{"id":83874,"date":"2022-05-15T09:00:44","date_gmt":"2022-05-15T07:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83874"},"modified":"2022-05-13T14:42:54","modified_gmt":"2022-05-13T12:42:54","slug":"hinweise-der-woche-256","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83874","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83874#h01\">In der Kriegsmaschine: Atomare Eskalation?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83874#h02\">&Ouml;lembargo: Wie Robert Habeck die Arbeiter in Schwedt &ldquo;vergackeierte&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83874#h03\">Germany, Qatar at odds over terms in talks on LNG supply deal -sources<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83874#h04\">Abrupter Stopp russischer Erdgaslieferungen w&uuml;rde deutsche Produktion um bis zu acht Prozent des BIP einbrechen lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83874#h05\">Frust im Wirtschaftskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83874#h06\">Biden Wanted $33B More For Ukraine. Congress Quickly Raised it to $40B. Who Benefits?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83874#h07\">Wie Indien eine neue Weltordnung schafft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83874#h08\">Syrienkonferenz ohne Syrer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83874#h09\">Das Schweigen zur Katastrophe im Jemen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83874#h10\">Die Preise und die Marktwirtschaft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>In der Kriegsmaschine: Atomare Eskalation?<\/strong><br>\nMeinung Die Logik der Eskalation, auf die sich der Westen eingelassen hat, wird immer mehr zum Problem. Wie schwer sollen die Waffen werden, die wir liefern?<br>\nL&auml;ngere konventionelle Schlachten in der dicht besiedelten Bundesrepublik w&uuml;rden &bdquo;die Substanz dessen zerst&ouml;ren, was verteidigt werden soll&ldquo;. Das Zitat stammt aus dem Wei&szlig;buch des Bundesverteidigungsministeriums, und vielleicht sollten es sich alle hinter den Spiegel stecken, die jetzt den Krieg als Fortsetzung des guten Gewissens mit anderen Mitteln neu entdecken. Da stand auch noch: &bdquo;Denn moderne konventionelle Waffensysteme &ndash; Sch&uuml;ttbomben, Napalm und Fl&auml;chenfeuerwaffen &ndash; erreichen fast schon die Zerst&ouml;rungswirkungen taktischer Nuklearwaffen.&ldquo; Ach so, es handelt sich um das Wei&szlig;buch 1975\/76. Seither d&uuml;rfte das eher nicht besser geworden sein, oder?<br>\nAber die Idee, dass auch der Verteidigung eine Grenze gesetzt ist &ndash; n&auml;mlich der Bestand des zu Verteidigenden &ndash;, die ist offenbar seither verloren gegangen. Die Ukraine jedenfalls unterst&uuml;tzen wir, egal, wie viele Kinder und St&auml;dte dabei verloren gehen. Und damit die Zeit bis dahin nicht kurz wird, liefern wir jetzt, was das Zeughaus h&auml;lt. &bdquo;Schwere Waffen&ldquo; ist jetzt schon das Unwort des Jahres 2022. Ja, es ist Wladimir Putins Krieg. Der russische Pr&auml;sident ist der Verbrecher. Aber f&uuml;r jeden Krieg braucht es den, der ihn anf&auml;ngt, und den, der ihn mitmacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/jaugstein\/die-lieferung-schwerer-waffen-an-die-ukraine-wird-immer-mehr-zum-problem\">Jakob Augstein in der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Serdar Somuncu im Interview: Die Deutschen sehnen sich nach Krieg<\/strong><br>\nDer Comedian Serdar Somuncu wird angefeindet, weil er gegen &uuml;berst&uuml;rzte Waffenlieferungen, Corona-Ma&szlig;nahmen, Denkverbote ist. Er kann auch mal ausf&auml;llig werden. (&hellip;)<br>\nFassen Sie doch noch einmal zusammen: Was ist Ihre Position zum Krieg in der Ukraine und welche Rolle sollte Deutschland dabei spielen?<br>\nMeine Haltung ist da ganz klar: Deutschland sollte aufgrund seiner historischen Verantwortung in keiner Weise in diesen Krieg mit einsteigen, sei es durch die Lieferung schwerer Waffen oder durch sonstige Versch&auml;rfungen dieses Konflikts. Aber genau das passiert gerade: Menschen, die fr&uuml;her f&uuml;r den Frieden waren, schreien heute am lautesten, dieser Konflikt lasse sich nicht anders l&ouml;sen als auf milit&auml;rischer Ebene. Das erschreckt mich und ich bin ganz anderer Meinung. Diese Konflikt, der ja nicht erst seit gestern existiert, h&auml;tte schon viel fr&uuml;her auf diplomatischer Ebene gel&ouml;st werden k&ouml;nnen. Neben Ursachenforschung, die wichtig w&auml;re, aber nat&uuml;rlich auch unangenehme Aspekte beinhaltet. Wenn wir etwa die Rolle der Nato und der USA betrachten, w&auml;re es jetzt wichtig, weise und besonnen nach vorne zu schauen und zu &uuml;berlegen: Wie kommen wir wieder aus dieser Spirale heraus? Ich glaube nicht, dass das mit Waffenlieferungen funktioniert. Wir m&uuml;ssen wohl oder &uuml;bel auch mit denen sprechen, die auf der anderen Seite stehen, also mit den Russen. Stattdessen lassen sich viele Akteure von kurzfristigen Affekten steuern. (&hellip;)<br>\nEine neue, den aktuellen Diskurs beherrschende Gruppe bezeichnet sich selbst als &bdquo;woke&ldquo;, kritisiert Rassismus, Sexismus, Klassismus und andere &bdquo;-ismen&ldquo; &ndash; ist aber auch best&auml;ndig f&uuml;r starke Corona-Ma&szlig;nahmen eingetreten.<br>\nJa, weil sie privilegiert sind. Wir haben einen Generationswechsel. Ein gro&szlig;er Teil der Gesellschaft kommt eben nicht mehr aus der entbehrungsreichen Kriegs- oder Nachkriegszeit, sondern das sind die Kinder der Eltern, die in Prenzlauer Berg ihren 5000 Euro teuren Kinderwagen hin und her schieben. Die haben nat&uuml;rlich ganz andere ethische Werte. Dazu geh&ouml;rt, dass man empfindlicher und empfindsamer geworden ist, was ich nicht schlecht finde. Man tritt auch aktiver ein gegen Dinge, die man f&uuml;r ungerecht h&auml;lt. Wenn das aber dazu f&uuml;hrt, dass man einen Wertekatalog aufstellt und sagt, jeder, der dagegen verst&ouml;&szlig;t, macht etwas falsch, dann wird es zu einer Diskussion, wo es nur noch Schwarz und Wei&szlig; gibt und keiner mehr den anderen h&ouml;rt. Diese &bdquo;woke Clique&ldquo;, die sich ja besonders auf Twitter trifft, schraubt sich gegenseitig gerne hoch und verl&auml;sst gerne die eigenen Grunds&auml;tze. Diejenigen, die oft sehr empfindlich sind, sind oft die, die sehr verletzend sind und andere schnell anklagen und unter Verdacht stellen. Das wird sehr befeuert dadurch, dass wir keine Gesellschaft sind, die von Nachrichten lebt, die andere f&uuml;r uns aussuchen, sondern dass jeder auch Sender ist. Das macht die Lage immer verworrener.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/serdar-somuncu-die-deutschen-sehnen-sich-nach-krieg-li.226143\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Ukraine-Krieg: Wer will welchen Frieden?<\/strong><br>\nFrieden wollen alle. Sagen sie zumindest. Auch in der Ukraine und Russland. Wichtig f&uuml;r den Frieden ist, sich die Ziele der einzelnen Parteien vor Augen zu f&uuml;hren. Und dann ginge es daran, Br&uuml;cken zu bauen. Dieser Text zeigt verschiedene M&ouml;glichkeiten daf&uuml;r auf.<br>\nWer Frieden will, muss nach den Ursachen des Krieges fragen. Drei Ans&auml;tze sch&auml;len sich daf&uuml;r bei der Analyse des Kriegsgeschehens in der Ukraine heraus. Der eine lautet: Wer ist in diesem Krieg Aggressor und wer der Angegriffene? Der andere: Wie k&ouml;nnte eine Verhandlungsl&ouml;sung f&uuml;r einen zuk&uuml;nftigen Status der Ukraine aussehen? Und schlie&szlig;lich: Was also hie&szlig;e es, Br&uuml;cken zu bauen?<br>\nZur Beantwortung dieser Fragen macht es keinen Sinn, im Einzelnen auf die Kriegspropaganda einzugehen, mit der wir tagt&auml;glich &uuml;bersch&uuml;ttet werden. Ebenso wenig macht es Sinn, sich an Spekulationen zu beteiligen, wann, unter welchen Umst&auml;nden und ausgel&ouml;st durch wen der Krieg, der zurzeit auf dem Boden der Ukraine mit konventionellem Kriegsger&auml;t ausgetragen wird, in einen atomaren Krieg &uuml;bergehen k&ouml;nnte. Spekulationen dieser Art haben allein den Effekt, man ist versucht zu sagen, die Funktion, &Auml;ngste in der Bev&ouml;lkerung zu sch&uuml;ren, um die Belieferung der Ukraine mit &bdquo;schweren Waffen&ldquo; als das kleinere &Uuml;bel erscheinen zu lassen.<br>\nSinnlos ist auch zu fragen, wer der &bdquo;Aggressor&ldquo; ist &ndash; Russland, das in ukrainisches Staatsgebiet v&ouml;lkerrechtswidrig einmarschiert ist? Die Kiewer Ukraine, die den Krieg, den sie seit 2014 gegen die Gebiete Donezk und Lugansk unter Bruch des zweiten Minsker Abkommens f&uuml;hrte, jetzt eskalierte? Die NATO, die sich in der Ukraine informell bis an die Grenzen Russlands vorarbeitete? F&uuml;r jede dieser Realit&auml;ten lassen sich Fakten und Argumente anf&uuml;hren, auf die der Tatbestand der Aggression &ndash; mit Unterschieden, versteht sich &ndash; anwendbar w&auml;re. Zur Kl&auml;rung des Konfliktes tragen diese Schuldzuweisungen nicht bei, sie sind eher ein Bestandteil des gegenw&auml;rtigen Informationskrieges.<br>\nUm uns dem Br&uuml;ckenbauen zu n&auml;hern, muss eine andere Frage in den Mittepunkt ger&uuml;ckt werden als der Streit darum, wer der &bdquo;Aggressor&ldquo; war, die Frage n&auml;mlich, welche Ziele die streitenden Parteien verfolgen, anders gefragt, was, wie &uuml;berbr&uuml;ckt werden soll &ndash; und ob es &uuml;berbr&uuml;ckt werden kann. Noch anders formuliert, sind das Fragen nach den strategischen, also den langfristigen Zielen, von denen die kriegf&uuml;hrenden Parteien sich zurzeit leiten lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/wer-will-welchen-frieden\/\">Kai Ehlers im Hintergrund<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Wir k&ouml;nnen die Rolle der EU und der USA im Ukraine-Krieg nicht ignorieren&rdquo; betont die Europaabgeordnete Clare Daly<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nIm Westen gibt es ein Narrativ von Guten und B&ouml;sen im Ukraine-Krieg, &ldquo;und wenn du nicht in diesem Narrativ redest, dann bist du ein B&ouml;sewicht&rdquo;, sagte die umstrittene Europaabgeordnete Clare Daly heute.<br>\nEin Teil des irischen Establishments, der die Neutralit&auml;t nie gewollt habe, sehe die Invasion in der Ukraine nun als eine Gelegenheit, diese vollst&auml;ndig zu beenden, warnte sie.<br>\nUnterdessen sind der EU-Militarismus und die NATO zwei Seiten derselben Medaille, und die R&uuml;stungsindustrie profitiert in hohem Ma&szlig;e vom aktuellen Konflikt. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Aber wir k&ouml;nnen die Rolle, die die EU und die USA gespielt haben, nicht ignorieren. Das soll keine Entschuldigung f&uuml;r Russland sein. Es geht einfach darum, das Problem zu erkl&auml;ren, denn man kann es nicht l&ouml;sen, wenn man es nicht an der Wurzel versteht.&rdquo; [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend des Krieges sei die Reaktion der EU und der irischen Regierung im Wesentlichen darin bestanden, den Krieg zu eskalieren und daf&uuml;r zu sorgen, dass er weitergeht.<br>\nIn dieser Woche habe es ein gro&szlig;es Get&ouml;se um Sanktionen gegeben, und sie sei gegen das russische &Ouml;lembargo, sagte sie. &ldquo;Nicht weil ich Mitleid mit Russland habe, nicht weil ich auf der Gehaltsliste von Putin stehe, sondern weil Sanktionen nicht funktionieren. Sie haben noch nie einen Krieg verhindert.<br>\n&ldquo;Nicht ein einziges ukrainisches Leben wird durch das europ&auml;ische &Ouml;lembargo gerettet&rdquo;, denn nur 30 von 195 internationalen L&auml;ndern verh&auml;ngten Sanktionen gegen Russland und es w&uuml;rde anderswo Handel treiben. &ldquo;Wenn Europa es nicht kauft, wird es jemand anderes tun. Die einfachen Menschen in Europa werden den Preis daf&uuml;r zahlen&rdquo;.<br>\nDie andere L&ouml;sung sei, weiterhin Waffen in den Konflikt zu liefern, was nicht hei&szlig;e, dass die Ukraine nicht das Recht habe, sich selbst zu verteidigen, sagte sie.<br>\n&ldquo;Das hat sie absolut. Aber das h&ouml;rt man nicht, wenn es um die Bewaffnung von Menschen im Irak, in Pal&auml;stina oder im Jemen geht&rdquo;, merkte sie an und f&uuml;gte hinzu, dass die westliche Sichtweise nun offen dazu &uuml;bergegangen sei, dass es sich um einen &ldquo;Stellvertreterkrieg gegen Russland&rdquo; handele.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.independent.ie\/irish-news\/we-cannot-ignore-the-part-played-by-the-eu-and-the-us-in-ukraine-war-insists-mep-clare-daly-41622559.html\">independent.ie<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&Ouml;lembargo: Wie Robert Habeck die Arbeiter in Schwedt &ldquo;vergackeierte&rdquo;<\/strong><br>\nSoll die ostdeutsche PCK-Raffinerie dem &Ouml;lembargo geopfert werden? Habeck verspricht, sie erhalten zu wollen &ndash; doch ihm fehlen konkrete und belastbare Vorstellungen, wie er das gew&auml;hrleisten kann.<br>\nAm Montag besuchte Robert Habeck (Gr&uuml;ne) die PCK-Raffinerie in Schwedt (Oder). Leger und mit hochgekrempelten &Auml;rmeln stand der Bundeswirtschaftsminister auf einem Tisch und sprach mit den Arbeitern &uuml;ber die Auswirkungen des geplanten &Ouml;l-Embargos. Er versprach: &ldquo;Ich will Sie nicht verkackeiern und Ihnen auch nicht den Himmel rosarot malen&rdquo;. Am Ende hat er doch beides getan.<br>\nZwar gab er vor den Arbeitern zu, dass es noch zu viele Unbekannte gebe; dass der Bundesregierung aber jegliches Konzept f&uuml;r den l&auml;ngeren Erhalt der Raffinerie zu fehlen scheint, brachte er nicht &uuml;ber die Lippen. Doch die Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf einen umfangreichen Fragenkatalog von Telepolis, legt das nahe. [&hellip;]<br>\nIn den deutschen Amtsstuben scheint man sich tats&auml;chlich nicht immer &uuml;ber die Folgen im Klaren zu sein, die manche Entscheidungen verursachen. Auf eine machte Peter H&uuml;bner, Pr&auml;sident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie aufmerksam.<br>\nSollte die Raffinerie in Schwedt (Oder) vor dem Aus stehen, dann h&auml;tte das auch extreme Folgen f&uuml;r den Stra&szlig;enbau. Denn sie produziere &ldquo;ein Drittel des in Deutschland f&uuml;r den Stra&szlig;enbau ben&ouml;tigten Bitumens, n&auml;mlich 1,3 von vier Millionen Tonnen&rdquo;, erkl&auml;rte H&uuml;bner gegen&uuml;ber der Wirtschaftswoche. Auf einem Drittel der Baustellen drohe dann ein Mangel des ben&ouml;tigten Baustoffs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Oelembargo-Wie-Robert-Habeck-die-Arbeiter-in-Schwedt-vergackeierte-7089740.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Germany, Qatar at odds over terms in talks on LNG supply deal -sources<\/strong><br>\nGermany and Qatar have hit difficulties in talks over long-term liquefied natural gas (LNG) supply deals amid differences over key conditions, including the duration of any contract, three people familiar with the discussions told Reuters.<br>\nGermany, which aims to cut its carbon emissions by 88% by 2040, is reluctant to commit to Qatar&rsquo;s conditions to sign deals of at least 20 years to secure the massive LNG volumes it needs to reduce its dependence on Russian gas, the people said.<br>\nQatar, the world&rsquo;s largest LNG supplier, is also specifying terms such as a destination clause that would prevent Berlin from rerouting the gas to other areas in Europe, a condition which the European Union opposes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/energy\/exclusive-germany-qatar-odds-over-terms-talks-lng-supply-deal-sources-2022-05-09\/\">Reuters<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Streit in Verhandlungen: Habecks Gas-Deal mit Katar droht zu platzen<\/strong><br>\nDer Fl&uuml;ssiggas-Deal von Wirtschaftsminister Robert Habeck und Katar droht zu scheitern. Und das aus drei Gr&uuml;nden. Der Wichtigste: Beide Parteien sind sich nicht einig &uuml;ber die Vertrags-Laufzeit. Habeck will Deutschland mit dem Deal eigentlich aus der Abh&auml;ngigkeit Russlands f&uuml;hren. [&hellip;]<br>\nEin dritter Streitpunkt ist die Frage, woran der Gaspreis in Zukunft gekoppelt sein soll. Katar will eine Bindung an den &Ouml;l-Preis. Deutschland pl&auml;diert f&uuml;r eine Kopplung an einen europ&auml;ischen Gas-Index. Felix Booth, Fl&uuml;ssiggasexperte bei Vortexa, sagt dazu: &bdquo;Katar hat die Hebel in der Hand. Am Ende wird Deutschland auf die Bedingungen eingehen m&uuml;ssen, um die Versorgung zu sichern. Hei&szlig;t: Eine Bindung an den &Ouml;l-Preis, was zu einer hohen finanziellen Belastung f&uuml;r Deutschland f&uuml;hren wird.&ldquo; Fl&uuml;ssiggas ist ohnehin deutlich teurer als das billige russische Gas.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/schwierige-verhandlungen-deutschland-und-katar-streiten-ueber-details-bei-fluessiggas-lieferungen-platzt-der-deal_id_96906647.html\">Focus Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Abrupter Stopp russischer Erdgaslieferungen w&uuml;rde deutsche Produktion um bis zu acht Prozent des BIP einbrechen lassen<\/strong><br>\nEin abrupter Versorgungsstopp mit russischem Erdgas &ndash; sei es durch ein Embargo von EU- oder russischer Seite &ndash; w&uuml;rde die Produktion in Deutschland in den ersten 12 Monaten um 114 bis 286 Milliarden Euro einbrechen lassen. Das entspr&auml;che einem Verlust von rund 3 bis 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zus&auml;tzlich zu diesen angebotsseitigen Effekten w&auml;re mit einem nachfragebedingten R&uuml;ckgang des BIP aufgrund h&ouml;herer Energiepreise zu rechnen: Wenn etwa Verbraucherinnen und Verbraucher weniger f&uuml;r andere G&uuml;ter ausgeben k&ouml;nnen und die Unsicherheit zunimmt, d&uuml;rfte das die Wirtschaftsleistung um weitere 2 bis 4 Prozent reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Prof. Dr. Tom Krebs von der Universit&auml;t Mannheim, die das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rdert hat. Damit w&auml;re durch ein kurzfristiges Erdgas-Embargo ein wirtschaftlicher Einbruch auf dem Niveau des Corona-Jahres 2020 oder der Finanzkrise im Jahr 2009 zu erwarten, schreibt der Professor f&uuml;r Volkswirtschaftslehre. Es &bdquo;k&ouml;nnte jedoch auch zu einer Wirtschaftskrise f&uuml;hren, wie sie (West)Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg nicht erlebt hat&ldquo;, warnt Krebs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-abrupter-stopp-russischer-erdgaslieferungen-41118.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Ukraine stoppt Transit: Kriegt Berlin noch russisches Gas?<\/strong><br>\n&bdquo;Seit dem 27. April bezieht Polen kein Erdgas mehr von Gazprom&ldquo;, best&auml;tigte ein Sprecher der Berliner Zeitung nur kurz. Polen sei dank der langj&auml;hrigen Politik der Diversifizierung von Gasrouten und Quellen sowie der Investitionen in LNG-Terminals und Verbindungen zu den EU-Nachbarn in der Lage, Russland als Gaslieferanten links liegen zu lassen. Der polnische Energiekonzern PGNiG kaufe das Gas nun auf dem europ&auml;ischen Markt.<br>\nAuch das Wirtschaftsministerium von Robert Habeck (Gr&uuml;ne) wolle sich nicht zu einzelnen Vertr&auml;gen der Gasunternehmen &auml;u&szlig;ern. Deutschland habe sich in der Vergangenheit zu gro&szlig;er Abh&auml;ngigkeit von russischem Gas begeben, sagt die Sprecherin Susanne Ungrad der Berliner Zeitung. Die Langfristvertr&auml;ge garantierten zwar zum gr&ouml;&szlig;ten Teil relativ stabile Preise, &bdquo;aber eben auch eine sehr gro&szlig;e Abh&auml;ngigkeit, die sich jetzt r&auml;cht&ldquo;. Das Positive daran: Das russische Gas sei in den langfristigen Liefervertr&auml;gen zum Teil nicht nur f&uuml;r Deutschland, sondern auch f&uuml;r andere Kunden in Europa vorgesehen.<br>\nDer deutsche Fernleitungsnetzbetreiber Gascade ist an der Stelle noch konkreter. Die Richtung der Gasfl&uuml;sse, so die Sprecherin Uta Kull, h&auml;nge von den Transportbestellungen der Unternehmen. &bdquo;Mallnow ist ein Grenz&uuml;bergabepunkt, der in beide Richtungen, also nach Polen oder nach Deutschland, transportieren kann.&ldquo; Die Bundesnetzagentur gebe aber nur die Importe in Mallnow bekannt, also die Richtung Polen-Deutschland.<br>\nWie viel Gas aus Deutschland nach Polen flie&szlig;t, gibt Gascade dagegen in seinem Transparenz-Tool t&auml;glich an. Daraus ergibt sich etwa, dass deutsche Gasunternehmen f&uuml;r diesen Mittwoch rund 1,2 Millionen Kubikmeter Gas nach Polen liefern wollten, was 80 Prozent der Lieferkapazit&auml;t der Verdichterstation ausmacht. Gerade am 27. April, als Polen nach eigenen Angaben kein Gas mehr aus Russland bezogen hatte, war der Gasfluss in Mallnow Richtung Polen sprunghaft von nur 300.000 auf gleich 1,3 Milliarden gestiegen. Inwiefern dieses Gas &bdquo;russisch&ldquo; ist, kann man allerdings nicht sagen, denn die Marktteilnehmer gleichen Angebot und Nachfrage untereinander aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/kriegt-berlin-noch-russisches-gas-li.227349\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Frust im Wirtschaftskrieg<\/strong><br>\nZunehmend breitet sich daher in den Zentralen der westlichen Welt Frust aus &uuml;ber die Entwicklung im Wirtschaftskrieg. Am 9. April musste der Londoner Economist einr&auml;umen, der Rubel h&auml;tte sich von &raquo;seinem dramatischen Fall zum Start des Krieges in der Ukraine&laquo; inzwischen erholt und &raquo;wird zum selben Wechselkurs gegen&uuml;ber dem Dollar gehandelt wie in dem Moment vor der Invasion&laquo;. Eine Woche sp&auml;ter, am 16. April, vergleicht das Blatt das Abstimmergebnis des vom Westen angestrebten Ausschlusses Russlands vom UNO-Menschenrechtsrat mit der Abstimmung zur Verurteilung Russlands gleich nach der Invasion in die Ukraine und stellt mit Emp&ouml;rung fest, dass das Lager der klaren Gegner Russlands von 141 auf 93 L&auml;nder geschrumpft, das der Enthaltungen und Gegenstimmen sich aber von 40 auf 82 mehr als verdoppelt habe. &raquo;Get off the fence&laquo; &ndash; &raquo;Runter von der Zuschauertrib&uuml;ne&laquo; schreit das Blatt im Kommentar zu dieser Entwicklung die Repr&auml;sentanten dieser zunehmenden Abkehr von der westlichen Kriegsentschlossenheit geradezu an.<br>\nIn Deutschland liegen die Nerven &auml;hnlich blank [&hellip;]<br>\nSowohl die FAZ als auch der Economist werden wohl noch h&auml;ufiger feststellten m&uuml;ssen, &raquo;dass es wenig Evidenz daf&uuml;r gibt, dass die &ouml;konomische Aktivit&auml;t (Russlands) sonderlich beeintr&auml;chtigt w&auml;re&laquo;, wie das britische Blatt am 2. April einr&auml;umte und &ndash; ebenfalls mit Verweis auf die Sowjetunion &ndash; res&uuml;mierte: &raquo;Wenn &uuml;berhaupt irgendeine Volkswirtschaft damit klarkommen k&ouml;nnte, vom Rest der Welt abgeschnitten zu werden, dann w&auml;re es die Russlands.&laquo;<br>\nDer tiefe Frust in den westlichen Zentralen kommt zu einen von dieser Einsicht und zum anderen daraus, dass diese Isolation, die von 1949 bis 1989 gelungen war, heute nicht mehr gelingt. Das zeigen die Abstimmungen in der UNO, mehr aber noch die florierenden Wirtschaftskontakte, die Russland mit China, Indien, Pakistan, Iran, den meisten afrikanischen Staaten &ndash; kurz mehr als der H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung unterh&auml;lt, allen Bestrebungen aus Washington, London oder Berlin zum Trotz.<br>\nAuch weil diese Sanktionen sich zunehmend als Flop erweisen, werden die Bem&uuml;hungen, den Krieg gegen Russland bis zum letzten Ukrainer milit&auml;risch zu gewinnen, immer mehr intensiviert &ndash; mit Panzern, Raketen und demn&auml;chst vielleicht auch mit Flugzeugen, die gegen Russland in Marsch gesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/frust-im-wirtschaftskrieg\/\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Biden Wanted $33B More For Ukraine. Congress Quickly Raised it to $40B. Who Benefits?<\/strong><br>\nTens of billions, soon to be much more, are flying out of U.S. coffers to Ukraine as Americans suffer, showing who runs the U.S. Government, and for whose benefit. [&hellip;]<br>\nThe amounts allocated thus far &mdash; the new Biden request of $33 billion combined with the $14 billion already spent &mdash; already exceed the average annual amount the U.S. spent for its own war in Afghanistan ($46 billion). In the twenty-year U.S. war in Afghanistan which ended just eight months ago, there was at least some pretense of a self-defense rationale given the claim that the Taliban had harbored Osama bin Laden and Al Qaeda at the time of the 9\/11 attack. Now the U.S. will spend more than that annual average after just ten weeks of a war in Ukraine that nobody claims has any remote connection to American self-defense.<br>\nEven more amazingly, the total amount spent by the U.S. on the Russia\/Ukraine war in less than three months is close to Russia&rsquo;s total military budget for the entire year ($65.9 billion). While Washington depicts Russia as some sort of grave and existential menace to the U.S., the reality is that the U.S. spends more than ten times on its military what Russia spends on its military each year; indeed, the U.S. spends three times more than the second-highest military spender, China, and more than the next twelve countries combined.<br>\nBut as gargantuan as Biden&rsquo;s already-spent and newly requested sums are &mdash; for a ten-week war in which the U.S. claims not to be a belligerent &mdash; it was apparently woefully inadequate in the eyes of the bipartisan establishment in Congress, who is ostensibly elected to serve the needs and interests of American citizens, not Ukrainians. Leaders of both parties instantly decreed that Biden&rsquo;s $33 billion request was not enough. They thus raised it to $40 billion &mdash; a more than 20% increase over the White House&rsquo;s request &mdash; and are now working together to create an accelerated procedure to ensure immediate passage and disbursement of these weapons and funds to the war zone in Ukraine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/greenwald.substack.com\/p\/biden-wanted-33b-more-for-ukraine?s=r%20\">Glenn Greenwald<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie Indien eine neue Weltordnung schafft<\/strong><br>\nIst Russland international isoliert? Tats&auml;chlich nimmt der gr&ouml;&szlig;te Teil der Welt im Ukraine-Krieg entweder eine pro-russische oder neutrale Haltung ein. Und Indien k&ouml;nnte zum Game-Changer einer neuen multipolaren Ordnung werden.<br>\nAus westlicher Sicht mag es den Anschein haben, dass sich Russland durch seine Invasion in der Ukraine in einen isolierten Pariastaat verwandelt, doch nichts k&ouml;nnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. In Wirklichkeit verh&auml;lt sich die Mehrheit der Welt, gemessen an der Bev&ouml;lkerungszahl, in diesem Konflikt entweder neutral oder pro-russisch. Indien mit seinen &uuml;ber 1,38 Milliarden Einwohnern hat einen gro&szlig;en Anteil an diesem Bev&ouml;lkerungsgleichgewicht. Dar&uuml;ber hinaus zeigt die Weigerung Neu-Delhis, Moskaus milit&auml;rische Aktion zu verurteilen, eine deutliche Verschiebung des globalen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisses zuungunsten der westlichen M&auml;chte.<br>\nDie Haltung Neu-Delhis widerspricht den westlichen strategischen Annahmen, dass Indien ein nat&uuml;rlicher Teil eines pro-demokratischen Blocks sei. Stattdessen entpuppt sich Indien als gewieftes Cham&auml;leon auf der Weltb&uuml;hne, das in der Lage ist, positive Beziehungen zu einer Reihe von L&auml;ndern zu pflegen, die miteinander konkurrieren. Deutlich wird auch, dass es im Westen an Wissen &uuml;ber die indische Diplomatie und Strategie mangelt, insbesondere &uuml;ber die multipolare Zukunftsvision des Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/16-2022\/wie-indien-eine-neue-weltordnung-schafft\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Syrienkonferenz ohne Syrer<\/strong><br>\nIn Br&uuml;ssel hat am Montag die zweit&auml;gige EU-Konferenz zur &raquo;Unterst&uuml;tzung der Zukunft Syriens und der Region&laquo; begonnen. Anders als bei den vorherigen Malen ist zum sechsten Zusammentreffen dieser Art die Russische F&ouml;deration nicht eingeladen worden. Das Moskauer Au&szlig;enministerium kritisierte die Entscheidung: Die Konferenz sei wertlos, wenn weder die syrische noch die russische Regierung eingeladen w&uuml;rden. International gebe es keine Anstrengungen, um die humanit&auml;ren Probleme des Landes zu l&ouml;sen, hie&szlig; es in einer Erkl&auml;rung, aus der die syrische Tageszeitung Al-Watan am Sonntag zitierte.<br>\nDemnach m&uuml;sse humanit&auml;re Hilfe nach den international anerkannten und festgelegten Prinzipien verlaufen. Hingegen &raquo;versinken&laquo; die Br&uuml;sseler Konferenzen &raquo;immer tiefer in der r&uuml;cksichtslosen Politisierung humanit&auml;rer Fragen&laquo;, so das russische Au&szlig;enministerium weiter. Der Westen tue sein Bestes, syrische Fl&uuml;chtlinge an der R&uuml;ckkehr in ihre Heimat zu hindern; die schwierige Situation, in der sich die (regionalen) Aufnahmel&auml;nder bef&auml;nden, bleibe von der EU unbeachtet. Washington und Br&uuml;ssel erstickten das syrische Volk mit illegalen einseitigen Sanktionen.<br>\nKritisiert wurde von Russland auch die US-Milit&auml;rpr&auml;senz in Syrien: Washington halte syrisches Territorium in der Al-Dschasira-Region (Nordostsyrien) und in Al-Tanf besetzt und pl&uuml;ndere die nationalen Ressourcen des Landes. Zudem verhinderten die US-Amerikaner und die Europ&auml;er die Umsetzung von Projekten f&uuml;r den Wiederaufbau Syriens, wie sie die UN-Sicherheitsratsresolution 2885 vorsehe. Statt dessen w&uuml;rden politische Vorbedingungen gefordert, darunter auch &raquo;grenz&uuml;berschreitende Hilfslieferungen&laquo; (aus der T&uuml;rkei), die die Souver&auml;nit&auml;t und territoriale Integrit&auml;t Syriens verletzten. (&hellip;)<br>\nTrotz der hohen Summen an Hilfsgeldern, die Syrien &ndash; auch von der EU-Kommission &ndash; seit zehn Jahren bereitgestellt werden, verschlechtert sich die wirtschaftliche und soziale Lage des Landes weiter. UNICEF wies darauf hin, dass bisher mehr als die H&auml;lfte der f&uuml;r 2022 ben&ouml;tigten Gelder f&uuml;r die Kinder in Syrien und in den Nachbarl&auml;ndern fehle. Auch das Weltern&auml;hrungsprogramm der Vereinten Nationen beklagte am Sonntag, dass f&uuml;r seine Hilfsprogramme bis Ende 2022 noch 595 Millionen US-Dollar fehlten. Zum Vergleich: Zur Versorgung von Fl&uuml;chtlingen aus der Ukraine hat die EU-Kommission den Mitgliedstaaten seit Ende Februar nach eigenen Angaben 3,5 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/426216.humanit%C3%A4re-hilfe-syrienkonferenz-ohne-syrer.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das Schweigen zur Katastrophe im Jemen<\/strong><br>\nEine UN-Organisation spricht von der &ldquo;schlimmsten von Menschen erzeugten humanit&auml;ren Katastrophe seit vielen Jahrzehnten&rdquo;. Gemeint ist nicht die Ukraine, sondern der Jemen. Anders als das Leid der Ukrainer beherrscht das der Jemeniten nicht unsere Medien. Ein Kommentar. (&hellip;)<br>\nJemen war schon vor dem Krieg das &auml;rmste Land der arabischen Welt. Es f&ouml;rdert zwar Gas und &Ouml;l, aber die Vorkommen werden auf nur 0,2 Prozent der weltweit nachgewiesenen Reserven gesch&auml;tzt. Jemen liegt aber an der Meerenge von Bab-al-Mandab, einem strategischen Nadel&ouml;hr zwischen Rotem Meer und dem Golf von Aden, und dort werden t&auml;glich vier Millionen Barrel Oel durchgeschleust. Die freie Durchfahrt ist unverzichtbar f&uuml;r die Golfmonarchien.  Der Westen nimmt also in Jemen die bekannten &ldquo;vitalen Interessen&rdquo; wahr. In einer &uuml;berparteilichen Studie zuhanden des US-Kongresses [2] wurden Ende vergangenen Jahres die Gr&uuml;nde f&uuml;r den Krieg aufgef&uuml;hrt. In Jemen agierten &ldquo;internationale Terroristengruppen&rdquo;, hei&szlig;t es da, und ein gescheiterter Staat Jemen w&auml;re nicht nur eine Gefahr f&uuml;r die Schifffahrt, sondern w&uuml;rde &uuml;berdies dem Iran erlauben, &ldquo;die Grenzen von Saudi-Arabien zu bedrohen&rdquo;.<br>\nDie aufst&auml;ndischen Huthi-Milizen haben seit 2014 einen gro&szlig;en Teil des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Ihre f&uuml;hrenden K&ouml;pfe wurden im Iran in der islamischen Hochschule von Quom ausgebildet. Sie bek&auml;mpfen die Regierung Hadi, aber auch die sunnitischen Moslembr&uuml;der und die saudischen Wahabiten, die einen fundamentalistischen Islam im Jemen verbreiten. Es geht indessen, wie im gesamten Mittleren und Nahen Osten, nicht um &ldquo;Religionskriege&rdquo; zwischen Schiiten und Sunniten, sondern um politische Machtk&auml;mpfe, die entlang ethnisch-konfessioneller Grenzen ausgetragen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/schweigen-jemen\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Preise und die Marktwirtschaft<\/strong><br>\nDie Inflation ist weiter in aller Munde. Mit 7,4 Prozent wurde im April dieses Jahres ein Wert erreicht, der nahezu einmalig in der bundesdeutschen Geschichte ist. Nur im Fr&uuml;hsommer 1973, um den Jahreswechsel 1973\/1974 herum und im Oktober 1981 war die Steigerungsrate des Verbraucherpreisindex h&ouml;her als derzeit. Der Druck auf die EZB, mit Zinserh&ouml;hungen zu reagieren, wird t&auml;glich gr&ouml;&szlig;er. Dabei bleiben die Bef&uuml;rworter einer strafferen Geldpolitik eine plausible Erkl&auml;rung schuldig, wie und mit welchen gesamtwirtschaftlichen Folgen Zinserh&ouml;hungen die aktuellen Preissteigerungen bei importierten Rohstoffen zum Stillstand bringen k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nMan fragt sich, warum der Vorsitzende des DGB, von dem man jahrelang nichts in Sachen angemessener Lohnpolitik geh&ouml;rt hat, ausgerechnet jetzt vorprescht und so tut, als m&uuml;sse man nun die Lohnpolitik neu ausrichten. Der DGB war in den letzten beiden Jahrzehnten nicht einmal in der Lage (und offenbar auch nicht willens), daf&uuml;r zu sorgen, dass die Arbeitnehmer die ihnen vollst&auml;ndig und jederzeit zustehenden Nominallohnerh&ouml;hungen in H&ouml;he der durchschnittlichen Produktivit&auml;tssteigerung plus zwei Prozent Zielinflation bekommen haben, die von der EZB vorgegeben sind. Jetzt so zu tun, als m&uuml;ssten die Gewerkschaften f&uuml;r einen Ausgleich von weit h&ouml;heren Preissteigerungen in den Tarifverhandlungen sorgen, die die deutschen Arbeitgeber gro&szlig;enteils nicht zu verantworten haben, ist wenig glaubw&uuml;rdig und w&uuml;rde die sich abzeichnende wirtschaftliche Misere nur befeuern.<br>\nDer Wunsch, reale Knappheiten durch simple Steigerung aller Nominall&ouml;hne quasi ungeschehen zu machen, muss scheitern. Denn dann trifft eine aufgeblasene nominale Nachfrage auf die gleichen realen Knappheiten und f&uuml;hrt zwangsl&auml;ufig zu neuen Preissch&uuml;ben. Der Verteilungskampf um real knapper gewordene G&uuml;ter wird in einer Marktwirtschaft nun einmal &uuml;ber Preise gef&uuml;hrt. Die einzig angemessene Hilfe, die man f&uuml;r die Einkommensschw&auml;chsten in diesem Kampf leisten kann und muss, ist eine Umverteilung von oben nach unten. Hier sollten sich die Gewerkschaften engagieren und den Gutverdienenden klarmachen, dass in erster Linie sie die Zeche f&uuml;r die Knappheiten zu zahlen haben, damit aus dem aktuellen Preisschub keine anhaltende Inflation und keine massive Rezession entsteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fspiecker.de\/2022\/05\/02\/die-preise-und-die-marktwirtschaft\/\">Friederike Spiecker<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83874\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-83874","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/83874","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=83874"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/83874\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83876,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/83874\/revisions\/83876"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=83874"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=83874"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=83874"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}