{"id":84024,"date":"2022-05-19T08:06:38","date_gmt":"2022-05-19T06:06:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024"},"modified":"2022-05-19T08:06:38","modified_gmt":"2022-05-19T06:06:38","slug":"hinweise-des-tages-4113","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024#h01\">Say&rsquo;s Law und das fundamentale Versagen der Wirtschaftswissenschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024#h02\">USA wollen die EU von ihrem bisherigen Plan eines &Ouml;lembargos gegen Russland abbringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024#h03\">NATO-Erweiterung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024#h04\">Die Ukraine als umworbene und get&auml;uschte Braut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024#h05\">Siemtje M&ouml;ller: Die rote Rakete<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024#h06\">Generation Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024#h07\">Psyche im Homeoffice: neue Expertise zu &bdquo;Risiken und Nebenwirkungen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024#h08\">Solidarit&auml;t statt Grundeinkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024#h09\">Mehr Gro&szlig;pleiten erwartet: &ldquo;Wenn es kracht, dann richtig&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024#h10\">Energiecharta-Vertrag: Drei Wirtschaftsanw&auml;lte bestimmen globale Klimapolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024#h11\">Einflusssph&auml;ren &ndash; der andere Ma&szlig;stab im Hinterhof<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024#h12\">CIA-Veteran kritisiert US-Kurs gegen&uuml;ber Russland: Wird nicht siegreich enden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024#h13\">Der Mann, der die Welt vor einem Atomkrieg rettete<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84024#h14\">Assange-Auslieferung: D&auml;ubler-Gmelin appelliert an Regierung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Say&rsquo;s Law und das fundamentale Versagen der Wirtschaftswissenschaften<\/strong><br>\nIn diesen Tagen nun holt der Bundesfinanzminister von der FDP, Christian Lindner, vermutlich angeleitet vom ehemaligen Vorsitzenden des SVR, Lars Feld, die Angebotspolitik aus der Rumpelkammer. Und siehe da, Lindner und Feld machen den gleichen Fehler, den der Sachverst&auml;ndigenrat schon vor mehr als 20 Jahren gemacht hat.<br>\nDas zeigt erneut, wie schwer es f&uuml;r neoklassische &Ouml;konomen offenbar ist, im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang und zugleich logisch zu denken. In einem Grundsatzpapier zur Finanz- und Wirtschaftspolitik schreiben Lindner und Feld:<br>\n&bdquo;Insbesondere Ma&szlig;nahmen, welche die Arbeitsproduktivit&auml;t erh&ouml;hen und den Lohn- und Preisauftrieb senken, tragen dazu bei, das Risiko einer Lohn-Preis-Spirale und einer Entankerung der Inflationserwartungen zu reduzieren.&ldquo;<br>\nDas ist falsch. Ma&szlig;nahmen, die dazu beitragen, dass die Arbeitsproduktivit&auml;t steigt, tragen gerade nicht dazu bei, das Risiko einer Lohn-Preis-Lohn-Spirale zu reduzieren, von einer &bdquo;Entankerung&ldquo; der Inflationserwartungen (was immer das sein mag, wie hier diskutiert) ganz zu schweigen. In normalen Zeiten, also in Zeiten ohne massive Importpreiserh&ouml;hungen (siehe die Diskussion hier) tragen solche Ma&szlig;nahmen dazu bei, eine deflation&auml;re Tendenz auszul&ouml;sen. Gleichzeitig bringen sie die Gefahr mit sich, die Nachfrageseite der Wirtschaft zu schw&auml;chen und Arbeitslosigkeit zu erzeugen, wenn n&auml;mlich die Reall&ouml;hne &ndash; auch nur tempor&auml;r &ndash; weniger als die Produktivit&auml;t steigen.<br>\nEinem &auml;hnlichen Irrtum unterliegt die Europ&auml;ische Kommission in einem anderem Zusammenhang. Sie schreibt in einem Papier &uuml;ber die Lage in Frankreich (hier verlinkt):<br>\n&bdquo;Das Wachstum der Arbeitsproduktivit&auml;t bleibt jedoch sowohl unter den langfristigen Trends als auch unter dem Durchschnitt des Eurogebiets, was eine schnellere Erholung der Kostenwettbewerbsf&auml;higkeit verhindert.&ldquo;<br>\nAuch dieser Satz ist mehr als problematisch. Eine h&ouml;here Arbeitsproduktivit&auml;t darf in einer W&auml;hrungsunion mit einem klar vorgegebenen Inflationsziel gerade nicht f&uuml;r Kostensenkung benutzt werden. Dieser Satz offenbart die fundamentale Ahnungslosigkeit der EU-Kommission in Sachen Funktionsweise einer W&auml;hrungsunion und ihren mangelnden Mut, die deutschen Ungleichgewichte als solche anzusprechen und zu sanktionieren. Das intellektuelle Versagen kann man der Kommission aber eigentlich nicht vorwerfen, weil ihre Ahnungslosigkeit nur die Ahnungslosigkeit der gro&szlig;en Mehrheit der Wirtschaftswissenschaftler widerspiegelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/05\/18\/says-law-und-das-fundamentale-versagen-der-wirtschaftswissenschaften\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>USA wollen die EU von ihrem bisherigen Plan eines &Ouml;lembargos gegen Russland abbringen<\/strong><br>\nDie USA sehen den Vorschlag der EU-Kommission f&uuml;r einen Boykott gegen russisches &Ouml;l skeptisch. Finanzministerin Yellen macht nun einen Gegenvorschlag, der in Berlin Sorgen ausl&ouml;st.<br>\nDie USA schalten sich in die Debatte &uuml;ber ein &Ouml;lembargo gegen Russland ein und versuchen, die EU von ihren bisherigen Sanktionspl&auml;nen abzubringen. Anl&auml;sslich der Europareise von US-Finanzministerin Janet Yellen schlugen hochrangige Vertreter der US-Regierung einen Strafzoll auf russische &Ouml;llieferungen als &Uuml;bergangsl&ouml;sung vor.<br>\nHintergrund ist die Gefahr, dass die Bestrebungen der Europ&auml;er, russisches &Ouml;l vom Weltmarkt auszuschlie&szlig;en, zu erheblichen Preissteigerungen f&uuml;hren &ndash; und auch in den USA die Inflation weiter antreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/politik\/international\/ukraine-krieg-usa-wollen-die-eu-von-ihrem-bisherigen-plan-eines-oelembargos-gegen-russland-abbringen\/28353590.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.B.:<\/strong> Gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Blamage f&uuml;r die EU-Kommission und Bundesregierung &ndash; insbesondere Die Gr&uuml;nen. Die USA sagen ganz offen und im Konflikt mit der EU, dass sie ein &Ouml;l Embargo u.a. wegen der Inflationsgefahr nicht gut finden. Ggf. auch, weil Biden Sorge hat, dadurch endg&uuml;ltig die Mid-Term Wahlen im Herbst zu verlieren. Stattdessen favorisieren sie einen extra Zoll auf russisches &Ouml;l. Das soll das teurere Tanker &Ouml;l von anderswo konkurrenzf&auml;higer machen, weil russisches &Ouml;l sich verteuern w&uuml;rde. Also quasi eine Markt-L&ouml;sung. F&uuml;r Industrie und Verbraucher in Europa hei&szlig;t das vermutlich dennoch dauerhaft erheblich teurere Energie. Wochenlange mediale und politische Diskussionen in der EU werden von US-Finanzministerin Yellen damit quasi per Handstreich als unsinnig und sch&auml;dlich hingestellt. Was sie ja auch sind. Mal sehen, ob die EU dennoch weiter an einem &Ouml;l Embargo in bisheriger Form arbeiten wird. Vermutlich nicht, denn die USA zeigen hier mal wieder, wer Ross und wer Reiter ist. Au&szlig;erdem wischt der US Vorschlag die hypermoralische pseudo Begr&uuml;ndung, dass man mit dem Kauf russischen &Ouml;ls, quasi Blutgeld an Putin zahle, weg, was man deswegen sofort beenden m&uuml;sste. Denn auch bei einem Zoll w&uuml;rden vermutlich &uuml;ber Jahre weiter Gelder f&uuml;r &Ouml;l nach Russland flie&szlig;en. Die USA zeigen, dass sie flexibel sind in der Form, ihre Interessen durchzusetzen. Mit Moral hat das &uuml;berhaupt nichts zu tun. Nur die EU und insbesondere die Gr&uuml;nen in der Bundesregierung, wollen eigene Interessen hintan stellen und so viel leiden wie m&ouml;glich &uuml;ber Europa bringen. Denn, wer mehr leidet ist moralischer und solidarischer mit der Ukraine. Wer jetzt noch f&uuml;r ein &Ouml;l Embargo redet, ist noch weniger als zuvor ernst zu nehmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>NATO-Erweiterung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>NATO-Mitgliedschaft erfordert verst&auml;rkte Abr&uuml;stungsbem&uuml;hungen<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich der Ank&uuml;ndigung der Sozialdemokraten, ihre Position in der Frage der schwedischen NATO-Mitgliedschaft zu &auml;ndern, stellen die Schwedischen &Auml;rzt*innen gegen Atomwaffen (SLMK) klare Forderungen, um sicherzustellen, dass Schweden atomwaffenfrei bleibt &ndash; sowohl territorial als auch in der Politik. Die NATO stuft sich selbst als Atomwaffenb&uuml;ndnis ein. Ein NATO-Beitritt stellt daher gro&szlig;e Anforderungen an Schweden. Bedingungen m&uuml;ssen aufgezeigt werden, um sich als Mitglied des B&uuml;ndnisses von Atomwaffen zu distanzieren.<br>\nZuallererst sollte Schweden unverz&uuml;glich der UN-Konvention zum Verbot von Atomwaffen beitreten. Das &Uuml;bereinkommen, das im Januar 2021 in Kraft getreten ist, beinhaltet ein umfassendes Verbot von Atomwaffen in vielerlei Hinsicht: Einsatz, Androhung des Einsatzes, Besitz, Herstellung, Erprobung, Stationierung und Unterst&uuml;tzung, Ermutigung oder &Uuml;berredung anderer Staaten zu den verbotenen Aktivit&auml;ten. Durch den Beitritt Schwedens zum &Uuml;bereinkommen werden viele der Bedenken, auf die die Zivilgesellschaft, die &Ouml;ffentlichkeit, Politiker*innen und Expert*innen in der Debatte &uuml;ber die schwedische NATO-Mitgliedschaft hingewiesen haben, wirksam ausger&auml;umt. Schweden muss sich auch das Recht vorbehalten, sich nicht hinter die Erkl&auml;rungen der NATO zu stellen, die das UN-&Uuml;bereinkommen &uuml;ber das Verbot von Atomwaffen kritisieren. Neben dem Beitritt zum &Uuml;bereinkommen sollten die folgenden Aspekte in Betracht gezogen und durch Gesetzgebung, formelle Politik usw. umgesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/atomwaffen\/artikel\/de\/nato-mitgliedschaft-erfordert-verstae.html\">IPPNW<\/a><\/li>\n<li><strong>NATO-Beitritt w&auml;re fatal<\/strong><br>\nAufnahme von Schweden und Finnland<br>\nIm Blitztempo hat das Bundeskabinett am Mittwoch einem NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands zugestimmt. Im Juni bereits soll dieser fatale Schritt im Bundestag ratifiziert werden. Sollte der Beitritt in allen Mitgliedstaaten ratifiziert werden, entgegen aller gegebener Zusagen aus dem Westen, dann w&auml;ren nach 1990 zus&auml;tzlich insgesamt 16 L&auml;nder dem Milit&auml;rpakt beigetreten. Die NATO w&uuml;rde sich ein weiteres Mal direkt an die Grenzen Russlands ausdehnen.<br>\nVor gut 30 Jahren klang das noch ganz anders: &raquo;Wir waren uns einig, dass nicht die Absicht besteht, das NATO-Verteidigungsgebiet auszudehnen nach Osten. Das gilt &uuml;brigens nicht nur in bezug auf die DDR, die wir nicht einverleiben wollen, sondern das gilt ganz generell&laquo;, so der deutsche Au&szlig;enminister Hans-Dietrich Genscher 1990. Das, so hei&szlig;t es heute, sei aber lediglich die pers&ouml;nliche Meinung des Ministers gewesen.<br>\nUn&uuml;bersehbar ist nunmehr auch f&uuml;r den letzten Zeitgenossen der expansive Charakter der NATO. Flankiert von der K&uuml;ndigung von R&uuml;stungskontrollvertr&auml;gen durch die USA und einer Hochr&uuml;stungspolitik, die auf eine weitere Erh&ouml;hung des Verh&auml;ltnisses der NATO-Milit&auml;rausgaben gegen&uuml;ber Russland zielt, aktuell 16 zu eins, wird klar, dass das Milit&auml;rb&uuml;ndnis, dessen Selbstbild von der Verpflichtung auf Demokratie und friedliche Konfliktbeilegung gepr&auml;gt ist, auf Russland zielt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/426830.norderweiterung-des-kriegspakts-nato-beitritt-w%C3%A4re-fatal.html\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>NATO oder Neutralit&auml;t<\/strong><br>\nParallel zum bevorstehenden NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens bereitet die Schweiz ihre weitere Ann&auml;herung an den westlichen Milit&auml;rpakt vor. Man strebe &bdquo;neue Formen der Zusammenarbeit&ldquo; zwischen der Schweiz und der NATO an, erkl&auml;rt Verteidigungsministerin Viola Amherd; das sei trotz der offiziellen Neutralit&auml;t des Landes ohne weiteres m&ouml;glich. Konkrete Vorschl&auml;ge f&uuml;r einen Ausbau der Kooperation sollen im September vorgelegt werden. Ungeachtet ihrer Neutralit&auml;t arbeitet die Schweiz seit den 1950er Jahren mit der NATO zusammen, freilich zun&auml;chst vor allem informell und erst seit ihrem Beitritt zum Partnership for Peace-Programm des westlichen B&uuml;ndnisses 1996 in aller Form. Anl&auml;sslich eines aktuellen Luftwaffenman&ouml;vers von NATO-Staaten, an dem eine Schweizer Fliegerstaffel teilnimmt, hei&szlig;t es, man verf&uuml;ge l&auml;ngst &uuml;ber &bdquo;gemeinsame Taktiken, Techniken und Verfahren f&uuml;r Missionen&ldquo;. Einer weiteren Ann&auml;herung an die NATO dient nicht zuletzt der Kauf von F-35-Kampfjets, den Bern im Sommer 2021 beschlossen hat, gegen den sich aber Protest erhebt. Der Ukraine-Krieg erleichtert es, die NATO-Ann&auml;herung zu legitimieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8925\">German Foreign Policy <\/a><\/li>\n<li><strong>Unsicherheit in der Nato<\/strong><br>\nEklat bei der Nato: Finnland und Schweden haben ihren Beitrittsantrag eingereicht. Doch die T&uuml;rkei hat die anstehenden Gespr&auml;che sofort blockiert. Mit der Einheit im B&uuml;ndnis ist es offenbar doch nicht so weit her &ndash; mit der Sicherheit auch nicht.<br>\nKremlchef Putin hat sich get&auml;uscht &ndash; die Nato ist st&auml;rker und entschlossener denn je: So lautet der offizielle Spin in Br&uuml;ssel. Er mischt sich mit einer geh&ouml;rigen Portion Schadenfreude. Statt die Nato von Russland fernzuhalten, r&uuml;cke sie ihm nun, mit dem Beitritt Finnlands und Schwedens, noch mehr auf die Pelle.<br>\nTats&auml;chlich weitet sich bald die Landgrenze zu Russland aus &ndash; um satte 1300 Kilometer, die Finnland mit seinem &ouml;stlichen Nachbarn teilt. Doch das bedeutet nicht unbedingt einen Gewinn f&uuml;r die Nato. Im Gegenteil: Die neue Nordfront wird gr&ouml;&szlig;er &ndash; und schwerer zu sichern.<br>\nAuch sonst sieht es nicht gut aus mit dem Sicherheitsversprechen der weltgr&ouml;&szlig;ten Milit&auml;rallianz. Der Ukraine hat sie nur Ungl&uuml;ck gebracht. Ohne den Nato-Beitrittswunsch in Budapest 2008 w&auml;re es wom&ouml;glich nie zum Krieg mit Russland gekommen, wie eine Expertin sagt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/unsicherheit-in-der-nato\/\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Ukraine als umworbene und get&auml;uschte Braut<\/strong><br>\nDie Ukraine ist seit dem Ende des Zarenreichs die umworbene Braut oder, wenn man so will, der Zankapfel, um den sich die jeweiligen M&auml;chte streiten. Sie ist als Kornkammer und wegen ihres Reichtums an Bodensch&auml;tzen attraktiv, wenn auch Kohle langsam zum Ladenh&uuml;ter wird, und sie ist begehrt als Br&uuml;ckenkopf zur Erschlie&szlig;ung oder Eroberung des eurasischen Raums. [&hellip;]<br>\nBis zum Krieg befand sich die Ukraine wirtschaftlich in einer Dauerkrise. &bdquo;Wir sind am Scheideweg. Entweder wir bekommen finanzielle Hilfe oder uns droht die Staatspleite&ldquo;, so Selenskyj 2020. Die finanzielle Hilfe wollte er sich vom IWF und der Weltbank holen, die ihre Kredite nicht ohne ein Strukturanpassungsprogramm geben. Zu den &uuml;blichen Grausamkeiten dieser Rezeptur geh&ouml;ren Haushaltsk&uuml;rzungen, die Privatisierung &ouml;ffentlicher Dienste und, damit verbunden, die Erh&ouml;hung der Tarife &ouml;ffentlicher Versorger. Die neoliberale Agenda hatte Selenskyj auf Empfehlung seiner westlichen Berater ohnehin als Heilsversprechen &uuml;bernommen. Auch die Deregulierung von Arbeitsbeziehungen und die weitere Schw&auml;chung der Gewerkschaften standen auf der Tagesordnung. Man kann sich damit vorstellen, wem der &bdquo;Marshallplan&ldquo; zugute kommen wird, den Selenskyj jetzt f&uuml;r den Wiederaufbau nach dem Krieg fordert. 2020 wurde von der Rada gegen breiten Widerstand auch eine &bdquo;Landreform&ldquo; verabschiedet, die nichts anderes ist als die &Ouml;ffnung des Bodenmarkts. Der fruchtbare Boden der Ukraine soll zum Land Grabbing frei gegeben werden. Der Krieg wird wie jeder Krieg seine Gewinner haben, darunter sicher auch Ukrainer. Die Ukrainer werden es nicht sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/die-ukraine-als-umworbene-und-getaeuschte-braut\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Siemtje M&ouml;ller: Die rote Rakete<\/strong><br>\nSiemtje M&ouml;ller hat in der SPD einen steilen Aufstieg geschafft. Wie tickt die Staatssekret&auml;rin im Verteidigungsministerium?<br>\nZahlreiche Kommentatoren arbeiten sich derzeit an der Frage ab, warum die SPD angesichts des Krieges in der Ukraine nicht endlich Abschied nimmt von ihrer &bdquo;total verfehlten Entspannungspolitik&ldquo; und t&auml;tige Reue &uuml;bt. Einige Analysten glauben sogar, den tieferen Grund f&uuml;r diese Verbohrtheit gefunden zu haben: Die Aufstiegsbiografien vieler Sozialdemokraten seien so untrennbar mit dem &bdquo;Erfolgserlebnis Ostpolitik&ldquo; verbunden, dass ein Abr&uuml;cken von &uuml;berholten Positionen ihr ganzes politisches Leben in Frage stellen w&uuml;rde. Deshalb falle es &auml;lteren Sozis so schwer, die Friedensschalmei gegen die Kriegstrommel zu tauschen.<br>\nAll diese K&uuml;chenpsychologen m&ouml;gen sich beruhigen! Auch unter j&uuml;ngeren Genoss:innen wird an den sozialdemokratischen Schl&uuml;sselbegriffen &bdquo;Aufstieg&ldquo; und &bdquo;Frieden&ldquo; festgehalten. Die Ostfriesin Siemtje M&ouml;ller, Jahrgang 1983, seit 2020 Sprecherin des Seeheimer Kreises in der SPD und seit Dezember Staatssekret&auml;rin im Bundesverteidigungsministerium, m&ouml;chten manche vielleicht weit rechts verorten, doch auch sie ist gepr&auml;gt von einem Anti-Kriegs-Erlebnis: der gr&ouml;&szlig;ten Friedenskundgebung in der Geschichte der Bundesrepublik. [&hellip;]<br>\nUnd obwohl die Abgeordnete M&ouml;ller anfangs den linken Fl&uuml;gel der SPD-Fraktion als politische Heimat in Betracht zog, f&auml;delte sie sich doch bei den super-pragmatischen Transatlantikern des Seeheimer Kreises ein. Dort war der verteidigungspolitische Nachwuchs nach f&uuml;nf Unions-Ministern in Folge (Jung, zu Guttenberg, de Maizi&eacute;re, von der Leyen, Kramp-Karrenbauer) derart ausged&uuml;nnt, dass M&ouml;ller raketenschnell zur Expertin aufstieg.<br>\nEine gl&uuml;ckliche F&uuml;gung kam hinzu: Bei den erfahrenen Sicherheitspolitikern der SPD &ndash; alles M&auml;nner, alles gro&szlig;e Egos &ndash; begann 2020 &uuml;berraschend ein St&uuml;hler&uuml;cken. Fritz Felgentreu, verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion, der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels sowie Johannes Kahrs, Fraktionssprecher im Haushaltsausschuss und einflussreicher Oberst der Reserve, warfen fast gleichzeitig die Brocken, weil sie nicht bekamen, was sie wollten. Das unterscheidet Siemtje M&ouml;ller von ihren Kollegen. Sie bekommt, was sie will, weil sie erst mal das macht, was anliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/karriere-von-siemtje-moeller-in-der-spd-die-rote-rakete?\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Generation Corona<\/strong><br>\nLockdowns und Kontaktbeschr&auml;nkungen trafen die J&uuml;ngeren besonders hart. &Uuml;ber die Folgen der Pandemie f&uuml;r Kinder und Jugendliche<br>\nAm 18. Mai erscheint Christoph Butterwegges neues Buch &raquo;Die polarisierende Pandemie&laquo; im Beltz-Verlag. Wir dokumentieren daraus im folgenden mit freundlicher Genehmigung von Autor und Verlag einen Auszug aus dem 4. Kapitel &uuml;ber die gesellschaftlichen Auswirkungen von Covid-19. (jW)<br>\n&Uuml;ber zwei Jahre lang hat die Covid-19&shy;Pandemie das Leben der Minderj&auml;hrigen hierzulande mit wenigen Unterbrechungen beherrscht, und zwar von morgens bis abends ebenso wie nachts, weil viele Kinder und Jugendliche nicht (gut) ein- oder durchschlafen konnten. Zu den Existenzsorgen armutsgef&auml;hrdeter Familien gesellte sich bei ihnen nun die f&uuml;r sensible Zeitgenoss(inn)en besonders unangenehme Infektionsangst. Au&szlig;erdem beeintr&auml;chtigten Arbeitsplatzverluste, Phasen der Kurzarbeit sowie Quarant&auml;ne- und Isolationsma&szlig;nahmen das Familienklima.<br>\nVornehmlich f&uuml;r kleine Kinder, die nichts &uuml;ber Virusinfektionen und Infektionskrankheiten wissen konnten, war das neuartige Coronavirus ein ebenso r&auml;tselhaftes wie unheimliches Ph&auml;nomen, welches sie in Angst und Schrecken versetzte. Noch h&auml;rter traf es Kinder mit Behinderungen, Einschr&auml;nkungen und Assistenzbedarf, weil sie etwa in der F&ouml;rderschule nun h&auml;ufig ganz auf sich allein gestellt waren. Kinderpsychiatrien und Psychotherapeut(inn)en schlugen Alarm, weil die Verhaltensauff&auml;lligkeiten bei Minderj&auml;hrigen signifikant zunahmen. Vermehrt beobachtet wurden Konzentrationsschwierigkeiten, extreme Stimmungsschwankungen, Angstst&ouml;rungen, depressive Verstimmungen, unkontrollierte Gef&uuml;hlsausbr&uuml;che, Entwicklungsverz&ouml;gerungen und Aggressionen verschiedener Art.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/426622.gesundheit-und-gesellschaft-generation-corona.html\">Christoph Butterwegge in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Psyche im Homeoffice: neue Expertise zu &bdquo;Risiken und Nebenwirkungen&ldquo;<\/strong><br>\nArbeiten im Homeoffice hat sich mit der Corona-Pandemie weit verbreitet. Neben Chancen resultieren aus dieser Arbeitsform aber auch Risiken f&uuml;r unsere psychische Gesundheit. Eine neue Expertise der Universit&auml;ten Innsbruck und Graz liefert Informationen, Handlungsans&auml;tze sowie Checklisten und zeigt m&ouml;gliche Gefahren auf. Viel zu wenig bekannt ist jedoch: Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, wirksame Ma&szlig;nahmen zum Schutz vor psychischen Gefahren zu setzen &ndash; das gilt auch im Homeoffice.<br>\nMit der Corona-Pandemie hat das Arbeitsmodell Homeoffice gro&szlig;fl&auml;chig in den Wohn- und Lebensbereich der Arbeitnehmer:innen Einzug gehalten. Gef&uuml;hlt von einem Tag auf den anderen wurde der K&uuml;chentisch zum Schreibtisch, der Laptop zum virtuellen Meetingraum und das Handy zum unverzichtbar hei&szlig;en Draht zu Kolleg:innen und Vorgesetzten. Mittlerweile ist f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte Homeoffice zu einem Teil der Arbeitsroutine geworden &ndash; offensichtlich ist Homeoffice gekommen, um zu bleiben.<br>\nUnd ja: Homeoffice hat zweifellos Vorteile. Fahrtzeiten fallen zum Teil weg, woraus sich ein Plus an Freizeit ergibt. Manche Arbeitnehmer:innen sch&auml;tzen zudem die gr&ouml;&szlig;ere Selbstbestimmung &uuml;ber den eigenen Arbeitstag &ndash; verbunden mit mehr Autonomie und Handlungsspielraum. Je nach individuellen Lebens- und Wohnverh&auml;ltnissen kann Homeoffice auch die Vereinbarkeit zwischen Berufs- und Privatleben erleichtern oder zu einem konzentrierteren, st&ouml;rungsfreieren Arbeiten verhelfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/psyche-im-homeoffice\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Solidarit&auml;t statt Grundeinkommen<\/strong><br>\nDie Pandemie hat gezeigt, dass unser Sozialstaat im Krisenfall nicht allen hilft, die Hilfe ben&ouml;tigen. Er muss also umgebaut werden. Das bedingungslose Grundeinkommen allerdings ist kein geeignetes Mittel, mehr Gerechtigkeit zu schaffen, meint unser Autor. [&hellip;]<br>\nErsetzen soll das Grundeinkommen die Sozialhilfe, das Arbeitslosengeld II, das Sozialgeld, die Grundsicherung im Alter, den Kinderzuschlag und das Wohngeld. Zu bef&uuml;rchten steht, dass &uuml;ber kurz oder lang alle genannten und zahlreiche weitere Transferleistungen abgeschafft w&uuml;rden, denn die Kosten des Grundeinkommens w&auml;ren enorm. Meist werden die mit dem bedingungslosen Grundeinkommen verbundenen Kosten &ndash; zwischen mehreren hundert Milliarden und weit &uuml;ber einer Billion Euro j&auml;hrlich &ndash; untersch&auml;tzt oder gar nicht erst thematisiert. Und wenn man es an Bedingungen wie einen hohen Bedarf kn&uuml;pft, was die Kosten drastisch verringern w&uuml;rde, w&auml;re es kein bedingungsloses Grundeinkommen mehr.<br>\nMit einem bedingungslosen Grundeinkommen w&uuml;rde Sozialpolitik nach dem Gie&szlig;kannenprinzip gemacht, statt ihre begrenzten Ressourcen im Sinne der Einzelfallgerechtigkeit auf jene Personen zu konzentrieren, die sie wirklich brauchen. So d&uuml;rften selbst in einer Pandemie nicht alle K&uuml;nstler:innen und Kulturschaffenden unterst&uuml;tzt werden m&uuml;ssen. Dieter Bohlen, Helene Fischer und Roland Kaiser brauchten w&auml;hrend der Pandemie ebenso wenig Staatshilfe wie Gerhard Richter, weil sie allesamt Multimillion&auml;re sind. Hingegen k&ouml;nnten die scheinselbstst&auml;ndige Maskenbildnerin, der freiberuflich t&auml;tige Messebauer, die Honorarkraft in der Erwachsenenbildung und die prek&auml;r besch&auml;ftigte Grafikdesignerin vom Grundeinkommen vielleicht noch nicht einmal ihre Miete zahlen, wenn sie in einer begehrten Gro&szlig;stadtlage wohnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/581\/solidaritaet-statt-grundeinkommen-8192.html\">Christoph Butterwegge auf Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mehr Gro&szlig;pleiten erwartet: &ldquo;Wenn es kracht, dann richtig&rdquo;<\/strong><br>\nStaatliche Hilfen w&auml;hrend der Corona-Pandemie haben die Firmenpleiten in Deutschland auf einem k&uuml;nstlich niedrigen Niveau gehalten. Doch f&uuml;r die kommenden Jahre rechnen &Ouml;konomen wieder mit mehr gro&szlig;en Insolvenzen.<br>\nDank finanzieller Hilfen und Sonderregeln bei der Insolvenzantragspflicht haben deutsche Unternehmen die Coronakrise bislang weitgehend glimpflich &uuml;berstanden. Doch das d&uuml;rfte sich nun &auml;ndern: Laut einer Studie des Kreditversicherers Allianz Trade muss in den kommenden Jahren mit wieder anziehenden Pleitenzahlen gerechnet werden. Vor allem die Zahl der Gro&szlig;pleiten d&uuml;rfte deutlich steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/pleiten-insolvenzen-unternehmen-studie-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Energiecharta-Vertrag: Drei Wirtschaftsanw&auml;lte bestimmen globale Klimapolitik<\/strong><br>\nSteigt Deutschland endlich aus dem Energiecharta-Vertrag aus? Der sch&uuml;tzt Konzerne vor demokratischer Klimapolitik. Im Juni wird entschieden<br>\nKaum war das vom slowenischen Parlament beschlossene Fracking-Verbot Anfang Mai in Kraft getreten, traf der Brief einer Londoner Anwaltskanzlei bei der Regierung in Ljubljana ein. Darin stand: Sollte das Verbot beibehalten werden, m&uuml;sse sich das Land bald vor einem internationalen Schiedsgericht erkl&auml;ren und mit hohen Entsch&auml;digungszahlungen rechnen. Versandt wurde das Schreiben im Namen der britischen &Ouml;l- und Gasfirma Ascent Resources, die in Slowenien Konzessionen f&uuml;r ein Gasfeld besitzt. Tats&auml;chlich stehen die Chancen von Ascent nicht schlecht, das Verfahren zu gewinnen. Denn es findet nicht vor einem ordentlichen Gericht statt, sondern vor einem geheimen Schiedsgericht.<br>\nDort k&ouml;nnen ausl&auml;ndische Investoren (und nur diese) hohe Entsch&auml;digungszahlungen fordern, wenn sie glauben, ein Staat habe sie ungerecht behandelt. Die Zahlungen sind nicht gedeckelt und schlie&szlig;en oft hypothetische zuk&uuml;nftige Gewinne ein. Berufungsm&ouml;glichkeiten gibt es kaum und die Urteile sind weltweit durchsetzbar. Gef&uuml;hrt und entschieden werden die Verfahren von drei daf&uuml;r berufenen Personen, oftmals private Wirtschaftsanw&auml;lte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/energiecharta-ect-drei-wirtschaftsanwaelte-bestimmen-globale-klimapolitik\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Einflusssph&auml;ren &ndash; der andere Ma&szlig;stab im Hinterhof<\/strong><br>\nJeder Staat kann sich frei f&uuml;r B&uuml;ndnisse entscheiden. Theoretisch. Aber ist das praktisch sinnvoll, fragt sich unser Kolumnist. Eine Geschichte aus der S&uuml;dsee. [&hellip;]<br>\nDie Salomonen sind ein v&ouml;lkerrechtlich selbstst&auml;ndiger Pazifik-Archipel. Das Land ist bettelarm. Seine Regierung wurde soeben durch das 5300 Kilometer entfernte China mit Kleingeld von einem &bdquo;Sicherheitsabkommen&ldquo; &uuml;berzeugt. Nachdem das kommende Imperium halb Afrika gekauft hat, jagt es in Ozeanien nach Schn&auml;ppchen. Vermutet wird, dass Peking die Inseln k&uuml;nftig auch als Marinebasis nutzen darf.<br>\nWo soll da jetzt die Spannung herkommen? Schlie&szlig;lich lernt doch derzeit jedes Kind, dass ein souver&auml;ner Staat &uuml;ber seine B&uuml;ndnisse frei entscheiden k&ouml;nnen muss. F&uuml;r die demokratische Wertegemeinschaft ist das selbstverst&auml;ndlich. Zuwiderhandlungen sind, so erkl&auml;rte Angela Merkel einmal in anderem Zusammenhang, &bdquo;altes Denken in Einflusssph&auml;ren&ldquo; beziehungsweise, mit den Worten von Nato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg im selben anderen Zusammenhang: &bdquo;Wir wollen nicht zu einer Welt zur&uuml;ckkehren, in der die Staaten durch die Einflusssph&auml;ren der Gro&szlig;m&auml;chte begrenzt sind.&ldquo;<br>\nJetzt wendet sich die Handlung im Kokospalmenmilieu. Es wird aufregend, auch in Australien. Das liegt satte 1500 Kilometer s&uuml;dlich, doch der dortige Regierungschef sieht mit besagtem Pakt eine &bdquo;rote Linie&ldquo; &uuml;berschritten. Seine Innenministerin sekundiert, die Salomonen seien &bdquo;unser Hinterhof&ldquo;. Aus nur 5000 Kilometern Distanz meldet das Wei&szlig;e Haus &bdquo;bedeutende Bedenken&ldquo; an. Die USA w&uuml;rden &bdquo;entsprechend reagieren&ldquo;. Der Salomonen-Premier f&uuml;rchtet eine Invasion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-mind\/geopolitik-einflusssphaeren-der-andere-massstab-im-hinterhof-li.228189\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>CIA-Veteran kritisiert US-Kurs gegen&uuml;ber Russland: Wird nicht siegreich enden<\/strong><br>\n&bdquo;Die Vereinigten Staaten erkl&auml;ren praktisch einen neuen Kalten Krieg mit Russland&ldquo;, schreibt Paul Pillar.<br>\nCIA-Veteran Paul Pillar hat in einem Beitrag f&uuml;r die US-amerikanische Fachzeitschrift The National Interest den Kurs seiner Regierung gegen&uuml;ber Russland kritisiert und vor einem neuen Kalten Krieg gewarnt. Dieser werde nicht &bdquo;mit einem unipolaren Moment&ldquo; siegreich enden.<br>\nErkl&auml;rtes Ziel der USA sei es, Russland zu &bdquo;schw&auml;chen&ldquo;. Daraus resultierten jedoch zwei Probleme: Zum einen profitiere Putins Propaganda von der Tatsache, dass es sich nicht blo&szlig; um eine Reaktion auf den Krieg in der Ukraine, sondern auch um eine Bedrohung Russlands handele. Zum anderen verringere dieses Ziel das Vertrauen Russlands in den Westen zus&auml;tzlich. Eine Einigung im Russland-Ukraine-Krieg gestalte sich so schwieriger.<br>\n&bdquo;Die Vereinigten Staaten erkl&auml;ren praktisch einen neuen Kalten Krieg mit Russland&ldquo;, schreibt Pillar. Es handele sich dabei nicht um eine Schuldzuweisung zwischen Ost und West, aber man m&uuml;sse sich fragen, wie viel in offiziellen Kreisen dar&uuml;ber nachgedacht wurde, wohin ein neuer Kalter Krieg f&uuml;hren und wie er enden w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/cia-veteran-kritisiert-us-kurs-gegenueber-russland-wird-nicht-siegreich-enden-li.228550\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Mann, der die Welt vor einem Atomkrieg rettete<\/strong><br>\nVor genau f&uuml;nf Jahren starb der russische Oberstleutnant Stanislaw Petrow unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit in einem Plattenbau.<br>\nIm Herbst 1983 stand die Welt infolge eines Raketenalarms im sowjetischen Raketenabwehrzentrum unmittelbar vor einem Atomkrieg. Der diensthabende Offizier Stanislaw Petrow behielt die Nerven. Am 19.05.2017 starb er einsam in seiner Plattenbauwohnung bei Moskau.<br>\nNach jener dramatischen Nacht dauerte es fast zehn Jahre, bis die Nachricht von seiner Millionen Menschenleben rettenden Nicht-Tat allm&auml;hlich in die Welt sickerte. Und dann dauerte es nochmals Jahre, bis er langsam wenigstens einen Bruchteil der Anerkennung erhielt, die er verdient: Der ehemalige Oberstleutnant der Sowjetarmee Stanislaw Petrow hatte im Herbst 1983 durch eine einsame mutige Entscheidung sehr wahrscheinlich einen Dritten Weltkrieg verhindert und damit das Leben von Millionen, gar Milliarden Menschen gerettet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/der-mann-der-die-welt-vor-einem-atomkrieg-rettete\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Assange-Auslieferung: D&auml;ubler-Gmelin appelliert an Regierung<\/strong><br>\nDie ehemalige Bundesjustizministerin Herta D&auml;ubler-Gmelin (SPD) kritisiert die Bundesregierung f&uuml;r ihre Zur&uuml;ckhaltung im Fall des Wikileaks-Gr&uuml;nders Julian Assange. Ein Gericht in London hatte im April formell seine Auslieferung an die USA genehmigt.<br>\nDie fr&uuml;here Bundesjustizministerin Herta D&auml;ubler-Gmelin (SPD) k&auml;mpft seit Jahren f&uuml;r die Freilassung von WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange. Im Interview mit der radioWelt auf Bayern 2 bem&auml;ngelte sie, dass sich Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock fr&uuml;her auch f&uuml;r Assange eingesetzt habe. Nun jedoch schweige Baerbock dar&uuml;ber.<br>\nEin Gericht in London hatte im April formell die Auslieferung an die USA genehmigt. Die endg&uuml;ltige Entscheidung dar&uuml;ber liegt allerdings nach wie vor bei der britischen Innenministerin Priti Patel. Assanges Anw&auml;lte hatten nun vier Wochen Zeit, Einw&auml;nde bei der Regierung vorzulegen.<br>\nD&auml;ubler-Gmelin appellierte deshalb im Interview an die Bundesregierung: &ldquo;Man kann nicht nur einseitig, wenn es ins politische Konzept passt, Kriegsverbrechen aufdecken und kritisieren, sondern das muss man dann auch tun, wenn&rsquo;s schmerzt.&rdquo;<br>\nAuf die Frage, warum sich ihre Partei, die SPD, weder in der Gro&szlig;en Koalition noch in der derzeitigen Ampel-Koalition f&uuml;r ein Asyl von Julian Assange eingesetzt hat, sagte D&auml;ubler-Gmelin, sie schlie&szlig;e sich dieser R&uuml;ge vollst&auml;ndig an. Sie wisse nicht, warum die SPD nichts unternehme. Sie fordere ihre Partei zum Handeln auf, sei aber &ldquo;sehr skeptisch&rdquo;, dass das etwas n&uuml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/e-hemalige-bundesjustizministerin-daeubler-gmelin-befuerchtet-auslieferung-von-julian-assange,T6ASSwI\">BR24<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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