{"id":83702,"date":"2022-05-10T08:23:35","date_gmt":"2022-05-10T06:23:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702"},"modified":"2022-05-10T08:23:35","modified_gmt":"2022-05-10T06:23:35","slug":"hinweise-des-tages-4106","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702#h01\">Keine Verhandlungen, mehr Waffen, mehr Widerstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702#h02\">Selbstm&ouml;rderische Kriegspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702#h03\">Erd&ouml;lembargo gegen Russland (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702#h04\">Abrupter Stopp russischer Erdgaslieferungen w&uuml;rde deutsche Produktion um bis zu acht Prozent des BIP einbrechen lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702#h05\">Germany, Qatar at odds over terms in talks on LNG supply deal -sources<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702#h06\">Verblendet durch die Schwarze Sonne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702#h07\">Ukraine: &laquo;Kritik an der US\/Nato-Politik wird extrem zensuriert&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702#h08\">Die Olivgr&uuml;nen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702#h09\">Syrienkonferenz ohne Syrer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702#h10\">Personalmangel in bayerischen Kitas: &ldquo;Nur noch Bewahranstalt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702#h11\">Lauterbach will Behandlungsabbruch nicht erlauben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702#h12\">Corona-Ma&szlig;nahmen: Findet die Fehler!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702#h13\">EU-Datensch&uuml;tzer haben schwere Bedenken gegen geplanten Data Act<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702#h14\">Afrika, der reiche Kontinent &ndash; und ein Hort der Ungleichheit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Keine Verhandlungen, mehr Waffen, mehr Widerstand<\/strong><br>\nKeine Verhandlungen &ndash; mehr Waffen &ndash; mehr Eskalation: Es wird immer offensichtlicher, dass sich die westliche Ukraine-Politik auf diese knappe Formel zusammenfassen l&auml;sst. Im Zentrum steht dabei die Lieferung schwerer Waffen, die f&uuml;r eine ukrainische Offensive zur R&uuml;ckeroberung verlorener Gebiete gedacht sind.<br>\nAuch Deutschland wird insbesondere mit der nun beschlossenen Lieferung von Panzerhaubitzen immer mehr zur Kriegspartei. Doch je deutlicher sich die Konturen dieser &uuml;beraus riskanten Stellvertreter-Strategie herauskristallisieren, desto st&auml;rker wandelt sich trotz medialer Dauermobilmachung die Stimmung in der Bev&ouml;lkerung, die wenn sie vielleicht auch nicht komplett kippt, sich dennoch in j&uuml;ngster Zeit deutlich verschiebt. [&hellip;]<br>\nDie nun von immer mehr westlichen Staaten, unter anderem von Deutschland, beschlossene Lieferung schwerer Waffen passt zur westlichen Stellvertreter-Strategie. Denn die bisherige ukrainische Bewaffnung war zwar &ldquo;geeignet&rdquo;, um den russischen Vormarsch zu erschweren, aber f&uuml;r eine R&uuml;ckeroberung verlorener Gebiete war sie weitgehend untauglich. Daf&uuml;r braucht es schweres Ger&auml;t, das nun massenweise an die Ukraine geliefert wird &ndash; zusammen mit der wohl unmissverst&auml;ndlichen Forderung im Gep&auml;ck, in die Offensive zu gehen.<br>\nDas ist jedoch nichts anderes, als das Rezept f&uuml;r einen lang andauernden katastrophalen Stellvertreter-Krieg, wie etwa der Historiker J&ouml;rg Baberowski, der seit Jahren eher durch recht putinkritische T&ouml;ne auffiel, recht unmissverst&auml;ndlich ausf&uuml;hrte:\n<blockquote><p>\nIch habe Zweifel, ob es gelingen wird, durch die Lieferung schweren Kriegsger&auml;ts an die Ukraine den Konflikt zu beenden. Putin wird sich nicht geschlagen geben, weil er sich eine Niederlage nicht leisten kann. Die Folgen eines langwierigen Zerst&ouml;rungs- und Vernichtungskrieges werden f&uuml;r Russland und die Ukraine verheerend sein. [&hellip;] Jetzt kommt es darauf an, einen neutralen Vermittler zu finden, der einen Frieden aushandelt, von dem beide Seiten einen Gewinn haben. Eine andere L&ouml;sung kann es gar nicht geben, wenn wir einen langen Zerm&uuml;rbungskrieg verhindern wollen.<br>\nJ&ouml;rg Baberowski\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Dennoch &ndash; oder wohl: gerade deswegen &ndash; nimmt die Lieferung schwerer Waffen immer weiter Fahrt auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Keine-Verhandlungen-mehr-Waffen-mehr-Widerstand-7078407.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Selbstm&ouml;rderische Kriegspolitik<\/strong><br>\nEs ist zum Verzweifeln: dem westlich dominierten, gesellschaftspolitischen Kriegsirrationalismus sind wir scheinbar wort- und tatenlos ausgeliefert. Wie ohnm&auml;chtig! Die warnenden und vern&uuml;nftigen Gegenstimmen und Friedensappelle werden, wie Kassandrarufe, im ideologischen H&ouml;llenfeuer von Kriegstreibern, Politikern und Massenmedien, Tag und Nacht, marginalisiert, als &raquo;f&uuml;nfte Kolonne Moskaus&laquo; diffamiert und zu Asche verbrannt. Kommentatoren, darunter auch viele Journalisten und Journalistinnen einst &raquo;kritischer&laquo; Medien, gie&szlig;en, unter dem Beifall des erregungsfreudigen Publikums, immer mehr &Ouml;l ins Feuer der westlichen Profitmaximierung und ihrer Nato-Kriegsf&uuml;hrung in der Ukraine. Ja, Politiker und Politikerinnen entschuldigen sich sogar f&uuml;r ihre einstige, zwar halbherzige, aber einzig richtige Koexistenzpolitik. Anstatt, alternativlos, maximale diplomatische und finanziellen Mittel aufzubieten, um das sinnlose Blutvergie&szlig;en aller Seiten zu verhindern und eine friedensstiftende Kompromissl&ouml;sung zu erzwingen &ndash; gerade auch von deutscher Seite, die einst so viel Leid nicht nur &uuml;ber Ukrainer und Russen gebracht hat &ndash;, fabuliert alle Welt nur noch von &raquo;schweren Waffen&laquo;. So aber treiben wir immer weiter in eine nie dagewesene, irreparable, &ouml;kologische, soziale und atomare Katastrophe. Dabei will man uns auch noch zynisch weismachen, dass wir keine Kriegs-, sondern eine Friedenspartei seien, dass die &raquo;heldenhafte&laquo; Ukraine f&uuml;r uns, f&uuml;r die &raquo;freie Welt&laquo; in die Schlacht zieht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/selbstmoerderische-kriegspolitik\/\">Ossietzky<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Leider m&uuml;ssen wir mit einem kriegerischen Jahrhundert rechnen&rdquo;<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit dem Journalisten J&ouml;rg Kronauer, weshalb Russland in der Ukraine eingefallen ist; wieso sich Deutschland als pazifische Macht begreift und &uuml;ber sein neuestes Buch.<br>\nHerr Kronauer, Sie beschreiben in Ihrem Buch Der Aufmarsch, wie sich der Machtkampf des Westens mit Russland und China entwickelt. K&ouml;nnen Sie kurz umrei&szlig;en, welche Interessen die verschiedenen Seiten verfolgen?<br>\nJ&ouml;rg Kronauer: Im Machtkampf mit Russland geht es dem Westen im Wesentlichen darum, einen weltpolitischen Rivalen niederzuringen. Russland ist es in den vergangenen Jahren gelungen, etwa im Nahen Osten (Syrien) oder auch im n&ouml;rdlichen Afrika (Libyen, Mali) wieder als bedeutende Macht aufzutreten und dabei dem Westen Einfluss zu nehmen. Dies wollen sich die westlichen M&auml;chte nicht bieten lassen.<br>\nDie Interessen der westlichen M&auml;chte sind dabei nicht identisch: W&auml;hrend f&uuml;r die Vereinigten Staaten die Rivalit&auml;t mit Russland alles dominiert, hatte Deutschland bis zum Beginn des Ukraine- Krieges ein Interesse daran, Zugriff auf die riesigen russischen Erdgasvorr&auml;te zu erhalten, kosteng&uuml;nstige russische Rohstoffe zu nutzen und auf dem potenziell gro&szlig;en russischen Absatzmarkt Profite zu erzielen. Das wirtschaftliche Interesse muss allerdings seit Beginn des Ukraine-Krieges hinter dem machtpolitischen Interesse zur&uuml;ckstehen, Russland niederzuringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Leider-muessen-wir-mit-einem-kriegerischen-Jahrhundert-rechnen-7076249.html?seite=all\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>Gro&szlig;britannien im Krieg<\/strong><br>\nLondon r&uuml;stet Ukraine weiter auf und verhindert Verhandlungsl&ouml;sung. Russland als &raquo;Bedrohung&laquo; in Asien-Pazifik-Region<br>\nNoch mehr Waffen: Gro&szlig;britannien wird der Ukraine weitere milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung im Wert von rund 1,3 Milliarden Pfund (etwa 1,52 Milliarden Euro) liefern. Dies k&uuml;ndigte Premierminister Boris Johnson Samstag abend an, kurz vor dem Onlinetreffen der G7-Staats- und Regierungschefs mit dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodimir Selenskij am folgenden Tag. Damit erh&ouml;ht London die Mittel, mit denen es Kiew seit Kriegsbeginn milit&auml;risch gef&ouml;rdert hat, nahezu auf das Doppelte; das Vereinigte K&ouml;nigreich bleibt einer der Staaten, die die Kriegf&uuml;hrung der Ukraine am st&auml;rksten unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/426105.verl%C3%A4ngerung-der-k%C3%A4mpfe-gro%C3%9Fbritannien-im-krieg.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>U.S. Congress plans nearly $40 bln more for Ukraine, COVID aid to wait<\/strong><br>\nU.S. congressional Democrats agreed to rush $39.8 billion in additional aid for Ukraine, two sources familiar with the proposal said on Monday, easing fears a delayed vote could interrupt the flow of U.S. weapons to the Kyiv government.<br>\nThe House of Representatives could pass the plan, which exceeds President Joe Biden&rsquo;s request last month for $33 billion, as soon as Tuesday, and Senate leaders said they were also prepared to move quickly.<br>\nA proposal for additional COVID-19-related funding, which some Democrats had wanted to combine with the emergency Ukraine funding, will now be considered separately.<br>\nBiden on April 28 asked Congress for $33 billion to support Ukraine, including more than $20 billion in military assistance. That proposal was a dramatic escalation of U.S. funding for the war with Russia.<br>\nThe new proposal includes an additional $3.4 billion for military aid and $3.4 billion in humanitarian aid, the sources said.<br>\nBiden&rsquo;s fellow Democrats and Republicans both said they supported more aid for Ukraine and would approve emergency funding quickly, but it was delayed by disputes between the parties over whether additional funding for COVID-19 relief or stiffer immigration controls should be included.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/us\/us-democrats-propose-nearly-40-bln-more-funding-ukraine-source-2022-05-09\/\">Reuters<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Ist eine Eskalation in der Ukraine Teil der Strategie der USA?<\/strong><br>\nMit einem Lend-Lease-Programm riesigen Ausma&szlig;es unterst&uuml;tzen die USA die Ukraine. Ein Lend-Lease-Programm ging auch dem Kriegseintritt der USA 1941 voraus. Wiederholt sich gerade die Geschichte?<br>\nIn diesem vom russischen Krieg gegen die Ukraine gepr&auml;gten Fr&uuml;hjahr scheinen die Geister der Geschichte Washington D.C. heimzusuchen. Um die Hilfe f&uuml;r die Ukraine zu beschleunigen, hat der US-Kongress den Lend-Lease-Act (Leih- und Pachtgesetz) verabschiedet &ndash; das erinnert stark an das Lend-Lease-Gesetz von 1941, welches es US-Pr&auml;sident Franklin D. Roosevelt erlaubte, kriegswichtiges Material an das britische Empire, China und Griechenland zu liefern. Washington stellt nun 2022 die enorme Summe von 47 Milliarden US-Dollar zur Verf&uuml;gung. Das entspricht einem Drittel des Bruttoinlandsproduktes der Ukraine vor dem Krieg. Das l&auml;uft auf nichts weniger hinaus als auf die Finanzierung eines totalen Krieges.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/ist-eine-eskalation-in-der-ukraine-teil-der-strategie-der-usa\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Erd&ouml;lembargo gegen Russland (II)<\/strong><br>\nHarte innere Auseinandersetzungen und &auml;u&szlig;ere R&uuml;ckschl&auml;ge begleiten die geplante Verh&auml;ngung des Erd&ouml;lembargos der EU gegen Russland. Trotz massiven Drucks ist es am Wochenende nicht gelungen, das EU-Embargo endg&uuml;ltig auf den Weg zu bringen. Ursache ist, dass sich drei Mitgliedstaaten immer noch sperren; sie f&uuml;rchten dramatische wirtschaftliche Verluste. Zugleich gibt die OPEC dem Dr&auml;ngen der EU, die &Ouml;lf&ouml;rderung auszuweiten, um ausfallende russische Lieferungen zu ersetzen, nicht nach; wie ein Branchenvertreter konstatiert, sieht sie die sanktionsbedingt in der EU drohende &Ouml;lknappheit als ein &bdquo;vom Westen selbst verursachtes Problem&ldquo; an. Die Hoffnung, die US-Frackingbranche k&ouml;nne mit zus&auml;tzlichen &Ouml;lexporten in die EU einspringen, scheint sich ebenfalls zu zerschlagen: Die meisten US-Konzerne sind bislang nicht bereit, ihre F&ouml;rderung zu erh&ouml;hen, weil sie mittel- und langfristig Einbu&szlig;en f&uuml;rchten. Dessen ungeachtet versucht die EU, mit Sanktionen Versicherungsleistungen f&uuml;r russische &Ouml;ltransporte weltweit zu verhindern &ndash; auch f&uuml;r solche, die an Drittstaaten gehen. Damit n&auml;hert sich die EU bisherigen US-Sanktionspraktiken an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8914\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Vorschlag kommt Atombombe gleich&ldquo; &ndash; Ungarn k&uuml;ndigt Veto gegen &Ouml;l-Embargo an<\/strong><br>\nUngarn stimmt gegen das geplante Embargo der Europ&auml;ischen Union gegen russische Erd&ouml;l-Importe. Das Sanktionspaket bedeute f&uuml;r Ungarn &bdquo;nur Probleme&ldquo;. Die ungarischen Menschen d&uuml;rften nicht den Preis f&uuml;r den Krieg bezahlen. Nun reist Ursula von der Leyen nach Ungarn, um zu schlichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article238654569\/Oel-Embargo-Ungarn-kuendigt-Veto-gegen-EU-Sanktionsbeschluss-an.html%20\">Welt Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Abrupter Stopp russischer Erdgaslieferungen w&uuml;rde deutsche Produktion um bis zu acht Prozent des BIP einbrechen lassen<\/strong><br>\nEin abrupter Versorgungsstopp mit russischem Erdgas &ndash; sei es durch ein Embargo von EU- oder russischer Seite &ndash; w&uuml;rde die Produktion in Deutschland in den ersten 12 Monaten um 114 bis 286 Milliarden Euro einbrechen lassen. Das entspr&auml;che einem Verlust von rund 3 bis 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zus&auml;tzlich zu diesen angebotsseitigen Effekten w&auml;re mit einem nachfragebedingten R&uuml;ckgang des BIP aufgrund h&ouml;herer Energiepreise zu rechnen: Wenn etwa Verbraucherinnen und Verbraucher weniger f&uuml;r andere G&uuml;ter ausgeben k&ouml;nnen und die Unsicherheit zunimmt, d&uuml;rfte das die Wirtschaftsleistung um weitere 2 bis 4 Prozent reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Prof. Dr. Tom Krebs von der Universit&auml;t Mannheim, die das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rdert hat. Damit w&auml;re durch ein kurzfristiges Erdgas-Embargo ein wirtschaftlicher Einbruch auf dem Niveau des Corona-Jahres 2020 oder der Finanzkrise im Jahr 2009 zu erwarten, schreibt der Professor f&uuml;r Volkswirtschaftslehre. Es &bdquo;k&ouml;nnte jedoch auch zu einer Wirtschaftskrise f&uuml;hren, wie sie (West)Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg nicht erlebt hat&ldquo;, warnt Krebs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-abrupter-stopp-russischer-erdgaslieferungen-41118.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Germany, Qatar at odds over terms in talks on LNG supply deal -sources<\/strong><br>\nGermany and Qatar have hit difficulties in talks over long-term liquefied natural gas (LNG) supply deals amid differences over key conditions, including the duration of any contract, three people familiar with the discussions told Reuters.<br>\nGermany, which aims to cut its carbon emissions by 88% by 2040, is reluctant to commit to Qatar&rsquo;s conditions to sign deals of at least 20 years to secure the massive LNG volumes it needs to reduce its dependence on Russian gas, the people said.<br>\nQatar, the world&rsquo;s largest LNG supplier, is also specifying terms such as a destination clause that would prevent Berlin from rerouting the gas to other areas in Europe, a condition which the European Union opposes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/energy\/exclusive-germany-qatar-odds-over-terms-talks-lng-supply-deal-sources-2022-05-09\/\">Reuters<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Verblendet durch die Schwarze Sonne<\/strong><br>\nDie Kiewer Regierung und ihre westlichen Partner leugnen beharrlich die Gefahr, die von militanten Rechtsradikalen ausgeht &ndash; zunehmend aggressiv seit der Eskalation des Krieges gegen Russland. Doch eine bittere Wahrheit, &uuml;ber die sich sogar Denkfabriken in der EU und den USA vor wenigen Jahren noch sehr besorgt ge&auml;u&szlig;ert haben, l&auml;sst sich im gegenw&auml;rtigen Ausnahmezustand immer schwerer verbergen: Der Ultranationalismus der Banderisten und anderer Faschisten, die einst Hitlerdeutschland dienten, ist l&auml;ngst zu einem festen Bestandteil der Staatsideologie der Ukraine geronnen.<br>\nUnter Hochdruck wird das Narrativ der Ukraine als bl&uuml;hende liberale Demokratie ausgebaut. Sp&auml;testens seit Beginn des russischen Einmarschs sind westliche Medien, Stiftungen, Politiker und Parteien intensiv und erfolgreich bem&uuml;ht, Bilder, Zeugenaussagen und andere Belege f&uuml;r die Gewalttaten nationalistischer und faschistischer Kr&auml;fte aus ihrer Berichterstattung und anderen Ver&ouml;ffentlichungen herauszuhalten. Kaum ein Wort &uuml;ber die brutalen Morde, Entf&uuml;hrungen und Folterungen von Oppositionellen, die Menschenjagden auf &bdquo;Moskals&ldquo;, Roma und andere ethnische Minderheiten, die &Uuml;berf&auml;lle des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU gemeinsam mit Nazis des Rechten Sektors oder des ber&uuml;chtigten Asow-Regiments auf &bdquo;Bolschewiken&ldquo; und linke Journalisten.[1] Stattdessen nur hochgradig emotionalisierendes Storytelling &uuml;ber den heroischen Verteidigungskampf eines gestern von der Sowjetunion und heute von Putin unterdr&uuml;ckten Volkes, angef&uuml;hrt von einem aufopferungsvollen Pr&auml;sidenten (einem Steuerbetr&uuml;ger, dessen Offshore-Firmen in eine Geldw&auml;scheaff&auml;re verwickelt ist[2] &ndash; eine Tatsache, von dem auch westliche Qualit&auml;tsmedien nichts mehr wissen wollen).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/verblendet-durch-die-schwarze-sonne\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ukraine: &laquo;Kritik an der US\/Nato-Politik wird extrem zensuriert&raquo;<\/strong><br>\nMan d&uuml;rfe kaum fragen, wer vom Stellvertreterkrieg profitiert und wer den Preis daf&uuml;r zahlt, meint der Journalist Glenn Greenwald.<br>\nWenn man Nachrichten, Informationen oder Perspektiven erfahren m&ouml;chte, die der vorherrschenden Sichtweise der USA\/Nato auf den Krieg in der Ukraine widersprechen, muss man gr&uuml;ndlich suchen. [Red. &Uuml;ber Satelliten und Kabelfernsehen ist der staatliche Fernsehsender RT nicht mehr zu empfangen. Nur im Internet.] Und es gibt keine Garantie, dass diese Suche erfolgreich sein wird. Das liegt daran, dass das Zensurregime von Staaten und Konzernen, das im Westen in Bezug auf diesen Krieg eingef&uuml;hrt wurde, atemberaubend schnell und weitreichend ist.<br>\nNahezu t&auml;glich werden Nachrichtenagenturen, unabh&auml;ngige Plattformen und einzelne B&uuml;rger, die sich nicht an die Regeln h&auml;lt, aus dem Internet verbannt. Anfang M&auml;rz, kaum eine Woche nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine, verbot die Europ&auml;ische Union unter Berufung auf &laquo;Desinformation&raquo; und &laquo;&ouml;ffentliche Ordnung und Sicherheit&raquo;, die staatlichen russischen Nachrichtensender RT und Sputnik in Europa zu empfangen. In einem, wie Reuters es nannte, &laquo;beispiellosen Schritt&raquo; wurden alle Fernseh- und Online-Plattformen per Gesetz von der Ausstrahlung von Inhalten dieser beiden Sender ausgeschlossen.<br>\nSchon vor dieser staatlichen Zensuranweisung hatten Facebook und Google diese Sender verboten, und Twitter k&uuml;ndigte sofort an, dies ebenfalls zu tun, um dem neuen EU-Gesetz zu entsprechen.<br>\nDoch was &laquo;beispiellos&raquo; war, ist inzwischen allt&auml;glich, ja sogar normal geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/ukraine-kritik-an-der-us-nato-politik-wird-extrem-zensuriert\/\">Infosperber<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Kritik an deutschen Medien: Sie vermeiden Hintergr&uuml;nde<\/strong><br>\nDer deutsche Journalismus ist in der Krise und die Otto-Brenner-Stiftung steckt mit einer aktuellen Studie einmal mehr den Finger in die Wunde. Die Stiftung untersuchte die Berichterstattung zu den Eins&auml;tzen der Bundeswehr in Mali und der Sahel-Region. [&hellip;]<br>\nHintergrund der Studie ist, dass der Bundestag j&auml;hrlich &uuml;ber die Verl&auml;ngerung der Mandate der Bundeswehr streitet; aber in der &Ouml;ffentlichkeit kaum eine ernsthafte Debatte dar&uuml;ber stattfindet. In der Studie hei&szlig;t es schlie&szlig;lich, dass man &ldquo;vom Mediensystem einen deutlich ernsthafteren Umgang mit dem Thema Krieg und Kriegseins&auml;tze&rdquo; fordere. [&hellip;]<br>\nWas im Bundestag zu den Eins&auml;tzen in Mali und der Sahel-Region diskutiert wurde, spielte demnach &uuml;berhaupt keine Rolle. Es wurde lediglich festgestellt, der Bundestag habe die Verl&auml;ngerung abgenickt.<br>\nDagegen zeigt sich der Einfluss der Nachrichtenagenturen. Denn etwa 60 Prozent aller Berichte seien eins-zu-eins von den Agenturen &uuml;bernommen worden oder basierten auf Material von Agenturen. Eine besondere Rolle spielten dabei die franz&ouml;sische AFP und die deutsche Presseagentur dpa.<br>\nZwar stammten immerhin 40 Prozent der Berichte von Korrespondenten, doch die berichteten nicht von Mali aus. Sie arbeiteten von den Standorten Kapstadt, Paris, Berlin und Rabat und waren damit zwischen 2.400 und 6.000 Kilometer vom Geschehen entfernt. Keines der Medien habe es f&uuml;r n&ouml;tig befunden, Reportagen aus der Sahel-Region zu bringen oder komplexere Recherchen durchzuf&uuml;hren oder investigative Beitr&auml;ge zu platzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kritik-an-deutschen-Medien-Sie-vermeiden-Hintergruende-7079346.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Olivgr&uuml;nen<\/strong><br>\nWie konnte es dazu kommen, dass eine aus der Friedens- und Abr&uuml;stungsbewegung entstandene Partei zur politischen Speerspitze der Nato wurde? Wie kann es sein, dass man sich von einem Land die Politik diktieren l&auml;sst, das weit hinter dem Atlantik liegt und alles andere als europ&auml;ische Interessen verfolgt? Einzig die ehemalige Vizepr&auml;sidentin Antje Vollmer scheint gegen den bellizistischen Virus immun zu sein und bewahrt in diesen Zeiten einen k&uuml;hlen Kopf: &raquo;Wir haben uns einem transatlantischen &Uuml;ber-Ich angen&auml;hert und haben die Chancen, die eine vermittelnde Position zum Osten innehatte, vertan. Ich glaube nicht, dass das nach so vielen Jahren der Irritation und der Kr&auml;nkung so leicht wieder r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen ist. (&hellip;) Das Kernproblem unserer Zukunft ist: Wollen wir wirklich zulassen &ndash; und das deutet sich ja gerade an &ndash;, dass es geopolitisch zu einem neuen, versch&auml;rften Kalten Krieg mit fester Blockformation kommt?&laquo;<br>\nLeider werden mit t&auml;tiger Hilfe der Gr&uuml;nen gerade alle Br&uuml;cken, die den Frieden in Europa bewahren k&ouml;nnten, abgerissen. Ob die W&auml;hlerschaft der Gr&uuml;nen das langfristig honoriert, sei dahingestellt. Mag sein, dass es irgendwann mal, wie ehedem bei der SPD, eine neue Partei geben wird die sich dann vielleicht &raquo;Unabh&auml;ngige Gr&uuml;ne&laquo; nennt. Falls es Europa dann noch gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/die-olivgruenen\/\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Syrienkonferenz ohne Syrer<\/strong><br>\nIn Br&uuml;ssel hat am Montag die zweit&auml;gige EU-Konferenz zur &raquo;Unterst&uuml;tzung der Zukunft Syriens und der Region&laquo; begonnen. Anders als bei den vorherigen Malen ist zum sechsten Zusammentreffen dieser Art die Russische F&ouml;deration nicht eingeladen worden. Das Moskauer Au&szlig;enministerium kritisierte die Entscheidung: Die Konferenz sei wertlos, wenn weder die syrische noch die russische Regierung eingeladen w&uuml;rden. International gebe es keine Anstrengungen, um die humanit&auml;ren Probleme des Landes zu l&ouml;sen, hie&szlig; es in einer Erkl&auml;rung, aus der die syrische Tageszeitung Al-Watan am Sonntag zitierte.<br>\nDemnach m&uuml;sse humanit&auml;re Hilfe nach den international anerkannten und festgelegten Prinzipien verlaufen. Hingegen &raquo;versinken&laquo; die Br&uuml;sseler Konferenzen &raquo;immer tiefer in der r&uuml;cksichtslosen Politisierung humanit&auml;rer Fragen&laquo;, so das russische Au&szlig;enministerium weiter. Der Westen tue sein Bestes, syrische Fl&uuml;chtlinge an der R&uuml;ckkehr in ihre Heimat zu hindern; die schwierige Situation, in der sich die (regionalen) Aufnahmel&auml;nder bef&auml;nden, bleibe von der EU unbeachtet. Washington und Br&uuml;ssel erstickten das syrische Volk mit illegalen einseitigen Sanktionen.<br>\nKritisiert wurde von Russland auch die US-Milit&auml;rpr&auml;senz in Syrien: Washington halte syrisches Territorium in der Al-Dschasira-Region (Nordostsyrien) und in Al-Tanf besetzt und pl&uuml;ndere die nationalen Ressourcen des Landes. Zudem verhinderten die US-Amerikaner und die Europ&auml;er die Umsetzung von Projekten f&uuml;r den Wiederaufbau Syriens, wie sie die UN-Sicherheitsratsresolution 2885 vorsehe. Statt dessen w&uuml;rden politische Vorbedingungen gefordert, darunter auch &raquo;grenz&uuml;berschreitende Hilfslieferungen&laquo; (aus der T&uuml;rkei), die die Souver&auml;nit&auml;t und territoriale Integrit&auml;t Syriens verletzten. (&hellip;)<br>\nTrotz der hohen Summen an Hilfsgeldern, die Syrien &ndash; auch von der EU-Kommission &ndash; seit zehn Jahren bereitgestellt werden, verschlechtert sich die wirtschaftliche und soziale Lage des Landes weiter. UNICEF wies darauf hin, dass bisher mehr als die H&auml;lfte der f&uuml;r 2022 ben&ouml;tigten Gelder f&uuml;r die Kinder in Syrien und in den Nachbarl&auml;ndern fehle. Auch das Weltern&auml;hrungsprogramm der Vereinten Nationen beklagte am Sonntag, dass f&uuml;r seine Hilfsprogramme bis Ende 2022 noch 595 Millionen US-Dollar fehlten. Zum Vergleich: Zur Versorgung von Fl&uuml;chtlingen aus der Ukraine hat die EU-Kommission den Mitgliedstaaten seit Ende Februar nach eigenen Angaben 3,5 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/426216.humanit%C3%A4re-hilfe-syrienkonferenz-ohne-syrer.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Personalmangel in bayerischen Kitas: &ldquo;Nur noch Bewahranstalt&rdquo;<\/strong><br>\nDie Personalnot macht den bayerischen Kitas zu schaffen. Laut der Gewerkschaft Verdi fehlen im Freistaat derzeit etwa 6.000 Fachkr&auml;fte in Vollzeit, bundesweit etwa 173.000. Corona hat die Situation noch verschlimmert. Eine Kitaleiterin berichtet.<br>\nFr&uuml;h morgens im &ldquo;Haus der Kinder&rdquo; in M&uuml;nchen. Kitaleiterin Daniela Rieth begr&uuml;&szlig;t die Kleinen. Parallel bereitet sie das Fr&uuml;hst&uuml;ck f&uuml;r vier Gruppen vor &ndash; f&uuml;r mehr als 70 Kinder. Die K&uuml;chenkraft und eine Kollegin haben sich krankgemeldet. Weil sie laufend unterbesetzt sind, springt Rieth sogar in der K&uuml;che ein.<br>\n&ldquo;Wir haben etliche Kollegen mit Burnout oder die einfach wirklich den Beruf verlassen. Nicht weil sie den Beruf nicht lieben. Sie brennen f&uuml;r ihre Kinder&rdquo;, sagt Rieth. Das sei sogar der Grund, warum sie gingen: &ldquo;Weil sie sagen, wir k&ouml;nnen mit gutem Gewissen, so nicht mehr arbeiten, weil es mittlerweile Kindeswohlgef&auml;hrdung ist. Und es ist nur noch Bewahranstalt&rdquo;, erg&auml;nzt Rieth.<br>\nDann muss sie weiter. Beim Morgenkreis aushelfen. Die Sorgen werden nicht weniger. Zwei Erzieherinnen haben gek&uuml;ndigt. &ldquo;Ich mag gar nicht dar&uuml;ber nachdenken, wie es dann weitergeht. Aber wir werden eine L&ouml;sung finden. Auf alle F&auml;lle&rdquo;, sagt die Kitaleiterin und k&auml;mpft gegen die Tr&auml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/personalmangel-in-bayerischen-kitas-leiterin-im-interview,T546Hxb\">BR24<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lauterbach will Behandlungsabbruch nicht erlauben<\/strong><br>\nWegen voller Kliniken r&uuml;ckte w&auml;hrend der Pandemie die Triage in den Fokus. Gesundheitsminister Lauterbach will nun ein Gesetz vorlegen, das den Abbruch der Behandlung bei geringer &Uuml;berlebenswahrscheinlichkeit verbietet.<br>\nBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat streng gefasste gesetzliche Kriterien f&uuml;r die sogenannte Triage in Aussicht gestellt, also f&uuml;r die Priorisierung von Patienten bei zu knappen Kapazit&auml;ten. Mit Blick auf einen Abbruch der Behandlung bei Patientinnen und Patienten mit geringeren &Uuml;berlebenschancen sagte der SPD-Politiker am Montag, eine solche &raquo;Ex-Post-Triage&laquo; sei ethisch nicht vertretbar. Dies sei weder &Auml;rzten, Patienten noch Angeh&ouml;rigen zuzumuten. &raquo;Deshalb werden wir es auch nicht erlauben.&laquo; Selbst die Triage im Vorfeld einer Behandlung sollte nur unter hohen Auflagen m&ouml;glich sein, sagte Lauterbach.<br>\nUnterschieden wird prinzipiell zwischen Triage im Voraus (&raquo;ex-ante&laquo;) und nachtr&auml;glich (&raquo;ex post&laquo;), wie das Ministerium erl&auml;uterte. Zum einen wird also vorab entschieden, wer behandelt wird. Ex-Post-Triage bedeutet demnach, dass die Behandlung eines Patienten mit geringer &Uuml;berlebenswahrscheinlichkeit abgebrochen wird, um einen Patienten mit besserer Prognose versorgen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/karl-lauterbach-behandlungsabbruch-von-patienten-wird-nicht-erlaubt-a-b139eb04-ba46-40f8-814a-418c57c19d79\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die (vorl&auml;ufigen) Entscheidungen des Bundesgesundheitsministeriums werden immer peinlicher\/zum Fremdsch&auml;men &ndash; nicht erst seit Herr Lauterbach im Amt ist. Obwohl er ein studierter Mediziner, Gesundheits&ouml;konom ist, ist die nun als &ldquo;ethisch nicht vertretbar&rdquo; bezeichnete Ex-Post-Triage im Entwurf zu lesen gewesen. Auf einem &auml;hnlichen Niveau erfolgen seine h&auml;ufigen Tweets &uuml;ber nicht begutachtete Studien &ndash; z.B. <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Karl_Lauterbach\/status\/1522539130386800640\">hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Corona-Ma&szlig;nahmen: Findet die Fehler!<\/strong><br>\nDie &Ouml;ffentlichkeit hat in einer Demokratie ein Recht darauf zu erfahren, wie viel etwa die anfangs verh&auml;ngte Pflicht zum Tragen von einfachen Stoffmasken oder das monatelang Schlie&szlig;en der Friseure bewirkt haben. Was das Nebeneinander von 2G-, 2Gplus- und 3G-Regelungen oder das bayerische Verbot, auf einer Parkbank ein Buch zu lesen, gebracht haben.<br>\nDie virologischen Beraterinnen und Berater der Bundesregierung sollten dabei offenlegen, auf welche wissenschaftlichen Erkenntnisse sich ihre Empfehlungen zum jeweiligen Zeitpunkt gest&uuml;tzt haben, sodass unabh&auml;ngige, auch internationale Fachleute deren Evidenz pr&uuml;fen k&ouml;nnen.<br>\nUnd der Kanzler, der im letzten Dezember noch gesagt hat, er kenne bei der Corona-Bek&auml;mpfung keine &bdquo;roten Linien&ldquo;, sollte das angesichts der dystopischen Berichte die uns aus China erreichen, dringend &uuml;berdenken &ndash; und mit Blick auf den Herbst schon jetzt &ouml;ffentlich erkl&auml;ren, wo f&uuml;r ihn die Grenzen der Pandemiebek&auml;mpfung in einer offenen Gesellschaft liegen.<br>\nDenn neben die &bdquo;Bilder aus Bergamo&ldquo;, mit denen die gravierendsten, tiefgreifendsten und l&auml;ngsten Grundrechtseinschr&auml;nkungen der bundesrepublikanischen Geschichte begr&uuml;ndet wurden, sind l&auml;ngst die &bdquo;Bilder aus Schanghai&ldquo; und aus anderen chinesischen Metropolen getreten: Bilder von hungernden Menschen auf ihren Balkonen, getrennten Familien und verschwei&szlig;ten Hauseing&auml;ngen, von riesigen Quarant&auml;nelagern und abgez&auml;unten Wohnvierteln, in die im Notfall nicht einmal die Feuerwehr gelangen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/corona-massnahmen-herbst-100.html\">Deutschlandfunk Kultur <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EU-Datensch&uuml;tzer haben schwere Bedenken gegen geplanten Data Act<\/strong><br>\nDie EU-Kommission will das in Daten schlummernde Potenzial heben, doch die Datenschutzbeauftragten fordern h&ouml;here Schranken etwa bei Werbung und Scoring.<br>\nMit ihrem Entwurf f&uuml;r ein Datengesetz ist die EU-Kommission &uuml;bers Ziel hinausgeschossen. Dies monieren der Europ&auml;ische Datenschutzausschuss (EDSA) und der EU-Datenschutzbeauftragte Wojciech Wiewi&oacute;rowski in einer gemeinsamen Stellungnahme. Sie fordern die EU-Gesetzgeber nachdr&uuml;cklich auf, daf&uuml;r zu sorgen, dass die verbrieften Rechte der B&uuml;rger beachtet werden. Dies sei entscheidend, da der vorgesehene Data Act auch f&uuml;r hochsensible personenbezogene Daten gelten w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/EU-Datenschuetzer-haben-schwere-Bedenken-gegen-geplanten-Data-Act-7078949.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Afrika, der reiche Kontinent &ndash; und ein Hort der Ungleichheit<\/strong><br>\nDie Zahl der Million&auml;re ist in Afrika im vergangenen Jahr deutlich gestiegen &ndash; trotz Corona-Pandemie. Zugenommen hat aber auch die Ungleichheit. Sie ist weltweit nirgends gr&ouml;sser als in S&uuml;dafrika.<br>\nF&uuml;r Aliko Dangote war es ein gutes Jahr. Um rund 1,5 Milliarden Dollar ist das Verm&ouml;gen des nigerianischen Gesch&auml;ftsmanns in den vergangenen zw&ouml;lf Monaten gestiegen. Mit nunmehr 20,7 Milliarden Dollar ist der 64-J&auml;hrige, der vor allem f&uuml;r seine Zementfirma bekannt ist, laut Bloomberg der verm&ouml;gendste Afrikaner.<br>\nDangote ist keine Ausnahme, den afrikanischen Superreichen geht es blendend. Gem&auml;ss dem Magazin &laquo;Forbes Africa&raquo; hat das Verm&ouml;gen von Afrikas 18 Dollar-Milliard&auml;ren im vergangenen Jahr um 15 Prozent zugenommen. Es liegt nun bei insgesamt 85 Milliarden Dollar.<br>\nAuch die Zahl der afrikanischen Dollar-Million&auml;re ist laut einem k&uuml;rzlich erschienenen Bericht der Beratungsfirma Henley &amp; Partners im Jahr 2021 deutlich gestiegen. Sie liegt demnach heute bei 136 000 &ndash; ein Anstieg von 11 000 gegen&uuml;ber dem Vorjahr.<br>\nDamit scheinen zumindest die reichen Afrikanerinnen und Afrikaner die Corona-Pandemie gut &uuml;berstanden zu haben. Das Virus hatte die Wirtschaft des Kontinents im Jahr 2020 erstmals nach einem Vierteljahrhundert in eine Rezession gest&uuml;rzt. Vielerorts wurden dadurch die zuvor erzielten Fortschritte, etwa bei der Armutsbek&auml;mpfung, teilweise zunichtegemacht; in zahlreichen L&auml;ndern bahnt sich &uuml;berdies eine Schuldenkrise an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/afrika-viele-millionaere-massive-ungleichheit-ld.1682483\">NZZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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