{"id":84073,"date":"2022-05-22T09:30:02","date_gmt":"2022-05-22T07:30:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84073"},"modified":"2022-05-20T12:38:55","modified_gmt":"2022-05-20T10:38:55","slug":"hinweise-der-woche-257","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84073","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84073#h01\">Spannungen bei EU-Au&szlig;enministertreffen: Die Fassade br&ouml;ckelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84073#h02\">Deutsche Doppelmoral: Nicht nur Putin, auch der Westen ignoriert das V&ouml;lkerrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84073#h03\">Ukraine-Krieg: Gr&uuml;ne Krieger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84073#h04\">Bidens gef&auml;hrliche Fehler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84073#h05\">Expansion global: NATO auf dem Vormarsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84073#h06\">Tafeln in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84073#h07\">Kaltes Bad und Kurzarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84073#h08\">&Uuml;ber die Auswirkung der Impfung auf das Corona-Sterbegeschehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84073#h09\">Solidarit&auml;t statt Grundeinkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84073#h10\">Nordrhein-Westfalen: Deshalb war die Wahlbeteiligung so niedrig<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Spannungen bei EU-Au&szlig;enministertreffen: Die Fassade br&ouml;ckelt<\/strong><br>\nEinig und entschlossen? Beim Treffen der EU-Au&szlig;enminister sorgt nicht nur der geplante Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands f&uuml;r Unruhe.<br>\nEinig, entschlossen und solidarisch &ndash; so pr&auml;sentiert sich die EU seit Beginn des Ukrainekriegs. Im Konflikt mit Russland d&uuml;rfe man sich keine Bl&ouml;&szlig;e geben, hei&szlig;t es in der Europ&auml;ischen Kommission.<br>\nDoch beim Treffen der EU-Au&szlig;enminister am Montag in Br&uuml;ssel br&ouml;ckelte die sch&ouml;ne Fassade. Der Streit um das geplante &Ouml;lembargo und die Debatte &uuml;ber den Nato-Beitritt der EU-L&auml;nder Schweden und Finnland sorgten f&uuml;r Unruhe.<br>\nDas Embargo auf &Ouml;l aus Russland sollte eigentlich schon am Europatag vor einer Woche verh&auml;ngt werden. Ein Beschluss kam jedoch nicht zustande &ndash; Ungarn, die Slowakei und andere EU-Staaten stehen auf der Bremse.<br>\nAuch beim Au&szlig;enrat ging es nicht voran. Eine schnelle Einigung sei nicht zu erwarten, sagte der EU-Au&szlig;enbeauftragte Josep Borrell. Die Positionen seien &bdquo;ziemlich stark&ldquo;, deshalb brauche der Beschluss noch Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Spannungen-bei-EU-Aussenministertreffen\/!5854722\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>In Europas Wirtschaftskrieg gegen Russland br&ouml;ckelt die Einheit<\/strong><br>\nSo massiv wie Russland wurde noch kein anderes Land von der EU abgestraft. Die erhoffte Wirkung bleibt aus. Stattdessen gibt es nun erbitterten internen Streit &uuml;ber ein &Ouml;l-Embargo und den EU-Beitritt der Ukraine<br>\nAlle gegen Russland, alles f&uuml;r die Ukraine: So lautet seit Beginn des Krieges der inoffizielle Schlachtruf der Europ&auml;ischen Union in Br&uuml;ssel. Die EU-Kommission, der Ministerrat und das Europaparlament setzen alle verf&uuml;gbaren Waffen ein, um der Ukraine zu helfen und Russland zu schw&auml;chen. Besonders k&auml;mpferisch gibt sich Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen (CDU). Die ehemalige deutsche Verteidigungsministerin fordert nicht nur den &bdquo;Sieg&ldquo; der Ukraine und einen schnellen EU-Beitritt. Sie streitet auch daf&uuml;r, dass Kremlchef Wladimir Putin einen hohen Preis f&uuml;r den Krieg bezahlt. Man werde Putin an seiner schw&auml;chsten Stelle treffen, der Wirtschaft, verk&uuml;ndete von der Leyen schon im Dezember 2021. Da hatte die russische Invasion zwar noch gar nicht begonnen. Doch schon damals bereitete die deutsche EU-Chefin, gemeinsam mit US-Pr&auml;sident Joe Biden, einen massiven Wirtschaftskrieg gegen Russland vor.<br>\nF&uuml;nf Sanktionspakete zielen nun auf die russische Zentralbank, die gro&szlig;en Gesch&auml;ftsbanken, die Oligarchen und kriegswichtige G&uuml;ter. So massiv hat die EU noch kein anderes Land abgestraft. Doch die erhoffte Wirkung ist ausgeblieben. Die russische Wirtschaft ist nicht zusammengebrochen, der Rubel hat sich erholt. Deshalb geht es nun in die sechste Runde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-wirtschaftssanktionen-gegen-russland-werden-fuer-die-eu-zum-problem\">Eric Bonse in der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche Doppelmoral: Nicht nur Putin, auch der Westen ignoriert das V&ouml;lkerrecht<\/strong><br>\nDie Deutschen meinen zu wissen, dass sie die Guten sind, wenn sie sich gegen Russland stellen. Und doch ist die moralische Bilanz des Westens katastrophal.<br>\nEine dominante Attit&uuml;de in der aktuellen Debatte &uuml;ber den Krieg in der Ukraine ist die Wahlpflicht zwischen Gut und B&ouml;se: auf der einen Seite die Ukraine mitsamt der sie unterst&uuml;tzenden Fraktion liberal-demokratischer Staaten des Westens und auf der anderen Seite Russland. Von der dortigen Staatsf&uuml;hrung, das ist nicht nur Leitfiguren wie Baerbock, Habeck und Hofreiter, sondern auch jedem selbstbewussten Influencer aus der Generation Z bewusst, kann nur das Schlimmste bef&uuml;rchtet werden. Erst die Vernichtung der Ukraine, dann ein ausgedehnter Feldzug gegen die Staaten in der Region Osteuropas, danach der Angriff auf Kerneuropa, schlie&szlig;lich die Eroberung der &uuml;brigen Teile Westeuropas, in letzter Konsequenz auch ein v&ouml;llig irrer Atomschlag gegen diejenigen, die sich noch gegen den russischen Imperialismus wehren k&ouml;nnen. Und warum? Weil die russische F&uuml;hrung den &bdquo;demokratischen Aufbruch&ldquo; in ihrer Nachbarschaft f&uuml;rchtet! [&hellip;]<br>\nWenn es erforderlich werden sollte, einen Nuklearkrieg zu riskieren, dann w&uuml;rde das nach dem Autor der Berliner Zeitung Klaus Bachmann oder Ralf F&uuml;cks nicht unbedingt das Ende der Welt bedeuten. St&auml;rker als die Sorge um die Konsequenzen eines Nuklearkriegs wiegt allenthalben die moralische Pflicht, das Gute zu sch&uuml;tzen. Zudem handelt der Westen v&ouml;llig im Einklang mit dem V&ouml;lkerrecht, das es ausdr&uuml;cklich erlaubt, einem angegriffenen Staat bei der Verteidigung seiner territorialen Unversehrtheit und Unabh&auml;ngigkeit milit&auml;rischen Beistand zu leisten. Warum also nicht beherzt einen gro&szlig; angelegten Kreuzzug gegen das B&ouml;se f&uuml;hren?<br>\nHarald Welzer und andere &bdquo;Intellektuelle&ldquo; trauten sich, in einem offenen Brief nicht nur die Dichotomie zwischen Gut und B&ouml;se zu hinterfragen, sondern auch eine Pr&uuml;fung der Rolle des Westens bzw. der Nato im Vorfeld des Krieges anzuregen. Solche Vorschl&auml;ge kommen trotz der so oft beschworenen Meinungsfreiheit im Land &uuml;berhaupt nicht mehr gut an. Der Kampf um das richtige Narrativ scheint schon l&auml;ngst entschieden zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/deutsche-doppelmoral-nicht-nur-putin-auch-der-westen-ignoriert-das-voelkerrecht-li.228110\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die Russen, die Deutschen und der Krieg<\/strong><br>\nWieso sind ausgerechnet die Deutschen so willig, eine Eskalation nach der anderen gegen Russland zu initiieren? An der Ukraine liegt es nicht, das kann man sicher sagen. Denn das, was dort angeblich verteidigt wird &ndash; Demokratie, Freiheit, Friede, Freude und nat&uuml;rlich Eierkuchen &ndash; mag in der Tagesschau-Redaktion, in den SPIEGEL-Redaktionsstuben und an den Mikros der Radiostationen existieren. In der Ukraine sieht das Bild dagegen anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2022\/05\/die-russen-die-deutschen-und-der-krieg\/\">neulandrebellen<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&laquo;Mut? &ndash; Phantasielosigkeit!&raquo;<\/strong><br>\nDer grassierende Sofa-Bellizismus &uuml;berschl&auml;gt sich mittlerweile in Ton und r&uuml;stungspolitischen Postulaten. Dass dabei im Worst Case nichts weniger als ein Atomkrieg in Europa riskiert wird, beweist nicht etwa Mut, sondern die erschreckende Apokalypse-Blindheit der &sbquo;Verantwortlichen&lsquo; in Medien und Politik.<br>\nEs ist die Zeit der galoppierenden Radikalisierung. Und die Zeit der schamlosen Bagatellisierungen.<br>\nSeit Wochen liefern sich die Leitmedien und die von ihnen gehetzte Politik einen atemberaubenden &Uuml;berbietungswettbewerb, die anzustrebenden westlichen Kriegsziele in der Ukraine betreffend. Ging es zu Kriegsbeginn noch darum, die Kampfhandlungen schnellstm&ouml;glich zu stoppen und Blutvergie&szlig;en wie Zerst&ouml;rungen zu beenden &ndash; immerhin gab es zeitweise ernsthafte Verhandlungen zwischen beiden Seiten &ndash;, soll der Krieg nun laut EU-Au&szlig;enminister Josep Borrell &bdquo;on the battlefield&ldquo; gewonnen werden. Mittlerweile reicht auch das nicht mehr. &bdquo;Wir wollen&ldquo;, so t&ouml;nte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin am 25. April, &bdquo;dass Russland so weit geschw&auml;cht wird, dass es zu so etwas wie dem Einmarsch in die Ukraine nicht mehr in der Lage ist.&ldquo; Immerhin, so Austin hoffnungsfroh, habe Russland durch den Krieg bereits &bdquo;viele milit&auml;rische F&auml;higkeiten eingeb&uuml;&szlig;t und viele seiner Truppen verloren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/mut-phantasielosigkeit\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine-Krieg: Gr&uuml;ne Krieger<\/strong><br>\nUnter dem Eindruck des Ukraine-Krieges verabschieden die Gr&uuml;nen sich vom Pazifismus, hei&szlig;t es &ndash; dabei ist der in der Partei schon lange pass&eacute;. Wir zeichnen die Geschichte nach, wie die Gr&uuml;nen von der Friedensbewegung Anfang der 1980er Jahre zur Kriegspartei im Ukraine-Krieg wurden.<br>\nVor der Bundestagswahl 2021 warben die Gr&uuml;nen mit Friedenstauben und Slogans gegen R&uuml;stungsexporte. &bdquo;Keine deutschen Waffen in Kriegsgebiete&ldquo; stand gro&szlig; im Wahlprogramm. Exporte von R&uuml;stungsg&uuml;tern in solche Regionen &bdquo;verbieten sich&ldquo;, hei&szlig;t es auch im aktuellen Grundsatzprogramm der Partei. Man stehe f&uuml;r Frieden, Abr&uuml;stung, &bdquo;eine Kultur der milit&auml;rischen Zur&uuml;ckhaltung&ldquo; und daf&uuml;r, &bdquo;keine Waffen in Krisenregionen zu liefern&ldquo;, steht noch heute auf der Website. Unter weiteren aktuellen Beitr&auml;gen zum Thema erf&auml;hrt man dann, wie die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine den Frieden in Europa verteidigen helfe, und weshalb es nun n&ouml;tig sei, die Bundeswehr massiv aufzur&uuml;sten.<br>\nAngesichts solcher Widerspr&uuml;che und des sich hartn&auml;ckig haltenden Bildes der &bdquo;Friedenspartei&ldquo; ist in den etablierten Medien derzeit von einer Abkehr der Gr&uuml;nen vom Pazifismus die Rede. &bdquo;Fr&uuml;her waren sie f&uuml;r Abr&uuml;stung &ndash; heute k&ouml;nnen die Panzer nicht gro&szlig; genug sein&ldquo;, konstatiert die S&uuml;ddeutsche Zeitung. Die Gr&uuml;nen seien &bdquo;nicht mehr wiederzuerkennen&ldquo;, meint das Handelsblatt, und: &bdquo;Da fragt man sich, wo der Aufstand der W&auml;hler bleibt, die bislang dort mitliefen? Die pazifistische Basis d&uuml;rfte die Kehrtwende aus Sorge vor weiteren Eskalationen entgeistert beobachten.&ldquo; Doch das ist nicht der Fall, wie der Spiegel k&uuml;rzlich in seiner Titelstory &uuml;ber &bdquo;Die Olivgr&uuml;nen&ldquo; feststellte &ndash; im Gegenteil: An der Basis drohe &bdquo;kein Aufruhr, schon gar keine Spaltung, zu eindeutig ist das Meinungsbild&ldquo;. W&auml;hrend Milit&auml;rexperten wie der fr&uuml;here Brigade-General und Merkel-Berater Erich Vad warnen, die Lieferung schwerer Waffen sei potentiell ein &bdquo;Weg in den Dritten Weltkrieg&ldquo;, sprechen sich 72 Prozent der Gr&uuml;nen-W&auml;hler genau daf&uuml;r aus &ndash; so viel wie in keiner anderen Partei.<br>\nEntsprechend &bdquo;ger&auml;uschlos&ldquo; ging der kleine Parteitag am 30. April in D&uuml;sseldorf, der sich diesen Fragen widmete, &uuml;ber die B&uuml;hne. In Orwellscher Manier hei&szlig;t es im Beschluss, die Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine sei &bdquo;eine friedenspolitische Verpflichtung&ldquo;. Es gab lediglich zwei Enthaltungen. Die Mehrheit der 99 Delegierten stimmte auch daf&uuml;r, &bdquo;das 100-Milliarden-Sonderverm&ouml;gen zur St&auml;rkung der B&uuml;ndnis- und Verteidigungsf&auml;higkeit Deutschlands&ldquo; zu unterst&uuml;tzen. Parteichef Omid Nouripour verk&uuml;ndete: &bdquo;Wir werden immer Friedenspartei bleiben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/inland\/gruene-krieger\/\">Hintergrund<\/a>\n<p>dazu: <strong>&laquo;Baerbock ist offenbar gebrieft und wird gesteuert von Einflussagenten&raquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r &laquo;NachDenkSeiten&raquo;-Herausgeber Albrecht M&uuml;ller handeln weite Teile der deutschen Regierung im Interesse der USA. &laquo;Transition News&raquo; sprach mit dem Ex-SPD-Abgeordneten und einstigen Wahlkampfleiter von Willy Brandt. (&hellip;)<br>\nSie bezeichnen die deutsche Aussenministerin Annalena Baerbock, die derzeit die Konfrontation mit Russland sch&uuml;rt, als Einflussagentin. In welchen Diensten steht Baerbock?<br>\nSie ist Teil des &laquo;Young Global Leaders Programms&raquo; des Weltwirtschaftsforums (WEF) und bestens vernetzt mit transatlantischen Organisationen. Baerbock ist offenbar gebrieft und wird gesteuert von diesen Leuten. Als Deutscher &ndash; Mann oder Frau &ndash; darf man doch nie im Leben sagen, dass wir &laquo;Russland ruinieren wollen&raquo;. Doch genau das hat Baerbock gesagt. So etwas kann man nur sagen, wenn man in anderen &laquo;Diensten&raquo; t&auml;tig ist. Das Schlimme ist: Diese Frau ist auch noch Aussenministerin meines Landes. Baerbock und eine ganze Reihe weiterer hochrangiger deutscher Politiker von der SPD &uuml;ber die Gr&uuml;nen bis zur CDU und CSU sind in meinen Augen Einflussagenten der USA. Ob sie f&uuml;r ihre Dienste auch bezahlt werden, weiss ich nicht. Ist aber auch nicht matchentscheidend.<br>\n&Uuml;bersch&auml;tzen Sie die Rolle von Einflussagenten wom&ouml;glich nicht ein wenig? Einflussagenten sind doch nichts Neues. Auch w&auml;hrend des Kalten Krieges versuchten die USA und die Sowjetunion in Europa &uuml;ber Geheimdienste, Kulturschaffende und bekannte Pers&ouml;nlichkeiten Einfluss zu nehmen. Sie leiteten die Planungsabteilung unter den deutschen SPD-Bundeskanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt. Hat w&auml;hrend dieser Zeit nie eine US-Einflussnahme stattgefunden?<br>\nIch war in dieser Zeit nahezu jeden Morgen bei der Lagebesprechung des Bundeskanzleramtes dabei; dort besprachen wir, was in der deutschen Politik anstand. Ich erinnere mich an keinen einzigen Fall einer Einflussnahme der USA; solches w&auml;re n&auml;mlich in diesem Gremium zur Sprache gekommen. Das Gleiche gilt auch f&uuml;r die Zeit, als ich von Ende 1969 bis Februar 1973 Abteilungsleiter f&uuml;r &Ouml;ffentlichkeitsarbeit und Wahlen bei der SPD war. Vermutlich nahm die USA auch damals Einfluss auf die deutsche Politik. Aber so massiv und so dreist, wie das heute geschieht, davon weiss ich nichts. Das heisst, da hat sich mit dem Blick auf heute viel ge&auml;ndert.<br>\nDie Regierung Brandt bem&uuml;hte sich stets darum, gute Beziehungen zu der Sowjetunion und weiteren kommunistischen Staaten zu unterhalten. War Brandt den USA ein Dorn im Auge?<br>\nAus jener Zeit gibt es ja die Dokumentation eines Gespr&auml;chs zwischen US-Pr&auml;sident Richard Nixon und seinem Sicherheitsberater Henry Kissinger: Beide w&uuml;nschten sich den deutschen Bundeskanzler Brandt eher tot als lebendig. Horst Ehmke, Brandts Chef des Bundeskanzleramtes, engagierte sich gegen die Milit&auml;rdiktatur der Obristen in Griechenland, die wiederum von den USA unterst&uuml;tzt wurde. Sozialdemokraten halfen damals den spanischen Sozialisten bei der &Uuml;berwindung der Franco-Diktatur. Auch ihre Haltung gegen&uuml;ber Kuba und Nicaragua war ganz anders, als die der USA. Damals machte die SPD noch eine eigenst&auml;ndige Politik, die sich teilweise weit weg von den Interessen der USA bewegte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/transition-news.org\/baerbock-ist-offenbar-gebrieft-und-wird-gesteuert-von-einflussagenten\">Transition News<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bidens gef&auml;hrliche Fehler<\/strong><br>\nIm Ukraine-Krieg verl&auml;sst sich die EU blind auf die USA. US-Pr&auml;sident Biden sei ein Gl&uuml;cksfall, die transatlantischen Beziehungen seien enger denn je, hei&szlig;t es in Br&uuml;ssel. Dabei hat Biden fatale Fehler gemacht &ndash; zu Lasten Europas.\n<ul>\n<li>Fehler Nummer eins: Biden hat den Krieg monatelang angek&uuml;ndigt &ndash; aber nichts getan, um ihn abzuwenden. Die verzweifelten Vermittlungsbem&uuml;hungen von Pr&auml;sident Macron und Kanzler Scholz wurden nicht oder nur halbherzig unterst&uuml;tzt. Die letzte Chance bei der M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz lie&szlig; der US-Pr&auml;sident ungenutzt verstreichen.<\/li>\n<li>Fehler Nummer zwei: Biden ist seit Kriegsbeginn abgetaucht. W&auml;hrend Macron und Scholz weiter versuchen, einen Draht zu Kremlchef Putin zu halten, unternimmt Biden &ndash; nichts. Dabei h&auml;tte es nach dem Scheitern des russischen &ldquo;Blitzkriegs&rdquo; ein &ldquo;Window of opportunity&rdquo; f&uuml;r eine schnelle Beilegung des Konflikts gegeben.<\/li>\n<li>Fehler Nummer drei: Biden ignoriert das Risiko einer Eskalation bis hin zum Atomkrieg. In der Kubakrise haben die USA alles daran gesetzt, den Konflikt schnell zu entsch&auml;rfen. Nun heizen sie ihn an &ndash; vers&auml;umen es aber, die Ereignisse unter Kontrolle zu halten und m&ouml;gliche Mi&szlig;verst&auml;ndnisse und Provokationen zu verhindern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das kann und darf so nicht weiter gehen.<br>\nFast drei Monate nach Beginn des Krieges w&auml;re es h&ouml;chste Zeit, einen gemeinsamen Krisenstab mit Russland aufzubauen und die Abstimmung unter den Nato-Alliierten zu straffen, um das Eskalations-Risiko zu minimieren.<br>\nStattdessen pumpt Biden die Ukraine mit immer mehr Waffen voll, prahlen die US-Geheimdienste mit (angeblichen) Gro&szlig;taten in der Ukraine und d&uuml;rfen Nato-Mitglieder wie Polen ungestraft &Ouml;l ins Feuer gie&szlig;en.<br>\nDie EU-Kommission wird diesen gef&auml;hrlichen Kurs nicht stoppen &ndash; sie ist ganz auf der Linie des Wei&szlig;en Hauses. Von Macron und Scholz w&uuml;rde ich aber schon erwarten, dass sie Biden in die Pflicht nehmen und die USA auch mal &ouml;ffentlich zu Zur&uuml;ckhaltung mahnen.<br>\nSchlie&szlig;lich tobt der Krieg in Europa &ndash; und ein Atomkrieg w&uuml;rde zuerst uns treffen, nicht in die Amerikaner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/bidens-gefaehrliche-fehler\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Expansion global: NATO auf dem Vormarsch<\/strong><br>\nSie expandiert immer weiter, die NATO. Gerade erst haben Finnland und Schweden in Br&uuml;ssel ihren Beitrittsantrag eingereicht; die Vorbereitungen f&uuml;r den Beitrittsvollzug sind in vollem Gange. Am Donnerstag trafen Finnlands Pr&auml;sident Sauli Niinist&ouml; und Schwedens Ministerpr&auml;sidentin Magdalena Andersson, die erst vor kurzem an der Klausurtagung der Bundesregierung in Meseberg teilgenommen hatten, zu letzten Absprachen bei US-Pr&auml;sident Joseph Biden im Wei&szlig;en Haus ein. Finnlands Ministerpr&auml;sidentin Sanna Marin setzte ihre Gespr&auml;che nach einem Telefonat mit ihrem kanadischen Amtskollegen Justin Trudeau in Italien fort. Vor ihrem Treffen mit ihrem dortigen Amtskollegen Mario Draghi best&auml;tigte sie, Finnland sei bem&uuml;ht, den Ball zun&auml;chst eher flach zu halten: Helsinki wolle weder US-Atomwaffen stationieren noch feste NATO-St&uuml;tzpunkte einrichten. Beides w&auml;re &uuml;beraus provokativ gegen Russland.<br>\nKaum wird die NATO-Norderweiterung mit hohem Tempo umgesetzt, da werden schon die n&auml;chsten Expansionspl&auml;ne bekannt: Auch die Schweiz will k&uuml;nftig enger als bisher mit dem westlichen Milit&auml;rpakt kooperieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/426919.expansion-global.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Finnland lehnt NATO-St&uuml;tzpunkte und Atomwaffen auf seinem Territorium ab<\/strong><br>\nDie Er&ouml;ffnung von NATO-St&uuml;tzpunkten in Finnland oder die Stationierung von Atomwaffen im Falle eines Beitritts des Landes zur Allianz kommen nicht in Frage. Dies hat Ministerpr&auml;sidentin Sanna Marin in einem Interview mit dem Corriere della Sera gesagt. Sie erkl&auml;rte:<br>\n&ldquo;Niemand wird uns Atomwaffen oder St&uuml;tzpunkte aufzwingen, wenn wir sie nicht wollen. Deshalb denke ich, dass dieses Thema nicht auf der Tagesordnung steht.&rdquo;<br>\nMarin betonte auch, dass diese Frage nur auf nationaler Ebene gel&ouml;st werden kann. Ihrer Ansicht nach ist die NATO nicht an einer Stationierung solcher Waffen in Finnland interessiert. (&hellip;)<br>\nAuch Schweden lehnt die Stationierung von Atomwaffen und st&auml;ndigen St&uuml;tzpunkten auf seinem Territorium ab und beantragte gleichzeitig mit Finnland den Beitritt zur NATO. Sie m&uuml;ssen vom Nordatlantikrat gepr&uuml;ft werden, und dann muss das Beitrittsabkommen auf nationaler Ebene in allen 30 L&auml;ndern, die den Block bilden, ratifiziert werden.<br>\nDie T&uuml;rkei ist nicht bereit, den Beitritt der skandinavischen L&auml;nder zur Europ&auml;ischen Union zu unterst&uuml;tzen, sagte Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdo&#287;an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.website\/europa\/138861-finnland-lehnt-nato-stuetzpunkte-und-atomwaffen-auf-seinem-territorium-ab\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tafeln in der Krise<\/strong><br>\nImmer mehr Tafeln in Deutschland sto&szlig;en aktuell an ihre Grenzen: Viele Menschen wenden sich erstmals an eine der &uuml;ber 960 Tafeln und bitten um Hilfe, sodass die Zahl der Tafel-Kundinnen und -Kunden enorm w&auml;chst. Unter ihnen sind einerseits Gefl&uuml;chtete aus der Ukraine, andererseits viele Menschen, die vorher gerade so &uuml;ber die Runden gekommen sind und sich nun die hohen Preise f&uuml;r Lebensmittel, Sprit und Energie nicht mehr leisten k&ouml;nnen<br>\nDie Inflation und die steigenden Kosten belasten Menschen mit wenig Geld besonders stark. Im M&auml;rz 2022 lag die Inflation bei +7,3 Prozent. Zum Vergleich: Die Regels&auml;tze f&uuml;r das Arbeitslosengeld II erh&ouml;hte die Bundesregierung zum Januar 2022 um gerade einmal 0,76 Prozent. Das Geld reichte bereits vorher kaum f&uuml;r eine ausgewogene Ern&auml;hrung oder soziale Teilhabe. Angesichts der aktuellen Inflationsrate sind die S&auml;tze deutlich zu niedrig. Tafel Deutschland fordert daher gemeinsam mit anderen Sozialverb&auml;nden eine sofortige Erh&ouml;hung auf mindestens 600 Euro pro Monat.<br>\nAuch die Tafeln sp&uuml;ren die steigenden Preise bei Energie und Sprit schmerzhaft, k&ouml;nnen aber kaum sparen: Sowohl die Fahrten zu Spendern als auch der Strom f&uuml;r Beleuchtung, K&uuml;hlr&auml;ume usw. sind f&uuml;r den Tafel-Betrieb zwingend n&ouml;tig.<br>\nErschwerend kommt hinzu, dass Tafeln seit Jahresbeginn weniger Lebensmittelspenden erhalten, die sie an ihre Kundinnen und Kunden verteilen k&ouml;nnen. Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind u.a. die genauere Planung der Superm&auml;rkte und die hohen Lebensmittelpreise, wegen denen viele Menschen vermehrt nach g&uuml;nstigen Produkten greifen und diese teils in unn&ouml;tig gro&szlig;en Mengen auf Vorrat einkaufen. W&auml;hrend im Supermarkt also weniger &uuml;brigbleibt, werden an anderen Stellen in der Wertsch&ouml;pfungskette &ndash; etwa bei der Produktion &ndash; weiterhin tonnenweise gute Lebensmitteln verschwendet. Hier kann der Tafel-Dachverband bisher nur begrenzt Lebensmittel retten, da n&ouml;tige Lager, Transporte und Logistikstrukturen fehlen.<br>\nMehr Kundinnen und Kunden, weniger Spenden und h&ouml;here Kosten: Tafeln sind aktuell so stark gefordert wie nie zuvor. Trotz den erschwerten Bedingungen engagieren sich die 60.000 Tafel-Aktiven weiterhin unerm&uuml;dlich und mit aller Kraft gegen Verschwendung und Armut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tafel.de\/themen\/ehrenamt\/tafeln-in-der-krise\">Tafel<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Lebenshaltungskosten: Hungern auf der Insel<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien: Millionen k&ouml;nnen sich wegen Preisanstieg Mahlzeiten nicht leisten. Regierung plant keine Ma&szlig;nahmen<br>\nIn Gro&szlig;britannien explodieren die Lebenshaltungskosten. Das l&auml;sst sich gut am Nationalgericht, den &raquo;Fish and Chips&laquo;, festmachen. Die Kosten f&uuml;r eine Portion Fisch mit Pommes aus dem Chippy um die Ecke seien innerhalb weniger Wochen um 20 Prozent gestiegen, berichtete die Financial Times am Freitag. Der Takeaway sei somit kein billiges Familienessen mehr. Das Finanzblatt benennt auch gleich einen Grund f&uuml;r die Misere: Ein Gro&szlig;teil des in Gro&szlig;britannien verkauften Fischs wird von russischen Fischern gefangen. Die Exporte aus Russland nach Gro&szlig;britannien sind seit dem Einmarsch in die Ukraine mit Strafz&ouml;llen von 35 Prozent belegt. Das sind Kosten, die dann von der Nahrungsmittelindustrie &uuml;ber die Lieferkette nach unten an die Konsumenten weitergereicht werden. Es ist aber auch ein Ausdruck davon, dass der globale G&uuml;terverkehr seit Beginn der Covid-19-Pandemie in der Krise steckt und sich von dieser mittelfristig auch nicht mehr erholen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/426590.lebenshaltungskosten-hungern-auf-der-insel.html%20\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kaltes Bad und Kurzarbeit<\/strong><br>\nFolgen des deutschen Energieembargos treffen Kommunen und Besch&auml;ftigte<br>\nKrieg kostet. Wegen der steigenden Energiepreise fahren Kommunen bereits Leistungen der &ouml;ffentlichen Infrastruktur herunter. In mehreren Schwimmb&auml;dern in Oldenburg und Wolfenb&uuml;ttel wird die Wassertemperatur um ein Grad Celsius gesenkt, berichtete die Hannoversche Allgemeine Zeitung am Montag. In Berlin haben bereits 37 B&auml;der erkl&auml;rt, dem Beispiel zu folgen. Das Anheizen des Beckens mit Gas und &Ouml;l wird den klammen Kommunen zu teuer.<br>\nDie Kommunen wandten 2020 im Mittel rund 1,5 Prozent ihrer Ausgaben f&uuml;r W&auml;rme, Strom und Treibstoff auf. &raquo;Dieser Anteil stieg bis 2022 um rund ein Drittel auf zwei Prozent&laquo;, hei&szlig;t es in einer am Montag ver&ouml;ffentlichten Studie der Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau (KfW). Die Einnahmebasis vieler Kommunen bleibe &raquo;fragil&laquo;. Gleichzeitig k&auml;men mit hohen Energiekosten, der Unterbringung Gefl&uuml;chteter und weiter steigenden Baupreisen neue Belastungen hinzu. Die Unterfinanzierung der Kommunen sei im vergangenen Jahr auf 159,4 Milliarden Euro gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/426674.aufr%C3%BCstung-gegen-russland-kaltes-bad-und-kurzarbeit.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Uuml;ber die Auswirkung der Impfung auf das Corona-Sterbegeschehen<\/strong><br>\nWarum Schutzkonzepte f&uuml;r vulnerable Gruppen wichtiger sind als eine allgemeine Impfpflicht. Ein Debattenbeitrag<br>\nIm Folgenden wird anhand des Datenmaterials des Robert-Koch-Instituts (RKI) untersucht, welchen Einfluss das Impfen auf die Zahl der Coronatoten 2021 gehabt hat und welche Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen gezogen werden k&ouml;nnen. Als Coronatote gelten dabei alle Verstorbenen, die vom RKI aufgrund eines positiven PCR-Tests als solche eingestuft worden sind.<br>\nObwohl die Toten nicht danach unterschieden werden, ob sie &ldquo;an&rdquo; oder &ldquo;mit&rdquo; Corona verstorben sind, stimmen die vom RKI ver&ouml;ffentlichten Coronasterbezahlen sehr gut mit der allgemeinen Sterbefallstatistik des Statistischen Bundesamtes &uuml;berein.1 Man kann folglich davon ausgehen, dass die RKI-Angaben zur Zahl der Coronatoten im Prinzip korrekt sind. [&hellip;]<br>\nZusammenfassend l&auml;sst sich festhalten, dass das Leben vieler alter und sehr alter Menschen durch die Coronaimpfung verl&auml;ngert worden ist und dass bereits niedrige Impfquoten von wenigen Prozent einen starken Einfluss auf das Sterbegeschehen haben. F&uuml;r gesunde Menschen unter 60 Jahre ist die Impfung von geringem Nutzen und muss sorgf&auml;ltig gegen die Risiken abgew&auml;gt werden.<br>\nEine Impfpflicht, in welcher Form oder Ausgestaltung auch immer, macht unter diesen Umst&auml;nden keinen Sinn. Sie w&uuml;rde bestehende gesellschaftliche Gr&auml;ben vertiefen, wichtige Ressourcen binden, viel Geld kosten und kaum Menschenleben retten. Auch branchenbezogene Impfpflichten sind angesichts der Tatsache, dass Geimpfte sich infizieren und andere anstecken k&ouml;nnen, kaum zu rechtfertigen.<br>\nViel wichtiger w&auml;re es, differenzierte Konzepte f&uuml;r Personen und Personengruppen zu erarbeiten, die aufgrund ihres Alters, ihrer Vorerkrankungen und\/oder der &auml;u&szlig;eren Bedingungen, unter denen sie leben, besonders gef&auml;hrdet sind, an einer Coronainfektion schwer zu erkranken oder zu versterben. Solange die Coronapandemie nicht &uuml;berwunden ist, sollte hierbei das Testen von Kontaktpersonen im Mittelpunkt jeden Schutzkonzeptes stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ueber-die-Auswirkung-der-Impfung-auf-das-Corona-Sterbegeschehen-7093815.html\">G&uuml;nter Eder auf Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Coronateststrategie kostete bisher mehr als 13 Milliarden Euro<\/strong><br>\nDie Teststrategie in der Coronakrise hat den Bund bisher fast 13,39 Milliarden Euro gekostet. Das geht aus neuen Daten des Bundesamts f&uuml;r soziale Sicherung (BAS) mit Stand heute hervor. Bis zum Oktober des vergangenen Jahres waren noch etwa f&uuml;nf Milliarden Euro abgerechnet worden.<br>\nDen aktuellen Zahlen zufolge zahlte der Bund f&uuml;r PoC-Antigentests und Antigentests zur Eigenanwendung aktuell 3,77 Milliarden Euro. F&uuml;r labordiagnostische Leistungen fielen rund 2,43 Milliarden Euro an. Weitere Leistungen wie die Abstrichnahmen kosteten etwa 6,51 Milliarden Euro.<br>\nTestzentren des &Ouml;ffentlichen Gesundheitsdienstes (&Ouml;GD) verursachten 242,62 Millionen Euro, auf Testzentren von Drittenbietern entfielen 56,67 Millionen Euro und die Kosten f&uuml;r Testzentren der Kassen&auml;rztlichen Vereinigungen (KV) beliefen sich auf 47,86 Millionen Euro. Dar&uuml;ber hinaus zahlte der Bund bis Mitte Mai dieses Jahres rund 251,48 Millionen Euro f&uuml;r Tests in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und in Obdachlosenunter&shy;k&uuml;nften.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/134271\/Coronateststrategie-kostete-bisher-mehr-als-13-Milliarden-Euro\">&Auml;rzteblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Solidarit&auml;t statt Grundeinkommen<\/strong><br>\nDie Pandemie hat gezeigt, dass unser Sozialstaat im Krisenfall nicht allen hilft, die Hilfe ben&ouml;tigen. Er muss also umgebaut werden. Das bedingungslose Grundeinkommen allerdings ist kein geeignetes Mittel, mehr Gerechtigkeit zu schaffen, meint unser Autor. [&hellip;]<br>\nErsetzen soll das Grundeinkommen die Sozialhilfe, das Arbeitslosengeld II, das Sozialgeld, die Grundsicherung im Alter, den Kinderzuschlag und das Wohngeld. Zu bef&uuml;rchten steht, dass &uuml;ber kurz oder lang alle genannten und zahlreiche weitere Transferleistungen abgeschafft w&uuml;rden, denn die Kosten des Grundeinkommens w&auml;ren enorm. Meist werden die mit dem bedingungslosen Grundeinkommen verbundenen Kosten &ndash; zwischen mehreren hundert Milliarden und weit &uuml;ber einer Billion Euro j&auml;hrlich &ndash; untersch&auml;tzt oder gar nicht erst thematisiert. Und wenn man es an Bedingungen wie einen hohen Bedarf kn&uuml;pft, was die Kosten drastisch verringern w&uuml;rde, w&auml;re es kein bedingungsloses Grundeinkommen mehr.<br>\nMit einem bedingungslosen Grundeinkommen w&uuml;rde Sozialpolitik nach dem Gie&szlig;kannenprinzip gemacht, statt ihre begrenzten Ressourcen im Sinne der Einzelfallgerechtigkeit auf jene Personen zu konzentrieren, die sie wirklich brauchen. So d&uuml;rften selbst in einer Pandemie nicht alle K&uuml;nstler:innen und Kulturschaffenden unterst&uuml;tzt werden m&uuml;ssen. Dieter Bohlen, Helene Fischer und Roland Kaiser brauchten w&auml;hrend der Pandemie ebenso wenig Staatshilfe wie Gerhard Richter, weil sie allesamt Multimillion&auml;re sind. Hingegen k&ouml;nnten die scheinselbstst&auml;ndige Maskenbildnerin, der freiberuflich t&auml;tige Messebauer, die Honorarkraft in der Erwachsenenbildung und die prek&auml;r besch&auml;ftigte Grafikdesignerin vom Grundeinkommen vielleicht noch nicht einmal ihre Miete zahlen, wenn sie in einer begehrten Gro&szlig;stadtlage wohnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/581\/solidaritaet-statt-grundeinkommen-8192.html\">Christoph Butterwegge auf Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nordrhein-Westfalen: Deshalb war die Wahlbeteiligung so niedrig<\/strong><br>\nNur 55 Prozent haben abgestimmt, die n&auml;chste Regierung st&uuml;tzt maximal ein Drittel der Wahlberechtigten: In NRW wird die Spaltung in demotivierte Arbeiterklasse und urbanes Bildungsb&uuml;rgertum deutlich. Was hie&szlig;e das f&uuml;r Schwarz-Gr&uuml;n? [&hellip;]<br>\nVergleicht man &uuml;berdies die Wahlkreise mit der niedrigsten Wahlbeteiligung (Duisburg III 38,1 Prozent, Gelsenkirchen II 43,6 Prozent) mit jenen, wo sie am h&ouml;chsten lag (K&ouml;ln II 68,8 Prozent, M&uuml;nster III 68,5 Prozent), f&auml;llt sofort ins Auge: Die einstigen Zentren der Montanindustrie haben die Lust am W&auml;hlen verloren. Es reicht einfach nicht, eine Kohlenzeche durch ein gigantisches Spielcasino zu ersetzen, einen G&uuml;terbahnhof in ein Einkaufszentrum zu verwandeln und eine Gasse nach Horst Schimanski zu benennen. Arbeitslosigkeit, Wegz&uuml;ge, Abrisse pr&auml;gen die Gegend. In Duisburg-Hochfeld liegt der Migrantenanteil (T&uuml;rken, Rum&auml;nen, Bulgaren) bei mehr als 60 Prozent, 15 Prozent der Bev&ouml;lkerung sind Roma. S&uuml;dlich des Rhein-Herne-Kanals sieht es nicht anders aus. Schalke-Romantik bewirkt keinen Strukturwandel. Und so fl&uuml;chten viele in die Nichtw&auml;hler-Resignation.<br>\nGanz anders die Kreise mit der h&ouml;chsten Wahlbeteiligung: K&ouml;ln-Lindenthal und M&uuml;nster westlich des Schlossparks beherbergen gro&szlig;e Universit&auml;ten und Kliniken. Gr&uuml;ng&uuml;rtel und Parks durchziehen die gro&szlig;z&uuml;gig angelegten Viertel, hier findet man Villen, Caf&eacute;s und Gesch&auml;fte des gehobenen Bedarfs. In Lindenthal wohnte einst K&ouml;lns Oberb&uuml;rgermeister Konrad Adenauer. Hier schnellten die Gr&uuml;nen um 21 Prozentpunkte nach oben. Der Ausl&auml;nderanteil ist gering, die Arbeitslosenquote niedrig. An der Wahlbeteiligung ist die Spaltung in ein hochmotiviertes urbanes Bildungs-B&uuml;rgertum und eine demotivierte Arbeiterklasse in de-industrialisierten Zonen besonders gut abzulesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/deshalb-war-die-wahlbeteiligung-in-nordhein-westfalen-so-niedrig\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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