{"id":83465,"date":"2022-05-02T14:02:42","date_gmt":"2022-05-02T12:02:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83465"},"modified":"2022-05-02T14:10:48","modified_gmt":"2022-05-02T12:10:48","slug":"leserbriefe-zu-der-westen-will-keinen-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83465","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eDer Westen will keinen Frieden\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der ehemalige Schweizer Geheimdienstoffizier und NATO-Berater Jacques Baud hat <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83221\">in diesem Interview<\/a> &uuml;ber die Ursachen des Ukraine-Krieges und die wachsenden Gefahren gesprochen. Eingeleitet wird es mit einer Vorbemerkung von Jens Berger. Jacques Baud weist u.a. auf die Ereignisse von 2014 sowie auf von der OSZE festgestellte Waffenstillstandsverletzungen und die Bedrohung durch einen unmittelbar bevorstehenden Angriff seitens der Ukraine hin. Insbesondere zu den Ereignissen in Bucha und Kramatorsk wird &bdquo;eine internationale, unparteiische Untersuchung&ldquo; gefordert. Kritisiert wird, dass ohne Kenntnis des Sachstandes Entscheidungen getroffen und Sanktionen verh&auml;ngt werden. Das bringe sogar unsere Wirtschaften durcheinander und &bdquo;schl&auml;gt also auf uns selbst zur&uuml;ck&ldquo;. Sein Fazit: &bdquo;Und das, glaube ich, zeigt, was f&uuml;r eine unreife F&uuml;hrungsschicht wir generell im Westen haben. (&hellip;) Das ist es, was uns wirklich beunruhigen sollte, dass wir Leute haben, die ohne jede Grundlage Entscheidungen treffen, und das ist extrem gef&auml;hrlich.&ldquo; Danke f&uuml;r die interessanten E-Mails.  Hier nun die Leserbriefe. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r das sehr informative Interview von Aaron Mat&eacute; mit Jacques Baud. Die Vorbemerkung von Herrn Berger war allerdings befremdlich und nur insofern einigerma&szlig;en nachvollziehbar, als sie aus der gleichen Feder geflossen ist, die auch f&uuml;r die Bezeichnung von Putin als &bdquo;Verbrecher&ldquo; verantwortlich war. Das war nat&uuml;rlich nicht &bdquo;ein wenig unterkomplex und einseitig&ldquo;, wie Bauds Erkl&auml;rungen des Beginns des russischen Einmarsches&nbsp;genannt wurden. Die Einleitung, nach der sich dessen &bdquo;Einlassungen streckenweise wie eine Putin-Apologie&ldquo; lesen lie&szlig;en, stammt vermutlich vom gleichen Autor. Der Artikel hat es nicht verdient, da&szlig; ein derma&szlig;en tendenzi&ouml;ses Licht auf ihn geworfen wird.<\/p><p>Auch die Bemerkungen zu Bucha und Kramatorsk h&auml;tte man sonstwo zu lesen erwarten k&ouml;nnen, aber kaum in einem der&nbsp;alternativen Medien. Bauds Einlassungen hierzu waren methodologisch einwandfrei: nach Abw&auml;gung aller zur Verf&uuml;gung stehenden Daten weist nun einmal alles darauf hin, da&szlig; insbesondere die Massaker in Bucha von faschistischen Einheiten durchgef&uuml;hrt wurden. Sie hatten ganz offensichtlich den Auftrag, die Stadt von&nbsp;&bdquo;Kollaborateuren und&nbsp;Saboteuren&ldquo; zu&nbsp;&bdquo;s&auml;ubern&ldquo;, wovon ein Reporter der New York&nbsp;Times am Samstag, drei Tage nach Abzug der russischen Truppen, vor Ort nichts mitbekommen hatte. Vier Tage danach, am Sonntag, war es dann vollbracht.<\/p><p>Vier Tage sind eine lange Zeit, die auch&nbsp;&bdquo;ein wenig unterkomplexe und einseitige&ldquo; Beobachter in die Lage versetzen sollte, eins und eins zusammenzuz&auml;hlen. Die Nazis hatten, als es einmal um nicht von ihnen begangene Verbrechen ging (Katyn), sofort eine internationale, unabh&auml;ngige&nbsp;Untersuchung eingeleitet: sie wollten die Verantwortung des Feindes ins grelle Licht stellen. Gesunder Menschenverstand sollte ausreichen, sich zu fragen, wieso das Kiewer Regime nicht nur nichts dergleichen unternommen hat, sondern alle Zeugnisse hat beseitigen lassen. Daraus wollen wir unsere Schl&uuml;sse ziehen&nbsp;&mdash; auch daraus, wenn sie nicht gezogen werden.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMichael Ewert.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nIhre fundierten Artikel sch&auml;tze ich sehr. Ich sch&auml;tze es jedoch weniger, wenn Sie dem Beitrag eines Gastautors einen (ab-)wertenden Kommentar voranstellen. Sie schreiben zwar &ldquo;Wir halten unsere Leser f&uuml;r erwachsene Menschen, die sich ihre eigene Meinung machen k&ouml;nnen&rdquo; &ndash; praktizieren damit aber das Gegenteil. Sind Sie der Auffassung, dass ich nicht selber beurteilen kann, ob ich Herrn Bauds &ldquo;Putin-Apologie&rdquo; f&uuml;r gerechtfertigt halte oder nicht? Sie teilen offensichtlich Herrn Bauds Aussagen zu Bucha und Kramatorsk nicht und halten einige seiner Aussagen pauschal und ohne Angabe von Gr&uuml;nden f&uuml;r unterkomplex und einseitig. Hei&szlig;t das, da&szlig; Sie besser &uuml;ber die Kriegssituation in der Ukraine informiert sind als Herr Baud? Ich w&uuml;rde mich freuen, wenn Sie in einem solchen Fall Ihre Kritik, Einw&auml;nde, Bedenken, etc. mit Fakten untermauern und dies in einem eigenen Artikel darlegten, anstatt Gastbeitr&auml;ge mit &uuml;berfl&uuml;ssigen Belehrungen (sorry, so empfinde ich das) zu versehen.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nUngeachtet dieser kritischen Anmerkung, bleiben die NDS eine meiner wichtigsten Informationsquellen, und ich danke Ihnen und der Redaktion f&uuml;r ihre wertvolle Arbeit!<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJutta Mertins<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Super Beitrag.<br>\nAber Sie schreiben &ldquo;So teile ich pers&ouml;nlich beispielsweise die Aussagen von Jaques Baud zu Bucha und Kramatorsk nicht &hellip;&rdquo;<\/p><p>Was sagt Baud denn zu Bucha?<br>\nMan habe keine unabh&auml;ngigen Informationen, aber trotzdem schon einen Schuldigen und tr&auml;fe folgenreiche Entscheidungen!<br>\nDas bem&auml;ngelt er m.E. zu Recht.<br>\nDar&uuml;ber hinaus gilt in solchen F&auml;llen f&uuml;r mich zun&auml;chst&nbsp;immer&nbsp;&ldquo;Cui bono?&rdquo;.Und das w&auml;ren bestimmt nicht die Russen.<\/p><p>Was finden Sie daran falsch?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHeinz-J&uuml;rgen Fey<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr geehrter Herr Fey,<\/em><\/p><p><em>mir geht es sich nicht um die Aussage, die sie anf&uuml;hren. Ganz im Gegenteil. Ich habe aber Bauchschmerzen bei folgendem Satz &hellip;<\/em><\/p><p><em>Erstens, was wir in beiden F&auml;llen an Indizien haben, deutet f&uuml;r mich darauf hin, dass die Russen nicht verantwortlich waren.<\/em><\/p><p><em>Diese Schlussfolgerung kann ich anhand der mir durch die pro-westlichen und pro-russischen Quellen pr&auml;sentierten Indizien nicht teilen. Es ist bei Bucha &ndash; wie Sie ja schreiben &ndash; richtig, dass dies nicht zu Verurteilung der Russen reicht. Es ist aber auch nicht so, dass es im Umkehrschluss mehr Indizien g&auml;be, die eine Unschuld belegen w&uuml;rden. Vor Gericht hie&szlig;e das wohl: Freispruch aus Mangel an Beweisen. Aber nicht: Freispruch wegen erwiesener Unschuld.<\/em><\/p><p><em>Beim Fall&nbsp;Kramatorsk stellt sich die Lage jedoch ein wenig anders dar. Hier sind die Indizien der pro-russischen Seiten eigentlich recht glaubhaft widerlegt worden. Solche Dinge passieren leider im Kreis. Fr&uuml;her h&auml;tte man wohl achselzuckend gesagt: &ldquo;C&rsquo;est la guerre&ldquo;. Heute f&uuml;hrt man seltsame Debatten. Ein wenig mehr Ehrlichkeit w&auml;re mir da lieber.<\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>(You) Made my Day! -&gt; Aaron Mat&eacute;, Jacques Baud, Josep Borrell, &lsquo;Stille Post&rsquo; und Anna Schafran machen heute meinen Tag ohne Kummer!<br>\n&nbsp;<br>\nMat&eacute; &amp; Baud (s.o.), &ndash; Josep Borrell m&ouml;chte &lsquo;Humane Korridore in Mariupol, die das Stahlwerk einschl&ouml;ssen&rsquo; &ndash; der Gutste bekommt wohl die Post aus Mariupol per Landreiter zugetragen oder wird nun Opfer der eigenen Propaganda? &ndash; <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/russland-beschiesst-mehrere-bahnhoefe-106.html\">deutschlandfunk.de\/russland-beschiesst-mehrere-bahnhoefe-106.html<\/a><\/p><p>&lsquo;Stille Post&rsquo;: Ich fl&uuml;sterte aus Deutschland: &bdquo;Traktoren und schwere Waffen!&ldquo; und in Moskauer MiN-Z-Oborona kam an: &bdquo;Traktionsunterwerke 10kV&ldquo; &hellip; ein schweres Missverst&auml;ndnis! Gleich drei davon &lsquo;aufgesucht&rsquo;. H&auml;tt&rsquo; ich doch blo&szlig; einfache Sachen wie &bdquo;Friedenstaube&ldquo; gefl&uuml;stert, dann liefe in Ukraine noch der Bahnverkehr.<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/rtde.live\/meinung\/136928-werden-hauptachse-moskau-peking\/\">rtde.live\/meinung\/136928-werden-hauptachse-moskau-peking\/<\/a><\/p><p>Anna Schafran zitiert (auf &lsquo;RT&rsquo;) den Pekinger Ned Price, Zhao Lijian: &bdquo;&hellip; Sie versuchen, die Verantwortung abzuw&auml;lzen, veranstalten Provokationen und versuchen einen Profit herauszuholen, Handlungsspielr&auml;ume zu finden und gleichzeitig sowohl Russland als auch China einzud&auml;mmen.&ldquo; &ndash; Bei Verantwortung abzuw&auml;lzen, ist es bekanntlich weniger Wladimir Putin &amp; Welthungerkrise, da schon mehr Svenja Schulze &amp; SPD-gemacht! Auf Svenjas fr&uuml;heres Ressort bezogen, bekomme ich eine neue, phantastische Anwandlung von unserer &lsquo;ex-(c)Um-Weltministerin&rsquo; (im Sinne von: Wahr oder Nichtwahr) &hellip; (klar, dass Scholz die beh&auml;lt)<\/p><p>&hellip; oder geben wir der lieben (c)Um-Svenja eine erste Lektion auf Mandarin: LI (Sonne) LA (Gemeinheit) &hellip; LILA! Auch das w&auml;re dann ein richtiger Zhao Lijian!<br>\n&nbsp;<br>\nLG Hans-J&ouml;rg Kramer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich danke den beiden Interviewpartnern und insbesondere den Nachdenkseiten, die uns Zugang zu den Erkenntnissen und Schlussfolgerungen erlaubten.<\/p><p>Zu zwei Aspekten eine Anmerkungen von mir:<\/p><ol>\n<li>&ldquo;Was mich st&ouml;rt, ist, dass westliche F&uuml;hrer anfingen, Entscheidungen zu treffen, ohne zu wissen, was los ist, was passiert ist. Und das st&ouml;rt mich ganz gewaltig. Bevor irgendein Ergebnis von irgendeiner Untersuchung vorliegt &ndash; und das sollte eine internationale, unparteiische Untersuchung sein. Ohne das zu haben, fangen wir schon an, Sanktionen zu verh&auml;ngen, Entscheidungen zu treffen &ndash; ich denke, das zeigt, wie pervertiert dieser ganze Entscheidungsprozess im Westen ist.&ldquo;\n<p>Die USA sowie in den letzten Jahren zunehmend die EU (differenziert&nbsp;aber dennoch)&nbsp;setzen alles daran, ein Wiedererstarken Russlands in eine internationale Schw&auml;chung umzukehren.&nbsp;<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich, und damit hat Putin vollkommen recht, gleich was Russland tut, die Sanktionen kommen &ndash; so oder so. Schnell, hart und&nbsp;entschlossen.<\/p>\n<p>Darauf wurde &uuml;ber Jahre tr&ouml;pfchenweise die&nbsp;&Ouml;ffentlichkeit vorbereitet &ndash; Berichte &uuml;ber Russland und waren sie&nbsp;noch so kurz, erfolgten immer im Kontext mit einem&nbsp;Negativum. Insbesondere die Tagesschau beherrscht dieses Prinzip der subtilen, aber zielgerichteten Meinungsmache sehr gut.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite lieferte aber auch Russland wiederholt und nicht zu&nbsp;akzeptierende Beispiele wie u. a. die Giftanschl&auml;ge auf verschiedene Personen.<\/p>\n<p>Wie dem auch sei, es gibt keine Ehrlichkeit und ethischen Gesichtspunkte bei solchen Auseinandersetzungen. Davon muss man sich l&ouml;sen. Dies gilt insbesondere auch f&uuml;r Kriege&nbsp;oder&nbsp;andere gewaltsame Auseinandersetzungen. Hier gilt&nbsp;einzig und allein das&nbsp;&bdquo;Gesetz des St&auml;rkeren&ldquo;. (Ich erinnere hier an den spontanen Ausruf der Au&szlig;enministerin Baerbock, Russland wirtschaftlich zu zerst&ouml;ren).<\/p>\n<p>Leider hat die heutige Generation der sogenannten westlichen Eliten dieses&nbsp;Grundprinzip der Gewalt f&uuml;r sich in einem solchen Ma&szlig;e implementiert, als dass es&nbsp;dieses heute im Vorfeld&nbsp;physischer Gewalt bei jeder besten Gelegenheit anwendet, verschieden motiviert, bis hin zum Herdentrieb\/Gruppenzwang.&nbsp;<\/p>\n<p>Viele Vertreter der alten Generation&nbsp;von Politikern h&auml;tten diese&nbsp;Entwicklung niemals soweit ausufern lassen &ndash; u. a. weder ein Willy Brandt, ein Jochen Vogel aber auch kein Helmut Kohl, bleiben wir mal bei uns, hier in Deutschland.<\/p>\n<p>Sehr&nbsp;bemerkenswert hierzu das Interview mit Klaus von Donanyi im Rahmen von DAS (N3), ich meine am 24.04.22.<\/p><\/li>\n<li>&ldquo;Es schl&auml;gt also auf uns selbst zur&uuml;ck. Aber wir entscheiden ja auch, ohne wirklich den Sachstand zu kennen. Und das, glaube ich, zeigt, was f&uuml;r eine unreife F&uuml;hrungsschicht wir generell im Westen haben. Das gilt sicherlich f&uuml;r die USA, aber ich glaube, an diesem Beispiel der Ukrainekrise sieht man, dass die europ&auml;ische F&uuml;hrungsebene nicht besser ist als das, was wir in den USA haben. Wahrscheinlich eher noch schlimmer, denke ich manchmal. Das ist es, was uns wirklich beunruhigen sollte, dass wir Leute haben, die ohne jede Grundlage Entscheidungen treffen, und das ist extrem gef&auml;hrlich.&ldquo;\n<p>Die oberste F&uuml;hrungsschicht in unserem Staat ist in weiten Teilen erodiert. Althergebrachte&nbsp;Grunds&auml;tze des Verwaltungshandelns z&auml;hlen schon lange nicht mehr. Einzig das Auftreten&nbsp;innerhalb des eigenen Lagers&nbsp;und vor der &Ouml;ffentlichkeit dokumentieren die Qualifikation. Dabei wird getrickst, gelogen, stellenweise das Recht gebogen und es werden Allianzen geschmiedet, die eine Reinigung von Innen heraus oder kraft Gesetzes wirksam verhindern.<\/p>\n<p>Das&nbsp;Betr&uuml;gen bei einer Dissertation einzelner Politiker findet sich dann nicht etwa in einem Parteiausschluss wieder,&nbsp;sondern in einem anderweitig h&ouml;heren Amt (Vorgang Giffay- jetzt Regierende B&uuml;rgermeisterin von Berlin). Ist ein Herr von zu Guttenberg als Verteidigungsminister noch&nbsp;zur&uuml;ckgetreten, geh&ouml;rt es heute zur&nbsp;ungestraften&nbsp;Normalit&auml;t in unserer Gesellschaft. Hier ordnet sich Frau Baerbock mit bekannten Beispielen ebenso ein wie Herr&nbsp;Habeck und auch, dass sich beide als Mitglieder des Gr&uuml;nen-Vorstandes im Vorbeigehen mal ebenso 1.500,- &euro; Coronahilfe zukommen zu lassen.&nbsp;<\/p>\n<p>Oder denken wir an die &uuml;ber viele Jahre ver&uuml;bten NSU-Morde, die letztendlich in der Folge praktiziert werden konnten, weil sich Strafverfolgungsbeh&ouml;rden, in persona einzelner F&uuml;hrungsvertreter in Polizeien der L&auml;nder und des Bundes&nbsp;sowie der Politik eben nicht&nbsp;auf eine einheitliche Ermittlungsf&uuml;hrung einigen konnten, weil nicht wollten.<\/p>\n<p>Einsturz einer Baugrube U-Bahn, der Abbrand der historischen Bibliothek in Weimar, der erfolgreiche Kunstdiebstahl in Dresden, die Abschaffung von Sirenen zur&nbsp;Warnung der Bev&ouml;lkerung (jetzt Wiederbeschaffung mit&nbsp;Unterst&uuml;tzung &ouml;ffentlicher Gelder), der Lacher des&nbsp;seinerzeit Bundesvorsitzenden der CDU vor den Flutopfern, das Wirken von Anne Spiegel als eine der verantwortlichen Landesminister, korrespondierend&nbsp;mit dem&nbsp;folgenlosen Handeln\/Nichthandeln des Innenministers und der zust&auml;ndigen&nbsp;Ministerpr&auml;sidentin &ndash; diese und viele weiteren Beispiele deuten&nbsp;nicht nur auf ein Versagen Einzelner hin, sondern sind wegen Ursache, Ausma&szlig; und H&auml;ufigkeit Zeugnis eines Systemversagens in unserer politischen Landschaft. Und daran hat sich bis heute nichts ge&auml;ndert. Im Gegenteil, dieses&nbsp;fundamentale Versagen&nbsp;strahlt selbst in Sph&auml;ren aus, die zum Untergang der&nbsp;Menschheit f&uuml;hren k&ouml;nnen &ndash; so wie jetzt im m&ouml;glicherweise ausufernden Ukrainekrieg oder in der anhaltenden und vor dem Hintergrund von&nbsp;nie&nbsp;dagewesene Hochr&uuml;stung und Sanktionsfolgen forcierten Umweltzerst&ouml;rung. Leider verf&uuml;gt der Stand unserer Demokratie &uuml;ber kein Korrektiv dazu.<\/p><\/li>\n<\/ol><p>Olaf<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der ehemalige Schweizer Geheimdienstoffizier und NATO-Berater Jacques Baud hat <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83221\">in diesem Interview<\/a> &uuml;ber die Ursachen des Ukraine-Krieges und die wachsenden Gefahren gesprochen. Eingeleitet wird es mit einer Vorbemerkung von Jens Berger. Jacques Baud weist u.a. auf die Ereignisse von 2014 sowie auf von der OSZE festgestellte Waffenstillstandsverletzungen und die Bedrohung durch einen unmittelbar bevorstehenden<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83465\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-83465","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/83465","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=83465"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/83465\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83468,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/83465\/revisions\/83468"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=83465"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=83465"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=83465"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}