{"id":83201,"date":"2022-04-22T16:30:52","date_gmt":"2022-04-22T14:30:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201"},"modified":"2022-04-22T16:10:45","modified_gmt":"2022-04-22T14:10:45","slug":"hinweise-des-tages-ii-532","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h01\">Die Panzer-Lieferkette<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h02\">Offener Brief fordert von Scholz Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h03\">Berichterstattung ohne Balance?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h04\">NATO-Mitglied T&uuml;rkei: Neuer Angriffskrieg im Irak<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h05\">EU-Beitritt der Ukraine: Symbolpolitik aus Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h06\">Jeder kann deutlich sehen, wer der gr&ouml;&szlig;te Verlierer in der Ukraine-Krise ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h07\">Keine Dumpingl&ouml;hne f&uuml;r Gefl&uuml;chtete<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h08\">Unbekannte Lieferketten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h09\">Energiepreis-Experte: Erd&ouml;lkonzerne machen &uuml;ber 3 Mrd. Extraprofite auf Kosten der Allgemeinheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h10\">Kinder in der SARS-CoV-2-Pandemie in Deutschland: Die Stellungnahme des Instituts f&uuml;r Virologie der Charit&eacute; im Anh&ouml;rungsverfahren des Bundesverfassungsgerichts zur &bdquo;Bundesnotbremse&ldquo; &ndash; und offene Fragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h11\">Sinkende Corona-Zahlen: Diskussion um kostenlose B&uuml;rgertests<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h12\">Weitere 2,6 Milliarden Euro f&uuml;r Corona-Impfdosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h13\">Nach Aus f&uuml;r Baumindestlohn: Tariftreuegesetz jetzt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h14\">Gibt es eine neue Arbeiterklasse?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h15\">Folgen des Ukraine-Kriegs: Zielscheibe f&uuml;r Hass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83201#h16\">Australien ficht Urteil zu Assange nicht an<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Panzer-Lieferkette<\/strong><br>\nDer moralische Druck, schwere Waffen an die Ukraine zu liefern, ist riesig in Deutschland. Olaf Scholz will sich freikaufen. Doch die Strategie ist riskant<br>\nWerden der Ukraine nicht sofort schwere Waffen geliefert, dann drohen &bdquo;Vernichtungskrieg&ldquo; und &bdquo;V&ouml;lkermord&ldquo;. Nahezu st&uuml;ndlich werden per Liveticker &bdquo;unvorstellbare Kriegsgr&auml;uel&ldquo; berichtet: der Beschuss einer Geburtsklinik, systematische Vergewaltigungen, Massenexekutionen, Chemiewaffeneinsatz. Die Flucht der letzten Shoah-&Uuml;berlebenden und die Rede vom &bdquo;totalen Krieg&ldquo; sollen schmerzliche Erinnerungen wachrufen und Hitler-Vergleiche ausl&ouml;sen. Die Deutschen, so hei&szlig;t es, machten sich &bdquo;wieder&ldquo; schuldig, weil sie &bdquo;z&ouml;gern und zaudern&ldquo;. Mit ihrem Nichtstun w&uuml;rden sie &bdquo;Putins Mordbanden&ldquo; freie Hand lassen. Das Einzige, was jetzt noch helfen k&ouml;nne, seien Kampfpanzer made in Germany.<br>\nIn keinem anderen Land wird so viel moralischer Druck erzeugt, geht es um die Lieferung schwerer Waffen: um Sch&uuml;tzen- und Kampfpanzer, Kampfhubschrauber und -flugzeuge. Unter Twitter-Gener&auml;len und solidarischen F&auml;hnchenschwenkern ist der Glaube weitverbreitet, man brauche ukrainische Soldaten nur in einen &bdquo;Leopard&ldquo;, &bdquo;Marder&ldquo;, &bdquo;Tiger&ldquo; oder &bdquo;Tornado&ldquo; setzen und los geht die wilde Jagd auf russische Tanks.<br>\nDass f&uuml;r komplexe Waffensysteme l&auml;ngere Schulungen n&ouml;tig sind, will den hyperventilierenden Moralisten partout nicht einleuchten, denn irgendein &bdquo;Experte&ldquo; oder Ex-General findet sich immer, der haudegenstark erkl&auml;rt, dass die Einweisung von Panzerkommandanten oder Tornado-Piloten auch in einer Woche absolviert werden kann. Im Krieg wollen sich die Hasardeure ihre Kampfmoral nicht von Bedenkentr&auml;gern kaputtmachen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/krieg-europas-panzer-lieferkette-in-die-ukraine\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Deutsche Waffenlieferungen: &Uuml;bertriebene Kritik an Scholz<\/strong><br>\nMit der Nato abgestimmt, liefert Deutschland der Ukraine, was m&ouml;glich ist. Trotzdem gibt es die d&auml;mliche Debatte &uuml;ber &bdquo;Ladehemmungen&ldquo; des Kanzlers.<br>\nMan stelle sich vor, Bundeskanzler Olaf Scholz w&auml;re vor einer Woche nach Kiew gereist, h&auml;tte den ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodimir Selenski getroffen, w&auml;re an ein paar Ruinen vorbeigelaufen und h&auml;tte sich dann vor den Kameras aufgebaut, um &bdquo;Waffenlieferungen&ldquo; zu versprechen.<br>\nDas deutsche Publikum w&auml;re begeistert gewesen. Niemand h&auml;tte gefragt, welche Waffen denn genau in die Ukraine gehen. Die Bilder h&auml;tten gen&uuml;gt: Kanzler ist in Kiew. Das ist kein abstraktes Szenario. Genauso hat sich der britische Premier Johnson inszeniert &ndash; aber Panzer liefert auch Gro&szlig;britannien nicht.<br>\nScholz hingegen hasst Symbolpolitik und bleibt in Berlin, um von dort aus stundenlang mit Selenski zu telefonieren. Deutschland und Gro&szlig;britannien betreiben eine identische Ukrainepolitik. Mit der Nato abgestimmt wird in die Ukraine geliefert, was sich liefern l&auml;sst. Aber nur in Deutschland gibt es die d&auml;mliche Debatte, ob der Kanzler &bdquo;Ladehemmungen&ldquo; habe.<br>\nZum Teil ist Scholz selbst schuld. Es ist ehrenwert, auf Symbolpolitik zu verzichten. Aber wichtig w&auml;re, klar zu kommunizieren. Doch leider liebt Scholz den verschachtelten Nebensatz und abwegige Umschreibungen. &bdquo;Schwere Waffen&ldquo; hei&szlig;en bei ihm &bdquo;Waffen mit erheblicher Auswirkung&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Deutsche-Waffenlieferungen\/!5846551\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Offener Brief fordert von Scholz Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine<\/strong><br>\nEin offener Brief, der unterzeichnet wurde von Daniela Dahn und Konstantin Wecker, fordert den Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine.<br>\nAngesichts wachsenden Drucks auf Bundeskanzler Olaf Scholz, der Forderung nach Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine nachzukommen, hat sich ein Kreis von Pers&ouml;nlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Kultur und anderen Bereichen der Zivilgesellschaft in einem offenen Brief an den Kanzler gewandt.<br>\nDarin fordern sie, die Waffenlieferungen an die ukrainischen Truppen einzustellen und die Regierung in Kiew zu ermutigen, den milit&auml;rischen Widerstand &#8210; gegen die Zusicherung von Verhandlungen &uuml;ber einen Waffenstillstand und eine politische L&ouml;sung &#8210; zu beenden.<br>\nDie UnterzeichnerInnen kritisieren, dass mit der Lieferung von Waffen sich Deutschland und weitere Nato-Staaten de facto zur Kriegspartei gemacht h&auml;tten und warnen vor einer atomaren Eskalation.<br>\nWaffenlieferungen und milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung durch die NATO w&uuml;rden den Krieg verl&auml;ngern und eine diplomatische L&ouml;sung in weite Ferne r&uuml;cken. Der Preis eines l&auml;ngeren milit&auml;rischen Widerstands w&auml;ren &#8210; unabh&auml;ngig von einem m&ouml;glichen Erfolg &#8210; noch mehr zerst&ouml;rte St&auml;dte und D&ouml;rfer und noch gr&ouml;&szlig;ere Opfer unter der ukrainischen Bev&ouml;lkerung.<br>\nMit ihrer Initiative wollen die UnterzeichnerInnen auch ein Signal an die Mitglieder des Bundestages senden, die kommende Woche voraussichtlich &uuml;ber weitere Waffenlieferungen an die Ukraine beraten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/offener-brief-fordert-von-scholz-stopp-der-waffenlieferungen-an-die-ukraine-li.223704\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Berichterstattung ohne Balance?<\/strong><br>\nIn Kabul sind vor drei Tagen bei einem Angriff auf eine Schule mehrere Kinder get&ouml;tet worden. WHO-Chef Tedros A. Ghebreyesus fordert eine Balance in der Berichterstattung. Dar&uuml;ber hatten Anfang M&auml;rz auch der russische Au&szlig;enminister und eine britische Journalistin gestritten.<br>\n&bdquo;Ich habe eine Frage zu Polina Zakhodinskaya. Sie war in der Abschlussklasse der Grundschule. Sie wurde von Russen erschossen&hellip; Herr Lavrow, ich wei&szlig;, Sie haben selbst eine Tochter. Ich m&ouml;chte, dass Sie mir in die Augen schauen und mir nur sagen, wie schlafen Sie nachts, wissend, dass russische Bomben Kinder t&ouml;ten?&ldquo;<br>\nDie Anklage der britischen Journalistin, vorgebracht auf einer Pressekonferenz Anfang M&auml;rz, zeigt beispielhaft das Bem&uuml;hen der westlichen Berichterstattung, die Opfer des Krieges aus der Anonymit&auml;t herauszuholen. Wie in kaum einer Kriegsberichterstattung zuvor wird den Opfern des Krieges in der Ukraine ein Gesicht gegeben, indem ihre Namen genannt, ihre Geschichte erz&auml;hlt und ihre Bilder gezeigt werden. Mitgef&uuml;hl und Emp&ouml;rung weltweit sind die Folge.<br>\nMindestens sechs Kinder und Jugendliche fielen vor drei Tagen einem Terroranschlag im Westen Kabuls, im Stadtteil Dasht-e Barchi zum Opfer. Sie wurden get&ouml;tet, als sie gerade die Schule verlie&szlig;en. Es ist nicht der erste Anschlag dieser Art, die Brutalit&auml;t des Schicksals trifft die Menschen deswegen nicht weniger hart. Mindestens 20 verletzte Sch&uuml;ler soll es geben. Ihre Schulb&uuml;cher liegen verteilt &uuml;ber dem Boden. Eine Mutter sucht verzweifelt ihren Sohn, ein Vater soll gleich drei seiner S&ouml;hne verloren haben. Wie lauten ihre Namen, wo sind ihre Bilder, was ist ihre Geschichte?<br>\nDas ZDF hatte f&uuml;r das Schicksal dieser Kinder und Jugendlichen in der heute-Sendung um 19 Uhr kein Wort &uuml;brig. Das gilt auch f&uuml;r das heute-Journal, das von Bettina Schausten mit den Worten &bdquo;Soweit der Tag aus unserer Sicht&ldquo; beendet wurde. Auch die ARD-Tagesthemen erw&auml;hnten den Anschlag auf die afghanischen Schulkinder mit keinem Wort. Lediglich die Tagesschau konnte sich immerhin zu einer kurzen Randbemerkung als letzte Meldung vor den Sportnachrichten entschlie&szlig;en. Das alles beherrschende Thema der Abendnachrichten von ARD und ZDF blieb die Frage nach Waffenlieferungen an die Ukraine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/medien-kultur\/berichterstattung-ohne-balance\/\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>NATO-Mitglied T&uuml;rkei: Neuer Angriffskrieg im Irak<\/strong><br>\nHat man davon in den Zeitungen schon lesen k&ouml;nnen? Haben westliche Regierungen schon reagiert? Ist irgendwo Kritik zu h&ouml;ren? Wenn das NATO-Mitgliedsland T&uuml;rkei mit Luft- und Bodentruppen in den Irak einmarschiert, um &laquo;zur eigenen Sicherheit&raquo; die PKK &ndash; &laquo;Terroristen&raquo;, wie die T&uuml;rkei behauptet &ndash; zu bek&auml;mpfen, schauen alle weg.<br>\nSeit dem fr&uuml;hen Montagmorgen, 18. April, f&uuml;hrt die T&uuml;rkei einen Angriffskrieg in der Luft und am Boden gegen kurdische K&auml;mpfer im benachbarten Nordirak. Artillerie, Kampfflugzeuge und Hubschrauber seien an den &laquo;Angriffen auf Lager, Tunnel, Munitionsdepots und Unterst&auml;nde beteiligt&raquo;, teilte das Verteidigungsministerium mit. Kommandos und Spezialeinheiten w&uuml;rden anschliessend per Hubschrauber in die Region geflogen: &laquo;Unsere Operation wird wie geplant erfolgreich fortgesetzt&raquo;, erkl&auml;rte Verteidigungsminister Hulusi Akar der Presse. Dabei liess er sich im Hauptquartier der Luftwaffe in Ankara ablichten, flankiert von seinen Stabschefs. &laquo;Die Terroristen m&uuml;ssen begreifen, dass sie sich nirgendwo verstecken k&ouml;nnen; sie m&uuml;ssen sich ergeben, da ihr Ende gekommen ist&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/nato-mitglied-tuerkei-neuer-angriffskrieg-im-irak\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU-Beitritt der Ukraine: Symbolpolitik aus Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nAnfang April &uuml;berreichte EU-Chefin Von der Leyen dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Selenskyj einen Fragebogen zum EU-Beitritt. Darf sein Land jetzt hoffen?<br>\nDie Ukraine kommt beim erhofften EU-Beitritt nicht so schnell voran wie erhofft. Bisher fehlten noch einige Antworten aus dem Beitritts-Fragebogen, sagte der Sprecher von EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen am Dienstag in Br&uuml;ssel. Erst wenn alle Fragen beantwortet seien, k&ouml;nne die EU-Kommission mit der Pr&uuml;fung des Antrags beginnen.<br>\nDamit d&auml;mpfte der Sprecher die gro&szlig;en Erwartungen, die Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj in die EU setzt. Geweckt hatte sie von der Leyen pers&ouml;nlich &ndash; bei einem Blitzbesuch in Kiew Anfang April. Dabei &uuml;berreichte sie Selenskyj einen Fragebogen, der als Startschuss f&uuml;r die &uuml;blicherweise jahrelange Beitritts-Prozedur gilt.<br>\nNun hat Selenskyj den Fragenkatalog ausgef&uuml;llt und an den EU-Botschafter in Kiew weitergeleitet. Das sei ein &bdquo;historisches Ereignis&ldquo;, erkl&auml;rte er. Sein Land habe f&uuml;r den Antrag nur etwas mehr als eine Woche gebraucht &ndash; und damit wesentlich weniger als andere Beitrittskandidaten, die sich meist jahrelang vorbereiten mu&szlig;ten.<br>\nDoch der Fragebogen hat zwei Teile. Der zweite, entscheidende Teil sei bisher noch nicht beantwortet worden, hei&szlig;t es in Br&uuml;ssel. Dabei geht es um Fragen zum sogenannten &bdquo;Acquis&ldquo;, also dem Besitzstand der EU. Damit wird die Ann&auml;herung an das EU-Recht gepr&uuml;ft. Der Besitzstand muss von einem Beitrittskandidaten komplett &uuml;bernommen werden.<br>\nDavon ist die Ukraine noch meilenweit entfernt. Auch die wirtschaftlichen und politischen Kriterien, die im ersten Teil des Beitritts-Fragebogens erfasst werden, d&uuml;rfte Kiew noch nicht ann&auml;herungsweise erf&uuml;llen. Die Wirtschaft befindet in freiem Fall, die Politik entspricht nicht den demokratischen und rechtsstaatlichen Standards der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/EU-Beitritt-der-Ukraine\/!5849669\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jeder kann deutlich sehen, wer der gr&ouml;&szlig;te Verlierer in der Ukraine-Krise ist<\/strong><br>\nDer Sprecher des chinesischen Au&szlig;enministeriums, Zhao Lijian, hat am Freitag Stellung zu einem Kommentar genommen, in dem Europa als gr&ouml;&szlig;ter Verlierer der Ukraine-Krise bezeichnet wurde.<br>\nVor der Presse erkl&auml;rte Zhao dazu, im M&auml;rz h&auml;tten nur zw&ouml;lf Ukrainer in die USA einreisen k&ouml;nnen. Seit dem Ausbruch des Konflikts zwischen Russland und Ukraine h&auml;tten die Aktienkurse der US-R&uuml;stungskonzerne aber einen enormen Anstieg verzeichnet, so Zhao Lijian. Es sei deutlich zu sehen, wer als der lachende Dritte das Feuer am gegen&uuml;berliegenden Ufer beobachtet habe.<br>\nDie sogenannte Dreiteilung &bdquo;Konkurrenz, Kollaboration und Konfrontation&ldquo; bezeichnete Zhao Lijian als ein Ablenkungsman&ouml;ver der amerikanischen Seite f&uuml;r die Unterdr&uuml;ckung Chinas. Die chinesische Regierung habe mehrmals deutlich gemacht, dass der Standpunkt Chinas zur Ukraine-Frage offen, transparent und klar ist.<br>\nZu den &Auml;u&szlig;erungen einiger EU-Vertreter, dass die chinesisch-russischen Beziehungen die Verbindungen zwischen China und der EU beeintr&auml;chtigen werden, erl&auml;uterte Zhao Lijian. China habe in der Ukraine-Frage konsequent auf der Grundlage der Unterscheidung von Recht und Unrecht selbst&auml;ndig seine Entscheidungen getroffen. In der Ukraine-Frage setze China auf Frieden und lehne Krieg ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/aktuell\/alle\/3250\/20220422\/751717.html%20\">CRI online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Amerikas stellvertretende Au&szlig;enministerin will mit EU-Partnern &uuml;ber China sprechen<\/strong><br>\nDie stellvertretende amerikanische Au&szlig;enministerin Wendy Sherman wird voraussichtlich am Donnerstag mit ihren EU-Partnern zusammentreffen, um im Rahmen des dritten hochrangigen Treffens des China-Dialogs zwischen den USA und der Europ&auml;ischen Union Fragen im Zusammenhang mit China zu er&ouml;rtern. Der Sprecher des amerikanischen Au&szlig;enministeriums, Ned Price, erkl&auml;rte, dass die USA weiterhin &bdquo;das Ausma&szlig; der Unterst&uuml;tzung, die China gegen&uuml;ber Russland zeigen k&ouml;nnte, sorgf&auml;ltig &uuml;berwachen&ldquo; werden. (&hellip;)<br>\nIm Dialog mit Europa werden die USA weiterhin versuchen, die europ&auml;ischen L&auml;nder zu einigen, indem sie sie auffordern, sich weiter f&uuml;r eine Seite zu entscheiden und die normalen Beziehungen zwischen China und den europ&auml;ischen L&auml;ndern zu untergraben, sagte Diao Daming, au&szlig;erordentlicher Professor an der Renmin-Universit&auml;t von China in Beijing.<br>\n&bdquo;Die USA werden der EU gegen&uuml;ber betonen, dass China nicht von der gegenw&auml;rtigen Situation profitieren darf&ldquo;, sagte L&uuml; Xiang, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften. Experten sind der Meinung, dass die Bestrebungen der USA wahrscheinlich nicht alle L&auml;nder beeindrucken werden, da einige europ&auml;ische L&auml;nder, die sich f&uuml;r eine pragmatische L&ouml;sung entscheiden, statt Partei zu ergreifen und den Konflikt anzuheizen, Schwachstellen in der amerikanischen Logik finden und eine rationalere Sichtweise auf China beibehalten werden. Einige L&auml;nder k&ouml;nnten unter dem Druck der USA proaktiver gegen China vorgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2022-04\/22\/content_78180985.htm\">German.China.org.cn<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Falken in und um die Bundesregierung sind wohl zu sehr in ihrem transatlantischen Netz verbunden, um zu erkennen, dass Europa &ndash; und insbesondere Deutschland &ndash; &ldquo;der gr&ouml;&szlig;te Verlierer in der Ukraine-Krise ist&rdquo;. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82268\">Gas f&uuml;r Rubel &ndash; Russland reagiert rational auf die Sanktionen und der Westen spielt abermals mit falschen Karten <\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80909\">&bdquo;Kriege beginnen selten an einem Mittwoch&ldquo;.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Daraus zitiert:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Zahlreiche kritische Stimmen sehen das eigentliche Ziel der Medienkampagne weniger in Russland oder der Ukraine, sondern ganz im Gegenteil in Deutschland. Die deutsche &Ouml;ffentlichkeit soll durch das Bedrohungsszenario gef&uuml;gig gemacht und die Bundesregierung noch st&auml;rker in die Eskalationspolitik der USA eingebunden werden. (&hellip;)<\/p>\n<p>Je realer das Bedrohungsszenario wirkt, desto schwerer haben es die Stimmen in Deutschland, die &uuml;berhaupt noch f&uuml;r eine Entspannungspolitik eintreten und ein Volk der guten Nachbarn sein wollen. Teile und herrsche. Ein altes Herrschaftsprinzip, das die USA perfektioniert haben. Und wenn Europa die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland herunterf&auml;hrt, k&uuml;nftig mehr teures Fracking-Gas und R&uuml;stungsg&uuml;ter aus den USA kauft, ist das f&uuml;r das Imperium nat&uuml;rlich auch nicht gerade von Nachteil.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Keine Dumpingl&ouml;hne f&uuml;r Gefl&uuml;chtete<\/strong><br>\nAnstatt Gefl&uuml;chteten eine Aussicht auf faire Arbeitsbedingungen zu bieten, versuchen deutsche Arbeitgeber, sie f&uuml;r die prek&auml;rsten Jobs in der Logistik, Pflege und Landwirtschaft zu rekrutieren. Das ist sch&auml;big und verantwortungslos. [&hellip;]<br>\nIn der vierten Kriegswoche lieferte sich die deutsche Wirtschaft an der polnisch-ukrainischen Grenze schon mal einen Wettlauf um die neue Humanressource. Deutschlands rasende Honorarbotschafter hielten direkt vor Ort Ausschau nach verwertbaren Skills und schoben den ersch&ouml;pften Frauen in den Erstunterk&uuml;nften Arbeitsvertr&auml;ge unter die Nase &ndash; nach dem Prinzip &raquo;Unterschreibst du hier, nehme ich dich mit&laquo;. Die Mitarbeitenden des Gro&szlig;schlachters T&ouml;nnies mussten allerdings unverrichteter Dinge wieder abreisen: Der miserable Ruf ihres Arbeitgebers eilte ihnen sogar bis dorthin voraus. Sie wurden von &ouml;rtlichen Fl&uuml;chtlingshelferinnen beschimpft und verjagt. Doch T&ouml;nnies soll nicht der einzige Arbeitgeber vor Ort gewesen sein. Derweil werden auf Vermittlungsportalen f&uuml;r ukrainische Gefl&uuml;chtete nicht nur Programmier und Pflegekr&auml;fte rekrutiert, sondern auch Fahrradkuriere f&uuml;r Firmen wie zum Beispiel Gorillas, die j&uuml;ngst mit schlechten Arbeitsbedingungen und aggressivem Union Busting auf sich aufmerksam machten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/keine-dumpinglohne-fur-gefluchtete-tonnies-mindestlohn-hausliche-pflege-subunternehmen\/%20\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Unbekannte Lieferketten<\/strong><br>\nViele Unternehmen wissen offenbar nicht, mit wem sie Gesch&auml;fte machen<br>\nHat sich die Globalisierung f&uuml;r Industrie und Handel als &uuml;beraus vorteilhaft gezeigt, weil sich dadurch g&uuml;nstigere Gestehungskosten f&uuml;r Produkte erzielen lie&szlig;en, so zeigen sich nun bei den in der Folge entstandenen weltweiten Lieferketten viele Nachteile f&uuml;r direkt und indirekt Betroffene.<br>\nNicht selten war eine Verlagerung der Produktion oder eine Diversifizierung der Beschaffungsquellen mit einer Absenkung von Umweltstandards und schlechteren Arbeitsbedingungen bei den Besch&auml;ftigten der neuen Partner verbunden.<br>\nGerade in Schwellenl&auml;ndern war die Industrieansiedlung der einschl&auml;gigen Gesetzgebung vielfach meilenweit voraus. Auch f&uuml;r die deutsche Justiz waren mit der Verlagerung der Produktion verbundene kostensenkende Missachtungen europ&auml;ischer und deutscher Gesetze und Vorschriften nicht greifbar.<br>\nDabei hat es sich in der Vergangenheit gezeigt, dass auch deutsche Unternehmen im Rahmen ihrer globalen Gesch&auml;fte selbst oder indirekt &uuml;ber ihre Produktions- oder Handelspartner immer wieder gegen als grundlegend angesehene Menschenrechte versto&szlig;en und\/oder die Umwelt sch&auml;digen, ohne dass sie daf&uuml;r dort oder in Deutschland Konsequenzen bef&uuml;rchten m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Unbekannte-Lieferketten-7061974.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Energiepreis-Experte: Erd&ouml;lkonzerne machen &uuml;ber 3 Mrd. Extraprofite auf Kosten der Allgemeinheit<\/strong><br>\nMehr als drei Milliarden Euro Krisenprofite f&uuml;r die Erd&ouml;lkonzerne hat das Forschungs- und Beratungsb&uuml;ro EnergyComment im Auftrag von Greenpeace errechnet. Das sind 107 Millionen Euro pro Tag zus&auml;tzlich f&uuml;r die Erd&ouml;lindustrie, weil die Preise an den Tankstellen deutlich st&auml;rker gestiegen sind als die Roh&ouml;l-Preise. Warum sind die Preise f&uuml;r Benzin und Diesel so gestiegen? Welche Rolle spielen Steuern und welche die Spekulation am Finanzmarkt? Dar&uuml;ber haben wir mit Dr. Steffen Bukold, Politikwissenschaftler und Leiter von EnergyComment gesprochen.<br>\nSie haben die schnell wachsenden Gewinnmargen zwischen dem Roh&ouml;lpreis und dem Treibstoffpreis an den Tankstellen untersucht. Steigen die Preise an den Zapfs&auml;ulen schneller als die Produktionskosten f&uuml;r den Treibstoff?<br>\nBukold: Wir haben in der Studie eine wachsende Differenz zwischen dem Roh&ouml;lpreis und dem Verkaufspreis an der Tankstelle festgestellt. Da sich die Kosten f&uuml;r die &Ouml;lwirtschaft im Untersuchungszeitraum kaum ver&auml;ndert haben, der Abstand zwischen Roh&ouml;l- und Tankstellenpreis aber gestiegen ist, kann man daraus schlie&szlig;en, dass die Gewinne der Mineral&ouml;lkonzerne parallel dazu gestiegen sind. Solche &Uuml;bertreibungen gibt es immer wieder in Krisensituationen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/energiepreisentwicklung-2022-oesterreich\/\">kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kinder in der SARS-CoV-2-Pandemie in Deutschland: Die Stellungnahme des Instituts f&uuml;r Virologie der Charit&eacute; im Anh&ouml;rungsverfahren des Bundesverfassungsgerichts zur &bdquo;Bundesnotbremse&ldquo; &ndash; und offene Fragen<\/strong><br>\nEs lohnt sich, die Charit&eacute;-Stellungnahme n&auml;her anzusehen &ndash; insbesondere im Vergleich zu den Stellungnahmen der anderen medizinischen, insbesondere p&auml;diatrischen Fachgesellschaften. Wie ein ebenfalls im Verfahren involvierter anderer Gutachter der Charit&eacute; &ndash; Prof. Dr. med. Stefan N. Willich &ndash; konstatiert, &bdquo;[werfen] die epidemiologischen und statistischen Schlussfolgerungen (&hellip;) Fragen auf&ldquo; [11]. Tats&auml;chlich zeigt die Stellungnahme des Instituts f&uuml;r Virologie der Charit&eacute; zahlreiche, zum Teil signifikante M&auml;ngel. Sie<br>\nber&uuml;cksichtigt den vorhandenen wissenschaftlichen Forschungsstand nicht ausreichend,<br>\ngibt Ergebnisse der wenigen, aus- gew&auml;hlten Untersuchungen, die Beachtung finden, fehlerhaft wieder,<br>\nbegeht erhebliche methodische Fehler und<br>\nzieht daraus epidemiologisch und statistisch nicht nachvollziehbare Schlussfolgerungen.<br>\nDie Charit&eacute;-Stellungnahme kommt mit 17 Quellen aus. Hierbei handelt es sich nur in sechs F&auml;llen um Arbeiten, die in wissenschaftlichen Zeitschriften mit Peer-Review erschienen sind, vier davon bereits im Jahr 2020. Daneben finden sich verschiedene Links auf die Website der Britischen Statistikbeh&ouml;rde (ONS), ein Verweis auf einen Bericht von GOV.UK und ein Verweis auf einen Situationsbericht des Robert-Koch-Instituts RKI, eine Pressemitteilung, ein Kurzbericht zu einer Studie, und ein Preprint; eine letzte Referenz (&bdquo;M&uuml;rbe, Verweis auf Anhang&ldquo;) konnte nicht nachvollzogen werden.<br>\nIm Gegensatz dazu belegen die anderen sachkundigen Dritten ihre Ausf&uuml;hrungen mit zahlreichen, zumeist bereits in Journals mit Peer-Review erschienenen Publikationen. Dar&uuml;ber hinaus werden auch Preprints und Stellungnahmen von Fachgesellschaften, eine S3-Leitlinie der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften), ein Cochrane-Review und ein ECDC-Review zu Kindern und Schule herangezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.laekh.de\/heftarchiv\/ausgabe\/2022\/mai-2022\">Hessisches &Auml;rzteblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sinkende Corona-Zahlen: Diskussion um kostenlose B&uuml;rgertests<\/strong><br>\nSind die kostenlosen Corona-Tests, f&uuml;r die es keinen Anlass braucht, in der jetzigen Lage noch gerechtfertigt? Um die B&uuml;rgertests ist eine Debatte entbrannt &ndash; nicht zuletzt, weil der Trend bei den Corona-Neuinfektionen klar nach unten zeigt.<br>\nIn den vergangenen Tagen ist die Sieben-Tage-Inzidenz wieder leicht gestiegen. Deutschlandweit von 688 am Mittwoch auf 720 gestern und 733 heute Fr&uuml;h. Auch in Bayern ging die Inzidenz wieder leicht nach oben &ndash; auf zuletzt 780. Allerdings gehen viele Experten davon aus, dass das lange Osterwochenende zu Verzerrungen f&uuml;hrt. Langfristig betrachtet gehen die Zahlen n&auml;mlich deutlich zur&uuml;ck.<br>\nEnde M&auml;rz meldeten die Beh&ouml;rden noch mehr als 300.000 Neuinfektionen pro Tag. Dieser Wert hat sich in den vergangenen drei Wochen aber fast halbiert, auf jetzt noch rund 162.000 neue Ansteckungen t&auml;glich, in Bayern sind es noch etwa 25.000.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/sinkende-corona-zahlen-diskussion-um-kostenlose-buergertests,T3ib4ED\">BR24<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Weitere 2,6 Milliarden Euro f&uuml;r Corona-Impfdosen<\/strong><br>\nUnter Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) haben sich die Ausgaben der Bundesregierung f&uuml;r Corona-Impfstoffe fast verdoppelt. Derweil werden nur wenige tausend Dosen pro Tag verimpft &ndash; und der Rest droht zu verfallen.<br>\nDie Bundesregierung hat f&uuml;r Covid-19-Schutzimpfungen bislang rund 5,8 Milliarden Euro ausgegeben. Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage von Dietmar Bartsch hervor, dem Co-Fraktionschef der Linkspartei im Bundestag. Stichtag war demnach der 13. April.<br>\nVor drei Monaten lag diese Zahl noch deutlich niedriger. Auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hin schrieb die Bundesregierung am 20. Januar: &bdquo;F&uuml;r Covid-19-Impfstoffe wurden mit Anordnungsdatum bis zum 14. Dezember 2021 rund 3,2 Mrd. Euro ausgegeben und vom Bund bezahlt.&ldquo; Kurz nach seinem Amtsantritt im Dezember 2021 hatte der neue Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) einen &bdquo;Impfstoffmangel&ldquo; diagnostiziert und massive Nachbestellungen in Auftrag gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article238316123\/Seit-Jahresbeginn-Weitere-2-6-Milliarden-Euro-fuer-Corona-Impfdosen.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nach Aus f&uuml;r Baumindestlohn: Tariftreuegesetz jetzt!<\/strong><br>\nNach einem Vierteljahrhundert haben die Arbeitgeber in der Bauwirtschaft den branchenweiten Mindestlohn gekippt. Extrem kurzsichtig. Wer &uuml;ber Fachkr&auml;ftemangel jammert, sollte besser kein Lohndumping betreiben. Als Reaktion sollte die Landesregierung in Niedersachsen Tariftreue bei &ouml;ffentlichen Auftr&auml;gen herstellen, meint das #schlaglicht 14\/2022.<br>\nFr&uuml;her war keineswegs immer alles besser. Es gibt allerdings Dinge, deren Vorteile so sehr auf der Hand liegen, dass sie eigentlich erhalten werden sollten. Vor f&uuml;nfundzwanzig Jahren &ndash; die Diskussion um den gesetzlichen Mindestlohn war noch weit entfernt &ndash; verst&auml;ndigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften in der Bauwirtschaft erstmalig auf eine f&uuml;r die ganze Branche geltenden Mindestlohn. Damals herrschte auf beiden Seiten Einigkeit, dass es f&uuml;r faire Wettbewerbsbedingungen und die Gewinnung von Fachkr&auml;ften einer attraktiven Bezahlung bedarf. Jetzt haben die Bauarbeitgeber diesem Instrument ein unverantwortliches Ende bereitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++3de2b1d6-c210-11ec-9c57-001a4a160123\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gibt es eine neue Arbeiterklasse?<\/strong><br>\nG&auml;ste: Sahra Wagenknecht, Christian Baron. Die Zeit der gro&szlig;en Fabriken ist vorbei. Begriffe wie &lsquo;Ausbeutung&rsquo;, &lsquo;Klasse&rsquo; oder gar &lsquo;Klassenkampf&rsquo; sind selbst innerhalb linker Kreise in Vergessenheit geraten. Gewerkschaften verlieren Mitglieder und gelten generell als eher uncool. Im Fokus gesellschaftlicher K&auml;mpfe steht mittlerweile eher das Individuum und die Gruppe, zu der es sich rechnet. Das liegt sicher auch daran, dass der Begriff der Arbeiterklasse heute seltsam antiquiert anmutet. Man h&ouml;rt &ouml;ffentlich wenig bis nichts &uuml;ber diese Gruppe. Woran liegt das und kann man das &auml;ndern?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/bauerfeind-die-show-zur-frau\/gibt-es-eine-neue-arbeiterklasse-s05-e12\/one\/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWVjMGRkYjRlLTVkNTYtNDFmYi04YzIxLWNiNWQ3MGMyNzE3OQ\">ARD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sehr interessant. Wer etwas Zeit hat, sollte sich das ansehen &ndash; dauert nur 30 Minuten. Mit dabei ist Christian Baron ein Autor und Journalist, der selbst aus prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen stammt und klar erl&auml;utert, dass &ldquo;Die Linke&rdquo; durchaus einmal ein Hoffnungstr&auml;ger f&uuml;r Menschen aus den &auml;rmeren sozialen Schichten war. Aber dies wurde verspielt in dem man sich der absurden Identit&auml;ts- und Genderideologie verschrieben hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Folgen des Ukraine-Kriegs: Zielscheibe f&uuml;r Hass<\/strong><br>\nRussophobie in deutschen Medien immer pr&auml;senter. Auftritt in ZDF-Talkshow sorgt f&uuml;r Emp&ouml;rung<br>\nDer Krieg in der Ukraine hat die Schleusen ge&ouml;ffnet f&uuml;r Hass und Hetze gegen &raquo;die Russen&laquo;, wie das 77 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr vorstellbar schien. Vor allem die TV-Talkshows von ARD und ZDF sind zu Arenen mutiert, in denen es fast t&auml;glich hei&szlig;t: Ring frei f&uuml;r die Russland-Hasser! Der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, ein Verehrer des ukrainischen Nazikollaborateurs Stepan Bandera, darf ungehindert seine Tiraden gegen die russische Regierung, das russische Volk und alles Russische &uuml;berhaupt vom Stapel lassen. Mittlerweile scheinen alle D&auml;mme gebrochen zu sein. So ist es m&ouml;glich, offen rassistisches Gedankengut vor laufender Kamera zu &auml;u&szlig;ern. Das bewies der Auftritt der Politikwissenschaftlerin Florence Gaub beim ZDF-Talk &raquo;Lanz&laquo; am 12. April.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425015.folgen-des-ukraine-kriegs-zielscheibe-f%C3%BCr-hass.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Entgleisung bei Markus Lanz: &bdquo;Wir d&uuml;rfen nicht vergessen, auch wenn Russen europ&auml;isch aussehen, dass es keine Europ&auml;er sind&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82944\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Australien ficht Urteil zu Assange nicht an<\/strong><br>\nAustralien wird eine Auslieferung des Wikileaks-Gr&uuml;nders Julian Assange an die USA nicht anfechten. &raquo;Wir haben Vertrauen in die Unabh&auml;ngigkeit und Integrit&auml;t des britischen Justizsystems&laquo;, sagte der australische Senator Simon Birmingham am Donnerstag dem nationalen Fernsehsender ABC. Ein britisches Gericht hatte am Vortag die Auslieferung des australischen Staatsb&uuml;rgers an die USA formell genehmigt. In den USA drohen Assange wegen der Bekanntnachung von US-Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan 175 Jahre Haft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425061.australien-ficht-urteil-zu-assange-nicht-an.html%20\">junge Welt <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Vielleicht sollte Finanzminister Simon Birmingham mal &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72191\">Der Fall Julian Assange<\/a>&rdquo; des ehemaligen UN-Sonderbeauftragten Nils Melzer lesen. Da werden dann Aussagen &uuml;ber Unabh&auml;ngigkeit der Justiz und Rechtsstaatlichkeit umgehend relativiert. Melzer beschreibt dies nicht nur am Beispiel Gro&szlig;britannien, sondern auch die Defizite in Schweden, Ecuador, den USA und Deutschland im Bezug zu Assange werden eingehend und detailliert beleuchtet. <a href=\"https:\/\/blog.freeassange.eu\/2022\/03\/17\/eu-free-assange-rally\/\">Am morgigen Samstag findet in Br&uuml;ssel eine Gro&szlig;veranstaltung<\/a> zur Unterst&uuml;tzung von Julian Assange statt, bei der auch seine Frau Stella sprechen wird. Sicherlich interessant und wichtig.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-83201","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/83201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=83201"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/83201\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83203,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/83201\/revisions\/83203"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=83201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=83201"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=83201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}