{"id":84266,"date":"2022-05-29T09:00:40","date_gmt":"2022-05-29T07:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84266"},"modified":"2022-05-27T10:47:49","modified_gmt":"2022-05-27T08:47:49","slug":"hinweise-der-woche-258","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84266","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84266#h01\">Nein zu Nato und Krieg &ndash; Ja zum Frieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84266#h02\">Ex-US-Au&szlig;enminister Kissinger: Ukraine soll Gebiete an Russland abgeben, um den Krieg zu stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84266#h03\">Hexenjagd auf Gerhard Schr&ouml;der muss aufh&ouml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84266#h04\">Scholz, der Krieg und die Kampagne gegen Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84266#h05\">Der Wirtschaftskrieg geht nach hinten los<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84266#h06\">Meine Flucht aus Mariupol nach Russland: Drei Wochen Kreuzfeuer, eine Woche Odyssee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84266#h07\">Terra und Luna &ndash; oder wie der Mond die Erde vernichtete<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84266#h08\">Die Zeit ist reif f&uuml;r eine Erbschaftssteuer in H&ouml;he von 100 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84266#h09\">Lernen aus der Covid-19-Pandemie?! Schlussfolgerungen f&uuml;r das Sozial-, Bildungs- und Erziehungswesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84266#h10\">Die vom Bundesverfassungsgericht best&auml;tigte &bdquo;einrichtungsbezogene Impfpflicht&ldquo;: Ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber l&ouml;chrige Gesetzgebung und Umsetzungsdurcheinander<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nein zu Nato und Krieg &ndash; Ja zum Frieden<\/strong><br>\nDer Krieg in der Ukraine hat die bundesdeutsche Friedensbewegung gespalten. Doch die Kritik an Russland ist kein Ja zur Nato, machten eine Reihe von Friedensaktivisten und -gruppen auf einem Kongress in Berlin deutlich. Sie warnten vor den Folgen der Kriegslogik westlicher Politik. [&hellip;]<br>\nWir brauchen keine Aufr&uuml;stung, sondern Abr&uuml;stung&ldquo;, stellte Lafontaine klar. &bdquo;Wir brauchen gemeinsame Sicherheit. Das war die beste Formel, die gefunden worden ist. Man kann nur gemeinsam Sicherheit haben. Und wir brauchen eben Wandel durch Ann&auml;herung, auch wieder mit Russland.&ldquo; Dazu geh&ouml;re auch der kulturelle Austausch, der Menschen zusammenf&uuml;hre, aber der derzeit von westlicher Seite zerst&ouml;rt werde, wie der Ex-SPD-Politiker beklagte.<br>\nEr forderte eine Sicherheitsarchitektur f&uuml;r Europa, &bdquo;aber nicht das Sicherheitsb&uuml;ndnis, das sich Nato nennt&ldquo;. Diese m&uuml;sste &bdquo;im Grunde genommen USA hei&szlig;en&ldquo;, setzte Lafontaine der offiziellen Propaganda entgegen: &bdquo;Die Nato ist ein Tarnname. Die Nato ist in der jetzigen Struktur nichts anderes als die Milit&auml;rmaschinerie der USA, mit einigen Staaten, die sich dieser Milit&auml;rmaschinerie angeschlossen haben.&ldquo;<br>\nEs sei die Frage zu stellen, &bdquo;ob wir ein B&uuml;ndnis mit den USA brauchen, um sicher in Europa zu leben.&ldquo; Seine Antwort sei seit vielen Jahren, mit der vom Oligarchenkapitalismus gepr&auml;gten Weltmacht sei kein friedliches B&uuml;ndnis m&ouml;glich. &bdquo;Denn es gilt die alte Formel von Jean Jaur&egrave;s: Der Kapitalismus tr&auml;gt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen&ldquo;, erkl&auml;rte Lafontaine.<br>\nDer Ex-SPD-Vorsitzende bezog in seine Kritik am oligarchisch gepr&auml;gten Kapitalismus ausdr&uuml;cklich den in Russland wie auch den in der Ukraine ein. Ein solches System sei zu Frieden nicht f&auml;hig. Das bedeutet f&uuml;r ihn, &bdquo;dass wir eine andere Wirtschaftsordnung brauchen, um zum Frieden zu finden&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vierte.online\/2022\/05\/23\/kongress-nein-zu-nato-und-krieg-ja-zum-frieden\/\">Vierte<\/a>\n<p>dazu: <strong>&raquo;Die USA wollen keinen Frieden&laquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber den Ukraine-Krieg, &raquo;gr&uuml;ne&laquo; Preistreiberei und den falschen Kurs der Linkspartei. Ein Gespr&auml;ch mit Oskar Lafontaine<br>\nDer Krieg Russlands gegen die Ukraine dauert nun fast drei Monate. Die Antwort der Bundesregierung darauf lautete: aufr&uuml;sten und Waffen liefern. Stimmen Sie Kanzler Olaf Scholz zu: Erleben wir gerade eine &raquo;Zeitenwende&laquo;?<br>\nNein, das ist keine Zeitenwende &ndash; zumindest mit Blick auf die geopolitische Lage. Schon seit langem befinden wir uns in einer Phase, in der Russland und China milit&auml;risch von den USA eingekreist werden. Seit 20 Jahren weist Moskau darauf hin, dass die Ukraine nicht in die NATO aufgenommen werden darf. Das hei&szlig;t, dass keine US-Raketen an der ukrainisch-russischen Grenze aufgestellt werden d&uuml;rfen. Diese Sicherheitsinteressen wurden konsequent ignoriert. Das ist einer der entscheidenden Gr&uuml;nde f&uuml;r den Ausbruch des Ukraine-Kriegs.<br>\nDie Regierung in Kiew k&ouml;nne ebenso wie die in Warschau oder Budapest souver&auml;n &uuml;ber einen NATO-Beitritt entscheiden, hei&szlig;t es von seiten der westlichen Kriegsallianz. Dem ist nicht so?<br>\nDas Argument, jeder Staat k&ouml;nne selbst entscheiden, welchem B&uuml;ndnis er betritt, ist verlogen. Jeder wei&szlig;, dass die USA einen Beitritt Kubas zu einem Milit&auml;rb&uuml;ndnis mit Russland niemals akzeptieren w&uuml;rden, ebenso wenig wie die Aufstellung von russischen Raketen an der US-Grenze zu Mexiko oder Kanada.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427019.folgen-der-nato-politik-die-usa-wollen-keinen-frieden.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ex-US-Au&szlig;enminister Kissinger: Ukraine soll Gebiete an Russland abgeben, um den Krieg zu stoppen<\/strong><br>\nEs gebe nur ein kleines Zeitfenster, um den bewaffneten Konflikt in der Ukraine zu beenden und eine Friedensl&ouml;sung zu finden, sagte der ehemalige US-Au&szlig;enminister und Politikwissenschaftler Henry Kissinger auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. In seiner Rede am Montag erkl&auml;rte er:  &ldquo;Die Friedensverhandlungen m&uuml;ssen in den n&auml;chsten zwei Monaten beginnen, bevor der Krieg zu Umbr&uuml;chen und Spannungen f&uuml;hrt, die nicht leicht zu &uuml;berwinden sind.&rdquo;<br>\nDer Ausgang des Konflikts werde die Beziehungen Europas zu Russland und der Ukraine gleicherma&szlig;en bestimmen, so der 98-J&auml;hrige. Dabei merkte der Diplomat an, dass die Trennungslinie im Idealfall die &ldquo;R&uuml;ckkehr zum Status quo ante&rdquo; sein w&uuml;rde. Kissinger betonte: &ldquo;W&uuml;rde der Krieg &uuml;ber diesen Punkt hinaus fortgesetzt, ginge es nicht mehr um die Freiheit der Ukraine, sondern um einen neuen Krieg gegen Russland selbst.&rdquo;<br>\nDer Ex-US-Au&szlig;enminister erinnerte daran, dass er beim Ausbruch der Ukraine-Krise durch einen bewaffneten Staatsstreich in Kiew vor acht Jahren daf&uuml;r eingetreten sei, dass die Ukraine ein neutraler Staat und eine &ldquo;Br&uuml;cke zwischen Russland und Europa und nicht eine Frontlinie von Gruppierungen innerhalb Europas&rdquo; werden sollte. Stattdessen habe Kiew die Mitgliedschaft in der NATO als strategisches Ziel verfolgt und damit den Weg f&uuml;r die aktuellen Feindseligkeiten geebnet. Die Gelegenheit, f&uuml;r die er damals geworben habe, bestehe heute nicht mehr, aber &ldquo;sie k&ouml;nnte immer noch als Endziel angesehen werden&rdquo;, erkl&auml;rte Kissinger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/pressefreiheit.rtde.tech\/international\/139254-ex-us-aussenminister-kissinger-zeit\/\">RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>Neue Haltung zur Ukraine: New York Times klingt pl&ouml;tzlich wie Sahra Wagenknecht<\/strong><br>\nDie einflussreichste Zeitung der Welt fordert den US-Pr&auml;sidenten auf, Selenskyj Grenzen aufzuzeigen. Krieg mit Russland sei nicht in Amerikas Interesse.<br>\nDas Sturmgesch&uuml;tz der amerikanischen Liberalen, die New York Times, hat ihre Haltung zum Ukraine-Krieg &uuml;berraschend ge&auml;ndert. Die wohl einflussreichste Zeitung der Welt ver&ouml;ffentlichte am Freitag einen Kommentar ihres Editorial Boards, in dem vor einer Ausweitung des Krieges gewarnt und nach den Zielen Amerikas in der Ukraine gefragt wurde.<br>\nDie New York Times forderte US-Pr&auml;sident Joe Biden in dem Text dazu auf, dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodymyr Selenskyj die Grenzen westlicher Unterst&uuml;tzung aufzuzeigen. Es k&ouml;nne nicht im Interesse Amerikas sein, in einen langwierigen und kostenreichen Krieg mit Russland hineingezogen zu werden. Die &Auml;u&szlig;erungen des 1896 gegr&uuml;ndeten Editorial Board der New York Times sind auch deshalb so bemerkenswert, weil sie traditionell die Haltung der Ostk&uuml;stenelite in Grundsatzfragen wiedergibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/neue-haltung-zur-ukraine-new-york-times-klingt-ploetzlich-wie-sahra-wagenknecht-li.229127\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.D.:<\/strong> Offenbar bef&uuml;rchten die Demokraten ein massives Wahldebakel im Herbst und sehen sich nun gen&ouml;tigt, ein andere Richtung einzuschlagen.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Kriegswiderspr&uuml;che in Washington<\/strong><br>\nIn einer bemerkenswerten Stellungnahme dringt eine der einflussreichsten US-Zeitungen auf Kurskorrekturen des Westens im Ukraine-Krieg &ndash; mit potenziell weitreichenden Auswirkungen auf Berlin und Br&uuml;ssel. Die Vereinigten Staaten d&uuml;rften nicht in einen lange andauernden, &bdquo;umfassenden Krieg mit Russland&ldquo; gezogen werden, fordert das Editorial Board der New York Times. Das Risiko einer unkontrollierbaren Eskalation sei hoch; auch werde sich die Kriegsbegeisterung in der US-Bev&ouml;lkerung angesichts anhaltend hoher Inflation und dramatisch gestiegener Energie-, speziell Benzinpreise nicht lange halten lassen. Dar&uuml;ber hinaus zieht der Ukraine-Krieg wichtige Kr&auml;fte vom Machtkampf gegen China ab. Die New York Times wendet sich gegen Aussagen wie die Ank&uuml;ndigung der Sprecherin des Repr&auml;sentantenhauses, Nancy Pelosi, die USA w&uuml;rden die Ukraine &bdquo;bis zum Sieg&ldquo; unterst&uuml;tzen. Derlei &Auml;u&szlig;erungen haben auch Politiker in Berlin und Br&uuml;ssel get&auml;tigt &ndash; so etwa EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen, die erkl&auml;rte, sie w&uuml;nsche, &bdquo;dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt&ldquo;, oder Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock, die erkl&auml;rte, man wolle &bdquo;Russland ruinieren&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8928\">German Foreign Policy <\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Italien legt Friedensplan f&uuml;r Ukraine vor: Selenskyj betont Bedeutung von Verhandlungen &ndash; Bewegung in der Diplomatie?<\/strong><br>\nRom hat einen Friedensplan erarbeitet, will viele Organisationen einbinden, erstes Ziel: lokale Kampfpausen. Auch Aussagen aus Kiew lassen aufhorchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/italien-legt-friedensplan-fuer-ukraine-vor-selenskyj-betont-bedeutung-von-verhandlungen-bewegung-in-der-diplomatie\/28364496.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hexenjagd auf Gerhard Schr&ouml;der muss aufh&ouml;ren<\/strong><br>\nMeinung Vom hochmoralischen Deutschen Fu&szlig;ball-Bund bis hin zu VW-Aufsichtsrat Stephan Weil: Der Umgang mit Altkanzler Gerhard Schr&ouml;der wegen seiner Moskau-Kontakte zeigt, dass wir in die hysterischste Phase des Kalten Krieges zur&uuml;ckfallen<br>\nEr habe &bdquo;immer deutsche Interessen vertreten&ldquo;, sagte Gerhard Schr&ouml;der k&uuml;rzlich der New York Times. An anderer Stelle betonte er, sein Ziel sei gewesen, den wachsenden Energiehunger der deutschen und europ&auml;ischen Wirtschaft zu stillen. Die Rohstoffe daf&uuml;r l&auml;gen in Russland. Deshalb sollten wir seine Jobs in russischen Unternehmen gef&auml;lligst f&uuml;r so selbstverst&auml;ndlich halten wie Mandate anderer Ex-Politiker in amerikanischen Firmen. Ein souver&auml;nes Land d&uuml;rfe sich nicht von au&szlig;en aufn&ouml;tigen lassen, was es zu tun oder zu lassen habe. Oder, wie Schr&ouml;der es ausdr&uuml;ckte, als ihn eifernde Journalisten mal wieder auf Linie bringen wollten: &bdquo;Das ist mein Leben, nicht eures!&ldquo; Schr&ouml;der weicht nicht aus, er druckst nicht herum, sondern macht &bdquo;klare Ansagen&ldquo;. Wer das f&uuml;r stur oder unzeitgem&auml;&szlig; h&auml;lt, dem sagt er: &bdquo;Dann bin ich eben aus der Zeit gefallen.&ldquo; Basta.<br>\nJa, er ist aus der Zeit gefallen. Aber wir sind es leider auch. Denn die Hexenjagd, die gegen den &bdquo;starrsinnigen&ldquo; Altkanzler l&auml;uft, weil er sich nicht leidenschaftlich genug vom &bdquo;Reich des B&ouml;sen&ldquo; distanziert, ist ein untr&uuml;gliches Zeichen f&uuml;r den R&uuml;ckfall in die wohl hysterischste Phase des Kalten Krieges.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/das-ist-eine-hexenjagd-auf-gerhard-schroeder\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Warum Gerhard Schr&ouml;der nicht abserviert werden sollte<\/strong><br>\nDie New York Times forderte am letzten Freitag Joe Biden dazu auf, dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Selenskyj Grenzen aufzuzeigen. Der Krieg mit Russland sei nicht in Amerikas Interesse, hie&szlig; es au&szlig;erdem. Ein Sieg der Ukraine um jeden Preis sei nicht realistisch und auch kein Ziel. Selbst in den Vereinigten Staaten scheint jetzt so etwas wie Realismus zur&uuml;ckzukehren. In Deutschland kl&auml;fft man noch, die oberste Diplomatin will noch immer nicht mit Putin sprechen und macht klar, dass wir nie wieder Energie aus Russland beziehen werden &ndash; sie erteilt der osteurop&auml;ischen Weltmacht eine arrogante Generalabfuhr nach der anderen.<br>\nDoch wenn die Vordenker aus Washington umschwenken, wird auch eine Annalena Baerbock umdenken m&uuml;ssen &ndash; aller moralischer D&uuml;nkel zum Trotz. Tut sie das dann nicht, wird sie halt abgezogen: Denn Einflussagent und Einflussagentinnen, die nicht spuren, stellt man schon aus Prinzip politisch kalt.<br>\nUnd dann bricht die Zeit an, wo man eben doch wieder mit Putin sprechen muss. Auch Deutschland. Es w&auml;re dann geschickt jemanden zu entsenden, der sich in den letzten Monaten nicht ganz so exponiert hat. Jemanden, mit dem auch Putin sprechen kann. Das w&auml;re die Stunde einer Person, die vielleicht gute Beziehungen nach Russland pflegte. Na, wer fiele uns denn f&uuml;r so eine Rolle ein? Stimmt, wir haben da ja noch diese ungeliebten Gerhard Schr&ouml;der. Das k&ouml;nnte sein Einsatz werden. Wenn er dann noch mitspielen m&ouml;chte &ndash;  nach der heiligen Hetzjagd auf seine Person, w&auml;re es nun wirklich nicht verwunderlich, wenn er dann ablehnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2022\/05\/warum-gerhard-schroeder-nicht-abserviert-werden-sollte\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Scholz, der Krieg und die Kampagne gegen Deutschland<\/strong><br>\nBundeskanzler Olaf Scholz glaubt, dass Kremlchef Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine nicht gewinnen wird. Doch was, wenn auch die Ukraine nicht gewinnt? Ist dann Deutschland schuld? [&hellip;]<br>\nSelenskyj und seine medialen Hilfstruppen bezichtigen vor allem Deutschland, zu wenig und zu z&ouml;gerlich Waffen zu liefern. Damit stricken sie an einer Dolchsto&szlig;legende, derzufolge Scholz und die SPD Schuld sein sollen, wenn es am Ende schief geht und Selenskyj seine Ziele nicht erreicht.<br>\nMit seiner Rede in Davos hat Scholz nun versucht, gegenzusteuern. &bdquo;Auf Deutschland ist Verlass&rdquo;, erkl&auml;rte er. Einen &ldquo;Diktatfrieden&rdquo; werde die Bundesregierung nicht akzeptieren. Doch schon die ersten Reaktionen lassen erkennen, dass das nicht reicht. Die Kampagne gegen Deutschland geht weiter.<br>\nScholz ist daran nicht ganz unschuldig &ndash; denn er tritt viel zu defensiv auf. Er m&uuml;sste die Kritik aus Kiew offensiv zur&uuml;ckweisen und auf ein schnelles Ende des Krieges dr&auml;ngen. Zudem w&auml;re es h&ouml;chste Zeit, den deutschen, europ&auml;ischen und amerikanischen Einsatz ins richtige Verh&auml;ltis zu setzen.\n<blockquote><p>\nOb die Ukraine &uuml;berlebt, h&auml;ngt nicht von ein paar Panzern aus Deutschland ab. Nur die USA, die gerade 40 Milliarden Dollar f&uuml;r Kiew locker gemacht haben, k&ouml;nnen die Ukraine mit dem N&ouml;tigen versorgen.<br>\n&ndash; Stefan Reinecke in der taz\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Seit dem Gipfel in Ramstein haben die USA den Krieg gegen Russland zu ihrem Krieg gemacht. Mit 40 Mrd. Dollar, rund 40 Alliierten und dem &ldquo;Lend-Lease-Programm&rdquo; organisieren sie die Bewaffung der Ukraine, mit Geheimdienst-Informationen steuern sie die gro&szlig;en Schlachten.<br>\nAuf einen Panzer made in Germany mehr oder weniger kommt es vor diesem Hintergrund schon l&auml;ngst nicht mehr an. Auf den milit&auml;rischen Beitrag der meisten anderen EU-L&auml;nder &uuml;brigens auch nicht. Doch das mag in Berlin niemand aussprechen, auch bei der Nato in Br&uuml;ssel ist es tabu&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/scholz-krieg-kampagne-gegen-deutschland\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Wirtschaftskrieg geht nach hinten los<\/strong><br>\nDrei Monate dauert der Wirtschaftskrieg der EU und der USA gegen Russland nun schon, 50 Beitr&auml;ge haben wir in unserem Live-Blog ver&ouml;ffentlicht. H&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine Zwischenbilanz.<br>\nAls alles losging, hie&szlig; es in Br&uuml;ssel, man wolle den Krieg in der Ukraine mit &ldquo;massiven&rdquo; Sanktionen beantworten, um den &ldquo;Preis f&uuml;r Putin&rdquo; hochzutreiben und den Kremlchef so zu einem schnellen Ende zu bewegen. Damit werde auch der Ukraine geholfen, hie&szlig; es. Der Wirtschaftskrieg sollte eine zweite Front aufmachen und Russland isolieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/kein-ziel-erreicht-viele-nebenwirkungen-eine-zwischenbilanz-des-wirtschaftskriegs\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die Sanktionen schlagen zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie aktuellen westlichen Russland-Sanktionen drohen die deutsche Wirtschaft in eine &bdquo;strukturelle Krise&ldquo; zu st&uuml;rzen, werden aber nicht gen&uuml;gen, um Russland zu &bdquo;ruinieren&ldquo; (Annalena Baerbock). Dies ergibt sich aus aktuellen Prognosen und Einsch&auml;tzungen deutscher Experten. Demnach versch&auml;rft nicht nur der Ukraine-Krieg die ohnehin angespannte Lage der deutschen Wirtschaft, die f&uuml;r dieses Jahr allenfalls noch mit einem schwachen Wachstum rechnen kann. Der dramatische Anstieg der Energiepreise, der etwa durch den Umstieg auf teureres Fl&uuml;ssiggas und insbesondere durch die anhaltende Drohung mit einem &Ouml;l- und Gasboykott immer weiter forciert wird, belastet die in hohem Ma&szlig;e energieabh&auml;ngige deutsche Industrie stark. Er k&ouml;nne dazu f&uuml;hren, dass die deutsche Wirtschaft &bdquo;Kernbranchen verliere&ldquo;, und &bdquo;Teile der wirtschaftlichen Struktur&ldquo; der Bundesrepublik &bdquo;zersetzen&ldquo;, warnen Spezialisten. Die russische Wirtschaft wiederum werde durch die Sanktionen zwar geschw&auml;cht, aber nicht, wie in Berlin erw&uuml;nscht, in den Kollaps getrieben, sagt ein Russland-Experte der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP) voraus; sie werde &bdquo;&uuml;berleben&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8932\">German Foreign Policy <\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>S&auml;useln und Zuckerbrot<\/strong><br>\nKommandoton gescheitert: Scholz versucht, afrikanische Staaten zu Russland-Sanktionen zu bewegen<br>\nAuch die Bundesregierung h&auml;lt es so, nicht zuletzt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf seiner ersten Reise nach Afrika. Vor allem in Senegal, wo Scholz sich am Sonntag aufhielt, und in S&uuml;dafrika, wo er an diesem Dienstag Gespr&auml;che f&uuml;hrt, stand beziehungsweise steht das Thema &raquo;Russland isolieren&laquo; auf dem Programm. Beide L&auml;nder hatten sich, als die UN-Generalversammlung am 2. M&auml;rz &uuml;ber die Verurteilung des russischen Angriffs auf die Ukraine abstimmte, enthalten. Beide haben Gewicht: S&uuml;dafrika als bedeutende Regionalmacht, Senegal, weil es dieses Jahr den Vorsitz der Afrikanischen Union (AU) innehat. Und: Beide stehen schon seit Monaten unter erheblichem Druck, sich offen gegen Russland zu positionieren. [&hellip;]<br>\nNach dem Scheitern der &raquo;Diplomatie&laquo; im Kommandoton versucht es Scholz nun mit S&auml;useln und Zuckerbrot. Die &raquo;Demokratien&laquo; w&uuml;rden &raquo;in der Welt zusammenhalten m&uuml;ssen&laquo;, warb er am Sonntag in der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Gemeint war: zusammenhalten gegen Russland. Zudem hat der Bundeskanzler die Regierungen Senegals und S&uuml;dafrikas als Sonderg&auml;ste zum G7-Gipfel Ende Juni in Elmau geladen &ndash; neben Indien, Indonesien, das zur Zeit den G20-Vorsitz innehat, und Argentinien. Auch diese drei Staaten lehnen bislang jegliche Beteiligung an den Russland-Sanktionen ab. [&hellip;]<br>\nDas Problem: Die Kriege, die der Westen in den vergangenen Jahrzehnten gef&uuml;hrt hat &ndash; etwa diejenigen im Irak und in Libyen &ndash;, sind auf dem afrikanischen Kontinent unvergessen. Weshalb man nun mit den westlichen Kriegstreibern gegen das Krieg f&uuml;hrende Russland vorgehen soll, das leuchtet dort nicht unbedingt ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427098.charmeoffensive-s%C3%A4useln-und-zuckerbrot.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Meine Flucht aus Mariupol nach Russland: Drei Wochen Kreuzfeuer, eine Woche Odyssee<\/strong><br>\nUkraine-Krieg Wie ich die Schlacht um Mariupol erlebte, warum ich auf die Krim fl&uuml;chtete &ndash; und was ich von manchen westlichen Medien halte [&hellip;]<br>\nWie derweil im Ausland &uuml;ber all das berichtet wurde, erfuhr ich im Nachhinein von Freunden in Deutschland. Zu dem Geschehen in der Geburtsklinik und im Schauspielhaus, die so oft in den Nachrichten waren, kann ich nichts sagen. Ich wei&szlig; davon auch nur aus zweiter Hand. Zwei Dinge will ich aber kommentieren.<br>\nErstens sagten mir meine Freunde nach meiner Ankunft, dass in deutschen Medien genau ab dem Zeitpunkt unserer Flucht &ndash; etwa im Spiegel am 22. M&auml;rz &ndash; verbreitet wurde, Russland &bdquo;verschleppe&ldquo; systematisch Menschen aus Mariupol. Das h&ouml;rte ich zum ersten Mal. Ich habe auf meiner Flucht von so etwas keine Spur gesehen und weder Zwang noch Gewalt erlebt. Auch sp&auml;ter nachgekommene Nachbarn haben nichts dergleichen berichtet.<br>\nAnders als wohl nach Westen k&ouml;nnen Richtung Osten auch M&auml;nner im kampff&auml;higen Alter dem Krieg entkommen und bei ihren Familien bleiben. Nat&uuml;rlich h&auml;tte ich mir gew&uuml;nscht, dass das schneller geht. Aber dass diese M&auml;nner so gr&uuml;ndlich &uuml;berpr&uuml;ft werden, finde ich in der gegebenen Lage nachvollziehbar. Unverantwortlich ist es hingegen, daraus solche Horror-Meldungen zu machen. Hat die Stadtverwaltung das tats&auml;chlich so gesagt, wie es behauptet wird? Dann hat sie vielleicht Menschen davon abgebracht, sich in Sicherheit zu bringen. Kurz nach unserer Flucht begannen ja schwere K&auml;mpfe.<br>\nZweitens m&ouml;chte ich etwas dazu sagen, wie die K&auml;mpfe um Mariupol anscheinend in Ihren Medien dargestellt werden. Sie werden mir glauben, dass ich lieber keine &bdquo;Milit&auml;roperation&ldquo; rund um meine Wohnung gehabt h&auml;tte. Aber es wurden nicht einfach wahllos Wohnviertel &bdquo;bombardiert&ldquo;. Es fanden K&auml;mpfe statt, und wir sa&szlig;en im Kreuzfeuer. Im Nachbarhaus, das mehrfach getroffen wurde, habe ich Mitte M&auml;rz f&uuml;nf oder sechs ukrainische Soldaten gesehen. Sie forderten die Bewohner der oberen Stockwerke zum Ausziehen auf und brachten Waffen hoch. Jetzt bekam ich erst recht Angst. Milit&auml;risch war das vielleicht sinnvoll, aber so wurde dieses Haus zum Ziel &ndash; und seine Umgebung, also wir. Denn die Artillerie, das musste ich im M&auml;rz 2022 lernen, trifft nicht sehr genau.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/dem-horror-entflohen-bericht-von-einer-die-mariupol-entkam\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Terra und Luna &ndash; oder wie der Mond die Erde vernichtete<\/strong><br>\nKann es ein besseres Gesch&auml;ft auf dieser Welt geben? Man behauptet, man sei ein Computergenie und habe verstanden, dass die von den Staaten ausgegebenen W&auml;hrungen dieser Welt instabil, inflationsgef&auml;hrdet und &uuml;berhaupt vom Aussterben bedroht seien, weil sie auf der einen Seite mit ihren nationalen Begrenzungen viel zu inflexibel seien und auf der anderen Seite zu zentralistisch. Folglich werde man selbst eine W&auml;hrung in die Welt setzen, die f&uuml;r jedermann verf&uuml;gbar und jederzeit global einsetzbar sei. Weil es so etwas in Form des Bitcoin schon gibt, dessen wilde Fluktuationen ihn nicht gerade als &bdquo;W&auml;hrung&ldquo; auszeichnen, behauptet man, eine Krypto-W&auml;hrung geschaffen zu haben, die einen festen Wechselkurs zum US-Dollar habe.<br>\nDer Algorithmus f&uuml;r diese neue Kryptow&auml;hrung war sicher schnell geschrieben, und schon begannen erstaunlich viele Menschen, ihre hart erarbeitete staatliche W&auml;hrung gegen die elektronische Verhei&szlig;ung einzutauschen. Das Modell nahm rasch an Fahrt auf &ndash; wie das f&uuml;r ein Schneeballsystem nicht ungew&ouml;hnlich ist, solange kein Teilnehmer begreift, dass es ein Schneeballsystem ist.<br>\nTerra musste die &bdquo;harte&ldquo; W&auml;hrung hei&szlig;en, darunter tat man es nicht. Um stabil zum US-Dollar gehalten zu werden, ben&ouml;tigte Terra eine eigene Kryptow&auml;hrung namens Luna. Denn die Betreiber von Terra dachten mitnichten daran, das Geld, das sie von Anlegern erhielten, in auf US-Dollar lautende Papiere zu stecken, um die Parit&auml;t von Terra zum US-Dollar abzusichern. Stattdessen &ndash; und das war der wirklich geniale Trick &ndash; bauten sie folgendes System auf: Wer die W&auml;hrung Terra mit der 1:1 Fixierung zum US-Dollar bekommen wollte, musste daf&uuml;r zuerst die W&auml;hrung Luna erwerben, deren Wert sich nach Angebot und Nachfrage richtete. An ihrem h&ouml;chsten Punkt, im zweiten Quartal 2022, wurde eine Einheit der Kunstw&auml;hrung Luna zu &uuml;ber einhundert Dollar gehandelt. Man konnte also f&uuml;r einhundert US-Dollar eine Einheit Luna erwerben und sie in eine Einheit Terra umtauschen, die ihrerseits mit genau einem US-Dollar &bdquo;abgesichert&ldquo; sein sollte.<br>\nWas nichts anderes hei&szlig;t, als dass die Sch&ouml;pfer f&uuml;r ihr elektronisches Nichts namens Luna zeitweise unglaubliche Gegenwerte in wirklicher W&auml;hrung bekamen und gleichzeitig behaupteten, niemand gewinne oder verliere etwas, weil der Wert von Terra ja garantiert sei. Man fragt sich, wie bl&ouml;d ein Mensch sein muss, um dieses &bdquo;Gesch&auml;ftsmodell&ldquo; nicht zu durchschauen, oder besser: wie geldgierig einerseits und erbost &uuml;ber die Null- bzw. Niedrigzinspolitik westlicher Zentralbanken andererseits, dass er sich auf so groben Unfug einl&auml;sst.<br>\nWucher ist nichts dagegen, es ist einfach blanker Betrug, den die Politiker dieser Welt jedoch staunend verfolgen, als handele es sich um eine Naturgewalt zwischen Erde und Mond, der Menschen nichts entgegenzusetzen h&auml;tten. Der koreanische Gr&uuml;nder von Terra und Luna, Do Kwon, wird zwar mittlerweile von vielen (hier in der Financial Times) als der meistgehasste Mann Koreas bezeichnet, sitzt aber keineswegs hinter Gittern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/05\/26\/terra-und-luna-oder-wie-der-mond-die-erde-vernichtete\/\">Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker auf Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Zeit ist reif f&uuml;r eine Erbschaftssteuer in H&ouml;he von 100 Prozent<\/strong><br>\nReichtum Deutschland ist eine Steueroase f&uuml;r Erben. Der &Ouml;konom Guy Kirsch hat einen radikalen Gegenvorschlag. Richtig so! [&hellip;]<br>\nIn Deutschland werden Arbeit und Konsum steuerlich besonders stark belastet. Wer also sch&ouml;pferisch t&auml;tig ist und sein Geld dann im Wirtschaftskreislauf h&auml;lt, zahlt f&uuml;r die Gemeinschaft. Erbschaften und Verm&ouml;gen hingegen werden in kaum einem anderen OECD-Staat steuerlich so sehr verschont wie hier. [&hellip;]<br>\nWer in eine wohlhabende Familie hineingeboren wird, dem finanziert das Familienverm&ouml;gen oft das Studium und den Berufseinstieg. Danach folgen Geldgeschenke, mit denen sich ein Haus bauen oder kaufen l&auml;sst. [&hellip;]<br>\nLetztlich funktioniert unsere Gesellschaft beim Thema Erben nach der Logik einer Blut-und-Boden-Ideologie mit Klassenrassismus statt Antisemitismus und v&ouml;lkischem Rassismus. Beispielsweise lautet das beliebteste Argument der Erben, die Eltern oder Gro&szlig;eltern h&auml;tten f&uuml;r das Geld viel geleistet, mit dem sie den Kindern nun Immobilien oder mehr spendieren. Offenbar bemerken solche Leute nicht, welcher Sozialchauvinismus hier mitschwingt. Bedeutet es doch, dass Professoren, Anw&auml;ltinnen oder &Auml;rzte angeblich viel &bdquo;geleistet haben&ldquo;, Geringverdiener wie Reinigungskr&auml;fte, Friseurinnen oder M&ouml;belpacker sich dagegen nicht genug anstrengen, wenn sie nichts zu vererben haben.<br>\nDer &Ouml;konom Thomas Piketty pl&auml;diert f&uuml;r einen &bdquo;partizipativen Sozialismus&ldquo;, dessen Kernst&uuml;ck eine &bdquo;Grunderbschaft&ldquo; f&uuml;r jeden in H&ouml;he von 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoverm&ouml;gens w&auml;re, ausbezahlt am 25. Geburtstag und finanziert &uuml;ber Verm&ouml;gens- und Erbschaftssteuern. Noch konsequenter ist ein Vorschlag, den der Wirtschaftswissenschaftler Guy Kirsch vertritt. Er bef&uuml;rwortet eine Schenkungs- und Erbschaftssteuer von 100 Prozent. Die Einnahmen sollten in einen staatlichen Fonds flie&szlig;en, aus dem dann jedem ab einem gewissen Alter gleich viel ausbezahlt w&uuml;rde, unabh&auml;ngig vom Verm&ouml;gensstand der biologischen Ahnen. Ausnahmen g&auml;be es dabei weder f&uuml;r Betriebsnachfolgen noch f&uuml;r &bdquo;der Oma ihr klein&rsquo; H&auml;uschen&ldquo;. Nur pers&ouml;nliche Erinnerungsst&uuml;cke lie&szlig;en sich noch vererben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/cbaron\/thomas-piketty-guy-kirsch-oekonomen-wollen-das-erben-abschaffen\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lernen aus der Covid-19-Pandemie?! Schlussfolgerungen f&uuml;r das Sozial-, Bildungs- und Erziehungswesen<\/strong><br>\nSchon der erste Lockdown zeigte, dass trotz eines hohen Lebens- und Sozialstandards und entgegen allen Beteuerungen, die Bundesrepublik sei eine klassenlose Gesellschaft mit gesichertem Wohlstand f&uuml;r alle, ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung nicht einmal f&uuml;r wenige Wochen ohne die ungeschm&auml;lerten Regeleink&uuml;nfte auskommt.<br>\nPl&ouml;tzlich riefen infolgedessen selbst viele Menschen nach dem Staat, die ihn fr&uuml;her &raquo;verschlanken&laquo; wollten und den Markt als Regulierungsmechanismus vorgezogen hatten. Daraus wurden aber nur insofern Schlussfolgerungen gezogen, als der Staat gro&szlig;fl&auml;chige &raquo;Rettungsschirme&laquo; f&uuml;r Unternehmen aufspannte und einzelnen Personengruppen finanzielle Hilfen gew&auml;hrte. Ebenfalls dringend erforderliche Ma&szlig;nahmen der Umverteilung von oben nach unten blieben indes aus, obwohl ganz Reiche w&auml;hrend der Covid-19-Pandemie noch reicher, die Armen jedoch zahlreicher geworden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/lernen-aus-der-covid-19-pandemie-schlussfolgerungen-fuer-das-sozial-bildungs-und-erziehungswesen--2411.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die vom Bundesverfassungsgericht best&auml;tigte &bdquo;einrichtungsbezogene Impfpflicht&ldquo;: Ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber l&ouml;chrige Gesetzgebung und Umsetzungsdurcheinander<\/strong><br>\nImmer dieser Konjunktiv &ndash; der hier aber eine ganz eigene und kritikw&uuml;rdige Bedeutung hat. Denn das Gesetz ist derma&szlig;en l&ouml;chrig gestrickt worden, dass ein Nicht-Geimpfter je nach Wohnort entweder sofort ohne weiteres Lohneinkommen &bdquo;freigestellt&ldquo; werden kann, in anderen Regionen hingegen signalisierten die Beh&ouml;rden, die eigentlich f&uuml;r die Einhaltung des Gesetzes zust&auml;ndig sind, dass bei ihnen die Kartoffel nicht so hei&szlig; gegessen werde, wie sie gekocht wurde, noch nicht einmal lauwarm, weil man die mehr oder weniger eindeutig beschriebene Konsequenz der Nicht-Impfung vor Ort aussetzen werde. Wie erkl&auml;rt man den einen, dass sie mit einem Berufsverbot konfrontiert werden (weil sie zuf&auml;lligerweise in einer Region leben, in der vielleicht die Zahl der Impfverweigerer niedrig und die zust&auml;ndigen Gesundheits&auml;mter hinsichtlich der Sanktionierung handlungsf&auml;hig und -willig sind), w&auml;hrend zahlreiche Impfverweigerer in anderen Regionen unseres Landes sogar von &bdquo;h&ouml;herer Stelle&ldquo; gesch&uuml;tzt und damit in ihrer Verweigerungshaltung best&auml;rkt werden? Die wahrscheinlich noch nicht einmal mit einem Bu&szlig;geld belangt werden? Eine eben nicht nur fragw&uuml;rdige, sondern eine die Autorit&auml;t des Gesetzgebers delegitimierende Umsetzungsheterogenit&auml;t zeichnet sich vor unseren Augen ab. Und vielleicht sollten die Verantwortlichen mal &uuml;berschl&auml;gig kalkulieren, welche teilweise grotesken Folgen sie vor Ort damit anrichten, wie viele sinnlose Abstimmungsrunden, Planungsgespr&auml;che und frustrierende Dauerschleifen bei der Erstellung von Dienstpl&auml;nen sie produzieren. Wenn aber, wie manche hochrangige Politiker behaupten, alles gar kein wirkliches Problem ist, weil die ganz gro&szlig;e Mehrheit der Betroffenen geimpft oder genesen ist, muss man dann einem so besonders scharfen Schwert wie der einrichtungsbezogenen Impfpflicht festhalten und diese &ndash; m&ouml;glicherweise &ndash; hinsichtlich der massiven Folgen im Einzelfall auch exekutieren mit erheblichem Aufwand? K&ouml;nnte man dann nicht entspannt verzichten?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/05\/22\/kritik-der-einrichtungsbezogenen-impfpflicht\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Bundesverfassungsgericht: Postfaktischer Wegbereiter des paternalistischen Staates<\/strong><br>\nMit der Entscheidung, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht rechtens sei, hat das Bundesverfassungsgericht ein weiteres Mal gezeigt, dass die B&uuml;rger von ihm keinen Schutz vor einem &uuml;bergriffigen Staat erwarten d&uuml;rfen. Der Erste Senat hat s&auml;mtliche Argumente, die gegen eine solche Impfpflicht sprechen &ndash; fehlender Fremdschutz, Impfnebenwirkungen, niedrige Infektionszahlen &ndash; konsequent ignoriert. Betroffene sollten erw&auml;gen, das Bundesverfassungsgericht nicht mehr in Sachen Corona anzurufen.<br>\nDie Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht ist eigentlich rasch kommentiert: Zugespitzt w&uuml;rde ein Zitat des seit Wochen viel gefragten ehemaligen Pr&auml;sidenten der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Immunologie Andreas Radbruch vom 3. April 2022 gen&uuml;gen, um die ins Auge springende Unrichtigkeit des Karlsruher Beschlusses aufzuzeigen: &bdquo;Wichtig vielleicht noch einmal zu betonen: Auf die Wissenschaft kann sich eine Entscheidung zu irgendeiner Impfpflicht nicht berufen!&ldquo; (&hellip;)<br>\nEs ist eine bittere Erkenntnis, die ein Gef&uuml;hl von Ohnmacht vermittelt. Und nat&uuml;rlich f&auml;llt es schwer, diesen Schritt, die R&uuml;cknahme einer Verfassungsbeschwerde, zu gehen. Hat man es erst einmal so weit gebracht, dass der Senat die eigene Verfassungsbeschwerde zur Entscheidung annimmt (was sehr selten geschieht), f&auml;llt es schwer, loszulassen. Von der ganzen Arbeit und der Hoffnung, die unweigerlich aufflammt, einmal ganz abgesehen. Ich sage das nicht leichtfertig. Einer meiner f&uuml;r mich bedeutsamsten Momente in meiner Berufslaufbahn war neben der Vereidigung zur Rechtsanw&auml;ltin das Unterzeichnen meiner ersten &ndash; auch erfolgreichen &ndash; Verfassungsbeschwerde. Mich schmerzt, dem h&ouml;chsten Gericht Deutschlands in grunds&auml;tzlicher Hinsicht kein Vertrauen mehr entgegenbringen zu k&ouml;nnen.<br>\nEs liegt nunmehr an den Richterinnen und Richtern sowie der Politik, das Vertrauen in die Unabh&auml;ngigkeit und Objektivit&auml;t des Bundesverfassungsgerichts durch geeignete Ma&szlig;nahmen wieder herzustellen. Das Gegenteil geschieht indes momentan. Und so wirkt es nach alledem geradezu zynisch, dass Harbarth j&uuml;ngst konstatierte: &bdquo;Zu jedem Zeitpunkt der Pandemie haben Gerichte &ndash; auch das Bundesverfassungsgericht &ndash; auf die Achtung der Grundrechte geachtet und den notwendigen Abstand zur Politik gewahrt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/urteil-zur-einrichtungsbezogenen-impfpflicht-bundesverfassungsgericht\">Jessica Hamed in Cicero<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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