{"id":84101,"date":"2022-05-23T08:33:01","date_gmt":"2022-05-23T06:33:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101"},"modified":"2022-05-23T08:33:01","modified_gmt":"2022-05-23T06:33:01","slug":"hinweise-des-tages-4115","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101#h01\">Neue Haltung zur Ukraine: New York Times klingt pl&ouml;tzlich wie Sahra Wagenknecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101#h02\">&raquo;Die USA wollen keinen Frieden&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101#h03\">Asow oder die wandlungsf&auml;higen Nazis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101#h04\">Frankreich tritt beim EU-Beitritt der Ukraine auf die Bremse &ndash; zu Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101#h05\">Hillary Clinton personally approved plan to share Trump-Russia allegation with the press in 2016, campaign manager says<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101#h06\">Hauptsache politisch korrekt: Warum unsere Grundrechte in Gefahr sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101#h07\">Laut Bundestags-Gutachten: T&uuml;rkischer Einmarsch im Irak v&ouml;lkerrechtswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101#h08\">Bundesverfassungsgericht: Postfaktischer Wegbereiter des paternalistischen Staates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101#h09\">Datenmangel: Fahren auf Sicht &ndash; im dritten Corona-Jahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101#h10\">Von Ratten-, Krebs- und Eimermenschen: Provoziert die Politik sozialen Protest?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101#h11\">Arbeitsminister Heil will Hartz IV noch diesen Sommer abschaffen &ndash; und das B&uuml;rgergeld einf&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101#h12\">Gro&szlig;e Finanzkluft und kleine Bekenntnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101#h13\">Die Krebsforschung ist in Erkl&auml;rungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101#h14\">Ich sehe was, was du eintippst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84101#h15\">Zensur gegen den Machtverlust<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Neue Haltung zur Ukraine: New York Times klingt pl&ouml;tzlich wie Sahra Wagenknecht<\/strong><br>\nDie einflussreichste Zeitung der Welt fordert den US-Pr&auml;sidenten auf, Selenskyj Grenzen aufzuzeigen. Krieg mit Russland sei nicht in Amerikas Interesse.<br>\nDas Sturmgesch&uuml;tz der amerikanischen Liberalen, die New York Times, hat ihre Haltung zum Ukraine-Krieg &uuml;berraschend ge&auml;ndert. Die wohl einflussreichste Zeitung der Welt ver&ouml;ffentlichte am Freitag einen Kommentar ihres Editorial Boards, in dem vor einer Ausweitung des Krieges gewarnt und nach den Zielen Amerikas in der Ukraine gefragt wurde.<br>\nDie New York Times forderte US-Pr&auml;sident Joe Biden in dem Text dazu auf, dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodymyr Selenskyj die Grenzen westlicher Unterst&uuml;tzung aufzuzeigen. Es k&ouml;nne nicht im Interesse Amerikas sein, in einen langwierigen und kostenreichen Krieg mit Russland hineingezogen zu werden. Die &Auml;u&szlig;erungen des 1896 gegr&uuml;ndeten Editorial Board der New York Times sind auch deshalb so bemerkenswert, weil sie traditionell die Haltung der Ostk&uuml;stenelite in Grundsatzfragen wiedergibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/neue-haltung-zur-ukraine-new-york-times-klingt-ploetzlich-wie-sahra-wagenknecht-li.229127\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.D.:<\/strong> Offenbar bef&uuml;rchten die Demokraten ein massives Wahldebakel im Herbst und sehen sich nun gen&ouml;tigt, ein andere Richtung einzuschlagen.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Kriegswiderspr&uuml;che in Washington<\/strong><br>\nIn einer bemerkenswerten Stellungnahme dringt eine der einflussreichsten US-Zeitungen auf Kurskorrekturen des Westens im Ukraine-Krieg &ndash; mit potenziell weitreichenden Auswirkungen auf Berlin und Br&uuml;ssel. Die Vereinigten Staaten d&uuml;rften nicht in einen lange andauernden, &bdquo;umfassenden Krieg mit Russland&ldquo; gezogen werden, fordert das Editorial Board der New York Times. Das Risiko einer unkontrollierbaren Eskalation sei hoch; auch werde sich die Kriegsbegeisterung in der US-Bev&ouml;lkerung angesichts anhaltend hoher Inflation und dramatisch gestiegener Energie-, speziell Benzinpreise nicht lange halten lassen. Dar&uuml;ber hinaus zieht der Ukraine-Krieg wichtige Kr&auml;fte vom Machtkampf gegen China ab. Die New York Times wendet sich gegen Aussagen wie die Ank&uuml;ndigung der Sprecherin des Repr&auml;sentantenhauses, Nancy Pelosi, die USA w&uuml;rden die Ukraine &bdquo;bis zum Sieg&ldquo; unterst&uuml;tzen. Derlei &Auml;u&szlig;erungen haben auch Politiker in Berlin und Br&uuml;ssel get&auml;tigt &ndash; so etwa EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen, die erkl&auml;rte, sie w&uuml;nsche, &bdquo;dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt&ldquo;, oder Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock, die erkl&auml;rte, man wolle &bdquo;Russland ruinieren&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8928\">German Foreign Policy <\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Italien legt Friedensplan f&uuml;r Ukraine vor: Selenskyj betont Bedeutung von Verhandlungen &ndash; Bewegung in der Diplomatie?<\/strong><br>\nRom hat einen Friedensplan erarbeitet, will viele Organisationen einbinden, erstes Ziel: lokale Kampfpausen. Auch Aussagen aus Kiew lassen aufhorchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/italien-legt-friedensplan-fuer-ukraine-vor-selenskyj-betont-bedeutung-von-verhandlungen-bewegung-in-der-diplomatie\/28364496.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&raquo;Die USA wollen keinen Frieden&laquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber den Ukraine-Krieg, &raquo;gr&uuml;ne&laquo; Preistreiberei und den falschen Kurs der Linkspartei. Ein Gespr&auml;ch mit Oskar Lafontaine<br>\nDer Krieg Russlands gegen die Ukraine dauert nun fast drei Monate. Die Antwort der Bundesregierung darauf lautete: aufr&uuml;sten und Waffen liefern. Stimmen Sie Kanzler Olaf Scholz zu: Erleben wir gerade eine &raquo;Zeitenwende&laquo;?<br>\nNein, das ist keine Zeitenwende &ndash; zumindest mit Blick auf die geopolitische Lage. Schon seit langem befinden wir uns in einer Phase, in der Russland und China milit&auml;risch von den USA eingekreist werden. Seit 20 Jahren weist Moskau darauf hin, dass die Ukraine nicht in die NATO aufgenommen werden darf. Das hei&szlig;t, dass keine US-Raketen an der ukrainisch-russischen Grenze aufgestellt werden d&uuml;rfen. Diese Sicherheitsinteressen wurden konsequent ignoriert. Das ist einer der entscheidenden Gr&uuml;nde f&uuml;r den Ausbruch des Ukraine-Kriegs.<br>\nDie Regierung in Kiew k&ouml;nne ebenso wie die in Warschau oder Budapest souver&auml;n &uuml;ber einen NATO-Beitritt entscheiden, hei&szlig;t es von seiten der westlichen Kriegsallianz. Dem ist nicht so?<br>\nDas Argument, jeder Staat k&ouml;nne selbst entscheiden, welchem B&uuml;ndnis er betritt, ist verlogen. Jeder wei&szlig;, dass die USA einen Beitritt Kubas zu einem Milit&auml;rb&uuml;ndnis mit Russland niemals akzeptieren w&uuml;rden, ebenso wenig wie die Aufstellung von russischen Raketen an der US-Grenze zu Mexiko oder Kanada.<br>\nLetztlich geht es hier nicht um die Aufnahme in die NATO. Entscheidend ist die Frage: K&ouml;nnen an den Grenzen einer Atommacht Raketen aufgestellt werden, die keine Vorwarnzeit haben? Das war schon in der Friedensbewegung der 80er Jahre ein gro&szlig;es Thema. Damals ging es um die Stationierung von Pershing-II-Raketen in der BRD, gegen die wir demonstriert haben. Deren Flugzeit bis Moskau h&auml;tte nur rund zehn Minuten betragen. Von der ukrainisch-russischen Grenze ist die Flugzeit noch viel geringer.<br>\nWie kann aus Ihrer Sicht der Ukraine-Krieg beendet werden? Hierzulande wird immer lauter get&ouml;nt, einen sogenannten Diktatfrieden Russlands werde es nicht geben.<br>\nUm diese Frage zu beantworten, m&uuml;ssen wir den Konflikt verstehen. Es lassen sich drei Phasen unterscheiden. Die erste war die NATO-Osterweiterung. Auch viele gewichtige Stimmen in den USA haben eindringlich davor gewarnt. Schon damals wurde vorausgesagt, ein solcher Schritt werde zu einem milit&auml;rischen Konflikt mit Russland f&uuml;hren. Die zweite Phase begann mit der Entscheidung von Wladimir Putin, in die Ukraine einzumarschieren. Diesen Krieg verurteile ich, genauso wie ich ohne jede Einschr&auml;nkung alle anderen v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriege verurteile. Die dritte Phase, von der die deutsche &Ouml;ffentlichkeit noch nichts mitbekommen hat, ist der beginnende Zerm&uuml;rbungskrieg von Joe Biden. Die 40 Milliarden Dollar, die der US-Kongress vergangene Woche haupts&auml;chlich f&uuml;r Waffenlieferungen in die Ukraine bereitgestellt hat, sind ein Beweis daf&uuml;r, dass die USA keinen Frieden wollen. Sie wollen ihren Rivalen Russland schw&auml;chen und sagen das ja auch offen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427019.folgen-der-nato-politik-die-usa-wollen-keinen-frieden.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Geheime Hilfe f&uuml;r die Ukraine<\/strong><br>\nNach Recherchen der &ldquo;New York Times&rdquo; sollen es US-Geheimdienstinformationen gewesen sein, die dem ukrainischen Milit&auml;r dabei halfen, bislang zw&ouml;lf russische Gener&auml;le zu t&ouml;ten. In der &ldquo;Washington Post&rdquo; wiederum war zu lesen, Amerikas Dienste h&auml;tten den Ukrainern die genauen Koordinaten des russischen Kriegsschiffes &ldquo;Moskwa&rdquo; geliefert, das mit einem pr&auml;zisen Raketenangriff versenkt worden war. Auch dass russischen Fallschirmj&auml;gern in den ersten Kriegstagen kein &Uuml;berraschungsangriff auf den Flughafen Hostomel bei Kiew gelang, sollen die Ukrainer einer CIA-Warnung zu verdanken haben. (&hellip;)<br>\nDie US-Regierung ist &uuml;ber die Berichte alles andere als begeistert und sichtlich um Schadensbegrenzung bem&uuml;ht. Ein Pentagon-Sprecher erkl&auml;rte, die USA lieferten der Ukraine zwar Informationen zum Kriegsgeschehen, aber man stelle keine genauen Daten zur Lokalisierung von ranghohen russischen Milit&auml;rs zur Verf&uuml;gung. Man nehme auch keinen Einfluss darauf, welche Ziele die Ukraine angreife. &ldquo;Die Ukrainer haben, ehrlich gesagt, viel mehr Informationen als wir&rdquo;, so der Sprecher.<br>\nCIA-Chef William Burns mahnte vor allem Verschwiegenheit bez&uuml;glich der Geheimdienst-Hilfe f&uuml;r die Ukraine an. Bei einer &ouml;ffentliche Podiumsdiskussion in der vergangenen Woche dementierte Burns die Medienberichte nicht, sondern erkl&auml;rte lediglich: &ldquo;Es ist unverantwortlich. Es ist gef&auml;hrlich, wenn Leute zu viel &uuml;ber geheimdienstliche Angelegenheiten reden, egal ob das im privaten Raum geschieht oder in der &Ouml;ffentlichkeit.&rdquo; (&hellip;)<br>\nEs gibt einen ganz praktischen Grund, warum anders als bei den Waffenlieferungen, nicht &uuml;ber die Geheimdienst-Kooperationen gesprochen wird: Die Dienste wollen ihre Quellen nicht verlieren, seien es menschliche Zug&auml;nge im russischen Milit&auml;r oder gar im Kreml, oder die technische M&ouml;glichkeiten der &Uuml;berwachung von Kommunikation.<br>\nAuch politische Aspekte spielen eine Rolle: Je mehr &uuml;ber die facettenreiche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine im Detail bekannt wird, umso mehr k&ouml;nnte sich der Eindruck eines Stellvertreterkrieges aufdr&auml;ngen. Etwas, was vor allem die USA offensichtlich weiterhin vermeiden wollen, obwohl unstrittig sein d&uuml;rfte, dass die amerikanische Unterst&uuml;tzung und das jahrelange Training durch US-Milit&auml;rs wohl ganz erheblich zu den bisherigen milit&auml;rischen Erfolgen der Ukraine beigetragen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/wdr\/ukraine-krieg-geheimdienste-informationen-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Asow oder die wandlungsf&auml;higen Nazis<\/strong><br>\n&Uuml;ber eine geschichtspolitische Zeitenwende, die auch rechte Kameradschaften rehabilitiert<br>\nEs ist nun wahrlich nichts Neues, dass die westliche Welt gerade in Kriegszeiten auf die &auml;u&szlig;erte Rechte zur&uuml;ckgreift. Meistens wird das aber vor allem in liberalen Medien deutlich, die sich in der N&auml;he von Ultrarechten unwohl f&uuml;hlen. Das hat sich im Ukraine-Krieg ge&auml;ndert, zumal sich nicht mehr bestreiten l&auml;sst, dass ein Gro&szlig;teil der Verteidiger im Stahlwerk bei Mariopul zum Asow-Regiment geh&ouml;rten.<br>\nDie linksliberale taz schreibt allerdings schon sehr vorsichtig &uuml;ber &ldquo;rechtsradikale Wurzeln&rdquo; dieses Regiments. Kann man daraus schlie&szlig;en, dass die Bl&uuml;ten und Bl&auml;tter trotzdem Teil der diversen Kultur sein k&ouml;nnen, die in der taz so gerne gefeiert wird? Eigentlich verbietet sich das, denn der taz-Journalist Bernhard Clasen beschreibt korrekt:\n<blockquote><p>\n&ldquo;Asow&rdquo; hat in der Tat rechtsradikale Wurzeln. Der Gr&uuml;nder der Bewegung, Andrij Bilezkij, war in seiner Heimatstadt Charkiw eine stadtbekannte Gr&ouml;&szlig;e der rechtsradikalen Szene. Die von Asow-Kommandeur Bilezkyi angef&uuml;hrte Organisation &ldquo;Patrioten der Ukraine&rdquo; habe noch 2008 in Charkiw Hitlers &ldquo;Mein Kampf&rdquo; verteilt, berichtete Ewgenij Sacharow, Direktor der &ldquo;Menschenrechtsgruppe Charkiw&rdquo;, 2017 der taz.<br>\n&ndash; Bernhard Clasen\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Er erinnert auch daran, dass Bilezkij in der britischen Presse von &ldquo;der historischen Mission der Ukraine&rdquo; schwadroniert, die darin bestehe, die &ldquo;wei&szlig;en Rassen der Welt in einen letzten Kreuzzug um ihr &Uuml;berleben zu f&uuml;hren&rdquo;. Das haben die Asow-Sympathisanten der deutschen Neonazipartei III. Weg, die diesen Kampf bedingungslos unterst&uuml;tzt, gut verstanden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Asow-oder-die-wandlungsfaehigen-Nazis-7102293.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>&raquo;Wir haben Spa&szlig; am T&ouml;ten&laquo;<\/strong><br>\nFaschisten in der Ukraine: Staat im Staat und NATO-Killerelite<br>\nDie Regierung in Kiew und ihre westlichen Partner leugnen beharrlich die Gefahr, die von militanten Rechten ausgeht &ndash; zunehmend aggressiv seit der Eskalation des Krieges gegen Russland. Doch eine bittere Wahrheit, &uuml;ber die sich sogar Denkfabriken in der EU und den USA vor wenigen Jahren noch sehr besorgt ge&auml;u&szlig;ert haben, l&auml;sst sich im gegenw&auml;rtigen Ausnahmezustand immer schwerer verbergen: Der Ultranationalismus der Banderisten und anderer Faschisten, die einst Hitlerdeutschland dienten, ist l&auml;ngst zu einem festen Bestandteil der Staatsideologie der Ukraine geronnen.<br>\nUnter Hochdruck wird das Narrativ der Ukraine als bl&uuml;hende liberale Demokratie ausgebaut. Sp&auml;testens seit Beginn des russischen Einmarschs sind westliche Medien, Stiftungen, Politiker und Parteien intensiv und erfolgreich bem&uuml;ht, Bilder, Zeugenaussagen und andere Belege f&uuml;r die Gewalttaten nationalistischer und faschistischer Kr&auml;fte aus ihrer Berichterstattung und anderen Ver&ouml;ffentlichungen herauszuhalten. Kaum ein Wort &uuml;ber die brutalen Morde, Entf&uuml;hrungen und Folterungen von Oppositionellen, die Menschenjagden auf &raquo;Moskals&laquo;, Roma und andere ethnische Minderheiten, die &Uuml;berf&auml;lle des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU gemeinsam mit Nazis des Rechten Sektors oder des ber&uuml;chtigten &raquo;Asow&laquo;-Regiments auf &raquo;Bolschewiken&laquo; und linke Journalisten. Statt dessen nur hochgradig emotionalisierendes Storytelling &uuml;ber den heroischen Verteidigungskampf eines gestern von der Sowjetunion und heute von Putin unterdr&uuml;ckten Volkes, angef&uuml;hrt von einem aufopferungsvollen Pr&auml;sidenten (einem Steuerbetr&uuml;ger, dessen Offshorefirmen in eine Geldw&auml;scheaff&auml;re verwickelt sind &ndash; eine Tatsache, von der westliche Qualit&auml;tsmedien ebenfalls nichts mehr wissen wollen).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427013.ukraine-konflikt-wir-haben-spa%C3%9F-am-t%C3%B6ten.html%20\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Auf Linie gebracht<\/strong><br>\nIn der Ukraine ist jeder Zweifel am offiziellen Narrativ zum Krieg inzwischen verboten<br>\nSeit Anfang Mai sind in der Ukraine elf oppositionelle Parteien und Gruppierungen offiziell verboten. Es handelt sich dabei nicht etwa um die Kommunistische Partei &ndash; die ist schon seit 2015 nicht mehr zugelassen. Es geht auch nicht um andere marxistische Organisationen wie die Gruppe &raquo;Borotba&laquo;, deren Sitz in Kiew 2014 von den Faschisten des &raquo;Rechten Sektors&laquo; verw&uuml;stet und deren Aktivisten ins Exil gezwungen wurden. Diesmal ging es der Regierungsmehrheit in Kiew unter anderem um die &raquo;Oppositionsplattform: F&uuml;r das Leben&laquo;, die vor dem russischen Einmarsch am 24. Februar mit 44 Abgeordneten immerhin die zweitst&auml;rkste Fraktion im Kiewer Parlament war, sowie die Progressive Sozialistische Partei und die Partei Scharij. Letztere gruppiert sich um den schon unter Expr&auml;sident Wiktor Janukowitsch ins Ausland emigrierten Videoblogger Anatolij Scharij, dessen Postings mit oft sarkastischer Kritik an den herrschenden Dummheiten und Gemeinheiten es bei Youtube auf 2,5 Millionen Abonnenten gebracht haben.<br>\nEs ist also nicht so, dass es in der Ukraine keinen Bedarf an abweichenden Meinungen zu den herrschenden politischen und sozialen Verh&auml;ltnissen g&auml;be. Anlass f&uuml;r Kritik g&auml;be es gerade jetzt verst&auml;rkt, wo die Regierung offizielle Lohnsenkungen ank&uuml;ndigt, um den Krieg finanzieren zu k&ouml;nnen, und wo sie bereits in den ersten Kriegstagen das Arbeitsrecht so ge&auml;ndert hat, dass Lohnabh&auml;ngige bei Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen und Entlassungen inzwischen praktisch rechtlos dastehen. Aber diese abweichenden Meinungen sollen nicht mehr zu Wort kommen. Dazu scheut die Ukraine keine Mittel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/426964.kriminalisierung-der-opposition-auf-linie-gebracht.html%20\">Reinhard Lauterbach in junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die EU-Kommission hat k&uuml;rzlich eine Pressemeldung mit dieser &Uuml;berschrift ver&ouml;ffentlicht: <a href=\"https:\/\/germany.representation.ec.europa.eu\/news\/eu-kommissionsprasidentin-von-der-leyen-ukraine-verteidigt-beeindruckend-unsere-werte-2022-05-20_de\">EU-Kommissionspr&auml;sidentin von der Leyen: Ukraine verteidigt beeindruckend unsere Werte<\/a>. Nazis und Verbote geh&ouml;ren demnach also zu den Werten der EU. Entweder kennen Frau von der Leyen und ihre Kommission die innenpolitische Situation der Ukraine nicht oder sie decken solche Akteure und ihre Ma&szlig;nahmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Frankreich tritt beim EU-Beitritt der Ukraine auf die Bremse &ndash; zu Recht<\/strong><br>\nDie Ukraine dr&auml;ngt auf schnellen EU-Beitritt und lehnt jeden Kompromiss mit Russland ab, Polen stellt sich hinter die Ukraine. Ein Schnellbeitritt zur EU wird vermutlich zur Erosion f&uuml;hren und auch nicht im Interesse Polens sein.<br>\nKiew macht Druck auf die EU, m&ouml;glichst schnell zum EU-Mitgliedsland zu werden. Wom&ouml;glich noch im Krieg und als Land, das nicht nur von Korruption und hohen Schulden gezeichnet ist, sondern auch noch Jahre auf finanzielle Unterst&uuml;tzung angewiesen sein wird. Der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Macron hatte der Ukraine am 9. Mai erkl&auml;rt, dass ein Beitritt Jahrzehnte dauern k&ouml;nnte, auch wenn die Ukraine als Beitrittskandidat schnell aufgenommen werden k&ouml;nne. Er schlug vor, eine Organisation f&uuml;r Staaten zu schaffen, die europ&auml;ische Werte teilen und mit denen die EU enger kooperieren. Das wurde von Kiew umgehend abgelehnt.<br>\nAu&szlig;enminister Kuleba schrieb am Samstag apodiktisch: &bdquo;Die von einigen EU-Hauptst&auml;dten in den letzten Jahren praktizierte strategische Zweideutigkeit in Bezug auf die europ&auml;ische Perspektive der Ukraine ist gescheitert und muss beendet werden. Sie hat Putin nur ermutigt. Wir brauchen keine Surrogate f&uuml;r den EU-Kandidatenstatus, die die Ukraine als zweitklassig behandeln und die Gef&uuml;hle der Ukrainer verletzen.&ldquo;<br>\nCl&eacute;ment Beaune, der franz&ouml;sische Minister f&uuml;r Europaangelegenheiten, wiederholte am Samstag die realistische Einsch&auml;tzung f&uuml;r einen EU-Beitritt der EU, den die ukrainische F&uuml;hrung durch moralischen Druck herbeizwingen will. Er m&ouml;chte nicht, dass den Ukrainern Illusionen und L&uuml;gen vorgemacht w&uuml;rden, die sich nicht erf&uuml;llen lassen. Mindestens 15-20 Jahre w&uuml;rde dies dauern, sagte er: &bdquo;Man muss aufrichtig sein &hellip; Wenn man sagt, dass die Ukraine in sechs Monaten, in einem oder in zwei Jahren, der EU beitreten wird, l&uuml;gt man.&ldquo; Er schlug erneut vor, dass die Ukraine der von Macron erw&auml;hnten Organisation beitreten k&ouml;nne, die es allerdings auch nicht gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/frankreich-tritt-beim-eu-beitritt-der-ukraine-auf-die-bremse-zu-recht\/\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hillary Clinton personally approved plan to share Trump-Russia allegation with the press in 2016, campaign manager says<\/strong><br>\nHillary Clinton personally approved her campaign&rsquo;s plans in fall 2016 to share information with a reporter about an uncorroborated alleged server backchannel between Donald Trump and a top Russian bank, her former campaign manager testified Friday in federal court.<br>\nRobby Mook said he attended a meeting with other senior campaign officials where they learned about strange cyberactivity that suggested a relationship between the Trump Organization and Alfa Bank, which is based in Moscow. The group decided to share the information with a reporter, and Mook subsequently ran that decision by Clinton herself.<br>\n&ldquo;We discussed it with Hillary,&rdquo; Mook said, later adding that &ldquo;she agreed with the decision.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/2022\/05\/20\/politics\/hillary-clinton-robby-mook-fbi\/index.html\">CNN politics<\/a>\n<p>dazu: <strong>Hillary Clinton der L&uuml;ge &uuml;berf&uuml;hrt, aber die deutschen Medien schweigen<\/strong><br>\nDer Anti-Spiegel berichtet seit Jahren, dass &bdquo;Russiagate&ldquo; eine Erfindung von Hillary Clintons Wahlkampfstab gewesen ist. Allerdings finden die deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; das nicht erw&auml;hnenswert. Nun hat ein weiterer Mitarbeiter von Clintons damaligem Stab das vor Gericht eingestanden, wie amerikanische Medien melden.<br>\nDass diese Meldung in den deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; keine Schlagzeilen produziert, obwohl sie ihre Leser jahrelang mit den frei erfundenen L&uuml;gen von Hillary Clinton und den US-Demokraten &uuml;ber &bdquo;Russiagate&ldquo; und Donald Trumps angebliche Verbindungen zu Russland in Atem gehalten haben, ist nicht verwunderlich. Es zeigt nur einmal mehr, dass es ihnen nicht um objektive und kritische Berichterstattung geht, sondern nur darum die deutschen Leser in die gewollte Richtung zu beeinflussen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/hillary-clinton-der-luege-ueberfuehrt-aber-die-deutschen-medien-schweigen\/\">Anti-Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erinnert sei in diesem Zusammenhang an diesen Beitrag von Jens Berger: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36157\">Russland sabotiert den Wahlkampf? Ein kleiner Faktencheck<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hauptsache politisch korrekt: Warum unsere Grundrechte in Gefahr sind<\/strong><br>\nUnsere Grundrechte geraten in Vergessenheit, nicht erst seit Corona. Jetzt werden Kritiker abgestraft, die sich gegen die deutsche Russlandpolitik stellen.<br>\nEs gibt einen schleichenden Verfall dessen, was man grob mit den Begriffen &bdquo;Grundrechte&ldquo;, &bdquo;Demokratie&ldquo; und &bdquo;Meinungsfreiheit&ldquo; kennzeichnet. Wer das nicht glauben will, dem sei das anhand eines Beispiels illustriert. Er soll die Berichterstattung vor dem Angriff der Amerikaner auf den Irak im M&auml;rz 2003 mit der derzeitigen Atmosph&auml;re in der Medienlandschaft vergleichen. (&hellip;)<br>\nEine besondere Bedeutung kommt jedoch dem Fall Assange zu. Hier zeichnete sich ein neuer Trend ab, und nicht grundlos warnten Stimmen davor, dass es sich dabei um einen gef&auml;hrlichen Pr&auml;zedenzfall handeln w&uuml;rde. Da ging es nicht mehr gegen einen feindlichen milit&auml;rischen K&auml;mpfer, sondern gegen einen Mann, der m&ouml;glicherweise nie eine Waffe in der Hand gehalten hatte und im Grunde blo&szlig; seiner T&auml;tigkeit als Journalist nachgegangen war.<br>\nEtwas von dem Vorgehen von Staat und Eliten gegen Teile der eigenen Bev&ouml;lkerung, wie es in der Corona-Debatte deutlichere Z&uuml;ge annahm, findet man hier schon vorgezeichnet. All die schwerwiegenden Verst&ouml;&szlig;e gegen Rechtsstaatlichkeit im Verfahren gegen Assange lie&szlig;en den &ouml;ffentlichen Diskurs letztlich kalt, und das, obwohl der UN-Sonderbeauftragte f&uuml;r Folter, der Schweizer Nils Melzer, und ein Heer von Aktivisten nicht m&uuml;de wurden, darauf hinzuweisen.<br>\nVom Fall Assange aus f&uuml;hrt &uuml;berdies auch der Weg zur Kriminalisierung von oppositionellen Medien, wie sie im Vorgehen gegen Ken Jebsens Internet-Portal &bdquo;KenFM&ldquo; Konturen annahm und vor kurzem im EU-weiten Verbot von &bdquo;Russia Today&ldquo; und &bdquo;Sputnik&ldquo; einen vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt erreicht hat. Das hei&szlig;t, wir haben es letztlich mit einem Ende der Pressefreiheit zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/hauptsache-politisch-korrekt-warum-unsere-grundrechte-in-gefahr-sind-li.228301\">Ortwin Rosner in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Laut Bundestags-Gutachten: T&uuml;rkischer Einmarsch im Irak v&ouml;lkerrechtswidrig<\/strong><br>\nT&uuml;rkei bek&auml;mpft kurdische PKK im Nachbarland. Linken-Politikerin Akbulut fordert Stopp aller Waffenlieferungen an Ankara.<br>\nMitten in der Diskussion &uuml;ber die t&uuml;rkische Ablehnung der Nato-Norderweiterung zeichnet sich neuer Streit zwischen Deutschland und der T&uuml;rkei &uuml;ber t&uuml;rkische Milit&auml;rinterventionen im Irak ab.<br>\nDer Wissenschaftliche Dienst des Bundestages kommt in einem neuen Gutachten zu dem Schluss, dass der j&uuml;ngste t&uuml;rkische Einmarsch im Irak zur Bek&auml;mpfung der Terrororganisation PKK v&ouml;lkerrechtlich kaum zu rechtfertigen ist. Von den PKK-K&auml;mpfern im Nordirak gehe derzeit keine unmittelbare und konkrete Bedrohung f&uuml;r die T&uuml;rkei aus, hei&szlig;t es in dem Gutachten, das unserem Istanbuler B&uuml;ro vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/laut-bundestags-gutachten-tuerkischer-einmarsch-im-irak-voelkerrechtswidrig\/28361530.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundesverfassungsgericht: Postfaktischer Wegbereiter des paternalistischen Staates<\/strong><br>\nMit der Entscheidung, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht rechtens sei, hat das Bundesverfassungsgericht ein weiteres Mal gezeigt, dass die B&uuml;rger von ihm keinen Schutz vor einem &uuml;bergriffigen Staat erwarten d&uuml;rfen. Der Erste Senat hat s&auml;mtliche Argumente, die gegen eine solche Impfpflicht sprechen &ndash; fehlender Fremdschutz, Impfnebenwirkungen, niedrige Infektionszahlen &ndash; konsequent ignoriert. Betroffene sollten erw&auml;gen, das Bundesverfassungsgericht nicht mehr in Sachen Corona anzurufen.<br>\nDie Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht ist eigentlich rasch kommentiert: Zugespitzt w&uuml;rde ein Zitat des seit Wochen viel gefragten ehemaligen Pr&auml;sidenten der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Immunologie Andreas Radbruch vom 3. April 2022 gen&uuml;gen, um die ins Auge springende Unrichtigkeit des Karlsruher Beschlusses aufzuzeigen: &bdquo;Wichtig vielleicht noch einmal zu betonen: Auf die Wissenschaft kann sich eine Entscheidung zu irgendeiner Impfpflicht nicht berufen!&ldquo; (&hellip;)<br>\nEs ist eine bittere Erkenntnis, die ein Gef&uuml;hl von Ohnmacht vermittelt. Und nat&uuml;rlich f&auml;llt es schwer, diesen Schritt, die R&uuml;cknahme einer Verfassungsbeschwerde, zu gehen. Hat man es erst einmal so weit gebracht, dass der Senat die eigene Verfassungsbeschwerde zur Entscheidung annimmt (was sehr selten geschieht), f&auml;llt es schwer, loszulassen. Von der ganzen Arbeit und der Hoffnung, die unweigerlich aufflammt, einmal ganz abgesehen. Ich sage das nicht leichtfertig. Einer meiner f&uuml;r mich bedeutsamsten Momente in meiner Berufslaufbahn war neben der Vereidigung zur Rechtsanw&auml;ltin das Unterzeichnen meiner ersten &ndash; auch erfolgreichen &ndash; Verfassungsbeschwerde. Mich schmerzt, dem h&ouml;chsten Gericht Deutschlands in grunds&auml;tzlicher Hinsicht kein Vertrauen mehr entgegenbringen zu k&ouml;nnen.<br>\nEs liegt nunmehr an den Richterinnen und Richtern sowie der Politik, das Vertrauen in die Unabh&auml;ngigkeit und Objektivit&auml;t des Bundesverfassungsgerichts durch geeignete Ma&szlig;nahmen wieder herzustellen. Das Gegenteil geschieht indes momentan. Und so wirkt es nach alledem geradezu zynisch, dass Harbarth j&uuml;ngst konstatierte: &bdquo;Zu jedem Zeitpunkt der Pandemie haben Gerichte &ndash; auch das Bundesverfassungsgericht &ndash; auf die Achtung der Grundrechte geachtet und den notwendigen Abstand zur Politik gewahrt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/urteil-zur-einrichtungsbezogenen-impfpflicht-bundesverfassungsgericht\">Jessica Hamed in Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Datenmangel: Fahren auf Sicht &ndash; im dritten Corona-Jahr<\/strong><br>\nDer &ldquo;freie&rdquo; Sommer ist da, der Herbst mit einer neuen Corona-Welle droht. Wesentliche Daten &uuml;ber Nutzen und Schaden von Ma&szlig;nahmen gibt es nicht. Im immerhin dritten Pandemiejahr. [&hellip;]<br>\nStefan Huster ist Vorsitzender eben dieses Sachverst&auml;ndigenausschusses. Am 30. Juni soll der Bericht des Gremiums vorliegen. Er ist nicht ohne Brisanz, k&ouml;nnte das Gutachten doch dar&uuml;ber urteilen, ob die Corona-Politik, etwa zahlreiche Grundrechtseinschr&auml;nkungen, wirklich sinnvoll waren.<br>\nDer Ausschuss k&ouml;nnte allerdings schon im Vorfeld scheitern. Es fehlen nicht nur ausreichend Epidemiologen, sondern auch Mittel und Personal, um etwa Studien aus dem Ausland zu lesen und zu bewerten. &ldquo;Die Frage muss erlaubt sein, ob der Ausschuss nicht von Anfang an auf dem falschen Gleis stand?&rdquo;, sagt der Vorsitzende.<br>\nZudem gibt es fragw&uuml;rdige Doppelbesetzungen: So sind Fachleute sowohl im Expertenrat vertreten, der die Regierung aktuell ber&auml;t, als auch im Sachverst&auml;ndigenausschuss, der die Regierungsarbeit kritisch bewerten soll. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Gesundheitspolitische Entscheidungen verlangen fundierte, belastbare Zahlen,&rdquo; sagt der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch.\n<blockquote><p>\nAber zur Wahrheit geh&ouml;rt, dass die Corona-Ma&szlig;nahmen oft nicht auf Wissenschaft fu&szlig;en, sondern immer mehr politisch, ideologisch motiviert sind.<br>\n&hellip;Eugen Brysch, Deutsche Stiftung Patientenschutz\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Bund und L&auml;nder h&auml;tten auch nach mehr als zwei Jahren Pandemie kein effizientes Corona-Monitoring zustande gebracht. Erfahrungen w&uuml;rden nicht ausgewertet werden.<br>\nEvidenzbasierte Medizin, die wissenschaftliche Untersuchung von Nutzen und Schaden getroffener Ma&szlig;nahmen, spiele in Deutschland keine gro&szlig;e Rolle, kritisiert auch J&uuml;rgen Windeler. Er leitet das Institut f&uuml;r Qualit&auml;t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), das wohl pr&auml;destiniert daf&uuml;r gewesen w&auml;re, bei der Bewertung von Daten mitzuwirken. Aber: Seine und auch andere Institute seien &ldquo;wenig bis gar nicht&rdquo; einbezogen worden. Man h&auml;tte sich parallel zu den Ma&szlig;nahmen um Studien und Dokumentationen k&uuml;mmern m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/corona-politik-datenmangel-100.html\">ZDF<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>Lauterbach und die fehlenden Daten<\/strong><br>\nWie die Corona-Evaluierung scheitert<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/berlin-direkt\/berlin-direkt-lauterbach-und-die-fehlenden-daten-100.html\">Berlin direkt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Von Ratten-, Krebs- und Eimermenschen: Provoziert die Politik sozialen Protest?<\/strong><br>\nKrieg, Preiskrise und Politikversagen sch&uuml;ren soziale Unruhen. Ein Gastbeitrag (&hellip;)<br>\nDie linken Parteien SPD, Gr&uuml;ne und Linke vernachl&auml;ssigen die soziale Dramatik und hinterlassen ein immer gr&ouml;&szlig;eres und gef&auml;hrlicheres Vakuum. Noch schlimmer: Sie verraten unter dem Druck der Regierungsverantwortung, des Machterhalts oder der Machtgewinnung nicht nur ihre eigenen Werte und Ziele, sondern opfern die Interessen der kleinen Leute, des &ldquo;petit peuple&rdquo;, einer Ideologie der Bessergestellten.<br>\nSie tun das, weil ihre Funktion&auml;rsschichten inzwischen ganz einfach selbst zu diesen bessergestellten urbanen Eliten geh&ouml;ren, die keinen oder zu wenig Kontakt zur Normalbev&ouml;lkerung haben, aber einen umso arroganteren Macht- und Moralanspruch erheben. So erkennen wir bei ihnen erste Symptome ihrer eigenen fehlgeleiteten Attit&uuml;de der Abschottung und Selbstgerechtigkeit: Sie glauben inzwischen selbst an ihre k&uuml;nstlich erzeugten Feindbilder von den unwissenden und irregeleiteten populistischen Bev&ouml;lkerungsschichten.<br>\nUnd diese reagieren darauf mit teilweise ebenso abstrusen Verschw&ouml;rungstheorien. Im Endergebnis aber finden die leidtragenden und verschuldeten und in Existenzn&ouml;ten befangenen gro&szlig;en gesellschaftlichen Gruppen kaum noch politische Ansprechpartner.<br>\nDie autorit&auml;re Corona-Politik Berlins, die die Macht in den H&auml;nden weniger und nicht unbedingt verfassungsgem&auml;&szlig; legitimierter Zirkel konzentrierte und die nicht nur das Parlament schw&auml;chte und missbrauchte, sondern auch die Zivilgesellschaft an die Corona-Leine unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Ma&szlig;nahmen legte und die Debattenr&auml;ume verbunkerte, hat so beste Voraussetzungen geschaffen, um die Zivilgesellschaft zu neuen Eruptionen zu provozieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Von-Ratten-Krebs-und-Eimermenschen-Provoziert-die-Politik-sozialen-Protest-7102175.html?seite=all\">Hans-Christian Lange in Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbeitsminister Heil will Hartz IV noch diesen Sommer abschaffen &ndash; und das B&uuml;rgergeld einf&uuml;hren<\/strong><br>\nDie &bdquo;sehr gro&szlig;e&ldquo; Reform soll in der zweiten Jahresh&auml;lfte im Parlament beraten und beschlossen werden. Sie w&uuml;rde zahlreiche soziale Instrumente zusammenfassen. &bdquo;Wir m&uuml;ssen aus den Sch&uuml;tzengr&auml;ben der letzten 16 Jahre der Debatte um Hartz 4 heraus.&ldquo; Die sogenannte Hartz-4-Reform war im Wesentlichen am 1. Januar 2005 in Kraft getreten. &bdquo;Wir wollen Hartz 4 &uuml;berwinden&ldquo;, sagte Heil. Das heutige Sozialgesetzbuch 2 sei &bdquo;wahrscheinlich eines der b&uuml;rokratischsten Gesetze, das es gibt&ldquo;. (&hellip;)<br>\nGr&uuml;nen-Parlamentsgesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Irene Mihalic sieht darin einen &bdquo;sozialpolitischen Aufbruch&ldquo;, wie sie am Mittwoch in Berlin sagte. Doch nicht alle Reaktionen sind positiv. Die Union kritisierte die von der Koalition geplante Aussetzung der Hartz-4-Sanktionen scharf. &bdquo;Die Ampel gibt ohne Not das Prinzip von F&ouml;rdern und Fordern auf, und zwar gegen den entschiedenen Rat aus vielen Arbeitsagenturen&ldquo;, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Hermann Gr&ouml;he (CDU), der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin. &bdquo;Das sendet ein v&ouml;llig falsches Signal.&ldquo; Die Union lehne das Vorhaben ab.<br>\nZudem hatte die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit gemahnt, die Jobcenter br&auml;uchten weiter eine Handhabe, wenn sich einzelne Leistungsberechtigte vollst&auml;ndig verweigerten und etwa zumutbare Arbeitsangebote nicht ann&auml;hmen. Urspr&uuml;nglich war eine Aussetzung der Hartz-4-Sanktionen nur bis Ende 2022 vorgesehen, doch die Koalition verl&auml;ngerte das Aussetzen bis Mitte 2023.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/deutschland-news-hartz-4-arbeitsminister-hubertus-heil-buergergeld-sanktionen-91558316.html%20\">FR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das nun angestrebte &bdquo;B&uuml;rgergeld&ldquo; gleicht einer Mogelpackung und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=77445\">ist der zweite arbeits- und sozialpolitische S&uuml;ndenfall von SPD und Gr&uuml;nen<\/a>. Aus Jens Bergers Beitrag zitiert:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Wer die Grundsicherung vom Staat bekommt, soll k&uuml;nftig mehr Geld hinzuverdienen d&uuml;rfen, ohne dass er hohe Abz&uuml;ge zu bef&uuml;rchten hat. Das klingt aber nur auf den ersten Blick sozial. Das B&uuml;rgergeld droht vielmehr eine Neuauflage des Kombilohn-Modells zu werden, bei dem der Staat und somit der Steuerzahler Unternehmen subventioniert, die Niedrigl&ouml;hne zahlen und sich aus der Sozialversicherung stehlen. (&hellip;)<br>\nLetztlich stellt ein B&uuml;rgergeld mit Zuverdienstm&ouml;glichkeiten somit das klassische Kombilohn-Modell dar &ndash; ein Modell, bei dem der Staat &uuml;ber Transferleistungen niedrig bezahlte Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse subventioniert. Das ist FDP pur.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Finanzkluft und kleine Bekenntnisse<\/strong><br>\nDie aktuellen Krisen der Welt setzten insbesondere den &auml;rmeren L&auml;ndern deutlich zu. Das zeigt der 2022 Bericht zur Nachhaltigen Entwicklungsfinanzierung der Vereinten Nationen. Die Lebensmittel- und Energiepreise sind in Folge des Ukraine-Kriegs deutlich gestiegen und f&uuml;r einige L&auml;nder besteht das Risiko, in eine Schuldenkrise zu geraten. Demnach fielen im letzten Jahr weitere 77 Millionen Menschen auf Grund der Corona-Krise in extreme Armut und viele Volkswirtschaften blieben bis Ende des Jahres unter dem Niveau von vor 2019. Auch f&uuml;r das kommende Jahr ist mit keiner raschen Erholung zu rechnen. Entwicklungsl&auml;nder m&uuml;ssen einen deutlich h&ouml;heren Anteil ihres Steueraufkommens f&uuml;r Zinszahlungen aufwenden (durchschnittlich 14 Prozent der Staatseinnahmen) als entwickelte L&auml;nder (3,5 Prozent), und wichtige Investitionen wie in Bildung und Infrastruktur werden zur&uuml;ckgefahren. Die Steuereinnahmen sind insbesondere in kleinen Insel-Entwicklungsl&auml;ndern zusammengebrochen.<br>\nDiese Trends verst&auml;rken ein Problem das schon vorher bestand: Viele L&auml;nder des globalen S&uuml;dens verf&uuml;gen schlicht nicht &uuml;ber die finanziellen Ressourcen, um ihre Entwicklung selbstbestimmt aus eigenen Mittel zu finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/grosse-finanzkluft-und-kleine-bekenntnisse\/\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Krebsforschung ist in Erkl&auml;rungsnot<\/strong><br>\nViele Befunde sind nicht replizierbar. &laquo;Wir haben in der Biomedizin ein grosses Problem&raquo;, sagt ein Wissenschaftler. (Teil 1)<br>\nWissenschaftszeitschriften wie &laquo;Nature&raquo;, &laquo;Cell&raquo; oder &laquo;Science&raquo; stehen hoch im Kurs. Wer dort eine Studie ver&ouml;ffentlichen kann, hat bessere Chancen, in der Wissenschaft Karriere zu machen.<br>\nIn einem zwei Millionen US-Dollar teuren und acht Jahre dauernden Projekt haben Forscher versucht, massgebliche Experimente aus der Krebsgrundlagenforschung, die in &laquo;Nature&raquo;, &laquo;Cell&raquo;, &laquo;Science&raquo; und weiteren angesehenen Wissenschaftsmagazinen beschrieben wurden, so exakt wie m&ouml;glich zu wiederholen und die Ergebnisse zu best&auml;tigen.<br>\nDoch nur 54 von 112 Resultate fielen bei der Wiederholung durch die die Wissenschaftler um Timothy Errington vom &laquo;Centre for Open Science&raquo; ungef&auml;hr so aus wie im Originalversuch. Die Mehrheit der &uuml;berpr&uuml;ften Experimente liess sich nicht best&auml;tigen. Oder aber das Resultat unterschied sich deutlich von dem des Originalexperiments: Der Effekt fiel bei der Wiederholung im Durchschnitt 85 Prozent kleiner aus. (&hellip;)<br>\nVon Forschung, deren Ergebnisse nicht reproduzierbar sind, haben jedoch weder die Krebskranken noch die &Ouml;ffentlichkeit etwas &ndash; aber letztere finanziert, zusammen mit Spendern, einen erheblichen Teil der Grundlagenforschung. Die j&auml;hrlichen wirtschaftlichen Kosten der biomedizinischen Forschung, die nicht repliziert werden kann, betragen laut einem Biotech-IT-Unternehmen bezogen auf die USA j&auml;hrlich 10 bis 50 Milliarden Dollar. Dirnagl zufolge w&uuml;rden allein in den USA pro Jahr &laquo;umgerechnet circa 28 Milliarden Franken Forschungsgelder wegen nicht reproduzierbarer Studien zum Fenster hinausgeworfen. Da werden sehr viele Ressourcen verbraucht.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/die-krebsforschung-ist-in-erklaerungsnot\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ich sehe was, was du eintippst<\/strong><br>\nWer einen Brief schreibt, beh&auml;lt dessen Inhalt so lange f&uuml;r sich, bis er im Briefkasten liegt. Solange er nicht an die Post &uuml;bergeben wurde, wurde er auch nicht verschickt. Wie ist das im Internet, auf Websites und in Apps? Wer in Onlineformularen pers&ouml;nliche Daten eingibt, also Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, verschickt diese ebenfalls erst mit dem Klick auf &ldquo;Senden&rdquo;, k&ouml;nnte man meinen. Tats&auml;chlich sammeln zahlreiche Websites aber bereits Daten, bevor die Nutzerinnen und Nutzer diese absenden. Eine neue Studie zeigt, wie verbreitet diese Praxis tats&auml;chlich ist. (&hellip;)<br>\nDie neue Untersuchung konzentriert sich auf das Sammeln von E-Mail-Adressen und Passw&ouml;rtern durch Tracker von Drittanbietern: So nennt man Skripte oder Dateien wie Cookies, die Informationen &uuml;ber die Besucherinnen und Besucher an externe Dienstleister, etwa Werbetreibende, &uuml;bermitteln. Das geschieht meistens, um den Besuchern personalisierte Werbeanzeigen anzeigen zu k&ouml;nnen; die Tracking-Cookies enthalten n&auml;mlich Merkmale, &uuml;ber die sich Nutzerinnen &uuml;ber verschiedene Websites hinweg verfolgen lassen. Alternativ oder zus&auml;tzlich k&ouml;nnen Websites eine Technik namens Session Replay oder Session Recording verwenden: Hierbei zeichnen Tracker s&auml;mtliche Interaktionen von Besuchern auf einer Website auf &ndash; worauf sie klicken, wie weit sie scrollen, oder was sie eingeben &ndash; um dadurch zu analysieren, wie diese auf der Website zurechtkommen. (&hellip;)<br>\nEbenfalls bemerkenswert: In den sechs Wochen nach der Untersuchung verschickten 88 Websites insgesamt 290 E-Mails an die Testadressen, die die Forschenden eingeben hatten &ndash; und das, obwohl die Adressen im Formular ja niemals offiziell &ldquo;abgeschickt&rdquo; wurden. Das beweist, dass einige Unternehmen die heimlich gesammelten Daten tats&auml;chlich zu Werbe- und Kommunikationszwecken verwenden.<br>\nDiese E-Mail-Exfiltration &ldquo;k&ouml;nnte gegen mindestens drei Vorgaben der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) versto&szlig;en&rdquo;, hei&szlig;t es in der Studie. So m&uuml;ssen den Vorgaben der DSGVO zufolge personenbezogene Daten transparent und nur zu klar definierten Zwecken verarbeitet werden, und zudem m&uuml;ssen die Nutzerinnen und Nutzer in den meisten F&auml;llen ihr Einverst&auml;ndnis f&uuml;r die Datennutzung geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2022-05\/datenschutz-eintippen-studie-leaky-forms\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zensur gegen den Machtverlust<\/strong><br>\nDie Geschichte der Zensur ist eine Geschichte der Verbote. Sie zieht sich in den vergangenen gut 500 Jahren durch die Zeit. Jeweils auf ihre Weise und jeweils gegen die konkreten anderen Stimmen hat die Zensur versucht, das Alte zu bewahren, andere Stimmen mundtot zu machen, Flugbl&auml;tter, B&uuml;cher und Zeitungen zu verbieten und mittlerweile auch Websites und Social-Media-Kan&auml;le verschwinden zu lassen. Was einst mit dem Index der verbotenen B&uuml;cher formalisiert wurde, ist mit dem Verbot russischer Sender auf dem Gebiet der EU noch lange nicht abgeschlossen.<br>\nDamit befasst sich das neue Buch von Hannes Hofbauer. Es hei&szlig;t schlicht &bdquo;Zensur&ldquo; und bietet einen einf&uuml;hrenden &Uuml;berblick. Etwa die H&auml;lfte des Buches widmet sich dem analogen, der Rest dem digitalen Zeitalter. Hofbauer beginnt mit der Entstehung der formellen Zensur im 16. Jahrhundert, als im Zuge der Reformation die Vorzensur obligatorisch wurde. Sie richtete sich zun&auml;chst gegen religi&ouml;se Schriften. Schon in der Fr&uuml;hzeit der deutschen Zensurgeschichte wurde deutlich, dass sie oftmals wenig effektiv war &ndash; aus Sicht derer, die Schriften verboten sehen wollten. (&hellip;)<br>\nIn Deutschland hat das Netzwerkdurchsetzungsgesetz hohe Wellen geschlagen, als es 2017 in Kraft getreten ist. Laut Hofbauer hat es vor allem als Ansto&szlig; fungiert, denn die gro&szlig;en Monopolisten zensieren mittlerweile alle selbst. Sie nennen es nur nicht so. Sie verstecken Beitr&auml;ge, checken angeblich neutral Fakten (und die Checker werden unter anderem von gro&szlig;en Konzernen und Stiftungen bezahlt). Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz hat vor allem Drohpotential im Hintergrund. Und w&auml;hrend es zu Anfang noch Einw&auml;nde gegen die Privatisierung der Publikationskontrolle gegeben hatte, die bis in den Mainstream reichten, ist es von dieser Seite mittlerweile still geworden. Es geht ja gegen Fake News und die Konkurrenz im Internet. Gegen Fake News sind alle und die Konkurrenz st&ouml;rt die Medien.<br>\nW&auml;hrend die gro&szlig;en Konzerne ihre Angebote mit Monopolcharakter wie Facebook, Twitter oder Instagram also selbst kontrollieren, k&uuml;mmert sich der Staat um oppositionelle Websites.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/feuilleton\/literatur\/zensur-gegen-den-machtverlust\/\">Helge Buttkereit in Hintergrund<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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