{"id":83024,"date":"2022-04-19T08:37:18","date_gmt":"2022-04-19T06:37:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024"},"modified":"2022-04-19T08:37:18","modified_gmt":"2022-04-19T06:37:18","slug":"hinweise-des-tages-4091","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h01\">Frankreich hat gew&auml;hlt &ndash; doch das Fanal dieser Wahl wird ignoriert <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h02\">Der Fluch des deutschen Europa <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h03\">&bdquo;Bis zum letzten Ukrainer&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h04\">&ldquo;Russia cannot afford to lose, so we need a kind of a victory&rdquo;: Sergey Karaganov on what Putin wants <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h05\">&bdquo;Die russische Invasion wird den Zerfall der US-Weltordnung beschleunigen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h06\">Einhelliges Schweigen der ehemaligen Pazifisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h07\">Der Fall Mariupols und die Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h08\">Und doch: Labors in Ukraine forschten mit B-Kampfstoffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h09\">Die Mitverantwortung der USA und der NATO &ndash; vor der Osterweiterung der NATO wurde mehrfach gewarnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h10\">Weg mit der Schuldenbremse!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h11\">Allensbach-Umfrage: Deutsche wollen nicht frieren f&uuml;r die Freiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h12\">Teure Energie: Zahl der Firmenpleiten in Deutschland steigt sprunghaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h13\">&laquo;Ein Gesundheitsminister sollte alle Gesundheitsgefahren im Blick haben und nicht nur Corona&raquo;: Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit kritisiert die deutsche Pandemiepolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h14\">CSU-Maskenaff&auml;re: Millionen-Provisionen f&uuml;r Sauter, N&uuml;&szlig;lein und Tandler wohl legal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h15\">Salmonellen in &Uuml;berraschungseiern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h16\">Ciscos Webex telefoniert auch stummgeschaltet nach Hause<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83024#h17\">Keile gegen Osterm&auml;rsche<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Frankreich hat gew&auml;hlt &ndash; doch das Fanal dieser Wahl wird ignoriert<\/strong><br>\nNach der Wahl in Frankreich vom vergangenen Sonntag ging Europa rasch zur Tagesordnung &uuml;ber. Es ist ja noch einmal gut gegangen. Emanuele Macron wird vermutlich als Pr&auml;sident wiedergew&auml;hlt und Europa kann sich weitere f&uuml;nf Jahre auf die politische F&uuml;hrung des Landes verlassen. Bravo! So l&uuml;gt man sich selbst in die Tasche. Doch das ist inzwischen die normalste aller europ&auml;ischen &Uuml;bungen. Man verdr&auml;ngt schon am n&auml;chsten Tag, was wirklich passiert ist und macht weiter wie bisher.<br>\nWenn jemand vor zehn Jahren vorhergesagt h&auml;tte, dass sich rechts von Marine Le Pen eine neue Bewegung bildet, die noch radikaler nationalistisch ist als der fr&uuml;here Front National, w&auml;re man vermutlich zu dem Ergebnis gekommen, das k&ouml;nne der Rechten nur schaden, weil es sie spaltet, und folglich w&uuml;rden die Chancen von Marine Le Pen, franz&ouml;sische Pr&auml;sidentin zu werden, drastisch sinken.<br>\nDoch es kam ganz anders. Am vergangenen Sonntag holte Eric Zemmour mit seiner &auml;u&szlig;erst rechten Bewegung mit 7,1 Prozent einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil der Stimmen als die beiden viele Jahrzehnte in Frankreich dominierenden Parteien, die Sozialisten (1,8) und die konservativen Republikaner (4,8), zusammen. Dennoch steht Le Pen mit einem Ergebnis in der Stichwahl (23,1), das sich sehen lassen kann. Nimmt man noch Nicolas Dupont-Aignan dazu, der mit einem explizit antieurop&auml;ischen Programm auf 2,1 Prozent kam, hat die antieurop&auml;ische Rechte in Frankreich einen Anteil von, sage und schreibe, einem Drittel der W&auml;hler erreicht.<br>\nF&uuml;r die Stichwahl ist das nicht unbedingt ausschlaggebend, aber wenn viele der Anh&auml;nger von Jean-Luc Melanchon, der auf beachtliche 21,9 Prozent kam, aus ihrer radikalen Ablehnung von Macrons Politik die Schlussfolgerung ziehen, die Stichwahl zu boykottieren, statt f&uuml;r den neoliberalen Amtsinhaber zu stimmen, kann es sehr schnell knapp f&uuml;r Macron werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/04\/14\/frankreich-hat-gewaehlt-doch-das-fanal-dieser-wahl-wird-ignoriert\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Fluch des deutschen Europa<\/strong><br>\nUnter Ex-Kanzlerin Merkel hat Deutschland eine F&uuml;hrungsrolle in der EU eingenommen. In Friedenzeiten war das bequem, auch die Osteurop&auml;er profitierten. Doch nun, im Krieg, erweist sich das &ldquo;deutsche Europa&rdquo; als Fluch. Kanzler Scholz soll f&uuml;r Merkel zahlen &ndash; und sich den USA unterordnen.<br>\nScholz ist in die Defensive geraten. T&auml;glich erreichen ihn Appelle, mehr f&uuml;r die Ukraine zu tun. Mehr Geld, mehr Sanktionen, mehr Waffen &ndash; so das Motto. Deutschland m&uuml;sse vorangehen und eine &ldquo;F&uuml;hrungsrolle&rdquo; im Krieg &uuml;bernehmen, hei&szlig;t es sogar bei den einst pazifistischen Gr&uuml;nen.<br>\nGleichzeitig wird die historische deutsche Ostpolitik einer radikalen Neubewertung unterzogen. Die Politik des Ausgleichs gegen&uuml;ber Russland wird zum &ldquo;Appeasement&rdquo; erkl&auml;rt, die Befriedungspolitik in der Ukraine durch die Minsker Abkommen r&uuml;ckt in die N&auml;he des Verrats.<br>\nUnd die deutsch-russischen Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 erscheinen pl&ouml;tzlich als Kriegsgr&uuml;nde (was sie nie waren). Ihre Protagonisten Schr&ouml;der, Steinmeier und Merkel werden sogar zu Komplizen von Kremlchef Putin erkl&auml;rt &ndash; und damit der historischen Verdammnis &uuml;bergeben.<br>\nAll dies dient ganz offensichtlich dem Ziel, Deutschland von Russland zu &ldquo;entkoppeln&rdquo; und den &ldquo;Sieg&rdquo; der Ukraine herbeizuf&uuml;hren. Nach den USA und der Ukraine selbst haben sich nun auch Gro&szlig;britannien, Polen und Balten diesem brandgef&auml;hrlichen Ziel verschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/der-fluch-des-deutschen-europa\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Bis zum letzten Ukrainer&rdquo;<\/strong><br>\nBerlin und die EU bereiten weitere R&uuml;stungslieferungen an die Ukraine vor und schlie&szlig;en eine Ausdehnung des Krieges &uuml;ber mehrere Jahre nicht aus. EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen hat am Wochenende bekr&auml;ftigt, Br&uuml;ssel sei f&uuml;r die Ausfuhr auch schwerer Waffen in die Ukraine offen. Die Bundesregierung will fremden Staaten &bdquo;Milit&auml;rhilfen&ldquo; in H&ouml;he von zwei Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung stellen; den Gro&szlig;teil sollen die ukrainischen Streitkr&auml;fte erhalten. Der D&uuml;sseldorfer R&uuml;stungskonzern Rheinmetall erkl&auml;rt sich bereit, bis zu 50 Kampfpanzer des Typs Leopard 1 zu &uuml;berholen und sie Kiew zu liefern. Die Strategie der westlichen M&auml;chte im Ukraine-Krieg orientiert nicht darauf, die K&auml;mpfe so schnell wie m&ouml;glich mit einem Waffenstillstand zu beenden, sondern darauf, Russland milit&auml;risch zu schw&auml;chen und ihm eventuell gar eine Niederlage zu bereiten; der EU-Au&szlig;enbeauftragte Josep Borrell &auml;u&szlig;ert, der Krieg werde &bdquo;auf dem Schlachtfeld&ldquo; entschieden. Ein einst hochrangiger US-Diplomat kommentiert, die transatlantischen M&auml;chte k&auml;mpften gegen Russland &bdquo;bis zum letzten Ukrainer&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8894\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Russia cannot afford to lose, so we need a kind of a victory&rdquo;: Sergey Karaganov on what Putin wants<\/strong><br>\nA former adviser to the Kremlin explains how Russia views the war in Ukraine, fears over Nato and China, and the fate of liberalism.<br>\nA former presidential adviser to both Boris Yeltsin and Vladimir Putin, Sergey Karaganov is honorary chair of the Moscow think tank the Council for Foreign and Defence Policy. He is associated with a number of key ideas in Russian foreign policy, from the so-called Karaganov doctrine on the rights of ethnic Russians living abroad to the principle of &ldquo;constructive destruction&rdquo;, also known as the &ldquo;Putin doctrine&rdquo;. Karaganov is close to both Putin and his foreign minister, Sergei Lavrov, and he formulated many of the ideas that led to the war in Ukraine &ndash; though he has also expressed disagreement with the idea of a long-term occupation of the country.<br>\nKaraganov has promoted the concept of &ldquo;Greater Eurasia&rdquo; and has defended a closer partnership with China. He is known as a foreign-policy hawk, and has argued that the long reign of the West in world politics is now at an end. On 28 March the New Statesman columnist Bruno Ma&ccedil;&atilde;es interviewed Karaganov about his views on the war &ndash; including controversial statements on Ukrainian nationhood and denazification that would be disputed by those outside Russia &ndash; and the future of the liberal international order.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.newstatesman.com\/world\/europe\/ukraine\/2022\/04\/russia-cannot-afford-to-lose-so-we-need-a-kind-of-a-victory-sergey-karaganov-on-what-putin-wants\">The New Statesman<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Die russische Invasion wird den Zerfall der US-Weltordnung beschleunigen&ldquo;<\/strong><br>\nWas bedeutet der Ukraine-Krieg f&uuml;r die Wirtschaft des Westens? Ist die Hoffnung auf eine schnelle Erholung nach dem Ende der Covid-Pandemie noch haltbar? Und wohin treibt die Politik? Fragen an Phil Mullan. [&hellip;]<br>\nErleben wir den Niedergang Amerikas oder kann Amerika, zum Beispiel durch den Verkauf seines Gases an Europa, von diesem Krieg wirtschaftlich profitieren?<br>\nDie Alternativen, die Sie in Ihrer Frage anf&uuml;hren, sind von sehr unterschiedlicher Bedeutung und schlie&szlig;en sich daher gegenseitig nicht aus. Ein wichtiger Hintergrund der russischen Invasion war die schwindende Autorit&auml;t der USA in der Welt. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, der den Kalten Krieg beendete, hat sich die politische Klasse Amerikas selbst daf&uuml;r gefeiert, eine stabile, unipolare Welt zu f&uuml;hren. Dies dr&uuml;ckte sich in der herablassenden Haltung aus, dass Amerika berechtigt sei, Regime in anderen L&auml;ndern zu st&uuml;rzen und seine post-liberalen moralischen Ansichten zu exportieren. Bei der Verfolgung dieses moralischen Interventionismus haben die Regierungen in Washington, egal welche Partei gerade an der Macht ist, das rationale nationale Interesse der USA aus den Augen verloren.<br>\nDas hei&szlig;t?<br>\nDie verschiedenen geopolitischen Fehler und Misserfolge Washingtons sowie die ausdr&uuml;cklichen Erkl&auml;rungen der Vereinigten Staaten und seiner NATO-Verb&uuml;ndeten, dass sie nicht f&uuml;r die ukrainische Souver&auml;nit&auml;t k&auml;mpfen w&uuml;rden, wurden von Putin zweifellos als Gelegenheit zum Handeln gesehen. Er ging zu Recht davon aus, dass er seine verabscheuungsw&uuml;rdige und brutale Invasion zur Aufhebung der ukrainischen Souver&auml;nit&auml;t ohne die Gefahr einer milit&auml;rischen Vergeltung des Westens starten k&ouml;nnte.<br>\nAber er hat sich geirrt. Der Westen steht ziemlich geschlossen zusammen?<br>\nDie Tatsache, dass Amerika ein breites westliches B&uuml;ndnis um sich scharen konnte, um harte Sanktionen gegen Russland zu verh&auml;ngen, verschafft Washington eine Atempause bei den Neuaushandlungen seiner schwindenden Rolle in der Welt. Es steht jedoch zu erwarten, dass diese Atempause nur von relativ kurzer Dauer sein wird. Die wirtschaftlichen Vorteile, die die USA etwa durch den Verkauf von Energie an Europa erzielen k&ouml;nnten, werden wahrscheinlich nicht sehr gro&szlig; sein. Welchen kurzfristigen Nutzen die USA auch immer aus dem Krieg ziehen m&ouml;gen, er wird den langfristigen wirtschaftlichen und geopolitischen Niedergang Amerikas im Verh&auml;ltnis zu China nicht umkehren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/im-krieg-mit-russland\/russische-invasion-zerfall-der-us-weltordnung\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Einhelliges Schweigen der ehemaligen Pazifisten<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen wollen als Regierungspartei keine abweichende Position zur Aufr&uuml;stung beziehen. Die historische Wurzel des milit&auml;rischen Denkens in der Partei ist der Kosovokrieg vor &uuml;ber 20 Jahren. Und der tieferliegende Grund? Opportunismus[&hellip;]<br>\nDer Auschwitz-Vergleich, mit dem Fischer damals die Normalisierung des Milit&auml;rischen politisch-moralisch &uuml;berh&ouml;hte, hat die Gr&uuml;nen nachhaltig ver&auml;ndert. Was mit besch&ouml;nigendem Beiklang &bdquo;humanit&auml;re Intervention&ldquo; genannt wurde, ist auch f&uuml;r sie zur Grundausstattung im au&szlig;enpolitischen Werkzeugkasten geworden. Aber nicht nur das. Die Zustimmung zum Kosovo-Einsatz besiegelte auch insgesamt die &bdquo;Normalisierung&ldquo; der Partei, die sich in einem strategischen Mantra manifestiert: regieren wollen um (fast) jeden Preis. Auch damit l&auml;sst sich erkl&auml;ren, warum die Gr&uuml;nen heute fast geschlossen eine Politik mittragen, zu der Waffenlieferungen in ein Kriegsgebiet ebenso geh&ouml;ren wie ein milliardenschweres Aufr&uuml;stungsprogramm.<br>\nNat&uuml;rlich gibt es gro&szlig;e Unterschiede zwischen den europ&auml;ischen Kriegen der Jahre 1999 und 2022: Vor allem will derzeit auch die NATO keine direkte milit&auml;rische Auseinandersetzung, nicht mit der Atommacht Russland. Aber was die Gr&uuml;nen betrifft, liegen einige Parallelen auf der Hand.<br>\nDa ist zun&auml;chst eine fast schon schicksalhafte Duplizit&auml;t der Ereignisse: Vor 23 Jahren war die Regierung von Gerhard Schr&ouml;der ganz neu im Amt, als sie gezwungen war, sich sehr konkret den Fragen von Krieg und Frieden zu stellen. Und dieses Mal waren gerade zweieinhalb Monate nach dem Regierungsantritt von Olaf Scholz vergangen, als Wladimir Putin und seine Herrscherclique mit dem &Uuml;berfall auf die Ukraine alle sch&ouml;nen und weniger sch&ouml;nen Koalitionsvereinbarungen infrage stellten. Keine Waffen in Krisengebiete? Das war einmal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/stephan-hebel\/das-gruene-schweigen-zu-den-aufruestungsplaenen\">Stephan Hebel in der Freitag<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Der Pazifismus ist noch nicht am Ende<\/strong><br>\nSind Milliarden Euro f&uuml;r die Aufr&uuml;stung jetzt der zwingende Weg? Ist wirklich die ganze Welt vereint im Kampf gegen Russland? Der Bestsellerautor Ilija Trojanow warnt in einem Gastbeitrag dringend vor Schwarz-Wei&szlig;-Malerei.<br>\nWas ist die Aufgabe der Intellektuellen? Das fragt man sich nach jedem emotionalen oder gar hysterischen Artikel. Sich in Wort (und seltener Bild) &uuml;ber die eigene Ohnmacht hinwegzutr&ouml;sten? Oder n&uuml;chtern argumentierend einen breiteren Horizont ins Gespr&auml;ch zu bringen und dabei stets auf die Sprache zu achten? Gewiss Letzteres: das Niveau des &ouml;ffentlichen Diskurses zu stabilisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.gastbeitrag-von-ilija-trojanow-die-verdammung-des-pazifismus-ist-ueberhastet.d6326f9e-18fd-4b3a-abd3-bf7e1b7dc92f.html\">Ilija Trojanow in der Stuttgarter Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wichtiger Beitrag, leider hinter einer Bezahlschranke.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Fall Mariupols und die Folgen<\/strong><br>\nIn den kommenden Tagen wird sich die milit&auml;rische Lage in der Ostukraine wohl grundlegend &auml;ndern. Dies h&auml;ngt mit dem Fall von Mariupol zusammen. F&uuml;r die erwartete Offensive im Donbass stellt Russland derzeit die Truppen auf.<br>\nGegenw&auml;rtig dominiert die Versenkung des Raketenkreuzers Moskwa die Nachrichten &uuml;ber den Ukrainekrieg. Zweifellos ist der Untergang des Flaggschiffs der Schwarzmeerflotte ein herber Verlust f&uuml;r die russische Kriegsmarine und gleichzeitig ein prestigetr&auml;chtiger Erfolg des ukrainischen Milit&auml;rs. Das sollte aber nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass dieses Ereignis kaum eine Bedeutung f&uuml;r den weiteren Kriegsverlauf haben wird. [&hellip;]<br>\nDer Fall Mariupols leitet die zweite Phase des Krieges ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/der-fall-von-mariupol\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Und doch: Labors in Ukraine forschten mit B-Kampfstoffen<\/strong><br>\nDas US-Verteidigungsministerium finanzierte Auftr&auml;ge an ukrainische Labors, um &laquo;bioterroristische Angriffe&raquo; abzuwehren.<br>\nAusgerechnet Hunter Biden, Sohn des US-Pr&auml;sidenten, soll solche Deals eingef&auml;delt haben. Das geht aus geleakten E-Mails eines Laptops von Biden hervor. Die Echtheit aller E-Mails wird noch bestritten.<br>\nUnabh&auml;ngig davon dementieren offizielle Stellen in den USA, dass Labors in der Ukraine biologische Waffen entwickeln. Allerdings steht fest, dass Labors in der Ukraine an der Abwehr gegen bioterroristische Angriffe und hochgef&auml;hrliche Krankheitserreger arbeiten. Zu diesem Zweck m&uuml;ssen diese Erreger, die als B-Kampfstoffe dienen k&ouml;nnen, gez&uuml;chtet und entwickelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/und-doch-labors-in-ukraine-forschten-mit-b-kampfstoffen\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Mitverantwortung der USA und der NATO &ndash; vor der Osterweiterung der NATO wurde mehrfach gewarnt<\/strong><br>\nFast alle westlichen Medien berichten und kommentieren jetzt zum Krieg in der Ukraine, als ob dieser eine totale &Uuml;berraschung w&auml;re. Seit 1994 aber haben russische, US-amerikanische und andere Top-Politiker und Politologen vor einer Erweiterung der NATO nach Osten ausdr&uuml;cklich gewarnt. Doch Bill Clinton wollte die Erweiterung &ndash; unausgesprochen, aber klar erkennbar gegen Russland.<br>\nNoch immer wird eine Mitverantwortung der USA und der NATO und damit implizite auch etlicher europ&auml;ischer Staaten am Krieg in der Ukraine bestritten. Es dr&auml;ngt sich deshalb auf, die schon seit 1994 ausgesprochenen und bekanntgewordenen Warnungen prominenter Politiker und Politologen, eine NATO-Osterweiterung sei f&uuml;r den Frieden in Europa ein Hindernis und m&uuml;sse von Russland als echte Bedrohung verstanden &ndash; und beantwortet &ndash; werden, in Erinnerung zu rufen.<br>\nVon russischer Seite warnte vor einer Osterweiterung der NATO schon der damalige russische Staatspr&auml;sident Boris Jelzin am 5. Dezember 1994, etwas mehr als drei Jahre, nachdem das Gegenb&uuml;ndnis zur NATO, der Warschauer Pakt, von russischer Seite freiwillig aufgel&ouml;st worden war, an einem internationalen Gipfeltreffen in Budapest. Und seine Warnung wurde un&uuml;bersehbar auf der Frontseite der &laquo;New York Times&raquo; vom 6. Dezember 1994 publiziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/die-mitverantwortung-der-usa-und-der-nato-vor-der-osterweiterung-der-nato-wurde-oeffentlich-gewarnt\/\">Christian M&uuml;ller auf Globalbridge<\/a>\n<p>dazu: <strong>Mutwillig verspielt<\/strong><br>\nNach dem Mauerfall bestand die Chance f&uuml;r eine friedlichere Welt. Sie wurde verspielt &ndash; auch durch die Arroganz des Westens.<br>\nDieser Gastbeitrag von Antje Vollmer, Publizistin und fr&uuml;her Vorsitzende der Gr&uuml;nen im deutschen Bundestag, sowie von Hauke Ritz* erschien bereits im Januar 2014 in der &laquo;Frankfurter Rundschau&raquo;.<br>\nNach dem Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs begann eine neue Epoche westlicher Aussenpolitik, die durch die neokonservative Strategie gepr&auml;gt war. Viele der damals formulierten &uuml;berschw&auml;nglichen Ziele und Erwartungen haben sich nicht erf&uuml;llt. Stattdessen h&auml;ufen sich Misserfolge, f&uuml;r die die Namen Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Georgien und seit kurzem auch Ukraine stehen. Wie ist es zu dieser Situation gekommen? Und gibt es &uuml;berhaupt noch Alternativen zu einer geopolitischen Interessenpolitik, die offensichtlich so wenig erfolgreich ist?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/mutwillig-verspielt\/\">Antje Vollmer und Hauke Ritz auf Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Weg mit der Schuldenbremse!<\/strong><br>\nDie Ampel-Regierung will 2023 die zurzeit wegen der Pandemie ausgesetzte und 2009 ins Grundgesetz geschriebene Schuldenbremse f&uuml;r Staatsausgaben wieder einf&uuml;hren und weiter auf Steuererh&ouml;hungen verzichten. Gleichzeitig sind aber gigantisch hohe zur&uuml;ckgestaute staatliche Investitionen in Infrastruktur und zunehmende soziale Leistungen &ndash; nicht nur bei der Rente, auch Kompensationszahlungen wegen Inflation und einer jetzt noch schnelleren Energiewende &ndash; zu finanzieren. Der Krieg wird weitere Zahlungen erzwingen, genauso wie die Aufstockung der j&auml;hrlichen R&uuml;stungsausgaben auf zwei Prozent des nominalen Bruttoinlandsproduktes. (&hellip;)<br>\nDas war es dann mit dem Regieren unter Beibehaltung der Schuldenbremse und ohne Steuererh&ouml;hungen. Es sei denn, man manipuliert weiter und schreibt an der Schuldenbremse vorbei ein v&ouml;llig kontraproduktives 100-Milliarden-Aufr&uuml;stungsprogramm als &bdquo;Sonderverm&ouml;gen&ldquo; in die Verfassung. Die Ampel bringt es letztlich auch noch fertig und verh&auml;ngt ein Verbot f&uuml;r Gasimporte aus Russland und riskiert damit einen &ouml;konomischen Super-GAU, den der Staat dann nicht mehr beherrscht.<br>\nEinen Spalt breit ist die T&uuml;r f&uuml;r die Regierung aber noch auf. Sie sollte sofort den Bundestag und den Bundesrat auffordern, die Schulden- beziehungsweise Kreditbremse aus der Verfassung ersatzlos zu streichen. Staaten m&uuml;ssen noch mehr als Unternehmen und private Haushalte sinnvolle Schulden machen k&ouml;nnen. Und zur &ouml;konomischen Vernunft geh&ouml;ren auch drastische Steuererh&ouml;hungen beim Einkommen und Verm&ouml;gen f&uuml;r Reiche im Land.<br>\nZur Abschaffung der Schuldenbremse ben&ouml;tigt man eine Zwei-Drittel-Mehrheit in den Parlamenten, genauso wie f&uuml;r die Aufnahme des &bdquo;Sonderverm&ouml;gens&ldquo; f&uuml;r mehr R&uuml;stung. Ich wette, dass es aber nur zur Abstimmung &uuml;ber das R&uuml;stungs-Sonderverm&ouml;gen kommen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/gastwirtschaft\/weg-mit-der-schuldenbremse-91475332.html\">Heinz-Josef Bontrup auf FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Allensbach-Umfrage: Deutsche wollen nicht frieren f&uuml;r die Freiheit<\/strong><br>\nViele B&uuml;rger belasten die hohe Energiepreise stark. In Sachen Ukrainekrieg hei&szlig;t das: Eine deutliche Mehrheit lehnt ein vollst&auml;ndiges Energieembargo ab.<br>\nDer Krieg in der Ukraine, die in seiner Folge gestiegenen Preise, besonders f&uuml;r Heiz&ouml;l, Gas und Benzin, sowie die Diskussion um die Frage, ob Deutschland und Europa es sich leisten k&ouml;nnen, auf russisches Erdgas und &Ouml;l zu verzichten, haben das Thema Energieversorgung wie seit Jahrzehnten nicht ins Bewusstsein der Bev&ouml;lkerung gehoben.<br>\nIm M&auml;rz dieses Jahres antworteten in einer Repr&auml;sentativumfrage des Instituts f&uuml;r Demoskopie Allensbach auf die Frage, was ihnen derzeit gro&szlig;e Sorgen mache, 71 Prozent, dass die Preissteigerungen ihnen gro&szlig;e Sorgen bereiteten, und 62 Prozent &auml;u&szlig;erten die Besorgnis, dass die Energieversorgung nicht gesichert sein k&ouml;nnte. In derselben Umfrage sagten 86 Prozent, sie f&uuml;rchteten, dass es in den n&auml;chsten Jahren Schwierigkeiten bei der Energieversorgung geben werde; 2019 hatte der Wert noch bei 26 Prozent gelegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/mehrheit-der-deutschen-gegen-vollstaendiges-energieembargo-17954082.html?premium\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Teure Energie: Zahl der Firmenpleiten in Deutschland steigt sprunghaft<\/strong><br>\nHohe Energiepreise, gest&ouml;rte Lieferketten: Deutsche Firmen sind gerade vielen Belastungen ausgesetzt. Nicht alle kommen damit zurecht. Laut Statistischem Bundesamt mehren sich seit M&auml;rz die Regelinsolvenzen.<br>\nDie Zahl der beantragten Regelinsolvenzen ist im M&auml;rz stark gestiegen. Sie erh&ouml;hte sich um 27 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt auf der Basis vorl&auml;ufiger Zahlen mitteilt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/insolvenz-zahl-der-firmenpleiten-in-deutschland-steigt-sprunghaft-a-a902b8d2-4ab4-4883-8ec8-a786718914b5\">DER SPIEGEL<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2022\/04\/PD22_167_52411.html\">destatis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&laquo;Ein Gesundheitsminister sollte alle Gesundheitsgefahren im Blick haben und nicht nur Corona&raquo;: Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit kritisiert die deutsche Pandemiepolitik<\/strong><br>\nDie staatlichen Schutzmassnahmen haben laut Jonas Schmidt-Chanasit den Kindern und Jugendlichen geschadet und der Gesellschaft enorme Belastungen auferlegt. Nun sei es an der Zeit, die Fokussierung auf Corona zu beenden. [&hellip;]<br>\nPolitiker begl&uuml;ckw&uuml;nschen sich gerne selbst. Deutschland, heisst es, sei besonders gut durch die Pandemie gekommen, weil es besonders entschlossen reagiert habe. Stimmt das?<br>\nDas klingt f&uuml;r mich wie Pfeifen im Wald, um die Angst zu verjagen vor den m&ouml;glichen Ergebnissen einer genauen Aufarbeitung dessen, was wir mit den Lockdown-Massnahmen tats&auml;chlich erreicht haben. Als Beleg des Erfolgs werden immer die geringen Zahlen von Corona-Toten genannt. Aber welche Sch&auml;den haben wir als Gesellschaft insgesamt durch diese Massnahmen davongetragen, wirtschaftlich, sozial, kulturell? Nat&uuml;rlich steht der Schutz des Lebens immer an erster Stelle. Und zu Beginn der Pandemie, als wir noch nicht einmal ahnten, welche weltweiten Dimensionen und Konsequenzen dieser Ausbruch in China nach sich ziehen w&uuml;rde, war ein Dichtmachen absolut vertretbar. Sp&auml;ter, davon bin ich &uuml;berzeugt, h&auml;tten wir viel differenzierter und gezielter agieren m&uuml;ssen, um die Kollateralsch&auml;den zu verhindern.<br>\nWelche Kollateralsch&auml;den lassen sich schon erkennen?<br>\nKinder neigen vermehrt zu Spielsucht und Fettleibigkeit. Die Gewalt in den Familien hat zugenommen. Eine breite Datenerhebung all dieser Fakten durch Soziologen, Psychologen, &Ouml;konomen und Mediziner, insbesondere in Deutschland, k&ouml;nnte Aufschluss &uuml;ber Vor- und Nachteile der Corona-Massnahmen der letzten beiden Jahre geben. Schon die Frage, ob jemand an oder mit Corona in Deutschland gestorben ist, l&auml;sst sich r&uuml;ckblickend f&uuml;r die meisten F&auml;lle nicht seri&ouml;s beantworten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/interview-mit-dem-deutschen-virologen-jonas-schmidt-chanasit-ld.1679448\">NZZ<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Corona: Virologe Schmidt-Chanasit widerspricht Lauterbach<\/strong><br>\nBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bekommt Gegenwind aus Hamburg. Er hatte in einem Zeitungsinterview vor einer m&ouml;glichen Killer-Variante des Coronavirus gewarnt, die im Herbst entstehen k&ouml;nnte. Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit widerspricht.<br>\nWas Lauterbach bef&uuml;rchte, sei ein sehr unwahrscheinliches Szenario, sagte Schmidt-Chanasit NDR 90,3. Der Hamburger Virologe beruft sich dabei auf eine Einsch&auml;tzung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Denn es gebe eine breite Grundimmunisierung in der Bev&ouml;lkerung. Durch die Impfungen, aber auch durch &uuml;berstandene Infektionen, so Schmidt-Chanasit. Der Begriff &ldquo;Killer-Variante&rdquo; sei unwissenschaftlich und f&uuml;hre zu nichts als einer Verunsicherung. Wissenschaftler m&uuml;ssten die Lage sachlich beschreiben, auch wenn sie Politiker seien, so der Virologe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/coronavirus\/Corona-Virologe-Schmidt-Chanasit-widerspricht-Lauterbach,corona10538.html\">NDR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>CSU-Maskenaff&auml;re: Millionen-Provisionen f&uuml;r Sauter, N&uuml;&szlig;lein und Tandler wohl legal<\/strong><br>\nEin Votum der Bundesanwaltschaft macht es immer wahrscheinlicher, dass die Ermittlungen gegen die Ex-CSU-Politiker eingestellt werden. Auch einer Beschwerde von Andrea Tandler gegen eine Geldw&auml;sche-Razzia wurde stattgegeben.<br>\nDie langj&auml;hrigen CSU-Politiker Alfred Sauter und Georg N&uuml;&szlig;lein sowie die PR-Unternehmerin Andrea Tandler k&ouml;nnen davon ausgehen, dass ihre Provisionen in Millionenh&ouml;he bei Maskendeals legal waren. Das l&auml;sst sich nach SZ-Informationen einer ausf&uuml;hrlichen Stellungnahme der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe und einer Entscheidung des Landgerichts M&uuml;nchen I entnehmen. Beide Vorg&auml;nge sind bislang &ouml;ffentlich nicht bekannt.<br>\nSetzt sich die Sichtweise der Bundesanwaltschaft durch, dann h&auml;tte eine f&uuml;nfk&ouml;pfige Vermittlergruppe um Sauter und N&uuml;&szlig;lein v&ouml;llig legal zehn Millionen Euro kassiert. Die Vermittlergruppe h&auml;tte zudem Anspruch auf weitere 1,5 Millionen Euro, die noch nicht geflossen sind; insgesamt w&auml;ren das dann 11,5 Millionen Euro. Sauter w&uuml;rden davon gut 1,2 Millionen Euro zustehen, die die Justiz bei einer Firma seiner T&ouml;chter sichergestellt hat. N&uuml;&szlig;lein bek&auml;me 660 000 Euro zur&uuml;ck, die bei einer Firma von ihm arrestiert wurden, und h&auml;tte Anspruch auf weitere, noch nicht erhaltene 600 000 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/maskenaffaere-csu-sauter-nuesslein-tandler-bayern-1.5566815\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Salmonellen in &Uuml;berraschungseiern<\/strong><br>\nAm 15. Dezember entdecken Mitarbeiter:innen des Ferrero-Konzerns in einer belgischen Schokoladenfabrik eine Salmonellen-Verseuchung. F&uuml;r einen Lebensmittelhersteller eigentlich eine Katastrophe! Die Bakterien gelangen mit der fettigen Schokolade besonders einfach in den Darm und k&ouml;nnen dort schwere Krankheiten ausl&ouml;sen. Vor allem kleine Kinder sowie Menschen mit schwacher Immunabwehr sind gef&auml;hrdet [1].<br>\nDoch Ferrero schl&auml;gt nicht etwa sofort Alarm, sondern schweigt sich aus. Der Konzern liefert weiter Kinderriegel, &Uuml;berraschungseier &amp; Co. in unsere Superm&auml;rkte. Unglaubliche vier Monate sp&auml;ter, als die Gefahr nicht mehr zu leugnen ist, handelt Ferrero. Erst kurz vor Ostern ruft Ferrero die Weihnachts-Schokolade zur&uuml;ck, die damals vom Band lief. Das ist doch absurd! Dazu viele weitere aktuelle Produkte &ndash; nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich, Gro&szlig;britannien, den Niederlanden, sogar in Australien, Neuseeland und den USA. Und Ferrero informiert die &Ouml;ffentlichkeit nur scheibchenweise, alle paar Tage wird ein neues Produkt zur&uuml;ckgerufen [2]. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r viele Verbraucher:innen kommt der R&uuml;ckruf zu sp&auml;t, denn die Produkte sind l&auml;ngst aufgegessen. Die EU-Lebensmittelsicherheitsbeh&ouml;rde und die EU-Gesundheitsbeh&ouml;rde best&auml;tigten bisher 119 Salmonellenf&auml;lle sowie 31 Verdachtsf&auml;lle, die meisten davon bei Kindern. Ungew&ouml;hnlich viele der Kinder lagen im Krankenhaus, teilweise mit schweren Symptomen wie blutigem Durchfall [3]. (&hellip;)<br>\nWieso haben die Beh&ouml;rden in Belgien so sp&auml;t reagiert? Erst vor wenigen Tagen wurde die Fabrik geschlossen. Bis dahin liefen weiterhin jeden Tag tausendfach Ferrero-Produkte vom Band. Und warum riefen die Beh&ouml;rden in Gro&szlig;britannien am 2. April Produkte zur&uuml;ck, w&auml;hrend es in Deutschland erst am 5. April &ouml;ffentliche R&uuml;ckrufe gab?<br>\nDer Fall Ferrero zeigt einmal mehr wie unter dem Brennglas, was bei der Lebensmittelsicherheit schief l&auml;uft. Egal ob Gammelfleisch, Fipronil oder jetzt Ferrero &ndash; es ist immer das Gleiche: Die Hersteller vertuschen und verz&ouml;gern, statt schnellstm&ouml;glich aufzukl&auml;ren und die Bev&ouml;lkerung offensiv zu informieren. Die fatale Folge: Wir Verbraucher:innen werden oftmals viel zu sp&auml;t gewarnt. Der andauernde Skandal ist: Regierung und Beh&ouml;rden unternehmen bislang nichts, um die bekannten Schwachstellen im System endlich zu beheben.<br>\nfoodwatch setzt sich seit Jahren f&uuml;r Transparenzpflichten ein. Wir fordern: Sowohl Lebensmittelhersteller als auch Beh&ouml;rden m&uuml;ssen per Gesetz klipp und klar dazu verpflichtet werden, Missst&auml;nde immer sofort &ouml;ffentlich zu machen. Es darf nicht sein, dass es Monate dauert bis zu einem &ouml;ffentlichen R&uuml;ckruf. Au&szlig;erdem brauchen wir endlich ein wirksames Unternehmensstrafrecht, verbunden mit saftigen Strafen, die auch gro&szlig;en Konzernen wie Ferrero wehtun. Das h&auml;tte eine abschreckende Wirkung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2022\/salmonellen-in-ueberraschungseiern\/\">foodwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ciscos Webex telefoniert auch stummgeschaltet nach Hause<\/strong><br>\nBei einer Untersuchung der Stummschaltefunktion von Videokonferenzsoftware fiel Ciscos Webex negativ auf.<br>\nWer sich in einer Videokonferenzsoftware stumm schaltet, verhindert damit nicht unbedingt die Aufnahme oder Analyse von Audiodaten. Das haben Forscher der Loyola-Universit&auml;t Chicago sowie der Universit&auml;t Wisconsin-Madison herausgefunden. Untersucht wurden die Software von Zoom, Slack, Microsoft Teams\/Skype, Google Meet, Cisco Webex, Bluejeans, Whereby, Gotomeeting, Jitsi und Discord.<br>\nDabei untersuchten die Forscher, ob die Anwendungen auch im stummgeschalteten Zustand Daten aus dem Mikrofon auslesen und ob diese &uuml;ber das Internet an den jeweiligen Anbieter der Software &uuml;bertragen werden. Dabei fanden sie heraus, dass alle Anwendungen gelegentlich Audiodaten erhoben, auch wenn sie stummgeschaltet waren. Nur bei den Webclients, die &uuml;ber den Browser aufgerufen wurden, war dies nicht der Fall, da sie die Stummschaltefunktion von WebRTC im Browser nutzen.<br>\n&ldquo;Wir stellen fest, dass die Richtlinien f&uuml;r den Umgang mit Mikrofondaten bei den Videokonferenzsoftwares uneinheitlich sind &ndash; einige &uuml;berwachen den Mikrofoneingang w&auml;hrend der Stummschaltung kontinuierlich, andere tun dies in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden&rdquo;, hei&szlig;t es in der Studie (PDF). Dabei fiel den Forschern vor allem Cisco Webex negativ auf, das sowohl unter Windows als auch unter MacOS in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden Statistiken &uuml;ber die Audiodaten an ihre Telemetrieserver schickt &ndash; unabh&auml;ngig davon, ob die Stummschaltetaste gedr&uuml;ckt wurde oder nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/studie-ciscos-webex-telefoniert-auch-stummgeschaltet-nach-hause-2204-164659.html\">Golem<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Keile gegen Osterm&auml;rsche<\/strong><br>\nBellizisten von Gr&uuml;nen und FDP attackieren Friedensaktivisten, Pazifismus sei &raquo;ferner Traum&laquo; und diene Interessen Russlands<br>\nPazifismus sei momentan &raquo;ein ferner Traum&laquo;, belehrte Wirtschaftsminister Robert Habeck die Ostermarschierer und bewies damit vor allem erneut, wie weit sich B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen von friedenspolitischen Positionen entfernt haben. Gegen&uuml;ber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonnabend) konstatierte er, dass die Ukraine zu unterst&uuml;tzen sei &ndash; &raquo;auch mit Waffen&laquo;. Der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff lie&szlig; sich sogar zu einem R&uuml;ckgriff in die Zeit des Kalten Kriegs hinrei&szlig;en. Mit Blick auf die Ostermarschbewegung erkl&auml;rte er im WDR: &raquo;Die Leute, die solche M&auml;rsche organisieren, sind eigentlich keine Pazifisten, sondern die f&uuml;nfte Kolonne Putins.&laquo;<br>\nWilli van Ooyen, Sprecher des Ostermarschb&uuml;ros in Frankfurt am Main, konterte den Anwurf mit Sarkasmus. &raquo;Herr Lambsdorff steht offenbar in einer Familientradition, die noch glaubt, sich f&uuml;r Stalingrad r&auml;chen zu m&uuml;ssen&laquo;, sagte er am Montag gegen&uuml;ber junge Welt. Der Aktivist wies darauf hin, dass die Teilnehmer der diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rsche einhellig den russischen Angriff auf die Ukraine verurteilt h&auml;tten. &raquo;Aber genauso wurden die aggressiven innenpolitischen Debatten zur&uuml;ckgewiesen mit ihren st&auml;ndigen Rufen nach Waffenlieferungen f&uuml;r die Ukraine, die den Konflikt nur anheizen&laquo;, so van Ooyen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/424780.militarismus-in-der-brd-keile-gegen-osterm%C3%A4rsche.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Friedensbewegung: &raquo;Diese Kriege sind alle vergessen&laquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber doppelte Standards, die Geschichte der Osterm&auml;rsche sowie das Umkippen von SPD und Gr&uuml;nen. Ein Gespr&auml;ch mit Willi van Ooyen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/424839.friedensbewegung-diese-kriege-sind-alle-vergessen.html\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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