{"id":83243,"date":"2022-04-26T08:17:19","date_gmt":"2022-04-26T06:17:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243"},"modified":"2022-04-26T08:17:19","modified_gmt":"2022-04-26T06:17:19","slug":"hinweise-des-tages-4096","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243#h01\">Pr&auml;sidentschaftswahl in Frankreich: N&auml;hrboden f&uuml;r rechte Ideologien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243#h02\">Christian Str&ouml;bele zum Ukrainekrieg: &bdquo;Man muss Putin alles zutrauen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243#h03\">SPD: Saskia Esken ruft Gerhard Schr&ouml;der zum Parteiaustritt auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243#h04\">Waffenstellerkonferenz in Ramstein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243#h05\">Debatte &uuml;ber Krieg und Aufr&uuml;stung: Fortschreitende Verharmlosung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243#h06\">US-Verteidigungsminister: Russland so schw&auml;chen, dass es keinen Krieg mehr f&uuml;hren kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243#h07\">Es bleibt dabei: Wahrheit ist das erste Opfer des Krieges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243#h08\">Kriegsverbrechen: &bdquo;Keine doppelten Standards&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243#h09\">Argentinien erneut unter IWF-Kuratel &ndash; mit schlimmen Konsequenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243#h10\">Das 9-Euro-Ticket war zu gut f&uuml;r diese Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243#h11\">Digitalisierungspl&auml;ne wohl umsonst ausgearbeitet: Gesundheitsministerium verweigert dem RKI offenbar wichtige Reformgelder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243#h12\">Stellungnahme zum Beitrag von Frau Prof. Dr. med. U. Heudorf im Hessischen &Auml;rzteblatt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243#h13\">Neue Studiendaten zu Coronavirus &ndash; Schutz sinkt Monate nach Biontech-Booster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83243#h14\">Trotz &bdquo;Zero-Covid&ldquo;-Strategie Shanghai verzeichnet neuen H&ouml;chstwert bei Corona-Toten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Pr&auml;sidentschaftswahl in Frankreich: N&auml;hrboden f&uuml;r rechte Ideologien<\/strong><br>\nDie Erleichterung &uuml;ber den Wahlsieg von Frankreichs Pr&auml;sident Macron ist gro&szlig;. Doch seine Politik hat die rechtsextreme Marine Le Pen gro&szlig; gemacht.<br>\nMan kann aufatmen in Europa: Die rechtsextreme Marine Le Pen hat in Frankreich die Stichwahl verloren. Pr&auml;sident bleibt Emmanuel Macron. Damit wurde zwar das Schlimmste f&uuml;r die kommenden f&uuml;nf Jahre verhindert. Dennoch: Nichts ist in Ordnung in Frankreich. Eine Rechtsextreme war so dicht an der Macht, dass man zittern musste. Wie konnte es so weit kommen?<br>\nOft wird darauf hingewiesen, wie Le Pen daran gearbeitet hat, ein moderates Image zu verbreiten. Bei genauem Hinsehen zeigt sich: Viel brauchte sie nicht zu tun. In kaum einer Talkshow vor den Wahlen &ndash; auch nicht im TV-Duell kurz vor der Stichwahl &ndash; wurde die Kandidatin mit ihrem Rechtsextremismus konfrontiert. Kaum eine Frage zum migrationsfeindlichen Programm, kein ungem&uuml;tliches Gespr&auml;ch. [&hellip;]<br>\nUnd Macron? Auch er ist in seinem kurzsichtigen Streben nach Macht Teil ebendieser Verantwortungslosigkeit. Er hat autorit&auml;re Gesetze geschaffen, die eine nie gesehene &Uuml;berwachung erlauben und die Pressefreiheit einschr&auml;nken; er plant weiterhin, die Rundfunkgeb&uuml;hren f&uuml;r &Ouml;ffentlich-Rechtliche abzuschaffen. Und das, wo etliche Medien ohnehin schon in H&auml;nden von teilweise rechten Milliard&auml;ren liegen. Sollte Macron sp&auml;ter einmal eine rechtsextreme Nachfolgerin haben &ndash; und das ist nicht auszuschlie&szlig;en &ndash;, h&auml;tte er ihr den Weg zum Durchregieren bereitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Praesidentschaftswahl-in-Frankreich\/!5846993\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Erfreulich, dass die taz mal nicht den &uuml;blichen Bl&ouml;dsinn vom &ldquo;sozialliberalen&rdquo; Pr&auml;sidenten und gro&szlig;en Europafreund bringt, sondern konkret Macrons schlimme Politik und Verantwortung f&uuml;r den Aufstieg von Le Pen benennt.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Der Pr&auml;sident bleibt, die Wut auch<\/strong><br>\nDer Blick auf Frankreichs Landkarte mit den Wahlergebnissen zeigt, dass ein Graben existiert. In den Gro&szlig;st&auml;dten und urbanen Agglomerationen kam Macron auf mehr als zwei Drittel der Stimmen, gerade umgekehrt sieht es in l&auml;ndlichen Regionen und vor allem im Norden und Osten des Landes aus, wo die RN-Kandidatin fast ebenso deutlich vorne liegt.<br>\nEtwas &uuml;berraschender ist auch, dass die W&auml;hlenden in den mehreren &Uuml;berseegebieten, namentlichen in den Antillen und im Indischen Ozean, der rechtsextremen Kandidatin zum Teil mit mehr als 70 Prozent den Vorzug gegeben haben. In diesem Votum kommt eine Feindseligkeit gegen&uuml;ber der Zentralmacht in Paris zum Ausdruck, aber vielleicht auch die Angst, in diesen weit entfernten Teilen eines ehemaligen Kolonialreichs im Stich gelassen zu werden. Offenbar spielte bei der Stimme f&uuml;r Marine Le Pen der vom Parteigr&uuml;nder Jean-Marie Le Pen geerbte Rassismus keine Rolle mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Praesidentschaftswahl-in-Frankreich\/!5850171\/\">taz<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Viel zu privatisieren<\/strong><br>\nDass Emmanuel Macron sich am Sonntag abend zum &raquo;Pr&auml;sidenten aller&laquo; Franzosen erkl&auml;rte, ist dem &uuml;blichen Ritual nach schwer errungenen Wahlsiegen in repr&auml;sentativen Demokratien geschuldet. Phrasendrescherei, mehr nicht.<br>\nEin etwas sch&auml;rferer Blick auf den inzwischen 44 Jahre alten Absolventen streng katholisch-jesuitischer Ausbildung zeigt einen Mann, der f&uuml;nf Jahre lang am Volk vorbeiregiert und versucht hat, der Republik ein neues Gesellschaftsmodell aufzuzwingen. Alles, was die im gemeinsamen Widerstand gegen die Naziherrschaft geschmiedete Koalition aus Gaullisten, Kommunisten und Sozialisten nach Kriegsende an &raquo;schemenhaft marxistisch zu nennenden Reformen&laquo; auf den Weg gebracht hatte, wie sich j&uuml;ngst der kommunistische Pariser Philosoph Alain Badiou in einer Streitschrift &uuml;ber die &raquo;Desorientierung der Welt&laquo; erinnerte, musste weg &ndash; sofern es noch existierte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425312.viel-zu-privatisieren.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Christian Str&ouml;bele zum Ukrainekrieg: &bdquo;Man muss Putin alles zutrauen&ldquo;<\/strong><br>\nChristian Str&ouml;bele, langj&auml;hriger Gr&uuml;nen-Abgeordneter, warnte oft vor Aufr&uuml;stung, unterst&uuml;tzte bewaffnete Befreiungsbewegungen. Was sagt er jetzt? [&hellip;]<br>\nWestliche Politiker, wie unsere Au&szlig;enministerin Baerbock, beklagen die Gleichschaltung der russischen Medien, aber sehen gn&auml;dig dar&uuml;ber hinweg, dass die US-Regierungen von Trump und Biden Julian Assange seit drei Jahren in Auslieferungshaft in einem Hochsicherheitsgef&auml;ngnis in Gro&szlig;britannien halten und ihn wegen Spionage anklagen wollen. Weil seine Enth&uuml;llungsplattform WikiLeaks Korruption und US-Kriegsverbrechen &ouml;ffentlich gemacht hat. Hast du daf&uuml;r eine Erkl&auml;rung?<br>\nDas liegt daran, dass auch die westlichen Geheimdienste nur dann glauben, funktionieren zu k&ouml;nnen, wenn sie den Agenten, die sie anwerben, absoluten Schutz vor Enttarnung bieten. Da hat Assange, aber auch Edward Snowden mit seinen Enth&uuml;llungen eine Bresche geschlagen. Assange und WikiLeaks ist von US-Politikern wiederholt vorgeworfen worden, sie h&auml;tten Blut an den H&auml;nden, weil sie Informanten enttarnt h&auml;tten. Aber es gibt bisher keinen Beleg daf&uuml;r.<br>\nHat der Westen nach Ende des Kalten Krieges den Fehler gemacht, seinen Sieg zu sehr auszukosten und einen neuen Versailler Vertrag durchgesetzt, der den Keim des n&auml;chsten Krieges schon in sich trug? Egon Bahr, der Vordenker der Entspannungspolitik von Willy Brandt in den 1970er Jahren, scheint das geahnt zu haben, als er 2013 Sch&uuml;lern erkl&auml;rte: &bdquo;Ich als alter Mann sage euch: Wir leben in einer Vorkriegszeit.&ldquo;<br>\nDa ist was dran. Die Politiker des Westens haben den Eindruck erweckt, dass alle im Osten jetzt zufrieden sein k&ouml;nnen. Die Interessen der Russen sind ignoriert worden. Es wurde nicht dar&uuml;ber geredet, wie man die Wiederkehr einer Konfrontation mit Russland vermeiden kann, wie man Sicherheitsgarantien geben k&ouml;nnte. Stattdessen r&uuml;ckte die Nato mit ihren Raketen immer n&auml;her an die Grenzen zu Russland vor. Die Chancen, mit Russland zu einer stabilen sicheren Ordnung nach dem Ende des Kalten Krieges zu kommen, sind vertan worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Christian-Stroebele-zum-Ukrainekrieg\/!5846913\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.O.:<\/strong> Die &Uuml;berschrift des taz-Artikels suggeriert einen Inhalt des Interviews mit Str&ouml;bele, welche die wirklich relevanten Kernaussagen verschleiert, weil sie der Redaktion der taz nicht in das gr&uuml;ne Politik-Konzept passen. Die Antworten im Interview sind wesentlich nachdenklicher und inhaltsreicher angelegt. So wird unterschwellig die Meinung des Lesers vorab tendenzi&ouml;s beeinflusst.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>SPD: Saskia Esken ruft Gerhard Schr&ouml;der zum Parteiaustritt auf<\/strong><br>\nDer Ex-Kanzler zweifelt Putins Verantwortung f&uuml;r Kriegsverbrechen an und h&auml;lt an Posten bei russischen Konzernen fest. Die SPD-Chefin legt ihm den Parteiaustritt nahe.<br>\nDie SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken hat dem Gaslobbyisten und fr&uuml;heren Kanzler Gerhard Schr&ouml;der nahegelegt, die Partei freiwillig zu verlassen. Angesichts des russischen Krieges gegen die Ukraine w&auml;re es &ldquo;notwendig&rdquo; gewesen, dass Schr&ouml;der seine Mandate bei russischen Konzernen niederlegt, &ldquo;um sein Ansehen als ehemaliger und einst erfolgreicher Kanzler zu retten&rdquo;, sagte Saskia Esken im Deutschlandfunk. &ldquo;Und diesem Ruf ist er leider nicht gefolgt.&rdquo;<br>\nSchr&ouml;der verdiene sein Geld mit der Arbeit f&uuml;r russische Staatsunternehmen, seine Verteidigung Wladimir Putins gegen den Vorwurf von Kriegsverbrechen sei &ldquo;regelrecht absurd&rdquo;, sagte Esken. Die Frage, ob Schr&ouml;der aus der Partei austreten sollte, beantwortete sie mit: &ldquo;Das sollte er.&rdquo; Die &Ouml;ffentlichkeit solle ihn als Gesch&auml;ftsmann und nicht als Altkanzler wahrnehmen, da Schr&ouml;der vor allem privaten Interessen nachgehe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2022-04\/spd-gerhard-schroeder-saskia-esken-aufruf-parteiaustritt-russland%20\">Zeit Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>&raquo;Keinen Cent seiner Mitgliedsbeitr&auml;ge mehr annehmen&laquo;<\/strong><br>\nDie SPD debattiert nach den neuerlichen &Auml;u&szlig;erungen von Parteimitglied Gerhard Schr&ouml;der erneut &uuml;ber Konsequenzen f&uuml;r den Ex-Bundeskanzler. Dieser hatte zuvor in einem Gespr&auml;ch mit der &raquo;New York Times&laquo; bekr&auml;ftigt, trotz massiver Kritik an seinen hochdotierten Posten bei russischen Energieunternehmen festhalten und seine engen Verbindungen nach Russland trotz des Angriffskriegs gegen die Ukraine nicht kappen zu wollen.<br>\n&raquo;Gerhard Schr&ouml;der schadet unserem Land, unserem internationalen Ansehen &ndash; und besonders auch der SPD&laquo;, schrieb nun die SPD-Bundestagsabgeordnete Michelle M&uuml;ntefering auf Twitter.<br>\nEs gelte nun, einen Parteiausschluss Schr&ouml;ders zu pr&uuml;fen. Als unmittelbare Ma&szlig;nahme empfahl M&uuml;ntefering, die SPD solle &raquo;keinen Cent seiner Mitgliedsbeitr&auml;ge mehr annehmen. Das ist schmutziges Geld&laquo;. M&uuml;ntefering ist Mitglied des SPD-Parteivorstands.<br>\nDer Spitzenkandidat der SPD in Schleswig-Holstein, Thomas Losse-M&uuml;ller, sagte dem SPIEGEL, dass Gerhard Schr&ouml;der politisch keine Rolle mehr spiele. Wenn dieser sich &auml;u&szlig;ere, spreche er als bezahlter Lobbyist russischer Unternehmern. &raquo;Deshalb hat sein Handeln auch keine Auswirkungen auf den Landtagswahlkampf in Schleswig-Holstein&laquo;, sagte Losse-M&uuml;ller.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/gerhard-schroeder-reaktion-auf-interview-keinen-cent-seiner-mitgliedsbeitraege-mehr-annehmen-a-460b06d5-2531-42ce-8695-43bcf6484d2a\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Diese absolute L&auml;cherlichkeit und Doppelmoral. Dass Schr&ouml;der mit seiner Agenda 2010 und mit dem Harz IV Repressionsregime die deutsche Gesellschaft nachhaltig gespalten und ver&auml;ndert hat, das hat ihn in der SPD, bis auf wenige Ausnahmen, bisher niemand vorgeworfen. Und wenn schon von schmutzigem Geld die Rede ist, sollte man doch einmal schauen f&uuml;r welche Interessen ein Gesundheitsminister Karl Lauterbach wom&ouml;glich agiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Waffenstellerkonferenz in Ramstein<\/strong><br>\nMit einer Waffenstellerkonferenz f&uuml;r die Ukraine auf dem US-Luftwaffenst&uuml;tzpunkt Ramstein erh&ouml;hen die USA ihren Druck auf Berlin, der Ukraine schwere Waffen zu liefern. Die Zusammenkunft am morgigen Dienstag dient der Bereitstellung zus&auml;tzlichen Kriegsger&auml;ts f&uuml;r die Schlacht um den Donbass; eingeladen sind Vertreter von 40 Staaten. Dass Washington das Treffen in Ramstein anberaumt hat, wird von Beobachtern als Einmischung in die innerdeutsche Debatte um die Lieferung schwerer Waffen eingestuft, die aktuell eskaliert. Kanzler Olaf Scholz bremst und warnt vor einem Dritten Weltkrieg, w&auml;hrend der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz ihn im Bundestag mit Hilfe von FDP und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen &uuml;berstimmen will und die FDP-Milit&auml;rpolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann seine Kanzlerschaft in Frage stellt. Dabei hat Berlin sich bereits darauf eingelassen, der Ukraine &uuml;ber einen &bdquo;Ringtausch&ldquo; mit Slowenien indirekt Kampfpanzer zu liefern und ukrainische Soldaten in Deutschland an Haubitzen auszubilden. Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock beharrt darauf, die Lieferung zumindest deutscher Sch&uuml;tzenpanzer werde erwogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8900\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu: <strong>Debatte um Lieferung schwerer Waffen: L&ouml;sungsweg &agrave; la Rheinmetall<\/strong><br>\nW&auml;hrend der UN-Generalsekret&auml;r einen baldigen Waffenstillstand anstrebt, wollen deutsche Politiker, dass der Krieg in der Ukraine auf dem Schlachtfeld entschieden wird<br>\nW&auml;hrend UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres durch Besuche in Kiew und Moskau eine Waffenruhe erreichen und einen Friedensprozess ansto&szlig;en will, ist sich die bundesdeutsche Ampel-Koalition laut Alexander Graf Lambsdorff einig: &ldquo;Wir alle wollen, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt.&rdquo; Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin d&uuml;rfe damit nicht durchkommen, so Lambsdorff.<br>\nDer FDP-Fraktionsvize bestritt am Montag im &ldquo;ARD-Morgenmagazin&rdquo;, dass es in der Koalition erhebliche Differenzen &uuml;ber die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine gebe. &ldquo;Wir haben keinen Krach in der Ampel bei dem Thema&rdquo;, so Lambsdorff. Nur beim Tempo gebe es &ldquo;manchmal ein bisschen eine Auseinandersetzung&rdquo;.<br>\nIm Zuge des geplanten Ringtauschs &uuml;ber Nato-Partner sollten jetzt aber &ldquo;schnell&rdquo; Waffen geliefert werden. Beim Ringtausch-Verfahren sollen Nato-Verb&uuml;ndete Waffen russischer Bauart an die Ukraine abgeben, w&auml;hrend die Bundesregierung als Ersatz westliches Ger&auml;t an die Partner nachliefern w&uuml;rde. &ldquo;Ich glaube, es wird sich jetzt etwas bewegen und das k&ouml;nnte auch westliche Systeme umfassen, bei der Artillerie, also bei Systemen, die viel weiter hinten stehen&rdquo;, sagte Lambsdorff.<br>\nDie Unionsparteien haben bereits einen Antrag f&uuml;r einen Bundestagsbeschluss vorgelegt, in dem gefordert wird, die deutschen Waffenlieferungen &ldquo;in Quantit&auml;t und Qualit&auml;t unverz&uuml;glich und sp&uuml;rbar&rdquo; zu intensivieren.<br>\nDeutschland m&uuml;sse sich jetzt &ldquo;seinen Verb&uuml;ndeten in EU und Nato anschlie&szlig;en und einen entschlossenen Beitrag zur St&auml;rkung der ukrainischen Selbstverteidigungskr&auml;fte leisten &ndash; auch und gerade mit schweren Waffen&rdquo;, zuerst die S&uuml;ddeutsche Zeitung aus dem Antragsentwurf. Mehrere Politiker der &ldquo;rot-gr&uuml;n-gelben&rdquo; Koalition betonten, sie wollten sich durch den Vorsto&szlig; der Union nicht auseinanderdividieren zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Debatte-um-Lieferung-schwerer-Waffen-Loesungsweg-a-la-Rheinmetall-7064088.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Serdar Somuncu: Ist man gegen Waffenlieferungen, ist man Putinversteher<\/strong><br>\nDer Comedian Serdar Somuncu hat seine radioeins-Sendung &bdquo;Die blaue Stunde&ldquo; (rbb) dem Ukraine-Krieg gewidmet. Er sprach sich f&uuml;r eine pazifistische Haltung aus.<br>\nDer Comedian Serdar Somuncu hat die vergangene Sendung seiner Reihe &bdquo;Die blaue Stunde&ldquo; beim rbb-Radiosender radioeins vom 24. April 2022 dem Ukraine-Krieg gewidmet. Der Comedian hat sich vor allem mit der Frage besch&auml;ftigt, ob Deutschland schwere Waffen an die Ukraine liefern solle.<br>\nDer Comedian stellt am Anfang der Sendung fest, dass die deutsche Gesellschaft verlernt habe, miteinander offen zu diskutieren und unterschiedliche Meinungen auszuhalten. Die Pandemie habe die Distanz zwischen den Menschen vergr&ouml;&szlig;ert. Corona und der gesellschaftliche Blick auf das Virus seien daran schuld, dass die Entzweiung der Gesellschaft weiter vorangetrieben werde. Auch die Affekthaftigkeit der Sozialen Medien wie Facebook und Twitter habe die Situation versch&auml;rft. Unterschiedliche Meinungen w&uuml;rden nicht mehr toleriert. Das zeige sich insbesondere mit Blick auf den Ukraine-Krieg. &bdquo;Wir haben verlernt, miteinander zu sprechen,&ldquo; so Somuncu.<br>\nSomuncu sagt, dass er mit Blick auf die Ukraine ratlos sei. Er habe nicht den Anspruch, zu wissen, was richtig sei. Er habe allerdings den Anspruch, nach Wissen zu suchen. Dann hei&szlig;t es weiter: &bdquo;Und jetzt, im Jahre 2022, also mehr als 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, stehen wir wieder vor der Frage, ob wir einen Krieg wollen oder ob wir keinen Krieg wollen, ob wir &uuml;berhaupt wollen k&ouml;nnen oder uns entscheiden m&uuml;ssen. Das h&auml;tte ich niemals gedacht als Mensch einer Generation, die ohne Kriege aufgewachsen ist und nur den Kalten Krieg erlebt hat.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/serdar-somuncu-ist-man-gegen-krieg-ist-man-fast-automatisch-putinversteher-li.224054\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Arbeiterbewegung gegen den Krieg<\/strong><br>\nIn Italien wenden sich Basisgewerkschaften gegen Aufr&uuml;stung und Waffenlieferungen an die Ukraine<br>\n&raquo;Hoch die L&ouml;hne, runter die Waffen&laquo;: Unter diesem eing&auml;ngigen Motto streikten und demonstrierten am Freitag in ganz Italien die Mitglieder und Sympathisanten der Basisgewerkschaften USB (Unione Sindacale di Base). Der Aufruf wurde auch von vielen linken Gruppen und von Sch&uuml;lerorganisationen unterzeichnet. &raquo;Die Kosten des Krieges lasten schon jetzt schwer auf den Arbeitnehmern. Viele Betriebe haben mit Entlassungen begonnen oder Kurzarbeit ausgerufen und dies mit dem Ausbruch des Konfliktes begr&uuml;ndet. Der allgemeine Anstieg der Preise k&uuml;rzt die L&ouml;hne und Renten dramatisch. Sich aus dem Krieg herauszuhalten, ist nicht nur moralisch wertvoll, sondern eine regelrechte Notwendigkeit&laquo;, hei&szlig;t es darin.<br>\nItalien ist in Bezug auf den Krieg in der Ukraine und vor allem auf die italienischen Waffenlieferungen gespalten. Fast die H&auml;lfte der Italiener ist allerdings davon &uuml;berzeugt, dass es bisher zu keinem Waffenstillstand gekommen ist, weil dies von den USA verhindert wurde. Ebenfalls ein gro&szlig;er Teil meint, dass die Informationen, die man aus Kiew bekommt und die von den gro&szlig;en Medien eins zu eins verbreitet werden, unwahr oder durch eine Pro-Kriegs-Propaganda verf&auml;lscht sind. Eine Mehrheit von 55 Prozent der Bev&ouml;lkerung ist nach aktuellen Umfragen entschieden gegen italienische Waffenlieferungen in die Ukraine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1163230.italien-arbeiterbewegung-gegen-den-krieg.html\">nd<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auf so eine Positionierung hofft man bei den deutschen Gewerkschaften, explizit dem DGB, vergeblich. Hier wird die Kriegs- und Aufr&uuml;stungspolitik bedingungslos unterst&uuml;tzt, auch wenn diese, wie immer in der Geschichte, letztendlich nur zu Lasten der lohnarbeitenden Bev&ouml;lkerung geht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Debatte &uuml;ber Krieg und Aufr&uuml;stung: Fortschreitende Verharmlosung<\/strong><br>\nVon Anton Hofreiter bis Marie-Agnes Strack-Zimmermann: Immer mehr Politiker sprechen allzu sorglos von einer Eskalation des Ukraine-Krieges. Wie sprachliche Atomwaffen die Diskussion verw&uuml;sten und den Weltkrieg vorbereiten<br>\nJe mehr &uuml;ber den Krieg gegen die Ukraine gesprochen wird, desto h&auml;ufiger fallen Worte wie &bdquo;Atomkrieg&ldquo;, &bdquo;Atombombe&ldquo;, &bdquo;Atomwaffen&ldquo;, &bdquo;Dritter Weltkrieg&ldquo;. Der &bdquo;Einsatz von Atomwaffen&ldquo; &ndash; schon das ist ein Euphemismus &ndash; erobert sich schleichend den Anschein des Normalen. Und fast alle machen mit. So entsteht nach und nach der Eindruck, dass ein Atomkrieg &bdquo;f&uuml;hrbar&ldquo; sei. Damit treiben Politiker den Dritten Weltkrieg in die K&ouml;pfe &ndash; und bereiten ihn als akzeptable Option vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/katharina-koerting\/ukraine-fortschreitende-verharmlosung\">der Freitag<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Wie ich die Bombe lieben lernte<\/strong><br>\nWenn Putin sich im Amt h&auml;lt und Trump die n&auml;chste US-Wahl gewinnt, ist die Bundeswehr Ende 2024 weitgehend auf sich selbst gestellt &ndash; und 82 Millionen Deutsche werden sich sehr abrupt f&uuml;r ihre Kampff&auml;higkeit interessieren. Donald Trump w&uuml;rde n&auml;mlich weder f&uuml;r Deutschland noch f&uuml;r Europa einen Atomkrieg riskieren, geschweige denn einen f&uuml;hren. Kein Land auf unserem Kontinent, die Nato-Mitglieder eingeschlossen, w&auml;re noch sicher vor Putins Erpressung. Und dann?<br>\nDie Aufr&uuml;stung der Bundeswehr ist da gut und sch&ouml;n, aber es wird Zeit, &raquo;out-of-the-box&laquo; zu denken, und immerhin haben in den vergangenen Wochen viele Gruppen, Parteien und Polit-Prominente das W&ouml;rtchen &raquo;undenkbar&laquo; vorerst aus ihrem politischen Wortschatz gestrichen. Und ja, so darf nicht undenkbar bleiben, dass Deutschland sich atomar bewaffnet. Dass es mit Frankreich einen gemeinsamen Atomschirm &uuml;ber die EU spannt. &raquo;L&rsquo;Europe qui prot&egrave;ge&laquo;, ein &raquo;Europa, das besch&uuml;tzt&laquo;, wollte Emmanuel Macron und meinte zu Beginn den Schutz vor den Unbilden der Globalisierung. Dann kam Corona, und der Satz passte erst recht. Wegen Putin passt er f&uuml;r lange Zeit noch besser. [&hellip;]<br>\nUnd so sehr meinesgleichen gewohnte Gewissheiten sch&auml;tzen und sich nur ungern trennen: In der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik gibt es vorerst keine mehr. Man sollte deshalb neu abw&auml;gen, welchen Sinn der Atomwaffensperrvertrag hat, wenn die Atommacht Russland gerade ein Land massakriert, dass alle Atomwaffen auf seinem Territorium einst freiwillig abgab. H&auml;tte Wladimir Putin die Ukraine auch dann &uuml;berfallen, wenn sie noch Atomwaffen h&auml;tte? Vermutlich nicht, und das will auch f&uuml;r Deutschland etwas hei&szlig;en.<br>\nDer Bundeskanzler hat im Gespr&auml;ch mit dem &raquo;SPIEGEL&laquo; seiner Furcht vor einem Atomkrieg Ausdruck verliehen. Wenn er damit nicht nur taktisch pl&auml;nkelt, sondern sie ernst nimmt, dann braucht es erst eine Debatte und dann die Bombe f&uuml;r Deutschland. Denn es sind Atomwaffen, die den Atomkrieg bis heute verhindert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/aufruestung-wie-ich-die-bombe-lieben-lernte-kolumne-a-260f8dca-4eb6-4fd2-ab16-1325b1ed8ba1\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es gibt keine Grenzen mehr. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>US-Verteidigungsminister: Russland so schw&auml;chen, dass es keinen Krieg mehr f&uuml;hren kann<\/strong><br>\nAuch der US-Au&szlig;en- und Verteidigungsminister mussten ihre Tapferkeit und Solidarit&auml;t durch einen Besuch bei Selenskij in Kiew demonstrieren. Es wird schon der Sieg der Ukraine beschworen.<br>\nKaum zu glauben, dass US-Au&szlig;enminister Antony Blinken und US-Verteidigungsminister Lloyd Austin ihren &bdquo;geheimen&ldquo;, aber vom ukrainischen  Pr&auml;sidenten Selenskij am Sonntag lange vor ihrer Ankunft in Kiew angek&uuml;ndigten Besuch riskiert h&auml;tten, wenn es eine ernstzunehmende Bedrohung seitens des russischen Milit&auml;rs gegeben h&auml;tte. Ob Selenskij dies &bdquo;versehentlich&ldquo; gemacht hatte, ist kaum zu glauben, erst einmal wurde aus Washington der angeblich streng geheime Besuch jedenfalls nicht best&auml;tigt. Angeblich sind aus &bdquo;Sicherheitsgr&uuml;nden&ldquo; nur einige Assistenten mitgereist.<br>\nDem Anschein nach fand das Treffen im Laufe des Sonntags statt, angeblich sind die amerikanischen Minister auch mit dem Zug von Polen nach Kiew und zur&uuml;ck gefahren, sie scheuten oder vermieden aber den mittlerweile pflichtm&auml;&szlig;igen Auftritt auf den Stra&szlig;en von Kiew. Waren sie also dort? Gab es Absprachen mit Moskau? Sa&szlig;en die Minister gerade im Zug, als Selenskij ihren Besuch ank&uuml;ndigte? Wie konnte damit gerechnet werden, dass die R&uuml;ckfahrt sicher ist? Kurz nach dem Besuch wurden f&uuml;nf Bahnh&ouml;fe in der West- und Zentralukraine bombardiert, berichtet die NYT.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/us-verteidigungsminister-russland-so-schwaechen-dass-es-keinen-krieg-mehr-fuehren-kann\/\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Es bleibt dabei: Wahrheit ist das erste Opfer des Krieges<\/strong><br>\nWir erleben Krieg aus der Liveperspektive des Sch&uuml;tzengrabens. Mahnende Stimmen und Selbstkritik scheinen in diesen Zeiten fehl am Platz.<br>\nDie Geschichte zeigt, Wahrheit ist das erste Opfer des Krieges. Und Nachrichtenmedien, als Mittler von Informationen, spielen in Wahrheitsfragen eine zentrale Rolle. Wie im Kosovokrieg zum Beispiel. Laut Nato-Stratege Jamie Shea sei der ein &bdquo;Medienkrieg&ldquo; gewesen. Sp&auml;ter zeigte Politikwissenschaftler J&ouml;rg Becker, es war auch ein Krieg politischer PR. Bei der liegt die Wahrheit eher im Auge des Betrachters.<br>\nWissenschaftliche Nachrichtenanalysen zu den Kriegen in Jugoslawien, Afghanistan und dem Irak belegen sich wiederholende Muster: enge Meinungskorridore, Nachrichten im H&auml;ppchenformat, homogene Expert:innen-Pools. Es gab auch Kriegsl&uuml;gen, wie imagin&auml;re Massenvernichtungswaffen im Irak zum Beispiel. Aber selbst ohne bewusste Falschmeldungen, schrieb die Berliner Medienforscherin Sabine Schiffer neulich im Tagesspiegel, &bdquo;gibt es viele Nuancen der Einf&auml;rbung (Framing) und Verdrehung&ldquo;, zum Beispiel &bdquo;durch Auslassen, Euphemismen, durch eine Anordnung von Fakten, die Kausalit&auml;t nahelegt, oder durch Metaphern, wie die von David gegen Goliath&ldquo;. So kommen Perspektiven als Wahrheiten durch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/es-bleibt-dabei-wahrheit-ist-das-erste-opfer-des-krieges-li.224064\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kriegsverbrechen: &bdquo;Keine doppelten Standards&ldquo;<\/strong><br>\nDie Linke-Abgeordnete Dagdelen fragt nach der Mitwirkung der Bundeswehr an einem US-Luftschlag, bei dem in Syrien 60 Zivilisten starben.<br>\nDie Bundesregierung best&auml;tigt, an beiden Tagen vor dem Luftangriff des US-Milit&auml;rs am 18. M&auml;rz 2019 im syrischen Baghus, bei dem laut Recherchen der New York Times 60 Zivilisten starben, Einsatzfl&uuml;ge in der Region durchgef&uuml;hrt zu haben. Die durch deutsche Tornados generierten Aufkl&auml;rungsprodukte wurden im Rahmen der Operation Inherent Resolve den USA zur Verf&uuml;gung gestellt. Die Bundesregierung will jedoch keine Kenntnisse dar&uuml;ber haben, ob der Luftangriff auf Grundlage der deutschen Aufkl&auml;rungsdaten erfolgt war. Das geht aus der Beantwortung einer kleinen Anfrage der Linken-Abgeordneten Sevim Dagdelen und anderer Abgeordneter der Linkspartei durch das Ausw&auml;rtige Amt hervor. Bei der Anfrage mit dem Titel &bdquo;Die zivilen Opfer bei US-gef&uuml;hrten Luftangriffen und die Rolle der Bundesregierung&ldquo; wollte Dagdelen erfahren, inwieweit die Bundeswehr an der Milit&auml;roperation mitgewirkt hatte.<br>\nEs ist unklar, ob es sich bei der Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und den Amerikanern um dasselbe Prozedere gehandelt hat wie 2017:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/welt-nationen\/kriegsverbrechen-keine-doppelten-standards-li.224128\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Argentinien erneut unter IWF-Kuratel &ndash; mit schlimmen Konsequenzen<\/strong><br>\nIm Dezember vergangenen Jahres hatten Patrick Kaczmarczyk und ich darauf hingewiesen, dass auch 20 Jahre nach dem gro&szlig;en W&auml;hrungsdrama in Argentinien weder das Land noch die internationale Gemeinschaft einen Weg gefunden haben, um die argentinische Wirtschaft auf einen normalen Pfad zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Nun hat Argentinien erneut einen Kredit in H&ouml;he von 45 Milliarden US-Dollar vom IWF (Internationalen W&auml;hrungsfonds) bekommen (hier die Pressemitteilung des IWF dazu) und, man kann es nicht anders sagen, das Drama beginnt von vorne.<br>\nBetrachtet man die Zahlen, die der IWF in seinem ausf&uuml;hrlichen Country Report dazu liefert, ist man geneigt, zu fragen, ob diese Institution in den vergangenen f&uuml;nfzig Jahren auf dieser Welt existierte oder doch vielleicht f&uuml;r einige Jahrzehnte ins Weltall ausgelagert war, so dass alle wichtigen Ver&auml;nderungen, die selbst in der herrschenden Lehre der Wirtschaftswissenschaften passiert sind, vollkommen an ihr vorbeigegangen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/04\/25\/argentinien-erneut-unter-iwf-kuratel-mit-schlimmen-konsequenzen\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das 9-Euro-Ticket war zu gut f&uuml;r diese Welt<\/strong><br>\nFDP-Bundesverkehrsminister Volker Wissing will das 9-Euro-Ticket f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Nahverkehr beerdigen. F&uuml;r die FDP darf der Klimaschutz auf keinen Fall der breiten Masse zugutekommen.<br>\nZwischen Bund und L&auml;ndern gibt es Unstimmigkeiten bei der Finanzierung des 9-Euro-Tickets. Verkehrsminister Wissing str&auml;ubt sich offenbar dagegen, dass der Bund die Mehrkosten des Angebots vollst&auml;ndig &uuml;bernimmt. Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) bef&uuml;rchtet nun, die L&auml;nder k&ouml;nnten auf den Kosten sitzen bleiben: &raquo;Die Ank&uuml;ndigung des Bundes war eindeutig: Je neun Euro f&uuml;r drei Monate &ndash; die anfallenden Kosten wollte der Bund komplett &uuml;bernehmen. Jetzt versucht das Bundesverkehrsministerium, diese Kosten teilweise an die Bundesl&auml;nder abzuw&auml;lzen und mit dem &Ouml;PNV-Corona-Rettungsschirm zu verrechnen. Doch wer bestellt, muss auch zahlen&laquo;, so Dulig.<br>\nUm die Abh&auml;ngigkeit von russischen &Ouml;limporten zu verringern und die Bev&ouml;lkerung angesichts der horrenden Benzinpreise zu entlasten, war urspr&uuml;nglich geplant gewesen, dass die Nutzung des Personennahverkehrs ab Juni f&uuml;r drei Monate bundeseinheitlich nur noch 9 Euro monatlich h&auml;tte kosten sollen. Der Vorsto&szlig; sollte im Sinne des Klimaschutzes au&szlig;erdem einen Anreiz schaffen, um vom Auto auf &ouml;ffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Konkreter Streitpunkt ist offenbar, dass Wissing und der Bund die Gelder mit dem bereits beschlossenen Corona-Rettungsschirm f&uuml;r Verkehrsbetriebe verrechnen wollen &ndash; die L&auml;nder m&uuml;ssten in diesem Fall f&uuml;r Mindereinnahmen selbst aufkommen. Daf&uuml;r sind aber weder die finanziellen Mittel noch die Bereitschaft vorhanden. Wie Dulig klar stellte, k&ouml;nne das 9-Euro-Ticket ohne eine vollst&auml;ndige Finanzierung durch den Bund nicht umgesetzt werden.<br>\nW&auml;hrend der FDP-Minister sich also erst j&uuml;ngst f&uuml;r einen teuren Tankrabatt mit fragw&uuml;rdigem sozialpolitischem Nutzen stark machte, tut er nun sein M&ouml;glichstes, um das 9-Euro-Ticket politisch zu verhindern. Gleichzeitig sperrt sich Bundesfinanzminister Lindner gegen die Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/das-9-euro-ticket-war-zu-gut-fur-diese-welt-volker-wissing-fdp-klimaschutz-benzinpreise-opnv\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Digitalisierungspl&auml;ne wohl umsonst ausgearbeitet: Gesundheitsministerium verweigert dem RKI offenbar wichtige Reformgelder<\/strong><br>\nSp&auml;testens in der Corona-Pandemie wurde der Modernisierungsbedarf beim RKI un&uuml;bersehbar. Doch nun wird die geplante Finanzierung wohl ausgebremst.<br>\nDas Bundesgesundheitsministerium unter Karl Lauterbach (SPD) blockiert einem Medienbericht zufolge aus Finanzierungsgr&uuml;nden Reformen am Robert-Koch-Institut (RKI).<br>\nNach Informationen der &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo; teilte das Ministerium seiner nachgeordneten Beh&ouml;rde in den vergangenen Wochen informell mit, f&uuml;r die Umsetzung mehrerer bereits ausgearbeiteter Projektpl&auml;ne zur Modernisierung der Beh&ouml;rde werde die Bundesregierung kein Geld oder nur einen Bruchteil der ben&ouml;tigten Summen zur Verf&uuml;gung stellen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/digitalisierungsplaene-wohl-umsonst-ausgearbeitet-gesundheitsministerium-verweigert-dem-rki-offenbar-wichtige-reformgelder\/28274298.html\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus238335865\/Bundeshaushalt-Lauterbach-blockiert-Modernisierung-des-Robert-Koch-Instituts.html\">Welt Online<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Lauterbach behindert offenbar Evaluierung der Corona-Ma&szlig;nahmen<\/strong><br>\nEin hochkar&auml;tig besetzter Sachverst&auml;ndigenrat soll bis zum Sommer bewerten, welchen Nutzen und welchen Schaden die Corona-Politik von Bund und L&auml;ndern hatte. Unter anderem der Charit&eacute;-Virologe Christian Drosten ist dagegen &ndash; und hat nun wohl den Gesundheitsminister auf seiner Seite.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/plus238362219\/Karl-Lauterbach-behindert-offenbar-Evaluierung-der-Corona-Massnahmen.html\">Welt Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stellungnahme zum Beitrag von Frau Prof. Dr. med. U. Heudorf im Hessischen &Auml;rzteblatt<\/strong><br>\nJuristisch haben wir die Entscheidung des BVerfG in dieser Frage selbstverst&auml;ndlich als solche zu akzeptieren und es ist nicht unser Anliegen, die besondere Bedeutung des &uuml;berparteilichen und unabh&auml;ngigen BVerfG f&uuml;r den Erhalt der Rechtsstaatlichkeit in Deutschland zu relativieren.<br>\nTrotzdem stimmen wir mit Frau Prof. Heudorf &uuml;berein: die Entscheidung des BVerfG zur Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Bundesnotbremse im Hinblick auf Kinder und Schulen ist aus medizinischer (v.a. p&auml;diatrischer) und wissenschaftlicher Sicht fragw&uuml;rdig u.a., weil sie sich auf ein unzureichendes Gutachten der Charit&eacute; st&uuml;tzt. Wichtige Aspekte der anderen Gutachten und M&auml;ngel der Stellungnahme des Instituts f&uuml;r Virologie der Charit&eacute; wurden nicht gew&uuml;rdigt, obwohl das Gericht auf diese Widerspr&uuml;che und Fehler hingewiesen wurde. Wir sehen, wie Frau Prof. Heudorf, die Gefahr, dass auch in Zukunft Kinder und Jugendliche in ihren Lebenschancen u.a. in ihrem Recht auf Bildung und uneingeschr&auml;nkte altersentsprechende soziale Teilhabe aufgrund dieser Entscheidung st&auml;rker eingeschr&auml;nkt werden, als es durch die Studienlage und auch durch die Erfahrungen in anderen L&auml;ndern geboten w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.krankenhaushygiene.de\/informationen\/892\">DGKH<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Neue Studiendaten zu Coronavirus &ndash; Schutz sinkt Monate nach Biontech-Booster<\/strong><br>\nWenige Monate nach einer dritten Impfung mit Biontech-Pfizer l&auml;sst neuen Studiendaten zufolge der Schutz gegen Omikron nach. Bei der Delta-Variante scheint es &auml;hnlich zu sein.<br>\nDer nach einer Corona-Auffrischimpfung mit dem Biontech\/Pfizer-Vakzin zun&auml;chst hohe Schutz gegen Klinikeinweisungen und Besuche in der Notaufnahme bei Omikron verringert sich nach neuen Studiendaten bereits nach einigen Monaten.<br>\nDas geht aus einer im Fachblatt &ldquo;The Lancet Respiratory Medicine&rdquo; ver&ouml;ffentlichten Untersuchung aus S&uuml;dkalifornien hervor.<br>\n&ldquo;Covid-19-Auffrischimpfungen mit Pfizer\/Biontech verbessern den Schutz gegen Omikron signifikant, obwohl dieser Schutz nach drei Monaten gegen Besuche in der Notaufnahme und sogar gegen Krankenhausaufenthalte nachzulassen scheint&rdquo;, res&uuml;mierte die Hauptautorin der Studie, die Epidemiologin Sara Y. Tartof vom Gesundheitskonsortium Kaiser Permanente, laut Mitteilung. Eine gewisse Wirksamkeit blieb jedoch auch dann noch erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/panorama\/corona-omikron-booster-schutz-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.K.:<\/strong> Ok, Pfizer finanziert die Studie, die belegt, dass die Wirkung recht schnell nachl&auml;sst und folgert, wie auch Karl Lauterbach und die STIKO, daraus dass man einen 2. Booster braucht. Man k&ouml;nnte auch zu einem anderen Schluss kommen&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Trotz &bdquo;Zero-Covid&ldquo;-Strategie Shanghai verzeichnet neuen H&ouml;chstwert bei Corona-Toten<\/strong><br>\nDie Zahlen in China steigen rapide an, obwohl kaum jemand das Haus verl&auml;sst. Der Unmut der Bev&ouml;lkerung zeigt sich auch in einem im Netz verbreiteten Video.<br>\nAllen strikten Ma&szlig;nahmen zum Trotz steigt die Zahl der Corona-Toten in Shanghai rasant an: Am Sonntag meldeten die Beh&ouml;rden der Wirtschaftsmetropole 39 neue Todesf&auml;lle und damit deutlich mehr als die bisherige Rekordzahl von zw&ouml;lf Toten am Vortag. Auch in Peking sind die dortigen Beh&ouml;rden inzwischen &uuml;ber wachsende Infektionszahlen alarmiert.<br>\nSeit Anfang April ist Shanghai weitgehend abgeriegelt, die meisten der rund 25 Millionen Einwohner d&uuml;rfen ihre Wohnungen so gut wie nicht verlassen. Der Verwaltung gelingt dabei kaum, die Konsequenzen f&uuml;r die Eingeschlossenen abzufedern: Die Stadt hat M&uuml;he, ihre Bewohner mit frischen Lebensmitteln zu versorgen oder &auml;rztlich betreuen zu lassen, weil die Gesundheitsdienste in erster Linie f&uuml;r Corona-Tests und -Behandlungen gebraucht werden. Bei den Betroffenen w&auml;chst zusehends der &Auml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/trotz-zero-covid-strategie-shanghai-verzeichnet-neuen-hoechstwert-bei-corona-toten\/28274836.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Tagesspiegel war in den vergangenen zwei Jahren des Pandemietheaters das Blatt, das wohl mit am heftigsten die Corona-Panik gesch&uuml;rt hat. Wie es auch wieder in diesem Bericht geschieht. Wie kann man eine Anzahl von zw&ouml;lf Toten in einer Metropole mit 25 Millionen Einwohnern als &ldquo;Rekordzahl&rdquo; bezeichnen? Zudem fehlen wie immer Angaben zum Alter und zum gesundheitlichen Status der Verstorbenen. Interessant aber die Karte mit den globalen Inzidenzzahlen. Dabei liegt Australien, das bis heute seine absurd brutale NoCovid-Strategie weiter f&auml;hrt, mit 1044 Coronaf&auml;lle je 100.000 Einwohnern einsam an der Spitze. Was aber die Panikpropheten in Deutschland, mit dem Gesundheitsminister Karl Lauterbach an der Spitze, nicht davon abh&auml;lt, f&uuml;r den Herbst wieder mit Lockdowns zu drohen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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