{"id":83631,"date":"2022-05-09T08:24:16","date_gmt":"2022-05-09T06:24:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631"},"modified":"2022-05-09T08:24:16","modified_gmt":"2022-05-09T06:24:16","slug":"hinweise-des-tages-4105","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h01\">&bdquo;Mehr Diplomatie statt mehr Waffen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h02\">Serdar Somuncu im Interview: Die Deutschen sehnen sich nach Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h03\">Der Ukrainekrieg und die Propaganda: Eingebettete Meinungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h04\">Slavoj Zizek: Warum ich weiterhin bei Russia Today ver&ouml;ffentliche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h05\">Von der Leyen: EU aus Abh&auml;ngigkeit von russischem Gas l&ouml;sen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h06\">Ukraine: Skeptischer S&uuml;den<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h07\">Das Schweigen zur Katastrophe im Jemen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h08\">Merz fordert Unabh&auml;ngigkeit von US-Atomwaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h09\">Oliv-Gr&uuml;ne fordert Extrasteuer f&uuml;r &bdquo;Kriegsprofiteure&ldquo; &ndash; aber f&uuml;r die falschen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h10\">Finanzministerium rechnet mit stark steigenden Steuereinnahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h11\">Die Preise und die Marktwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h12\">Verkehrsminister Wissing bremst n&ouml;tigen Bahnausbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h13\">Der Bund schafft mehr Posten, als er besetzen kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h14\">Sweden&rsquo;s Covid death rate among lowest in Europe, despite avoiding strict lockdowns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h15\">Triage-Gesetzesvorschlag beinhaltet medizinischen Tabubruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h16\">Betr&uuml;gerische Maskenmillion&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h17\">Illegale M&uuml;llkippen: Die schmutzigen Gesch&auml;fte einer Berliner Entsorgungsfirma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83631#h18\">Macron feierlich ins Amt eingef&uuml;hrt &ndash; Diese Herausforderungen erwarten ihn<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Mehr Diplomatie statt mehr Waffen&ldquo;<\/strong><br>\nLars Pohlmeier ist Vorsitzender der deutschen Sektion der Organisation Internationale &Auml;rztinnen und &Auml;rzte zur Verh&uuml;tung des Atomkriegs (IPPNW). Er fordert von den politisch Verantwortlichen, weiter nach einer diplomatischen L&ouml;sung des Ukraine-Konflikts zu suchen. Es m&uuml;sse eine zivile L&ouml;sung geben, sagte er im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Wenn der milit&auml;rische Konflikt weiter eskaliere, st&uuml;rze das m&ouml;glicherweise alle ins Verderben. &bdquo;Wir haben viel zu verlieren&ldquo;, betonte Pohlmeier. (&hellip;)<br>\nDie Sorge vor einem dritten Weltkrieg sei nicht unbegr&uuml;ndet, so Pohlmeier weiter. Es bestehe die Gefahr eines politisch gewollten Einsatzes von Atomwaffen. Auch das Risiko eines unfallbedingten Einsatzes von Kernwaffen sei sehr viel gr&ouml;&szlig;er, wenn die Systeme in Alarmbereitschaft versetzt w&uuml;rden. Jetzt m&uuml;sse alles getan werden, um &bdquo;die Dramatik aus dieser Situation zu nehmen&ldquo; und das Morden in der Ukraine zu beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/lars-pohlmeier-ippnw-atomkrieg-verhindern-100.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Serdar Somuncu im Interview: Die Deutschen sehnen sich nach Krieg<\/strong><br>\nDer Comedian Serdar Somuncu wird angefeindet, weil er gegen &uuml;berst&uuml;rzte Waffenlieferungen, Corona-Ma&szlig;nahmen, Denkverbote ist. Er kann auch mal ausf&auml;llig werden. (&hellip;)<br>\nFassen Sie doch noch einmal zusammen: Was ist Ihre Position zum Krieg in der Ukraine und welche Rolle sollte Deutschland dabei spielen?<br>\nMeine Haltung ist da ganz klar: Deutschland sollte aufgrund seiner historischen Verantwortung in keiner Weise in diesen Krieg mit einsteigen, sei es durch die Lieferung schwerer Waffen oder durch sonstige Versch&auml;rfungen dieses Konflikts. Aber genau das passiert gerade: Menschen, die fr&uuml;her f&uuml;r den Frieden waren, schreien heute am lautesten, dieser Konflikt lasse sich nicht anders l&ouml;sen als auf milit&auml;rischer Ebene. Das erschreckt mich und ich bin ganz anderer Meinung. Diese Konflikt, der ja nicht erst seit gestern existiert, h&auml;tte schon viel fr&uuml;her auf diplomatischer Ebene gel&ouml;st werden k&ouml;nnen. Neben Ursachenforschung, die wichtig w&auml;re, aber nat&uuml;rlich auch unangenehme Aspekte beinhaltet. Wenn wir etwa die Rolle der Nato und der USA betrachten, w&auml;re es jetzt wichtig, weise und besonnen nach vorne zu schauen und zu &uuml;berlegen: Wie kommen wir wieder aus dieser Spirale heraus? Ich glaube nicht, dass das mit Waffenlieferungen funktioniert. Wir m&uuml;ssen wohl oder &uuml;bel auch mit denen sprechen, die auf der anderen Seite stehen, also mit den Russen. Stattdessen lassen sich viele Akteure von kurzfristigen Affekten steuern. (&hellip;)<br>\nEine neue, den aktuellen Diskurs beherrschende Gruppe bezeichnet sich selbst als &bdquo;woke&ldquo;, kritisiert Rassismus, Sexismus, Klassismus und andere &bdquo;-ismen&ldquo; &ndash; ist aber auch best&auml;ndig f&uuml;r starke Corona-Ma&szlig;nahmen eingetreten.<br>\nJa, weil sie privilegiert sind. Wir haben einen Generationswechsel. Ein gro&szlig;er Teil der Gesellschaft kommt eben nicht mehr aus der entbehrungsreichen Kriegs- oder Nachkriegszeit, sondern das sind die Kinder der Eltern, die in Prenzlauer Berg ihren 5000 Euro teuren Kinderwagen hin und her schieben. Die haben nat&uuml;rlich ganz andere ethische Werte. Dazu geh&ouml;rt, dass man empfindlicher und empfindsamer geworden ist, was ich nicht schlecht finde. Man tritt auch aktiver ein gegen Dinge, die man f&uuml;r ungerecht h&auml;lt. Wenn das aber dazu f&uuml;hrt, dass man einen Wertekatalog aufstellt und sagt, jeder, der dagegen verst&ouml;&szlig;t, macht etwas falsch, dann wird es zu einer Diskussion, wo es nur noch Schwarz und Wei&szlig; gibt und keiner mehr den anderen h&ouml;rt. Diese &bdquo;woke Clique&ldquo;, die sich ja besonders auf Twitter trifft, schraubt sich gegenseitig gerne hoch und verl&auml;sst gerne die eigenen Grunds&auml;tze. Diejenigen, die oft sehr empfindlich sind, sind oft die, die sehr verletzend sind und andere schnell anklagen und unter Verdacht stellen. Das wird sehr befeuert dadurch, dass wir keine Gesellschaft sind, die von Nachrichten lebt, die andere f&uuml;r uns aussuchen, sondern dass jeder auch Sender ist. Das macht die Lage immer verworrener.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/serdar-somuncu-die-deutschen-sehnen-sich-nach-krieg-li.226143\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Ukrainekrieg und die Propaganda: Eingebettete Meinungen<\/strong><br>\nDie Wahrheit und die Moral sind entfernt verwandt, nicht aber Zwillinge. Kriegspropaganda l&uuml;gt, das ist ihre Natur. Wir sollten das bedenken.<br>\nIn einer Zeit, da alles wichtig ist, ist nichts wichtig au&szlig;er dem Augenblick der Aufmerksamkeit. Deshalb signierte Herr Warhol vor 60 Jahren Ein-Dollar-Noten, die nach Abschluss dieses Aktes f&uuml;r 5000 Dollar verk&auml;uflich waren. Heute w&uuml;rde das nicht als Kunst verstanden, sondern w&auml;re Anlass, dem jungen blonden Mann einen F&ouml;rderpreis f&uuml;r Start-ups zu verleihen.<br>\nHeutzutage f&auml;hrt, wie man in der &raquo;FAZ&laquo; vom 4. Mai auf Seite 1 sehen konnte, der Abgeordnete Roderich Kiesewetter nach Irpin, wo sich der Vorsitzende seiner Partei &raquo;die Zerst&ouml;rung zeigen l&auml;sst&laquo; (Seite 3), angetan mit einer zerst&ouml;rungsresistenten Windjacke und umgeben von lachenden Bildreportern, die sich die Zerst&ouml;rung zeigen lassen. Er selbst schaut, wie wir es von ihm nicht anders kennen, besorgt im Angesicht der ihm gezeigten Zerst&ouml;rung, hat sich aber auf Seite 6 der &raquo;S&uuml;ddeutschen&laquo; schon wieder so weit gefangen, dass man ihn in z&auml;rtlicher Umarmung mit einer Dame namens Halyna Yanchenko ablichten kann, auch hier im Hintergrund eine malerische Zerst&ouml;rung, diesmal aus Kiew. Wir vermuten, dass der Abgeordnete Laschet die Schnappsch&uuml;sse aufmerksam betrachten wird.<br>\nAm vorvergangenen Wochenende hat die &raquo;Frankfurter Sonntagszeitung&laquo;, die samstags erscheint, ein gro&szlig;es farbiges Konterfei des regierenden Bundeskanzlers abgedruckt, der &raquo;Scholz&laquo; hei&szlig;t und, wie wir der Presse entnehmen, &raquo;immer mehr unter Druck ger&auml;t&laquo;, was die reine Wahrheit ist, da es ja jeden Tag in der Zeitung steht. Das Bild mutete uns kurzzeitig irritierend an, bis wir es sensorisch durchschauten: Scholz, der Bundeskanzler unter Druck, war als Clownsmaske abgebildet. So viel war die W&uuml;rde des Amtes der Redaktion am 24. April 2022 wert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/ukraine-krieg-und-propaganda-eingebettete-meinungen-kolumne-von-thomas-fischer-a-2af4cb6d-ca9d-4073-a8f5-2e30757a7492\">Thomas Fischer in DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Slavoj Zizek: Warum ich weiterhin bei Russia Today ver&ouml;ffentliche<\/strong><br>\nJa, ich ver&ouml;ffentliche immer noch bei Russia Today, sagt der Philosoph Slavoj Zizek. Einige Gr&uuml;nde: die amerikanische Doppelmoral und Julian Assange.<br>\nSch&auml;me ich mich, meine Texte bei Russia Today zu ver&ouml;ffentlichen? Nein, absolut nicht! Hier ist der Hauptgrund, warum ich mich nicht sch&auml;me. Denn eine Nachricht ist weitgehend unbemerkt an uns vorbeigegangen, w&auml;hrend unsere Augen haupts&auml;chlich auf den Ukraine-Krieg gerichtet sind: Julian Assange ist am 20. April 2022 seiner Auslieferung an die Vereinigten Staaten einen Schritt n&auml;her gekommen, wo er nach dem &bdquo;Espionage Act&ldquo; vor Gericht gestellt werden soll.<br>\nEin Londoner Gericht erlie&szlig; in einer Anh&ouml;rung einen f&ouml;rmlichen Auslieferungsbeschluss, sodass die britische Innenministerin Priti Patel (die vorgeschlagen hatte, die im Vereinigten K&ouml;nigreich angekommenen Fl&uuml;chtlinge nach Ruanda zu schicken) seine &Uuml;berstellung in die USA absegnen konnte. Im Falle einer Verurteilung drohen Assange bis zu 175 Jahre Gef&auml;ngnis.<br>\nJa, wir sollten den ukrainischen Widerstand voll und ganz unterst&uuml;tzen. Ja, wir sollten die westlichen Freiheiten verteidigen. Stellen Sie sich nur mit Schaudern vor, was mit Chelsea Manning passiert w&auml;re, wenn sie Russin gewesen w&auml;re! Aber unsere westliche Freiheit hat auch Grenzen, die wir nie aus den Augen verlieren sollten, vor allem in Momenten wie diesen, wenn der &bdquo;Kampf f&uuml;r die Freiheit&ldquo; in aller Munde ist.<br>\nWir h&ouml;ren in diesen Tagen die Forderung, Putin solle wegen der russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine vor das Haager Tribunal gestellt werden. Okay, aber wie k&ouml;nnen die USA dies fordern, w&auml;hrend sie die Zust&auml;ndigkeit des Haager Tribunals f&uuml;r ihre eigenen B&uuml;rger nicht anerkennen?<br>\nUnd um die Sache noch schlimmer zu machen: Wie k&ouml;nnen sie die Auslieferung von Assange an die USA fordern, wenn Assange kein US-B&uuml;rger ist, nicht in Spionage gegen die USA verwickelt war und alles, was er getan hat, darin bestand, die zweifellos von den USA begangenen Kriegsverbrechen &ouml;ffentlich zu machen (man denke nur an das ber&uuml;hmte Video, in dem US-Scharfsch&uuml;tzen irakische Zivilisten t&ouml;ten)?<br>\nAssange drohen 175 Jahre Gef&auml;ngnis f&uuml;r die blo&szlig;e Aufdeckung von US-Verbrechen, die &uuml;ber jeden Zweifel erhaben sind. Ganz zu schweigen von der langen Liste der Verbrechen von vielen US-Pr&auml;sidenten! Wenn Putin nach Den Haag geh&ouml;rt, warum nicht auch Assange? Warum nicht Bush und Rumsfeld (der bereits tot ist) f&uuml;r seine &bdquo;Shock and Awe&ldquo;-Bombardierung von Bagdad?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/slavoj-zizek-warum-ich-weiterhin-bei-russia-today-veroeffentliche-li.226691\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Von der Leyen: EU aus Abh&auml;ngigkeit von russischem Gas l&ouml;sen<\/strong><br>\nEinen konkreten Zeitplan nannte von der Leyen nicht. Die Kommissionspr&auml;sidentin hatte erst am Mittwoch wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine einen Importstopp f&uuml;r russisches &Ouml;l vorgeschlagen, der Moskau Milliarden kosten k&ouml;nnte.<br>\nDie EU habe ihr Gas zuletzt zu 90 Prozent aus Importen bezogen, rund 45 Prozent k&auml;men aus Russland, sagte von der Leyen. Zwar k&ouml;nne der Import von Fl&uuml;ssiggas diese Abh&auml;ngigkeit verringern, die beste Antwort sei aber der Umstieg auf erneuerbare Energien. Die Preisanstiege auf dem Energiemarkt l&auml;gen vor allem an fossilen Energietr&auml;gern wie &Ouml;l, Gas und Kohle. &ldquo;Die Kosten f&uuml;r erneuerbare Energien sinken seit Jahren kontinuierlich&rdquo;, sagte von der Leyen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/konflikte-frankfurt-am-main-von-der-leyen-eu-aus-abhaengigkeit-von-russischem-gas-loesen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220506-99-181344%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wahnsinn! Es kann offensichtlich nicht schnell genug gehen. Vermutlich geschieht auch dieses Vorhaben mit R&uuml;ckendeckung aus den USA und dessen Oligarchen, die hierzulande &bdquo;Philanthropen&ldquo; genannt werden. Sie sagt nicht die Wahrheit, wenn unterstellt wird, Russland sei &bdquo;&rdquo;kein zuverl&auml;ssiger Partner mehr&ldquo;. Unterschlagen wird z.B., dass EU- und NATO-Staaten russisches Verm&ouml;gen auf westlichen Konten &bdquo;eingefroren&ldquo; und russische Banken, Firmen und andere Einrichtungen vom Zahlungsverkehr abgeschnitten haben. Der aus Deutschland stammenden EU-Kommissionspr&auml;sidentin und approbierten &Auml;rztin scheint es vollkommen gleichg&uuml;ltig zu sein, ob die hiesige Bev&ouml;lkerung den n&auml;chsten Winter in K&auml;lte oder mit erheblich teureren Energiepreisen erleben muss.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>&Ouml;l-Embargo gegen Russland h&auml;tte f&uuml;r die Betriebe &ldquo;sp&uuml;rbare Folgen&rdquo;<\/strong><br>\nDie Pl&auml;ne der EU-Kommission sehen vor, s&auml;mtliche Einfuhren von russischem Roh&ouml;l mit einer &Uuml;bergangsfrist von sechs Monaten einzustellen. Raffinierte &Ouml;l-Produkte sollen nur noch bis Ende 2022 importiert werden d&uuml;rfen.<br>\nDamit die Sanktionsvorschl&auml;ge in Kraft treten k&ouml;nnen, m&uuml;ssen s&auml;mtliche 27 EU-Mitgliedsl&auml;nder geschlossen zustimmen. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Bei einem europ&auml;ischen Embargo f&uuml;r russisches &Ouml;l k&ouml;nnte der Bedarf der deutschen Wirtschaft zwar auch aus anderen Quellen gedeckt werden&rdquo;, kommentierte DIHK-Pr&auml;sident Adrian die Pl&auml;ne auf Medienanfragen. &ldquo;Trotzdem bliebe es f&uuml;r die Unternehmen nicht ohne sp&uuml;rbare Folgen.&rdquo;<br>\nSteigende &Ouml;lpreise erh&ouml;hten den finanziellen Druck auf die Betriebe, erl&auml;uterte er.<br>\n&ldquo;Insbesondere f&uuml;r die energieintensive Industrie und die Logistikbetriebe w&uuml;rde das Gesch&auml;ft damit h&auml;ufig noch unrentabler. Denn die zus&auml;tzlichen Kosten k&ouml;nnen vielfach nicht 1:1 an die Kunden weitergegeben werden, beispielsweise aufgrund l&auml;ngerfristiger Vertr&auml;ge oder des internationalen Wettbewerbsdrucks.&rdquo;<br>\nIm Extremfall seien Unternehmen gezwungen, aus Kostengr&uuml;nden ihren Betrieb stillzulegen, so Adrian. &ldquo;Die Politik sollte dies bei ihrer Entscheidung im Blick haben und gravierende Folgen f&uuml;r die Betriebe durch Unterst&uuml;tzungsma&szlig;nahmen abfedern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dihk.de\/de\/aktuelles-und-presse\/aktuelle-informationen\/oel-embargo-gegen-russland-haette-fuer-die-betriebe-spuerbare-folgen--71062%20\">DIHK<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dieser Lobbyverband kritisiert zwar die politischen Pl&auml;ne, stellt sich jedoch keinesfalls dagegen. Empfohlen wird kein Stopp eines &Ouml;l-Embargos gegen Russland, sondern &bdquo;Unterst&uuml;tzungsma&szlig;nahmen&ldquo; zugunsten &bdquo;insbesondere f&uuml;r die energieintensive Industrie und die Logistikbetriebe&ldquo;. Auch hier soll also die steuerzahlende Bev&ouml;lkerung die Kosten f&uuml;r eine Ideologie-orientierte Politik &uuml;bernehmen. Der Ruf nach dem Staat ist hierbei sehr laut.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Gerhard Papke &uuml;ber russischen &Ouml;lexport nach Indien<\/strong><br>\n#Indien kauft ein Viertel aller russischen &Ouml;lexporte auf und l&auml;sst die Sanktionspolitik ins Leere laufen. Gleichzeitig sagt die Ampelregierung Indien 10 Milliarden Euro an Entwicklungshilfe zu, vor allem f&uuml;r den Klimaschutz! Deutsche Politik am Rande des Wahnsinns.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/PapkeGerhard\/status\/1522921959109148676\">Gerhard Papke via Twitter<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ukraine: Skeptischer S&uuml;den<\/strong><br>\nDie Auswirkungen des Ukraine-Krieges sind weltweit sp&uuml;rbar (IMI-Analyse 2022\/22). Im Globalen S&uuml;den ist der Gro&szlig;teil der Menschen dabei der Meinung, dass der Westen mit seinen Reaktionen weit &uuml;ber das Ziel hinausschie&szlig;t. Die gezielte westliche Eskalationsstrategie (siehe IMI-Standpunkt 2022\/020) wird deshalb extrem skeptisch gesehen. Bei Telepolis hei&szlig;t es dazu: &bdquo;Die meisten L&auml;nder des Globalen S&uuml;dens haben angesichts der massiven und f&uuml;r gro&szlig;e Teile der dort lebenden Menschen lebensbedrohlichen wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges kein Interesse an einer weiteren Eskalation. [&hellip;] Der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis ist angesichts der globalen Stimmungslage &uuml;berzeugt: &sbquo;Niemand kann diesen Krieg gewinnen.&lsquo; Der einzige Ausweg liege in einem Friedensschluss, der von Russland, den USA und der EU gest&uuml;tzt wird: &sbquo;Der globale S&uuml;den sanktioniert Russland nicht, nicht weil er Putin unterst&uuml;tzt&lsquo;, f&uuml;gte Varoufakis an, &sbquo;sondern weil er genug von der Heuchelei der US-Regierung hat.&lsquo;&ldquo;<br>\nAuch bei Spiegel Online (englisch) erschien nun ein Interview mit dem indischen Schriftsteller Pankaj Mishra, der eine andere Perspektive auf das Geschehen er&ouml;ffnet: &bdquo;If I were asked about cautionary tales in history, I would point not to Hitler, Munich and appeasement, as many Anglo-American politicians and journalists have done &ndash; but to the Western response to 9\/11. The fanatics of al-Qaida killed many people and caused a lot of damage on September 11. But what was truly irreparable was the global damage caused by the catastrophically foolish response to 9\/11 &ndash; which was to declare an open-ended war on terror, which involved practically every country in the world and ended, as we now know, in defeat and humiliation and the political disintegration of entire parts of the world.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2022\/05\/06\/ukraine-skeptischer-sueden\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Schweigen zur Katastrophe im Jemen<\/strong><br>\nEine UN-Organisation spricht von der &ldquo;schlimmsten von Menschen erzeugten humanit&auml;ren Katastrophe seit vielen Jahrzehnten&rdquo;. Gemeint ist nicht die Ukraine, sondern der Jemen. Anders als das Leid der Ukrainer beherrscht das der Jemeniten nicht unsere Medien. Ein Kommentar. (&hellip;)<br>\nJemen war schon vor dem Krieg das &auml;rmste Land der arabischen Welt. Es f&ouml;rdert zwar Gas und &Ouml;l, aber die Vorkommen werden auf nur 0,2 Prozent der weltweit nachgewiesenen Reserven gesch&auml;tzt. Jemen liegt aber an der Meerenge von Bab-al-Mandab, einem strategischen Nadel&ouml;hr zwischen Rotem Meer und dem Golf von Aden, und dort werden t&auml;glich vier Millionen Barrel Oel durchgeschleust. Die freie Durchfahrt ist unverzichtbar f&uuml;r die Golfmonarchien.  Der Westen nimmt also in Jemen die bekannten &ldquo;vitalen Interessen&rdquo; wahr. In einer &uuml;berparteilichen Studie zuhanden des US-Kongresses [2] wurden Ende vergangenen Jahres die Gr&uuml;nde f&uuml;r den Krieg aufgef&uuml;hrt. In Jemen agierten &ldquo;internationale Terroristengruppen&rdquo;, hei&szlig;t es da, und ein gescheiterter Staat Jemen w&auml;re nicht nur eine Gefahr f&uuml;r die Schifffahrt, sondern w&uuml;rde &uuml;berdies dem Iran erlauben, &ldquo;die Grenzen von Saudi-Arabien zu bedrohen&rdquo;.<br>\nDie aufst&auml;ndischen Huthi-Milizen haben seit 2014 einen gro&szlig;en Teil des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Ihre f&uuml;hrenden K&ouml;pfe wurden im Iran in der islamischen Hochschule von Quom ausgebildet. Sie bek&auml;mpfen die Regierung Hadi, aber auch die sunnitischen Moslembr&uuml;der und die saudischen Wahabiten, die einen fundamentalistischen Islam im Jemen verbreiten. Es geht indessen, wie im gesamten Mittleren und Nahen Osten, nicht um &ldquo;Religionskriege&rdquo; zwischen Schiiten und Sunniten, sondern um politische Machtk&auml;mpfe, die entlang ethnisch-konfessioneller Grenzen ausgetragen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/schweigen-jemen\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Merz fordert Unabh&auml;ngigkeit von US-Atomwaffen<\/strong><br>\nDie bisherige deutsche Globalisierungsstrategie kommt nach Ansicht von CDU-Chef Friedrich Merz an ihr Ende. &ldquo;Billige Produkte importieren, teure Produkte exportieren, mit billigem russischem Gas produzieren und unsere Sicherheit in gro&szlig;en Teilen den Amerikanern zu &uuml;berlassen &ndash; das funktioniert so nicht mehr&rdquo;, sagte Merz der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo;. Die Zeit sei gekommen, dass man sich in Deutschland und in Europa so aufstelle, dass man insgesamt unabh&auml;ngiger, eigenst&auml;ndiger und widerstandsf&auml;higer werde.<br>\n&ldquo;Dieser Krieg k&ouml;nnte ein Quantensprung in der europ&auml;ischen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik sein &ndash; mit eigenen, integrierten Streitkr&auml;ften, die wir dann auch einsetzen k&ouml;nnen.&rdquo; Noch verlasse man sich zum Beispiel bei der atomaren Abschreckung auf die Amerikaner. &ldquo;Aber was tun wir, wenn der n&auml;chste amerikanische Pr&auml;sident diese Sicherheitsgarantie nicht erneuert? W&auml;ren wir dann bereit, mit Frankreich eine neue strategische Partnerschaft einzugehen? Dar&uuml;ber muss jetzt gesprochen und verhandelt werden, damit wir in einigen Jahren nicht schon wieder &uuml;berrascht werden von den Ereignissen der Weltpolitik.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Merz-fordert-Unabhaengigkeit-von-US-Atomwaffen-article23315886.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der CDU-Bundesvorsitzende und Oppositionsf&uuml;hrer im Deutschen Bundestag m&ouml;chte also nicht, dass Deutschland atomwaffenfrei wird. Er fordert vielmehr eine &bdquo;Neuausrichtung deutscher und europ&auml;ischer Sicherheitspolitik&ldquo;, was nichts anderes als ein deutsches Mitspracherecht &uuml;ber den Einsatz von Atomwaffen bedeutet. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69455\">Atomwaffen-Verbots-Vertrag: NATO und Bundesregierung missachten die UNO<\/a><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43908\">&bdquo;Der Weg zu einem atomwaffenfreien Deutschland w&auml;re einfach&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37528\">Der Ruf nach einer deutschen Atombombe &ndash; wir stehen am Beginn einer Kampagne, die uns noch l&auml;ngere Zeit besch&auml;ftigen wird.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Oliv-Gr&uuml;ne fordert Extrasteuer f&uuml;r &bdquo;Kriegsprofiteure&ldquo; &ndash; aber f&uuml;r die falschen!<\/strong><br>\nNachdem die vorherige EU-Kommission den B&ouml;rsenhandel mit Gas erlaubt hat, sind die Gaspreise explodiert. Der Grund ist einfach: Der B&ouml;rsenhandel mit Gas hat es f&uuml;r die Importeure attraktiv gemacht, das Gas &uuml;ber langfristige Liefervertr&auml;ge mit Gazprom billig f&uuml;r 250 bis 300 Dollar pro tausend Kubikmeter einzukaufen, f&uuml;r ein wenig Gasknappheit zu sorgen und es dann an der europ&auml;ischen B&ouml;rse f&uuml;r teilweise bis zu 2.000 Dollar weiterzuverkaufen. Das war und ist ein Bombengesch&auml;ft, das die EU den Energieimporteuren geschenkt hat, und wof&uuml;r die Verbraucher die Rechnung zahlen.<br>\nMit Russland und den Vorg&auml;ngen in der Ukraine hat der hohe Gaspreis &ndash; und damit die hohen Preise f&uuml;r Strom und Heizung &ndash; nichts zu tun, das Problem gab es schon Monate vorher und es ist hausgemacht. Nicht Putin ist daran schuld, sondern der ehemalige EU-Kommissionschef Juncker, der diese Reform des Gasmarktes durchgef&uuml;hrt hat. Solche Probleme und so hohe Preise gab es vor dieser Reform nie, &uuml;ber 50 Jahre lang waren die Preise f&uuml;r Erdgas in Europa stabil und berechenbar. Das hat Juncker zerst&ouml;rt und die Folgen sehen wir heute. (&hellip;)<br>\nUnd dass die wahren Kriegsgewinnler seit alters her nicht die Energieversorger, sondern die R&uuml;stungskonzerne sind, das wird in dem Spiegel-Artikel mit keinem Wort erw&auml;hnt. Wozu auch? Waffenlieferungen an die Ukraine sind f&uuml;r die Medien etwas Gutes und das Sonderverm&ouml;gen von 100 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr, die nat&uuml;rlich direkt in die Kassen der R&uuml;stungskonzerne flie&szlig;en, war f&uuml;r den Spiegel eine Jubelnachricht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/oliv-gruene-fordert-extrasteuer-fuer-kriegsprofiteure-aber-fuer-die-falschen\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Finanzministerium rechnet mit stark steigenden Steuereinnahmen<\/strong><br>\nDie steigende Inflation hat die Kaufkraft in Deutschland noch nicht nachhaltig gemindert. Unter anderem die Umsatzsteuer sorgt daf&uuml;r, dass die Staatskasse st&auml;rker gef&uuml;llt wird als erwartet. F&uuml;r Finanzminister Christian Lindner (FDP) gibt es trotzdem keinen Spielraum f&uuml;r zus&auml;tzliche Ausgaben.<br>\nTrotz schwacher Konjunktur rechnet das Bundesfinanzministerium mit kr&auml;ftig steigenden Steuereinnahmen. Wie aus Recherchen des &bdquo;Spiegel&ldquo; hervorgeht, w&uuml;rden Bund, L&auml;nder und Gemeinden f&uuml;r 2022 etwas mehr als 30 Milliarden Euro an zus&auml;tzlichen Einnahmen verbuchen. F&uuml;r 2023 seien es knapp 40 Milliarden Euro. Die Summen stammen demnach aus dem Vorschlag des Finanzministeriums f&uuml;r die n&auml;chste Woche anstehende Steuersch&auml;tzung.<br>\nDemnach kommt das Einnahmeplus vorrangig dadurch zustande, dass sich die K&ouml;rperschafts- und die Einkommenssteuer als auch die Abgaben auf den Konsum besser entwickeln als erwartet. Hinzu komme, dass die Inflation die Staatskasse f&uuml;llt. Wenn die Preise steigen, die Menschen aber trotzdem viel einkaufen, kassiert der Staat zum Beispiel mehr Umsatzsteuer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article238600319\/Finanzministerium-rechnet-mit-stark-steigenden-Steuereinnahmen.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mit den steigenden Preisen f&uuml;r die Endverbraucher steigen die Umsatzsteuereinnahmen ganz von allein betr&auml;chtlich. Unternehmen und Verm&ouml;gende dagegen werden weiterhin maximal geschont: keine R&uuml;cknahme der vielen K&ouml;rperschaftsteuersenkungen, keine Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;gensteuer oder einer Erbschaftsteuer f&uuml;r Firmen&uuml;berg&auml;nge und Villen im Familienbesitz. D. h. die Schieflage bei der Verteilung der Steuereinnahmen versch&auml;rft sich weiter zu Ungunsten der Arbeitnehmer und Verbraucher gegen&uuml;ber den Kapitaleigent&uuml;mern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Preise und die Marktwirtschaft<\/strong><br>\nDie Inflation ist weiter in aller Munde. Mit 7,4 Prozent wurde im April dieses Jahres ein Wert erreicht, der nahezu einmalig in der bundesdeutschen Geschichte ist. Nur im Fr&uuml;hsommer 1973, um den Jahreswechsel 1973\/1974 herum und im Oktober 1981 war die Steigerungsrate des Verbraucherpreisindex h&ouml;her als derzeit. Der Druck auf die EZB, mit Zinserh&ouml;hungen zu reagieren, wird t&auml;glich gr&ouml;&szlig;er. Dabei bleiben die Bef&uuml;rworter einer strafferen Geldpolitik eine plausible Erkl&auml;rung schuldig, wie und mit welchen gesamtwirtschaftlichen Folgen Zinserh&ouml;hungen die aktuellen Preissteigerungen bei importierten Rohstoffen zum Stillstand bringen k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nMan fragt sich, warum der Vorsitzende des DGB, von dem man jahrelang nichts in Sachen angemessener Lohnpolitik geh&ouml;rt hat, ausgerechnet jetzt vorprescht und so tut, als m&uuml;sse man nun die Lohnpolitik neu ausrichten. Der DGB war in den letzten beiden Jahrzehnten nicht einmal in der Lage (und offenbar auch nicht willens), daf&uuml;r zu sorgen, dass die Arbeitnehmer die ihnen vollst&auml;ndig und jederzeit zustehenden Nominallohnerh&ouml;hungen in H&ouml;he der durchschnittlichen Produktivit&auml;tssteigerung plus zwei Prozent Zielinflation bekommen haben, die von der EZB vorgegeben sind. Jetzt so zu tun, als m&uuml;ssten die Gewerkschaften f&uuml;r einen Ausgleich von weit h&ouml;heren Preissteigerungen in den Tarifverhandlungen sorgen, die die deutschen Arbeitgeber gro&szlig;enteils nicht zu verantworten haben, ist wenig glaubw&uuml;rdig und w&uuml;rde die sich abzeichnende wirtschaftliche Misere nur befeuern.<br>\nDer Wunsch, reale Knappheiten durch simple Steigerung aller Nominall&ouml;hne quasi ungeschehen zu machen, muss scheitern. Denn dann trifft eine aufgeblasene nominale Nachfrage auf die gleichen realen Knappheiten und f&uuml;hrt zwangsl&auml;ufig zu neuen Preissch&uuml;ben. Der Verteilungskampf um real knapper gewordene G&uuml;ter wird in einer Marktwirtschaft nun einmal &uuml;ber Preise gef&uuml;hrt. Die einzig angemessene Hilfe, die man f&uuml;r die Einkommensschw&auml;chsten in diesem Kampf leisten kann und muss, ist eine Umverteilung von oben nach unten. Hier sollten sich die Gewerkschaften engagieren und den Gutverdienenden klarmachen, dass in erster Linie sie die Zeche f&uuml;r die Knappheiten zu zahlen haben, damit aus dem aktuellen Preisschub keine anhaltende Inflation und keine massive Rezession entsteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fspiecker.de\/2022\/05\/02\/die-preise-und-die-marktwirtschaft\/\">Friederike Spiecker<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verkehrsminister Wissing bremst n&ouml;tigen Bahnausbau<\/strong><br>\nBundesverkehrsminister Volker Wissing wollte die Bahn zum Kern der Verkehrswende machen. Nun spart er so drastisch bei wichtigen Bauprojekten, dass die eigenen Beamten nach SPIEGEL-Informationen rebellieren.<br>\nBundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) stellt der Deutschen Bahn nicht gen&uuml;gend Geld f&uuml;r deren gr&ouml;&szlig;te Bauprojekte zur Verf&uuml;gung. Davor warnen ihn die eigenen Ministeriumsbeamten in mehreren internen Vermerken, die dem SPIEGEL vorliegen. Bei der Schieneninfrastruktur werde es in den kommenden Jahren einen &raquo;dramatisch wachsenden Investitionsstau&laquo; geben, hei&szlig;t es darin. Der Grund: Der Bedarfsplan Schiene sei &raquo;dramatisch&laquo; unterfinanziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/volker-wissing-gibt-deutscher-bahn-zu-wenig-geld-fuer-ausbau-des-schienennetzes-a-75280352-7d16-4174-8125-f1208b091c88%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Genau das, was man von einem Verkehrsminister von der FDP erwartet. Warum sitzt der eigentlich auf dem Posten, wenn Rot-Gr&uuml;n doch angeblich die sozial&ouml;kologische Verkehrswende will? Und die Situation ist eigentlich noch viel schlimmer als beschrieben, weil noch teure Wahnsinnsprojekte wie &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; und der &ldquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fernbahntunnel_Frankfurt_am_Main\">Fernbahntunnel Frankfurt<\/a>&rdquo; gro&szlig;e Teile der ohnehin knappen Finanzen binden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Bund schafft mehr Posten, als er besetzen kann<\/strong><br>\nGut 30.000 neue Jobs entstanden in den vergangenen Jahren in Bundesbeh&ouml;rden. Doch viele Stellen sind laut Bundesrechnungshof unbesetzt &ndash; in einer Beh&ouml;rde sogar jede zweite.<br>\nDer Bund hat in den vergangenen Jahren Zehntausende neue Stellen geschaffen, von denen er viele jedoch nicht besetzen konnte. Das geht aus einem noch unver&ouml;ffentlichten Bericht des Bundesrechnungshofs an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, der dem SPIEGEL vorliegt. Demnach entstanden in der Bundesverwaltung in der Wahlperiode von 2017 bis 2021 insgesamt 30.686 neue Stellen, das entspricht einem Plus von zw&ouml;lf Prozent. Zugleich stieg der Anteil unbesetzter Stellen von acht auf elf Prozent.<br>\nMehr als zwei Drittel der Beh&ouml;rden hatten zum Ende der Wahlperiode mehr offene Stellen als zu deren Beginn. &raquo;Die mit den neuen Stellen verbundenen Ziele, bestimmte Aufgaben zu st&auml;rken, konnten daher nicht immer erreicht werden&laquo;, kritisieren die Rechnungspr&uuml;fer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/bund-schafft-laut-bundesrechnungshof-mehr-stellen-als-er-besetzen-kann-a-27126821-84dc-4b7d-978c-1ff96b0ed7e9\">DER SPIEGEL <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sweden&rsquo;s Covid death rate among lowest in Europe, despite avoiding strict lockdowns<\/strong><br>\nNew WHO figures show pandemic wrought &lsquo;staggering toll&rsquo; of almost 15m fatalities, but harsh restrictions were not the key to beating virus<br>\nSweden&rsquo;s death rate during the Covid pandemic is among the lowest in Europe, despite the country refusing to impose strict lockdowns, according to new figures from the World Health Organisation.<br>\nThe UN health agency released estimates of excess deaths &ndash; people who died directly and indirectly from Covid &ndash; showing the pandemic had wrought a &ldquo;staggering toll&rdquo; worldwide, with 14.9 million fatalities, three times higher than fatalities officially reported.<br>\nBritain, according to the new data, had a lower excess death rate than Spain, Germany and Italy.<br>\nExperts said the difference demonstrated stringent lockdowns alone did not determine success when battling Covid-19.<br>\nThe WHO analysis includes deaths directly linked to Covid but also indirect fatalities &ndash; including those unable to access healthcare for other conditions while services were overwhelmed or suspended.<br>\nIt also accounts for deaths averted during the pandemic, for example because of the lower risk of traffic accidents during lockdowns.<br>\nSweden, which was criticised in the early stages of the pandemic for resisting a mandatory lockdown, had fewer deaths per capita than much of Europe.<br>\nIn 2020 and 2021, the country had an average excess death rate of 56 per 100,000 &ndash; compared to 109 in the UK, 111 in Spain, 116 in Germany and 133 in Italy. (&hellip;)<br>\nThe WHO said that middle-income countries &ndash; where both Covid testing and death registrations are patchy &ndash; account for 81 per cent of excess deaths in the first two years of the pandemic, compared to just 15 per cent in high-income nations.<br>\nDr William Msemburi, an WHO official, added that the vast majority of deaths &ndash; some 68 per cent &ndash; were centred in just 10 countries, which include the United States, Russia and India.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telegraph.co.uk\/global-health\/science-and-disease\/swedens-death-rate-among-lowest-europe-despite-avoiding-strict\/\">The Telegraph<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Triage-Gesetzesvorschlag beinhaltet medizinischen Tabubruch<\/strong><br>\nDas Bundesgesundheitsministerium (BMG) unter F&uuml;hrung des SPD-Politikers und Arztes Karl Lauterbach ist im Fall einer pandemiebedingten Triage offenbar zu einem medizinethischen Tabubruch bereit: Bei knappen intensivmedizinischen Ressourcen soll es k&uuml;nftig m&ouml;glich sein, eine bereits begonnene Behandlung abzubrechen zugunsten eines Patienten mit h&ouml;herer &Uuml;berlebenschance. Das geht aus einem Gesetzesvorschlag des BMG f&uuml;r den Schutz behinderter Menschen in einer Triage-Situation hervor, der Tagesspiegel Background vorliegt. (&hellip;)<br>\nW&ouml;rtlich hei&szlig;t es dazu in dem Entwurf: &bdquo;Bei bereits zugeteilten pandemiebedingt nicht ausreichend vorhandenen &uuml;berlebenswichtigen intensivmedizinischen Behandlungskapazit&auml;ten ist eine Zuteilungsentscheidung (&hellip;) von drei mehrj&auml;hrigen intensivmedizinisch erfahrenen praktizierenden (&hellip;) Fach&auml;rzten mit der Zusatzausbildung Intensivmedizin einvernehmlich zu treffen, die den Patienten (&hellip;) unabh&auml;ngig voneinander begutachtet haben.&ldquo;<br>\nDie Krankenh&auml;user sollen zudem &bdquo;verpflichtet&ldquo; werden, &bdquo;die Zust&auml;ndigkeiten und Entscheidungsabl&auml;ufe (&hellip;) in einer Verfahrensanweisung festzulegen und deren Einhaltung sicherzustellen&ldquo;.<br>\nGrunds&auml;tzlich darf laut dem Entwurf bei der Zuteilung knapper medizinischer Ressourcen niemand aus &bdquo;Gr&uuml;nden der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identit&auml;t benachteiligt werden&ldquo;. (&hellip;)<br>\nEinem bereits Behandelten die Therapie wieder wegzunehmen, galt indes &ndash; auch mit Blick auf das Strafrecht &ndash; bislang als Tabu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/abbruch-der-beatmung-triage-gesetzesvorschlag-beinhaltet-medizinischen-tabubruch\/28313630.html%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Lauterbach kennt in seinem blinden Fanatismus offenbar keinerlei Grenzen mehr und schreckt auch vor menschenverachtenden Gesetzesvorlagen nicht zur&uuml;ck. Nat&uuml;rlich wird die Frage, weshalb man f&uuml;rchtet, dass Behandlungskapazit&auml;ten knapp werden k&ouml;nnten, nicht gestellt. Liegt es vielleicht daran, dass selbst in der Pandemie tausende Intensivbetten abgebaut wurden? Dieser Mann ist als Gesundheitsminister schon lange nicht mehr tragbar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Betr&uuml;gerische Maskenmillion&auml;re<\/strong><br>\n&Uuml;ber Fynn Kliemanns Maskenbetrug k&ouml;nnen Spahn, Tandler und die Jungunternehmer von Emix nur m&uuml;de lachen. Eine Chronologie &uuml;ber krumme Deals. [&hellip;]<br>\nIm Vergleich zu anderen Betrugsf&auml;llen ist Kliemanns l&auml;ppischer Millionendeal ein kleiner Fisch im Haibecken. In genau diesem schwimmen n&auml;mlich die zwei Jungunternehmer von der Schweizer Handelsfirma Emix gemeinsam mit Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn, CSU-Lobbyistin Andrea Tandler, CSU-Europaabgeordnete Monika Hohlmeier und der Beratungsriese EY.<br>\nIm Bundestag habe ich viel dazu recherchiert. Der Fall Kliemann ist ein guter Anlass, um die schmutzigen Maskendeals aus Unionskreisen nochmal chronologisch aufzudr&ouml;seln. (&hellip;)<br>\nSpahn informierte sich damals auch nicht, wo und zu welchen Preisen die europ&auml;ischen Nachbarn einkauften, wie eine Nachfrage an das BMG ergab. (&hellip;)<br>\nUnd jetzt kommt der gr&ouml;&szlig;te Witz: Obwohl das BMG das Open-House-Verfahren am 8. April abgebrochen hatte, weil es ja schon mit Masken-Vertr&auml;gen &uuml;berflutet war, hat es am 24. April noch einen letzten Vertrag mit Emix geschlossen. Und zwar &ndash; jetzt kommt&rsquo;s! &ndash; &uuml;ber ganze 100 Millionen Masken. Das sind rund zwei Drittel aller Masken, die von Emix eingekauft wurden. Und das zu einem St&uuml;ckpreis von 5,40 &euro;. Sprich: Einem Preis, der deutlich &uuml;ber dem ohnehin schon viel zu hohen Preis im gefluteten Open-House-Verfahren lag. Spahn kaufte den Gro&szlig;teil der Masken, die ihm Andrea Tandler von den Schweizer Jungunternehmern vermittelte, also zu Mondpreisen und zu einem Zeitpunkt, an dem er sich aus anderen Liefervertr&auml;gen rausmogeln wollte.<br>\nSpahn begr&uuml;ndet den Vertrag am 24. April damit, dass er sich nicht sicher war, wie viele Lieferanten aus dem Open-House-Verfahren auch wirklich liefern w&uuml;rden. Das ist aber deshalb Unsinn, weil ja schon rund eine Woche sp&auml;ter der Logistiker Fiege offenbar &uuml;berfordert war und den Lieferanten zu wenig Anlieferzeitfenster zur Verf&uuml;gung stellte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mauricehoefgen.substack.com\/p\/masken-fynn-kliemann-betrug-spahn?s=w\">Maurice H&ouml;fgen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Illegale M&uuml;llkippen: Die schmutzigen Gesch&auml;fte einer Berliner Entsorgungsfirma<\/strong><br>\nIn Polen wuchern illegale M&uuml;lldeponien. Unsere Reporter recherchierten monatelang, woher der Abfall stammt. Sie stie&szlig;en auch auf einen Berliner Entsorger. (&hellip;)<br>\nDeutschlands Nachbarland ist buchst&auml;blich zum Brennpunkt der illegalen M&uuml;llentsorgung in Europa geworden. Allein 2018 brannten mehr als 130 Deponien im ganzen Land. Ermittler gehen davon aus, dass viele der Br&auml;nde vors&auml;tzlich gelegt wurden, um den M&uuml;ll loszuwerden. Der polnische Ministerpr&auml;sident sprach von einer &bdquo;M&uuml;llmafia&ldquo;.<br>\nWas die Flammen in Zgierz damals nicht verschluckten, rottet heute noch vor sich hin. Die Szenerie ist dystopisch. Im Schatten eines altersschwachen Kraftwerks und einer verlassenen Fabrik mit eingeworfenen Fensterscheiben erhebt sich der M&uuml;ll. Wir erkunden die illegale Halde und entdecken neben leckenden F&auml;ssern mit gef&auml;hrlichen Industriechemikalien massenhaft Verpackungsm&uuml;ll aus halb Europa: bergeweise Abf&auml;lle aus England, Italien, Schweden, den Niederlanden &ndash; und wiederum jede Menge aus Deutschland.<br>\nDas best&auml;tigt auch die Umweltbeh&ouml;rde GIOS, die im Fall Zgierz nach eigenen Angaben Vertr&auml;ge und Transportpapiere mit Namen von 28 deutschen Unternehmen sicherstellen konnte &ndash; darunter zwei ALBA-T&ouml;chter: die ALBA Nord GmbH in Schwerin und die ALBA Stuttgart GmbH in Waiblingen. Als wir die Konzernzentrale in Berlin damit konfrontieren, regiert die Pressestelle &uuml;berrascht. &bdquo;Der von Ihnen geschilderte Sachverhalt ist uns nicht bekannt.&ldquo; (&hellip;)<br>\nIn einem Schreiben des polnischen Umweltministeriums vom Juli 2021 an die damalige Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) wird gefordert, dass Deutschland illegal entsorgte Abf&auml;lle zur&uuml;ckholt.<br>\nDoch die R&uuml;ckholersuchen aus Polen verhallen. Dabei haften Abfallerzeuger laut europ&auml;ischem und deutschem Gesetz so lange f&uuml;r ihren M&uuml;ll, bis er fachgerecht entsorgt wurde. Bei illegaler Entsorgung h&auml;ngt es davon ab, wer f&uuml;r das kriminelle Handeln verantwortlich gemacht wird: der deutsche Exporteur oder der polnische Importeur. Nicht selten schieben sich Unternehmen und Beh&ouml;rden beider L&auml;nder aber gegenseitig die Verantwortung zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/illegaler-muell-verseucht-polen-eine-spur-fuehrt-nach-berlin-li.226203\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Macron feierlich ins Amt eingef&uuml;hrt &ndash; Diese Herausforderungen erwarten ihn<\/strong><br>\nDie Pr&auml;sidentschaftswahl in Frankreich zeigte einen deutlichen Rutsch nach rechts, Le Pen erzielte das beste Wahlergebnis in der Geschichte ihrer Partei. Dennoch konnte Macron sich eine zweite Amtszeit sichern. Nun muss er sich auf mehreren Gebieten beweisen.<br>\nF&uuml;r Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron, der am Samstag feierlich ins Amt eingef&uuml;hrt wurde, ist es bereits die zweite Amtszeit. W&auml;hrend seines ersten Mandats hatte sich Macron gleich nach der Wahl an heikle Reformen gemacht, darunter zum Arbeitsmarkt. Dieses Mal d&uuml;rfte der 44-J&auml;hrige vorsichtiger vorgehen, um soziale Unruhen zu vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article238609411\/Emmanuel-Macron-Grosse-Herausforderungen-in-seiner-zweiten-Amtszeit.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der Artikel (nach einer Agenturmeldung) erschien sehr &auml;hnlich auch im <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/emmanuel-macron-ist-wieder-praesident-a-06275e4c-b237-4364-a21d-a4eacecf43f2\">SPIEGEL<\/a> und in der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2022-05\/macron-wiederwahl-frankreich-amtseinfuehrung-praesident\">ZEIT<\/a> und nat&uuml;rlich sind sich alle diese Zeitungen einig, dass die Rentenreform &ldquo;alternativlos&rdquo; ist, weil die Rente angeblich nicht weiterfinanziert werden kann. (Dass Macron in seiner letzten Amtszeit die Verm&ouml;gensteuer abgeschafft und die Steuern f&uuml;r Kapitalgesellschaften um ca. 30 Milliarden Euro pro Jahr gesenkt hat und f&uuml;r die kommenden f&uuml;nf Jahre weitere Unternehmensteuersenkungen in Aussicht gestellt hat &ndash; alles v&ouml;llig unbezahlbar -, wird nicht einmal angesprochen, geschweige denn kritisiert.) Die gleichzeitige &ldquo;Herausforderung&rdquo;, die Kaufkraft zu erh&ouml;hen und den Politikfrust und &ldquo;Extremismus&rdquo; zu bek&auml;mpfen (Macron selber ist mit seiner hart neoliberalen Politik gegen die Bev&ouml;lkerungsmehrheit ein Extremist), widerspricht diametral Macrons Pl&auml;nen zur weiteren Schleifung des franz&ouml;sischen Sozialstaats. In der Zusammenstellung kann eigentlich nur gesellschaftliches Chaos herauskommen.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Bangen in Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nEs ist der entscheidende Punkt der Vereinbarung des Linksb&uuml;ndnisses &raquo;Nouvelle Union Populaire &eacute;cologiste et sociale&laquo; (NUPES) im Hinblick auf die franz&ouml;sischen Parlamentswahlen im Juni. Das Abkommen, das Jean-Luc M&eacute;lenchons La France insoumise (LFI) mit Gr&uuml;nen, Kommunisten (PCF) und der Parti Socialiste (PS) unterzeichnet hat, beinhaltet einen &raquo;Ungehorsam gegen&uuml;ber bestimmten europ&auml;ischen Regeln, insbesondere bei Wirtschafts- und Haushaltsregeln&laquo;. Denn nur so sei man &raquo;in der Lage, das eigene Programm umzusetzen&laquo;, erkl&auml;ren die Parteien dazu. Die Vereinbarung der NUPES erw&auml;hnt konkret die M&ouml;glichkeit, von den Regeln des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakts, dem EU-Wettbewerbsrecht sowie den Vorgaben der &raquo;neoliberalen&laquo; Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) abzuweichen.<br>\nM&eacute;lenchon ist damit das Kunstst&uuml;ck gelungen, so gut wie die gesamte franz&ouml;sische Linke hinter sich und seinem EU-kritischen Kurs zu vereinen &ndash; und das genau 15 Jahre, nachdem er die damals noch m&auml;chtige PS eben wegen ihres br&uuml;sselfreundlichen Kurses verlassen hatte. Laut Umfragen k&ouml;nnte die NUPES nun eine Mehrheit in der Nationalversammlung erlangen und M&eacute;lenchon Premierminister werden.<br>\nIn der BRD, dem gr&ouml;&szlig;ten Profiteur der EU, l&auml;uten bereits die Alarmglocken. Die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung warnte am Freitag vor der &raquo;linken Wahlunion gegen Europa&laquo; und beklagte, dass der &raquo;Volkstribun Jean-Luc M&eacute;lenchon&laquo; Sozialisten und Gr&uuml;ne zum Ungehorsam gegen die EU &raquo;angestachelt&laquo; habe. Ohne die &raquo;Finanzierungsfrage auch nur zu erw&auml;hnen&laquo;, plane das Linksb&uuml;ndnis, &raquo;den liberalen und gewinnorientierten Kurs der EU zu beenden&laquo;, ger&auml;t das Blatt in Schrecken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/426047.html%20\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.:<\/strong> Seit den Erfahrungen mit Syriza und Partei Movimento bin ich da skeptisch und zur&uuml;ckhaltend mit der Begeisterung vom Erfolg von Melenchon. Es waren doch ebenso die gleichen Medien, die damals vor dem Untergang der EU gefaselt haben, als Syriza und PM die Regierungsarbeit in Griechenland und Italien &uuml;bernommen haben. Stattdessen gab es neoliberale &ldquo;Strukturreformen&rdquo; und in Italien hat die PM den stillen Putsch vom ehemaligen EZB-Vorsitzenden und Goldman Sachs Banker Draghi unterst&uuml;tzt. In Brasilien wird aktuell ebenso ein angebliches Linksb&uuml;ndnis geformt, das haupts&auml;chlich von George Soros und den USA unterst&uuml;tzt wird. Dem Anschein nach geht es hier um klassisch subversive Arbeit von Geheimdiensten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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