{"id":84326,"date":"2022-05-30T08:40:42","date_gmt":"2022-05-30T06:40:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326"},"modified":"2022-05-30T08:40:42","modified_gmt":"2022-05-30T06:40:42","slug":"hinweise-des-tages-4119","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326#h01\">&bdquo;Friedensbewegung ist &Uuml;berlebensbewegung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326#h02\">Eine neue Weltordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326#h03\">Ukrainekrieg und Corona: Frieren f&uuml;r den Frieden und frieren f&uuml;r die Gesundheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326#h04\">Gro&szlig;britannien besteuert Kriegsprofiteure &ndash; ein bisschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326#h05\">Putin macht Lockerung der Sanktionen zur Bedingung f&uuml;r mehr Getreideexporte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326#h06\">Ehemaliger Bundestagabgeordneter warnt vor einer Zukunft Europas, die von den Vereinigten Staaten entschiedet werden w&uuml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326#h07\">Die Kurden, Skandinavien und die NATO<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326#h08\">George Soros, nicht ganz zuf&auml;llig regelm&auml;ssiger WEF-Teilnehmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326#h09\">Das Geld w&auml;re da<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326#h10\">Ich war armutsbetroffen und wei&szlig;: Armut macht krank, aggressiv und ungl&uuml;cklich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326#h11\">&Ouml;ffentlicher Wohnraum in Berlin: Geisels schr&auml;ge Privatisierungs-Idee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326#h12\">Gefl&uuml;chtete aus der Ukraine am Wiener Wohnungsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326#h13\">Probleme mit Kartenzahlung k&ouml;nnen sich noch Tage hinziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84326#h14\">Karen Sharpe &ndash; Julian Assange: He Fought For Truth and the Freedom to Publish &mdash; Now We Must Fight to Save Him<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Friedensbewegung ist &Uuml;berlebensbewegung&ldquo;<\/strong><br>\nZu Beginn des aktuellen Ukraine-Krieges war die Friedensbewegung in die Ecke gedr&auml;ngt. Bei den Osterm&auml;rschen aber auch am vergangenenen Wochenende mit zwei Konferenzen hat sie sich wieder zu Wort gemeldet. Wie ist die Lage? Dar&uuml;ber haben wir mit Reiner Braun gesprochen. Er ist Direktor des Internationalen Friedensb&uuml;ros (IPB) und seit Jahrzehnten in vielf&auml;ltigen Initiativen der deutschen Friedensbewegung aktiv.<br>\nFrage: Wir erleben aktuell in Europa die gr&ouml;&szlig;te Kriegsgefahr seit dem Ende des Kalten Krieges. Die Friedensbewegung ist kaum zu vernehmen. Wie kommt das?<br>\nReiner Braun: Den ersten Teil des Satzes kann ich teilen. Wir haben jetzt nicht nur atomar, sondern generell eine wahnsinnig zugespitzte Situation in Europa. Sie wird durch die weiteren Waffenlieferungen in die Ukraine und nat&uuml;rlich auch durch die Sanktionspolitik tagt&auml;glich noch versch&auml;rft. Die Friedensbewegung hat auf diese f&uuml;r sie ausgesprochen komplizierte Situation meiner Ansicht nach sehr verantwortungsvoll reagiert, das zum zweiten Teil ihres Satzes. Zun&auml;chst mit der Beteiligung an den teilweise doppeldeutig einzusch&auml;tzenden Demonstrationen, die &uuml;ber Campact organisiert worden sind. Das waren keine reinen Friedensdemonstrationen, das muss man deutlich sagen. Aber es waren viele f&uuml;r den Frieden engagierte Menschen auf der Stra&szlig;e. Dann hat die Friedensbewegung mit den Osterm&auml;rschen ihr erstes &uuml;berregionales Zeichen gesetzt. &Uuml;ber hundert Osterm&auml;rsche. So viele hatten wir noch nie, dazu mit einer gr&ouml;&szlig;eren Beteiligung als in den vergangenen Jahren.<br>\nDass die Friedensbewegung nicht so viel zu sehen und zu h&ouml;ren ist, wie wir uns dies angesichts der zugespitzten Situation w&uuml;nschen w&uuml;rden, liegt nur teilweise an uns. Wir sind das &bdquo;Schlachtopfer&ldquo;, &uuml;ber das die Medien und die Politik herf&auml;llt, um ihre Kriegspolitik zu legitimieren und jede Opposition zu diskreditieren. Wir haben das jetzt im Zusammenhang mit der Anti NATO-Konferenz in Berlin ja noch einmal exemplarisch erlebt. Man verschweigt uns oder man diffamiert uns. Das ist aber auch nicht neu. Gerade im Zusammenhang mit der Ukraine sind wir das schon seit 2014 gewohnt.<br>\nIm Rahmen ihrer begrenzten M&ouml;glichkeiten ist die Friedensbewegung also vielf&auml;ltig aktiv. Ich glaube, dass dieses Wochenende mit der NATO-Konferenz  mit zirka 1000 Teilnehmern und der Aktionsberatung  mit gut 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erneut ermutigende und ausstrahlende Zeichen gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/globales\/kriege\/friedensbewegung-ist-ueberlebensbewegung\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eine neue Weltordnung<\/strong><br>\nIn Davos, einem netten Ort in einem neutralen Staat, sprachen der &raquo;Nato-Chef&laquo;, der Bundes-Kriegswirtschaftsminister und ein paar Oligarchen des Westens &uuml;ber die zuk&uuml;nftige Aufteilung der Welt. Wir sind betroffen.<br>\nWie Sie wissen, sehr geehrte Leser, hat in dieser Woche der Bundeswirtschaftsminister &raquo;eine neue Weltordnung&laquo; gefordert. Darunter macht man es nicht in Davos, schon gar nicht, wenn man der &raquo;beliebteste&laquo; deutsche Nichtbundeskanzler ist und Frau von der Leyen vom Podium raunte: &raquo;Die Ukraine muss diesen Krieg gewinnen&laquo;, was wahrscheinlich eher eine untert&auml;nige Bitte an den G&ouml;ttervater &raquo;Biden&laquo; war als ein Befehl an den genannten Staat, allerdings in beiden F&auml;llen wenig mit der drohenden Hungersnot unter deutschen Rentnern oder den Affenpocken zu tun hat. (&hellip;)<br>\nHerr Joseph Biden, den wir hier einmal &raquo;Der Westen&laquo; nennen wollen, hat, wie ich einer Zeitung entnahm, dem Staat Taiwan, der nicht Mitglied der Nato und der &raquo;Gro&szlig;en Sieben&laquo; ist, eines Weltoligarchen-Clans, umfassende milit&auml;rische Hilfe zugesagt, sollte es jemals vom Staat China angegriffen werden. Herr Selenskyj sagte zeitgleich, man m&uuml;sse demn&auml;chst fr&uuml;her und prophylaktisch potenzielle Angreifer auf die freie Klitschko-Welt ausschalten. Das klingt ein bisschen wie die &raquo;Putin&laquo;-Propaganda und wurde beim Filmfestival ebenso &raquo;standing&laquo; ovatiert wie das kalte B&uuml;fett, aber das nehmen wir jetzt mal nicht so ernst; der Mann Wolodymyr ist ja auch nur ein Mensch.<br>\nAm Ende kommen wir also auch heute wieder nur zu einer Frage. Sie lautet: Durch welche Rationalit&auml;t k&ouml;nnen wir eine Moral ersetzen, die nicht tr&auml;gt? Was sagt uns dazu das V&ouml;lkerrecht? Wenn man behauptet, &uuml;ber Recht zu sprechen und ihm verpflichtet zu sein, muss man dies auch tun; sonst verliert man gerade die Legitimit&auml;t, auf welche man die Macht des eigenen Handelns st&uuml;tzt. Wenn die Berufung von Staaten auf das Recht tats&auml;chlich nicht tr&auml;gt, ist das keine Frage pers&ouml;nlicher &raquo;Heuchelei&laquo; oder individueller Selbst&uuml;bersch&auml;tzung. Es bedarf dann vielmehr einer anderen, tragf&auml;higen Begr&uuml;ndung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/voelkerstrafrecht-eine-neue-weltordnung-kolumne-a-4e0cf073-2139-4bde-bf7b-a6f12999037a\">Thomas Fischer in DER SPIEGEL <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukrainekrieg und Corona: Frieren f&uuml;r den Frieden und frieren f&uuml;r die Gesundheit<\/strong><br>\nVergleich Gerade noch war Pandemie. Dann begann der Krieg. Ein Vergleich beider Diskurse &ndash; mit Blick auf Masken und Panzer, Querdenker und Pazifisten, Virologen und Milit&auml;rstrategen<br>\nIn der Corona-Zeit war das Ziel, den Krieg gegen das Virus zu gewinnen, notfalls auch mit Russland. In der Ukraine-Krieg-Zeit ist das Ziel, dass Russland den Krieg verliert, notfalls auch gegen das Virus.<br>\nIn der Corona-Zeit war ein Schuft, wer den Mund-Nasen-Schutz nur am Kinn trug, und nicht &uuml;ber der Nase. In der Ukraine-Krieg-Zeit ist ein Schuft, wer nur Panzerf&auml;uste schicken will, und keine Panzer.<br>\nIn der Corona-Zeit war &bdquo;rechtsau&szlig;en&ldquo;, wer die Milliardenausgaben f&uuml;r Tests hinterfragte. In der Ukraine-Krieg-Zeit ist &bdquo;rechtsau&szlig;en&ldquo;, wer die 100-Milliarden-Aufr&uuml;stung hinterfragt.<br>\nIn der Corona-Zeit sollte man st&auml;ndig l&uuml;ften und f&uuml;r die Gesundheit frieren. In der Ukraine-Krieg-Zeit soll man st&auml;ndig sparen und f&uuml;r die Freiheit frieren.<br>\nIn der Corona-Zeit war &bdquo;Querdenker&ldquo;, wer sich nicht impfen lassen wollte. In der Ukraine-Krieg-Zeit ist &bdquo;Querdenker&ldquo;, wer nicht vom Frieden lassen will. (&hellip;)<br>\nIn der Corona-Zeit war es politisch korrekt, f&uuml;r Pflegekr&auml;fte und genesene Patienten zu klatschen. In der Ukraine-Zeit ist es politisch korrekt, versenkte russische Schiffe und get&ouml;tete Gener&auml;le zu beklatschen.<br>\nIn der Corona-Zeit galt China vielen wegen seiner No-Covid-Strategie als Vorbild. In der Ukraine-Zeit wirft man China aus demselben Grund vor, die Weltwirtschaft zu schw&auml;chen.<br>\nIn der Corona-Zeit riefen manche &bdquo;Mehr Diktatur wagen!&ldquo;, aus Solidarit&auml;t mit den Schw&auml;chsten. In der Ukraine-Krieg-Zeit wird der russische Diktator zum neuen Hitler, aus Solidarit&auml;t mit der Ukraine.<br>\nIn der Corona-Zeit galt es als hilfreich, Angst vor Aerosolen zu haben. In der Ukraine-Krieg-Zeit gilt als feige, wer Angst vor Atombomben &auml;u&szlig;ert.<br>\nIn der Corona-Zeit haben sich viele gefreut, dass die Welt so vernetzt zusammengearbeitet hat. In der Ukraine-Krieg-Zeit st&ouml;hnen alle &uuml;ber die Globalisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/katharina-koerting\/in-der-corona-zeit-und-in-der-ukraine-krieg-zeit-ist-meinungsaustausch-schwierig\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien besteuert Kriegsprofiteure &ndash; ein bisschen<\/strong><br>\nDie britische Regierung plant eine &Uuml;bergewinnsteuer von 25 Prozent f&uuml;r Energiekonzerne: Ein kleiner, aber notwendiger Schritt in die richtige Richtung. Finanzminister Lindner stellt sich hingegen weiter sch&uuml;tzend vor die Profite der Energieunternehmen.<br>\nIm ersten Moment klingt es wie ein absurder Wunschtraum: Nach der technokratischen Einheitsregierung von Italiens Ministerpr&auml;sident Mario Draghi f&uuml;hrt nun auch das rechtskonservativ regierte Gro&szlig;britannien eine &Uuml;bergewinnsteuer von 25 Prozent f&uuml;r Energiekonzerne ein. Das ist zwar ein Erfolg f&uuml;r die britische Linke, kann aber nur ein erster Schritt sein.<br>\nEine solche Steuer stellt eine dringend notwendige Ausgleichsma&szlig;nahme dar, denn die Konzerne sind zum Gro&szlig;teil daran Schuld, dass die Bev&ouml;lkerung unter hohen Energiepreisen &auml;chzt. Das ist schlecht f&uuml;r die Menschen, da sie ihren Konsum einschr&auml;nken m&uuml;ssen und gleichzeitig schlecht f&uuml;r die Wirtschaft, da die Nachfrage f&uuml;r andere Waren und Dienstleistungen einbricht. Zus&auml;tzlich steigen auch in anderen Sektoren die Preise, da die B&auml;ckerin oder der Handwerker ebenfalls h&ouml;here Energiekosten schultern m&uuml;ssen. Die Energiekonzerne profitieren derzeit also auf Kosten der ganzen Gesellschaft. Dies bewegt L&auml;nder wie Italien und Gro&szlig;britannien nun dazu, &Uuml;bergewinnsteuern im Energiesektor einzuf&uuml;hren, w&auml;hrend Bundesfinanzminister Lindner ein solches Vorhaben weiter blockiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/grossbritannien-besteuert-kriegsprofiteure-ein-bisschen-uebergewinnsteuer-johnson-lindner-draghi-burgon\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Putin macht Lockerung der Sanktionen zur Bedingung f&uuml;r mehr Getreideexporte<\/strong><br>\nDer Krieg in der Ukraine hat die Getreideausfuhren aus dem Land einbrechen lassen. Nun hat Wladimir Putin in einem Telefonat mit Olaf Scholz und Emmanuel Macron Bedingungen f&uuml;r mehr Exporte genannt. Und vor Waffenlieferungen gewarnt. (&hellip;)<br>\nRussland sei bereit, M&ouml;glichkeiten &raquo;f&uuml;r einen Getreideexport ohne Hemmnisse zu finden&laquo;, sagte Putin nach Kremlangaben in dem Telefonat mit Scholz und Macron. Dies betreffe auch ukrainisches Getreide in Schwarzmeer-H&auml;fen, f&uuml;gte Putin den Angaben zufolge hinzu.<br>\n&raquo;Eine Erh&ouml;hung der Lieferungen von russischem D&uuml;nger und landwirtschaftlichen Produkten wird auch dabei helfen, die Spannungen auf dem globalen Nahrungsmittelmarkt zu verringern&laquo;, hie&szlig; es in der Kremlerkl&auml;rung zu dem Telefonat. Dies erfordere &raquo;nat&uuml;rlich die Streichung der entsprechenden Sanktionen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/nach-gespraech-mit-scholz-und-macron-putin-stellt-entgegenkommen-bei-export-von-ukrainischem-getreide-in-aussicht-a-fc0dad4a-7cfb-43cf-883c-82f80b93a6a2%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Sanktionen sollen Russland treffen. Stattdessen erweisen sie sich immer mehr als Nachteil f&uuml;r EU-Staaten und insbesondere f&uuml;r Deutschland. Da auch die Abh&auml;ngigkeit von russischem D&uuml;nger und Getreide bekannt war und ist, sind die Entscheidungen &ndash; wie Kanzler Scholz auch in seiner Rede zum 8. Mai 2022 gesagt hat &ndash; offensichtlich &bdquo;z&uuml;gig und entschlossen&ldquo;, aber auf gar keinen Fall &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83648\">durchdacht und abgewogen<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ehemaliger Bundestagabgeordneter warnt vor einer Zukunft Europas, die von den Vereinigten Staaten entschiedet werden w&uuml;rde<\/strong><br>\nDer ehemalige Bundestagabgeordneter Willy Wimmer hat in einem Interview mit der China Media Group CMG vor einer Zukunft Europas gewarnt, die von den Vereinigten Staaten entschiedet werden w&uuml;rde.<br>\nSeit mehr als zwei Jahrzehnten verfolgten die USA das Ziel, Russland aus Europa zu vertreiben und einen neuen Eisernen Vorhang zwischen Ostsee und Schwarzem Meer zu errichten, mit dem Einflussbereich der USA im Westen. W&ouml;rtlich sagte er:<br>\n&bdquo;Man f&uuml;hrt die Entwicklungen in der Ukraine derzeit am besten auf die historische Komponente zur&uuml;ck, um zu sehen, was ein Beitritt Finnlands und Schwedens f&uuml;r uns alle bedeutet. Wir sind dann ein amerikanisches Vorfeld auf dem europ&auml;ischen Kontinent und man kann dann sagen, wir sind das europ&auml;ische Puerto Rico f&uuml;r die Vereinigten Staaten. Da h&ouml;rt europ&auml;ische Eigenst&auml;ndigkeit auf und wir werden in eine gleichgerichtete gleichgeschaltete Situation in Europa kommen, wo &uuml;ber Europas Zukunft Washington entscheidet.&ldquo;<br>\nNach Wimmer k&ouml;nnen die &bdquo;Entwicklungen der Lage in der Ukraine&ldquo; den Antrag Schwedens und Finnlands auf NATO-Mitgliedschaft nicht rechtfertigen und beide L&auml;nder sind lediglich von den USA motiviert, die hegemonialen Ambitionen der USA zu bedienen. Er sagte, die Erweiterung der NATO stelle eine Bedrohung f&uuml;r den Frieden und die Sicherheit in Europa dar und f&uuml;gte hinzu, &bdquo;man sieht in beiden Staaten, dass diese Entscheidungen nicht nach sorgf&auml;ltigen innerstaatlichen Diskussionen zustande gekommen sind, sondern Hals &uuml;ber Kopf auf amerikanischen Druck, auf amerikanischen Wunsch, der sich seit langem abgezeichnet hat. Der Beitrittswunsch jetzt zur NATO macht deutlich, die neue Teilung Europas sicherzustellen. Man muss sich ja nur die Landkarte ansehen, dann wei&szlig; man das jetzt der eine Block gegen den anderen steht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/aktuell\/alle\/3250\/20220528\/759993.html\">CRI online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Kurden, Skandinavien und die NATO<\/strong><br>\nIst die T&uuml;rkei noch ein verl&auml;sslicher Partner der westlichen Allianz? Oder fungiert sie eher als ein verkapptes trojanisches Pferd Russlands innerhalb der NATO? Diese Fragen spalten die westliche Welt, seit die T&uuml;rkei Mitte Mai dem NATO-Beitritt von Schweden und Finnland mit ihrem Veto einen Riegel vorgeschoben hat. Dabei stellte der Beschluss beider skandinavischer L&auml;nder, ihre jahrzehntelange Neutralit&auml;t aufzugeben, eine der dramatischsten Ver&auml;nderungen in der Sicherheitspolitik Europas dar. Die Allianz habe &laquo;den legitimen Sicherheitsbedenken Ankaras mit konkreten Schritten&raquo; Rechnung zu tragen, begr&uuml;ndete der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan einer verbl&uuml;fften NATO-Runde sein Veto. Unmissverst&auml;ndlich stellte er klar: Wollten die Beitrittskandidaten ihren Beitritt &laquo;erwirken&raquo;, m&uuml;ssten sie zuvor eine Liste von Ankaras Forderungen erf&uuml;llen. (&hellip;)<br>\nDiese Liste beinhaltet eine Freigabe von Waffenexporten in die T&uuml;rkei. Finnland, Schweden und andere europ&auml;ische L&auml;nder hatten 2019 ein Waffenembargo gegen die T&uuml;rkei verh&auml;ngt, weil die t&uuml;rkische Armee in den kurdischen Nordosten Syriens einmarschiert war, kurdische St&auml;dte und D&ouml;rfer zerst&ouml;rte, abertausende Zivilisten in die Flucht trieb und damit krass gegen das V&ouml;lkerrecht verstiess.<br>\nZu den Forderungen der T&uuml;rkei geh&ouml;rt ferner die Auslieferung &laquo;von 28 Terrorismusverd&auml;chtigen aus Schweden und 12 aus Finnland&raquo;. Es gebe &laquo;keine rechtliche oder juristische Grundlage&raquo;, diese nicht auszuliefern, f&uuml;gte eine Woche sp&auml;ter der einflussreiche Pressesprecher des Pr&auml;sidenten, Ibrahim Kalin, hinzu. (&hellip;)<br>\nDie Kurden in Nordostsyrien und der T&uuml;rkei bereiten sich jedenfalls auf den neuen Krieg vor. Sie sind sich darin einig, dass die T&uuml;rkei einen radikalen demografischen Wandel im Grenzgebiet anstrebe: Die Kurdinnen und Kurden werden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, und werden durch syrische Fl&uuml;chtlinge aus der T&uuml;rkei ersetzt, lautet ihre Schussfolgerung. Von einer &laquo;ethnischen S&auml;uberung&raquo; spricht auch Damaskus.<br>\n&laquo;Es n&uuml;tzt nichts, wenn westliche L&auml;nder die T&uuml;rkei in Sachen Demokratie belehren oder die T&uuml;rkei sich &uuml;ber die westliche Heuchelei beschwert&raquo;, kommentiert Cihan Tugal, Professor f&uuml;r Soziologie an der Universit&auml;t von Kalifornien, in einem Gastbeitrag f&uuml;r die New York Times am Donnerstag. &laquo;Sie stecken alle unter einer Decke. Was auch immer mit der Erweiterung des B&uuml;ndnisses geschieht &ndash; ob die Kurden auf dem Altar der geopolitischen Zweckm&auml;ssigkeit geopfert werden oder nicht &ndash; dies sollte ein Moment der Klarheit sein. In einer Welt des Kriegs hat kein Land ein Monopol auf Gewalt.&raquo;<br>\nEine der gr&ouml;ssten Trag&ouml;dien unserer Zeit ist, dass man nicht alles daran gesetzt hat, um den drohenden Krieg in der Ukraine zu verhindern. Wird derselbe Fehler auch an der syrisch-t&uuml;rkischen Grenze wiederholt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/die-kurden-skandinavien-und-die-nato\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>George Soros, nicht ganz zuf&auml;llig regelm&auml;ssiger WEF-Teilnehmer<\/strong><br>\nAm WEF in Davos tritt regelm&auml;ssig auch der Finanz-Magnat George Soros auf. Auch diesmal lud er &uuml;ber hundert Journalisten ein, verpflegte sie k&ouml;stlich und er hielt eine Rede. Doch wer ist George Soros? Die meisten glauben zu wissen, dass Soros mit seiner Stiftung &laquo;Open Society&raquo; vor allem ein Philanthrop sei. Das aber ist nur die halbe Wahrheit. Ein Interview mit ihm aus dem Jahr 1998, das der britische Autor Andrew Cockburn mit ihm gef&uuml;hrt hat, zeigt auch die r&uuml;cksichtslose Seite von George Soros, die man ebenso kennen sollte.<br>\nHier zum 13-min&uuml;tigen Auszug aus dem 60-min&uuml;tigen Interview, einfach anklicken.<br>\nWer dem amerikanisch-englischen Gespr&auml;ch nicht zu folgen vermag, kann das Gespr&auml;ch hier in deutscher Sprache nachlesen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/george-soros-nicht-ganz-zufaellig-regelmaessiger-wef-teilnehmer\/%20\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das Geld w&auml;re da<\/strong><br>\nArm ist, wer hungert. Arm ist aber auch, wer seiner Tochter keinen Skikurs bieten kann. Was sich dagegen tun lie&szlig;e, dar&uuml;ber redet in Davos und auch in Berlin leider kaum jemand. Wem am sozialen Frieden liegt, der muss an die Superreichen ran. (&hellip;)<br>\nNat&uuml;rlich lassen sich nicht exakt gleiche Lebensbedingungen f&uuml;r alle Menschen herstellen. Es ist v&ouml;llig in Ordnung, wenn Menschen mit viel Verantwortung oder guten Ideen besonders gut bezahlt werden. Aber es ist nicht in Ordnung, wenn die Arbeitseinkommen wesentlich h&ouml;her mit Sozialabgaben und Steuern belastet werden als die Kapitaleinkommen. Es reicht nicht, Pflegekr&auml;fte &ndash; wie zu Beginn der Pandemie &ndash; mit Klatschen und Einmalzahlung abzuspeisen, w&auml;hrend die zehn reichsten Familien Deutschlands weitere Milliarden anh&auml;ufen. Hier anzusetzen ist &uuml;berf&auml;llig, gleich ob mit einer Verm&ouml;gensteuer oder einer einmaligen Abgabe auf enorm hohe Gewinne &ndash; wie sie nicht nur Oxfam, sondern auch Wirtschaftsminister Robert Habeck ins Gespr&auml;ch gebracht hat.<br>\nWas bisher in Berlin beschlossen wurde, f&uuml;hrt nur zu Mini-Effekten, die zudem noch fl&uuml;chtig sind &ndash; ein Neun-Euro-Ticket f&uuml;r drei Monate, oder 200 Euro &ldquo;Corona-Bonus&rdquo; f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger. Derlei wird die Schlangen an der Tafel nicht verk&uuml;rzen. Was es braucht, sind Schritte, die grunds&auml;tzlich und langfristig Ausgleich schaffen. Geld ist ja genug da.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/armut-deutschland-oxfam-armut-und-reichtumsbericht-vermoegensteuer-erbschaftsteuer-1.5590930%20\">S&uuml;ddeutsche <\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Das ist ein Katz-und-Maus-Spiel&ldquo;: Finanz-Experte erkl&auml;rt, wie reiche Menschen in Deutschland Steuern umgehen<\/strong><br>\nImmer wieder finden reiche Menschen auf der ganzen Welt Mittel und Wege, Steuerzahlungen zu umgehen &ndash; so auch in Deutschland. Finanz-Experte Andreas Peichl sprach im Interview mit dem &bdquo;Spiegel&ldquo; &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde. Peichl leitet die Abteilung f&uuml;r Makro&ouml;konomie am Ifo-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung.<br>\nEntscheidend sei vor allem der Unterschied zwischen Einkommen und Verm&ouml;gen, so Peichl. Einkommen werde zwar besteuert, Verm&ouml;gen, das beispielsweise in Aktien angelegt wird, jedoch nicht. Dies sei in Deutschland genauso geregelt wie in den USA. W&auml;chst das Verm&ouml;gen also vordergr&uuml;ndig durch steigende Anlagewerte, m&uuml;ssen gesetzlich kaum bis keine Steuern gezahlt werden.<br>\nW&uuml;rde hier die Gesetzesgrundlage ge&auml;ndert, h&auml;tte das zur Folge, dass k&uuml;nftig Verm&ouml;gensgewinne aller Personen unabh&auml;ngig von Einkommen und Wert des Verm&ouml;gens besteuert werden m&uuml;ssten. Au&szlig;erdem m&uuml;sste es dann die M&ouml;glichkeit geben, realisierte Verluste aus beispielsweise Aktieninvestments gegenzurechnen, sagte Peichl dem &bdquo;Spiegel&ldquo;.<br>\nStattdessen pl&auml;diert der Finanz-Experte daf&uuml;r, Schlupfl&ouml;cher hinsichtlich des Verkaufs von Immobilien und gr&ouml;&szlig;erer Unternehmensbeteiligungen zu schlie&szlig;en. In beiden Bereichen gebe es M&ouml;glichkeiten, Steuers&auml;tze zu senken oder bewusst zu umgehen, indem Unternehmen beispielsweise einen Steuersitz au&szlig;erhalb Deutschlands anmeldeten, wo der Gewinn dann zu einem viel geringeren Satz besteuert werde. (&hellip;)<br>\nUm nicht nur das Einkommen, sondern auch Verm&ouml;genszuw&auml;chse angemessen zu besteuern, m&uuml;ssten die Gestaltungs- und Abzugsm&ouml;glichkeiten des Steuersystems in Deutschland &uuml;berholt werden, sagte Peichl. Derzeit h&auml;tten reiche Menschen in Deutschland sogar mehr M&ouml;glichkeiten als in den USA, ihr Einkommen und Verm&ouml;gen auf dem Papier niedriger erscheinen zu lassen, als es tats&auml;chlich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/finanzen\/so-umgehen-reiche-menschen-in-deutschland-steuerzahlungen-b\/\">Business Insider<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ich war armutsbetroffen und wei&szlig;: Armut macht krank, aggressiv und ungl&uuml;cklich<\/strong><br>\nAuf Twitter berichten Menschen unter dem Hashtag #ichbinarmutsbetroffen, wie es ist, arm zu sein. Unser Autor hat es erlebt. Ein Gest&auml;ndnis.<br>\nKennen Sie das? Immer wenn sie das Postfach &ouml;ffnen oder wenn es an der T&uuml;r klingelt, schl&auml;gt ihr Herz schneller. Nicht, weil sie verliebt sind und auf Nachricht von der geliebten Person hoffen, sondern weil sie arm sind. Weil jeder Brief und jedes Klingeln neuen &Auml;rger bedeuten kann: Das Jobcenter schreibt, dass mal wieder irgendetwas nicht stimmt mit dem Antrag auf St&uuml;tze oder auf Wohngeld. Der Vermieter kommt vorbei und will ihnen sanft beibringen, dass seine Tochter nun die Wohnung &uuml;bernehmen m&ouml;chte und sie nun leider so schnell wie m&ouml;glich die Wohnung &ndash; ihr Zuhause &ndash; r&auml;umen sollen.<br>\nIn einer Stadt, wo es kaum noch anst&auml;ndige Wohnungen zu anst&auml;ndigen Preisen gibt. So f&uuml;hlt es sich an, wenn man arm ist. Solche Geschichten erz&auml;hlen derzeit auf Twitter Leute unter dem Hashtag #ichbinarmutsbetroffen. Sie erz&auml;hlen, wie es ist, wenn man durch eine schwere Depression arbeitsunf&auml;hig und damit arm wird. Wenn die hohe Stromnachzahlung eine mittlere Katastrophe ist und jeder Versuch, Strom zu sparen, daran auch nichts Wesentliches &auml;ndert. Oder wie es ist, nach dem Tagesjob noch nachts arbeiten zu m&uuml;ssen, damit das Geld auch wirklich reicht. (&hellip;)<br>\nIch behaupte nicht, dass die Ursache f&uuml;r jede charakterliche Schw&auml;che immer in der Armut liegt. Selbstverst&auml;ndlich gibt es auch unter Armen Leute, die egoistisch sind und anderen ihre Arbeit aufhalsen. Aber wo gibt es solche Leute nicht? Ein weiterer Einwand wird oft angef&uuml;hrt: Da sei ja diese Bekannte, die habe alleinerziehend Kneipen geputzt und an der Kasse gestanden, w&auml;hrend sie ihr Studium in Astrophysik mit Summa cum Laude abgeschlossen habe. Klar, solche Geschichten gibt es, aber es gibt auch Leute, die 100 Meter in unter zehn Sekunden sprinten. Das hei&szlig;t nicht, dass jeder Mensch das k&ouml;nnen oder &uuml;berhaupt erst versuchen sollte.<br>\nNiemand m&uuml;sste in Deutschland arm sein. Niemand sollte Angst vor dem Inhalt des Postfachs oder vor einer Stromrechnung haben m&uuml;ssen. Es w&uuml;rde der ganzen Gesellschaft besser gehen, wenn nicht Millionen von Menschen von Existenz&auml;ngsten geplagt w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/ich-war-armutsbetroffen-und-weiss-armut-macht-krank-aggressiv-und-ungluecklich-li.230275\">Houssam Hamade in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlicher Wohnraum in Berlin: Geisels schr&auml;ge Privatisierungs-Idee<\/strong><br>\nDarauf muss man erstmal kommen: Um neuen Wohnraum in Berlin zu finanzieren, k&ouml;nnten Landes-Wohnungsunternehmen selbst Wohneinheiten verkaufen. Ein Gedanke, den Bausenator Andreas Geisel (SPD) der Tageszeitung &bdquo;nd&ldquo; darlegte. Begr&uuml;ndet hat er das mit steigenden Rohstoffpreisen durch den Ukraine-Krieg, weshalb Neubauten finanziell kaum zu stemmen seien. Dass Neubauten derzeit teurer sind, ist richtig. Dass Privatisierung das Problem l&ouml;st, jedoch nicht, findet tipBerlin-Redakteur Tim Kr&ouml;plin. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r Verm&ouml;gende w&uuml;rde so also eine Anlagequelle geschaffen, nicht etwa eine Altersabsicherung f&uuml;r Geringverdiener, die auf &ouml;ffentlichen Wohnraum zus&auml;tzlich angewiesen sind. Geisel h&auml;lt sich da an die Idee der Trickle-Down-Economy, dass also der Wohlstand der Reichsten was f&uuml;r die unteren Schichten abwirft.<br>\nHier k&ouml;nnten einige einwerfen, dass sich das Problem l&ouml;sen l&auml;sst, indem die Wohnungen so g&uuml;nstig angeboten werden, dass sie sich eben nicht nur Gutverdienende leisten k&ouml;nnen. Schon richtig. Ob das so auch hinhaut, sei dahingestellt. D&uuml;rfte wenig wahrscheinlich sein, sollen doch die Verkaufserl&ouml;se direkt in Neubauten flie&szlig;en. Bekanntlich gilt: Viel hilft viel. Es w&auml;re wahrscheinlich, dass sich die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften am Markt orientieren.<br>\nGeisels Vorsto&szlig; ist schr&auml;g. Zumal die Baukosten in den n&auml;chsten Jahren auch wieder sinken k&ouml;nnen. Aktuell gibt es einen Preisschock, keine Frage. Die M&auml;rkte k&ouml;nnen sich aber auch wieder erholen. Warum also nicht erstmal etwas lockerer haushalten und ein bisschen tiefer in die Taschen greifen? Andernfalls stellen wir in ein paar Jahren nur wieder fest, dass zu viel &ouml;ffentlicher Wohnraum in private H&auml;nde gekommen ist &ndash; und dass das ein Stimmungskiller ist, wissen wir bereits.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/politik\/wohnraum-berlin-privatisieren-bausenator\/%20\">tip Berlin<\/a>\n<p>dazu: <strong>&raquo;Wohnraum zu reprivatisieren, ist nicht sinnvoll&laquo;<\/strong><br>\nBerlin: Senator will landeseigenen Unternehmen den Verkauf von Wohnungen an Selbstnutzer erlauben. Ein Gespr&auml;ch mit Reiner Wild<br>\nBerlins Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel will landeseigenen Wohnungsunternehmen den Verkauf von Wohnungen an Selbstnutzer erlauben. Hat der Sozialdemokrat damit eine geeignete Idee pr&auml;sentiert, um die Wohnungsnot vieler Menschen in der Hauptstadt zu lindern?<br>\nNein, aus mehreren Gr&uuml;nden nicht. Das Kapital f&uuml;r eine Eigentumsbildung d&uuml;rfte in den meisten Haushalten nicht vorhanden sein. Das Interesse der Mieter an solcher Privatisierung ist in der Regel auch gering. Es ist aus meiner Sicht nicht sinnvoll, diesen Wohnraum parallel zu Ank&auml;ufen, die die st&auml;dtischen Wohnungsbauunternehmen ja weiterhin machen, auf diese Art und Weise wieder zu reprivatisieren. Wir brauchen vor allem preiswerten Mietwohnraum.<br>\nZus&auml;tzlich gibt es ohnehin schon eine hohe Anzahl umgewandelter Mietwohnungen. Wer also unbedingt eine Eigentumswohnung erwerben will, kann dies auf dem heutigen Markt tun. Dass ausgerechnet die Unternehmen, die f&uuml;r breite Schichten der Bev&ouml;lkerung Wohnraum in der Stadt anbieten m&uuml;ssten, diesen nun privatisieren sollen, ist aus unserer Sicht falsch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/426957.kampf-ums-wohnen-wohnraum-zu-reprivatisieren-ist-nicht-sinnvoll.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Es wird immer schlimmer mit Mieterh&ouml;hungen in Berlin&ldquo; : Wirtschaftsrechtler schl&auml;gt Marktausschluss von Aktiengesellschaften vor<\/strong><br>\nStefan Klinski, Wirtschaftsrechtler, m&ouml;chte den Berliner Wohnungsmarkt vor renditefixierten Firmen sch&uuml;tzen lassen. Im Interview sagt er, warum das n&ouml;tig sei.<br>\nHerr Klinski, Sie schlagen vor, einige besonders renditehungrige Firmen vom Wohnungsmarkt auszuschlie&szlig;en, sind aber kein Experte f&uuml;r Immobilienrecht &ndash; wie kommen Sie zu Ihrer Expertise?<br>\nIch besch&auml;ftige mich seit vielen Jahren mit den Spielr&auml;umen, die sich aus dem Grundgesetz und dem EU-Recht f&uuml;r die Gesetzgebung ergeben. Und ich beobachte wie wir alle, dass es immer schlimmer wird mit den Mieterh&ouml;hungen in Berlin. Daher wollte ich schauen, welche Instrumente einsetzbar sind zur Regulierung des Marktes, &uuml;ber das bisher Bekannte hinaus.<br>\nEin Ausl&ouml;ser daf&uuml;r war ein Tagesspiegel-Interview mit dem fr&uuml;heren Wirtschaftssenator Harald Wolf &uuml;ber die Finanzialisierung des Wohnungsmarktes. Er erl&auml;uterte, dass der Wohnungsmarkt immer st&auml;rker von den Finanzinstrumenten des Kapitalmarkts getrieben wird und dies zu den wesentlichen Ursachen der enorm steigenden Mieten geh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/plus.tagesspiegel.de\/berlin\/es-wird-immer-schlimmer-mit-mieterhohungen-in-berlin-wirtschaftsrechtler-schlagt-marktausschluss-von-aktiengesellschaften-vor-491217.html%20\">Der Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>&ldquo;Staat muss bei niedrigen Einkommen helfen&rdquo;<\/strong><br>\nGeringverdiener m&uuml;ssten zus&auml;tzlich entlastet werden, fordert der Vonovia-Chef Rolf Buch. Er prognostiziert: In der Inflation werden auch Mieten noch st&auml;rker steigen &ndash; und Sanierungsauflagen werden zur Falle f&uuml;r Vermieter. (&hellip;)<br>\nIm kommenden Jahr rechnet Buch damit, dass viele seiner Mieter und Mieterinnen hohe Nachzahlungen f&uuml;r 2022 werden stemmen m&uuml;ssen &ndash; in manchen F&auml;llen sogar bis zu zwei Monatskaltmieten. &ldquo;Zwei Monatsmieten klingt viel, aber es klingt noch viel mehr, wenn man wei&szlig;, dass man oft 30 Prozent seines Monatseinkommens f&uuml;r die Miete aufbringt. Das hei&szlig;t, wir w&uuml;rden in dem Monat das gesamte verf&uuml;gbare Einkommen erfragen &ndash; das geht nat&uuml;rlich nicht&rdquo;, sagte Buch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Staat-muss-bei-niedrigen-Einkommen-helfen-article23359925.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gefl&uuml;chtete aus der Ukraine am Wiener Wohnungsmarkt<\/strong><br>\nMit der Ankunft von 200.000 Kriegsgefl&uuml;chteten aus der Ukraine rechnet der Fl&uuml;chtlingskoordinator f&uuml;r &Ouml;sterreich. Seine Prognose bezieht sich dabei auf Menschen, die sich l&auml;ngerfristig in &Ouml;sterreich aufhalten werden. Menschen also, die hier Wohnungen ben&ouml;tigen werden, die meisten von ihnen in Wien. F&uuml;r den ohnehin schon angespannten Wohnungsmarkt bedeutet das dringenden Handlungsbedarf seitens der Politik. (&hellip;)<br>\nDer derzeitige Wohnbauboom muss besser gelenkt werden. Gerade gewerbliche Bautr&auml;ger m&uuml;ssen mehr in die soziale Verpflichtung genommen werden. Eine Absch&ouml;pfung von Umwidmungsgewinnen oder eine Verpflichtung zur Schaffung von sozial gebundenen Wohnungen im Neubau oder Dachgeschossausbau &uuml;ber st&auml;dtebauliche Vertr&auml;ge sind hier wichtige Ansatzpunkte. Preissteigerungen muss auch im bestehenden Wohnraum entgegengewirkt werden. Ganz zentral ist hier die weitgehende Abschaffung von befristeten Vertr&auml;gen als Preistreiber bei den Mieten. Weiters w&auml;re vor allem eine effektive Leerstandsabgabe ein wichtiger Schritt um un- oder untergenutzten Wohnraum f&uuml;r den dringenden Bedarf zu mobilisieren. Dazu braucht es eine entsprechende Kompetenzerteilung vom Bund und die konsequente Umsetzung durch die Stadt Wien. Im gef&ouml;rderten Bereich w&uuml;rde eine neue Wohnbauoffensive des Wohnfonds Wien dringend n&ouml;tigen leistbaren und langfristig sozial gebundenen Wohnraum sichern. Wichtig ist allerdings auch, den Zugang zu gef&ouml;rdertem Wohnbau zu erleichtern. Vor allem die Voraussetzung der zweij&auml;hrigen durchgehenden Meldung an einer Wiener Adresse m&uuml;sste entfallen. Um schnell und effektiv auf hochprek&auml;re Wohn- und Lebenssituationen von Menschen reagieren zu k&ouml;nnen, sollen zus&auml;tzlich M&ouml;glichkeiten eines zentralen sozialen Wohnungspools ausgelotet werden. G&uuml;nstige Wohnungen aus dem gef&ouml;rderten, aber auch privaten Bereich k&ouml;nnten hier rasch und zielgenau an Menschen in herausfordernden Lebenslagen vergeben werden. Diese Ma&szlig;nahmen leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag f&uuml;r die langfristige Inklusion von Gefl&uuml;chteten aus der Ukraine und anderen L&auml;ndern, sondern tragen auch zur generellen Leistbarkeit und Zug&auml;nglichkeit der Wohnversorgung bei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/ukraine-gefluechtete-am-wiener-wohnungsmarkt\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Situation ist in Deutschland &auml;hnlich &ndash; und auch hierzulande besteht Handlungsbedarf seitens der Politik.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Probleme mit Kartenzahlung k&ouml;nnen sich noch Tage hinziehen<\/strong><br>\nSeit Tagen h&auml;ngt in vielen Superm&auml;rkten in Deutschland ein Schild: &ldquo;Kartenzahlung nicht m&ouml;glich&rdquo;. Und die Probleme an den Kassen k&ouml;nnten sich noch Tage hinziehen. Zwar gebe es inzwischen ein Update f&uuml;r das betroffene Zahlungsger&auml;t des US-Herstellers Verifone, teilte der Frankfurter Dienstleister Payone am Samstag mit. Die Version sei aber nicht stabil genug, um sie fl&auml;chendeckend einzusetzen.<br>\nSeit Dienstag k&ouml;nnen viele Tausend Kunden bei deutschen Einzelh&auml;ndlern nicht mehr mit Giro- oder Kreditkarte zahlen. Funktioniert die Girokarte (fr&uuml;her EC-Karte) nicht, ist auch das Abheben von Bargeld an der Supermarktkasse nicht mehr m&ouml;glich. Betroffen sind unter anderem Filialen von Aldi Nord, Edeka oder der Edeka-Tochter Netto.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kartenzahlung-stoerung-girocard-1.5593194\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Karen Sharpe &ndash; Julian Assange: He Fought For Truth and the Freedom to Publish &mdash; Now We Must Fight to Save Him<\/strong><br>\nJulian is a pioneering journalist, publisher, author. As a journalist he has received some of the highest awards in the field; as a publisher he devised an ingenious system whereby whistleblowers could anonymously submit information about war crimes, crimes against humanity, corruption, and much more, that WikiLeaks published for all to read and use; as an author he wrote books, blogs, essays that reveal his perspicacity and prescience, his polymathic interests, and his humanism. He is also an ardent crusader for peace and justice who has been nominated eight times for the Nobel Peace Prize.<br>\nIf an Australian journalist who was never under US jurisdiction can be dragged out of the Ecuadorian embassy in London where he had been granted asylum and locked up in a British prison awaiting a decision as to whether he will be extradited to the US to face charges under the specious Espionage Act, then can anyone whose words may displease the status quo be safe anywhere in the world?<br>\nFollowing three court hearings Julian&rsquo;s fate is now in the hands of British Home Secretary Priti Patel, who is to decide within the next week if Julian will be extradited. His crime? To have practiced true journalism in uncovering and publishing meticulously documented evidence of war crimes, corruption, illegal government surveillance and hacking, among a multitude of malfeasances.<br>\nIn the current case the charges under the Espionage Act relate to 2010 WikiLeaks releases found in the Afghan War Diary, which contains more than 90,000 precise and often gruesome reports of the US military&rsquo;s deadly actions, and the Iraq War Logs, nearly 400,000 US Army field reports that reveal war crimes and the true number of civilians killed, a part of which is the much-viewed Collateral Murder video.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/braveneweurope.com\/karen-sharpe-he-fought-for-truth-and-the-freedom-to-publish-now-we-must-fight-to-save-him\">Brave New Europe<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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