{"id":82803,"date":"2022-04-10T09:00:33","date_gmt":"2022-04-10T07:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82803"},"modified":"2022-04-11T08:02:04","modified_gmt":"2022-04-11T06:02:04","slug":"hinweise-der-woche-251","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82803","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82803#h01\">&raquo;Wir m&uuml;ssen bereit sein, Russland wieder die Hand zu reichen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82803#h02\">Heftiger Streit um Sanktionen: Dicke Luft in Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82803#h03\">Ich bin Ukrainerin &ndash; und kann kein Blau-Gelb mehr sehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82803#h04\">G&uuml;nther Grunert\/Paul Steinhardt: &bdquo;Finanzieren wir Russlands Krieg gegen die Ukraine?&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82803#h05\">Ukraine und Afghanistan: Die doppelten Standards des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82803#h06\">&ldquo;Mitunter stehen auch Kriegsreporter im Dienst der krasseren Schlagzeile&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82803#h07\">Regierungskrise in Pakistan: Wie wurde Imran Khan im Westen auf einmal zum B&ouml;sewicht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82803#h08\">Impfnebenwirkungen: &bdquo;Jeden Patienten, den man impft, ganz genau anschauen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82803#h09\">Rentenpolitik in Krisenzeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82803#h10\">McKinsey im &Eacute;lys&eacute;e-Palast<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&raquo;Wir m&uuml;ssen bereit sein, Russland wieder die Hand zu reichen&laquo;<\/strong><br>\nG&uuml;nter Verheugen &uuml;ber das Verh&auml;ltnis der Europ&auml;ischen Union zu Moskau und Washington, eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine und die Soft Power Br&uuml;ssels [&hellip;]<br>\nEines Tages wird wieder miteinander geredet werden m&uuml;ssen, und je eher, desto besser. F&uuml;r uns Europ&auml;er kann nur gesamteurop&auml;ische Partnerschaft die Antwort auf die immer gr&ouml;&szlig;er werdenden globalen Konflikte sein. Wir m&uuml;ssen bereit sein, Russland wieder die Hand zu reichen. Das wird nicht heute oder morgen geschehen und h&auml;ngt stark davon ab, wie die politische Gestalt Europas nach dem Ukraine-Krieg sein wird. Es ist nicht hilfreich, Regimechange in Moskau zur Voraussetzung f&uuml;r einen neuen Dialog zu machen. Denn darauf w&uuml;rden wir m&ouml;glicherweise sehr lange warten m&uuml;ssen.<br>\nWas soll stattdessen geschehen?<br>\nAuf jeden Fall ist es zwingend notwendig, die gesamte Vorgeschichte des Ukraine-Krieges zu verstehen und richtig einzuordnen. Die EU wird auch bereit sein m&uuml;ssen, eigene Fehler aufzuarbeiten. Wenn wir die Vorgeschichte betrachten, sollten wir zwei Fragen genau unter die Lupe nehmen: An wem ist das Minsker Abkommen gescheitert, und wer oder was hat die EU dazu getrieben, sich im Jahr 2013 an einer Regimechange-Operation in der Ukraine zu beteiligen?<br>\nWenn man die aggressiven T&ouml;ne Richtung Moskau aus Kommission, Rat oder Europaparlament h&ouml;rt, die es nicht erst seit Putins &Uuml;berfall auf die Ukraine gab, habe ich Zweifel, dass dies geschieht.<br>\nDas &auml;ndert nichts daran, dass man es tun muss. Wenn wir diese ganze Vorgeschichte nicht wirklich ernsthaft aufarbeiten, werden wir praktisch dazu verurteilt sein, dieselben Fehler zu wiederholen. Und wenn ich h&ouml;re und sehe, dass die Forderung nach Kontextualisierung dieses Konflikts als Appeasement dargestellt wird, da muss ich sagen: Es ist schon merkw&uuml;rdig, dass &uuml;ber Ursachen und Entwicklungen, die zum Ersten und zum Zweiten Weltkrieg f&uuml;hrten, ganze Bibliotheken geschrieben wurden. Und keiner kommt auf die Idee, das zu kritisieren. Aber wenn gemahnt wird, die ganze Vorgeschichte des Ukraine-Konflikts, des ersten gro&szlig;en Kriegs in diesem Jahrhundert in Europa, aufzuarbeiten, dann gilt das als Appeasement?<br>\nUnd ganz prinzipiell wird eine Verst&auml;ndigung nur m&ouml;glich sein, wenn auf beiden Seiten der seit Helsinki 1975 bestehende Grundsatz beachtet wird, dass jeder die legitimen Sicherheitsinteressen des anderen zu respektieren hat. Geschieht das nicht, kehrt der Kalte Krieg dauerhaft zur&uuml;ck &ndash; und ich wei&szlig; nicht, ob wir noch einmal soviel Gl&uuml;ck haben werden wie bisher, dass der nukleare Schlagabtausch nicht stattfindet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1162663.eu-russland-konflikt-wir-muessen-bereit-sein-russland-wieder-die-hand-zu-reichen.html\">nd<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Wall Street Journal&rdquo; enth&uuml;llt: Trag&ouml;die in der Ukraine w&auml;re per Diplomatie vermeidbar gewesen<\/strong><br>\nEine US-Zeitung wei&szlig; von einer diplomatischen Initiative von Kanzler Scholz und Pr&auml;sident Macron aus dem Februar zu berichten. Demnach h&auml;tte die Trag&ouml;die in der Ukraine verhindert werden k&ouml;nnen, mit etwas mehr Mumm und etwas weniger Ignoranz.<br>\nWenn die Nachricht des Wall Street Journal stimmt, dann hat die Zeitung einen riesigen, menschenverachtenden Skandal enth&uuml;llt. Denn das Sterben von Tausenden und das Leid von zig Tausenden Menschen in der Ukraine, egal auf welcher Seite, erscheint aufgrund der Wall-Street-Journal-Enth&uuml;llung in einem ganz anderen Licht. Die Trag&ouml;die w&auml;re dank einer endlich ernst gemeinten diplomatischen Initiative von Kanzler Olaf Scholz und Pr&auml;sident Emmanuel Macron vermeidbar gewesen. Die in Aussicht gestellte friedliche L&ouml;sung ist jedoch im letzten Moment gescheitert, haupts&auml;chlich am arroganten, nationalistischen Fanatismus der politischen F&uuml;hrung in der Ukraine, gepaart mit dem offensichtlichen Desinteresse Washingtons an einer Verhandlungsl&ouml;sung.<br>\nKiews ma&szlig;lose &Uuml;bersch&auml;tzung der Kampfkraft seiner von USA\/NATO ausgebildeten Streitkr&auml;fte, deren R&uuml;ckgrat von den faschistischen Freiwilligen-Bataillonen gebildet wurde und immer noch wird, hat zusammen mit der bodenlosen Dummheit des politischen Dilettanten Wladimir Selenskij zwangsl&auml;ufig in die aktuelle Katastrophe gef&uuml;hrt.<br>\nDer professionelle Schauspieler Selenskij, der in einer TV-Satire als Polit-Clown schon einmal die Rolle des Pr&auml;sidenten der Ukraine gespielt hatte, war zu Beginn der aktuellen Krise wahrscheinlich in dem Glauben, die heldenhafte Siegerrolle in dem von Washington geschrieben US\/NATO-Drehbuch zu spielen. Aber das im Skript versprochene tolle Hollywood-Happyend wurde von der harten Wirklichkeit der russischen Erfolge bei der Demilitarisierung und der noch laufenden Denazifizierung der Ukraine eingeholt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.live\/meinung\/135568-us-bericht-tragodie-in-ukraine\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Heftiger Streit um Sanktionen: Dicke Luft in Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nEs l&auml;uft nicht mehr rund in der EU. Die Mitgliedsstaaten sind sauer auf die EU-Kommission, das Parlament ist sauer auf die Staaten, Polen ist sauer auf alle und attackiert Frankreich. Der Grund: Die Sanktionen gegen Russland.<br>\nHinter der Fassade der Einheit br&ouml;ckelt der Putz in Br&uuml;ssel. Und zwar gewaltig. Den Auftakt machte Polen, das aus allen Rohren gegen Deutschland schie&szlig;t &ndash; wegen angeblich zu geringer Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine.<br>\nDaf&uuml;r gab es noch Beifall &ndash; aus der Ukraine. Doch nun hat sich die nationalistische Regierung in Warschau auch noch mit Budapest und Paris angelegt. Beiden L&auml;ndern wirft sie zu gro&szlig;e N&auml;he zu Russland vor.<br>\nBei Ungarns Orban mag das stimmen, bei Frankreichs Macron sicher nicht. Schon gar nicht, wenn man sich die Tonart anschaut, mit der die Attacke vorgetragen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/heftiger-streit-um-sanktionen-dicke-luft-in-bruessel\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Sanktionsirrt&uuml;mer<\/strong><br>\nDas Gesch&auml;ftsmodell des Wertewestens beruht in seinem Kern darin, aufgrund seiner historisch durch &Ouml;konomie, Politik und Milit&auml;r erk&auml;mpften Dominanz den Tausch- &uuml;ber den Gebrauchswert zu stellen und dies auch weltweit durchsetzen zu k&ouml;nnen: Rohstoffe mit hohem Gebrauchswert werden zu niedrigem Tauschwert eingekauft, unter F&uuml;hrung der westlichen beherrschten Konzerne bei Hinzuf&uuml;gung hochqualifizierter Arbeitskraft angereichert und der in ihnen enthaltene Mehrwert zum Schluss zu hohem Tauschwert auf den Weltm&auml;rkten realisiert.<br>\nIn Krisen wie der, die sich jetzt entfaltet, z&auml;hlt aber nicht der Tausch-, sondern der Gebrauchswert einer Ware. Wer glaubt, Russlands Durchhalteverm&ouml;gen hinge davon ab, dass US-amerikanische Unternehmen Rindfleischscheiben zwischen zwei Br&ouml;tchenh&auml;lften packen d&uuml;rfen oder dass US-amerikanische Programme auf chinesischen Smartphones laufen, lernt nun, dass in Krisen die Belieferung mit Weizen, Nickel, Pottasche, &Ouml;l und Gas &ndash; also Dingen, die vor der Krise eher geringe Tauschwerte hatten &ndash; das ist, was z&auml;hlt.<br>\nWo dieser &raquo;Grainstorm&laquo;, wie der Economist das Unwetter, in dem wir nun stecken, noch hinf&uuml;hrt, ist ungewiss. Vor allem die drohende v&ouml;llige Zerr&uuml;ttung des weltweiten Nahrungsmittelmarktes wird menschliche, &ouml;konomische und politische Folgewirkungen haben, die vorher niemand von denen auf dem Sprechzettel hatte, auf dem das Ausrufen des gro&szlig;en Wirtschaftskrieges vermerkt war. Die Folgen werden nicht nur die Hungernden in Afrika und Asien, sondern auch Millionen Menschen in der EU, also wir, zu tragen haben &ndash; durch massiven R&uuml;ckgang des Lebensstandards, der weit &uuml;ber ein bisschen Frieren hinausgehen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/sanktionsirrtuemer\/\">Ossietzky<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ich bin Ukrainerin &ndash; und kann kein Blau-Gelb mehr sehen<\/strong><br>\nMein Alltag ist derzeit blau und gelb. &Uuml;berall in der deutschen Stadt, in der ich seit langem lebe, lauern die Farben des Landes, in dem ich gro&szlig; geworden bin. Das macht mir gemischte Gef&uuml;hle. Ich wei&szlig;, dass die Leute das gut meinen. Aber es &uuml;berwiegen die Bauchschmerzen.<br>\nDer Ursprung dieser Schmerzen ist kompliziert. Also fange ich bei ihrer Wirkung an: Es ist f&uuml;r mich sehr schwierig, mit deutschen Bekannten &uuml;ber den Krieg zu reden. Und doch sprechen mich fast alle darauf an &ndash; aus einer ziemlich einheitlichen Haltung. Menschen, die bis vor Kurzem nicht wussten, welcher Fluss durch Kiew flie&szlig;t oder wo das Asowsche Meer liegt, versuchen, mich &uuml;ber mein Land zu belehren. Und wenn ich sage, dass der Krieg &ndash; der sofort aufh&ouml;ren muss &ndash; auch eine Vorgeschichte hat, ernte ich Erstaunen und Kopfsch&uuml;tteln: Ist das nicht Putin-Propaganda? Habe ich all die herzzerrei&szlig;enden Bilder aus meiner Heimat nicht gesehen? M&uuml;sste nicht gerade ich es besser wissen? (&hellip;)<br>\nJetzt herrscht der Krieg im ganzen Land. Er bedroht Leben. Und vielfach das Einzige, was die normalen Leute besitzen: ihre Wohnungen, die ihnen beim Ende der UdSSR &uuml;berschrieben wurden. Er h&auml;tte nie begonnen werden d&uuml;rfen, aber aus meiner Sicht auch nicht so k&uuml;hn riskiert. Jetzt muss er ein Ende haben.<br>\nNoch aber suchen die Kriegsparteien den milit&auml;rischen Vorteil. Und das treibt mich im Alltag um: Was die Deutschen sich w&uuml;nschen, mag f&uuml;r den Krieg nicht wichtig sein. F&uuml;r meine Nerven ist es das aber. Und wollen denn meine Mitmenschen wirklich, dass das Schie&szlig;en jetzt aufh&ouml;rt? Wenn ich h&ouml;re, wie man redet, wenn ich die Zeitungen sehe, bekomme ich ein anderes Gef&uuml;hl: Der Krieg soll &bdquo;gewonnen&ldquo; werden. Irgendwie auch von den Deutschen, endlich einmal &ndash; koste es fast, was es wolle.<br>\nIch wei&szlig;, wer jetzt zu den Waffen gegriffen hat. Ich verstehe, warum sich dem so viele entziehen, ob aus Kiew oder weniger betroffenen Orten. Ich spreche diesen Landsleuten weder Erlebnisse noch Gef&uuml;hle ab. Ist aber mein Blick, ist die Haltung all der Menschen dort, die diese Dinge anders sehen, nicht auch Resultat von Geschichte?<br>\nWomit ich endlich beim Grund f&uuml;r meine Bauchschmerzen bin: Wenn Deutschland Blau-Gelb hisst, wenn man sich bei Unterlassung fast rechtfertigen muss, dann sp&uuml;re ich in dieser &bdquo;Solidarit&auml;t&ldquo; auch einen Griff nach dem Land, das trotz allem mein Land ist und dem ich das Beste w&uuml;nsche.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-deutschen-wollen-den-krieg-in-der-ukraine-gewinnen\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.K.:<\/strong> Gut gemeint ist eben nicht immer gut. Vor allem wenn man solch einen facettenreichen Konflikt versucht einseitig zu erkl&auml;ren, wie die hiesigen Medien &uuml;berwiegend tun.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.A.:<\/strong> Eine nachdenkliche Stimme der &ldquo;anderen Ukraine&rdquo;. Lesenswert!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>G&uuml;nther Grunert\/Paul Steinhardt: &bdquo;Finanzieren wir Russlands Krieg gegen die Ukraine?&ldquo;<\/strong><br>\nBei aller berechtigten Emp&ouml;rung ist es aber wenig hilfreich, auf &ouml;konomischer Ebene Zusammenh&auml;nge herzustellen, die schlicht nicht existieren, und &ndash; noch schlimmer &ndash; daraus Forderungen abzuleiten, die zwar die eigene Bev&ouml;lkerung enorm sch&auml;digen, aber die Finanzierung des russischen Angreifers nicht unterbinden. Beides geschieht aber in der gegenw&auml;rtigen &ouml;ffentlichen Diskussion.<br>\nSo behauptet etwa die Zeitung Die Welt: &bdquo;Mit unseren Erdgask&auml;ufen finanzieren wir Putins Krieg. Doch ausgerechnet der gr&uuml;ne Wirtschaftsminister sagt, wir k&ouml;nnen auf russisches Gas nicht verzichten.&ldquo; Wir sollten &ndash; so die &bdquo;Welt&ldquo; &ndash; mutiger sein und ein Embargo auf russisches Erdgas verh&auml;ngen.<br>\nAm Rande des EU-Gipfels am 24. und 25. M&auml;rz in Br&uuml;ssel wurde &auml;hnlich argumentiert: So forderten mehrere Regierungschefs, die Sanktionen gegen Russland auf Energie-Importe auszudehnen. Finnlands Premierministerin Sanna Marin lieferte die Begr&uuml;ndung: &bdquo;Solange wir Energie aus Russland kaufen, finanzieren wir den Krieg.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDie Logik, die hinter solchen &Auml;u&szlig;erungen steckt, ist offenbar die folgende: Russische Unternehmen wie Gazprom verdienen Geld mit dem Verkauf von Gas. Dies erm&ouml;glicht es dem russischen Staat, Lohn- und Unternehmenssteuern zu erheben. Mit den gezahlten Steuereinnahmen aber wird der russische Staat bef&auml;higt, Ausgaben f&uuml;r Soldaten, Verpflegung und vor allem Waffen zu t&auml;tigen. Ergo: Ohne unser Geld kann Russland solche Ausgaben nicht mehr vornehmen und muss &uuml;ber kurz oder lang seinen Krieg gegen die Ukraine beenden.<br>\nBei dieser Argumentation wird &uuml;bersehen, dass Russland ein Land mit einer souver&auml;nen W&auml;hrung ist. Das bedeutet, dass dem russische Staat (mit der russischen Zentralbank als Sch&ouml;pferin der W&auml;hrung) niemals &bdquo;das Geld ausgehen&ldquo; kann. Er kann alles f&uuml;r Rubel kaufen, was es f&uuml;r Rubel zu kaufen gibt, ohne von jemand anderem Rubel zu ben&ouml;tigen. Wie andere w&auml;hrungssouver&auml;ne Staaten auch zahlt der russische Staat seine Rechnungen ganz einfach mit einer Reihe simpler bilanzieller Operationen: Will Russland beispielsweise von einem seiner rund 1.300 R&uuml;stungsbetriebe Waffen kaufen, dann nimmt die russische Zentralbank eine entsprechende Gutschrift auf das Zentralbankkonto der Gesch&auml;ftsbank des R&uuml;stungsunternehmens vor. Die Gesch&auml;ftsbank schreibt dann einen Betrag gleicher H&ouml;he auf dem Girokonto des R&uuml;stungsbetriebes gut. Alle Staatsausgaben erfolgen letztlich auf diese Weise &ndash; durch Gutschriften auf Bankkonten. (&hellip;)<br>\nRussland hat also bei der Finanzierung russischer Waffen kein Problem. Ein Problem k&ouml;nnte nur dann entstehen, wenn Russland Waffen aus dem Ausland bezieht, f&uuml;r deren Bezahlung Rubel nicht akzeptiert werden.<br>\nAber ist das so? Nach Daten des SIPRI, des Stockholmer internationalen Friedensforschungsinstituts, war Russland im Zeitraum 2017 bis 2021 nach den USA der zweitgr&ouml;&szlig;te Waffenexporteur der Welt (mit rund 19 Prozent der globalen Waffenexporte), taucht aber unter den 50 gr&ouml;&szlig;ten Importeuren von Waffen nicht auf (siehe hier). Daraus l&auml;sst sich schlie&szlig;en, dass Russland bei der Versorgung mit Kriegsger&auml;t als relativ autark einzusch&auml;tzen ist. Oder anders gesagt: Russland ben&ouml;tigt unser Geld nicht, um seinen Krieg f&uuml;hren zu k&ouml;nnen, und deshalb w&uuml;rde auch ein Lieferstopp f&uuml;r russisches Gas wenig n&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/os-rundschau.de\/d-die-welt\/wirtschaft-soziales\/guenther-grunert-paul-steinhardt-finanzieren-wir-russlands-krieg-gegen-die-ukraine\/%20\">G&uuml;nther Grunert und Paul Steinhardt in Osnabr&uuml;cker Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.A.:<\/strong> Ein rundum gelungener und &uuml;berzeugender Beitrag der mit dem Mythos aufr&auml;umt, dass wir mit unseren Gask&auml;ufen den russischen Krieg in der Ukraine finanzieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ukraine und Afghanistan: Die doppelten Standards des Westens<\/strong><br>\nDer Krieg in der Ukraine und das Leiden der Menschen dort erfahren im Westen so viel Aufmerksamkeit, als w&auml;re es &bdquo;unser&ldquo; Krieg. Ganz anders der Tod Hunderttausender in Afghanistan: Der wird verdr&auml;ngt oder l&auml;sst uns weitgehend kalt, kritisiert Michael L&uuml;ders.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/afghanistan-ukraine-doppelmoral-100.html\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Afghanistan-Evakuierung Bundesregierung r&auml;umt &raquo;einzelne Todesf&auml;lle&laquo; von Afghanen im Aufnahmeverfahren ein<\/strong><br>\nSchon lange steht Deutschland wegen der schleppenden Evakuierung afghanischer Ortskr&auml;fte in der Kritik. Nun muss die Bundesregierung einr&auml;umen, dass mehrere Afghanen starben, w&auml;hrend sie auf eine Aufnahme warteten.<br>\nAls die Taliban Kabul erobert hatten und die deutschen Soldaten ausgeflogen waren, gab die Bundesregierung ein gro&szlig;es Versprechen ab. Deutschland werde so lange weiterarbeiten, &raquo;bis alle in Sicherheit sind, f&uuml;r die wir in Afghanistan Verantwortung tragen&laquo;, sagte der damalige Au&szlig;enminister Heiko Maas (SPD).<br>\nTats&auml;chlich hat die Bundesregierung seitdem weiterhin Menschen mit Charterfl&uuml;gen aus dem Land gebracht. Doch jetzt wird klar, dass sie in einigen F&auml;llen zu langsam war: Mehrere Afghaninnen oder Afghanen, die eine Aufnahmezusage f&uuml;r Deutschland hatten oder sich im Aufnahmeverfahren befanden, sind offenbar ums Leben gekommen, bevor sie in Sicherheit gebracht werden konnten. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, die dem SPIEGEL vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/afghanistan-evakuierung-von-ortskraeften-bundesregierung-raeumt-einzelne-todesfaelle-von-afghanen-im-aufnahmeverfahren-ein-a-fc1c051a-e639-4e60-a312-cbd83a381edc?s=09\">DER SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><strong>und: An den polnischen Grenzen herrscht Doppelmoral<\/strong><br>\nNein, die rechtsgerichtete polnische Regierung ist nicht pl&ouml;tzlich zu einer Truppe liberaler Menschenfreunde mutiert, nur weil sie so solidarisch mit der Ukraine ist. Die Pushbacks an der belarussischen Grenze gehen weiter &ndash; und die EU schaut zu.<br>\nAn der polnischen Grenze sterben Menschen auf der Flucht &ndash; an Ersch&ouml;pfung, K&auml;lte, Hunger, Durst. Wer sich durch die sumpfigen Urw&auml;lder von Belarus nach Polen k&auml;mpft, ist dem falschen Versprechen des Diktators Alexander Lukaschenko aufgesessen, dass &uuml;ber Minsk ein vergleichsweise sicherer Weg in die EU f&uuml;hrt &ndash; die Menschen aus dem Irak, Jemen, Syrien oder Afghanistan sowie vielen afrikanischen L&auml;ndern hoffen, in Europa ein besseres Leben f&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Stattdessen erwartet sie oft die Brutalit&auml;t der polnischen Grenzbeamten.<br>\nDiese Trag&ouml;die geht nicht allein auf Kosten der nationalpopulistischen polnischen PiS-Regierung. Mit ihrem Gerede von einer &ldquo;hybriden Attacke&rdquo; durch den belarussischen Diktator gab die EU der stramm rechten Regierung in Warschau den willkommenen Vorwand, mit aller H&auml;rte gegen Fl&uuml;chtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika vorzugehen. Die Grenzsch&uuml;tzer behandeln die Frauen und M&auml;nner, Kinder und Alten wie Angreifer und Staatsfeinde, die brutal abgewehrt werden m&uuml;ssen &ndash; und dr&auml;ngt viele von ihnen in illegalen Pushbacks auf die belarussische Seite.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/meinung-polen-fluechtlinge-belarus-1.5558920?\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Mitunter stehen auch Kriegsreporter im Dienst der krasseren Schlagzeile&rdquo;<\/strong><br>\nDer Medienwissenschaftler Michael Haller &uuml;ber das Massaker in einem Kiewer Vorort, mangelnde Selbstkritik im Journalismus und warum Georg Restle Recht hat [&hellip;]<br>\nDer brutale Medienwettbewerb im Internet zwingt die News-Macher wie auch die News-Aggregatoren, so schnell wie m&ouml;glich mit krasser Schlagzeile online zu gehen. Wir wissen ja, dass die ersten 20, 30 Minuten dar&uuml;ber entscheiden, ob ich ein paar hunderttausend User mehr oder weniger auf meinem Kanal habe. Da f&auml;llt es vielen Medienmachern schwer, entsprechend der aktuellen Informationslage angemessen zu publizieren. Man will immer sofort auch die Einsch&auml;tzung, die Beurteilung und Bewertung mitliefern, noch ehe die Sachverhalte klar sind.<br>\nMitunter stehen auch die Kriegsreporter im Dienst der krasseren Schlagzeile. Wir konnten dies in den ersten Apriltagen auch beim Massaker in Buscha beobachten. In der ARD-Tagesschau vom 3. April erkl&auml;rte der aus Kiew zugeschaltete Journalist Georg Restle: &ldquo;F&uuml;r Journalisten war es heute nicht m&ouml;glich, sich ein eigenes Bild von der Lage in Butscha zu machen&rdquo;. Am folgenden Abend sprach er in der Tagesschau von &ldquo;mutma&szlig;lichen Kriegsverbrechen&rdquo;.<br>\nMehrere Kriegsreporter vorwiegend aus dem Springer-Haus, die von ukrainischen Milit&auml;rs nach Buscha mitgenommen wurden und die Situation dort abfilmen und Leute befragen konnten, h&ouml;hnten auf Twitter &uuml;ber Restle und die ARD: Die Anstalten h&auml;tten viele Wochen keinen Reporter in Kiew gehabt, kein Wunder, dass der frisch eingeflogene Restle keine Ahnung habe, was abgeht. Er solle sich erst mal genau informieren, statt falsch zu berichten.<br>\nMan kann diesen Zorn verstehen. Und doch liegt Restle darin richtig, dass er im Unterschied zum Bild-Reporter nicht mit Schaum vor dem Mund den Russen-Hass anheizt, sondern recht n&uuml;chtern von &ldquo;mutma&szlig;lichen Kriegsverbrechen&rdquo; spricht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mitunter-stehen-auch-Kriegsreporter-im-Dienst-der-krasseren-Schlagzeile-6664004.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Vorschnelle Urteile vermeiden<\/strong><br>\nMassaker f&uuml;hrten immer wieder zum Kriegseintritt. Doch nicht alle Kriegsverbrechen halten einer Untersuchung stand.<br>\nAuf den Satellitenbildern ist nicht ersichtlich, ob die aufgefundenen toten Zivilist*innen zum Zeitpunkt der T&ouml;tung Waffen trugen und ob die ukrainische Bev&ouml;lkerung bewaffnete Gegenwehr geleistet hat. Zu Beginn des Angriffskrieges hat die Ukraine zahlreiche B&uuml;rger*innen notd&uuml;rftig an Kriegswaffen ausgebildet und Waffen verteilt. Das w&uuml;rde sie zu Kombattant*innen machen und ihre T&ouml;tung w&auml;re dann kein Kriegsverbrechen.<br>\nIn der emotionalen Diskussion um die T&auml;terschaft wird meist ausgeblendet, dass auch K&auml;mpfer*innen aus anderen L&auml;ndern, unter ihnen S&ouml;ldner*innen und Rechtsradikale, im Kriegsgebiet die Chance zum absehbar ungestraften Morden suchen. Auch kann die ukrainische Armee Kriegsverbrechen begehen, und das nicht nur an festgenommenen russischen Soldat*innen. Zur Liste der Kriegsverbrechen z&auml;hlt auch die &raquo;Benutzung der Anwesenheit einer Zivilperson, um Kampfhandlungen von gewissen Punkten, Gebieten oder Streitkr&auml;ften fernzuhalten&laquo;.<br>\nGanz klar: Die Menge nachweisbarer Kriegsverbrechen wird beim Angreifer &uuml;berwiegen. Eventuelle ukrainische Kriegsverbrechen wiegen aber nicht weniger schwer, nur weil ein Angriff stattfand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1162795.ukraine-krieg-vorschnelle-urteile-vermeiden.html\">nd<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Mutma&szlig;lich lieber vorsichtig<\/strong><br>\nEigentlich ist das bekannt: Wer &uuml;ber Verbrechen und diejenigen berichtet, die sie begangen haben k&ouml;nnten, ist gehalten, keine journalistischen Urteile auszusprechen, bevor juristische gefallen sind. Denn die &bdquo;Verdachtsberichterstattung&ldquo; ist ein mediales Privileg. Es beruht zum einen auf einem besonderen &ouml;ffentlichen Interesse, zum anderen darauf, dem Publikum den Verdachtscharakter deutlich zu machen &ndash; und vorgeworfene Taten nicht gleich als Tatsachen zu behaupten. So kommt es, dass in diesem Zusammenhang immer wieder von &bdquo;mutma&szlig;lichen&ldquo; Taten und T&auml;tern die Rede ist.<br>\nDoch gilt das auch f&uuml;r die Berichterstattung &uuml;ber Kriegsverbrechen im russischen Krieg gegen die Ukraine? Die Berichterstattung &uuml;ber das, was in Butscha passiert ist, schien am Wochenende einhellig zu sein: Die T&auml;ter waren russische Soldaten. Wer das lediglich mit einem &bdquo;mutma&szlig;lich&ldquo; versah, erntete Kritik &ndash; beispielsweise von &bdquo;Bild&ldquo;-Redakteur Filip Piatov, der zurzeit aus der Ukraine berichtet und eben diese Wortwahl der &bdquo;Tagesschau&ldquo; und dem ARD-Korrespondenten und &bdquo;Monitor&ldquo;-Chef Georg Restle nun vorh&auml;lt:<br>\nDass es nicht unlauter ist, im Gegenteil, von &bdquo;mutma&szlig;lichen&ldquo; Kriegsverbrechen zu sprechen, m&uuml;ssten Piatov und andere, die das kritisieren, eigentlich wissen. Es ist auch kein Spezifikum der &bdquo;Tagesschau&ldquo;, &uuml;berhaupt nicht.<br>\nAuch die BBC, die mit Reporter:innen vor Ort ist, spricht konsequent von &bdquo;Beweisen&ldquo;, die auf &bdquo;Kriegsverbrechen hindeuten&ldquo; oder von &bdquo;Kriegsverbrechen, die m&ouml;glicherweise ver&uuml;bt wurden&ldquo;. Die Organisation Human Rights Watch (HRW) &ndash; auf deren Bericht sich einige Medien berufen, wenn es darum geht, dass doch l&auml;ngst Beweise f&uuml;r Kriegsverbrechen vorl&auml;gen &ndash; spricht ebenfalls und wie immer von &bdquo;apparent&ldquo;, also &bdquo;offenbar&ldquo; ver&uuml;bten Kriegsverbrechen. Selbst das Pentagon sagt auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters, man k&ouml;nne die Gr&auml;ueltaten von Butscha nicht &bdquo;unabh&auml;ngig best&auml;tigen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/uebermedien.de\/70170\/graeueltaten-von-butscha-mutmasslich-lieber-vorsichtig\/\">&Uuml;bermedien<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Regierungskrise in Pakistan: Wie wurde Imran Khan im Westen auf einmal zum B&ouml;sewicht?<\/strong><br>\nUnter der Khan-Regierung hat Pakistan in letzter Zeit versucht, sich f&uuml;r eine multipolare Welt einzusetzen, frei von der Hegemonie der USA. Das Land ist der bev&ouml;lkerungsreichste muslimische Staat und eine nuklear bewaffnete Nation, die ihre historische Rivalit&auml;t mit Indien aufrechterh&auml;lt. Inmitten des Ukraine-Krieges warten nun turbulente Zeiten auf das Land. Aber warum?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.live\/der-nahe-osten\/135366-regierungskrise-im-pakistan-wie-wurde\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Impfnebenwirkungen: &bdquo;Jeden Patienten, den man impft, ganz genau anschauen&ldquo;<\/strong><br>\nAn der Uniklinik Marburg wird die Long-Covid-Ambulanz von Patienten &uuml;berrannt, die Sch&auml;den nach der Impfung haben. Kommen sie tats&auml;chlich von der Impfung?<br>\nEigentlich wollten sie zu Long Covid forschen, doch nun besch&auml;ftigen sich die Mitarbeiter an der Long-Covid-Ambulanz der Uniklinik Marburg vor allem mit Patienten mit Sch&auml;den nach der Impfung. Wie kommt es dazu und welche Schlussfolgerungen sind daraus zu ziehen f&uuml;r eine Impfpflicht und die k&uuml;nftige Impfstrategie? Ein Interview mit dem Leiter der Einrichtung, dem Kardiologen Prof. Dr. Bernhard Schieffer.<br>\nWie kommt es dazu, das Sie sich an der Long-Covid-Ambulanz pl&ouml;tzlich mit Impfnebenwirkungen besch&auml;ftigen?<br>\nWeil wir festgestellt haben, dass man die gleichen Symptome auch nach einer Impfung sieht.<br>\nWie kann das sein?<br>\nWir gehen im Moment davon aus, dass es nicht durch die Impfung selbst ausgel&ouml;st wird, sondern dass es sich um eine Reaktivierung einer vorbestehenden Virusinfektion handelt, einen vorbestehenden Immundefekt, der bisher unbekannt war, oder einen Gendefekt, der bisher unbekannt war. Aus einem uns unbekannten Grund schaltet das Immunsystem um und es kommt zum Aufflammen von Symptomen, deren Ursache sich in einer unkontrollierten Entz&uuml;ndungsreaktion findet.<br>\nDas hei&szlig;t: Es passiert hier nach der Impfung dasselbe mit dem Immunsystem wie bei Long Covid?<br>\nJa. Im angloamerikanischen Sprachraum sind diese sogenannten Adverse Events bereits im Januar beschrieben worden. Es ist ein sehr guter Ausdruck f&uuml;r dieses Geschehen, weil er keine direkte Beziehung zwischen der Impfung und den Symptomen herstellt, die man dann sieht. Auf dem Boden der bisherigen wissenschaftlichen Daten weltweit sieht es nicht danach aus, als sei die Impfung direkt daf&uuml;r verantwortlich. Sondern die Impfung ist ein immunologischer Prozess, der so stark ist, dass der K&ouml;rper auf einmal die Kontrolle &uuml;ber andere Virusinfektionen oder andere immunologische Defekte verliert, die er vorher beherrscht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/gesundheit-oekologie\/impfnebenwirkungen-jeden-patienten-den-man-impft-ganz-genau-anschauen-li.221121\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Nebenwirkungen nach Covid-19-Impfung: Betroffene f&uuml;hlen sich im Stich gelassen<\/strong><br>\nKomplikationen nach einer Corona-Impfung sind selten, aber es gibt sie. Nach MDR-Berichten dazu haben sich weitere Betroffene gemeldet. Sie fordern eine zentrale Anlaufstelle und eine bessere Aufarbeitung.<br>\nZahlreiche Betroffene von Impfnebenwirkungen haben dem MDR geschrieben. Die Menge der Zuschriften scheint nicht abzurei&szlig;en. Sie ist eine Reaktion auf insgesamt drei Fernsehberichte der Magazine UMSCHAU und PLUSMINUS. Neben den Betroffenen kamen &Auml;rzte und Forschende zu seltenen, aber zum Teil schwerwiegenden Nebenwirkungen nach der Corona-Impfung zu Wort.<br>\nDie Menschen, die dem MDR schreiben, danken dem Redaktionsteam f&uuml;r die ehrliche Berichterstattung. Viele f&uuml;hlten sich allein gelassen, sie hatten das Gef&uuml;hl, im &ouml;ffentlichen Diskurs nicht vorkommen zu d&uuml;rfen, totgeschwiegen zu werden, um den Erfolg der Impfkampagne nicht zu gef&auml;hrden. (&hellip;)<br>\nDabei seien sie, so betonen die meisten immer wieder, weder Impfgegner noch Coronaleugner. Sie h&auml;tten sich impfen lassen, um sich und andere zu sch&uuml;tzen. Nur, dass bei ihnen der ber&uuml;hmte &ldquo;Piks&rdquo; eben nicht nur ein &ldquo;Piks&ldquo; war, sondern gesundheitliche Sch&auml;den zur Folge hatte und teilweise ihr Leben dramatisch ver&auml;nderte.<br>\nSie k&auml;mpfen um Anerkennung, suchen dringend Anlaufstellen f&uuml;r ihre zum Teil noch unerforschten Impffolgen, bei denen eine Betreuung gew&auml;hrleistet und zumindest der Versuch unternommen wird, eine zielgerichtete Therapie zu finden. Sie fordern auch, von staatlicher Seite finanzierte Forschungsprojekte, um zu verstehen, wieso der Impfstoff bei manchen Menschen Schaden anrichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/panorama\/corona-impfschaeden-anerkennung-100.html\">mdr<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rentenpolitik in Krisenzeiten<\/strong><br>\nSteigerungen der Milit&auml;rausgaben und K&uuml;rzungen im Sozialhaushalt &ndash; sind das schon die Vorboten auf Hochr&uuml;stungs- und Kriegshaushalte?<br>\nEinerseits k&uuml;ndigt der Kanzler in seiner &ldquo;Zeitenwende&rdquo;-Rede ein R&uuml;stungssonderverm&ouml;gen von 100 Milliarden Euro und einen Wehretat von mehr als zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts an. Andererseits sinkt der Sozialhaushalt im Haushaltsplan 2022 um f&uuml;nf Mrd. Euro (minus drei Prozent) gegen&uuml;ber 2021.<br>\nDas ist keine Einjahres-Fliege, sondern ist auf Dauer geplant. Allein in der Rentenversicherung werden die in 2018 beschlossenen Sonderzahlungen &uuml;ber jeweils 500 Mio. Euro von 2022 bis 2025 gestrichen. Zusammen mit anderen K&uuml;rzungsma&szlig;nahmen im Rentenhaushalt spart der Bund bis 2026 &uuml;ber sechs Mrd. Euro ein.<br>\nDie angek&uuml;ndigte nachtr&auml;gliche Verbesserung bei den Erwerbsminderungsrenten f&uuml;r Bestandsrentner:innen sollen allein von den Beitragszahlern der Deutschen Rentenversicherung (DRV) getragen werden.<br>\nDie letzte Tat: Rentner:innen bekommen die Energiekostenpauschale von 300 Euro nicht als Unterst&uuml;tzung. Ein treffendes Bild f&uuml;r die &ldquo;Soziale K&auml;lte&rdquo; der Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Rentenpolitik-in-Krisenzeiten-6659854.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Erwerbsminderungsrente: Eine &bdquo;erhebliche Verbesserung&ldquo; soll es geben &ndash; und diesmal nicht nur f&uuml;r zuk&uuml;nftige Rentner<\/strong><br>\nIn der vergangenen Jahren wurde hier immer wieder &uuml;ber die Situation der Menschen berichtet, die auf eine Erwerbsminderungsrente angewiesen sind &ndash; es handelt sich dabei um Menschen, die vor dem Erreichen der normalen Altersgrenzen so krank sind, dass sie nicht mehr voll oder gar keiner Erwerbsarbeit nachgehen k&ouml;nnen &ndash; sowie gesetzgeberische Aktivit&auml;ten in diesem Bereich wurden dargestellt und eingeordnet (vgl. dazu diese Beitr&auml;ge). Und tats&auml;chlich hat es in den zur&uuml;ckliegenden Jahren mehrfach Verbesserungen auf der Leistungsseite gegeben. Am 10. Juni 2020 wurde beispielsweise in dem Beitrag Die Erwerbsminderungsrenten steigen. Aber wie so oft kommt es darauf an, wie man was rechnet ausgef&uuml;hrt:<br>\n&raquo;Die Bundesregierung weist immer wieder gerne darauf hin, dass man die Situation &bdquo;der&ldquo; Erwerbsminderungsrentner in den vergangenen Jahren mehrfach verbessert habe durch konkrete gesetzliche Ver&auml;nderungen. Die Reformen des Leistungsrechts der Erwerbsminderungsrente seit 2014 wurden vor allem auf die Verl&auml;ngerung der Zurechnungszeit ausgerichtet. Mit dem Rentenpaket 2014 wurde Zurechnungszeit bei Rentenneuzug&auml;ngen ab 1. Juli 2014 um zwei Jahre verl&auml;ngert. Erwerbsgeminderte wurden dadurch so gestellt, als h&auml;tten sie mit ihrem bisherigen Einkommen bis zum 62. statt wie vorher bis zum 60. Geburtstag weitergearbeitet. Das hei&szlig;t, es werden zus&auml;tzliche Zeiten ber&uuml;cksichtigt, f&uuml;r die keine Beitr&auml;ge gezahlt wurden. Die Zurechnungszeit steigert so die Rente. Die n&auml;chste Reform gab es dann 2017: Die Zurechnungszeit wird bei Rentenneuzug&auml;ngen ab 1. Januar 2018 schrittweise um weitere drei Jahre verl&auml;ngert. Ab einem Rentenbeginn im Jahr 2024 werden Erwerbsgeminderte dann so gestellt, als ob sie mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Einkommen bis zum 65. Geburtstag weitergearbeitet h&auml;tten.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/04\/04\/erwerbsminderungsrentenverbesserung-auch-im-bestand\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>McKinsey im &Eacute;lys&eacute;e-Palast<\/strong><br>\nEine Woche vor der Pr&auml;sidentschaftswahl in Frankreich w&auml;chst der Druck auf Amtsinhaber Emmanuel Macron. Laut einer Mitte M&auml;rz vom Senat vorgelegten Untersuchung sind die Ausgaben des &Eacute;lys&eacute;e-Palasts f&uuml;r externe Berater w&auml;hrend seiner Amtszeit in die H&ouml;he geschnellt. Demnach haben sich diese zwischen 2018 (379,1 Millionen Euro) und 2021 (893,9 Millionen Euro) mehr als verdoppelt. Zudem soll das vielfach eingespannte US-Unternehmen McKinsey in Frankreich offenbar &uuml;ber mindestens zehn Jahre keinerlei Steuern gezahlt haben, indem es seine Gewinne zum Hauptsitz in der US-Steueroase Delaware verschoben hat. McKinsey erkl&auml;rt dazu, sich an die franz&ouml;sischen Steuerregeln gehalten zu haben.<br>\nDie Aff&auml;re erh&auml;lt nun neue Brisanz, weil Macrons Wahlprogramm in wesentlichen Punkten Empfehlungen von McKinsey quasi eins zu eins &uuml;bernommen haben soll, wie eine am Donnerstag ver&ouml;ffentlichte Recherche des Politmagazins Marianne zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/423792.neoliberale-politik-mckinsey-im-%C3%A9lys%C3%A9e-palast.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Durststrecke<\/strong><br>\nVieles ist ungewiss, wenn am 10. April in Frankreich die Pr&auml;sidentschaftswahl beginnt. Eines ist klar: Die Linksparteien werden kaum eine Rolle spielen.<br>\nVieles ist ungewiss, wenn an diesem Sonntag der erste Wahlgang der franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahl ansteht. Mehreren Umfragen zufolge ist sich fast ein Drittel der W&auml;hlerschaft noch nicht sicher, ob sie &uuml;berhaupt zur Wahl gehen wird. Und ein Drittel derjenigen, die mit Sicherheit w&auml;hlen gehen werden, hat sich noch nicht f&uuml;r einen Kandidaten oder eine Kandidatin entschieden. Die zahlreichen Krisen &ndash; erst die Pandemie, dann der Krieg &ndash; haben verhindert, dass der Schlagabtausch zwischen den Kandidaten die gewohnte Aufmerksamkeit bekam. Die Krisen haben bei vielen Franzosen auch das Interesse an diesen Debatten gemindert. Aufgrund der weitverbreiteten Unentschlossenheit der W&auml;hlerschaft herrscht eine beispiellose Ungewissheit in Bezug auf das Endergebnis. Kurz vor der wichtigsten politischen Wahl Frankreichs, die den Ausgang der darauffolgenden Parlamentswahlen ma&szlig;geblich beeinflussen wird, sollte man sich also auf eine m&ouml;gliche &Uuml;berraschung vorbereiten.<br>\nDennoch lassen sich grobe Tendenzen erkennen. Die gesamte Linke befindet sich in einer ausgesprochen schwierigen Ausgangsposition: Sie wird aller Voraussicht nach nicht einmal 30 Prozent der Stimmen erhalten &ndash; verteilt auf sechs Kandidatinnen und Kandidaten, von denen wohl niemand eine Chance auf den zweiten Wahlgang hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/europa\/artikel\/durststrecke-5858\/\">IPG Journal<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. 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