{"id":8295,"date":"2011-02-14T09:37:55","date_gmt":"2011-02-14T08:37:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8295"},"modified":"2011-02-15T13:06:11","modified_gmt":"2011-02-15T12:06:11","slug":"hinweise-des-tages-1325","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8295","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Berliner Wasservertr&auml;ge: Volksentscheid erfolgreich; obskure Finanzm&auml;rkte; Banken: Die Versuchung; Pl&auml;ne zum Weltw&auml;hrungssystem; &bdquo;EU braucht wachsenden deutschen Konsum&ldquo;; Griechen wollen sich von EU nichts befehlen lassen; die Wirtschafts- und Finanzkrise mit Blick auf Marx und Keynes; Aus&uuml;bung parlamentarischer Kontrollrechte im Bereich Finanzmarkt; Bahn: Alle gegen B&ouml;rsengang?; Gro&szlig;razzia wegen NRW-Bauaff&auml;re; USA: Jugendrichter kassiert bei Privatknast f&uuml;r Insassen; Konstantin Wecker: Demokratied&auml;mmerung; wie die EU-Handels- und Rohstoffpolitik Entwicklung untergr&auml;bt; Unsoziales; deutsche und internationale Leistungstr&auml;ger; Amtsleiter rebellieren gegen Senat; Die Gr&uuml;nen &ndash; Politik als Marketing; &Auml;gypten; USA: Ein Land, zwei &Ouml;konomien; The UK&rsquo;s Progressive Tea Party; die &ldquo;geraubten Kinder&rdquo; in Spanien fordern Aufkl&auml;rung; Medienkritik; Schavan will Bundes-Universit&auml;ten einrichten; Menschenkette gegen Atompolitik; Rezensionen: Nachdenken &uuml;ber Deutschland.(KR\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Berliner Wasservertr&auml;ge: Volksentscheid erfolgreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Obskure Finanzm&auml;rkte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Banken: Die Versuchung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Pl&auml;ne zum Weltw&auml;hrungssystem &ndash; Franz&ouml;sische Revolution<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">&bdquo;EU braucht wachsenden deutschen Konsum&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06a\">Posse um Steinbr&uuml;cks EZB-Chef-Kandidatur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Schuldenkrise: Griechen wollen sich von EU nichts befehlen lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Die Wirtschafts- und Finanzkrise mit Blick auf Marx und Keynes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Aus&uuml;bung parlamentarischer Kontrollrechte im Bereich Finanzmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Bahn: Alle gegen B&ouml;rsengang?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Gro&szlig;razzia wegen NRW-Bauaff&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">USA: Jugendrichter kassiert bei Privatknast f&uuml;r Insassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Konstantin Wecker: Demokratied&auml;mmerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Ran an den Stoff! &ndash; Wie die EU-Handels- und Rohstoffpolitik Entwicklung untergr&auml;bt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Unsoziales<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Deutsche und internationale Leistungstr&auml;ger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Hamburg: Amtsleiter rebellieren gegen Senat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Die Gr&uuml;nen: Politisches Wunder? Neue Volkspartei? &ndash; Politik als Marketing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">&Auml;gypten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">USA: Ein Land, zwei &Ouml;konomien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">The UK&rsquo;s Progressive Tea Party<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Die &ldquo;geraubten Kinder&rdquo; in Spanien fordern Aufkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Medienkritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Schavan will Bundes-Universit&auml;ten einrichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Menschenkette gegen Atompolitik: Reihen Sie sich ein!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Rezensionen: Nachdenken &uuml;ber Deutschland: Das kritische Jahrbuch 2010\/2011<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=8295&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Berliner Wasservertr&auml;ge: Volksentscheid erfolgreich<\/strong><br>\n&Uuml;ber 665.000 Berliner haben f&uuml;r die Offenlegung der Wasservertr&auml;ge gestimmt. Fast alle, die zur Abstimmung gingen, waren Bef&uuml;rworter. Damit ist erstmalig ein Volksentscheid in Berlin erfolgreich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/landespolitik\/senat-kalt-erwischt-volksentscheid-erfolgreich\/3815320.html\">Tagespiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Obskure Finanzm&auml;rkte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Darkrooms der Finanzm&auml;rkte<\/strong><br>\nAktien werden an der B&ouml;rse gekauft? Nein! L&auml;ngst l&auml;uft ein Gro&szlig;teil des Gesch&auml;fts im Verborgenen ab &ndash; &uuml;ber Handelsnetzwerke von Banken und Finanzinvestoren. Die B&ouml;rsen sehen das ungern und verlangen Nachbesserungen &ndash; ihnen wird von einer Konkurrenz das Wasser abgegraben, die wenig gesetzlichen Regelungen unterworfen ist. &ldquo;Die Mifid hat die Broker-Dealer-Netzwerke nach Europa geholt&rdquo;, sagt Andreas Schmidt, Chef der Bayerischen B&ouml;rse. &ldquo;Je weniger Umsatz an den regulierten M&auml;rkten gemacht wird, desto anf&auml;lliger werden dort die Handelspreise f&uuml;r Manipulationen von au&szlig;en&rdquo;, warnt&nbsp;er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/wilde-neue-boersenwelt-die-darkrooms-der-finanzmaerkte-1.1058579\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Frisches Geld f&uuml;r marode Banken<\/strong><br>\nEnorme Freiheiten, ganz legal: Im Euro-Raum d&uuml;rfen nationale Notenbanken notleidenden Geldh&auml;usern mit frischem Geld aushelfen. Genau dies geschieht nun in Irland und Portugal &ndash; die Europ&auml;ische Zentralbank ist alarmiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/2.220\/euro-krise-irland-und-portual-frisches-geld-fuer-marode-banken-1.1056681\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Banken brauchen eine Entzugskur<\/strong><br>\nF&uuml;r die Banken in den Randstaaten des Euro-Raums sind die rettenden Geldspritzen der Europ&auml;ischen Zentralbank zur Droge geworden. Hinter verschlossenen T&uuml;ren diskutiert der EZB-Rat, wie er die S&uuml;chtigen entw&ouml;hnen kann. Au&szlig;erhalb der Zentralbank wird kr&auml;ftig gezittert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/_b=2748856,_p=5,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Banken: Die Versuchung<\/strong><br>\nEs erinnert verflixt an fr&uuml;her. Im vergangenen Jahr haben die 25 f&uuml;hrenden Finanzh&auml;user der USA ihren Angestellten gesch&auml;tzte 135 Milliarden Dollar bezahlt. So viel war es noch nie. Mag sein, dass die ber&uuml;hmten Boni gesunken sind. Daf&uuml;r m&uuml;ssen die Festgeh&auml;lter gewachsen sein. W&auml;hrend jedenfalls jeder zehnte arbeitsf&auml;hige Amerikaner einen Job sucht, machen Banken und Investmenth&auml;user mithilfe der von der Zentralbank k&uuml;nstlich unten gehaltenen Zinsen herrliche Gesch&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/07\/Kolumne-Finanzwirtschaft\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pl&auml;ne zum Weltw&auml;hrungssystem &ndash; Franz&ouml;sische Revolution<\/strong><br>\nFrankreich strebt einen Umbruch des Weltw&auml;hrungssystems an: Die Regierung in Paris will die Zeit freier Wechselkurse beenden und pl&auml;diert zudem f&uuml;r einen flexibleren Euro-Rettungsschirm.<br>\nDie franz&ouml;sische Finanzministerin Christine Lagarde zeigte sich in einem Interview des Nachrichtenmagazins Der Spiegel offen daf&uuml;r, die Kursschwankungen an den Devisenm&auml;rkten staatlich zu begrenzen. &ldquo;Jede Idee ist willkommen, auch Bandbreiten f&uuml;r Wechselkurse&rdquo;, sagte sie. Sie sei stets vorsichtig mit allzu ambitionierten Zielen, &ldquo;wenn wir aber so ein System hinkriegen und es von der Nachwelt Bretton WoodsII genannt wird, soll mir das recht sein&rdquo;. Das mit dem Abkommen von Bretton Woods 1944 geschaffene internationale W&auml;hrungssystem fu&szlig;te auf festen Wechselkursen. Weltweite Leitw&auml;hrung war der mit Gold unterlegte US-Dollar. Anfang der 1970er Jahre zerbrach das Bretton-Woods-System. Die Idee von Wechselkurszielzonen war zuletzt Ende der 1990er Jahre vom damaligen Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine verfochten worden. Vor allem die USA hatten Lafontaines &Uuml;berlegungen jedoch seinerzeit strikt von sich&nbsp;gewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/plaene-zum-weltwaehrungssystem-franzoesische-revolution-1.1059570\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;EU braucht wachsenden deutschen Konsum&ldquo;<\/strong><br>\nJohn Monks, Generalsekret&auml;r des Europ&auml;ischen Gewerkschaftsbundes, spricht im FR-Interview &uuml;ber die Bedeutung des Euro, die deutsch-franz&ouml;sische Dominanz und die politischen Folgen rigider Sparprogramme: &bdquo;Angela Merkel und Nicolas Sarkozy wollen direkt in die Arbeitsverh&auml;ltnisse hineinregieren und ignorieren alle Subsidiarit&auml;tsregeln. Man kann die Belgier nicht einfach zwingen, ihre Lohn-Indexierung aufzugeben. Einen solchen Eingriff in die nationale Entscheidungsgewalt kann kein europ&auml;isches Land zulassen. Wenn die EU so massiv die nationale Souver&auml;nit&auml;t verletzt, wird sich die &ouml;ffentliche Meinung gegen sie wenden. Merkel und Sarkozy denken, sie retten Europa. Aber die Art, wie sie es tun, ist es f&uuml;r viele Staaten nicht akzeptabel.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/-eu-braucht-wachsenden-deutschen-konsum-\/-\/1472780\/7184774\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06a\"><\/a><strong>Posse um Steinbr&uuml;cks EZB-Chef-Kandidatur<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Neuer EZB-Chef &ndash; Nehmt doch den Steinbr&uuml;ck!<\/strong><br>\nKanzlerin Angela Merkel verliert nicht nur den Bundesbank-Chef, sondern auch einen potentiellen Kandidaten f&uuml;r den Chefposten bei der Europ&auml;ischen Zentralbank. Doch das Rennen um den Job muss f&uuml;r Deutschland noch nicht beendet sein. Es gibt noch eine Alternative.<br>\nPeer Steinbr&uuml;ck k&ouml;nnte Bundesbank-Chef. Vor allem aber k&ouml;nnte er EZB-Chef. Klar: Man kann ihm viel vorwerfen. Der Genosse wirkt oft besserwisserisch, leicht arrogant, oberlehrerhaft. Aber richtig ist auch: Steinbr&uuml;ck ist ein unabh&auml;ngiger Kopf, das hat er immer wieder bewiesen, zuletzt im Streit mit seiner eigenen Partei. Was will man mehr f&uuml;r den Chefposten der unabh&auml;ngigen Zentralbank?<br>\nSteinbr&uuml;ck ist Finanzexperte. Er war lange Landesfinanzminister, er war Bundesfinanzminister. Er hat einen guten Job gemacht. Er kennt die wichtigsten Player auf der europ&auml;ischen B&uuml;hne. Er ist auch in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern anerkannt (nicht in der Schweiz, aber die geh&ouml;rt ja nicht zum Euro). Er kennt die Innereien der Finanzkrise, der Eurokrise. Er kann Dinge durchsetzen. Das hat er immer wieder bewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,745060,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.P.:<\/strong> Der Artikel strotzt nur so von Halbwahrheiten, Verdrehungen und Unverstandenem. Mal ganz abgesehen von dem pseudo-mutigen Ton, mit dem hier die Politik angeblafft wird. Ja, pseudo, denn Steinbr&uuml;ck hochzuschreiben ist wahrlich kein Heldenst&uuml;ck.<br>\nLos geht&lsquo;s mit der Propaganda:<br>\n&raquo;Die europ&auml;ische Zentralbank bestimmt &uuml;ber die Stabilit&auml;t der W&auml;hrung.<br>\nEin Deutscher k&ouml;nnte dort m&auml;&szlig;igend auf den besonders in den S&uuml;dl&auml;ndern ausgepr&auml;gten Hang zur lockeren Geldpolitik einwirken. Eine wachsweiche W&auml;hrung hilft vielleicht den Schuldenmachern in Italien, nicht aber der Exportnation Deutschland.&laquo;<br>\nDass Schuldenmachen in Italien aber der Exportnation Deutschland hilft, davon kein Wort. Wir im Norden machen ja alles richtig, die im S&uuml;den sind zu lax. Da sei der Steinbr&uuml;ck vor&hellip; Wenn es nicht so grauenhaft w&auml;re, m&uuml;sste man &uuml;ber so viel Naivit&auml;t beim Leiter des Politikressorts von SPIEGEL ONLINE eigentlich schmunzeln.<br>\n&raquo;Peer Steinbr&uuml;ck k&ouml;nnte Bundesbank-Chef. Vor allem aber k&ouml;nnte er EZB-Chef. Klar: Man kann ihm viel vorwerfen.&laquo;<br>\nBis zu dieser Stelle im Artikel ist noch kein Argument pro Steinb&uuml;ck gefallen. Das wird einfach in den Raum gestellt: &raquo;Vor allem aber [??] k&ouml;nnte er EZB-Chef.&laquo; Vor allem? Derart irritiert sieht der Leser nun r&uuml;ckhaltlose Aufkl&auml;rung auf sich zukommen: &raquo;Klar: Man kann ihm viel vorwerfen.&laquo; Richtig. Ist ja alles sch&ouml;n dokumentiert bei den <a href=\"?p=6777\">Nachdenkseiten<\/a>. Stichworte &raquo;Finanzmarktkontrolle mit Augenma&szlig;&laquo;, Bankenrettung, Fehleinsch&auml;tzungen der Krise etc. pp.<br>\n&raquo;Der Genosse wirkt oft besserwisserisch, leicht arrogant, oberlehrerhaft.&laquo; Das ist das &raquo;viele&laquo;, das man Steinbr&uuml;ck vorwerfen kann, laut SPIEGEL-Autor Nelles.<br>\nMan k&ouml;nnte es f&uuml;r Naivit&auml;t halten, aber es ist wahrscheinlich eiskaltes Kalk&uuml;l.<br>\nNicht nur wird das viele, das man Steinbr&uuml;ck tats&auml;chlich vorwerfen k&ouml;nnte (und auch sollte), komplett ausgespart.<br>\nDer &ndash; h&ouml;chstwahrscheinlich kalkulierte &ndash; Effekt beim Leser wird sein (sofern er die Hintergr&uuml;nde nicht kennt): &raquo;Ach so, das&hellip; das ist doch nicht viel. Im Gegenteil. Bisschen oberlehrerhaft sollte der EZB-Chef schon sein, sonst k&ouml;nnte er ja gar nicht effektiv die W&auml;hrung h&uuml;ten und die laschen S&uuml;deurop&auml;er auf Kurs bringen &hellip; &laquo; etc.<br>\nWes Geistes Kind heute Spiegel-Ressortchefs sind, kann man am Lebenslauf des Autoren Nelles gut ablesen: Zwischen der Lokalredaktion beim &raquo;Hamburger Abendblatt&laquo; und der Leitung des Politikressorts bei SPON liegen nicht Welten, sondern <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/extra\/0,1518,664839,00.html\">gleich dreimal die WELT<\/a>.<br>\n&raquo;Jahrgang 1971, Diplom-Politologe, begann seine Laufbahn in der Journalistenschule des Axel-Springer-Verlags. Weitere Stationen:<br>\nRedakteur im Ressort Lokales beim &ldquo;Hamburger Abendblatt&rdquo; und bei der &ldquo;Welt&rdquo;. Neben dem Studium freier Mitarbeiter in diversen Ressorts bei der &ldquo;Welt&rdquo;. Korrespondent im &ldquo;Welt&rdquo;-Hauptstadtb&uuml;ro. Stellvertretender Leiter des Politik-Ressorts bei der &ldquo;Woche&rdquo; in Hamburg. 2002 Wechsel als Korrespondent ins SPIEGEL-Hauptstadtb&uuml;ro. Seit Oktober 2009 Ressortleiter Politik und Leiter des Berliner B&uuml;ros bei SPIEGEL ONLINE.&laquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Einen Tag nach diesem Spiegel-Artikel:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Steinmeier bringt Steinbr&uuml;ck als EZB-Chef ins Spiel<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,745097,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Im Aufmacher schreibt der Spiegel von einem &bdquo;&uuml;berraschenden Vorsto&szlig;&ldquo; Steinmeiers, dabei handelt es sich vermutlich um nicht mehr und nicht weniger als um eine mediale Inszenierung.<br>\nZur Ehrenrettung Steinbr&uuml;cks sei jedoch hinzugef&uuml;gt, dass er diese Vorlage von Spiegel und Steinmeier nicht annimmt: &ldquo;Ich stehe f&uuml;r diesen Posten nicht zur Verf&uuml;gung&rdquo;, sagte er der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;. Zur Begr&uuml;ndung erkl&auml;rte der Sozialdemokrat, er halte es f&uuml;r falsch, wenn ein einst aktiver Finanzminister in eine Kontrollinstanz wie die <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,745294,00.html\">EZB wechsele<\/a>. Steinbr&uuml;cks inhaltliche Begr&uuml;ndung, er vertrete in inhaltlichen Fragen &auml;hnliche Positionen wie der bisherige deutsche EZB-Kandidat, Bundesbankpr&auml;sident Axel Weber, best&auml;tigt allerdings, dass er &ndash; wie der abtretende Bundbankchef &ndash; ein Anh&auml;nger des Monetarismus ist und im &Uuml;brigen das Grundproblem der Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion nicht erfasst hat. Dazu Heiner Flassbeck: &bdquo;Kurzfristig sind die Zinsdifferenzen durch eine gemeinsame, von allen EWU-L&auml;ndern getragene Euroanleihe zu beseitigen, und es muss verhindert werden, dass die angeschlagenen Defizitl&auml;nder durch ein kontraproduktives Kaputtsparen der &ouml;ffentlichen Haushalte in eine weitere Rezession abgleiten. Gleichzeitig muss den Finanzspekulanten das Handwerk gelegt werden.&ldquo; Und: &bdquo;Will man den Euro &ndash; und mit ihm das ganze europ&auml;ische Projekt &ndash; retten, gibt es mittel- und langfristig nur einen einzigen Ausweg: Die Wettbewerbsf&auml;higkeit der L&auml;nder mit Auslandsschulden muss wiederhergestellt werden und die au&szlig;enwirtschaftlichen Ungleichgewichte m&uuml;ssen beseitigt werden. Das kann innerhalb der EWU nur durch eine Umkehr der Lohnst&uuml;ckkostenpfade erreicht werden: Deutschland braucht st&auml;rker steigende Lohnst&uuml;ckkosten als die EWU-Partner, die S&uuml;deurop&auml;er <a href=\"?p=7775\">dagegen unterdurchschnittliche<\/a>.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schuldenkrise: Griechen wollen sich von EU nichts befehlen lassen<\/strong><br>\nDas hochverschuldete Griechenland legt sich mit den Kontrolleuren von EU und IWF an. Es will seine Staatsimmobilien nicht zu Geld machen.<br>\nGriechenland hat Forderungen von Europ&auml;ischer Union und Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF) nach umfangreichen Privatisierungen und dem Verkauf staatlicher Immobilien entt&auml;uscht zur&uuml;ckgewiesen. Das hochverschuldete, von EU und IWF gest&uuml;tzte Griechenland brauche zwar Hilfe, &bdquo;wir haben aber auch W&uuml;rde. Und dies handeln wir mit niemandem aus. Befehle erhalten wir nur vom griechischen Volk&ldquo;, hie&szlig; es in einer Erkl&auml;rung des griechischen Regierungssprechers Giorgos Petalotis.<br>\n[&hellip;]<br>\nAm Freitag hatten die Kontrolleure mitgeteilt, die Griechen m&uuml;ssen in den kommenden Jahren mehr staatliche Betriebe privatisieren und auch staatliche Immobilien verkaufen. Die Summen sind enorm f&uuml;r griechische Verh&auml;ltnisse: Die Regierung soll bis Ende kommenden Jahres 15 Milliarden Euro und bis 2015 weitere 35 Milliarden Euro durch die Privatisierungstaatlicher Unternehmen einnehmen, um das Staatsdefizit zu reduzieren. Bisher hatte es lediglich gehei&szlig;en, bis zu sieben Milliarden Euro sollten durch den Verkauf staatlichen Verm&ouml;gens locker gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article12519701\/Griechen-wollen-sich-von-EU-nichts-befehlen-lassen.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Wirtschafts- und Finanzkrise mit Blick auf Marx und Keynes<\/strong><br>\nAnfang November 2010 stellte die Fakult&auml;t IV Fachhochschule Hannover &bdquo;zwei unterschiedliche, nicht der herrschenden Meinung zuzuordnende theoretische Erkl&auml;rungsans&auml;tze zur Erkl&auml;rung der Wissenschafts- und Finanzkrise vor&ldquo;:<br>\n&ndash; Diplom-&Ouml;konom Stefan Vo&szlig; &bdquo;Kann die Hypothese der finanziellen Instabilit&auml;t von Hyman P. Minsky die aktuelle Finanzkrise erkl&auml;ren?&ldquo; und<br>\n&ndash; Dr. Alfred M&uuml;ller: &bdquo;Kann die Konjunkturtheorie von Karl Marx die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise erkl&auml;ren&ldquo;?<br>\nDie Lekt&uuml;re ist sicher auch dann interessant, wenn man nicht allen Thesen zustimmen mag. Hier ein Ausschnitt: \n<blockquote><p>&bdquo;Oft wird die grenzenlose Gier der Bankiers als Grund f&uuml;r die Krise genannt. Diese Betrachtung ist jedoch zu kurz gegriffen. Die &bdquo;Gier&ldquo; ist eine systemimmanente Gr&ouml;&szlig;e im &bdquo;Spiel der freien Kr&auml;fte&ldquo;, sie ist endogen im System angelegt, wie die Unruh in einer mechanischen Uhr. Ein Abweichen vom Prinzip der Profitmaximierung hat auf lange Sicht ein Ausscheiden des Unternehmens aus den Marktverh&auml;ltnissen zur Folge.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Verdienst von Minsky ist, dass er die Instabilit&auml;t des Gesamtsystems als endogene Gr&ouml;&szlig;e erkannt hat und dass Reformen n&ouml;tig sind, um ein stabileres System zu erm&ouml;glichen.<br>\nIm Sinne der Machterhaltung der herrschenden Eliten d&uuml;rfte dieser Weg aber nicht einfach zu beschreiten sein. Die aktuellen Finanzstrukturen sind von Informationsdefiziten gekennzeichnet. Niemand wei&szlig; genau, wie die Verschuldungsstrukturen im Einzelnen gestaltet sind. Die Ironie der Geschichte besteht u. a. darin, dass z. B. die Fed nicht bereit ist, die Zahlen zu ver&ouml;ffentlichen, an wen die gezahlten Hilfsgelder in der Finanzkrise in welcher H&ouml;he geflossen sind. Eine Publikation w&uuml;rde die M&auml;rkte nur &uuml;berfl&uuml;ssigerweise verunsichern, so lautet die offizielle Begr&uuml;ndung der Fed.<br>\nW&auml;hrend die M&auml;rkte in der Neoklassik als effizient beschrieben werden, da sie alle Informationen der Marktteilnehmer beinhalten, begr&uuml;ndet die Fed die Stabilisierung der M&auml;rkte mit ihrer Nicht-Information.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fakultaet4.fh-hannover.de\/fileadmin\/media\/doc\/f4\/Aktivitaeten\/Veroeffentlichungen\/2011\/gb-02-11.pdf\">FH Hannover [PDF &ndash; 504 KB]<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Aus&uuml;bung parlamentarischer Kontrollrechte im Bereich Finanzmarkt<\/strong><br>\nAntwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen:<br>\nDie Bundesregierung ist bei der Beantwortung von Fragen aus dem Parlament verfassungsrechtlich verpflichtet, die Grundrechte der von diesen Fragen betroffenen Grundrechtstr&auml;ger zu wahren. Dies sind vor allem die von den Artikeln 12 und 14 des Grundgesetzes (GG) gesch&uuml;tzten Betriebs- und Gesch&auml;ftsgeheimnisse der betroffenen Kreditinstitute. &bdquo;Als Betriebs- und Gesch&auml;ftsgeheimnisse werden alle auf ein Unternehmen bezogenen Tatsachen, Umst&auml;nde und Vorg&auml;nge verstanden, die nicht offenkundig, sondern nur einem begrenzten Personenkreis zug&auml;nglich sind und an deren Nichtverbreitung der Rechtstr&auml;ger ein berechtigtes Interesse hat&ldquo; (BVerfGE 115, 205\/230 zum Schutz aus Artikel 12 GG). Die erfragten Angaben betreffen Aktivit&auml;ten bzw. Einsch&auml;tzungen der Bankenaufsicht mit Bezug zu einzelnen Kreditinstituten und sind somit nur einem begrenzten Personenkreis zug&auml;nglich.<br>\nOb ein Interesse ein &bdquo;berechtigtes&ldquo; ist, h&auml;ngt insbesondere davon ab, ob ein Bekanntwerden der betreffenden Information geeignet w&auml;re, die Wettbewerbsposition des Unternehmens nachteilig zu beeinflussen (vgl. BVerwG NVwZ 2009, 1113 f.; BGHSt 41, 140\/142). Dies ist hier der Fall, da Informationen &uuml;ber Aufsichtsma&szlig;nahmen bzw. Einsch&auml;tzungen der Bankenaufsicht in Bezug auf einzelne Institute grunds&auml;tzlich immer geeignet sind, die Wettbewerbsposition des jeweiligen Unternehmens nachteilig zu beeinflussen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/046\/1704617.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 250 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Im Ergebnis bleiben also die aufsichtlichen Ma&szlig;nahmen und die Aktivit&auml;ten der Finanzaufsicht geheim und gelangen nicht an die &Ouml;ffentlichkeit. Dabei geht es dabei vielfach um das Geld der Steuerzahler.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bahn: Alle gegen B&ouml;rsengang?<\/strong><br>\nAm Freitag, dem 21. Januar 2011, gab es im Bundestag eine interessante Bahndebatte. Den Hintergrund bildete das neuerliche Winterchaos bei der Bahn. Es handelte sich um die Wiederholung der Vorg&auml;nge vom vorausgegangenen Winter. Zusammen mit den Sauna-ICE-Z&uuml;gen vom Sommer 2010, der nun bereits mehr als zweij&auml;hrigen Misere der Berliner S-Bahn, einer 100prozentigen Tochter der Deutschen Bahn AG, und den skandal&ouml;sen Hintergr&uuml;nden des Zugungl&uuml;cks von Hordorf am 29.Januar 2011 erleben wir offensichtlich ein neues Stadium im Niedergang des Schienenverkehrs. Interessant ist, dass alle Parteien sich scheinbar einig sind: Die Ursache f&uuml;r die Misere ist der B&ouml;rsengang und verantwortlich f&uuml;r diesen Kurs der ehemalige Bahn-Chef Hartmut Mehdorn.<br>\nWenn Vertreter von CDU\/CSU und FDP in dieser Weise argumentieren, so ist das offenkundig heuchlerisch. Die CDU\/CSU stellt seit 2005 die Bundeskanzlerin; die FDP ist seit Herbst 2009 Teil der Bundesregierung. Beide Parteien sind f&uuml;r die aktuelle, desastr&ouml;se Politik der Bahn verantwortlich. Doch auch die SPD kritisiert in ihrem neuen Antrag vollmundig den Bahn-B&ouml;rsengang. Und im Antrag von B&uuml;ndnis 90 \/ Die Gr&uuml;nen, datiert auf den 18. Januar 2011, hei&szlig;t es, das Desaster sei &raquo;das Ergebnis einer verfehlten Bahnpolitik, die den Konzern an die B&ouml;rse bringen wollte, was B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen immer massiv bek&auml;mpft haben&laquo;. Solche Behauptungen sind nicht nur hinsichtlich der j&uuml;ngeren Entwicklung, f&uuml;r die SPD und Gr&uuml;ne Mitverantwortung tragen, unwahr. Damit wird vor allem auch kurz gesprungen und die Geschichte der Bahn-Privatisierung auf wenige Jahre, gewisserma&szlig;en die &Auml;ra Mehdorn (2000&ndash;2009) oder gar auf die letzten Jahre dieser Zeit reduziert. Tats&auml;chlich verfolgten SPD und Gr&uuml;ne seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten eine Politik der Bahn-Privatisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-12\/021.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu nochmals <a href=\"?p=3149\">Bahnprivatisierung &ndash; Von Wortbruch redet niemand<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gro&szlig;razzia wegen NRW-Bauaff&auml;re<\/strong><br>\nIm Zentrum der Korruptionsaff&auml;re steht der landeseigene Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) in D&uuml;sseldorf. Die Ermittlungen richten sich gegen dessen ehemaligen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, Ferdinand Tiggemann, der im vergangenen Jahr seinen Posten r&auml;umen musste, sowie gegen weitere an den Projekten beteiligte Verd&auml;chtige. Ihre genaue Zahl wollten die Ermittler nicht nennen.<br>\nIn K&ouml;ln wurden auch die B&uuml;ros der Unternehmensgruppe Bauwens durchsucht, deren gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Gesellschafter Paul Bauwens-Adenauer und Patrick Adenauer sind. Die Bauwens-Gruppe hatte im Zusammenhang mit dem geplanten Fachhochschulcampus Grundst&uuml;cke im Wert von rund 70 Millionen Euro an den BLB verkauft und dabei hohe Gewinne erzielt. Die Rede ist von rund 8,4 Millionen Euro. Paul Bauwens-Adenauer, der auch Pr&auml;sident der Industrie- und Handelskammer zu K&ouml;ln ist, betonte am Mittwoch, dass gegen die Unternehmensgruppe nicht ermittelt wird. &bdquo;Unsere B&uuml;ros wurden nur zur Beweissicherung durchsucht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1296657101198.shtml\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es versteht sich von selbst, dass der Ehrenpr&auml;sident der K&ouml;lner IHK, Alfred Neven DuMont, in seinen Zeitungen mit dem amtierenden Pr&auml;sidenten &auml;u&szlig;erst pfleglich umgehen l&auml;sst. Etwas kritischer ist da schon der <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/korruption-am-bau-von-bonn-bis-duisburg-verbindung-zu-frueherer-cdu-regierung-vermutet\/3809288.html\">Tagesspiegel<\/a>. Es mag schon sein, dass der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes im Zentrum der Ermittlungen steht und dass es da Deals mit der Landesregierung gegeben hat. Man sollte aber immer auch danach schauen, wer der Gewinner der Deals war. &bdquo;Bestimmte Investoren kannten offenbar rechtzeitig die internen Entscheidungen der fr&uuml;heren Landesregierung, sie kaufen pl&ouml;tzlich Grundst&uuml;cke und geben sie anschlie&szlig;end wesentlich teurer an den landeseigenen Baubetrieb weiter&ldquo;, hei&szlig;t es im Tagesspiegel. Da ist es doch herrlich, dass man dann beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb einen S&uuml;ndenbock gefunden hat.<br>\nIm &Uuml;brigen: Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb wurde Ende der 90er Jahre aus der Landesregierung ausgelagert. Er sollte Liegenschaften des Landes profitorientiert vermarkten. Weil man das den Beamten nicht zutraute, holte man nat&uuml;rlich F&uuml;hrungspersonal aus der Immobilienwirtschaft. Mit der Auslagerung sollte der Betrieb der politischen und parlamentarischen Kontrolle weitgehend entzogen werden. Die jetzt aufgeflogenen Skandale sind ein weiteres Beispiel daf&uuml;r, welche Machenschaften durch einen solchen Kontrollverlust m&ouml;glich, ja geradezu angelegt sind.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>USA: Jugendrichter kassiert bei Privatknast f&uuml;r Insassen<\/strong><br>\nMehr als 2,8 Millionen Dollar Bestechungs- und Erpressungsgelder soll ein Jugendrichter im US-Bundesstaat Pennsylvania kassiert haben. Das Geld kam von dem Bauherrn und von dem Betreiber eines Privatgef&auml;ngnisses, in das der Richter seit dem Jahr 2002 tausende von Jugendlichen eingewiesen hatte: Er verurteilte sie zu drakonischen Gef&auml;ngnisstrafen. Auch f&uuml;r so minimale Vergehen wie den Diebstahl von Muskatnuss. Die auf Abschreckung setzende US-Politik der &ldquo;Zero Tolerance&rdquo; (Null Toleranz) macht es m&ouml;glich.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2011%2F02%2F12%2Fa0152&amp;cHash=7521f5780d\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2009\/02\/13\/us\/13judge.html?_r=2\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Null-Toleranz-Politik ist nur ein Aspekt. Gravierender, weil strukturell, ist die Privatisierung der Kn&auml;ste in den USA. Es liegt in der Natur der Profitorientierung der Betreiber, dass das justizielle Vorfeld durch besondere Anreize stimuliert wird, um die Rendite zu steigern &ndash; eine deutliche Warnung vor Privatisierungstendenzen in Deutschland bzw. in Europa. Ganz abgesehen von solchen eindeutigen F&auml;llen von Bestechung arbeiten die privaten Kn&auml;ste auch deshalb &ldquo;effizient&rdquo;, weil sie die kapitalistische Tugend der Kostenersparnis fast ohne Widerstand realisieren k&ouml;nnen: Geringere Ausgaben als in staatlichen Gef&auml;ngnissen durch ein deutlich niedrigeres Niveau der Gefangenenversorgung, bei der Verpflegung, der &auml;rztlichen Betreuung, au&szlig;erdem niedrige oder gar keine L&ouml;hnen f&uuml;r harte Arbeit. Hier leben die billigsten Arbeitskr&auml;fte Amerikas ohne jeglichen sozialen Schutz. Im dreizehnten Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung hei&szlig;t es: &ldquo;Es soll weder Sklavenarbeit noch Zwangsarbeit in der Vereinigten Staaten und allen ihrer Gerichtsbarkeit unterstehenden Gebieten geben, es sei denn als Strafe f&uuml;r kriminelle Vergehen, f&uuml;r die jemand rechtskr&auml;ftig verurteilt wurde&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Konstantin Wecker: Demokratied&auml;mmerung<\/strong><br>\nIm g&uuml;nstigsten Fall &uuml;bertreibe ich ma&szlig;los, und gewisse antidemokratische Tendenzen in Europa gehen vorbei wie die McCarthy-&Auml;ra in den USA. Im schlimmsten Fall befindet sich die europ&auml;ische Diktatur derzeit in ihrer Erprobungsphase. Die &bdquo;Post-Demokratie&ldquo; d&auml;mmert herauf, die Herrschaft von Machtcliquen, die allein durch ihre Vasallenfunktion gegen&uuml;ber der Geld-Elite legitimiert sind. Nochmals: Die Tatsache, dass wir in unserem Alltagsleben kaum einer Ver&auml;nderung sp&uuml;ren, bedeutet nicht, dass &bdquo;nichts Schlimmes&ldquo; im Anflug w&auml;re. Wir haben weiter das Recht, unbeachtet und folgenlos zu n&ouml;rgeln, so lange wir das, was uns zugemutet wird, als Faktum hinnehmen. G&auml;be es wegen der zunehmenden finanziellen Auspl&uuml;nderung der Gering- und Normalverdiener einen Aufstand, w&auml;re das Volk nur sehr schlecht darauf vorbereitet, der Staatsapparat dagegen sehr gut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/2011\/02\/07\/demokratiedammerung\/\">Hinter den Schlagzeilen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ran an den Stoff! &ndash; Wie die EU-Handels- und Rohstoffpolitik Entwicklung untergr&auml;bt<\/strong><br>\nDer gro&szlig;e Wettlauf um die weltweiten Rohstoffe ist er&ouml;ffnet. Pl&ouml;tzlich scheinen sie nicht mehr billig und unendlich, sondern knapp, teuer und umk&auml;mpft. Und wer die Spielregeln bestimmt, ist klar im Vorteil.<br>\nDie EU hat zusammen mit der Wirtschaft die Rohstoffstrategie entwickelt und dr&auml;ngt au&szlig;enwirtschaftspolitisch auf immer mehr Freihandel mit Rohstoffen. Die neuen Vorschl&auml;ge beschneiden die politischen Handlungsspielr&auml;ume der Entwicklungsl&auml;nder, wodurch sich die Abh&auml;ngigkeit von Exporten unverarbeiteter Rohstoffe noch st&auml;rker verfestigt. W&auml;hrend die EU den Unternehmen mehr Rechte zusichert, werden Umweltsch&auml;den und Menschenrechtsverletzungen durch europ&auml;ische Unternehmen nicht wirksam angegangen.<br>\nAlles in allem lenkt die Rohstoffstrategie von den eigentlich wichtigen Zielen ab: Den &uuml;berm&auml;&szlig;igen Ressourcenverbrauch in Europa massiv zu reduzieren und ein gerechtes globales Systems zur nachhaltigen Nutzung der weltweiten Ressourcen aufzubauen. Ressourcengerechtigkeit bedeutet auch, allen Menschen weltweit das gleiche Recht zur Nutzung der nat&uuml;rlichen Ressourcen einzur&auml;umen. Der durchschnittliche Ressourcenverbrauch pro Kopf ist in Europa dreimal so hoch wie in Asien und &uuml;ber viermal h&ouml;her als in Afrika. Statt mit der neuen Strategie den Druck im Wettlauf um die weltweiten Rohstoffe weiter zu erh&ouml;hen, ben&ouml;tigen wir einen Transformationsprozess des Wirtschafts- und Energiesystems in der EU, um den Ressourcenbedarf drastisch zu senken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weed-online.org\/themen\/wto\/4417496.html\">Weed Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Unsoziales<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>ARD-Reportage: Die modernen Tagel&ouml;hner<\/strong><br>\nDie Reportage nimmt Anteil am t&auml;glichen Kampf um finanzielle Absicherung und das Ringen um Gleichgewicht innerhalb der Familie. Dabei werden nicht nur die Schwierigkeiten beleuchtet, sondern auch die kleinen Gl&uuml;cksmomente im Alltag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/programm.ard.de\/Programm\/Sender?suche=Die+modernen+Tagel%C3%B6hner&amp;list=sea%20rch&amp;sendung=281066210656650#top\">ARD Exklusiv<\/a><\/li>\n<li><strong>Experte sieht Hartz IV erneut vor dem Bundesverfassungsgericht<\/strong><br>\nFalsche Statistiken und auf Fallzahlen gest&uuml;tzte Daten f&uuml;hrten dazu, dass die Ergebnisse zur Hartz-IV-Regelung v&ouml;llig absurd seien, sagt Sozialrichter J&uuml;rgen Borchert. Das Gesetz werde &ldquo;mit Sicherheit wieder nach Karlsruhe wandern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1385812\/\">Deutschlandradio<\/a><\/li>\n<li><strong>Dreckig und Giftig<\/strong><br>\nDas Sammeln und Sortieren von Wertstoffen bietet hunderttausenden armen Menschen auf der ganzen Welt ein geringes Einkommen, unter ihnen sind auch viele Kinder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/4\/reise\/afrika\/aegypten\/artikelseite\/1\/dreckig-und-giftig\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutsche und internationale Leistungstr&auml;ger<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Thilo Sarrazin: &ldquo;Als Bundesbanker war die Arbeit dienstags getan&rdquo;<\/strong><br>\nWie kommt eigentlich ein Bundesbanker dazu, ein Buch zu schreiben? Thilo Sarrazin erkl&auml;rt seinen Bestseller damit, dass er schlicht zu viel Zeit hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/wirtschaft\/article12515656\/Als-Bundesbanker-war-die-Arbeit-dienstags-getan.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Merken Sie sich dass, wenn Ihnen das n&auml;chste Mal erz&auml;hlt wird, dass sich Leistung wieder lohnen muss. Beachten Sie bitte auch in der Mitte des Artikels das Werbefenster f&uuml;r das bestimmte Buch und machen Sie sich Gedanken &uuml;ber den Unterschied zwischen redaktionellem Beitrag und Werbung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Seltsame Branche: Lucy Kellaway &ndash; Banker als Narren<\/strong><br>\nInvestmentbanker halten sich f&uuml;r die Herren des Universums. Umso schockierender, wie leicht sie sich t&auml;uschen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/karriere-management\/karriere\/:seltsame-branche-lucy-kellaway-banker-als-narren\/60010884.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hamburg: Amtsleiter rebellieren gegen Senat<\/strong><br>\nErstmals in der j&uuml;ngeren Geschichte der stadtstaatlichen &raquo;Einheitsgemeinde&laquo; stellen sich alle sieben Hamburger Bezirke gemeinsam gegen den Senat der Freien und Hansestadt. Der amtierenden wie noch zu w&auml;hlenden Landesregierung k&uuml;ndigen sie in einer zw&ouml;lfseitigen Erkl&auml;rung ihren Widerstand im Falle neuer K&uuml;rzungen an und fordern mehr Entscheidungsbefugnisse und Mittel f&uuml;r die Bezirke. Jahrelanges &raquo;Sparen&laquo; &ndash; vor allem beim Personal &ndash; habe sie ans &raquo;Limit&laquo; gebracht.<br>\nBei einer Pressekonferenz beklagten die Amtsleiter am Mittwoch, da&szlig; in den Fachbeh&ouml;rden der Stadt &ndash; anders als in den bislang gehorsamen Bezirken &ndash; weder strukturell noch finanziell etwas optimiert wurde. Zudem w&uuml;rden in den Senatsbeh&ouml;rden Entscheidungen getroffen, die dann in den Bezirken ausgef&uuml;hrt werden sollen, obwohl es diesen oft an entsprechendem Personal und den Mitteln fehle. Aufgaben k&ouml;nnten so nicht mehr oder nur &auml;u&szlig;erst verz&ouml;gert erledigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-12\/043.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Gr&uuml;nen: Politisches Wunder? Neue Volkspartei? &ndash; Politik als Marketing<\/strong><br>\nDem Marktideal entspricht auch die gr&uuml;ne Methode bei der Partnerwahl: Eine Gesch&auml;ftsverbindung auf Zeit ist f&uuml;r die Gr&uuml;nen zum Zweck des Regierens nach allen Seiten hin m&ouml;glich. Auch auf Bundesebene ist Schwarz-Gr&uuml;n keineswegs auf Dauer ausgeschlossen, da mag die Union momentan noch so sehr &uuml;ber die ewigen &laquo;Protesthansl&raquo; l&auml;stern.<br>\nFazit: Ein Wunder ist der Erfolg der Gr&uuml;nen nicht. Diese Partei hat es &uuml;ber die Jahre hin verstanden, sich marktf&auml;hig zu machen. Allerdings: Der Markt ist begrenzt, und die Gr&uuml;nen sind keine &laquo;Volkspartei&raquo;. Sie haben auch keine Aussichten, eine solche zu werden. Sie sind eine b&uuml;rgerliche Partei, sozialstrukturell wie auch in ihrem gesellschaftspolitischen Horizont.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozonline.de\/2011\/02\/die-gruenen-politisches-wunder-neue-volkspartei\/print\/\">Sozialistische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&Auml;gypten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Der Westen hat Angst&rdquo; <\/strong><br>\nZu lange hat der Westen die radikalen Kr&auml;fte im arabischen Raum ignoriert. Die vermeintliche Stabilit&auml;t war teuer erkauft worden. Der Wissenschaftler Hauke Hartmann fordert, endlich einen Dialog auch mit den Muslimbr&uuml;dern zu beginnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/spezials\/aufruhr-in-arabien\/-der-westen-hat-angst--\/-\/7151782\/7182724\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>What You Need to Know About the Muslim Brotherhood<\/strong><br>\nAs the revolutionary upsurge in Egypt builds toward its conclusion, some of the key questions involve the role of the Muslim Brotherhood&mdash;the Islamic movement that has been characterized as anything from a benign prodemocracy force to a terrorist-inclined radical group with designs on establishing a global Caliphate.<br>\nWhat, exactly, is the Brotherhood? How strong is it inside Egypt? If the regime falls, will the Brotherhood take over, or is Egypt too modern, too secular, and too diverse to tolerate an Islamist-dominated government? And finally, if the Brothers did seize power, either in the streets or through elections, what kind of rulers might they be? To answer these questions, we need some grounding in history.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/world\/149893\/what_you_need_to_know_about_the_muslim_brotherhood_\/\">AlterNet<\/a><\/li>\n<li><strong>Weltsozialforum sendet starkes Signal f&uuml;r Aufbruch Afrikas<\/strong><br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac bewertet das Weltsozialforum (WSF) in Dakar (Senegal), das am gestrigen Freitag zu Ende gegangen ist, als gro&szlig;en Erfolg f&uuml;r die Vernetzung und Mobilisierung der Zivilgesellschaften weltweit, allen voran der afrikanischen. &ldquo;Das Forum war gepr&auml;gt von den Revolten in Nordafrika&rdquo;, berichtete Alexis Passadakis, der f&uuml;r Attac Deutschland nach Dakar gereist war. &ldquo;Der Funke ist &uuml;bergesprungen. Von Dakar geht ein starkes Signal f&uuml;r den demokratischen und sozialen Aufbruch des afrikanischen Kontinents aus.&rdquo;<br>\nNeben den Bewegungen in Nordafrika standen vor allem die konkreten Probleme und Lebensumst&auml;nde der Afrikanerinnen und Afrikaner im Mittelpunkt des WSF: der Kampf um die nat&uuml;rlichen Ressourcen, der Raubbau an der Natur, die Zunahme von Hunger und Armut. &ldquo;Mehr noch als auf fr&uuml;heren Weltsozialforen wurde dabei immer wieder die Frage nach Alternativen gestellt. Die Kapitalismuskritik war sch&auml;rfer und prononcierter&rdquo;, berichtete Hugo Braun, ebenfalls f&uuml;r Attac Deutschland in Dakar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/datum\/2011\/02\/12\/von-kairo-nach-dakar-der-funke-ist-uebergesprungen-1\/?no_cache=1&amp;L=2&amp;cHash=9abb095f849e0ee3bedf70034272ba4f\">attac<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>USA: Ein Land, zwei &Ouml;konomien<\/strong><br>\nDie &raquo;Rolle der USA als F&uuml;hrungsmacht und als strahlendes Licht der Welt&laquo; werde von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung entschieden. Deshalb seien nun besondere Anstrengungen n&ouml;tig. Mit derlei Phrasen hatte US-Pr&auml;sident Barack Obama am 25. Januar an den Patriotismus seiner Landsleute appelliert. In seiner Rede zur Lage der Nation gew&auml;hrte er auch ungewollt einen tiefen Einblick in sein eigenes, von gro&szlig;er N&auml;he zur Wall Street gepr&auml;gtes Verst&auml;ndnis von wirtschaftlichem Aufschwung und Wohlergehen. &raquo;Zwei Jahre nach der schlimmsten Rezession, die die meisten von uns jemals erfahren haben, sind die B&ouml;rsenkurse wieder m&auml;chtig gestiegen, ebenso die Gewinne der Konzerne. Die Wirtschaft w&auml;chst wieder&laquo;, so Obama. Offensichtlich sind wirtschaftlicher Wohlstand und Fortschritt f&uuml;r den Pr&auml;sidenten synonym mit kr&auml;ftigen Gewinnsteigerungen f&uuml;r Unternehmer und B&ouml;rsenspekulanten.<br>\nWas ist aber mit den fast zehn Millionen Menschen, die durch die Krise ihren Job verloren und von denen die meisten immer noch keine neue Arbeit gefunden haben? Deren Sicht der Dinge ist Obama und den Politiker-Multimillion&auml;ren, die zum Gro&szlig;teil die Administration und den Kongre&szlig; bev&ouml;lkern, fremd. Eine der wenigen Ausnahmen ist der &Ouml;konom Robert Reich, der unter Pr&auml;sident William Clinton Arbeitsminister war. In einer vernichtenden Analyse bezeichnete er j&uuml;ngst die Entwicklung in den USA als die hin zu einem gespaltenen Land, das faktisch zwei &Ouml;konomien hervorgebracht habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-12\/032.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Diese Verh&auml;ltnisse lassen sich als Trend locker auf Europa, auf Deutschland &uuml;bertragen. Da wirkt es befremdlich, wenn uns angesichts der Demokratiebewegungen in Tunesien und &Auml;gypten die Medien die westlichen Demokratien dauernd als Leitbilder pr&auml;sentieren. Mag es f&uuml;r diese L&auml;nder ein Gewinn sein, zu freien und geheimen Wahlen zu kommen, so muss auch bei uns immer wieder um das, was das Wesen der Demokratie ausmacht, gerungen werden. Joseph E. Stiglitz hat unl&auml;ngst darauf hingewiesen, dass die Demokratie in USA von zunehmender Ungleichheit bei Einkommen und noch mehr bei Verm&ouml;gen begleitet ist, dass alle Gewinne aus dem wirtschaftlichen Wachstum an die Spitze der Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung gehen. Er spricht von der Verquickung von Wirtschaft und Politik als amerikanischer Form der Korruption. &ndash; Bei all diesen &bdquo;demokratisch&ldquo; abgesicherten Ph&auml;nomen k&ouml;nnen wir gut mitreden.<br>\nBesonders zum Nachdenken regt sein Hinweis auf Rechtstaatlichkeit an: &ldquo;Alle verweisen auf die Rechtsstaatlichkeit, aber es macht eine ganze Menge aus, was f&uuml;r eine Art von Rechtsstaatlichkeit das ist. Denn Gesetze kann man nutzen, um Chancengleichheit und Toleranz zu gew&auml;hrleisten oder um Ungleichheiten und die Macht der Eliten zu erhalten.&rdquo; Das gilt nicht nur f&uuml;r Tunesien oder &Auml;gypten, sondern auch f&uuml;r <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:top-oekonomen-joseph-e-stiglitz-der-tunesische-katalysator\/60008773.html\">den ach so demokratischen Westen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>The UK&rsquo;s Progressive Tea Party<\/strong><br>\nImagine a parallel universe where the Great Crash of 2008 inspired ordinary people to take on corporate tax evaders. The name of this parallel universe is Britain.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.yesmagazine.org\/new-economy\/the-uks-progressive-tea-party\">YES!<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Darin berichtet Johann Hari, Kolumnist des Independent in London, &uuml;ber die <a href=\"http:\/\/www.ukuncut.org.uk\/\">UK Uncut-Bewegung<\/a>, &uuml;ber die in deutschen Medien kaum etwas zu lesen ist. Eine der wenigen Ausnahmen ist <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/34\/34159\/1.html\">Telepolis<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Die &ldquo;geraubten Kinder&rdquo; in Spanien fordern Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\nGesch&auml;tzte 300.000 Kinder wurden Regimegegnern in der Franco-Diktatur geraubt. Zun&auml;chst war der Kinderraub politischer Natur. Die Putschisten raubten Republikanerinnen, Linken, katalanischen und baskischen Nationalistinnen in den Kn&auml;sten ihre Kinder. &ldquo;Wegen ihrer sch&auml;dlichen Ideen&rdquo; seien sie f&uuml;r die Erziehung ungeeignet, schreibt die franquistischen &ldquo;Kinderschutzbeh&ouml;rde&rdquo;. Aus dem Bericht geht hervor, dass f&uuml;nf Jahre nach deren Sieg im B&uuml;rgerkrieg, also 1944, mehr als 12.000 Kinder von Franco-Gegnern &ldquo;umerzogen&rdquo; wurden. Eins von ihnen war Vicente Mu&ntilde;iz, gegen dessen Eltern schwere Anschuldigungen konstruiert wurden. Sie wurden schlie&szlig;lich ermordet und liegen noch heute in einem der Massengr&auml;ber. Die Zahl der geraubten Kinder stieg sogar weiter an. 1954 sollen es nach Dokumenten der faschistischen Beh&ouml;rde schon 54.000 gewesen sein. Meist wurde im klerikalfaschistischen Spanien die Umerziehung Klosterschulen oder Priesterseminaren &uuml;bertragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/149256\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Medienkritik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Brotlose Statistiken<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fernsehkritik.tv\/folge-62\/45\/\">Fernsehkritik-TV<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Das verlinkte Video zeigt zwischen den Minuten 0:45 und 6:20 aufschlussreiche Stellungnahmen bzw. Nichtstellungnahmen von ARD, ZDF, Sat1 und RTL zu der Frage, warum, diese Sender nicht die ungesch&ouml;nten Arbeitsmarktdaten berichten. Insbesondere die Antwort von RTL zeigt ein &auml;u&szlig;erst merkw&uuml;rdiges Verst&auml;ndnis dessen, was die Aufgabe des Journalismus ist. Wobei die in dem Video vorgebrachte Anmerkung, dass die &ldquo;ungesch&ouml;nten&rdquo; Daten vom Statistischen Bundesamt (und nicht von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit) stammen, nicht zutreffend ist. Auch diese Daten werden von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit geliefert.<br>\nNichts desto trotz ist insbesondere die Stellungnahme von RTL &auml;u&szlig;erst aufschlussreich. Diese Art von journalistischem Selbstverst&auml;ndnis bzgl. der monatlichen Berichterstattung zu den Arbeitsmarktdaten ist eigentlich kennzeichnend f&uuml;r den Verlautbarungsjournalismus in undemokratischen Systemen, in denen es keine Pressefreiheit und damit keine W&auml;chterrolle der sog. &bdquo;Vierten Gewalt&ldquo; gibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Union attackiert im ZDF-Fernsehrat &ldquo;Frontal 21&rdquo; <\/strong><br>\nNach SPIEGEL-Informationen waren &ldquo;Frontal 21&rdquo;-Redakteure in den vergangenen Monaten mehrmals vor den Chefredaktionsausschuss zitiert und von Christdemokraten scharf attackiert worden. In dem Gremium sitzen mehrheitlich Politiker der Union, unter ihnen die Generalsekret&auml;re Alexander Dobrindt und Hermann Gr&ouml;he, sowie Ex-Verteidigungsminister Franz Josef Jung. An einem kritischen Bericht &uuml;ber die Atompolitik der Bundesregierung etwa bem&auml;ngelten die Politiker die angeblich tendenzi&ouml;se Bildsprache, berichten Teilnehmer der Sitzung.<br>\nMehrmals beschwerten sich die Unionsleute, das Magazin sei zu einseitig. Chefredakteur Peter Frey habe die Kritik stets zur&uuml;ckgewiesen. Unter ZDF-Journalisten hei&szlig;t es, dass sich die Union nach der Abwahl von Chefredakteur Nikolaus Brender offenbar auf das Politikmagazin &ldquo;einschie&szlig;t&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/0,1518,745210,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Schavan will Bundes-Universit&auml;ten einrichten<\/strong><br>\nDie Bildungsministerin (CDU) h&auml;lt es f&uuml;r m&ouml;glich, dass leistungsstarke deutsche Hochschulen mittelfristig in die Zust&auml;ndigkeit des Bundes wechseln.<br>\n&ldquo;Jedem ist klar, dass die Exzellenzinitiative nach der dritten Runde beendet ist. Trotzdem wird danach sofort die Debatte einsetzen, wer das dauerhaft finanziert, um exzellente Strukturen zu erhalten. Sp&auml;testens dann wird sich die Frage nach Standorten von Bundesuniversit&auml;ten stellen&rdquo;, sagte Schavan der &ldquo;Berliner Morgenpost&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article12526769\/Schavan-will-Bundes-Universitaeten-einrichten.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Abgesehen davon, dass es Unsinn bleibt, ganze Universit&auml;ten zu Elite-Universit&auml;ten zu erkl&auml;ren, statt zu erkennen, dass &bdquo;exzellent&ldquo; immer nur einzelne F&auml;cher oder Forschungseinheiten an sehr unterschiedlichen Hochschulen sind, ist es ein Irrweg, nun einzelne Hochschulen in die Zust&auml;ndigkeit des Bundes zu &uuml;bernehmen. Das bed&uuml;rfte einer Verfassungs&auml;nderung. Dabei w&auml;re es viel naheliegender den Irrweg der F&ouml;deralismusreform mit dem &bdquo;Kooperationsverbot&ldquo; zwischen Bund und L&auml;ndern aufzugeben. Statt der unheilvollen Ideologie des Wettbewerbsf&ouml;deralismus sollte man lieber zum kooperativen F&ouml;deralismus zur&uuml;ckkehren. D.h. Bund und L&auml;nder sollten beim Hochschulwesen zusammenarbeiten, davon h&auml;tten dann vielleicht wieder alle Hochschulen einen Vorteil. Der Vorschlag einer Bundeszust&auml;ndigkeit f&uuml;r einzelne Hochschulen ist letztlich das hilflose Eingest&auml;ndnis des Scheiterns der F&ouml;deralismusreform durch die Bundesbildungsministerin. Dieses Scheitern haben wir <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=267\">schon vor f&uuml;nf Jahren vorhergesagt<\/a>. Und die &bdquo;elit&auml;re&ldquo; Zeit strebt nach dem <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/07\/C-Bundesfoerderung\">deutschen &bdquo;Oxford&ldquo;<\/a>. Zur &bdquo;Elite-Universit&auml;t&ldquo; siehe auch Torsten Bultman: <a href=\"?p=5636\">&raquo;Hochschule und Demokratie &ndash; eine kritische Bestandsaufnahme&laquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Menschenkette gegen Atompolitik: Reihen Sie sich ein!<\/strong><br>\nMit zigtausenden Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet werden wir am 12. M&auml;rz eine gro&szlig;e Menschenkette gegen die Atompolitik der Regierung bilden &ndash; vom Risikoreaktor Neckarwestheim nach Stuttgart. Zum richtigen Zeitpunkt: Zwei Wochen sp&auml;ter wird im &bdquo;L&auml;ndle&ldquo; gew&auml;hlt. Eine neue Landesregierung muss den Atomausstieg selbst in die Hand nehmen &ndash; und die baden-w&uuml;rttembergischen Meiler in Neckarwestheim und Philippsburg abschalten. Unterst&uuml;tzen Sie die Aktion!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.anti-atom-kette.de\/\">Anti-Atom-Kette<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Atomm&uuml;ll, Agenten und die Mafia &ndash; Ein Polit-Krimi aus Kalabrien<\/strong><br>\nSeit der Erstausstrahlung dieser Sendung im M&auml;rz 2010 haben weitere Mafia-Aussteiger best&auml;tigt, dass radioaktiver und giftiger M&uuml;ll im Mittelmeer versenkt wurde. Ermittlungen brachten ein Netzwerk von Giftm&uuml;llh&auml;ndlern ans Licht, die im Auftrag mehrerer europ&auml;ischer, auch deutscher Firmen arbeiten. Doch das italienische Umweltministerium will von den Enth&uuml;llungen nichts wissen. F&uuml;r sie bleibt der Fall abgeschlossen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/wissen\/-\/id=7120152\/property=download\/nid=660374\/1i4k5f9\/swr2-wissen-20110121.pdf\">SWR Wissen Manuskript [PDF &ndash; 122 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mp3-download.swr.de\/swr2\/wissen\/sendungen\/2011\/01\/swr2wissen_20110121_atommuell_agenten_und_die_mafia.19244s.mp3\">Audio<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Rezensionen: Nachdenken &uuml;ber Deutschland: Das kritische Jahrbuch 2010\/2011<\/strong><br>\nKundenrezensionen bei Amazon<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/product-reviews\/3938060565\/ref=lmf_1_rsrsrs0_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&amp;showViewpoints=1\">Amazon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Berliner Wasservertr&auml;ge: Volksentscheid erfolgreich; obskure Finanzm&auml;rkte; Banken: Die Versuchung; Pl&auml;ne zum Weltw&auml;hrungssystem; &bdquo;EU braucht wachsenden deutschen Konsum&ldquo;; Griechen wollen sich von EU nichts befehlen lassen; die Wirtschafts- und Finanzkrise mit Blick auf Marx und Keynes; Aus&uuml;bung parlamentarischer Kontrollrechte im Bereich Finanzmarkt; Bahn: Alle gegen B&ouml;rsengang?; Gro&szlig;razzia wegen NRW-Bauaff&auml;re; USA:<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8295\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8295","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8295","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8295"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8295\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8322,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8295\/revisions\/8322"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8295"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8295"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8295"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}