{"id":8288,"date":"2011-02-11T18:06:25","date_gmt":"2011-02-11T17:06:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8288"},"modified":"2011-02-11T18:06:25","modified_gmt":"2011-02-11T17:06:25","slug":"hinweise-des-tages-2-163","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8288","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Nordafrika und Arabien; Iran: Das Band der Hoffnung; Taliban in Teilzeit; Weber macht den K&ouml;hler; &bdquo;Einige L&auml;nder sollten eine Euro-Auszeit nehmen&ldquo;; Ulrike Herrmann zum Zusammenschluss der B&ouml;rsen: Fusion der Machtlosen; der Franken rollt wieder; wie der Staat die Gro&szlig;banken subventioniert; Wolfgang Hetzer: B&uuml;rger &ndash; Banker &ndash; Banditen &ndash; Bonzen; erneuerbare verbilligen den Strom; Nahrungsmittelspekulation verbieten; &Ouml;ffentliche Entwicklungshilfe auf Irrweg?; Waffengesetz: die Zeitbombe tickt weiter; Kundus-Aff&auml;re: Merkel geht auf Distanz zu Jung; R&auml;tsel um K&ouml;rpergewicht; Gesine L&ouml;tzsch: Fragen muss erlaubt sein; Duell &ndash; Gerhard Schr&ouml;der gegen Oscar Lafontaine; Chinas Automobilmarkt im Umbruch; die Akte Berlusconi; Zu guter Letzt: &bdquo;Es gibt Unf&auml;hige wie Weber und Taliban wie Stark&ldquo;. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Nordafrika und Arabien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Iran: Das Band der Hoffnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Taliban in Teilzeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Weber macht den K&ouml;hler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">&bdquo;Einige L&auml;nder sollten eine Euro-Auszeit nehmen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Ulrike Herrmann zum Zusammenschluss der B&ouml;rsen: Fusion der Machtlosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Der Franken rollt wieder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Wie der Staat die Gro&szlig;banken subventioniert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Wolfgang Hetzer: B&uuml;rger &ndash; Banker &ndash; Banditen &ndash; Bonzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Erneuerbare verbilligen den Strom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">DGB: Nahrungsmittelspekulation verbieten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Oxfam-Studie: &Ouml;ffentliche Entwicklungshilfe auf Irrweg?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Die Zeitbombe tickt weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Kundus-Aff&auml;re: Merkel geht auf Distanz zu Jung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">R&auml;tsel um K&ouml;rpergewicht: Leiche von &ldquo;Gorch-Fock&rdquo;-Kadettin f&uuml;r Heimflug pr&auml;pariert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Gesine L&ouml;tzsch: Fragen muss erlaubt sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Duell &ndash; Gerhard Schr&ouml;der gegen Oscar Lafontaine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Chinas Automobilmarkt im Umbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Die Akte Berlusconi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Zu guter Letzt: &bdquo;Es gibt Unf&auml;hige wie Weber und Taliban wie Stark&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=8288&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nordafrika und Arabien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>General Gnadenlos<\/strong><br>\nVizepr&auml;sident Suleiman, der nun den &Uuml;bergang zur Demokratie in &Auml;gypten mit leiten soll, ist nicht zimperlich. In &Auml;gypten tr&auml;gt Suleiman schon lange den Spitznamen &ldquo;der Folterer&rdquo;. Mit Fragen nach Menschenrechten oder Rechtsstaatlichkeit h&auml;lt sich der 1936 im ober&auml;gyptischen Kena geborene Mann des Milit&auml;rs normalerweise nicht auf. Sie geh&ouml;ren nicht zu seinem aktiven Vokabular.&nbsp; Das Staatsfernsehen zeigte am Donnerstagabend das Gespr&auml;ch von Staatschef Hosni Mubarak mit seinem Vize Omar Suleiman Doch bisher wurde er nicht nur von westlichen Regierungen, sondern auch von der Presse meist nur im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt gesehen. Seit einem Jahrzehnt schon spielt Suleiman als Vermittler zwischen Israelis und Pal&auml;stinensern, aber auch zwischen der Hamas und der Fatah eine zentrale Rolle. Alle Parteien vertrauen ihm. Entsprechend milde haben Medien und Politik bisher &uuml;ber ihn geurteilt.<br>\nTats&auml;chlich aber ist der gro&szlig;e, schlanke Mann mit den scharfen Gesichtsz&uuml;gen, der nun das aufgew&uuml;hlte und aufst&auml;ndische &Auml;gypten mit f&uuml;hren und neu ordnen soll, ein General, der keine Gnade kennt. Wie kaum ein anderer hat er in &Auml;gypten daf&uuml;r gesorgt, dass die Opposition &ndash; und zwar keineswegs nur die islamistische &ndash; unterdr&uuml;ckt und klein gehalten wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:revolution-in-aegypten-general-gnadenlos\/60010566.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>&Auml;gypten: Die Armee als St&uuml;tze des Regimes<\/strong><br>\nZu Beginn der Proteste habe das Milit&auml;r gez&ouml;gert, weil es nicht gewu&szlig;t habe, wie es sich verhalten solle, meint Medizinprofessor Youssef Z. Doch inzwischen sei klar, da&szlig; Hosni Mubarak nicht vorhabe, vor Ende seiner Amtszeit zu gehen. Das Milit&auml;r stelle sich hinter ihn aus einem einfachen Grund: &raquo;Sie wissen genau, wenn er geht, werden auch sie st&uuml;rzen&laquo;, so Youssef Z. Das Milit&auml;r habe seit mehr als 60 Jahren &raquo;Ali Mohammed Nagib, Gamal Abdul Nasser, Anwar Sadat, dann Hosni Mubarak&laquo; unterst&uuml;tzt, alle Pr&auml;sidenten kamen aus dem Milit&auml;r. Die Armee habe dabei viel Macht angeh&auml;uft, &raquo;milit&auml;risch, politisch und wirtschaftlich&laquo;. Krakenartig streckt das Milit&auml;r seine Arme in alle Teile der Gesellschaft aus, betreibt Hotelketten, Baufirmen, Fabriken, baut Stra&szlig;en und Flugh&auml;fen und produziert Lebensmittel. Mehr als zehn Prozent der &auml;gyptischen &Ouml;konomie werden vom Milit&auml;r kontrolliert. Fr&uuml;here Gener&auml;le z&auml;hlen heute zur Finanzelite des Landes, mi&szlig;trauisch be&auml;ugt von traditionellen Gesch&auml;ftsleuten, die sich oft vergeblich um Auftr&auml;ge bem&uuml;hen, die die Regierung an das Milit&auml;r abgibt. Die &auml;gyptische Armee gilt als die zehntgr&ouml;&szlig;te der Welt und hat 468000 aktive Soldaten und 479000 Reservisten unter Waffen. Der Oberkommandierende der Streitkr&auml;fte ist Pr&auml;sident Mubarak, das Milit&auml;rbudget betr&auml;gt derzeit etwa 2,4 Milliarden US-Dollar, mehr als die H&auml;lfte, 1,3 Milliarden, kommt aus den USA. Die fast eine Million Soldaten werden nur von den Sicherheitskr&auml;ften des Innenministeriums &uuml;bertroffen, die seit Anfang der 1990er Jahre auf 1,4 Millionen angewachsen sind.<br>\nOmar Suleiman, der neuernannte Vizepr&auml;sident, war General, bevor er Chef des Geheimdienstes wurde. Ebenso ist der neue Ministerpr&auml;sident Ahmed Schafik ein pensionierter Luftwaffengeneral. Angesichts erneuter Proteste von Hunderttausenden am gestrigen Dienstag bekr&auml;ftigte Suleiman, das Milit&auml;r werde nicht gegen die Demonstranten vorgehen, denen auch keine Strafverfolgung drohe. Gleichwohl sei klar, da&szlig; das Regime nicht bereit sei, die B&uuml;hne zu r&auml;umen, meint Youssef Z., und mit dem Regime bleibe auch das Milit&auml;r. &raquo;Die derzeitigen Zugest&auml;ndnisse sind nicht mehr als eine Hinhaltetaktik&laquo; gegen&uuml;ber den &Auml;gyptern und dem Ausland. Sollte das Milit&auml;r die Waffen gegen die Demokratiebewegung erheben, w&uuml;rden die meisten Soldaten desertieren, ist Youssef Z. sicher. &raquo;Und dann werden sich die Millionen aus den Slums erheben, die jetzt noch gar nicht auf den Stra&szlig;en sind&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-09\/034.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Armeef&uuml;hrung steckt in der Klemme, profitiert gerade sie auch wirtschaftlich enorm im bisherigen Regime. Allerdings besteht die Armee zu zwei Dritteln aus Wehrpflichtigen. Insofern liegt der Gedanke nahe, dass diese sich gr&ouml;&szlig;tenteils mit der Bev&ouml;lkerung verbr&uuml;dern k&ouml;nnten. So kommt in der jetzigen Situation der mittleren Ebene der Offiziere, die weniger Privilegien zu verteidigen haben, die gr&ouml;&szlig;te Bedeutung zu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gespaltene Zunge<\/strong><br>\nAuch die Bundesregierung gef&auml;llt sich in Zur&uuml;ckhaltung. Nachdem man mit Mubarak gekuschelt hat, h&auml;lt man weiterhin an der Stabilit&auml;t und damit am repressiven Regime fest, ansonsten sucht man das Gesicht zu wahren, indem man von Demokratie und Menschenrechten spricht. Deutlich machte nach Bundeskanzlerin Merkel und Au&szlig;enminister Westerwelle diese Haltung nun auch der Entwicklungshilfeminister Niebel. Von der Frankfurter Rundschau gefragt, ob die Regierung daran denke, Hilfsgelder f&uuml;r &Auml;gypten &ndash; in den letzten beiden Jahren flossen 190 Millionen &ndash; zu stoppen, wenn das Regime nicht weichen will, antwortete der &ldquo;liberale&rdquo; Minister:<br>\n&ldquo;Damit w&uuml;rden wir die Bev&ouml;lkerung belasten. Wenn wir zum Beispiel die Turbinen im Assuan-Staudamm nicht renovieren, w&auml;re die Konsequenz weniger Strom, weniger Industrieproduktion, weniger Arbeitspl&auml;tze, mehr Armut und damit mehr N&auml;hrboden f&uuml;r Extremisten. Das wollen wir nicht.&rdquo; (Dirk Niebel)<br>\nSo argumentiert k&ouml;nnte man auch die schlimmsten Diktaturen unbedenklich weiter unterst&uuml;tzen. Seine Entwicklungspolitik, die f&uuml;r Niebel gleichwohl angeblich &ldquo;werteorientiert&rdquo; ist, ist in &Auml;gypten &ldquo;regierungsfern&rdquo;, unterst&uuml;tzt nicht die Regierung, da &ldquo;jeder Cent, den wir ausgeben, in erster Linie den Menschen (nutzt), weil wir Projekte f&ouml;rdern, die sonst nicht gef&ouml;rdert w&uuml;rden.&rdquo; Das ist scheinheilig, ebenso wie die Argumentationskette weiter oben, die sich schon angesichts der aktuellen Proteste widerlegt hat. Schlie&szlig;lich hat die Hilfe nicht dazu gef&uuml;hrt, dass die Arbeitslosigkeit in &Auml;gypten weniger wurde, die Armut ist weiter hoch und sowohl Armut, Arbeitslosigkeit und ein brutales, repressives Regime, das sich nur das M&auml;ntelchen der Demokratie umgeh&auml;ngt hat, haben den Extremismus gef&ouml;rdert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/34\/34177\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Alle wohlklingenden diplomatischen Erkl&auml;rungen auch seitens der Bundesregierung k&ouml;nnen nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass den westlichen &ldquo;Eliten&rdquo; die Massenproteste im arabischen Raum eher &ldquo;ungelegen&rdquo; kommen. Man schl&auml;gt sich verbal auf die Seite der Massenprotestierer, um die &ldquo;geostrategischen&rdquo; Interessen und die Exportinteressen der Wirtschaft m&ouml;glichst unbeschadet in die Zukunft zu retten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Handelt es sich um eine islamische Revolution, wie damals im Iran oder letztlich um eine demokratische Revolution<\/strong><br>\nErstens, von einer Revolution zu sprechen ist vielleicht noch etwas zu fr&uuml;h. Wir sind ja erst am Beginn eines Wandels und ob der wirklich das alte Regime davontragen wird, oder ob es nur einige kleine kosmetische Ver&auml;nderungen geben wird, ist ja noch v&ouml;llig offen.<br>\nZweitens, es handelt sich ganz klar nicht um eine islamische Revolution, sondern um eine demokratische Protestbewegung. Die Menschen, die auf die Stra&szlig;e gehen, tun das nicht aus religi&ouml;sen Motiven, sondern weil sie den Missstand leid sind, eine bessere Wirtschaft und mehr Arbeitspl&auml;tze wollen. Sie fordern mehr Partizipation ein, weil endlich sie als B&uuml;rger ernst genommen werden wollen. Im &Uuml;brigen ist demokratisch und islamisch in der arabischen Welt nicht unbedingt ein Gegensatz, aber die jetzigen Beweggr&uuml;nde sind haupts&auml;chlich demokratischer Natur. Nat&uuml;rlich versuchen Kr&auml;fte, etwa aus dem Iran, diese Revolution f&uuml;r sich zu vereinnahmen.<br>\nIn &Auml;gypten sind die offiziellen Gewerkschaftsstrukturen zu 100 % Teil des Regimes. Sie sind f&ouml;rmlich gleichgeschaltet und vertreten weit eher die Interessen des Regimes unter den Arbeitern. Insofern haben sich in den letzten Wochen die offiziellen Gewerkschaften auf die Seite des Regimes gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/07-2011\/++co++e7041850-351e-11e0-452d-001ec9b03e44\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><strong>Jugend in Algerien: Am Anfang ist der Schrei nach Leben<\/strong><br>\nFrustriert, isoliert, im W&uuml;rgegriff klandestiner Politstrukturen: Junge Algerier haben keine Chance auf eine nationale Erhebung wie in Tunesien, sagt der algerische Schriftsteller Boualem Sansal:<br>\n&ldquo;Das Gespr&auml;ch ist die Grundlage des Menschseins. Wenn dem Menschen das genommen wird, stirbt er. Das genau passiert in der arabischen und islamischen Welt. Es ist ein langsamer Tod, wenn man &uuml;ber nichts sprechen, sich nicht mit den anderen austauschen, seine Widerspr&uuml;che diskutieren kann. Die Menschen lehnen sich auf, wenn sie merken, dass der Tod nahe ist. Die Aufst&auml;nde sind keine wirtschaftlich, sozialen oder politischen Unruhen, wie immer wieder behauptet wird. Die Menschen sp&uuml;ren ganz einfach die Notwendigkeit zu reden. Deshalb reagieren sie. Wie ein Tier, das get&ouml;tet werden soll, auch reagiert. Die jungen Leute sehen im Internet und im Satellitenfernsehen, was drau&szlig;en in der Welt geschieht. Sie sind Zeuge, wie die europ&auml;ische und amerikanische Jugend lebt. Sie sehen Altersgenossen, die reden, ausprobieren, ihr eigenes Leben leben. Und dann schauen sie sich in ihren L&auml;ndern um und merken, dass sie &uuml;ber nichts reden k&ouml;nnen. Das betrifft nicht nur die Politik, die Diskussion &uuml;ber das politische Regime, &uuml;ber die Demokratie, sondern auch den Alltag. Sie k&ouml;nnen auch zu Hause &uuml;ber nichts reden. Alles dreht sich um den Respekt gegen&uuml;ber den Eltern, gegen&uuml;ber der Religion, den Traditionen, sie k&ouml;nnen nicht mit M&auml;dchen oder Jungs sprechen, auch nicht mit ihren Lehrern &hellip; Es ist eine Rebellion gegen das Eingeschlossensein. Und im Laufe der Rebellion entdeckt man dann die M&ouml;glichkeiten, die man tats&auml;chlich hat. Es taucht die Frage auf, was man machen kann. Erst dann kommt die Politik ins Spiel und es geht pl&ouml;tzlich gegen Ben Ali, gegen Mubarak, f&uuml;r die Demokratie &hellip; Aber am Anfang ist es nichts weiter als eine biologische Reaktion, ein Schrei nach Leben und gegen die Mauer, die alles umgibt. &hellip; Die Jugend f&uuml;hlt sich v&ouml;llig von der Gesellschaft ausgeschlossen. Es ist die Gesellschaft der Erwachsenen, die angepasst leben, die ein v&ouml;llig antiquiertes politisches System akzeptieren und weiterhin starke famili&auml;re Traditionen pflegen. Das nimmt den Jugendlichen jeden Tag ein bisschen mehr die Luft zum Atmen, bis das Ganze explodiert. &hellip; Der Kampf um die Unabh&auml;ngigkeit vom Kolonialismus lebt in unseren K&ouml;pfen als Mythos weiter. Wir verbinden das mit der Freiheit und der M&ouml;glichkeit, unsere eigene Identit&auml;t zu leben. Das Gegenteil, die Abkapselung, wurde Realit&auml;t. Ganze Generationen haben das erduldet. Jetzt ist der Moment f&uuml;r die zweite, die echte Unabh&auml;ngigkeit gekommen. Es geht nicht mehr um die Unabh&auml;ngigkeit eines Landes, jetzt geht es um die Unabh&auml;ngigkeit des Individuums.<br>\nIn Algerien gibt es tats&auml;chlich mehr sichtbare Strukturen aus Parteien und Verb&auml;nden. Doch die Jugendlichen haben Angst davor, dass sie politisch manipuliert werden. Die Parteien in Algerien sind keine echten Parteien. Sie stehen im Ruf, mit der Aristokratie des Systems im Kontakt zu stehen. &hellip; Algerien ist, &auml;hnlich wie Afghanistan, kein echter Staat. Es ist eine Summe aus Clans, Regionen und Hochburgen. Alles andere ist Fassade, weil man sie nach au&szlig;en hin braucht. &hellip;. Es wird Aufst&auml;nde geben und Mobilisierungen, aber ohne den M&auml;chtigen wirklich gef&auml;hrlich zu werden. Sie haben dank der Erd&ouml;leinnahmen Geld im &Uuml;berfluss und sind somit jederzeit in der Lage, neue Parteien, neue Organisationen, neue Minister, neue Regierungschefs und selbst neue Pr&auml;sidenten zu fabrizieren. &hellip; Die einzige unbekannte Gr&ouml;&szlig;e in diesem Spiel sind die Jugendlichen. Keiner wei&szlig;, was tats&auml;chlich in ihren K&ouml;pfen vorgeht. Doch solange die Macht nicht wirklich traumatische Fakten schafft, indem sie zum Beispiel eine gro&szlig;e Zahl von Menschen t&ouml;tet, wird der Funke nicht &uuml;berspringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=ku&amp;dig=2011%2F02%2F08%2Fa0118&amp;cHash=2408dc6f99\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine zutiefst pessimistische Sicht der algerischen Verh&auml;ltnisse, aber der Schriftsteller Boualem Sansal kennt die Machtstrukturen der algerischen Elite aus eigener Anschauung. Der Ingenieur Sansal&nbsp; war etliche Jahre Generaldirektor einer &ouml;ffentlichen Consulting-Firma f&uuml;r den Bereich Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Informatik und wechselte 1992 in das Industrieministerium, wo er als hoher Beamter die Regierung beriet. Zwar hatte er mit den Romanen &ldquo;Der Schwur der Barbaren&rdquo; (1999) und das &ldquo;Das verr&uuml;ckte Kind aus dem hohlen Baum&rdquo;&nbsp; (2002) durchaus die Verh&auml;ltnisse im Land kritisiert, aber erst mit &ldquo;Pers&ouml;nliches und Politisches Tagebuch, Algerien, 40 Jahre danach&rdquo;, gemeinsam mit Ma&iuml;ssa Bey, Mohamed Kacimi, Nourredine Saadi, Le&iuml;la Sebbar, wurde Sansal im Industrie-Ministerium gek&uuml;ndigt. Zudem hatte er in der Tageszeitung &ldquo;Quotidien d&rsquo;Oran&rdquo;&nbsp; (Mai 2003) seinen Chef, den Industrieminister El-Hachemi Djaaboub, als Islamisten. bezeichnet. Keines seiner B&uuml;cher ist in Algerien zu lesen. Im obigen Interview fasziniert vor allen der Schriftsteller. Wer sonst k&ouml;nnte seine Analyse der Jugendrevolte damit beginnen: &ldquo;Das Gespr&auml;ch ist die Grundlage des Menschseins &hellip;&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Tunesien: Ein Hauch von Jasmin<\/strong><br>\nTats&auml;chlich f&auml;ngt der Umbruch gerade erst an. Denn alle Faktoren, die Ben Alis Herrschaft in Tunesien begr&uuml;ndeten, bestehen noch unver&auml;ndert weiter: die strategischen Interessen des Westens, die alte Machtelite Ben Alis, die ihren einstigen Chef heute scheinheilig als Kleptokraten verw&uuml;nscht und sich schon neue Pl&auml;tze in der Politik sucht, sowie der Islam &ndash; als Argument mal f&uuml;r, mal gegen die Demokratisierung. Die Revolution beginnt. Hoffentlich auch in unseren K&ouml;pfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F02%2F11%2Fa0190&amp;cHash=6a2eebc123\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Joseph E. Stiglitz &ndash; Der tunesische Katalysator<\/strong><br>\nDie Augen der Welt sind jetzt auf dieses kleine Land von zehn Millionen Menschen gerichtet, um Lehren aus seinen bisherigen Erfahrungen zu ziehen und zu sehen, ob die jungen Leute, die einen korrupten Autokraten st&uuml;rzten, eine stabile, funktionierende Demokratie schaffen k&ouml;nnen.<br>\nWas f&uuml;r Lehren sind das? Zun&auml;chst einmal: Es reicht nicht, wenn Regierungen ein vern&uuml;nftiges Wachstum liefern. Immerhin wuchs das BIP in Tunesien in den letzten 20 Jahren um rund 5 Prozent j&auml;hrlich, und das Land wurde oft als eine der sich besser entwickelnden Volkswirtschaften genannt, vor allem innerhalb der Region.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:top-oekonomen-joseph-e-stiglitz-der-tunesische-katalysator\/60008773.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Iran: Das Band der Hoffnung<\/strong><br>\nDie Revolution in &Auml;gypten sch&uuml;rt die Angst des Teheraner Regimes. Denn die Iraner lassen sich vom Tahrir-Platz inspirieren &ndash; und die &Auml;gypter haben vom Iran gelernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F02%2F11%2Fa0169&amp;cHash=e9b76c78e2\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie Katajun Amirpur selbst schreibt, stehen im Iran zwei Gruppen auf Seiten des Regimes, die auch bereit sind durch Str&ouml;me von Blut zu waten: die Bassidsch-Milizion&auml;re und die Revolutionsgarden. Die 5-10 Millionen Bassidsch-Milizion&auml;re kommen aus dem Milieu der kleinen Leute und gruppieren sich um die Moscheen im Lande. Als Sittenw&auml;chter machen sie Jagd auf unzureichend verh&uuml;llte Frauen, st&uuml;rmen illegale Partys und montieren Satellitensch&uuml;sseln ab. Bei den Demonstrationen gegen das Ergebnis der letzten Wahlen verbreiteten sie mit Kn&uuml;ppeln und Messern bewaffnet, oft in kleinen Einheiten auf Motorr&auml;dern Angst und Schrecken. Die Bassidsch sind den Revolutionsgarden untergeordnet. Deren Truppenst&auml;rke&nbsp; wird heute auf 125.000 Mann gesch&auml;tzt. Die Revolutionsgarde unterh&auml;lt eigenst&auml;ndige Truppenteile f&uuml;r <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iranische_Revolutionsgarde\">Heer, Luftwaffe und Marine<\/a>.<br>\nDie Revolutionsgarden kontrollieren inzwischen gro&szlig;e Bereiche des Staates und der Wirtschaft. Sie alle werden, nicht nur weil sie Macht und Privilegien zu verteidigen haben, sondern beim Volk verhasst sind, auch mit dem R&uuml;cken zur Wand das Regime verteidigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Taliban in Teilzeit<\/strong><br>\nDhani-Ghorri im Norden Afghanistans gleicht einem Flickenteppich aus Feldern, die durch Erdw&auml;lle, Pappelb&auml;ume und Bew&auml;sserungskan&auml;le voneinander abgetrennt sind. Wir fahren in die Region, um den dortigen Taliban-Kommandeur zu treffen. Unsere Begleiter sind Afghanen aus allen Landesteilen. Und dann sind da noch zwei, die sagen, dass sie in Europa leben. Wir sollen auf den Kommandeur im Haus eines st&auml;mmigen, b&auml;rtigen Mannes warten, der passables Englisch mit einem leichten Londoner Akzent spricht. Die meiste Zeit, erz&auml;hlt er, lebe er im Londoner Osten. Drei Monate komme er jedoch jedes Jahr nach Afghanistan, um zu k&auml;mpfen. Wir erfahren, dass er ein Mullah und Taliban-Kommandeur der mittleren Ebene ist. &bdquo;In London arbeite ich als Taxifahrer&ldquo;, sagt er. &bdquo;Ich verdiene gutes Geld damit. Aber diese Leute sind meine Freunde und meine Familie und es ist meine Pflicht, hierher zu kommen, und mit ihnen den Dschihad zu k&auml;mpfen. Es gibt viele wie mich. Wir sammeln Geld f&uuml;r den Dschihad und kommen, um zu k&auml;mpfen, wann immer wir k&ouml;nnen.&ldquo; Der Mann wird bald in sein Leben als Zivilist zur&uuml;ckkehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1103-taliban-in-teilzeit\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Weber macht den K&ouml;hler<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Webers Abgang schw&auml;cht den Euro<\/strong><br>\nAxel Weber war Garant f&uuml;r einen stabilen Euro, mit seinem Abgang als Bundesbankchef bekommt Deutschland ein Problem. Denn im schlimmsten Fall steht die Unabh&auml;ngigkeit der Europ&auml;ischen Zentralbank auf dem Spiel &ndash; und damit die Stabilit&auml;t der W&auml;hrung. Was also sind die deutschen Interessen in diesem Euro-Spiel? Der Bundesrepublik muss es darum gehen, die deutsche Tradition der Geldpolitik in der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion hochzuhalten. Sprich: Die Notenbank soll unabh&auml;ngig von den Regierungen sein, die Geldversorgung soll strikt sein und inflation&auml;re Entwicklungen vorausschauend bek&auml;mpfen. Auch wenn das hochgradig unpopul&auml;r ist. Axel Webers Verdienst ist es, der Bundesbank zu neuem Selbstbewusstsein verholfen zu haben. Als Mitglied des EZB-Rats hat er deutschen stabilit&auml;tspolitischen Vorstellungen Geh&ouml;r verschafft und ma&szlig;geblich die Denkweise des obersten EZB-Gremiums beeinflusst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,744720,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben schon sich schon oft mit den Positionen Axel Webers auseinandergesetzt, siehe <a href=\"?p=8261#h03\">zuletzt res&uuml;mierend Albrecht M&uuml;ller<\/a>. Was an dem Spiegel- Artikel st&ouml;rt, ist die geradezu Verherrlichung Axel Webers. Siehe auch das Loblied von <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/bundesbank-prinzip-unabhaengigkeit;2750845\">Friedrich Merz im Handelsblatt<\/a>.<br>\nManche, auch die NDS, m&ouml;gen sich m&ouml;gen sich freuen, dass der geldpolitische Hardliner endg&uuml;ltig aus dem Rennen ist. Das &auml;ndert aber nichts daran, dass sein Verhalten schlechtester Stil ist. Wie schreibt Robert von Heusinger: Angesichts der immer nicht gel&ouml;sten Eurokrise &ldquo;schmei&szlig;t man nicht einfach hin, da macht man nicht den K&ouml;hler. Das ist im h&ouml;chsten Ma&szlig;e unverantwortlich &ndash; gegen&uuml;ber dem Amt, der Institution und nat&uuml;rlich erst recht gegen&uuml;ber der &Ouml;ffentlichkeit.&rdquo; Zu vermuten ist, dass Weber endg&uuml;ltig realisiert hat, dass er nicht mehr EZB-Pr&auml;sident werden kann. Es spricht nicht f&uuml;r den Mann, dass er nur mit der Perspektive auf das EZB-Spitzenamt an Bord bleiben zu wollen. Anscheinend turnen im Spitzenfeld deutscher Politik Leute herum, die einerseits vom Ehrgeiz zerfressen, andererseits die reinsten Mimosen sind. Seien wir froh, dass wir Axel Weber los sind, der noch tief in der Geldtheorie und&nbsp; -politik des letzten Jahrhunderts verankert ist und die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat &ndash; wie zuletzt zu sehen war, als er seinen EZB-internen Dissens bez&uuml;glich der Ank&auml;ufe von Staatsanleihen &ouml;ffentlich machte.<br>\n&Auml;rgerlich im Spiegelartikel ist auch die starke Personalisierung der Geldpolitik der EZB. Henrik M&uuml;ller erw&auml;hnt zwar die institutionelle Konzeption der EZB, realisiert aber nicht deren Bedeutung. Die Unabh&auml;ngigkeit der Zentralbank ist in deren Statuten verankert und ihre Politik ist vorrangig der Geldwertstabilit&auml;t (Preisniveaustabilit&auml;t) verpflichtet (Art. 105 EGV). Wenn M&uuml;ller von deutschen Interessen schwafelt, verkennt er vollkommen, dass diese schon l&auml;ngst im Statut der EZB ihren Niederschlag fanden. Das Modell der EZB war die Bandesbank. Wie meinte noch Theo Waigel seinerzeit triumphierend: &bdquo;Unsere Stabilit&auml;tspolitik wird zum Modell und zum Ma&szlig;stab f&uuml;r das neue Europa! Wir exportieren das Wesen der Deutschen Mark nach Europa!&ldquo; &ndash; Tja, das deutsche Wesen. Deutschland konnte seinerzeit erfolgreich die franz&ouml;sische Vorstellung einer doppelten Zielsetzung der EZB, Preisstabilit&auml;t und Vollbesch&auml;ftigung, verhindern. Die auf ihren Auftrag pochende EZB kann nur durch eine &Auml;nderung ihres Statuts daran gehindert werden, bei der Verfolgung des Zieles, Geldwertstabilit&auml;t, eine Rezession in Kauf zu nehmen, wie dies die Bundesbank z.B. in den fr&uuml;hen 90ern vorexerzierte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wer passt jetzt auf unseren EURO auf?<\/strong><br>\nWer soll statt Weber an die Spitze der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) r&uuml;cken, als neuer &bdquo;Mr. Euro&ldquo; auf unsere W&auml;hrung aufpassen? BILD macht den Kandidaten-Check: hart, direkt, geradeaus &ndash; so wie ein &bdquo;Mr. Euro&ldquo; eben sein muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/wirtschaft\/2011\/02\/11\/bundesbank-krise\/wer-passt-jetzt-auf-euro-auf.html\">BILD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der allt&auml;gliche Chauvinismus der Bild-Zeitung. Der von diesem Blatt favorisierte Klaus Regling ist ein &uuml;berzeugter Monetarist und geh&ouml;rt zu den strammen &bdquo;Chicago Boys&ldquo;, arbeitete f&uuml;r Moore Capital Strategy Group, einem Hedge-Fonds. Regling hat unter Theo Waigel des Stabilit&auml;tspakt verfochten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke: Axel weg &ndash; Euro gut<\/strong><br>\nDas Lamento dar&uuml;ber, dass nun kein Deutscher an der EZB-Spitze stehen wird, ist unsinnig. Weder sind Bundesbanker Heilige. Noch ist gesagt, dass ein S&uuml;deurop&auml;er den Euro nicht besser sch&uuml;tzt.<br>\nAxel Weber  m&ouml;chte doch nicht mehr Chef der Europ&auml;ischen Zentralbank werden. Und das Wehklagen ist gro&szlig;. Seit die Unlust des Bundesbankchefs bekannt wurde, zetern deutsche Sorgenp&auml;pste &uuml;ber den &ldquo;schweren Schlag gegen den Euro&rdquo;. Oder den Verlust von Frau Merkels &ldquo;wichtigstem Mitstreiter&rdquo; beim Euro-Retten. Und dass jetzt wohl kein Deutscher EZB-Chef wird. Wie furchtbar.<br>\nFragt sich nur, ob das wirklich so schrecklich ist. Und ob die Bundesbank und ihre Chefs noch so zweifelsfrei als Vorbilder taugen. Wer sich um die W&auml;hrung wirklich sorgt, sollte vor so viel Klischeegedresche und ordnungsdeutscher Selbstherrlichkeit eher erschrecken. [&hellip;]<br>\nSolches Gebrabbel klingt absurd, gemessen daran, was die betreffenden L&auml;nder in den ersten zehn Jahren an Notenbankern nach Frankfurt geschickt haben: vom k&uuml;rzlich verstorbenen Tommaso Padoa-Schioppa &uuml;ber italienische Investmentbanker und spanische Wirtschaftsprofessoren bis hin zum Griechen Lucas Papademos. Dagegen wirkt mancher Ex-Bundesbankchef wie ein Volllaie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:kolumne-thomas-fricke-axel-weg-euro-gut\/60010538.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Einige L&auml;nder sollten eine Euro-Auszeit nehmen&ldquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige IWF-Chef&ouml;konom Kenneth Rogoff &uuml;bt im F.A.Z.-Interview scharfe Kritik an der EU-Rettungspolitik. Er fordert einen Schuldenschnitt von 30 bis 40 Prozent f&uuml;r die Euro-Peripherie. Einige L&auml;nder sollten f&uuml;r zehn Jahre aus dem Euro austreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF\/Doc~E544A9861A72A45A3B2DF0D15727B53DD~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann zum Zusammenschluss der B&ouml;rsen: Fusion der Machtlosen<\/strong><br>\nDas klingt nach Marktbeherrschung und allgewaltiger Kontrolle. Doch auf den Finanzm&auml;rkten ereignet sich das Gegenteil. Die permanenten B&ouml;rsen-Fusionen sind ein Zeichen der Schw&auml;che &ndash; obwohl es zun&auml;chst eindrucksvoll klingt, dass durch den Zusammenschluss der New Yorker NYSE und der Deutschen B&ouml;rse die weltweit gr&ouml;&szlig;te Handelsplattform f&uuml;r Aktien und Derivate entstehen w&uuml;rde. Aber Superlative k&ouml;nnen t&auml;uschen. Der Grund: Die Banken, Fonds und Versicherungen handeln lieber direkt miteinander, statt noch eine B&ouml;rse dazwischenzuschalten. Das spart erstens Geb&uuml;hren &ndash; und ist zweitens erfreulich intransparent. Abseits der B&ouml;rsen lassen sich selbst gro&szlig;e Aktienpakete verschieben, ohne dass dies die Kurse beeinflusst. Das Schauerwort f&uuml;r diese Handelsformen hei&szlig;t &ldquo;Dark Trading&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F02%2F11%2Fa0191&amp;cHash=30e27fecbc\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Franken rollt wieder<\/strong><br>\nZ&uuml;rich &ndash; Krise &ndash; welche Krise? Die Schweizer Gro&szlig;banken schreiben wieder Milliardengewinne.<br>\nDer Bankenplatz Schweiz zeigt sich nach der weltweiten Finanzkrise und den Diskussionen um das Schweizer Bankgeheimnis wieder erholt. Kapital flie&szlig;t herein, insbesondere aus den boomenden M&auml;rkten in Asien und Lateinamerika. Das macht die Verluste wett, die entstanden sind, weil verunsicherte Kunden ihre Gelder abzogen. Und UBS-Konzernchef Oswald Gr&uuml;bel hat schon ein neues Ziel: Den letztj&auml;hrigen Gewinn m&ouml;chte er bis 2012 auf 15 Milliarden verdoppeln.<br>\nWer h&auml;tte dies vor zwei Jahren gedacht? Damals musste die Schweizer Nationalbank die UBS retten &hellip; Damals waren sich alle einig, Banker und &Ouml;konomen ebenso wie Politiker von links bis rechts, dass es strenge Vorschriften brauche, damit sich so etwas niemals wiederhole.<br>\nDoch nun schlagen die Bankchefs andere T&ouml;ne an, warnen vor einer allzu scharfen Regulierung und zu strengen Eigenkapitalvorschriften, die die Rendite schm&auml;lern k&ouml;nnten. Und sie lassen gar durchblicken, andernfalls k&ouml;nnten sie sich aus der Schweiz verabschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.suedkurier.de\/news\/wirtschaft\/wirtschaft\/Der-Franken-rollt-wieder;art410950,4721310\">S&Uuml;DKURIER Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung GG:<\/strong> Ist der Ruf erst ruiniert, lebt&rsquo;s sich weiter ungeniert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie der Staat die Gro&szlig;banken subventioniert<\/strong><br>\nInzwischen mehren sich die Indizien daf&uuml;r, dass Gro&szlig;banken die wirtschaftliche Stabilit&auml;t eines Landes eher gef&auml;hrden als sichern &ndash; weil sie den Staat de facto in Geiselhaft nehmen. Denn globale Geldkonzerne sind f&uuml;r Finanzsystem und Realwirtschaft so wichtig, dass sich keine Regierung erlauben kann, sie Pleite gehen zu lassen&hellip;<br>\nMehrere Finanzmarkt-Forscher liefern darauf jetzt neue Antworten. Sie kommen unisono zu dem Schluss: Bankenregulierer und Finanzpolitiker haben das Too-big-to-fail-Problem untersch&auml;tzt. Allein in den USA summieren sich die versteckten Subventionen f&uuml;r die gr&ouml;&szlig;ten Banken auf mehrere Milliarden Dollar pro Jahr und Institut. Der staatliche Schutz ist zudem so attraktiv, dass Geldinstitute systematisch versucht haben, den Too-big-to-fail-Status zu erreichen &ndash; die impliziten Staatsgarantien waren eine zentrale Triebfeder f&uuml;r die vielen Fusionen und &Uuml;bernahmen in der Branche seit den 1990er-Jahren&hellip;<br>\nDie US-Regierung subventioniert jede Gro&szlig;bank im Jahr im Schnitt mit 4,7 Milliarden Dollar.<br>\nIn den Jahren vor Ausbruch der Finanzkrise haben die versteckten Staatshilfen dramatisch zugenommen, stellen die Forscher fest. So seien die Subventionen f&uuml;r die Citigroup zwischen 2000 und 2005 um 45 Prozent gewachsen, bei der Bank of America lag das Plus gar bei 50 Prozent.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-02\/banken-finanzkrise?page=all\">Die Zeit<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/papers.ssrn.com\/sol3\/papers.cfm?abstract_id=1548105\">How Much Did Banks Pay to Become Too-Big-To-Fail and to Become Systemically Important?<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wolfgang Hetzer: B&uuml;rger &ndash; Banker &ndash; Banditen &ndash; Bonzen<\/strong><br>\nAuf einmal hat Steinbr&uuml;ck sogar verstanden, dass sich die Politik in Deutschland zu lange der &bdquo;Deutungshoheit&ldquo; entfesselter Finanzm&auml;rkte ergeben hatte. Sie zeigte sich f&uuml;r Marktliberalisierungen offen und gab der &bdquo;Schattenwelt&ldquo; bzw. den &bdquo;Zauberkunstst&uuml;cken&ldquo; der Banken sehr stark Raum, um das Finanzzentrum Frankfurt am Main auf Augenh&ouml;he mit der City of London und der Wall Street in New York City zu halten und das Gewicht der Finanzwirtschaft an dem der Realwirtschaft zu orientieren. Dieser ehemalige Finanzminister spricht zwar von Fehlern der Politik, vermeidet aber eine Beantwortung der Frage, wer denn an dem ganzen Schlamassel schuld ist. Die Frage nach der &ndash; individuellen oder kollektiven &ndash; Verantwortlichkeit f&uuml;hrt nach seiner Meinung n&auml;mlich ins &bdquo;Nirwana&ldquo;.<br>\nDr. Wolfgang Hetzer (OLAF) European Anti-Fraud Office, Br&uuml;ssel<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cleanstate.de\/Buerger_Banker_Banditen_Bonzen_Vortrag_Dr.Wolfgang_Hetzer.html\">Cleanstate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ohne Kommentar: &bdquo;F&uuml;r sein Buch &bdquo;Unterm Strich&ldquo; erh&auml;lt Peer Steinbr&uuml;ck den diesj&auml;hrigen Preis &bdquo;Das politische Buch&ldquo; der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Jury w&uuml;rdigte die herausragende Qualit&auml;t des Buchs, in dem der Autor klar und pr&auml;zise die Herausforderungen der gegenw&auml;rtigen politischen und wirtschaftlichen Situation beschreibt. &bdquo;Unterm Strich&ldquo; ist die Summe von politischen Einsichten, Analysen und Kritik. Steinbr&uuml;ck formuliert klare Perspektiven als Alternativen zu den Problemlagen und scheut sich auch nicht, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. &bdquo;Unterm Strich&ldquo; ist ein Buch, das dem politischen Bewusstsein und dem Sinn f&uuml;r politische Verantwortung hervorragende Impulse gibt.<br>\nDer Preis wird verliehen an herausragende Neuerscheinungen, die sich in kritischer Auseinandersetzung gesellschaftspolitischen Fragestellungen annehmen, diese auf der H&ouml;he der Zeit durchdringen und einem breiten Publikum verst&auml;ndlich machen. Ziel des Preises ist die W&uuml;rdigung wichtiger politischer B&uuml;cher. Durch den Preis wird die herausragende Bedeutung des politischen Buchs f&uuml;r die lebendige Demokratie gew&uuml;rdigt.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/notes\/friedrich-ebert-stiftung\/fes-preis-das-politische-buch-2011-geht-an-peer-steinbruck\/10150181388342524\">Steinbr&uuml;ck erh&auml;lt von der Friedrich-Ebert-Stiftung den Preis &bdquo;Das politische Buch&ldquo;.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Erneuerbare verbilligen den Strom<\/strong><br>\nMit viel Trara ist im vergangenen Jahr die Erh&ouml;hung der sogenannten EEG-Umlage bekannt gegeben worden, die von vielen Energieversorgern umgehend als Rechtfertigung f&uuml;r eine weitere Anhebung der Strompreise benutzt wurde. Das Umweltbundesamt hat sich zwischenzeitlich in einer kleinen Studie damit auseinander gesetzt, ob die Begr&uuml;ndung der Verteuerung mit der h&ouml;heren Umlage stichhaltig ist. Die Antwort l&auml;sst sich in einem einzigen Wort zusammenfassen: nein. Die h&ouml;here EEG-Umlage ist nicht der wahre Grund f&uuml;r die Preiserh&ouml;hungen zum Jahresanfang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/2\/149246\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>DGB: Nahrungsmittelspekulation verbieten<\/strong><br>\nDer Versuch, die Finanzkrise als Unfall zu kaschieren, scheitert st&auml;ndig an der Realit&auml;t. Kaum war sie zur Schuldenkrise unsolider Staaten umdefiniert, setzte die deutsche Industrie die Rohstoffspekulation auf die Agenda. China fest im Blick, wurde flugs eine EU-Rohstoffstrategie gezimmert. Unbeachtet blieben explodierende Nahrungsmittelpreise &ndash; bis sich die V&ouml;lker s&uuml;dlich des Mittelmeeres gegen bisher so zuverl&auml;ssige Machthaber erhoben&hellip;<br>\nBankenexperten geben gern den Klimawandel und Missernten als Gr&uuml;nde an. Die Preissteigerungen stehen jedoch in keinem Verh&auml;ltnis zum Ernteausfall oder einem pl&ouml;tzlichen Nachfrageanstieg. Im Jahresverlauf 2010 sank die Produktion von Getreide und Reis um nur 1 Prozent, deren Preise stiegen aber um 40 Prozent. Die explosionsartigen Preissteigerungen bei vielen Agrarprodukten und die abrupten Preisschwankungen lassen sich nicht ohne Spekulation erkl&auml;ren.<br>\nAllein Goldman Sachs machte 2009 mit Rohstoffderivaten 5 Milliarden US-$ Gewinn &ndash; darunter in steigendem Ma&szlig;e durch Agrarrohstoffderivate. Gefolgt von Merrill Lynch und Deutsche Bank. Steigende Nahrungsmittelpreise erh&ouml;ht die Zahl der Hungernden. Weltweit hungern 925 Millionen Menschen. Ende 2009 gab es 100 Millionen Hungernde mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/110211_dgb_klartext.pdf\">DGB [PDF &ndash; 135 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Oxfam-Studie: &Ouml;ffentliche Entwicklungshilfe auf Irrweg?<\/strong><br>\nOxfam spricht in seiner neuen Studie von einem zweifelhaftem Trend bei der Ausrichtung von weltweiter &ouml;ffentlicher Entwicklungshilfe: Hilfsleistungen sollten auf Bedarf und Verringerung von Armut ausgerichtet sein und nicht kurzsichtige politische Ziele verfolgen.<br>\nEin gro&szlig;er Anteil der internationalen Not- und Entwicklungshilfe flie&szlig;t in L&auml;nder, die aus Sicht von Geberstaaten gro&szlig;e sicherheitspolitische Bedeutung haben. Strategisch weniger bedeutende Regionen, die ebenfalls dringend Hilfe ben&ouml;tigen, gehen dagegen fast leer aus. Das zeigt der am 10. Februar 2011 ver&ouml;ffentlichte Oxfam-Bericht &ldquo;Whose aid is it anyway? Politicising aid in conflicts and crises&rdquo;.<br>\nSeit 2002 floss ein Drittel der weltweiten Entwicklungshilfe f&uuml;r insgesamt 48 fragile Staaten in nur drei L&auml;nder: Irak, Afghanistan und Pakistan. Oxfam fordert, die Hilfe am Bedarf und an der nachhaltigen Armutsbek&auml;mpfung auszurichten &ndash; und nicht an kurzsichtigen politischen Zielen und Sicherheitsinteressen der Geberl&auml;nder.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.glocalist.com\/news\/kategorie\/politik\/titel\/oxfam-studie-oeffentliche-entwicklungshilfe-auf-irrweg\/\">Glocalist<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/whose-aid\">Oxfam-Bericht &ldquo;Whose aid is it anyway? Politicising aid in conflicts and crises&rdquo; [PDF &ndash; 1 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Zeitbombe tickt weiter<\/strong><br>\nDie Politik versprach, Lehren aus Winnenden zu ziehen &ndash; doch das Waffenrecht bleibt lasch. Das Verbot von privaten Gro&szlig;kalibern gilt als aussichtslos. Die Forderung t&ouml;dliche Sportwaffen ganz zu verbieten ist illusorisch.<br>\nEs sind kleine Zeitfenster, in denen &uuml;berhaupt eine Chance besteht, das Waffenrecht zu versch&auml;rfen. Nach den Amokl&auml;ufen in Erfurt 2002 und in Winnenden 2009 gab es solche Fenster: Der Schock war so gro&szlig;, dass die Politik reagieren musste und dass die Waffenlobby sie kaum abhalten konnte. Zun&auml;chst.<br>\nDenn sowohl 2002, als auch 2009 sorgten die Lobbyisten der Sportsch&uuml;tzen, Jagdvereine und Waffenhersteller daf&uuml;r, dass der Bundestag das Waffenrecht zwar &auml;nderte &ndash; aber kaum versch&auml;rfte. So meldeten die Medien im September 2009, die Politik habe Lehren aus Winnenden gezogen: strengere Kontrollen, h&ouml;here Altersgrenzen f&uuml;r Gro&szlig;kaliber, ein zentrales Waffenregister, Notfallpl&auml;ne f&uuml;r Schulen. Doch daran, dass Waffenscheine und t&ouml;dliche Waffen leicht erh&auml;ltlich sind, &auml;nderte sich nichts. Die zw&ouml;lf Millionen Schusswaffen in Privathaushalten bleiben unangetastet. Die Lobby setzte durch, dass Kontrollen angemeldet werden, die Altersgrenze f&uuml;r Sportsch&uuml;tzen bei 12 Jahren bleibt und die f&uuml;r den Umgang mit Gro&szlig;kalibern nur auf 18 wuchs (der Erfurter T&auml;ter war 19). Ein Verbot von privaten Gro&szlig;kalibern &ndash; aussichtslos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/panorama\/die-zeitbombe-tickt-weiter\/-\/1472782\/7181286\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kundus-Aff&auml;re: Merkel geht auf Distanz zu Jung<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel ist im Untersuchungsausschuss zur Kundus-Aff&auml;re deutlich auf Distanz zum seinerzeitigen Verteidigungsminister Franz-Josef Jung (beide CDU) gegangen. Mehrfach wies die CDU-Politikerin am Donnerstagabend darauf hin, dass sie selbst schon unmittelbar nach dem von einem Bundeswehr-Oberst angeordneten und von zwei US-Piloten ausgef&uuml;hrten Bombardement in der afghanischen Kundus-Region vom 4. September 2009 im Gegensatz zu Jung die Existenz ziviler Opfer nicht ausgeschlossen habe. Die Regierungschefin betonte, sie habe Jung wiederholt gedr&auml;ngt und aufgefordert, in seinen &ouml;ffentlichen Erkl&auml;rungen diese M&ouml;glichkeit ebenfalls einzur&auml;umen. Nach drei Tagen sei Jung schlie&szlig;lich auf ihre Linie eingeschwenkt. Der damalige Verteidigungsminister, der zun&auml;chst nur von &rdquo;terroristischen Taliban&ldquo; als Opfern des Luftschlags gesprochen hatte, war Ende November 2009 vom zwischenzeitlich &uuml;bernommenen Amt des Arbeitsministers zur&uuml;ckgetreten, um die Verantwortung f&uuml;r die umstrittene Informationspolitik des Verteidigungsministeriums in der ersten Phase nach dem Angriff zu &uuml;bernehmen&hellip;.<br>\nDie Kanzlerin erl&auml;uterte im Ausschuss, dass sich Jung trotz ihres Dr&auml;ngens, alle verf&uuml;gbaren Informationen zu dem Bombardement in seine &ouml;ffentlichen Stellungnahmen einzubeziehen, zun&auml;chst allein auf Berichte aus Afghanistan gest&uuml;tzt habe, die nur Taliban als Opfer erw&auml;hnt h&auml;tten.<br>\nR&uuml;ckendeckung in der Kundus-Aff&auml;re gab die Kanzlerin dem jetzigen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), der mit der Bildung der schwarz-gelben Koalition Jung an der Spitze des Verteidigungsministeriums abgel&ouml;st hatte. So habe sie &rdquo;keine Einw&auml;nde&ldquo; dagegen gehabt, dass auf Dr&auml;ngen des CSU-Politikers Staatssekret&auml;r Peter Wichert und Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan Ende November 2009 ihren Hut nehmen mussten. Guttenberg hatte Schneiderhan und Wichert vorgeworfen, ihm wesentliche Informationen zum Angriff auf die Tanklaster wie vor allem einen Feldj&auml;gerbericht der Bundeswehr vorenthalten zu haben. Merkel bezeichnete es auch als &rdquo;gut nachvollziehbar&ldquo;, dass Guttenberg unter Einbeziehung der ihm zun&auml;chst nicht bekannten Informationen sein anf&auml;ngliches Urteil revidierte, das Kundus-Bombardement sei milit&auml;risch angemessen gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_02\/2011_060\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Typisch Merkel: Nun da Jung nicht mehr in der Regierung ist, kann man ihn zum S&uuml;ndenbock machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>R&auml;tsel um K&ouml;rpergewicht: Leiche von &ldquo;Gorch-Fock&rdquo;-Kadettin f&uuml;r Heimflug pr&auml;pariert<\/strong><br>\nDas R&auml;tsel um das K&ouml;rpergewicht der am 7. November vergangenen Jahres auf dem Segelschulschiff &ldquo;Gorch Fock&rdquo; t&ouml;dlich verungl&uuml;ckten Offiziersanw&auml;rterin Sarah Lena S. scheint gel&ouml;st zu sein. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dapd vom Donnerstag aus Marinekreisen wurde die Leiche von Sarah Lena im Krankenhaus der Hafenstadt mit 20 Kilo Formaldehyd versehen. Diese Pr&auml;parierung h&auml;tten die brasilianischen &Auml;rzte vorgenommen, um die Leiche f&uuml;r den Flug in die Heimat transportf&auml;hig zu machen. Das Flugzeug habe &uuml;ber keine Tiefk&uuml;hleinrichtung verf&uuml;gt, war zu erfahren.<br>\nDie Sozialdemokraten hatten sich &ldquo;entsetzt&rdquo; dar&uuml;ber gezeigt, dass drei Monate nach dem tragischen Tod der Soldatin auf dem Segler die Umst&auml;nde des Ungl&uuml;cks noch immer nicht gekl&auml;rt sind. Der Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, warf Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung vom Mittwoch vor, er habe seinen &ldquo;Laden einfach nicht im Griff&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:raetsel-um-koerpergewicht-leiche-von-gorch-fock-kadettin-fuer-heimflug-praepariert\/60010416.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Bildzeitung ist die Bildzeitung. Die Lehre und der eigentlich Skandal sind, dass der Schnellschuss der Bild von den anderen Medien, ohne n&auml;her zu recherchieren, &uuml;bernommen wurde. Eine Anfrage an den Anwalt der Familie h&auml;tte gereicht, selbst Fotos wecken Zweifel. &ndash; Allm&auml;hlich nervt auch die Opposition, die ziemlich platt und durchsichtig jede Gelegenheit nutzt, zu Guttenberg ans Bein zu pinkeln. Begraben wir doch zuerst einmal die junge Frau.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gesine L&ouml;tzsch: Fragen muss erlaubt sein<\/strong><br>\nDie Konservativen wollen sich die Definitionshoheit &uuml;ber den Begriff Kommunismus sichern. Und wir sollen das einfach hinnehmen? Nein, wir m&uuml;ssen uns mit dem Kommunismus und dem, was in seinem Namen an entsetzlichem Unrecht begangen wurde, auseinandersetzen. Wir m&uuml;ssen aber auch sagen, dass die Idee des Kommunismus nichts, aber auch gar nichts, mit dem zu tun hat, was Stalin, Mao oder Pol Pot darunter verstanden haben.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/fragen-muss-erlaubt-sein\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Duell &ndash; Gerhard Schr&ouml;der gegen Oscar Lafontaine<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_H-95iHtH6A\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.K.:<\/strong> Dem Einleitungstext auf der Senderseite nach (&lsquo;Den Lafontaine machen&rsquo;), konnte man eigentlich nur mit einem Lafontaine-Bashing rechnen. Die Sendung selbst war dann aber nicht ganz so einseitig in ihrem Urteil. &nbsp;Man konnte zumindest zu der Einsicht gelangen, das Lafontaine in einigen Medien deswegen als der &ldquo;gef&auml;hrlichste Mann Europas&rdquo; galt, weil er die Finanzwelt regulieren wollte. Wie sich herausstellte, man es aber damals auch schon einsehen konnte, w&auml;re das die richtige politische Ma&szlig;nahme gewesen. Ebenfalls h&auml;tte ein aufmerksamer Zuseher auch bemerken k&ouml;nnen, dass Lafontaine zur&uuml;cktrat, weil er seine politischen Ideen unter Schr&ouml;der keine Realisierungschance mehr gab. Im Gegenteil, so h&auml;tte er als Regierungsmitglied auch noch f&uuml;r eine aus seiner Sicht falschen Politik eintreten m&uuml;ssen.<br>\nDennoch schien die Absicht der Sendung in der Popularisierung folgender Thesen gelegen zu haben: Erstens waren beide Machtpolitiker und ausschlie&szlig;lich darin interessiert, ihre Selbstdarstellung zu f&ouml;rdern. Zweitens hat Schr&ouml;der dabei &uuml;berzogen und Lafontaine hat, da er das Verlieren nicht gewohnt war, die beleidigte Leberwurst gespielt und hat alles hingeworfen.<br>\nNoch eine Anmerkung: Es wird immer vom Wahlsieg Schr&ouml;ders 1998 gesprochen. Ich f&uuml;r meinen Teil und viele mir Bekannte haben damals aber einzig und allein wegen Lafontaine die SPD gew&auml;hlt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Chinas Automobilmarkt im Umbruch<\/strong><br>\nWestliche Autohersteller konnten sich letztes Jahr in China, dem inzwischen gr&ouml;&szlig;ten Absatzmarkt der Welt, &uuml;ber enorme Wachstumsraten freuen. Doch 2011 tr&uuml;ben staatliche Bremsman&ouml;ver und h&auml;rtere chinesische Konkurrenz die Aussichten. Wer f&uuml;r einen Personenwagen eine Neuzulassung erh&auml;lt, entscheidet seit Anfang des Jahres nun das Los. Insgesamt wollen die Beh&ouml;rden in Peking 2011 noch 240 000 Autokennzeichen verlosen. 2010 waren in Chinas Hauptstadt fast dreimal so viele Autos neu angemeldet worden. Im Januar haben sich fast 190 000 B&uuml;rger an der Verlosung von 20 000 Kennzeichen beteiligt. Die Begrenzung der Zulassungen in Peking ist nur einer von mehreren Faktoren, die in diesem Jahr Spuren auf dem chinesischen Automobilmarkt hinterlassen werden. Auch das Auslaufen des Ende 2008 aufgelegten Konjunkturprogramms, eine gewisse S&auml;ttigung im Kleinwagensegment in manchen St&auml;dten sowie Basiseffekte sorgen daf&uuml;r, dass das Wachstum im Automobilgesch&auml;ft in China 2011 deutlich schw&auml;cher ausfallen d&uuml;rfte als 2010.<br>\nDie vielen Hersteller aus Europa, Japan und den USA kommen allerdings noch von einer anderen Seite unter Druck: von den chinesischen Herstellern. Firmen wie Geely, Chery, Dongfeng und Chang&rsquo;An haben in den vergangenen Jahren ihre Qualit&auml;t gesteigert, ihr H&auml;ndlernetz vor allem in kleineren St&auml;dten ausgebaut und die Modellpaletten erheblich erweitert. Zwar bieten die japanischen und koreanischen Hersteller schon seit Jahren f&uuml;r den chinesischen Markt ma&szlig;geschneiderte Autos an. Auch der Volkswagen-Konzern hat seit einiger Zeit speziell f&uuml;r den chinesischen Markt entwickelte Mittelklassewagen im Sortiment. Doch die chinesische Konkurrenz holt bei Design und Qualit&auml;t schnell auf. Dies auch dank chinesischen Eigenheiten. Nichtchinesische Autokonzerne d&uuml;rfen in China n&auml;mlich nur als Joint-Venture-Partner von lokalen Herstellern ihre Autos bauen. Durch diese weltweit wohl einzigartige Politik werden Chinas Automobilkonzerne erzwungenermassen mit Know-how versorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/chinas_automobilmarkt_im_umbruch_1.9406236.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es schon erstaunlich, wie das westliche Kapital vor dem chinesischen Staat im Staube liegt&nbsp; und Bedingungen akzeptiert, die jeder liberalen Freihandelsvorstellung spotten, um vom Wachstumsboom dieses Landes zu profitieren. Wie w&auml;re es, wenn wir einmal die ber&uuml;hmte Meistbeg&uuml;nstigungsklausel der WTO bez&uuml;glich des Verh&auml;ltnis des westlichen Kapitals zu China auf den Rest der Welt, speziell die Entwicklungsl&auml;nder anwenden w&uuml;rden. Das Prinzip der Meistbeg&uuml;nstigung&nbsp;verpflichtet einen Staat, Handelsvorteile, die er einem anderen Staat einr&auml;umt, auch jeder anderen Vertragspartei zu gewahren.&nbsp; Bezogen auf die Akzeptanz Local-content-Forderungen Chinas w&uuml;rde das f&uuml;r westliche Firmen hei&szlig;en: Der Verkauf eines Gutes in andere L&auml;ndern dieses Globus darf nur erfolgen, wenn ein bestimmter wertm&auml;&szlig;iger Anteil an diesem Produkt in diesen&nbsp; L&auml;ndern produziert worden ist. Der damit einhergehende Know-how-Transfer w&uuml;rde den Entwicklungsl&auml;ndern enorm in ihrer Aufholjagd zu den entwickelten Volkswirtschaften helfen. Ach ja, nat&uuml;rlich ist das chinesische Regime weitaus weniger autorit&auml;r und menschenverachtend als das &auml;gyptische Regime.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die Akte Berlusconi<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=w1VMQBIFyZ4\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: &bdquo;Es gibt Unf&auml;hige wie Weber und Taliban wie Stark&ldquo;, schreibt El Pais.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article12503057\/Weber-macht-Deutschland-zur-Lachnummer-in-Europa.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong>  EZB-Volkswirt J&uuml;rgen Stark wird als Nachfolger von Weber gehandelt. Dem Kommentar von El Pais ist eigentlich nichts hinzuzuf&uuml;gen. Wenn ein monetaristischer Falke wie Weber den K&ouml;hler macht, k&ouml;nnte man eigentlich nur in Jubel ausbrechen. Es scheint typisch f&uuml;r solche finanzpolitischen Dogmatiker, dass wenn ihr Dogma an der Wirklichkeit zerschellt, sie einfach davon laufen, ohne R&uuml;cksicht auf Verluste.<br>\nWenn Weber jetzt auch noch die Nachfolge von Ackermann bei der Deutschen Bank antreten sollte, dann w&auml;re das ein Beweis daf&uuml;r, dass es solchen Geldpolitikern um nichts anderes geht, als ihr eigenes Geld zu vermehren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Nordafrika und Arabien; Iran: Das Band der Hoffnung; Taliban in Teilzeit; Weber macht den K&ouml;hler; &bdquo;Einige L&auml;nder sollten eine Euro-Auszeit nehmen&ldquo;; Ulrike Herrmann zum Zusammenschluss der B&ouml;rsen: Fusion der Machtlosen; der Franken rollt wieder; wie der Staat die Gro&szlig;banken subventioniert; Wolfgang Hetzer: B&uuml;rger &ndash; Banker &ndash; Banditen &ndash; Bonzen;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8288\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8288","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8288","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8288"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8288\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8291,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8288\/revisions\/8291"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8288"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8288"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8288"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}