{"id":84116,"date":"2022-05-23T11:59:50","date_gmt":"2022-05-23T09:59:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84116"},"modified":"2022-05-23T17:03:14","modified_gmt":"2022-05-23T15:03:14","slug":"ukraine-krieg-umdenken-bei-der-new-york-times","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84116","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: Umdenken bei der New York Times?"},"content":{"rendered":"<p>Die Idee, die Ukraine k&ouml;nne den Krieg mit westlicher Unterst&uuml;tzung gewinnen und am Ende in den Grenzen von vor 2014 dastehen, sei eine gef&auml;hrliche Illusion, von der man sich schnellstm&ouml;glich verabschieden sollte &ndash; was in deutschen Talkshows bestenfalls eine Au&szlig;enseiterposition ist, machte am Wochenende als Editorial der New York Times von <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/neue-haltung-zur-ukraine-new-york-times-klingt-ploetzlich-wie-sahra-wagenknecht-li.229127\">sich reden<\/a>. Dabei hatte die New York Times noch im M&auml;rz das genaue Gegenteil verk&uuml;ndet. Ob dieses Umdenken ernst gemeint ist und auch Folgen auf die Politik der USA haben wird, ist nat&uuml;rlich ungewiss. Im November sind in den USA Wahlen und man hat anscheinend Angst davor, dass die Republikaner von den Folgen des Krieges profitieren. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9547\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-84116-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220523_Ukraine_Krieg_Umdenken_bei_der_New_York_Times_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220523_Ukraine_Krieg_Umdenken_bei_der_New_York_Times_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220523_Ukraine_Krieg_Umdenken_bei_der_New_York_Times_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220523_Ukraine_Krieg_Umdenken_bei_der_New_York_Times_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=84116-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220523_Ukraine_Krieg_Umdenken_bei_der_New_York_Times_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"220523_Ukraine_Krieg_Umdenken_bei_der_New_York_Times_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Das &bdquo;Editorial Board&ldquo; der New York Times ist im Guten wie im Schlechten eine Institution im US-Journalismus. Im Board sind die einflussreichsten Redakteure und Kommentatoren des Blattes vertreten. Wenn sich das Board mal zu Wort meldet, geht es meist um wichtige, grunds&auml;tzliche Fragen. Dabei nimmt das Board &ndash; grob gesagt &ndash; meist die Mainstream-Position der &bdquo;liberalen&ldquo; Eliten der US-Ostk&uuml;ste ein. Politisch steht man der Biden-Regierung eigentlich sehr nah. In der Frage des Ukraine-Konflikts geh&ouml;rte das Editorial Board der New York Times stets zu den Falken. Am Tag der Invasion russischer Truppen <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2022\/02\/24\/opinion\/putin-biden-ukraine-russia.html\">forderte das Board<\/a> eine harte Antwort der USA und <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2022\/03\/04\/opinion\/ukraine-russia-war-biden.html\">feierte Anfang M&auml;rz den &bdquo;heroischen Widerstand&ldquo;<\/a> der Ukraine, den es seitens USA und NATO mit allen Mitteln zu unterst&uuml;tzen gelte. <\/p><p>Doch mittlerweile scheint sich der Wind in den Redaktionsstuben gedreht zu haben. Ein &bdquo;milit&auml;rischer Sieg der Ukraine &uuml;ber Russland, bei dem die Ukraine alle Territorien zur&uuml;ckbekommt, die seit 2014 von Russland besetzt wurden&ldquo;, sei &bdquo;kein realistisches Ziel&ldquo;, so <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2022\/05\/19\/opinion\/america-ukraine-war-support.html\">hei&szlig;t es im j&uuml;ngsten Statement<\/a> des Editorial Boards. <\/p><blockquote><p>\nIm M&auml;rz argumentierte dieses Gremium, dass die Botschaft der Vereinigten Staaten und ihrer Verb&uuml;ndeten an Ukrainer und Russen gleicherma&szlig;en lauten muss: Egal, wie lange es dauert, die Ukraine wird frei sein. Die Ukraine verdient Unterst&uuml;tzung gegen Russlands unprovozierte Aggression, und die Vereinigten Staaten m&uuml;ssen ihre NATO-Verb&uuml;ndeten anf&uuml;hren, um Wladimir Putin zu zeigen, dass das atlantische B&uuml;ndnis willens und in der Lage ist, seinen revanchistischen Ambitionen zu widerstehen. Dieses Ziel kann sich nicht verschieben, aber letztendlich ist es immer noch nicht in Amerikas bestem Interesse, sich in einen totalen Krieg mit Russland zu st&uuml;rzen, selbst wenn ein ausgehandelter Frieden der Ukraine einige harte Entscheidungen abverlangen k&ouml;nnte. Und die Ziele und die Strategie der USA in diesem Krieg sind schwieriger zu erkennen, da sich die Parameter der Mission ge&auml;ndert zu haben scheinen.\n<\/p><\/blockquote><p>Man beklagt dabei, dass es den USA an einem klar definierten und realistisch zu erreichenden Ziel fehle. Diese Ziellosigkeit w&uuml;rde die Gefahr mit sich bringen, sich in einen langen Krieg hineinziehen zu lassen, der hohe Kosten mit sich bringt und die Sicherheitslage in Europa gef&auml;hrdet.<\/p><blockquote><p>\nOhne Klarheit in diesen Fragen riskiert das Wei&szlig;e Haus nicht nur das Interesse der Amerikaner an der Unterst&uuml;tzung der Ukrainer zu verlieren &ndash; die nach wie vor unter dem Verlust von Menschenleben und Existenzen leiden &ndash; sondern gef&auml;hrdet auch den langfristigen Frieden und die Sicherheit auf dem europ&auml;ischen Kontinent.\n<\/p><\/blockquote><p>Das sind Argumente, die korrekt sind und hierzulande beispielsweise von Sahra Wagenknecht oder den Autoren des <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83525\">Offenen Briefes rund um Alice Schwarzer<\/a> vorgebracht werden &ndash; Stimmen also, die in der &ouml;ffentlichen Debatte gerne marginalisiert und als Au&szlig;enseiter-Positionen dargestellt werden. <\/p><p>Die Kernaussage des Editorials ist, dass die USA der Ukraine Grenzen aufzeigen und ihr klarmachen muss, dass die einst auch von den USA selbst ausgegebenen Ziele unrealistisch sind. Am Ende m&uuml;sse die Ukraine &bdquo;schmerzhafte&ldquo; Kompromisse eingehen.<\/p><blockquote><p>\nDie Entscheidungen der ukrainischen Regierung m&uuml;ssen unbedingt auf einer realistischen Einsch&auml;tzung ihrer M&ouml;glichkeiten fu&szlig;en und davon abh&auml;ngen, wie viel Zerst&ouml;rung die Ukraine verkraften kann.\n<\/p><\/blockquote><p>Hat die New York Times etwa ernsthafte Sorgen um die Sicherheit Europas? Die Botschaft h&ouml;r&rsquo; ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Zwischen den Zeilen sind n&auml;mlich auch ganz andere Aussagen zu finden, die auf das Motiv dieses Umdenkens hinweisen. So machen die New-York-Times-Journalisten bereits jetzt eine br&ouml;ckelnde Unterst&uuml;tzung aus. <\/p><blockquote><p>\nDie Inflation ist f&uuml;r die amerikanischen W&auml;hler ein viel gr&ouml;&szlig;eres Problem als die Ukraine, und die St&ouml;rungen der globalen Lebensmittel- und Energiem&auml;rkte und Energiem&auml;rkte werden sich wahrscheinlich versch&auml;rfen.\n<\/p><\/blockquote><p>Bislang sei es nur &bdquo;eine kleine Gruppe von isolationistischen Republikanern&ldquo;, die die milliardenschweren &bdquo;US-Hilfspakete&ldquo; kritisieren, aber da der Krieg ja nun in eine &bdquo;neue und komplizierte Phase&ldquo; eintrete und sich wohl noch lange hinziehe, sei &bdquo;eine anhaltende Unterst&uuml;tzung [nicht] garantiert&ldquo; &ndash; und das, wo im November doch die so wichtigen Zwischenwahlen sind. Offenbar hat die New York Times also vor allem davor Angst, dass die Republikaner an den Wahlurnen aus den negativen Folgen des Krieges in der Ukraine f&uuml;r die US-B&uuml;rger Kapital schlagen. Doch wenn es nicht um grundlegende politische Weichenstellungen, sondern vielmehr um den Wahlkampf geht, ist Vorsicht geboten. Es w&auml;re ja sch&ouml;n, wenn die Angst vor einer Wahlschlappe der Demokraten Biden dazu bringen w&uuml;rde, in einem konstruktiven Sinn auf die Ukraine einzuwirken. Sonderlich realistisch ist dies jedoch nicht und wer wei&szlig;, was das &bdquo;Editorial Board&ldquo; der New York Times als N&auml;chstes schreibt. <\/p><p>Titelbild: Osugi\/shutterstock.com<\/p><p><strong>Anhang:<\/strong> Der Artikel des Editorial Boards in einer maschinellen &Uuml;bersetzung <\/p><blockquote><p>\n<strong>Der Krieg in der Ukraine wird immer kompliziert, und Amerika ist nicht bereit.<\/strong><\/p>\n<p>Der Senat hat am Donnerstag ein 40 Milliarden Dollar schweres Hilfspaket f&uuml;r die Ukraine verabschiedet, doch eine kleine Gruppe von isolationistischen Republikanern, die die Ausgaben lautstark kritisieren und der Krieg in eine und der Krieg in eine neue und komplizierte Phase eintritt, ist eine anhaltende Unterst&uuml;tzung garantiert.<\/p>\n<p>Avril Haines, die Direktorin des nationalen Geheimdienstes, warnte den Senatsausschuss f&uuml;r Streitkr&auml;fte k&uuml;rzlich, dass die n&auml;chsten Monate unbest&auml;ndig sein k&ouml;nnten. Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland k&ouml;nnte eine &ldquo;unvorhersehbarere und potenziell eskalierende unberechenbarer und potenziell eskalierender werden&rdquo;, sagte sie, und es sei wahrscheinlicher, dass Russland mit dem Einsatz von Atomwaffen drohen k&ouml;nnte.<\/p>\n<p>Dies sind au&szlig;erordentliche Kosten und ernste Gefahren, und dennoch gibt es. Dennoch gibt es viele Fragen, die Pr&auml;sident Biden der amerikanischen &Ouml;ffentlichkeit noch amerikanischen &Ouml;ffentlichkeit noch nicht beantwortet hat, was die weitere Beteiligung der Vereinigten Staaten in diesem Konflikt. <\/p>\n<p>Im M&auml;rz argumentierte dieser Ausschuss, dass die Botschaft der Vereinigten Staaten und ihrer Verb&uuml;ndeten Vereinigten Staaten und ihrer Verb&uuml;ndeten an die Ukrainer und Russen gleicherma&szlig;en sein muss: Nein. Egal wie lange es dauert, die Ukraine wird frei sein. Die Ukraine verdient Unterst&uuml;tzung gegen Russlands unprovozierte Aggression, und die Vereinigten USA m&uuml;ssen ihre NATO-Verb&uuml;ndeten anf&uuml;hren und Wladimir Putin zeigen<br>\nPutin zeigen, dass das atlantische B&uuml;ndnis willens und in der Lage ist, sich seinen revanchistischen Ambitionen zu widerstehen.<\/p>\n<p>Dieses Ziel kann sich nicht verschieben, aber letztlich ist es immer noch nicht in Amerikas bestem Interesse, sich in einen totalen Krieg mit Russland zu st&uuml;rzen, auch wenn ein ausgehandelter Frieden von der Ukraine einige harte Entscheidungen erfordert. Und die Ziele und die Strategie der USA in diesem Krieg sind schwieriger zu erkennen, da sich die Parameter der Mission anscheinend ge&auml;ndert haben.<\/p>\n<p>Versuchen die Vereinigten Staaten zum Beispiel, zur Beendigung dieses Konflikts beizutragen Konflikts durch eine L&ouml;sung, die eine souver&auml;ne Ukraine und Ukraine und eine Art von Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und Russland erm&ouml;glicht? Oder versuchen die Vereinigten Staaten jetzt, Russland dauerhaft zu schw&auml;chen? Hat sich das Ziel der Regierung darauf verlagert, Wladimir Putin zu destabilisieren oder ihn zu st&uuml;rzen? Beabsichtigen die Vereinigten Staaten die Absicht, Putin als Kriegsverbrecher zur Rechenschaft zu ziehen? Oder ist das Ziel ist es, einen gr&ouml;&szlig;eren Krieg zu vermeiden &ndash; und wenn ja, wie kann man &uuml;ber die Bereitstellung von US-Geheimdienstinformationen, um Russen zu t&ouml;ten und eines ihrer Schiffe zu versenken?<\/p>\n<p>Ohne Klarheit in diesen Fragen riskiert das Wei&szlig;e Haus nicht nur das Interesse der Amerikaner an der Unterst&uuml;tzung der Ukrainer zu verlieren &ndash; die die nach wie vor unter dem Verlust von Menschenleben und Existenzen leiden &ndash; sondern auch gef&auml;hrdet auch den langfristigen Frieden und die Sicherheit auf dem europ&auml;ischen Kontinent.<\/p>\n<p>Das Leid in der Ukraine hat die Amerikaner aufger&uuml;ttelt, aber aber die Unterst&uuml;tzung der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r einen Krieg weit weg von den U.S.-K&uuml;sten wird nicht auf unbestimmte Zeit anhalten. Die Inflation ist f&uuml;r die amerikanischen W&auml;hler ein viel gr&ouml;&szlig;eres Problem als die Ukraine, und die St&ouml;rungen der globalen Lebensmittel- und Energiem&auml;rkte und Energiem&auml;rkte werden sich wahrscheinlich versch&auml;rfen.<\/p>\n<p>Der gegenw&auml;rtige Moment ist ein chaotischer Moment in diesem Konflikt, was vielleicht die Zur&uuml;ckhaltung von Pr&auml;sident Biden und seinem Kabinett bei der Festlegung von klare Zielvorgaben zu machen. Umso wichtiger ist es, dass Biden den amerikanischen  W&auml;hlern noch vor November klarzumachen, dass die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r demokratische Werte und das Recht von das Recht der L&auml;nder, sich gegen Aggressionen zu verteidigen &ndash; w&auml;hrend Frieden und Sicherheit das ideale Ergebnis in diesem Krieg bleiben.<\/p>\n<p>Es ist verlockend, die &uuml;berw&auml;ltigenden Erfolge der Ukraine gegen die russische Aggression als ein Zeichen daf&uuml;r zu sehen, dass die Ukraine mit ausreichender amerikanischer und europ&auml;ischer die Ukraine kurz davor ist, Russland auf seine Positionen vor der Invasion zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. Doch das ist eine gef&auml;hrliche Annahme.<\/p>\n<p>Ein entscheidender milit&auml;rischer Sieg der Ukraine &uuml;ber Russland, bei dem Ukraine das gesamte Gebiet, das Russland seit 2014 erobert hat, zur&uuml;ckerobert, ist kein realistisches Ziel. Auch wenn Russlands Planung und Kampfhandlungen schlampig waren, bleibt Russland zu stark, und Putin hat zu viel Putin hat zu viel pers&ouml;nliches Prestige in die Invasion investiert, um aufzugeben.<\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten und die NATO sind bereits stark involviert, milit&auml;risch und wirtschaftlich. Unrealistische Erwartungen k&ouml;nnten sie sie immer tiefer in einen kostspieligen, langwierigen Krieg hineinziehen. Russland, auch wenn und ungeschickt, ist immer noch in der Lage, der Ukraine ungeheure Zerst&ouml;rungen zuzuf&uuml;gen der Ukraine zuzuf&uuml;gen und ist immer noch eine nukleare Supermacht mit einem ver&auml;rgerten fl&uuml;chtigen Despoten, der wenig Neigung zu einer Verhandlungsl&ouml;sung gezeigt L&ouml;sung zeigt. Die Ukraine und Russland &ldquo;scheinen jetzt weiter voneinander entfernt zu sein als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt in dem fast dreimonatigen Krieg&rdquo;, wie die Times berichtete.<\/p>\n<p>Die j&uuml;ngsten kriegerischen &Auml;u&szlig;erungen aus Washington &ndash; Pr&auml;sident Bidens, dass Putin &ldquo;nicht an der Macht bleiben kann&rdquo;, Verteidigungsminister Lloyd Austin, dass Russland &ldquo;geschw&auml;cht&rdquo; werden m&uuml;sse, und das Versprechen der Sprecherin des Repr&auml;sentantenhauses, Nancy Pelosi, dass die Vereinigten Staaten die Ukraine unterst&uuml;tzen w&uuml;rden, &ldquo;bis der Sieg errungen ist&rdquo; &ndash; m&ouml;gen mitrei&szlig;ende Unterst&uuml;tzungsbekundungen sein, aber sie bringen die Verhandlungen keinen Schritt n&auml;her.<\/p>\n<p>Letztendlich sind es die Ukrainer, die die schwierigen Entscheidungen treffen m&uuml;ssen: Sie sind diejenigen, die gegen die russische Aggression k&auml;mpfen, sterben und ihre H&auml;user verlieren, und sie sind es, die entscheiden m&uuml;ssen, wie ein Ende des wie ein Ende des Krieges aussehen k&ouml;nnte. Sollte der Konflikt zu echten Verhandlungen f&uuml;hren, werden die ukrainischen F&uuml;hrer die schmerzhaften territorialen Entscheidungen treffen m&uuml;ssen, die jeder Kompromiss erfordern wird.<\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten und die NATO haben gezeigt, dass sie dass sie den ukrainischen Kampf mit umfangreicher Feuerkraft und anderen Mitteln unterst&uuml;tzen werden. Und wie auch immer die K&auml;mpfe enden, die USA und ihre Verb&uuml;ndeten m&uuml;ssen bereit sein bereit sein, der Ukraine beim Wiederaufbau zu helfen.<\/p>\n<p>Aber w&auml;hrend der Krieg weitergeht, sollte Herr Biden auch deutlich Pr&auml;sident Volodymyr Zelensky und seinem Volk klar machen, dass es eine Grenze gibt wie weit die Vereinigten Staaten und die NATO Russland konfrontieren werden, und Waffen, Geld und politische Unterst&uuml;tzung, die sie aufbringen k&ouml;nnen, sind begrenzt. Die Entscheidungen der ukrainischen Regierung m&uuml;ssen unbedingt auf einer auf einer realistischen Einsch&auml;tzung ihrer M&ouml;glichkeiten und der Zerst&ouml;rung die Ukraine verkraften kann.<\/p>\n<p>Die Konfrontation mit dieser Realit&auml;t mag schmerzhaft sein, aber sie ist keine Beschwichtigung. Das ist die Pflicht der Regierungen, nicht die Jagd nach einem illusorischen &ldquo;Sieg&rdquo;. Russland wird den Schmerz der Isolation und der l&auml;hmenden Wirtschaftssanktionen zu sp&uuml;ren bekommen, und Herr Putin wird als Schl&auml;chter in die Geschichte eingehen. Die Herausforderung besteht nun darin, die Euphorie abzusch&uuml;tteln, den Spott zu beenden und sich auf die Definition und Abschluss der Mission zu konzentrieren. Amerikas Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine ist ein Test f&uuml;r seinen Platz in der Welt des 21. Jahrhunderts, und Mr. Biden hat die Gelegenheit und die Pflicht, dabei zu helfen, diesen Platz zu definieren.\n<\/p><\/blockquote><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/9808543e8d67447180461fbda87f5aeb\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Idee, die Ukraine k&ouml;nne den Krieg mit westlicher Unterst&uuml;tzung gewinnen und am Ende in den Grenzen von vor 2014 dastehen, sei eine gef&auml;hrliche Illusion, von der man sich schnellstm&ouml;glich verabschieden sollte &ndash; was in deutschen Talkshows bestenfalls eine Au&szlig;enseiterposition ist, machte am Wochenende als Editorial der New York Times von <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/neue-haltung-zur-ukraine-new-york-times-klingt-ploetzlich-wie-sahra-wagenknecht-li.229127\">sich reden<\/a>. 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