{"id":83578,"date":"2022-05-06T08:40:17","date_gmt":"2022-05-06T06:40:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578"},"modified":"2022-05-06T08:40:17","modified_gmt":"2022-05-06T06:40:17","slug":"hinweise-des-tages-4104","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578#h01\">Der Papst und die L&uuml;gner und Heuchler des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578#h02\">Brasiliens Ex-Pr&auml;sident Lula: &bdquo;Selenskyj hat so viel Schuld am Krieg wie Putin!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578#h03\">Debatte um Waffenlieferungen: Stahlgewitter in den K&ouml;pfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578#h04\">U.S. Intelligence Helped Ukraine Strike Russian Flagship, Officials Say<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578#h05\">Telefonat zwischen beiden Pr&auml;sidenten Steinmeier und Selenskyj r&auml;umen Irritationen aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578#h06\">Nabelschnur Druschba-Pipeline<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578#h07\">Der Krieg in der Ukraine und die Folgen f&uuml;r die Weltwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578#h08\">Br&uuml;cken bauen: Vorschlag f&uuml;r &bdquo;Europ&auml;isches Haus&ldquo; kam aus Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578#h09\">Innenministerin Faeser r&auml;t Deutschen, Notvorrat anzulegen &ndash; doch der ist f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher unbezahlbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578#h10\">Junge Menschen vertrauen eher der gesetzlichen Rente als den Lebensversicherern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578#h11\">Bauen statt Wohnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578#h12\">Klagen gegen zentrale Gesundheitsdatensammlung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578#h13\">Big-Data-Analysen: Europol erh&auml;lt Befugnis zur Massen&uuml;berwachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578#h14\">Finanzministerium darf Beirat nicht f&uuml;r geheim erkl&auml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83578#h15\">Einigung mit Preu&szlig;en-Prinz gescheitert: Gericht muss &uuml;ber Hohenzollern-Entsch&auml;digung entscheiden &ndash; und die NS-Verstrickungen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Papst und die L&uuml;gner und Heuchler des Westens<\/strong><br>\nHinter jedem Konflikt st&uuml;nden internationale Interessen. Vielleicht habe das &bdquo;Bellen der NATO an Russlands T&uuml;r&ldquo; den Krieg ausgel&ouml;st, sagte Papst Franziskus dem Corriere della Sera.<br>\nJetzt bellen die L&uuml;gner und Heuchler des Westens vor seiner T&uuml;r. Mit seiner Analyse, dass internationale Interessen &ndash; das hei&szlig;t, das Interesse der USA, Russland einzukreisen und die Ukraine zu einem Vasallenstaat Washingtons zu machen &ndash; den kriegerischen Konflikt ausgel&ouml;st haben, hat der Bischof von Rom den Dauerl&uuml;gnern und Kriegstreibern so richtig in die Suppe gespuckt.<br>\nUnd dass er im Gegensatz zu den Heuchlern in Politik und Medien erkannt hat, dass man an den Grenzen einer Atommacht keine Raketen ohne Vorwarnzeit aufstellen darf, zeigt, wie wichtig seine Stimme in einer Welt ist, in der Totalitarismus und Militarismus sich immer mehr ausbreiten.<br>\nWir m&uuml;ssen wie der Papst die uns&auml;gliche Heuchelei und L&uuml;genpropaganda bek&auml;mpfen.<br>\nWer Staatsm&auml;nner, die wie Putin einen v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg befehlen, &bdquo;Kriegsverbrecher&ldquo; nennt, muss US-Pr&auml;sidenten wie Clinton (Jugoslawien-Krieg), Bush (Afghanistan- und Irak-Krieg), Obama (Afghanistan-, Libyen- und Drohnenkrieg) oder Biden (Drohnen-Krieg) ebenfalls &bdquo;Kriegsverbrecher&ldquo; nennen.<br>\nWer das &bdquo;Morden in der Ukraine&ldquo; verurteilt, muss das &bdquo;Morden&ldquo; in den verbrecherischen Angriffskriegen des Westens genauso verurteilen.<br>\nUnd wer wegen der &bdquo;Kriegsverbrechen&ldquo; jeden Tag Sanktionen gegen Russland fordert, muss die wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA sofort beenden.<br>\nNachtrag: Die gr&ouml;&szlig;ten L&uuml;gner und Heuchler sind die Gr&uuml;nen, die die Kindsm&ouml;rderin Madeleine Albright (der Tod von 500.000 irakischen Kindern infolge der Sanktionen waren &bdquo;den Preis wert&ldquo;) zu ihrer au&szlig;enpolitischen Ratgeberin erkoren hatten und vor den Scheichs, die vergewaltige Frauen ins Gef&auml;ngnis werfen, ihren Diener machen, um teures Fl&uuml;ssiggas zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/5189812367746855\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Brasiliens Ex-Pr&auml;sident Lula: &bdquo;Selenskyj hat so viel Schuld am Krieg wie Putin!&ldquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Staatschef behauptet, der Krieg werde nur gef&uuml;hrt, damit Selenskyj im &bdquo;Fernsehen auftaucht&ldquo;. Der Westen habe die Krise nicht verhindert.<br>\nIn einem aufsehenerregenden Interview mit dem amerikanischen Time Magazine hat der fr&uuml;here brasilianische Pr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva dem ukrainischen Pr&auml;sidenten schwere Vorw&uuml;rfe gemacht.<br>\n&bdquo;Dieser Mann ist f&uuml;r den Krieg genauso verantwortlich wie Putin. Denn am Krieg ist nicht nur eine Person schuld&ldquo;, sagte er &uuml;ber Selenskyj.<br>\nAuch den Staats- und Regierungschefs des gesamten Westen macht Lula, der im Herbst in Brasilien zum dritten Mal Pr&auml;sident werden will, schwere Vorw&uuml;rfe. &bdquo;Ich sehe, wie der ukrainische Pr&auml;sident im Fernsehen spricht und von allen europ&auml;ischen Parlamentariern Beifall und stehende Ovationen erh&auml;lt&ldquo;, sagt Lula und soll dabei w&uuml;tend den Kopf gesch&uuml;ttelt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/ukraine-krieg-brasiliens-ex-praesident-luiz-inacio-lula-da-silva-selenskyj-hat-so-viel-schuld-am-krieg-wie-putin-li.226020\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Debatte um Waffenlieferungen: Stahlgewitter in den K&ouml;pfen<\/strong><br>\nIn der Debatte um Waffenlieferungen wird scharf geschossen. Einige orten den Haupt-Aggressor nicht im Kreml, sondern bei denen, die die rhetorische Aufr&uuml;stung infrage stellen<br>\nWer sich in die abgr&uuml;ndige Debatte um Krieg und Frieden begibt, sollte sich panzern. In den sozialen Medien toben Schlachten geopolitischen Ausma&szlig;es. Da wird scharf geschossen! Einige Diskutanten orten den Haupt-Aggressor nicht im Kreml, sondern bei denen, die die rhetorische Aufr&uuml;stung infrage stellen. Auch Zweifel, ob Waffen(lieferungen) das einzige Mittel sind, um eine Eskalation des russischen Angriffskriegs zu verhindern, werden zu Zielscheiben. In vorauseilender Aggression wird alles niedergemacht, was nicht schnell genug die H&auml;nde an der Hosennaht hat und &bdquo;Jawohl!&ldquo; stammelt.<br>\nWer aus dem Gleichschritt ausschert, wird nicht nur aufs Herablassendste belehrt und zum &bdquo;Zyniker&ldquo; erkl&auml;rt &ndash; aus Solidarit&auml;t zur Ukraine selbstverst&auml;ndlich! &ndash;, sondern direkt zum &bdquo;Faschisten im Kreml&ldquo; geschickt. It&rsquo;s the war, stupid! Heb dir dein l&auml;cherliches Friedensgerede f&uuml;r den Kindergarten auf und &uuml;berlass die harten Themen denen, die dem Krieg ins Gesicht blicken! Einen Bundeskanzler, der nicht pariert, verachtet man als &bdquo;kleinen feigen Mann&ldquo;. &Uuml;berhaupt ist unter den Neo-Heroen die Besch&auml;mung eine gern eingesetzte Waffe. Wenn Menschen sterben, hilft kein Bl&uuml;mchengequatsche! Wer nicht mitmarschiert, ist &bdquo;naiv&ldquo; oder ein &bdquo;Faschist&ldquo; wie &bdquo;Putin und seine Schergen&ldquo;. Die verbl&uuml;ffende Wiederbelebung des l&auml;ngst todgeweihten Begriffs bringt es auf den Punkt, denn was k&ouml;nnte moralisch verkommener sein als &bdquo;Schergen&ldquo;? Dagegen ist jedes Mittel recht, das sind ja eigentlich gar keine Menschen mehr, nur noch Funktionen! Mit Verbrechern kann man nicht verhandeln!<br>\nElenderweise wird man&rsquo;s aber wieder m&uuml;ssen. Weil die Welt nun mal so ist, wie sie ist. Der Realismus, den die gewaltbereiten Diskutanten f&uuml;r sich ins Feld f&uuml;hren, ist gar keiner &ndash; im Gegenteil: Ihr Blick aus dem Sch&uuml;tzengraben, und sei er noch so gut gemeint, verhindert die Wahrnehmung der ganzen Wirklichkeit und erschwert das Auskundschaften m&ouml;glicher Auswege.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/katharina-koerting\/debatte-um-waffenlieferungen-stahlgewitter-in-den-koepfen\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>U.S. Intelligence Helped Ukraine Strike Russian Flagship, Officials Say<\/strong><br>\nThe United States provided intelligence that helped Ukrainian forces locate and strike the flagship of Russia&rsquo;s Black Sea fleet last month, another sign that the administration is easing its self-imposed limitations on how far it will go in helping Ukraine fight Russia, U.S. officials said.<br>\nThe targeting help, which contributed to the eventual sinking of the flagship, the Moskva, is part of a continuing classified effort by the Biden administration to provide real-time battlefield intelligence to Ukraine. That intelligence also includes sharing anticipated Russian troop movements, gleaned from a recent American assessment of Moscow&rsquo;s battle plan for the fighting in the Donbas region of eastern Ukraine, the officials said.<br>\nThe administration has sought to keep much of the battlefield and maritime intelligence it is sharing with the Ukrainians secret out of fear it will be seen as an escalation and provoke President Vladimir V. Putin of Russia into a wider war. But in recent weeks, the United States has sped heavier weapons to Ukraine and requested an extraordinary $33 billion in additional military, economic and humanitarian aid from Congress, demonstrating how quickly American restraints on support for Ukraine are shifting.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2022\/05\/05\/us\/politics\/moskva-russia-ship-ukraine-us.html\">New York Times<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Investitionen verteidigen: NATO in der Ukraine<\/strong><br>\nNur selten erw&auml;hnen westliche Medien, dass die USA &uuml;ber ein globales Netz von milit&auml;rischen St&uuml;tzpunkten verf&uuml;gen. Am 2. Mai sch&auml;tzte das US-Portal thesoldiersproject.org ihre Zahl auf rund 750 in 80 L&auml;ndern. An zweiter Stelle folgt demnach Gro&szlig;britannien mit 145 Standorten, Russland verf&uuml;gt &uuml;ber rund drei Dutzend, China &uuml;ber f&uuml;nf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425980.investitionen-verteidigen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Telefonat zwischen beiden Pr&auml;sidenten Steinmeier und Selenskyj r&auml;umen Irritationen aus<\/strong><br>\nEs sei ein &ldquo;wichtiges Gespr&auml;ch&rdquo; gewesen: Bundespr&auml;sident Steinmeier hat mit Ukraines Pr&auml;sident Selenskyj telefoniert. Dabei seien laut Pr&auml;sidialamt Irritationen ausger&auml;umt worden. Selenskyj habe Steinmeier und die Bundesregierung nach Kiew eingeladen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/steinmeier-telefonat-selenskyj-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Steinmeier und die Bundestagspr&auml;sidenten rutschen auf Knien nach Kiew. Insgesamt ein unw&uuml;rdiges Theater. Da wird der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland als beleidigte Leberwurst bezeichnet, vom Botschafter der Ukraine, und keine Reaktion. Stattdessen diese unw&uuml;rdige Unterwerfung Mit der beginnenden Reiset&auml;tigkeit. Da haben die USA mal wieder kr&auml;ftig die Strippen gezogen.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Friedrich Merz in Kiew: Ersch&uuml;tternd, doch gut f&uuml;r die Bilanz<\/strong><br>\nWenn die Welt noch normal w&auml;re, dann h&auml;tte es keine Reise eines Friedrich Merz nach Kiew gegeben. Zumindest nicht, solange Andrij Melnyk Botschafter in Berlin ist. Da selbst ein Oppositionsf&uuml;hrer kein Land besuchen w&uuml;rde, dessen Vertreter gerade das Staatsoberhaupt br&uuml;skiert hat. Aber wenn die Welt noch normal w&auml;re, g&auml;be es auch diesen Zustand in der Ukraine nicht.<br>\nImmerhin, Merz, die wandelnde BlackRock-Bilanz, ist zumindest nicht geeignet, weitere Emotionen f&uuml;r die Kriegspropaganda zu liefern. Nicht nur, weil man selbst f&uuml;r die Vort&auml;uschung von Ersch&uuml;tterung angesichts zerschossener H&auml;user etwas j&uuml;nger sein muss, als Merz es ist. Er ist 66; er d&uuml;rfte noch genug solche H&auml;user in Deutschland gesehen haben. Selbst ich erinnere mich aus meiner Kindheit noch an halbe Geb&auml;ude mit Tapetenresten und an die Schrapnelll&ouml;cher in den Fassaden an der Leopoldstra&szlig;e, die erst zur Olympiade 1972 verschwanden. Nein, schon allein deshalb, weil Friedrich Merz und Emotion zwei Dinge sind, die man nur schwer miteinander verbinden kann. Merz rechnet.<br>\nUnd Oppositionsf&uuml;hrer kann er auch nicht sein, da es in Deutschland so etwas im Grunde nicht mehr gibt, eigentlich schon seit Corona, endg&uuml;ltig aber, seit sie alle ihre &ldquo;Solidarit&auml;t mit der Ukraine&rdquo; entdeckt haben; ob mit mehr oder mit weniger Waffen, ist da im Grunde gleichg&uuml;ltig. [&hellip;]<br>\n&ldquo;V&ouml;llig sinnlose Zerst&ouml;rung,&rdquo; sagt Merz im Interview mit dem ZDF &uuml;ber seinen Besuch in einem Kiewer Vorort. Das ist vermutlich der entscheidende Unterschied. Die Zerst&ouml;rung des Iraks oder Libyens war gut f&uuml;r die Bilanz, eine Zerst&ouml;rung Russlands w&auml;re es auch, aber die der Ukraine ist sinnlos. Oder habe ich da wieder etwas missverstanden? Entschuldigung, aber das, was jetzt als so furchtbar beklagt wird, gibt es im Donbass seit acht Jahren. Krieg sieht nun einmal so aus, das wei&szlig; Merz auch; das Adjektiv &ldquo;sinnlos&rdquo; wirft aber sofort die Frage nach der &ldquo;sinnvollen&rdquo; Zerst&ouml;rung auf, da kann ich nichts daf&uuml;r, das ist so. Jedenfalls muss ich wohl davon ausgehen, dass die Zerst&ouml;rung, die durch die gelieferten oder noch zu liefernden deutschen Waffen f&uuml;r die Ukraine angerichtet wird, bei ihm das Etikett &ldquo;sinnvoll&rdquo; erh&auml;lt. Denn hielte man solche Zerst&ouml;rungen an sich, grunds&auml;tzlich f&uuml;r sinnlos, w&auml;ren Waffenlieferungen die falsche Konsequenz.<br>\nBlackRock hat &uuml;brigens am 10. M&auml;rz seinen Anteil an Rheinmetall von 4,99 auf 5,28 Prozent erh&ouml;ht. Das klingt nicht nach viel, aber diese 0,29 Prozent stehen f&uuml;r 60 Millionen Euro; und Rheinmetall wird ganz zuf&auml;llig deshalb interessanter, weil es einer der gr&ouml;&szlig;ten deutschen R&uuml;stungsproduzenten ist. Wie gesagt, wer Merz verstehen will, muss auf Zahlen blicken. Und Selenskij sollte sich noch einige Zeit halten k&ouml;nnen, das ist gut f&uuml;rs Gesch&auml;ft<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rtde.website\/meinung\/137711-friedrich-merz-in-kiew\/\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58568\">Friedrich Merz und die Medien: Heuchelei auf beiden Seiten <\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76002\">Wenn Friedrich Merz mal dran w&auml;re: Klartext aus fr&uuml;heren Jahren.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nabelschnur Druschba-Pipeline<\/strong><br>\nIm brandenburgischen Schwedt h&auml;ngt jeder zweite Job an der Verarbeitung russischen Roh&ouml;ls. Mit dem drohenden Embargo kommen Frust und Depression<br>\nDie 30.000-Einwohner-Stadt Schwedt scheint in einer Art Schockstarre, seit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) am Montag verk&uuml;ndete, &raquo;dass Deutschland ein &Ouml;lembargo tragen kann&laquo;. In sechs Monaten soll die Druschba-Pipeline stillgelegt werden, die das Erd&ouml;lverarbeitungswerk der Stadt seit 1963 mit russischem Roh&ouml;l versorgt. In der PCK-Raffinerie &ndash; offiziell gibt es keine Aufschl&uuml;sselung des K&uuml;rzels, es kommt vom DDR-Werksnamen Petrolchemisches Kombinat &ndash; werden derzeit rund 220.000 Barrel &Ouml;l pro Tag verarbeitet. 1.200 Arbeiter sind direkt im Werk besch&auml;ftigt, Hunderte weitere bei Zulieferern und Dienstleistern auf dem Werksgel&auml;nde. Etwa jeder zweite Job in Schwedt h&auml;ngt direkt oder indirekt am Kombinat. Und das wird nun heruntergefahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425967.eu-sanktionen-nabelschnur-druschba-pipeline.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>&Ouml;lembargo gegen Russland: Sanktionen, Allianzen, Drohungen<\/strong><br>\nMichael Roth, SPD-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Ausw&auml;rtigen Ausschusses, hat Gro&szlig;es vor. Er wolle eine &ldquo;internationale Allianz f&uuml;r Energie und Klimaschutz&rdquo;, lie&szlig; er Radio Berlin-Brandenburg wissen. Es sei n&auml;mlich nicht sinnvoll, dass im Falle eines EU-Embargos das &Ouml;l aus Russland dann in andere Staaten flie&szlig;t.<br>\nDas ist entweder schrecklich naiv oder eine versteckte Drohung. Denn entgegen der hiesigen Wahrnehmung beteiligt sich &ndash; wie Telepolis bereits mehrfach erw&auml;hnte &ndash; nur eine Minderheit der internationalen Staatengemeinschaft an den Sanktionen gegen Russland. Nur die Nato- und EU-Staaten und ihre engsten Verb&uuml;ndeten.<br>\nInsbesondere China und Indien, die ganze arabische Welt, Afrika und S&uuml;damerika sind au&szlig;en vor, und sie sind andererseits sehr wohl Mitglieder einer bereits bestehenden Allianz f&uuml;r Klimaschutz, n&auml;mlich der entsprechenden UN-Konvention und der Pariser Klimaschutz&uuml;bereinkunft.<br>\nAn Letzterer hat die Bundesregierung jedoch offensichtlich wenig Interesse, denn andernfalls w&uuml;rde sie nicht den Bau von Fl&uuml;ssiggas-Terminals f&uuml;r Frackinggas aus den USA vorantreiben.<br>\nDerweil bereitet die EU-Kommission einen Import-Stopp f&uuml;r russisches Erd&ouml;l vor. Doch nicht alle Mitglieder sind davon begeistert. Roth behauptet zwar im RBB-Interview, dass ein &Ouml;l-Embargo f&uuml;r &ldquo;unsere Partner in der EU beherrschbar&rdquo; sei, hat dabei aber offensichtlich nicht mit allen osteurop&auml;ischen L&auml;ndern gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Oelembargo-gegen-Russland-Sanktionen-Allianzen-Drohungen-7076800.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Krieg in der Ukraine und die Folgen f&uuml;r die Weltwirtschaft<\/strong><br>\nDer Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine f&uuml;hrt zu zunehmenden Verwerfungen in der Weltwirtschaft: Im Globalen S&uuml;den ist eine Hungersnot zu bef&uuml;rchten. In L&auml;ndern wie &Ouml;sterreich wiederum bestehen nach wie vor gro&szlig;e Abh&auml;ngigkeiten von fossiler Energie. Die weltweiten Verflechtungen mit der ukrainischen und der russischen Wirtschaft treten jetzt deutlich hervor. Neben &Ouml;l und Gas ist Russland auch Produzent wichtiger Industriemetalle, was steigende Preise auf den Rohstoffm&auml;rkten bedeutet. Sorge bereitet zudem immer mehr, dass die aktuelle Situation dazu genutzt werden k&ouml;nnte, um soziale und &ouml;kologische Herausforderungen hintanzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/krieg-ukraine-folgen-fuer-weltwirtschaft\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Br&uuml;cken bauen: Vorschlag f&uuml;r &bdquo;Europ&auml;isches Haus&ldquo; kam aus Russland<\/strong><br>\nStatt Selbstkritik &agrave; la Frank-Walter Steinmeier zu &uuml;ben, gilt es Frieden zu schaffen: Sich also einzusetzen f&uuml;r eine sofortige Waffenruhe und die Aufnahme von Verhandlungen &uuml;ber eine neue Sicherheitsordnung mit Russland<br>\nMehr als andere gleichzeitig stattfindende bewaffnete Konflikte ersch&uuml;ttert der Krieg in der Ukraine derzeit die Welt. Warum? Weil er mitten in Europa gef&uuml;hrt wird? Weil er wie aus heiterem Himmel fiel? Weil Wladimir Putin den Frieden mit F&uuml;&szlig;en tritt? Die Emp&ouml;rung &uuml;ber den v&ouml;lkerrechtswidrigen russischen Einmarsch in die Ukraine schl&auml;gt h&ouml;chste Wellen in der westlich dominierten Welt. In Zukunft, hei&szlig;t es, k&ouml;nnten Frieden und Sicherheit nicht mehr mit, sondern nur noch gegen Russland gesichert werden. Ein gigantischer Sanktionsfeldzug, eine Aufr&uuml;stung ohnegleichen, eine rassistisch anmutende Ausgrenzung alles Russischen wurden in Gang gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/kai-ehlers\/zwischen-europa-und-russland-muss-frieden-sein\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Innenministerin Faeser r&auml;t Deutschen, Notvorrat anzulegen &ndash; doch der ist f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher unbezahlbar<\/strong><br>\nBundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) r&auml;t den Deutschen vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges zur Vorsorge f&uuml;r den Krisenfall. &bdquo;Denken Sie zum Beispiel an Cyberattacken auf kritische Infrastruktur&ldquo;, sagte die SPD-Politikerin dem Handelsblatt. &bdquo;Wenn tats&auml;chlich mal l&auml;nger der Strom ausf&auml;llt oder das t&auml;gliche Leben auf andere Art und Weise eingeschr&auml;nkt wird, dann ist es auf jeden Fall sinnvoll, einen Notvorrat zu Hause zu haben.&ldquo; Faeser verwies in dem Zusammenhang auf eine vom Bundesamt f&uuml;r Bev&ouml;lkerungsschutz ver&ouml;ffentlichte Liste. [&hellip;]<br>\nEinen Notvorrat dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung muss man sich aber erst einmal leisten k&ouml;nnen: Vor allem Familien mit geringem Einkommen oder im Hartz-IV-Bezug werden dabei vor einer gro&szlig;en Herausforderung stehen &ndash; zumal auch an einen passenden Medikamentenvorrat gedacht werden sollte. Angesichts der steigenden Lebensmittelpreise ist es f&uuml;r sie kaum leistbar, aus dem Stand einen kompletten Notvorrat anzulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/wirtschaft\/liste-regelsatz-hartz-iv-hartz-4-notvorrat-nancy-faeser-lebensmittel-kosten-nahrung-zr-91518745.html%20\">Merkur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Junge Menschen vertrauen eher der gesetzlichen Rente als den Lebensversicherern<\/strong><br>\nWem vertrauen Menschen bei der Altersvorsorge? Das zeigt die aktuelle MetallRente Jugendstudie 2022. 58 Prozent &auml;u&szlig;ern sich zustimmend zur gesetzlichen Rentenversicherung: dem entgegen nur 46 Prozent gegen&uuml;ber den Lebensversicherern. Seit der letzten Studie 2019 haben die Lebensversicherer sogar zehn Prozentpunkte an Vertrauen eingeb&uuml;&szlig;t.<br>\nDie MetallRente Jugendstudie bietet alle drei Jahre interessante Einblicke, wie Menschen zwischen 17 und 27 Jahren mit ihren Finanzen umgehen und f&uuml;r das Alter vorsorgen. Eine Frage bezieht sich hierbei darauf, wem sie in Sachen Altersvorsorge vertrauen. Der Zuspruch f&uuml;r private Anbieter ist zwar keine Katastrophe &ndash; aber doch zeigt sich, dass die gesetzliche Rente noch immer einen Vertrauensvorsprung gegen&uuml;ber privaten Anbietern hat.<br>\n58 Prozent der jungen Menschen vertrauen der gesetzlichen Rente &bdquo;eher&ldquo; oder &bdquo;voll und ganz&ldquo;. Keine andere Institution der Altersvorsorge erh&auml;lt so viel Zuspruch. Und auch Angebote von Unternehmen sind durchaus gefragt: Sie genie&szlig;en bei 49 Prozent Vertrauen. Hier zeigt sich das Potential der betrieblichen Altersvorsorge. Von jenen jungen Erwachsenen, die bereits f&uuml;r ihre Altersvorsorge sparen, haben bereits 37 Prozent eine betriebliche Altersversorgung.<br>\nEiner Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters erteilen die jungen Menschen eine klare Absage. Nur 23 Prozent w&auml;ren bereit, l&auml;nger als bis zum 67. Lebensjahr zu arbeiten, wenn dies der langfristigen Sicherung der Renten diente.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.versicherungsbote.de\/id\/4905850\/Junge-Menschen-vertrauen-eher-der-gesetzlichen-Rente-als-den-Lebensversicherern\/%20\">Versicherungsbote<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Immerhin ein Lichtblick &ndash; wird doch von der Versicherungswirtschaft, Arbeitgeberlobbyisten und Experten wie Raffelh&uuml;schen, B&ouml;rsch-Supan und R&uuml;rup seit Jahrzehnten verbreitet, dass &ldquo;die Rente&rdquo; unfinanzierbar w&auml;re. Dabei verschweigen die gleichen Experten jedoch, wie viel denn die angeblich so viel besseren teilkapitalgedeckten Systeme in den Niederlanden oder der Schweiz insgesamt in % des BIP kosten. Oder wie hoch die Abz&uuml;ge vom Lohn insgesamt sind, wenn man die Beitr&auml;ge zur ersten, zweiten und dritten S&auml;ule als Prozentsatz des Gehalts berechnet. Ferner verschweigen die Experten, dass private Vorsorge keine Zeiten der Kindererziehung, Arbeitslosigkeit oder Mutterschaft honoriert und dass es keinen Zuschuss zur Krankenversicherung gibt. Erwerbsminderungsrenten und Hinterbliebenenrenten gibt&rsquo;s auch nur gegen Extra-Beitr&auml;ge und Gesundheitspr&uuml;fung.<\/em><\/p>\n<p><em>Dass die GRV keine Gesamtversorgung bietet und dass es keine Mindestrente gibt, ist keine Naturkonstante. Es ist vielmehr das Ergebnis bewusster politischer Entscheidungen. Das kann man &auml;ndern, wenn man es will. Dass staatliche Systeme sehr wohl eine gute Absicherung im Alter bieten k&ouml;nnen, zeigt die Beamtenversorgung seit &uuml;ber 100 Jahren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bauen statt Wohnen<\/strong><br>\nImmobilienlobbyisten halten die Hand auf, bezahlbare Mieten haben Seltenheitswert. Branchenprimus Vonovia sahnt ab<br>\nDie Bundesministerin f&uuml;r Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Klara Geywitz (SPD), traf am Donnerstag die entsprechenden Lobbyisten auf dem deutschen Immobilienkongress in Berlin, zu dem sie vom Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) eingeladen worden war. Sie sieht allein die L&ouml;sung im Bau neuer Wohnungen. BFW-Pr&auml;sident Dirk Salewski f&uuml;hrte ausgerechnet die hamburgische Wohnungspolitik als Beispiel daf&uuml;r an, dass starker Wohnungsbau zu einer Entspannung auf dem Wohnungsmarkt f&uuml;hren w&uuml;rde. Klar m&uuml;sse aber sein, so Salewski, &raquo;wenn nicht g&uuml;nstig gebaut werden darf, dann kann nicht g&uuml;nstig vermietet werden&laquo;. Es war vielleicht kein Zufall, dass Geywitz in ihrer Rede ihr neugeschaffenes &raquo;B&uuml;ndnis f&uuml;r bezahlbaren Wohnraum&laquo; auf dem Kongress &raquo;B&uuml;ndnis f&uuml;r bezahlbares Bauen&laquo; nannte. Niemand berichtigte sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/425948.steigende-mietpreise-bauen-statt-wohnen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Klagen gegen zentrale Gesundheitsdatensammlung<\/strong><br>\nWer zum Arzt oder zur &Auml;rztin geht, hinterl&auml;sst dort zwangsl&auml;ufig sehr pers&ouml;nliche Daten &uuml;ber die eigene Gesundheit. Ob &auml;rztliche Diagnosen, R&ouml;ntgenbilder oder Vorerkrankungen &ndash; Daten k&ouml;nnen B&auml;nde sprechen &uuml;ber die Gesundheit der Patient:innen. Nicht ohne Grund gibt es deshalb die Schweigepflicht f&uuml;r &Auml;rzt:innen. Ab Oktober jedoch sollen Gesundheitsdaten von allen 73 Millionen gesetzlich Versicherten pseudonymisiert gesammelt und der Forschung zur Verf&uuml;gung gestellt werden. Dagegen hat die Gesellschaft f&uuml;r Freiheitsrechte (GFF) nun Klagen eingereicht.<br>\nDas Digitale-Versorgung-Gesetz, das 2019 verabschiedet wurde, sieht ab Oktober dieses Jahres das Sammeln sowie die zentrale Speicherung der Gesundheitsdaten in einem Forschungsdatenzentrum vor. Anschlie&szlig;end sollen etwa Hochschulen oder Institute die Nutzung der Daten f&uuml;r Forschungszwecke beantragen k&ouml;nnen. Schon vor Inkrafttreten gab es umfassende Kritik an dem Gesetz wegen unzureichender Datenschutzstandards und fehlendem Widerspruchsrecht f&uuml;r die Patient:innen.<br>\nDarauf beziehen sich nun zwei Klagen, die von der Gesellschaft f&uuml;r Freiheitsrechte zusammen mit Constanze Kurz, die f&uuml;r netzpolitik.org arbeitet und ehrenamtliche Sprecherin des Chaos Computer Clubs ist, sowie einem weiteren Kl&auml;ger eingereicht wurden. Dazu geh&ouml;rt auch ein Eilantrag gegen die Umsetzung ab Oktober. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Vor allem f&uuml;r besonders schutzbed&uuml;rftige Menschen wie jene mit einer seltenen oder stigmatisierenden Erkrankung muss ein Widerspruchsrecht bestehen&ldquo;, schreibt die GFF. Sie m&uuml;ssten im Fall von Datenmissbrauch oder Datenlecks pers&ouml;nliche Nachteile wie etwa Ansehensverlust, Ausgrenzung oder finanzielle Verluste f&uuml;rchten. Deshalb m&uuml;sse der Staat Daten so gut wie m&ouml;glich und mit der besten Technik vor Missbrauch sch&uuml;tzen, um das Recht auf informationelle Selbstbestimmung zu gew&auml;hrleisten.<br>\nAus Sicht der Kl&auml;ger*innen k&ouml;nne das derzeit nicht garantiert werden. Bef&uuml;rchtungen des Datenmissbrauchs seien auch nicht realit&auml;tsfern, wie Datenschutz-Skandale immer wieder zeigten. Oft reichten wenige Merkmale aus, um pseudonymisierte Daten doch wieder einer konkreten Einzelperson zuzuordnen.<br>\nMit ihren Antr&auml;gen wollen die Kl&auml;ger:innen perspektivisch auch eine Kl&auml;rung der Rechtslage durch den Europ&auml;ischen Gerichtshof erreichen. Denn wegen der grunds&auml;tzlichen rechtlichen Fragen wird eine Vorlage an den EuGH in den Schrifts&auml;tzen angeregt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/gesellschaft-fuer-freiheitsrechte-klagen-gegen-zentrale-gesundheitsdatensammlung\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83548#h14\">EU-Kommission will Gesundheitsdaten europaweit vernetzen<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Big-Data-Analysen: Europol erh&auml;lt Befugnis zur Massen&uuml;berwachung<\/strong><br>\nDas EU-Parlament hat ein neues Mandat f&uuml;r Europol beschlossen. Die Polizeibeh&ouml;rde darf damit auch Daten Unverd&auml;chtiger im gro&szlig;en Stil auswerten.<br>\nDas Mandat f&uuml;r das europ&auml;ische Polizeiamt Europol wird deutlich erweitert. Seine Ermittler d&uuml;rfen k&uuml;nftig umfangreiche und komplexe Datens&auml;tze verarbeiten und mit derlei Big-Data-Analysen die Mitgliedstaaten in ihrem Kampf gegen schwere Kriminalit&auml;t und Terrorismus unterst&uuml;tzen. Mit 480 zu 143 Stimmen bei 20 Enthaltungen hat das EU-Parlament am Mittwoch einen umstrittenen Entwurf zur Reform der Europol-Verordnung verabschiedet.<br>\nVor allem nationale Strafverfolgungsbeh&ouml;rden wie das Bundeskriminalamt (BKA) oder die franz&ouml;sische Nationalpolizei beliefern Europol bereits seit Jahren mit gro&szlig;en Mengen an Daten. Das in Den Haag sitzende Amt gilt Kritikern als &ldquo;Datenwaschanlage&rdquo;, da dort auch Informationen hingelangen, die nationale Stellen in Eigenregie nicht verarbeiten d&uuml;rften.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Big-Data-Analysen-Europol-erhaelt-Befugnis-zur-Massenueberwachung-7075023.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Finanzministerium darf Beirat nicht f&uuml;r geheim erkl&auml;ren<\/strong><br>\nTransparenzorganisationen haben das Finanzministerium verklagt, weil es seinen wissenschaftlichen Beirat f&uuml;r geheim erkl&auml;rt hat. Nun haben sie Recht bekommen.<br>\nDas Bundesfinanzministerium darf die Protokolle seines wissenschaftlichen Beirats nicht geheim halten. Das hat das Bundesverwaltungsgericht am Donnerstag, 5. Mai 2022, in Leipzig entschieden, teilte Frag den Staat in einer Presseerkl&auml;rung mit. Die Organisation hatte gemeinsam mit der Gesellschaft f&uuml;r Freiheitsrechte (GFF) eine Verwaltungsklage gegen die Geheimhaltung eingereicht. Der Kl&auml;ger hatte Unterlagen zu den Sitzungen des Beirats nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) angefragt, aber nicht bekommen. Das Finanzministerium verwies auf die Satzung des Beirats, die die Sitzungen und dazugeh&ouml;rigen Protokolle f&uuml;r geheim erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/bundesverwaltungsgericht-finanzministerium-darf-beirat-nicht-fuer-geheim-erklaeren-2205-165110.html\">golem<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Einigung mit Preu&szlig;en-Prinz gescheitert: Gericht muss &uuml;ber Hohenzollern-Entsch&auml;digung entscheiden &ndash; und die NS-Verstrickungen<\/strong><br>\nAm Ende war Brandenburgs Finanzministerin allein: Der Staat stoppt einen Vergleich mit den Hohenzollern &uuml;ber nach 1945 enteignete Immobilien.<br>\nIm Hohenzollern-Konflikt um tausende Kunstsch&auml;tze und Entsch&auml;digungen ist Georg Friedrich Prinz von Preu&szlig;en ist mit seinen Vorst&ouml;&szlig;en f&uuml;r einen Vergleich gescheitert. Die &ouml;ffentliche Hand lehnt G&uuml;teverhandlungen ab, wie aus einem dem Tagesspiegel vorliegenden Schreiben des brandenburgischen Finanzministeriums vom 3. Mai 2022 an das Verwaltungsgericht Potsdam hervorgeht.<br>\nDie Folge: Nun muss das Gericht im Verfahren um 1,4 Millionen Euro Entsch&auml;digung f&uuml;r 1945 von den Sowjets enteignete Hohenzollern-Immobilien ein Urteil sprechen &ndash; und damit auch &uuml;ber die NS-Verstrickungen des damaligen Kronprinzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/einigung-mit-preussen-prinz-gescheitert-gericht-muss-ueber-hohenzollern-entschaedigung-entscheiden-und-die-ns-verstrickungen\/28305516.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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