{"id":84131,"date":"2022-05-24T08:35:59","date_gmt":"2022-05-24T06:35:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131"},"modified":"2022-05-24T08:35:59","modified_gmt":"2022-05-24T06:35:59","slug":"hinweise-des-tages-4116","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h01\">Weltwirtschaftsforum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h02\">Droht uns eine Lohn-Preis-Spirale?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h03\">Meine Flucht aus Mariupol nach Russland: Drei Wochen Kreuzfeuer, eine Woche Odyssee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h04\">Das Reisemandat der Afrikanischen Union<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h05\">Warum der Westen den Dialog zwischen Moskau und Kiew nicht unterst&uuml;tzen m&ouml;chte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h06\">T&uuml;rkei: Der andere V&ouml;lkerrechtsbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h07\">Die vom Bundesverfassungsgericht best&auml;tigte &bdquo;einrichtungsbezogene Impfpflicht&ldquo;: Ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber l&ouml;chrige Gesetzgebung und Umsetzungsdurcheinander<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h08\">Lernen aus der Covid-19-Pandemie?! Schlussfolgerungen f&uuml;r das Sozial-, Bildungs- und Erziehungswesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h09\">Impfzertifikat l&auml;uft ab &ndash; Was hei&szlig;t das f&uuml;r Urlaubsreisen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h10\">Affenpocken treffen unsere Regierenden nicht unvorbereitet: Ausbruch wurde schon 2021 ge&uuml;bt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h11\">BMI macht Accenture zum Generalunternehmer f&uuml;r Polizei 2020<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h12\">EU-Plan zum Kampf gegen Kindesmissbrauch: Messenger&uuml;berwachung d&uuml;rfte an Deutschland scheitern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h13\">Malochen, bis der Arzt kommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h14\">Der Streit um Teslas Gigafactory<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h15\">Wisslers B&auml;rendienst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84131#h16\">Julian Assange stirbt einen Tod in Raten: Wo ist die mediale Emp&ouml;rung?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Weltwirtschaftsforum<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wenn Habeck staatstragende Dinge sagt<\/strong><br>\nAnders als vor zwei Jahren ist der Gr&uuml;nen-Politiker diesmal nicht mehr der Kritiker von der Seitenlinie, sondern derjenige, der in vier, f&uuml;nf Minuten Redezeit die Energiepolitik der Bundesregierung und die Reaktion auf Putins Krieg erkl&auml;ren muss. (&hellip;)<br>\nIn vier, f&uuml;nf Minuten Redezeit die Energiepolitik der neuen Bundesregierung und die Reaktion auf Putins Krieg zu erkl&auml;ren, das ist jetzt seine Aufgabe. Also erkl&auml;rt Habeck: &ldquo;Wir wollen nicht nur von russischen fossilen Brennstoffen unabh&auml;ngig werden, sondern von fossilen Brennstoffen insgesamt.&rdquo; Er spie&szlig;t den Ruf der Deutschen auf, f&uuml;r die Planung komplexer Dinge sehr lange zu brauchen. &ldquo;Was fr&uuml;her Jahrzehnte gedauert hat, machen wir jetzt in ein paar Monaten&rdquo;, sagt Habeck mit Blick auf neue Fl&uuml;ssigerdgas-Terminals.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/habeck-davos-weltwirtschaftsforum-1.5590240\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Superminister Habeck folgt den widerspr&uuml;chlichen Angaben der Agenda 2030. Das 7. Ziel lautet <a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/agenda-2030\/sdg-7\">Bezahlbare und saubere Energie<\/a>. Das klingt gut. Aber weiter ist z.B. auch zu lesen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Dem geplanten Ausbau von Kohlekraft in einigen L&auml;ndern muss entgegengewirkt werden mit dem konsequenten und verst&auml;rkten Ausbau von erneuerbaren Energien, erh&ouml;hter Energieeffizienz, Netz- und Speicherausbau sowie perspektivisch durch &ldquo;gr&uuml;ne&rdquo; Kraftstoffe.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Auch das klingt zun&auml;chst gut, aber die Realisierung ist in den n&auml;chsten Jahren ziemlich unwahrscheinlich. Gr&uuml;ne Fantasien und Ideologien k&ouml;nnen nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass es hierzulande entweder weniger oder\/und erheblich teurere Energie geben wird, wenn auf russisches Gas und &Ouml;l zu bisherigen Konditionen verzichtet wird.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Die perfekte Ausgangslage f&uuml;r einen Atom-Blackout in Frankreich<\/strong><br>\nZu den sich ausweitenden Korrosionsproblemen kommt schon im Mai die erwartete Knappheit von K&uuml;hlwasser hinzu, was zeigt, dass sich Klimawandel und Atomkraft nicht vertragen<br>\nDie Lage im Atomstaat Frankreich spitzt sich dramatischer zu. Was als &ldquo;Katastrophe in der Stromversorgung&rdquo; erwartet wurde, nimmt nun immer deutlichere Konturen an. Ohnehin hatte niemand, der oder die sich einigerma&szlig;en ernsthaft mit der Lage im Atomstromland besch&auml;ftigt hatte, dem staatlichen Energiekonzern EDF die sehr positiven Prognosen f&uuml;r die Stromerzeugung &ndash; trotz des altersschwachen Atomparks &ndash; f&uuml;r das laufende Jahr abgenommen.<br>\nDie konnte auch die EDF nicht l&auml;nger vertreten. Der Konzern, der sich zu 85 Prozent in Staatshand befindet, musste am Donnerstag erneut eine eigene absurde Prognose kassieren. Dabei war das Produktionsziel schon im Februar f&uuml;r das Jahr 2022 auf ein neues Rekordtief von 295 bis 315 Terawattstunden (Twh) gesenkt worden, wof&uuml;r verl&auml;ngerte Sicherheitsinspektionen in den Atommeilern verantwortlich gemacht wurden.<br>\nZuvor war man sogar noch von einem Erzeugungsziel von 300 bis 330 TWh ausgegangen. W&auml;hrend man die Halbwertszeiten bei Verfall von radioaktiven Stoffen kennt, nimmt die Halbwertszeit der EDF-Prognosen derweil immer schneller ab. Nun erwartet der Energieriese nur noch eine Produktion zwischen 280 bis 300 Twh im laufenden Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-perfekte-Ausgangslage-fuer-einen-Atom-Blackout-in-Frankreich-7102165.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Nobel geht die Welt zugrunde<\/strong><br>\nSie wird immer gr&ouml;&szlig;er: die Kluft zwischen Arm und Reich. W&auml;hrend Konzerne und Milliard&auml;re seit Beginn der Coronapandemie Rekordgewinn um Rekordgewinn verbuchen, k&ouml;nnten allein in diesem Jahr mehr als eine Viertelmilliarde Menschen zus&auml;tzlich verarmen. Zu diesem Ergebnis kommt die Organisation Oxfam in ihrem Bericht zu den Profiteuren der globalen Krisen, den sie zu Beginn der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos am Montag vorgestellt hat.<br>\nLaut Oxfam haben vor allem Pandemie, Klimakrise und auch die wegen des Ukraine-Kriegs steigenden Preise f&uuml;r Energie und Lebensmittel die Situation versch&auml;rft. So habe es im M&auml;rz den gr&ouml;&szlig;ten Sprung der Lebensmittelkosten seit Beginn der &shy;Aufzeichnungen der Vereinten Nationen im Jahr 1990 gegeben. Rund 260 Millionen Menschen k&ouml;nnten 2022 deshalb in die extreme Armut st&uuml;rzen. Auch die Ungleichheit zwischen Staaten versch&auml;rft sich. Mehr als jedes zweite &raquo;einkommensschwache&laquo; Land k&ouml;nne seine Schulden bald nicht mehr zur&uuml;ckzahlen, so der Bericht. Eine der Folgen dieser Krisen: Die weltweite Zahl der Vertriebenen ist erstmals auf mehr als 100 Millionen angestiegen, berichtete das UN-Fl&uuml;chtlingshilfswerk am Montag. &raquo;Es ist ein Rekord, den es niemals h&auml;tte geben d&uuml;rfen&laquo;, sagte der UN-Hochkommissar f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge, Filippo Grandi.<br>\nIm Lager der Besitzenden k&ouml;nnte die Stimmung dagegen nicht besser sein: Seit 2020 ist die Zahl der Milliard&auml;re um mehr als 570 auf 2.668 gewachsen. Zusammen verf&uuml;gen sie &uuml;ber ein Verm&ouml;gen von 12,7 Billionen US-Dollar, was 13,9 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung entspricht. Besonders lukrativ erweist sich in letzter Zeit das Pharmagesch&auml;ft. Hier machen Konzerne mit Impfstoffen einen Gewinn von &uuml;ber 1.000 US-Dollar pro Sekunde, so die Oxfam-Untersuchung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427086.soziale-ungleichheit-nobel-geht-die-welt-zugrunde.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Droht uns eine Lohn-Preis-Spirale?<\/strong><br>\nDie realen Einkommen der Deutschen werden dieser Tage arg gebeutelt. Nun platzen in das Ringen um die richtige Wirtschaftspolitik Warnungen vor einer Lohn-Preis-Spirale. Wie plausibel ist das?<br>\nWie weiter mit der Inflation? Das ist die Frage, die die Bundesregierung momentan umtreibt. Preissteigerungen sind und bleiben zun&auml;chst ein verteilungspolitisches Problem: Sie setzen derzeit vor allem der &auml;rmeren und mittleren Schicht der Gesellschaft zu, w&auml;hrend die Profiteure &ndash; allen voran die gro&szlig;en &Ouml;lkonzerne und Rohstoffproduzenten &ndash; haupts&auml;chlich im Ausland sitzen und der Binnenwirtschaft die Nachfrage entziehen.<br>\nDass die realen Einkommen weiter Teile der Bev&ouml;lkerung in diesen Tagen arg gebeutelt werden, steht au&szlig;er Frage. Deshalb wird die Politik handeln m&uuml;ssen. Inmitten der Diskussion um die richtige wirtschaftspolitische Antwort mehren sich derzeit die Warnungen einer Lohn-Preis-Spirale. Doch wie viel Substanz haben diese Warnungen? Wo sind sie &uuml;berzogen und wo muss man aufpassen? Um die Lage solide zu beurteilen, braucht es ein Grundverst&auml;ndnis der Mechanismen, die in dieser Frage eine Rolle spielen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/17-2022\/wie-akut-ist-die-lohn-preis-spirale\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Meine Flucht aus Mariupol nach Russland: Drei Wochen Kreuzfeuer, eine Woche Odyssee<\/strong><br>\nUkraine-Krieg Wie ich die Schlacht um Mariupol erlebte, warum ich auf die Krim fl&uuml;chtete &ndash; und was ich von manchen westlichen Medien halte [&hellip;]<br>\nWie derweil im Ausland &uuml;ber all das berichtet wurde, erfuhr ich im Nachhinein von Freunden in Deutschland. Zu dem Geschehen in der Geburtsklinik und im Schauspielhaus, die so oft in den Nachrichten waren, kann ich nichts sagen. Ich wei&szlig; davon auch nur aus zweiter Hand. Zwei Dinge will ich aber kommentieren.<br>\nErstens sagten mir meine Freunde nach meiner Ankunft, dass in deutschen Medien genau ab dem Zeitpunkt unserer Flucht &ndash; etwa im Spiegel am 22. M&auml;rz &ndash; verbreitet wurde, Russland &bdquo;verschleppe&ldquo; systematisch Menschen aus Mariupol. Das h&ouml;rte ich zum ersten Mal. Ich habe auf meiner Flucht von so etwas keine Spur gesehen und weder Zwang noch Gewalt erlebt. Auch sp&auml;ter nachgekommene Nachbarn haben nichts dergleichen berichtet.<br>\nAnders als wohl nach Westen k&ouml;nnen Richtung Osten auch M&auml;nner im kampff&auml;higen Alter dem Krieg entkommen und bei ihren Familien bleiben. Nat&uuml;rlich h&auml;tte ich mir gew&uuml;nscht, dass das schneller geht. Aber dass diese M&auml;nner so gr&uuml;ndlich &uuml;berpr&uuml;ft werden, finde ich in der gegebenen Lage nachvollziehbar. Unverantwortlich ist es hingegen, daraus solche Horror-Meldungen zu machen. Hat die Stadtverwaltung das tats&auml;chlich so gesagt, wie es behauptet wird? Dann hat sie vielleicht Menschen davon abgebracht, sich in Sicherheit zu bringen. Kurz nach unserer Flucht begannen ja schwere K&auml;mpfe.<br>\nZweitens m&ouml;chte ich etwas dazu sagen, wie die K&auml;mpfe um Mariupol anscheinend in Ihren Medien dargestellt werden. Sie werden mir glauben, dass ich lieber keine &bdquo;Milit&auml;roperation&ldquo; rund um meine Wohnung gehabt h&auml;tte. Aber es wurden nicht einfach wahllos Wohnviertel &bdquo;bombardiert&ldquo;. Es fanden K&auml;mpfe statt, und wir sa&szlig;en im Kreuzfeuer. Im Nachbarhaus, das mehrfach getroffen wurde, habe ich Mitte M&auml;rz f&uuml;nf oder sechs ukrainische Soldaten gesehen. Sie forderten die Bewohner der oberen Stockwerke zum Ausziehen auf und brachten Waffen hoch. Jetzt bekam ich erst recht Angst. Milit&auml;risch war das vielleicht sinnvoll, aber so wurde dieses Haus zum Ziel &ndash; und seine Umgebung, also wir. Denn die Artillerie, das musste ich im M&auml;rz 2022 lernen, trifft nicht sehr genau.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/dem-horror-entflohen-bericht-von-einer-die-mariupol-entkam\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Reisemandat der Afrikanischen Union<\/strong><br>\nAuf seiner ersten Afrikareise im Amt sucht Kanzler Olaf Scholz zwei einflussreiche afrikanische Staaten gegen Russland in Stellung zu bringen. Senegal, wo Scholz am Sonntag Gespr&auml;che f&uuml;hrte, und S&uuml;dafrika, wo er sich heute aufh&auml;lt, weigern sich wie die anderen L&auml;nder des Kontinents bislang strikt, den Westen in seinem Machtkampf gegen Russland zu unterst&uuml;tzen &ndash; etwa durch die &Uuml;bernahme von dessen Sanktionen. &Ouml;ffentliche Appelle europ&auml;ischer Botschafter und hochrangiger US-Regierungspolitiker wie der Staatssekret&auml;rin im US-Au&szlig;enministerium Victoria Nuland sind bisher ebenso fehlgeschlagen wie die Drohung, denjenigen Staaten, die sich nicht von Russland distanzieren, Entwicklungsmittel zu k&uuml;rzen. Scholz versucht es nun mit Zuckerbrot statt Peitsche und wirbt f&uuml;r Kooperation unter &bdquo;Demokratien&ldquo;. S&uuml;dafrika gilt als wichtige Regionalmacht; Senegal hat zur Zeit den Vorsitz in der Afrikanischen Union (AU). Senegals Pr&auml;sident Macky Sall hat am Sonntag in Scholz&rsquo; Anwesenheit bekanntgegeben, er werde schon in K&uuml;rze zu Verhandlungen nach Moskau reisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8929\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Warum der Westen den Dialog zwischen Moskau und Kiew nicht unterst&uuml;tzen m&ouml;chte<\/strong><br>\nDie ukrainische Delegation ist nicht unabh&auml;ngig in ihren Verhandlungen mit Russland, weil sie von den USA und Gro&szlig;britannien &ldquo;gef&uuml;hrt&rdquo; wird, sagte der russische Au&szlig;enminister Sergei Lawrow. Gleichzeitig betonte er, dass sich der Westen zum Ziel gesetzt habe, Russland zu besiegen. Deshalb sei es sinnlos, den Dialog auf die Ebene von Washington und London zu verlagern, zumal diese keine Vorschl&auml;ge unterbreiteten. Vielmehr ist die Ukraine selbst f&uuml;r sie &ldquo;Verbrauchsmaterial&rdquo;, was durch ihre mangelnde Bereitschaft, Kiew irgendwelche Garantien zu geben, belegt wird. Seinerseits erkl&auml;rte der stellvertretende russische Au&szlig;enminister Andrei Rudenko, die Ukraine habe sich faktisch aus dem Verhandlungsprozess zur&uuml;ckgezogen. Dies best&auml;tigte auch Michail Podoljak, Berater des Leiters des ukrainischen Pr&auml;sidialamtes. Die Experten wiesen darauf hin, der Westen sei nicht an einem Dialog zwischen Kiew und Moskau interessiert, da dies nicht seiner Politik der Schw&auml;chung Russlands entspreche.<br>\nDie Ukraine vertritt in ihren Verhandlungen mit Russland &uuml;ber keine unabh&auml;ngige Position, weil sie als Untergebener der USA und des Vereinigten K&ouml;nigreichs agiert. Dar&uuml;ber sprach der russische Au&szlig;enminister Sergei Lawrow am 17. Mai auf dem Bildungsmarathon &ldquo;New Horizons&rdquo;.<br>\n&ldquo;Wir erhalten &uuml;ber verschiedene Kan&auml;le die Information, dass die ukrainischen Gespr&auml;chspartner von Washington und insbesondere von London &lsquo;gef&uuml;hrt&rsquo; werden, die ihren Handlungsspielraum regulieren&rdquo;, sagte er.<br>\nEin Beweis daf&uuml;r sei der abrupte Standpunktwechsel der ukrainischen Seite nach den Gespr&auml;chen in Istanbul, bei denen Russland zum ersten Mal nach allen bisherigen Begegnungen ein &ldquo;Papier&rdquo; &uuml;berreicht worden war, das Grunds&auml;tze enthielt, &ldquo;auf deren Grundlage die russische Seite bereit war, das Abkommen weiter auszuarbeiten&rdquo;.<br>\n&ldquo;Buchst&auml;blich einen Tag sp&auml;ter machte die ukrainische Seite einen R&uuml;ckzieher. Im Vorfeld kam es zur Provokation durch die inszenierte Situation in der Stadt Butscha. Der Westen forderte unmittelbar nach Butscha eine Untersuchung, verh&auml;ngte aber noch vor der Untersuchung ein weiteres Sanktionspaket. Eindeutig war dies ein Indiz, dass der ukrainische Dilettantismus, der sich darin zeigte, uns akzeptable Grunds&auml;tze f&uuml;r die Erzielung von Vereinbarungen zu geben, im Westen nicht unterst&uuml;tzt wurde&rdquo;, erkl&auml;rte der Minister.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rtde.website\/europa\/139034-warum-westen-dialog-zwischen-moskau\/\">Polina Duchanowa, Alojena Medwedewa und Alexei Latischew in RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bundeskanzler Scholz scheint die Worte seiner Fernsehansprache zum 08. Mai 2022 mit den USA abgestimmt zu haben. &Auml;hnlich der US-Au&szlig;enbeauftragte Christina Quinn <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83648\">sagte er<\/a>: &ldquo;Klar ist aber: Einen russischen Diktatfrieden soll es nicht geben. Den werden die Ukrainerinnen und Ukrainer nicht akzeptieren &ndash; und wir auch nicht.&rdquo; Der deutsche Regierungschef ist offensichtlich nicht souver&auml;n, seine eigenen Worte zu benutzen. Zu bef&uuml;rchten ist, dass auch seine politische Richtlinienkompetenz (immerhin Art. 65 GG) Vorgaben aus Washington folgt.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Der Ukraine-Krieg &ndash; was vorher geschah<\/strong><br>\nRusslands Einmarsch in die Ukraine als Bruch des V&ouml;lkerrechts, als Zeitenwende. Die Begriffe sind vielf&auml;ltig. Wir haben die Vorgeschichte des aktuellen Krieges mehrfach thematisiert und erg&auml;nzen unsere Berichterstattung mit der Ver&ouml;ffentlichung eines Vortrags zur Vorgeschichte des Krieges.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/der-ukraine-krieg-was-vorher-geschah\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>T&uuml;rkei: Der andere V&ouml;lkerrechtsbruch<\/strong><br>\nW&auml;hrend der v&ouml;lkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands in der Ukraine scharf kritisiert wird, findet das t&uuml;rkische Vorgehen im Nordirak kaum eine Erw&auml;hnung. Dabei berichtet der Tagesspiegel (via Bpb-Newsletter) nun &uuml;ber ein Gutachten, das zu dem Ergebnis gelangt, auch die Handlungen der T&uuml;rkei w&uuml;rden gegen das V&ouml;lkerrecht versto&szlig;en: &bdquo;Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages kommt in einem neuen Gutachten zu dem Schluss, dass der j&uuml;ngste t&uuml;rkische Einmarsch im Irak zur Bek&auml;mpfung der Terrororganisation PKK v&ouml;lkerrechtlich kaum zu rechtfertigen ist. [&hellip;] Die T&uuml;rkei hatte vor einem Monat mit einem neuen Einmarsch im Nordirak begonnen. Sie setzt Kampfflugzeuge, Drohnen, Artillerie und Bodentruppen ein, um Nachschubwege und Munitionslager der PKK zu zerst&ouml;ren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2022\/05\/23\/tuerkei-der-andere-voelkerrechtsbruch\/\">Informationsstelle Militarisierung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wo bleiben insbesondere der moralische Aufschrei der Gr&uuml;nen sowie deren Bundesau&szlig;enministerin und die Forderung nach Sanktionen? Die Doppelmoral der Bundestagsmehrheit wird auch hierdurch deutlich &ndash; vom Krieg in Jemen und der Rolle Katars dabei ganz zu schweigen. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82168\">Der gr&uuml;ne B&uuml;ckling<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62134\">Das T&ouml;ten im Jemen geht weiter &ndash; und Deutschland liefert Waffen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35614\">Wie der Jemen dank westlicher Unterst&uuml;tzung weiterhin in Schutt und Asche gelegt wird.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die vom Bundesverfassungsgericht best&auml;tigte &bdquo;einrichtungsbezogene Impfpflicht&ldquo;: Ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber l&ouml;chrige Gesetzgebung und Umsetzungsdurcheinander<\/strong><br>\nImmer dieser Konjunktiv &ndash; der hier aber eine ganz eigene und kritikw&uuml;rdige Bedeutung hat. Denn das Gesetz ist derma&szlig;en l&ouml;chrig gestrickt worden, dass ein Nicht-Geimpfter je nach Wohnort entweder sofort ohne weiteres Lohneinkommen &bdquo;freigestellt&ldquo; werden kann, in anderen Regionen hingegen signalisierten die Beh&ouml;rden, die eigentlich f&uuml;r die Einhaltung des Gesetzes zust&auml;ndig sind, dass bei ihnen die Kartoffel nicht so hei&szlig; gegessen werde, wie sie gekocht wurde, noch nicht einmal lauwarm, weil man die mehr oder weniger eindeutig beschriebene Konsequenz der Nicht-Impfung vor Ort aussetzen werde. Wie erkl&auml;rt man den einen, dass sie mit einem Berufsverbot konfrontiert werden (weil sie zuf&auml;lligerweise in einer Region leben, in der vielleicht die Zahl der Impfverweigerer niedrig und die zust&auml;ndigen Gesundheits&auml;mter hinsichtlich der Sanktionierung handlungsf&auml;hig und -willig sind), w&auml;hrend zahlreiche Impfverweigerer in anderen Regionen unseres Landes sogar von &bdquo;h&ouml;herer Stelle&ldquo; gesch&uuml;tzt und damit in ihrer Verweigerungshaltung best&auml;rkt werden? Die wahrscheinlich noch nicht einmal mit einem Bu&szlig;geld belangt werden? Eine eben nicht nur fragw&uuml;rdige, sondern eine die Autorit&auml;t des Gesetzgebers delegitimierende Umsetzungsheterogenit&auml;t zeichnet sich vor unseren Augen ab. Und vielleicht sollten die Verantwortlichen mal &uuml;berschl&auml;gig kalkulieren, welche teilweise grotesken Folgen sie vor Ort damit anrichten, wie viele sinnlose Abstimmungsrunden, Planungsgespr&auml;che und frustrierende Dauerschleifen bei der Erstellung von Dienstpl&auml;nen sie produzieren. Wenn aber, wie manche hochrangige Politiker behaupten, alles gar kein wirkliches Problem ist, weil die ganz gro&szlig;e Mehrheit der Betroffenen geimpft oder genesen ist, muss man dann einem so besonders scharfen Schwert wie der einrichtungsbezogenen Impfpflicht festhalten und diese &ndash; m&ouml;glicherweise &ndash; hinsichtlich der massiven Folgen im Einzelfall auch exekutieren mit erheblichem Aufwand? K&ouml;nnte man dann nicht entspannt verzichten?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/05\/22\/kritik-der-einrichtungsbezogenen-impfpflicht\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Pflegebonus&ldquo;: Klappe, die n&auml;chste. Sie haben es schon wieder getan. Aber (vielleicht) gut gemeint kann auch schlecht gemacht zur Folge haben<\/strong><br>\nSchauen wir noch einmal zur&uuml;ck in das Jahr 2020: Im Fr&uuml;hjahr kam die Corona-Pandemie &uuml;ber uns und viele andere L&auml;nder. In den Kliniken und Pflegeheimen an vielen Orten liefen Katastrophen ab und das Personal war gerade in dieser alle schockartig verunsichernden ersten Corona-Welle extrem belastet. Und massiven Risiken ausgesetzt. Unser Nachbarland Frankreich wurde hart getroffen von der Corona-Pandemie und wie in anderen L&auml;ndern auch wurden die vor Corona produzierten M&auml;ngel des Gesundheitssystems schmerzhaft erfahrbar. Gerade in Frankreich gab es lange vor der aktuellen Corona-Krise eine intensive Debatte und auch zahlreiche Proteste gegen die Sparma&szlig;nahmen und den Abbau von Kapazit&auml;ten beispielsweise in den Krankenh&auml;usern. Der franz&ouml;sische Gesundheitsminister hatte im Mai 2020 eine abgabenbefreite Pr&auml;mie f&uuml;r die Pflegekr&auml;fte angek&uuml;ndigt, &bdquo;um das unerl&auml;ssliche Engagement w&auml;hrend der Krise anzuerkennen&ldquo;. Bereits im Juni zahlte die franz&ouml;sische Regierung eine 1.5000 Euro-Pr&auml;mie an das medizinische Personal in den 40 am h&auml;rtesten betroffenen D&eacute;partemts aus. In den 61 &uuml;brigen D&eacute;partements 1.000 Euro. Neben der Einmal-Zahlung gab es eine dauerhafte Verbesserung f&uuml;r &Auml;rzte und Pflegekr&auml;fte bis hin zu den Hilfskr&auml;ften: im Schnitt wurden die L&ouml;hne um 183 Euro pro Monat erh&ouml;ht. Wobei man korrekterweise anmerken muss: In der Hochphase der Corona-Krise hatte Gesundheitsminister Olivier V&eacute;ran wiederholt eingestanden, dass die Geh&auml;lter f&uuml;r Pflegekr&auml;fte in Frankreich um 300 Euro unter dem europ&auml;ischen Durchschnitt liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/05\/19\/pflegebonus-teil-drei\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lernen aus der Covid-19-Pandemie?! Schlussfolgerungen f&uuml;r das Sozial-, Bildungs- und Erziehungswesen<\/strong><br>\nSchon der erste Lockdown zeigte, dass trotz eines hohen Lebens- und Sozialstandards und entgegen allen Beteuerungen, die Bundesrepublik sei eine klassenlose Gesellschaft mit gesichertem Wohlstand f&uuml;r alle, ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung nicht einmal f&uuml;r wenige Wochen ohne die ungeschm&auml;lerten Regeleink&uuml;nfte auskommt.<br>\nPl&ouml;tzlich riefen infolgedessen selbst viele Menschen nach dem Staat, die ihn fr&uuml;her &raquo;verschlanken&laquo; wollten und den Markt als Regulierungsmechanismus vorgezogen hatten. Daraus wurden aber nur insofern Schlussfolgerungen gezogen, als der Staat gro&szlig;fl&auml;chige &raquo;Rettungsschirme&laquo; f&uuml;r Unternehmen aufspannte und einzelnen Personengruppen finanzielle Hilfen gew&auml;hrte. Ebenfalls dringend erforderliche Ma&szlig;nahmen der Umverteilung von oben nach unten blieben indes aus, obwohl ganz Reiche w&auml;hrend der Covid-19-Pandemie noch reicher, die Armen jedoch zahlreicher geworden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/lernen-aus-der-covid-19-pandemie-schlussfolgerungen-fuer-das-sozial-bildungs-und-erziehungswesen--2411.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Impfzertifikat l&auml;uft ab &ndash; Was hei&szlig;t das f&uuml;r Urlaubsreisen?<\/strong><br>\nDie ersten Impfzertifikate d&uuml;rften bereits gegen Ende des zweiten Quartals 2022, also im Juni ablaufen. Im Netz schildern einige Nutzerinnen und Nutzer, dass ihre Corona-Warnapp sie bereits auf das bevorstehende Ablaufdatum aufmerksam gemacht habe. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts muss in diesem Fall zun&auml;chst nichts unternommen werden. Noch vor Ablauf der Zertifikate werde ein Update der App zur Verf&uuml;gung stehen &ndash; dort kann der Nachweis mit wenigen Klicks aufgefrischt werden.<br>\nZuvor steht noch eine einheitliche europ&auml;ische L&ouml;sung aus: Das EU-Parlament will mit den Mitgliedstaaten &uuml;ber eine Verl&auml;ngerung des Impfzertifikats verhandeln. Anfang Mai stimmte bereits die Mehrheit der Abgeordneten daf&uuml;r, sich f&uuml;r eine Verl&auml;ngerung des EU-Impfzertifikats bis Juni 2023 einzusetzen.<br>\nWer bereits die Grundimmunisierung sowie einen Booster erhalten hat, kann sich entspannt zur&uuml;cklehnen: Das Zertifikat f&uuml;r eine Auffrischimpfung ist derzeit EU-weit unbefristet g&uuml;ltig. Anders sieht es bei Menschen aus, die noch keinen Booster erhalten haben oder ihren Genesenen-Status geltend machen wollen.<br>\nNach Abschluss der Grundimmunisierung (zum Beispiel nach der 1. und 2. Impfung mit einem Vakzin von Pfizer\/Biontech oder einer Impfung mit dem Vakzin von Johnson&amp;Johnson) gilt das digitale Impfzertifikat bei Reisen EU-weit 270 Tage lang. Nach Ablauf dieser neun Monate erlischt der Impfschutz. Betroffene m&uuml;ssen sich dann um eine Auffrischungsimpfung k&uuml;mmern, um weiterhin als geimpft zu gelten.<br>\nAndernfalls sind sie verpflichtet, bei der Einreise einen negativen Test vorzulegen. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnten sie bei der Ankunft aus besonders betroffenen Gebieten verpflichtet werden, sich in Quarant&auml;ne zu begeben.<br>\n28 Tage nach einem positiven PCR-Test gelten Bundesb&uuml;rger als genesen, sie erhalten dann ein sogenanntes Genesenenzertifikat. Solche Zertifikate sind seit Januar 2022 in Deutschland sowie bei der Einreise in die Bundesrepublik nur noch 90 Tage lang g&uuml;ltig. Nach Ablauf der drei Monate m&uuml;ssen sich Betroffene um eine Impfung k&uuml;mmern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/corona-impfzertifikat-laeuft-ab-was-tun-bei-einreise-im-urlaub,T6MEjWg\">BR24<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Beitrag m&ouml;chte gerne n&uuml;tzliche Tipps geben, offenbart aber ungewollt, dass der Corona-Ausnahmezustand weiter gilt. Und er offenbart die tiefgehenden Kontroll- und &Uuml;berwachungsm&ouml;glichkeiten, die sich &uuml;ber die digitalen Gesundheitsp&auml;sse er&ouml;ffnen, wenn die Impfzertifikate jederzeit au&szlig;er Kraft gesetzt werden k&ouml;nnen und die B&uuml;rger sich den staatlichen Vorgaben einer weiteren G&uuml;ltigkeit, etwa einer vierten, f&uuml;nften usw. Impfung, unterwerfen m&uuml;ssen, um sich innerhalb der EU &uuml;berhaupt frei bewegen zu d&uuml;rfen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Affenpocken treffen unsere Regierenden nicht unvorbereitet: Ausbruch wurde schon 2021 ge&uuml;bt<\/strong><br>\nDie globale Gesundheitspolitik, eine &ouml;ffentlich private Partnerschaft aus Pharmafirmen, reichen Stiftungen, den wichtigsten Regierungen und der WHO, &uuml;berl&auml;sst nichts dem Zufall. Der Ausbruch der Affenpocken, der momentan die Schlagzeilen bestimmt, wurde schon im M&auml;rz 2021 auf der M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz als Schreibtisch&uuml;bung geprobt.<br>\nIm September 2021 wurde ein Bericht &uuml;ber die &Uuml;bung als Brosch&uuml;re ver&ouml;ffentlicht. Titel: &bdquo;Strengthening Global Systems<br>\nto Prevent and Respond to High-Consequence Biological Threats. Untertitel: Results from the 2021 Tabletop Exercise Conducted in Partnership with the Munich Security Conference&ldquo;.<br>\nDie Liste der teilnehmenden Organisationen und Personen &uuml;berschneidet sich teilweise mit der von Event 201. Das war die &Uuml;bung von Oktober 2019, bei der unter anderem geprobt wurde, wie man daf&uuml;r sorgt, dass w&auml;hrend einer covid-artigen pandemischen Atemwegserkrankung nur noch die offiziellen Sichtweisen und Informationen den allergr&ouml;&szlig;ten Teil des Publikums erreichen. Das war sehr n&uuml;tzlich und hat w&auml;hrend der Corona-Zeit sehr gut funktioniert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/macht-kontrolle\/affenpockenuebung\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p>dazu: <strong>WHO ruft zum Handeln gegen Affenpocken auf <\/strong><br>\nDie Weltgesundheitsorganisation rechnet mit einer weiteren Ausbreitung der Affenpocken. Es sei deshalb &ldquo;dringend notwendig&rdquo;, das Bewusstsein f&uuml;r die Erkrankung zu sch&auml;rfen. Schutz b&ouml;ten etwa bekannte Corona-Ma&szlig;nahmen.<br>\nDie WHO geht derzeit in den westlichen L&auml;ndern von rund 90 best&auml;tigten Infektionen und 30 Verdachtsf&auml;llen aus. In Deutschland wurden bislang drei Affenpocken-F&auml;lle zweifelsfrei nachgewiesen &ndash; einer in M&uuml;nchen und zwei in Berlin. Urspr&uuml;nglich stammt das Virus aus West- und Zentralafrika. Es ruft meist milde Symptome wie Ausschlag, Fieber und Pusteln hervor, kann aber auch schwere Verl&auml;ufe nach sich ziehen. In Einzelf&auml;llen sind t&ouml;dliche Erkrankungen m&ouml;glich. &Uuml;bertragen wird das Virus vor allem &uuml;ber direkten Kontakt oder Kontakt zu kontaminierten Materialien.<br>\nReisebeschr&auml;nkungen oder Absagen von Veranstaltungen in betroffenen L&auml;ndern sind aus Sicht der WHO derzeit nicht notwendig. Die Organisation wies zwar darauf hin, dass es bei Massenveranstaltungen zu Ansteckungen kommen kann, betonte aber auch, dass Vorsichtsma&szlig;nahmen gegen Covid-19 auch gegen Affenpocken wirken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/affenpocken-who-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>BMI macht Accenture zum Generalunternehmer f&uuml;r Polizei 2020<\/strong><br>\nMit einem Rahmenvertrag &uuml;ber fast zehn Jahre und einem Auftragsvolumen zwischen 138 und 207 Millionen Euro macht das Bundesinnenministerium (BMI) Accenture, das gr&ouml;&szlig;te IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen in der BRD mit amerikanischer Muttergesellschaft, zum Generalunternehmer f&uuml;r Polizei2020. Das berichtete der Beh&ouml;rden-Spiegel am 17.05.2022 aufgrund &bdquo;eigener Informationen&ldquo;. Sonstige belastbare Quellen, geschweige denn eine Vergabebekanntmachung, fand ich bisher nicht.<br>\nDaf&uuml;r sollen zentrale Konzeptions-, Planungs- und Steuerungsaufgaben im Programm Polizei 2020, insbesondere f&uuml;r das zu etablierende zentrale Datenhaus der Polizeien erbracht werden, wof&uuml;r das BMI als Bedarfstr&auml;ger fungiert. Die gesetzliche Grundlage, die dem Bundesinnenministerium die Aufgabe der Errichtung bzw. des Unterhalts eines Verbundsystems f&uuml;r die Polizeibeh&ouml;rden des Bundes und der L&auml;nder &uuml;bertragen w&uuml;rde, ist &ndash; mir jedenfalls &ndash; nicht bekannt. Bisher ist nach &sect;29 BKA-Gesetz daf&uuml;r das Bundeskriminalamt zust&auml;ndig.<br>\nNeben dieser m&ouml;glichen Formalie geben weitere Sachverhalte Anlass zur Sorge: So wurden im Hause BMI in den vergangenen zwei Jahrzehnten alle wesentlichen IT-Verbundprojekte f&uuml;r die Polizei zwar angepackt &ndash; zu nennen sind INPOL-Neu, INPOL-Fall, der Polizeiliche Informations- und Analyseverbund (PIAV) und nach der Saarbr&uuml;cker Agenda der Innenminister von 2016 das j&uuml;ngste Leuchtturmprojekt Polizei2020. Keines dieser Projekte hat jedoch die Ergebnisse erreicht, die urspr&uuml;nglich versprochen worden waren. Jedes hat die anf&auml;nglich avisierten Fertigstellungstermine um L&auml;ngen &uuml;berschritten. Und belastbare Angaben zu den Gesamtkosten existieren nicht.<br>\nDaf&uuml;r sind jedoch nicht &bdquo;Umst&auml;nde&ldquo; verantwortlich, die selbst bei gro&szlig;er Umsicht nicht vorhersehbar waren&ldquo;, wie das BMI in einem j&uuml;ngeren Fall anf&uuml;hrte. Vielmehr liefern die vergangenen zwei Jahrzehnte zahlreiche Hinweise darauf, dass die Probleme hausgemacht sind: Und dem sehr engen Kreis der Projektverantwortlichen im BMI u.U. deshalb nicht auffallen, weil sie alle einfach zu nah dran bzw. miturs&auml;chlich f&uuml;r diese Umst&auml;nde sind.<br>\nAus dem erst vor wenigen Wochen endlich ver&ouml;ffentlichten Oganigramm des BMI ergibt sich die Bef&uuml;rchtung, dass sich daran auch nichts &auml;ndern wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.net\/bmi-macht-accenture-zum-generalunternehmer-fuer-polizei2020\">Police IT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Unglaublich, man er&ouml;ffnet dem US-Imperium direkten Zugriff auf die Daten der deutschen Polizei.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>EU-Plan zum Kampf gegen Kindesmissbrauch: Messenger&uuml;berwachung d&uuml;rfte an Deutschland scheitern<\/strong><br>\nBundesinnenministerin Faeser hat ihre Meinung zum Vorhaben der EU-Kommission ge&auml;ndert: &raquo;Jede private Nachricht anlasslos zu kontrollieren, halte ich nicht f&uuml;r vereinbar mit unseren Freiheitsrechten.&laquo;<br>\nBundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) will zwar den Kampf gegen Kindesmissbrauch verst&auml;rken. Den Vorschlag der EU-Kommission f&uuml;r die Durchsuchung auch von verschl&uuml;sselten Messenger-Nachrichten aber lehnt die SPD-Politikerin nun doch ab. In einer ersten Reaktion hatte sie sich noch zustimmend ge&auml;u&szlig;ert, das hat sich ge&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/chatkontrolle-messenger-ueberwachung-duerfte-an-deutschland-scheitern-a-61338f80-839f-4798-b8d9-180e7a5bb711%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn die Innenministerin das durchh&auml;lt (und hier haben ausnahmsweise auch die FDP-Minister eine gute, freiheitliche Haltung), dann w&auml;re das eine erfreuliche Nachricht. Und eine 180-Grad-Wende gegen&uuml;ber den vielen Versuchen fr&uuml;herer Bundesregierungen, hoffentlich diesmal von Dauer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Malochen, bis der Arzt kommt<\/strong><br>\nFast ein F&uuml;nftel aller Besch&auml;ftigten kann Ruhepausen nicht einhalten. Regierung will flexibilisieren<br>\nStress und zu viel Arbeit rauben den Betroffenen den Schlaf, setzen der Psyche zu und machen fr&uuml;her oder sp&auml;ter krank. Deshalb: Mehr davon! Nat&uuml;rlich sagt das die Bundesregierung nicht in aller Offenheit. Sie spricht lieber von Flexibilisierung und plant laut Koalitionsvertrag allerlei Eingriffe in bestehende Bestimmungen &ndash; selbstredend ganz nach den &raquo;W&uuml;nschen von Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmern und Unternehmen&laquo;. Zum Beispiel lieb&auml;ugelt die Bundesregierung mit Abweichungen bei der Tagesh&ouml;chstarbeitszeit oder damit, dass Besch&auml;ftigte &raquo;unter bestimmten Voraussetzungen und in einzuhaltenden Fristen ihre Arbeitszeit flexibler gestalten k&ouml;nnen&laquo;. Alles getreu dem Ampelmotto &raquo;Mehr Fortschritt wagen.&laquo;<br>\nIm realen Leben ist der l&auml;ngst angekommen. Wie aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums (BMAS) auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke hervorgeht, halten immer weniger Werkt&auml;tige die in Deutschland gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten ein. Das Ministerium bezieht sich auf eine Umfrage der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), nach der 18 Prozent der Teilnehmer angaben, mindestens einmal pro Monat mit verk&uuml;rzten Erholungsphasen konfrontiert zu sein. Bei den in Vollzeit T&auml;tigen waren es sogar 20 Prozent. Die Studie geht auf das Jahr 2019 zur&uuml;ck, woraus zweierlei folgt: Die Lage d&uuml;rfte sich weiter zugespitzt haben &ndash; gerade vor dem Hintergrund von Corona &ndash;, und die Regierung ist auf dem Kenntnisstand von vorgestern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427080.entgrenzung-der-arbeitszeit-malochen-bis-der-arzt-kommt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Streit um Teslas Gigafactory<\/strong><br>\nWoidkes Wirtschaftsminister J&ouml;rg Steinbach (SPD) &ndash; er hatte den Tesla-Deal eingef&auml;delt &ndash; sprach von einem &bdquo;Lottogewinn ohne getippt zu haben&ldquo;. Auf der Ranking-Liste der &bdquo;Genossen der Bosse&ldquo; d&uuml;rften die beiden Potsdamer Politiker einen vorderen Platz einnehmen.<br>\nAllerdings mischten sich in die Euphorie rasch Ern&uuml;chterung und Furcht. Teslas j&auml;hrlicher Wasserverbrauch solle bei circa 1,4 Millonen Kubikmeter pro Jahr liegen. Im trockenen Brandenburg liegt Gr&uuml;nheide in einem besonders d&uuml;rregeplagten Gebiet. F&uuml;r die Versorgung der Gigafactory ist der Wasserverband Strausberg-Erkner zust&auml;ndig. Und der stand schon bevor Tesla auch nur einen einzigen Liter Bauwasser geliefert bekam unter Kritik. Zum Beispiel wegen des dramatisch gefallenen Wasserspiegels des Straussees. Der See wird wie viele andere in dieser Gegend haupts&auml;chlich von Grundwasser gespeist. Der Wasserverband hat in den letzten Jahren seine Entnahmen deutlich erh&ouml;ht. Steinbachs Bild vom &bdquo;Lottogewinn&ldquo; ist sicher richtig. Nur: Wer ist der Gewinner?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2022\/05\/der-streit-um-teslas-gigafactory-61628.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wisslers B&auml;rendienst<\/strong><br>\nSozialpolitisch gr&auml;bt die SPD per Ausgleichszahlungen mit der Entlastungsgie&szlig;kanne den Linken das Wasser ab und hat f&uuml;r schmerzhafte Kompromisse den S&uuml;ndenbock FDP in der Hinterhand. Versuche, mit Identit&auml;tspolitik und dem Anbiedern an Fridays for Future die Gunst junger Linker zu gewinnen, laufen ins Leere, stehen die Gr&uuml;nen doch deutlich glaubw&uuml;rdiger f&uuml;r queere Politik und Klimathemen.<br>\nMittendrin taumelt eine besch&auml;digte Vorsitzende, deren fr&uuml;herer Lebensgef&auml;hrte parteiintern auf eklige Art und Weise eine J&uuml;ngere bel&auml;stigt hat. Und die es allem Anschein nach nicht f&uuml;r n&ouml;tig gehalten hat, Alarm zu schlagen. Obwohl sie von dieser J&uuml;ngeren in Kenntnis gesetzt wurde. Die es nicht vermocht hat, der Linkspartei eine Politik zu verordnen, die sie relevant macht. Die zumindest dem pragmatischen Ostfl&uuml;gel der Partei als verbrannt gilt. Die krachende Wahlniederlagen sammelt. Und die sich trotzdem an ihr Amt klammert.<br>\nDie vernichtende Bilanz hin oder her: Janine Wissler will weitermachen und kandidiert erneut f&uuml;r den Parteivorsitz. Damit erweist sie ihrer Partei einen fatalen B&auml;rendienst und wirkt im Gegensatz zu der in der Einsicht ihres Scheiterns zur&uuml;ckgetretenen ehemaligen Co-Vorsitzenden Susanne Hennig-Wellsow entr&uuml;ckt. Alles andere als ein Verzicht auf diese Kandidatur w&auml;re eine Sabotage am dringend notwendigen Neustart.<br>\nUnd doch scheint Wissler recht fest im Sattel zu sitzen. In den Reihen der Westlinken dr&auml;ngt sich schlicht keine Alternative auf. Wenn sich das nicht schleunigst &auml;ndert, bleibt die Linkspartei weiter auf ihrem Kurs in die Bedeutungslosigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Die-Linkspartei-in-der-Krise\/!5856159\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist in der Tat bemerkenswert. Wissler ist seit Februar 2021 Parteivorsitzende und seitdem gab es bei neun Wahlen auf Landes- und Bundesebene sage und schreibe neun krachende Niederlagen. Dennoch will Wissler wieder als Parteivorsitzende antreten. Wobei sich die Frage stellt, was denn mit dem gleichen Personal nun anders werden soll. Wie Einstein sagte, immer das Gleiche zu tun und jedes Mal ein anderes Ergebnis zu erwarten, ist ein Ausdruck von Wahnsinn. Dass eines der Hauptprobleme der Linken allerdings sein soll, dass sie nicht sofort auf die NATO-Kriegspolitik umgeschwenkt ist wie die Gr&uuml;nen, dass kann nur die taz als das inoffizielle Zentralorgan der Gr&uuml;nen Partei so sehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Julian Assange stirbt einen Tod in Raten: Wo ist die mediale Emp&ouml;rung?<\/strong><br>\nAnfangs profitierten westliche Medien von seinen Enth&uuml;llungen. Jetzt f&uuml;hlen sich wenige berufen, f&uuml;r Assange ins Feld zu ziehen.<br>\nNeulich lief ich vom Bahnhof S&uuml;dkreuz in Richtung Innenstadt. Der Fu&szlig;weg war mit &bdquo;Free Assange&ldquo;-Logos gepflastert. Stimmt, da war doch was! Julian Assange, Gr&uuml;nder der Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks, sitzt im Gef&auml;ngnis und das seit Jahren, derzeit im Hochsicherheitsknast in Gro&szlig;britannien. Er soll an die USA ausgeliefert werden. Dort drohen ihm bis zu 175 Jahre Haft &ndash; f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung geheimer US-Dokumente im Jahr 2010.<br>\nEine Berufung gegen die Auslieferung wurde abgewiesen. Reporter ohne Grenzen und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisierten diese Entscheidung scharf. Assange verdiene &bdquo;einen Orden und nicht eine lebenslange Haftstrafe&ldquo;, so der DJV. Er habe US-Kriegsverbrechen aufgedeckt, im Irak zum Beispiel. Die T&auml;ter, nicht er, sollten zur Rechenschaft gezogen werden. Auch 37 Bundestagsabgeordnete fordern einen Stopp der Auslieferung. Sie h&auml;tte einen &bdquo;abschreckenden Effekt&ldquo; auf die Presse- und Meinungsfreiheit, meinen sie. Es geht also um etwas. Trotzdem (oder genau deshalb) steht der Fall Assange im medialem Abseits.<br>\nDabei k&auml;men laut Nils Melzer, UN-Sonderbeobachter f&uuml;r Folter, im Fall Assange rechtliche und politische Mittel zum Einsatz, die bei anderen F&auml;llen undenkbar w&auml;ren. In zwanzig Jahren Arbeit habe er &bdquo;nie erlebt, dass sich eine Gruppe demokratischer Statten zusammengeschlossen hat, um ein einzelnes Individuum so lange Zeit und unter so wenig Ber&uuml;cksichtigung der Menschenw&uuml;rde und der Rechtsstaatlichkeit bewusst zu isolieren, zu d&auml;monisieren und zu missbrauchen&ldquo;, sagt er. Melzer arbeitet mit Opfern von Krieg, Gewalt und politischer Verfolgung. Er wei&szlig;, wovon er redet. Den Medien scheint das egal. Isolationshaft, Hetzkampagnen, Menschenrechtsverletzungen. Zu lesen ist davon wenig bis nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/julian-assange-stirbt-einen-tod-in-raten-wo-ist-die-mediale-empoerung-li.229468\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-84131","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/84131","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=84131"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/84131\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":84134,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/84131\/revisions\/84134"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=84131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=84131"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=84131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}