{"id":84443,"date":"2022-06-02T09:26:24","date_gmt":"2022-06-02T07:26:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84443"},"modified":"2022-06-02T10:10:26","modified_gmt":"2022-06-02T08:10:26","slug":"leserbriefe-zu-man-erklaert-putin-zum-faschisten-so-einfach-verabschiedet-sich-die-spd-fuehrung-von-der-entspannungspolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84443","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eMan erkl\u00e4rt Putin zum Faschisten. So einfach verabschiedet sich die SPD-F\u00fchrung von der Entspannungspolitik\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84320\">In diesem Beitrag<\/a> hinterfragt Albrecht M&uuml;ller die Erkl&auml;rung des russischen Pr&auml;sidenten Putin zum Faschisten durch die Co-Vorsitzende der SPD, Saskia Esken, in einem FAS-Interview vom 29. Mai 2022. Sie habe diese Bewertung mit einer &bdquo;verbitterten&ldquo; Rede Putins vom M&auml;rz 2022 begr&uuml;ndet. Dabei habe sie u.a. die Vorgeschichte weggelassen, au&szlig;erdem ausgeblendet, dass die Bundesregierung mit &bdquo;autorit&auml;ren und faschistischen Regimen &ndash; auch jenseits Russlands &ndash; vortrefflich zusammenarbeitet&ldquo; und die &bdquo;eigene Parteigeschichte, konkret die Geschichte der Entspannungspolitik, v&ouml;llig falsch&ldquo; bewertet. Damit werde das &bdquo;historische Erbe der SPD&ldquo;, die Entspannungspolitik der sechziger und siebziger Jahre, vergessen und verspielt. Sein Fazit: &bdquo;Die heutige SPD sollte ein bisschen eigene Geschichte studieren. Das t&auml;te ihr und uns allen gut.&ldquo; Danke f&uuml;r die interessanten Zuschriften. Hier nun die Leserbriefe. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, liebe Nachdenkseiten-Redaktion,<\/p><p>Nun, da laut Saskia Esken &ldquo;Wandel durch Ann&auml;herung keine Option mehr&rdquo; ist und die SPD ihre Geschichte umschreibt, folgt sie der besten Satire: Martin Sonneborn, MdEP und Satiriker, hatte die Sozis bereits vor Wochen aufgefordert, sich f&uuml;r Willy Brandt und Egon Bahr zu entschuldigen.<\/p><p>Alsdann werden sie wohl das Willy-Brandt-Haus umbenennen &ndash; Neuvorschl&auml;ge vielleicht bitte an die NachDenkSeiten &ndash; , die dortige Bronzefigur schleifen und einschmelzen &ndash; 500 kg f&uuml;r Selenskij! &ndash; und schlie&szlig;lich bundesweit die noch diensttuenden Geschichtslehrer einer Nach-Anh&ouml;rung, wenn nicht gar hochnotpeinlichen Befragung hinsichtlich ihrer neudefinierten Verfassungstreue unterziehen m&uuml;ssen.<\/p><p>Richtig interessant wird&rsquo;s dann nochmals auf SPD-Ortsvereinsebene, wenn die bleierne &ldquo;Zeitenwende&rdquo; weiter greift und zum Beispiel die Jusos (hier in Esens, Ostfriesland, unterst&uuml;tzen sie nach Kr&auml;ften die heimische Staatssekret&auml;rin im Kriegsministerium Siemtje M&ouml;ller, w&auml;hrend Jusos anderswo Osterm&auml;rsche mitorganisieren!) f&uuml;r die lokalen &ldquo;Urgesteine&rdquo; sich zu entschuldigen beginnen bzw. gar deren alte Verirrungen und Holzwege erkl&auml;ren bzw. gel&auml;uterte Distanzierung einfordern &hellip;<\/p><p>Welch ein Grauen<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, und halten Sie uns bitte weiter so &uuml;ber Wasser!<br>\nJ&uuml;rgen Lohs<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<br>\n&nbsp;<br>\nvor ca drei Wochen st&uuml;rzte Frau Esken (Grund unbekannt&hellip;?), brach sich den Kn&ouml;chel, wie es hie&szlig;, konnte nun wieder interviewt werden.<\/p><p>2020 nannte sie Menschen, die gegen die Corona-Ma&szlig;nahmen demonstrierten, Covidioten, 2022 erkl&auml;rt sie Wladimir Putin zum Faschisten.<\/p><p>Was sollen diese Ausf&auml;lle?<\/p><p>Kann bitte jemand aus der SPD FrEsken &lsquo;mal m&auml;&szlig;igen?<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHerbert Gerusch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>zum genannten Artikel m&ouml;chte ich erg&auml;nzen, dass es Frau Esken war, die im Sommer 2020 einen Teil ihrer Mitb&uuml;rger zu Idioten, bzw. &ldquo;Covidioten&rdquo; erkl&auml;rte, nur weil diese es wagten, gegen die Pandemie -Politik der Regierung zu demonstrieren.<\/p><p>So artikulieren sich demnach wahre Demokratinnen.<\/p><p>MfG<br>\nD. S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NDS Team,<br>\nsehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nIhre Texte, genauso wie die Ihres Teams sind generell kritisch, aber gefallen tut es mir, dass Sie in letzter Zeit in immer k&uuml;rzeren Abst&auml;nden kein Blatt mehr vor dem Mund nehmen und die Einflussagenten deutlich ans Licht zerren wie bspw. in diesem Text von Ihnen. Das f&auml;rbt nach meinem Eindruck auch auf das restliche NDS Team ab. Die Texte werden generell immer bissiger. Gut so! Es geht auch immer st&auml;rker um das &ldquo;vae victis&rdquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nWas mir pers&ouml;nlich ein wenig leid tut, ist, dass Ihnen ganz sicher das Herz bluten muss wenn Sie mit anschauen m&uuml;ssen welches Niveau Ihre SPD erreicht hat, f&uuml;r die Sie gek&auml;mpft haben, mit aufgebaut und weiterentwickelt hatten und Sie aus meiner Sicht verteidigen wo immer es geht und angebracht ist. Genauso wie Sie generell versuchen den gesellschaftlichen Ausgleich in den Mittelpunkt zu schieben, der leider immer h&auml;ufiger und in genauso k&uuml;rzeren Abst&auml;nden immer weniger in der Politik eine Rolle zu spielen scheinen. Und das von Bundes &uuml;ber Landes bis Kommunaler Ebene. Nicht nur bei der SPD! Das zieht sich m.E. durch alle Parteien hindurch.<br>\n&nbsp;<br>\nBei Ihnen scheint der Spruch, &ldquo;mein Arbeitsplatz, mein Kampfplatz f&uuml;r den Frieden&rdquo; kein Spruch zu sein, sondern gelebte Realit&auml;t. Vielen Dank daf&uuml;r und weiter so!<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAleksandar Jevtovi&#263;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Albrecht M&uuml;ller ver&ouml;ffentlichte:&rdquo;Die Entspannungspolitik der sechziger und siebziger Jahren war die historische Leistung der SPD. Es liegt nahe, zu fragen, warum sie dieses gro&szlig;e Erbe vergessen hat und verspielt.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84320#more-84320\">nachdenkseiten.de\/?p=84320#more-84320<\/a><\/p><p>Herr M&uuml;ller, nun ist es Amtlich Sie leben immer noch in den Siebzigern . <\/p><p>Im &uuml;brigen, Brand hat auch mal get&ouml;nt mehr Demokratie wagen. <\/p><p>Was wurde daraus???<br>\n&mdash;&nbsp;<br>\nG&uuml;nter Weller<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Warum der Versuch, sich zu verst&auml;ndigen statt sich zu bekriegen, auf die Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts beschr&auml;nkt bleiben soll, erschlie&szlig;t sich mir nicht.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\naus meiner Sicht ist die Co-Vorsitzende der SPD, Saskia Esken, politisch eher unbedarft und allen m&ouml;glichen Einfl&uuml;ssen zugetan, die sie nicht richtig einsch&auml;tzen kann. Da ist wohl auch jede Menge Bildungsarbeit der SPD schief gelaufen. Zum Faschismus ist vielen nicht klar, dass es sich um eine Herrschaftsform handelt, die Georgi Dimitroff 1933 so kennzeichnete: Faschismus an der Macht ist &bdquo;die offene terroristische Diktatur der reaktion&auml;rsten, am meisten chauvinistischen, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.&ldquo;<\/p><p>Faschist ist also jeder, der solch eine Herrschaft errichten, aus&uuml;ben und aufrechterhalten will. Das hat nun nichts mit psychologisierenden Beschreibungen einzelner Personen zu tun, die abstossende Auffassungen haben. Wer Faschismus bek&auml;mpfen will, muss schon die Errichtung und erst recht die Aus&uuml;bung und Aufrechterhaltung dieser Herrschaftsform erkennen und bek&auml;mpfen. Dazu ben&ouml;tigt man politische und rechtliche Argumente und keine moralisierenden Verurteilungen.<br>\n&nbsp;<br>\nFreundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUwe Ruckriegel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84320\">In diesem Beitrag<\/a> hinterfragt Albrecht M&uuml;ller die Erkl&auml;rung des russischen Pr&auml;sidenten Putin zum Faschisten durch die Co-Vorsitzende der SPD, Saskia Esken, in einem FAS-Interview vom 29. 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