{"id":82783,"date":"2022-04-09T11:45:16","date_gmt":"2022-04-09T09:45:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82783"},"modified":"2022-04-09T13:58:06","modified_gmt":"2022-04-09T11:58:06","slug":"haarausfall-als-chance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82783","title":{"rendered":"Haarausfall als Chance"},"content":{"rendered":"<p>Haben Sie auch die Schnauze voll davon, dass Ihnen Ihre Lebensprobleme, Schwierigkeiten und Leiden als &bdquo;Herausforderung&ldquo; oder &bdquo;Chance zum inneren Wachstum&ldquo; verkauft werden? Oder dass man Ihnen nahelegt, zu meditieren oder achtsamer zu leben, um Ihre &bdquo;Resilienz&ldquo; (Widerstandskraft) zu steigern? Oder dass man Ihnen vorh&auml;lt, Sie w&uuml;rden einfach zu negativ denken? Dann sollten Sie das Buch der Journalistin Juliane Marie Schreiber lesen, meint unser Rezensent <strong>Udo Brandes.<\/strong> Diese stie&szlig; bei ihren Recherchen f&uuml;r ihr Buch <a href=\"https:\/\/www.piper.de\/buecher\/ich-moechte-lieber-nicht-isbn-978-3-492-06284-8\">&bdquo;Ich m&ouml;chte lieber nicht. Eine Rebellion gegen den Terror des Positiven&ldquo;<\/a> unter anderem auf Absurdit&auml;ten wie die Zeitungsschlagzeile &bdquo;Haarausfall als Chance&ldquo;. Von <strong>Redaktion.<\/strong><\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8356\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-82783-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220409-Haarausfall-als-Chance-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220409-Haarausfall-als-Chance-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220409-Haarausfall-als-Chance-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220409-Haarausfall-als-Chance-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=82783-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220409-Haarausfall-als-Chance-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"220409-Haarausfall-als-Chance-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Schreiber diagnostiziert f&uuml;r unsere Gesellschaft, dass der Druck, unter allen Umst&auml;nden eine positive Haltung einzunehmen, so hoch sei wie noch nie zuvor. Unternehmen, Denkfabriken, Coaches, Nachbarn und vor allem die Werbung terrorisierten die Menschen mit der Forderung, doch positiv eingestellt zu sein. Und das Schlimme sei: Diejenigen, die nicht positiv denken, w&uuml;rden stigmatisiert. Ma&szlig;geblich dazu beigetragen habe ein neuer psychologischer Zweig:<\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Dieser Gl&uuml;cksterror hat R&uuml;ckenwind von einer neuen Psychologiestr&ouml;mung bekommen, der Positiven Psychologie, die sich seit ihrer Entstehung Ende der Neunzigerjahre in der westlichen Welt ausgebreitet und &ndash; wenig &uuml;berraschend &ndash; eine umsatzstarke Industrie im R&uuml;cken hat. Ihrer Grundidee nach gelingt ein gl&uuml;ckliches Leben vor allem dann, wenn man negative Gedanken und Emotionen konsequent vermeidet und sich auf das Positive fokussiert, selbst, wenn das &sbquo;vielleicht auf Kosten&lsquo; des &sbquo;Realismus&lsquo; geht&ldquo; (S.8).<\/em><\/p><\/blockquote><p>Der Begr&uuml;nder dieser Positiven Psychologie ist ein US-amerikanischer Psychologe namens Martin Seligman, dessen Karriere Schreiber so beschreibt:<\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Martin Seligman hat seit 1998 eine sehr gute Zeit. H&ouml;chstpers&ouml;nlich baute er an seiner Uni in Pennsylvania im Jahr 2001 das Positive Psychology Center aus. Gef&ouml;rdert wurde es mit Forschungsmillionen, vor allem von konservativen Stiftungen. Hier traf Motivationspsychologie auf neoliberales Weltbild (..). Seligman behauptet n&auml;mlich, er habe so etwas wie die Weltformel, na ja, jedenfalls&sbquo; die Gl&uuml;cksformel&lsquo; gefunden. Wie gut, dass &sbquo;Gl&uuml;ck&lsquo; seitdem kein vager und vieldeutiger Begriff mehr ist, nein, Gl&uuml;ck ist nun messbar. Seligmans Gl&uuml;cksformel lautet &sbquo;H = S + C + V&lsquo;. Was nach Chemie oder einem Fu&szlig;ballverein klingt, soll aber nur sagen: Gl&uuml;ck ist gleich genetische Voreinstellung plus Umst&auml;nde plus willentliche Kontrolle (happiness = genetic set point + circumstances + voluntary control), und zwar in der Aufteilung 50, 10, 40. Also die H&auml;lfte sei Genetik, ein Zehntel Schicksal, und der Rest liege in unserer eigenen Hand&ldquo; (S. 51).<\/em><\/p><\/blockquote><p>Mit anderen Worten: Seligman will suggerieren, dass das Gl&uuml;ck des Menschen einfach eine Sache der Entscheidung ist. Passt nat&uuml;rlich wunderbar zur neoliberalen Ideologie &bdquo;Jeder ist seines Gl&uuml;ckes Schmied&ldquo;. Und zwar jeder allein. Dass diese &bdquo;wissenschaftliche&ldquo; Richtung der Psychologie kompletter Humbug ist, kann man im Detail in dem Buch der Soziologin Eva Illouz und des Psychologen Edgar Cabanas nachlesen (N&auml;heres dazu <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58306\">auf den NachDenkSeiten hier<\/a>). Seligman konnte mit seiner Theorie aller Wahrscheinlichkeit auf jeden Fall etwas gl&uuml;cklicher werden. Er kassiert inzwischen pro Optimismus-Vortrag 30.000 Dollar.<\/p><p><strong>Gl&uuml;ck als neues Statussymbol<\/strong><\/p><p>Sie werden es vielleicht auch schon in Gespr&auml;chen mit Freunden, Bekannten, Kollegen usw. festgestellt haben: Es gibt Menschen, bei denen ist im Leben immer alles &bdquo;wunderbar&ldquo;. Der Urlaub war &bdquo;so sch&ouml;n&ldquo;. Der Geburtstag war ein Fest, das alle begeisterte. Das Wochenende mit der Ehefrau\/dem Ehemann war fantastisch. Das Sexleben ohnehin. Von solchen Menschen h&ouml;rt man nie, dass irgendetwas in ihren Leben vielleicht nicht perfekt ist. Warum ist das so? Schreiber hat daf&uuml;r eine, wie ich glaube, zutreffende Erkl&auml;rung:<\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Unsere Kultur des Gl&uuml;cks verneint den Schmerz, den k&ouml;rperlichen genauso wie den seelischen, und sie ignoriert seine biologische und soziale Funktion (n&auml;mlich zu zeigen: es stimmt was nicht; UB). Das hat nicht nur individuelle, sondern auch zwischenmenschliche Gr&uuml;nde. Als soziales Wesen ist uns Status und Anerkennung wichtig. Bisher lie&szlig;en vor allem alle m&ouml;glichen materiellen Besitzt&uuml;mer den Status steigen, aber auch Leistung oder Wissen. Erst seit Kurzem kommt das hedonistische Gl&uuml;ck als neue Dimension hinzu. Die Gl&uuml;cklichen haben ein kostbares Gut, das wir alle gern h&auml;tten. Seitdem man es mit Bildern der ganzen Welt zeigen kann, wird das edle Dinner am ausgew&auml;hlten Boutique-Reiseort zum Ausdruck des erf&uuml;llten Lebens. Doch wenn das Zeigen des Gl&uuml;cklichseins selbst zum Status wird, gibt sich nat&uuml;rlich niemand die Bl&ouml;&szlig;e und redet &uuml;ber dunkle und schmerzvolle Erlebnisse &ndash; es k&ouml;nnte ja die Anerkennung von anderen mindern&ldquo; (S. 101).<\/em><\/p><\/blockquote><p>Aber: Nach wie vor spielen Statussymbole wie materieller Erfolg (zum Beispiel ein eigenes Haus zu besitzen), Titel (warum gab es so viele Plagiatsaff&auml;ren in Bezug von Doktorarbeiten von Politikern?) oder Macht nat&uuml;rlich eine gro&szlig;e Rolle. Aber es stimmt schon: Ein gl&uuml;ckliches Leben zu haben, das ist eine Art von Statussymbol geworden, das gerne zur Schau gestellt wird.<\/p><p><strong>Warum Schimpfen das Leben verbessert<\/strong><\/p><p>Sind aber diese Gl&uuml;cksstreber, die alles Negative aus ihrem Leben verdr&auml;ngen und nur noch das Positive sehen wollen, wirklich die gl&uuml;cklicheren Menschen? Oder anders gefragt: Haben sie wirklich das bessere Leben? Mein Antwort w&auml;re ohnehin: nein. Denn erstens kann man das Ungemach, das einem im Leben widerf&auml;hrt, nicht aus dem Leben aussperren. Und zweitens, wer es verdr&auml;ngen will, der wird es trotzdem nicht los. Bei dem kommt es zum Beispiel in Form von Magenschmerzen wieder. Deshalb fand ich es sehr sch&ouml;n, wie Schreiber in ihrem Buch beschreibt, wie wohltuend und sinnvoll das Schimpfen ist. Sie erkl&auml;rt dies am Beispiel eines Experiments. Menschen sollten dabei eine Hand in eiskaltes Wasser halten. Dann wurde die Zeit gemessen, wie lange sie dies aushalten k&ouml;nnen. Beim zweiten Versuch wurde ihnen gleichzeitig eine Liste mit Schimpfw&ouml;rtern vorgelegt, die sie laut lesen sollten, w&auml;hrend ihre Hand in eiskaltes Wasser getaucht war. Darunter W&ouml;rter wie &bdquo;Hoden-Gmon&ldquo; oder &bdquo;Schwingtitte&ldquo;. Ein Vokabular, das man ohne Weiteres zu Herbert Wehners Zeiten auch im Bundestag h&auml;tte h&ouml;ren k&ouml;nnen (n&auml;mlich von ihm selbst), das aber in unseren politisch korrekten Zeiten sogleich ein gro&szlig;er Skandal w&auml;re. Wie dem auch sei: Bei dem Versuch kam heraus, dass Menschen, die die Liste der Schimpfw&ouml;rter laut vorlasen, l&auml;ngere Zeit ihre Hand in das eiskalte Wasser eintauchen konnten. Schimpfen und Fluchen erleichtert es also offenbar, Schmerz aushalten zu k&ouml;nnen. Mit anderen Worten: Schimpfen und Fluchen entlastet und tut uns gut. Und das gilt nat&uuml;rlich nicht nur f&uuml;r k&ouml;rperliche Schmerzen, sondern auch f&uuml;r seelische Belastungen. Dar&uuml;ber hinaus kommt Schreiber auch vollkommen zu Recht zu dem Schluss:<\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>&hellip; Schimpfen (ist) eigentlich ein zivilisatorischer Fortschritt. Statt den Idioten, der uns die Vorfahrt genommen hat, aus dem Wagen zu zerren und ihm einen Scheitel zu ziehen, w&auml;hlen wir eine symbolische Ersatzhandlung. Wir attackieren ihn mit Worten, die er nicht einmal h&ouml;rt. So gehen alle ungeschoren aus dem Streit heraus und wir f&uuml;hlen uns besser&ldquo; (S. 113). <\/em><\/p><\/blockquote><p>Aber das negative Denken, das Unzufriedensein, Wut, &Auml;rger &ndash; all dies sollte auch aus einem anderem Grund nicht verdr&auml;ngt oder wegmeditiert werden. Denn solche Gef&uuml;hle haben auch gesellschaftlich und politisch eine wichtige Funktion: Wenn Menschen nicht w&uuml;tend werden, dann werden sie auch nicht politisch aktiv. Und wenn sie nicht politisch aktiv werden, dann ver&auml;ndert sich auch nichts. Genau das ist der Grund, warum der eingangs erw&auml;hnte Psychologe Martin Seligman von erzreaktion&auml;ren Stiftungen und Konzernen wie Coca-Cola F&ouml;rdergelder erhalten hat: Seine Gl&uuml;ckstheorie ist so etwas wie ein politisches Narkotikum. Es l&auml;sst die Menschen die neoliberale Ideologie (&bdquo;Jeder ist seines Gl&uuml;ckes Schmied&ldquo;) verinnerlichen. So kommen die Menschen nicht mehr auf &bdquo;dumme Ideen&ldquo;, n&auml;mlich die bestehenden Verh&auml;ltnisse infrage zu stellen. Weil sie damit besch&auml;ftigt sind, via Achtsamkeit, Meditation und Yoga individuell ihr Gl&uuml;ck zu finden. Deshalb schreibt Schreiber zutreffend:<\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Karl Marx&rsquo; ber&uuml;hmte 11. Feuerbachthese m&uuml;sste eigentlich lauten:&sbquo;Die Optimisten (anstatt die Philosophen; UB) haben die Welt nur positiv interpretiert. Es kommt aber darauf an, sie zu ver&auml;ndern.&lsquo; Denn gerade weil sie ein revolution&auml;res Potential haben, k&ouml;nnen negative Emotionen eine &sbquo;revolution&auml;re Situation&lsquo; erzeugen. Statt sich die Missst&auml;nde sch&ouml;n zu reden, sollte man lieber die Dinge in der Welt &auml;ndern&ldquo; (S.145).<\/em><\/p><\/blockquote><p><strong>Res&uuml;mee<\/strong><\/p><p>Ausgerechnet an einer Stelle, in der Schreiber argumentieren will, man solle sich lieber nicht, wie in vielen Ratgebern empfohlen, auf das Bauchgef&uuml;hl verlassen, wird sie irrational und l&auml;sst ihren Ressentiments gegen&uuml;ber Menschen, die anders als sie denken, freien Lauf. Denn sie begr&uuml;ndet ihre Skepsis gegen&uuml;ber dem Bauchgef&uuml;hl damit, dass schlie&szlig;lich auch &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker, radikale Impfgegner und Rassisten&ldquo; ihrem Bauchgef&uuml;hl folgen w&uuml;rden (S. 78, 4. Zeile). &Auml;hnliche Aussagen mit dem Tenor, dass Impfgegner irrationale Idioten sind, finden sich an mehreren Stellen im Buch.<\/p><p>Dass nach Aussage des Robert Koch-Institutes mRNA-Impfstoffe weder vor Selbst- noch Fremdansteckung noch vor einer Erkrankung sch&uuml;tzen, ist dann wohl darin begr&uuml;ndet, dass beim RKI ausschlie&szlig;lich Verschw&ouml;rungstheoretiker arbeiten, die nur ihrem Bauchgef&uuml;hl folgen. Und dass das amtlich f&uuml;r die Sicherheit von Medikamenten zust&auml;ndige Paul-Ehrlich-Institut im eigenen Sicherheitsbericht viele schwerwiegende Impfsch&auml;den bis hin zu Todesf&auml;llen dokumentiert hat, liegt sicherlich daran, dass dort radikale Impfgegner ihr Unwesen treiben, die &uuml;berdies bestimmt auch noch Rassisten sind.<\/p><p>An dieser Stelle im Buch von Schreiber offenbart sich eine in der Gesellschaft inzwischen weit verbreitete intolerante Geisteshaltung, die jeden, der anders denkt, als Feind und &bdquo;b&ouml;sen Menschen&ldquo; denunziert, den man exkommunizieren, also aus der Gemeinschaft ausschlie&szlig;en muss (Synonyme f&uuml;r die zu exkommunizierenden &bdquo;B&ouml;sen&ldquo; sind dann Vokabeln wie &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo;).<\/p><p>So eine Geisteshaltung ist nat&uuml;rlich <em>kein<\/em> individuelles Ph&auml;nomen dieser Autorin, sondern spiegelt die gef&auml;hrlich intolerante bis totalit&auml;re Tendenz unserer Gesellschaft wider. Da ich aber genau dieses im Grunde antidemokratische Freund-Feind-Denken ablehne und der Meinung bin, erwachsen und demokratisch zu sein, hei&szlig;t vor allem auch, Ambivalenzen auszuhalten, m&ouml;chte ich dieses Buch trotzdem empfehlen. Denn es ist ansonsten eine fundierte und unterhaltsam geschriebene Kritik an der neoliberalen Ideologie, die an einem Punkt ansetzt, der jeden betrifft: am Wunsch nach einem guten Leben. Und da hat die Autorin vollkommen recht, wenn sie den gesellschaftlichen Zwang zum &bdquo;Gut-drauf-sein&ldquo; als die eigentliche Krankheit diagnostiziert, die &uuml;berhaupt erst Probleme schafft. Weil dieser Zwang den normalen emotionalen Zustand, n&auml;mlich dass man sich nicht immer gut und schon gar nicht gl&uuml;cklich f&uuml;hlen kann, pathologisiert. Und weil durch die Unterdr&uuml;ckung negativer Emotionen auch gesellschaftliche Zust&auml;nde, die beim einzelnen Menschen Ungl&uuml;ck hervorrufen, als politischer Konflikt stillgelegt und zum individuellen Problem gemacht werden. Deshalb meine Empfehlung: Kaufen. Es lohnt sich.<\/p><p><em>Juliane Marie Schreibers Buch &bdquo;Ich m&ouml;chte lieber nicht. Eine Rebellion gegen den Terror des Positiven&ldquo; ist <a href=\"https:\/\/www.piper.de\/buecher\/ich-moechte-lieber-nicht-isbn-978-3-492-06284-8\">bei Piper erschienen<\/a><\/em><em>.<\/em><\/p><p>Titelbild: fizkes \/ Shutterstock <\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/1f9330e8fbf146ef9735f42e2352e966\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Haben Sie auch die Schnauze voll davon, dass Ihnen Ihre Lebensprobleme, Schwierigkeiten und Leiden als &bdquo;Herausforderung&ldquo; oder &bdquo;Chance zum inneren Wachstum&ldquo; verkauft werden? Oder dass man Ihnen nahelegt, zu meditieren oder achtsamer zu leben, um Ihre &bdquo;Resilienz&ldquo; (Widerstandskraft) zu steigern? Oder dass man Ihnen vorh&auml;lt, Sie w&uuml;rden einfach zu negativ denken? Dann sollten Sie das<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82783\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":82786,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,201,208,11],"tags":[442,2269],"class_list":["post-82783","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-ideologiekritik","category-rezensionen","category-strategien-der-meinungsmache","tag-eigenverantwortung","tag-konformitaetsdruck"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/shutterstock_492455716.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82783","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=82783"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82783\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82828,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82783\/revisions\/82828"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/82786"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=82783"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=82783"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=82783"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}