{"id":8422,"date":"2011-02-23T09:01:48","date_gmt":"2011-02-23T08:01:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8422"},"modified":"2011-02-23T09:01:48","modified_gmt":"2011-02-23T08:01:48","slug":"hinweise-des-tages-1334","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8422","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Ghaddafi droht dem Volk; Linke &Ouml;konomen wollen Euro retten; Schuldenreport 2011 &ndash; &bdquo;Entsch&auml;rft die Schuldenkrise!&rdquo; Internationales Schuldenschiedsverfahren ist 2011 erreichbar; Mikrokredit in Misskredit; Mehr Partizipation wagen!; Linke will gegen Hartz-IV-Kompromiss klagen; Deutlich mehr Geld f&uuml;r Kassen-Zahn&auml;rzte; Baurecht hebelt Schlichterspruch aus; Politiker mit Stallgeruch; EU l&auml;sst nicht getestetes Gen-Futter zu; Studie: Politikergeh&auml;lter im Bundestag; Aufr&uuml;sten im Kampf um die virtuelle Meinungshoheit im Netz; Jetzt kommen die Wendeh&auml;lse: Polizei und Staatsmedien in &Auml;gypten stellen sich nun in den Dienst der Revolution; Guttenberg, das Anti-Vorbild; Hamburg, Guttenberg, Hartz IV &ndash; Merkel gibt sich auf; Schavan will deutsche Lehrer nach Leistung bezahlen; &ldquo;Im deutschen TV fehlen Wirtschaftslenker&rdquo;; Verleger wollen Lohndumping; zu guter Letzt: Der muss Bundeskanzler werden (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Revolution in Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Linke &Ouml;konomen wollen Euro retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Schuldenreport 2011 &ndash; &bdquo;Entsch&auml;rft die Schuldenkrise!&rdquo; Internationales Schuldenschiedsverfahren ist 2011 erreichbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Mikrokredit in Misskredit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Mehr Partizipation wagen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Linke will gegen Hartz-IV-Kompromiss klagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Deutlich mehr Geld f&uuml;r Kassen-Zahn&auml;rzte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Baurecht hebelt Schlichterspruch aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Politiker mit Stallgeruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">EU l&auml;sst nicht getestetes Gen-Futter zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Studie: Politikergeh&auml;lter im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Aufr&uuml;sten im Kampf um die virtuelle Meinungshoheit im Netz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Jetzt kommen die Wendeh&auml;lse: Polizei und Staatsmedien in &Auml;gypten stellen sich nun in den Dienst der Revolution<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Guttenberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Hamburg, Guttenberg, Hartz IV &ndash; Merkel gibt sich auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Schavan will deutsche Lehrer nach Leistung bezahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">&ldquo;Im deutschen TV fehlen Wirtschaftslenker&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Verleger wollen Lohndumping<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">zu guter Letzt: Der muss Bundeskanzler werden<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8422&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Revolution in Libyen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ghaddafi droht dem Volk<\/strong><br>\nDer Machtkampf in Libyen weitet sich aus und wird offensichtlich immer brutaler. Tausende Ausl&auml;nder fliehen aus dem nordafrikanischen Land. Unbest&auml;tigten Berichten zufolge sollen mehrere als 500 Menschen get&ouml;tet worden sein. Mehre St&auml;dte im Osten Libyens sollen unter Kontrolle von Aufst&auml;ndischen stehen, die unter der Flagge des 1969 von Offizieren unter F&uuml;hrung von Muammar Al-Ghaddafi gest&uuml;rzten K&ouml;nigs Idris I. agieren. Der seitdem herrschende Oberst und Revolutionsf&uuml;hrer denkt nicht an eine Abdankung. Am Dienstag &uuml;bertrug das Staatsfernsehen eine Rede des 68j&auml;hrigen. Ghaddafi hielt sie am Eingang eines Geb&auml;udes in Tripolis, das die US-Luftwaffe 1986 bombardiert hatte. Damals waren 36 Zivilisten get&ouml;tet worden &ndash; darunter auch seine Adoptivtochter. In seiner Ansprache appellierte der Staatschef an die Einheit des Landes. &raquo;Wir Libyer haben uns schon fr&uuml;her gegen die USA und Gro&szlig;britannien aufgelehnt, wir werden nicht kapitulieren.&laquo; Und er stellte klar: &raquo;Es ist nicht m&ouml;glich, da&szlig; ich Libyen verlasse.&laquo; Er werde notfalls die Armee zum Einsatz bringen und als &raquo;M&auml;rtyrer sterben&laquo;. Bereits in der Nacht hatte Ghaddafi von Gro&szlig;britannien gestreute Ger&uuml;chte zur&uuml;ckgewiesen, er sei angesichts der Massenproteste au&szlig;er Landes gefl&uuml;chtet. Als Zielort war Venezuela lanciert worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-23\/055.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ich habe die Gaddafi-Rede auf Al Jazeera live verfolgt und muss gestehen, dass mir dabei ein kalter Schauer &uuml;ber den R&uuml;cken gelaufen ist. Nicht nur der Inhalt, sondern vor allem die Mimik, Gestik und Rhetorik von Gadaffi waren wirklich schauderhaft. Man kann nur hoffen, dass die Libyer diesen offensichtlich geisteskranken Despoten ohne all zu gro&szlig;es Blutvergie&szlig;en loswerden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zerfallserscheinungen in Ghadhafis Regime<\/strong><br>\nBenghazi und weitere St&auml;dte im Osten Libyens befinden sich offenbar in der Hand von Aufst&auml;ndischen. Das Ghadhafi-Regime ist damit schwer angeschlagen, weil im Osten das meiste Erd&ouml;l gef&ouml;rdert wird. Auf dem internationalen Flughafen der Mittelmeerinsel Malta sind gem&auml;ss Zeugen zwei libysche Kampfflugzeuge gelandet. An Bord waren offenbar hochrangige Luftwaffenoffiziere. Laut al-Jazeera hatten sie sich geweigert, Aufst&auml;ndische zu bombardieren. Zuvor war der libysche Justizminister nach einem Zeitungsbericht aus Protest gegen die &laquo;exzessive Gewalt gegen Demonstranten&raquo; zur&uuml;ckgetreten. Die gesamte libysche Delegation bei der Uno bekannte sich in New York zur Protestbewegung. Es sei ein V&ouml;lkermord in ihrem Land im Gange. Sie riefen die Weltgemeinschaft auf, einzugreifen und zu helfen. Ausserdem hatte eine Reihe von hochrangigen libyschen Regierungsvertretern und Diplomaten ihre Posten verlassen. Libyens Botschafter in der Arabischen Liga, Abdel Moneim al-Honi, k&uuml;ndigte an, er sei der Revolution beigetreten. Der libysche Botschafter in Indien, Ali al-Essawi, sagte der BBC, er sei aus Protest gegen seine Regierung zur&uuml;ckgetreten.<br>\nDass das Regime sich blutig verteidigen will, hat der sich sonst reformfreudig gebende Ghadhafi-Sohn Saif al-Islam in einer langen Fernsehrede in der Nacht auf Montag klar gemacht. Er bot den Libyern eine erschreckende Wahl: Entweder akzeptieren sie &laquo;Reformen historischen Ausmasses&raquo; aus der Hand des Regimes, oder das Land versinkt in einen B&uuml;rgerkrieg, blutiges Chaos, Zerst&ouml;rung und eine wahrscheinliche Aufspaltung. &laquo;Str&ouml;me von Blut&raquo; stellte er in Aussicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/ghadhafi_schwer_angeschlagen_1.9629168.html\">NZZ<\/a>\n<p>\t<em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist nur zu hoffen, dass noch mehr Anh&auml;nger des bisherigen Regimes &uuml;berlaufen und das angek&uuml;ndigte blutige Chaos ausf&auml;llt. Vielmehr als bei Mubarak stellt sich die Frage: Wie h&auml;lt es die EU, Deutschland mit Gaddafi? Unser Regierungssprecher versichert, die Bundesregierung sei &ldquo;best&uuml;rzt&rdquo;. Das ist sehr mager. Es ist zu hoffen, dass unsere Regierung wie auch die EU vielleicht doch einige effektive Ma&szlig;nahmen in der Hinterhand halten. Eine bessere Gelegenheit wird sich nicht mehr bieten, diesen Mann loszuwerden. Die bisherigen Vorschl&auml;ge auf EU-Ebene begraben allerdings jede Hoffnung, dass die EU Wege finden k&ouml;nnte, der libyschen Bev&ouml;lkerung zu helfen. Der italienische Au&szlig;enminister Franco Frattini empfiehlt: &ldquo;Europa sollte nicht eingreifen.&rdquo; Der finnischer Au&szlig;enminister fordert: &ldquo;Reisebeschr&auml;nkungen f&uuml;r Gaddafi und seinen Clan &hellip; und gezielte wirtschaftliche Sanktionen.&rdquo; Wie phantasielos, das alles hatten wir schon. Als die Schweiz  als Druckmittel zur Befreiung zweier Gesch&auml;ftsleute im Schengenraum eine Visa-Sperre f&uuml;r 150 prominente Libyer, darunter Gaddafi, veranlasste, verf&uuml;gte Libyen Einreisesperren f&uuml;r alle europ&auml;ischen B&uuml;rger aus dem Schengenraum. &ndash; Wir haben dann klein beigegeben, und was hat sich die Welt schon bisher verbogen, <a href=\"http:\/\/www.wissen.de\/wde\/generator\/wissen\/services\/nachrichten\/ftd\/PW\/50150135.html\">wegen einiger &Ouml;lf&auml;sser<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Endlich l&auml;sst der Westen Gaddafi fallen<\/strong><br>\nWochenlang haben die demokratischen Regierungen Europas und die USA gez&ouml;gert, den Sturz der Despoten im arabischen Raum zu fordern. Nun f&auml;llt &ndash; zum Gl&uuml;ck f&uuml;r die Aufst&auml;ndischen &ndash; die diplomatische Schamgrenze. Deutschland gibt sich als Vorreiter.<br>\nJetzt endlich f&auml;llt die diplomatische Schamgrenze. Die Bundesregierung fordert im Konzert mit anderen europ&auml;ischen Regierungen mindestens indirekt zum Sturz der Diktatur in Libyen auf. Au&szlig;enminister Guido Westerwelle  sagt: &ldquo;Wenn man sich in die Sache der Menschenrechte einmischt, ist das keine Einmischung in die innere Angelegenheit, sondern das ist unsere verdammte Pflicht.&rdquo; Und der Au&szlig;enminister h&auml;lt jetzt Sanktionen gegen Libyen f&uuml;r unausweichlich, wenn das dortige Regime nicht sofort die Gewalt einstellt. Wochenlang haben sich demokratische, westliche Regierungen damit zur&uuml;ckgehalten, den Sturz der Autokraten in der arabischen Welt zu fordern oder zu feiern, so lange die Machthaber noch nicht endg&uuml;ltig von ihrem Volk vertrieben waren. Erst als Zine el Abidine Ben Ali am 14. Januar geflohen war und als Hosni Mubarak am 11. Februar unter dem Druck des Milit&auml;rs seinen R&uuml;cktritt erkl&auml;rte, als man sich also ganz sicher war, dass die alten politischen und Gesch&auml;ftspartner verschwunden waren, stellte man sich auf die Seite des Aufstands, obwohl es auch in Tunesien und in &Auml;gypten vorher Tote gegeben hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:volksaufstand-in-libyen-endlich-laesst-der-westen-gaddafi-fallen\/60015757.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Besser sp&auml;t, als nie. Nat&uuml;rlich kann man dem deutschen Au&szlig;enminister in diesem Punkt nicht widersprechen. Die Frage, warum er sich erst jetzt in die Menschrechtssituation einmischt, muss jedoch ebenfalls gestellt werden. Nicht nur Deutschland, sondern vor allem auch Gro&szlig;britannien, Italien und Frankreich haben Gaddafi in den letzten Jahren massiv gest&uuml;tzt &ndash; und das Gaddafi alles andere als ein lupenreiner Demokrat ist, d&uuml;rfte schon l&auml;nger bekannt sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Freund Gaddafi<\/strong><br>\nEs ist noch nicht lange her, da durfte der libysche &bdquo;Revolutionsf&uuml;hrer&ldquo; Gaddafi mitten in Paris und Rom sein Beduinenzelt aufschlagen. Jetzt hat die Regierung in Rom verhindert, dass ihm Sanktionen angedroht werden. Das zeigt, wie weit die EU noch von einer gemeinsamen Mittelmeer-Politik entfernt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1\/Doc~E625C6DFBF5144978A8CD6AB145D464F0~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Linke &Ouml;konomen wollen Euro retten<\/strong><br>\nEuroland in der Krise &ndash; aber welcher Weg f&uuml;hrt heraus? Mit einem Sieben-Punkte-Programm zur Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion will die &ldquo;Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik&rdquo; die Richtung aufzeigen.<br>\n&ldquo;Es wird derzeit nur an den Symptomen der Krise herumgedoktert! Die eigentlichen Ursachen der Krise werden ausgeblendet! Wenn die Auseinanderentwicklung in Europa, die beispielsweise durch die massiven Export&uuml;bersch&uuml;sse im Euroraum vorangetrieben worden ist, nicht beendet wird, ist die Existenz des Euro akut bedroht&rdquo;, warnt Professor Rudolf Hickel von der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik. Die Gruppe sieht sich als Gegengewicht zur aus ihrer Sicht einseitig kapitalorientierten Position der Unternehmensverb&auml;nde und der Bundesregierung. [&hellip;]<br>\nKonkret schlagen die Wissenschaftler vor:\n<ol>\n<li>Euro-Rettungsschirm ausbauen<\/li>\n<li>Eurobonds zur finanziellen Stabilisierung<\/li>\n<li>Schuldenschnitt durch Gl&auml;ubigerbeteiligung<\/li>\n<li>EZB-Anleihek&auml;ufe fortsetzen und Gr&uuml;ndung eines Europ&auml;ischen W&auml;hrungsfonds<\/li>\n<li>Qualitatives Wirtschaftswachstum statt Schrumpfpolitik<\/li>\n<li>Mehr &ouml;ffentliche Einnahmen und Harmonisierung europ&auml;ischer Unternehmensbesteuerung<\/li>\n<li>Auf dem Weg zu einer Wirtschaftsregierung &ndash; einen alternativen, solidarischen Entwicklungsweg durchsetzen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/linke-oekonomen-wollen-euro-retten\/3870278.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schuldenreport 2011 &ndash; &bdquo;Entsch&auml;rft die Schuldenkrise!&rdquo;<\/strong><br>\nInternationales Schuldenschiedsverfahren ist 2011 erreichbar<br>\nDer Ausweg aus der Schuldenkrise der &auml;rmsten L&auml;nder der Welt r&uuml;ckt n&auml;her: Mit dem fairen und transparenten Schuldenschiedsverfahren stellen das Schuldenb&uuml;ndnis erlassjahr.de und die Kindernothilfe im Schuldenreport 2011 einen L&ouml;sungsansatz vor.<br>\nKonkret geht es um hochverschuldete Entwicklungsl&auml;nder, die nicht auf einen Finanz-Rettungsschirm zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen. &bdquo;Wir brauchen f&uuml;r diese L&auml;nder dringend ein geordnetes Schuldenschiedsverfahren, damit die Menschen und insbesondere die Kinder, die von extremer Armut und oft auch Gewalt in ihrem Land betroffen sind und denen es am Notwendigsten fehlt, wieder in die Normalit&auml;t zur&uuml;ck kehren k&ouml;nnen&rdquo;, so Frank Mischo, Schuldenexperte der Kindernothilfe.<br>\n&ldquo;So wie Unternehmen oder Privatpersonen in Deutschland, m&uuml;ssen auch verschuldete L&auml;nder die Chance zu einem Neuanfang durch ein unparteiisches und umfassendes Insolvenzverfahren bekommen. Die ausweglosen Schuldenkrisen der Vergangenheit d&uuml;rfen sich nicht wiederholen&rdquo;, fordert J&uuml;rgen Kaiser, politischer Koordinator von erlassjahr.de. [&hellip;] Das B&uuml;ndnis erlassjahr.de mit seinen &uuml;ber 700 Mittr&auml;gern startet deshalb im Februar 2011 die weltweite Kampagne &bdquo;Defuse the Debt Crisis &ndash; Entsch&auml;rft die Schuldenkrise&rdquo;. Ziel ist es, alle Regierungen der G20-Staaten f&uuml;r ein rechtsverbindliches Schuldenschiedsverfahren zu gewinnen. Deshalb fordert das B&uuml;ndnis das weltweite Insolvenzverfahren auf die Agenda beim G20-Gipfel am 3. und 4 . November in Cannes zu setzen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.erlassjahr.de\/dev2\/cms\/front_content.php?idcat=174&amp;idart=756\">erlassjahr.de<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.erlassjahr.de\/dev2\/cms\/upload\/presse\/2011\/20110222\/20110222_Schuldenreport2011.pdf\">Schuldenreport [PDF &ndash; 50 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mikrokredit in Misskredit<\/strong><br>\nDas Hilfsmodell von Friedensnobelpreistr&auml;ger Muhammad Yunus ger&auml;t durch Wucherzinsen, Vetternwirtschaft und Selbstmorde nicht nur in Bangladesch zusehends in Verruf<br>\nEin Termin stand fest, die Karten waren verkauft: Anfang Februar sollte Muhammad Yunus in M&ouml;nchengladbach auftreten. Doch der Nobelpreistr&auml;ger, der als Erfinder des Mikrokredits gilt, musste absagen &ndash; ein Verleumdungsprozess in Bangladesh verhinderte die Ausreise des 70-J&auml;hrigen. [&hellip;] Umgerechnet etwa 2,4 Milliarden Euro sind derzeit in Bangladesch als Mikrokredite in Umlauf. Und die Geldmenge w&auml;chst beharrlich, seit auch internationale Investoren das Gesch&auml;ft (gesch&auml;tztes Volumen weltweit: 250 Milliarden Dollar) mit dem Kleinstkredit entdeckt haben. &bdquo;Die Grameen Bank hat bewiesen, dass die Armen ein gro&szlig;er Markt f&uuml;r das Gesch&auml;ft mit den Mikrokrediten sind &ndash; ein wichtiges Signal f&uuml;r das Finanzkapital in aller Welt&ldquo;, erkl&auml;rt der bereits erw&auml;hnte Anu Muhammad und benennt das grunds&auml;tzliche Dilemma von Mikrokrediten, ob sie nun kommerzieller Natur sind oder auf Non-Profit-Basis vergeben werden: &bdquo;Man setzt voraus, dass alle Bedingungen &ndash; die Natur, die Familie, die Gesundheit, das ganze Umfeld und nat&uuml;rlich der Markt immer konstant und vorteilhaft bleiben&ldquo;. Ein v&ouml;llig unrealistisches Szenario in einem Land wie Bangladesch, das regelm&auml;&szlig;ig von &Uuml;berschwemmungen und Zyklonen heimgesucht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1107-mikrokredit-in-misskredit\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mehr Partizipation wagen!<\/strong><br>\nWie ist es m&ouml;glich, dass eine Regierung, die sich bei ihrem Start auf breite mediale Unterst&uuml;tzung und deutliche W&auml;hlermehrheiten st&uuml;tzen konnte, so schnell abgewirtschaftet hat? Die Ursachenforschung weist in unterschiedliche Richtungen: vom Politikstil der Kanzlerin, ihre Praxis des &bdquo;Aussitzens&ldquo;, Moderierens und Nicht-Entscheidens, die im Angesicht der gr&ouml;&szlig;ten &ouml;konomischen Krise der Nachkriegszeit unangemessen erscheint: &bdquo;Das System Merkel taugt f&uuml;r diese Krise nicht&ldquo;, bis hin zu den Mentalit&auml;ten einer &bdquo;b&uuml;rgerlichen Mitte&ldquo;, die durch den starren Blick auf individuelle Vorteile die F&auml;higkeit zum gemeinsamen Handeln eingeb&uuml;&szlig;t hat. [&hellip;]<br>\nNie war Willy Brandts 1969 gepr&auml;gte Forderung &bdquo;mehr Demokratie wagen&ldquo; aktueller als heute. Gemessen am damals aufgespannten M&ouml;glichkeitshorizont und den konkreten Ver&auml;nderungsschritten erscheint ihre Aktualisierung unrealistischer und radikaler zugleich. Im Zentrum standen Anfang der 1970er Jahre u. a. die Ausweitung der Unternehmensmitbestimmung und die Drittelparit&auml;t an den Hochschulen. Wer dies heute erneut fordert, ger&auml;t in den Verdacht, als politischer Geisterfahrer die Ausfahrt in die Gegenwart verpasst zu haben. Noch schlechter steht es um die radikaleren Aufbr&uuml;che jener Tage, wie z. B. die selbstverwalteten Jugendzentren, Lehrlingskollektive oder selbstverwalteten Betriebe, die ein &ouml;kologisch, feministisch oder sozialrevolution&auml;r gestimmtes &bdquo;Anders leben, anders arbeiten&ldquo; verwirklichen wollten. Mit dem Radikalenerlass und den Berufsverboten beendete die staatliche Seite das Wagnis einer erweiterten Demokratie, bevor es wirklich begonnen hatte. Dennoch setzten sich die demokratischen Impulse in B&uuml;rgerinitiativen, Selbsthilfegruppen und sozialen Bewegungen fort. Die zivilgesellschaftlichen Aufbr&uuml;che sind lebendiger denn je. &bdquo;Wutb&uuml;rger&ldquo; und &bdquo;alternativlos&ldquo; sind die (Un-)Worte des Jahres 2010. In ihnen b&uuml;ndelt sich der &uuml;berraschend starke Protest gegen eine herrschende Politik, die sich gerne als &bdquo;alternativlos&ldquo; pr&auml;sentiert. Verstockt verweigert sie das Gespr&auml;ch mit der B&uuml;rgerschaft, verschanzt sich hinter ihrer repr&auml;sentativen drapierten Allmacht, betont unabl&auml;ssig, es sei alles in rechtm&auml;&szlig;igen Verfahren und mit den n&ouml;tigen Mehrheiten beschlossen worden. Dass es zum Wesen von Politik geh&ouml;rt, in Alternativen zu denken und sie zu suchen, f&uuml;r bessere L&ouml;sungen zu streiten, wird dabei unterschlagen. Politikversagen und borniertes Interesse verkleiden sich als Sachzwang. &bdquo;Zukunft&ldquo; und &bdquo;Moderne&ldquo; werden bem&uuml;ht, um das protestierend vorgebrachte Nein und die vorgeschlagenen Alternativen ins Abseits zu stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/07-2011\/++co++5fe56fda-3b76-11e0-644d-001ec9b03e44\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Linke will gegen Hartz-IV-Kompromiss klagen<\/strong><br>\nDie Linksfraktion im Bundestag strebt eine Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen den Hartz-IV-Kompromiss an. Fraktionschef Gregor Gysi hofft dabei auf Unterst&uuml;tzung von den Gr&uuml;nen und auch aus Reihen der SPD.<br>\nNach Angaben von Gysi k&ouml;nnen die Bundestagsabgeordneten ein Normenkontrollverfahren einleiten, wenn ein Viertel der Abgeordneten &ndash; das sind 156 Politiker &ndash; dieses unterst&uuml;tzen. Sind Linke und Gr&uuml;ne daf&uuml;r, fehlen noch zw&ouml;lf weitere Unterschriften. Er werde pers&ouml;nlich weitere Abgeordnete ansprechen, sagte Gysi. Die Gr&uuml;nen hatten bereits Zweifel an der Verfassungsgem&auml;&szlig;heit des Kompromisses ge&auml;u&szlig;ert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/linke-will-gegen-hartz-iv-kompromiss-klagen\/-\/1472596\/7332732\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Auch wenn die Gr&uuml;nen den Hartz-IV-Kompromiss ebenso wie die Linke ablehnen, ist es noch lange nicht gesagt, dass sie gemeinsam mit der Linken Klage einreichen. Und was f&uuml;r die Gr&uuml;nen gilt, gilt erst recht f&uuml;r Politiker &bdquo;aus Reihen der SPD&ldquo;. Wenn man Politik aus parteitaktischen und nicht aus inhaltlichen Gr&uuml;nden betreibt, muss man sich nicht wundern, wenn man inhaltlich auch nichts erreicht. Dies sollten diese Politiker jedoch auch klar gegen&uuml;ber ihren W&auml;hlern kommunizieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutlich mehr Geld f&uuml;r Kassen-Zahn&auml;rzte<\/strong><br>\nZahn&auml;rzte, die Kassenpatienten behandeln, sollen mehr Geld bekommen. Darauf einigten sich die Gesundheitspolitiker der Union. Die FDP signalisierte Zustimmung.<br>\nWenn es nach der FDP gegangen w&auml;re, h&auml;tten sich die Zahn&auml;rzte schon im vergangenen Jahr freuen k&ouml;nnen. Schon damals, als sich die schwarz-gelbe Koalition an ihrer ersten Gesundheitsreform versuchte, sollte der H&ouml;chstbetrag abgeschafft werden, den die gesetzlichen Krankenkassen f&uuml;r die Zahnbehandlung ihrer Versicherten zur Verf&uuml;gung haben.[&hellip;] Die Krankenkassen erwarten durch das Honorarplus eine Kostensteigerung um bis zu 800 Millionen Euro pro Jahr. In der Koalition ist von maximal 300 Millionen Euro die Rede. Die Versicherten sollen davon angeblich nichts sp&uuml;ren. Doch der Kassenbeitrag ist seit der j&uuml;ngsten Reform festgeschrieben, alle Kostensteigerungen gehen nun direkt zu Lasten der Beitragszahler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article12617236\/Deutlich-mehr-Geld-fuer-Kassen-Zahnaerzte.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nach den Hoteliers, den Apothekern und den Zahn&auml;rzten fehlen noch die Rechtsanw&auml;lte, die Architekten und die anderen freien Berufe, deren Lobbyinteressen gef&ouml;rdert werden m&uuml;ssen. Als arbeitete die FDP in aller<br>\n&Ouml;ffentlichkeit eine Liste von Spendern und Unterst&uuml;tzern ab. Realsatire.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Baurecht hebelt Schlichterspruch aus<\/strong><br>\nIm Auftrag der Landeshauptstadt hat die Stuttgarter Anwaltskanzlei Gleiss Lutz am Montag den Fraktionsspitzen des Gemeinderats und sp&auml;ter der Presse ihre Empfehlungen f&uuml;r die in rund zehn Jahren beginnende st&auml;dtebauliche Neuordnung im geplanten Rosensteinviertel hinter dem Hauptbahnhof unterbreitet. Die Gutachter Hans Schlarmann, Martin Schockenhoff und Achim Dannecker schlagen, vereinfacht ausgedr&uuml;ckt, ein &ldquo;Zwei-S&auml;ulen-Modell&rdquo; vor: Der stadteigene Grund und Boden, auf dem heute noch Gleise liegen, soll in die &ouml;ffentlich-rechtliche &ldquo;Stiftung Rosenstein&rdquo; eingebracht werden. Das operative Gesch&auml;ft f&uuml;hrt sp&auml;ter der Eigenbetrieb &ldquo;Rosenstein-Fond&rdquo;. Und: der Stuttgarter Gemeinderat beh&auml;lt in jedem Fall die Hoheit &uuml;ber das Bau- und Planungsrecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stuttgart-21-baurecht-hebelt-schlichterspruch-aus.f7fcf018-5fed-42fd-ba7b-8c5e0ffe111e.presentation.print.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Politiker mit Stallgeruch<\/strong><br>\nDer H&uuml;hnermast-Konzern PHW\/Wiesenhof bindet &uuml;ber eine Stiftung Politiker und Beamte an sich. Im Kuratorium sa&szlig; auch der heutige Staatssekret&auml;r Bleser (CDU).<br>\nDie Agrarindustrie hat es gerne kuschelig mit Politikern, die sie regulieren &ndash; und die spielen mit. So verteilt Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Gefl&uuml;gelm&auml;ster PHW (Marke: &ldquo;Wiesenhof&rdquo;) an staatliche Entscheidungstr&auml;ger &Auml;mter bei seiner &ldquo;Heinz-Lohmann-Stiftung&rdquo;, die das Image der Branche verbessern soll. Der langj&auml;hrige landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU\/CSU-Fraktion im Bundestag, Peter Bleser, sa&szlig; im Kuratorium der Organisation &ndash; nach Angaben des Verbands von 2006 bis zu Blesers Amtsantritt als parlamentarischer Staatssekret&auml;r im Agrarministerium vor einer Woche. Diese T&auml;tigkeit meldete er nicht der Bundestagsverwaltung, obwohl die Verhaltensregeln f&uuml;r die Parlamentarier das verlangen. Bleser ist nur einer von mehreren Politikern und Beamten in der &ldquo;Stiftung&rdquo;. Der SPD-Politiker Karl-Heinz Funke ist seit seiner Zeit als Agrarminister von Niedersachsen und sp&auml;ter des Bundes in dem Kuratorium. Wie auch Werner Zwingmann, der bis zu seiner Pensionierung 2009 die Unterabteilung f&uuml;r Tiergesundheit und Lebensmittelhygiene im Bundesministerium leitete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/konsum\/artikel\/1\/politiker-mit-stallgeruch\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EU l&auml;sst nicht getestetes Gen-Futter zu<\/strong><br>\nDass gentechnisch ver&auml;nderte Pflanzen in gro&szlig;en Mengen im Tierfutter landen, ist leider nichts Neues. Nun aber will die EU erlauben, dass Gen-Pflanzen, die gar keine Sicherheitspr&uuml;fung in der EU durchlaufen haben &ndash; und somit illegal sind &ndash; im Futtertrog von Kuh, Schwein und Huhn landen d&uuml;rfen.<br>\nHeute hat der St&auml;ndige Ausschuss f&uuml;r die Lebensmittelkette und Tiergesundheit der EU f&uuml;r einen Grenzwert von 0,1 Prozent gestimmt &ndash; auch Deutschland hat sich im Vorfeld nicht dagegen ausgesprochen. Somit d&uuml;rfen ab diesem Sommer 0,1 Prozent in der EU nicht getestete gentechnisch ver&auml;nderte Bestandteile im Tierfutter sein. [&hellip;] Kein anderes Land der Welt, nicht einmal die USA, duldet Bestandteile von Gen-Pflanzen, die nicht von den eigenen Beh&ouml;rden getestet worden sind. Der Ausschuss schl&auml;gt mit der heutigen Entscheidung weltweit einen einmaligen Weg ein. Zwar m&uuml;ssen noch das Parlament und der Ministerrat zustimmen &ndash; es ist aber davon auszugehen, dass der Beschluss mitgetragen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/gentechnik\/nachrichten\/artikel\/eu_laesst_nicht_getestetes_gen_futter_zu\/\">Greenpeace<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Studie: Politikergeh&auml;lter im Bundestag<\/strong><br>\nEine aktuelle Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) zeigt, dass die Di&auml;ten deutscher Bundestagsabgeordneter vergleichbar sind mit der Bezahlung von F&uuml;hrungskr&auml;ften in der privaten Wirtschaft. Nebenverdienste f&uuml;hren jedoch zum Teil zu erheblichen Einkommensvorteilen.<br>\nLaut vorliegender Studie verdiente ein Bundestagsabgeordneter im Jahr 2006 (16. Wahlperiode)<br>\ndurchschnittlich etwa 106.000 Euro brutto. Darin enthalten sind die Di&auml;ten der Abgeordneten in H&ouml;he von 84.108 Euro pro Jahr, Zuschl&auml;ge f&uuml;r politische &Auml;mter im Kabinett oder als Staatssekret&auml;r, Pensions- und &Uuml;bergangszahlungen f&uuml;r fr&uuml;here &Auml;mter sowie Eink&uuml;nfte aus Nebent&auml;tigkeiten. Aufwandsentsch&auml;digung und Kostenpauschale wurden nicht ber&uuml;cksichtigt. [&hellip;] Die durchschnittlichen Eink&uuml;nfte eines Bundestagsmitglieds liegen um gut 60 Prozent &uuml;ber denen eines durchschnittlich verdienenden Vollzeit-Besch&auml;ftigten. Ohne Nebeneink&uuml;nfte schrumpft der Einkommensvorteil jedoch bereits auf 45 Prozent. Zieht man als Vergleichsgruppe Personen mit F&uuml;hrungsaufgaben heran, so verf&uuml;gen Politiker &uuml;ber Gesamteink&uuml;nfte, die bis zu 40 Prozent h&ouml;her sind &ndash; das entspricht etwa 30.000 Euro pro Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.glocalist.com\/news\/kategorie\/politik\/titel\/studie-politikergehaelter-im-bundestag\/\">Glocalist<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Aufr&uuml;sten im Kampf um die virtuelle Meinungshoheit im Netz<\/strong><br>\nGeleakte Mails eines amerikanischen IT-Sicherheitsdienstleisters legen nahe, dass Spezialisten bereits an Softwarel&ouml;sungen arbeiten, mit denen die Diskussion in sozialen Netzwerken manipuliert werden soll Regelm&auml;&szlig;ige Leser von Blogs, Foren und Internetseiten, deren Artikel ausgiebig von Lesern kommentiert werden, kennen die Situation: Da hat die Mehrheit der Kommentatoren im weitesten Sinne zu einem Konsens gefunden und pl&ouml;tzlich kommt ein einsamer Kommentator daher und argumentiert mit Inbrunst gegen die virtuelle Meinungshoheit an. [&hellip;] Wenn die Zahl der Verteidiger allerdings gr&ouml;&szlig;er ist als die der Angreifer, und die Verteidiger kunstvoll argumentativ Ping-Pong spielen, so entsteht beim unbedarften Leser der Eindruck einer ausgeglichenen Diskussion ohne eine echte Meinungshoheit. Bei abstrakten oder komplexeren Themen kann man mit einer kleinen Armee von Sockenpuppen auch ohne weiteres eine Meinungshoheit simulieren, die es so nicht gibt, und dabei neutrale oder thematisch uninformierte Leser auf seine Seite ziehen.<br>\nEin Modell, eben solche virtuellen Armeen zu erzeugen und zu verwalten, umrei&szlig;t eine interne Mail des IT-Sicherheitsdienstleisters HB Gary Federal, die letzte Woche vom bekannten US-Blog Daily Kos [extern] ver&ouml;ffentlich wurde. In dieser Mail diskutieren ranghohe Mitarbeiter von HB Gary &uuml;ber die Konzeption eines IT-Projekts, mit dem Kunden zahlreiche virtuelle Identit&auml;ten (Personas) zentral verwalten k&ouml;nnen.<br>\nDiese Personas sind dabei nicht nur einzelne Nutzer mit einem anonymen Mail-Account und einem anonymisierten Internetzugang, sondern ausgefeilte Komplettl&ouml;sungen mit dazugeh&ouml;rigen Identit&auml;ten in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, eigenen Blogs und simulierter Interaktivit&auml;t untereinander und mit anderen &ndash; realen &ndash; Nutzern. Feinheiten, wie unauff&auml;llige statische und dynamische IP-Nummern und &ldquo;echte&rdquo; Mail-Accounts geh&ouml;ren ebenfalls zum Konzept von HB Gary. Ein solches Konzept erlaubt es beispielsweise dem Kunden, ein ganzes Heer von virtuellen Identit&auml;ten zentral zu steuern, sie in Foren, Blogs und sozialen Netzwerken interagieren zu lassen und so den Eindruck zu erwecken, es handele sich um eine ganze Schar von Nutzern, die eine bestimmte Meinung vertreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/34\/34240\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Jetzt kommen die Wendeh&auml;lse: Polizei und Staatsmedien in &Auml;gypten stellen sich nun in den Dienst der Revolution<\/strong><br>\nIn Sprechch&ouml;ren und auf Transparenten auf dem Tahrir-Platz wird gelegentlich noch die Bestrafung der alten, korrupten Elite gefordert. Manche fordern gar die Hinrichtung von Habib al-Adli. Doch auch jene, die harte Strafen f&uuml;r die Hauptschuldigen des alten Unrechtssystems fordern, sind zufrieden. Die Staatsanwaltschaft liess mehrere ehemalige Minister und Funktion&auml;re der Regierungspartei NDP wegen Korruptionsverdacht festnehmen. &laquo;Ich finde, jetzt reicht es mit der Revolution&raquo;, sagt Imad Muhammad. &laquo;Der Kampf gegen die Korruption war doch das Wich tigste&raquo;, sagt der Marketingmanager aus Heliopolis. Die Milit&auml;rf&uuml;hrung sei auf dem richtigen Weg. Jetzt gelte es, Wirtschaft und Tourismus wieder in Gang zu bringen. Muhammad arbeitet f&uuml;r die Vertretung eines grossen Autobus-Herstellers. &laquo;Unsere Hauptkunden, die Tourismusunternehmen, ziehen reihenweise Bestellungen zur&uuml;ck.&raquo;<br>\n&laquo;Ganz &Auml;gypten hat sich bereits ver&auml;ndert&raquo;, sagt Asmi Ashur, politischer Analyst vom Al-Ahram-Zentrum f&uuml;r politische und strategische Studien in Kairo. Die alte Nationaldemokratische Partei von Mubarak habe praktisch aufgeh&ouml;rt zu existieren. Die ehemals regierungstreuen Staatsmedien nennen sich jetzt Volksmedien. &laquo;Al-Ahram&raquo; etwa, die &auml;lteste und auflagenst&auml;rkste Zeitung der arabischen Welt, feiert die &laquo;Jugend vom Tahrir&raquo; auf Sonderseiten und berichtet pl&ouml;tzlich ausf&uuml;hrlich &uuml;ber die mutmassliche Korruption unter Mubarak. &laquo;Die jungen Leute haben auch uns Journalisten befreit&raquo;, sagt ein Redaktor. Die meisten seien immer schon regimekritisch gewesen. Nur die politische F&uuml;hrung habe verhindert, dass das in die Berichterstattung eingeflossen sei. Auch die wegen ihrer jahrelangen Willk&uuml;r gegen die Bev&ouml;lkerung verhassten Polizisten und viele Ministerien stellen sich pl&ouml;tzlich demonstrativ in den Dienst des Volkes.<br>\nDer Eindruck allerdings, dass die Revolution sich bereits auf ganzer L&auml;nge durchgesetzt habe, t&auml;uscht. Nicht nur hat die Milit&auml;rf&uuml;hrung unter dem ehemaligen Verteidigungsminister Hussein al-Tantawi viele der zentralen Forderungen, wie die Aufhebung des seit dreissig Jahren geltenden Notstandsrechts, bis anhin ignoriert. Vor allem die gef&uuml;rchteten Geheimdienste, die lange vom Vizepr&auml;sidenten Omar Suleiman geleitet wurden, sind unver&auml;ndert t&auml;tig. Bisher seien alle Gefangenen, die w&auml;hrend der Demonstrationen auf dem Tahrir-Platz festgenommen wurden, noch in Haft, sagt Heba Morayef von Human Rights Watch. Wie viele in den Gef&auml;ngnissen sitzen, ist unbekannt. Die Menschenrechtler haben rund 60 F&auml;lle dokumentiert. &laquo;Die Familien vieler Verschwundener wissen nicht einmal, ob ihre Angeh&ouml;rigen tot oder am Leben sind&raquo;, sagt Morayef.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/jetzt_kommen_die_wendehaelse_1.9607558.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Guttenberg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Guttenberg, das Anti-Vorbild<\/strong><br>\nDas neueste Bekenntnis von Verteidigungsminister Guttenberg beweist: Er hat gelogen. Mit einem Gest&auml;ndnis h&auml;tte er Haltung zeigen k&ouml;nnen. Stattdessen verh&ouml;hnt er das Wahlvolk. Hoffentlich wehrt es sich.  [&hellip;] Dem Minister sind also nicht nur Fehler unterlaufen. Vielmehr hat er gelogen. Dabei w&auml;re die F&auml;lschung seiner Dissertation sogar noch zu verzeihen gewesen &ndash; h&auml;tte er sich konsequent entschuldigt und reum&uuml;tig gezeigt.<br>\nDie Kommunikationsstrategie, mit der sich Guttenberg aus der gr&ouml;&szlig;ten Krise seiner Politikerkarriere zu befreien versucht, macht genau das unm&ouml;glich. Sie macht diesen Mann nachgerade gef&auml;hrlich. Dabei geht es nicht nur darum, dass er als Vorbild f&uuml;r Ehrlichkeit versagt. Noch bedenklicher: Guttenberg verh&ouml;hnt die W&auml;hler. Schamlos setzt er auf deren l&ouml;chriges Ged&auml;chtnis und Empf&auml;nglichkeit f&uuml;r populistische Huberei. Seine Eingest&auml;ndnisse im Zweitagestakt versucht er mit einem simplen Trick zu kaschieren, seinem einzigen. Es ist der Trick eines Angebers: Kraftstrotzendes Auftreten, geradlinige Rhetorik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:plagiatsaffaere-des-ministers-guttenberg-das-anti-vorbild\/60015467.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wer sich wundert, wie das konkret aussehen soll, wenn man den Doktor ruhen l&auml;sst, sollte sich mal die offizielle Webseite von Karl-Theodor zu Guttenberg anschauen:<br>\nZitat aus der Biographie: &bdquo;Studium der Rechts- und Politikwissenschaften, Pr&auml;dikatsexamen, Promotion im Jahr 2007 zum jur. (summa cum laude)&ldquo;<br>\nEs ist jedoch erstaunlich, welch deutliche Worte die Leitartikler in den klassischen Medien, die nicht zum Springer-Verlag geh&ouml;ren, heute gefunden haben. Neben der FTD fallen hier auch folgende Medien positiv auf:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-02\/guttenberg-wahrheit\">Die ZEIT &ndash; Der L&uuml;genbaron<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,747013,00.html\">SPIEGEL Online &ndash; Die L&uuml;ge ist ministrabel geworden<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE\/Doc~EFD4E1E1A128C4A388760CEE978C4A7A1~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ &ndash; Vgl. auch Guttenberg 2009<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/die-aussitzer\/-\/1472602\/7368024\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau: Die Aussitzer<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Als Bundesverteidigungsminister ist Guttenberg auch f&uuml;r die Bundeswehrhochschulen verantwortlich. Wie Guttenberg zuk&uuml;nftig seiner Vorbildfunktion gegen&uuml;ber den dort Studierenden gerecht werden soll, d&uuml;rfte sein Geheimnis bleiben.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Wortprotokoll  der Anfangspassage der Rede von Karl-Theodor zu Guttenberg am 21.2.2011 in der Stadthalle Kelkheim<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/zettelsraum.blogspot.com\/2011\/02\/guttenbergs-kelkheimer-rede-der-text-im.html\">Zettels Raum<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider existiert nach meiner Kenntnis noch kein Transkript der ganzen Rede Guttenbergs. Ob meiner Aufregung &uuml;ber die Dreistigkeit Guttenbergs sehe ich mich nicht in der Lage diese Rede unserer Tanne aus dem Wichtelwald klaren Verstandes auseinandernehmen. Einen lesenswerten Versuch unternimmt <a href=\"http:\/\/carta.info\/38443\/guttenbergs-wettertannenrede-eine-analyse\/\">Hans H&uuml;tt auf carta<\/a><\/em>.<\/p><\/li>\n<li><strong>Popularit&auml;t und T&auml;uschung<\/strong><br>\nDer Fluch der b&ouml;sen Tat, die Guttenberg nicht gesteht, hat rasant zu einem Tiefpunkt der moralischen Verlotterung gef&uuml;hrt. Sie habe ihn nicht als wissenschaftlichen Assistenten berufen, sagt Angela Merkel. Ach, wer h&auml;tte das gedacht?<br>\nWie der Verteidigungsminister greift nun also auch die Bundeskanzlerin zu unredlichen Kniffen, damit ungestraft durchgeht, was offen zutage liegt. N&auml;mlich T&auml;uschung und Diebstahl, also Rechtsbruch durch den Abgeordneten Guttenberg, den er als Verteidigungsminister vertuscht, wiederum unter fortlaufendem Bruch demokratischer Grund- und Anstandsregeln.<br>\nGibt es nichts Wichtigeres als eine Doktorarbeit, fragen &bdquo;Bild&ldquo;, Minister und Kanzlerin. Das gibt es allerdings! Die Guttenberg-Debatte dreht sich in zweiter Linie um akademische Fragen, eben nicht um Fu&szlig;noten, sondern um ein erstrangiges Prinzip der Demokratie. Es g&auml;be sie nicht ohne den Grundsatz, dass &uuml;ber der Macht und ihren Inhabern Gesetz, Recht und Regeln stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/popularitaet-und-taeuschung\/v_print,3872454.html?p=\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hamburg, Guttenberg, Hartz IV &ndash; Merkel gibt sich auf<\/strong><br>\nWie gro&szlig; ist eigentlich die Not der Kanzlerin? Angela Merkel erlebt nicht ihre erste Krise im Regierungsamt. Aber es ist wohl das erste Mal, dass sie sich auf offener B&uuml;hne und in wenigen Minuten selbst noch so viel tiefer hineingeredet hat. Merkels Trennung des Politikers Karl-Theodor zu Guttenberg vom Wissenschaftler Karl-Theodor zu Guttenberg ist ihrer Klugheit unw&uuml;rdig. Die Verbindung zwischen der Doktorarbeit und der Ministerarbeit ist die Integrit&auml;t Guttenbergs. Diese Verbindung ist so un&uuml;bersehbar wie eine geschlossene Bahnschranke und so fest wie ein Achterknoten. Wenn Merkel sie ignoriert, verr&auml;t die Kanzlerin schlicht den politischen Faktor der pers&ouml;nlichen Glaubw&uuml;rdigkeit, dem sie selbst ihre Wiederwahl mit zu verdanken hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/guttenberg-affaere-merkel-gibt-sich-auf-1.1063088\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein offensichtlich der Kanzlerin zugeneigter Nico Fried attestiert ihr wenig Schmeichelhaftes. Nur, das Festhalten an Guttenberg ist genaues Kalk&uuml;l, aus zwei Gr&uuml;nden: Keinesfalls durfte von ihr als Kanzlerin die Demontage des Verteidigungsministers ausgehen, sonst w&auml;re ihr Position in den Unionsparteien noch schwieriger geworden. Und sie durfte nicht ignorieren, dass Guttenberg trotz oder vielleicht gerade wegen seiner Verfehlungen der beliebteste Politiker im Lande ist, der sich im Wahlkampf in W&auml;hlerstimmen umm&uuml;nzen l&auml;sst.<br>\nNico Fried h&auml;tte allerdings zur Rolle der SPD in den Hartz-Verhandlungen ein &auml;hnliches Urteil f&auml;llen k&ouml;nnen. Besoffen vom Wahlsieg in Hamburg titelte die taz. Allerdings ist Unf&auml;higkeit der SPD, aus diesen Verhandlungen mehr herauszuholen, nicht einem Kater zu verdanken, sondern die Unf&auml;higkeit ihres alten wie neuen Spitzenpersonals sich von der Agenda-Politik Schr&ouml;ders (und Steinmeyers) zu verabschieden. Die SPD hat es verlernt, eine der Situation in Deutschland angemessene Arbeitnehmerpolitik zu betreiben. Ja, sie hat sich nicht einmal im Ansatz darum bem&uuml;ht: <a href=\"\/?p=7173#h02\">Das Ergebnis von Montag stand schon im Oktober fest<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schavan will deutsche Lehrer nach Leistung bezahlen<\/strong><br>\nDie Bildungsministerin will die Attraktivit&auml;t des Berufes erh&ouml;hen. Lehrer sollen Leistungszulagen erhalten, so Annette Schavan. Das f&ouml;rdere die Qualit&auml;t.<br>\nZum Auftakt von Europas gr&ouml;&szlig;ter Bildungsmesse &bdquo;Didacta&ldquo; in Stuttgart hat Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) die Bezahlung von Lehrern nach Leistung gefordert. &bdquo;Leistungszulagen sind attraktiv, wenn die P&auml;dagogen wissen, dass damit besondere Bem&uuml;hungen auch finanziell gew&uuml;rdigt werden&ldquo;, sagte Schavan der &bdquo;Rheinischen Post&ldquo;. Bei den Lehrergeh&auml;ltern liege Deutschland im internationalen Vergleich gut. &bdquo;Dennoch k&ouml;nnen Leistungszulagen f&uuml;r Lehrer die Attraktivit&auml;t des Lehrerberufs heben&ldquo;, sagte die Ministerin. &bdquo;Am Ansehen der P&auml;dagogen entscheidet sich die Qualit&auml;t der Schule. In den skandinavischen L&auml;ndern ist die Autorit&auml;t der Lehrer hoch. Bei uns wird damit fahrl&auml;ssig umgegangen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/politik\/article1794149\/Schavan-will-deutsche-Lehrer-nach-Leistung-bezahlen.html\">Hamburger Abendblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unsres Lesers S.D.:<\/strong> Ziel soll es offenbar sein, st&auml;rker die Leistungsspitze von Schuljahrg&auml;ngen in den Lehrerberuf zu holen:&rdquo; Wichtig sei auch eine bessere Aus- und Weiterbildung. &bdquo;Das ist aber Schall und Rauch, wenn eine Gesellschaft nicht begreift, dass nur dann die Besten eines Jahrgangs Lehrer werden, wenn sie vom ersten Tag in der Schule an vern&uuml;nftig behandelt werden&rdquo;. Damit sich die L&auml;nder untereinander noch st&auml;rker die Lehrer gegenseitig abwerben. Denn nicht jedes Land wird sich die gleichen &ldquo;Boni&rdquo; leisten k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wie will sie die Leistung objektiv messen? Und wie will sie ihre Idee durchsetzen, Stichpunkt &ldquo;Kooperationsverbot in der Bildung&rdquo;? Diese unausgegorenen und unsinnigen Vorschl&auml;ge aus dem neoliberalen Zauberkasten sind eine Zumutung. Warum k&uuml;mmert sich Schavan nicht mal lieber darum, da&szlig; Junglehrer von ihrer Arbeit leben k&ouml;nnen und nicht aufstocken m&uuml;ssen, oder da&szlig; weniger ausgebildete Lehrer arbeitslos auf der Stra&szlig;e stehen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&ldquo;Im deutschen TV fehlen Wirtschaftslenker&rdquo;<\/strong><br>\nChristiansens Comeback: Ein Gespr&auml;ch mit der Moderatorin &uuml;ber ihre Sendung, Wirtschaftsbosse und einen Sturm im Wasserglas.<br>\nSabine Christiansen kehrt ins deutsche Fernsehen zur&uuml;ck. Von diesem Montag an stellt die Moderatorin in einem halbst&uuml;ndigen w&ouml;chentlichen Format bei n-tv im Wechsel mit Christoph Keese (Konzerngesch&auml;ftsf&uuml;hrer &ldquo;Public Affairs&rdquo; bei Axel Springer, fr&uuml;her Chefredakteur der Financial Times Deutschland und der Tageszeitung Die Welt) Unternehmen und deren Chefs vor. Chefsache &ndash; Manager, Marken, M&auml;rkte, hei&szlig;t die Reihe. Sie beginnt mit Puma-Chef Jochen Zeitz. [&hellip;]<br>\nsueddeutsche.de: Aber es gab doch in den vergangenen Monaten zum Beispiel die gro&szlig;e Maschmeyer-Berichterstattung des NDR, das Ackermann-Portr&auml;t Die Welt des Josef Ackermann im Ersten oder aus der Reihe Duelle die Aufarbeitung der Fehde Porsche gegen Pi&euml;ch, wo es nicht nur um die Dynastie ging, sondern auch um die heutigen Konflikte.<br>\nChristiansen: Wunderbar &ndash; auch da die Frage: mit allen Beteiligten oder ohne? Wir denken eher an Reihen wie The Boss bei CNN oder The Leaders bei CNBC. Nat&uuml;rlich sind das Portr&auml;ts, aber mehr Reportagen als Dokumentationen &uuml;ber gro&szlig;e Clans. Es ist nicht unser Anliegen, uns Unternehmen danach auszusuchen, ob da vielleicht gerade Unfrieden herrscht oder irgendetwas Negatives zu berichten w&auml;re. Sollte das der Fall sein, dann ist es so. Aber wir suchen nicht gezielt danach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/sabine-christiansen-im-gespraech-ein-sturm-im-wasserglas-1.1062751\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Eigentlich macht Frau Christiansen k&uuml;nftig tats&auml;chlich nichts anderes als zu ihren Glanzzeiten in der ARD &ndash; sie l&auml;sst die Eliten in einem freundlichen Licht dastehen. Ihr &bdquo;neues Format&ldquo; ist allerdings keineswegs so neu. Jedes lokale Anzeigenblatt kennt PR-Artikel, in denen lokalen Handwerksmeister oder Autohausbetreibern in einem als redaktionell getarnten Artikel geschmeichelt wird &ndash; als Gegenleistung gibt es dann gro&szlig;z&uuml;gige Anzeigen. Nat&uuml;rlich spielt Sabine Christiansen immer noch in einer anderen Liga und schmeichelt nicht dem Autohausbesitzer, sondern dem Vorstandsvorsitzenden des Automobilkonzerns. Das ist dann aber schon der einzige Unterschied. Echte Journalisten fassen solche getarnte PR-Arbeit &uuml;brigens als H&ouml;chststrafe auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Verleger wollen Lohndumping<\/strong><br>\nTarifverhandlungen f&uuml;r Zeitungsredakteure: Unternehmer fordern dauerhafte Gehaltssenkung f&uuml;r Neueingestellte<br>\nBei den Tarifverhandlungen f&uuml;r die rund 14000 Redakteure bei Tageszeitungen droht eine vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) betriebene Eskalation. Dieser fordert die Etablierung einer zweiten Tarifebene: Neueingestellte sollen zu deutlich schlechteren Bedingungen arbeiten als Altbesch&auml;ftigte. Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di weist dieses Ansinnen ebenso entschieden zur&uuml;ck wie der Deutsche Journalistenverband (DJV).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-23\/041.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Der muss Bundeskanzler werden<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110223_Stuttmann.jpg\" alt=\"Stuttmann vom 23.02.11\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/stuttmann.de\/karikaturen\/kari_20110222_Supertalent.gif\">Stuttmann-Karikaturen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Ghaddafi droht dem Volk; Linke &Ouml;konomen wollen Euro retten; Schuldenreport 2011 &ndash; &bdquo;Entsch&auml;rft die Schuldenkrise!&rdquo; Internationales Schuldenschiedsverfahren ist 2011 erreichbar; Mikrokredit in Misskredit; Mehr Partizipation wagen!; Linke will gegen Hartz-IV-Kompromiss klagen; Deutlich mehr Geld f&uuml;r Kassen-Zahn&auml;rzte; Baurecht hebelt Schlichterspruch aus; Politiker mit Stallgeruch; EU l&auml;sst nicht getestetes Gen-Futter zu;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8422\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8422","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8422","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8422"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8422\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8426,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8422\/revisions\/8426"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8422"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8422"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}