist Dr. jur. <strong>Wolfgang Bittner<\/strong> lebt in G&ouml;ttingen. Von ihm erschienen 2014 &bdquo;Die Eroberung Europas durch die USA&ldquo;, 2019 &bdquo;Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen&ldquo; sowie &bdquo;Der neue West-Ost-Konflikt&ldquo; und 2021 &bdquo;Deutschland &ndash; verraten und verkauft. Hintergr&uuml;nde und Analysen&ldquo;.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Quellen:<\/strong><\/p><p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Bild TV vom 31.3.2022<br>\n[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Vgl. <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/habeck-zu-ukraine-krieg-deutschland-muss-dienend-fuehren-17870492.html\">Habeck zu Ukraine-Krieg: Deutschland muss dienend f&uuml;hren (faz.net)<\/a><br>\n[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Zit. nach <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=r2Vskc9XxmY\">www.youtube.com\/watch?v=r2Vskc9XxmY<\/a> (2.4.2022)<br>\n[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Dazu: Wolfgang Bittner, &bdquo;Der neue West-Ost-Konflikt. Eine Inszenierung&ldquo;, Verlag zeitgeist 2017, S. 217-224<br>\n[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Vgl. RT Deutsch, <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/10795\/international\/obama-im-cnn-interview-wir-ueberraschten-putin-mit-deal-zum-machttransfer-in-der-ukraine\/\">deutsch.rt.com\/10795\/international\/obama-im-cnn-interview-wir-ueberraschten-putin-mit-deal-zum-machttransfer-in-der-ukraine\/<\/a><br>\n[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Zit. wie der Freitag, 22.4.2014, <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/acl_users\/credentials_cookie_auth\/require_login?came_from=https%3A\/\/www.freitag.de\/autoren\/hans-springstein\/5-milliarden-dollar-fuer-den-staatsstreich\">www.freitag.de\/autoren\/hans-springstein\/5-milliarden-dollar-fuer-den-staatsstreich<\/a>. Vgl. auch Sputnik Deutschland, 22.4.2014. <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20140422268328546-Nuland-USA-investierten-5-Milliarden-Dollar--in-Untersttzung-der\/\">de.sputniknews.com\/politik\/20140422268328546-Nuland-USA-investierten-5-Milliarden-Dollar&ndash;in-Untersttzung-der\/<\/a><br>\n[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Vgl. Spiegel Online: Der Vertrauensverlust ist katastrophal, 11.1.2015, <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/gorbatschow-warnt-vor-grossem-krieg-in-europa-a-1012201.html\">www.spiegel.de\/politik\/ausland\/gorbatschow-warnt-vor-grossem-krieg-in-europa-a-1012201.html<\/a><br>\n[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Zit. nach <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SmTMELrdazg&amp;t=32s\">www.youtube.com\/watch?v=SmTMELrdazg&amp;feature=youtu.be&amp;t=32<\/a> (22.1.2019)<br>\n[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Vgl. welt.de, 12.11.2014, <a href=\"https:\/\/secure.mypass.de\/sso\/web-fullpage\/login?gateway=true&amp;service=https%3A%2F%2Flo.la.welt.de%2Fuser%2Fredirect%3FredirectUrl%3Dhttps%253A%252F%252Fwww.welt.de%252Fpolitik%252Fausland%252Farticle134280586%252FRechtsradikaler-wird-Polizeichef-in-Kiew.html\">www.welt.de\/politik\/ausland\/article134280586\/Rechtsradikaler-wird-Polizeichef-in-Kiew.html<\/a>. Seit 2016 ist Trojan stellvertretender Leiter der nationalen Polizei.<br>\n[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Zit. wie RT Deutsch, 6.9.2018, <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/75599-ukrainischer-parlamentschef-hitler-war-grosser-praktiker-direkter-demokratie\/\">deutsch.rt.com\/europa\/75599-ukrainischer-parlamentschef-hitler-war-grosser-praktiker-direkter-demokratie\/<\/a><br>\n[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Vgl. RT Deutsch, 14.9.2018, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-f6B5ilLgkY\">www.youtube.com\/watch?v=-f6B5ilLgkY<\/a> (22.1.2019)<br>\n[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Vgl. Telepolis, 29.11.2017, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Warum-Journalisten-und-Andersdenkende-in-der-Ukraine-Angst-haben-3904197.html?seite=all\">www.heise.de\/tp\/features\/Warum-Journalisten-und-Andersdenkende-in-der-Ukraine-Angst-haben-3904197.html?seite=all<\/a><br>\n[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Vgl. Telepolis, 6.9.2019, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kiewer-Fernseh-Kanal-Inter-wegen-Russlandfreundlichkeit-in-Brand-gesteckt-3314389.html\">www.heise.de\/tp\/features\/Kiewer-Fernseh-Kanal-Inter-wegen-Russlandfreundlichkeit-in-Brand-gesteckt-3314389.html<\/a><br>\n[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Vgl. RT Deutsch, 16.4.2015, <a href=\"https:\/\/www.rtdeutsch.com\/17071\/headline\/mordserie-gegen-oppositionspolitiker-in-der-ukraine-haelt-an-und-die-westlichen-medien-schweigen\/\">www.rtdeutsch.com\/17071\/headline\/mordserie-gegen-oppositionspolitiker-in-der-ukraine-haelt-an-und-die-westlichen-medien-schweigen\/<\/a>. Dazu auch: Zeit Online, 17.4.2015, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-04\/ukraine-morde-busina-upa\">www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-04\/ukraine-morde-busina-upa<\/a><br>\n[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Vgl. Zeit Online, 14.5.2014, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-04\/ukraine-morde-busina-upa\">www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-05\/joe-biden-ukraine-gas-sohn-hunter-devon-archer-john-kerry<\/a><br>\n[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Vgl. B&ouml;rse Online, 24.8.2014, <a href=\"https:\/\/www.boerse-online.de\/nachrichten\/meinungen\/das-kann-gut-gehen-1000254382\">www.boerse-online.de\/nachrichten\/meinungen\/Das-kann-gut-gehen-1000254382<\/a> (24.1.2019). Siehe auch: Telepolis, 15.5.2014, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Polen-Wie-sauber-ist-die-ukrainische-Burisma-Holding-2190614.html2\">www.heise.de\/tp\/news\/Polen-Wie-sauber-ist-die-ukrainische-Burisma-Holding-2190614.html2<\/a><br>\n[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Dazu das Kapitel &bdquo;Der Fall Babtschenko&ldquo; in: Wolfgang Bittner, &bdquo;Der neue West-Ost-Konflikt. Eine Inszenierung&ldquo;, S. 69 ff.<br>\n[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Neue Rheinische Zeitung Online, 22.8.2018, <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=25127\">www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=25127<\/a>, sowie Zeit Online, 16.3.2015, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-03\/ukraine-landwirtschaft-schwarzerde-monsanto\">www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-03\/ukraine-landwirtschaft-schwarzerde-monsanto<\/a><\/p><p>Titelbild: Mo Photography Berlin\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 24. Februar 2022 griff Russland die Ukraine an. Seither tummeln sich in den deutschen Medien ukrainische Politiker, die Anspr&uuml;che stellen und die deutsche Regierung beleidigen, weil sie den Forderungen nicht in ausreichendem Ma&szlig;e nachkomme. Inzwischen fragen sich nicht wenige Menschen, warum Deutschland der Ukraine &uuml;berhaupt irgendetwas schulden sollte. 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