{"id":83794,"date":"2022-05-12T08:28:08","date_gmt":"2022-05-12T06:28:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794"},"modified":"2022-05-12T08:28:08","modified_gmt":"2022-05-12T06:28:08","slug":"hinweise-des-tages-4108","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794#h01\">&bdquo;Krise, wie sie Deutschland nicht erlebt hat&ldquo;: Bis zu halber Billion Euro Schaden bei Energie-Embargo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794#h02\">Erpressbar gemacht: Gastransit &uuml;ber die Ukraine in die EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794#h03\">Europa wird Opfer im USA-Russland-Spiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794#h04\">Wie Indien eine neue Weltordnung schafft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794#h05\">Ukraine-Krieg: Wer will welchen Frieden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794#h06\">Die Kriegsdrehscheibe Rheinland-Pfalz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794#h07\">Biden Wanted $33B More For Ukraine. Congress Quickly Raised it to $40B. Who Benefits?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794#h08\">Der doppelte Lauterbach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794#h09\">Analysis: Test, test, test? Scientists question costly mass COVID checks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794#h10\">Auf US-Initiative soll ein gro&szlig;er Schritt in die WHO-Pharma-Diktatur beschlossen werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794#h11\">Wie ein Hollywoodstar f&uuml;r mehr &Uuml;berwachung wirbt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794#h12\">Ehrenrettung f&uuml;r Harald Welzer nach &bdquo;Anne Will&ldquo;: Ein Fernsehauftritt mit Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794#h13\">&ldquo;Arschloch&rdquo;, &ldquo;Leberwurst&rdquo;, &ldquo;Putin-Versteher&rdquo;: Die Top Ten der Andrij-Melnyk-Attacken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794#h14\">Inhaltliche Entleerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83794#h15\">Albrecht M&uuml;ller analysiert Meinungsmache<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Krise, wie sie Deutschland nicht erlebt hat&ldquo;: Bis zu halber Billion Euro Schaden bei Energie-Embargo<\/strong><br>\nEin abrupter Lieferstopp von russischer Energie k&ouml;nnte die deutsche Wirtschaft in eine historische Krise treiben. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest der &Ouml;konom Tom Krebs von der Universit&auml;t Mannheim in einer am Montag ver&ouml;ffentlichten Studie. Ein Gasembargo w&uuml;rde die deutsche Wirtschaftsleistung demnach innerhalb des ersten Jahres um bis zu zw&ouml;lf Prozent einbrechen lassen &ndash; ein Schaden von fast einer halben Billion Euro.<br>\nEs sei zwar m&ouml;glich, dass ein Gasembargo lediglich zu einem Wirtschaftseinbruch wie in der Coronapandemie 2020 und in der Finanzkrise 2009 f&uuml;hre. Es &bdquo;k&ouml;nnte jedoch auch zu einer Wirtschaftskrise f&uuml;hren, wie sie (West-)Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg nicht erlebt hat&ldquo;, warnt Krebs, der die Analyse im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung durchgef&uuml;hrt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/gas-krise-wie-sie-deutschland-nicht-erlebt-hat-bis-zu-halber-billion-euro-schaden-bei-energie-embargo\/28316318.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Leider hinter der Bezahlschranke, aber angesichts dessen findet man keine rationale Erkl&auml;rung daf&uuml;r, was die Bellizisten der Gr&uuml;nen Partei antreibt. Ist Au&szlig;enministerin Baerbock nicht in der Lage zu reflektieren, welche Konsequenzen ihre Ank&uuml;ndigung, die Abh&auml;ngigkeit von russischer Energie f&uuml;r immer auf Null zu reduzieren, f&uuml;r die deutsche Wirtschaft h&auml;tte? <\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Abrupter Stopp russischer Erdgaslieferungen w&uuml;rde deutsche Produktion um bis zu acht Prozent des BIP einbrechen lassen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83702#h04\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Streit in Verhandlungen: Habecks Gas-Deal mit Katar droht zu platzen<\/strong><br>\nDer Fl&uuml;ssiggas-Deal von Wirtschaftsminister Robert Habeck und Katar droht zu scheitern. Und das aus drei Gr&uuml;nden. Der Wichtigste: Beide Parteien sind sich nicht einig &uuml;ber die Vertrags-Laufzeit. Habeck will Deutschland mit dem Deal eigentlich aus der Abh&auml;ngigkeit Russlands f&uuml;hren. [&hellip;]<br>\nEin dritter Streitpunkt ist die Frage, woran der Gaspreis in Zukunft gekoppelt sein soll. Katar will eine Bindung an den &Ouml;l-Preis. Deutschland pl&auml;diert f&uuml;r eine Kopplung an einen europ&auml;ischen Gas-Index. Felix Booth, Fl&uuml;ssiggasexperte bei Vortexa, sagt dazu: &bdquo;Katar hat die Hebel in der Hand. Am Ende wird Deutschland auf die Bedingungen eingehen m&uuml;ssen, um die Versorgung zu sichern. Hei&szlig;t: Eine Bindung an den &Ouml;l-Preis, was zu einer hohen finanziellen Belastung f&uuml;r Deutschland f&uuml;hren wird.&ldquo; Fl&uuml;ssiggas ist ohnehin deutlich teurer als das billige russische Gas.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/schwierige-verhandlungen-deutschland-und-katar-streiten-ueber-details-bei-fluessiggas-lieferungen-platzt-der-deal_id_96906647.html\">Focus Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Erpressbar gemacht: Gastransit &uuml;ber die Ukraine in die EU<\/strong><br>\nJetzt hat sich die Lage insofern ge&auml;ndert, als Kiew beschlossen hat, den Transit russischen Gases &uuml;ber das eigene Territorium um ein Drittel zu reduzieren. Aufhorchen l&auml;sst dabei das Argument: Wegen der K&auml;mpfe in der Region Lugansk sei ein &raquo;ordnungsgem&auml;&szlig;er Betrieb&laquo; einer Pump- und einer Kompressorenstation nicht mehr gew&auml;hrleistet. Russland hat das bestritten. Tats&auml;chlich spricht die Chronologie der Vorw&uuml;rfe gegen die ukrainische Version, Moskau habe die Senkung der Transitmenge zu verantworten. Erst hatte Kiew von &raquo;h&ouml;herer Gewalt&laquo; in Gestalt der K&auml;mpfe berichtet, welche die Lieferung behindere, Russland hatte dies bestritten und erkl&auml;rt, die Pumpstation &raquo;arbeite ungest&ouml;rt&laquo;. Jetzt behauptet die &shy;Ukraine das glatte Gegenteil: Gasprom habe &raquo;den Hahn zugedreht&laquo;. Offenbar in der Annahme, dass man heute Moskau f&uuml;r alles verantwortlich machen kann und niemand die eigenen Erkl&auml;rungen vom Morgen desselben Tages nochmals liest.<br>\nDabei wird umgekehrt ein Schuh daraus. Die Ukraine will die Wahrheit verbergen, dass sie den Gaskunden vertraglich zugesicherte Ware entzieht. Und zwar aus einem Grund, der den Abnehmerl&auml;ndern so egal sein kann wie die Farbe, mit der die Kompressoren angestrichen sind: ihrer eigenen Souver&auml;nit&auml;t. Kiew macht die Westeurop&auml;er zur Geisel seiner eigenen politischen Ambitionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/426384.erpressbar-gemacht.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ukraine stoppt Transit: Kriegt Berlin noch russisches Gas?<\/strong><br>\n&bdquo;Seit dem 27. April bezieht Polen kein Erdgas mehr von Gazprom&ldquo;, best&auml;tigte ein Sprecher der Berliner Zeitung nur kurz. Polen sei dank der langj&auml;hrigen Politik der Diversifizierung von Gasrouten und Quellen sowie der Investitionen in LNG-Terminals und Verbindungen zu den EU-Nachbarn in der Lage, Russland als Gaslieferanten links liegen zu lassen. Der polnische Energiekonzern PGNiG kaufe das Gas nun auf dem europ&auml;ischen Markt.<br>\nAuch das Wirtschaftsministerium von Robert Habeck (Gr&uuml;ne) wolle sich nicht zu einzelnen Vertr&auml;gen der Gasunternehmen &auml;u&szlig;ern. Deutschland habe sich in der Vergangenheit zu gro&szlig;er Abh&auml;ngigkeit von russischem Gas begeben, sagt die Sprecherin Susanne Ungrad der Berliner Zeitung. Die Langfristvertr&auml;ge garantierten zwar zum gr&ouml;&szlig;ten Teil relativ stabile Preise, &bdquo;aber eben auch eine sehr gro&szlig;e Abh&auml;ngigkeit, die sich jetzt r&auml;cht&ldquo;. Das Positive daran: Das russische Gas sei in den langfristigen Liefervertr&auml;gen zum Teil nicht nur f&uuml;r Deutschland, sondern auch f&uuml;r andere Kunden in Europa vorgesehen.<br>\nDer deutsche Fernleitungsnetzbetreiber Gascade ist an der Stelle noch konkreter. Die Richtung der Gasfl&uuml;sse, so die Sprecherin Uta Kull, h&auml;nge von den Transportbestellungen der Unternehmen. &bdquo;Mallnow ist ein Grenz&uuml;bergabepunkt, der in beide Richtungen, also nach Polen oder nach Deutschland, transportieren kann.&ldquo; Die Bundesnetzagentur gebe aber nur die Importe in Mallnow bekannt, also die Richtung Polen-Deutschland.<br>\nWie viel Gas aus Deutschland nach Polen flie&szlig;t, gibt Gascade dagegen in seinem Transparenz-Tool t&auml;glich an. Daraus ergibt sich etwa, dass deutsche Gasunternehmen f&uuml;r diesen Mittwoch rund 1,2 Millionen Kubikmeter Gas nach Polen liefern wollten, was 80 Prozent der Lieferkapazit&auml;t der Verdichterstation ausmacht. Gerade am 27. April, als Polen nach eigenen Angaben kein Gas mehr aus Russland bezogen hatte, war der Gasfluss in Mallnow Richtung Polen sprunghaft von nur 300.000 auf gleich 1,3 Milliarden gestiegen. Inwiefern dieses Gas &bdquo;russisch&ldquo; ist, kann man allerdings nicht sagen, denn die Marktteilnehmer gleichen Angebot und Nachfrage untereinander aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/kriegt-berlin-noch-russisches-gas-li.227349\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Europa wird Opfer im USA-Russland-Spiel<\/strong><br>\nEuropa konsumiert j&auml;hrlich rund 500 Milliarden Kubikmeter Erdgas. 45 Prozent davon kommen aus Russland. 30 Prozent des genutzten Erd&ouml;ls kommen ebenfalls aus Russland. Die EU-Sanktionen gegen Russland haben aktuell bereits schwere Folgen f&uuml;r die europ&auml;ische Wirtschaft gezeigt. Die Energie- und Lebensmittelpreise sind deutlich gestiegen und die Bev&ouml;lkerungen klagen dar&uuml;ber. Der Internationale W&auml;hrungsfonds hat vor kurzem die Prognose der Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts der Eurozone 2022 um 1,1 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent gesenkt und ein m&ouml;gliches negatives Wachstum von Volkswirtschaften wie Deutschland, Frankreich und Italien vorhergesagt.<br>\nDie EU bef&uuml;rwortet eine &bdquo;strategische Selbst&auml;ndigkeit&ldquo;. Aber bei den Beziehungen zu Russland wird Europa von den USA zur&uuml;ckgehalten und fehlgeleitet und wird so zum Opfer im USA-Russland-Spiel. Die EU kann nur eine wahre &bdquo;strategische Selbst&auml;ndigkeit&ldquo; erreichen, wenn sie sich aus der Abh&auml;ngigkeit von den USA befreit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/kommentar\/alle\/3259\/20220511\/755570.html\">CRI online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Putins Krieg verschafft den USA Vorteile gegen&uuml;ber Europa<\/strong><br>\nNamentlich direkte und indirekte Folgen der Sanktionen bringen den USA weltweit erhebliche Wettbewerbsvorteile.<br>\nEin augenf&auml;lliges Beispiel: Erdgas kostet in Europa bereits heute viermal mehr als in den USA. Bis 2021 waren die Kostenunterschiede gering (siehe Grafik unten). Bei der Produktion von Zement, Papier, Stahl, Glas oder auch Kunstd&uuml;nger gibt es derzeit wenig Alternativen zum Erdgas. In Deutschland und in der Schweiz hatte Erdgas im Jahr 2021 einen Anteil von rund einem Viertel am gesamten Verbrauch an Endenergie. Entsprechend vermindern hohe Gaspreise die Wettbewerbsf&auml;higkeit gegen&uuml;ber den USA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/uebriges-wirtschaft\/putins-krieg-verschafft-den-usa-vorteile-gegenueber-europa\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie Indien eine neue Weltordnung schafft<\/strong><br>\nIst Russland international isoliert? Tats&auml;chlich nimmt der gr&ouml;&szlig;te Teil der Welt im Ukraine-Krieg entweder eine pro-russische oder neutrale Haltung ein. Und Indien k&ouml;nnte zum Game-Changer einer neuen multipolaren Ordnung werden.<br>\nAus westlicher Sicht mag es den Anschein haben, dass sich Russland durch seine Invasion in der Ukraine in einen isolierten Pariastaat verwandelt, doch nichts k&ouml;nnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. In Wirklichkeit verh&auml;lt sich die Mehrheit der Welt, gemessen an der Bev&ouml;lkerungszahl, in diesem Konflikt entweder neutral oder pro-russisch. Indien mit seinen &uuml;ber 1,38 Milliarden Einwohnern hat einen gro&szlig;en Anteil an diesem Bev&ouml;lkerungsgleichgewicht. Dar&uuml;ber hinaus zeigt die Weigerung Neu-Delhis, Moskaus milit&auml;rische Aktion zu verurteilen, eine deutliche Verschiebung des globalen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisses zuungunsten der westlichen M&auml;chte.<br>\nDie Haltung Neu-Delhis widerspricht den westlichen strategischen Annahmen, dass Indien ein nat&uuml;rlicher Teil eines pro-demokratischen Blocks sei. Stattdessen entpuppt sich Indien als gewieftes Cham&auml;leon auf der Weltb&uuml;hne, das in der Lage ist, positive Beziehungen zu einer Reihe von L&auml;ndern zu pflegen, die miteinander konkurrieren. Deutlich wird auch, dass es im Westen an Wissen &uuml;ber die indische Diplomatie und Strategie mangelt, insbesondere &uuml;ber die multipolare Zukunftsvision des Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/16-2022\/wie-indien-eine-neue-weltordnung-schafft\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ukraine-Krieg: Wer will welchen Frieden?<\/strong><br>\nFrieden wollen alle. Sagen sie zumindest. Auch in der Ukraine und Russland. Wichtig f&uuml;r den Frieden ist, sich die Ziele der einzelnen Parteien vor Augen zu f&uuml;hren. Und dann ginge es daran, Br&uuml;cken zu bauen. Dieser Text zeigt verschiedene M&ouml;glichkeiten daf&uuml;r auf.<br>\nWer Frieden will, muss nach den Ursachen des Krieges fragen. Drei Ans&auml;tze sch&auml;len sich daf&uuml;r bei der Analyse des Kriegsgeschehens in der Ukraine heraus. Der eine lautet: Wer ist in diesem Krieg Aggressor und wer der Angegriffene? Der andere: Wie k&ouml;nnte eine Verhandlungsl&ouml;sung f&uuml;r einen zuk&uuml;nftigen Status der Ukraine aussehen? Und schlie&szlig;lich: Was also hie&szlig;e es, Br&uuml;cken zu bauen?<br>\nZur Beantwortung dieser Fragen macht es keinen Sinn, im Einzelnen auf die Kriegspropaganda einzugehen, mit der wir tagt&auml;glich &uuml;bersch&uuml;ttet werden. Ebenso wenig macht es Sinn, sich an Spekulationen zu beteiligen, wann, unter welchen Umst&auml;nden und ausgel&ouml;st durch wen der Krieg, der zurzeit auf dem Boden der Ukraine mit konventionellem Kriegsger&auml;t ausgetragen wird, in einen atomaren Krieg &uuml;bergehen k&ouml;nnte. Spekulationen dieser Art haben allein den Effekt, man ist versucht zu sagen, die Funktion, &Auml;ngste in der Bev&ouml;lkerung zu sch&uuml;ren, um die Belieferung der Ukraine mit &bdquo;schweren Waffen&ldquo; als das kleinere &Uuml;bel erscheinen zu lassen.<br>\nSinnlos ist auch zu fragen, wer der &bdquo;Aggressor&ldquo; ist &ndash; Russland, das in ukrainisches Staatsgebiet v&ouml;lkerrechtswidrig einmarschiert ist? Die Kiewer Ukraine, die den Krieg, den sie seit 2014 gegen die Gebiete Donezk und Lugansk unter Bruch des zweiten Minsker Abkommens f&uuml;hrte, jetzt eskalierte? Die NATO, die sich in der Ukraine informell bis an die Grenzen Russlands vorarbeitete? F&uuml;r jede dieser Realit&auml;ten lassen sich Fakten und Argumente anf&uuml;hren, auf die der Tatbestand der Aggression &ndash; mit Unterschieden, versteht sich &ndash; anwendbar w&auml;re. Zur Kl&auml;rung des Konfliktes tragen diese Schuldzuweisungen nicht bei, sie sind eher ein Bestandteil des gegenw&auml;rtigen Informationskrieges.<br>\nUm uns dem Br&uuml;ckenbauen zu n&auml;hern, muss eine andere Frage in den Mittepunkt ger&uuml;ckt werden als der Streit darum, wer der &bdquo;Aggressor&ldquo; war, die Frage n&auml;mlich, welche Ziele die streitenden Parteien verfolgen, anders gefragt, was, wie &uuml;berbr&uuml;ckt werden soll &ndash; und ob es &uuml;berbr&uuml;ckt werden kann. Noch anders formuliert, sind das Fragen nach den strategischen, also den langfristigen Zielen, von denen die kriegf&uuml;hrenden Parteien sich zurzeit leiten lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/wer-will-welchen-frieden\/\">Kai Ehlers im Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Kriegsdrehscheibe Rheinland-Pfalz<\/strong><br>\nDie Ausbildung ukrainischer Soldaten an der Panzerhaubitze 2000 in Deutschland hat begonnen. Wie berichtet wird, sind die ersten ukrainischen Milit&auml;rs bereits am Dienstag in der Bundesrepublik eingetroffen; gestern nahmen sie ihr Trainingsprogramm an der Artillerieschule der Bundeswehr in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) auf. Das Bundesland hat sich bereits zuvor zu einer Drehscheibe f&uuml;r die milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung der Ukraine entwickelt &ndash; mit der Lieferung von Kriegsger&auml;t &uuml;ber die U.S. Air Base Ramstein nach Polen. Auf dem Luftwaffenst&uuml;tzpunkt ist zudem das NATO Air Allied Command angesiedelt, das die Luftoperationen des B&uuml;ndnisses in Ost- und S&uuml;dosteuropa f&uuml;hrt, darunter Patrouillenfl&uuml;ge auch deutscher Kampfjets im Baltikum und am Schwarzen Meer. Rheinland-Pfalz, das diverse weitere US-St&uuml;tzpunkte beherbergt, wird laut Einsch&auml;tzung seines Innenministers Roger Lewentz (SPD) in den USA eine &bdquo;unglaubliche Bedeutungsaufwertung erfahren&ldquo;: als Drehscheibe nicht mehr nur f&uuml;r US-Kriege in der arabischen Welt, sondern auch f&uuml;r NATO-Operationen gegen Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8918\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Biden Wanted $33B More For Ukraine. Congress Quickly Raised it to $40B. Who Benefits?<\/strong><br>\nTens of billions, soon to be much more, are flying out of U.S. coffers to Ukraine as Americans suffer, showing who runs the U.S. Government, and for whose benefit. [&hellip;]<br>\nThe amounts allocated thus far &mdash; the new Biden request of $33 billion combined with the $14 billion already spent &mdash; already exceed the average annual amount the U.S. spent for its own war in Afghanistan ($46 billion). In the twenty-year U.S. war in Afghanistan which ended just eight months ago, there was at least some pretense of a self-defense rationale given the claim that the Taliban had harbored Osama bin Laden and Al Qaeda at the time of the 9\/11 attack. Now the U.S. will spend more than that annual average after just ten weeks of a war in Ukraine that nobody claims has any remote connection to American self-defense.<br>\nEven more amazingly, the total amount spent by the U.S. on the Russia\/Ukraine war in less than three months is close to Russia&rsquo;s total military budget for the entire year ($65.9 billion). While Washington depicts Russia as some sort of grave and existential menace to the U.S., the reality is that the U.S. spends more than ten times on its military what Russia spends on its military each year; indeed, the U.S. spends three times more than the second-highest military spender, China, and more than the next twelve countries combined.<br>\nBut as gargantuan as Biden&rsquo;s already-spent and newly requested sums are &mdash; for a ten-week war in which the U.S. claims not to be a belligerent &mdash; it was apparently woefully inadequate in the eyes of the bipartisan establishment in Congress, who is ostensibly elected to serve the needs and interests of American citizens, not Ukrainians. Leaders of both parties instantly decreed that Biden&rsquo;s $33 billion request was not enough. They thus raised it to $40 billion &mdash; a more than 20% increase over the White House&rsquo;s request &mdash; and are now working together to create an accelerated procedure to ensure immediate passage and disbursement of these weapons and funds to the war zone in Ukraine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/greenwald.substack.com\/p\/biden-wanted-33b-more-for-ukraine?s=r%20\">Glenn Greenwald<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der doppelte Lauterbach<\/strong><br>\nDer Bundesgesundheitsminister hat mal wieder eine neue Wahrheit verk&uuml;ndet, dieses Mal zur Lockdownpolitik. Ein Kommentar<br>\nGrunds&auml;tzlich ist es gut und richtig, wenn Politiker nicht dogmatisch sind, sondern ihre Positionen gem&auml;&szlig; der Fakten- und Erkenntnislage angleichen. Aber wie ist der j&uuml;ngste Positionswechsel von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zu Effizient und Effektivit&auml;t von Lockdowns zu bewerten?<br>\nNoch vor wenigen Monaten, da war die dominierende Omikron-Variante des Sars-CoV-2 schon auf dem Vormarsch, hatte der damals gerade vereidigte Minister einen &ldquo;harten Lockdown&rdquo; in Aussicht gestellt. Manche m&ouml;gen das damals in der Debatte um die Legitimit&auml;t der Restriktionen als Drohung empfunden haben.<br>\nDabei geh&ouml;rten Lockdowns von Beginn an zu der umstrittensten, weil freiheitsfeindlichsten Ma&szlig;nahme, die in Einheit mit anderen Einschr&auml;nkungen der Freiz&uuml;gigkeit die skurrilsten Bl&uuml;ten getrieben haben: Rentner, die von Parkb&auml;nken verscheucht wurden; Angler, die die Ufer r&auml;umen mussten; Gro&szlig;eltern, die Bu&szlig;geldbescheide erhielten, weil sie nachts einen Enkel zu viel auf den R&uuml;cksitzen ihres Pkw nach Hause fuhren. Und schlie&szlig;lich Alte, die zu Hause sa&szlig;en oder in Altenheimen vereinsamt starben.<br>\nAll das wischte Gesundheitsminister Lauterbach nun von Tisch, weil man mit Lockdowns &ldquo;kaum etwas erreichen kann&rdquo; und sie &ldquo;zu keinem guten Ende f&uuml;hren&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-doppelte-Lauterbach-7088479.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Analysis: Test, test, test? Scientists question costly mass COVID checks<\/strong><br>\nFor many people worldwide, having cotton swabs thrust up their nose or down their throat to test for COVID-19 has become a routine and familiar annoyance.<br>\nBut two years into the pandemic, health officials in some countries are questioning the merits of repeated, mass testing when it comes to containing infections, particularly considering the billions it costs.<br>\nChief among them is Denmark, which championed one of the world&rsquo;s most prolific COVID testing regimes early on. Lawmakers are now demanding a close study of whether that policy was effective.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/healthcare-pharmaceuticals\/test-test-test-scientists-question-costly-mass-covid-checks-2022-05-10\/\">Reuters<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Auf US-Initiative soll ein gro&szlig;er Schritt in die WHO-Pharma-Diktatur beschlossen werden<\/strong><br>\nDerzeit verhandeln die Weltgesundheitsorganisation, die EU und die &uuml;brigen WHO-Mitgliedstaaten &uuml;ber einen globalen Pandemievertrag. Wo die Reise hingehen soll, zeigt ein Antrag Washingtons zur Entmachtung der nationalen Regierungen im Rahmen der Internationalen Gesundheitsregulierungen (IHR). &Uuml;ber diesen soll Ende Mai abgestimmt werden. Profiteure w&auml;ren vor allem die Gro&szlig;konzerne aus zwei Branchen. [&hellip;]<br>\nDiese Entmachtung der Regierungen wird umso relevanter und gef&auml;hrlicher, als der WHO-Generaldirektor in eigener Machthoheit, auf Basis &auml;u&szlig;erst vager und dehnbarer Kriterien, entscheiden darf, wann eine Gesundheitsnotlage mit internationaler Relevanz vorliegt.<br>\nAu&szlig;erdem ist die von m&auml;chtigen Spielern wie der Johns Hopkins Universit&auml;t und Bill Gates vielfach und deutlich bekundete Absicht ins Bild zu nehmen, die standardm&auml;&szlig;ige Massentestung aller Menschen gegen alle m&ouml;glichen bekannten und noch unbekannten Erreger zur Norm zu machen. Es wird dann, bei entsprechendem Willen, &uuml;berhaupt kein Problem mehr sein, eine potentielle Gesundheitsnotlage auszurufen. Denn bei intensiver Suche werden st&auml;ndig neue Erreger gefunden, die gef&auml;hrlich werden k&ouml;nnten, aber keinesfalls m&uuml;ssen.<br>\nAber wer k&ouml;nnte ein Interesse daran haben, Gesundheitsnotst&auml;nde auszurufen und &ndash; m&ouml;glicherweise unn&ouml;tige &ndash; Gegenma&szlig;nahmen einzuleiten. Da muss man nicht lange suchen. Man denke nur an die Schweinegrippe-&bdquo;Pandemie&ldquo;, f&uuml;r die vorher extra die Kriterien f&uuml;r die Ausrufung einer Pandemie entkernt worden waren. Sie hat den Pharmafirmen Milliardenums&auml;tze f&uuml;r unn&uuml;tze und zum Teil gef&auml;hrliche Medikamente und Impfungen bescherte; von den Multimilliardengewinnen durch die Corona-Pandemie gar nicht zu reden.<br>\nAuch die gro&szlig;en IT-Konzerne aus dem Silicon Valley werden wieder ganz vorne mit dabei sein bei den Profiteuren, wenn Kontaktverfolgung, die Nutzung digitaler Impfp&auml;sse und vor allem die Durchdigitalisierung des gesamten Gesundheitswesens &bdquo;empfohlen&ldquo; werden, um eine tats&auml;chliche oder behauptete Gesundheitsgefahr einzud&auml;mmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/macht-kontrolle\/ihr-verschaerfung\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie ein Hollywoodstar f&uuml;r mehr &Uuml;berwachung wirbt<\/strong><br>\nDas neue &Uuml;berwachungsgesetz der EU zur Durchleuchtung privater Chats verdanken wir Ursula von der Leyen. Neben vielen Kritikerinnen hat es es prominente Freunde. Neue Dokumente zeigen, wie der Schauspieler Ashton Kutcher mit seiner Organisation in Br&uuml;ssel f&uuml;r &Uuml;berwachungstechnologie lobbyierte &ndash; offenbar erfolgreich.<br>\nEs ist ein weitreichender Vorschlag, den die Europ&auml;ische Kommission macht: Private Chatnachrichten &uuml;ber beliebte Apps wie Instagram, WhatsApp oder Signal sollen k&uuml;nftig systematisch durchleuchtet werden, wenn eine EU-Beh&ouml;rde das anordnet. M&ouml;glich machen soll das ein Gesetzesentwurf gegen Kindesmissbrauch, den die Kommission heute vorgelegt hat. (Wir haben vorab berichtet.)<br>\nBeh&ouml;rden sollen Internetdiensten k&uuml;nftig anordnen d&uuml;rfen, dass sie private Nachrichten auf den Verdacht von Kindesmissbrauch scannen m&uuml;ssen. Wenn die Plattform in Bildern oder Videos ihrer Nutzer:innen konkrete Anzeichen f&uuml;r Missbrauchsmaterial findet, muss dies den Beh&ouml;rden gemeldet werden. Das k&ouml;nnten etwa Dateien sein, die &auml;hnlich zu bereits bekannten Darstellungen sexualisierter Gewalt sind. Welche Technologien f&uuml;r diese Erkennung zum Einsatz kommen, soll ein neues EU-Zentrum gegen Kindesmissbrauch bereitstellen.<br>\nDiese Pl&auml;ne halten Kritiker:innen f&uuml;r einen massiven Eingriff in die Privatsph&auml;re. Es sei v&ouml;llig unklar, wie zuverl&auml;ssig eine solche Technologie sei &ndash; etwa, wie leicht Unschuldige in ihr Visier geraten k&ouml;nnen. Datensch&uuml;tzer:innen warnen &uuml;berdies, wenn die EU das Scannen von Inhalten direkt auf den Ger&auml;ten anordne, k&ouml;nne das die Ende-zu-Ende-Verschl&uuml;sselung von Messengern wie WhatsApp und Signal unterlaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/chatkontrolle-wie-ein-hollywoodstar-fuer-mehr-ueberwachung-wirbt\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<p>dazu: <strong>EU-Kommission will alle Chatnachrichten durchleuchten<\/strong><br>\nAm Mittwoch, dem 11. Mai 2022 ver&ouml;ffentlicht die EU-Kommission voraussichtlich den Gesetzesentwurf zur sogenannten Chatkontrolle. Geplant ist eine KI-basierte Pr&uuml;fung aller Nachrichteninhalte und Bilder direkt auf unseren Ger&auml;ten. Das so genannte Client-Side-Scanning w&auml;re ein Angriff auf jegliche vertrauliche Kommunikation. (&hellip;)<br>\nEine &bdquo;k&uuml;nstliche Intelligenz&rdquo;, die auf Missbrauchsinhalte untersucht, wird auch Inhalte f&auml;lschlicherweise als illegal markieren. Auch kleinste Fehlerquoten w&uuml;rden zu massiven Mengen an f&auml;lschlicherweise &ldquo;erkannter&rdquo; und ausgeleiteter Nachrichten f&uuml;hren: Allein in Deutschland werden weit mehr als eine halbe Milliarde Nachrichten pro Tag versendet. Auch enorm &ldquo;gute&rdquo; Erkennungsraten w&uuml;rden zur Ausleitung mehrerer Tausend Nachrichten pro Tag f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ccc.de\/de\/updates\/2022\/eu-kommission-will-alle-chatnachrichten-durchleuchten\">Chaos Computer Club<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ehrenrettung f&uuml;r Harald Welzer nach &bdquo;Anne Will&ldquo;: Ein Fernsehauftritt mit Folgen<\/strong><br>\nNach seinem Auftritt bei &bdquo;Anne Will&ldquo; muss sich Harald Welzer viele Unterstellungen gefallen lassen. Geben seine Arbeiten Anlass f&uuml;r so viel Emp&ouml;rung?<br>\nGeradezu besorgt hatte das Nachrichtenportal T-Online, das bislang nicht gerade als Medium der gepflegten Debattenkultur aufgefallen ist, nach Ausstrahlung der ARD-Talkshow &bdquo;Anne Will&ldquo; gefragt: &bdquo;Wer ist der Mann, &uuml;ber den sich Andrij Melnyk emp&ouml;rte?&ldquo;. Als ginge es darum, die Motive eines schlimmen Amokl&auml;ufers verstehen zu lernen, pr&auml;sentierte T-Online die Ergebnisse seiner spektakul&auml;ren Recherche und ordnete diese sogleich ein: &bdquo;Mit Krieg und Gewalt hat sich Harald Welzer in seinem Forscherleben immer wieder besch&auml;ftigt. Eine gewisse Kenntnis der Dynamik menschlicher Konflikte kann der Soziologe und Sozialpsychologe also f&uuml;r sich in Anspruch nehmen.&ldquo;<br>\nWas hat der Sozialpsychologe blo&szlig; getan, dass nun alles drauflosplappert und er zur Persona non grata erkl&auml;rt wird? Zorn und Emp&ouml;rung hatte Welzers Auftritt auch in den sozialen Medien ausgel&ouml;st, weil er den &ndash; allerdings gescheiterten &ndash; Versuch unternommen hatte, dem ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk, der als Lautsprecher seiner Regierung von Deutschland mehr und schnellere Unterst&uuml;tzung fordert, zu widersprechen. Oder hatten sich die beiden blo&szlig; herzhaft angegiftet? Was er anzubieten habe, sei &bdquo;moralisch verwahrlost&ldquo;, hatte Melnyk gesagt. Er sei borniert, gab Welzer zur&uuml;ck, Melnyk solle lieber zuh&ouml;ren. Zum Austausch von Argumenten kam es tats&auml;chlich nicht, Welzer wurde gleich mehrfach von Melnyk und Anne Will bei dem Versuch unterbrochen, seine erinnerungspolitischen Erkenntnisse in die Debatte einzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-mind\/ehrenrettung-fuer-harald-welzer-nach-anne-will-ein-fernsehauftritt-mit-folgen-li.227232\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Arschloch&rdquo;, &ldquo;Leberwurst&rdquo;, &ldquo;Putin-Versteher&rdquo;: Die Top Ten der Andrij-Melnyk-Attacken<\/strong><br>\nKaum ein Diplomat hat in Deutschland zu Kriegs- oder Friedenszeiten so polarisiert wie der ukrainische Botschafter. Telepolis hat ein Best-of seiner Zitate zusammengestellt<br>\nImmer wieder hat der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk in den vergangenen Wochen von sich reden gemacht. Grund ist nicht der Angriffskrieg der russischen Armee auf sein Land, Grund ist &ndash; Melnyk selbst. Denn der 46-j&auml;hrige Diplomat sorgt immer aufs Neue mit harschen Verbalattacken auf deutsche Politiker f&uuml;r Furore.<br>\nDie Meinungen &uuml;ber Melnyks Gebaren gehen weit auseinander. Viele verteidigen den aus dem westukrainischen Lwiw stammenden Diplomaten angesichts des russischen Angriffs und der ihrer Meinung nach zu z&ouml;gerlichen Haltung der Bundesregierung. Melnyks Hiebe seien &ldquo;grob, aber sie treffen auch&rdquo;, urteilte das Nachrichtenmagazin Focus.<br>\nDer fr&uuml;here Bundeswissenschaftsminister, Staatsminister im Ausw&auml;rtigen Amt und Erste B&uuml;rgermeister von Hamburg, Klaus von Dohnanyi, bescheinigt Melnyk nach dessen j&uuml;ngsten Angriffen auf Bundeskanzler Scholz hingegen &ldquo;Provokationen und Unversch&auml;mtheiten&rdquo;. Er meint: Der ukrainische Botschafter muss sich entschuldigen oder gehen.<br>\nF&uuml;r alle, die noch einmal nachlesen wollen, hat Telepolis eine Top Ten der bisherigen Melnyk-Skandal-Zitate zusammengestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Arschloch-Leberwurst-Putin-Versteher-Die-Top-Ten-der-Andrij-Melnyk-Attacken-7081189.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Inhaltliche Entleerung<\/strong><br>\nIn seiner Fernsehansprache vom 8. Mai hat sich Bundeskanzler Olaf Scholz an die B&uuml;rger gewandt und den Eindruck erweckt, ihre Sorgen vor einer Ausweitung des Krieges ernst zu nehmen, dann aber lediglich eine Parole pr&auml;sentiert: &bdquo;Angst darf uns nicht l&auml;hmen.&ldquo; Eine Analyse der Rede legt ein grundlegendes Muster offen: Der inhaltlichen Entleerung wesentlicher Begriffe folgt deren propagandistische Aufladung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/inhaltliche-entleerung%20\">Marcus Kl&ouml;ckner auf multipolar<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Albrecht M&uuml;ller analysiert Meinungsmache<\/strong><br>\nEine Rezension.<br>\nDie aktualisierte Neuauflage von Albrecht M&uuml;llers &ldquo;Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst.&rdquo; kommt zum richtigen Zeitpunkt. Es ist Krieg, die Propagandamaschine l&auml;uft auf Hochtouren. Die Manipulation und Einseitigkeit in den deutschen Medien ist erschreckend. Albrecht M&uuml;ller hat seine Handreichungen zur Analyse und Abwehr von Manipulation, die in einer ersten Fassung bereits 2019 erschien, daher um aktuelle Themen erweitert. Es geht viel um den Krieg, um aggressive deutsche Politik und den politischen Willen zur Konfrontation.<br>\nDas im Westend-Verlag erschienene Buch ist wichtig. Klar gegliedert veranschaulicht Albrecht M&uuml;ller in einem ersten Teil neunzehn Methoden der Manipulation. Hier finden sich die Taschenspielertricks der Meinungsmache. Es wird gezeigt, wie Kampagnen funktionieren, mit welchen Mitteln Gesellschaft gef&uuml;hrt und geg&auml;ngelt wird. In der Gesamtschau wird deutlich, dass wir als Medienkonsumenten unentwegt Kampagnen ausgesetzt sind, die versuchen uns im Sinne der herrschenden Eliten zu steuern und zu manipulieren. Deutlich wird dabei auch, dass es eben nicht nur einzelne Journalisten oder nur einzelne Nachrichtenformate sind, die sich der Propaganda verschrieben haben. Die Methoden, die M&uuml;ller auflistet, funktionieren am besten in einer im wesentlichen gleichgeschalteten Medienlandschaft.<br>\nEinheitliche Sprachregelungen, Wording, permanente Wiederholungen sowie all die anderen Strategien der Meinungsmache sind Techniken, die breit angelegt sein m&uuml;ssen. Von der Bild &uuml;ber den Spiegel bis hin zu taz m&uuml;ssen sich alle Bl&auml;tter und Formate der gleichen Begrifflichkeiten bedienen, m&uuml;ssen die immer gleichen Messages wiederholt werden, erst dann entsteht der Eindruck von Wahrheit. Einer Wahrheit, die dann allerdings von den realen Bez&uuml;gen entkoppelt ist, einer Wahrheit, die medial kreiert wurde. Es ist das Verdienst von Albrecht M&uuml;ller dies anschaulich und klar verst&auml;ndlich aufgezeigt zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2022\/05\/albrecht-mueller-analysiert-meinungsmache-eine-rezension\/\">neulandrebellen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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