{"id":84210,"date":"2022-05-25T13:30:15","date_gmt":"2022-05-25T11:30:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84210"},"modified":"2022-05-25T17:44:07","modified_gmt":"2022-05-25T15:44:07","slug":"massaker-in-schule-und-luftbruecke-fuer-babynahrung-zwei-erschuetternde-nachrichten-aus-unserer-vorbildnation-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84210","title":{"rendered":"Massaker in Schule und Luftbr\u00fccke f\u00fcr Babynahrung, zwei ersch\u00fctternde Nachrichten aus unserer Vorbildnation: USA"},"content":{"rendered":"<p>Wie soll das alles noch enden? Die Frage stellte ich mir heute fr&uuml;h angesichts zweier Nachrichten aus dem Land der unbegrenzten M&ouml;glichkeiten, den Vereinigten Staaten, die doch, so unsere immer und immer wieder aufgetischte Erz&auml;hlung, Vorbild sind und Leitnation, das auch und gerade f&uuml;r uns Deutsche. Eine Kritik von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDerzeit folgen wir folgerichtig stur und stolz und eisern in einem Krieg, der auf unserem Kontinent fern der USA stattfindet, es ist ein sinnloser Konflikt, der mit Absichten angefacht wurde und am Laufen gehalten wird, die uns nicht erz&auml;hlt werden. Und es herrscht schon lange Krieg, auf der Welt, mitten in der Zivilgesellschaft, der einem entfesselten Militarismus in Verbindung mit einem ungebremsten Neoliberalismus zugrunde liegt. Warum wohl gehen die B&ouml;rsenwerte von Waffenproduzenten so durch die Decke? Warum geht das Zivilleben in die Knie? Mit Frieden und Zusammenarbeit, mit einem toleranten Miteinander und mit Verst&auml;ndigung ist kein Geld, kein Staat zu machen. Tote und Hunger sind die fortlaufenden Folgen, siehe zwei schlimme Ereignisse in den USA (die zudem keine Ausnahmen sind im Land der unbegrenzten M&ouml;glichkeiten). <\/p><p>Deutsche Medien wie hier die ARD-Tagesschau haben heute, 25.05.22, gemeldet:<\/p><blockquote><p>\nBei Sch&uuml;ssen an einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas sind mindestens 19 Kinder get&ouml;tet worden. Auch zwei Erwachsene starben. Der mutma&szlig;liche T&auml;ter wurde von Polizisten erschossen. Pr&auml;sident Biden forderte sch&auml;rfere Waffengesetze.\n<\/p><\/blockquote><p>Weiter hei&szlig;t es: <\/p><blockquote><p>\nEin bewaffneter 18-J&auml;hriger hat nach offiziellen Angaben in einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas mindestens 19 Kinder erschossen. Auch zwei Erwachsene starben. Der Sch&uuml;tze selbst sei ebenfalls get&ouml;tet worden, offenbar durch Polizisten am Tatort, sagte Gouverneur Greg Abbott in einer ersten Stellungnahme. Er sprach von einer schrecklichen und unbegreiflichen Tat, die sich in der Kleinstadt Uvalde im S&uuml;den von Texas ereignet habe. Der Ort hat 16.000 Einwohner. Details zu den genaueren Hintergr&uuml;nden liegen noch nicht vor.\n<\/p><\/blockquote><p>In der Tagesschau wird der texanische Gouverneur Greg Abbott mit den Worten zitiert, es sei eine unbegreifliche Tat. Wei&szlig; Abbott, wovon er spricht? Abbott ist ein bekannter Unterst&uuml;tzer der Waffenlobby, die NRA (National Rifle Association of America) wird dieses Wochenende zu einer Konferenz in Texas tagen. Abbott ist Republikaner, es ist die Partei, die stets gegen die Versch&auml;rfung von Waffengesetzen stimmt. Sie profitieren davon, dass die Welt aus den Fugen geraten ist, lange schon, mehr und mehr bahnt sich die bittere Erkenntnis der einfachen Leute ihren Weg, dass die Spirale in den Untergang so sehr Fahrt aufnimmt, dass die Notbremse am Schluss gar nicht mehr gezogen werden kann.<\/p><p>In den Staaten h&ouml;rt man, dass man die Schweigeminuten satt habe, dass es einer Versch&auml;rfung der Waffengesetze bed&uuml;rfe, dass mehr Kontrollen beim Verkauf von Waffen n&ouml;tig seien. Man stelle sich nur mal vor, in den Staaten werden Pistolen und Gewehre beinah so ungehindert eingekauft wie bei uns Spielzeug. Es ist gewollt, es nutzt. Die Eskalationen sind menschengemacht, und zwar von Menschen, die es k&ouml;nnen, die es sich herausnehmen, die s&auml;mtlichen Einw&auml;nden, Mahnungen, Widerst&auml;nden widerstehen und ihren Wahnsinn durchziehen, weil sie meinen, davon Nutzen zu haben. Viel Nutzen. So eben auch und gravierend in den USA.<\/p><p>Die zweite Nachricht ist mehrere Tage &auml;lter, allein geh&ouml;rt sie ebenfalls zum Drama der USA, dem Krieg, der gegen die eigene Bev&ouml;lkerung gef&uuml;hrt wird. So berichtete die ARD-Tagesschau (19.05.22): <\/p><blockquote><p>\nDie USA haben eine Luftbr&uuml;cke f&uuml;r im Land knapp gewordene Babymilch eingerichtet. Die US-Regierung aktivierte daf&uuml;r ein Gesetz aus dem Kalten Krieg, um die Produktion anzukurbeln. Die US-Regierung richtet eine Luftbr&uuml;cke ein, um Babymilch aus dem Ausland zu importieren. Das Verteidigungsministerium &ldquo;wird seine Vertr&auml;ge mit kommerziellen Frachtfluggesellschaften nutzen, wie es dies in den ersten Monaten der Covid-Pandemie getan hat, um Produkte aus Fabriken im Ausland zu transportieren&rdquo;, erkl&auml;rte das Wei&szlig;e Haus.\n<\/p><\/blockquote><p>Das reichste Land der Welt muss eine Luftbr&uuml;cke f&uuml;r Nahrung f&uuml;r seine Kleinkinder einrichten. Das kann man sich nicht ausdenken. Gerade wurde im US-Repr&auml;sentantenhaus und im US-Senat ein Paket in H&ouml;he von 40 Milliarden US-Dollar durchgewinkt, welches als Hilfspaket f&uuml;r die Ukraine deklariert wurde und doch allein die Kassen der R&uuml;stungsindustrie klingeln lassen wird. Die 40 Milliarden &ndash; sie und die Emp&ouml;rung dar&uuml;ber sind geschenkt angesichts der ohnehin horrenden Milit&auml;rausgaben, dem h&ouml;chsten Budget, seit es die USA gibt. <\/p><p>Im &Uuml;brigen, Mangelern&auml;hrung und Not sind schon vor dem Babymilchmangel Alltag f&uuml;r viele Menschen, f&uuml;r Kinder und Erwachsene in den USA, viele Menschen sind auf Lebensmittelspenden und Almosen angewiesen. Der aktuelle Mangel an Babymilchpulver ist ebenso hausgemacht, wenige gro&szlig;e einheimische Unternehmen haben den US-Markt f&uuml;r sich okkupiert, ausl&auml;ndischen Anbietern wird der Zugang in die USA mittels strenger Importvorschriften erschwert. Zum Schutz eben der amerikanischen Wirtschaft, wie es bei f&uuml;hrenden Politikern von Trump bis Bush immer so sch&ouml;n hei&szlig;t. Wie war das gleich nochmal? America&acute;s first.<\/p><p>Die Babymilchpulver-Luftbr&uuml;cke ist eingerichtet, sogar vom deutsch-amerikanischen Ramstein aus starten Flieger gen Westen, Volkes Mund w&uuml;rde sagen &bdquo;Milchpulver-Bomber&ldquo;. Und internationale Konzerne wie Nestle leeren ihre Pulverlager. <\/p><p>Bis zum n&auml;chsten Massaker, zum n&auml;chsten Amoklauf wird es nicht lange dauern, die n&auml;chste Zwangsr&auml;umung steht bevor und in den USA l&auml;uft auch sonst vieles gegen die Wand. Au&szlig;er die Gesch&auml;fte, die irgendwas mit Milit&auml;r, mit Waffen, mit Gewinn usw. zu tun haben. Dazu schreibt der US-amerikanische Publizist Chris Hedges:<\/p><blockquote><p>\nDie Vereinigten Staaten sind in der Todesspirale eines ungez&uuml;gelten Militarismus gefangen. Keine Hochgeschwindigkeitsz&uuml;ge. Keine fl&auml;chendeckende Gesundheitsversorgung. Kein tragf&auml;higes Covid-Hilfsprogramm. Keine Pause von 8,3 Prozent Inflation. Keine Infrastrukturprogramme zur Reparatur verfallener Stra&szlig;en und Br&uuml;cken, die 41,8 Milliarden US-Dollar erfordern , um die 43.586 strukturell mangelhaften Br&uuml;cken zu reparieren, die im Durchschnitt 68 Jahre alt sind. Kein Erlass von 1,7 Billionen Dollar an Studentenschulden. Kein Umgang mit Einkommensungleichheit. Kein Programm, um die 17 Millionen Kinder zu ern&auml;hren, die jede Nacht hungrig zu Bett gehen. Keine rationale Waffenkontrolle oder Eind&auml;mmung der Epidemie nihilistischer Gewalt und Massenerschie&szlig;ungen. Keine Hilfe f&uuml;r die 100.000 Amerikaner, die jedes Jahr an einer &Uuml;berdosis Drogen sterben. Kein Mindestlohn von 15 Dollar pro Stunde gegen 44 Jahre Lohnstagnation. Keine Pause von den Benzinpreisen, die voraussichtlich 6 $ pro Gallone erreichen werden.<br>\nDie permanente Kriegswirtschaft, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eingef&uuml;hrt wurde, hat die Privatwirtschaft zerst&ouml;rt, die Nation bankrott gemacht und Billionen von Dollar an Steuergeldern verschwendet. Die Kapitalmonopolisierung durch das Milit&auml;r hat die US-Schulden auf 30 Billionen Dollar getrieben, 6 Billionen Dollar mehr als das US-BIP von 24 Billionen Dollar. Der Schuldendienst kostet 300 Milliarden Dollar pro Jahr. Wir haben mehr f&uuml;r das Milit&auml;r ausgegeben, 813 Milliarden US-Dollar f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr 2023, als die n&auml;chsten neun L&auml;nder, einschlie&szlig;lich China und Russland, zusammen.\n<\/p><\/blockquote><p>Im NachDenkSeiten-Artikel &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83442\">Von &Uuml;bersee kommt sie her &ndash; Gewalt in vielen Formen<\/a>&ldquo; finden sich weitere Aufz&auml;hlungen, die die katastrophale Lage unseres B&uuml;ndnislandes USA konstatieren.    <\/p><p>Wohin die Reise der Amerikaner und auch unsere Reise hingehen wird, wie das alles enden wird? Chris Hedges stellt fest, dass die Menschen einen hohen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Preis f&uuml;r den durchgeknallten Militarismus zahlen. Dieser heutige Militarismus durchzieht wie unsichtbarer Nebel alle Gesellschaftsbereiche, kommt schon auch mal als schicke Wortmeldung gew&auml;hlter Politiker daher im zivilen Gewande. In den Vereinigten Staaten schauen gew&auml;hlte Repr&auml;sentanten des Volkes zu, wie die USA kaputt geht in allen Belangen. Wann wachen die auf?<\/p><p>Titelbild: alexkich\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie soll das alles noch enden? Die Frage stellte ich mir heute fr&uuml;h angesichts zweier Nachrichten aus dem Land der unbegrenzten M&ouml;glichkeiten, den Vereinigten Staaten, die doch, so unsere immer und immer wieder aufgetischte Erz&auml;hlung, Vorbild sind und Leitnation, das auch und gerade f&uuml;r uns Deutsche. 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