{"id":83407,"date":"2022-05-01T09:00:59","date_gmt":"2022-05-01T07:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83407"},"modified":"2022-04-29T15:53:12","modified_gmt":"2022-04-29T13:53:12","slug":"hinweise-der-woche-254","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83407","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83407#h01\">Ukraine-Krieg: &bdquo;Wir brauchen Friedensgespr&auml;che und nicht Aufr&uuml;stung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83407#h02\">Friedenslogik wird diffamiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83407#h03\">Alternative zu russischem Gas? Frackinggas aus den USA ist teuer, umweltsch&auml;dlich, t&ouml;dlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83407#h04\">Pr&auml;sidentschaftswahl in Frankreich: N&auml;hrboden f&uuml;r rechte Ideologien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83407#h05\">Argentinien erneut unter IWF-Kuratel &ndash; mit schlimmen Konsequenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83407#h06\">Stellungnahme zum Beitrag von Frau Prof. Dr. med. U. Heudorf im Hessischen &Auml;rzteblatt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83407#h07\">Anh&ouml;rung im Bundestag: Verb&auml;nde: Einrichtungsbezogene Impfpflicht soll ausgesetzt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83407#h08\">Das 9-Euro-Ticket war zu gut f&uuml;r diese Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83407#h09\">Soziale Themen oft &ldquo;vergessene Nachrichten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83407#h10\">Assange-Anw&auml;ltin: &bdquo;Wir schlafwandeln in eine Zeit ohne Freiheitsrechte&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine-Krieg: &bdquo;Wir brauchen Friedensgespr&auml;che und nicht Aufr&uuml;stung&ldquo;<\/strong><br>\nEin paar Gedanken zum Olof-Palme-Bericht: Wie kann man einen globalen Frieden bewirken? Was muss Europa, was muss Russland tun?<br>\nI. Vor 40 Jahren, am 21. April 1982, legte die Unabh&auml;ngige Kommission der Vereinten Nationen, Common Security, die vom damaligen schwedischen Ministerpr&auml;sidenten Olof Palme geleitet wurde, ihren Bericht &bdquo;Unsere gemeinsame Sicherheit&ldquo; vor, kurz Palme-Bericht genannt. Er war ein Meilenstein in der Sicherheits- und Friedenspolitik, die vor allem in Europa Spuren hinterlassen hat. Die internationale Politik blieb anschlie&szlig;end jedoch weit hinter den M&ouml;glichkeiten einer gemeinsamen Sicherheit zur&uuml;ck.<br>\nDer Palme-Bericht entstand in der Zeit von Kaltem Krieg und massiver Aufr&uuml;stung. Nach den Erfolgen der deutschen Entspannungspolitik wuchs die Gefahr, dass es durch die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen zu einer neuen Eiszeit zwischen Nato und Warschauer Pakt kommt. Der Bericht zeigte dagegen ein neues Denken auf, das mit dazu beitrug, dass 1989 die deutsche Einheit und die &Uuml;berwindung der europ&auml;ischen Spaltung m&ouml;glich wurden. (&hellip;)<br>\nDoch offenkundig war die Entspannungs- und Friedenspolitik ein &bdquo;europ&auml;ischer Weg&ldquo;, der in der in Ost und West gespaltenen Welt der 70er- und 80er-Jahren geduldet wurde. Trotz der UN-Berichte wurde die Idee der gemeinsamen Sicherheit aber nicht zur globalen Politik. Und nach 1990 haben die Europ&auml;er keine gesamteurop&auml;ische Politik mit ihren M&ouml;glichkeiten f&uuml;r eine friedliche Weltordnung genutzt. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ging es den USA vor allem um ihre Vormachtstellung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/gemeinsame-sicherheit-li.223260\">Peter Brandt, Reiner Braun, Michael M&uuml;ller in Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>&laquo;Jede milit&auml;rische L&ouml;sung f&uuml;hrt in die Katastrophe!&raquo;<\/strong><br>\n&laquo;Es braucht eine politisch-diplomatische L&ouml;sung in der Ukraine&raquo; (&hellip;)<br>\nWas auff&auml;llt, ist, dass in der aktuellen Berichterstattung fr&uuml;here Kriege v&ouml;llig ausgeblendet werden und das russische Vorgehen als etwas Neues und Einzigartiges dargestellt wird. Wie sehen Sie das?<br>\nDas Vorgehen der Russen, so problematisch es ist, gegen ein Nachbarland Krieg zu f&uuml;hren &ndash; das habe ich auch in einem anderen Gespr&auml;ch gesagt &ndash; muss man in Relation zu den vergangenen Kriegen j&uuml;ngeren Datums wie die Kriege gegen Serbien, gegen Afghanistan, gegen Irak, gegen Libyen, gegen Syrien sehen. In diesen Kriegen sind Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende von Zivilisten umgekommen, es gab Massaker, &Uuml;bergriffe etc. So hart der Strassen- und H&auml;userkampf in Mariupol ist, aber wenn ich an Bagdad oder Falludscha denke, dann ist das nichts anderes. Verglichen mit diesen Kriegen f&auml;llt das Vorgehen der Russen, so schrecklich es partiell sein mag, nicht aus dem Rahmen, im Gegenteil: Die &laquo;Kollateralsch&auml;den&raquo; in der Ukraine sind weitaus geringer als im Irak oder in Afghanistan.<br>\nDas ist aber kein Thema, dar&uuml;ber wird nicht gesprochen, als wenn es das nie gegeben h&auml;tte.<br>\nDer grosse Unterschied liegt darin: Putin ist nicht Milo&scaron;evic, und Russland ist nicht Serbien, Irak oder Afghanistan. Russland ist eine Nuklearmacht, und das ist der Denkfehler, den viele machen. Nehmen wir den Irak. Die USA sind dort eingedrungen, irgendwann sind sie wieder abgezogen. Der Schaden, den sie angerichtet haben, ist enorm und seine Auswirkungen sp&uuml;ren wir bis heute. In Afghanistan dasselbe, man hinterl&auml;sst ein Tr&uuml;mmerfeld, aber man zieht unbehelligt ab. Aber mit Russland geht das so nicht. Es gibt keine alles entscheidende &laquo;Vernichtungsschlacht&raquo; in der Ostukraine, die dann zu einer &laquo;milit&auml;rischen L&ouml;sung&raquo; und damit zur L&ouml;sung des politischen Problems f&uuml;hrt. Es braucht eine politisch-diplomatische L&ouml;sung in der Ukraine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-7-8-vom-24-april-2022.html#article_1348%20\">Erich Vad in Zeitgeschehen im Fokus<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Debatte &uuml;ber Krieg und Aufr&uuml;stung: Fortschreitende Verharmlosung<\/strong><br>\nVon Anton Hofreiter bis Marie-Agnes Strack-Zimmermann: Immer mehr Politiker sprechen allzu sorglos von einer Eskalation des Ukraine-Krieges. Wie sprachliche Atomwaffen die Diskussion verw&uuml;sten und den Weltkrieg vorbereiten<br>\nJe mehr &uuml;ber den Krieg gegen die Ukraine gesprochen wird, desto h&auml;ufiger fallen Worte wie &bdquo;Atomkrieg&ldquo;, &bdquo;Atombombe&ldquo;, &bdquo;Atomwaffen&ldquo;, &bdquo;Dritter Weltkrieg&ldquo;. Der &bdquo;Einsatz von Atomwaffen&ldquo; &ndash; schon das ist ein Euphemismus &ndash; erobert sich schleichend den Anschein des Normalen. Und fast alle machen mit. So entsteht nach und nach der Eindruck, dass ein Atomkrieg &bdquo;f&uuml;hrbar&ldquo; sei. Damit treiben Politiker den Dritten Weltkrieg in die K&ouml;pfe &ndash; und bereiten ihn als akzeptable Option vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/katharina-koerting\/ukraine-fortschreitende-verharmlosung\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Friedenslogik wird diffamiert<\/strong><br>\n&Uuml;ber die mutige Berichterstattung aus Kriegsgebieten vom heimischen Schreibtisch aus zu beckmessern, das verbietet sich. Dringend notwendig ist jedoch, die schr&auml;ge Tonlage zu beurteilen, die sich in Deutschland durch allzu viele mediale Kommentare, vor allem durch Interviews und Diskussionsrunden zieht.<br>\nZwei Schreiben, unterzeichnet von ehrenwerten Menschen. Die einen verlangen in ihrem Aufruf vom 18. M&auml;rz unter anderem &ldquo;die Einstellung des Aufkaufs jeglichen &Ouml;ls, Erdgases und anderer Rohstoffe aus Russland&rdquo; sowie zugleich die Lieferung von auch schweren Defensiv- und bestimmten Offensivwaffen. Die anderen haben in dem offenen Brief an den Bundeskanzler ein ganz anderes Anliegen: &ldquo;die vorherrschende Kriegslogik durch eine mutige Friedenslogik zu ersetzen und eine neue europ&auml;ische und globale Friedensarchitektur unter Einschluss Russlands und Chinas zu schaffen, dank einer aktiven Rolle unseres Landes&rdquo;.<br>\nAush&auml;ngeschilder der ersteren, allen voran die fr&uuml;here Gr&uuml;nen-Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck, touren durch die Talkshows, werben f&uuml;r Waffenlieferungen und ein neues Zeitalter der Aufr&uuml;stung, bashen den angeblich viel zu z&ouml;gerlichen Olaf Scholz und kassieren jede Menge Applaus, wenn sie F&uuml;hrung verlangen &ndash; ohne auch nur im Ansatz erkennen zu lassen, dass sie gewillt sind, dar&uuml;ber nachzudenken, ob das Vorgehen des Kanzlers nicht doch bed&auml;chtig und wohl&uuml;berlegt sein k&ouml;nnte. Die anderen ernten Schweigen oder machen die bittere Erfahrung kollektiver H&auml;me. Etwa wenn Sascha Lobo im &ldquo;Spiegel&rdquo; den Begriff &ldquo;Lumpen-Pazifismus&rdquo; erfindet oder Oliver Welke in der &ldquo;heute-show&rdquo; des ZDF den unerm&uuml;dlichen Friedensaktivisten J&uuml;rgen Gr&auml;sslin im Handumdrehen der L&auml;cherlichkeit preiszugeben versucht.<br>\nDas Niveau der Debatte l&auml;sst zu w&uuml;nschen &uuml;brig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/medien\/578\/friedenslogik-wird-diffamiert-8154.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Atomschlag: Was hilft es uns, wenn allein Putin schuld w&auml;re?<\/strong><br>\nDas Austesten, was Russland alles zul&auml;sst, ist ein &auml;usserst riskantes Spiel. Denn dieses Austesten nimmt erst dann ein Ende, wenn Putin und seine Leute eine selbst definierte rote Linie als &uuml;berschritten betrachten und eine erste taktische Atomwaffe z&uuml;nden. Dann gibt es kein Zur&uuml;ck mehr. Die Eskalation w&auml;re kaum mehr zu stoppen. Weite Teile Europas w&uuml;rden zu einem zerst&ouml;rten und verseuchten Niemandsland.<br>\nAllein die USA w&auml;ren wahrscheinlich in der Lage, die meisten russischen Raketen rechtzeitig abzufangen und ihr Land zu verschonen.<br>\nSo weit darf es auf keinem Fall kommen. Die Haltung &laquo;Auge um Auge, Zahn um Zahn&raquo; und &laquo;kein Nachgeben gegen&uuml;ber einem ruchlosen Aggressor&raquo; ist nachvollziehbar und verst&auml;ndlich. Angesichts des Kriegs-Elends ebenso verst&auml;ndlich ist der Ruf nach der Lieferung von noch viel mehr und viel schwereren Waffen. Und erst recht verst&auml;ndlich ist die Abneigung, einer russischen Drohung mit Atomwaffen einfach nachzugeben.<br>\nDoch das Diffamieren von Personen wie Klaus von Dohnanyi, Ex-Oberst Wolfgang Richter, Gabriele Krone-Schmalz und anderen, weil sie Verhandlungen und westliche Konzessionen fordern, ist kurzsichtig.<br>\nDen deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz als z&ouml;gerlichen Schw&auml;chling darzustellen, weil er nicht allen Waffenforderungen der Ukraine nachkommen will, ist &uuml;berheblich.<br>\nDenn das Risiko eines nuklearen Schlagabtauschs besteht tats&auml;chlich. Sollte es zu einem solchen kommen, ist es mit unserem bisherigen Leben fertig.<br>\nDie Tatsache und das Bewusstsein, dass Putin f&uuml;r einen solchen Schlagabtausch der einzige Verantwortliche und Schuldige war, werden uns &ndash; im Elend oder im Grab versunken &ndash; weder tr&ouml;sten noch helfen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/atomschlag-was-hilft-es-uns-wenn-allein-putin-schuld-waere\/\">Infosperber<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Serdar Somuncu: Ist man gegen Waffenlieferungen, ist man Putinversteher<\/strong><br>\nDer Comedian Serdar Somuncu hat seine radioeins-Sendung &bdquo;Die blaue Stunde&ldquo; (rbb) dem Ukraine-Krieg gewidmet. Er sprach sich f&uuml;r eine pazifistische Haltung aus.<br>\nDer Comedian Serdar Somuncu hat die vergangene Sendung seiner Reihe &bdquo;Die blaue Stunde&ldquo; beim rbb-Radiosender radioeins vom 24. April 2022 dem Ukraine-Krieg gewidmet. Der Comedian hat sich vor allem mit der Frage besch&auml;ftigt, ob Deutschland schwere Waffen an die Ukraine liefern solle.<br>\nDer Comedian stellt am Anfang der Sendung fest, dass die deutsche Gesellschaft verlernt habe, miteinander offen zu diskutieren und unterschiedliche Meinungen auszuhalten. Die Pandemie habe die Distanz zwischen den Menschen vergr&ouml;&szlig;ert. Corona und der gesellschaftliche Blick auf das Virus seien daran schuld, dass die Entzweiung der Gesellschaft weiter vorangetrieben werde. Auch die Affekthaftigkeit der Sozialen Medien wie Facebook und Twitter habe die Situation versch&auml;rft. Unterschiedliche Meinungen w&uuml;rden nicht mehr toleriert. Das zeige sich insbesondere mit Blick auf den Ukraine-Krieg. &bdquo;Wir haben verlernt, miteinander zu sprechen,&ldquo; so Somuncu.<br>\nSomuncu sagt, dass er mit Blick auf die Ukraine ratlos sei. Er habe nicht den Anspruch, zu wissen, was richtig sei. Er habe allerdings den Anspruch, nach Wissen zu suchen. Dann hei&szlig;t es weiter: &bdquo;Und jetzt, im Jahre 2022, also mehr als 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, stehen wir wieder vor der Frage, ob wir einen Krieg wollen oder ob wir keinen Krieg wollen, ob wir &uuml;berhaupt wollen k&ouml;nnen oder uns entscheiden m&uuml;ssen. Das h&auml;tte ich niemals gedacht als Mensch einer Generation, die ohne Kriege aufgewachsen ist und nur den Kalten Krieg erlebt hat.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/serdar-somuncu-ist-man-gegen-krieg-ist-man-fast-automatisch-putinversteher-li.224054\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Alternative zu russischem Gas? Frackinggas aus den USA ist teuer, umweltsch&auml;dlich, t&ouml;dlich<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will unsere Energieimporte neu aufstellen, ohne Gas aus Russland. Aber ist Fl&uuml;ssiggas aus den USA wirklich eine sinnvolle Alternative? (&hellip;)<br>\nMenschen, die in der N&auml;he von US-Fracking-Standorten leben, sterben fr&uuml;her als Menschen, die nicht in einer solchen Nachbarschaft wohnen. Die aufwendige Studie wurde von zehn ForscherInnen an der Harvard School of Public Health erstellt und im Januar 2022 ver&ouml;ffentlicht. Untersucht wurden die Gesundheitsdaten von 15 Millionen US-Amerikanern, die &auml;lter als 65 Jahre sind, vom staatlichen Medicare-Programm gesundheitlich versorgt werden und in der N&auml;he von Fracking-Standorten leben. [&hellip;]<br>\nBlackrock geh&ouml;rt zu den f&uuml;hrenden Aktion&auml;ren der US-Fracking-Industrie, etwa in den Unternehmen EOG Resources, Devon Energy, Tellurian, Cheniere und bei den gr&ouml;&szlig;ten Fracking-Ausr&uuml;stern Halliburton, Schlumberger und Baker Hughes. F&uuml;r die steigenden Gewinne des Umwelt-Champions Blackrock sterben B&uuml;rgerInnen in den USA selbst.<br>\nSechs Wochen nach der Ver&ouml;ffentlichung der Harvard-Studie vereinbarten der deutsche Umweltminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) und EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen mit US-Pr&auml;sident Biden die Lieferung von noch mehr US-Frackinggas. Die Suche nach Alternativen zu fossilen Brennstoffen &ndash; und zur Atomenergie &ndash; ist also dringlicher denn je.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/frackinggas-aus-den-usa-ist-keine-gute-alternative%20\">Werner R&uuml;gemer in der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch diesen Beitrag von Werner R&uuml;gemer auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81874\">Aktienzukauf beim R&uuml;stungskonzern Rheinmetall, und noch mehr Fracking-Gas<\/a>. <\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Das europ&auml;ische Gas-Dilemma<\/strong><br>\nDie EU will sich nicht von Russland erpressen lassen. Doch viele der Mitgliedstaaten sind noch immer stark von russischen Lieferungen abh&auml;ngig. [&hellip;]<br>\nDie Europ&auml;ische Union steht vor einem Dilemma. Einerseits bereiten die Europ&auml;er selbst ein Embargo auf &Ouml;l und Gas aus Russland vor, mit dem sie Kremlchef Wladimir Putin wegen des Angriffskriegs in der Ukraine bestrafen wollen. Andererseits k&ouml;nnen viele EU-L&auml;nder, darunter auch Deutschland, noch nicht auf die Gaslieferungen verzichten. Sie bereiten zwar den Ausstieg vor, sind aber noch auf Gazprom angewiesen. Dies f&uuml;hrt zu allerlei Unstimmigkeiten.<br>\nSo reiste der &ouml;sterreichische Kanzler Karl Nehammer Mitte April nach Moskau, um in einem umstrittenen Gespr&auml;ch mit Putin die nationale Gasversorgung zu sichern. Putin habe erkl&auml;rt, dass in Euro weiter bezahlt werden kann, hie&szlig; es hinterher in Wien. Ungarns rechtslastiger Regierungschef Viktor Orb&aacute;n wiederum erkl&auml;rte sich bereit, zur Not auch in Rubel zu zahlen. Auch mehrere Energieversorger weichen von der offiziellen EU-Linie ab. So berichtet Bloomberg, dass vier Konzerne bereits in Rubel bezahlt h&auml;tten.<br>\nSelbst die EU-Kommission verwickelt sich in Widerspr&uuml;che. So hatte die Von-der-Leyen-Beh&ouml;rde in der vergangenen Woche erkl&auml;rt, dass Zahlungen in Rubel nicht in jedem Fall einen Versto&szlig; gegen die EU-Sanktionen darstellten. Die Beh&ouml;rde ver&ouml;ffentlichte dazu sogar einen Leitfaden. Am Mittwoch wollte von der Leyen davon aber nichts mehr wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Energie-aus-Russland\/!5847326\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pr&auml;sidentschaftswahl in Frankreich: N&auml;hrboden f&uuml;r rechte Ideologien<\/strong><br>\nDie Erleichterung &uuml;ber den Wahlsieg von Frankreichs Pr&auml;sident Macron ist gro&szlig;. Doch seine Politik hat die rechtsextreme Marine Le Pen gro&szlig; gemacht.<br>\nMan kann aufatmen in Europa: Die rechtsextreme Marine Le Pen hat in Frankreich die Stichwahl verloren. Pr&auml;sident bleibt Emmanuel Macron. Damit wurde zwar das Schlimmste f&uuml;r die kommenden f&uuml;nf Jahre verhindert. Dennoch: Nichts ist in Ordnung in Frankreich. Eine Rechtsextreme war so dicht an der Macht, dass man zittern musste. Wie konnte es so weit kommen?<br>\nOft wird darauf hingewiesen, wie Le Pen daran gearbeitet hat, ein moderates Image zu verbreiten. Bei genauem Hinsehen zeigt sich: Viel brauchte sie nicht zu tun. In kaum einer Talkshow vor den Wahlen &ndash; auch nicht im TV-Duell kurz vor der Stichwahl &ndash; wurde die Kandidatin mit ihrem Rechtsextremismus konfrontiert. Kaum eine Frage zum migrationsfeindlichen Programm, kein ungem&uuml;tliches Gespr&auml;ch. [&hellip;]<br>\nUnd Macron? Auch er ist in seinem kurzsichtigen Streben nach Macht Teil ebendieser Verantwortungslosigkeit. Er hat autorit&auml;re Gesetze geschaffen, die eine nie gesehene &Uuml;berwachung erlauben und die Pressefreiheit einschr&auml;nken; er plant weiterhin, die Rundfunkgeb&uuml;hren f&uuml;r &Ouml;ffentlich-Rechtliche abzuschaffen. Und das, wo etliche Medien ohnehin schon in H&auml;nden von teilweise rechten Milliard&auml;ren liegen. Sollte Macron sp&auml;ter einmal eine rechtsextreme Nachfolgerin haben &ndash; und das ist nicht auszuschlie&szlig;en &ndash;, h&auml;tte er ihr den Weg zum Durchregieren bereitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Praesidentschaftswahl-in-Frankreich\/!5846993\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Erfreulich, dass die taz mal nicht den &uuml;blichen Bl&ouml;dsinn vom &ldquo;sozialliberalen&rdquo; Pr&auml;sidenten und gro&szlig;en Europafreund bringt, sondern konkret Macrons schlimme Politik und Verantwortung f&uuml;r den Aufstieg von Le Pen benennt.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Der Pr&auml;sident bleibt, die Wut auch<\/strong><br>\nDer Blick auf Frankreichs Landkarte mit den Wahlergebnissen zeigt, dass ein Graben existiert. In den Gro&szlig;st&auml;dten und urbanen Agglomerationen kam Macron auf mehr als zwei Drittel der Stimmen, gerade umgekehrt sieht es in l&auml;ndlichen Regionen und vor allem im Norden und Osten des Landes aus, wo die RN-Kandidatin fast ebenso deutlich vorne liegt.<br>\nEtwas &uuml;berraschender ist auch, dass die W&auml;hlenden in den mehreren &Uuml;berseegebieten, namentlichen in den Antillen und im Indischen Ozean, der rechtsextremen Kandidatin zum Teil mit mehr als 70 Prozent den Vorzug gegeben haben. In diesem Votum kommt eine Feindseligkeit gegen&uuml;ber der Zentralmacht in Paris zum Ausdruck, aber vielleicht auch die Angst, in diesen weit entfernten Teilen eines ehemaligen Kolonialreichs im Stich gelassen zu werden. Offenbar spielte bei der Stimme f&uuml;r Marine Le Pen der vom Parteigr&uuml;nder Jean-Marie Le Pen geerbte Rassismus keine Rolle mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Praesidentschaftswahl-in-Frankreich\/!5850171\/\">taz<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Viel zu privatisieren<\/strong><br>\nDass Emmanuel Macron sich am Sonntag abend zum &raquo;Pr&auml;sidenten aller&laquo; Franzosen erkl&auml;rte, ist dem &uuml;blichen Ritual nach schwer errungenen Wahlsiegen in repr&auml;sentativen Demokratien geschuldet. Phrasendrescherei, mehr nicht.<br>\nEin etwas sch&auml;rferer Blick auf den inzwischen 44 Jahre alten Absolventen streng katholisch-jesuitischer Ausbildung zeigt einen Mann, der f&uuml;nf Jahre lang am Volk vorbeiregiert und versucht hat, der Republik ein neues Gesellschaftsmodell aufzuzwingen. Alles, was die im gemeinsamen Widerstand gegen die Naziherrschaft geschmiedete Koalition aus Gaullisten, Kommunisten und Sozialisten nach Kriegsende an &raquo;schemenhaft marxistisch zu nennenden Reformen&laquo; auf den Weg gebracht hatte, wie sich j&uuml;ngst der kommunistische Pariser Philosoph Alain Badiou in einer Streitschrift &uuml;ber die &raquo;Desorientierung der Welt&laquo; erinnerte, musste weg &ndash; sofern es noch existierte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425312.viel-zu-privatisieren.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Argentinien erneut unter IWF-Kuratel &ndash; mit schlimmen Konsequenzen<\/strong><br>\nIm Dezember vergangenen Jahres hatten Patrick Kaczmarczyk und ich darauf hingewiesen, dass auch 20 Jahre nach dem gro&szlig;en W&auml;hrungsdrama in Argentinien weder das Land noch die internationale Gemeinschaft einen Weg gefunden haben, um die argentinische Wirtschaft auf einen normalen Pfad zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Nun hat Argentinien erneut einen Kredit in H&ouml;he von 45 Milliarden US-Dollar vom IWF (Internationalen W&auml;hrungsfonds) bekommen (hier die Pressemitteilung des IWF dazu) und, man kann es nicht anders sagen, das Drama beginnt von vorne.<br>\nBetrachtet man die Zahlen, die der IWF in seinem ausf&uuml;hrlichen Country Report dazu liefert, ist man geneigt, zu fragen, ob diese Institution in den vergangenen f&uuml;nfzig Jahren auf dieser Welt existierte oder doch vielleicht f&uuml;r einige Jahrzehnte ins Weltall ausgelagert war, so dass alle wichtigen Ver&auml;nderungen, die selbst in der herrschenden Lehre der Wirtschaftswissenschaften passiert sind, vollkommen an ihr vorbeigegangen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/04\/25\/argentinien-erneut-unter-iwf-kuratel-mit-schlimmen-konsequenzen\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Stellungnahme zum Beitrag von Frau Prof. Dr. med. U. Heudorf im Hessischen &Auml;rzteblatt<\/strong><br>\nJuristisch haben wir die Entscheidung des BVerfG in dieser Frage selbstverst&auml;ndlich als solche zu akzeptieren und es ist nicht unser Anliegen, die besondere Bedeutung des &uuml;berparteilichen und unabh&auml;ngigen BVerfG f&uuml;r den Erhalt der Rechtsstaatlichkeit in Deutschland zu relativieren.<br>\nTrotzdem stimmen wir mit Frau Prof. Heudorf &uuml;berein: die Entscheidung des BVerfG zur Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Bundesnotbremse im Hinblick auf Kinder und Schulen ist aus medizinischer (v.a. p&auml;diatrischer) und wissenschaftlicher Sicht fragw&uuml;rdig u.a., weil sie sich auf ein unzureichendes Gutachten der Charit&eacute; st&uuml;tzt. Wichtige Aspekte der anderen Gutachten und M&auml;ngel der Stellungnahme des Instituts f&uuml;r Virologie der Charit&eacute; wurden nicht gew&uuml;rdigt, obwohl das Gericht auf diese Widerspr&uuml;che und Fehler hingewiesen wurde. Wir sehen, wie Frau Prof. Heudorf, die Gefahr, dass auch in Zukunft Kinder und Jugendliche in ihren Lebenschancen u.a. in ihrem Recht auf Bildung und uneingeschr&auml;nkte altersentsprechende soziale Teilhabe aufgrund dieser Entscheidung st&auml;rker eingeschr&auml;nkt werden, als es durch die Studienlage und auch durch die Erfahrungen in anderen L&auml;ndern geboten w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.krankenhaushygiene.de\/informationen\/892\">DGKH<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Anh&ouml;rung im Bundestag: Verb&auml;nde: Einrichtungsbezogene Impfpflicht soll ausgesetzt werden<\/strong><br>\nAuf Kritik st&ouml;&szlig;t die Umsetzung des Gesetzes, auch der Sinn einer verpflichtenden Immunisierung gegen Sars-CoV-2 wird in Zweifel gezogen.<br>\nDie Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert, die einrichtungsbezogene Corona-Impfpflicht auszusetzen. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) findet, dass diese gesetzliche Regelung auf den Pr&uuml;fstand geh&ouml;re, nachdem die allgemeine Impfpflicht vorerst gescheitert ist. Die Caritas wiederum stellt den Schutz vulnerabler Gruppen vor Covid-19 in den Vordergrund und damit derer, die mit diesen Gruppen Kontakt haben. Und der Impfstoff-Forscher Leif Erik Sander von der Charit&eacute; in Berlin h&auml;lt eine hohe Impfquote f&uuml;r erstrebenswert.<br>\nEin gemischtes Bild hat sich am Mittwoch bei einer Anh&ouml;rung von Sachverst&auml;ndigen im Gesundheitsausschuss des Bundestages ergeben. Zur Debatte standen zwei Antr&auml;ge. Einer von der Union unter der &Uuml;berschrift: &bdquo;Einrichtungsbezogene Impfpflicht jetzt solide vorbereiten&ldquo;, der etliche ungekl&auml;rte Fragen sieht und einen bundesweit einheitlichen Vollzug erreichen will. Die AfD bef&uuml;rchtet, dass 200.000 Pflegebed&uuml;rftige nicht mehr versorgt werden k&ouml;nnten, sollte nicht geimpftes Personal aus dem Verkehr gezogen werden. In ihrem Antrag verlangt die Fraktion, die Impfpflicht abzuschaffen.<br>\nDKG-Vorstandschef Gerald Ga&szlig; konnte zwar auf eine Impfquote in Deutschlands Kliniken von 95 Prozent verweisen. &bdquo;Doch das ist ein Durchschnittswert&ldquo;, sagte Ga&szlig; im Ausschuss. Teilweise &auml;u&szlig;erten einzelne H&auml;user die Sorge, durch die Suspendierung von Pflegekr&auml;ften und anderem Fachpersonal ihr Leistungsangebot einschr&auml;nken zu m&uuml;ssen. &bdquo;Vor allem in Bundesl&auml;ndern, in denen allgemein die Impfbereitschaft niedrig ist.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/verbaende-einrichtungsbezogene-impfpflicht-soll-ausgesetzt-werden-li.224587\">Berliner Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2022\/kw17-pa-gesundheit-impfpflicht-885652\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das 9-Euro-Ticket war zu gut f&uuml;r diese Welt<\/strong><br>\nFDP-Bundesverkehrsminister Volker Wissing will das 9-Euro-Ticket f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Nahverkehr beerdigen. F&uuml;r die FDP darf der Klimaschutz auf keinen Fall der breiten Masse zugutekommen.<br>\nZwischen Bund und L&auml;ndern gibt es Unstimmigkeiten bei der Finanzierung des 9-Euro-Tickets. Verkehrsminister Wissing str&auml;ubt sich offenbar dagegen, dass der Bund die Mehrkosten des Angebots vollst&auml;ndig &uuml;bernimmt. Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) bef&uuml;rchtet nun, die L&auml;nder k&ouml;nnten auf den Kosten sitzen bleiben: &raquo;Die Ank&uuml;ndigung des Bundes war eindeutig: Je neun Euro f&uuml;r drei Monate &ndash; die anfallenden Kosten wollte der Bund komplett &uuml;bernehmen. Jetzt versucht das Bundesverkehrsministerium, diese Kosten teilweise an die Bundesl&auml;nder abzuw&auml;lzen und mit dem &Ouml;PNV-Corona-Rettungsschirm zu verrechnen. Doch wer bestellt, muss auch zahlen&laquo;, so Dulig.<br>\nUm die Abh&auml;ngigkeit von russischen &Ouml;limporten zu verringern und die Bev&ouml;lkerung angesichts der horrenden Benzinpreise zu entlasten, war urspr&uuml;nglich geplant gewesen, dass die Nutzung des Personennahverkehrs ab Juni f&uuml;r drei Monate bundeseinheitlich nur noch 9 Euro monatlich h&auml;tte kosten sollen. Der Vorsto&szlig; sollte im Sinne des Klimaschutzes au&szlig;erdem einen Anreiz schaffen, um vom Auto auf &ouml;ffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Konkreter Streitpunkt ist offenbar, dass Wissing und der Bund die Gelder mit dem bereits beschlossenen Corona-Rettungsschirm f&uuml;r Verkehrsbetriebe verrechnen wollen &ndash; die L&auml;nder m&uuml;ssten in diesem Fall f&uuml;r Mindereinnahmen selbst aufkommen. Daf&uuml;r sind aber weder die finanziellen Mittel noch die Bereitschaft vorhanden. Wie Dulig klar stellte, k&ouml;nne das 9-Euro-Ticket ohne eine vollst&auml;ndige Finanzierung durch den Bund nicht umgesetzt werden.<br>\nW&auml;hrend der FDP-Minister sich also erst j&uuml;ngst f&uuml;r einen teuren Tankrabatt mit fragw&uuml;rdigem sozialpolitischem Nutzen stark machte, tut er nun sein M&ouml;glichstes, um das 9-Euro-Ticket politisch zu verhindern. Gleichzeitig sperrt sich Bundesfinanzminister Lindner gegen die Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/das-9-euro-ticket-war-zu-gut-fur-diese-welt-volker-wissing-fdp-klimaschutz-benzinpreise-opnv\/\">Jacobin<\/a>\n<p>dazu: <strong>Neun-Euro-Ticket k&ouml;nnte im Chaos enden<\/strong><br>\nR&auml;umung &uuml;berf&uuml;llter Z&uuml;ge, gesperrte Bahnh&ouml;fe: Die Bahngewerkschaft EVG warnt vor den Folgen des Neun-Euro-Tickets, das im Juni kommen soll. Schon jetzt seien manche Strecken &uuml;berlastet.<br>\nDas f&uuml;r den Sommer geplante Neun-Euro-Ticket k&ouml;nnte den &ouml;ffentlichen Nahverkehr nach Einsch&auml;tzung der Bahn-Gewerkschaft EVG in ein bislang nicht gekanntes Chaos st&uuml;rzen. &raquo;Ich rechne mit R&auml;umungen &uuml;berf&uuml;llter Z&uuml;ge und wegen &Uuml;berlastung gesperrten Bahnh&ouml;fen&laquo;, sagte der EVG-Vorsitzende Klaus Hommel am Mittwoch am Rande einer Vorstandssitzung seiner Gewerkschaft in Fulda. Kein Bahnunternehmen sei bislang ausreichend auf den zu erwartenden Andrang der Kunden vorbereitet.<br>\nBundesverkehrsminister Volker Wissing hingegen nannte das Ticket &raquo;eine tolle Chance, ein tolles Angebot&laquo;. Der Nahverkehr als klimafreundliche Alternative werde dadurch sichtbarer, sagte der FDP-Politiker in Berlin. Das Angebot werde bundesweit gelten und k&ouml;nne auf einzelnen Strecken zu einer hohen Auslastung f&uuml;hren. &raquo;Aber wir wollen ja, dass wir mehr Nutzerinnen und Nutzer bekommen.&laquo; [&hellip;]<br>\nMehrere L&auml;nder pochen aber auf den urspr&uuml;nglich vereinbarten Ausgleich. Au&szlig;erdem fordern sie Hilfe f&uuml;r die Mehrkosten an Energie, unter anderem infolge des Ukrainekriegs: 1,5 Milliarden Euro laut einem Schreiben von Bremens Mobilit&auml;tssenatorin Maike Schaefer (Gr&uuml;ne), der Vorsitzenden der Verkehrsministerkonferenz.<br>\nZudem ist all dieses Geld nur gedacht, um L&uuml;cken zu f&uuml;llen. F&uuml;r Ausbau und Modernisierung des Nahverkehrs hatte die Ampelkoalition h&ouml;here Regionalisierungsmittel ab 2022 zugesagt, im Bundeshaushalt bislang jedoch nicht eingeplant. Die L&auml;nder fordern drei Milliarden Euro j&auml;hrlich.<br>\nOhne die Zustimmung der L&auml;nder im Bundesrat kann das Neun-Euro-Ticket vermutlich nicht Anfang Juni angeboten werden. Wissing verwies auf Nachfragen auf das starke finanzielle Engagement des Bundes: &raquo;Alle k&ouml;nnen zufrieden sein.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/auto\/neun-euro-ticket-aktion-fuer-nahverkehr-koennte-laut-evg-im-chaos-enden-a-cce766e5-d89a-44e9-9aeb-f297c3b13b44%20\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Also wird die Infrastruktur &ndash; hier die Bahn &ndash; weiter auf Verschlei&szlig; gefahren. Die PR-Aktion der Regierung macht sich aber gut.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Soziale Themen oft &ldquo;vergessene Nachrichten&rdquo;<\/strong><br>\nNachrichten, die es nicht in die Nachrichten schaffen &ndash; eine Jury w&auml;hlt jedes Jahr Themen, die ihrer Ansicht nach nicht ausreichend in den Medien ber&uuml;cksichtigt werden. Unter den aktuellen &ldquo;Top Ten&rdquo; finden sich viele soziale Themen. (&hellip;)<br>\nTop-Beispiel daf&uuml;r war laut Jury die schleichende Abschaffung der Lernmittelfreiheit. Schulbildung d&uuml;rfe nicht vom Geldbeutel abh&auml;ngen, forderten immer wieder Initiativen und Politiker. Trotzdem gebe es bereits in vier Bundesl&auml;ndern gar keine Lernmittelfreiheit mehr, also vor allem keine kostenfreien Schulb&uuml;cher mehr. Damit steige der Druck auf andere Bundesl&auml;nder, diese Mittel ebenfalls zu k&uuml;rzen. &ldquo;Wir sind der Meinung, dass &uuml;ber diesen Punkt, weil er so unfassbar viele Menschen in Deutschland ganz massiv angeht, sehr viel mehr berichtet werden sollte&rdquo;, sagte INA-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Hektor Haark&ouml;tter.<br>\nDie Lage von Menschen ohne Krankenversicherungsschutz w&auml;hlte die Jury auf den zweiten Platz. Betroffen seien etwa ehemalige Selbstst&auml;ndige und Einwanderer, die nicht offiziell gemeldet seien. Gerade in einer Pandemie sei der Versicherungsschutz wichtig. Mit dem dritten Platz m&ouml;chte die Jury auf knapp eine halbe Million Kinder und Jugendliche aufmerksam machen, die an der Pflege von Angeh&ouml;rigen beteiligt seien. Sie leisteten einen enormen Dienst f&uuml;r die Gesellschaft, w&uuml;rden in der &ouml;ffentlichen Diskussion aber kaum wahrgenommen.<br>\n&ldquo;Gerade in der aktuellen Situation sieht man, wie schnell Geschichten von der Agenda verschwinden k&ouml;nnen, weil einige wenige Themen die Berichterstattung dominieren&ldquo;, kritisierte Haark&ouml;tter. Man k&ouml;nne in diesem Zusammenhang schon fast von Themen-Populismus sprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/vergessene-nachrichten-103.html\">tagesschau<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Was vom Erg&auml;nzungshaushalt in Bildung und Wissenschaft ankommt<\/strong><br>\nBundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger hatte sich f&uuml;r mehr Mittel auch f&uuml;rs BMBF eingesetzt. Unter anderem soll f&uuml;r aus der Ukraine gefl&uuml;chtete Studierende jetzt das Baf&ouml;g ge&ouml;ffnet werden.<br>\n39,2 MILLIARDEN EURO SOLL der Ukraine-Erg&auml;nzungshaushalt umfassen, den das Bundeskabinett gestern beschlossen hat und der jetzt in den Bundestag geht. Auch das BMBF hatte wie berichtet &ldquo;substanzielle Mehrbedarfe&rdquo; angemeldet, doch scheint das Ministerium von Bettina Stark-Watzinger (FDP) im Wettstreit der Ressorts eine eher magere Ausbeute erzielt zu haben. Explizit f&uuml;hrt es Ma&szlig;nahmen f&uuml;r gut 80 Millionen Euro auf, was 0,2 Prozent des Gesamtpakets entspr&auml;che und etwa einem Vierzigstel dessen, was allein Autofahrer an Benzinpreis-Subventionen erhalten.<br>\nZwar verweist das Bildungsministerium zus&auml;tzlich auf die eine Milliarde, mit der sich die Bundesregierung unter anderem an den Kosten f&uuml;r Kinderbetreuung und der Beschulung von aus der Ukraine gefl&uuml;chteten Kindern und Jugendlichen beteiligen will &ndash; doch so richtig mitz&auml;hlen kann man die bei der BMBF-Ausbeute nicht. Denn es ist v&ouml;llig offen, wieviel davon tats&auml;chlich in Kitas und Schulen ankommt. Erstens flie&szlig;t das Geld per zus&auml;tzlichen Umsatzsteuerpunkten zun&auml;chst an die Landesfinanzministerien. Zweitens wurden in der Bund-L&auml;nder-Vereinbarung vom 7. April Betreuung und Beschulung nur beispielhaft genannt, ebenso wie &ldquo;Gesundheits- und Pflegekosten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jmwiarda.de\/2022\/04\/28\/was-vom-erg%C3%A4nzungshaushalt-in-bildung-und-wissenschaft-ankommt\">Jan-Martin Wiarda<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Assange-Anw&auml;ltin: &bdquo;Wir schlafwandeln in eine Zeit ohne Freiheitsrechte&ldquo;<\/strong><br>\nJennifer Robinson sagt: Schritt f&uuml;r Schritt geben wir im Westen die Freiheitsrechte auf. Eines Tages werden wir sie vergessen haben. Assange ist nur der Anfang. [&hellip;]<br>\nDie Gesellschaft habe sich an die schleichende Einschr&auml;nkung der Pressefreiheit in den westlichen Demokratien gew&ouml;hnt &ndash; ein fataler Fehler, wie die Anw&auml;ltin meint. Gerade die Berichterstattung &uuml;ber Kriege zeige, dass es im Westen &bdquo;viel Heuchelei&ldquo; g&auml;be im Hinblick auf die Rede- und Pressefreiheit. Die Freiheit der Journalisten ist sehr eingeschr&auml;nkt &ndash; und das Schicksal Assanges soll der Presse vor Augen f&uuml;hren, dass &bdquo;unabh&auml;ngige Berichte aus dem Krieg ein extrem hohes Risiko f&uuml;r jeden einzelnen Journalisten pers&ouml;nlich sind.&ldquo; Robinson: &bdquo;Julian hat, wie Edward Snowden, vorhergesagt, dass die Repressionen durch den &Uuml;berwachungsstaat immer massiver werden. Man h&auml;tte ihnen besser zuh&ouml;ren sollen.&ldquo; Das habe ihr auch der legend&auml;re Whistleblower Daniel Ellsberg best&auml;tigt, der mit den Pentagon-Papers der US-&Ouml;ffentlichkeit die Augen f&uuml;r die Wahrheit &uuml;ber den Vietnam-Krieg ge&ouml;ffnet hatte. Ellsberg habe, so berichtet Robinson aus einem Gespr&auml;ch, Parallelen gesehen und auch die Versch&auml;rfung: &bdquo;Er sagte, man kann sehen, wie die B&uuml;rgerrechte immer weniger wurden im Verlauf der Zeit.&ldquo; Im Fall Assange wurden dessen Kinder, seine &Auml;rzte, seine Anw&auml;lte ausspioniert. Robinson: &bdquo;Manchmal denke ich, wir schlafwandeln in eine Zeit, in der es gar keine B&uuml;rgerrechte mehr gibt.&ldquo; W&auml;hrend der Pandemie sei zu beobachten gewesen, &bdquo;wie viele &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen wir heute bereit sind zu akzeptieren&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/welt-nationen\/assange-anwaeltin-wir-schlafwandeln-in-eine-zeit-ohne-freiheitsrechte-li.223910%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Zum Tage der Pressefreiheit und Julian Assange: Schande des Westens<\/strong><br>\nDer Journalist und Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange hat Kriegsverbrechen, Folter und andere Vergehen enth&uuml;llt &ndash; nicht Russlands, sondern der USA. Deshalb bekommt er keine hochdotierten politischen Preise, sondern zahlt einen unermesslich hohen pers&ouml;nlichen Preis. Seit nunmehr elf Jahren wird Assange seiner Freiheit beraubt. Er wird politisch verfolgt, diffamiert und verleumdet, gejagt, eingesperrt und in Isolationshaft im britischen Guant&aacute;namo, im Londoner Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh, seit &uuml;ber drei Jahren gesundheitlich zugrunde gerichtet. Es ist eine Hinrichtung auf Raten. Mit der Entscheidung des Westminster Magistrates Court vom 20. April, der formellen Genehmigung der Auslieferung an die USA, r&uuml;ckt diese n&auml;her. In den USA drohen Assange 175 Jahre Gef&auml;ngnis.<br>\nMit dem Welttag der Pressefreiheit am 3. Mai wird auf Initiative der UNO an Willk&uuml;r und Gewaltma&szlig;nahmen gegen Journalisten erinnert. Man kann an f&uuml;nf Fingern abz&auml;hlen, dass an dem Tag auch die Ampel-Regierung die Freiheit des Wortes und der Presse beschw&ouml;ren wird. Allein, es ist wenig glaubw&uuml;rdig und zeugt von unertr&auml;glicher Doppelmoral angesichts des dr&ouml;hnenden Schweigens im Fall der politischen Verfolgung und Vernichtung von Julian Assange.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/schande-des-westens-168427\/\">Sevim Dagdelen in unsere zeit<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83407\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-83407","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/83407","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=83407"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/83407\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83410,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/83407\/revisions\/83410"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=83407"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=83407"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=83407"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}