{"id":8364,"date":"2011-02-18T09:09:51","date_gmt":"2011-02-18T08:09:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8364"},"modified":"2011-02-18T09:09:51","modified_gmt":"2011-02-18T08:09:51","slug":"hinweise-des-tages-1331","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8364","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Guttenbergs Dissertation; Schulden drohen Athen zu strangulieren; Merkels Schw&auml;che nutzt dem Euro; Aktivisten fordern globale Finanzmarktsteuer; Bundesbank im Gl&uuml;ck; Vernichtendes Urteil &uuml;ber IWF; &Auml;rzteverband klagt &uuml;ber 12.000 unbesetzte Stellen; Ein Drittel der Deutschen kommt mit Geld gut aus; Gro&szlig;e Mehrheit bef&uuml;rwortet gleichen Lohn f&uuml;r Zeitarbeiter; einmal Hartz IV, immer Hartz IV; Media-Markt im Zwielicht; Polizeichef-Aff&auml;re: Landet U-Ausschuss vor Gericht?; Friedrich Merz, Millionengewinner; Bayerisches LKA setzt rechtswidrige Methoden der Online&uuml;berwachung ein; Freispruch f&uuml;r einen Ehrenmann; Alles M&uuml;ll?; Die Asyl-L&uuml;ge; Bundesuniversit&auml;ten &ndash; &Uuml;berall Niveau; Beruf: Spendensammlerin; SPD,Gr&uuml;ne und Linke gemeinsam gegen Naziaufmarsch in Dresden; zu guter Letzt: Kannste abschreiben. (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Guttenbergs Dissertation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Schulden drohen Athen zu strangulieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Lucas Zeise &ndash; Merkels Schw&auml;che nutzt dem Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Aktivisten fordern globale Finanzmarktsteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Bundesbank im Gl&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Vernichtendes Urteil &uuml;ber IWF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">&Auml;rzteverband klagt &uuml;ber 12.000 unbesetzte Stellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Ein Drittel der Deutschen kommt mit Geld gut aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Gro&szlig;e Mehrheit bef&uuml;rwortet gleichen Lohn f&uuml;r Zeitarbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Einmal Hartz IV, immer Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Media-Markt im Zwielicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Polizeichef-Aff&auml;re: Landet U-Ausschuss vor Gericht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Friedrich Merz, Millionengewinner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Bayerisches LKA setzt rechtswidrige Methoden der Online&uuml;berwachung ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Freispruch f&uuml;r den Ehrenmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Alles M&uuml;ll?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Die Asyl-L&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Bundesuniversit&auml;ten &ndash; &Uuml;berall Niveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Beruf: Spendensammlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">SPD,Gr&uuml;ne und Linke gemeinsam gegen Naziaufmarsch in Dresden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Zu guter Letzt: Kannste abschreiben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8364&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Guttenbergs Dissertation <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Plagiat und Frieden<\/strong><br>\nSo unwahrscheinlich es ist: Man kann nicht ganz ausschlie&szlig;en, dass die Blitzkarriere des deutschen Lieblingspolitikers Karl-Theodor zu Guttenberg ausgerechnet jetzt die Richtung verliert.<br>\nNicht durch den fragw&uuml;rdigen und von der Mehrheit abgelehnten Krieg in Afghanistan; nicht durch die Widerspr&uuml;che, in die er sich bei der Bewertung des t&ouml;dlichen Bombardements von Kundus verstrickte; nicht durch die Kaltbl&uuml;tigkeit, mit der er die Verantwortung an Untergebene delegierte und diese feuerte. Sondern durch abgeschriebene Passagen in einer Doktorarbeit, die niemanden interessiert. Dem Baron erschiene es sicher ungerecht, sollten die Plagiatsvorw&uuml;rfe ihn den Doktortitel und vielleicht die n&auml;chsten Karriereschritte kosten. Tats&auml;chlich handelt es sich ja, gemessen an seinen sonstigen Verantwortlichkeiten, um eine Lappalie. Und doch wohnt der Tatsache, dass der politisch kaum relevante Vorgang nun so bedeutend erscheint, eine tiefere Gerechtigkeit inne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/plagiat-und-frieden\/-\/1472602\/7200544\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Fehler des Herrn Guttenberg<\/strong><br>\nDer Verteidigungsminister habe seine Glaubw&uuml;rdigkeit verloren, hei&szlig;t es nun. In Wahrheit hat er das schon lange bevor die Plagiatsaff&auml;re bekannt wurde. Im Hause Springer ist man aufgeregt. Karl-Theodor zu Guttenberg, der Star der Bild-Zeitung, hat eine neue Aff&auml;re am Hals. &ldquo;Macht keinen guten Mann kaputt. Schei&szlig; auf den Doktor&rdquo;, r&auml;t Franz Josef Wagner und vermutet eine &ldquo;Jagd auf Guttenberg&rdquo;, angetrieben von Neid und Missgunst ob der gro&szlig;en Beliebtheit des Verteidigungsministers. Das ist die Botschaft des Boulevards: Was sind schon ein paar geklaute Abs&auml;tze? Und das Blatt h&auml;tte Recht, wenn es nicht den entscheidenden Rest des Gedanken verschwiege: Was sind schon ein paar geklaute Abs&auml;tze verglichen mit all den Fehlern, die sich Karl-Theodor zu Guttenberg im Laufe seiner nicht allzu langen Karriere als Verteidigungsminister geleistet hat?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-02\/guttenberg-plagiat\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man stelle sich nur f&uuml;r einen Moment die Schlagzeilen in der BILD-Zeitung vor, wenn nicht Baron zu Guttenberg, sondern Oskar Lafontaine oder Gregor Gysi &auml;hnlichen Plagiatsvorw&uuml;rfen ausgesetzt w&auml;ren. Nun gut, Ersterer hat weder promoviert noch promovieren lassen, Letzterer schrieb seine Dissertation mit dem Titel &bdquo;Zur Vervollkommnung des sozialistischen Rechts im Rechtsverwirklichungsproze&szlig;&ldquo; lange vor der Erfindung von Google.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mein Schloss, mein Titel, meine Doktorarbeit<\/strong><br>\nSo, wie Guttenberg seine Truppenbesuche inszeniert, so inszeniert er auch sein akademisches Leben. Der Verteidigungsminister verwechselt sich selbst mit seinen Titeln und &Auml;mtern. Was ist da eigentlich noch echt?<br>\nEigentlich ist es ja begr&uuml;&szlig;enswert, wie &ouml;konomisch diese Regierung mit einem wichtigen, wenn nicht gar dem wertvollsten Gut dieser Zeit umgehen: ihrer Zeit. Die Bundeskanzlerin vertr&ouml;delt diese ihre Zeit nicht damit, ein schlechtes Buch zu lesen (Sarrazins Deutschlandabschaffung), was sie allerdings nicht daran hindert, den Autor abzukanzeln. Der Verteidigungsminister vertr&ouml;delt diese seine Zeit nicht damit, ein schlechtes Buch zu schreiben (sein Dissertationssample), was ihn allerdings nicht daran hindert, mit dem zusammenkopierten Doktortitel herumzugockeln. Auch Familienministerin Kristina Schr&ouml;der, vormals K&ouml;hler, hat besseres zu tun, als sich mit Fu&szlig;noten herumzuplagen; dazu gibt&rsquo;s im Bundestag schlie&szlig;lich wissenschaftliche Mitarbeiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/mein-schloss-mein-titel-meine-doktorarbeit\/3855456.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Wiki-Community sucht Guttenberg-Plagiate<\/strong><br>\nKollaborativ gegen Guttenberg: Auf der Suche nach Plagiaten in der Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg findet sich eine immer gr&ouml;&szlig;ere Gruppe von Onlinern zusammen, um gemeinsam nach weitern Copy&amp;Paste-Delikten zu fahnden. Die Ergebnisse k&ouml;nnen sich sehen lassen: Waren gestern noch sechs F&auml;lle bekannt, listet das frisch aufgesetzte Guttenplag-Wiki bereits 23 m&ouml;gliche Plagiate auf. Das Konzept erinnert an einen stilbildendes Projekt des britischen Guardian.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/details-topstory\/article\/wiki-community-sucht-guttenberg-plagiate_100033294.html\">Meedia<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/de.guttenplag.wikia.com\/wiki\/Plagiate\">Guttenplag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Diese &ldquo;inoffizielle&rdquo; Liste auff&auml;lliger Textbausteine in Guttenbergs Doktorarbeit enhielt am 17.02.2011, 22.30 Uhr 56 Eintr&auml;ge.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schulden drohen Athen zu strangulieren<\/strong><br>\nWenn Griechenland aus der Schuldenkrise herauskommen will, m&uuml;ssen Gl&auml;ubiger auf Teile ihrer Forderungen verzichten. Denn bei sieben Prozent Zinsen br&auml;uchte das Land 8 Prozent Wachstum, um die Lasten zu schultern.<br>\nGebetsm&uuml;hlenartig wiederholt es die griechische Regierung seit Monaten: Nein, wir brauchen keine Umschuldung. Wir zahlen unsere Zinsen p&uuml;nktlich und beginnen sp&auml;testens 2014, den Schuldenberg abzutragen. Auch die EU-Kommission versichert: Griechenland kommt mit den bisher beschlossenen Hilfen und Sparma&szlig;nahmen &uuml;ber die Runden. Aber die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Griechenland muss seine Verbindlichkeiten restrukturieren, wenn es sich aus der Schuldenfalle befreien will. [&hellip;] Der einzige Ausweg ist deshalb ein Schuldenschnitt. Griechenland k&ouml;nnte als Erstes mit billigen Krediten der EFSF eigene Anleihen zu den aktuell niedrigen Kursen zur&uuml;ckkaufen, etwa von der EZB, die in den vergangenen Monaten griechische Staatsanleihen f&uuml;r rund 50 Milliarden aufgekauft hat. Das w&uuml;rde aber bei weitem nicht reichen. Mohamed El-Erian, Chef des weltgr&ouml;&szlig;ten Anleihe-Investors Pimco glaubt, dass Griechenland seine Schuldenquote unter 90 Prozent dr&uuml;cken muss, um zahlungsf&auml;hig zu bleiben. Das entspr&auml;che einem Schuldenschnitt von rund 40 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/krise\/schulden-drohen-athen-zu-strangulieren\/-\/1471908\/7204646\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lucas Zeise &ndash; Merkels Schw&auml;che nutzt dem Euro<\/strong><br>\nDie erzkonservative europ&auml;ische Wirtschaftsstrategie dieser Regierung wird taktisch schlecht vorgetragen. Das zeigt das Chaos um den Abgang Axel Webers von der Bundesbankspitze. Das zeigt auch das diktatorische Vorgehen der Kanzlerin in Sachen Wirtschaftsregierung in der Euro-Zone. Die taktische Inkompetenz der Bundesregierung ist einer der wenigen Gr&uuml;nde f&uuml;r die Hoffnung, dass sich ihre Vorstellungen nicht durchsetzen.<br>\nJe mehr sich deren Verfechter wie einst Horst K&ouml;hler und nun Axel Weber zwischen selbst gesetzten hohlen Prinzipien und pers&ouml;nlichem Ehrgeiz verheddern, desto wahrscheinlicher ist ein Scheitern. Und je mehr Frau Merkel und ihr Bundesgenosse Nicolas Sarkozy die Regierungen der anderen Euro-Staaten gegen sich aufbringen, desto gr&ouml;&szlig;er ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Euro selbst &uuml;berlebt.<br>\nNach dem Willen Frau Merkels soll auch der Rest der Euro-Zone mit Lohndruck, Sozialabbau, Vernachl&auml;ssigung der Infrastruktur und dergleichen begl&uuml;ckt werden. So sollen auch Griechenland und Portugal wettbewerbsf&auml;hig werden. Das Vorhaben ist abstrus. Die Mittel, die dazu ersonnen worden sind, tragen zum Erreichen dieses Ziels nichts bei. Sie sind nur aus sich selbst heraus sch&auml;dlich. Politisch ist die Merkel-Sarkozy-Initiative eine Ersatzhandlung. Sie soll etwas vorgaukeln, wo nichts ist: eine politische Neukonzeption der W&auml;hrungsunion. Die ist dringend. Leider kann man rationales Handeln bei den finanzpolitisch Zust&auml;ndigen in Deutschland nicht voraussetzen. Sollten sie sich trotzdem durchsetzen, wird immer wahrscheinlicher, dass die W&auml;hrungsunion scheitert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kolumne-lucas-zeise-merkels-schwaeche-nutzt-dem-euro\/60012196.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Aktivisten fordern globale Finanzmarktsteuer<\/strong><br>\nMehr als 100 zivilgesellschaftliche Organisationen in 16 L&auml;ndern haben sich am Donnerstag mit vielf&auml;ltige Aktionen am &ldquo;Global Day of Action&rdquo; f&uuml;r eine Finanzmarktsteuer beteiligt. In vielen L&auml;ndern demonstrierten Aktivistinnen und Aktivisten vor den Botschaften jener L&auml;nder, die der Steuer bisher unentschieden oder kritisch gegen&uuml;ber stehen.<br>\nIn Berlin zogen Aktivistinnen und Aktivisten des &ldquo;Steuer gegen Armut&rdquo;-B&uuml;ndnisses am Vormittag als Robin Hoods verkleidet vor die Vertretungen Italiens, Gro&szlig;britanniens, Spaniens und S&uuml;dafrikas und &uuml;bergaben Schreiben an die Regierungen dieser L&auml;nder. Am fr&uuml;hen Abend erwartet die Besucher der Berlinale eine &Uuml;berraschung: Mit einer Stretchlimousine werden die Robin Hoods vor mehreren Kinos vorfahren und ihre Forderung nach einer Steuer gegen Armut auf dem roten Teppich pr&auml;sentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.epo.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=6977:aktivisten-fordern-globale-finanzmarktsteuer&amp;catid=57&amp;Itemid=114\">entwicklungspolitik online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bundesbank im Gl&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Neubesetzung der Bundesbankspitze ist ein Gl&uuml;cksgriff. Schon bald wird die verkrustete Beh&ouml;rde nicht wiederzuerkennen sein. Und zwar nicht, weil endlich eine Frau in den Vorstand r&uuml;ckt. Sondern weil die k&uuml;nftige Vizepr&auml;sidentin Sabine Lautenschl&auml;ger die Idealbesetzung ist, um die Bankenaufsicht in Deutschland effizienter zu gestalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/bundesbank-im-glueck\/-\/1472602\/7200428\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Der Kommentar der FR-Redakteurin Anna Sleegers ist an Liebedienerei gegen&uuml;ber der schwarz-gelben Bundesregierung kaum noch zu &uuml;berbieten. Der Text ist eine Ansammlung von sachlich nicht begr&uuml;ndeten bzw. zweifelhaften Behauptungen. So mutet insbesondere das geradezu euphorische Hochjubeln der Juristin Sabine Lautenschl&auml;ger zur Vizepr&auml;sidentin der Bundesbank &auml;u&szlig;erst peinlich an.<br>\nDie Financial Times Deutschland berichtet unter Bezugnahme auf die Stuttgarter Zeitung, Weidmanns fr&uuml;herer Professor Roland Vaubel stelle seinem einstigen Sch&uuml;tzling Jens Weidmann ein miserables Zeugnis aus. Vaubel spreche ihm die F&auml;higkeit zum Chef der deutschen Notenbank ab: &ldquo;Ich f&uuml;rchte, er ist der Aufgabe nicht gewachsen.&rdquo; Und weiter: &ldquo;Er ist ein guter &Ouml;konometriker, aber ein farbloser Technokrat. Es liegt ihm nicht wirtschaftspolitisch zu argumentieren, das hei&szlig;t zu begr&uuml;nden, mit welchen wirtschaftspolitischen Instrumenten die Ziele am besten erreicht werden k&ouml;nnen.&rdquo; Man kann zwar der vielbeschworenen &ldquo;Unabh&auml;ngigkeit der Bundesbank&rdquo; durchaus kritisch gegen&uuml;berstehen. Es darf allerdings mit Fug und Recht bezweifelt werden, ob die bisher enge Anbindung Weidmanns an das Bundeskanzleramt und die damit verbundenen Abh&auml;ngigkeiten eine gute Voraussetzung f&uuml;r die zuk&uuml;nftige T&auml;tigkeit Weidmanns als Bundesbankchef sind.<br>\nInsbesondere mangelt es dem Kommentar der FR-Redakteurin Anna Sleegers jedoch an einer Bewertung der Auswirkungen der Personalentscheidungen auf die Inhalte der zuk&uuml;nftigen Bundesbankpolitik. In Jens Bergers Telepolis-Beitrag &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/34\/34214\/1.html\">Von der Schattenregierung zur Bundesbank<\/a>&rdquo; hei&szlig;t es hierzu einleitend: &ldquo;Axel Weber geht, Jens Weidmann kommt &ndash; mit der Personal&auml;nderung an der Spitze der Bundesbank zementiert die neoliberale Ideologie ihre Macht.&rdquo;<br>\nOb dies tats&auml;chlich &ldquo;eine gute Nachricht f&uuml;r Deutschland und f&uuml;r Europa&rdquo; (so die FR-Redakteurin Anna Sleegers) ist, darf doch sehr in Zweifel gezogen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Vernichtendes Urteil &uuml;ber IWF<\/strong><br>\nDer IWF hat die Finanzkrise &uuml;ber lange Strecken v&ouml;llig falsch eingesch&auml;tzt. Kritik an den Verursachern der Krise gab es nie &ndash; es traf immer arme L&auml;nder. Jetzt hat eine Kommission die Fehler gnadenlos aufgelistet. Angela Merkel vertraut dem IWF trotzdem.<br>\nWenn im Jahr 2020 oder 2030 die moderne Weltfinanzkrise ausgestanden sein sollte, werden hoffentlich die Historiker eine Frage beantworten k&ouml;nnen: Wie war es m&ouml;glich, dass alle Staaten, von den USA bis China, von Australien bis Brasilien, so unvorbereitet in diese globale Katastrophe stolperten?<br>\nWertvolle Hinweise zu diesem dr&auml;ngenden Thema gibt ein Bericht, den der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) als Teil seiner Vergangenheitsbew&auml;ltigung bei einer unabh&auml;ngigen Kommission selbst in Auftrag gegeben hat. Das Dokument liest sich wie eine Generalabrechnung mit einem Zeitalter, in dem der Glaube an den Segen freier Kapitalm&auml;rkte und die &Uuml;berlegenheit, ja Unverwundbarkeit der USA und ihres europ&auml;ischen Ablegers Gro&szlig;britannien so dominierte, dass alle Warnungen untergingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/vernichtendes-urteil-ueber-iwf\/-\/1472780\/7201422\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&Auml;rzteverband klagt &uuml;ber 12.000 unbesetzte Stellen<\/strong><br>\nDer Marburger Bund warnt vor einem Risiko f&uuml;r die Patienten: Bis zu 12.000 Stellen seien in deutschen Kliniken unbesetzt &ndash; mehr als doppelt so viel wie offiziell angegeben, sagte Gewerkschaftschef Rudolf Henke und warnte zugleich vor m&ouml;glichen &Auml;rztefehlern: &ldquo;Wenn sich weniger Menschen um einen k&uuml;mmern, als eigentlich vorgesehen, dann ist das ein Problem.&rdquo; [&hellip;] Die vorhandenen rund 140.000 Klinik&auml;rzte machen der Umfrage zufolge den Personalmangel zum Teil mit &Uuml;berstunden wett. Durchschnittlich arbeiten sie auf einer Vollzeitstelle nach Gewerkschaftsangaben etwa 55 Stunden pro Woche. Der Marburger Bund kommt damit auf rund 120 Millionen &Uuml;berstunden. &ldquo;Wir haben eine &Uuml;berlastungssituation&rdquo;, sagte Henke. Dies f&uuml;hre zu Arbeitsvermeidung &ndash; die Mediziner versuchten, &ldquo;auch irgendwann mal Feierabend zu machen&rdquo;. Darunter litten die Patienten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,746023,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ein Drittel der Deutschen kommt mit Geld gut aus<\/strong><br>\nIm Aufschwung haben wieder mehr Deutsche das Gef&uuml;hl, sich etwas leisten zu k&ouml;nnen. Allerdings ist das laut einer Studie nicht &uuml;berall so.<br>\nKnapp jeder dritte Deutsche ist einer Studie zufolge mit der eigenen Finanzlage zufrieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/verbraucher\/article12575198\/Ein-Drittel-der-Deutschen-kommt-mit-Geld-gut-aus.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da dreht sich die WELT einmal wieder einmal eine &ndash; ohnehin fragw&uuml;rdige &ndash; Studie so zurecht, wie es ihr passt. Man h&auml;tte genau so gut titeln k&ouml;nnen &bdquo;Zwei Drittel der Deutschen kommen mit Geld nicht gut aus&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Mehrheit bef&uuml;rwortet gleichen Lohn f&uuml;r Zeitarbeiter<\/strong><br>\nEine deutliche Mehrheit der B&uuml;rger in Deutschland h&auml;lt die unterschiedliche Bezahlung von Zeitarbeitern und Festangestellten f&uuml;r falsch. Das geht aus einer repr&auml;sentativen Umfrage unter 1045 Befragten hervor, die das Marktforschungsinstitut YouGov f&uuml;r ZEIT ONLINE erhoben hat.<br>\nDemnach sind 49 Prozent der Befragten der Meinung, dass Leiharbeiter und Stammbelegschaft vom ersten Tag an den gleichen Lohn erhalten sollten. Weitere 42 Prozent sagten, dass dies nach einer Einarbeitungsphase von mehreren Monaten geschehen sollte. Lediglich sieben Prozent der Befragten halten eine unterschiedliche Bezahlung beider Gruppen f&uuml;r richtig.<br>\nRund 85 Prozent der Befragten sind zudem der Ansicht, dass Leiharbeiter einen &ldquo;deutlich schlechteren Status&rdquo; in deutschen Unternehmen haben. Lediglich elf Prozent glauben, dass diese Gruppe genauso gut dasteht wie fest angestellte Besch&auml;ftigte. F&uuml;r die Umfrage hatte das Institut Mitte Februar 1045 B&uuml;rger online befragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-02\/umfrage-leiharbeit\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Einmal Hartz IV, immer Hartz IV<\/strong><br>\nBringen die Hartz-Gesetze &uuml;berhaupt den gew&uuml;nschten Effekt? Nach SZ-Recherchen beziehen seit 2005 fast 500.000 Menschen durchgehend Hartz IV, obwohl sie permanent auf Jobsuche waren. Diese Zahl hat die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) erstmals auf Anfrage der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorgelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/arbeitsmarkt-einmal-hartz-iv-immer-hartz-iv-1.1060724\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Media-Markt im Zwielicht<\/strong><br>\nDie Elektronik-Kette behindert Wahl von Betriebsr&auml;ten. Diesen Vorwurf erhebt die Gewerkschaft Verdi gegen Media-Markt.<br>\nGesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Elektronik-Kette Media Markt behindern nach Einsch&auml;tzung der Gewerkschaft Verdi vielerorts die Gr&uuml;ndung und Arbeit von Betriebsr&auml;ten: Besch&auml;ftigte, die sich f&uuml;r die Bildung eines Betriebsrats einsetzten, w&uuml;rden von F&uuml;hrungskr&auml;ften vor Ort unter Druck gesetzt und gemobbt.<br>\nEiner Reihe von Media-Markt- Arbeitnehmern sei gek&uuml;ndigt worden, mehrere h&auml;tten aufgrund des Drucks Aufhebungsvertr&auml;ge unterzeichnet, schildert Verdi-Betreuungssekret&auml;r Dirk Nagel anhand eines Beispiels aus M&uuml;nchen. Verdi hat gegen Media Markt wegen Behinderung der Bildung eines Betriebsrats in M&uuml;nchen Strafanzeige gestellt. [&hellip;] Dass es in 237 Filialen nur zwei Betriebsratsgremien gibt, erkl&auml;rt der Konzern damit, dass &bdquo;bei Media Markt ein hoher sozialer Frieden, eine nicht selten &uuml;bertarifliche Entlohnung und eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit bestehe&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/media-markt-im-zwielicht\/-\/1472780\/7201232\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Polizeichef-Aff&auml;re: Landet U-Ausschuss vor Gericht?<\/strong><br>\nMit der Mehrheit von CDU und FDP hat der Untersuchungsausschuss zur sogenannten Polizeichef-Aff&auml;re am Donnerstag die Beweisaufnahme beendet. SPD und Gr&uuml;ne wollen nun den Klageweg bestreiten.<br>\nDer Untersuchungsausschuss des Landtags soll kl&auml;ren, ob der damalige Innenminister und heutige Ministerpr&auml;sident Volker Bouffier geltendes Recht verletzt hat, als er seinen CDU-Parteifreund Hans Langecker im Jahr 2009 zum Chef der hessischen Bereitschaftspolizei machte. Nach einem Auswahlverfahren hatte der unterlegene Kandidat Wolfram Ritter geklagt und vom Verwaltungsgerichtshof (VGH) Recht bekommen.  Der VGH untersagte Bouffier, den Posten bis zum Abschluss eines neuen Auswahlverfahrens zu besetzen. Dieses zweite Verfahren ist nun der Stein des Ansto&szlig;es: Die Opposition hat den Verdacht, dass es nie stattgefunden hat. Laut Bouffier wurde es dagegen nur nicht &ouml;ffentlich ausgeschrieben und schlecht dokumentiert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?rubrik=63381&amp;key=standard_document_40841811\">Hessenschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?key=standard_document_40841811&amp;jmpage=1&amp;type=v&amp;rubrik=63381&amp;jm=1&amp;mediakey=fs\/hessenschau\/20110217_1930_polizeichefaffaire\">Hessenschau [Video-Stream]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?key=standard_document_40841811&amp;jmpage=1&amp;type=a&amp;rubrik=63381&amp;jm=1&amp;mediakey=rubrik-nachrichten\/20110217_Kommentar%20Scheffer%20Polizeichef_audio_128k\">Hessenschau: &bdquo;Was sind das f&uuml;r Parlamentarier?&ldquo; [Audio-Stream]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Friedrich Merz, Millionengewinner<\/strong><br>\nDen Steuerzahler und die Sparkassen wird die Rettung der WestLB Milliarden kosten. Das hindert Friedrich Merz nicht, f&uuml;r seine Dienste Millionen in Rechnung zu stellen.<br>\nNachdem der Poker um die Milliarden-Risiken der WestLB auch nach Ablaufen des Br&uuml;sseler Ultimatums weiter andauert, ger&auml;t der &ldquo;Ver&auml;u&szlig;erungsbeauftragte&rdquo; Friedrich Merz zunehmend in die Kritik. Der ehemalige Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion stellte f&uuml;r seine bisher erfolglosen Versuche, die einstige Landesbank Nordrhein-Westfalens als Ganzes zu verkaufen, bereits 1,2 Millionen Euro in Rechnung, erfuhr die taz aus dem Haushalts- und Finanzausschuss des D&uuml;sseldorfer Landtags. Au&szlig;erdem versuche Merz, der heute als Rechtsanwalt f&uuml;r die internationale Wirtschaftskanzlei Mayer Brown arbeitet, die Honorare durch Vergabe immer neuer Unterauftr&auml;ge noch zu treiben.<br>\nChristdemokrat Merz war von der im Mai 2010 abgew&auml;hlten schwarz-gelben NRW-Landesregierung von Exministerpr&auml;sident J&uuml;rgen R&uuml;ttgers mit dem Verkauf der einstmals drittgr&ouml;&szlig;ten Landesbank beauftragt worden. Von &ldquo;Kungelei unter Parteifreunden&rdquo; spricht der Finanzexperte der Linkspartei, R&uuml;diger Sagel, deshalb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/friedrich-merz-millionengewinner\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Lesers S.P.:<\/strong> &hellip; aus dem Leben eines Leistungstr&auml;gers: so macht man Millionen. Da kann der P&ouml;bel nur wieder staunen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bayerisches LKA setzt rechtswidrige Methoden der Online&uuml;berwachung ein<\/strong><br>\nNach einem Bericht des M&uuml;nchener Merkur hat das bayerische Landeskriminalamt einen Verd&auml;chtigen drei Monate lang mithilfe eines auf den Rechner des Mannes eingeschleusten Trojaners &uuml;berwacht. Der Trojaner hat offenbar immer dann, wenn der Verd&auml;chtige mit seinem Browser online war, alle 30 Sekunden einen Screenshot angefertigt. Auf diese Weise wurden &uuml;ber 60.000 Screenshots an die Polizeibeh&ouml;rde &uuml;bermittelt. Damit konnte das Internetnutzungsverhalten des Verd&auml;chtigen l&uuml;ckenlos erfasst werden.<br>\nF&uuml;r derartige Ma&szlig;nahmen gibt es (derzeit) keine Rechtsgrundlage und das BVerfG hat auch bereits entschieden, dass die heimliche Infiltration eines informationstechnischen Systems, mittels derer die Nutzung des Systems &uuml;berwacht werden kann, verfassungsrechtlich nur zul&auml;ssig ist, wenn tats&auml;chliche Anhaltspunkte f&uuml;r eine konkrete Gef&auml;hrdung eines &uuml;berragend wichtigen Rechtsguts bestehen. Das LKA musste also wissen, dass dieses Vorgehen rechtswidrig ist. Gegen das, was die Polizeibeh&ouml;rden also tats&auml;chlich praktizieren, ist die Vorratsdatenspeicherung wohl eher Kinderkram. Man muss auch davon ausgehen, dass das LKA diese Technik nicht zum ersten Mal zur Anwendung gebracht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.internet-law.de\/2011\/02\/bayerisches-lka-setzt-rechtswidrige-methoden-der-onlineuberwachung-ein.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+internet-law%2Fdjpq+%28Internet-Law%29\">Internet-Law<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Freispruch f&uuml;r den Ehrenmann<\/strong><br>\nNach zwei Jahren endete der gr&ouml;&szlig;te Prozess zum Berliner Bankenskandal am 14. Februar mit Freispr&uuml;chen. Prominentester Angeklagter war der CDU-Politiker Klaus-R&uuml;diger Landowsky, der zugleich Vorstandsvorsitzender der BerlinHyp war. Als Teilinstitut der Bankgesellschaft war diese in den Beinahe-Zusammenbruch des Konzerns im Jahr 2001 verwickelt. Neben Landowsky sa&szlig;en elf weitere verantwortliche Manager auf der Anklagebank.&nbsp; Die Manager mussten sich wegen der von der Bankgesellschaft in den 1990er Jahren aufgelegten geschlossenen Immobilienfonds verantworten. Diese waren ein Grund f&uuml;r die Krise des Konzerns. Die Freispr&uuml;che wurden vom Gericht dergestalt begr&uuml;ndet, dass den Angeklagten &raquo;im Ergebnis&laquo; kein pflichtwidriges Verhalten nachgewiesen werden konnte. Au&szlig;erdem sei das Risiko zum Zeitpunkt der Auflage der Immobilienfonds nicht als existenzgef&auml;hrdend f&uuml;r die Bank eingesch&auml;tzt worden. Dies gelte sowohl f&uuml;r die bankinternen Organe als auch f&uuml;r die staatliche Bankenaufsicht. Am Ende des Prozesses hatte selbst die Staatsanwaltschaft Freispr&uuml;che beantragt, da ihrer Auffassung nach die Beweisaufnahme nur zu unvollst&auml;ndigen Ergebnissen gef&uuml;hrt hatte. Gleichzeitig k&uuml;ndigte sie Revision gegen das Urteil an.<br>\nDas am 14. Februar gesprochene Urteil hat in wegweisender Manier herausgestellt, dass solch eine Art von Misswirtschaft nur schwer oder &uuml;berhaupt nicht juristisch zu ahnden ist. Nun mag f&uuml;r Landowsky und Co. die Sache erledigt sein. F&uuml;r das Land Berlin haben die Probleme erst angefangen. Denn in Konstruktion und Gesch&auml;fte der Bankgesellschaft war die Landesbank eingebunden. Und f&uuml;r diese stand das Land Berlin in Haftung. &ndash; Neben dem von den Verantwortlichen in Politik und Bankgesellschaft angerichteten Schaden bleibt wohl nur die Erkenntnis, dass nach dem Berliner Bankenskandal weder in der Landespolitik noch auf Bundesebene irgendeine Art von Lernprozess eingesetzt hat. Weder wurde die Bankenaufsicht so reformiert, dass sie solche Entwicklungen aktiv verhindern k&ouml;nnte &ndash; die Verwicklung zahlreicher deutscher Banken in die Finanzmarktkrise ab 2007 ist hierf&uuml;r der klarste Beweis &ndash;, noch wurde das Wirtschaftsstrafrecht dergestalt angepasst, dass Schiebereien wie jene bei der Bankgesellschaft oder aktuell solche mit &raquo;toxischen Papieren&laquo; angemessen verfolgt werden k&ouml;nnen. Der Freispruch f&uuml;r Landowsky droht daher zum Pr&auml;zedenzfall f&uuml;r die wenigen anstehenden Verfahren im Zuge der aktuellen Finanzmarktkrise zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-17\/005.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Alles M&uuml;ll?<\/strong><br>\nEin riesiger Teil der erzeugten Lebensmittel landet im Abfall, bevor er den Verbraucher erreicht. Dabei k&ouml;nnen alle etwas tun &ndash; vor allem Handelsketten und Politiker<br>\nEs ist ein Skandal, der sich t&auml;glich ereignet: Die H&auml;lfte der Lebensmittel, die weltweit erzeugt werden, landet auf dem M&uuml;ll. Eine erschreckende Zahl, die zeigt, wie sehr die Wertsch&auml;tzung von Lebensmitteln gesunken ist. Offenbar ist die Erfahrung der Lebensmittelknappheit nach dem Krieg vergessen. Vorbei die Ermahnungen unserer V&auml;ter und Gro&szlig;m&uuml;tter, keine Reste auf dem Teller liegen zu lassen. Lebensmittel sind heute Massenware, die Discounter unterbieten sich im Preis. Im Supermarkt k&ouml;nnen wir uns zwischen mehr als 100 Joghurtsorten entscheiden, eine Auswahl, die nur zu oft im K&uuml;hlschrank verdirbt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/wochenthema\/1107-das-bewusstsein-ist-verschwendend-gering\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Asyl-L&uuml;ge<\/strong><br>\nDie Fl&uuml;chtlinge vor Italien offenbaren unser Versagen. Nordafrika und die EU-L&auml;nder im S&uuml;den haben Anspruch auf Solidarit&auml;t. Und zwar nicht nur in Form von Geld oder Grenzsch&uuml;tzern.<br>\nDer heilige Florian ist der Schutzpatron der Feuerwehrleute, Schornsteinfeger, Brauer und G&auml;rtner. Und der deutschen Bundesinnenminister. Die jedenfalls bem&uuml;hen seit fast 20 Jahren regelm&auml;&szlig;ig das Sankt-Florians-Prinzip, wenn es um Fl&uuml;chtlingsfragen geht: Verschon mein Haus, z&uuml;nd andere an. Der gegenw&auml;rtige Amtsinhaber Thomas de Maizi&egrave;re bildet da keine Ausnahme. Der CDU-Politiker nahm gerade zur Frage Stellung, ob Deutschland einen Teil der Bootsfl&uuml;chtlinge aus Tunesien aufnehmen sollte, die auf der italienischen Insel Lampedusa gelandet sind. De Maizi&egrave;re lehnt das ab. Er sagt: &bdquo;Wir k&ouml;nnen nicht die Probleme der ganzen Welt l&ouml;sen.&ldquo;<br>\nF&uuml;r diesen Satz geb&uuml;hrt dem Minister Dank. Selten hat ein Regierungsmitglied derart ehrlich und offen die Verlogenheit der hiesigen Fl&uuml;chtlingspolitik beschrieben. Die Verlogenheit besteht darin, Probleme systematisch vor die eigenen Landesgrenzen zu verlagern und dann so zu tun, als gehe einen das Elend nichts an. Seit dem sogenannten Asylkompromiss von 1992 ist das die deutsche Linie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/die-asyl-luege\/-\/1472602\/7200968\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bundesuniversit&auml;ten &ndash; &Uuml;berall Niveau<\/strong><br>\nKaum geht die Exzellenzinitiative zu Ende, kommt Bundesforschungsministerin Annette Schavan die Idee einer Bundesuniversit&auml;t. Wie so oft in der Bundeshochschulpolitik ist es ein Gedanke ohne Plan. [&hellip;] Der Spruch mit den Bundesuniversit&auml;ten allerdings &uuml;berschreitet endg&uuml;ltig die Linie zum unfreiwilligen Humor. Denn dass sich die Frage nach den Bundesuniversit&auml;ten &bdquo;sp&auml;testens mit dem Ende&ldquo; der Exzellenzinitiative stelle, ist insofern ein Scherz, als die Exzellenzinitiative urspr&uuml;nglich ja als Beendigung der Frage nach einer Bundesuniversit&auml;t, dem ber&uuml;hmten &bdquo;deutschen Harvard&ldquo;, galt. Das Ende vom Ende der Bundesuniversit&auml;t ist also der Anfang der Bundesuniversit&auml;t?<br>\nNun gut, mag man sagen, die Ministerin findet eben, dass die Exzellenzinitiative, die sie selbstverst&auml;ndlich prima findet, nur das Problem nicht gel&ouml;st hat, zu dessen L&ouml;sung sie gestartet wurde. Also Neustart. [&hellip;] Insofern ist es wiederum ganz folgerichtig wenn die eine Folgenindifferenz durch die n&auml;chste abgel&ouml;st wird. Man treibt einfach den n&auml;chsten Reformvorschlag durchs Dorf. Nach der F&ouml;deralismusreform halt nun ihr Gegenteil. Das Prinzip &bdquo;Immer anders als gerade eben noch&ldquo; scheint dabei den ungeheueren Vorteil zu haben, dass Politiker es sich leicht merken k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub5C2BFD49230B472BA96E0B2CF9FAB88C\/Doc~EA2F91B1E29C24BC3A29B80B40C446942~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Beruf: Spendensammlerin<\/strong><br>\n450 000 Euro Jahreshonorar soll Monica Lierhaus als neue Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie &bdquo;Ein Platz an der Sonne&ldquo; erhalten. [&hellip;] Vor ihrer Erkrankung hatte die ARD der &bdquo;Sportschau&ldquo;-Moderatorin Monica Lierhaus einen neuen Drei-Jahres-Vertrag f&uuml;r angeblich 875 000 Euro per annum ab Sommer 2009 angeboten. Doch im Januar 2009 erlitt Lierhaus bei einer Operation eine Hirnblutung. Aus der ARD ist zu h&ouml;ren, dass mit der Erkrankung das Vertragsverh&auml;ltnis ruhte. Lierhaus sei eben immer nach Erbringen einer Leistung bezahlt worden. Das war mit der Erkrankung nicht mehr m&ouml;glich, es floss kein Geld von der ARD auf Lierhaus&rsquo; Konto. [&hellip;] Erschrocken &uuml;ber die &ouml;ffentlich gewordene Summe f&uuml;r Lierhaus beeilte sich Lotterie-Chef Christian Kipper zu versichern, dass Lierhaus&rsquo; Lohn nicht &uuml;ber Geb&uuml;hrengelder der ARD finanziert werde. &bdquo;Wie in einem solchen Fall &uuml;blich, zahlen wir das Honorar f&uuml;r Monica Lierhaus als eigenst&auml;ndiges Unternehmen vollst&auml;ndig aus unserem Marketing- und Werbebudget. Die Zusammenarbeit gehe &bdquo;nicht zulasten der F&ouml;rderung gemeinn&uuml;tziger Einrichtungen&ldquo;. 2010 nahm die Lotterie nach eigenen Angaben &uuml;ber Losverk&auml;ufe 170 Millionen Euro ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/beruf-spendensammlerin\/3845602.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist zwar formal richtig, dass die ARD-Fernsehlotterie das Honorar f&uuml;r Monica Lierhaus aus der Portokasse zahlen kann &ndash; immerhin stehen ihr nach Satzung 7 Prozent der Einnahmen f&uuml;r Organisation, Verwaltung und Werbung zur Verf&uuml;gung. Die entscheidendere Frage ist jedoch, warum eine Lotterie, die gemeinn&uuml;tzig sein will, &uuml;berhaupt derart riesige Werbebudgets haben muss.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>SPD,Gr&uuml;ne und Linke gemeinsam gegen Naziaufmarsch in Dresden<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lkj1BlTJwhg&amp;NR=1\">Die Linke im Bundestag via YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.D.:<\/strong> Warum nicht &ouml;fter? SPD,Gr&uuml;ne (jeweils ohne Spitzenpersonal) und Linke (mit Ernst) werben daf&uuml;r den Naziaufmarsch in Dresden zu verhindern. Schwarz\/Gelb und SPD\/Gr&uuml;ne F&uuml;hrungsspitzen ist das Thema wohl Schnuppe.<br>\nEs wird doch wohl nicht daran liegen,dass man sich nicht mit linken Politikern zeigen will. Was gegen die Nazis klappt muss doch auch beim Thema Mindestlohn, Hartz IV, Bildung und Energie funktionieren, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Kannste abschreiben<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110218_harm_bengen.jpg\" alt=\"Harn Bengen - Kannste abschreiben\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Guttenbergs Dissertation; Schulden drohen Athen zu strangulieren; Merkels Schw&auml;che nutzt dem Euro; Aktivisten fordern globale Finanzmarktsteuer; Bundesbank im Gl&uuml;ck; Vernichtendes Urteil &uuml;ber IWF; &Auml;rzteverband klagt &uuml;ber 12.000 unbesetzte Stellen; Ein Drittel der Deutschen kommt mit Geld gut aus; Gro&szlig;e Mehrheit bef&uuml;rwortet gleichen Lohn f&uuml;r Zeitarbeiter; einmal Hartz IV, immer<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8364\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8364","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8364","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8364"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8364\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8372,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8364\/revisions\/8372"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8364"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8364"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8364"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}