{"id":84206,"date":"2022-05-26T14:00:14","date_gmt":"2022-05-26T12:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84206"},"modified":"2022-05-26T14:12:27","modified_gmt":"2022-05-26T12:12:27","slug":"leserbriefe-zu-neue-debatte-zur-sterbehilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84206","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eNeue Debatte zur Sterbehilfe\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Tobias Riegel thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84032\">in diesem Beitrag<\/a> die Orientierungsdebatte im Deutschen Bundestag vom Mittwoch, den 18. Mai 2022, &uuml;ber m&ouml;gliche neue Regeln f&uuml;r die Sterbehilfe. Anlass daf&uuml;r sei ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020, mit dem es ein Verbot &bdquo;gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;iger&ldquo; Sterbehilfe aus dem Jahr 2015 gekippt habe. Drei fraktions&uuml;bergreifende Initiativen zur Neuregelung gebe es. Konkrete Gesetzentw&uuml;rfe seien zwar noch nicht besprochen worden. Zu h&ouml;ren sei jedoch der Wunsch, rund um die Sommerpause ein Gesetz auf den Weg zu bringen. Die Debatte solle aufmerksam verfolgt werden, um &bdquo;unangemessene Einschr&auml;nkungen des Rechts auf selbstbestimmtes Sterben, die &uuml;ber die wichtige Verh&uuml;tung des Missbrauchs der Sterbehilfe hinausgehen&ldquo; abwehren zu k&ouml;nnen. Danke f&uuml;r die Zuschriften mit interessanten Eindr&uuml;cken und Erkenntnissen. Hier sind die Leserbriefe. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, Herr Riegel !<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r den Artikel und f&uuml;r Ihre&nbsp; weitere Aufmerksamkeit zur Verhinderung &uuml;bergriffiger gesetzlicher Einengungen im Sinne der Institutionen und Organisationen, deren Gesch&auml;ftsmodell durch die tats&auml;chliche Durchsetzung des Richterspruches geschm&auml;lert werden w&uuml;rde, zum Beispiel der Kirchen, Heiminvestoren&nbsp; und Palliativmediziner.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAlexander G. Roklum<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion, wenn ich das vom Vorantreiben der Strebehilfe nur lese, str&auml;ubt sich mir der Kamm. Diese dunklen Kr&auml;fte im Hintergrund haben uns den unertr&auml;glichen Jetzt-Zustand beschert, weil niemand ihr Treiben bemerkte und gleich am Anfang beschnitt. So kam ein Herr Fischer im aufgen&ouml;pften Hemd und Turmnschuhen daher, ohne auf Widerspruch zu sto&szlig;en, so wurden die Quotenfrauen und -ausl&auml;nder eingef&uuml;hrt, so wird diese widernat&uuml;rliche und menschenverachtende&nbsp; Agenda unbeirrt vorangetrieben. Diese Menschenfeinde haben sich in unz&auml;hligen Netzwerken niedergelassen, die mit Steuergeldern finanziert werden. <\/p><p>Jedes Schulbuch trieft vor Ideologie, schlimmer als es die DDR je trieb, dort verlie&szlig; ich 1987 die Volksbildung, weil mir dort mengenm&auml;&szlig;ig die Judenverfolgung&nbsp; und die Sowjetverehrung als Thema zuviel wurden. Jetzt haben diese Kr&auml;fte bez&uuml;glich Ru&szlig;lands den Schalter einfach umgeklappt, dem ich nun folgen soll? Bin ich gefragt worden? Wie bei allen Scheu&szlig;lichkeiten, die mir zuwiderlaufen, nat&uuml;rlich nicht.<\/p><p>Die Kirche wird in Filmen verspottet, Feiertage abgeschafft, die Kindst&ouml;tung zur Normalit&auml;t wie nun die Maske. Wir m&uuml;ssen diesen finsteren Gestalten endlich in den Arm fallen, sonst schlie&szlig;en sie uns wirklich eines Tages an ein Maschinchen an, das sie beliebig abstellen k&ouml;nnen. Ach ja, und wieder ist das Wort so niedlich Sterbe-Hilfe beim k&uuml;nstlichen Ausknipsen&nbsp;eines Menschenlebens. Da ist die Bezeichnung &ldquo;Windpark&rdquo;direkt noch harmlos.<\/p><p>Ich habe von diesem Staat BRD derma&szlig;en die Nase voll, da&szlig; ich wie damals im Herbst 1989 meinen gutbezahlten Posten als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Direktorat beim Kombinat Me&szlig;- und Regeltechnik in Berlin und meine Neubauwohnung auf dem Bersarinplatz samt Einrichtung jetzt alles hinschmei&szlig;en und verlassen k&ouml;nnte. Wohin sollen wir heute? Jedes Land folgt ihrer unmenschlichen Agenda. Meine Tochter, die uns damals auf unserer Flucht &uuml;ber Ungarn begleitete, kann in diesem Staatsgebilde BRD &nbsp;auch kaum mehr atmen. <\/p><p>V&ouml;llig satt von den geschaffenen Realit&auml;ten. W&uuml;rg. Die Medien kommen ihrer Informationspflicht seit 20 Jahren nicht mehr nach. Nachrichten schalten wir keine mehr ein, die Programme wiederholen laufend ihre Propaganda von Klimawahnsinn ect. pp. <\/p><p>KW<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team, lieber Herr Riegel <\/p><p>In der Tat kann man gespannt sein, was schlussendlich das Ergebnis dieses parlamentarischen Verfahrens sein wird. <\/p><p>So wie ich hier von der Schweiz aus die Debatte verfolge, gibt es starke Kr&auml;fte, die gerne hinter die Massgaben des Verfassungsgerichtes zur&uuml;ckkehren w&uuml;rden. Dass es damals &uuml;berhaupt zu diesem Urteil gekommen ist, kann man als kleine Sensation ansehen, so emotional wie die Debatte dar&uuml;ber immer wieder verlaufen ist. <\/p><p>ich denke aber, dass mit der derzeitigen Besetzung des BverG keine solche Entscheidung mehr zu erwarten w&auml;re. Sollte es zu erneuten Restriktionen kommen, w&auml;ren die Aussichten, diese via Verfassungsgericht zu kassieren, wohl sehr bescheiden &ndash; es ist ja hinl&auml;nglich bekannt, wie sich das Verfassungsgericht zum Thema Corona positioniert hat; also darf man durchaus davon ausgehen, dass dieses im Falle der Sterbehilfe erneut das Leben der Betroffenen &uuml;ber alles stellen wird, selbst wenn diese nicht mehr leben wollen. Somit h&auml;tte man dann w&auml;hrend Jahren nichts weiter als Schattenboxen veranstaltet. <\/p><p>Ein Vergleich zur Schweiz ist insofern interessant, dass diese Debatte damals Mitte der 2000er Jahre ebenfalls gef&uuml;hrt worden war &ndash; man wollte eine feste Regelung auf Gesetzesebene, weil damals die Sterbehilfepraktiken der Sterbehilfeorganisation Dignitas f&uuml;r einen gesellschaftlichen Aufschrei gesorgt hatten. Allerdings liess das Justizdepartement, welches sich damals unter der Leitung des bekannt-ber&uuml;chtigten SVP-Exponenten Christoph Blocher befand, alle Bem&uuml;hungen f&uuml;r eine gesetzliche Regelung ins Leere laufen. Somit schien es bis weit in die konservativen Kreise eine Art Konsens zu geben, dass man die Sterbehilfeorganisationen weiter gew&auml;hren l&auml;sst und sich auf deren Selbstverpflichtungen verl&auml;sst. Die Praktiken bei Dignitas wurden soweit bekannt abgestellt und die gr&ouml;sste Sterbehilfeorganisation EXIT f&auml;hrt ohnehin seit jeher einen stringenten Kurs ihrer ihr selbst auferlegten Regelungen. <\/p><p>Herr Riegel, ich habe Ihnen damals, als Ihr Artikel im Juli 2019 erschien, auf den Sie im aktuellen Beitrag bezug nehmen, geschrieben, dass ich nicht d&rsquo;accord gehe mit der von Ihnen ge&auml;usserten Einschr&auml;nkund der Sterbehilfe f&uuml;r psychisch Kranke. Selbstverst&auml;ndlich ist es im Bereich der psychischen Erkrankungen schwierig zu beurteilen, inwiefern eine Heilung und ein lebenswertes Leben m&ouml;glich ist. Ich finde Ihren Vorschlag, dass ganz allgemein die Sterbewilligen einer psychiatrischen Abkl&auml;rung zugef&uuml;hrt werden, eine Idee, die man wirklich in Betracht ziehen sollte. Es w&uuml;rde erstens erm&ouml;glichen in Erfahrung zu bringen, ob der Sterbewunsch gegebenenfalls auf Druck der Angeh&ouml;rigen entstanden ist, und zweitens, das muss man klar sagen, fehlen den meisten Allgemeinmedizinern und anderen Fach&auml;rzten die psychologischen Kenntnisse und das notwendige Gesp&uuml;r, um die weiteren Umst&auml;nde des Sterbewunsches &uuml;berhaupt erst in Erfahrung zu bringen. Um noch einmal einen Bezug zur Schweiz zu nehmen, m&ouml;chte ich anmerken, dass EXIT f&uuml;r 2021 gerade einmal 3 assistierte Suizide f&uuml;r psychisch Kranke ausweist. Nat&uuml;rlich kennen wir die genauen Umst&auml;nde dieser 3 Patienten nicht, aber alleine die Zahl im Vergleich zu den hunderten Krebspatienten, die EXIT in Anspruch genommen haben, scheint daf&uuml;r zu sprechen, dass hier mit grosser Umsicht gehandelt wird. Somit kann man sagen, dass es m&ouml;glich ist, Sterbehilfe ohne gesetzliche Regelung zuzulassen. <\/p><p>Es w&auml;re wohl besser, man w&uuml;rde von einer gesetzlichen Regelung absehen und die v&ouml;llig korrekten Aussagen des BverG von 2020 als allgemeine Wertevorstellung in den gesellschaftlichen Wertekanon &uuml;bernehmen und sie Leitplanke f&uuml;r die Sterbehilfe so stehen lassen. <\/p><p>P. Spring<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Herr Riegel<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Es w&auml;re unfair von Ihnen als Mensch zu verlangen, zu verstehen, was f&uuml;r furchtbare Szenen sich im Dunkeln von Hundert Tausenden Wohnungen abspielt, weil Sie das nicht k&ouml;nnen. Ich beschreibe mal meinen Leidensweg, so wie es den Meisten geht.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Psychische Belastung, wie auch immer, dazu noch pleite. Telefonieren, SMS, E-Mail schreiben, sich k&uuml;mmern, erh&ouml;ht die Belastung enorm. Hier sollte der Patient entlastet und nicht in den Freitod gejagt werden. Denn steigt die Belastung und niemand dieser Idioten versteht einen, entsteht auch noch eine Psychosomatik.<\/p><p>Gute &Auml;rzte wissen das eine Psychosomatik keine Einbildung, sondern eine ernste Warnung vom K&ouml;rper ist. Die k&ouml;rperliche, seelische Belastung ist offensichtlich viel zu hoch. H&auml;lt das zu lange an, entstehen Organsch&auml;den bis hin zum Herz Kreislauf Kollaps. Es ist &auml;hnlich jener die zwar gesund sind, aber an gebrochenen Herzen sterben. Meist wenn sie ihren Partner verloren haben. Solche Kranke die gar nicht krank, sondern nur extrem &uuml;berlastet sind k&ouml;nnen normale Dinge erstmal nicht, weil die Belastung der Psyche, die sich wild und heftig beschwert im Vordergrund steht. Statt Hilfe wird man dumm vollgequatscht und allein gelassen. Frei nach dem Motto, stellen sie sich doch nicht so an.<\/p><p>Psychosomatik ist furchtbar anstrengend. Es ist die H&ouml;lle auf Erden. Bauchschmerzen, widerliche &Uuml;belkeit, der Bauch brennt als w&auml;re die Magens&auml;ure ausgelaufen. Ein grausamer Teufelskreis beginnt. Dann labert man dich noch d&auml;mlich voll, versteht blo&szlig; Bahnhof. Mit Medikamenten kann man keine Psychosomatik heilen. Eine leichte Form von Beruhigungsmitteln unterst&uuml;tzt den Patienten. Ihm mu&szlig; Gelegenheit gegeben werden, zur Ruhe zu kommen, um seine Psychosomatik zu verstehen, zu besiegen und zu vertreiben.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Mich hat man nach Ostberlin zu Psychiater geschickt, um mich f&uuml;r verr&uuml;ckt zu erkl&auml;ren, um mich loszuwerden. Das war ein Fehler, denn die Ostpsychiater waren vom Fach. Sie warfen mich praktisch raus, ich sei ja ges&uuml;nder wie sie.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Statt Hilfe, wird man fertig gemacht und der Kranke ist immer der Schuldige. Mein Antrag auf Sterbehilfe ist wie zu erwarten eingefroren. Von dem faulen Mistst&uuml;ck, was sich meine Betreuerin schimpft, kommt gar nichts, nur Unversch&auml;mtheiten. Hauptsache der Scheck am Monatsende stimmt, f&uuml;r die sogenannte Betreuung. Aber Betreuung hei&szlig;t, wenigstens einmal in drei Wochen kommt eine Person vorbei, um zu sehen, ob man noch lebt, was braucht. Mu&szlig; was in der Wohnung gemacht werden. Einkaufen was auch immer. Oft geht es einen so schlecht, das man es nicht mal bis zum Supermarkt schafft, der nur 10 Minuten entfernt liegt. Mach mal, wenn du laut wohnen mu&szlig;t.<\/p><p>Wo ich wohne, in Berlin gibt es Kinder, Babys. Das Haus ist Asbest belastet, was nicht mal dem Gesundheitsamt interessiert hat. Bei mir werden seit Jahren Wohnungen saniert, renoviert mit schweren Ger&auml;t. Daher kommst du nicht zur Ruhe und die Psychosomatik frisst dich gnadenlos auf.<\/p><p>Ich habe mir fremde Hilfe gesucht, obwohl ich schon so fertig war. Ein P&auml;rchen das mir helfen wollte. Sie stie&szlig;en beim Gericht, den &Auml;mtern nur auf taube Ohren, Mauern, Ignoranz, Gleichg&uuml;ltigkeit. Man hat mir diese Hilfe praktisch davon gejagt. Als Kranker bekommt man finanziell und die Hilfen nicht, was einen zusteht und da ist. Eine Renten Nachzahlung von vielen Tausend Euro, wird mir seit 10 Jahren verweigert. Da ist man schon v&ouml;llig fertig, pleite und trotzdem trampeln diese Kreaturen weiter auf einem rum. Von Freunden usw kannst du Verst&auml;ndnis nicht erwarten und schnell hat man keine Freunde usw mehr. Missverstanden zu werden, sind weitere Schl&auml;ge gegen die man sich nicht mehr wehren kann.<\/p><p>Dabei w&auml;re es so einfach Personen wir mir und in diesem Fall zu helfen, billig zu unterst&uuml;tzen, um wieder Arbeiten und Leben zu k&ouml;nnen. Stattdessen wird man gnadenlos, von Arzt zu Arzt sinnlos rumgereicht, damit schlie&szlig;lich in den Tod getrieben, weil man es allein schlie&szlig;lich nicht mehr l&auml;nger ertragen kann. Dann ist man noch zu feige zu t&ouml;ten, was man schon praktisch hingerichtet hat. Bis zu letzt wird man missverstanden und im Stich gelassen. Das ist so sch&auml;big.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Weder Politiker, Justiz haben das Recht, einen Freitod in einen Suizid umzudeuteln. Suizid ist eine sch&ouml;ne faule Ausrede, die man so sch&ouml;n beliebig auslegen kann, um sein sch&auml;biges Gewissen zu beruhigen. Man mu&szlig; nur mal in den Suizid Foren gehen. Freitod ist etwas ganz Anderes. Eine Ohrfeige an die ganze Gesellschaft, die als Menschen offensichtlich nichts taugen. Freitod ist die Erkenntnis, das ein Weiterleben nur noch eine endlose Zeit von Folter, furchtbaren Schmerzen, die grausamste H&ouml;lle auf Erden ist und das man damit ganz allein da steht. Meine Tagesklink in der N&auml;he wurde auch weg gespart. Man kann kein Leben mehr f&uuml;hren, das es gar nicht mehr gibt.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>[ Dieses Schreiben sollten Sie und ihre Leser verbreiten, wie und wo sie k&ouml;nnen. Als Anklage gegen das System. Das Menschlichkeit nur noch in euren K&ouml;pfen existiert. Viele die sich schon umgebracht haben, liegen immer noch in ihren Wohnungen. Weil es keine Nachbarschaft mehr gibt. Weil sich niemand um diese Menschen k&uuml;mmert. Ich frage mich, ob es &uuml;berhaupt noch Menschen gibt. ]<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nFreddy B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag <\/p><p>Zum nun wieder hochkommenden Thema &ldquo;Suizidhilfe&rdquo; m&ouml;chte ich etwas sagen. Aus gutem Grund anonym.<\/p><p>Allein, Rentenalter, keinerlei Hilfe und sehr &hellip; na gut: sehr Einsam. <\/p><p>&Uuml;ber Depressionen und den Folgen rede ich hier nicht &ndash; wozu? <\/p><p>Meine gesundh. Behinderungen spielen zwar im Alltag eine beherrschende Rolle, waren jedoch nicht der Ausl&ouml;ser, nicht der Grund meines Suizidwunsches. Einkaufen gehen, um die Ecke, geht etwas m&uuml;hsam &ndash; aber es geht noch. Der Behindertenausweis bleibt zu Haus, die Kr&uuml;cke aus Protest auch. Warum der Suizid-Plan? <\/p><p>Ausgel&ouml;st durch Menschen. <\/p><p>Aktiv geplant, zielgerichtet und zum richtigen Zeitpunkt angewendet, kann selbst der bis dahin liebste aller Menschen zum Seelenm&ouml;rder werden. Aus irgendeinem Grund, der hier keine Rolle spielt, die Begleiterscheinungen auch nicht. Wenn das durch mehr als eine Ehe hindurch geschieht und wenn infolge Alter und mehr keine Chance mehr zum Weiterleben bleibt &ndash; dann kannste gehen. Irgendwann kommt dieser Punkt. Um aber so weit zu kommen, muss schon allerhand Unglaubliches passieren. Fr&ouml;hlich, lebensfroh und zukunfts-sehend war fr&uuml;her &hellip; jetzt ist Nacht, seit Langem. <\/p><p>Meine Suizidgr&uuml;nde sind also die, welche man nicht auf Anhieb sieht. Nicht seit gestern, sondern als festliegender Plan seit Jahren. Das damals vorgenommene Ziel ist erreicht, der Moment zum Abtreten ist da. Wieviel Tage noch vergehen, wird sich zeigen. Wochen &hellip; sollen es nicht mehr sein. Ich will nicht mehr! <\/p><p>Weil aber die Arztpraxis geschlossen wurde, besteht keine Chance, legal an etwas Unterst&uuml;tzendes zu kommen, um schmerzfrei und sanft hin&uuml;ber zu gleiten. Sonst w&auml;re ich schon weg. <\/p><p>Die seit zwei Jahren zu erkennenden Umtriebe in der Gesellschaft zeigen es: Skandal&ouml;se Unmenschlichkeit bis in die Staatspitzen hinein, bis weit ins Volk hinein &ndash; und alles Weitere ringsum zeigt deutlich genug, was aus den Deutschen geworden ist. Dazu der Krieg nebenan, der von einigen unserer politisch F&uuml;hrenden gern ausgeweitet w&uuml;rde &ndash; sofern es nicht sie selbst tr&auml;fe. <\/p><p>Jedes kurze Gespr&auml;ch im Supermarkt st&ouml;&szlig;t fr&uuml;her oder sp&auml;ter auf ein Kontra. Freundliches Diskutieren, Meinungsaustausch &ndash; nitschewo, es wird gedacht, was ich denke, basta! <\/p><p>H&ouml;re ich doch wahrhaftig von der erwachsenen Enkelin im Oderbruch &ldquo;Selbstm&ouml;rder sind Feiglinge!&rdquo; <\/p><p>Aha &ndash; auch die j&auml;hrlichen Zehntausend? Ihre Antwort: Gar keine &ndash; schweigen. Hilfe? Wieso? Mag der Gro&szlig;vater doch gehen, wenn er will &hellip; dar&uuml;ber muss sie nicht diskutieren und Gr&uuml;nde interessieren nicht. <\/p><p>Diese Menschen und jene, den ich meine Entscheidung verdanke &ndash; einst geliebt und hart verteidigt gegen jede M&uuml;cke &ndash; diese Menschen sind nicht mehr meine. Ich gehe, wie durch das Vorhaben festgelegt. <\/p><p>Was geht das einem Typ wie Jens Spahn oder &auml;hnlichen Leuten an, denen nur ein breites Grinsen einf&auml;llt, um Probleme der Menschen wirklich zu l&ouml;sen? <\/p><p>Muss ich meine Gr&uuml;nde seziert auf dem Marktplatz ausbreiten, um die Zustimmung irgendeines Unbeteiligten zu bekommen und damit dann ein Mittel, das mir hilft, dieses Leben zu verlassen? <\/p><p>Ich entscheide allein, weil niemand mein Leben leben w&uuml;rde &ndash; nur mir selbst wird es aufgeb&uuml;rdet, unter der l&auml;ngst zerfeldderten Flagge der s. g. Menschlichkeit. Darunter sonnt sich dann einer wie Spahn oder Montgomery (&ldquo;Suizid? Lass das doch den&nbsp; Klempner machen!&rdquo;), denen Urteile h&ouml;chsten Gerichts hinten vorbei gehen. Man posaunt heraus, mich &ldquo;zu retten&rdquo; &hellip; vor was bitte? Gebt endlich denen, die es wollen und unterschriftlich best&auml;tigen, die Mittel, um raus zu k&ouml;nnen! Das w&auml;re dann Rettung &hellip; auch vor Politikern wir Ihr es seid &hellip; <\/p><p>Karlhans <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tobias Riegel thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84032\">in diesem Beitrag<\/a> die Orientierungsdebatte im Deutschen Bundestag vom Mittwoch, den 18. 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