{"id":82977,"date":"2022-04-17T09:00:16","date_gmt":"2022-04-17T07:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82977"},"modified":"2022-04-14T13:24:02","modified_gmt":"2022-04-14T11:24:02","slug":"hinweise-der-woche-252","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82977","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82977#h01\">Hauptsache alle gegen Russland: Der Feindbildaufbau des Soziologen Armin Nassehi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82977#h02\">Wolodymyr Selenskyjs Reden &ndash; ehrlich w&auml;re anders<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82977#h03\">Die Maske f&auml;llt: Worum es bei der Ausladung des Bundespr&auml;sidenten wirklich geht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82977#h04\">Neue EU-Doktrin? &ndash; Lawrow spricht von &ldquo;Wendepunkt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82977#h05\">Erkl&auml;rst&uuml;ck: Keine Bundeswehr-Marder f&uuml;r die Ukraine?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82977#h06\">Aufr&uuml;stung der Bundeswehr im Ukraine-Krieg: Evangelische Theologin kontert Kanzler Scholz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82977#h07\">Scholz hat seine Zusagen schon wieder einkassiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82977#h08\">Wirecard-Skandal: Russischer Geheimdienst bot Marsalek zum Verh&ouml;r an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82977#h09\">Energie-Entlastungspakete der Bundesregierung bei Erwerbst&auml;tigen sozial weitgehend ausgewogen, Defizite bei Rentnerinnen und Rentnern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82977#h10\">Soziale Folgen der Corona-Krise: Erhebung zeigt zunehmend besorgniserregende Lage<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hauptsache alle gegen Russland: Der Feindbildaufbau des Soziologen Armin Nassehi<\/strong><br>\nSoziologen sind eigentlich nicht f&uuml;r Feindbilder zust&auml;ndig. Oder doch? Ein Zeit-Essay von Armin Nassehi erkl&auml;rt Putin und Russland zum Feind. Ist das okay? (&hellip;)<br>\nArmin Nassehi ist Professor an der Ludwig-Maximilian-Universit&auml;t in M&uuml;nchen. Er ist unter anderem in der politischen Soziologie beheimatet. Als gestandener Soziologe verf&uuml;gt er &uuml;ber Werkzeuge und Wissen, um Demagogie nicht auf den Leim zu gehen.<br>\nIn dem Zeit-Text hat der Konflikt zwischen Russland und dem Westen, hat der Streit um die Ukraine keinen Unterbau. Beim Lesen entsteht der Eindruck, Europa und die Welt kamen zu diesem Krieg wie die Jungfrau zum Kinde. Ein Krieg als eine Art Akt der unbefleckten Empf&auml;ngnis. Europa und die Welt d&uuml;rfen ihre H&auml;nde in Unschuld waschen. Putin hat &ndash; der Rolle eines b&ouml;sen Gottes gleich &ndash; den Krieg einfach vom Himmel geworfen.<br>\nDas ist falsch. Dieser Krieg ist der sichtbare Ausdruck einer Vorgeschichte. Nassehis Rechnung aber geht wie folgt: Russland hat die Ukraine angegriffen. Also ist Russland der Feind. Wenn dem so ist: Was ist mit den Staaten, die, zum Beispiel, einen Angriffskrieg gegen den Irak gef&uuml;hrt haben? Sind das nun auch unsere Feinde? Zweierlei Ma&szlig; und Doppelmoral werden offensichtlich.  (&hellip;)<br>\nNassehi verkn&uuml;pft seine Feindbilderz&auml;hlung mit dem gef&auml;lligen Narrativ von den funktionierenden westlichen Demokratien. Vorsicht ist angebracht. Die westlichen Demokratien im Sinne eines naiven, demokratietheoretischen Wirklichkeitsverst&auml;ndnisses zu denken, wird der Realit&auml;t genauso wenig gerecht, wie Russland als &bdquo;unseren Feind&ldquo; zu betrachten. (&hellip;)<br>\nW&auml;re Putin &ndash; mit all den negativen Auswirkungen, die sein Handeln f&uuml;r sich und sein Land haben w&uuml;rde &ndash; auch ohne die Ereignisse von 2014 und der acht Jahre langen folgenden Kompromisslosigkeit des Westens am 24. Februar dieses Jahres in die Ukraine einmarschiert? Daran glauben wohl nur ewige Russlandhasser.<br>\nNassehis Essay ist &ndash; man muss es leider so ausdr&uuml;cken &ndash; gepr&auml;gt von einem intellektuellen und soziologischen Dilettantismus. Das einseitige Feindbild h&auml;lt einer kritischen Betrachtung nicht stand. Das Demokratieverst&auml;ndnis, das in dem Text zum Vorschein kommt, ist in seiner Eindimensionalit&auml;t schlicht falsch. Das Letzte, was unsere Gesellschaft tun sollte, ist einen Feind, den es so nicht gibt, &bdquo;intellektuell anzunehmen&ldquo;. Was Europa, genauso wie die Ukraine, dringend braucht, ist Frieden. Soziologen k&ouml;nnen dabei behilflich sein. Dazu m&uuml;ssen sie die Fakten von der Ideologie trennen und nicht noch weiter miteinander verr&uuml;hren. Soziologen setzen dem Krieg ihre intellektuellen Waffen entgegen. Ideologen betreiben Feindbildaufbau. Nassehi hat seinen Essay vermutlich aus &Uuml;berzeugung verfasst. Das darf er. &Uuml;berzeugung sollte aber nicht in Ignoranz enden. Denn am Ende f&auml;llt die Atombombe auf die K&ouml;pfe von uns allen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/hauptsache-alle-gegen-russland-der-feindbildaufbau-des-soziologen-armin-nassehi-li.221328\">Marcus Kl&ouml;ckner in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wolodymyr Selenskyjs Reden &ndash; ehrlich w&auml;re anders<\/strong><br>\nSeit dem Beginn des Krieges in der Ukraine hat der ukrainische Staatspr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj mehrere Reden an die Bev&ouml;lkerung im Ausland gehalten &ndash; mit teilweise h&ouml;chst problematischen Aussagen.<br>\nSelenskyjs Reden waren inhaltlich immer genau ausgerichtet auf das Publikum, an das er sich richtete. Viele Zuh&ouml;rer waren denn auch tief beeindruckt und haben ihm zugejubelt. Aber nicht alle &ndash; und dies zu Recht. In Israel zum Beispiel, wo Selenskyj seine Rede an die Abgeordneten in der Knesset richtete, verglich er den Angriff Russlands auf die Ukraine mit dem Angriff Hitlers auf Russland und mit dem Holocaust, der konsequenten Verfolgung und Vernichtung der Juden. Und Selenskyj verstieg sich zur Behauptung, die Ukrainer h&auml;tten damals viele Juden gerettet. Das ist mehr als zynisch. Die Realit&auml;t ist, dass in der Ukraine damals nicht nur die Nazi-Schergen Juden ermordet haben, sondern dass auch viele Ukrainer sich selber aktiv an der Juden-Vernichtung beteiligten. In der ganzen Ukraine wurden im Zweiten Weltkrieg um die 1,5 Millionen Juden ermordet, nicht zuletzt auch von den Milizen von Stepan Bandera, dem zu Ehren die ukrainische Hauptstadt Kiev vor wenigen Jahren eine wichtige Strasse in &laquo;Stepan Bandera Boulevard&raquo; umgetauft hat. Und Selenskyj erw&auml;hnte auch, dass die Russen die Gedenkst&auml;tte Babyn Jar bombardiert h&auml;tten &ndash; Babyn Jar, wo am 22. und 23. September 1941 &ndash; in nur zwei Tagen! &ndash; &uuml;ber 33&rsquo;000 Juden erschossen wurden, von den Nazis und ihren ukrainischen Helfern, wie man weiss. Die israelische Zeitung Haaretz nahm denn auch gleich nach der Rede Selenskyjs mit dem Leiter der dortigen Gedenkst&auml;tte Kontakt auf, der seinerseits best&auml;tigte, dass Babyn Jar von russischen Bomben nicht besch&auml;digt wurde. Der Angriff der Russen galt vielmehr dem Fernsehturm in der N&auml;he der Gedenkst&auml;tte. Und Haaretz erlaubte sich, auch generell an die Rolle der Ukraine im Zweiten Weltkrieg zu erinnern. Obwohl Wolodymyr Selenskyj selber Jude ist, h&auml;lt sich seiner Falschaussagen und seiner &auml;usserst problematischen historischen Vergleiche wegen die Sympathie der gutinformierten Israelis f&uuml;r ihn in engen Grenzen. Israel hat denn auch keine Sanktionen gegen Russland beschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/wolodymyr-selenskyjs-reden-ehrlich-waere-anders\/%20\">GlobalBridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Maske f&auml;llt: Worum es bei der Ausladung des Bundespr&auml;sidenten wirklich geht<\/strong><br>\nDas Minsk II-Abkommen &ndash; Ein Blick zur&uuml;ck [&hellip;]<br>\nTrotz unbestreitbar guter Vors&auml;tze schaffte es Selenskij nach seiner Wahl nicht, den Widerstand gegen die Implementierung des Minsker Abkommens in der Ukraine zu brechen und im Parlament die Verfassungs&auml;nderung zu erreichen, die den Weg zu einer friedlichen L&ouml;sung des Konflikts geebnet h&auml;tte. Im Februar 2020 hatte er kaum noch &ouml;ffentliche Unterst&uuml;tzung. Unter dem Druck der rechten Kr&auml;fte in der Ukraine r&uuml;ckte er &ndash; trotz Beteuerung des Gegenteils- vom Minsker Abkommen ab.<br>\nAm Rande der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz wurde im Februar 2020 ein Appell zur Befriedung der Ukraine einschlie&szlig;lich zur Rettung dieses Abkommens ver&ouml;ffentlicht.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.europeanleadershipnetwork.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/EASLG-Statement_Ukraine_FINAL_updated-021420.pdf\">europeanleadershipnetwork.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/EASLG-Statement_Ukraine_FINAL_updated-021420.pdf<\/a>.<br>\nDer einflussreiche Atlantic Council stellte sich sofort gegen diese Initiative, weil sie &bdquo;problematische&ldquo; Teile h&auml;tte.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.atlanticcouncil.org\/blogs\/ukrainealert\/flawed-peace-plan-for-ukraine-doesnt-pass-muster\/\">atlanticcouncil.org\/blogs\/ukrainealert\/flawed-peace-plan-for-ukraine-doesnt-pass-muster\/<\/a><br>\nDamit war der Schleier gel&uuml;ftet: Zumindest in Teilen des US-Establishments existierte kein Interesse (mehr) an der Verwirklichung des Minsker Abkommens.<br>\nSolange Obama im Amt war, unterst&uuml;tzten die USA das Minsker Abkommen. Aber auch damals schon gab es einflussreiche Stimmen, wie die der immer kriegshungrigen republikanischen Senatoren McCain und Graham, die dieses Abkommen f&ouml;rmlich in der Luft zerrissen und in ihm &ldquo;erstmals seit 70 Jahren die Entmachtung eines souver&auml;nen Landes in Europa&rdquo; sahen.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/krisen\/id_72948208\/gabriel-warnt-vor-krieg-um-die-ukraine-warum-minsk-trotz-debalzewo-noch-nicht-tot-ist.html\">t-online.de\/nachrichten\/ausland\/krisen\/id_72948208\/gabriel-warnt-vor-krieg-um-die-ukraine-warum-minsk-trotz-debalzewo-noch-nicht-tot-ist.html<\/a><br>\nBeide Senatoren reisten 2016 zusammen mit dem damaligen Pr&auml;sidenten Poroschenko an die Front und verk&uuml;ndeten: Euer Kampf ist unser Kampf. Es wird Zeit, dass Russland einen h&ouml;heren Preis bezahlt.<br>\n2017 folgten die ersten US-Waffenlieferungen an die Ukraine, unter dem neugew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Trump, dem wegen seiner angeblichen Russlandverstrickung eine angeblich anti-ukrainische Haltung nachgesagt wurde, was die US-Demokraten in die Welt setzten.<br>\n2020 war ein innenpolitisch extrem instabiles Jahr f&uuml;r die Ukraine. Zwischen den Minsker Abkommensparteien versch&auml;rfte sich der Streit, wer Schuld an der Nichtumsetzung trug: Moskau, Kiew?<br>\nF&ouml;rmlich mahnte die EU die russische Seite, das Abkommen zu erf&uuml;llen und schloss sich damit der ukrainischen Sichtweise an, dass Russland den Donbass okkupiert h&auml;tte. Russland wiederum verwahrte sich dagegen, eine direkte Konfliktpartei zu sein und bestand auf direkten Gespr&auml;chen zwischen den Rebellen und der ukrainischen Regierung.<br>\nDer Einzige, der 2020 die Wahrheit auf den Tisch legte, war Krawtschuk, der ehemalige Pr&auml;sident und damalige Leiter der ukrainischen Delegation in der trilateralen Kontaktgruppe. Der warf Poroschenko vor, ein Abkommen unterzeichnet zu haben, dass er, inzwischen in der Opposition, nunmehr politisch bek&auml;mpfte. Es w&auml;re doch von Anfang an klar gewesen, dass dieses Abkommen nicht erf&uuml;llbar w&auml;re.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.unian.info\/politics\/donbas-war-minsk-agreements-impossible-to-fulfill-kravchuk-says-11144114.html\">unian.info\/politics\/donbas-war-minsk-agreements-impossible-to-fulfill-kravchuk-says-11144114.html<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/die-maske-fallt-worum-es-bei-der\">Petra Erler<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Neue EU-Doktrin? &ndash; Lawrow spricht von &ldquo;Wendepunkt&rdquo;<\/strong><br>\nDie undiplomatischen &Auml;u&szlig;erungen des EU-Chefdiplomaten Borrell zum Ukraine-Krieg haben ein Nachspiel. Russlands Au&szlig;enminister Lawrow spricht von einem &ldquo;ernsten Wendepunkt&rdquo;.<br>\nMit seinen &Auml;u&szlig;erungen, wonach der Krieg in der Ukraine &ldquo;auf dem Schlachtfeld&rdquo; entschieden werde, habe Borrell die &ldquo;Spielregeln&rdquo; ge&auml;ndert, sagte Lawrow. Bisher sei die EU in ihrer Geschichte n&auml;mlich nicht als Milit&auml;rblock in Erscheinung getreten.<br>\nBorrells &ldquo;aggressive&rdquo; &Auml;u&szlig;erung sei ein &ldquo;ernsthafter Wendepunkt&rdquo; in der Politik des Westens unter F&uuml;hrung der USA. Der Westen habe aus der Ukraine einen &ldquo;Br&uuml;ckenkopf zur endg&uuml;ltigen Niederschlagung Russlands und zur Unterwerfung Russlands unter das vom Westen aufgebaute globale System gemacht&rdquo;.<br>\nWas soll man davon halten?<br>\nRichtig ist, dass die EU &uuml;ber keine eigene Armee verf&uuml;gt und bis zum Ukraine-Krieg auch keine Waffen in Kriegsgebiete lieferte. Vielmehr verstand sich die EU als &ldquo;Friedensunion&rdquo;, die selbst bei hoffnungslosen Konflikten wie im Nahen Osten auf Vermittlung und Entspannung setzte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/neue-eu-doktrin-lawrow-spricht-von-wendepunkt\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu: <strong>EU-Au&szlig;enbeauftragter Borrell: &bdquo;Dieser Krieg wird auf dem Schlachtfeld gewonnen werden&ldquo;<\/strong><br>\nDie Ukraine soll wegen geopolitischer Interessen durchhalten, weil sie &bdquo;f&uuml;r uns&ldquo; k&auml;mpft. Es gibt noch einmal 500 Millionen f&uuml;r Waffen, nach dem 5. ist schon das 6. Sanktionspaket in Arbeit. Ein konstruktives Ziel gibt es nicht.<br>\nDie EU hat ein f&uuml;nftes Sanktionspaket seit Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine beschlossen. EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen und der EU-Au&szlig;enbeauftragte Josep Borrell hatten sich beeilt, m&ouml;glichst ganz vorne dabei zu sein, um durch eine Fahrt nach Kiew den eigenen Mut zum Ausdruck zu bringen, uneingeschr&auml;nkte Solidarit&auml;t mit der ukrainischen Regierung zu demonstrieren. Von der Leyen k&uuml;ndigte gleich schon mal ein n&auml;chstes Sanktionspaket und schnelle Aufnahme in die EU an, Borrell und sie versprachen &uuml;berdies weitere 500 Millionen Euro f&uuml;r Milit&auml;rhilfe.<br>\nDen Reigen hatten bekanntlich die polnischen, slowenischen und slowakischen Regierungschefs er&ouml;ffnet, auch wenn der Besuch ein Fake sein kann. Desto mehr bem&uuml;ht man sich jetzt, die Anwesenheit der Politiker in Kiew oder Buch zu zeigen. Am Samstag kam dann auch noch nach dem &ouml;sterreichischen Kanzler Boris Johnson angereist, dem Selenskij besondere Aufmerksamkeit widmete und ihn durch Kiew unter Milit&auml;rschutz begleitete, wo dann der tapfere Premierminister angeblich auch mit zuf&auml;llig begegnenden Passanten sprechen konnte. Die Medientour von Selenskij und Johnson bewies nebenbei auch, dass das Zentrum von Kiew unversehrt ist und dass der ukrainische Pr&auml;sident keine Angst vor Killerbanden haben muss, die ihm nach dem Leben trachten, wie das westliche Medien vor einiger Zeit behaupteten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/eu-aussenbeauftragter-borrell-dieser-krieg-wird-auf-dem-schlachtfeld-gewonnen-werden\/\">Krass &amp; Konkret<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Zum Krieg aufrufen oder Br&uuml;cken bauen?<\/strong><br>\nWir m&uuml;ssen den Frieden suchen und schaffen. &bdquo;Selbstkritik&ldquo; &agrave; la Frank-Walter Steinmeier ist das Gegenteil. Der Bundespr&auml;sident verdreht die Geschichte der letzten 30 Jahre.<br>\nDer Krieg in der Ukraine ersch&uuml;ttert die Welt gegenw&auml;rtig mehr als andere gleichzeitig stattfindende Kriege. Warum? Weil er mitten in Europa stattfindet? Weil er wie aus heiterem Himmel f&auml;llt? Weil Waldimir Putin den Frieden, den der Westen f&uuml;r die Welt sichern will, mit F&uuml;&szlig;en tritt?<br>\nDie Emp&ouml;rung &uuml;ber den v&ouml;lkerrechtswidrigen russischen Einmarsch in die Ukraine schl&auml;gt h&ouml;chste Wellen. In Zukunft hei&szlig;t es, k&ouml;nne Frieden und Sicherheit nicht mehr mit, sondern nur noch gegen Russland gesichert werden. Ein gigantischer Sanktionsfeldzug gegen Russland, eine Aufr&uuml;stungsspirale ohne Gleichen, eine schon ans Rassistische grenzende Ausgrenzung alles Russischen wurde in Gang gesetzt. Cui bono? Wem n&uuml;tzt das?<br>\nHalten wir doch f&uuml;r einen Augenblick inne: War es denn wirklich so, dass der Westen, die EU, speziell auch Deutschland seit dem Ende der Sowjetunion 1991 alles daf&uuml;r getan haben, mit Russland anstelle des zusammengebrochenen Systems des &bdquo;Kalten Friedens&ldquo; eine neue Sicherheitsarchitektur f&uuml;r einen dauerhaften Frieden aufzubauen, wie von Russland immer wieder vorgeschlagen? Warum musste die Ukraine zwischen Europ&auml;ischer Union und Eurasischer Union Russland zerrissen werden? Warum muss die NATO bis in die Ukraine vordringen? Warum kann die Ukraine nicht das sein, was sie aus ihrer geschichtlichen Natur als Durchzugsraum zwischen Osten und Westen, zwischen Norden und S&uuml;den sein k&ouml;nnte: eine Br&uuml;cke, die in ihrer kulturellen, geschichtlichen und geistigen Vielfalt Russland und Europa verbindet?<br>\n&Uuml;ber diese Fragen k&ouml;nnten wir miteinander sprechen, statt uns an der Vertiefung der ohnehin schon entstandenen Gr&auml;ben zu beteiligen und der Hysterie der ideologischen und materiellen Aufr&uuml;stung zu verfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/zum-krieg-aufrufen-oder-bruecken-bauen\/\">Kai Ehlers auf GlobalBridge<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Die Indiel&auml;ngezieher: Verhandlungen im Ukraine-Krieg<\/strong><br>\nKrieg als zu vermeidendes Ungl&uuml;ck, von wegen Tote, Verletzte, Zerst&ouml;rungen, &raquo;unermessliches menschliches Leid&laquo; usw.? Diese Rhetorik war einmal. Heute stehen am Rande von Massengr&auml;bern andere T&ouml;ne an. Es mehren sich westliche Stimmen, die an dem Sterben in der Ukrai&shy;ne auch und vor allem das Positive sehen. Zwei Namen in diesem Zusammenhang: Boris Johnson und Josep Borrell. Der erste war am Sonnabend in Kiew, versprach der Ukraine mehr und schwerere Waffen und schwor das Land darauf ein, Verhandlungen eher platzen zu lassen, als Zugest&auml;ndnisse zu machen. Der andere schrieb am Freitag in einem Bilanztweet seines Besuchs in Kiew: &raquo;Dieser Krieg wird auf dem Schlachtfeld entschieden.&laquo; Das hei&szlig;t, er wird und soll so lange weitergef&uuml;hrt werden, bis diese Entscheidung herbeigef&uuml;hrt ist. Der notorische Andrij Melnyk erkl&auml;rt gegen&uuml;ber dem Revolverblatt aus Hamburg das Ziel: die &raquo;milit&auml;rische Zerschlagung des verbrecherischen Russlands&laquo;. Geht&rsquo;s noch? Hat dieser Hetzer schon mal etwas vom Atomkrieg geh&ouml;rt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/424421.die-indiel%C3%A4ngezieher.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Erkl&auml;rst&uuml;ck: Keine Bundeswehr-Marder f&uuml;r die Ukraine?<\/strong><br>\nDen Zustand der Bundeswehr kann man kritisieren und sollte diesen schnellstm&ouml;glich verbessern. Die Entscheidung, keine Marder liefern zu wollen, darf man aber erst kritisieren, wenn einem der Preis bewusst ist, den diese Entscheidung mit sich bringt. Und dieser ist hoch, viel h&ouml;her als sich manch Kritiker bewusst ist. Denn im Endeffekt w&uuml;rde eine Lieferung der Sch&uuml;tzenpanzer Marder bedeuten, dass die Bundeswehr f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre &ndash; insbesondere dann, wenn der Krieg noch l&auml;nger dauern sollte &ndash; einen gro&szlig;en Teil der heeresspezifischen Zusagen an die NATO wieder absagen m&uuml;sste.<br>\nEs sei in diesem Zusammenhang an die Aussage des Inspekteurs Heer erinnert, welcher am ersten Kriegstag &ouml;ffentlich erkl&auml;rt hat, dass das Heer abseits der bereits laufenden Engagements &bdquo;blank&ldquo; sei. Denkt man diese Aussage logisch weiter, bedeutet dies nicht nur, dass das Heer keine weiteren Mittel und Kr&auml;fte hat, um zus&auml;tzliche Engagements der NATO zu &uuml;bernehmen, sondern es w&auml;re unter Umst&auml;nden sogar erforderlich, laufende Verpflichtungen abzusagen.<br>\nPlakativ gesagt: Wenn man nicht in der Lage ist, der NATO eine zus&auml;tzliche Panzergrenadierkompanie, bestehend aus 14 Sch&uuml;tzenpanzern, anzubieten, wie soll man dann der Ukraine 100 Sch&uuml;tzenpanzer abgeben? Insbesondere dann, wenn man bedenkt, dass es ja nicht nur 100 Sch&uuml;tzenpanzer w&auml;ren, sondern entsprechende Ersatzteil- und Munitionspakete f&uuml;r Wochen und Monate Kriegseinsatz, der deutlich verschlei&szlig;intensiver ist, als ein eFP-Einsatz im Baltikum oder ein &Uuml;bungsplatzaufenthalt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/soldat-und-technik.de\/2022\/04\/streitkraefte\/31199\/erklaerstueck-marder-ukraine\/\">Soldat &amp; Technik<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Ex-Merkel-Berater warnt &ndash; Schwere Waffen &ldquo;Weg in den Dritten Weltkrieg&rdquo;<\/strong><br>\nDie Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine h&auml;lt Ex-General Erich Vad aktuell f&uuml;r nicht sinnvoll. Der ehemalige Berater von Angela Merkel sieht daf&uuml;r Raum f&uuml;r Verhandlungen. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Wir machen im Moment sehr viel Kriegsrhetorik &ndash; aus guter gesinnungsethischer Absicht&rdquo; sagte Vad. &ldquo;Aber der Weg in die H&ouml;lle ist bekanntlich immer mit guten Vors&auml;tzen gepflastert. Wir m&uuml;ssen den laufenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine vom Ende her denken.<br>\nWenn wir den Dritten Weltkrieg nicht wollen, m&uuml;ssen wir fr&uuml;her oder sp&auml;ter aus dieser milit&auml;rischen Eskalationslogik raus und Verhandlungen aufnehmen.<br>\nVad warnte davor, dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin das Menschsein abzusprechen und ihn zum krankhaften Despoten abzustempeln, mit dem man nicht mehr reden k&ouml;nne. So v&ouml;lkerrechtswidrig und furchtbar der Ukraine-Krieg sei, er stehe doch in einer Kette vergleichbarer Kriege j&uuml;ngeren Datums.<br>\nIrak, Syrien, Libyen, Afghanistan &ndash; so neu ist das alles nicht.<br>\nAuch die viel zu vielen toten Zivilisten und die Massaker, die sich jetzt im Ukraine-Krieg ereigneten, seien leider nicht au&szlig;ergew&ouml;hnlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/waffenlieferung-merkel-berater-ukraine-krieg-russland-100.html\">ZDF<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>F&uuml;r R&uuml;stungskonzerne ist der Ukrainekrieg eine Goldgrube<\/strong><br>\nNicht einmal 1 Prozent der NATO-Ausgaben wird f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung der Ukraine genutzt. Dennoch wird die russische Invasion als Vorwand f&uuml;r eine massive Aufr&uuml;stung instrumentalisiert &ndash; und in der R&uuml;stungsindustrie herrscht Goldgr&auml;berstimmung.<br>\nEs ist keine &Uuml;berraschung, dass dieser erneuerte R&uuml;stungstaumel einen Gl&uuml;cksfall f&uuml;r diejenigen darstellt, die mit der Herstellung von Destruktionsmitteln ihr Gesch&auml;ft machen. Vor kurzem er&ouml;ffnete ein Beitrag der franz&ouml;sischen Tageszeitung Le Monde einen Einblick in die finanziellen Auswirkungen, die das alles hat: Zun&auml;chst wurde Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender von Rheinmetall, zitiert, der sich im Januar dar&uuml;ber beklagt hatte, dass sich Investmentfonds bei der Zusammenarbeit mit seinem Unternehmen so zur&uuml;ckhielten. Au&szlig;erdem berichtete die Zeitung, dass sich die Atmosph&auml;re nun vollkommen ge&auml;ndert habe. Sie f&uuml;gte hinzu, dass die Commerzbank mitteilte, sie werde Teile ihrer Investitionen auf die R&uuml;stungsindustrie verlagern.<br>\nIn Frankreich ist auf Druck von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern, die aus ethischer Verantwortung heraus handelten (vor allem mit Blick auf den schmutzigen Beitrag, den westliche Waffenverk&auml;ufe an Saudi Arabien bei der Zerst&ouml;rung des Jemen leisten), zunehmend Investitionskapital aus der Waffenindustrie abgezogen worden. Doch nun bekr&auml;ftigte Guillaume Muesser, Direktor f&uuml;r milit&auml;rische Angelegenheiten beim Verband der franz&ouml;sischen Luftfahrtindustrie gegen&uuml;ber Le Monde, &raquo;der &Uuml;berfall auf die Ukraine stelle einen Gamechanger&laquo; dar. &raquo;Er zeigt, dass Krieg noch immer auf der Tagesordnung steht, vor unserer Haust&uuml;r und dass die R&uuml;stungsindustrie sehr n&uuml;tzlich ist.&laquo;<br>\nEs ist nicht schwer sich vorzustellen, welche Euphorie gerade bei den Herstellern von Todesmaschinerien in den USA herrscht, zum Beispiel bei Lockheed Martin, dem gr&ouml;&szlig;ten Waffenproduzenten der Welt. Deutschland hat beschlossen, dessen Tarnkappen-Kampfflugzeug F-35 zu kaufen. Dass diese Flugzeuge nuklearwaffenf&auml;hig sind, wurde beim Beschluss &uuml;ber ihre Anschaffung ausdr&uuml;cklich als entscheidender Faktor aufgef&uuml;hrt, obwohl Deutschland keine eigenen Atomwaffen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/fur-rustungskonzerne-ist-der-ukrainekrieg-eine-goldgrube-gilbert-achcar-ukrainekrieg-militarausgaben-aufrustung-rheinmetall-lockheed-martin\/\">Jacobin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Aufr&uuml;stung der Bundeswehr im Ukraine-Krieg: Evangelische Theologin kontert Kanzler Scholz<\/strong><br>\nDie evangelische Theologin Margot K&auml;&szlig;man kontert Kanzler Olaf Scholz. Der Ukraine-Krieg d&uuml;rfe f&uuml;r die Bundeswehr keine Zeitenwende bedeuten.<br>\nDer Ukraine-Konflikt erfordert in besonderen Zeiten besondere Ma&szlig;nahmen. Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz sprach schon kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs von einer &bdquo;Zeitenwende&ldquo;. Die Bundesregierung hatte angek&uuml;ndigt, ein Sonderverm&ouml;gen von 100 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr im Grundgesetz zu verankern.<br>\nDie evangelische Theologin Margot K&auml;&szlig;mann widerspricht Scholz und lehnt trotz des russischen Angriffskrieges in der Ukraine massive R&uuml;stungsinvestitionen in Deutschland ab. &bdquo;F&uuml;r mich ist das keine Zeitenwende, so grauenvoll dieser Krieg auch ist&ldquo;, sagte sie im Gespr&auml;ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).<br>\nK&auml;&szlig;mann verwies auf den andauernden Krieg in Syrien und auf den Krieg im Jemen. &bdquo;Da verhungern gerade Millionen Menschen. Da schauen wir nur nicht hin. Wir sind auch durch Bilder gesteuert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/ukraine-krieg-aufruestung-bundeswehr-waffen-evangelische-theologin-margot-kaessmann-olaf-scholz-91471912.html\">FR Online<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>DIE LINKE im Bundestag z&auml;hlt seit 11. April, 10 Uhr von 0 bis 100.000.000.000 &euro;.<\/strong><br>\nJede Sekunde kommen 165.343,92 &euro; dazu. Der Counter ben&ouml;tigt daf&uuml;r eine Woche. Sind bestimmte Summen erreicht, zeigen wir auf, wie das Geld besser genutzt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/100mrd.linksfraktion.de\/\">DIE LINKE. im Bundestag <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Scholz hat seine Zusagen schon wieder einkassiert<\/strong><br>\nVon einer Erh&ouml;hung des Etats auf zwei Prozent des BIP zur Finanzierung des laufenden Betriebs ist bereits keine Rede mehr. In den Haushaltsentw&uuml;rfen f&uuml;r 2022 und die Folgejahre, die das Kabinett und der Bundestag im M&auml;rz berieten, ist die Erh&ouml;hung des Verteidigungsbudgets auf &bdquo;mehr als zwei Prozent&ldquo; nicht zu finden. (&hellip;)<br>\nW&auml;re das Ziel ernst gemeint, w&uuml;rden sich mehr als 72 Milliarden Euro ergeben. Der Etat bleibt jedoch gedeckelt bei den gut 50 Milliarden Euro, die bereits vor dem Ukrainekrieg geplant waren. Dieser Betrag entspricht etwa 1,4 Prozent vom BIP.<br>\nBei den 50 Milliarden soll es auch f&uuml;r die Folgejahre bleiben. Deutschland ist offenbar verliebt in den Status quo. (&hellip;)<br>\nDie Bundeswehr braucht auch beides. Erstens das Sonderverm&ouml;gen, um die vers&auml;umten Investitionen in Ger&auml;t zu finanzieren. Die L&uuml;cke bel&auml;uft sich in den drei Jahrzehnten seit der Wende 1989 und der Ausrufung eines ewigen Friedens in Europa auf ungef&auml;hr tausend Milliarden, das Zehnfache des Sonderverm&ouml;gens. (&hellip;)<br>\nZweitens braucht die Bundeswehr einen laufenden Etat von rund zwei Prozent. Denn das haben die meisten inzwischen verstanden: Die jahrelange Unterfinanzierung ist &ndash; neben skandal&ouml;sen M&auml;ngeln im Beschaffungssystem &ndash; die Hauptursache, warum die deutschen Streitkr&auml;fte in dem Zustand sind, den Scholz auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz wenige Tage vor Kriegsbeginn beklagte. &bdquo;Wir brauchen Flugzeuge, die fliegen, Schiffe, die in See stechen, und Soldatinnen und Soldaten, die f&uuml;r ihre Eins&auml;tze optimal ausger&uuml;stet sind.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/zeitenwende-fuer-die-bundeswehr-scholz-hat-seine-zusagen-schon-wieder-einkassiert\/28239210.html%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was einige &bdquo;Experten&ldquo; und der &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; hier fordern, ist Wahnsinn. Vielmehr sollte gefragt werden, warum 50 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr nicht ausreichen sollten, w&auml;hrend die Milit&auml;rausgaben Russlands <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/157935\/umfrage\/laender-mit-den-hoechsten-militaerausgaben\/\">im Jahr 2020 nicht wesentlich h&ouml;her gewesen sind<\/a>. Wichtiger als eine Armee, die NATO- und\/oder US-Interessen dient, sollten u.a. ein gutes, zum selbst&auml;ndigen Denken und Entscheiden bef&auml;higendes Bildungs- und Wissenschaftssystem, ein gutes Gesundheits- und Pflegesystem, das sich an den Bed&uuml;rfnissen der Menschen hierzulande orientiert sowie eine ausreichende gesetzliche Rentenversicherung und eine funktionierende Infrastruktur sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wirecard-Skandal: Russischer Geheimdienst bot Marsalek zum Verh&ouml;r an<\/strong><br>\nDer fl&uuml;chtige Wirecard-Vorstand lebt wohl unter der &bdquo;Obhut&ldquo; des russischen Geheimdienstes FSB in Moskau. Deutsche Beh&ouml;rden sollen davon seit Anfang 2021 gewusst haben, verzichteten aber auf eine Befragung.<br>\nDer gesuchte Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek soll einem Medienbericht zufolge in Moskau untergetaucht sein und m&ouml;glicherweise bis heute dort leben. Die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung (Montagsausgabe) berichtete, dass Marsalek unter der &bdquo;Obhut&ldquo; des russischen Geheimdienstes FSB gestanden habe. Demnach war dessen Aufenthaltsort deutschen Beh&ouml;rden bereits seit Anfang 2021 bekannt.<br>\nDamals erfuhr die deutsche Botschaft in Moskau laut &bdquo;Bild&ldquo;, dass ein F&ouml;rderer der dortigen deutschen Schule omin&ouml;se Gesch&auml;fte betreibt. Der Mann solle mit dem russischen Impfstoff Sputnik V handeln, mit einer paramilit&auml;rischen S&ouml;ldnertruppe in Verbindung stehen und &uuml;ber beste Kontakte nach &Ouml;sterreich verf&uuml;gen. Bei dem Mann sollte es sich &bdquo;Bild&ldquo; zufolge um Marsalek handeln.<br>\nKurz darauf bot der FSB laut &bdquo;Bild&ldquo; dem Bundesnachrichtendienst (BND) ein Treffen und eine Befragung Marsaleks an. Die BND-Zentrale in Berlin sei &uuml;ber das Angebot informiert worden. Darin baten die Moskauer BND-Beamten dem Bericht zufolge um Weisung, ob ein Treffen mit Marsalek stattfinden solle und wie der mutma&szlig;liche Milliardenbetr&uuml;ger vernommen werden solle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/ex-wirecard-vorstand-jan-marsalek-soll-in-moskau-leben-17951140.html\">FAZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wirecard: Ist Ex-Manager Jan Marsalek in Russland? Was wusste die Regierung?<\/strong><br>\nEs gibt die zwei Leben des Jan Marsalek. Das eine ist das des erfolgreichen Karrieristen, der es vom Schulabbrecher zum Vorstand des einst wertvollsten Finanzunternehmens Deutschlands brachte. Es ist ein Leben, das von harter Arbeit gepr&auml;gt war, von st&auml;ndigen Reisen, aber auch von den Vorz&uuml;gen. Von Jahresgeh&auml;ltern von fast drei Millionen Euro, von wilden Partys, Kreditkarten aus Gold, der Villa in M&uuml;nchen.<br>\nDas andere aber ist ein Leben voller Geheimnisse. Es ist ein Leben, das tief in die Welt der Geheimdienste reicht, das angetrieben von krimineller Energie ein Werk ersann, mit dem Gesch&auml;ftspartner, Anleger und Strafbeh&ouml;rden in die Irre gef&uuml;hrt wurden. Jan Marsalek gilt als Kopf hinter dem gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsskandal der deutschen Nachkriegszeit &ndash; und einem unvorstellbaren Wirtschaftskrimi. [&hellip;]<br>\n&bdquo;In Deutschland k&auml;me es einigen zupass, wenn Marsalek nicht zur&uuml;ck nach Deutschland kehren w&uuml;rde. Viele Geheimdienstler waren froh, als er weg war&ldquo;, sagt De Masi im Gespr&auml;ch mit unserer Redaktion.<br>\nViele Geheimdienste h&auml;tten mit Marsalek und Wirecard gearbeitet, um kriminelle Zahlungsfl&uuml;sse etwa im Bereich Online Gl&uuml;cksspiel zu &uuml;berwachen und Gelder f&uuml;r eigene Operationen durchzuschleusen. Eine alte Garde ehemaliger Geheimdienst-Mitarbeiter habe wohl versucht, mit der Zusammenarbeit mit Marsalek die Kontrolle zu behalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/wirtschaft\/article235064209\/wirecard-manager-jan-marsalek-russland-bundesregierung-merkel.html\">Hamburger Abendblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Energie-Entlastungspakete der Bundesregierung bei Erwerbst&auml;tigen sozial weitgehend ausgewogen, Defizite bei Rentnerinnen und Rentnern<\/strong><br>\nDie beiden von der Bundesregierung angek&uuml;ndigten Entlastungspakete kompensieren bei typischen Erwerbst&auml;tigen-Haushalten zu einem betr&auml;chtlichen Teil die Mehrausgaben durch h&ouml;here Energiekosten. Gleichwohl bleibt bei etlichen Haushalten eine sp&uuml;rbare L&uuml;cke. Die Entlastungen sind insofern sozial ausgewogen, als dass insbesondere bei Haushalten mit geringen und mittleren Einkommen und speziell bei Familien ein besonders hoher Anteil der Mehrausgaben f&uuml;r Energie ausgeglichen wird. So summieren sich die Entlastungen bei einer Familie mit zwei erwerbst&auml;tigen Erwachsenen, zwei Kindern und einem unterdurchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommen von 2000-2600 Euro auf rund 90 Prozent der zus&auml;tzlichen Belastungen. Bei einer vergleichbaren Familie mit einem mittleren Einkommen von 3600 bis 5000 Euro netto sind es 77 Prozent. Sp&uuml;rbar niedriger f&auml;llt die Entlastung bei Familien aus, in denen nur ein Elternteil erwerbst&auml;tig ist: Sie liegt bei einer vierk&ouml;pfigen Familie mit 2600-3600 Euro Nettoeinkommen bei 59 Prozent. Bei Alleinerziehenden mit zwei Kindern und einem mittleren Einkommen f&uuml;r diesen Haushaltstyp von 2000-2600 Euro sind es 70 Prozent. Bei alleinlebenden Erwerbst&auml;gigen mit niedrigen Nettoeinkommen von bis zu 900 Euro werden die Mehrbelastungen durch teurere Energie zu rund 76 Prozent ausgeglichen, bei jenen mit hohen Einkommen von mehr als 5000 Euro zu 44 Prozent. Eine L&uuml;cke gibt es bei Rentnerinnen und Rentnern, bei denen nur ein geringer Teil der energiepreisbedingten Mehrausgaben nun staatlich ausgeglichen wird. Das zeigen neue Berechnungen des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-energie-entlastungspakete-der-bundesregierung-40375.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Soziale Folgen der Corona-Krise: Erhebung zeigt zunehmend besorgniserregende Lage<\/strong><br>\nDie neue Erhebung &bdquo;So geht&rsquo;s uns heute&ldquo; von Statistik Austria analysiert die sozialen Krisenfolgen rund zwei Jahre nach Beginn der Pandemie. Diese sind gravierend, ungleich verteilt und treffen benachteiligte Personengruppen besonders stark. &Uuml;ber 2 Mio. Menschen sind von Einkommensverlusten betroffen. Viele k&ouml;nnen sich die Grundbed&uuml;rfnisse des t&auml;glichen Lebens nicht leisten. Dieses Problem hat sich seit dem Fr&uuml;hjahr 2021 deutlich versch&auml;rft. (&hellip;)<br>\nDie Statistik Austria hat, erstmals die Befragung &bdquo;So geht&rsquo;s uns heute&ldquo; durchgef&uuml;hrt, finanziert durch das Sozialministerium und Eurostat. Ziel der Befragung ist es, soziale Auswirkungen der momentanen Krisen fr&uuml;hzeitig zu erkennen und laufend zu beobachten. Daf&uuml;r wird die Befragung alle drei Monate durchgef&uuml;hrt, in der Panelbefragung dieselben Personen wiederholt befragt, um Ver&auml;nderungen gezielt zu messen. Im Mittelpunkt stehen die Einkommensentwicklung, finanzielle Schwierigkeiten sowie das Wohlbefinden der Menschen in &Ouml;sterreich. Es haben &uuml;ber 3.500 Personen zwischen 16 und 69 Jahren an der ersten Welle der Befragung im November und Dezember 2021 teilgenommen. Die Ergebnisse sind repr&auml;sentativ f&uuml;r die gesamte Bev&ouml;lkerung und erlauben es, die sozialen Gef&auml;hrdungslagen zu analysieren. (&hellip;)<br>\nZwei Millionen Menschen in &Ouml;sterreich &ndash; ein Drittel der Befragten &ndash; geben an, im letzten Jahr von Einkommensverlusten betroffen gewesen zu sein. Vulnerable Personengruppen wie Arbeitslose, Hilfsarbeiter:innen oder Alleinerziehende trifft der Einkommensr&uuml;ckgang besonders stark. (&hellip;)<br>\nOb das Einkommen zum Auskommen reicht, h&auml;ngt h&auml;ufig von den Wohnkosten ab. Diese machen insbesondere f&uuml;r Personen, die in Mietwohnungen leben, den gr&ouml;&szlig;ten Anteil der Ausgaben aus. F&uuml;r 825.000 Menschen stellen die Wohnkosten eine schwere finanzielle Belastung dar. (&hellip;)<br>\nDie Erhebung &bdquo;So geht&rsquo;s uns heute&ldquo; von Statistik Austria zeigt eindr&uuml;cklich die sozialen Folgen der Corona-Krise in &Ouml;sterreich. Erhebliche soziale Gef&auml;hrdungslagen sind sichtbar geworden, wobei diese sehr ungleich verteilt sind. Arbeitslose Menschen, Personen mit max. Pflichtschulabschluss und auch Alleinerziehende und Mehrkindfamilien sind am st&auml;rksten betroffen. Wenn es das Ziel ist, Armut in &Ouml;sterreich zu reduzieren, sind umfassende Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung bzw. Abfederung der aktuell steigenden Inflation notwendig. Diese sollten sich insbesondere an vulnerable Personengruppen richten, die aktuell mit ihrem Einkommen kaum auskommen k&ouml;nnen. M&ouml;gliche Ma&szlig;nahmen sind etwa die Anpassung von Sozial- und Transferleistungen an die Inflation oder umfassende Reformen der Sozialhilfe und der Arbeitslosenversicherung um Armut zu bek&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/soziale-folgen-der-corona-krise\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &Auml;hnlich d&uuml;rfte auch die Situation in Deutschland sein.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82977\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-82977","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82977","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=82977"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82977\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82979,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82977\/revisions\/82979"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=82977"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=82977"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=82977"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}