{"id":84358,"date":"2022-05-31T08:43:37","date_gmt":"2022-05-31T06:43:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358"},"modified":"2022-05-31T08:43:37","modified_gmt":"2022-05-31T06:43:37","slug":"hinweise-des-tages-4120","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358#h01\">EU-Sondergipfel: Staatenbund bei &Ouml;l-Embargo uneinig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358#h02\">Boris Johnson und die Anti-EU-Achse UK, Polen, Baltikum und Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358#h03\">Putins Rolle im russischen Machtgef&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358#h04\">100-Milliarden ohne Sinn und Verstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358#h05\">Ab sofort d&uuml;rfen nur noch wenige Abgeordnete wissen, welche Waffen die Ukraine bekommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358#h06\">Das Ende der Kriegsm&uuml;digkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358#h07\">Ausbeutung im Gesundheitswesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358#h08\">Mindestlohn und Minijobs: Grenzwertige Angelegenheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358#h09\">Arbeitslosengeld-II- und Sozialgeld-Ausgaben 2015 bis April 2022 und Bundeshaushalt 2022<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358#h10\">Wohnungsmarkt: Mieter sollen weiter zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358#h11\">L&auml;nder mit den meisten Milliard&auml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358#h12\">Der eigentliche Skandal hinter dem Abriss des Palastes der Republik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358#h13\">St&ouml;rung von Bezahlterminals: Wer ist schuld am Kartenchaos?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84358#h14\">Volker Bouffier geht: Eine neue Vision f&uuml;r das Land Hessen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU-Sondergipfel: Staatenbund bei &Ouml;l-Embargo uneinig<\/strong><br>\nUngarn lehnt Embargo weiterhin ab, andere L&auml;nder sind gegen den Kompromissvorschlag. Einflussreicher Politiker fordert Embargo ohne R&uuml;cksicht auf EU-Strukturen.<br>\nAlle Augen richten sich aktuell nach Br&uuml;ssel: Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-L&auml;nder kommen am Montag und Dienstag zu einem Sondergipfel zusammen. Sie beraten unter anderem &uuml;ber weitere Finanzhilfen f&uuml;r die Ukraine und &uuml;ber eine europ&auml;ische Verteidigungspolitik.<br>\nMit besonderer Spannung wird allerdings beobachtet, ob sich die L&auml;nder der Europ&auml;ischen Union auf das sechste Sanktionspaket gegen Russland einigen k&ouml;nnen. Dieses soll auch ein Importembargo auf russisches Erd&ouml;l enthalten, das aber bisher nicht alle L&auml;nder mittragen wollen.<br>\nDer urspr&uuml;ngliche Entwurf der EU-Kommission sah vor, dass die EU-L&auml;nder innerhalb von sechs Monaten auf den Import von russischem Erd&ouml;l verzichten sollen und bis zum Jahresende auf den Import von &Ouml;lprodukten. Lediglich Ungarn und die Slowakei sollen 20 Monate Zeit bekommen. Zudem sollte es Reedereien aus der EU untersagt sein, russisches &Ouml;l zu transportieren.<br>\nGegen diesen Plan regte sich schnell Widerstand. Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Bulgarien dr&auml;ngten zum Beispiel auf langfristige Ausnahmen beim Embargo, da sie stark auf russische Energielieferungen angewiesen sind. Und auf Druck von Griechenland und Zypern hatten die EU- Beamten schon das Zugest&auml;ndnis gemacht, auf das Verbot des Transports von russischem &Ouml;l auf EU- Schiffen zu verzichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/EU-Sondergipfel-Staatenbund-bei-Oel-Embargo-uneinig-7126465.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Boris Johnson und die Anti-EU-Achse UK, Polen, Baltikum und Ukraine<\/strong><br>\nDie ukrainischen Nationalisten wie der Rechte Sektor oder Asow wollen nicht in die EU, ausgebr&uuml;tet wird eine osteurop&auml;ische Alternative zur EU, Gro&szlig;britannien mischt mit.<br>\nDie Phrasen sind bekannt, dass die Ukraine den Westen, die Demokratie und Freiheit verteidigt. Die ukrainische Regierung strebte die Aufnahme in die Nato an, sowohl der Beitritt zur Nato als auch der zur EU wurde 2019 in die Verfassung aufgenommen. Weil dies in absehbarer Zeit nicht geschieht, obgleich die Nato auch gegen&uuml;ber der Ukraine an der Politik der offenen T&uuml;re festh&auml;lt, bem&uuml;ht sich Kiew nun verst&auml;rkt darum, m&ouml;glichst schnell in die EU aufgenommen zu werden. Seit 2017 gibt es ein Assoziierungsabkommen. Ende Juni wird die EU dar&uuml;ber entscheiden, ob die Ukraine den Status eines Beitrittskandidaten erh&auml;lt, womit die Beitrittsverhandlungen beginnen k&ouml;nnen, die sich aber, wie die franz&ouml;sische Regierung warnte, &uuml;ber Jahrzehnte hinziehen k&ouml;nnten<br>\nDie ukrainischen Nationalisten wie der Rechte Sektor und Dmitri Jarosch haben zwar bei den Selbstverteidigungskr&auml;ften der Maidan-Proteste mitgewirkt und haben dann mit der Finanzhilfe von Oligarchen Freiwilligenverb&auml;nde wie Asow gegr&uuml;ndet, die gegen die Separatisten k&auml;mpften und jetzt gegen die russischen Truppen, aber sie wollen nicht, dass die Ukraine der EU beitritt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/boris-johnson-und-die-anti-eu-achse-uk-polen-baltikum-und-ukraine\/\">Krass &amp; Konkret<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Putins Rolle im russischen Machtgef&uuml;ge<\/strong><br>\nDie russische Geschichte der vergangenen Jahrzehnte mit dem Fokus auf die Rolle von Pr&auml;sident Wladimir Putin muss verstehen, wer die Gr&uuml;nde des Ukraine-Kriegs verstehen will. Dahinter liegt die russische Geschichte zwischen Europa und Asien. Der folgende Text ist eine &uuml;berarbeitete und aktualisierte Fassung eines Vortrags, gehalten bei einer Veranstaltung der Marx-Engels-Stiftung in Kassel am 14. Mai dieses Jahres.<br>\nLiebe Freundinnen, liebe Freunde. Um Putins Rolle in der Machtstruktur, in der Politik Russlands richtig einordnen zu k&ouml;nnen, reicht es nicht, ihn als &bdquo;KGBtschik&rdquo; klein reden zu wollen, ebenso wenig ihn als demokratisch gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten zu verharmlosen, noch weniger allerdings ihn als Faschisten zu d&auml;monisieren, wie es gegenw&auml;rtig in unseren Medien geschieht, die Putin als jemand darstellen, der Russland in den Faschismus f&uuml;hre und durch Regimechange abgel&ouml;st werden m&uuml;sse. Nichtsdestoweniger muss man sich diesen Fragen irgendwie n&auml;hern und versuchen Kriterien zu finden, wer Putin ist, wer er war und wer er sein k&ouml;nnte. Notwendig ist daher zun&auml;chst, einen kurzen Blick auf die russische Geschichte zu werfen, um zu erkennen, welchen Platz Putin jetzt darin einnimmt. Das k&ouml;nnen in der K&uuml;rze dieses Vortrags nat&uuml;rlich nur Stichworte sein. In diesem Sinne soll jetzt Folgendes sehr knapp skizziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/putins-rolle-im-russischen-machtgefuege\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>100-Milliarden ohne Sinn und Verstand<\/strong><br>\nMit einem Schuldenberg f&uuml;llt die Ampel-Koalition das Loch, das die Union &uuml;ber anderthalb Jahrzehnte ausgehoben hat. Jedoch nur im Bereich Milit&auml;r.<br>\nDie Auswirkungen der konservativen Sparpolitik der letzten Jahrzehnte macht die Liste der Gesch&auml;digten lang. Ein kaputtgespartes Pflegesystem, Krankenh&auml;user auf Gewinn, statt auf Hilfe ausgerichtet, marode Br&uuml;cken, verkehrspolitischer Autobahnwahn und Mietpreisexplosion statt klimapolitischer Konzepte und sozialorientiertem Wohnungsbau. Zynisch ausgedr&uuml;ckt hat zumindest Wladimir Putin nun in einem Bereich zum Aufwachen beigetragen. Unmittelbar nachdem er am 24. Februar 2022 die russische Armee in die Ukraine einmarschieren lie&szlig;, verk&uuml;ndete Kanzler Olaf Scholz in einer Rede, seine Regierung werde ein Sonderverm&ouml;gen in H&ouml;he von 100 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr einrichten, um deren angebliche finanzielle und materielle Auszehrung zu beenden. Was Flecktarn-Fans diesbez&uuml;glich verbreiten, ist jedoch ein Mythos. Denn der Etat der Bundeswehr steigt seit Jahren unabl&auml;ssig. Leider hat bislang kaum jemand herausgefunden, warum das Geld all zu oft nur in den Taschen von Beratungsfirmen landete, aber der Grundbetrieb der Armee offenbar nicht ansatzweise ausfinanziert ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1164172.sondervermoegen-milliarden-ohne-sinn-und-verstand.html\">nd<\/a>\n<p>dazu: <strong>Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr: Eiskalt durchgepeitscht<\/strong><br>\nMeinung SPD, Gr&uuml;ne, FDP und Union missbrauchen das Grundgesetz, um die Bundeswehr ohne jede Debatte massiv aufzur&uuml;sten<br>\nDas Wort &bdquo;Sonderverm&ouml;gen&ldquo; hat einen guten Klang. Ein wenig, als fiele etwas vom Himmel und w&uuml;rde in einer Schatztruhe verwahrt. F&uuml;r schlechte Zeiten oder gar besonders sch&ouml;ne Dinge, die man sich leisten m&ouml;chte. Soziale Gerechtigkeit zum Beispiel. [&hellip;]<br>\nDamit diese 100 Milliarden Euro nicht die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse aushebeln, sollen sie ebenfalls ins Grundgesetz. Gesondert sozusagen. Aber schuldenfinanziert. Was sich eigentlich mit der Schuldenbremse bei&szlig;t. Aber es ist alles eine Frage der Formulierung.<br>\nSo zeigt das Grundgesetz &ndash; die zwar s&auml;kulare, aber doch recht heilige Schrift &ndash; mehr und mehr an, dass es dienlich sein und missbraucht werden kann, auch um politische Vorhaben der jeweiligen Regierungen durchzusetzen. Diesmal aber, ohne dass auch nur im Ansatz eine gesellschaftliche Debatte dar&uuml;ber gef&uuml;hrt w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/kathrin-gerlof\/sondervermoegen-fuer-die-bundeswehr-im-grundgesetzt-eiskalt-durchgepeitscht%20\">der Freitag<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&raquo;Ein Sonderverm&ouml;gen allein f&uuml;r die Bundeswehr greift viel zu kurz&laquo;<\/strong><br>\nSie ist die bislang prominenteste Ampel-Abweichlerin beim Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr: Juso-Chefin Jessica Rosenthal lehnt den Kompromiss mit der Union ab &ndash; und kritisiert den Koalitionspartner FDP.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jessica-rosenthal-ein-sondervermoegen-allein-fuer-die-bundeswehr-greift-viel-zu-kurz-a-4ff27e6a-b393-441d-aefa-a212c2a9584b\">DER SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r soziale Sicherheit statt Hochr&uuml;stung der Bundeswehr<\/strong><br>\n&bdquo;Das sogenannte &sbquo;Sonderverm&ouml;gen Bundeswehr&lsquo; &uuml;ber 100 Milliarden Euro als Grundstein f&uuml;r die dauerhafte Hochr&uuml;stung in Deutschland ist eine unglaubliche Verschleuderung von Steuergeldern auf Kosten breiter Teile der Bev&ouml;lkerung. Angesichts explodierender Preise bei Energie und Ern&auml;hrung braucht es eine Zeitenwende f&uuml;r soziale Sicherheit, nicht f&uuml;r die organisierte Bereicherung von R&uuml;stungskonzernen&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Ausw&auml;rtigen Ausschuss und Sprecherin f&uuml;r Internationale Politik und Abr&uuml;stung. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Ampel-Regierung und Union haben jeden sozialpolitischen Kompass verloren, wenn sie &uuml;ber 100 Milliarden Euro Sonderschulden und ein neues Bundeswehr-Finanzierungsgesetz die dauerhafte Erh&ouml;hung der R&uuml;stungsausgaben auf j&auml;hrlich jeweils &uuml;ber 70 Milliarden Euro zur Einhaltung des Zwei-Prozent-Aufr&uuml;stungsziels der NATO festschreiben. Die Anschaffung von Atombombern des Typ F-35, neuen Panzersystemen und bewaffneten Drohnen l&auml;sst die Aktienkurse und Gewinne der gro&szlig;en Waffenschmieden in die H&ouml;he schnellen und treibt die Armutsspirale weiter nach unten. DIE LINKE fordert eine einmalige Verm&ouml;gensabgabe f&uuml;r Superreiche und die Einf&uuml;hrung einer Verm&ouml;genssteuer.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/sondervermoegen-fuer-soziale-sicherheit-statt-hochruestung-der-bundeswehr\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ab sofort d&uuml;rfen nur noch wenige Abgeordnete wissen, welche Waffen die Ukraine bekommt<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat die Informationsrechte des Bundestags zu Waffenexporten in die Ukraine eingeschr&auml;nkt.<br>\nDie Bundesregierung hat die Abgeordneten des Bundestags darauf hingewiesen, dass die Informationsrechte der Parlamentarier im Fall der R&uuml;stungsexporte in die Ukraine eingeschr&auml;nkt werden. Der Staatssekret&auml;r im Bundeswirtschaftsministerium, Sven Giegold von den Gr&uuml;nen, teilte den Abgeordneten in einem Schreiben an die Linke-Abgeordnete Sevim Dagdelen mit, dass eine Unterrichtung und Einsichtnahme in die Akten auf der Geheimschutzstelle nur f&uuml;r Mitglieder des Ausw&auml;rtigen, des Verteidigungs- oder des Wirtschaftsausschusses vorgesehen sei.<br>\nDar&uuml;ber hinaus bekommen laut Giegold lediglich die haushaltspolitischen Sprecher oder die Berichterstatter f&uuml;r den Einzelplan 14 im Haushaltsausschuss sowie die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages die Unterlagen zu Gesicht.<br>\nDagdelen hatte gefragt, &bdquo;warum es bez&uuml;glich der Exportgenehmigungen f&uuml;r R&uuml;stungsg&uuml;ter mit Bestimmungsland Ukraine keine Unterrichtung des Deutschen Bundestages &uuml;ber abschlie&szlig;ende Genehmigungsentscheidungen, denen eine Befassung des Bundessicherheitsrates vorangegangen ist, gegeben&ldquo; habe.<br>\nGiegold schreibt in dem der Berliner Zeitung vorliegenden Brief w&ouml;rtlich: &bdquo;Um den parlamentarischen Auskunftsrechten wie auch den besonderen Sicherheitsanforderungen in diesen konkreten F&auml;llen Rechnung zu tragen, wurden hierf&uuml;r situationsspezifische Verfahren zur parlamentarischen Unterrichtung &uuml;ber L&auml;nderabgaben sowie kommerzielle Kriegswaffenausfuhren entwickelt.&ldquo;<br>\nDagdelen, die auch Obfrau im Ausw&auml;rtigen Ausschuss ist, kann diese Vorgehensweise nicht nachvollziehen. Sie sagte dieser Zeitung: &bdquo;Es ist &auml;u&szlig;erst besorgniserregend, dass die Bundesregierung ihren Informationspflichten gegen&uuml;ber dem Parlament im Falle der Genehmigung von Waffenlieferungen an die Ukraine gar nicht nachkommt und de facto bereits wie eine Kriegspartei agiert.&ldquo; Gravierende Entscheidungen wie die Lieferung schwerer Waffen in ein Kriegsgebiet &bdquo;als Staatsgeheimnis zu behandeln, ist nicht nur friedenspolitisch fatal, sondern besch&auml;digt die Demokratie insgesamt&ldquo;.<br>\nLaut Dagdelen geht es der Bundesregierung darum, &bdquo;die &Ouml;ffentlichkeit im Ungewissen zu lassen, wie weit die Bundesregierung sich an diesem Krieg bereits jetzt schon beteiligt&ldquo;. Dagdelen findet, mit der gew&auml;hlten Vorgangsweise verletze die Bundesregierung &bdquo;die Statusrechte der Abgeordneten einschlie&szlig;lich des Grundsatzes der &ouml;ffentlichen Kontrolle&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/ab-sofort-duerfen-nur-noch-wenige-abgeordnete-wissen-welche-waffen-die-ukraine-bekommt-li.230733\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das Ende der Kriegsm&uuml;digkeit<\/strong><br>\nMit bellizistischen Forderungen wie derjenigen nach einem Ende der &bdquo;Kriegsm&uuml;digkeit&ldquo; kann Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock bei der W&auml;hlerschaft der Gr&uuml;nen auf &uuml;berdurchschnittliche Zustimmung hoffen. Dies geht aus aktuellen Umfragen &uuml;ber die Haltung im Milieu der Partei zu Aufr&uuml;stung und Waffenlieferungen an die Ukraine hervor. Demnach wird die Ansicht, man m&uuml;sse &bdquo;bereit sein &hellip;, sein Land und die Freiheit mit allen Mitteln zu verteidigen&ldquo;, von Anh&auml;ngern der Gr&uuml;nen entschiedener vertreten als von Anh&auml;ngern aller anderen Parteien. Auch bei der Bef&uuml;rwortung der Lieferung schwerer Waffen liegen B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen weit vorn. Hintergrund ist die Entwicklung der Partei, deren Gr&uuml;ndungsgeneration l&auml;ngst aus den sozialen Bewegungen der 1980er Jahre in gut bezahlte und abgesicherte Berufspositionen aufger&uuml;ckt ist. Der Anteil der Beamten sowie der im &ouml;ffentlichen Dienst T&auml;tigen ist bei den Gr&uuml;nen h&ouml;her, der Anteil schlecht bezahlter Jobber niedriger als in jeder anderen Partei. Von den negativen Auswirkungen der Sanktionen auf Versorgung und Wirtschaft im eigenen Land sind die Gr&uuml;nen daher individuell am wenigsten betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8935\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ausbeutung im Gesundheitswesen<\/strong><br>\n&raquo;Ich muss regelm&auml;&szlig;ig zehn Tage durcharbeiten&laquo;<br>\nStreik an Unikliniken in NRW h&auml;lt an. Besch&auml;ftigte fordern Entlastung per Tarifvertrag. Ein Gespr&auml;ch mit Kira H. und Charlotte L.<br>\nSie sind nun die dritte Woche an sechs Unikliniken in NRW im Streik. In der Pandemiezeit wurden Missst&auml;nde im Gesundheitswesen besonders deutlich sichtbar. Hat sich mittlerweile etwas getan?<br>\nKira H.: F&uuml;r uns hat sich nichts ver&auml;ndert. Die Lage ist gleichbleibend schlecht. War die Situation schon vor der Pandemie angespannt, haben nun noch mehr Pflegekr&auml;fte den Beruf verlassen.<br>\nCharlotte L.: In der Pandemie gab es eine oberfl&auml;chliche und absurde &raquo;Wertsch&auml;tzungsoffensive&laquo;: Alle waren Pflegekr&auml;ften dankbar, w&auml;hrend sich im Krankenhaus alles verschlimmerte. Daran hat sich nichts ge&auml;ndert. Das ist dramatisch, weil das Gesundheitssystem so nicht funktioniert.<br>\nWie sind die Zust&auml;nde an den Kliniken?<br>\nK.&thinsp;H.: Wir sind komplett &uuml;berlastet &ndash; nicht erst seit kurzem, sondern chronisch. Ich muss regelm&auml;&szlig;ig zehn Tage durcharbeiten und kann meine Freizeit h&auml;ufig nicht genie&szlig;en, weil ich komplett ersch&ouml;pft bin. Wir k&ouml;nnen unseren Anforderungen nicht gerecht werden und unsere Patientinnen und Patienten nicht ad&auml;quat versorgen. Was wir dort machen, ist Schadensbegrenzung. Wir bewahren unsere Patienten vor dem Sterben, sind aber nicht in der Lage, ihre Gesundheit zu f&ouml;rdern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427252.ausbeutung-im-gesundheitswesen-ich-muss-regelm%C3%A4%C3%9Fig-zehn-tage-durcharbeiten.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mindestlohn und Minijobs: Grenzwertige Angelegenheit<\/strong><br>\nHinter dem neuen Gesetz zur Mindestlohnerh&ouml;hung und Minijob-Grenze mag gute Absicht stehen. Die praktischen Auswirkungen der neuen Rechtsnormen f&uuml;hren aber nur zu wenigen Verbesserungen und vielen Verschlechterungen im Niedriglohnsektor.<br>\nAm 18. Mai wurden im Bundestag zwei Gesetze beraten, deren Auswirkungen weitreichend sind: das Gesetz zur Erh&ouml;hung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro und der Anhebung der Geringf&uuml;gigkeitsgrenze von 450 auf 520 Euro. Allein ein Blick auf die Zahl der von dem Gesetzesentwurf Betroffenen verdeutlicht das: 2021 verdienten rund 7,2 Millionen Besch&auml;ftigte weniger als 12 Euro die Stunde (Statistisches Bundesamt 2021) und &uuml;ber 6,5 Millionen waren in einem Minijob besch&auml;ftigt. Wenn man ber&uuml;cksichtigt, dass rund 50% der Minijobber weniger als 12 Euro die Stunde verdienten, sind insgesamt &uuml;ber 10 Millionen Besch&auml;ftigte von diesem Gesetz betroffen.<br>\nUrspr&uuml;nglich gab es zwei getrennte Gesetzesentw&uuml;rfe, die aber zur Wahrung des Koalitionsfriedens schnell zusammengef&uuml;hrt wurden. Zu gro&szlig; w&auml;re das Risiko gewesen, dass FDP-Abgeordnete gegen die Erh&ouml;hung des Mindestlohns und Abgeordnete des SPD und der Gr&uuml;nen gegen die Anhebung der Geringf&uuml;gigkeitsgrenze gestimmt h&auml;tten. Beides soll nach der Koalitionsvereinbarung eben nur im Paket zu haben sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/wirtschaft-in-zeiten-der-krise\/mindestlohn-und-minijobs-grenzwertige-angelegenheit\/\">Makroskop<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Reall&ouml;hne zum Jahresbeginn gesunken<\/strong><br>\nAuch ein deutliches Plus bei den Tarifl&ouml;hnen in den vergangenen Monaten &auml;ndert nichts daran, dass Besch&auml;ftige Einbu&szlig;en hinnehmen m&uuml;ssen. Denn die Preise in Deutschland sind erneut st&auml;rker gestiegen.<br>\nDie hohe Inflation hat die Zuw&auml;chse auf dem Gehaltszettel auch im ersten Quartal mehr als aufgezehrt. Die L&ouml;hne einschlie&szlig;lich Sonderzahlungen legten in den ersten drei Monaten zwar um 4,0 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahreszeitraum zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Allerdings stiegen die Verbraucherpreise im ersten Quartal um 5,8 Prozent.<br>\nUnter dem Strich gingen die L&ouml;hne daher preisbereinigt (real) um 1,8 Prozent zur&uuml;ck, wie die Statistiker berichteten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/realloehne-erstes-quartal-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitslosengeld-II- und Sozialgeld-Ausgaben 2015 bis April 2022 und Bundeshaushalt 2022<\/strong><br>\nVon Januar bis April 2022 wurden vom Bund f&uuml;r Arbeitslosengeld II und Sozialgeld insgesamt 6,864 Milliarden Euro ausgegeben, 8,4 Prozent (631 Millionen Euro) weniger als im entsprechenden Vorjahrszeitraum. Die 12-Monatssumme dieser Ausgaben des Bundes sank dementsprechend von 21,748 Milliarden Euro im Haushaltsjahr 2021 um 631 Millionen Euro auf 21,117 Milliarden Euro in den 12 Monaten von Mai 2021 bis April 2022. (siehe BIAJ-Abbildung unten)<br>\nIm Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2022 sind nach der Bereinigungssitzung am 19.\/20.05.2022 21,085 Milliarden Euro f&uuml;r Arbeitslosengeld II und Sozialgeld veranschlagt, 100 Millionen Euro mehr als vor der &bdquo;Bereinigung&ldquo; und 1,315 Milliarden Euro weniger als im 1. Regierungsentwurf der alten Bundesregierung. (1)<br>\nGemessen an den durchschnittlich 5,106 Millionen Regelleistungsberechtigten (RLB) wurden vom Bund in den 12 Monaten von Mai 2021 bis April 2022 f&uuml;r Arbeitslosengeld II und Sozialgeld monatlich durchschnittlich 344,63 Euro pro RLB ausgegeben. (2) Ein Jahr zuvor, von Mai 2020 bis April 2021, wurden f&uuml;r die durchschnittlich 5,443 Millionen RLB durchschnittlich 324,62 Euro pro Monat ausgegeben. Bis Ende 2021 stiegen diese monatlichen Ausgaben pro RLB auf 345,01 Euro bei durchschnittlich 5,253 Millionen RLB im Jahr 2021. (2020: 317,17 Euro bei durchschnittlich 5,428 Millionen RLB) Der relativ deutliche nominale Anstieg in 2021 resultierte u.a. aus der &bdquo;Einmalzahlung aus Anlass der COVID-19-Pandemie&ldquo; (&sect; 70 Sozialpaket III).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1657-arbeitslosengeld-ii-und-sozialgeld-ausgaben-2015-bis-april-2022-und-bundeshaushalt-2022.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wohnungsmarkt: Mieter sollen weiter zahlen<\/strong><br>\nNeuregelung zu CO2-Emissionen von Heizungen geplant. Mieterverb&auml;nde f&uuml;rchten soziale Schieflage<br>\nF&uuml;r Kohlendioxidemissionen, die beim Heizen entstehen, zahlen seit 2021 allein die Mieter. Das soll sich im kommenden Jahr &auml;ndern. Die Kosten f&uuml;r den umweltsch&auml;dlichen CO2-Aussto&szlig; sollen nach einem Zehn-Stufen-Modell zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt werden &ndash; sofern das Wohnhaus schlecht oder gar nicht ged&auml;mmt ist. Bei sehr hohen Emissionen des Treibhausgases w&uuml;rde der Vermieter neunzig Prozent der CO2-Geb&uuml;hr tragen. Umgekehrt kommt nur der Mieter f&uuml;r die Kosten auf, wenn das Geb&auml;ude sehr gut energetisch ged&auml;mmt ist. Am vergangenen Mittwoch einigte sich das Bundeskabinett auf eine entsprechende Neuregelung, die die Bundesministerien f&uuml;r Wirtschaft und Klimaschutz, f&uuml;r Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie Justiz in einem Eckpunktepapier vorgelegt hatten. Der Bundestag muss noch zustimmen.<br>\nDas neue Modell soll Vermieter zur energetischen Sanierung von Wohnh&auml;usern, Mieter zum Drosseln der Heizung motivieren. Dabei bleibt allerdings unber&uuml;cksichtigt, dass seit vielen Jahren die Kosten f&uuml;r Bauma&szlig;nahmen zur W&auml;rmed&auml;mmung auf die Mieten umgelegt werden, so dass die Mieter die energetische Sanierung bezahlen, um sp&auml;ter wegen der guten D&auml;mmung wiederum allein f&uuml;r die CO2-Umlage aufkommen zu m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427378.wohnungsmarkt-mieter-sollen-weiter-zahlen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>L&auml;nder mit den meisten Milliard&auml;ren<\/strong><br>\n75 L&auml;nder haben laut &bdquo;Forbes&ldquo; derzeit mindestens einen Dollar-Milliard&auml;r. Wir stellen die zehn Staaten mit den meisten Superreichen vor<br>\nDie Liste der L&auml;nder mit mindestens einem Dollar-Milliard&auml;r wird immer l&auml;nger. 2022 tauchte dank Popstar und Kosmetikproduzentin Rihanna erstmals Barbados im Ranking von &bdquo;Forbes&ldquo; auf. Mit Estland und Bulgarien feierten auch zwei Staaten aus Europa ihren Einstand auf der Liste. Insgesamt z&auml;hlte das Wirtschaftsmagazin 2022 weltweit 75 L&auml;nder oder Territorien, unter deren B&uuml;rgern mindestens ein Superreicher zu finden war. Europa kam zwar insgesamt auf nur etwas mehr Milliard&auml;re als die Nummer zwei dieser Liste. Immerhin stellte der Kontinent jedoch fast jeden dritten Vertreter der Top 10 &ndash; allen voran Deutschland.<br>\nDeutschland wird bei der Zahl der Superreichen nur von den drei bev&ouml;lkerungsreichsten L&auml;nder der Welt geschlagen. &bdquo;Forbes&ldquo; attestierte der Bundesrepublik 134 Dollar-Milliard&auml;re mit einem Gesamtverm&ouml;gen von 608 Mrd. Dollar. Das Magazin k&uuml;rte Dieter Schwarz zum neuen deutschen Spitzenreiter. Der Eigent&uuml;mer der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) stieg demnach von 36,9 auf 47,1 Mrd. Dollar. Schwarz verbesserte sich im globalen Vergleich um zehn Pl&auml;tze auf Rang 28 und kletterte in Europa vom sechsten auf den vierten Rang.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.capital.de\/karriere\/milliardaere--die-laender-mit-den-meisten-milliardaeren-31906026.html%20\">Capital<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Die USA stehen auf Platz 1, danach kommen China (2) und Indien (3). &Uuml;berraschenderweise liegt Deutschland schon auf Platz 4. Und das ist keine Naturkonstante, sondern Ergebnis der diversen Steuersenkungen f&uuml;r Spitzenverdiener, Unternehmen, Erben und Verm&ouml;gende. Das k&ouml;nnte man sofort &auml;ndern und wieder mehr die Gemeinwohlbindung des Eigentums. Bei Verm&ouml;gensteuern k&ouml;nnte man hohe Freibetr&auml;ge gew&auml;hren, z.B. f&uuml;r Private 2 Mio. Euro und f&uuml;r Unternehmen 5 Mio. Euro. 99,5% aller Verm&ouml;gen w&auml;ren damit &ldquo;raus&rdquo;. Und auch Superreiche m&uuml;ssten bei Abgabes&auml;tzen von 2,5% nicht wirklich am Hungertuch nagen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der eigentliche Skandal hinter dem Abriss des Palastes der Republik<\/strong><br>\nDer Palast musste also am Ende bis auf seinen Rohbau ausgekratzt werden. Und hier beginnt der eigentliche Skandal um den Palast. Denn so unabweisbar die Asbestsanierung war &ndash; der Abriss des Rohbaus war es nicht. Er war eine politische Entscheidung, die schon damals &ouml;konomisch, &ouml;kologisch und schon gar geschichtspolitisch gegen alle Gebote der Nachhaltigkeit verstie&szlig;.<br>\nDas f&uuml;r mehr als 80 Millionen Euro von Asbest ges&auml;uberte Stahlger&uuml;st hatte einer (allerdings umstrittenen) Berechnung von Stahlverk&auml;ufern nach um 2005 mehr als 200 Millionen Euro Neubauwert; vom Staat wurde eine solche Wert-Berechnung nie gemacht.<br>\nWarum wurde der Palast nicht ins Humboldt-Forum integriert?<br>\nEbenso wenig interessierte, den ohne weiteres wieder ausbauf&auml;higen, voll belastbaren Rohbau des Palastes in einen Neubau f&uuml;r das Humboldt-Forum zu integrieren &ndash; entsprachen sich doch sogar die Geschossh&ouml;hen fast genau. Es gab viele solche Vorschl&auml;ge, viele h&auml;tten auch einen Nachbau der Barockfassaden keineswegs behindert. [&hellip;]<br>\nAber nicht nur der Oberbau aus Stahl wurde abgerissen. Auch die gigantischen Untergeschosse lie&szlig;en die Senatsplaner durch das Aufbohren der wasserdichten &bdquo;Schwarzen Wanne&ldquo; und das Einschwemmen von Sand zerst&ouml;ren, gegen massive Proteste von Fachleuten aus Ost und West. Verhindert war damit der Auftrieb der Palastwanne, um benachbarte Geb&auml;ude wie den Berliner Dom und das Alte Museum zu sichern.<br>\nAlternativen zu dieser L&ouml;sung wie die des Palast-Ingenieurs Manfred Barg, die Plattform des Palastes sukzessive w&auml;hrend des Rohbauabrisses von oben zu beschweren, um die schwindende Last auszugleichen, kamen nicht einmal in die Vorpr&uuml;fung. So wurde kostbarer unterirdischer Raum auf Dauer verf&uuml;llt, den das Humboldt-Forum heute gut gebrauchen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/geschichte-berlin-der-eigentliche-skandal-hinter-dem-abriss-des-palastes-der-republik-li.229808\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>St&ouml;rung von Bezahlterminals: Wer ist schuld am Kartenchaos?<\/strong><br>\nWeil ihre Bezahlterminals nicht funktionieren, greifen Einzelh&auml;ndler auf antiquierte Methoden wie das elektronische Lastschriftverfahren zur&uuml;ck. Dabei w&auml;re der Schritt in die Zukunft m&ouml;glich. [&hellip;]<br>\nDer Grund f&uuml;rs Chaos bei der Kartenzahlung ist ein Softwareproblem bei einem in Deutschland beliebten Kartenterminal, dem H5000 des US-Herstellers Verifone. Eine normale Kartenzahlung ist deshalb vielerorts seit vergangenem Dienstag nicht m&ouml;glich &ndash; und das d&uuml;rfte wohl auch noch eine Weile so bleiben.<br>\nVerkauft wurden die Ger&auml;te vom US-Finanzdienstleister Verifone, betrieben werden die Terminals aber in Deutschland von elf Netzbetreibern, darunter die Payone GmbH und die Concardis GmbH. Bei diesen laufen seit Tagen die Telefone hei&szlig;, H&auml;ndlern bricht der Umsatz weg, wenn Kunden kein Bargeld dabeihaben, was seit dem coronabedingten Kontaktlos-zahlen-Boom immer h&auml;ufiger der Fall ist. Wer f&uuml;r den den Einzelh&auml;ndlern nun entstandenen Schaden aufkommen muss, das d&uuml;rfte irgendwann gerichtlich gekl&auml;rt werden. Der Netzbetreiber Concardis jedenfalls sieht den Fehler bei Verifone, wie in den Notfall-FAQ nachzulesen ist. Dort hei&szlig;t es: &ldquo;Die Ursache f&uuml;r die Fehler liegt bei dem Hersteller Verifone.&rdquo;<br>\nGanz so einfach scheint die Sache jedoch nicht zu sein, sagt jedenfalls Jan Wildeboer, der die englischsprachige &Ouml;ffentlichkeit seit vergangenen Dienstag in einem stetig anwachsenden Twitter-Thread &uuml;ber die Entwicklungen informiert. Seine Expertise f&uuml;r das H5000 kommt von der Software-Seite, er ist Linux-Experte, und das H5000 war Anfang der 2010er-Jahre das erste Kartenterminal, das auf der quelloffenen Software lief.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kartenterminals-handel-stoerung-h5000-verifone-1.5594157\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Volker Bouffier geht: Eine neue Vision f&uuml;r das Land Hessen<\/strong><br>\nEs ist an der Zeit, B&uuml;rokratie tats&auml;chlich abzubauen, auch f&uuml;r private Unternehmer. Au&szlig;erdem muss in Hessen so viel Geld wie m&ouml;glich in Bildung und Infrastruktur investiert werden.<br>\nHessen bekommt einen neuen Ministerpr&auml;sidenten. Das ist eine gute Zeit, auf das zu schauen, was in der Alltagspolitik mit ihren Herausforderungen rund um Corona-Pandemie, Terror oder Fl&uuml;chtlingskrisen liegen bleibt. Dabei hilft ein Buch, das am Ende der Neunzigerjahre erschienen ist, mit dem Titel &bdquo;Vision 21&ldquo;. Geschrieben hat es Roland Koch, der Vorg&auml;nger des scheidenden Ministerpr&auml;sidenten Volker Bouffier, und vielleicht sollte es dessen designierter Nachfolger und Parteifreund Boris Rhein kurz zur Hand nehmen: um zu erkennen, was mehr als zwanzig Jahre sp&auml;ter immer noch im Argen liegt &ndash; und was damals noch gar nicht im Fokus stand.<br>\nWohlstandssicherung erfordere ein Bildungssystem der Spitzenklasse, schreibt der Ministerpr&auml;sident a. D., zudem gelte es, das Wachstumspotential der Wirtschaft aus-, die B&uuml;rokratie aber abzubauen: Mehr Sicherheit brauche man, aber insgesamt weniger Staat, mehr Engagement der B&uuml;rger. Weitere Schwerpunkte sind das Verh&auml;ltnis von Land und Bund sowie die Familienpolitik in sich wandelnden Zeiten &ndash; politische Evergreens also. Doch zu vieles, was zu Recht angesprochen wird, harrt noch immer der Bearbeitung, sogar die so wichtige Bildung ist eine Dauerbaustelle geblieben.<br>\nEs sind zudem neue Schwierigkeiten hinzugekommen: Die Infrastruktur war seinerzeit in einem sogar besseren Zustand. Br&uuml;cken sind kaputt, Fahrzeiten werden nicht k&uuml;rzer, sondern l&auml;nger. Und rund um die Digitalisierung des Landes hat man nicht das Gef&uuml;hl, dass die Politiker begriffen h&auml;tten, welches Drama sich dort durch Unterlassung abspielt: Mit Blick auf die Leistungsf&auml;higkeit seiner digitalen Infrastruktur droht das Land im internationalen Vergleich abgeh&auml;ngt zu werden. F&uuml;r die Folgen der digitalen Schlafm&uuml;tzigkeit werden die Kinder bezahlen, auch wenn Politiker von Beratern seit Jahren eingefl&uuml;stert bekommen, das Thema treibe an der Wahlurne kaum jemanden an. Dann ist da noch der Klimaschutz, der eine Schnittmenge mit dem hat, was an Effizienzgewinnen durch die vers&auml;umte Digitalisierung aus der Hand gegeben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/volker-bouffier-geht-eine-neue-vision-fuer-das-land-hessen-18066895.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> H&auml;tte ich der FAZ gar nicht zugetraut: eine klare Analyse dessen, was die CDU in den letzten Jahren kaputt gemacht hat, die perfekte Antiwerbung: &ldquo;Br&uuml;cken sind kaputt, Fahrzeiten werden nicht k&uuml;rzer, sondern l&auml;nger. Und rund um die Digitalisierung des Landes hat man nicht das Gef&uuml;hl, dass die Politiker begriffen h&auml;tten, welches Drama sich dort durch Unterlassung abspielt: Mit Blick auf die Leistungsf&auml;higkeit seiner digitalen Infrastruktur droht das Land im internationalen Vergleich abgeh&auml;ngt zu werden.&rdquo; Denn seit geschlagenen 23 Jahren wird Hessen von der CDU regiert, 16 Jahre lang die Bundesrepublik von Angela Merkel. Wer hat also die Infrastruktur vors&auml;tzlich verrotten lassen und die digitale Infrastruktur auf Entwicklungslandniveau gehalten? Im &Uuml;brigen m&uuml;ssen nicht nur &ldquo;unsere Kinder&rdquo; die &ldquo;digitale[&hellip;] Schlafm&uuml;tzigkeit&rdquo; bezahlen, sondern auch wir (Erwachsenen) und unsere Eltern. Alle. Eine Katastrophenpolitik; dank an die FAZ f&uuml;r den deutlichen Kommentar.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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