{"id":83364,"date":"2022-04-29T08:32:12","date_gmt":"2022-04-29T06:32:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364"},"modified":"2022-04-29T08:32:12","modified_gmt":"2022-04-29T06:32:12","slug":"hinweise-des-tages-4099","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364#h01\">Panzerexporte: Sahra Wagenknecht warnt vor &bdquo;atomarem Inferno&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364#h02\">Mehrheit blickt kritisch auf Scholz&rsquo; Arbeit <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364#h03\">&bdquo;Wir werden &auml;rmer werden&ldquo;, sagt Habeck &ndash; und verschweigt, wer den gro&szlig;en Reibach macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364#h04\">Was vom Erg&auml;nzungshaushalt in Bildung und Wissenschaft ankommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364#h05\">Milit&auml;r&ouml;konom &uuml;ber Angriffskrieg &ldquo;Russlands Kriegskasse h&auml;lt l&auml;nger, als der Westen denkt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364#h06\">Die UNO hat sich zu lange auf die OSZE verlassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364#h07\">Milit&auml;rpartner Japan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364#h08\">Impfpflicht: Berufsverbote ab Mitte Mai<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364#h09\">Drei Viertel der EU-B&uuml;rger hatten wohl schon Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364#h10\">Drosten steigt aus Corona-Expertengremium aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364#h11\">12 Euro waren schon beschlossen &ndash; Jetzt eskaliert der Streit um den &bdquo;Staatslohn&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364#h12\">Rabattaktion: Neun-Euro-Ticket k&ouml;nnte im Chaos enden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364#h13\">Bis zu 75 Zugriffsberechtigungen: Diese Apps aus dem Alltag wollen an die meisten privaten Daten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83364#h14\">Reparieren statt wegwerfen: Mit freier Software gegen Elektroschrott<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Panzerexporte: Sahra Wagenknecht warnt vor &bdquo;atomarem Inferno&ldquo;<\/strong><br>\nDeutsche Panzer f&uuml;r die Ukraine? F&uuml;r Sahra Wagenknecht (Die Linke) ist das ein Irrweg. Sie warnt davor, in Europa ein atomares Inferno zu riskieren. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Dass die Atommacht Russland sich ohne eine halbwegs gesichtswahrende L&ouml;sung aus der Ukraine zur&uuml;ckziehen wird&ldquo;, ist nach Einsch&auml;tzung von Wagenknecht nicht zu erwarten. Sie warb f&uuml;r eine garantierte Neutralit&auml;t der Ukraine verbunden mit einer Autonomie des Donbass. &bdquo;F&uuml;r Gespr&auml;che in dieser Richtung sollte die Bundesregierung sich gemeinsam mit anderen europ&auml;ischen Regierungen mit aller Kraft einsetzen, statt im Schlepptau der USA immer mehr &Ouml;l ins Feuer zu gie&szlig;en und ein atomares Inferno in Europa zu riskieren.&ldquo; Da Russland die zweitgr&ouml;&szlig;te Atommacht dieser Welt sei, gelte auch heute und trotz des verbrecherischen Kriegs in der Ukraine: &bdquo;Waffen schaffen keinen Frieden und Sicherheit in Europa gibt es nicht gegen Russland.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/panzerexporte-sahra-wagenknecht-warnt-vor-atomarem-inferno-24322739\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Bundestag stimmt Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine zu<\/strong><br>\nLaut Parlamentsvizepr&auml;sident Wolfgang Kubicki stimmten 586 Abgeordnete mit &raquo;Ja&laquo;, 100 votierten gegen den Antrag, sieben enthielten sich. Die Fraktionen von AfD und Linke hatten zuvor angek&uuml;ndigt, gegen die Waffenlieferungen zu stimmen.<br>\nMit dem Papier unterst&uuml;tzt nun der Bundestag die Bundesregierung dabei, die &raquo;Lieferung wirksamer, auch schwerer, Waffen und komplexer Systeme durch Deutschland&laquo; an die Ukraine voranzutreiben. Die R&uuml;stungsexporte sollen im engen Austausch mit den Nato-Partnern besprochen werden. Der Antrag gilt vor allem als symbolisches Zeichen einer gro&szlig;en Einheit im Parlament. (&hellip;)<br>\nAm Mittwoch hatte bereits Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (Gr&uuml;ne) die geplanten Waffenlieferungen im Bundestag verteidigt &ndash; auch vor dem Hintergrund von Warnungen vor einer drohenden atomaren Eskalation. Welche Schritte Russland in dem Krieg noch gehe, liege allein im Ermessen von Pr&auml;sident Wladimir Putin, sagte die Gr&uuml;nenpolitikerin auf die Frage, welche Rolle die Gefahr eines Atomkrieges bei der Entscheidung gespielt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ukraine-krieg-bundestag-stimmt-lieferung-schwerer-waffen-an-kiew-zu-a-f3c5741d-dcaa-4795-a1c6-bc9328c49499\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83280\">Deutsche Panzer, die auf Russen schie&szlig;en &ndash; Diese Regierung f&uuml;hrt uns an den Abgrund<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Kriegsvorbereitung gebilligt<\/strong><br>\nDokumentiert: Antrag der Fraktionen von SPD, CDU\/CSU, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und FDP f&uuml;r eine &raquo;umfassende Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine&laquo;<br>\nDie Parteien der Ampelkoalition haben sich am Donnerstag im Bundestag zusammen mit der Unionsfraktion hinter die Lieferung von auch schweren Waffen an die Ukraine gestellt. F&uuml;r den fraglichen Antrag stimmten 586 Abgeordnete, 100 stimmten dagegen, sieben enthielten sich. Die Bundesregierung wird darin aufgefordert, laufende Lieferungen an die Kriegspartei &raquo;fortzusetzen und wom&ouml;glich zu beschleunigen und dabei auch die Lieferung auf schwere Waffen und komplexe Systeme etwa im Rahmen des Ringtausches zu erweitern&laquo;. In dem Antrag wird als politisches Ziel auch eine &raquo;umfassende &ouml;konomische Isolierung und Abkoppelung Russlands von den internationalen M&auml;rkten&laquo; angef&uuml;hrt. Eine &raquo;unver&auml;nderte Fortf&uuml;hrung der Kooperation in internationalen Organisationen, Foren und Gremien&laquo; mit dem &raquo;russischen Regime unter Wladimir Putin&laquo; sei &raquo;ausgeschlossen&laquo;. Der Volksrepublik China wird offen mit Sanktionen gedroht. Wir dokumentieren nachfolgend Ausz&uuml;ge aus dem Antrag. (jW)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425496.eskalationsprogramm-kriegsvorbereitung-gebilligt.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Faktischer Kriegseintritt<\/strong><br>\nIm Bundestag wurde am 28. &shy;April 2022 nicht weniger als der faktische Kriegseintritt beschlossen. Union, SPD, FDP und Gr&uuml;ne haben sich per Antrag als Kriegskoalition konstituiert. Die Einw&auml;nde, die Kanzler Scholz noch 72 Stunden zuvor gegen die Lieferung schwerer Waffen vorgebracht hatte, dass diese die Gefahr f&uuml;r einen dritten Weltkrieg erh&ouml;hten, waren wie weggeblasen. Im Antrag der Kriegskoalition wird die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine geradezu als Allheilmittel beschworen. Neben dem Bekenntnis zum Aufr&uuml;stungsfonds von 100 Milliarden Euro wurde die zus&auml;tzliche Verpflichtung auf eine weitere j&auml;hrliche Erh&ouml;hung des Milit&auml;rbudgets auf mehr als 70 Milliarden Euro fixiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425517.faktischer-kriegseintritt.html\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mehrheit blickt kritisch auf Scholz&rsquo; Arbeit<\/strong><br>\nDie Arbeit von Bundeskanzler Olaf Scholz wird von einer Mehrheit kritisch gesehen. Aktuell sind nur 39 Prozent mit seiner Arbeit zufrieden, sein niedrigster Wert seit &Uuml;bernahme des Kanzleramts. Gleichzeitig erscheint das Handeln des Bundeskanzlers einer Mehrheit umsichtig, aber auch wenig &uuml;berzeugend in der Kommunikation. Aktuell finden 64 Prozent der Befragten, dass der Kanzler umsichtig handele.<br>\nWaren sich im vergangenen September jedoch zwei Drittel der Befragten sicher, dass Scholz dem Amt des Bundeskanzlers gewachsen sei, kommen nunmehr 47 Prozent (-19) zu diesem Urteil. Statt damals sechs von zehn sind nunmehr 37 Prozent der Ansicht, dass Scholz das Land gut durch Krisen f&uuml;hren kann.<br>\nF&uuml;r nur gut jeden Vierten (27 Prozent) kommuniziert der Kanzler aktuell &uuml;berzeugend. Sein pers&ouml;nlicher Kurs im Ukraine-Krieg findet momentan bei jedem Dritten (33 Prozent) Anklang.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend\/deutschlandtrend-2991.html\">ARD-Deutschlandtrend<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Wir werden &auml;rmer werden&ldquo;, sagt Habeck &ndash; und verschweigt, wer den gro&szlig;en Reibach macht<\/strong><br>\n&bdquo;Wir werden &auml;rmer werden&ldquo;, verk&uuml;ndete der gr&uuml;ne Wirtschaftsminister Habeck k&uuml;rzlich mit einer Miene, die uns die Unab&auml;nderbarkeit dieser Tatsache nachdr&uuml;cklich vermitteln sollte. Die Aussage d&uuml;rfte mit der Lebenswelt vieler Menschen &uuml;bereinstimmen, aber: Wer ist eigentlich &bdquo;wir&ldquo;? Immerhin bedeuten steigende Preise auch steigende Erl&ouml;se, die bei irgendjemandem am Ende h&auml;ngen bleiben. Wer immer der Gl&uuml;ckliche ist, er wird zumindest nicht &auml;rmer, sondern reicher.<br>\nDie Frage stellt sich also: Welche Umst&auml;nde oder auch welche politischen Entscheidungen bzw. Unterlassungen geben den Profiteuren die M&ouml;glichkeit, auf Kosten von Otto Normalverbraucher in Deutschland den gro&szlig;en Reibach zu machen? Ist dieser Wohlstandstransfer wirklich so alternativlos, wie Habeck meint? Oder g&auml;be es nicht vielleicht kl&uuml;gere Strategien, mit den aktuellen Problemen umzugehen, als die, denen gerade politisch gefolgt wird? (Unterstellt, dass die Bundesregierung &uuml;berhaupt eine Strategie hat, was man durchaus bezweifeln kann.) [&hellip;]<br>\nFassen wir also die Gr&uuml;nde f&uuml;r den aktuellen Preisauftrieb zusammen: Da sind zum einen reale Knappheiten, die mit Corona, dem Ukraine-Krieg und den Russland-Sanktionen zu tun haben. Zumindest letztere sind ein Faktor, den unsere Politiker so oder eben auch anders gestalten k&ouml;nnten. Ein weiterer Inflationsgrund ist die Finanzspekulation, vor allem auf den globalen Rohstoffm&auml;rkten. Auch hier liegt es durchaus in der Macht der Politik, die M&auml;rkte wieder in einer Weise zu regulieren, die globalen Finanzspekulanten die M&ouml;glichkeit nehmen, am Ende die Heizkosten von Familie Maier in Gelsenkirchen in die H&ouml;he zu treiben.<br>\nDie dritte inflationsrelevante Einflussgr&ouml;&szlig;e ist unversch&auml;mte Marktmacht, die gro&szlig;e Unternehmen zur Krisengewinnlern macht. Hier r&auml;cht sich, dass die wichtigste Warnung des Freiburger Ordoliberalen Walter Eucken jahrzehntelang ignoriert wurde. Eucken hat immer wieder darauf hingewiesen, dass es aussichtslos ist zu versuchen, den Missbrauch wirtschaftlicher Macht zu bek&auml;mpfen. Was verhindert werden m&uuml;sse, sei die Entstehung wirtschaftlicher Macht.<br>\nDer gutgemeinte Rat des Bundeskartellamts, Oster-Reisende sollten dieses Jahr lieber nicht an der Autobahn tanken, ist in Wahrheit ein Armutszeugnis, das diese Beh&ouml;rde sich selbst ausgestellt hat. Und die Mineral&ouml;lkonzerne sind nicht die einzigen, die ihre Marktmacht im derzeitigen Krisenumfeld ausnutzen, um ihre Aktion&auml;re gl&uuml;cklich zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/meinung\/weitergedacht-die-wagenknecht-kolumne-wagenknecht-wir-werden-aermer-sagt-habeck-und-verschweigt-wer-nun-absahnt_id_90398106.html\">Sahra Wagenknecht auf Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dazu passt <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundestag-abgeordnetendiaeten-steigen-um-3-1-prozent-a-92dff1a8-64ff-429f-93f6-913e42a070ef\">die Meldung<\/a>, dass die Abgeordnetendi&auml;ten im Bundestag auf 10.323 Euro steigen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Was vom Erg&auml;nzungshaushalt in Bildung und Wissenschaft ankommt<\/strong><br>\nBundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger hatte sich f&uuml;r mehr Mittel auch f&uuml;rs BMBF eingesetzt. Unter anderem soll f&uuml;r aus der Ukraine gefl&uuml;chtete Studierende jetzt das Baf&ouml;g ge&ouml;ffnet werden.<br>\n39,2 MILLIARDEN EURO SOLL der Ukraine-Erg&auml;nzungshaushalt umfassen, den das Bundeskabinett gestern beschlossen hat und der jetzt in den Bundestag geht. Auch das BMBF hatte wie berichtet &ldquo;substanzielle Mehrbedarfe&rdquo; angemeldet, doch scheint das Ministerium von Bettina Stark-Watzinger (FDP) im Wettstreit der Ressorts eine eher magere Ausbeute erzielt zu haben. Explizit f&uuml;hrt es Ma&szlig;nahmen f&uuml;r gut 80 Millionen Euro auf, was 0,2 Prozent des Gesamtpakets entspr&auml;che und etwa einem Vierzigstel dessen, was allein Autofahrer an Benzinpreis-Subventionen erhalten.<br>\nZwar verweist das Bildungsministerium zus&auml;tzlich auf die eine Milliarde, mit der sich die Bundesregierung unter anderem an den Kosten f&uuml;r Kinderbetreuung und der Beschulung von aus der Ukraine gefl&uuml;chteten Kindern und Jugendlichen beteiligen will &ndash; doch so richtig mitz&auml;hlen kann man die bei der BMBF-Ausbeute nicht. Denn es ist v&ouml;llig offen, wieviel davon tats&auml;chlich in Kitas und Schulen ankommt. Erstens flie&szlig;t das Geld per zus&auml;tzlichen Umsatzsteuerpunkten zun&auml;chst an die Landesfinanzministerien. Zweitens wurden in der Bund-L&auml;nder-Vereinbarung vom 7. April Betreuung und Beschulung nur beispielhaft genannt, ebenso wie &ldquo;Gesundheits- und Pflegekosten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jmwiarda.de\/2022\/04\/28\/was-vom-erg%C3%A4nzungshaushalt-in-bildung-und-wissenschaft-ankommt\">Jan-Martin Wiarda<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Milit&auml;r&ouml;konom &uuml;ber Angriffskrieg &ldquo;Russlands Kriegskasse h&auml;lt l&auml;nger, als der Westen denkt&rdquo;<\/strong><br>\nMoskau werden Geld und R&uuml;stung f&uuml;r den Krieg gegen die Ukraine so schnell nicht ausgehen, sagt der Milit&auml;r&ouml;konom Marcus Keupp. Daran k&ouml;nne auch ein Embargo auf russische Rohstoffe nichts &auml;ndern. Das russische Milit&auml;r hat jedoch massive logistische Probleme &ndash; eine &ldquo;Blamage&rdquo; f&uuml;r Moskau.<br>\nntv.de: Der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin hat weder mit so einem langwierigen Krieg noch mit solch erheblichen Verlusten gerechnet. Wie lange reicht seine Kriegskasse noch?<br>\nMarcus Keupp: Viel l&auml;nger, als der Westen erwartet. Das liegt an zwei Dingen: Zum einen hat Russland enorme Reserven an konventionellem Material. Ein Beispiel: Allein westlich der Wolga standen vor dem Krieg ungef&auml;hr 2800 einsatzf&auml;hige Kampfpanzer. Selbst wenn davon jetzt rund 550 weg sind, bleiben immer noch 2250. Russland kann sich hohe Verluste also leisten. Zum anderen kostet dieser Krieg Russland viel weniger Geld als gemeinhin angenommen. Der Krieg findet bis jetzt wie im tiefsten 20. Jahrhundert, mit relativ simplen mechanisierten Systemen, statt. Das teuerste an einem Krieg sind Luftwaffe und Marine &ndash; gerade sie greifen in diesem Krieg allerdings nicht entscheidend ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Russlands-Kriegskasse-haelt-laenger-als-der-Westen-denkt-article23290554.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die UNO hat sich zu lange auf die OSZE verlassen<\/strong><br>\nNach Guterres&rsquo; Scheitern sollten jetzt Brasilien, Indien und S&uuml;dafrika vermitteln.<br>\nUNO-Generalsekret&auml;r Antonio Guterres ist zu sp&auml;t nach Moskau und Kiev gereist und kehrt mit (fast) leeren H&auml;nden nach New York zur&uuml;ck. Das ist von grosser Tragik. Zumal der Ukrainekrieg schon l&auml;ngst nicht mehr auf den europ&auml;ischen Kontinent beschr&auml;nkt ist. Er hat dramatische globale Auswirkungen, welche die Bezeichnung 3. Weltkrieg schon jetzt rechtfertigen.<br>\nInsbesondere, weil dieser Krieg die Nahrungsmittelversorgung vor allem f&uuml;r die L&auml;nder in Afrika immer mehr einschr&auml;nkt. Die Zahl der Menschen, die infolge dieses Kriegs im Globalen S&uuml;den verhungern, wird letzten Endes wahrscheinlich sehr viel h&ouml;her sein, als die Zahl der durch russische Angriffe get&ouml;teten Zivilisten und Soldaten in der Ukraine. Das ist eine Bedrohung des Weltfriedens, f&uuml;r dessen Bewahrung und Wiederherstellung die UNO laut ihrer Charta die oberste Verantwortung hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/die-uno-hat-sich-zu-lange-auf-die-osze-verlassen\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Milit&auml;rpartner Japan<\/strong><br>\nDie Bundeswehr wird im September Kampfjets zu Kriegs&uuml;bungen in die Asien-Pazifik-Region entsenden. Dies best&auml;tigt die Luftwaffe anl&auml;sslich eines Besuchs von Bundeskanzler Olaf Scholz in Japan. Demnach werden im September sechs deutsche Eurofighter zu einem Man&ouml;ver nach Australien aufbrechen und von dort einen Abstecher nach Japan unternehmen. Scholz&lsquo; Reise dient dem Ausbau der deutsch-japanischen Kooperation mit Blick auf die Versch&auml;rfung des Machtkampfs des Westens gegen China. Die Bundesregierung will zum einen die deutsch-japanischen Wirtschaftsbeziehungen ausbauen, um die Bedeutung der Volksrepublik f&uuml;r die deutsche Industrie zu relativieren; dabei gilt Japan als fester Teil des westlichen B&uuml;ndnisses und &bdquo;konfliktsicher&ldquo;: Westliche Sanktionen gegen Japan kommen &ndash; anders als im chinesischen Fall &ndash; nicht in Frage. Zum anderen strebt Berlin eine engere au&szlig;en- und milit&auml;rpolitische Zusammenarbeit an. Dazu hielt sich zuletzt die Fregatte Bayern im November 2021 in Yokohama am Eingang zur Bucht von Tokio auf. Die deutsche Milit&auml;rpr&auml;senz in Japan beginnt sich zu verstetigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8904\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu: <strong>Scholz in Japan: &ldquo;Wir sind Wertepartner&rdquo;<\/strong><br>\nJapan und Deutschland wollen sich f&uuml;r einen freien und offenen Indo-Pazifik einsetzen. Bei seinem ersten Antrittsbesuch in einem asiatischen Land w&uuml;rdigte der Kanzler die japanische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine.<br>\nAngesichts der russischen Aggression in der Ukraine suchen Deutschland und Japan den Schulterschluss. &ldquo;Es ist kein Zufall, dass meine erste Reise als Bundeskanzler in diese Region heute hierher, nach Tokio, f&uuml;hrt&rdquo;, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz auf einer Pressekonferenz mit Japans Ministerpr&auml;sident Fumio Kishida. &ldquo;Wir sind Wertepartner.&rdquo; In der Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine habe sich gezeigt, &ldquo;dass dieser Begriff eine ganz konkrete praktische und politische Bedeutung hat&rdquo;.<br>\nJapan habe sich seit Beginn des russischen Angriffskriegs klar an die Seite der Ukraine, Europas und der USA gestellt, &ldquo;obwohl die Ukraine von Tokio aus gesehen nat&uuml;rlich viel weiter entfernt ist als von Berlin&rdquo;. Die Sicherheit Europas und des Indo-Pazifiks k&ouml;nnten nicht voneinander getrennt werden, erwiderte Kishida und warnte vor m&ouml;glichen Versuchen, auch in Asien Gebietsgrenzen mit Gewalt zu verschieben. Auch Scholz betonte die Bedeutung eines freien und offenen Indo-Pazifiks.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/scholz-in-japan-wir-sind-wertepartner\/a-61625547\">DW<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die historischen Partner verstehen sich nun als &ldquo;Wertepartner&rdquo;. Gegner wie damals ist erneut China. Der &ldquo;Spiegel&rdquo; bezeichnet diese Reise des Bundeskanzlers als <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/olaf-scholz-in-japan-der-anti-china-trip-a-83635fae-153b-4d96-be09-4e108a61c996\">&ldquo;Der Anti-China-Trip&rdquo;<\/a>, der &ldquo;auch ein Signal an die F&uuml;hrung in Peking&rdquo; sei.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Impfpflicht: Berufsverbote ab Mitte Mai<\/strong><br>\nIn Berlin gibt es die meisten Verst&ouml;&szlig;e gegen die einrichtungsbezogene Impfpflicht. Den Gesundheits&auml;mtern der 20 gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dte Deutschlands sind bisher mehr als 47.000 Verst&ouml;&szlig;e gegen die Impfpflicht im Gesundheitswesen gemeldet worden. In Berlin waren es 6541, danach folgen M&uuml;nchen (5330) und Dresden (4821). Im Verh&auml;ltnis zur Einwohnerzahl gibt es in Dresden mit deutlichem Abstand das meiste ungeimpfte Gesundheitspersonal. Dort sind es 867 gemeldete F&auml;lle pro 100.000 Einwohner. Auf Dresden folgen Bonn mit 531 und Hannover mit 498 gemeldeten F&auml;llen pro 100.000 Einwohner. Das ergab eine Umfrage der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Demnach haben Kliniken, Alten- und Pflegeheime sowie andere Einrichtungen des Gesundheitswesens den Gesundheits&auml;mtern 47.263 Verst&ouml;&szlig;e gemeldet.<br>\nWeniger Verst&ouml;&szlig;e als erwartet<br>\nBu&szlig;gelder oder Betretungsverbote habe es noch nicht gegeben, teilten die Gesundheits&auml;mter mit. &bdquo;Teils werden noch Nachweise erbracht&ldquo;, sagte etwa der Leiter des Dresdner Gesundheitsamts, Frank Bauer, dem RND. Die Beh&ouml;rde habe aber mit deutlich mehr Meldungen gerechnet. &bdquo;Die Zahlen liegen unter den zun&auml;chst erwarteten Meldungen&ldquo;, sagte Bauer. Demnach habe es in Sachsen noch einen Anstieg der Impfquote beim Personal in Senioreneinrichtungen gegeben.<br>\nUneinigkeit gibt es zwischen den St&auml;dten bei den Fristen und Konsequenzen: In K&ouml;ln und Bochum haben Ungeimpfte nur zwei Wochen Zeit, sich beim Gesundheitsamt zur&uuml;ckzumelden und einen Immunit&auml;tsnachweis vorzulegen, in anderen St&auml;dten vier Wochen. Einige St&auml;dte wollen keine Bu&szlig;gelder verh&auml;ngen, sondern direkt T&auml;tigkeits- und Betretungsverbote aussprechen, wie zum Beispiel M&uuml;nster.<br>\nAuch die St&auml;dte D&uuml;sseldorf, Essen und Hamburg sprachen auf RND-Nachfrage nur von einem T&auml;tigkeits- oder Betretungsverbot und nicht von einem m&ouml;glichen Bu&szlig;geld. Erste Bu&szlig;gelder oder Betretungs- und T&auml;tigkeitsverbote wollen die St&auml;dte ab Mitte Mai aussprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/impfpflicht-berufsverbote-ab-mitte-mai-li.224684\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hinzu kommt, dass ebenfalls seit 15. April das Recht auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nicht mehr f&uuml;r B&uuml;rger gilt, die an Covid-19 erkrankt sind, aber sich der Verabreichung der experimentellen gentechnischen Wirkstoffe bisher widersetzt haben. Weiter gelten ebenso Einreisebeschr&auml;nkungen, jeder der nach Deutschland einreisen will, also etwa bei der R&uuml;ckreise aus dem Urlaub, muss einen Impf-, Test-, Genesenennachweis vorlegen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Deutlicher kann der Widerspruch nicht sein: Einerseits werden Berufsverbote f&uuml;r Verst&ouml;&szlig;e gegen die einrichtungsbezogene sog. Impfpflicht angek&uuml;ndigt, andererseits sind fast alle politischen Corona-Ma&szlig;nahmen aufgrund insbesondere der milden Corona-Krankheitsverl&auml;ufe &ndash; zumindest vorerst &ndash; beendet worden. Wobei: Auch eine Salami-Taktik kann disziplinierend wirken. Also: Es wird zunehmend ungem&uuml;tlicher &ldquo;im besten Deutschland aller Zeiten&rdquo; (Steinmeier).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Drei Viertel der EU-B&uuml;rger hatten wohl schon Corona<\/strong><br>\nDie Corona-Schutzma&szlig;nahmen sind gr&ouml;&szlig;tenteils aufgehoben, das Virus bleibt jedoch allgegenw&auml;rtig. Wie viele Menschen sich bereits mit dem Coronavirus infiziert haben, zeigt eine Sch&auml;tzung der EU.<br>\nIn der EU haben sich nach Sch&auml;tzungen der Europ&auml;ischen Kommission inzwischen bis zu 80 Prozent der Bev&ouml;lkerung mit Covid-19 angesteckt. &ldquo;Sch&auml;tzungsweise 60 bis 80 Prozent der EU-Bev&ouml;lkerung haben sich mittlerweile mit Covid infiziert&rdquo;, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Mittwoch. Nach Angaben der EU-Gesundheitsbeh&ouml;rde betreffen die gemeldeten F&auml;lle bisher etwa 30 Prozent der europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerung. Rechnet man die nicht gemeldeten Infektionen hinzu, dann k&ouml;nnten es bis zu 350 Millionen Menschen sein, was etwa 77 Prozent entspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/id_92088170\/coronavirus-drei-viertel-der-eu-buerger-hatten-wohl-schon-covid-19.html\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Drosten steigt aus Corona-Expertengremium aus<\/strong><br>\nDer Chefvirologe der Berliner Charit&eacute;, Christian Drosten, verl&auml;sst die Kommission zur wissenschaftlichen Beurteilung der staatlichen Corona-Beschr&auml;nkungen in Deutschland. Damit steht er Bundesregierung und Bundestag bei der Auswertung des Infektionsschutzgesetzes nicht mehr zur Verf&uuml;gung. (&hellip;)<br>\nDas teilte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf Twitter mit und betonte: &ldquo;Das ist ein schwerer Verlust, weil niemand k&ouml;nnte es besser.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/corona-infektionsschutzgesetz-drosten-ausstieg-100.html\">ZDF<\/a>\n<p>dazu: <strong>Drosten zieht sich aus Gremium zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDer Virologe Drosten wird Regierung und Parlament nicht weiter zum Infektionsschutzgesetz beraten. Als einen Grund nannte er die unzureichende Ausstattung des Gremiums. Gesundheitsminister Lauterbach reagierte entt&auml;uscht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/drosten-gremium-corona-101.html%20\">tagesschau<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Professorin wirft Drosten &bdquo;erhebliche methodische Fehler&ldquo; vor<\/strong><br>\nOb die Schulschlie&szlig;ungen Deutschland w&auml;hrend der Pandemie gerechtfertigt waren, dar&uuml;ber gibt es unter Wissenschaftlern einigen Streit. Eine Expertin f&uuml;r &ouml;ffentliche Gesundheit &uuml;bt scharfe Kritik an einem Gutachten von Christian Drosten. Der Virologe widerspricht. Wie berechtigt sind die Vorw&uuml;rfe? [&hellip;]<br>\nWer hat recht? Dies im Einzelnen zu beurteilen ist nicht einfach. Mancher der von WELT angefragten Experten m&ouml;chten sich nicht &ouml;ffentlich &auml;u&szlig;ern. In Hintergrundgespr&auml;chen kann man erfahren, dass schon l&auml;nger Streit zum Thema Schulschlie&szlig;ungen herrscht, und das dieser mitunter eine pers&ouml;nliche Note bekommen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/plus238444267\/Schulschliessungen-Kritik-an-Gutachten-von-Christian-Drosten.html?\">Welt Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>12 Euro waren schon beschlossen &ndash; Jetzt eskaliert der Streit um den &bdquo;Staatslohn&ldquo;<\/strong><br>\nKaum ein zentrales Wahlversprechen hat die Ampel bisher so schnell umgesetzt, wie den neuen Mindestlohn. Doch im Zeichen von Krieg und Inflation w&auml;chst die Kritik und die Angst vor einer Lohn-Preis-Spirale. Bald k&ouml;nnte der &bdquo;Staatslohn&ldquo; vor dem Bundesverfassungsgericht landen.<br>\nEs ist eines der bisherigen Prestige-Projekte der SPD-gef&uuml;hrten Ampelregierung: die Anhebung des Mindestlohns auf zw&ouml;lf Euro pro Stunde. Ende Februar beschloss das Kabinett den Gesetzesentwurf &ndash; politischen Widerspruch f&uuml;r das Vorhaben der Sozialdemokraten gab es kaum. [&hellip;]<br>\nDoch dann kam der Krieg in der Ukraine, explodierende Energie- und Lebensmittelpreise und die pessimistischen Prognosen der &Ouml;konomen f&uuml;r das laufende Jahr. Pl&ouml;tzlich schienen die Warnungen der Arbeitgeber vor einer Lohn-Preis-Spirale akuter denn je.<br>\nVor diesem Hintergrund hat sich in den letzten Wochen um das von Kritikern mittlerweile als &bdquo;Staatslohn&ldquo; bezeichneten Vorhaben ein Streit entbrannt &ndash; obwohl der Mindestlohn quasi beschlossene Sache ist. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r Unternehmen bedeutet die Anpassung h&ouml;here Lohnkosten. Der BDA geht von 1,6 Milliarden Euro aus. Von einem &bdquo;massiven Kostenschock&ldquo; spricht Dick. Rund sieben Millionen Menschen profitieren laut Statistischem Bundesamt von der Erh&ouml;hung, die Mehrheit davon Frauen. [&hellip;]<br>\nDie Begr&uuml;ndung: Statt &bdquo;auf Verteilungsgerechtigkeit ziele der Gesetzentwurf auf Bedarfsgerechtigkeit&ldquo; ab. Der Arbeitgeber solle die Funktion des Sozialstaats &uuml;bernehmen, Arbeitnehmer alimentieren und Bed&uuml;rftigkeit verhindern, sagte der M&uuml;nchner Arbeitsrechtler Richard Giesen bei der Vorstellung des Gutachtens. &bdquo;Es kann aber nicht die Aufgabe des Arbeitgebers sein, eine Mindestversorgung nach sozialen oder W&uuml;rdekategorien bereitzustellen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article238431963\/Mindestlohn-12-Euro-waren-beschlossen-Jetzt-eskaliert-der-Streit-neu.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers Lesers J.A.:<\/strong> Wenn ich das richtig verstehe, strotzt die Arbeitgeber-&ldquo;Argumentation&rdquo; nur so von Absurdit&auml;ten. Zum einen k&ouml;nnte man argumentieren, dass die Erh&ouml;hung des Mindestlohns bei der aktuell sehr hohen Inflationsrate (Kaufkraftverlust) dringend notwendig ist &ndash; die Arbeitgeber aber sehen in der Mindestlohnerh&ouml;hung, die 1 Promille (!!) der Lohnsumme ausmacht und erst in 6 Monaten stattfinden wird, eine Ursache f&uuml;r die aktuell hohe Inflationsrate. Und den Vogel schie&szlig;t die Behauptung in dem Gutachten ab, der Arbeitgeber w&auml;re nicht dazu da, den Arbeitnehmer (f&uuml;r seine Arbeitsleistung) angemessen zu entlohnen, wenigstens in H&ouml;he einer &ldquo;Mindestversorgung&rdquo;. Anscheinend ist daf&uuml;r der Staat zust&auml;ndig (der sich sonst aus der Wirtschaft heraushalten soll; von welchem Geld?), w&auml;hrend die Arbeitgeber nur ein Zubrot zahlen. Solche Unversch&auml;mtheiten kommen dann von der Seite, die sonst immer &uuml;ber einen angeblichen Fachkr&auml;ftemangel jammert, der in Wirklichkeit die mangelnde Bereitschaft ist, einen vern&uuml;nftigen Lohn zu zahlen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rabattaktion: Neun-Euro-Ticket k&ouml;nnte im Chaos enden<\/strong><br>\nR&auml;umung &uuml;berf&uuml;llter Z&uuml;ge, gesperrte Bahnh&ouml;fe: Die Bahngewerkschaft EVG warnt vor den Folgen des Neun-Euro-Tickets, das im Juni kommen soll. Schon jetzt seien manche Strecken &uuml;berlastet.<br>\nDas f&uuml;r den Sommer geplante Neun-Euro-Ticket k&ouml;nnte den &ouml;ffentlichen Nahverkehr nach Einsch&auml;tzung der Bahn-Gewerkschaft EVG in ein bislang nicht gekanntes Chaos st&uuml;rzen. &raquo;Ich rechne mit R&auml;umungen &uuml;berf&uuml;llter Z&uuml;ge und wegen &Uuml;berlastung gesperrten Bahnh&ouml;fen&laquo;, sagte der EVG-Vorsitzende Klaus Hommel am Mittwoch am Rande einer Vorstandssitzung seiner Gewerkschaft in Fulda. Kein Bahnunternehmen sei bislang ausreichend auf den zu erwartenden Andrang der Kunden vorbereitet.<br>\nBundesverkehrsminister Volker Wissing hingegen nannte das Ticket &raquo;eine tolle Chance, ein tolles Angebot&laquo;. Der Nahverkehr als klimafreundliche Alternative werde dadurch sichtbarer, sagte der FDP-Politiker in Berlin. Das Angebot werde bundesweit gelten und k&ouml;nne auf einzelnen Strecken zu einer hohen Auslastung f&uuml;hren. &raquo;Aber wir wollen ja, dass wir mehr Nutzerinnen und Nutzer bekommen.&laquo; [&hellip;]<br>\nMehrere L&auml;nder pochen aber auf den urspr&uuml;nglich vereinbarten Ausgleich. Au&szlig;erdem fordern sie Hilfe f&uuml;r die Mehrkosten an Energie, unter anderem infolge des Ukrainekriegs: 1,5 Milliarden Euro laut einem Schreiben von Bremens Mobilit&auml;tssenatorin Maike Schaefer (Gr&uuml;ne), der Vorsitzenden der Verkehrsministerkonferenz.<br>\nZudem ist all dieses Geld nur gedacht, um L&uuml;cken zu f&uuml;llen. F&uuml;r Ausbau und Modernisierung des Nahverkehrs hatte die Ampelkoalition h&ouml;here Regionalisierungsmittel ab 2022 zugesagt, im Bundeshaushalt bislang jedoch nicht eingeplant. Die L&auml;nder fordern drei Milliarden Euro j&auml;hrlich.<br>\nOhne die Zustimmung der L&auml;nder im Bundesrat kann das Neun-Euro-Ticket vermutlich nicht Anfang Juni angeboten werden. Wissing verwies auf Nachfragen auf das starke finanzielle Engagement des Bundes: &raquo;Alle k&ouml;nnen zufrieden sein.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/auto\/neun-euro-ticket-aktion-fuer-nahverkehr-koennte-laut-evg-im-chaos-enden-a-cce766e5-d89a-44e9-9aeb-f297c3b13b44%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Also wird die Infrastruktur &ndash; hier die Bahn &ndash; weiter auf Verschlei&szlig; gefahren. Die PR-Aktion der Regierung macht sich aber gut.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bis zu 75 Zugriffsberechtigungen: Diese Apps aus dem Alltag wollen an die meisten privaten Daten<\/strong><br>\nAnalyse der 100 beliebtesten Apps gibt Aufschluss dar&uuml;ber, welche Smartphone-Apps die meisten Nutzerdaten sammeln<br>\nDie Google Suchmaschinen App fordert den Zugriff auf 75 pers&ouml;nliche Datenpunkte. Die beliebte App ist damit Daten-invasiver als jede andere mobile Anwendung.<br>\nDie Apps von Meta sind datenhungrig: Facebook fordert f&uuml;r die kostenlose Nutzung Zugriff auf 45 Datenpunkte, Messenger und WhatsApp verlangen 44 Datenpunkte und Instagram immernoch 33 Datenpunkte<br>\nAnl&auml;sslich des sechsten Jahrestages der Entscheidung zur Europ&auml;ischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) hat das Compliance-as-a-Service\/SaaS Unternehmen heyData eine Studie ver&ouml;ffentlicht, die Aufschluss &uuml;ber das Tracking von Nutzerdaten der 100 beliebtesten Apps im deutschen Google Play Store. Nach einer Analyse der angefragten Zugriffsberechtigungen konnte eine Rangliste der datenhungrigsten Apps erstellt werden. Je mehr Zugriffsanfragen gestellt werden, desto mehr private Nutzerdaten werden getrackt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.all-about-security.de\/management\/bis-zu-75-zugriffsberechtigungen-diese-apps-aus-dem-alltag-wollen-an-die-meisten-privaten-daten\/%20\">All About Security<\/a>\n<p>dazu: <strong>Praxis Dr. Zuckerberg &ndash; Gesund mit Algorithmen?<\/strong><br>\nDie internationalen IT-Giganten haben eine neue Goldgrube entdeckt: den Gesundheitssektor. Sie stellen medizinische Diagnosen, verkaufen Krankenversicherungen und dank massenhafter Auswertung pers&ouml;nlicher Daten wollen Google &amp; Co k&uuml;nftig Krankheiten heilen oder sogar verhindern. Gleichzeitig stehen die &ouml;ffentlichen Gesundheitssysteme vor dem Kollaps &hellip;<br>\nDie Stiftung von Mark Zuckerberg will bis zum Ende des Jahrhunderts &bdquo;alle Krankheiten ausrotten&ldquo;. Der Chef von Apple behauptet, Apples wichtigster Beitrag f&uuml;r die Menschheit werde die Gesundheit sein. Den Fortschrittsdenkern aus dem Silicon Valley stehen zwar schier grenzenlose finanzielle Mittel zur Verf&uuml;gung. Doch kann die Technologie in Zukunft wirklich den Arzt ersetzen? Wie ver&auml;ndert die Auswertung medizinischer Daten mit Hilfe k&uuml;nstlicher Intelligenz die Medizin? Und was f&uuml;r Auswirkungen hat die digitale Medizin auf die Rolle der &Auml;rzte?<br>\nAuch wenn die meisten Patienten noch nicht direkt mit der neuen medizinischen Offensive konfrontiert wurden, haben sich die Unternehmen bereits genau darauf verst&auml;ndigt, wer welche Rolle auf dem Gesundheitsmarkt spielen soll. So heuert Google schon seit vielen Jahren &Auml;rzte und Forscher an, um eine k&uuml;nstliche Intelligenz zu entwickeln, die mit den f&uuml;hrenden Experten mithalten kann. Das Unternehmen baut auch auf seine Cloud, um &bdquo;Win-win&ldquo;-Partnerschaften mit gro&szlig;en Krankenh&auml;usern einzugehen. Amazon dagegen hat vor kurzem eine Online-Apotheke er&ouml;ffnet und nutzt die M&ouml;glichkeiten der Telemedizin durch Amazon Care &ndash; ein Programm, das die Versicherungsbranche revolutionieren soll.<br>\nW&auml;hrend die &ouml;ffentlichen Gesundheitssysteme vor dem Kollaps stehen, versuchen die Big-Tech-Unternehmen, Hoffnung auf eine moderne Gesundheitsversorgung f&uuml;r alle zu wecken. Gleichzeitig erobern die allwissenden Datenkraken damit einen gigantischen Markt. D&uuml;rfen wir ihnen bedenkenlos unsere Gesundheit anvertrauen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/092188-000-A\/praxis-dr-zuckerberg-gesund-mit-algorithmen\/\">arte<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wer es noch nicht verstanden hat, wir marschieren sehenden Auges in einen neuen digitalen Totalitarismus und das Pandemietheater er&ouml;ffnet mit dem Zugriff auf Gesundheitsdaten und vollst&auml;ndigen Bewegungsprofilen &uuml;ber digitale Gesundheitsausweise als Zugangsberechtigung f&uuml;r faktisch alles, was au&szlig;erhalb der eigenen vier W&auml;nde stattfindet, noch einmal v&ouml;llig neue Dimensionen. Es ist absurd zu sehen, wie sich fast die gesamte Menschheit an die US-amerikanischen Tech-Konzerne ausliefert.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Leak: Facebook hat offenbar keine Kontrolle &uuml;ber Nutzerdaten<\/strong><br>\nFacebook wei&szlig; nicht, was mit all seinen gesammelten Nutzerdaten letztlich geschieht. Das legt ein internes Dokument nahe, das dem Portal Motherboard vorliegt.<br>\nFacebook hat offenbar keine ausreichende Kontrolle dar&uuml;ber, was mit den Nutzerdaten geschieht, die der Konzern sammelt. Das legt ein Bericht des Online-Magazins Motherboard nahe, der sich auf ein durchgesickertes internes Dokument von Facebook bezieht. Die Verfasser des Dokumentes seien Facebook-Mitarbeiter, die f&uuml;r den Datenschutz bei Anzeigen und Gesch&auml;ftsprodukten zust&auml;ndig seien. Sie geben darin zu, dass sie nicht angemessen kontrollieren und erkl&auml;ren k&ouml;nnten, wie ihre Systeme Daten nutzen &ndash; das sei aber n&ouml;tig, um Datenschutzvorschriften auf der ganzen Welt, etwa der DSGVO, zu entsprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Geleaktes-Dokument-Facebook-hat-offenbar-keine-Kontrolle-ueber-Nutzerdaten-7066727.html\">Heise Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Reparieren statt wegwerfen: Mit freier Software gegen Elektroschrott<\/strong><br>\nImmer wieder landen alte Ger&auml;te im M&uuml;ll, weil sie sich nicht reparieren oder updaten lassen. Vor dem Hintergrund neuer EU-Regulierungen sieht ein B&uuml;ndnis aus dutzenden Organisationen jetzt eine &bdquo;historische Chance&ldquo; f&uuml;r mehr Nachhaltigkeit.<br>\nAlte Laptops, kaputte Smartphones, unbrauchbare Smart-Home-Ger&auml;te: Jahr f&uuml;r Jahr w&auml;chst weltweit die Menge an Elektroschrott. Ein internationales B&uuml;ndnis aus Zivilgesellschaft und Unternehmen prangert jetzt eine wichtige Ursache f&uuml;r das Problem an: Zu viele Ger&auml;te seien nicht reparierbar und w&uuml;rden weggeschmissen, weil die zugeh&ouml;rige Software nicht mehr funktioniert oder nicht aktualisiert wird. In einem offenen Brief an die Europ&auml;ische Union fordern die Organisationen eine politische L&ouml;sung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/reparieren-statt-wegwerfen-mit-freier-software-gegen-elektroschrott\/\">netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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