{"id":84178,"date":"2022-05-25T08:26:32","date_gmt":"2022-05-25T06:26:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178"},"modified":"2022-05-25T08:28:40","modified_gmt":"2022-05-25T06:28:40","slug":"hinweise-des-tages-4117","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178#h01\">Nein zu Nato und Krieg &ndash; Ja zum Frieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178#h02\">Ex-US-Au&szlig;enminister Kissinger: Ukraine soll Gebiete an Russland abgeben, um den Krieg zu stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178#h03\">Ukraine steht ganz oben auf der Tagesordnung des Weltwirtschaftsforums<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178#h04\">S&auml;useln und Zuckerbrot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178#h05\">Unternehmen, die Russland verlassen, beugen sich sinnlos dem Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178#h06\">Die &ldquo;Atom-Supermacht Europa&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178#h07\">Beschaffung: Beschleunigungsgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178#h08\">Warum Gerhard Schr&ouml;der nicht abserviert werden sollte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178#h09\">&ldquo;Es gibt keine Nazis in der Ukraine!&rdquo; Ein deutsches Narrativ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178#h10\">Verbote und Propaganda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178#h11\">Kampf gegen hohe Inflation: &Ouml;konomen fordern jetzt die Rente mit 70<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178#h12\">Die Zeit ist reif f&uuml;r eine Erbschaftssteuer in H&ouml;he von 100 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178#h13\">In Tokio tritt Biden mit zwei Stiefeln gegen China an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178#h14\">Dick aufgetragen: Quad-Gipfel in Tokio<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84178#h15\">Vertreter von 5 L&auml;ndern verlassen den Saal, als ein russischer Beamter in Bangkok spricht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nein zu Nato und Krieg &ndash; Ja zum Frieden<\/strong><br>\nDer Krieg in der Ukraine hat die bundesdeutsche Friedensbewegung gespalten. Doch die Kritik an Russland ist kein Ja zur Nato, machten eine Reihe von Friedensaktivisten und -gruppen auf einem Kongress in Berlin deutlich. Sie warnten vor den Folgen der Kriegslogik westlicher Politik. [&hellip;]<br>\nWir brauchen keine Aufr&uuml;stung, sondern Abr&uuml;stung&ldquo;, stellte Lafontaine klar. &bdquo;Wir brauchen gemeinsame Sicherheit. Das war die beste Formel, die gefunden worden ist. Man kann nur gemeinsam Sicherheit haben. Und wir brauchen eben Wandel durch Ann&auml;herung, auch wieder mit Russland.&ldquo; Dazu geh&ouml;re auch der kulturelle Austausch, der Menschen zusammenf&uuml;hre, aber der derzeit von westlicher Seite zerst&ouml;rt werde, wie der Ex-SPD-Politiker beklagte.<br>\nEr forderte eine Sicherheitsarchitektur f&uuml;r Europa, &bdquo;aber nicht das Sicherheitsb&uuml;ndnis, das sich Nato nennt&ldquo;. Diese m&uuml;sste &bdquo;im Grunde genommen USA hei&szlig;en&ldquo;, setzte Lafontaine der offiziellen Propaganda entgegen: &bdquo;Die Nato ist ein Tarnname. Die Nato ist in der jetzigen Struktur nichts anderes als die Milit&auml;rmaschinerie der USA, mit einigen Staaten, die sich dieser Milit&auml;rmaschinerie angeschlossen haben.&ldquo;<br>\nEs sei die Frage zu stellen, &bdquo;ob wir ein B&uuml;ndnis mit den USA brauchen, um sicher in Europa zu leben.&ldquo; Seine Antwort sei seit vielen Jahren, mit der vom Oligarchenkapitalismus gepr&auml;gten Weltmacht sei kein friedliches B&uuml;ndnis m&ouml;glich. &bdquo;Denn es gilt die alte Formel von Jean Jaur&egrave;s: Der Kapitalismus tr&auml;gt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen&ldquo;, erkl&auml;rte Lafontaine.<br>\nDer Ex-SPD-Vorsitzende bezog in seine Kritik am oligarchisch gepr&auml;gten Kapitalismus ausdr&uuml;cklich den in Russland wie auch den in der Ukraine ein. Ein solches System sei zu Frieden nicht f&auml;hig. Das bedeutet f&uuml;r ihn, &bdquo;dass wir eine andere Wirtschaftsordnung brauchen, um zum Frieden zu finden&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vierte.online\/2022\/05\/23\/kongress-nein-zu-nato-und-krieg-ja-zum-frieden\/\">Vierte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ex-US-Au&szlig;enminister Kissinger: Ukraine soll Gebiete an Russland abgeben, um den Krieg zu stoppen<\/strong><br>\nEs gebe nur ein kleines Zeitfenster, um den bewaffneten Konflikt in der Ukraine zu beenden und eine Friedensl&ouml;sung zu finden, sagte der ehemalige US-Au&szlig;enminister und Politikwissenschaftler Henry Kissinger auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. In seiner Rede am Montag erkl&auml;rte er:  &ldquo;Die Friedensverhandlungen m&uuml;ssen in den n&auml;chsten zwei Monaten beginnen, bevor der Krieg zu Umbr&uuml;chen und Spannungen f&uuml;hrt, die nicht leicht zu &uuml;berwinden sind.&rdquo;<br>\nDer Ausgang des Konflikts werde die Beziehungen Europas zu Russland und der Ukraine gleicherma&szlig;en bestimmen, so der 98-J&auml;hrige. Dabei merkte der Diplomat an, dass die Trennungslinie im Idealfall die &ldquo;R&uuml;ckkehr zum Status quo ante&rdquo; sein w&uuml;rde. Kissinger betonte: &ldquo;W&uuml;rde der Krieg &uuml;ber diesen Punkt hinaus fortgesetzt, ginge es nicht mehr um die Freiheit der Ukraine, sondern um einen neuen Krieg gegen Russland selbst.&rdquo;<br>\nDer Ex-US-Au&szlig;enminister erinnerte daran, dass er beim Ausbruch der Ukraine-Krise durch einen bewaffneten Staatsstreich in Kiew vor acht Jahren daf&uuml;r eingetreten sei, dass die Ukraine ein neutraler Staat und eine &ldquo;Br&uuml;cke zwischen Russland und Europa und nicht eine Frontlinie von Gruppierungen innerhalb Europas&rdquo; werden sollte. Stattdessen habe Kiew die Mitgliedschaft in der NATO als strategisches Ziel verfolgt und damit den Weg f&uuml;r die aktuellen Feindseligkeiten geebnet. Die Gelegenheit, f&uuml;r die er damals geworben habe, bestehe heute nicht mehr, aber &ldquo;sie k&ouml;nnte immer noch als Endziel angesehen werden&rdquo;, erkl&auml;rte Kissinger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/pressefreiheit.rtde.tech\/international\/139254-ex-us-aussenminister-kissinger-zeit\/\">RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>Henry Kissinger schl&auml;gt Gebietsabtretungen an Russland vor &ndash; Ukraine ist emp&ouml;rt <\/strong><br>\nDer ehemalige US-Au&szlig;enminister Henry Kissinger hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos vorgeschlagen, dass die Ukraine Gebiete an Russland abgeben soll, um so den Krieg zu stoppen. Der 98-j&auml;hrige Friedensnobelpreistr&auml;ger sagte am Montag auch, dass der Westen nicht zur Niederlage Russlands beitragen solle. Zuerst berichtete dar&uuml;ber die britische Zeitung &bdquo;Daily Mail&ldquo;. Die Ukraine sollte laut Kissinger mit Verhandlungen beginnen, &bdquo;bevor es zu Aufruhr und Spannungen kommt, die nicht leicht zu &uuml;berwinden sind&ldquo;.<br>\nEr sagte zudem: &bdquo;Idealerweise wird die Grenze wiederhergestellt, wie sie einmal war.&ldquo; Den Krieg &uuml;ber diesen Punkt hinaus weiterzuf&uuml;hren, w&auml;re nicht mehr zugunsten der Freiheit der Ukraine, sondern ein neuer Krieg gegen Russland. Damit deutete der fr&uuml;here US-Politiker an, die Ukraine solle die Krim und Teile des Donbass aufgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article238970551\/Henry-Kissinger-schlaegt-Gebietsabtretungen-an-Russland-vor-Ukraine-ist-empoert.html\">Welt Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine steht ganz oben auf der Tagesordnung des Weltwirtschaftsforums<\/strong><br>\nL&uuml; Xiang, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, sagte, die USA h&auml;tten den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine von Anfang an aktiv angeheizt, und Europa tanze nun nach der Pfeife der amerikanischen &bdquo;Werte&rdquo;. Die USA w&uuml;rden Geld daf&uuml;r ausgeben, dass NATO-Truppen Soldaten ausbilden und Waffen an die Ukraine liefern, w&auml;hrend das Geld an NATO-Truppen in Europa flie&szlig;t, die wiederum &uuml;berwiegend den USA geh&ouml;ren. &Uuml;berdies w&uuml;rden die USA auch transatlantische Verb&uuml;ndete mobilisieren, um die Ukraine mit einsatzbereiten Waffen zu versorgen, aber Europa habe diese Hilfe abgelehnt. Der Transport in die Ukraine bleibe das gr&ouml;&szlig;te Problem &ndash; an der polnisch-ukrainischen Grenze stapeln sich die Waffen, so der Experte.<br>\nAm Mittwoch forderte die EU ihre Mitgliedsl&auml;nder auf, ihre &bdquo;ersch&ouml;pften Best&auml;nde&rdquo; an Munition und milit&auml;rischer Ausr&uuml;stung schnell wieder aufzuf&uuml;llen, und bot denjenigen, die bereit sind, zusammenzuarbeiten, um das in die Ukraine geschickte Material zu ersetzen, sogar finanzielle Anreize an.<br>\nDies sei jedoch zu idealistisch und stelle eine zu gro&szlig;e wirtschaftliche Belastung f&uuml;r den Block dar, so Beobachter, da die Unterst&uuml;tzung der Ukraine nach westlichen Wertvorstellungen zwar politisch korrekt sei, das Ausma&szlig; der Unterst&uuml;tzung jedoch eine echte Frage der Interessen darstelle.<br>\nNeben dem milit&auml;rischen Bereich treten die Interessenkonflikte auch im politischen und wirtschaftlichen Bereich immer deutlicher zutage.<br>\nDer NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens verz&ouml;gert sich zum Beispiel wegen des Widerstands der T&uuml;rkei, und die ukrainischen Forderungen nach einem EU-Beitritt wurden stillschweigend abgelehnt. Frankreichs Minister f&uuml;r Europaangelegenheiten sagte am Sonntag, Frankreich sehe keinen EU-Beitritt der Ukraine in &bdquo;15 bis 20 Jahren&rdquo;. (&hellip;)<br>\nTrotz der umfassenden westlichen Sanktionen, die in den letzten Monaten gegen Russland verh&auml;ngt wurden, flie&szlig;t russisches Gas &uuml;ber das komplexe Netz bis zum westlichen Ende des Kontinents, mit Ausnahme von L&auml;ndern wie Bulgarien, Polen und Finnland, die sich weigerten, in Rubel zu zahlen. Das schwierige Thema des russischen Gas- und &Ouml;lembargos zeige die Komplexit&auml;t der miteinander verflochtenen Interessen jenseits des Schlachtfelds, kommentierte L&uuml;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2022-05\/24\/content_78234501.htm%20\">German.China.org.cn<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offensichtlich k&ouml;nnen die fernen Chinesen die Lage um die Ukraine besser und realistischer analysieren und beurteilen als etliche EU-Staaten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>S&auml;useln und Zuckerbrot<\/strong><br>\nKommandoton gescheitert: Scholz versucht, afrikanische Staaten zu Russland-Sanktionen zu bewegen<br>\nAuch die Bundesregierung h&auml;lt es so, nicht zuletzt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf seiner ersten Reise nach Afrika. Vor allem in Senegal, wo Scholz sich am Sonntag aufhielt, und in S&uuml;dafrika, wo er an diesem Dienstag Gespr&auml;che f&uuml;hrt, stand beziehungsweise steht das Thema &raquo;Russland isolieren&laquo; auf dem Programm. Beide L&auml;nder hatten sich, als die UN-Generalversammlung am 2. M&auml;rz &uuml;ber die Verurteilung des russischen Angriffs auf die Ukraine abstimmte, enthalten. Beide haben Gewicht: S&uuml;dafrika als bedeutende Regionalmacht, Senegal, weil es dieses Jahr den Vorsitz der Afrikanischen Union (AU) innehat. Und: Beide stehen schon seit Monaten unter erheblichem Druck, sich offen gegen Russland zu positionieren. [&hellip;]<br>\nNach dem Scheitern der &raquo;Diplomatie&laquo; im Kommandoton versucht es Scholz nun mit S&auml;useln und Zuckerbrot. Die &raquo;Demokratien&laquo; w&uuml;rden &raquo;in der Welt zusammenhalten m&uuml;ssen&laquo;, warb er am Sonntag in der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Gemeint war: zusammenhalten gegen Russland. Zudem hat der Bundeskanzler die Regierungen Senegals und S&uuml;dafrikas als Sonderg&auml;ste zum G7-Gipfel Ende Juni in Elmau geladen &ndash; neben Indien, Indonesien, das zur Zeit den G20-Vorsitz innehat, und Argentinien. Auch diese drei Staaten lehnen bislang jegliche Beteiligung an den Russland-Sanktionen ab. [&hellip;]<br>\nDas Problem: Die Kriege, die der Westen in den vergangenen Jahrzehnten gef&uuml;hrt hat &ndash; etwa diejenigen im Irak und in Libyen &ndash;, sind auf dem afrikanischen Kontinent unvergessen. Weshalb man nun mit den westlichen Kriegstreibern gegen das Krieg f&uuml;hrende Russland vorgehen soll, das leuchtet dort nicht unbedingt ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427098.charmeoffensive-s%C3%A4useln-und-zuckerbrot.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Unternehmen, die Russland verlassen, beugen sich sinnlos dem Druck<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nWenn sie dem &ouml;ffentlichen Druck nachgeben, bedeutet das nicht, dass sie tats&auml;chlich etwas bewirken: Wie kann ein Burger der Ukraine schaden?<br>\nDiese Woche gab McDonald&rsquo;s seinen endg&uuml;ltigen R&uuml;ckzug aus Russland bekannt. Damit ist das Unternehmen eines von fast 1.000 westlichen Unternehmen, die ihre Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit in Russland teilweise oder ganz eingestellt haben. Sie taten dies nicht nur, um die Sanktionen einzuhalten, sondern als freiwillige Reaktion auf den Krieg.<br>\nIn gewisser Weise handelt es sich dabei um ein Lehrbuch der sozialen Verantwortung von Unternehmen &ndash; eine Form der Selbstregulierung, bei der sich Unternehmen f&uuml;r das Allgemeinwohl einsetzen.<br>\nIn diesem Fall haben viele Unternehmen als Reaktion auf den Druck von Regierungen, Investoren, Verbrauchern, Konkurrenten und der breiten &Ouml;ffentlichkeit, die Ukraine zu unterst&uuml;tzen, ihre Beziehungen zu Russland abgebrochen. Einige brachten sogar erhebliche finanzielle Opfer. McDonald&rsquo;s zum Beispiel erwartet einen Verlust von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar.<br>\nIch stelle diesen Schritt westlicher Unternehmen in Frage, weil er auf zweifelhaften ethischen Erw&auml;gungen beruht. Der scheinbare &ldquo;soziale Nutzen&rdquo;, der durch den R&uuml;ckzug von Unternehmen aus Russland entsteht, ist alles andere als eindeutig und sollte mit einem kritischen Auge betrachtet werden. [&hellip;]<br>\nEs wird eindeutig mit zweierlei Ma&szlig; gemessen, welche Kriege und Gr&auml;ueltaten allgemein verurteilt werden und welche nicht. W&auml;hrend wir hier sprechen, finden 20 Kriege auf der ganzen Welt statt. Welche davon kommen f&uuml;r einen Unternehmensboykott in Frage?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2022\/05\/firms-leaving-russia-uselessly-cave-in-to-pressure\/?mc_cid=f7b7151ebf&amp;mc_eid=f072d9574c\">Asia Times<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Die Ukraine-Debatte &ndash; wie sie hierzulande gef&uuml;hrt wird &ndash; ist eurozentristisch und dumm<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84137\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die &ldquo;Atom-Supermacht Europa&rdquo;<\/strong><br>\nDie EU soll den Aufbau eines eigenen &bdquo;atomaren Schutzschirms&ldquo; in Betracht ziehen. Dies fordert der Erste Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei. Der Schritt sei n&ouml;tig, weil man mit Blick auf den Ukraine-Krieg eine &bdquo;nukleare Abschreckung&ldquo; ben&ouml;tige, zugleich aber die USA langfristig keinen zuverl&auml;ssigen Schutz b&ouml;ten: Gewinne Donald Trump die Pr&auml;sidentenwahl im November 2024, stehe die EU wom&ouml;glich ohne atomare Deckung da. Freis Pl&auml;doyer kn&uuml;pft an wiederkehrende Forderungen an, die regelm&auml;&szlig;ig, verst&auml;rkt seit der Wahl von US-Pr&auml;sident Donald Trump im November 2016, eine EU-Nuklearstreitmacht oder gar eine deutsche Bombe vorsehen. Anfang 2017 sekundierte sogar Jaros&#322;aw Kaczy&#324;ski, die graue Eminenz der polnischen Regierung, mit der Mitteilung, er bef&uuml;rworte den Aufbau einer &bdquo;Atom-Supermacht Europa&ldquo;. In diesem Zusammenhang wird in Berlin immer wieder verlangt, Frankreich m&uuml;sse seine force de frappe der EU unterstellen &ndash; eine Forderung, die aus naheliegenden Gr&uuml;nden in Paris auf ver&auml;rgerte Ablehnung st&ouml;&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8931\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Beschaffung: Beschleunigungsgesetz<\/strong><br>\nDas ganze Geld will schlie&szlig;lich auch ausgegeben werden. Aus diesem Grund, berichtet das Handelsblatt, plane die Bundesregierung ein Bundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetz: &bdquo;Die Bundesregierung will zur beschleunigten Beschaffung von Waffen und Ausr&uuml;stung f&uuml;r die Bundeswehr H&uuml;rden aus dem Weg r&auml;umen. Dazu sollen das Vergaberecht angepasst und deutsche Sicherheitsinteressen vereinfacht ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen, wie die Deutsche Presse-Agentur in Berlin erfuhr. Dazu sollte am Mittwoch im Bundeskabinett ein Eckpunktepapier f&uuml;r ein Bundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetz Thema sein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2022\/05\/19\/beschaffung-beschleunigungsgesetz\/%20\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> R&uuml;stungskonzerne sollen also unter leichteren Bedingungen Gewinne erzielen k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Warum Gerhard Schr&ouml;der nicht abserviert werden sollte<\/strong><br>\nDie New York Times forderte am letzten Freitag Joe Biden dazu auf, dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Selenskyj Grenzen aufzuzeigen. Der Krieg mit Russland sei nicht in Amerikas Interesse, hie&szlig; es au&szlig;erdem. Ein Sieg der Ukraine um jeden Preis sei nicht realistisch und auch kein Ziel. Selbst in den Vereinigten Staaten scheint jetzt so etwas wie Realismus zur&uuml;ckzukehren. In Deutschland kl&auml;fft man noch, die oberste Diplomatin will noch immer nicht mit Putin sprechen und macht klar, dass wir nie wieder Energie aus Russland beziehen werden &ndash; sie erteilt der osteurop&auml;ischen Weltmacht eine arrogante Generalabfuhr nach der anderen.<br>\nDoch wenn die Vordenker aus Washington umschwenken, wird auch eine Annalena Baerbock umdenken m&uuml;ssen &ndash; aller moralischer D&uuml;nkel zum Trotz. Tut sie das dann nicht, wird sie halt abgezogen: Denn Einflussagent und Einflussagentinnen, die nicht spuren, stellt man schon aus Prinzip politisch kalt.<br>\nUnd dann bricht die Zeit an, wo man eben doch wieder mit Putin sprechen muss. Auch Deutschland. Es w&auml;re dann geschickt jemanden zu entsenden, der sich in den letzten Monaten nicht ganz so exponiert hat. Jemanden, mit dem auch Putin sprechen kann. Das w&auml;re die Stunde einer Person, die vielleicht gute Beziehungen nach Russland pflegte. Na, wer fiele uns denn f&uuml;r so eine Rolle ein? Stimmt, wir haben da ja noch diese ungeliebten Gerhard Schr&ouml;der. Das k&ouml;nnte sein Einsatz werden. Wenn er dann noch mitspielen m&ouml;chte &ndash;  nach der heiligen Hetzjagd auf seine Person, w&auml;re es nun wirklich nicht verwunderlich, wenn er dann ablehnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2022\/05\/warum-gerhard-schroeder-nicht-abserviert-werden-sollte\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Es gibt keine Nazis in der Ukraine!&rdquo; Ein deutsches Narrativ<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Rundfunkunion hat einen Beitrag des russischen Fernsehens &uuml;bernommen, der die Kapitulation der K&auml;mpfer in Asowstal dokumentiert. Zu sehen sind auch M&auml;nner mit T&auml;towierungen faschistischer Symbole. Diese Aufnahmen wurden herausgeschnitten.<br>\nDer russische Fernsehsender Perwy Kanal berichtete am 21. Mai, dass die Europ&auml;ische Rundfunkunion (EBU) aus vom russischen Fernsehen &uuml;bernommenen Material &uuml;ber die Befreiung von Asowstal alle Bilder herausgeschnitten hat, die faschistische T&auml;towierungen der gefangen genommenen K&auml;mpfer zeigen. Die EBU ist ein Zusammenschluss von &uuml;berwiegend westeurop&auml;ischen Rundfunkanstalten, deren Aufgabe es unter anderem ist, die angeschlossenen Sender mit Nachrichtenmaterial zu versorgen. ARD und ZDF sind Mitglied bei der EBU und greifen daher auf das Material zur&uuml;ck, das ihnen von dort zur Verf&uuml;gung gestellt wird. Auch in diesem Fall.<br>\nNach ihrer Kapitulation untersuchten die Soldaten der russischen Armee nicht nur das Gep&auml;ck der Kriegsgefangenen, sondern nahmen auch die Oberk&ouml;rper der ukrainischen Truppen in Augenschein. Die faschistischen K&auml;mpfer sind in der Mehrheit t&auml;towiert. Sie haben sich die Symbole ihrer Ideologie in die Haut stechen lassen. Die T&auml;towierungen dienen jetzt zu einer ersten Unterscheidung zwischen regul&auml;ren Soldaten der ukrainischen Armee, die in Kriegsgefangenschaft gehen, und faschistischen K&auml;mpfern, die sich zudem f&uuml;r mutma&szlig;liche Kriegsverbrechen vor einem Gericht verantworten m&uuml;ssen.<br>\nRussische Journalisten haben dieses Vorgehen in ihren Berichten &uuml;ber die Befreiung von Asowstal dokumentiert. Da westliche Sendeanstalten keine Journalisten vor Ort hatten, wurden die Beitr&auml;ge von der EBU vom russischen Fernsehen &uuml;bernommen. Das ist zun&auml;chst eine g&auml;ngige Praxis. Zur Verwunderung der russischen Redaktion war es nun aber so, dass die Sender f&uuml;r die Ausstrahlung in der EU ebenjene Teile herausgeschnitten hatten, in denen diese Untersuchung gezeigt wird und die dar&uuml;ber hinaus dokumentiert, dass zahlreiche K&auml;mpfer tats&auml;chlich mit faschistischer Symbolik &uuml;bers&auml;t sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.me\/meinung\/139132-es-gibt-keine-nazis-in\/%20\">Gert Ewen Ungar auf RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verbote und Propaganda<\/strong><br>\n77 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus: Eindr&uuml;cke von einem Besuch in Deutschland rund um den 8. und 9. Mai<br>\nIch wohne seit 1992 in Moskau. Unsere Reise von der russischen Hauptstadt nach Hamburg dauerte nicht wie fr&uuml;her dreieinhalb, sondern 20 Stunden. Denn direkte Flugverbindungen zwischen Russland und Deutschland gibt es nicht mehr. Auf dem Hinweg reisten wir mit Bahn, Bus und Flieger von Moskau &uuml;ber St. Petersburg und Helsinki in die Hansestadt. Am 8. Mai dann wollte ich mit meiner Frau, einer Russin, das Ehrenmal f&uuml;r die Sowjetsoldaten im Treptower Park in Berlin besuchen. Doch schon bei der Anfahrt sp&uuml;rte ich, dass es kein einfacher Tag werden w&uuml;rde. Im Hauptbahnhof der Stadt sah ich ein riesiges Plakat: &raquo;#StandWithUkraine&laquo; stand darauf. Und gleich um die Ecke gab es noch eine Reklameleuchtwand mit einem Portr&auml;t von Selenskij in braunem T-Shirt. Darunter stand: &raquo;Selenskij: Putin wird st&uuml;rzen, so wie Hitler st&uuml;rzte&laquo;.<br>\nIch war erschrocken. Hetzpropaganda gegen Russland, auf offiziellen Reklamefl&auml;chen im gr&ouml;&szlig;ten deutschen Bahnhof? Ich war benommen, wie nach einem Faustschlag. Hey, du bist in einem anderen Deutschland angekommen!<br>\nDie Pro-Kiew-Propaganda &ndash; denn es geht ja nicht um die Menschen in der Ukraine &ndash; ist geschickt eingef&auml;delt. Man benutzt flotte Parolen, wie &raquo;Stoppt den Krieg&laquo; und am besten das Ganze noch auf Englisch, damit sich auch ja keiner daran erinnert, dass Deutschland schon zweimal &ndash; 1918 und 1941 &ndash; mit Truppen in der Ukraine einmarschierte. [&hellip;]<br>\nIm Szeneviertel Berlin-Friedrichshain, dort, wo es in den 1990er Jahren ganze Stra&szlig;enz&uuml;ge mit besetzten H&auml;usern gab, findet man heute an H&auml;userw&auml;nden selbst gezeichnete antirussische Hetzplakate, auf denen Putin als Schl&auml;chter dargestellt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427164.russophobie-verbote-und-propaganda.html\">Ulrich Heyden in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kampf gegen hohe Inflation: &Ouml;konomen fordern jetzt die Rente mit 70<\/strong><br>\nAuf der Suche nach L&ouml;sungen im Kampf gegen die hohe Inflation sprechen sich &Ouml;konomen f&uuml;r eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters aus und schlagen eine Rente ab 70 vor. Immer mehr Rentnern st&uuml;nden immer weniger Besch&auml;ftigte gegen&uuml;ber. Das k&ouml;nnte zu weiter steigenden Preisen f&uuml;hren.<br>\n&Ouml;konomen fordern die Rente mit 70 &ndash; um die steigenden Preise abzufedern und die Arbeit an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Der Wirtschaftsforscher Gunther Schnabl sagte der &bdquo;Bild&ldquo;: &ldquo;Das Renteneintrittsalter muss steigen. Deutschland hat schon heute ein riesiges Fachkr&auml;fteproblem, Hunderttausende Stellen sind unbesetzt.&rdquo; Das f&uuml;hre dazu, dass unter anderem die L&ouml;hne in den n&auml;chsten Jahren kr&auml;ftig steigen m&uuml;ssten und damit Waren und andere Leistungen noch viel teurer w&uuml;rden, sagte Schnabl.<br>\n&Ouml;konom Kooths: &bdquo;Mix wird zur steigenden Gefahr f&uuml;r die Preisstabilit&auml;t&ldquo;<br>\nDer Vizepr&auml;sident des Kieler Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft, Stefan Kooths, sagte &bdquo;Bild&ldquo;: &bdquo;Der Mix aus alternder Gesellschaft, hoher Verschuldung und Energiewende wird in den n&auml;chsten Jahren zu einer steigenden Gefahr f&uuml;r die Preisstabilit&auml;t.&ldquo;<br>\nF&uuml;r gro&szlig;e Aufregung hatten im vergangenen Sommer Vorschl&auml;ge des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium &uuml;ber eine Reform hin zur Rente mit 68 gesorgt. Nach geltender Rechtslage wird die Altersgrenze f&uuml;r die Rente ohne Abschl&auml;ge bis 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/eintrittsalter-muss-steigen-rente-erst-mit-70-das-wollen-oekonomen-im-kampf-gegen-die-inflation-tun_id_100982475.html%20\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Manchmal muss man sich wirklich f&uuml;r solche &ldquo;&Ouml;konomen&rdquo; fremdsch&auml;men: Die aktuelle Inflation ist importiert und geht prim&auml;r auf Brennstoffe, Rohstoffe und Nahrungsmittel zur&uuml;ck. Erst in einem weiteren Schritt k&ouml;nnte es zu Zweitrunden-Effekten kommen, d.h. die Inflation k&ouml;nnte durch &ldquo;&uuml;berh&ouml;hte&rdquo; Lohnerh&ouml;hungen weiter angeheizt werden. Dazu wird es aber vermutlich nicht kommen: Dank Prekarisierung des Arbeitsmarktes ist die Tarifbindung von 76% in 1998 auf nur noch 53% in 2019 zur&uuml;ckgegangen. <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Arbeit\/Arbeitsmarkt\/Qualitaet-Arbeit\/Dimension-5\/tarifbindung-arbeitnehmer.html\">Im Osten liegt sie noch niedriger<\/a>. Die H&auml;lfte der Arbeitnehmer hat also gar kein Druckmittel f&uuml;r &uuml;berm&auml;&szlig;ige Lohnsteigerungen. Von den 2 Mio. Solo-Selbst&auml;ndigen ganz zu schweigen. Merkw&uuml;rdig ist auch, dass die gleichen &Ouml;konomen keine Erh&ouml;hung der Leitzinsen fordern &ndash; die w&uuml;rde n&auml;mlich &uuml;berh&ouml;hte Lohnsteigerungen auch abbremsen. Im &Uuml;brigen stellt sich die Frage, wie viele Arbeitspl&auml;tze denn in den n&auml;chsten 15 Jahren durch Digitalisierung, Automatisierung und h&ouml;here Kapitalintensit&auml;t wegfallen werden &ndash; wom&ouml;glich haben wir dann wieder mit hoher Arbeitslosigkeit zu k&auml;mpfen. Und das Blatt kann sich relativ schnell wenden: Noch Ende 1997 wurde beklagt, dass zu viele junge Menschen, die in den Ausbildungsmarkt dr&auml;ngten &ndash; <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/hoffen-auf-das-grosse-wunder-a-34da0fe2-0002-0001-0000-000008731870\">ca. 300.000 gingen damals leer aus<\/a>.<\/em><br>\nEin noch h&ouml;heres Rentenalter w&uuml;rde die Beitragsrendite der GRV f&uuml;r weitere Jahrg&auml;nge schm&auml;lern und dazu f&uuml;hren, dass immer gr&ouml;&szlig;ere Teile der Arbeitnehmer gegen Ende ihres Arbeitslebens immer l&auml;nger arbeitslos sind bzw. im ALG II h&auml;ngen.\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Zeit ist reif f&uuml;r eine Erbschaftssteuer in H&ouml;he von 100 Prozent<\/strong><br>\nReichtum Deutschland ist eine Steueroase f&uuml;r Erben. Der &Ouml;konom Guy Kirsch hat einen radikalen Gegenvorschlag. Richtig so! [&hellip;]<br>\nIn Deutschland werden Arbeit und Konsum steuerlich besonders stark belastet. Wer also sch&ouml;pferisch t&auml;tig ist und sein Geld dann im Wirtschaftskreislauf h&auml;lt, zahlt f&uuml;r die Gemeinschaft. Erbschaften und Verm&ouml;gen hingegen werden in kaum einem anderen OECD-Staat steuerlich so sehr verschont wie hier. [&hellip;]<br>\nWer in eine wohlhabende Familie hineingeboren wird, dem finanziert das Familienverm&ouml;gen oft das Studium und den Berufseinstieg. Danach folgen Geldgeschenke, mit denen sich ein Haus bauen oder kaufen l&auml;sst. [&hellip;]<br>\nLetztlich funktioniert unsere Gesellschaft beim Thema Erben nach der Logik einer Blut-und-Boden-Ideologie mit Klassenrassismus statt Antisemitismus und v&ouml;lkischem Rassismus. Beispielsweise lautet das beliebteste Argument der Erben, die Eltern oder Gro&szlig;eltern h&auml;tten f&uuml;r das Geld viel geleistet, mit dem sie den Kindern nun Immobilien oder mehr spendieren. Offenbar bemerken solche Leute nicht, welcher Sozialchauvinismus hier mitschwingt. Bedeutet es doch, dass Professoren, Anw&auml;ltinnen oder &Auml;rzte angeblich viel &bdquo;geleistet haben&ldquo;, Geringverdiener wie Reinigungskr&auml;fte, Friseurinnen oder M&ouml;belpacker sich dagegen nicht genug anstrengen, wenn sie nichts zu vererben haben.<br>\nDer &Ouml;konom Thomas Piketty pl&auml;diert f&uuml;r einen &bdquo;partizipativen Sozialismus&ldquo;, dessen Kernst&uuml;ck eine &bdquo;Grunderbschaft&ldquo; f&uuml;r jeden in H&ouml;he von 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoverm&ouml;gens w&auml;re, ausbezahlt am 25. Geburtstag und finanziert &uuml;ber Verm&ouml;gens- und Erbschaftssteuern. Noch konsequenter ist ein Vorschlag, den der Wirtschaftswissenschaftler Guy Kirsch vertritt. Er bef&uuml;rwortet eine Schenkungs- und Erbschaftssteuer von 100 Prozent. Die Einnahmen sollten in einen staatlichen Fonds flie&szlig;en, aus dem dann jedem ab einem gewissen Alter gleich viel ausbezahlt w&uuml;rde, unabh&auml;ngig vom Verm&ouml;gensstand der biologischen Ahnen. Ausnahmen g&auml;be es dabei weder f&uuml;r Betriebsnachfolgen noch f&uuml;r &bdquo;der Oma ihr klein&rsquo; H&auml;uschen&ldquo;. Nur pers&ouml;nliche Erinnerungsst&uuml;cke lie&szlig;en sich noch vererben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/cbaron\/thomas-piketty-guy-kirsch-oekonomen-wollen-das-erben-abschaffen\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>In Tokio tritt Biden mit zwei Stiefeln gegen China an<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nBei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem japanischen Premierminister Fumio Kishida in Tokio machte US-Pr&auml;sident Joe Biden heute deutlich, dass die USA f&uuml;r Taiwan k&auml;mpfen w&uuml;rden, sollte es von China angegriffen werden.<br>\nAuf die Frage eines Reporters, ob die USA Taiwan milit&auml;risch verteidigen w&uuml;rden, antwortete er: &ldquo;Ja&rdquo;. Nach einer Pause f&uuml;gte er hinzu: &ldquo;Das ist unsere Verpflichtung&rdquo;. Diese Aussage scheint die jahrzehntelange strategische Zweideutigkeit der amerikanischen China-Taiwan-Politik zu beseitigen.<br>\n&ldquo;Wir verpflichten uns, Frieden und Stabilit&auml;t zu unterst&uuml;tzen und sicherzustellen, dass es keine einseitige &Auml;nderung des Status quo gibt&rdquo;, sagte Biden. &ldquo;Die USA sind engagiert und wir unterst&uuml;tzen die Ein-China-Politik, aber das bedeutet nicht, dass China das Recht hat, Taiwan mit Gewalt zu &uuml;bernehmen.&rdquo;<br>\nBidens Betreuer haben die Angewohnheit, die ungeschriebenen &Auml;u&szlig;erungen des Pr&auml;sidenten zur&uuml;ckzunehmen, und das Wei&szlig;e Haus bem&uuml;hte sich laut Fernsehberichten aus Tokio rasch um Klarheit. Das Wei&szlig;e Haus widersprach Bidens Erkl&auml;rung jedoch nicht, sondern erkl&auml;rte lediglich, dass sie keine &Auml;nderung der Politik darstelle.<br>\nDas Taiwan-Beziehungsgesetz der Vereinigten Staaten von 1979 ist alles andere als eindeutig. Es &ldquo;legt fest, dass der Pr&auml;sident und der Kongress die geeigneten Ma&szlig;nahmen&rdquo; als Reaktion auf &ldquo;Bedrohungen der Sicherheit oder des sozialen oder wirtschaftlichen Systems des taiwanesischen Volkes&rdquo; bestimmen sollen.<br>\nDie Antwort Pekings auf Bidens Bemerkung lie&szlig; nicht lange auf sich warten. [&hellip;]<br>\nBiden, der die Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland enthusiastisch unterst&uuml;tzt hat, verglich die Reaktion des Westens auf diesen Kampf mit einem m&ouml;glichen chinesischen Angriff auf Taiwan. Dabei verwies er auf den langfristigen wirtschaftlichen Schaden, den er Russland auferlegen will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2022\/05\/in-tokyo-biden-puts-two-boots-into-china\/?mc_cid=d2a391a380&amp;mc_eid=f072d9574c\">Asia Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dick aufgetragen: Quad-Gipfel in Tokio<\/strong><br>\nSteht nach der aktuellen NATO-Erweiterung in Europa nun der Asien-Pazifik-Region eine Quad-Erweiterung bevor? Spekulationen dar&uuml;ber begleiteten das Gipfeltreffen des gegen China gerichteten Viererpakts am Dienstag, zu dem sich die USA, Australien, Japan und Indien zusammengetan haben. S&uuml;dkoreas neuer Pr&auml;sident Yoon Suk Yeol hatte im Wahlkampf erkl&auml;rt, er wolle die Kooperation mit dem Quad-Pakt systematisch ausbauen: Ein Schritt, der die Frontbildung gegen Beijing vorantreiben w&uuml;rde, im Kern nicht jener gegen Moskau un&auml;hnlich, die die NATO mit ihrer Expansionspolitik in Europa betrieben hat. Die Gefahr, die eine Quad-Ausdehnung unweigerlich mit sich br&auml;chte, liegt auf der Hand.<br>\nNun haben US-Regierungsquellen in den vergangenen Tagen zwar bekr&auml;ftigt, &raquo;aktuell&laquo; sei S&uuml;dkoreas Beitritt zum Quad nicht geplant. &raquo;Aktuell&laquo; hei&szlig;t aber: Das kann sich jederzeit &auml;ndern. Und auch sonst ist Washington bem&uuml;ht, den Machtkampf gegen China in der Asien-Pazifik-Region nach Kr&auml;ften zu forcieren. Auf dem Quad-Gipfel k&uuml;ndigten die Teilnehmer an, in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren 50 Milliarden US-Dollar f&uuml;r die F&ouml;rderung der Infrastruktur am Indischen und am Pazifischen Ozean bereitzustellen &ndash; ein direkter Vorsto&szlig; gegen Chinas Neue Seidenstra&szlig;e. Zuvor hatte US-Pr&auml;sident Joseph Biden mitgeteilt, die USA und zw&ouml;lf Staaten Asiens und der Pazifikregion arbeiteten an einem neuen Wirtschaftspakt, auch dies als Gegengewicht zur Volksrepublik. Bereits vor rund zehn Tagen waren die Staats- und Regierungschefs der ASEAN-Staaten erstmals seit Jahrzehnten zu einem Gipfel im Wei&szlig;en Haus empfangen worden. Washington tr&auml;gt in diesen Tagen dick auf&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427189.dick-aufgetragen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Vertreter von 5 L&auml;ndern verlassen den Saal, als ein russischer Beamter in Bangkok spricht<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nThailand mag sich nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine auf seine &ldquo;Neutralit&auml;t&rdquo; berufen, aber die Vertreter von 5 L&auml;ndern, die heute in Bangkok an einer Veranstaltung teilnahmen, taten dies sicher nicht. Zwei thail&auml;ndische Beamte und zwei internationale Diplomaten berichteten der Nachrichtenagentur Reuters, dass beim heutigen Treffen der Apec-Handelsminister in Bangkok die Vertreter von f&uuml;nf L&auml;ndern die Veranstaltung verlie&szlig;en, als der russische Minister f&uuml;r wirtschaftliche Entwicklung Maksim Reshetnikov sprach.<br>\nBei den 5, die die Sitzung verlie&szlig;en, handelte es sich um Vertreter Kanadas, Neuseelands, Australiens, Japans und der USA.<br>\nVertreter aus 21 L&auml;ndern nahmen an dem Treffen teil, bei dem es um wirtschaftlichen Wohlstand ging. Eine thail&auml;ndische Regierungsquelle sagte, dass die Vertreter aus Protest gegen den Einmarsch Russlands in der Ukraine gegangen seien.<br>\nIn Zukunft k&ouml;nnte es in Thailand weitere Proteste dieser Art geben. Thailand hat derzeit den Vorsitz der Apec inne und wird voraussichtlich im November ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Gruppe abhalten. Berichten zufolge ist unklar, ob der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin daran teilnehmen wird.<br>\nPremierminister Prayut sagte Anfang des Monats, Thailand werde sich nicht f&uuml;r eine Seite zwischen Russland und der Ukraine entscheiden und politisch neutral bleiben. [&hellip;]<br>\nObwohl Thailand im M&auml;rz f&uuml;r eine UN-Resolution stimmte, in der Russland aufgefordert wurde, seine Truppen aus der Ukraine abzuziehen, best&auml;tigte das Land in diesem Monat, dass es neutral bleiben werde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thethaiger.com\/news\/bangkok\/5-countries-representatives-walk-out-when-russian-official-speaks-in-bangkok%20\">The Thaiger<\/a>\n<p>dazu: <strong>Apec-Handelstreffen endet ohne gemeinsame Erkl&auml;rung<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nEin Treffen von Handelsministern aus der asiatisch-pazifischen Region endete am Sonntag ohne eine gemeinsame Erkl&auml;rung aufgrund von Differenzen &uuml;ber Russlands Einmarsch in der Ukraine, sagte ein japanischer Minister. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Es gab gro&szlig;e Unterschiede bei der Koordinierung der Formulierung &uuml;ber Russland zwischen den Mitgliedsl&auml;ndern&rdquo;, sagte Hagiuda auf einer Pressekonferenz. [&hellip;]<br>\nDie Minister der 21 Nationen, die das Forum der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation (Apec) bilden, darunter die drei gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaften der Welt &ndash; die Vereinigten Staaten, China und Japan &ndash; diskutierten nach offiziellen Angaben auch Themen wie Lebensmittelsicherheit, hohe Energiepreise und st&auml;rkere Lieferketten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bangkokpost.com\/business\/2313966\/apec-trade-meet-ends-in-bangkok-without-joint-statement-remains-apart-on-russia\">Bangkok Post<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-84178","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/84178","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=84178"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/84178\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":84179,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/84178\/revisions\/84179"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=84178"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=84178"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=84178"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}