{"id":83548,"date":"2022-05-05T08:32:36","date_gmt":"2022-05-05T06:32:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548"},"modified":"2022-05-05T08:32:36","modified_gmt":"2022-05-05T06:32:36","slug":"hinweise-des-tages-4103","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h01\">&bdquo;Hass, Verzerrung, Beleidigungen&ldquo; &ndash; Forscher Merkel schildert Reaktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h02\">Winfried Hermann und der Krieg: &ldquo;Ich gehe als Pazifist ins Grab&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h03\">Papst: Bereit, Putin in Moskau zu treffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h04\">Schwierigkeiten des Nation Building &ndash; der Fall Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h05\">The real Zelensky: from celebrity populist to unpopular Pinochet-style neoliberal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h06\">Sanktionspaket Nummer 6<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h07\">Deutsche Umwelthilfe geht gegen LNG-Terminal in Wilhelmshaven vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h08\">Drei Kardinalfehler der europ&auml;ischen Ukraine-Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h09\">Die Vereinigten Staaten haben mit der Pl&uuml;nderung Europas begonnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h10\">Deutscher R&uuml;stungskonzern verhandelt mit Brasilien &uuml;ber Gepard-Munition f&uuml;r Ukraine <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h11\">&bdquo;Wissenschaftsprozess ist langsamer, als die Politik sich das vorstellt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h12\">Charit&eacute;-Forscher fordert Ambulanzen f&uuml;r Impfgesch&auml;digte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h13\">Virologe Streeck regt breite Corona-Antik&ouml;rperstudie an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h14\">EU-Kommission will Gesundheitsdaten europaweit vernetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h15\">Tesla in Gr&uuml;nheide: Alarm in der Idylle<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Hass, Verzerrung, Beleidigungen&ldquo; &ndash; Forscher Merkel schildert Reaktionen<\/strong><br>\nWeil er den offenen Brief gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine unterzeichnete, erlebt der Politikwissenschaftler herbe Kritik. (&hellip;)<br>\nHerr Professor Merkel, Sie argumentieren seit Beginn der Debatte gegen deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine und haben nun den offenen Brief dazu an den Kanzler unterzeichnet. Welche Reaktionen erleben Sie?<br>\nIch darf korrigieren: Ich argumentiere  nicht gegen jedwede Waffenlieferung, sondern gegen die eskalierende Lieferung immer schwerer Waffen. Das ist ein wichtiger Unterschied. Ein Unterschied, der auch von manchen Lesern  des &bdquo;offenen Briefes&ldquo; bewusst oder unbewusst einfach eingeebnet wird. Die erste Reaktionswelle auf Twitter war Hass, Verzerrung, Beleidigungen und vor allem Falschzitate, die dann viral gingen. Es war ein Aufstand der antipluralistischen Moralisten. (&hellip;)<br>\nHaben Sie Anzeichen, dass umgekehrt auch Bef&uuml;rworter der Lieferung schwerer Waffen diffamiert und beschimpft werden?<br>\nDas kann ich nicht sagen. In meiner eher linksliberalen Blase geschieht das wenig. Und wenn, dann eher in zivilisierten Sprachformen. Es sind die selbsternannten Moralisten und &bdquo;Helden&ldquo;, die den Ton angeben.<br>\nWoher kommt Ihrer Meinung nach diese Unvers&ouml;hnlichkeit?<br>\nWir sind eine nerv&ouml;se Republik geworden. Wir &uuml;bermoralisieren die politischen Debatten, mit der impliziten oder expliziten Strategie, die anderen Positionen als unmoralisch und damit als illegitim aus dem &ouml;ffentlichen Diskurs hinauszudr&auml;ngen. Das geschah in der Fl&uuml;chtlings-, COVID-, teilweise auch in der Klimakrise. Es zeigt sich hier die rezidivierende Krankheit der gesellschaftlichen Polarisierung. Sie grenzt aus, rei&szlig;t Br&uuml;cken der Verst&auml;ndigung ein, spaltet die Gesellschaft und begrenzt implizit den Pluralismus unserer Diskurse. Das betrifft fast alle liberalen Demokratien. Polarisierung geht stets mit dem Verlust an Liberalit&auml;t einher. Das ist ein demokratiefeindlicher Trend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/unterzeichner-des-offenen-briefs-an-scholz-hass-verzerrung-beleidigungen-forscher-merkel-schildert-reaktionen\/28299500.html?%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<p>dazu: <strong>Harald Welzer zum Offenen Emma-Brief: &bdquo;Die Gewaltlogik unterbrechen&ldquo;<\/strong><br>\nEr halte die Eskalation des Mitteleinsatzes f&uuml;r die Ukraine f&uuml;r problematisch, sagt Harald Welzer. Gewaltprozesse stoppe man so nicht.<br>\ntaz: Herr Welzer, Sie haben sich mit einem offenen Brief viel Gegenwind eingehandelt. Wie waren die letzten Tage f&uuml;r Sie und Ihre Mitunterzeichner*innen?<br>\nHarald Welzer: Wie zu erwarten. Wir haben ja insbesondere in der Medienlandschaft eine relativ homogene Haltung, die kontr&auml;r zu unserem Brief steht. Insofern hat es mich &uuml;berhaupt nicht gewundert, dass es Kritik oder Emp&ouml;rung oder was auch immer gibt. Ich habe auch nichts dagegen, einen auf die M&uuml;tze zu kriegen. Es geht ja um was.<br>\nWarum haben Sie diesen Brief unterschrieben?<br>\nWeil ich erstens die Eskalation des Mitteleinsatzes f&uuml;r die Ukraine f&uuml;r problematisch halte. Gewaltprozesse stoppt man nicht, wenn man den Mitteleinsatz steigert. Und weil ich zweitens denke, dass die Vereinheitlichung der Perspektive auf die scheinbare Notwendigkeit, immer mehr und schwerere Waffen zu liefern, die Suche nach anderen M&ouml;glichkeiten &uuml;berdeckt. Man muss in so einer brisanten Situation nach Chancen suchen, die eskalierende Gewaltlogik wenigstens zu unterbrechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Harald-Welzer-zum-Offenen-Emma-Brief\/!5847657\/%20\">taz<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Mobilmachungs-Manifest des Tages: Offener Brief<\/strong><br>\nDas ging schnell: Nur ein paar Tage, nachdem ein Kreis von halbwegs prominenten Leuten an den Bundeskanzler appelliert hat, keine schweren Waffen an die Ukraine zu liefern und in diesem Krieg auf einen &raquo;Kompromiss&laquo; zu setzen, &raquo;den beide Seiten akzeptieren k&ouml;nnen&laquo;, holt die Siegfriedens-Fraktion zum Gegenschlag aus &ndash; mit einem offenen Brief an Scholz, den am Mittwoch die Zeit ver&ouml;ffentlichte.<br>\nNeu ist darin nichts. Hier wird in schiefem Deutsch einfach das wiederholt, was seit Wochen in jeder Lokalzeitung variiert wird: Die &raquo;Verteidigungsf&auml;higkeit&laquo; der Ukraine muss maximal gest&auml;rkt, die &raquo;Kriegsf&auml;higkeit Russlands&laquo; maximal geschw&auml;cht werden. Mit Waffenlieferungen und Sanktionen: &raquo;Die deutsche Geschichte gebietet alle Anstrengungen, erneute Vertreibungs- und Vernichtungskriege zu verhindern.&laquo;<br>\nTristes, verlogenes Zeug. Fast schon wieder lustig ist, dass man unter diesem &raquo;Gegenappell&laquo; (dpa) genau die Namen findet, die auf dem Zettel gelandet w&auml;ren, wenn man h&auml;tte raten sollen: das Springer-Universum (Mathias D&ouml;pfner, Deniz Y&uuml;cel), der NATO-Liberalismus (Ralf F&uuml;cks, Marieluise Beck), der Gr&uuml;&szlig;august des Imperialismus (Wolfgang Ischinger), die Clowns (Wigald Boning, Sascha Lobo), die geschichtsideologische Betreuung (Hedwig Richter, Karl Schl&ouml;gel) und die Broterwerbs-Antikommunisten (Herta M&uuml;ller, Marianne Birthler, Gerd Koenen, Ilko-Sascha Kowalczuk, Markus Meckel). Dazu der breite linksliberale Narrensaum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425913.mobilmachungs-manifest-des-tages-offener-brief.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Winfried Hermann und der Krieg: &ldquo;Ich gehe als Pazifist ins Grab&rdquo; <\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen haben einst f&uuml;r sich beansprucht, eine Friedenspartei zu sein. Jetzt marschieren sie vorneweg. Mit dem Ruf nach immer mehr Waffen f&uuml;r die Ukraine. Widerspruch ist unerw&uuml;nscht. Baden-W&uuml;rttembergs Verkehrsminister Winfried Hermann h&auml;lt sich nicht daran. In Kontext sagt er, warum.<br>\nKommando Spezialkr&auml;fte: Anton Hofreiter (52) tr&auml;gt eine Panzerfaust auf der Schulter, Robert Habeck (52) einen Helm, Annalena Baerbock (41) eine schusssichere Weste und eine verwelkte Sonnenblume in der Hand. &ldquo;Die Olivgr&uuml;nen&rdquo; titelt der &ldquo;Spiegel&rdquo; und konstatiert eine &ldquo;Mobilmachung&rdquo; der &Ouml;kopartei. Das Heft liegt auf dem Schreibtisch eines Urgr&uuml;nen, der milde l&auml;chelt. &ldquo;Vor mehr als 20 Jahren haben sie dasselbe geschrieben&rdquo;, erinnert sich Minister Winfried Hermann, als die Gr&uuml;nen dem deutschen Einsatz in Afghanistan zustimmten.<br>\nSoll hei&szlig;en: F&uuml;r mich nichts Neues, das Magazin pflegt eben wieder den Gr&uuml;ndungsmythos der organisierten Friedensengel, die zwar h&ouml;chst selten hochflogen, im Kampfanzug aber eine Supergeschichte hergeben. &ldquo;Die Presseleute haben immer noch Petra Kelly im Kopf&rdquo;, sagt der 69-J&auml;hrige, &ldquo;und vergessen dabei die Jungs vom Sieg im Volkskrieg, also die vielen ehemaligen Maoisten, die nie Pazifisten waren.&rdquo; Gemeint sind Winfried Kretschmann, Reinhard B&uuml;tikofer, J&uuml;rgen Trittin, Ralf F&uuml;cks et al., die ihre K-Gruppen-Vergangenheit mit zu den Gr&uuml;nen genommen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/579\/ich-gehe-als-pazifist-ins-grab-8170.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>&raquo;Das widerspricht eklatant unseren Parteigrunds&auml;tzen&laquo;<\/strong><br>\nGr&uuml;nen-Basis organisiert Widerstand gegen Aufr&uuml;stungspl&auml;ne der Ampelkoalition. Urabstimmung gefordert. Gespr&auml;ch mit Philipp Schmagold<br>\nDie immer noch mit dem Image der Friedenspartei kokettierenden B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen sind angesichts des Ukraine-Krieges vor allem Antreiber von Aufr&uuml;stung, Militarisierung und Waffenexporten. Jetzt ist fl&uuml;gel&uuml;bergreifend eine Initiative f&uuml;r eine Urabstimmung zu dem Thema gestartet worden. Was ist das Ziel?<br>\nEs soll in Gesellschaft und Politik neu dar&uuml;ber nachgedacht werden, ob die Bundeswehr noch mehr Geld als derzeit bekommen soll. Immerhin wurden ihre finanziellen Mittel seit 2014 um 55 Prozent gesteigert. Zuk&uuml;nftig sollen j&auml;hrlich mehr als 50 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr ausgegeben werden. Dabei ist die NATO schon jetzt das st&auml;rkste Verteidigungsb&uuml;ndnis der Welt und Russland weit &uuml;berlegen. Gleichzeitig sind unsere finanziellen Mittel begrenzt, die Aufgaben wie die Bek&auml;mpfung der Coronapandemie, die Sozialpolitik und der Kampf gegen den Klimawandel brauchen Investitionen. Da k&ouml;nnen wir uns 100 Extramilliarden f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie nicht leisten. Das werden andere teuer bezahlen m&uuml;ssen.<br>\nBisher gab es bei den Gr&uuml;nen wenig Widerspruch gegen die Aufr&uuml;stungspl&auml;ne.<br>\nDer Vorschlag von SPD-Kanzler Olaf Scholz und FDP-Finanzminister Christian Lindner, ein &raquo;Sonderverm&ouml;gen Bundeswehr&laquo; von 100 Milliarden Euro grundgesetzlich zu verankern und den Verteidigungshaushalt auf &uuml;ber zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erh&ouml;hen, bedeutet eine Z&auml;sur in der Nachkriegsgeschichte. Bis vor kurzem schien die Unterst&uuml;tzung eines solchen Vorhabens durch B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen undenkbar. Das widerspricht eklatant unseren Parteigrunds&auml;tzen und unserem aktuellen Wahlprogramm. Angesichts des Schocks, den der v&ouml;lkerrechtswidrige und unmenschliche Angriff der russischen Armee unter Pr&auml;sident Putin auf die Ukraine ausgel&ouml;st hat, dauerte es relativ lange, bis die Kritik gegen die weitreichende Aufstockung der &ouml;ffentlichen Mittel f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie h&ouml;rbar artikuliert werden konnte. Aber nun ist es soweit. Und unsere Initiative zur Urabstimmung ist ein Teil davon.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425587.sonderverm%C3%B6gen-f%C3%BCr-bundeswehr-das-widerspricht-eklatant-unseren-parteigrunds%C3%A4tzen.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.K.:<\/strong> Endlich, es gibt Widerstand. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Papst: Bereit, Putin in Moskau zu treffen<\/strong><br>\nEinen Besuch in Kiew h&auml;lt Franziskus f&uuml;r wenig friedensdienlich. Zuvor m&uuml;sse er nach Moskau reisen. Das erkl&auml;rte das Kirchenoberhaupt im Interview mit der italienischen Tageszeitung &bdquo;Corriere della sera&ldquo;, in dem er auf seine Friedensbem&uuml;hungen im Ukraine-Krieg einging. [&hellip;]<br>\nAls Gr&uuml;nde f&uuml;r den Krieg macht Franziskus den &bdquo;Handel&ldquo; mit Waffen aus, einen &bdquo;Skandal&ldquo;, dem nur wenige widersprechen w&uuml;rden. Der Papst sprach auch von einer &bdquo;Wut, die vielleicht durch das &bdquo;Gebell&ldquo; der NATO an den Toren Russlands ausgel&ouml;st wurde&ldquo;, was den Kreml dazu gebracht habe, &bdquo;falsch zu reagieren und den Konflikt zu entfesseln.&ldquo;<br>\nOhne ein Recht auf Selbstverteidigung grunds&auml;tzlich in Frage zu stellen, wiederholte der Papst seine Zweifel zu Waffenlieferungen an die Ukraine. &bdquo;Ich wei&szlig; nicht, wie ich antworten soll, ich bin zu weit entfernt von der Frage, ob es gerechtfertigt ist, die Ukrainer zu beliefern.&ldquo;<br>\nEs sei klar, dass dort Waffen ausprobiert w&uuml;rden. Die Russen w&uuml;ssten nun, dass ihre gepanzerten Fahrzeuge wenig n&uuml;tzten &bdquo;und denken schon an andere Dinge&rdquo;. Kriege w&uuml;rden gef&uuml;hrt, um Waffen zu testen, die man produziert habe. An dieser Stelle verwies der Papst auf eine Initiative der Hafenarbeiter Genuas, die &bdquo;vor zwei oder drei Jahren&ldquo; beschlossen h&auml;tten, Konvois mit Waffenlieferungen f&uuml;r den Jemen zu stoppen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2022-05\/papst-franziskus-interview-putin-corriere-della-sera.html%20\">Vatican News<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.corriere.it\/cronache\/22_maggio_03\/intervista-papa-francesco-putin-694c35f0-ca57-11ec-829f-386f144a5eff.shtml\">Corriere de la Sierra<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schwierigkeiten des Nation Building &ndash; der Fall Ukraine<\/strong><br>\nDie Unsicherheit und Angst im ukrainischen Establishment, was das Zugeh&ouml;rigkeitsgef&uuml;hl der B&uuml;rger betrifft, verr&auml;t folgende Zeitungsmeldung. Das Bem&uuml;hen der deutschen Bildungsverwaltung, die Fl&uuml;chtlingskinder aus der Ukraine m&ouml;glichst rasch schulisch zu integrieren, weckte bei der ukrainischen Generalkonsulin Iryna Tybinka die Bef&uuml;rchtung, damit k&ouml;nne die nationale Identit&auml;t der Kinder gef&auml;hrdet werden. Sie forderte daher getrennten Unterricht nach dem ukrainischen Lehrplan.[5]<br>\nDie kulturelle Zerrissenheit ist verquickt mit einer Klassenherrschaft, die sp&uuml;rbarer ist als im &bdquo;zivilisierten&ldquo; Kapitalismus Westeuropas. Beides zusammen k&ouml;nnte nicht nur verst&auml;ndlich machen, dass Putin den patriotischen Widerstand in der Ukraine untersch&auml;tzt hat, sondern auch den radikalen Nationalismus in bestimmten Kreisen erkl&auml;ren, die fehlenden Ber&uuml;hrungs&auml;ngste gegen&uuml;ber faschistischen Gruppierungen, das obsessive Beharren auf der sprachlichen Homogenit&auml;t und die Kompromisslosigkeit im Konflikt mit den Verwaltungsbezirken, die Autonomie forderten, den sog. Separatisten. Das 2021 novellierte und versch&auml;rfte Sprachengesetz verpflichtet nicht nur alle Staatsangestellten, sondern auch alle Dienstleistungsbetriebe und Gesch&auml;fte zur Kommunikation auf Ukrainisch. Russisch wurde auch aus den &ouml;ffentlichen Medien verbannt. Im April 2022 hat man auch ein Verbot der orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats in Erw&auml;gung gezogen. Sie wurde vorl&auml;ufig aufgeschoben, um im Krieg den Zusammenhalt gegen den Feind nicht zu gef&auml;hrden.[6] Die &bdquo;nachholende Nationenbildung&ldquo;[7] bedingt, so darf man annehmen, einen kulturpolitischen Fanatismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/schwierigkeiten-des-nation-building-der-fall-ukraine\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The real Zelensky: from celebrity populist to unpopular Pinochet-style neoliberal<\/strong><br>\nUkrainian academic Olga Baysha details Volodymyr Zelensky&rsquo;s embrace of widely loathed neoliberal policies, his repression of rivals, and how his actions fueled the current war with Russia.<br>\nA comedic actor who rose to the country&rsquo;s highest office in 2019, Volodymyr Zelensky was virtually unknown to the average American, except perhaps as a bit player in the Trump impeachment theater. But when Russia attacked Ukraine on February 24, 2022, Zelensky was suddenly transformed to an A-list celebrity in US media. American news consumers were bombarded with images of a man who appeared overcome by the tragic events, possibly in over his head, but ultimately sympathetic.  It didn&rsquo;t take long for that image to evolve into the khaki-clad, tireless hero governing over a scrappy little democracy and single-handedly staving off the barbarians of autocracy from the east.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thegrayzone.com\/2022\/04\/28\/zelensky-celebrity-populist-pinochet-neoliberal\/\">The Grayzone<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.:<\/strong> Eine Ukrainerin aus Kharkow zeichnet das etwas andere Bild von Selenskyj und dem Reich der Freiheit, das wir seit neuestem verteidigen. Spoiler: Es ist nicht das Reich der ukrainischen Bev&ouml;lkerung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sanktionspaket Nummer 6<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Erd&ouml;lembargo gegen Russland<\/strong><br>\nDie EU-Kommission schl&auml;gt ein &Ouml;lembargo gegen Russland vor und treibt damit den Erd&ouml;lpreis weiter in die H&ouml;he. Die Pl&auml;ne der Kommission, die deren Pr&auml;sidentin Ursula von der Leyen gestern vorstellte, sehen ein zeitlich abgestuftes, zum Jahresende aber endg&uuml;ltig in Kraft tretendes Verbot von Erd&ouml;leinfuhren aus Russland vor. Experten sind sich einig, dass der Schritt den Rohstoff nicht nur innerhalb der EU, sondern weltweit verteuern wird &ndash; zu Lasten vor allem &auml;rmerer L&auml;nder, deren Energiekosten sich ganz massiv erh&ouml;hen werden, dies in einer Zeit, in der manche Staaten kriegs- und sanktionsbedingt schon von einer Nahrungsmittelkrise bedroht sind. Dennoch gelingt es dem westlichen M&auml;chten nicht, Russlands Erd&ouml;lexporte zu minimieren: Diese nahmen im April vielmehr um zwei Prozent zu. Moskaus Einnahmen aus dem Export fossiler Brennstoffe sind in den ersten beiden Monaten seit Kriegsbeginn sogar auf fast das Doppelte gestiegen. Um auch nichtwestliche Staaten in ein &Ouml;lembargo gegen Russland zu zwingen, sind jetzt extraterritoriale US-Sanktionen im Gespr&auml;ch. [&hellip;]<br>\nUngarn und die Slowakei fordern, zumindest f&uuml;r eine l&auml;ngere Zeit russisches &Ouml;l weiter einf&uuml;hren zu d&uuml;rfen, weil ihnen &ndash; als Binnenl&auml;ndern &ndash;Importh&auml;fen fehlen und weil f&uuml;r sie zum anderen eine Umstellung auf andere Roh&ouml;lsorten au&szlig;ergew&ouml;hnlich teuer kommt. Gestern teilte Bulgarien mit, es strebe gleichfalls eine Ausnahmegenehmigung an. Tschechien wiederum w&uuml;nscht eine gerechtere Verteilung der Umstellungskosten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8911\">German Foreign Policy <\/a><\/li>\n<li><strong>Was bringt ein Embargo gegen russisches &Ouml;l und Gas?<\/strong><br>\nIn Deutschland wie auch im &uuml;brigen Europa bleibt der Druck hoch, die Einfuhr von russischem &Ouml;l und Gas zu verbieten. Doch ein Importstopp droht die hiesige Wirtschaft schwer zu sch&auml;digen, ohne dass damit ein Frieden in der Ukraine n&auml;herr&uuml;ckt.<br>\nF&uuml;r viele Kommentatoren ist die Sache klar: Mit unseren Importen von russischem &Ouml;l und Gas finanzieren wir den Krieg Russlands. Also m&uuml;ssen wir Putin mit einem Energieembargo den Geldhahn zudrehen. Die &ouml;konomischen Folgen eines solchen Energieboykotts f&uuml;r Deutschland und Europa werden dabei oft als beherrschbar oder aber als notwendiger Preis gesehen, den wir zu zahlen bereit sein m&uuml;ssten, wenn wir Putin stoppen wollten.<br>\nAber stimmt das &uuml;berhaupt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/15-2022\/was-bringt-ein-embargo-gegen-russisches-ol-und-gas\/%20\">G&uuml;nther Grunert auf Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Wir wollen, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt&ldquo;<\/strong><br>\nDie EU-Kommissionspr&auml;sidentin schl&auml;gt ein &Ouml;lembargo vor, au&szlig;erdem sollen russische Staatssender verboten werden. Individuelle Sanktionen soll es auch gegen Patriarch Kirill geben. Nun beraten die Mitgliedstaaten &uuml;ber das Paket. (&hellip;)<br>\nVon der Leyen k&uuml;ndigte an, dass neben der Sberbank, die f&uuml;r 38 Prozent des russischen Bankenmarktes steht, zwei weitere Banken vom Zahlungsdienstleister SWIFT ausgeschlossen werden sollen. Man schr&auml;nke so Putins F&auml;higkeit zu weiteren Zerst&ouml;rungen ein, sagte sie zur Begr&uuml;ndung. &bdquo;Hierdurch wird die vollst&auml;ndige Isolierung des russischen Finanzsektors vom globalen System zementiert.&ldquo; Von den gr&ouml;&szlig;eren Banken bleibt nur die Gasprombank von Sanktionen verschont, &uuml;ber die Energielieferungen abgewickelt werden.<br>\nNachdem die EU Anfang M&auml;rz bereits die Propagandakan&auml;le RT und Sputnik verboten hatte, folgen nun drei gro&szlig;e russische Staatssender, wie die Kommissionspr&auml;sidentin ank&uuml;ndigte. &bdquo;Die Zeiten, in denen sie ihre Inhalte EU-weit &uuml;ber Kabel, Satellit, das Internet oder &uuml;ber Smartphone-Apps verbreiten durften, sind endg&uuml;ltig vorbei.&ldquo; Au&szlig;erdem d&uuml;rfen europ&auml;ische Wirtschaftspr&uuml;fungs- und beratungsunternehmen nicht mehr f&uuml;r russische Kunden t&auml;tig werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/eu-sanktionen-gegen-russland-von-der-leyen-schlaegt-oelembargo-vor-18004116.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Es ist ja nur der Osten<\/strong><br>\n&raquo;Die aktuelle Debatte &uuml;ber einen Einfuhrstopp f&uuml;r Erd&ouml;l ist unehrlich und fahrl&auml;ssig&laquo;, sagte Christian G&ouml;rke, fr&uuml;herer Finanzminister von Brandenburg und heute Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke, am Dienstag im Gespr&auml;ch mit jW. An der PCK-Raffinerie in Schwedt hingen 95 Prozent der Versorgung mit Kraftstoffen im Raum Berlin-Brandenburg. Es brauche da &raquo;keine Schnellsch&uuml;sse, die sich vielleicht medial gut verkaufen lassen&laquo;. Damit w&uuml;rden &laquo;die Menschen in Brandenburg im Stich (ge)lassen&laquo;.<br>\nTats&auml;chlich sind die Folgen eines Embargos kaum abzusch&auml;tzen. Wen die PCK-Raffinerie beliefert, ist auch Robert Habeck (Gr&uuml;ne) unklar. &raquo;Ehrlich gesagt, ganz genau wissen wir gar nicht, wohin die Lieferbeziehungen gehen&laquo;, sagte der Bundeswirtschaftsminister am Montag abend im ZDF-&raquo;Heute-Journal&laquo; &ndash; die Chefs des russischen Energiekonzerns Rosneft, PCK-Mehrheitseigent&uuml;mer, lie&szlig;en &raquo;uns nicht in ihre B&uuml;cher reinschauen&laquo;. Mit Lieferausf&auml;llen und Preisexplosionen sei jedoch zu rechnen: &raquo;Es soll niemand sagen, er h&auml;tte es nicht vorher gewusst, wenn nachher die Preise nach oben gehen. Das wird sehr sicher so kommen.&laquo;<br>\nDass sich die Raffinerie problemlos mit &Ouml;l aus anderen Quellen beliefern lie&szlig;e, ist f&uuml;r G&ouml;rke nur Wunschdenken. &raquo;Die Raffinerie ist speziell auf schwefelhaltiges Erd&ouml;l aus Russland ausgelegt&laquo;, sagte er; die aufw&auml;ndige Umstellung sei nur mit &raquo;massivsten Investitionen&laquo; m&ouml;glich. Und dazu k&ouml;nne man den Eigent&uuml;mer nicht zwingen. Auch darum soll &uuml;ber eine Gesetzes&auml;nderung eine Enteignung m&ouml;glich werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425823.eu-sanktionen-es-ist-ja-nur-der-osten.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Russland ist finanziell auf langen Krieg vorbereitet<\/strong><br>\nRussland ist dem Kieler Institut f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW) zufolge auch im Falle der Verh&auml;ngung eines EU-&Ouml;lembargos finanziell auf einen l&auml;ngeren Krieg vorbereitet. &bdquo;Hoffnungen auf ein zeitnahes Einlenken Russlands im Ukrainekrieg angesichts der einschneidenden westlichen Sanktionen d&uuml;rften entt&auml;uscht werden&ldquo;, sagte IfW-Handelsexperte Rolf Langhammer am Mittwoch. &bdquo;Sowohl die Situation des Staatshaushalts als auch strukturelle Besonderheiten der russischen Wirtschaft schaffen gute Ausgangsbedingungen f&uuml;r ein l&auml;ngeres Durchhalten einer auf Autarkie setzenden Kriegswirtschaft.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/kieler-oekonom-russland-finanziell-auf-langen-krieg-vorbereitet-18003998.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutsche Umwelthilfe geht gegen LNG-Terminal in Wilhelmshaven vor<\/strong><br>\n2022 und 2023 sollen mehrere schwimmende Terminals f&uuml;r Fl&uuml;ssigerdgas (LNG) an der deutschen K&uuml;ste in Betrieb genommen werden. Sie sollen einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, sich aus der deutschen Abh&auml;ngigkeit von russischem Gas zu l&ouml;sen. Doch gegen eine der geplanten Anlagen in Wilhelmshaven hat die Deutsche Umwelthilfe nun einen sofortigen Baustopp gefordert.<br>\nMit dem Bau drohe die unumkehrbare Zerst&ouml;rung eines Unterwasser-Biotops, au&szlig;erdem w&uuml;rden Schweinswale gef&auml;hrdet, teilte die Umweltschutzorganisation mit. Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ssen etwa Stahlrohrpf&auml;hle in den Meeresgrund gerammt werden. &raquo;Dies verursacht hohe Schallemissionen&laquo;, so die Organisation. (&hellip;)<br>\nDie ersten Arbeiten f&uuml;r das schwimmende Terminal sollen noch in dieser Woche beginnen, wie Niedersachsens Energieministerium angek&uuml;ndigt hatte. Am Donnerstag wird Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) in Hooksiel bei Wilhelmshaven erwartet, um eine Absichtserkl&auml;rung zu unterzeichnen, den Standort &raquo;zu einer Drehscheibe f&uuml;r saubere Energie f&uuml;r Deutschland&laquo; auszubauen. Sp&auml;testens Anfang 2023 soll der LNG-Import beginnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/lng-alternative-zu-russland-umwelthilfe-geht-wegen-biotop-gegen-terminal-in-wilhelmshaven-vor-a-9378f766-f110-4d87-b69d-05dcb94ea2b0\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vor noch nicht sehr langer Zeit war Umweltschutz DAS Thema der Gr&uuml;nen. Nun soll die Bev&ouml;lkerung in Deutschland frieren, mehr Geld f&uuml;r nicht-russische Energie bezahlen und die Zerst&ouml;rung der Umwelt hinnehmen &ndash; alles, weil die russische Regierung nicht so entscheidet wie der Westen (vor allem die USA) es gerne h&auml;tten.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Habeck warnt Umwelthilfe vor Klage gegen LNG-Terminals<\/strong><br>\nUnabh&auml;ngigkeit von russischem Gas oder Schutz von Schweinswalen? F&uuml;r die Deutsche Umwelthilfe ist das klar, sie fordert den Baustopp f&uuml;r LNG-Terminals &ndash; und nun muss sich ausgerechnet ein gr&uuml;ner Minister dagegen wehren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/robert-habeck-warnt-deutsche-umwelthilfe-vor-klage-gegen-lng-terminals-a-515654dc-fa4a-4bcd-a027-195c3fd6d8aa\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin E.M.:<\/strong> Es wird immer abstruser.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Drei Kardinalfehler der europ&auml;ischen Ukraine-Politik<\/strong><br>\nUkraine, Krieg, Sanktionen: In Deutschland und in der EU gibt es kein anderes Thema mehr. Doch eine L&ouml;sung ist nicht in Sicht &ndash; jetzt r&auml;chen sich drei Kardinalfehler der europ&auml;ischen Ukraine-Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/drei-kardinalfehler-der-europaeischen-ukraine-politik\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Vereinigten Staaten haben mit der Pl&uuml;nderung Europas begonnen<\/strong><br>\nDie Vereinigten Staaten sind auf Kurs, die Ukraine mit m&ouml;glichst vielen Waffen und milit&auml;rischer Ausr&uuml;stung zu versorgen. Ihr Ziel ist eindeutig: Russland einen Zerm&uuml;rbungskrieg aufzuzwingen und es maximal zu schw&auml;chen. Die Ukraine und ihre B&uuml;rger agieren in diesem Zusammenhang als Verbrauchsg&uuml;ter. Im Rahmen des Pentagon-Konzepts eines Multidom&auml;nenkrieges wird ein Informations-, Bewegungs- (Kampf-) und Ressourcenkrieg gegen Russland gef&uuml;hrt. Das ist kein Geheimnis. Jedoch ahnt bisher noch niemand etwas &uuml;ber den geheimen Krieg der USA gegen die Europ&auml;ische Union. [&hellip;]<br>\nSchon jetzt steht die europ&auml;ische Wirtschaft kurz vor dem Zusammenbruch. Ein kompletter Verzicht auf russische Energietr&auml;ger wird f&uuml;r die Europ&auml;ische Union eine echte Katastrophe. Vor dem Hintergrund der wachsenden Wirtschaftskrise haben sich die gr&ouml;&szlig;ten amerikanischen Investmentfonds wie BlackRock und Vanguard in allen bedeutenden europ&auml;ischen Industrie- und Finanzstrukturen eingekauft. Und wenn sich die &Ouml;ffentlichkeit Frankreichs &uuml;ber diese ungl&uuml;ckliche Tatsache emp&ouml;ren darf, so ist es in Deutschland umgekehrt, als ob der Mund voller Wasser w&auml;re.<br>\nDie Vereinigten Staaten er&ouml;ffneten auch die zweite Front des zivilisatorischen Krieges gegen die Alte Welt &ndash; die Migrationsfront. Proamerikanische Handlanger an der Spitze der EU-Staaten ignorieren eine weitere unkontrollierte Einwanderungswelle. Die europ&auml;ischen Eliten haben weitgehend ihren Willen und die europ&auml;ischen Staaten haben ihre Handlungsf&auml;higkeit in Bezug auf ihre unmittelbaren Interessen verloren. Als Europa 2017 von einem riesigen Fl&uuml;chtlingsstrom aus Syrien &uuml;berrollt wurde, weigerte sich die Europ&auml;ische Union unter dem Druck der &ouml;ffentlichen Meinung lange Zeit, Hunderttausende Migranten aus dem Nahen Osten aufzunehmen. Das amerikanische Beratungsunternehmen McKinsey, das eng mit der CIA verbunden ist, hat sich jedoch durch die europ&auml;ischen B&uuml;rokraten gedr&auml;ngt und die Logistik f&uuml;r die Aufnahme und Unterbringung einer ganzen Million neuer Migranten in Europa entwickelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rtde.website\/meinung\/137602-vereinigten-staaten-haben-mit-plunderung\/\">Wladimir Prochwatilow in RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sowohl die Ampel-Koalition als auch eine noch gr&ouml;&szlig;ere Mehrheit im Deutschen Bundestag ist offensichtlich bereit, den Interessen in den USA zu dienen. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83507\">Lasst uns einen neuen Eisernen Vorhang bauen und die Russen daf&uuml;r bezahlen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83515\">Leitender Angestellter: Klimaschutzminister Habeck dreht den Hahn f&uuml;r US-Frackinggas auf<\/a>. Erinnert sei z.B. auch an diesen Beitrag vom September 2021: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76500\">Die zersplitterte EU braucht einen &auml;usseren Feind: Russland<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Diese Analyse ist wohl korrekt. Der Ukraine-Krieg dient auch dazu, die EU als l&auml;stige &ouml;konomische Konkurrenz auszuschalten und die politische Elite in Europa, insbesondere die deutsche, rennt begeistert in ihren eigenen Untergang.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutscher R&uuml;stungskonzern verhandelt mit Brasilien &uuml;ber Gepard-Munition f&uuml;r Ukraine<\/strong><br>\nDie geplante Lieferung des Gepard-Panzers aus Deutschland an die Ukraine soll mit Munition aus Brasilien erg&auml;nzt werden. Die brasilianischen Streitkr&auml;fte k&ouml;nnten 300.000 Schuss des Flugabwehrkanonenpanzers aus ihren Best&auml;nden verkaufen. Es liege ein entsprechendes Gesuch der Bundesregierung an Brasilien vor, berichtete das Nachrichtenportal Bloomberg Business Insider vergangene Woche.<br>\nLaut Verteidigungsministerium (BMVg) ist die Bundesregierung jedoch nicht an der Munitionsbeschaffung in S&uuml;damerika beteiligt. Die Vereinbarungen w&uuml;rden zwischen der Ukraine und der Industrie getroffen. &ldquo;Bei der Abgabe von Panzern des Typs Gepard geht es um ein Angebot der R&uuml;stungsindustrie an die Ukraine&rdquo;, erkl&auml;rte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der amerika21-Redaktion. Hersteller des Gepard ist der R&uuml;stungskonzern Kraus-Maffei Wegmann (KMW).<br>\nZu ihrer Rolle bei dem Gesch&auml;ft gab die deutsche Regierung indes widerspr&uuml;chliche Angaben. Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung hatte gegen&uuml;ber amerika21 zun&auml;chst erkl&auml;rt, dass sich zu der Frage, ob Gespr&auml;che zwischen Deutschland und Brasilien &uuml;ber Munition f&uuml;r die Gepard-Panzer stattfinden, das BMVg &auml;u&szlig;ere.<br>\nNach Angaben des Verteidigungsministeriums stellt der R&uuml;ckkauf von Munition aus brasilianischen Best&auml;nden durch die Industrie und der Weiterverkauf an die Ukraine einen rein privatwirtschaftlichen Deal dar. Allein die Industrie sei f&uuml;r das &ldquo;Paket [&hellip;] inklusive der Einholung aller Genehmigungen&rdquo; zust&auml;ndig, erkl&auml;rte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums vergangenen Freitag. Gleichzeitig best&auml;tigte er, dass man &ldquo;selbstverst&auml;ndlich&rdquo; mit den Partnern in Absprache stehe. &ldquo;Wenn die Industrie Unterst&uuml;tzung braucht, w&uuml;rden wir schauen, was machbar ist.&rdquo;<br>\nDie deutsche Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte vergangene Woche der Ukraine die Lieferung des Gepards aus Industriebest&auml;nden in Aussicht gestellt. Der Bundestag stimmte f&uuml;r die Lieferung, doch fehlt die Munition, um die Panzer kriegstauglich zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2022\/05\/257889\/gepard-munition-brasilien-ukraine-krieg\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Wissenschaftsprozess ist langsamer, als die Politik sich das vorstellt&ldquo;<\/strong><br>\nDer Virologe Christian Drosten hat den Corona-Sachverst&auml;ndigenausschuss verlassen, der mit der Auswertung des Infektionsschutzgesetzes beauftragt ist. &bdquo;Ausstattung und Zusammensetzung des Rats reichen nicht aus, um eine wissenschaftlich hochwertige Evaluierung zu gew&auml;hrleisten&ldquo;, lie&szlig; die Charit&eacute; vergangene Woche per Pressemitteilung wissen. Au&szlig;erdem seien Interna aus den Beratungen immer wieder durchgestochen worden. (&hellip;)<br>\nZuvor sei er immer st&auml;rker zu der Erkenntnis gekommen, &bdquo;dass es in dieser Konstellation mit diesem Gremium, wie es zusammengesetzt ist und wie es ausgestattet ist, nicht m&ouml;glich sein wird, zu einer wissenschaftlichen Evaluation zu kommen, die die Qualit&auml;t hat, die f&uuml;r mich eigentlich die Mindestvoraussetzung daf&uuml;r ist, dass ich sage, da bin ich dabei.&ldquo; Bis zum Sommer soll der Ausschuss Ergebnisse vorlegen. Drosten kritisiert, dass dies eine Herkules-Aufgabe sei. Es werde damit von diesem Gremium etwas verlangt, das sowieso die Gesamtheit der Wissenschaft leisten werde. (&hellip;)<br>\nMit Blick auf aktuelle Daten betont Drosten, dass es in Deutschland die richtige Entscheidung gewesen sei, m&ouml;glichst die gesamte Bev&ouml;lkerung zu impfen. &bdquo;Die Belastbarkeit, die Tragf&auml;higkeit, aber auch die Breite des Immunschutzes ist besser, wenn man geimpft ist und sich dann die Infektion holt, als wenn man sich nur nat&uuml;rlich infiziert. Da gibt es kein Vertun anhand der Daten und wer da anders argumentiert, kennt die Daten nicht.&ldquo; Infolge des Impfangebots in Deutschland hat die Politik die Corona-Schutzma&szlig;nahmen weitgehend ausgesetzt. Das sch&auml;tzt der Virologe zwiegespalten ein. Positiv sehe er, dass Geimpfte nun auch Kontakt zum Virus haben, denn sonst werde die Bev&ouml;lkerung nicht auf Dauer eine &bdquo;nat&uuml;rliche Immunit&auml;t&ldquo; aufbauen. Allerdings zeigt er sich auch skeptisch, wenn Politiker gar keinen Grund mehr f&uuml;r Ma&szlig;nahmen gegen das Coronavirus f&uuml;r notwendig erachteten. Das bewertet Drosten aufgrund der vulnerablen Gruppen der Gesellschaft als schwierig. Diese m&uuml;ssten auch weiterhin gesch&uuml;tzt werden &ndash; durch M&ouml;glichkeiten der Medizin und des Gesundheitssystems.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/christian-drosten-corona-100.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82340#h07\">Ein weiteres Mal<\/a> ein eher unkritisches Interview mit dem Regierungsberater und Virologen Drosten. Absicht und Wunsch des amtierenden Bundesgesundheitsministers ist es, dass Mathematiker und Virologen an der Evaluierung ma&szlig;geblich mitwirken sollen. Also derselbe Personenkreis, der zuvor die politischen Corona-Ma&szlig;nahmen gefordert hat, soll nun &ndash; nach dem Willen von Herrn Lauterbach &ndash; u.a. beurteilen, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/gesundheit-oekologie\/karl-lauterbach-will-evaluierung-der-corona-massnahmen-um-ein-jahr-verschieben-li.225265\">&ldquo;ob es im R&uuml;ckblick falsche Beschl&uuml;sse gab und eben ob die Corona-Ma&szlig;nahmen gerechtfertigt waren und wenn ja, welche&rdquo;<\/a>. Seiner Ansicht nach h&auml;tte insbesondere Herr Drosten, der als Zero-Covid-Vertreter f&uuml;r etliche der Ma&szlig;nahmen pl&auml;diert hatte, quasi deren Umsetzung bewerten sollen. Eine neutrale und unabh&auml;ngige Beurteilung sieht anders aus. Besonders heikel: <a href=\"https:\/\/www.biorxiv.org\/content\/10.1101\/2020.04.15.997254v1.article-info\">Herr Drosten hatte an einer Mitte April 2020 als Preprint<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-021-24007-w\">Mitte Juni 2021 in begutachteter Form<\/a> ver&ouml;ffentlichten Studie mitgewirkt, in der Medikamente benannt worden sind, die Infektionen mit Coronaviren sehr stark bzw. nahezu vollst&auml;ndig verhindern k&ouml;nnen. Bei seinen zahlreichen Medienauftritten ist diese Botschaft kaum (im Interview &uuml;berhaupt nicht!!!) vermittelt worden &ndash; im Gegensatz zu vielen anderen Forderungen (im Interview wird das &ldquo;Impfen&rdquo; der gesamten Bev&ouml;lkerung gelobt). Erinnert sei in diesem Zusammenhang z.B. an diese Beitr&auml;ge von Jens Berger:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73005\">Das Corona-Prognosedesaster &ndash; Manipulation mit Vorsatz? <\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69219\">&bdquo;Aus rein wissenschaftlicher Sicht&ldquo; &ndash; Christian Drosten im Tagesthemen-Interview.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83391\">Corona: Die Angst der Verantwortlichen vor der Aufarbeitung<\/a>. Daraus das abschlie&szlig;ende Zitat:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Komisch: wir haben zu wenig Daten um die Ma&szlig;nahmen zu bewerten, hatten aber anfangs scheinbar genug, um sie anzuordnen..,.. Was f&uuml;r eine Farce!&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>dazu: <strong>Neue Modellierung ver&ouml;ffentlicht: &ldquo;Wirkungen m&ouml;glicher Impfkampagnen im Herbst 2022&rdquo;<\/strong><br>\nTheoretische Modellierungen m&ouml;glicher &ldquo;Corona-Szenarien&rdquo; geh&ouml;rten in den zur&uuml;ckliegenden zwei Jahren zu den wesentlichen Argumentationspfeilern der verantwortlich handelnden Politiker. Nachweislich entsprachen viele Modelle r&uuml;ckblickend nicht der Realit&auml;t. Auch f&uuml;r den kommenden Herbst wird schon wieder flei&szlig;ig &ldquo;modelliert&rdquo;. (&hellip;)<br>\nEs gilt als nachvollziehbar und erwiesen, dass sich Politiker zu Beginn der Krise Hilfe und Unterst&uuml;tzung im Bereich der theoretischen Wissenschaft in Form sogenannter Modellierungen f&uuml;r ein Szenario X suchten, parallel zur eher verwaltenden Arbeit der einschl&auml;gigen Ministerialbeamten und -angestellten.<br>\nSolche Kooperation wird sicherlich auch f&uuml;r den Herbst und Winter 2022 wieder zu erwarten sein. Es gilt jedoch erneut die Frage zu stellen, welche Absichten und Erwartungen hegen die regierenden Politiker hinsichtlich der k&uuml;nftigen Modellierungen? Was bestimmt die Motivation der Sachverst&auml;ndigen f&uuml;r derartige Modellierungen? F&uuml;r die anvisierte Zielgruppe, den Durchschnittsb&uuml;rger dieses Landes, sind die ver&ouml;ffentlichten Ergebnisse &ndash; trotz all seiner in zwei Jahren privat gesammelten &ldquo;Expertise&rdquo; &ndash; schwer zu beurteilen, da nur Tendenzen kolportiert werden, in Bezug auf Argumente oder beabsichtigte N&uuml;tzlichkeit.<br>\nAm 26. April 2022 ver&ouml;ffentlichte die Technische Universit&auml;t Berlin &ndash; unvermutet in einem Blog mit der &Uuml;berschrift &ldquo;Verkehrsplanung&rdquo; &ndash; Folgendes &uuml;ber eine neue Modellierung: &ldquo;Wirkungen m&ouml;glicher Impfkampagnen im Herbst 2022 &ndash; Neuer MODUS-COVID Bericht.&rdquo; In der Einleitung hei&szlig;t es zu Beginn: &ldquo;In dem von Prof. Nagel gef&uuml;hrten Projekt &ldquo;MODUS-COVID&rdquo; haben wir dem BMBF wieder einen Bericht abgeliefert.&rdquo; BMBF ist das Kabinettsk&uuml;rzel f&uuml;r das &ldquo;Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung&rdquo;. Die Formulierung &ldquo;wieder einen Bericht&rdquo; belegt, dass dieses Projekt &ldquo;MODUS-COVID&rdquo; offenbar schon in den zur&uuml;ckliegenden Jahren solche Modellierungen abgeliefert hatte. (&hellip;)<br>\nDas Gef&auml;hrliche einer Modellierung aus dem Hause der Technischen Universit&auml;t Berlin, ist, dass das Team um Prof. Nagel weiter willk&uuml;rlich modelliert, trotz vorliegender einschl&auml;giger Erkenntnisse von Medizinern und Statistikern der bearbeiteten Felder. Wie die verantwortlich (?) handelnden Politiker mit dieser j&uuml;ngsten Ver&ouml;ffentlichung, also auch einer Empfehlung des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung umgehen, werden uns die kommenden Wochen und Monate zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rtde.website\/inland\/137597-veroffentlichung-modellierung-wirkungen-moglicher-impfkampagnen\/\">Bernhard Loyen in RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Charit&eacute;-Forscher fordert Ambulanzen f&uuml;r Impfgesch&auml;digte<\/strong><br>\nAn der Charite in Berlin wird eine Studie zu Nebenwirkungen nach Corona-Impfungen durchgef&uuml;hrt. Professor Harald Matthes leitet die Studie und fordert mehr Anlaufstellen f&uuml;r Betroffene.<br>\nDie Zahl schwerer Komplikationen nach Impfungen gegen Sars-CoV-2 ist 40 Mal h&ouml;her, als durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bislang erfasst wurde. Das ist eines der Ergebnisse einer langfristigen Beobachtungsstudie der Berliner Charit&eacute;. Studienleiter Professor Harald Matthes fordert jetzt mehr Anlaufstellen f&uuml;r Betroffene.<br>\nSeit einem Jahr l&auml;uft die Studie &ldquo;Sicherheitsprofil von Covid-19-Impfstoffen&rdquo; (kurz &ldquo;ImpfSurv&rdquo;), die Wirkungen und Nebenwirkungen der verschiedenen Vakzine im Fokus hat. Deutschlandweit werden daf&uuml;r rund 40.000 geimpfte Personen in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden befragt. Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig und erfolgt unabh&auml;ngig davon, wie die Impfstoffe bei den Probanden jeweils wirken.<br>\nEin Ergebnis: acht von 1.000 Geimpften k&auml;mpfen mit schweren Nebenwirkungen. &ldquo;Die Zahl ist nicht &uuml;berraschend&rdquo;, erl&auml;utert Prof. Dr. Harald Matthes, Leiter der Studie: &ldquo;Sie entspricht dem, was man aus anderen L&auml;ndern, wie Schweden, Israel oder Kanada kennt. &Uuml;brigens hatten selbst die Hersteller der Impfstoffe in ihren Studien bereits &auml;hnliche Werte ermittelt.&rdquo; Bei herk&ouml;mmlichen Impfstoffen, wie etwa gegen Polio oder Masern, sei die Zahl schwerer Nebenwirkungen deutlich geringer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/panorama\/corona-impfung-nebenwirkungen-impfschaeden-100.html\">mdr<\/a>\n<p>dazu: <strong>Komplikationen nach Corona-Impfung 40-mal h&ouml;her als erfasst?<\/strong><br>\nDer Leiter einer laufenden Studie am Berliner Universit&auml;tsklinikum Charit&eacute; zu Nebenwirkungen von Coronaimpfungen hat eine massive Untererfassung beklagt und mehr Anlaufstellen f&uuml;r Betroffene gefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Komplikationen-nach-Corona-Impfung-40-mal-hoeher-als-erfasst-7075316.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Virologe Streeck regt breite Corona-Antik&ouml;rperstudie an<\/strong><br>\nMit der Pandemie-Strategie der Politik ist Virologe Professor Hendrik Streeck unzufrieden. F&uuml;r manche Entscheidungen fehlten Daten. Deutschland m&uuml;sse aber auch lernen, mit Unwissen zu leben, betont er beim Gesundheitskongress des Westens.<br>\nNach zwei Jahren Corona-Pandemie muss Deutschland endlich lernen, proaktiv mit der Situation umzugehen und zu agieren statt nur zu reagieren. &bdquo;Wir m&uuml;ssen &uuml;ber Plan B, Plan C und Plan D reden, auch wenn Plan A gute Chancen hat zu funktionieren&ldquo;, forderte der Virologe Professor Hendrik Streeck beim Gesundheitskongress des Westens in K&ouml;ln.<br>\nHandlungsbedarf sieht Streeck beim Thema Corona-Tests. &bdquo;Das anlasslose Testen mit Antigentests macht au&szlig;erhalb von kritischen Einrichtungen keinen Sinn&ldquo;, sagte er. Das Fortf&uuml;hren der Testungen sei teuer, &ouml;kologisch bedenklich und wenig zielf&uuml;hrend. Sinnvoller und effektiver w&auml;re es seiner Meinung nach, dass sich die Menschen wieder nach dem Leitsatz verhalten: Wer krank ist, soll zuhause bleiben. &Auml;rztinnen und &Auml;rzte sollten Patienten nur dann testen, wenn sie Symptome haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Nachrichten\/Virologe-Streeck-regt-breite-Corona-Antikoerperstudie-an-428819.html\">&Auml;rzteZeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>EU-Kommission will Gesundheitsdaten europaweit vernetzen<\/strong><br>\nPatienten k&ouml;nnten ihre Krankengeschichte, Testergebnisse oder Verschreibungen dann mit Krankenh&auml;usern und &Auml;rzten in der gesamten EU teilen, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides in Stra&szlig;burg. EU-Kommissionsvize Margaritis Schinas sagte: &bdquo;Das ist revolution&auml;r.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDas zweite Ziel des Vorschlags ist, dass Forscher, Industrie und &ouml;ffentliche Institutionen das Potenzial der Daten nutzen k&ouml;nnen. So k&ouml;nnten etwa Medikamente und medizinische Ger&auml;te entwickelt werden oder die Regierung k&ouml;nne w&auml;hrend einer Pandemie besser Entscheidungen treffen.<br>\nDatenschutz- und Sicherheitsstandards sollten stets beachtet werden, sagte Kyriakides. B&uuml;rger sollten die Kontrolle &uuml;ber ihre Daten haben und selbst entscheiden, welche Informationen sie teilen. Forscher br&auml;uchten zudem die Erlaubnis der nationalen Beh&ouml;rden, um mit den Daten zu arbeiten.<br>\nDer Raum f&uuml;r Gesundheitsdaten soll Kyriakides zufolge bis 2025 im Einsatz sein. Zuvor m&uuml;ssen sich jedoch noch das Europaparlament und die EU-Staaten damit befassen. Eine H&uuml;rde d&uuml;rfte auch sein, dass die Digitalisierung der Gesundheitssysteme in den EU-Staaten sehr verschieden fortgeschritten ist.<br>\n&bdquo;F&uuml;r Deutschland hei&szlig;t das: Wir m&uuml;ssen jetzt Tempo machen bei der Digitalisierung unseres Gesundheitswesens&ldquo;, sagte der Pr&auml;sident des Digitalverbands Bitkom Achim Berg. Grunds&auml;tzlich begr&uuml;&szlig;te er den Vorschlag der EU-Kommission.<br>\nDer europ&auml;ische Gesundheitsdatenraum k&ouml;nne die Versorgung der Menschen in Europa massiv verbessern. Er bilde die Grundlage &bdquo;zu einer verbesserten und schnelleren Entwicklung von Therapien, Medikamenten und Untersuchungsmethoden, was Millionen Menschen unmittelbar helfen wird&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/133872\/EU-Kommission-will-Gesundheitsdaten-europaweit-vernetzen\">aerzteblatt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die rosigen Worte der EU-Kommission &uuml;ber digitale Gesundheitsdaten h&auml;tten von einer Werbe-Agentur wohl kaum besser formuliert werden k&ouml;nnen. Der &ldquo;gl&auml;serne Patient&rdquo; droht mehr und mehr Realit&auml;t zu werden. Insbesondere vom Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit ist kein Widerspruch zu erwarten. Dazu passen u.a. zwei Beitr&auml;ge:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=79103\">Scholz &amp; Friends &ndash; SPD-Parteitag mit freundlicher Unterst&uuml;tzung von Pfizer <\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63919\">Der T&uuml;r&ouml;ffner: Wie Jens Spahn den gl&auml;sernen Patienten herbeiregiert.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p>dazu: <strong>Gesundheitskioske, Cannabis, GKV: Lauterbachs Fahrplan bis zur n&auml;chsten Welle<\/strong><br>\nZuallererst m&uuml;sse die Digitalisierung des Gesundheitswesens vorangetrieben werden, wobei es im Wesentlichen zwei kurzfristige und ein mittelfristiges Projekt umzusetzen gebe.<br>\nAm n&auml;chsten liegt dabei die Einf&uuml;hrung des elektronischen Rezeptes (E-Rezepts): Lauterbach k&uuml;ndigte an, dass der Roll-out noch in diesem Jahr erfolgen werde. Nach weit &uuml;ber 10.000 verarbeiteten Verordnungen k&ouml;nne mittlerweile von der Funktionsf&auml;higkeit bis dahin ausgegangen werden.<br>\nDer zweite kurzfristige Punkt sei die Digitalisierung des &Ouml;ffentlichen Gesundheitsdienstes (&Ouml;GD). Der habe sich schlie&szlig;lich &bdquo;in der Pandemie unter anderem deshalb schwergetan, weil die Digitalisierung nicht wirklich vorbereitet war&ldquo;. Die f&uuml;r die Digitalisierung vorgesehenen 800 Millionen Euro aus dem &Ouml;GD-Pakt st&uuml;nden daf&uuml;r nach wie vor zur Verf&uuml;gung, m&uuml;ssten aber endlich abgerufen werden.<br>\nDas mittelfristige und aus Lauterbachs Sicht wichtigste Digitalisierungsvorhaben ist f&uuml;r Lauterbach die elektronische Patientenakte (ePA), die &bdquo;Kernanwendung&ldquo; im digitalen Gesundheitswesen, wie er vergangene Woche auf der Digitalisierungsmesse erkl&auml;rte. Hier m&uuml;sse in den kommenden Monaten unbedingt die Opt-out-Regelung vorangetrieben werden &ndash; also die automatische Verf&uuml;gbarmachung der Daten in der ePA, die nur durch aktiven Widerspruch zur&uuml;ckgenommen werden kann.<br>\nZiel sei, &bdquo;dass die Regel ist, dass die Daten, die zur Verf&uuml;gung stehen k&ouml;nnen, auch zur Verf&uuml;gung stehen und man nicht sie nicht durch ein Opt-in-Verfahren verf&uuml;gbar machen muss&ldquo;, erkl&auml;rte Lauterbach. &bdquo;Das ist die wichtigste gesetzliche Voraussetzung f&uuml;r den Erfolg der elektronischen Patientenakte &uuml;berhaupt.&ldquo; Ohne die Opt-out-Regelung sei schlicht keine gewinnbringende Nutzung der ePA m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/133932\/Gesundheitskioske-Cannabis-GKV-Lauterbachs-Fahrplan-bis-zur-naechsten-Welle\">aerzteblatt.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Tesla in Gr&uuml;nheide: Alarm in der Idylle<\/strong><br>\nEs hat nur drei Wochen gedauert, bis es nach der Er&ouml;ffnung der Tesla-Gigafactory durch Elon Musk zum ersten Vorfall in der Produktion kam. Das Werk im brandenburgischen Gr&uuml;nheide vor den Toren Berlins gilt eigentlich als Vorzeigeprojekt f&uuml;r die Ansiedlung eines zukunftsweisenden Industriebetriebs. Umweltsch&uuml;tzer und auch der lokale Wasserversorger haben dagegen schon lange vor den Gefahren gewarnt, die vom Bau einer Auto- und Batteriefabrik mitten in einem Wasserschutzgebiet ausgehen.<br>\n15.000 Liter Chemikalien, das entspricht in etwa einer Lkw-Ladung, sind am 11. April in den Werkshallen der Lackiererei ausgelaufen. Das meiste davon wurde offenbar problemlos wieder beseitigt, allerdings liefen zwei bis drei Liter drau&szlig;en vor der Lackiererei aus &ndash; auch das noch eine Menge, die durchaus das Potenzial hat, Zehntausende Liter Trinkwasser zu verunreinigen. Fotos von dem Vorfall lassen Umweltsch&uuml;tzer bef&uuml;rchten, dass die Substanz ins Erdreich gelangt sein k&ouml;nnte.<br>\nBekannt geworden ist der Vorfall nur, weil ein Mitarbeiter des Wasserverbands Strausberg-Erkner (WSE) zuf&auml;llig am 12. April auf dem Gel&auml;nde war, die ausgelaufenen Chemikalien mitsamt Bindemittel fotografierte und die Bilder sp&auml;ter von der &Ouml;DP und Umweltverb&auml;nden ver&ouml;ffentlicht wurden. Es war der Mitarbeiter, der die WSE-Zentrale &uuml;ber den Vorfall informierte, nicht die Beh&ouml;rden oder der Konzern. Dabei ist anzunehmen, dass ein Wasserversorger interessiert daran ist, zu erfahren, wenn im direkten Einzugsgebiet eines Trinkwasserbrunnens Chemikalien ausgelaufen sind, die das Grundwasser belasten k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/alina-saha\/tesla-in-gruenheide-alarm-in-der-idylle\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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