{"id":83469,"date":"2022-05-03T08:34:38","date_gmt":"2022-05-03T06:34:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469"},"modified":"2022-05-03T08:34:38","modified_gmt":"2022-05-03T06:34:38","slug":"hinweise-des-tages-4101","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h01\">M&eacute;lenchon im Aufwind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h02\">Die Linke, die den US-Pr&auml;sidenten verschm&auml;ht <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h03\">Die Preise und die Marktwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h04\">Nun droht der Nato noch ein weiterer Konflikt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h05\">Gutachten zu Milit&auml;rhilfe: Ausbildung kann Kriegseintritt bedeuten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h06\">Kiew fordert Waffen und produziert selbst genug davon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h07\">H&uuml;rden f&uuml;r Nato-Beitritt von Schweden und Finnland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h08\">Der Brand, der die Welt bedroht, wurde in Odessa gelegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h09\">Schluss mit den Schlupfl&ouml;chern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h10\">&raquo;Das entlastet Arme besonders deutlich&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h11\">Raffinerie-Stadt Schwedt appelliert an Wirtschaftsminister Habeck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h12\">Eine Frau gegen Elon Musk: Wie Teslas Wasserverbrauch Brandenburg l&auml;hmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h13\">Lieferando erh&auml;lt &ldquo;Big Brother Award&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h14\">No 566<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h15\">Jede sechste bundeseigene Wohnung steht leer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h16\">&Ouml;fter mal was Altes: Uni-Ranking 2022 der Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83469#h17\">Hat die Linke noch eine Chance?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>M&eacute;lenchon im Aufwind<\/strong><br>\nWahlen in Frankreich: Linkspolitiker f&uuml;hrt in Umfragen. B&uuml;ndnis mit anderen Parteien r&uuml;ckt n&auml;her<br>\nDie Luft wird immer d&uuml;nner f&uuml;r Frankreichs frisch wiedergew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron. In einer am Wochenende ver&ouml;ffentlichten Umfrage f&uuml;r die kommenden Parlamentswahlen am 12. und 19. Juni liegt das potentielle Linksb&uuml;ndnis zwischen La France insoumise (LFI), Gr&uuml;nen, Kommunisten (PCF) und Sozialdemokraten (PS) mit 34 Prozent klar auf Platz eins in der W&auml;hlergunst. Macrons La R&eacute;publique en Marche (LREM) und die extrem rechte Allianz zwischen dem Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen und der Partei Reconqu&ecirc;te von &Eacute;ric Zemmour kommen jeweils auf 24 Prozent der Stimmen. Weit abgeschlagen liegt die Konservative Partei (LR) mit nur neun Prozent. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r die Linke wird es nun darauf ankommen, ob jene Zersplitterung &uuml;berwunden werden kann, die Jean-Luc M&eacute;lenchon bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen den Einzug in die zweite Runde kostete. Der LFI-Politiker hatte sich dabei vor drei Wochen mit knapp 22 Prozent der Stimmen klar als Anf&uuml;hrer der Linken durchgesetzt. Dass die &raquo;Union de la gauche&laquo; um ihn herum aufgebaut und er Premierminister werden soll, ist damit im linken Lager gewisserma&szlig;en Konsens. Mit dem PCF und den Gr&uuml;nen soll eine Einigung kurz bevorstehen. Auch eine Mehrheit beim PS bef&uuml;rwortet ein Abkommen mit LFI. Allerdings treten hier einige Parteibonzen auf die Bremse. Expr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande etwa hat vor einem solchen B&uuml;ndnis gewarnt. &raquo;Das w&uuml;rde hei&szlig;en, dass die n&auml;chste Regierung dazu gebracht w&uuml;rde, die europ&auml;ischen Vertr&auml;ge in Frage zu stellen? Die NATO zu verlassen? Den Ukrainern nicht mehr zu helfen?&laquo; sagte er am Donnerstag zu Franceinfo.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425636.machtwechsel-in-paris-m%C3%A9lenchon-im-aufwind.html\">Junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Etappensieg f&uuml;r M&eacute;lenchon<\/strong><br>\nFrankreichs Linkspolitiker holt die Gr&uuml;nen f&uuml;r die Wahlen zur Nationalversammlung mit ins Boot<br>\nDie von Jean-Luc M&eacute;lenchon gegr&uuml;ndete und geleitete Bewegung La France insoumise (Das unbeugsame Frankreich) ist dem Ziel, f&uuml;r die Parlamentswahlen Mitte Juni die anderen linken Parteien und Bewegungen hinter sich zu sammeln, einen gro&szlig;en Schritt n&auml;her gekommen. Sie konnte sich zumindest bereits mit der Partei der Gr&uuml;nen auf ein Wahlb&uuml;ndnis einigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1163451.linkes-wahlbuendnis-in-frankreich-etappensieg-fuer-melenchon.html\">nd<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Linke, die den US-Pr&auml;sidenten verschm&auml;ht <\/strong><br>\n&ldquo;In den vergangenen Jahren hat sich eine Linke entwickelt&rdquo;, sagt der Journalist und Autor Lukas Hermsmeier, der dar&uuml;ber das Buch &ldquo;Uprising: Amerikas neue Linke&rdquo; geschrieben hat. &ldquo;Und gleichzeitig hat sich das Land nach rechts bewegt, sich die Republikanische Partei radikalisiert&rdquo;. Beides ist parallel geschehen, hat sich mitunter bedingt. Die neue Linke mobilisierte und sammelte sich &uuml;ber Jahre hinter dem unabh&auml;ngigen Senator Bernie Sanders. Zur Str&ouml;mung geh&ouml;ren bekannte Bewegungen: Black Lives Matter, die Klimaaktivisten des Sunrise Movement, die Democratic Socialists of America. Sie w&auml;hlten Biden, um weitere Trump-Jahre zu verhindern.<br>\nDoch zuletzt haben sich vor allem die jungen W&auml;hler, die Biden ins Wei&szlig;e Haus verholfen hatten, wieder vom Pr&auml;sidenten abgewandt. Zwar kann niemand voraussagen, was das f&uuml;r die Demokraten bedeuten wird in den kommenden Jahren. Aber sollte bei den Kongresswahlen im November die Mobilisierungskraft der sozialen Bewegungen fehlen, werden das vor allem die demokratischen Kandidaten zu sp&uuml;ren bekommen. Es gilt derzeit als wahrscheinlich, dass Biden und seine Partei ihre Mehrheiten im Kongress verlieren werden und zwei Jahre innenpolitischer Stillstand folgen. Bis zur Pr&auml;sidentschaftswahl 2024<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Die-Linke-die-den-US-Praesidenten-verschmaeht-article23299549.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Preise und die Marktwirtschaft<\/strong><br>\nDie Inflation ist weiter in aller Munde. Mit 7,4 Prozent wurde im April dieses Jahres ein Wert erreicht, der nahezu einmalig in der bundesdeutschen Geschichte ist. Nur im Fr&uuml;hsommer 1973, um den Jahreswechsel 1973\/1974 herum und im Oktober 1981 war die Steigerungsrate des Verbraucherpreisindex h&ouml;her als derzeit. Der Druck auf die EZB, mit Zinserh&ouml;hungen zu reagieren, wird t&auml;glich gr&ouml;&szlig;er. Dabei bleiben die Bef&uuml;rworter einer strafferen Geldpolitik eine plausible Erkl&auml;rung schuldig, wie und mit welchen gesamtwirtschaftlichen Folgen Zinserh&ouml;hungen die aktuellen Preissteigerungen bei importierten Rohstoffen zum Stillstand bringen k&ouml;nnen.<br>\nUm besser zu verstehen, was sich derzeit bei den Preisen abspielt, muss man sich die Empirie genau ansehen und eine klare Vorstellung von den Abl&auml;ufen in einer Marktwirtschaft haben. Dann l&auml;sst sich einsch&auml;tzen, welche Konsequenzen eine Kehrtwende in der Geldpolitik h&auml;tte und was die Lohnpolitik tun und lassen sollte. Die Vertreter beider Politikbereiche, die Tarifparteien wie die Lenker der Zentralbank, sind n&auml;mlich gesamtwirtschaftlich gesehen bedeutende Akteure, die auf den Verlauf von nominaler und realer Wirtschaftsentwicklung gro&szlig;en und sich wechselseitig bedingenden Einfluss aus&uuml;ben.<br>\nWelche au&szlig;enpolitischen Ersch&uuml;tterungen und welche Naturkatastrophen auf Deutschland und Europa zugekommen sind und noch zukommen werden, steht au&szlig;erhalb der Kontrolle beider Politikbereiche. Aber wie mit diesen Schocks umgegangen wird, ob die Kr&auml;fte der Marktwirtschaft zur Absorption der Schocks klug genutzt werden oder ob die Schocks durch Fehlverhalten des einen und\/oder anderen Politikbereichs noch versch&auml;rft werden, das entscheiden die Vertreter von Lohn- und Geldpolitik und daf&uuml;r tragen sie die Verantwortung. Die Fiskalpolitik kann und sollte ihrerseits in Hinblick auf die Abfederung sozialer H&auml;rten unterst&uuml;tzend wirken, doch sie kann Fehler von Geld- und Lohnpolitik nicht wettmachen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/05\/02\/die-preise-und-die-marktwirtschaft\/\">Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker auf Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nun droht der Nato noch ein weiterer Konflikt<\/strong><br>\nDas westliche Milit&auml;rb&uuml;ndnis schaut gerade in die Ukraine. Dabei k&ouml;nnte an ganz anderer Stelle eine selbst verursachte Konfrontation eskalieren<br>\nAn der S&uuml;dostflanke der Nato nehmen die Spannungen zu. Zwischen Griechenland und der T&uuml;rkei gibt es Streit. Die Griechen st&ouml;ren sich vor allem daran, dass die Luftraumverletzungen seitens der t&uuml;rkischen Streitkr&auml;fte immer exzessiver werden.<br>\nIn 126 F&auml;llen sei es allein am vergangenen Mittwoch zu einem solchen Eindringen in den griechischen Luftraum gekommen, vielfach zu n&auml;chtlicher Stunde. Am Donnerstag waren es 168 F&auml;lle. Bei diesen Luftraumverst&ouml;&szlig;en werden unter anderem gr&ouml;&szlig;ere bewohnte griechische Inseln im Tiefflug &uuml;berflogen.<br>\nBeide beteiligten Staaten, Griechenland und die T&uuml;rkei, sind Mitglieder der Nato. Dorch der Nordatlantikpakt h&auml;lt sich aus dem Konflikt raus, indessen Zuge die T&uuml;rkei die Demilitarisierung der griechischen Grenzinseln fordert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nun-droht-der-Nato-noch-ein-weiterer-Konflikt-7071242.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gutachten zu Milit&auml;rhilfe: Ausbildung kann Kriegseintritt bedeuten<\/strong><br>\nKann es als Kriegsbeteiligung gewertet werden, wenn ukrainische Soldaten auf deutschem Boden eine Waffenausbildung erhalten? M&ouml;glicherweise, sagt ein Gutachten f&uuml;r den Bundestag. Verteidigungsministerin Lambrecht sieht das anders.<br>\nDie Ausbildung ukrainischer Soldaten an westlichen Waffen auf deutschem Boden kann Wissenschaftlern zufolge v&ouml;lkerrechtlich eine Kriegsbeteiligung durch den Westen darstellen. Das gehe aus einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags hervor, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. [&hellip;]<br>\nDas zw&ouml;lfseitige Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes, der die Bundestagsabgeordneten neutral beraten soll, wurde im M&auml;rz erstellt &ndash; also vor dem Beschluss von Bundesregierung und Bundestag, deutsche Panzer direkt an die Ukraine zu liefern und zugleich ukrainische Soldaten an westlichen Waffen auszubilden.<br>\nLaut US-Verteidigungsministerium werden ukrainische Soldaten bereits an Waffensystemen ausgebildet. Das Training finde auf US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkten in Deutschland in Absprache mit der Bundesregierung statt, die bei der Koordinierung und Organisation helfe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/ausbildung-soldaten-gutachten-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Gutachten k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/892384\/d9b4c174ae0e0af275b8f42b143b2308\/WD-2-019-22-pdf-data.pdf\">hier nachlesen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>L&auml;ngst Kriegspartei: Berlin und der Ukraine-Konflikt<\/strong><br>\n&Uuml;berraschend kommt die Einsch&auml;tzung der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags keinesfalls. Sie best&auml;tigt nur noch einmal schwarz auf wei&szlig;, was die politischen Entscheidungstr&auml;ger auf Teufel komm raus zu verbergen suchen: Nicht nur gibt es deutlich mehr v&ouml;lkerrechtliche Grauzonen, als die &raquo;V&ouml;lkerrechtlerin&laquo; Annalena Baerbock zugeben will. Nein, die Bundesregierung und der Bundestag haben Deutschland l&auml;ngst zur Kriegspartei gemacht &ndash; Ausgang v&ouml;llig ungewiss.<br>\nDumm ist Baerbock allerdings nicht, oder zumindest wird sie gut beraten: So betont die Bundesau&szlig;enministerin gebetsm&uuml;hlenartig und durchaus in &Uuml;bereinstimmung mit den Wissenschaftlichen Diensten, die Lieferung von Waffen &ndash; auch schwerer oder &raquo;offensiver&laquo; &ndash; sei v&ouml;lkerrechtlich nicht als Kriegseintritt zu werten, weil dadurch das v&ouml;lkerrechtlich verbriefte Recht der Ukraine auf Selbstverteidigung unterst&uuml;tzt werde. Die Ausbildung ukrainischer Soldaten, mit der die Schwelle zweifellos &uuml;berschritten wird, hingegen spart sie geflissentlich aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425768.l%C3%A4ngst-kriegspartei.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kiew fordert Waffen und produziert selbst genug davon<\/strong><br>\nDie Regierung Selenskyj verlangt von den NATO-Staaten, massiv aufger&uuml;stet zu werden. Wie passt das zu dem eigenen Export von milit&auml;rischem Ger&auml;t in Gr&ouml;&szlig;enordnungen?<br>\nDas Friedensforschungsinstitut Sipri gibt f&uuml;r die ukrainischen R&uuml;stungsausfuhren im Jahr 2020 einen Wert von 115 Millionen Dollar an. 2019 seien es Exporte in einer Gr&ouml;&szlig;enordnung von 96 Millionen Dollar gewesen, darunter die Panzerabwehrsysteme Korsar\/Corsair und Stugna P, Exportname &bdquo;Scythian&ldquo;. Laut ukrainischen Quellen sind diese nach Indien, Saudi-Arabien und in die T&uuml;rkei verkauft worden. Weshalb sollen nun genau diese Waffenkategorien aus Deutschland und anderen NATO-Staaten in die Ukraine geschickt werden, wenn das Land dar&uuml;ber selbst verf&uuml;gen k&ouml;nnte?<br>\nEbenso r&auml;tselhaft erscheint, weshalb schultergest&uuml;tzte Flugabwehrraketen des Typs &bdquo;Strela&ldquo; aus alten Best&auml;nden der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR geschickt werden. Bevor die neuere Variante des Typs &bdquo;Stinger&ldquo; in der Ukraine platziert wird, sollte daran erinnert werden, dass die USA den afghanischen Mudschaheddin w&auml;hrend der 1980er Jahre &bdquo;Stinger&ldquo;-Raketen zur Verf&uuml;gung stellten, als ob sie &bdquo;Lollipops&ldquo; verschenkten, wie es der Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom einmal formuliert hat. Diese Systeme schossen in der Zeit der sowjetischen Besatzung in Afghanistan (1979-1989) nicht nur sowjetische Kampfjets ab, sondern vagabundierten danach durch die Welt. Passagiermaschinen waren bedroht und mussten mit sogenannten Anti-Manpad-Systemen als Schutzma&szlig;nahme ausger&uuml;stet werden. &bdquo;Stinger&ldquo;-Raketen &ndash; egal, wer sie der Ukraine ins Arsenal lotst &ndash; k&ouml;nnten re-importiert werden und gegebenenfalls Menschenleben sowie kritische Infrastruktur in Deutschland oder anderen EU-Staaten bedrohen.<br>\nAuch nach Angola und Thailand sind ukrainische Panzer des Typs T 64 und BTR3 ausgef&uuml;hrt worden. 2016 erreichten die Exporte einen Wert von zwei Milliarden Dollar. Nochmal gefragt, weshalb sollen dennoch derartige Waffen aus Deutschland und anderen NATO-Staaten geliefert werden? Hat die Ukraine mit seinen R&uuml;stungstransfers Drittstaaten nur Schrott angedreht?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/ukraine-krieg-kiew-fordert-waffen-und-produziert-selbst-genug-davon%20\">der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>&raquo;Durch Waffenlieferungen wird Konflikt noch blutiger&laquo;<\/strong><br>\nFriedensl&ouml;sungen im Ukraine-Krieg werden in BRD torpediert. Berlin sollte auf Moskau zugehen. Ein Gespr&auml;ch mit Johannes Varwick<br>\nDer Bundestag hat am Donnerstag der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine zugestimmt. Warum ist das ein Fehler?<br>\nEs gibt zwei gro&szlig;e Gegenargumente: Das Erste ist: Wir werden durch Waffenlieferungen sukzessive Kriegspartei, und es f&auml;llt vermutlich eines Tages schwer, die Grenze vor einem aktiven Kriegseintritt aufrechtzuerhalten. Zweitens hat Russland die Eskalationsdominanz, die durch Waffenlieferungen an die Ukraine nicht ge&auml;ndert werden wird. Insofern ist zu erwarten, dass dieser Konflikt mit Waffenlieferungen nur blutiger und l&auml;nger wird, sie aber am Ausgang nichts &auml;ndern.<br>\nSie haben im Dezember letzten Jahres in einem &ouml;ffentlichkeitswirksamen Aufruf vor einer Eskalation mit Russland gewarnt. Wie nehmen Sie die Debatte in f&uuml;hrenden Kreisen in Deutschland war?<br>\nDie Bundesregierung hat einen Interessenausgleich mit Russland leider nicht zustande bekommen. Ich sage nicht, dass das einfach gewesen w&auml;re. Aber sie hat es vers&auml;umt, die diplomatischen Verhandlungsspielr&auml;ume seri&ouml;s auszuloten. Insofern tr&auml;gt sie eine Mitschuld an diesem Krieg.<br>\nIch nehme eine Stimmung wahr, als ob der Krieg wieder der Vater aller Dinge ist. Das ist eine falsche Tonalit&auml;t. Wir m&uuml;ssen auch rhetorisch wieder abr&uuml;sten und nicht so tun, als ob man mit Krieg Probleme l&ouml;sen k&ouml;nnte.<br>\nBef&uuml;rchten Sie, dass es zu einem Dritten Weltkrieg kommen k&ouml;nnte, wenn der Westen den Krieg in der Ukraine weiter anheizt?<br>\nDas ist leider nicht mehr ausgeschlossen. Allein der Gedanke daran ist bei Lichte betrachtet ein absoluter Wahnsinn. Wir d&uuml;rfen uns nicht damit abfinden, dass man solche Gedanken wieder durchspielt, sondern m&uuml;ssen mehr Energie darauf verwenden, einen gro&szlig;en Krieg abzuwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425669.aufr%C3%BCsten-gegen-russland-durch-waffenlieferungen-wird-konflikt-noch-blutiger.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Im Sturm den Friedenskurs halten, Hamburger Erkl&auml;rung<\/strong><br>\nDie deutsche Sektion der Internationalen &Auml;rzt*innen f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges (IPPNW) forderte die Bundesregierung am Wochenende bei ihrem Jahreskongress in Hamburg dazu auf, die Anstrengungen f&uuml;r eine Waffenruhe in der Ukraine ins Zentrum des politischen Handelns zu stellen. Anstatt Waffen zu liefern und aufzur&uuml;sten, m&uuml;ssten diplomatische Wege f&uuml;r einen Waffenstillstand, Friedensverhandlungen und perspektivisch eine neue pan-europ&auml;ische Sicherheitsarchitektur geschaffen werden. &bdquo;Der russischen Regierung Br&uuml;cken zu bauen, bedeutet kein Einverst&auml;ndnis mit ihrem Tun. Wir m&uuml;ssen vielmehr einen Ausweg aus einer Situation finden, die sonst eine europ&auml;ische, wenn nicht gar eine globale atomare Eskalation zur Folge haben k&ouml;nnte&ldquo;, hie&szlig; es in der verabschiedeten Resolution.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/de\/im-sturm-den-friedenskurs-halten-ha.html\">IPPNW<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>H&uuml;rden f&uuml;r Nato-Beitritt von Schweden und Finnland<\/strong><br>\nDie Nato-Mitgliedschaft der beiden L&auml;nder scheint immer unausweichlicher zu werden, wobei ein Teil der deutschen Medien den Beitritt &ldquo;herbeizuschreiben&rdquo; oder &ldquo;herbeizusenden&rdquo; scheint. Dabei gibt es einige H&uuml;rden und Fragezeichen, die einen Beitritt verhindern oder komplizieren k&ouml;nnten, einmal ganz abgesehen von den Reaktionen Moskaus. Sicher ist: Die Regierungen beider L&auml;nder wollen bald entscheiden, wenn m&ouml;glich, vor dem Nato-Gipfel in Madrid, der am 29. Juni beginnt.<br>\nAls wichtiger Eckpunkt gilt der 14. Mai. Dann wollen die regierenden finnischen Sozialdemokraten, ihren Beschluss zur Nato-Frage &ouml;ffentlich machen. An diesem Tag beabsichtigt die Regierung in Stockholm eine Sicherheitsanalyse dem Parlament zur Diskussion &uuml;berreichen. Gleichzeitigkeit wird angestrebt.<br>\nDabei gilt der Nato-Beitritt von Finnland als wahrscheinlicher. Die aktuellen Umfragen liegen bei 65 Prozent Zustimmung, die meisten Abgeordneten haben sich positiv ge&auml;u&szlig;ert. Finnland soll seinen Beschluss zum m&ouml;glichen Nato-Beitritt bereits am 12. Mai beantragen, berichtet die Zeitung Iltalehti.<br>\nEin wenig anders sieht es in Schweden aus, wo die Umfragewerte geringer (57 Prozent) und die regierenden Sozialdemokraten zerrissen sind.<br>\nDer Nato-Rat selbst wird den beiden L&auml;ndern, die &uuml;ber gut organisierte Verteidigungsstrukturen verf&uuml;gen, rasch gr&uuml;nes Licht geben. Doch dann m&uuml;ssen 30 Mitglieder allesamt zustimmen; eine Prozedur, die mehr als ein Jahr dauern kann. In dieser Zeit gilt f&uuml;r beide L&auml;nder noch nicht Artikel 5, der zum Beistand der Mitglieder verpflichtet, wenn ein Nato-Staat angegriffen wird.<br>\nAuch ist unklar, ob alle beteiligten Staaten einverstanden mit der &ldquo;Nato-Norderweiterung&rdquo; sind. Der kroatische Staatspr&auml;sident Zoran Milanovic schreckte Schweden und Finnland am Mittwoch auf, als er deren m&ouml;gliche Mitgliedschaft als ein &ldquo;Gef&auml;hrliches Abenteuer&rdquo; brandmarkte. Der Sozialdemokrat will das Parlament in Zagreb bitten, dies mit einem Veto zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Huerden-fuer-Nato-Beitritt-von-Schweden-und-Finnland-7072097.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Brand, der die Welt bedroht, wurde in Odessa gelegt<\/strong><br>\nVor acht Jahren setzte ein nazistischer Mob das Gewerkschaftshaus von Odessa in Brand und ermordete vor laufenden Kameras Dutzende von Menschen, die in unseren Medien nur anonym &ldquo;Pro-Russen&rdquo; genannt werden. Was heute in der Ukraine geschieht, ist die Folge dieses Verbrechens und des Umgangs mit diesem Fanal. [&hellip;]<br>\nEs gibt Ereignisse, die eine geschichtliche Erz&auml;hlung zerbrechen, in unterschiedliche Teile. So ein Ereignis war dieser 2. Mai; danach gab es Menschen, die davon wussten, die das Entsetzen und die Trauer um die Opfer teilten &ndash; und die anderen, die es nicht wahrnehmen wollten. 2016 brachte Russland eine Resolution in den UN-Sicherheitsrat ein, in der die Aufkl&auml;rung des Massakers gefordert wurde. Sie wurde abgelehnt.<br>\n&ldquo;Die johlende Menge vor dem brennenden Geb&auml;ude. Die M&auml;dchen, die auf dem Boden kauern und Molotow-Cocktails abf&uuml;llen. Es gibt Ungl&uuml;cke. Das war etwas ganz anderes; ein Akt der Barbarei, der bereitwillig von dutzenden, hunderten Menschen ver&uuml;bt wurde. Bejubelt wurde. Gefilmt und gesendet wurde.<br>\nEs gibt Momente, die die Grenzen des Menschlichen auf eine so schreckliche Art &uuml;berschreiten, dass man meint, der Erdball selbst m&uuml;sste innehalten.<br>\nDas Schweigen nach Odessa war es, das nach Kiew die Botschaft vermittelte, alles sei erlaubt. Dieses Schweigen hat unz&auml;hlige Menschenleben gekostet. Ohne dieses Schweigen h&auml;tte es den Krieg im Donbass nicht gegeben. Sie alle, Atai, Eigendorfs, Bidder, all die anderen T&auml;uscher und Verdreher, sind Komplizen dieses Verbrechens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rtde.website\/meinung\/137483-brand-welt-bedroht-wurde-in\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schluss mit den Schlupfl&ouml;chern<\/strong><br>\nViele Plattformen zwingen Arbeitnehmer, als Selbst&auml;ndige zu arbeiten, um Kosten und Risiken auszulagern. Die EU will dieser Praxis nun ein Ende setzen.<br>\nSeit mehr als einem Jahrzehnt erzielen digitale Arbeitsplattformen in Europa enorme Gewinne mit einem Gesch&auml;ftsmodell, das auf einem harten Preiswettbewerb f&uuml;r Arbeitskr&auml;fte und der Auslagerung von Sozialkosten und Risiken basiert. Indem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gezwungen werden, sich als Selbstst&auml;ndige zu bezeichnen, obwohl in Wirklichkeit ein eindeutiges Angestelltenverh&auml;ltnis besteht, umgehen die Plattformen Mindestl&ouml;hne und Branchentarifvertr&auml;ge sowie Sozialversicherungsbeitr&auml;ge &ndash; um nur einige ihrer eigentlichen Pflichten als Arbeitgeber zu nennen. Dank derartiger &bdquo;Innovation&ldquo; k&ouml;nnen sie niedrigere Preise f&uuml;r ihre Dienstleistungen anbieten.<br>\nDiese Entwicklungen haben sich nachteilig auf die europ&auml;ische Gesellschaft ausgewirkt: nicht nur in Form einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und der Lebensqualit&auml;t f&uuml;r die Arbeitnehmerinnen, sondern auch durch negative Auswirkungen auf die traditionellen Sektoren und die Einnahmen der &ouml;ffentlichen Hand. Inzwischen wird dieses Modell auf immer neue Branchen &uuml;bertragen. Mit seinem unlauteren Wettbewerb hat es enorme Auswirkungen auf die Zukunftsf&auml;higkeit traditioneller Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/arbeit-und-digitalisierung\/artikel\/schluss-mit-den-schlupfloechern-5907\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&raquo;Das entlastet Arme besonders deutlich&laquo;<\/strong><br>\nSozialverband VdK fordert Streichen der Mehrwertsteuer auf frische Lebensmittel und Medikamente. Ein Gespr&auml;ch mit Verena Bentele<br>\nVerena Bentele ist Pr&auml;sidentin des Sozialverbands VdK<br>\nAngesichts steigender Erzeuger- und Lebensmittelpreise fordern Sie eine Steuersenkung auf Lebensmittel. Welche Effekte versprechen Sie sich davon?<br>\nWir als VdK fordern, dass die Mehrwertsteuer auf frische Lebensmittel, also zum Beispiel auf Obst, Gem&uuml;se und H&uuml;lsenfr&uuml;chte, komplett gestrichen wird. Es gibt seit dem 6. April eine EU-Richtlinie, die den Mitgliedstaaten das erm&ouml;glicht. Aus unserer Sicht ist das eine sehr effektive Ma&szlig;nahme, um Menschen mit wenig Geld zu unterst&uuml;tzen, da Essen f&uuml;r jeden wichtig ist. Im Gegensatz dazu beg&uuml;nstigt die Senkung der Kraftstoffsteuer haupts&auml;chlich Menschen, die Autos haben, und zwar gro&szlig;e Autos, die viel tanken und weite Strecken fahren. Wer ein solches Auto f&auml;hrt, ist in der Regel nicht arm. Um Menschen mit wenig Geld zu entlasten, muss man Steuern auf Waren streichen, die f&uuml;r m&ouml;glichst jeden relevant sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425732.steigende-lebenshaltungskosten-das-entlastet-arme-besonders-deutlich.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Raffinerie-Stadt Schwedt appelliert an Wirtschaftsminister Habeck<\/strong><br>\nEin &Ouml;l-Embargo h&auml;tte Konsequenzen f&uuml;r die Raffinerie PCK in Schwedt. Nun soll der Mineral&ouml;l-Konzern Shell seine Unterst&uuml;tzung zugesagt haben.<br>\nDie Stadt Schwedt\/Oder hat sich in einem offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) gewandt und um ein pers&ouml;nliches Gespr&auml;ch zur Zukunft der Region angesichts des &Ouml;l-Embargos gebeten. &bdquo;Wir sind noch v&ouml;llig fassungslos &uuml;ber Ihre Ank&uuml;ndigung auf dem Twitter-Portal, die in unserer Stadt und Region mit gro&szlig;er Verunsicherung aufgenommen wurde&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Schreiben, das am Montag Staatssekret&auml;r Michael Kellner bei einem Besuch in Schwedt &uuml;bergeben wurde.<br>\nHabeck h&auml;lt ein &Ouml;l-Embargo gegen Moskau wegen des Angriffs auf die Ukraine f&uuml;r machbar und sieht sich vorbereitet. F&uuml;r den anstehenden Transformationsprozess brauche man den n&ouml;tigen zeitlichen Vorlauf, wird in dem Brief betont. Man w&uuml;nsche sich da keine &bdquo;politischen Diktate&ldquo; aus der Ferne, sondern Handeln mit Bedacht und Weitsicht.<br>\nIn Schwedt endet die Erd&ouml;lpipeline &bdquo;Druschba&ldquo; (Freundschaft) mit &Ouml;l aus Russland, das in der Raffinerie PCK verarbeitet wird. Die Raffinerie ist mehrheitlich in H&auml;nden des russischen Staatskonzerns Rosneft und hat nach Angaben des Brandenburger Wirtschaftsministeriums 1200 Besch&auml;ftigte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/voellig-fassungslos-wegen-oel-embargo-raffinerie-stadt-schwedt-appelliert-an-wirtschaftsminister-habeck\/28295710.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Eine Frau gegen Elon Musk: Wie Teslas Wasserverbrauch Brandenburg l&auml;hmt<\/strong><br>\nDie Fabrik des Elektroautobauers Tesla ver&auml;ndert nicht nur die Branche, sondern die Region. Es tobt ein Kampf um eine der wichtigsten Ressourcen: Wasser. (&hellip;)<br>\nDie Brandenburger Landesregierung hofft inst&auml;ndig, dass Gr&uuml;nheide das neue industrielle Herz von ganz Ostdeutschland wird &ndash; am besten das Zentrum der E-Mobilit&auml;t der Bundesrepublik. Die Fabrik sorgt bei vielen in der Politik f&uuml;r Euphorie, bei der Nachbarschaft hingegen auch f&uuml;r Sorgen.<br>\nDenn die Milliardeninvestition am &ouml;stlichen Berliner Ring ist eine Industrieanlage. Und auch modernste Fabriken sorgen nun mal f&uuml;r Dreck, zum Beispiel von den Tausenden Lastwagen, die jedes Jahr zur Fabrik rollen. Eine solche Gro&szlig;ansiedlung hat noch viele andere Folgewirkungen, etwa dass ringsum immer mehr Zulieferer ihre Firmen errichten, dass Wohnh&auml;user f&uuml;r die Mitarbeiter gebaut werden; dass noch mehr Natur im dicht besiedelten Berliner Speckg&uuml;rtel verloren geht. Und dann ist da noch die Sache mit dem Wasser: Die Gigafactory ist auch der durstigste Kunde des regionalen Wasserversorgers WSE.<br>\nUnd genau das ist das gro&szlig;e Problem. Nicht nur f&uuml;r Heidemarie Schroeder, sondern f&uuml;r fast alle Kritiker dieser Standortwahl. Denn die Region &ouml;stlich der Hauptstadt hatte schon zuvor ein Wasserproblem. Das wissen inzwischen alle. Gerade hat der Wasserverband seine Kunden wieder aufgerufen, ihre G&auml;rten nicht mehr so verschwenderisch zu gie&szlig;en. (&hellip;)<br>\nGemeint sind vor allem die vielen Berliner, die hier an den Wochenenden ihre Kleing&auml;rten bew&auml;ssern. Sie vor allem sollen daf&uuml;r verantwortlich sein, dass der t&auml;gliche Wasserverbrauch bei 175 Litern pro Person liegt und damit weit &uuml;ber dem Bundesdurchschnitt von 126 Litern. Nun hat der Verband erste schmerzhafte Restriktionen verf&uuml;gt: Leute, die neu in die Region ziehen, d&uuml;rfen nur noch 105 Liter verbrauchen, sonst sind Strafgelder f&auml;llig. In drei Jahren sollen die Vorgaben f&uuml;r alle Kunden gelten. Sie werden allerdings noch nicht kontrolliert oder sanktioniert. (&hellip;)<br>\nSie geht zur&uuml;ck in ihr kleines Haus, klappt ihren Laptop auf und zeigt ein Dokument des Wasserversorgers WSE. Auf einem Bild ist dort ein Mann mit einem Gartenschlauch zu sehen, darunter stehen Vorschl&auml;ge, wie die Region mit dem Wassermangel umgehen soll: Das Brauchwasser soll reduziert werden. Ein mittelfristiger Vorschlag lautet: &bdquo;Keine Zustimmung zu Neuerschlie&szlig;ungen (Wohnen, Gewerbe, Industrie)&ldquo;, danach folgt der Punkt &bdquo;Limitierung von Trinkwassermengen bei Industrie und Gewerbe&ldquo;. (&hellip;)<br>\nSchroeder zeigt auf das Datum, an dem die Vorschl&auml;ge gemacht wurden: &bdquo;Das Dokument stammt aus der Zeit vor Tesla.&ldquo; Schon damals gab es das massive Trinkwasserproblem. Schon damals sollte nicht mal mehr Kleingewerbe angesiedelt werden. &bdquo;Und dann darf Tesla hier bauen&ldquo;, sagt sie. Ausgerechnet eine Fabrik, die so viel Wasser verbraucht wie eine Kleinstadt. &bdquo;Es ist eine absurde Idee, in eine Region mit akuter Wasserknappheit eine Gigafactory zu setzen, die gigadurstig ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/gigafactory-mit-gigadurst-heidemarie-schroeder-gegen-elon-musk-li.224650%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lieferando erh&auml;lt &ldquo;Big Brother Award&rdquo;<\/strong><br>\nDer Negativpreis &ldquo;Big Brother Award&rdquo; geht in diesem Jahr an den Bringdienst Lieferando und das schwedische Unternehmen Klarna. Nach Ansicht des Bielefelder Datenschutzvereins Digitalcourage sorgt Lieferando mit einer App f&uuml;r eine &ldquo;unzul&auml;ssige Totalkontrolle seiner Fahrer&rdquo;. Dabei werde im Detail und sekundengenau das Verhalten der Mitarbeiter erfasst, hei&szlig;t es in der Begr&uuml;ndung.<br>\nBei dem schwedischen Zahlungsdienstleister kritisieren die Datensch&uuml;tzer, dass &ldquo;intransparent&rdquo; Daten aus den Bereichen Einkauf, Preisvergleich, pers&ouml;nliches Finanzmanagement, Bonit&auml;tskontrolle und Banking geb&uuml;ndelt werden. Beide Unternehmen wiesen die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck und betonten, sie w&uuml;rden sich an alle gesetzlichen Regeln und Vorgaben halten. (&hellip;)<br>\nZu den weiteren Preistr&auml;ger z&auml;hlt das Bundeskriminalamt (Beh&ouml;rden und Verwaltung), stellvertretend f&uuml;r die deutsche Polizei, f&uuml;r das Speichern und Nutzen von personenbezogenen Daten. Der Vorwurf lautet, dass die Ermittler entgegen der Vorgaben des Europarechts die Daten nicht oder unzureichend kennzeichneten. Dadurch bestehe die Gefahr, dass die B&uuml;rger ungerechtfertigterweise als Gef&auml;hrder oder Straft&auml;ter behandelt w&uuml;rden.<br>\nIn der Kategorie Technik erh&auml;lt die Bundesdruckerei die Auszeichnung. Ihr werfen die Datensch&uuml;tzer die in ihren Augen unsinnige Verwendung und F&ouml;rderung von der Blockchain-Technik bei der Authentifizierung von Schulzeugnissen vor. In der Jury des &ldquo;Oscars f&uuml;r Datenkraken&rdquo; sitzen unter anderen Frank Rosengart vom Chaos Computer Club oder der ehemalige Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Thilo Weichert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Lieferando-erhaelt-Big-Brother-Award-article23298200.html%20\">n-tv<\/a>\n<p>dazu: <strong>Big Brother Awards 2022: BKA, Bundesdruckerei, Blockchain<\/strong><br>\nDer bei den Ausgezeichneten nicht beliebte &Uuml;berwachungspreis geht in diesem Jahr an BKA, Bundesdruckerei, Lieferando und Klarna &ndash; und ein besonderes Lebenswerk.<br>\nDer Verein Digitalcourage vergibt am Abend in Bielefeld die Big Brother Awards 2022. Zu den nicht eben gl&uuml;cklichen Gewinnern z&auml;hlen erwartbare Kandidaten wie die Bundesdruckerei mit ihrer Idee, digitale Schulzeugnisse mit einer Blockchain zu sichern. Aber es gibt auch &Uuml;berraschungssieger wie das Bundeskriminalamt, das seit f&uuml;nf Jahren dank einer &ldquo;&Uuml;bergangsvorschrift&rdquo; beim Aufbau des Projekts &ldquo;Polizei 2020&rdquo; die Kennzeichnungspflicht f&uuml;r personenbezogene Informationen ignoriert.<br>\nZwei Preistr&auml;ger haben gegen die Auszeichnung mit dem Negativpreis Einspruch eingelegt. Ob sie zur Gala-Veranstaltung nach Bielefeld kommen und sich verteidigen, ist eine spannende Frage. Die vergn&uuml;gliche Gala kann im Stream verfolgt werden.<br>\nDer Big Brother Award der Kategorie &ldquo;Beh&ouml;rden und Verwaltung&rdquo; geht in diesem Jahr an das Bundeskriminalamt f&uuml;r das Digitalisierungsprojekt &ldquo;Polizei 2020&rdquo;. Das 2017 erstmals der &Ouml;ffentlichkeit vorgestellte Projekt geh&ouml;rt zu den wichtigsten des cloudifizierten Staates. Das hochmoderne Vorgangsbearbeitungs- und Fahndungssystem wurde von BKA-Chef Holger M&uuml;nch als &ldquo;Digitales Haus der Polizei&rdquo; bezeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Big-Brother-Awards-2022-BKA-Bundesdruckerei-Blockchain-7070223.html\">Heise Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>No 566<\/strong><br>\n&ldquo;Die Versch&auml;rfung der humanit&auml;ren Krise im Jemen ist eine Realit&auml;t, die wir dringend angehen m&uuml;ssen, sagte David Gressly, der humanit&auml;re Koordinator f&uuml;r den Jemen. Die Zahlen in diesem Jahr sind gigantisch. &Uuml;ber 23 Millionen Menschen &ndash; oder fast drei Viertel der jemenitischen Bev&ouml;lkerung &ndash; brauchen jetzt Hilfe. Das ist ein Zuwachs von fast drei Millionen Menschen ab 2021. Schon jetzt sind fast 13 Millionen Menschen von akuter Not betroffen. Die Eskalation des Konflikts im vergangenen Jahr f&uuml;hrte zu uns&auml;glichem Leid und weiteren St&ouml;rungen der &ouml;ffentlichen Dienste, wodurch der humanit&auml;re Bedarf weiter stieg, hei&szlig;t es in einer Pressemitteilung, die vom Team des UN-B&uuml;ros f&uuml;r humanit&auml;re Angelegenheiten (OCHA) im Jemen herausgegeben wurde. Eine zusammenbrechende Wirtschaft, ein weiteres Resultat des siebenj&auml;hrigen Krieges, hat die Anf&auml;lligkeit der &Auml;rmsten versch&auml;rft, wobei in der zweiten H&auml;lfte des Jahres 2022 eine Rekordzahl von 19 Millionen Menschen voraussichtlich Nahrungsmittelhilfe ben&ouml;tigen wird. Es gibt sch&auml;tzungsweise 161.000, die dem extremsten Hunger ausgesetzt sind, sagt OCHA. Kinder leiden weiterhin schrecklich, wobei 2,2 Millionen akut unterern&auml;hrt sind, darunter mehr als eine halbe Million in schwerem Ausma&szlig;. Der eingeschr&auml;nkte Zugang zu kritischen Diensten verschlechtert weiterhin die Bedingungen der am st&auml;rksten gef&auml;hrdeten Gruppen, darunter Frauen und Kinder.&rdquo;<br>\n(Vereinte Nationen &ndash; UN humanitarians say $4.3 billion is needed to halt &lsquo;worsening&rsquo; Yemen crisis, Website von UN News, 30.4.2022, &Uuml;bers. Maskenfall)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=14736\">Maskenfall<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Jede sechste bundeseigene Wohnung steht leer<\/strong><br>\nViele Immobilien im Besitz des Bundes sind unbewohnt &ndash; zum Teil jahrelang. Zu den Gr&uuml;nden z&auml;hlen mangelhafte Bausubstanz und massive Sanierungsr&uuml;ckst&auml;nde.<br>\nDie Zahl der bundeseigenen Wohnungen, die leer stehen, hat einen neuen H&ouml;chstwert erreicht: 6455 der insgesamt rund 38.000 Wohneinheiten im Bestand der Bundesanstalt f&uuml;r Immobilienaufgaben (BImA) waren am Stichtag 31. M&auml;rz 2022 nicht genutzt. Das entspricht einer Gesamtfl&auml;che von mehr als einer Million Quadratmetern.<br>\nDie Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Schriftliche Frage der Linkspartei-Bundestagsabgeordneten Caren Lay hervor, die dem NDR-Politikmagazin Panorama 3 vorliegt. Damit steht mittlerweile jede sechste bundeseigene Wohnung leer. Besonders eklatant ist der Leerstand in Nordrhein-Westfalen mit 2204 ungenutzten Wohneinheiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/panorama\/leerstand-wohnungen-105.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&Ouml;fter mal was Altes: Uni-Ranking 2022 der Wirtschaftswoche<\/strong><br>\nWeil gerne und h&auml;ufig geklickt, pr&auml;sentiert Studis Online erneut die allj&auml;hrliche WiWo-K&uuml;r der &bdquo;besten&ldquo; deutschen Hochschulen. So erstarrt die Siegerlisten sind, so locker erfolgt diesmal die Darbietung. &Uuml;ber Sinn und Unsinn der ganzen Rankerei diskutieren die Studienanw&auml;rter Laura und Finn &ndash; beide frei erfunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-2642-wiwo-uniranking-2022.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hat die Linke noch eine Chance?<\/strong><br>\nDie Linke steckt in der schwersten Krise seit ihrer Gr&uuml;ndung. Die Probleme sind vielschichtig und wurzeln tief. Doch f&uuml;r einen Abgesang ist es zu fr&uuml;h. [&hellip;]<br>\nZu fr&uuml;h totsagen sollte man die Linke dennoch nicht. Nicht nur, weil sich das auch bei SPD und FDP zuletzt als verfr&uuml;ht erwiesen hat. Noch dazu verf&uuml;gt die Linke nach wie vor &uuml;ber strukturelle Reserven: Die Partei ist an vier Landesregierungen beteiligt, sitzt nicht nur im Bundestag, sondern auch in neun L&auml;nderparlamenten und stellt zahlreiche Kommunalpolitikerinnen und -politiker. Vor allem aber ist sie gerade in Ampel-Zeiten strategisch gesehen eigentlich in einer vorteilhaften Position: Wer, wenn nicht sie, k&ouml;nnte die Ampel-Regierung von links kritisieren? Gerade erst haben etwa auch die Gr&uuml;nen das 100-Milliarden-Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr gegen den Widerstand der eigenen Parteijugend abgenickt. Die Linke lehnt dieses entschieden ab, kann sich dabei nun sogar der Unterst&uuml;tzung des Deutschen Gewerkschaftsbunds sicher sein.<br>\nPellmann, der erfolgreiche Leipziger Bundestagsabgeordnete, hat schon viele Krisen seiner Partei erlebt: den Umbau von der SED zur PDS in den fr&uuml;hen Neunzigerjahren, das Jahr 2002, als die PDS aus dem Bundestag flog. Er h&auml;lt sich derzeit vor allem an einer Zahl fest: &ldquo;17 Prozent der Deutschen finden es gut, dass es die Linke gibt&rdquo;, sagt er. Wenn nur die H&auml;lfte davon die Linke auch w&auml;hlen w&uuml;rde, k&ouml;nnte sie k&uuml;nftig durchaus noch eine Chance haben. Entscheiden daf&uuml;r sei aber, dass die Partei ihren &ldquo;Gebrauchswert&rdquo; wiederfinde, glaubt er. Aus heutiger Sicht keine kleine Aufgabe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2022-05\/linke-parteikrise-sexismus-vorstand\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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