{"id":8413,"date":"2011-02-22T09:14:05","date_gmt":"2011-02-22T08:14:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8413"},"modified":"2011-02-22T09:14:05","modified_gmt":"2011-02-22T08:14:05","slug":"hinweise-des-tages-1333","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8413","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Hartz-IV-Kompromiss; Pleitebanken treiben Staatsschulden auf zwei Billionen Euro; Zusch&uuml;sse f&uuml;r Leiharbeiter drastisch gestiegen; Mythos Fachkr&auml;ftemangel &ndash; Bundesregierung bleibt Beweise schuldig; Schulische und berufliche Qualifikation junger M&uuml;tter; Markterkundungsverfahren f&uuml;r das Uniklinikum Schleswig-Holstein; Lobbyisten im Amt; Milliardenstrafe gegen Chevron; Nebenbei eine Razzia im Parteib&uuml;ro; Revolutionen in der arabischen Welt; Bundeswehr in Afghanistan: Der Freund im R&uuml;cken; Das Model Sarah Palin; Islamkritik &ndash; Lust an der Herabsetzung; England: Banken zu Kinderg&auml;rten; Bei der B&uuml;rgerschaftswahl in Hamburg entfielen&hellip;; Das alte Elend von Haiti; zu guter Letzt: Der Guttenberg-Song (KR\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Hartz-IV-Kompromiss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Pleitebanken treiben Staatsschulden auf zwei Billionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Zusch&uuml;sse f&uuml;r Leiharbeiter drastisch gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Mythos Fachkr&auml;ftemangel &ndash; Bundesregierung bleibt Beweise schuldig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Schulische und berufliche Qualifikation junger M&uuml;tter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Markterkundungsverfahren f&uuml;r das Uniklinikum Schleswig-Holstein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Lobbyisten im Amt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Milliardenstrafe gegen Chevron<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Nebenbei eine Razzia im Parteib&uuml;ro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Revolutionen in der arabischen Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Bundeswehr in Afghanistan: Der Freund im R&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Das Model Sarah Palin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Islamkritik &ndash; Lust an der Herabsetzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">England: Banken zu Kinderg&auml;rten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Bei der B&uuml;rgerschaftswahl in Hamburg entfielen&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Das alte Elend von Haiti<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">zu guter Letzt: Der Guttenberg-Song<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8413&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hartz-IV-Kompromiss<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mickriger Hartz-Kompromiss der Angst<\/strong><br>\nWas f&uuml;r ein mickriges Ergebnis. Drei Euro mehr als von der Regierung geplant bekommen die Hartz-IV-Empf&auml;nger nun. Drei Mindestl&ouml;hne mehr werden nun etabliert, die die Branchen bereits vereinbart haben, und gegen die schon lange au&szlig;er der FDP keiner mehr Einw&auml;nde hatte. Und ein paar hunderttausend Kinder nehmen an einem Bildungspaket teil, das den Namen noch nie verdient hat. F&uuml;r dieses Ergebnis haben die teilhabenden Parteien ihren Ruf riskiert, indem sie acht Wochen verhandelt haben. Und das Ganze ist im Zweifelsfall nicht mal verfassungskonform. Es war wohl die pure Angst aller Parteien, den letzten Rest an Anerkennung in der Bev&ouml;lkerung zu verlieren, wenn man in dieser Nacht nicht zu einem Ergebnis kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:ergebnis-von-dauerverhandlungen-mickriger-hartz-kompromiss-der-angst\/60015183.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a>\n<p><em>Politischer Regelsatz vs. Bedarfsermittlung<\/em><br>\n<em><strong>Leserin M.M. schreibt uns:<\/strong> &bdquo;Angesichts der aktuellen &ldquo;Nacht-und Nebelentscheidung&rdquo; zum Regelsatz hier ein Widerhaken zur Ver&ouml;ffentlichung &bdquo;<a href=\"http:\/\/dokumente.linksfraktion.de\/inhalt\/20101129-alternative-berechnungen-hartz-regelsatz.pdf\">Alternative Berechnungen zu Hartz-IV-Regels&auml;tzen [PDF &ndash; 130 KB]<\/a>&ldquo;<\/em> <\/p>\n<p><em>Vielleicht finden sich Menschen mit ausreichend juristischem Wissen, menschlichem Anstand und innerer Energie angesprochen, beides f&uuml;r diejenigen Menschen einzusetzen, die von diesem ver&auml;chtlichen &ldquo;Regelsatz&rdquo; leben m&uuml;ssen und f&uuml;r diese erneut vor das Bundesverfassungsgericht gehen w&uuml;rden. <\/em><\/p>\n<p>Es wird bei allen Diskussionen vergessen, da&szlig; dieser Regelsatz auch der Satz f&uuml;r die Sozialhilfe, die Hilfe zum Lebensunterhalt, die Grundsicherung und die Grundsicherung im Alter ist &ndash; und somit f&uuml;r eine viel g&ouml;&szlig;ere Gruppe von Menschen relevant ist, als bisher diskutiert wird.<\/p>\n<p>Damit werden also schwer chronisch Kranke mit zu niedriger Erwerbsunf&auml;higkeitsrente, AltersrentnerInnen mit zu kleiner Rente und  Behinderte mit diesem Satz abgespeist und m&uuml;ssen auf ALG II-Niveau leben.<\/p>\n<p>S&auml;mtliche Schein-&ldquo;Argumente&rdquo; der Regierung (wie z.B. ein &ldquo;Lohnabstandsgebot&rdquo;) verfangen f&uuml;r diese BezieherInnen nicht.<\/p>\n<p>Es wird immer von &ldquo;drohender&rdquo; Altersarmut gesprochen &ndash; und v&ouml;llig ausgeblendet, da&szlig; durch die verdeckten und von der &Ouml;ffentlichkeit nicht wahrgenommenen jahrelangen K&uuml;rzungen bei den Renten ( z.B. durch Nichtanerkennung von Studienzeiten etc.) jetzt schon reale Armut bei vielen Erwerbsunf&auml;higen herrscht &ndash; unabh&auml;ngig von z.B. akademischer Ausbildung, langer Berufst&auml;tigkeit und einst hohem Einkommen. <\/p>\n<p>&Uuml;bersehen wird bei dieser Gruppe auch, da&szlig; s&auml;mtliche Rentenerh&ouml;hungen keine Relevanz haben, da um diesen Betrag die Grundsicherung gek&uuml;rzt wird (&ldquo;h&ouml;heres Einkommen). Ein Zuverdienst ist nicht m&ouml;glich, da eben diese Menschen zu krank sind zum Arbeiten. Ausschlaggebend sind also die Erh&ouml;hungen der Grundsicherung &ndash; und daraus folgt eine j&auml;hrliche &ldquo;Mindereinnahme&rdquo;, die der Inflation und den Preissteigerungen entspricht. Eine Verarmung per Gesetz.&ldquo;<\/p><\/li>\n<li><strong>SPD knickt wieder ein<\/strong><br>\nMit Entr&uuml;stung haben Sozialverb&auml;nde und Vertreter der Linken auf den &raquo;Kompromi&szlig;&laquo; zur k&uuml;nftigen Ausgestaltung der Hartz-IV-Leistungen reagiert, den Vertreter der Regierungsparteien und der SPD in der Nacht zum Montag vereinbarten. Dieser sieht vor, die Regels&auml;tze au&szlig;er um die bereits beschlossenen f&uuml;nf um weitere drei Euro zu erh&ouml;hen &ndash; allerdings erst im kommenden Jahr. Ferner erhalten die Kommunen 1,6 Milliarden Euro f&uuml;r ein &raquo;Bildungspaket&laquo; sowie weitere Gelder f&uuml;r Schulsozialarbeiter. Mittelfristig sollen die Kommunen auch von den Kosten f&uuml;r die Altersgrundsicherung entlastet werden. Des weiteren wurde f&uuml;r drei Branchen &ndash; Zeitarbeit, Sicherheitsgewerbe und Weiterbildung &ndash; die Festsetzung von gesetzlichen Mindestl&ouml;hnen vereinbart. Die SPD verzichtete in der Schlu&szlig;runde allerdings komplett auf ihre Forderung nach Gleichbehandlung von Leiharbeitern und Stammkr&auml;ften. Der Vorstand der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bezeichnete dies in einer ersten Reaktion in etwas eigenartiger Farbdefinition als &raquo;schwarz-gelben Zynismus&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-22\/055.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Da hat ein Kuhhandel stattgefunden&laquo;<\/strong><br>\nMit der Hartz-IV-Reform wurde das Existenzminimum abgesenkt. Gespr&auml;ch mit Christoph Butterwegge<br>\njW: Das Tauziehen um die Hartz-IV-Reform ist seit der Nacht zum Montag beendet &ndash; der Regelsatz wird r&uuml;ckwirkend ab Januar 2011 um f&uuml;nf Euro erh&ouml;ht, und um drei weitere ab 2012. Hat sich das f&uuml;r die Betroffenen gelohnt?<br>\nButterwegge: Nein, da hat ein Kuhhandel auf deren R&uuml;cken stattgefunden. Am Ende war nur noch parteitaktisches Kalk&uuml;l im Spiel. Denn in bezug auf die Erh&ouml;hung des Regelsatzes ab Januar 2011 auf 364 Euro und ab 2012 auf 367 Euro hat ganz offensichtlich ein fauler Kompromi&szlig; stattgefunden. Gerechtigkeit auf Raten gibt es n&auml;mlich nicht. Entweder entspricht ein Regelsatz von 364 Euro dem Urteil von 2010 &ndash; oder aber ein Regelsatz von 367. Alles andere ist auszuschlie&szlig;en.<br>\nDie Taktik kann man so zusammenfassen: Die Bundesregierung wollte von ihrem Vorschlag von f&uuml;nf Euro mehr nicht abweichen, die SPD sich nicht ganz geschlagen geben. Das Resultat ist eine Bankrotterkl&auml;rung der etablierten Politik. Man hat den tragenden Gedanken des Urteils des Bundesverfassungsgerichts, den Armen ein Grundrecht auf ein menschenw&uuml;rdiges Existenzminimum einzur&auml;umen, mit F&uuml;&szlig;en getreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-22\/049.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Pleitebanken treiben Staatsschulden auf zwei Billionen Euro<\/strong><br>\nEs ist eine Zahl mit zw&ouml;lf Nullen: Der Schuldenstand der Bundesrepublik ist 2010 auf fast zwei Billionen Euro gestiegen. Dass die Verbindlichkeiten so schnell wie nie zuvor stiegen, lag vor allem an der kostspieligen Rettung von Geldinstituten. [&hellip;]<br>\nAuf jeden Bundesb&uuml;rger entfielen damit im Durchschnitt Verbindlichkeiten in H&ouml;he von 24.450 Euro. Allein seit dem Krisenjahr 2009 wuchsen die Schulden um 304,4 Milliarden Euro, das sind 18 Prozent. Der wichtigster Faktor waren dabei sogenannte &ldquo;Bad Banks&rdquo;, mit denen der Staat kriselnde Institute von Risikopapieren befreite. Allein die &Uuml;bertragung solcher Papiere der Hypo Real Estate und Ausgaben f&uuml;r die Abwicklung der WestLB lie&szlig;en den Schuldenstand zum Jahresende um 232,2 Milliarden Euro steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,746796,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Immerhin wird als Hauptursache die extrem teure Bankenrettung genannt. Respekt. Und dann vergleiche man die Kosten f&uuml;r die Bad Banks, hier mit 232,2 Milliarden Euro angegeben, mit der 1 Milliarde oder so, die durch die Erh&ouml;hung der Hartz-IV-Almosen jetzt auf den Staat zukommen, und Merkels Kommentar dazu: &ldquo;Merkel verwies darauf, dass bei einer <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/newsticker\/dpa_nt\/infoline_nt\/brennpunkte_nt\/article12591107\/SPD-draengt-Merkel-bremst.html\">st&auml;rkeren Anhebung des Regelsatzes alle Steuerzahler zus&auml;tzlich belastet w&uuml;rden<\/a>.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Und das ist l&auml;ngst noch nicht alles, da sich noch gigantische Risiken in den Bad Banks verstecken, die momentan noch in einem Schattenhaushalt gef&uuml;hrt werden. Im Oktober letzten Jahres <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:folgen-der-finanzkrise-hre-treibt-deutsche-gesamtverschuldung-hoch\/50177359.html\">zitierte die FTD<\/a>  Finanzstaatssekret&auml;r Asmussen mit den Worten: &bdquo;In dem Moment, in dem die Bad Bank (der HRE: Anm. d. Red.) konsolidiert ist, steige die deutsche Gesamtverschuldung um 8,5 Prozentpunkte. Die Gesamtverschuldung l&auml;ge dann bei rund 84 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).&ldquo; Bezeichnend ist ferner, dass s&auml;mtliche Medien zwar die Verbindlichkeiten pro Kopf gen&uuml;sslich zitieren, aber die Forderungen pro Kopf verschweigen. Jeder Bundesb&uuml;rger mag zwar &uuml;ber den Staat statistisch gesehen mit 24.450 Euro verschuldet sein. Jedoch besitzen viele Bundesb&uuml;rger &ndash; direkt oder indirekt &uuml;ber Lebensversicherungen, Fonds etc. &ndash; auch Forderungen an den Staat. Durchschnittlich besitzt jeder Bundesb&uuml;rger ein Bruttogeldverm&ouml;gen von <a href=\"\/?p=7935#h01\">rund 60.000 Euro<\/a> &ndash; der mediale Schwanengesang &uuml;ber die hohe Pro-Kopf-Verschuldung ist also sachlich falsch. Selbstverst&auml;ndlich sind allerdings sowohl Schulden als auch Forderungen nach wie vor ungleich verteilt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zusch&uuml;sse f&uuml;r Leiharbeiter drastisch gestiegen<\/strong><br>\nDumpingl&ouml;hne in der Zeitarbeitsbranche kommen den Steuerzahler teuer zu stehen. Fast 40 Millionen Euro musste der Bund allein im Juni 2010 zuschie&szlig;en, um die niedrigen Geh&auml;lter von Leiharbeitern aufzustocken. Damit stiegen die staatlichen Hilfsleistungen gegen&uuml;ber dem Vorjahresmonat um mehr als 70 Prozent, wie aus einer Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervorgeht. F&uuml;r das gesamte Jahr 2010 liegen demnach noch keine Zahlen vor.<br>\nDer Beh&ouml;rde zufolge lagen zum Jahresende 2009 drei Viertel aller Leiharbeiter unter der bundesweiten Niedriglohnschwelle von monatlich 1.784 Euro. Unter den regul&auml;r Besch&auml;ftigten sei es nur gut jeder F&uuml;nfte gewesen. Im Juni 2010 waren bundesweit rund 700.000 Menschen in der Leiharbeit besch&auml;ftigt; inzwischen sind es fast eine Million. &ldquo;Leiharbeit ist nicht nur ein Problem f&uuml;r die Betroffenen&rdquo;, so die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Sabine Zimmermann. Die Aufstockung niedriger Geh&auml;lter mit Steuergeld sei zugleich auch &ldquo;Lohndr&uuml;ckerei auf Kosten der Gesellschaft&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2011%2F02%2F19%2Fa0142&amp;cHash=4900389a5b\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mythos Fachkr&auml;ftemangel &ndash; Bundesregierung bleibt Beweise schuldig<\/strong><br>\nDie schwarz-gelbe Koalition hat den Fachkr&auml;ftemangel zum Schl&uuml;sselthema gemacht. Doch eine Anfrage der Linken zeigt: Der Bundesregierung fehlen klare Hinweise f&uuml;r eine Verknappung von Arbeitskr&auml;ften. [&hellip;]<br>\nDoch wie es scheint, haben Br&uuml;derle und seine Kolleginnen den von den gro&szlig;en Wirtschaftsverb&auml;nden proklamierten Mangel an Fachkr&auml;ften nie hinterfragt &ndash; und bleiben deshalb nun eine klare Antwort auf eine Anfrage der Linken im Bundestag schuldig. Die Opposition wollte von der Regierung wissen: Wie sieht es tats&auml;chlich aus mit einer Verknappung von Arbeitskr&auml;ften in Deutschland? Die Erkl&auml;rung aus dem Arbeitsministerium, die SPIEGEL ONLINE vorliegt, f&auml;llt d&uuml;nn aus.<br>\nZun&auml;chst ist in dem Papier nur von m&ouml;glichen Engp&auml;ssen und &ldquo;L&uuml;cken zwischen Arbeitskr&auml;ftenachfrage und -angebot&rdquo;, jedoch nicht explizit von einem Fachkr&auml;ftemangel die Rede. Auch konkrete Aussagen &uuml;ber Branchen und Berufe mit fehlendem Personal bleibt das Arbeitsministerium in seiner Antwort schuldig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,746411,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schulische und berufliche Qualifikation junger M&uuml;tter<\/strong><br>\nRund 57% der jungen M&uuml;tter unter 25 Jahren verf&uuml;gten im Jahr 2009 &uuml;ber einen Hauptschul- oder Realschulabschluss oder &uuml;ber keinen Schulabschluss und hatten auch keinen beruflichen Abschluss. Entsprechend der Internationalen Standard-Klassifikation des Bildungswesens (ISCED) hatten damit fast sechs von zehn jungen M&uuml;ttern einen niedrigen Bildungsstand. Nach der ISCED wird der h&ouml;chste erreichte Bildungsstand aus den Merkmalen allgemeiner Schulabschluss und beruflicher Bildungsabschluss kombiniert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2011\/02\/PD11__068__122,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vorweg versucht das Statistische Bundesamt zu besch&ouml;nigen: M&uuml;tter unter 25 Jahren w&uuml;rden nur zwei Prozent aller M&uuml;tter ausmachen. Nur, wenn gleichzeitig von allen Seiten beschworen wird, die Zukunft speziell Deutschlands geh&ouml;re der Wissensgesellschaft, dann sind diese 57 Prozent dramatisch. Aber auch der Status, dass 21 Prozent aller M&uuml;tter mit Kindern zu Hause einen niedrigen Bildungsstand aufweisen, ist nicht beruhigend.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Markterkundungsverfahren f&uuml;r das Uniklinikum Schleswig-Holstein<\/strong><br>\nIn Schleswig-Holstein wiederholt sich Geschichte. Erneut kommt eine Landesregierung der Verpflichtung nicht nach, die medizinische Versorgung der Bev&ouml;lkerung sicher zu stellen. Da man Investitionen in H&ouml;he von 700 Mio. &euro; nicht aufbringen kann, wird &uuml;ber den Verkauf des Universit&auml;tsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) nachgedacht. Asklepios, Helios und die Rh&ouml;n AG interessieren sich f&uuml;r die Uniklinik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/notruf113.blog.de\/2011\/02\/19\/markterkundungsverfahren-uniklinikum-schleswig-holstein-10631864\/\">NotRuf 113<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lobbyisten im Amt<\/strong><br>\nAktueller Bericht des Innenministeriums offenbart laxen Umgang mit Regelungen &uuml;ber den Einsatz externer Mitarbeiter in Bundesverwaltung<br>\nZwischen 1. Januar und 30. Juni 2010 waren 53 externe Personen in der Bundesverwaltung t&auml;tig. Dies geht aus dem offiziellen Bericht hervor, der der jW vorliegt. Damit ist die Zahl derjenigen, die im Regierungsapparat t&auml;tig waren, ohne offiziell dazuzugeh&ouml;ren, gegen&uuml;ber dem Vorberichtszeitraum um mehr als 15 Prozent angestiegen. Insgesamt zw&ouml;lf neue F&auml;lle tauchen im Bericht auf. Diese betreffen das Ausw&auml;rtige Amt und das Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung. Den Unterlagen zufolge wurden 25 externe Mitarbeiter bereits in vorangegangenen Berichtszeitr&auml;umen besch&auml;ftigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-22\/026.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Milliardenstrafe gegen Chevron &ndash; Best&auml;ndig flie&szlig;t das &Ouml;l<\/strong><br>\nDer &Ouml;lkonzern Chevron wurde nach jahrzehntelanger Verschmutzung des Amazonasgebietes mit 8,6 Milliarden Dollar zur h&ouml;chsten Umweltstrafe aller Zeiten verurteilt. Und doch stellt sich die Frage, wie viele Katastrophen es noch braucht, bis sich auch die Bev&ouml;lkerung der Industriestaaten f&uuml;r den Umweltschutz interessiert. Seit der verheerenden &Ouml;lkatastrophe im Golf von Mexiko im April 2010 nehmen alle Anteil an den ihrer Existenz beraubten Fischern und den sterbenden &ouml;lverschmierten Tieren. Tats&auml;chlich ist dies aber nur die Spitze eines ausgesprochen schmutzigen Eisbergs, der durch Menschenhand verursachten Umweltkatastrophen der letzten Jahre. Und w&auml;hrend Barack Obama noch mit seinen Kindern im Golf von Mexiko planscht, um zu beweisen, dass alles nicht so schlimm ist wie es aussieht, h&auml;tte Ecuadors Pr&auml;sident Rafael Correa das im Amazonasgebiet sicherlich nicht gewagt.<br>\nDenn dort verseucht der &Ouml;lkonzern Chevron schon seit Jahren das Amazonasgebiet, weil gro&szlig;e Mengen &Ouml;l aus einer alten F&ouml;rderst&auml;tte in den Boden sickern. Jetzt wurde der Konzern nach einem fast zwanzig Jahre w&auml;hrenden Rechtsstreit zu einer Milliardenstrafe verurteilt. Nach Angaben des &bdquo;Wall Street Journals&ldquo; soll es sich um eine Summe von ca. 8,6 Milliarden Dollar handeln, die f&uuml;r die Reinigung des verseuchten Regenwaldes und den Aufbau eines Gesundheitssystems f&uuml;r die betroffene Bev&ouml;lkerung aufgewandt werden sollen. Dar&uuml;ber hinaus verf&uuml;gte der Richter, dass sich der US-&Ouml;lmulti innerhalb von 15 Tagen nach der Urteilsverk&uuml;ndung &ouml;ffentlich entschuldigen muss, andernfalls verdoppele sich die Strafe. Ein kleiner Erfolg f&uuml;r die Umwelt, handelt es sich hierbei doch um die bisher h&ouml;chste verh&auml;ngte Umweltstrafe. Und doch leben Mensch und Tier seit Jahrzehnten in einem verseuchten Gebiet, w&auml;hrend sich ein arrogantes Unternehmen darauf beruft, dass es mit den Altlasten des von ihm in 2001 &uuml;bernommenen Konzerns Texaco, der dort bis 1992 &Ouml;l f&ouml;rderte, nichts zu tun haben will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.philibuster.de\/themen\/alte-welt\/milliardenstrafe-gegen-chevron-bestaendig-fliesst-das-oel.html\">Philbuster<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nebenbei eine Razzia im Parteib&uuml;ro<\/strong><br>\nWegen des Verdachts auf Landfriedensbruch will die Polizei das B&uuml;ro eines Jugendhilfe-Vereins durchsuchen &ndash; und st&uuml;rmt gleich das ganze Geb&auml;ude inklusive Linken-Parteib&uuml;ro und einer Anwaltskanzlei. Die Linke ist emp&ouml;rt und k&uuml;ndigt juristische Schritte an. [&hellip;] Am fr&uuml;hen Abend drangen Polizisten in das &ldquo;Haus der Begegnung&rdquo; in der Gro&szlig;enhainer Stra&szlig;e ein. In dem Geb&auml;udekomplex hat die Gesch&auml;ftsstelle des Vereins Roter Baum ihren Sitz &ndash; und nur f&uuml;r diese R&auml;ume lag ein m&uuml;ndlicher Durchsuchungsbeschluss vor, wie die Staatsanwaltschaft Dresden best&auml;tigte. Durchsucht wurden aber auch etliche weitere R&auml;ume. [&hellip;] &ldquo;Es war sehr gespenstisch, das Gel&auml;nde war weitr&auml;umig abgeriegelt, davor standen etwa 15 Polizeiwagen mit Blaulicht&rdquo;, berichtet der Vorsitzendes des Stadtverbands der Linkspartei, Hans-J&uuml;rgen Muskulus. Polizisten in &ldquo;voller Montur&rdquo; seien dort gewesen, auch ein Sondereinsatzkommando. &ldquo;Alle Haust&uuml;ren wurden eingetreten, T&uuml;rrahmen herausgerissen&rdquo;, berichtet Muskulus. Seinen Schilderungen zufolge hielten sich in den R&auml;umen seiner Partei acht Menschen auf: Zwei &auml;ltere Mitglieder, die dort ehrenamtlich Telefondienst versahen und sechs Mitglieder des B&uuml;ndnisses Dresden Nazifrei, die von dort aus Pressemitteilungen verschickten. Zu dem Aktionsb&uuml;ndnis geh&ouml;ren neben der Linkspartei unter anderem die Jugendorganisationen von Verdi und DGB, die Jusos sowie der Bundesvorstand der Gr&uuml;nen. Die zwei Linkspartei-Mitglieder wurden gemeinsam mit etwa 14 weiteren Personen &ldquo;vor&uuml;bergehend festgenommen&rdquo;, berichtet Muskulus. Mit Kabelbindern gefesselt seien sie abgef&uuml;hrt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/polizeiaktion-in-dresden-nebenbei-eine-razzia-im-parteibuero-1.1062874\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Revolutionen in der arabischen Welt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bericht aus Libyen: &ldquo;Niemand spricht von Demokratie&rdquo;<\/strong><br>\nGeo-Redakteurin Gabriele Riedle ist gerade aus Libyen zur&uuml;ckgekehrt. Im Gespr&auml;ch mit der FR erkl&auml;rt sie, warum es unter Gaddafi zu einer Re-Islamisierung kam, und warum die Vorstellung, es k&ouml;nne bei den Protesten um Demokratie gehen, Wunschdenken &agrave; la CNN ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/debatte\/-niemand-spricht-von-demokratie-\/-\/1473340\/7217492\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die Frage ist interessant, ob andere Quellen das best&auml;tigen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&Auml;gypten: Die Masse bricht die Macht<\/strong><br>\nBeschleunigte Ereignisdichte charakterisiert die Revolutionen, die seit Wochen und Tagen die Mittelmeerwelt und insbesondere &Auml;gypten ersch&uuml;ttern. Prognosen werden formuliert und rasch wieder revidiert, w&auml;hrend die Hauptakteure in instabilen Positionen um Macht und Einfluss, letztlich aber um die Zukunft und um ihr Schicksal ringen. Das erstarrte Gestein aus Autorit&auml;t, Klientelwirtschaft und verpassten Reformen verfl&uuml;ssigt sich mit vulkanischem Effekt, ohne dass die Richtung der &uuml;berraschenden Dynamik bereits zur Kenntlichkeit gelangte. Selbst ein nachhaltiger Sieg des Volkes &uuml;ber das bisherige System w&auml;re wieder in Strukturen des Politischen einzubringen &ndash; ebendies wird auch bei sympathetischer Betrachtung des Geschehens die gr&ouml;sste Herausforderung stellen.<br>\nDie bisher aktuellen Lehren aus den Ereignissen in Kairo lauten: Erstens, indem die &Auml;gypter scheinbar aus dem Nichts und ohne die Regie durch Anf&uuml;hrer der Revolution zusammenkamen, konfigurierten sie sich zu einer Spontanmasse, deren Identit&auml;t die individuellen Profile so effektiv &uuml;berspielte, dass die Parole &laquo;Wir sind das Volk&raquo; ohne Einschr&auml;nkung sowohl in der Innen- wie in der globalisierten Aussenwahrnehmung ihre Geltung beanspruchte. Die N&auml;he, die als Wir-Gef&uuml;hl entstand, wurde dadurch politisch. Zweitens gilt: Diesem Aufstand lag zugleich eine Mobilisierung zugrunde, die ihre Energien aus Quellen zog, die keinem atavistischen Triebimpuls entsprachen, sondern ganz im Gegenteil einem reflektierten und planenden Bewusstsein sich verdankten. Kommunikation auf dem vorger&uuml;ckten Stand der Technik fungierte als Z&uuml;nder, in Echtzeit blitzschnell an alle gerichtet, die nur h&ouml;ren wollten &ndash; immer unter dem Risiko von &laquo;trial and error&raquo; und ohne Garantie auf Erfolg. Eine sp&auml;tere Erz&auml;hlung der Erhebung wird im Detail aufzuzeigen haben, wie der Prozess auf die Bahn gebracht wurde &ndash; von den ersten E-Mails und SMS-Adressen bis zum Austausch und Aufruf auf Facebook.<br>\nWalid Rachid, ein Mitstreiter von Wael Ghoneim, hatte es zuversichtlich so formuliert: &laquo;What Egypt did will be the form that will push the world.&raquo; Das war letztlich und in ehrw&uuml;rdiger Tradition geschichtsphilosophisch gedacht, dass nichts und niemand dem Fortschritt entrinne. Hegels Diktum, dass die Masse mit der Franz&ouml;sischen Revolution ein Bewusstsein eingesetzt bekommen habe, lieferte gleichsam die Vorlage. Derweil wuchert zugleich die Hypothek der politischen Theologie, wie sie der Islam beansprucht, in den K&ouml;pfen derer, die Demokratie noch lange nicht mit den Rechten des Individuums im freiheitlichen Rechtsstaat identifizieren. &Uuml;berdies gilt f&uuml;r jede revolution&auml;re Volksbewegung, dass sie ihren politischen Ort erst da gefunden hat, wo Repr&auml;sentation zustande gekommen ist. Dem alten Europa er&ouml;ffneten sich daf&uuml;r zweihundert Jahre. Das Auf und Ab ist bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/kultur\/aktuell\/die_masse_bricht_die_macht_1.9598296.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auch wenn Martin Meyer, wie manche andere auch, <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1382263\/\">entgegen anderen Berichten<\/a>, vielleicht zu sehr dem Faszinosum der neuen Kommunikationstechnologie erliegt, sein Hinweis darauf, wie lange Europa brauchte, um dem Neuen eine politische Struktur geben, sollte unsere Erwartungen und die zweifellos sich einstellenden Entt&auml;uschungen begrenzen. &Auml;hnlich argumentiert Andre Glucksmann:<br>\n&ldquo;Von der Revolution und ihren Wiederholungen bis zur demokratischen und laizistischen Republik, brauchte es in Frankreich zweihundert Jahre. In Russland und in China wird die Zeitspanne nicht k&uuml;rzer sein, wenn die Reise &uuml;berhaupt an ihr Ende kommt. Auch die Vereinigten Staaten, die glaubten, das Himmelreich in zehn Jahren erreicht zu haben, t&auml;uschten sich. Erst kamen noch ein furchtbarer B&uuml;rgerkrieg, der Klassenkampf und die Schlacht um B&uuml;rgerrechte &ndash; lang dauernde zweihundert Jahre des Zorns. Wer Revolution und Freiheit sagt, sagt nicht gleich Demokratie, Respekt f&uuml;r Minderheiten, Gleichberechtigung, gute Nachbarschaft mit anderen V&ouml;lkern. Das alles bleibt noch zu erringen. Begr&uuml;&szlig;en wir die arabischen Revolutionen, sie &uuml;berwinden das angebliche Schicksal. Aber reden wir sie nicht sch&ouml;n: all die Risiken, auch die schlimmsten Gefahren stehen ihnen bevor. Es reicht, auf unsere Geschichte zur&uuml;ckzublicken: <a href=\"http:\/\/www.perlentaucher.de\/artikel\/6746.html\">Die Zukunft ist ohne Garantie<\/a>.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Auch Glucksmann ist, anscheinend sind gerade Intellektuelle fasziniert, von der modernen Kommunikationstechnologie begeistert :&rdquo;Facebook und Twitter sind das, was einst der Samisdat war. Die kleine Gruppe der Netzb&uuml;rger tr&auml;gt die Fackeln der Dissidenz.&rdquo; Allerdings sollte er dann vielleicht auch das Diktum von der 200-j&auml;hrigen Demokratieentwicklung etwas relativieren.<\/p><\/li>\n<li><strong>Das Morgenland wacht auf<\/strong><br>\nDer Westen steht ratlos vor dem Umbruch in der arabischen Welt. Er muss jetzt au&szlig;enpolitische Interessen und Werte besser in Einklang bringen.<br>\nEs gilt einzugestehen, dass die Demokratie das beste politische System f&uuml;r komplexe moderne Gesellschaften darstellt. Die von Samuel Huntington in seinem Theorem von &ldquo;Kampf der Kulturen&rdquo; aufgestellte These und im Westen weit verbreitete Ansicht, au&szlig;ereurop&auml;ische Kulturen &ndash; insbesondere in der islamischen Welt &ndash; seien demokratieresistent, ist Unsinn.<br>\nDie T&uuml;rkei und Indonesien sind die gr&ouml;&szlig;ten Gegenbeispiele daf&uuml;r, und Umfragen und Studien aus arabischen L&auml;ndern belegen das seit langem. Doch die westliche Angst vor &ldquo;dem&rdquo; Islam sitzt so tief, dass sie die westliche Au&szlig;enpolitik oft davon abh&auml;lt, das Richtige zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/das-morgenland-wacht-auf\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Blo&szlig; keine Angst!<\/strong><br>\nStabilit&auml;t ist seit vielen Jahrzehnten das Hauptinteresse des Westens in der arabischen Region. Doch dieses beliebte Gesch&auml;ftsmodell f&uuml;r Diktatoren ist gescheitert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/debatte\/bloss-keine-angst-\/-\/1473340\/7210066\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bundeswehr in Afghanistan: Der Freund im R&uuml;cken<\/strong><br>\nAuf vieles sind deutsche Kampftruppen im Norden Afghanistans vorbereitet, aber darauf nicht: Der Partner wird zum Attent&auml;ter im eigenen Lager. Aber ohne einheimische Soldaten l&auml;uft nichts.<br>\nSo sicher, wie noch 2006, als die Deutschen das Regionalkommando &uuml;bernahmen, ist hier l&auml;ngst nichts mehr. Deswegen operiert eine Brigade amerikanischer Soldaten seit ein paar Monaten im Gebiet der Bundeswehr, weil die alleine mit der Situation nicht mehr fertig wird. 2010 war das verlustreichste Jahr f&uuml;r die Koalitionstruppen am Hindukusch seit Beginn des Krieges vor neun Jahren. 711 Soldaten kamen bei K&auml;mpfen ums Leben. Und auch die Bundeswehr hat in dem Jahr mehr M&auml;nner verloren als je zuvor. Alexander Krallmeisters [Oberstabsgefreiter der zweiten Kompanie des Fallschirmj&auml;gerbataillons 313] Kompanie war in den vergangenen Monaten in 13 Feuergefechte verwickelt. St&auml;ndig werden Fahrzeuge aus Verstecken beschossen, mit Maschinengewehren, Raketen oder Panzerf&auml;usten. Selbst gebaute Sprengfallen sind zur gr&ouml;&szlig;ten Bedrohung f&uuml;r Patrouillen geworden. Kanister gef&uuml;llt mit D&uuml;ngemittel und Diesel gegen deutsches Hightech. Vergangenen April starben sieben deutsche Soldaten innerhalb einer Woche, eine Z&auml;sur &ndash; seitdem nehmen deutsche Politiker das Wort Krieg in den Mund und sprechen von Gefallenen. Auch Krallmeisters Zug musste schon vier Verwundete in die Heimat zur&uuml;ckschicken, einen davon mit gebrochenem Wirbel. Ob er, Krallmeister, vorbereitet worden sei auf Kampf und Tod? &bdquo;Solche Gedanken lasse ich im Einsatz nicht zu&ldquo;, sagt er. Nur manchmal schleichen sich Bedenken ein &ndash; nach einem Angriff auf eine deutsche Patrouille, wenn Kameraden verletzt wurden, die man kennt, Freunde vielleicht. Dann muss der Kommandeur seinen Leuten die Wut ausreden, die sie in sich aufsteigen f&uuml;hlen. Sonst dr&uuml;ckt einer aus Versehen ab, aus Angst und Unsicherheit. Weil jeder Barttr&auml;ger ein Taliban sein k&ouml;nnte und jeder Benzinkanister eine Sprengfalle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/der-freund-im-ruecken\/v_print,3862452.html?p=\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So sinnvoll eine Reportage von der &ldquo;Front&rdquo; ist, so absurd ist die Behauptung, die Bundeswehr h&auml;tte nicht damit rechnen k&ouml;nnen, dass sich todesbereite Islamisten in die afghanische Armee rekrutieren lie&szlig;en. Ebenso wenig ist anzunehmen, dass die Taliban keine Spione in die afghanische Armee eingeschleust haben. Sollte die Bundeswehr tats&auml;chlich &uuml;berrascht sein, w&auml;re dies ein ungeheuerlicher Dilettantismus. Schlie&szlig;lich haben Vorf&auml;lle &auml;hnlicher Art haben gezeigt, wie effektiv eine solche Tarnung ist. Allein schon das &Uuml;berziehen einer Uniform ist ein <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Vier-US-Soldaten-brutal-getoetet-article210595.html\">bew&auml;hrtes Mittel der T&auml;uschung<\/a>.  Kurz nach dem Anschlag auf die deutschen Soldaten, haben als Soldaten verkleidete Attent&auml;ter in Dschalalabad <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article12601904\/Als-Soldaten-verkleidete-Taliban-richten-Blutbad-an.html\">ein Blutbad angerichtet<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Geradezu l&auml;cherlich ist die Aufmachung des Artikels: &ldquo;Der Freund im R&uuml;cken&rdquo;. Oder beim Spiegel: &ldquo;Der Kamerad, der zum Feind wird&rdquo;. Wir sind in einem Guerillakrieg, Tarnung und T&auml;uschung geh&ouml;ren zum Gesch&auml;ft. Im Nachhinein erkl&auml;rt jetzt der Verteidigungsminister zur Zusammenarbeit mit der afghanischen Armee: &bdquo;Allerdings birgt dieses Miteinander auch Risiken&ldquo;, aber hat er auch dazu beigetragen diese Risiken zu mindern? Vor allem aber, warum hat er noch nicht realisiert, dass der Afghanistaneinsatz an sich das eigentliche Risiko darstellt? Warum soll, weil die US-Regierung nicht ihr  Gesicht verlieren m&ouml;chte, ein deutscher Verteidigungsminister Leib und Leben deutscher Soldaten riskieren? Wann endlich hat Karl- Theodor zu Guttenberg, der zumindest theoretisch zu Afghanistan bestinformierte Politiker, das Einsehen, dass dieser Krieg aussichtslos ist? Gegen&uuml;ber diesen gro&szlig;en Versagen, sind Schummeleien in einer Dissertation Peanuts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Modell Sarah Palin<\/strong><br>\nDie Emp&ouml;rung all der vielen Leute, die in den Attacken auf den Plagiator Guttenberg nur den elit&auml;ren Versuch sehen, &ldquo;unseren besten Mann kaputt zu machen&rdquo;, ist f&uuml;r Guttenberg ein ungeheuer wertvolles politisches Kapital.<br>\nSarah Palin in den USA macht es vor, welche unglaublichen Erfolge man mit diesem anti-elit&auml;ren Ticket einfahren kann: Jeder Professor, der ihr Irrt&uuml;mer und Fehlschl&uuml;sse nachweist, jeder Journalist, der sie als ahnungslos und bescheuert und totalen Blindg&auml;nger entlarvt, macht sie nur st&auml;rker. Je massiver und anspruchsvoller die Kritik, desto klarer liegt f&uuml;r ihre Anh&auml;nger auf der Hand: Die da oben wollen sie nur fertig machen. Also halten wir da unten um so mehr zu ihr.<br>\nDieses anti-elit&auml;re Ticket ist jetzt f&uuml;r Guttenberg reserviert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verfassungsblog.de\/wenn-guttenberg-zurcktritt\/#comments\">Verfassungsblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lust an der Herabsetzung<\/strong><br>\nIn seinem Buch &ldquo;Die Panikmacher&rdquo; warnt Patrick Bahners vor hysterischem Alarmismus. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Staat, Gesellschaft, Glauben und Islam.<br>\nWenn nicht alles t&auml;uscht, dann bildet der Streit um den Islam die wichtigste Kontroverse der Gegenwart. Autoren wie Necla Kelek, Henryk Broder, Thilo Sarrazin oder Ralph Giordano warnen vor der Unterwanderung der Gesellschaft durch einen gut getarnten, nach Vorherrschaft strebenden Islam. Diese Religion sei so kriegerisch, dass ihre Gef&auml;hrlichkeit in der &Ouml;ffentlichkeit systematisch verkannt werde. Diese radikale Islamkritik hat prononcierten Widerspruch erfahren, zum Beispiel durch Patrick Bahners, den Feuilletonchef der &raquo;FAZ&laquo;. &raquo;Die Panikmacher. Die deutsche Angst vor dem Islam&laquo; hei&szlig;t sein Buch, das am 19. Februar im M&uuml;nchner C.H. Beck Verlag erscheint (300 Seiten, 19,95 Euro).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/08\/Interview-Bahners\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>England: Banken zu Kinderg&auml;rten<\/strong><br>\nAm Samstag mu&szlig;ten in Gro&szlig;britannien 35 Filialen der Barclays Bank vor&uuml;bergehend schlie&szlig;en. Sie wurden zum Ziel eines symbolischen &raquo;bail in&laquo;. Der Begriff bezeichnet die Beteiligung der Gl&auml;ubigerseite, also z.B. Kreditinstitute und Investmentfonds, an den Kosten eines Krisenmanagements bei Schuldnern in einer Unternehmenskrise. Bekanntlich erhielten britische Banken ja Milliardensummen staatlicher Gelder, um diese vor dem Ruin zu retten. Nun mu&szlig; die Bev&ouml;lkerung daf&uuml;r zahlen, etwa indem beispielsweise in Manchester alle &ouml;ffentlichen Toiletten und fast alle &ouml;ffentlichen B&auml;der geschlossen werden. Wie das auch von einigen Gewerkschaften unterst&uuml;tzte Netzwerk UK Uncut mitteilte, sollten durch das &raquo;bail in&laquo; Bankfilialen in Institutionen verwandelt werden, die notwendig sind, derzeit aber wegen sogenannter Sparma&szlig;nahmen geschlossen werden: also Bibliotheken, Gemeindezentren, Sporteinrichtungen und so weiter.<br>\nBarclays wurde als Ziel f&uuml;r diese Besetzungsaktionen ausgesucht, an denen sich im ganzen Land Tausende beteiligten. Die Bank hatte in der vergangenen Woche den Bonuspott f&uuml;r die Manager bekanntgegeben. Er ist 3,4 Milliarden Pfund schwer. Unternehmenschef Bob Diamond erh&auml;lt zus&auml;tzliche neun Millionen Pfund. Derselbe Bob Diamond erkl&auml;rte unl&auml;ngst, mit der Hetze gegen Banker m&uuml;sse endlich Schlu&szlig; sein, schlie&szlig;lich w&uuml;rden diese wichtige Aufgaben &uuml;bernehmen. F&uuml;r diese h&auml;tten sie auch eine gute Bezahlung verdient. Keine gute Bezahlung haben nach Auffassung der britischen Regierung Menschen mit Sozialhilfe verdient. Das Sozialhilfebudget f&uuml;r die &auml;rmsten Teile der Bev&ouml;lkerung soll im Laufe der n&auml;chsten vier Jahre um 5,5 Milliarden Pfund gek&uuml;rzt werden. Dies gab die Regierung am Freitag bekannt. Nach Angaben des Daily Mirror werden 1,7 Millionen Menschen durch diese Ma&szlig;nahmen &auml;rmer sein als zuvor. Ein wesentlicher Bestandteil der Reform ist es, Menschen zur Erwerbsarbeit zu zwingen. Insbesondere alleinerziehende Eltern sind davon betroffen. Erziehungsurlaub wird quasi abgeschafft. Der Arbeits- und Rentenminister Ian Duncan Smith ist der Auffassung, da&szlig; sich durch die Reformen Arbeit wieder lohnt. Sozialhilfe soll auf jeden Fall niedriger als die niedrigsten L&ouml;hne sein. Auch Wohnungsbeihilfen werden massiv gek&uuml;rzt. Gibt es ein freies Schlafzimmer in einer Wohnung, wird es zuk&uuml;nftig weniger Geld geben. Ist also zum Beispiel ein Kind ausgezogen, erhalten die Eltern weniger Hilfsmittel, obwohl die Miete gleich bleibt. Stirbt bei einem alten Ehepaar die Frau oder der Mann, wird entsprechend gek&uuml;rzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-21\/008.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bei der B&uuml;rgerschaftswahl in Hamburg entfielen&hellip;<\/strong>\n<ul>\n<li>&hellip; 43,0 Prozent aller m&ouml;glichen Stimmen auf niemanden.<\/li>\n<li>&hellip; 26,2 Prozent aller m&ouml;glichen Stimmen auf die SPD.<\/li>\n<li>&hellip; 11,9 Prozent aller m&ouml;glichen Stimmen auf die CDU.<\/li>\n<li>&hellip; 6,1 Prozent aller m&ouml;glichen Stimmen auf die Gr&uuml;nen\/GAL.<\/li>\n<li>&hellip; 3,6 Prozent aller m&ouml;glichen Stimmen auf die FDP.<\/li>\n<li>&hellip; 3,5 Prozent aller m&ouml;glichen Stimmen auf die LINKE.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das gr&ouml;&szlig;te Lager stellen die Nichtw&auml;hler &ndash; so gro&szlig; war dieses Lager in Hamburg noch nie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2011\/02\/de-omnibus-dubitandum.html\">Ad sinistram<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das alte Elend von Haiti<\/strong><br>\nWiederaufbau, Neuanfang, grundlegende Reformen &ndash; all das scheint viel zu hoch gegriffen. Viel wahrscheinlicher ist eine Zukunft als Flickwerk nach alter Manier. Wie soll man einen Staat st&auml;rken, dessen Funktionsweise strukturell v&ouml;llig mangelhaft ist und der dem Land eigentlich eher schadet? Und wie sollen Entwicklungsgelder je zum Ziel f&uuml;hren, wenn sie in den Kan&auml;len einer Klientelpolitik verschwinden, die das Fortbestehen der enormen Spaltung zwischen Arm und Reich garantiert? Wer wissen will, wie es um die haitianische Gesellschaft steht, muss beim Warten im blokus nur einen Blick aus dem Taxifenster werfen: blitzblanke, klimatisierte Allradautos mit get&ouml;nten Scheiben und Smartphones f&uuml;r einige wenige, barfu&szlig; laufen und Schubkarren f&uuml;r alle anderen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, &auml;ndert sich die Oberschicht des Landes &uuml;berhaupt nicht. Es ist, als h&auml;tte das Erdbeben zwar viele H&auml;user zerst&ouml;rt, aber die Fundamente der haitianischen Gesellschaft noch nicht einmal ersch&uuml;ttert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2011\/01\/14.mondeText.artikel,a0042.idx,11\">Le monde diplomatique<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Diamantengr&auml;ber von Mbuji-Mayi &ndash; Reise ins Herz des Kongo<\/strong><br>\nAuf rund eine Million sch&auml;tzt man heute die Zahl der creuseurs im Kongo. Meistens sind es M&auml;nner und Jungen, die in die Sch&auml;chte und Stollen steigen, sich unter die Erdoberfl&auml;che w&uuml;hlen, wo die weltweit gr&ouml;&szlig;ten Reserven an Kobalt, zehn Prozent der weltweiten Reserven an Kupfer und gigantische Diamantenvorkommen liegen. Frauen und M&auml;dchen schuften &uuml;ber der Erde, auf den wenigen Feldern, die inmitten der verseuchten Minen noch bewirtschaftet werden, oder am Eingang zu den alten Bergwerken, wo sie die Steinbrocken zersto&szlig;en, die die M&auml;nner herauswuchten. Dieses Millionenheer erwirtschaftet fast ein Jahrzehnt nach dem offiziellen Kriegsende immer noch den Gro&szlig;teil des kongolesischen Rohstoffexports. Es ern&auml;hrt mit den wenigen verdienten Dollars gut ein Sechstel der Bev&ouml;lkerung, zahlt Sch&uuml;rfgeb&uuml;hren und Steuern, wird mit illegalen Abgaben erpresst. Aber es gr&auml;bt weiter. Gr&auml;bt und gr&auml;bt und gr&auml;bt. Und tr&auml;umt vom gro&szlig;en Fund.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2011\/01\/14.mondeText.artikel,a0059.idx,20\">Le monde diplomatique<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &bdquo;Lasciate ogni speranza, voi ch&rsquo; entrate!&ldquo; (Lasst jede Hoffnung, wenn ihr eingetreten) lautet die Inschrift auf dem Tor zur H&ouml;lle, im dritten Gesang von Dantes &ldquo;G&ouml;ttlicher Kom&ouml;die&rdquo;. Wer k&ouml;nnte heute Wege benennen, wie wir den Menschen auf Haiti oder im Kongo helfen k&ouml;nnten? Sollte, k&ouml;nnte man Haiti zum Protektorat der UNO erkl&auml;ren &ndash; Kosovo und Bosnien lassen gr&uuml;&szlig;en. Die Aufforderung, dass westliche Konzerne und H&auml;ndler ihre Zulieferer aus dem Kongo benennen sollten, verhallt ungeh&ouml;rt. Und selbst wenn der Druck auf einige Profiteure etwas bewirken w&uuml;rde, es spr&auml;ngen sofort andere ein. Chinesische Unternehmen zeichnen sich auch nicht gerade durch Skrupel aus &ndash; <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/antwort-aus-gewehrlaeufen\/-\/1472596\/4760156\/-\/index.html\">in Sambia schossen chinesische Manager auf demonstrierende Minenarbeiter<\/a>.<br>\nVielleicht sehe ich die Situation zu trostlos, aber anscheinend gibt es H&ouml;llen, aus denen wir, Regierungen, Medien, die Zivilgesellschaft, nur in Einzelf&auml;llen unsere Mitmenschen befreien k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Der Guttenberg-Song &ndash; Ich hab alles nur &hellip;<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/de.news.yahoo.com\/31\/20110221\/video\/vde-hier-der-guttenberg-song-ich-hab-all-e260255.html\">Yahoo News<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=69tl7dOD2fM\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Hartz-IV-Kompromiss; Pleitebanken treiben Staatsschulden auf zwei Billionen Euro; Zusch&uuml;sse f&uuml;r Leiharbeiter drastisch gestiegen; Mythos Fachkr&auml;ftemangel &ndash; Bundesregierung bleibt Beweise schuldig; Schulische und berufliche Qualifikation junger M&uuml;tter; Markterkundungsverfahren f&uuml;r das Uniklinikum Schleswig-Holstein; Lobbyisten im Amt; Milliardenstrafe gegen Chevron; Nebenbei eine Razzia im Parteib&uuml;ro; Revolutionen in der arabischen Welt; Bundeswehr in<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8413\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8413","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8413","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8413"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8413\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8416,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8413\/revisions\/8416"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8413"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8413"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8413"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}